[Filmreihe] James Bond - 007

EDIT (Laubi): Beitrag enthält SPOILER!


Hab den Film nun gestern auch gesehen und bin begeistert. Zwar ist er auch meiner Ansicht nach nicht der beste Bond (nicht einmal der Craig-Ära, das bleibt „Casino Royale“), aber doch mehr als überdurchschnittlich und zumindest in meinen Top5 zu finden.

Wer sich noch immer über fehlendes Bond-Feeling beklagt, dem ist echt nicht mehr zu helfen. Waren bereits „Casino Royale“ und „Ein Quantum Trost“ eine Art Back to the Roots der Connery-Ära, ist dies nun ein Bond-Film in Reinkultur: „Bond, James Bond“, Monnypenny, Q, M inkl. Büro, Aston Martin, Vodka Martini geschüttelt nicht gerührt (wenn auch nicht explizit als solcher erwähnt). All die liebgewonnen Elemente sind vertreten. Dazu gibt es die klassische Fiesling-Insel und eine nette Hommage an das Duell in „Der Mann mit dem goldenen Colt“.

Ursprünglich war ich bei Q als junger Nerd SEHR skeptisch. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Ist ein netter Gegenpart zu Bond und erinnert in seiner Art etwas an Bennedict Cumberbatch als „Sherlock“. Die neue Monnypenny scheint auch weitaus tougher als ihre Vorgängerinnen zu sein (war ein netter Schlussgag, dass sie es ist, auch wenn ich es am Ende schon vermutete). Und Ralph Finnes als Judi Dench Nachfolger kann vermutlich ebenfalls etwas (klar ist es um Dench schade, aber ich verstehe, dass nach 15 Jahren und 7 Filmen es Zeit für einen Wechsel wurde – einen Rückschritt in die alten sexistischen Tage sehe ich (noch) nicht – gerade wegen der starken Monnypenny).

Der Gegner gehört eindeutig zu den besten Bond-Schurken aller Zeiten (neben den dort zu schnell geschnittenen Actionszenen eine weitere Verbesserung zu „Ein Quantum Trost“, die Macher scheinen ihre Hausaufgaben gemacht haben). Wurde echt genial verkörpert und wirkte sehr bedrohlich. Gerade seine erste Szene („Sind Sie sicher, dass es um M geht“ :D) oder die Szene mit ihm als Gefangenen und M seien hierbei erwähnt. Dazu kommt, dass es endlich mal einen Bond-Schurken gibt, der ein vernünftiges Motiv (kein Welteroberer Nr x) und einem so richtig schön leid tun kann.

Als 50jähriges Jubiläum geht die Handlung „alt vs. neu“ mehr als in Ordnung und wurde auch gut umgesetzt. Schade, dass Sean Connery nicht den schottischen Familienbutler gespielt hat. Die Rolle wäre ihm auf den Leib geschrieben gewesen.

Fazit: Freue mich schon auf den nächsten Bond mit der altvertrauten Figuren-Konstellation:
8 von 10 Punkten!
 
Möchtest du 1 bis 2 Sachen nicht lieber in den Spoilertag packen? Wäre mies wenn das nun jemand liest, der den Film nicht gesehen hat, denn viele Szenen leben von der Überraschung :D
 
Der Film gefiel mir ganz gut.
Gerade die Entwicklung hin zum klassischen Bond Film der 60er Jahre fand ich sehr schön eingefädelt. Das Büro am Ende und der Moneypenny Twist, runden es perfekt ab. Im Mittelteil fühlt der Film sich ein wenig anders an. Als man wieder in London ist, kamen mir schnell Vergleiche zu "The dark knight" in den Sinn. Zum einen ist der Plan von gefangenen Silva mehr oder weniger 1 zu 1 aus dem Nolan Film übernommen und dazu kommt noch die Gerichtsverhandlungsszene. In der Polizeiverkleidung musste ich direkt an den Joker denken.
Der Showdown war auch recht reduziert zum Vergleich mit anderen Bond Filmen. Zwar fand ich das nicht weiter schlimm, trotzdem gibts hier Steigerungspotenziell. Ralph Fiennes ist super. Bei Q weiß ich es noch nicht so richtig. Diese Hackernerds sind mir oft immer zu eindimensional. Das Bondgirl hat mir ein wenig gefehlt. Nach der tollen Shanghai Sequenz, war ich über ihr Schicksal doch recht überrascht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde da ein paar Spoilertags reinpacken. Wenn ich den Film nicht schon gesehen hätte, würde mich die erste Zeile deines Posts TIERISCH ankotzen, weil mir dadurch die Überraschung verdirbst.
 
Das war der beste Bond überhaupt. Zum ersten mal hört über Bond Vergangenheit, zum ersten wird james bond menschlicher dargestellt (drame elemente wurden gekonnt zugefügt.) und zum ersten mal geht´s nicht um die weltherrschaft oder die Welt zerstören sondern mehr privater Natur. Es noch einen genialen Javier Bardem der den Bösewicht des Films so großartig exzentrisch spielt das man sicher nicht vergisst und einen der top schurken zählt von james bond. Optisch ist er auch sehr gelungen.
4,5 von 5 Punkten
 
Ich habe den Film gestern gesehen und war auch sehr angetan. Im Gegensatz zu "Ein Quantum Trost" hat mir "Skyfall" wirklich gut gefallen.
Vor allem die Schauspieler haben es mir angetan, vor allem Judi Dench in ihrem wohl besten Auftritt. Und die Titelmelodie von Adele ist für mich einer der besten Bond-Songs überhaupt.
Wirklich großartig fand ich vor allem die Szenen in Shangai

Dieser "Schattenkampf" gegen diesen einen Attentäter im Hochhaus war wirklich genial inszeniert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe den Film letzten Samstag gesehen und war sehr angetan von ihm. Die Story stimmte, die Charakter stimmten und die Titelmelodie stimmte. Der Film hatte einen Touch von "Die Hard 4" so mit den ganzen Computeranschlägen aber das passte eigentlich gut zu diesem Bond.

Von mir aus gesehen ist es ein Bond zum wiederanschauen.
 
Die Dreharbeiten zum 24. Teil und 4. Teil mit Daniel Craig fangen schon in diesem Dezember (6.) statt. Offenbar sind die Produzenten mit dem überarbeiteten Drehbuch zufrieden. Drehorte sollen Rom, Marokko, die englischen Pinewood Studios und zu guter Letzt Österreich sein.
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18488559.html
Bei letzterem Ort hoffe ich, wie die Kommentatoren im Link, dass es reichlich Schnee zu sehen geben wird und eventuell eine Ski-Verfolgungsjagd. Das fehlt noch in der Craig-Reihe.
Btw, noch ein paar Infos zum Film:
Regie: Sam Mendes ("Skyfall")
Schauspieler: bisher Daniel Craig, Ralph Fiennes, Naomie Harris und Ben Whishaw. Ansonsten wird noch gecastet.
Drehbuch: John Logan
Kinostart: 29. Oktober 2015
 
Hab mir letzens auch Skyfall angesehen und Gott sei Dank gehen wir wieder von diesem schrecklichen Casino Royale Bond weg, ein mehr als solider Bondfilm im alten Stil und mit wunderschönen Schauplätzen.
 
Hab mir letzens auch Skyfall angesehen und Gott sei Dank gehen wir wieder von diesem schrecklichen Casino Royale Bond weg, ein mehr als solider Bondfilm im alten Stil und mit wunderschönen Schauplätzen.
Hmm, woran machst du das fest, wenn man fragen darf? Ich fand den Filmen gegenüber den beiden Vorgängern nicht ganz unähnlich und das, was er anders gemacht hat, war entweder komplett Franchise-fremd oder wies die Brosnan-typischen Ermüdungserscheinungen auf. Bond hat sich über Jahrzehnte hinweg nicht vom Fleck bewegt, weil man die Kuh wortwörtlich open end melken wollte, weshalb ich solche Rückbesinnungen nur bedingt positiv einschätze - mal davon abgesehen, dass es ein guter Film war (aber der Moneypenny-Mist geht mir jetzt schon wieder auf den Geist).
 
Also ich fand, dass Skyfall der typischste Bond-Film der Craig-Reihe war. Grund dafür sind wie erwähnt u.a. der alte Stil (endlich wieder untypische Waffen wie dieses "Persönliche Statement") und die schönen Landschaften. Das hat in Casino Royale etwas gefehlt, aber CR war der intelligentere und handlungs-orientiertere Film. Also vielleicht als Thriller doch ein kleines Stück besser als Skyfall. Also beide haben so ihre Vor- und Nachteile.
Was Quantum Trost betrifft, das war ja mal ein reiner Actionfilm ohne wirklich interessanterer Story (der Bösewicht will Wasser sehr teuer verkaufen, oh wie schlimm...) und dann noch viel zu schnell geschnitten. Der sah absolut nicht wie ein Bond-Film aus, sondern wie ein reiner Thriller/Actionfilm.
 
Skyfall ist meiner Ansicht nach die gelungene Symbiose zwischen den alten Bond - Filmen und der neuen Generation. Es sind klassische Elemente wie Q, der Aston Martin und die Bond - Melodie vorhanden, aber man bleibt gleichzeitig dem Weg treu, den man mit Casino Royale eingeschlagen hat. Alles in Allem ein zeitgemäßer James Bond - Film mit "Back to the Roots" - Anleihen, was ihn für mich zum Besten aus der Craig - Ära macht. Ich mochte die beiden Vorgänger durchaus, aber sie hatten ihre Schwächen. Casino Royale war mir über viele Stellen zu langatmig, während Ein Quantum Trost dermaßen mit Action zugekleistert wurde, dass jeglicher Spielraum für eine interessante Bond - Handlung darin unterging. Ein guter und unterhaltsamer Actionfilm, aber, da muss ich meinem Vorredner Darth Max zustimmen, zu wenig Bond. Bei Skyfall passt einfach alles, von der Handlung über einen interessanten und durchaus als solchen ernst zu nehmenden Bösewicht über die Action, die meiner Meinung nach genau richtig dosiert ist, weder zu wenig, noch zu viel. Insgesamt sicher kein Bond - Film, der an die alten Klassiker heranreicht (was, da bin ich mir ziemlich sicher, auch nie der Fall sein wird und was ich auch gar nicht erwarte) aber ein sehr guter, der für mich auch die sehr gelungenen Filme mit Pierce Brosnan überbietet, mit denen aus meiner Sicht die Transferierung des James Bond ins heutige Fernsehzeitalter begann.

Übrigens ein kleiner "Fun Fact" am Rande: Die Bond - Filme mit Daniel Craig werden ja bisweilen oft dafür kritisiert, dass James Bond ihnen zu emotional, ja zu "menschlich" dargestellt werde und dies nicht zum klassischen James Bond, wie er etwa durch Sean Connery oder Roger Moore verkörpert wurde, passe. Wenn man aber die originale Buchreihe von Ian Fleming liest (sehr zu empfehlen, am Besten im englischen Originaltext) stellt man fest, dass James Bond in den Original - Romanen, die allesamt vor der ersten Verfilmung entstanden, wesentlich gefühlvoller auftritt. Vom knallharten Action - Agenten, den nichts so schnell erschüttert und der selbst angesichts der größten Bedrohung noch einen humorigen Spruch auslässt, merkt man da nicht viel. In den Büchern ist James Bond wesentlich nahbarer, ein Mensch, der über Gefühle wie Trauer, Wut oder sogar Angst verfügt, was in den alten Filmen nur sehr selten zum Zug kommt. Insofern ist die, salopp formuliert, vermenschlichte Darstellung der neuen Filme eigentlich viel näher am Original, als es James Bond zuvor jemals war.
 
aber CR war der intelligentere und handlungs-orientiertere Film.

Eigentlich nicht da das Set-Up für Vespa und das ganze Poker-Turnier einfach keinen Sinn macht. Wie hier sehr gut zusammengefasst. ;)


(der Bösewicht will Wasser sehr teuer verkaufen, oh wie schlimm...)

Le Chiffre als Geldwäscher war jetzt auch nicht umbedingt das Hightlight bei Schurkenplänen ;)

wesentlich gefühlvoller auftritt.

Jup tut er, aber Filmbond ist eben eigentlich ein offensichtlicher Massenmörder und um darüber nicht weiter reflektieren zu müssen in ein „High-Live“ flieht als Frauenheld, Trinker, Glücksspieler und Thrill-Seeker. Skyfall vermittelt dies zum Beispiel bestens an mehreren Stellen.
 
Casino Royale Bond war mir einfach etwas zu weinerlich wenn es um Vespa ging ;)
Gut, solange man es lediglich an solchen (zwar subjektiven, aber durchaus nachvollziehbaren) Details festmacht, anstatt die mehrheitlich widerlegbaren Standardargumente zu bringen, warum der Craig-Bond in den ersten Filmen pauschal schlecht war, hab ich da nichts entgegenzusetzen. Für mich zerfiel Skyfall irgendwo ab dem letzten Drittel in seine Einzelteile, weil dieser Abschnitt abgesehen vom wirklich grundlegendsten roten Faden überhaupt nicht mehr zum Rest des Films passte. Allerdings hatte der Film eben genug Stärken, um das mehr als nur zu kompensieren, aber das allein macht aus Stückwerk noch keine Einheit. Und die Wiedereinflechtung weiterer klassischer Bond-Elemente war zu plump und gequält.
 
Hier mal zwei Gerüchte-News zu Bond 24:
Angeblich hat Christoph Waltz für eine Rolle unterschrieben, voraussichtlich für den Bösewicht (alles andere wäre ja schon fast Verschwendung, wenn man ihn wirklich bekommen hat).
Und Sam Smith (Stay with me) soll den Titelsong singen.

Christoph Waltz als Bösewicht wäre natürlich genial, solange er nicht allzu sehr an seine Tarantino-Rollen angelehnt ist. Wäre auch mal ein etwas anderer Aspekt für einen Craig-Bond, da er der erste Gegenspieler für ihn wäre, der nicht (zumindest ungefähr) in seinem Alter ist.
Bei Sam Smith bin ich etwas skeptisch. Im Grunde kenne ich ihn kaum und sein größter Hit ist jetzt auch nicht soooo überzeugend, finde ich. Aber mal schauen.
 
Christoph Waltz als Bösewicht wäre natürlich genial, solange er nicht allzu sehr an seine Tarantino-Rollen angelehnt ist. Wäre auch mal ein etwas anderer Aspekt für einen Craig-Bond, da er der erste Gegenspieler für ihn wäre, der nicht (zumindest ungefähr) in seinem Alter ist.
Bei Sam Smith bin ich etwas skeptisch. Im Grunde kenne ich ihn kaum und sein größter Hit ist jetzt auch nicht soooo überzeugend, finde ich. Aber mal schauen.
Stimme dir zu. Waltz wäre eine sehr große Bereicherung. Hängt nur noch davon ab, wie ihm das Drehbuch zugeschnitten ist, aber falls er vor dem Unterschreiben das Drehbuch sehen dürfte, hätte er sich bestimmt sonst nicht dafür entschieden.
Ich weiß auch nicht, ob Sam Smith wirklich eine so gute Wahl wäre. Mir haben seine Lieder auch nicht so gefallen. Lana del Rey, die ja eigentlich auch gerüchteweise als Titelsongsängerin gehandelt wurde, wäre meiner Meinung nach deutlich besser. Vielleicht will man einfach nach Adele wieder einen Mann...
 
Morgen wird es eine Pressekonferenz geben, wo auch die Produzenten und Sam Mendes teilnehmen werden. Bekanntgegeben werden dabei der Cast und der Titel des neusten Streifens. Dann sehen wir, ob Waltz wirklich der neue Bösewicht wird. Die Konferenz wird 11:50 Uhr unserer Zeit stattfinden, entsprechende Live-Streams dazu dürften sich zahlreich im Internet finden lassen.
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18490305.html
 
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