Thyferra (Polith-System)

[: Polith-System | hoher Orbit | auf dem Weg zur „Lagunes of Spira“ :||: Shuttle der „Core Fly Ltd.“ | Passagierraum :||: Horatio Kraym, Lady Aren und weitere Passagiere sowie Bedienstete :]

Darauf bedacht keine wirkliche Unterhaltung zu führen, davon abgesehen das ein gewisser hochnäsiger Sector Adjutant dies sicher nicht gewünscht hätte, konzentrierte Alaine sich auf die ihr vorliegenden Unterlagen. Das Shuttle würde sie problemlos zu ihrem Schiff bringen und in dieser Zeit konnte Alaine die nötigen Verträge für die Gründung einer Fracht- und Transportgesellschaft unterschreiben, die dann ihr gehörte und in Zukunft das Tibanna-Gas transportieren und ausliefern würde. Sie hatte keine Interesse daran sich jemanden zu suchen, der entweder unzuverlässig war oder aber glaubte sie über den Tisch ziehen zu können. Das praktische an einigen Dingen war einfach, dass Macht und Geld einiges bewegten und wenn man die Richtigen Personen um sich herum hatte, vereinfachte es dies noch. Sie konnte im Grunde zufrieden sein. Innerhalb kürzester Zeit hatte sie es geschafft das Tibannagas auf Bespin zu erstehen und die Gewinnung zu erhöhen. Natürlich waren einige Maßnahmen nötig gewesen, was die Umstrukturierung und auch die Neubeschaffung von Arbeitsgeräten anging, aber es hatte sich gelohnt. Als Geschäftsführerin und Eigentümerin der Minen auf Bespin, war sie dazu in der Lage zu entscheiden, welche Lieferungen wohin gingen und was sie dafür verlangen wollte. Das Gas war eine sehr wichtige Ressource und wurde auf allen Seiten benötigt. Die Kontrolle über einen Rohstoff zu haben, der in der ganzen Galaxie benötigt wurde, war demnach fast so als ob man die Macht über Leben oder Tot besäße. Wenn der Rahmen auch anders aussah. Ähnlich war es ebenso mit dem Bacta, nur das ihr Gegenüber intelligent genug gewesen war diesen Vorteil für sich zu nutzen. In diesem Punkt also zollte Alaine dem Adeligen ihren Respekt. Wenigstens jemand von ihnen der dies tat.

Die Unterschriften waren erledigt. Aren Freight INC würde somit ins Leben gerufen werden. Die Daten wurden versandt und gingen an Jacen Foster, der sich um den Rest kümmern würde. Ein weiterer Punkt auf ihrer Tagesordnung, der abgehackt werden konnte. Derzeit gab es zudem Verhandlungen mit einigen Planeten auf denen ebenfalls Tibanna-Gas gewonnen werden konnte. Die nächsten Monate würden zeigen, wie gut Victor Gates darin war weitere Minen für Alaine zu gewinnen. Sie schob das Datapad in ihre Tasche, strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und hörte gerade die Durchsage, dass sie in kürze an die „Lagunes of Spira“ andocken würden. Ein guter Zeitpunkt, denn Alaine war froh das Shuttle verlassen zu können.

Der Pilot gab ihnen noch einige Informationen darüber, was sie alles erwartete und welche Möglichkeiten es alles gab seine Zeit auf dem Luxusliner zu verbringen. Das ganze erinnerte Alaine ein wenig an die „Golden Lady“. Großes Interesse für das Einkaufen hatte sie nicht. Es genügte das ihr Management darauf bestand und zwar in regelmäßigen Abständen. Ein Besucht im Theater klang jedoch durchaus verlockend. Der Nachteil des ganzen jedoch war, dass Barnip darauf bestanden hatte, dass sie Horatio Kraym begleiten und ihm als Gesellschaft dienen sollte. Der Moff war der Ansicht, dass eine hübsche Frau den Sector Adjutanten auf andere Gedanken bringen könnte und vor allem zu seiner Entspannung beitragen würde. Wäre sie keine Sith, wäre dies wahrscheinlich anders, so jedoch würde Kraym nur wenig Wert auf ihre Gesellschaft legen und das Spiel notgedrungen mitmachen. Sie fragte sich warum sie sich darauf eingelassen hatte. Die Gründe dafür waren auf der einen Seite, dass sie Barnip nicht verärgern wollte – die Beziehung zwischen den beiden hatte sich recht gut entwickelt – auf der anderen Seite war es natürlich auch ihr Management, welches darauf bestanden hatte. Also hatte sich die Adeligen dazu entschlossen gute Miene zum bösen Spiel zu spielen.

Das Shuttle dockte mit einem leichten Ruck an und Alaine erhob sich langsam, wie auch Horatio es tat. Sie folgte ihrem Begleiter, wobei sie verschmitzte lächelte und den Steward stehen ließ. Allerdings bedankte sie sich bei ihm für seine geboten Hilfe. Die Luke öffnete sich und das Personal begrüßte sie, wobei man Alaine insbesondere dabei half durch die Öffnung zu steigen. Begrüßt wurden sie vom Captain und dem ersten Offizier, ganz der Luxus auf einem solchen Schiff wenn man erster Klasse unterwegs war. Alaine schenkte ihnen ein herzliches Lächeln und ließ sich dann zum Turbolift bringen, wo man eine kurz Fahrt vor sich hatte, ehe es dann durch einen Gang und einem weiteren Korridor, ehe sie ihre Ziel, die luxuriöse Suite, erreichten. Die Captain bat sie hinein und Alaine lauschte kurz deren Worte, ehe sie sich umsah. Eigentlich hatte sie nicht damit gerechnet, dass sie sich eine Suite mit Horatio Kraym teilen musste. Wenigstens gab es getrennte Schlafzimmer! Auf der anderen Seite hätte sie sich dies bei Barnip jedoch denken können. Der Moff war ein durchtriebener Spieler, der nur zu gerne mit seinen Untergebenen Schach spielte. Wie auch der Adelige, durchaus sehr gut aussehende Sector Adjutant, blickte sich die Corellianerin ebenfalls um. Sie war soweit zufrieden. Da Horatio sich bedankte, schenkte Alaine der Captain ein Lächeln und dankte dieser ebenfalls. Diese sagte noch einige Worte bezüglich des Programms, als ihr Gepäck gebracht wurde, dann verneigte sie sich zum Abschied und ließ das „Paar“ allein. Die Rothaarige legte den Kopf leicht schief und öffnete ihren Blaser, ehe sie nach ihren Koffern griff.

„Möchten sie das vordere oder hintere Schlafzimmer?“, wollte sie von Horatio wissen und wartete kurz auf eine Antwort. Scheinbar schien ihm dies nicht wichtig zu sein oder aber, er wollte ihr die Wahl lassen. Alaine bückte sich nach ihrer Tasche, dann schob sie ihre Koffer vorwärts und glitt in das vordere. Das Schlafzimmer war sehr schön eingerichtet. Ein großes, breites Bett in der Mitte, auf dem einige Kissen drapiert waren. Schöngeschwungene Nachttischen. Ein Teppich, sowohl einer Kommode mit Spiegel und einem Kleiderschrank. Alaine ließ ihren Koffer stehen und öffnete eine Tür. Das Badezimmer war purer Luxus. Zwei Waschbecken und eine Wanne, die groß genug für zwei war. Sie Schritt durch das Luxusbad und öffnete eine weitere Tür. Zu ihrem Entsetzen stellte sie fest, dass es zum zweiten Schlafzimmer führte. Wundervoll. So würden sie absprechen müssen wer wann das Bad nutzen konnte. Alaine schloss die Tür und kehrte in ihr Schlafzimmer zurück, um ihre Koffer auszupacken. Da sie ein ordnungsliebender Mensch mit Hang zur Perfektion war, ordnete sie ihre Kleidungsstücke im Handumdrehen in den Kleiderschrank. Kurz nachdem sie damit fertig war hörte sie in Surren in ihrem Ohr und dann Jacens Stimme.

„Ich habe die Unterlagen gerade erhalten, Alaine. Es wird einige Tage in Anspruch nehmen, aber dann können wir starten. Bist du gut auf deinem Luxusschiff angekommen?“, wollte er wissen.

Alaine zog ihren Blaser aus, für den Augenblick war ihr warm genug. Sie strich ihre schwarze leicht transparente Bluse glatt, verließ ihr Schlafzimmer und kehrte in den Vorraum oder besser das Wohnzimmer zurück.

„Das bin ich. Jacen, ich möchte das du die Unterlagen sorgfältig abspeicherst und sicherst. Aren Freight INC ist der Anfang eines größeren Ganzen“, meinte sie und wandte sich der Bar zu. Da es bereits fast Mittag war, konnte sie sich einen Drink gönnen, ehe es zum Mittagessen gehen würde. Cognac war perfekt und so schütte sie sich etwas in das passende Glas.

„Dies habe ich bereits getan“, teilte er ihr mit.

„Sehr gut. Hat Gates sich bezüglich der Verhandlungen mit Kril’Dor, Taloraan, Ord Ibanna, Belkadan und Taspir gemeldet?“

Kurzes Schweigen herrschte, so als ob Jacen nachdachte. „Dies hat er, wobei er noch keine nennenswerten Erfolge aufweisen konnte. Die Verhandlungen mit Ord Ibanna sind recht schwierig, wobei dies kein Wunder ist. Die Republik wird es nicht gern sehen, wenn ein Bürger des Imperiums etwas in die Hände bekommt, was für sie wichtig ist“, meinte Jacen.

Alaine war dies klar, immerhin war Ord Ibanna einer der wenigen Welten die Tibanna-Gas förderte und zur Republik gehörte.

„Einen Versuch ist es wert. Taspir dürft nicht unbedingt das Problem werden, denke ich. Was die anderen Welten angeht, da sie neutral sind, sollte es darauf ankommen wie gut ich zahle. Gates soll dran bleiben. Sollte Ord Ibanna sich weigern, werden wir damit leben müssen. Ein Scheitern bezüglich der anderen vier Welten werde ich nicht einfach akzeptieren.“

„Victor weiß dies und er wird alles daran setzen nicht zu scheitern. Was Taspir angeht, sollte es innerhalb der nächsten Wochen zu Ergebnissen kommen können. Gedulde ich also ein wenig. Victor kennt das Geschäft sehr gut. Du solltest dafür deine Freien Tage genießen und vor allem Horatio ein wenig verwöhnen“, erklärte Jacen mit einem leisen Lachen.

Die Rothaarige verdrehte die Augen. Jacen stieß mit Barnip in das gleiche Rohr. Als ob sie irgendein Interesse daran hätte Horatio zu verwöhnen. Dennoch würde sie versuchen ihr Bestes zu geben, damit sie ihm eine angenehme Gesellschafterin war. Sie wollte nicht, dass er sich bei Barnip beschwerte. Mit dem Glas in der Hand setzte sie sich auf die Couch, schlug die Beine übereinander und nippte an ihrem Cognac.

„Ich zweifle nicht an Victors Fähigkeiten. Was das letzte angeht, ich werde mir Mühe geben und nun werde ich wie du sagst, meinen sogenannten Urlaub genießen. Wir sprechen uns. Bis dann Jacen“, verabschiedete sie sich von ihm, lehnte sich zurück und nippte erneut an ihrem Getränk.

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Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Agxas und Akani


"Ich habe kein Interesse daran, mir die Finger an dir schmutzig zu machen", meinte Tenia. Sie stellte fest, dass es ohne Agxas länger dauern, aber nicht unmöglich sein würde, den Rückweg zu finden und schloss dann das Thema ab.
Dann wandte sie sich an ihren Padawan.

"Wir brauchen ein Lager für diese Nacht, denn ich glaube nicht, dass wir es heute noch sonderlich weit schaffen."

Dem konnte Akani kaum widersprechen. Er war sicher nicht derjenige, der den Rückweg finden würde, ob heute oder in einem Jahr, und wenn Tenia daran zweifelte, dann war es so.
Er war dagegen durchaus zuversichtlich, dass sie sich einen Unterstand errichten konnten. Es mochte vielleicht keine der ausgeklügelten Konstruktionen der Vratix sein, aber für eine Nacht würden sie schon etwas hinbekommen. Hoffte er.


Die Dunkelheit war jedoch nicht förderlich. Die Jedi gingen noch ein Stück durch den Dschungel, ohne sich weiter um Agxas zu scheren, bis sie eine Stelle erreichten, an der die Bäume nicht gar so dicht standen. Einer der beiden Monde Thyferras leuchtete den Urwald hier ausreichend aus, dass sie nicht auf irgendwelche Taschenlampen angewiesen waren. Dass Tenia und Akani alle beide die Macht nutzen konnten, erleichterte die Arbeit ebenfalls, und so hatten sie kurz darauf einen Unterschlupft an einem Baum errichtet, ausschließlich mit herumliegenden Ästen und Blättern. Irgendwie waren die beiden unausgesprochen darin übereingekommen, an diesem Tag keine weiteren Pflanzen zu zerstören.

"Ich werde die erste Wache übernehmen", meinte Akani. Leider war dies wohl nötig. Die zwei Jedi hatten kurz überlegt, sich zumindest grob die Behausungen der Vratix zum Vorbild zu nehmen und sich selbst irgendetwas hoch oben in den Bäumen zusammenzubinden. Dies wäre wahrscheinlich sicherer, aber auch deutlich zeitaufwendiger gewesen, und außerdem war so viel Licht nun auch wieder nicht vorhanden.

Nun, immerhin, sollten Nachtjäger und anderes Dschungelgetier nach ihrem Geruchssinn gehen, würden sie sich wohl schwer tun, die beiden auszumachen. Der Chiss hatte so langsam das Gefühl, dass der schwere Geruch des Regendwaldes ihn sein Leben lang nicht verlassen würde, und vom Feuer waren sie von Anfang an weit genug weggewesen, um den Rauchgeruch nicht abzubekommen.
Akani setzte sich so hin, dass er halb im Unterschlupf verschwand. So hatte Tenia hoffentlich genug Platz darin, außerdem musste er auch etwas sehen können, um Wache zu halten.


Er lauschte den Geräuschen des nächtlichen Dschungels und kaute lustlos auf einem Riegel herum. Das würde eine lange Nacht werden...


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Agxas? und Akani
 
[: Polith-System | hoher Orbit :||: „Lagunes of Spira“ | Deck der Ersten Klasse | großzügige Suite :||: Horatio Kraym, Lady Aren und zwei Pagen :]

Kurz nachdem sich die Kapitänin und ihr Erster Offizier von den prominenten Gästen verabschiedet hatten, brachten zwei kleinwüchsige, nichtmenschliche Pagen die Koffer. In einer Sprache, die dem adligen Imperialen natürlich vollkommen fremd war und die teilweise sogar aus Schnauflauten zu bestehen schien, unterhielten sich die beiden graublauen Kreaturen, während sie Gepäckstück für Gepäckstück in den zentralen Aufenthaltsraum der luxuriösen Suite stellten. Da die rothaarige Sith keinerlei Anstalten machte, dem Personal eine handvoll Credits in die Hand zu drücken, lag es nun an dem Sector Adjutant ihnen ein wenig Trinkgeld zu geben. Mit einem breiten Grinsen sowie ein paar dankenden Worten in gebrochenem Basic quittierten sie diese Höflichkeit. Danach ließen sie Horatio mit der Corellianerin allein in dem Quartier zurück.

Möglicherweise als Versuch, das eiskalte Schweigen zwischen ihnen zu beenden, fragte ihn Lady Aren: „Möchten Sie das vordere oder das hintere Schlafzimmer?“

Die Entscheidung war ziemlich trivial. Keines der beiden Zimmer hatte irgendwelche Vorzüge oder Nachteile gegenüber dem anderen. Im exakt gleichen Abstand schlossen beide an den großzügigen, zentralen Aufenthaltsraum an. Beide besaßen jeweils ein Badezimmer. Beide lieferten einen äußerst bezaubernden Ausblick auf den Bug der Lagunes of Spira sowie das schwarze, luftleere All. Hier zeigte sich das symmetrische Konzept der hochpreisigen Decks. Mit dem selbstsicheren Empfinden, dass eine Antwort zweifelsohne unter seiner Würde wäre, griff sich der von Brentaal IV stammende Regionalverwalter sein Gepäck und ließ der mysteriösen Sith den Vortritt. Sie entschied sich für das eine Zimmer; er nahm schulterzuckend das andere. Für den Moment trennten sich damit ihre Wege.

Im Vergleich zu jenen Unterkünften, die man ihm in den letzten paar Jahren sowohl auf Planeten als auch auf zivilen wie auch militärischen Schiffen zur Verfügung gestellt hatte, war der Standard des Kreuzfahrtschiffs hoch, sehr hoch. Denn Prunk und Pracht waren hier allgegenwärtig. Neben einem großzügigen Bett, das problemlos zwei Erwachsenen ausreichend Platz bot, standen in dem Zimmer auch noch ein Kleiderschrank, eine Kommode und ein winziger Tisch samt Stühlen. Bevor Horatio das Zimmer einer etwas genaueren Betrachtung unterzog, verstaute er sein Gepäck aber schnell in dem vorgesehenen Mobiliar. Während aus dem zentralen Aufenthaltsraum mit einem Mal dumpf die Stimme der Sith-Lady zu hören war, tigerte der Verwalter in der Zwischenzeit eher rastlos zwischen Bett und Tisch herum. Dabei fiel ihm zufälliger Weise ein buntes Prospekt aus Flimsiplast auf.

Das klitzekleine Pamphlet, das man für den neugierigen Gast auf dem Tisch platziert hatte, pries zu einem großen Teil nur die Kreuzfahrt an. Nach Thyferra sollte die Reise zuerst einen mehrstündigen Abstecher nach Kiffu machen, bevor man wieder auf die Rimma Handelsroute zurückkehrte und für den Abend Vanik ansteuerte. Hatte man das ziemlich bedeutungslose System hinter sich gelassen – und dadurch den Inneren Rand ebenso –. wurden die Reisenden erst nach Ghorman und später nach Cilpar gebracht. Danach lagen nur noch Giju und Vindalia auf ihrem Weg. Obwohl letztendlich bloß ein Bruchteil an Systemen angesteuert wurde und diese relativ nah beieinander lagen, brauchte die Lagunes of Spira auf dieser Fahrt gut eine Standardwoche bis nach Fondor. Für den Imperialen bedeutete dies, dass er aller Wahrscheinlichkeit all diese Stunden Lady Aren an seiner Seite haben würde.

Horatio ließ sich auf einem Stuhl nieder und blätterte ein wenig in dem dünnen Prospekt. Einzelne Stationen wurden auf dem Flimsiplast näher erläutert. Auf diese Weise sollten die Passagiere subtil dazu animiert werden an der Rezeption separate Ausflüge zu buchen. Zusätzliche Anreize schafften dabei werbewirksame Bildchen. Doch das Pamphlet beinhaltete noch mehr. Da die „Core Fly Ltd.“ aber nicht nur den Teil der Rimma Handelsroute mit Kreuzfahrtschiffen befuhr, der zwischen Giju, Yag'Dhul und Vandelhelm lag, sondern auch andere Strecken auf dem Plan hatte, verwies man an dieser Stelle natürlich auch auf solche Angebote. Besonders Le Yer, eine malerische Küstenstadt auf Abregado-rae, pries man als lohnenswertes Reiseziel wieder und wieder an. Und obwohl sich der Sector Adjutant eigentlich nicht so leicht von solchen Werbemaßnahmen ködern ließ, überlegte er in diesem Moment tatsächlich, ob er nach seinem Pflichtbesuch beim Stapellauf dorthin reisen sollte.

Derweil er sich die idyllischen Bilder von Stadt, Strand und Meer anschaute, war ein leichter Ruck zu spüren. Die Lagunes of Spira hatte sich in Bewegung gesetzt, ließ Thyferra nun hinter sich und peilte einen passenden Sprungvektor nach Kiffu auf einem ganz gemächlichen Außenkurs an. Dabei schob sich das Kreuzfahrtschiff mühelos durch den luftleeren Raum. Von seiner Suite aus hätte der adligen Sector Adjutant in diesem Moment sehen können wie eine Schar Passagiere auf dem großen Promenadendeck stand. Sie schauten gespannt zu wie der majestätische Victory-II-Sternzerstörer, dessen Begleitschiffe und die Zollboote immer kleiner wurden. Manche prosteten sich mit einem Schluck Perlwein zu oder hielten sich verliebt im Arm. Hier und da tollten sogar Kinder herum. Der adlige Imperiale hatte dafür aber keinen Blick. Statt diesem Schauspiel also ebenfalls beizuwohnen, legte er das Prospekt lieber wieder auf den Tisch und ließ sich dann auf das weiche Bett fallen. Ein bisschen Schlaf konnte er mit Sicherheit noch nachholen.


[: Polith-System | hoher Orbit :||: „Lagunes of Spira“ | Deck der Ersten Klasse | großzügige Suite | zweites Schlafzimmer :||: Horatio Kraym allein :]

[OP: Um den Stapellauf nicht unnötig zu verzögern, geht's im nächsten Post gleich im Fondor-Thread weiter.]
 
~ Polith-System ~ Thyferra ~ In the jungle, the mighty jungle ~ Steven, Michael und Schiffsbesatzung (NPCs) ~
Steven konnte gar nicht in Worte fassen, wie endlos glücklich er war, seine Raumyacht wiederzusehen. Er hatte nach so kurzer Zeit nicht etwa eine emotionale Verbundenheit dem Schiff gegenüber aufgebaut, aber alles war besser als der durchnässte Dschungelboden von Thyferra und der Vorstellung auf diesem zu übernachten.
Der tag war mittlerweile voran geschritten und die Dunkelheit hatte den Dschungel gänzlich für sich eingenommen. Die Nacht durfte innerhalb des endlos scheinenden Grüns nicht wirklich angenehm werden, vor allem nicht mit wilden und sicherlich auch gefährlichen Wesen die dort herumstreiften.
Die
Eulysia endlich gefunden zu haben, hieß auch diesen Dschungelplaneten als bald wie möglich verlassen zu können. Auch wenn der Baron im Moment keine Gedanken dafür hatte, wohin die Reise als nächstes ging, war dies wohl eine Frage die er sich, um seines Padawans wegen, stellen musste.
Nachdem
Ben Schwarz, so verantwortungsbewusst wie er war, Meldung machte, entschloss sich der cirresische Thronerbe persönlich nach dem Captain seiner Yacht zu sehen.

Nach einem höflichen Anklopfen bat der Captain den Gast darum einzutreten.

"Bitte bleiben Sie sitzen, Captain."
befahl der Baron den sich gerade aufrichtenden Captain. Todd hatte bei dem Absturz ein paar schwerere Verletzungen davongetragen, darunter eine gebrochene Nase, gebrochene Rippen und vermutlich eine Gehirnerschütterung, aber seine guten Manieren, seinen Anstand und die Etikette hatte er nicht vergessen.
Allerdings war Steven auch kein Unmensch, der Captain sollte sich so gut es ging schonen, immerhin sollte er sie lieber früher als später von diesem verdammten Dschungelplaneten wegbringen.


"Ich muss mich für diesen Fehler aufrichtig entschuldigen, Eure Hoheit."

erklärte der Captain mit besorgter Miene und versuchte dann doch sich ein wenig von seinem Schreibtischstuhl zu erheben.

"Fehler? Sie haben uns, so gut es ging, in einem Stück auf die Oberfläche gebracht, Captain Todd. Mein Padawan und ich sind Ihnen wohl eher zu dank verpflichtet."

Steven legte eine Hand auf Todds Schulter und drückte den Captain mit leichtem Druck zurück in den Sessel. Ohne den ehemaligen Soldaten der cirresischen Luftwaffe anzusehen, erklärte der Thronfolger noch einmal wie sehr er darauf bestehen musste, dass Todd sitzen blieb.
Langsam schritt der Baron von Cirrus durch den Raum. Die Räumlichkeiten von Captain Todd reichten zwar nicht an Stevens eigene Suite heran, doch eines mussten man Zuständigen auf Cirrus lassen, sie boten mehr Komfort als viele der republikanischen Kapitänskajüten.
Stevens Blick fiel durch ein rundes Fenster hinaus in den dunklen Dschungel. Er konnte mit seinen Augen zwar nichts erkennen, doch die Macht zeigte ihm vielfältiges Leben dort draußen in der Wildnis. Erneut froh darüber, auf der sicheren Raumyacht zu sein, wendete sich der adlige Jedi wieder an den Kapitän.

"Ich werde Sie für diese Landung wohl für eine Auszeichnung empfehlen lassen."
Todd stammelte irgendetwas vor sich hin. Wie zu erwarten war, wollte der ehemalige Militär sicherlich kein Lob für seine Arbeit. Aber wann rettete man schon mal dem Baron von Cirrus und seinem Schüler das Leben?
Steven ging mit einem zufriedenen Lächeln Richtung Tür.

"Und keine Diskussionen darüber, sonst lasse ich mir noch was anderes einfallen."
mit diesem letzten Wort verließ der Baron auch die Kajüte des Kaiptäns in Richtung der Küche. Er hatte nicht etwa Hunger wie dieser Ort vermuten lassen würde, sondern suchte seinen Padawan, welcher vorhin in diese Richtung gegangen war. Tatsächlich fand er Michael, der sich gerade ein Gericht im Schnellofen machte, dort vor.
Ohne ein Wort zu sagen, setzte er sich auf die gepolsterte Bank an den Tisch.


"Du hast gar nichts gemacht!"
erklärte der Ritter in einem energischen Ton, der einen großen Haufen Wut in seinem Inneren vermuten ließ.

"Wir haben so gehandelt, wie es nötig war. Tenias Reaktion ist falsch! Tenia hat Mist gebaut und uns alle in Gefahr gebracht mit ihrem Egoismus."
war es richtig diese Sache so vor seinem Padawan anzusprechen? Doch wie lange mochte Michael überhaupt noch ein Padawan sein? Und wenn nicht vor ihm, vor wem dann. Michael war einer der Wenigen Personen, denen er im Orden und überhaupt, blind vertrauen würde.

"Sie lässt einfach keine andere Sichtweise zu. Vielleicht war es falsch den Imperialen zu töten, vielleicht hätte es einen anderen Weg gegeben, aber vielleicht ist es auch falsch überhaupt auf Thyferra zu sein, vielleicht hätte es einen anderen Weg gegeben an ein Heilmittel zu kommen. Ich weiß nicht wie das für dich klingt, aber für mich sind da ein paar "Vielleichts" zu viel. Was glaubt sie denn mit wem sie es zu tun hat?"
Steven merkte wie die Wut in ihm aufstieg. Sie gab ihm Kraft, aber irgendwie fühlte es sich nicht richtig an. Er wollte nicht, dass die Wut über Tenia ihn jetzt bestimmte. Gefühle gibt es nicht, es gibt nur Frieden. Frieden. Das war jetzt gerade so weit entfernt. Seelenfrieden, Frieden in einer verfeindeten Freundschaft, Frieden zwischen Sith und Jedi, zwischen Imperium und Republik. Auch wenn es letzteres auf dem Papier gab, der Beweis das die Realität anders aussah war eine brennende Plantage auf Thyferra.
Irgendwie schaffte es Steven sich wenigstens ein wenig zu beruhigen. Er musste einen klaren Kopf behalten.

"Weißt du.."
ein Seufzen folgte. Wenn es keine Gefühle gab, sondern nur Frieden, was war das, was Steven so durcheinander brachte? Und wo waren irgendwelche weisen Ratsmitglieder oder Großmeister, die einen Rat für ihn hatten in dieser Situation? Pah. Natürlich nicht hier an der Front! Der Rat saß sich lieber seinen faltigen Hintern wund und ließ das Fußvolk für sich die Arbeit erledigen. Der Hohe Rat ist, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, zu einem trägen Moralapostel verkommen.

"Es fühlt sich falsch an, einfach so von hier zu verschwinden. Ich weiß nicht, was wir als nächstes tun sollen."
Steven wusste nicht weiter. Er war sauer auf Tenia, sie war sauer auf Steven und beide wollten vielleicht nie wieder was miteinander zu tun haben, doch irgendwo in seinem Inneren wusste der Baron, dass wenn ihr jetzt was zustoßen sollte, auf dieser Mission, auf diesem Planeten oder überhaupt, er würde es sich nicht verzeihen können.


~ Polith-System ~ Thyferra ~ Eulysia ~ Steven, Michael und Schiffsbesatzung (NPCs) ~
 

Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Agxas? und Akani


Ihr kleiner Wutausbruch hatte geholfen, Agxas zum Schweigen zu bringen und genau das gefiel Tenia überhaupt nicht. Innerlich schüttelte sie den Kopf. Wie konnte es sein, dass sie sich Respekt damit verdiente, ihre Wut so deutlich zu zeigen? Agxas hatte einfach nicht damit gerechnet. Die Antwort kam schnell und war einfach, ja beinahe sogar zufriedenstellend. Doch der Mann besaß nicht die Größe, nun nachzugeben und verschwand in die Dunkelheit, die sie sie umgab.

Akani und Tenia bauten sich einen kleinen Unterschlupf und war einverstanden damit, dass ihr Padawan die erste Wache übernahm.
„Wir werden morgen der Spur von Agxas folgen. Ich bin sicher, er geht zurück zu den Vratix.“ Und sollte er es nicht tun, sie würden einen Weg finden. Wenn die Sonne aufgegangen war und ihnen Licht spendete, würde sie sich viel einfacher orientieren können.
„Ich hoffe, diese Mission war bis jetzt nicht zu schlimm für dich,“ erklärte sie dann. „Sie war bis jetzt ein Desaster, das weiß ich und ich glaube, wenn wir zurück auf Lianna sind, muss ich all das dem Rat melden.“ Oh und sie musste mit Rosita sprechen, dringend.
„Wenn du dazu etwas sagen willst, nur zu,“ motivierte sie ihren Padawan dann, neben dem sie sich niedergelassen hatte. Schlafen konnte sie nun ohnehin nicht, aber in ein paar Minuten konnte sie sich in Trance versetzen.

Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia und Akani

 
[Polith-System - Thyferra - Dschungel - Auf einer Lichtung - Yacht Eulysia - Michael und Steven; ein paar NPC (Schiffsbesatzung)]


Die energisch-impulsive Antwort Stevens ließ ihn etwas zusammenzucken. Vorsichtshalber brachte der Padawan seine dampfende Mahlzeit, die er bisher noch nicht angerührt hatte, auf einem der Nebentische in Sicherheit. War er doch bereits längere Zeit Schüler des cirresischen Barons hatte er ihn bisher nocht nicht in solcher Stimmung erlebt und konnte die Reaktionen nicht einschätzen. Aus seiner Zeit beim corellianischen Widerstand war er es allerdings gewohnt das Personen in diesem Zustand den Tisch mit Fäusten und Blastern malträtierten. Für ein solches Ende war Michael seine Speise allerdings zu schade, bedachte man das ihr Vorratslager nicht mehr allzu voll war und bisher noch unbekannt war, wann sie es wieder auffüllen konnten.

Irgendwie musste sich Tenia und Steven auf dem Turm ziemlich in die Haare bekommen haben, als Michael damit beschäftigt war einen geeigneten Ort für ein mit Tibana angefachtes Feuer zu finden. Als sein Gegenüber weitersprach, erkannte er was der Grund der Auseinandersetzung gewesen war. Er sah ja ein, dass seine Reaktion auf Stevens Aufforderung den Wachposten auszuschalten womöglich etwas überzogen gewesen war, immerhin hätte man die Angelgenheit auf die ein oder andere Weise auch unblutig beenden können, war es ja bereits zwei Sekunden danach zu spät gewesen noch etwas daran zu ändern. Seine Erfahrung im Widerstand auf Coronet war eben gewesen bei imperialen Truppen erst zu schießen und dann Fragen zu stellen, da es ja auch die Philosophie seiner Gegenspieler gewesen war. Natürlich befanden sich Republik und Imperium derzeit in einem Waffenstillstand, dennoch war er sich sicher, hätte die Wache sie bemerkt hätte sie auch zuerst ihr Magazin entleert und danach nach ihrem Anliegen gefragt. So oder so war das Bantha bereits in den Brunnen gefallen gewesen als die Jedi-Ritterin auf das Vorkommnis aufmerksam geworden war.

Stevens Unentschlossenheit war merkwürdig und ungewohnt. Diesen Charakterzug hatte der Padawan bisher noch nicht an seinem Meister, welcher sonst gerne mit dem Kopf durch Wände ging, kennengelernt. Allerdings hatten sie den Luxus keiner Entscheidung nicht. Die Zeit drängte und ein Entschluss musste bald gefasst werden. Immerhin befanden sie sich auf einem imperialen Planeten mit starker militärischer Präsenz, hatten gerade eine Bacta-Plantage, welche eben jenem Imperium gehörte, niedergebrannt und - ganz nebenbei - noch unzählige imperiale Soldaten und Sklaven Raub der Flammen werden lassen.

Michael, der sich entsann, dass der Baron in letzter Zeit irgendetwas von ihm und seiner bald nahenden Prüfung gesagt hatte, entsann sich, dass auch die Fähigkeit unter widrigeren Umständen Beschlüsse zu fassen einen Jedi-Ritter ausmachte. Deshalb antwortete er seufzend:


"Steven, wir sollten dringend hier weg", sprach er eindringlich zu seinem Gegenüber. Er war sich nicht sicher ob sich Steven wirklich davon überzeugen konnte den Planeten zu verlassen. Zwar mussten dort auf dem Turm einige eindringliche Wörter gefallen sein und die beiden Beteiligten zu unschönen Einsichten übereinander gekommen sein, dennoch merkte er seinem Gegenüber an, dass dieser sich Gedanken über Tenia machte. Doch die Nullanerin und ihr Padawan würden ihre Mission nun alleine bewältigen müssen, denn Michael hatte keine Intention noch einmal einen Fuß in diesen verdammten Dschungel zu setzen.

"Wenn die Plantenverwaltung erstmal merkt das eine seiner Bacta-Plantagen abgebrannt ist, werden sie wohl nicht lange brauchen um herauszufinden was wirklich passiert ist. Sie werden den Luftraum sperren und dann sitzen wir erst richtig in der Klemme." Er machte eine ausladende Bewegung, welche das ganze Schiff einschließen sollte. "Die Eulysia ist nicht mehr in dem Zustand mit der sie einer Staffel TIEs entkommen könnte und die Bewaffnung ist auch unzureichend dafür."

Da er nun von Stevens Seite keinen Ausbruch von physischer Gewalt gegen die Tischplatte mehr erwartete holte der Jedi-Schüler sich das nun nur noch lauwarme Nerf-Gericht vom Nachbartisch und begann hungrig zu essen.


[Polith-System - Thyferra - Dschungel - Auf einer Lichtung - Yacht Eulysia - Michael und Steven; ein paar NPC (Schiffsbesatzung)]
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia und Akani


"
Wir werden morgen der Spur von Agxas folgen. Ich bin mir sicher, er geht zurück zu den Vratix", meinte Tenia, nachdem sie im Unterschlupf verschwunden war.


"
Ich hoffe, diese Mission war bis jetzt nicht zu schlimm für dich. Sie war bis jetzt ein Desaster, das weiß ich und ich glaube, wenn wir zurück auf Lianna sind, muss ich all das dem Rat melden. Wenn du dazu etwas sagen willst, nur zu", fügte sie dann hinzu.

Ein Schmunzeln schlich sich auf Akanis Lippen. Er stellte sich für einen Moment vor, wie Tenia in den Raum des Jedirats hineinstapfte und sämtlichen Anwesenden eine Standpauke hielt, die die an Agxas gerichtete wie ein nettes Gespräch wirken ließ, um sich dann auf dem Absatz umzudrehen und wieder aus dem Raum zu stürmen.

"Nun, ich will nicht sagen, dass ich die Mission in dem Sinne desaströs fand, aber zugegeben, ich hatte auch nicht vor, jetzt einen Luftsprung vor Freude zu machen...Aber ich weiß nicht, eigentlich finde ich das Ganze schon in Ordung, wenn wir denn am Ende auch erfolgreich sind mit dem eigentlichen Ziel mit Kolazhi und so. Und vielleicht den Vratix wirklich helfen können und nicht daran Schuld sind, dass jetzt alles noch schlimmer wird für sie. Und der Soldat hätte auch nicht sein müssen", zählte er auf. Dann wurde ihm klar, dass die Aufzählung eindeutig nicht so klang, als ob er das Ganze in Ordnung fand...

Er räusperte sich.

"Du weiß schon, wie ich das meine...Aber eine Frage hätte ich doch. Du meinst, du musst alles dem Rat melden. Melden in dem Sinne, dass du erzählst, was passiert ist, oder melden in dem Sinne, dass du dich darüber beschwerst, dass du unter diesen Bedingungen nicht arbeiten kannst und der Rat dir nächstes Mal gefälligst eine gescheite Mission geben soll, die beinhaltet, am Strand zu sitzen und Cocktails zu schlürfen?"

Die Frage mochte scherzhaft gestellt worden sein, aber Akani fragte sich tatsächlich, ob man sich als Jedi sozusagen beschweren konnte, wenn Missionen absolut unterirdisch verliefen.


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia und Akani
 

Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia und Akani


Tenia hoffte sogar darauf, dass ihr Schüler etwas erwidern würde. Wie sollte sie besser werden, wenn Akani sich zurück hielt? Bei allem was schief gelaufen war, konnte eine nächste Mission ja nur besser werden. Sofern es eine solche gab. Denn Tenia hatte nicht das Gefühl bereit dazu zu sein, erneut eine Mission anzunehmen.

Der Chiss antwortete wirklich und bezeichnete die Mission als ganz in Ordnung, was ihm einen Blick von Tenia bescherte, der nur schwer zu deuten war. In Ordnung war maßlos übertrieben. Desaströs hätte es eher getroffen. Dennoch, sein Witz danach brachte die Nullianerin zu einem kleinen Lächeln, das zwar schnell erstarb, als sie antwortete, aber immerhin.

„Die Zeiten, in denen ich mich darüber beschweren kann, dass andere Mist gebaut haben, sind vorbei.“

Sie lächelte kurz, vielleicht sogar ein wenig wehleidig.

„Ich weiß, dass diese Mission schief gelaufen ist, weil ich sie nicht richtig vorbereitet habe und wem will ich diesen Fehler in die Schuhe schieben? Nein, Akani, dass meine ich nicht, wenn ich sage, dass ich dem Rat oder zumindest einem ranghöheren Jedi davon berichten muss.“

Sie ließ Akani damit tief blicken, aber vielleicht war es an der Zeit Wahrheiten nicht nur sich selbst, sondern auch anderen einzugestehen.

„Ich muss berichten, was passiert ist. Auch, von dem Soldaten. Michael, Steven… wer auch immer. Das hätten sie nicht tun dürfen und wenn ich mir dafür auch nicht die Schuld gebe, weil ich das nicht getan habe… Ich muss darüber sprechen. Vielleicht irre ich mich, vielleicht… Nein, es war nicht notwendig, aber Akani, das war meine Mission und ich hätte klar stellen müssen, welche Tabus es gibt.“

Doch Tenias Gesichtsausdruck veränderte sich, wurde beinahe düster.

„Aber die beiden hätten auch wissen müssen, dass es Tabus gibt.“

Schließlich waren sie Jedi. Aber war sie selbst denn eine gute Jedi? Tenia verzog das Gesicht.

„Hab ich dir je gesagt, wie furchtbar arrogant ich war, als ich bei den Jedi aufgetaucht bin? Ich war das beste Beispiel dafür, wie man einen Start erst gar nicht angehen sollte. Ich habe mit jedem Streit angefangen und dabei war mir der Rang völlig egal. Wahrscheinlich war ich nie respektloser, als zu Beginn meiner Ausbildung.“


Rosita, Talery, Eowyn, Nei, Padme! Bei den Wäldern Nulls, sie konnte sich an jede Situation erinnern.

„Und ich fand Sith faszinierend. Von Anfang an, ich habe meinem Meister Anakin nie davon erzählt. Wir waren auf Mission, er verbat mir, das Lager, das wir aufgeschlagen hatten zu verlassen, ich habe sein Verbot missachtet und bin das erste Mal auf eine Sith gestoßen und anstatt abgeschreckt zu sein…“

Oh, sie sollte besser den Mund halten,

„fand ich sie faszinierend und ein Teil von mir wollte sein wie sie. Du hörst also, es gibt viel, was ich besprechen muss und vielleicht bedeutet das…“

Jetzt erst dämmerte ihr, was das bedeutete.

„Vielleicht bedeutet es, dass du einen fähigeren Meister brauchst, als mich. Jemand der weiter ist und gefestigt.“

Sie rollte mit den Augen.

Schon komisch, dass ich mit einem mal so vieles zugeben kann.“

All das, vielleicht war all das auch ein Grund mehr, weshalb Steven sie so schockiert hatte. Denn er war auf diesem Weg geblieben, auf dem sie irgendwie beide gegangen waren. Bloß hatte er noch nicht erkannt, dass es nicht gut war, darauf zu bleiben.

„Tut mir leid, dass ich dir bis jetzt keine gute Lehrerin war. Aber,“

nun sah sie ihn an, auch wenn es schwer war, viel von ihm zu erkennen (Dunkelheit sei Dank),

„wenn ich nicht direkt wieder zurück zur Padawan degradiert werde, kann ich daran bestimmt noch arbeiten. Und da du noch hier bist und nicht mit Steven mitgegangen bist, hab ich ja noch etwas Hoffnung.“

Sie lächelte, obwohl sie mit einem Mal eine seltsame Art von Traurigkeit in sich aufkommen spürte.

„Ich hab’s echt vermasselt.“

Die Mission, die Sache mit Steven.

„Tut mir leid.“

Das tat es wirklich und sie wollte gar nicht wissen, wie es weiter ging. Mit Steven war es zu Ende, bevor es begonnen hatte, so viel stand fest. Aber wie war es mit ihrem Jedi-Dasein? Das würde nicht sie entscheiden.

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Selbst aus der Dunkelheit des improvisierten Unterschlupfes heraus konnte Akani den Blick spüren, den Tenia ihm zuwarf, als er die Mission als in Ordnung bezeichnete.

Dann lächelte sie kurz, ehe sie wieder ernst wurde.

Die Zeiten, in denen ich mich darüber beschweren kann, dass andere Mist gebaut haben sind vorbei. Ich weiß, dass diese Mission schief gelaufen ist, weil ich sie nicht richtig vorbereitet habe und wem will ich diesen Fehler in die Schuhe schieben? Nein, Akani, das meine ich nicht, wenn ich sage, dass ich dem Rat oder zumindest einem ranghöheren Jedi davon berichten muss. Ich muss berichten, was passiert ist. Auch, von dem Soldaten. Michael, Steven… wer auch immer. Das hätten sie nicht tun dürfen und wenn ich mir dafür auch nicht die Schuld gebe, weil ich das nicht getan habe… Ich muss darüber sprechen. Vielleicht irre ich mich, vielleicht… Nein, es war nicht notwendig, aber Akani, das war meine Mission und ich hätte klar stellen müssen, welche Tabus es gibt.“

In einem finstereren Tonfall fügte sie hinzu: „Aber die beiden hätten auch wissen müssen, dass es Tabus gibt.“


Dann driftete sie in ihre eigene Vergangenheit ab, erzählte von ihrem Beitritt in den Orden und beschrieb ihr damaliges Ich nicht sonderlich schmeichelhaft.
Und ich fand Sith faszinierend. Von Anfang an, ich habe meinem Meister Anakin nie davon erzählt. Wir waren auf Mission, er verbat mir, das Lager, das wir aufgeschlagen hatten zu verlassen, ich habe sein Verbot missachtet und in das erste Mal auf eine Sith gestoßen und anstatt abgeschreckt zu sein...fand ich sie faszinierend und ein Teil von mir wollte sein wie sie. Du hörst also, es gibt viel, was ich besprechen muss und vielleicht bedeutet das...vielleicht bedeutet es, dass du einen fähigeren Meister brauchst als mich. Jemand der weiter ist und gefestigt.“

Akani dachte einen Moment über dieses Geständnis nach. Dann antwortete er:
Vielleicht bedeutet es aber auch, dass du als Meister perfekt bist, weil ich mir dann keine Sorgen um eigene Fehler machen muss, da ich mich nie auch nur ansatzweise so mies verhalten könnte wie du.“

Er starrte sie an. Dann grinste er und zwinkerte.
Spaß, nicht ernst nehmen. Aber mal ehrlich, wirf dir doch nicht so etwas vor, vor allem, da du damals selbst noch Padawan warst. Davon abgesehen ist es, denke ich, nicht gerade etwas unwahrscheinlich besonderes, dass man an irgendeinem Punkt mal eine gewisse Faszination verspürt für die Sith. Macht kann schon etwas verlockendes sein, schätze ich. Aber dann muss man sich halt wieder ins Gedächtnis rufen, dass speziell die Sith ihre Macht halt nun mal ziemlich zerstörerisch nutzen. Und sich ständig gegenseitig umbringen...Und erst diese roten Lichtschwerter. Keinen Geschmack haben die! Dabei könnte man sich einfach einen Modeberater zulegen...“
Empört schüttelte der Padawan den Kopf.

Doch im Anschluss an ihre umfangreiche Beichte entschuldigte sich Tenia gleich noch dafür, eine schlechte Lehrerin gewesen zu sein. Ein klitzekleines Bisschen war Akani ja schon überrascht. Was war plötzlich los mit der sonst so selbstbewussten Frau?

Glaub mir, vom Vermasseln bist du noch ein gutes Stück entfernt. Immerhin hast du dich bisher nicht in Luft aufgelöst wie meine erste Meisterin...Und dabei ist sie Rätin“, grummelte der Chiss gespielt.
Aber jaaa, ich hätte ja wirklich nichts dagegen, wenn wir dann demnächst mal wieder ein bisschen Training aufholen. Vielleicht wird es ja doch noch was mit der Umgebungsbeeinflussung. Und an meiner Lichtschwerttechnik könnte ich sicherlich ebenfalls noch etwas verbessern...“

Dann kam er wieder zurück auf ihre gegenwärtige Situation.
Aber wie sieht es denn eigentlich mit Morgen aus? Ich meine, gescheitert ist die Mission ja erst, wenn wir mit leeren Händen zurückkehren. Ich weiß zwar noch nicht, wie, aber vielleicht können wir die Vratix doch noch dazu bewegen, uns zum Kolazhi zu bringen. Schließlich haben wir den Sabotageakt durchaus durchgeführt.

Und außerdem, möchtest du dich nicht so langsam mal schlafen legen? Ich werde sicher nicht vergessen, dich aufzuscheuchen, wenn deine Wachschicht gekommen ist“, schloss er mit einem Zwinkern.


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Akanis Blickwinkel war interessant, aber Tenia weigerte sich, ihn wirklich näher in betracht zu ziehen. Früher hätte sie das sofort getan. Früher? Es klang, als wäre sie nun viel älter, als zu Beginn ihrer Ausbildung. Natürlich war seitdem zeit vergangen, aber so viel? Vielleicht passte es dennoch, denn die Nullianerin spürte ihre eigene Veränderung deutlich und diese ließ es nicht zu, dass sie eien Rechtfertigung für ihr Verhalten fand. Selbsterkenntnis war wichtig und sie war zu lange zu blind gewesen.

"Es ist mehr, als Faszination gewesen Akani,"

gab sie zu. Und so einfach war es nicht, sich zu sagen, dass Sith furchtbare Dinge taten und sich gegenseitig zur Strecke brachten.

"Auf Null sind auch die Frauen zwei Meter groß und als nullianischer Zwerg... Na ja. Hast du nicht gerade viele, die nett zu dir sind. Als ich erkannte, dass Sith diese Aura haben, diese einschüchternde Aura, da wollte ich sie auch haben. Damit ich nicht nur mächtiger bin, sondern... damit andere sich vor mir fürchten. Damit ich größer bin, in allen Bereichen."

Sie seufzte leise, ehe sie den Blick von Akani abwandte.

"Stell dir vor, ich würde das noch immer wollen. Das wäre nicht nur nicht gut, es wäre falsch und... ich... ich glaube, dass ich in Teilen noch immer dieses Verlangen spüre. gerdae wenn ich auf Personen wie Agxas treffe."

Akani mochte Witze darüber machen, um ihr zu helfen, vielleicht wollte er damit sagen, dass sie nicht zu streng mit sich sein sollte. Aber sie war vorher nie streng zu sich gewesen udn es war einfach an der Zeit, das sie damit begann. Sie musste, wenn sie bei den Jedi zu etwas werden wollte und mit "etwas werden" meinte sie nicht einmal, dass sie irgendwann einmal Rätin werden wollte. Doch aber eine gute Jedi. Jemand, der es verdiente, sich Jedi nenen zu dürfen. Sie hatte sich doch nur deswegen dazu entschieden, ein Schatten zu werden, um direkt Kontakt mit der Dunklen Seite zu haben. Nicht, um sich aufzuspüren udn zu vernichten, sondern um alles mitnehmen zu können. um auch Techniken davon zu lernen. Ironsicherweis emusste sie an Steven denken, der gesagt hatte, dass eine Technik nicht gut oder schelcht war, sondern nur deren Einsatz. Auch wenn das in Teilen stimmen mochte, es war nicht wirklich wahr. Techniken lernen zu wollen, die den Gegner mit Schmerzen schachmatt setzten war nicht richtig. Überhaupt war der Gedanke, stärker und mächtiger sein zu wollen, als alle anderen nicht richtig. Warum erkannte Steven das nicht? Was war es aus dem Steven geworden, mit dem sie anfnags noch so viel Spaß gehabt hatte? Der Steven, der ihr sogar über den Mund gefahren war, als sie allzu respektlos mit Padme umgegangen war? Es gab ihn nicht mehr...
Tenia war froh, dass es so dunkel war, denn dieses Mal konnte sie nicht verhindern, das Tränen in ihre Augen steiegn. Sie hatte Steven verloren. Weil Steven so war, wie sie einst.

"Training ist eine gute Idee,"

sagte sie dnan gedämpft, zwang ihre Tränen zurück.

"Wir werden außerdem in eien Kristallhöhle müssen. Schließlich hab ich keine Laserwaffe mehr."


Steven hatte sie den Stein entgegen geschleudert und ihren alten kristall hatte sie zerstört.

"Ehrlich gesagt glaube ich, die Vratix werden uns zum Teufel jagen und ich würde das sogar verstehen. Aber wir werden sehen und du hast recht, ich sollte dich nun die erste Wache übernehmen lassen."

Vorsichtig zog Tenia sich zurück und fühlte sich müde und erschöpft, aber viel zu gedaneknverloren, um zu Schlafen. Bloß... ,usste sir morgen fit sein und konnte sich jetzt nicht leisten, ihren Gedanken nachzuhängen. Am Ende würde sie nur beginnen zu Heulen und... na ja. Das musste nicht sein, wenn Akani in unmittelbarer Nähe war.
So entschied Tenia sich schlicht für die Toefrschlaftrance.

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Tenia tat Akanis Einwand ab. Sie gestand, dass sie nicht nur beeindruckt von der Macht der Sith gewesen war, sondern auch von der Aura der Angst, die sie umgab. Sie gab ebenfalls zu, dass dies wohl auch damit zusammenhing, dass sie auf Null aufgrund ihrer verhältnismäßig geringen Körpergröße nicht über die Maßen gut behandelt worden war.

Personen wie Agxas sind jetzt aber auch wirklich das beste Beispiel“, meinte Akani finster.
Bei dem Kerl hätte ich eigentlich auch nichts dagegen, ihn ein bisschen mit dem Lichtschwert zu kitzeln.
Und was das andere angeht: Willst du mir bitte erkläre, wie unser Training aussehen würde, wenn du mit zweieinhalb Metern Höhe daherkommen würdest? Und können die Leute deines Volkes nicht teilweise noch größer werden? Diese Mission hier hätten wir da getrost vergessen können, wenn das Imperium dein Getrampel durch den ganzen Dschungel gehört hätte“,
fügte er dann hinzu – nicht ganz ernst gemeint.

Seinem Vorschlag mit weiterem Training, wenn sie zurück auf Lianna waren, stimmte die Ritterin dagegen zu. Außerdem merkte sie an, dass sie eine neue Waffe benötigen würde.
Kurz überlegte Akani, ob er ihr an dieser Stelle von seiner Bitte erzählen sollte, tat die Idee dann jedoch ab. Ein Andermal wäre besser.


Von der Reaktion der Vratix zeichnete Tenia ein etwas schlechteres Bild. Ein Teil des Padawans stimmte ihr zu. Ein anderer dagegen streckte seine Finger und beschloss herauszufinden, wieviel von dem Verhandlungsgeschick seines Vaters Akani geerbt hatte.
Wir werden sehen, in der Tat“, meinte er leise.


Es mochte Glück sein, vielleicht hatte der Dschungel Thyferra aber auch gemerkt, wie dringend beide Jedi Ruhe brauchten, denn die Nacht verlief ungestört. Akani lauschte abwechselnd den Geräuschen, die leise durch die Bäume tönten, und spielte ein wenig mit herumliegendem Geäst, welches er mit der Macht zu verschiedenen kleinen Konstrukten zusammenfügte, möglichst ohne dabei ein Geräusch zu machen. Seine Feinarbeit mit der Macht würde allerdings noch einiger Übung bedürfen...

Als es etwa Halbzeit war, weckte er Tenia vorsichtig und legte sich dann selbst hin. Er war schnell eingeschlafen – und wurde fast ebenso schnell wieder geweckt. Zugegeben, das war ihm irgendwo ganz recht. Je eher sie zu den Vratix kamen, desto eher hatte ihr Aufenthalt hier auch ein Ende...


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"Personen wie Agxas sind harmlos, Akani,"

musste Tenia sagen und klang dieses mal das erste mal streng, vielleicht sogar warnend.

"Du wirst auf schlimmere Personen treffen. An Personen, die dein Leben haben wollen, die dich quälen werden und genau das genießen. Das ist der Punkt, Akani: Agxas ist ein ist nur ein kleiner, unangenehmer Idiot, aber wenn er schon etwas schlechtes in einem hervorkitzelt, wie viel mehr Abgründe werden sich dann bei Sith oder anderen auftun? Unterschätze niemals irgendeine Abneigung, die du spürst. Wenn sie sich in deinem Herzen einnistet, ist das gefährlich."

Akani konnte nicht alles mit Humor abtun, er durfte nicht alles mit Humor abtun. Sie selbst war zu lange zu arrogant gewesen um all das zu akzeptieren und Akani sollte nicht die gleichen Fehler begehen, wie sie. Es reichte völlig aus, wenn einer von ihnen beiden in einer Art Sinnkrise war.

"Aber du hast recht. Wir hätten, wenn ich größer wäre, ein paar Schwierigkeiten gehabt, uns gut genug zu tarnen."

Für irgendetwas musste ihr Minderwuchs ja gut sein. Tenia zog eine Grimasse, die Akani kaum sehen, vielleicht aber erahnen konnte.

"Bloß das mit dem Trampeln,"

sie klang gespielt entrüstet,

"verbitte ich mir. Nullianer sind hervorragende Jäger und schleichen perfekt."

Nicht, dass ihr diese Tatsache gefiel, immerhin gehörte Jagen zu den Dingen, die Tenia verabscheute und das, obwohl sie wahrscheinlich noch größeres Talent darin gehabt hätte, als ihre Eltern. Sie war klein und sie beherrschte die Macht und konnte die Umwelt beeinflussen. Ja, wäre sie die Pfade gegangen, die ihre Eltern für sie vorhergesehen hätten, vermutlich hätte sie sich einen großen Namen machen können. Dann zog Tenia sich zurück und wurde dank Trance in einen der besten Ruhezustände versetzt. Das Stichwort, dass sie erwecken konnte, war ihr Name und schließlich tauschten sie, nachdem die hälfte der Zeit verstrichen sein musste.
Als der der erste Sonnenstrahl den Boden berührte, weckte Tenia ihren Schüler und sie machten sich auf, den richtigen Weg zurück zu den Vratix zu finden. Während sie liefen, bekam die Nullianerin ein beklemmendes Gefühl, das sie nur schwerlich zuordnen konnte.

"Irgendetwas stimmt nicht,"

meinte sie, als das Gefühl größer und erdrückender wurde. Selbst die Atmosphäre des Dschungels veränderte es sich und Tenia begann zu ahnen, weshalb das so war. Der Brand. Das Feuer. Sie liefen weiter, als Tenia plötzlich hielt und mit einem Arm den Weg für ihren Schüler versperrte.

"Spürst du das auch?"

Und kaum, dass sie ihre Worte ausgesprochen hatte, hörte sie ein leises Rascheln. Ein Rascheln von vielen Beinen, das nichts gutes verhieß.

"Das sind die Vratix," kam es kaum hörbar über Tenias Lippen, als sie von eben jenen regelrecht umzingelt wurden. Die Gesichter waren kaum zu deuten, wenn man nicht selbst ein Vratix war, doch was sie ausstrahlten, sagte alles.

"Was habt ihr getan?"

Die Frage kam schneidend und der Kreis um den Chiss und seine Meisterin zog sich enger, wurde bedrohlich.

"Seid ihr gekommen um zu helfen, oder zu zerstören? Das Feuer war nicht kontrolliert! Ihr habt zerstört! Unsere Wälder!"

Entrüstet warf jeder der Vratix eine Hand voll Asche auf den Boden, nahe an Akanis und Tenai Füße.

"Ist das die Hilfe der Republik? Dafür sollen wir euch dankbar sein? Für die Zerstörung unseres Dschungels?"

Sie ließen der Nullianerin keine Gelegenheit zu antworten.

"Wisst ihr, was wir eigentlich tun sollten, mit Heimatentzerstörern?"

Ihr Kreis löste sich an einer Stelle ein wenig, als sie Agxas, gefesselt und eindeutig verletzt, zu den beiden Jedi stießen.

"Verschwindet von hier und kehrt nie wieder zurück!"

"Es tut mir leid,"

konnte Tenia endlich einwerfen,

"Das unkontrollierte Feuer war meine Schuld, aber bestraft mich und nicht die ganze Republik dafür, dass ich einen Fehler gemacht habe."

Sie musste aufs Ganze gehen und es war erstaunlich, wie einfach ihr diese Worte über die Lippen kamen.

"Wir brauchen eure Hilfe, die Republik braucht eure Hilfe, es stehen Millionen Leben auf dem Spiel. Bestraft nicht die Republik für einen Fehler, den ich begangen habe."

Tenias Stimme wurde zu einem einzigen Bitten.

"Wir helfen keinen Heimatzerstören und noch weniger einer Republik, die solche Heimatzerstörer mit offenen Armen aufgenommen hat!"

"Noch weiß die Republik nichts von dieser Zerstörung und wenn sie es erfährt, was sie wird, wird sie über meine Fehler richten. Bis dahin bitte ich euch inständig, zu helfen, nicht mir, nicht der Republik, sondern allen, die aufgrund des Virus sterben werden, wenn kein Heilmittel gefunden wird. Es werden Völker betroffen sein, die wie ihr der Natur sehr verbunden sind, es werden viele sein. Bitte, ihr müsst helfen, für die Natur, für die Wälder, für den Dschungel. Ihr könnt doch nicht den Fehler einer einzelnen Person als Anlass dafür nehmen, kollektiv alle zu bestrafen!"


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Akani, Vratix
 
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Tenia schlug als Antwort auf seine Aussage dieses Mal einen strengeren Tonfall an. Akani fragte sich, ob sie nicht Recht hatte. Es stimmte tatsächlich, Agxas war den Ärger gar nicht wert, den er verursachte, wie also würde der Chiss auf Personen reagieren, die
wirklich Probleme bereiteten?
Ich...werde deinen Rat im Kopf behalten“, antwortete er nachdenklich.

Seinem Einwand, ihre Körpergröße habe auch Vorteile, stimmte die Nullianerin dagegen zu.
Bloß das mit dem Trampeln verbitte ich mir. Nullianer sind hervorragende Jäger und schleichen perfekt“, hängte sie dann aber noch empört an.
Akani drehte den Kopf in den Unterschlupf um, damit Tenia zumindest seine Augen sehen konnte, und neigte tief den Kopf.

Was immer Ihr sagt, Meisterin, entspricht absolut und zur Gänze der Wahrheit“, gab er zurück, ohne auch nur einen Hauch von Spott durchklingen zu lassen.


Am nächsten Morgen brachen die beiden früh auf und Tenia machte sich an die Aufgabe, sie zu den Behausungen der Vratix zurückzubringen.
Irgendetwas stimmt nicht“, meinte sie dann plötzlich und hielt nur wenig später an.
Spürst du das auch?“, fragte sie.
Ihr Hinweis war nicht mehr nötig. Auch Akani hatte die Anwesenheit von fremden Wesen gespürt, und dann kamen sie auch schon von allen Seiten aus dem Gebüsch.


Was habt ihr getan? Seid ihr gekommen, um zu helfen, oder um zu zerstören? Das Feuer war nicht kontrolliert! Ihr habt zerstört! Unsere Wälder!“
Demonstrativ hoben die Vratix ihre...Extremitäten und ließen Asche um die beiden Jedi herum fallen. Ein Teil Akanis kam nicht umhin, sie für ihre rhetorischen Künste zu loben.

Ist das die Hilfe der Republik? Dafür sollen wir euch dankbar sein? Für die Zerstörung unseres Dschungels? Wisst ihr, was wir eigentlich tun sollten, mit Heimatzerstörern?“
Eine verbale Antwort war nicht nötig, da der nun in den Kreis gestoßene Agxas ein vortreffliches Beispiel bot, was man mit Heimatzerstörern alles tun konnte...Akani unterdrückte einen Funken von Genugtuung, der in ihm aufkeimen wollte. Diese Empfindung hatte hier nichts zu suche, vor allem nicht nach seinem Gespräch mit Tenia vorhin.

Der Anführer der Vratix hielt sich jedoch nicht weiter mit Wortspielereien auf, sondern wies die Jedi an, zu verschwinden.
Tenia ergriff jedoch sofort das Wort. Sie nahm die Schuld für das Ausgreifen des Brandes auf sich allein und bat die Vratix, der Republik nicht ihre Hilfe zu verweigern.

Wir helfen keinen Heimatzerstörern und noch weniger einer Republik, die solche Heimatzerstörer mit offenen Armen aufgenommen hat!“
Akani zog das Lob zurück. Was für ein bescheuertes Wort sollte Heimatzerstörer bitte sein?!?

Tenia betonte, dass die Republik ihr Urteil über Tenia fällen würde, wenn sie von ihrem Fehler erfuhr. Sie wiederholte ihre Bitte, diesen Fehler nicht als Grund zu benutzen, ihre Hilfe komplett zurückzuziehen.
Können wir nicht? Maße dich nicht an, zu entscheiden, was wir können und was nicht! Wie sonst sollen wir verhindern, dass solche Fehler auch in Zukunft wieder geschehen? Die Galaxis ist voll von Tod und Zerstörung, und ihr habt den Beweis erbracht, dass die Republik keine Ausnahme darstellt! Geht nun“, meinte der Wortführer und wandte sich damit ab.

Schweiß rann Akani über den Rücken, als er seine Hand auf Tenias Schulter legte und sich behutsam an ihr vorbeischob.
Wartet, bitte! Wir haben versprochen, euch zu helfen, und wir haben getan, was in unserer Macht steht. Dass -“
Dann war es nicht genug! Einen Waldbrand zu verursachen war nicht Teil der Abmachung! Ihr solltet lediglich die Plantage zerstören -“, unterbrach der Vratix, der sich wieder umgedreht hatte.
Und das haben wir getan!“, riss Akani das Wort beschwörend wieder an sich. Eigentlich keine kluge Taktik, wenn er so sehr in der Defensive war, aber er hatte keine sonderlich große Wahl.
Das haben wir! Es war aber auch Teil der Abmachung, den Sabotageakt wie einen Unfall aussehen zu lassen! Könnt ihr euch vorstellen, dass der Brand wie ein Unfall ausgesehen hätte, wenn lediglich die Kolazhipflanzen verbrannt, der umliegende Dschungel jedoch vollkommen unversehrt geblieben wäre?

Wenn dieser Plan in der Umsetzung einfach gewesen wäre, hätten die Vratix ihn sicherlich schon längst selbst ausgeführt, oder? Aber das habt ihr nicht, sondern wir haben ihn übernommen. Ihr habt gesehen, dass auch wir nur -“ Chiss? Nullianer? Menschen? „sterbliche Wesen sind, die nicht uneingeschränkte Macht über alles haben. Aber wir haben getan, was wir konnten, und dadurch außerdem verhindert, dass der Brand offensichtlich nach einer willentlich herbeigeführten Zerstörung aussah. Ich denke, ihr wisst selbst, was das Imperium in diesem Fall mit eurem Volk getan hätte. So aber wird ihnen ein Beweis fehlen, der euch die Schuld gibt, und selbst wenn es Beweise geben sollte, so werden sie in Richtung der Republik zeigen und nicht in eure.“

Akani widerstand dem Drang, heftig zu zwinkern. Mittlerweile kroch ihm auch schon ein Schweißtropfen übers Gesicht in Richtung seines Auges, aber er durfte die Vratix nicht von seinem Gerede ablenken, solange er noch das Wort hatte. Momentan schienen sie zumindest oberflächlich über das nachzudenken, was er sagte, aber er konnte sich nicht sicher sein. Schade, dass sein Vater ihn nicht in der Mimik von Insekten unterwiesen hatte...

Er breitete die Arme aus. Wenn die Vratix auf Gesten standen, sollten sie nicht zu kurz kommen.

Die Republik würde und wird die Schuld für diesen Vorfall auf sich nehmen, sollte das Imperium misstrauisch genug werden; das hat auch meine Meisterin euch bereits zugesichert. Und dies gilt in jedem Fall, unabhängig von eurer Entscheidung. Wenn ihr dabei bleibt, dann werden wir Thyferra umgehend verlassen. Es kann in diesem Fall aber nicht zu einem dauerhaften Bündnis zwischen eurem Volk und der Republik kommen. Bitte überdenkt eure Entscheidung deshalb noch einmal. Das Virus auf Coruscant hat bereits unzählige Leben verschiedenster Spezies gefordert, es macht keinen Unterschied zwischen Vratix, Nullianern, Chiss und Menschen“, hierbei wies er mit der Hand auf die anwesenden Vertreter jeder Art.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, es aufzuhalten, dann nur, indem wir ebenfalls keinen Unterschied machen und uns gegenseitig helfen. Wir wissen nicht, ob das Kolazhi helfen kann, haben aber trotzdem zugestimmt, euch zu helfen, weil allein die Chance ein Heilmittel zu finden schon ein mehr als ausreichender Grund ist. Außerdem hoffen wir damit, auch eurem Volk zu helfen, und zwar auch in Zukunft, dauerhaft, nicht nur mit einer einzigen Mission. Bitte werft die Chance auf eine Einigung zwischen Vratix und Republik nicht überstürzt weg. Nehmt euch zumindest etwas Zeit, darüber nachzudenken, bevor ihr eure Entscheidung fällt.“

Schweigen. Akani trat wieder hinter Tenia, um damit zu zeigen, dass er fertig war und außerdem als Geste des Respekts gegenüber seiner Meisterin. Außerdem hatte diese Position noch den Vorteil, dass es jetzt nicht mehr so auffiel, als er tief durchatmete. Obwohl er nichts anderes gemacht hatte als zu reden, war er tatsächlich außer Atem, und nun fiel bemerkte er auch, dass seine Hände zitterten. Er hatte getan, was er konnte Jetzt blieb nur noch zu hoffen...


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Akani und einige Vratix
 
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Tenia spürte, wie langsam aber sicher, Verzweiflung in ihr hinauf kroch. Die Vratix mussten ihnen helfen! Es ging um so viel mehr, als sie und irgendeine blöde Belohnung, es ging um Leben! Sie konnte nicht mit leeren Händen zurück in den Orden kehren und gestehen, dass diese lange Mission einfach nur Gelder verschwendet hatte und am Ende nichts, aber auch gar nichts brachte. Die Vratix mussten doch erkennen, dass es hier um alles ging. Sie durften, nein, sie durften die Jedi nicht einfach weg schicken. Ein Imperialer hatte dafür sein Leben lassen müssen, war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, und würde nie eine zweite Chance haben, ein Teil des Dschungels, Tenia wusste nicht, wie groß dieser war, war verbrannt und das alles, das alles durfte nicht umsonst gewesen sein. Es durfte nicht! Doch sie schienen unbeugsam und da spürte Tenia die Hand ihres Schülers auf ihrer Schulter, der sich dann noch vorne schob und ebenfalls das Wort ergriff und er schien dabei wesentlich klügere Argumente gefunden zu haben. Die Nullianerin pflichtete ihrem Schüler bei, indem sie nickte, beinahe unablässig. Nur die Plantage zu zerstören, wäre verdächtig gewesen. Das Gewitter war perfekt gewesen, um es wie einen Unfall, einen natürlichen Unfall aussehen zu lassen. Auch der Kontrollverlust war, wenn es um die Tilgung aller Beweise und um das Abwenden jeden Verdachts ging, eine hervorragende Idee gewesen. Alles was dazwischen geschehen war, der Mord, und die völlige Unkontrollierbarkeit natürlich nicht. Aber Akani hatte recht. Wenn ein Verdacht entstehen würde, keiner würde dafür die Vratix zur Verantwortung ziehen. Seine Worten waren leidenschaftlich und wahr und Tenia hoffte und flehte, dass diese Worte bei den Vratix ankommen würden.
Nachdem Akani geendet hatte, trat er wieder zurück und Tenia straffte die Schultern, sah ihrem Schüler kurz voller Anerkennung entgegen. Eine längere Pause entstand, dann begannen die Vratix sich auf ihrer Sprache zu unterhalten. Bis der Wortführer wieder das Wort ergriff.

"Thyferra wird vom Imperium beherrscht, ein Bündnis zwischen unserem Volk und der Republik ist unmöglich. Bis jetzt hatte die Republik kein Interesse daraus, uns aus der Knechtschaft des Imperiums zu befreien."

Etwas ähnliches hatten die Vratix schon einmal gesagt, als Tenia sie um Hilfe bei der Suche nach der Pflanze gebeten hatte.

"Vratix sind vom Virus nicht betroffen."

Tenia verzog das Gesicht. Meinte dieser ... meinte er das wirklich ernst?

"Aber wir verstehen euch. Denn wir sind ein ganzes Volk, so wie ihr ein Volk seid. Wir sind nicht daran interessiert, euch zu bestrafen."

Erleichtert atmete Tenia auf. Bedeutete das, dass die Vratix ihnen nun helfen würden?

"Ihr aber habt mehr zerstört, als nur die Plantage und einen Teil des Dschungels. Ihr habt zerstört, wo Kohlazi wächst. Ihr habt Kohlazi zerstört."

Hatte Tenia sich eben gestrafft, sackte sie nun innerlich zusammen.

"Das kann nicht wahr sein,"

sagte sie leise und spürte, dass sie ihre ganze Haltung zu verlieren drohte. Ihre Beine fühlten sich seltsam zittrig an.

"Das kann nicht wahr sein,"

wiederholte sie noch einmal, diesmal mit Entsetzen in ihrem Stimme.

"Ihr könnt doch nicht behaupten, dass es nur eine einzige Stelle gibt, an der diese pflanez wächst und das sie jetzt verbannt ist."

"Wir können und wir haben. Nicht behauptet, sondern die Wahrheit gesprochen, aber wir werden anders helfen. Nicht mit Kolazhi, aber mit anderen Heilfplanzen und Kräutern, die helfen könnten. Wir werden euch diese Pflanzen geben, aber danach verbannen wir euch aus unseren Wäldern."

Tenia sah kurz zu Boden. Ihre Wälder? Beinahe wollte alter Trotz in ihr hochsteigen. Die Wälder gehörten nicht den Vratix, sie gehörten sich selbst. Aber diese Unterscheidung sollte jetzt keine Rolle spielen. Sie hatten gerade ein Hilfsangebot bekommen und dieses konnte Tenia nicht wieder auf einem bröckeligen Grund bauen, indem sie nun den Werten der Vratix widersprach.

"Ich danke euch. Wir danken euch."


"Wir werden euch zu diesen Pflanzen führen. Danach geht ihr. Sofort."

Tenia nickte und sah zu ihrem Schüler, ehe sie sich, gegen ihren Willen verbeugte.

"Damit stehen wir in Eurer Schuld."


"Dann werdet ihr diesen mitnehmen."

Und damit war niemand geringerer gemeint, als Agxas.


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Akani und einige Vratix


 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Akani, Agxas und einige Vratix


Akani fing einen lobenden Blick von seiner Meisterin auf, als er sich wieder hinter sie stellte, und beobachtete dann den Wortwechsel zwischen Tenia und dem Vratix, der für die Gruppe sprach. Während sich ihr Gegenüber zunächst stur zu stellen schien, stimmte er dann doch zu. ihnen zu helfen. Allerdings konnte Akani nicht anders, als ihn entsetzt anzusehen, als der Vratix behauptete, dass es sich bei der Plantage, die sie vernichtet hatten, um das einzige Fleckchen auf Thyferra gehandelt hatte, auf dem Kolazhi wuchs.
Der Jedirat hatte Tenia diesen Auftrag gegeben. Hätte er dies wirklich getan, wenn es
nicht die Hoffnung gegeben hätte, dass Kolazhi helfen konnte? Anders gefragt, wie wahrscheinlich war es, dass irgendeine andere Pflanze auf diesem Planeten helfen würde?

Akani schob sämtliche zweifelnden – verzweifelnden – Gedanken beiseite. Die beiden Jedi konnten nun nichts anderes tun, als sämtliche Heilkräuter, die sie von den Vratix bekamen, sicher zurück nach Lianna zu bringen und zu hoffen, dass eines davon helfen würde. Die Möglichkeit eines Bündnisses mit der Republik schloss der Vratix dagegen aus, weil das Imperium Thyferra seinen Worten nach zu fest im Griff hatte.
Tenia bedankte sich dennoch und verbeugte sich, Akani folgte ihrem Beispiel. Allerdings stellte sich die Aussage der Nullianerin, sie stünden nun in der Schuld der Vratix, als Fehler heraus.

Dann werdet ihr diesen mitnehmen“, meinte da nämlich auch schon das Insekt und wies auf Agxas. Danach wandte es sich ab, womit das Gespräch entgültig beendet war.
Ein Stich der Verärgerung durchzuckte Akani. Er schob das Gefühl beiseite. Fürs Erste mussten sie tun, was die Vratix ihnen sagten, wenn sie auch nur die geringste Chance haben wollten, ein Heilmittel für dieses widerwärtige Virus zu finden.


Die Vratix hielten Wort, und zwar äußerst schnell. Offensichtlich war ihnen sehr daran gelegen, die beiden Jedi schnell loszuwerden. Tenia und Akani folgten der Gruppe zu den Vratix-Behausungen, wo sie auch schon am Anfang zusammengekommen waren. Akani erhielt nun auch sein Komlink zurück. Danach mussten sie nur eine kurze Zeit warten, ehe auch schon einige Vratix mehrere Beutel und einen stabileren Behälter mitbrachten. Das Individuum, das auch bisher schon die ganze Zeit über das Wort hatte, erklärte zu jedem der Heilmittel in knappen Worten, wie es angewandt wurde, während die Jedi konzentriert zuhörten. Akani nahm außerdem eilig sein Komlink zur Hand und begann, sich kurze Notizen zu der Verwendung zu machen, seinem Gedächtnis wollte er in diesem Fall nicht unbedingt vertrauen.

Dann fanden sich die beiden bereits wieder am Fuß der Bäume, die als Fundament für die Bauten der Vratix dienten, natürlich in Begleitung des gefesselten Agxas.
Das ging...schnell“, meinte Akani überrascht. Doch was nun?
So ungern er dies auch zugab, vielleicht war es wirklich das beste, Agxas mitzunehmen. Er hatte eine gewisse Kontrolle über die Macht, womit es am sinnvollsten war, ihn zum Jediorden zu bringen und ausbilden zu lassen. Auf der anderen Seite war er trotz seines Charakters nunmal kein Gepäckstück, das man einfach mitnehmen konnte, sondern ein Lebewesen.


Akani teilte seine Bedenken Tenia mit, nachdem sie einige Schritte Abstand zwischen sich und den Menschen gebracht hatten.
Nachdem Agxas uns schon demonstriert hat, dass er die Macht beeinflussen kann, wäre ein Besuch beim Jediorden sicherlich sinnvoll, aber können wir ihn einfach so mitschleifen? Ich meine, gut, solang wir ihn nicht fragen und er uns nicht ausdrücklich sagt, dass er nicht mitwill, könnte man sogar sagen, dass es keine Entführung ist, aber ich bezweifle, dass wir so argumentieren können, während er offensichtlich gefesselt und geknebelt ist...“


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Akani und Agxas
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Akani und Agxas


Leise folgten sie den vratix, was gab es auch noch groß zu sagen? Sie würden nicht bekommen, weswegen sie überhaupt her gekommen waren, aber wenigstens würden sie nicht mit leeren Händen nach Lianna zurück kehren. Tenia musste mit Rosita sprechen, so viel stand fest. Der Wunsch und der Entschluss, mit der Jedi-mesiterin zu sprechen, wuchs mit jedem Schritt, den sie gingen.
Lange dauerte es nicht, bis sie das Dorf der Vratix erreicht hatten und sie mehrer Beutel und einen Behälter ausgehändigt bekamen. Zusammen mti Agxas, der passenderweise ebenflalls zu einem Bündel gefesselt war. Bloß die Füße waren frei und Agxas machte seltsamerweise keine Anstalten, eine andere Richtung anzustreben als die, in der man die drei gesendet hatte. Es war angenehm ihn nicht mehr sprechen hören zu können, der Knebel war einfach perfekt. Akani hätte seien Bedenken nicht einmal äußern müssen.

"Ja, ich schätze, du hast wieder einmal recht, mein kluger Schüler."

Zu Agxas blickend, löste sie dessen Fesseln mit der Macht, nachdem sie den Knebel gelöst hatte.

"Du hast es gehört, wir sollen alle verschwinden. Ich werde ehrlich und direkt zu dir sein, ich ahbe wenig Lust dich mit in den Orden zu nehmen. Wenn das dein Wunsch sein sollte, würde ich dich lieber auf ein anderes Schiff verfrachten, als auf das, auf das wir gehen werden. Aber als Zeichen... meines was auch immers, kannst du mit uns reisen, wenn du dich an unsere Bedingungen hälst und dein Mundwerk zügelst. Ansonten werde ich einen Zwischenstopp beim erstbesten Planeten machen und dich höchstpersönlich hianuswerfen. Also, was willst du?"

Agxas lächelte nicht, als er unter sein Oberteil griff und einen kleinen Beutel hervorholte, den er Sekunden betrachtete, ehe er ihn Tenia hin hielt, damit diese ihn greifen konnte.

"Was ist das?"

Eine neuerliche Respektlosigkeit?
"Ihr seid hier her gekommen, um Kolazhi zu finden. Das sind ein paar Samen davon."
Tenia zog eine Braue nach oben, ehe sie von Agxas auf dessen Beutel starrte.

"Nimm schon, ich hab einen zweiten, für die äußerst gütigen Vratix. Ich gehe doch nicht zurück in irgeneine Stadt, wenn ich Waldluft schnuppern kann."
Agxas holte einen zweiten Beutel hervor und lächelte und es war das erste Mal, das es kein heuschleriches oder zwielichtiges Lächeln war.

"Für jeden Baum, den man fällt, muss ein neuer gepflanzt werdn. Jede Pflanze, die man ausreist, musst ersetzt werden. Muss ich dir wohl eher nicht sagen."
Jetzt kehrte sein zweielichtiges Grinsen zurück und auch dieses musste Tenia das erste Mal erwiedern, als sie nach dem Beutel griff und zuließ, dass Agxas nach ihrer Hand griff.

"Möge die Macht mit euch beiden sein," erklärte Agxas dann und deutete vor beiden Jedi eine Verbeugung an. "Also dann", zog er einen imaginären Hut und Tenia sah ihm noch eine ganze Weile hinterher, ehe sie zu Akani sah.

"Also dann, zurück zu unserem Schiff?"


Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia und Akani
 
Polith-System - Thyferra - Dschungel - Tenia, Akani und Agxas


Tenia stimmte ihrem Padawan zu und befreite Agxas von Knebel und Fesseln.

"Du hast es gehört, wir sollen alle verschwinden. Ich werde ehrlich und direkt zu dir sein, ich habe wenig Lust dich mit in den Orden zu nehmen. Wenn das dein Wunsch sein sollte, würde ich dich lieber auf ein anderes Schiff verfrachten als auf das, auf das wir gehen werden. Aber als Zeichen... meines was auch immers, kannst du mit uns reisen, wenn du dich an unsere Bedingungen hältst und dein Mundwerk zügelst. Ansonsten werde ich einen Zwischenstopp beim erstbesten Planeten machen und dich höchstpersönlich hinauswerfen. Also, was willst du?", fragte sie dann den Menschen.

Agxas gab keine Antwort, sondern hielt Tenia stattdessen nach kurzem Zögern einen kleinen Beutel hin, den er unter seiner Kleidung hervorzog.
Misstrauisch betrachtete Tenia das Säckchen und auch Akani erwartete beinahe, dass sich darin eine Bombe oder ähnliches befinden würde. Lediglich seine Logik sagte ihm, dass Agxas schon sehr selbstmörderisch veranlagt sein müsste, um so etwas durchzuziehen. Aber wer wusste schon...?

Was ist das?“, fragte die Nullianerin entsprechend.

Ihr seid hierher gekommen, um Kolazhi zu finden. Das sind ein paar Samen davon.“
Akani hatte Mühe, seine Augen im Kopf zu behalten.

Nimm schon, ich hab einen zweiten, für die äußerst gütigen Vratix. Ich gehe doch nicht zurück in irgendeine Stadt, wenn ich Waldluft schnuppern kann“, sagte Agxas. Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, und die Aufrichtigkeit darin war beinahe so überraschend wie der Inhalt des Beutels. „Für jeden Baum, den man fällt, muss ein neuer gepflanzt werden. Jede Pflanze, die man ausreißt, muss ersetzt werden. Muss ich dir wohl eher nicht sagen“, fügte er dann hinzu, wieder an Tenia gewandt. Dann verabschiedete er sich von den beiden. Akani konnte nicht anders, als dem Mann hinterherzustarren. Was war in ihn gefahren?
Weißt du, die Luft auf Lianna ist auch gar nicht so schlecht. Vielleicht hast du ja doch irgendwann mal Lust, dort vorbeizuschauen“, rief der Chiss Agxas plötzlich hinterher, noch ehe er die Entscheidung bewusst getroffen hatte.
Agxas winkte nur, ohne sich umzudrehen.


Also dann, zurück zu unserem Schiff?“, meinte Tenia dann zu Akani.
Oooh jaaa. Und bitte ohne weitere Umwege“, antwortete dieser.

Den Gefallen tat Tenia ihm dann auch. Er war äußerst froh, dass die Ritterin sich so ausgezeichnet zurechtfinden konnte, denn sie fand sehr schnell den Weg zu dem kleinen Raumhafen zurück, an dem ihr Schiff brav wartete. Die beiden gingen direkt an Bord, und nachdem der Computer seine Berechungen durchgeführt hatte, hoben sie auch schon ab. Akani ging zum Fenster und beobachtete, wie die Sonne in ihrem Rücken aufging, während der Dschungelplanet immer kleiner Wurde und sie schließlich die Weite des Alls umgab. Kurze Zeit später hatte das Schiff seine Startposition erreicht und sich ausgerichtet, dann sprangen sie in den Hyperraum.


Ich habe Hunger“, verkündete Akani, machte einen Umweg über die Toilette zum Händewaschen und ging dann schnurstracks in die Küche, um zügig eine einfache Mahlzeit zuzubereiten. Er machte eine etwas größere Portion. Es war zu erwarten, dass Tenia genauso hungrig war wie er.
Nach dem Essen duschte Akani, um sich endlich den Schweiß seines gesamten Tropenaufenthaltes abzuwaschen, wünschte Tenia eine gute...Schlafenszeit und fiel dann einfach nur noch um.


Polith-System - Thyferra - Weltraum - MC-18 - Tenia und Akani


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Thyferra, auf dem Weg in die Redaktion: Colin


Als Colin auf Thyferra ankam, düste sie per Gleitertaxi sofort in ihre Redaktion. Noch auf dem Flug hatte sie Texte zur Fotostory geschrieben. Auf dem Stick waren nämlich Fotos, eine ganze Serie, die den Adjutanten zeigten, als er fremd ging. Inflagranti erwischt, so zu sagen. Als ihre Schritte ins Verlagsgebäude eilten, überlegte sie immer noch, wohin sie zuerst gehen sollte? Letztendlich saß sie kurz darauf im Vorzimmer des Chefs der “Imperialen Frau”.

Mister Stone!”,

begrüßte sie ihn, als sie eintreten durfte und ihr das von seiner neuen Sekretärin, einer rotblonden Vahla, gesagt bzw. genehmigt worden war.

“Ich habe ein Angebot für Sie, Mister Stone! Eine heiße Affäre, von Leuten, die groß, sehr groß, in der Öffentlichkeit stehen. Einem Sektoradjutanten und der Frau eines nicht minder kleinen Mannes! Eine Affäre mit Sprengkraft! Ich versichere Ihnen, das wird der Burner! Allerdings möchte ich wieder zurück zur Imperialen Frau! Ein höheres regelmäßiges Gehalt, 100000 im Jahr, und ein eigenes Büro mit großer Panoramascheibe mit gutem Ausblick! Einen Firmenwagen und doppelt so viel bezahlten Urlaub! Ich vermisse die Imperiale Frau und fühle mich unwohl in der Politik! Verstehen Sie, ich passe hier besser rein!”

Sie sah ihn groß an.

“Natürlich wechselt Erik mit. Er gehört zu meinem Team!“

“Wenn es wirklich so etwas Großes ist, wie Sie sagen? Von wem haben Sie das?”,

sagte er vorsichtig. Er war sich noch nicht ganz sicher, konnte man heraushören.

“Ich habe eine ganze Fotoserie! Von wem, spielt keine Rolle!”

Sie zeigte den Stick hoch. Das Original hatte sie. Es war eine überarbeitete Kopie, schon mit ihrem Text dazu.

“Darf ich?”

Sie wies auf ihr Tablet, was sie mitführte. Er nickte. Sie zeigte ihm eine Kostprobe. Sein Gesicht erhellte sich.
Er sah sie kurz an und nickte dann, stand auf, schüttelte ihre Hand und sagte:


“Wir sind im Geschäft! Willkommen zurück!”

Sie überreichte ihm den Stick. ….

Als sie wenig später bei der Imperium News war, es war genau gegenüber, hatte sich Stone den Stick schon angeschaut und war froh, dass er auf den Deal eingegangen war. Colin hingegen jauchzte innerlich. Längst hatte sie Erik geschrieben, dass sie beide wieder bei der “Imperialen Frau” arbeiteten. Als Colin in das Büro des Chefs durfte, waren längst die Fotos hochgeladen worden und geisterten unaufhaltsam durchs Holonet. Binnen Sekunden kamen tausende Klicks zusammen. Doch Colin musste sich auf den Boss der Imperium News einstellen. Sie legte ihm auf den Tisch, was sie hatte.

“Man kann das Aufnahmegerät sicherlich reparieren. Es ist ein Interview eines Mitglieds der republik. Delegation darauf! Außerdem hier ein Stick mit Fotos der Allegiance und ein Bericht von mir. Besonders von den Auszeichnungen und Beförderungen, die dort stattfanden. “

Erik hatte ihr seine Fotos zugesendet. Sie waren darunter. Die Vielversprechendsten waren aber von ihr gemacht worden.

“Fotos sind vom Reaktor, Mannschaftskabine, Gefängnis, Aufenthaltsraum, Offiziersmesse, Waffen usw..”

Sie machte eine Pause.

“Ist das etwa alles, Miss Shender?”,

sagte er schnurrig. Ein oft übelgelaunter miesepetriger Kerl! Und er spuckte immer so beim Sprechen!

“Ich heiße Shendara! Nein, ich hab da noch etwas! Ich arbeite ab sofort wieder bei der Imperialen Frau! Das hier ist nichts für mich! Erik wechselt auch zurück.”

Er sah sie entgeistert an. Sie drehte sich auf dem Absatz um und ging.

"Erik? Das soll er mir selbst sagen!",


rief er ihr erbost hinterher. 12 Stunden später holte sie Erik vom Raumhafen ab. Er wirbelte sie herum.

“Das war auf dem Stick!? Er mit der Frau vom Moff Klaasen!? Sogar Fotos, wie sie es heftig in der Kiste treiben! Ich konnte es kaum fassen!”

Erik hatte es natürlich sofort auf dem Flug im Holonet gelesen. Sie gingen das erstmal feiern. Alles hatte sich gut für sie trotz des Desasters an Bord der Allegiance entwickelt.

“Gehen wir ins Viktors?!”

“Klar!”

"Aber, wehe, du besäufst dich wieder so!"


Thyferra, Xucphra City, im Victors: Colin und Erik, denn sie hatten was zu feiern
 
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