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Borosk

Dieses Thema im Forum "Projekt Star Wars Rollenspiel" wurde erstellt von Julie Miller, 16. Januar 2013.

  1. Julie Miller

    Julie Miller CIS Agent a.D.

    Borosk
    _________________________


    [ Infos zum Planeten: Borosk (engl.) | Borosk (dt.) ]

    [ Besonderheiten: Standort für "Das Zentrum" des Imperialen Geheimdienstes ]

    [ Zugehörigkeit: Imperium ]​
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. November 2013
  2. Julie Miller

    Julie Miller CIS Agent a.D.

    [[Borosk-System –- Borosk –- Lambda-Fähre "Normandy" -- Orbit -- Jake Ferell, Jessh Mowas]]


    Das Erste was die noch müden Augen der jungen, jetzt ehemaligen, Lieutenant Commander erblickten, nachdem sie ihre Ruhephase beendet hatte, war ein ebenfalls noch schlafender Jake Ferell.

    Der zweite Blick der stolzen, aber unsicheren Piloten des Shuttles "Normandy" ging auf die Hauptkonsole des kleinen Schiffes sowie durch die Scheibe des Cockpits. Selbst wenn die Systeme sie nicht informiert hätten, der Blick aus der großen Panoramascheibe, die einen grün schimmernden Planeten zeigte, machte Jessh bewusst das sie den roten, staubigen Alptraum Ryltoh endgültig verlassen hatte.

    Ryloth war zwar ein imperialer Planet, doch das was auf diesem vorging, war höchstens reinste Anarchie.
    Umso glücklicher war die ehemalige erste Offizierin, das sie nun endlich einen Planeten mit funktionierendem imperialen Verwaltungsapparat erreicht hatten, denn kurz nach Eintritt in den Orbit des Planeten Borosk meldete sich eine freundliche, aber bestimmende Frauenstimme im formalen Ton.


    "Lambda-Klasse Shuttle "Normandy" bitte geben Sie uns den Authorisierungscode durch."

    Wie sollte die Pilotin des geliehenen Shuttles jetzt an einen gültigen Authorisierungscode kommen? Kurz bevor sich Panik in dem Gesicht der jungen Offizierin zeigen konnte, legte sich eine Hand auf ihre Schulter.

    "Der Authorisierungscode lautete XB5B/LSN1138. Die Normandy bittet um Landeerlaubnis."

    sagte Jake, während er sich halb über Lt.Commander Mowas beugte um das Mikrofon zu halten.
    Mit verwundertem Blick, fragte Jessh ihren Commander woher er den Code hatte, doch eine Stimme aus den Lautsprechern ließ ihn nicht Antworten.

    "Willkommen auf Borosk, Commander Ferell und Lt. Commander Mowas."

    begrüßte sie nun eine Männerstimme freundlich.

    "Bitte landen sie mit ihrem Shuttle in auf dem Fabrikgelände außerhalb der Stadt, ich schicke ihnen die Koordinaten zu. Sie werden dann persönlich in Empfang genommen. Borosk Ende."

    Nachdem die Stimme verstummt war und ein kurzer Piep-Ton die Unterbrechung der Verbindung bestätigte, wurden die Koordinaten die Borosk ihnen zugesandt hatte direkt in den Computer eingegeben.
    Das Shuttle flog direkt vom Orbit in Richtung der Fabrikgelände, die etwas außerhalb der Hauptstadt gelegen waren.

    Schon aus einiger Höhe konnte man erkennen, das auf der Landeplattform auf sie gewartet wurde.


    [[Borosk-System –- Borosk –- Lambda-Fähre "Normandy" -- Fabrikgelände -- Jake Ferell, Jessh Mowas]]
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Februar 2013
  3. Aidens NPC

    Aidens NPC Aidens ergebener Diener

    [OP @ Jessh & Jake: Postet euch einfach zu der folgenden Ansammlung. :)]

    [Borosk-System | Borosk || unscheinbares Fabrikgelände | leerer Hangar || Junior Agent Lessiter, vier Mitarbeiter in hellgrauen Uniformen (Rang: „Master Operatives“) und zwanzig Anwärter (meist in Zivilkleidung)]


    Zwanzig unterschiedliche Gesichter starrten ihn und seine Untergebenen an. Ernst, freudig, nervös, ausdruckslos – wie immer war ein ziemlich breites Spektrum an Emotionen vertreten. Brill Lessiter genoss insgeheim diesen Moment, während er äußerlich keine Miene verzog. Gleich einem Déjà-vu erlebte er diese Situation etwa alle drei Monate bewusst wieder, da der breitschultrige Bastioner im Rang eines „Junior Agent“ für das „Bureau für Rekrutierung & Ausbildung“ tätig war und somit die Leitung der Grundausbildungsgruppe „Trill“ inne hatte. Unter seinen strengen Obhut sollten diese zwanzig Individuen innerhalb der nächsten Monate zu recht effizienten Mitgliedern des Imperialen Geheimdienstes werden. Sie sollten kurzzeitig den unstillbaren Hunger dieser gigantischen Behörde stillen. Doch Lessiter war sich bewusst, dass eine Erfolgsquote von einhundert Prozent am Ende der Grundausbildung utopisch war. Mit etwas Glück schafften seine „Lehrkräfte“ bei dem vorhandenen Material das angestrebte Ziel von sechzig bis siebzig Prozent. Der Rest würde höchstwahrscheinlich seine Verwendung in dem riesigen Netzwerk aus Informanten finden oder sein restliches Leben als einfacher Angestellter fristen.

    „Meine Damen, meine Herren, Sie wissen weshalb Sie hier sind...“, begann Lessiter – wie in jedem Quartal – seine kleine Begrüßungsansprache. In dem leeren Hangar klang seine Stimme dabei recht kräftig, obwohl er sie in diesem Augenblick angehoben hatte. „Ihre Eignungstests verliefen positiv und deshalb gewährt man Ihnen heute die einmalige Gelegenheit in den Dienst des Geheimdienstes des Galaktischen Imperiums zu treten. … Jetzt haben Sie noch die Wahl: Bleiben oder Gehen? … Sollten Sie Ihre Bewerbung zurückziehen wollen, dann verlassen Sie bitte jetzt das Gebäude.“

    Nach dieser formellen Aufforderung legte der Junior Agent – wie in jedem Quartal – eine künstliche Pause ein. Diesen Moment nutzte der menschliche Leiter um sich noch einmal kurz einen Überblick über das „Kandidatenfeld“ zu verschaffen. Für zehn, elf Sekunden musterte er einen Kandidat nach dem anderen. Eine bunte Truppe hatte ihm das Rekrutierungsbüro wie immer geschickt. Dabei war kaum ein Mensch unter den Anwesenden. Denn im Gegensatz zur vorherrschenden Ideologie setzte die Behörde vor allem auf unscheinbare Nichtmenschen. Die Welten der Rebellion, der Hutt-Raum, freie Welten – sie alle beherbergten eine bunte Speziesvielzahl und somit musste der Geheimdienst für alle Interessenten offen sein. Aus diesem Grund war es für Lessiter nicht ungewöhnlich, dass er neben menschlichen Zügen auch „fremdartige“ Gesichter erblickte. Dieses Mal gehörten der bunten Gruppe ein Gran, ein Klatooianer, ein Nautolaner, ein Neimoidianer, ein Rodianer, ein Zabrak, zwei Duro, zwei Chiss sowie drei Givin an. Somit stellte die nichtmenschliche Fraktion die Mehrheit dar. Langsam näherte sich die künstliche Pause ihrem Ende. Keiner der Kandidaten hatte sich bewegt.

    „Sehr schön...“, beendete der Junior Agent brummend die Pause, nickte kurz wohlwollend und fuhr mit seiner Begrüßungsansprache fort: „Damit haben Sie die nächste, richtige Entscheidung in Ihrem Leben getroffen. Meinen Glückwunsch!“ Erneut unterbrach er sich, betätigte beiläufig einen Knopf an seinem mechanischen, rechten Arm und setzte damit auf einmal ein Stück des Bodens in ruckend Bewegung. Die Fahrt ging abwärts. „Hiermit heiße ich Sie im „Zentrum“ Willkommen. Nun lassen Sie Ihr altes Leben hinter sich und treten voll und ganz in den Dienst der Behörde.“

    Das „Zentrum“, das faktische Hauptquartier des Imperialen Geheimdienstes, war ein Bunkersystem, dass sich nicht nur über mehrere Quadratkilometer, sondern gleichzeitig auch dreißig Ebenen in das Erdreich Borosks erstreckte. Im Geheimen lebten und arbeiteten hier stets hunderte Mitarbeiter zur gleichen Zeit. Trainingsräume, Cantinas, tresorartige Lagerorte, unterirdische Hangars und natürlich auch Quartiere fand man gezielt verteilt auf die verschiedenen Ebenen. Durch Turbolifte waren die Ebenen miteinander verbunden – und besaß man die nötigen Kriterien, konnte man das „Zentrum“ sogar problemlos erkunden. Jedoch besaßen bloß die Mitglieder des „Ubiqtorate“ und deren engste Mitarbeiter die nötigen Kodezylindern. Neulinge hingegen mussten sich mit den ersten fünf Etagen zufrieden geben. Für die nächsten drei Monate würden auch die Mitglieder der Gruppe „Trill“ dort ihren Lebensmittelpunkt haben. Während der Fahrt in die Tiefe ging Lessiter noch einmal kurz die Planung durch, die er im Vorfeld vorgenommen hatte. Seine zwanzig „Schützlinge“ würde er – wie in jedem Quartal – in vier „Klassen“ à fünf Personen aufteilen und im Anschluss jeweils einem der vier Master Operatives, die für ihn tätig waren, unterstellen. Die Aufteilung richtete sich dabei nach beruflicher Herkunft, möglicher Verwendung und ähnlichen Kriterien.

    „In den nächsten drei Monaten wird diese Umgebung ihr zu Hause sein“, sagte der bullige Mensch, nachdem der „Turbolift“ abrupt zum Stehen gekommen war. „Ich teile Sie nun einzelnen Klassen zu und rufe dafür Ihre Namen auf. … Klasse Eins: Bell, Ferell, Gunray, Mowas, Vox. Master Operative Kre'fey wird sich um Sie kümmern.“

    ...​


    Bei der Nennung seines Namen zuckten flüchtig Kre'feys spitze Ohren. Seit etwa fünf Jahren diente der Bothan für den Geheimdienst, aber erst seit sein Heimatplanet wieder in der Hand der Rebellen war, hatte man ihn plötzlich aus dem aktiven Dienst genommen und zum „Bureau für Rekrutierung & Ausbildung“ versetzt. Nun bildete er Anwärter – vorwiegend mit Herkunft aus dem feindlichen Gebiet – aus. Doch dieses Mal hatte ihm sein Vorgesetzter, Junior Agent Lessiter, ausschließlich die Neulinge zugeteilt, die einen militärischen Hintergrund besaßen. Neben zwei ehemaligen Offizieren der Imperialen Flotte (Ferell, Mowas) gehörten zu der Gruppe noch ein Unteroffizier der Imperialen Armee (Vox), ein junger Sternjägerpilot (Bell) und ein Sicherheitsoffizier der Handelsförderation (Gunray). Mürrisch gab er seinen „Schützlingen“ ein Zeichen, ließ sie zu ihm kommen und verließ anschließend gemeinsam mit ihnen den unterirdischen Hangar gen Osten.

    Im Gehen sagte er zu seinen Neulingen:
    „Momentan befinden wir uns auf Ebene 'Eins'. Hier werden Sie Ihre Quartiere, eine Cantina und diverse Trainings- und Ausbildungsräume finden. Gemäß dem Dekret des Direktoriums wohnen Sie alle in vier-Mann-Stuben, getrennt nach Geschlechtern sowie ohne Waschmöglichkeiten. Dafür gibt es pro „Wohnbereich“ jeweils eine Mannschaftsdusche. … Doch bevor Sie Ihr Quartier beziehen können, statten wir dem Quartiermeister einen Besuch ab. Er gibt Ihnen die nötige 'Ausrüstung' und wird zudem Ihre persönlichen Gegenstände bis zum Ende der Grundausbildung in Gewahrsam nehmen.“

    Unter den weitläufigen Begriff „Ausrüstung“ fiel ein kompletter Satz Trainingskleidung, Bettzeug, leere Datapads für den Lehrbetrieb und ein schlichter Kodezylinder. Im Gegenzug nahm der Senior Operative, der als Quartiermeister tätig war, die persönliche Habe der Anwärter entgegen. Nachdem er die abgegebenen Gegenstände auf Peilsender und ähnliche Technik untersuchen ließ, würde er sie in einem der tresorartigen Lager verstauen. Schweigend beobachtete Kre'fey diesen Vorgang. Bisher fügten sich die Kandidaten seiner Anweisungen. Doch der Bothan wusste natürlich, dass dem einen oder andenre das Abstreifen der gelernten Ideologie schwerfallen würde. Besonders wenn die ersten Frustmomente auftauchen würden. Das Abgeben der persönlichen Gegenstände dauerte nur ein paar Minuten. Danach führte er seine Schützlinge aber nicht sofort zu ihren Quartieren, sondern ging mit ihnen erst einmal in einen leerstehenden Unterrichtsraum.

    Beiläufig kraulte der haarige Nichtmensch an seinem Kinnbart als er erneut zu ihnen sprach:
    „Bevor ich Sie zu Ihren Quartieren bringe, möchte ich kurz die Grundausbildung umreißen. Sie alle haben das Glück, dass Sie eine militärische Vorbildung haben. Dementsprechend verkürzt sich für Sie die Zeit auf zwei Monate. … Schwerpunkt wird der Tätigkeitsbereich „Observierung“ sein. Sie werden lernen sich zu tarnen, mit der nötigen Technik umzugehen und Informanten zu finden und an sich zu binden. Nebenbei haben Sie die Möglichkeit eine andere Sprache zu lernen, Fahr- oder Flugtraining zu nehmen und ausreichend Sport zu betreiben. … Sie haben nun eine Stunde Zeit um sich in Ihrem Quartier einzufinden, sich einzurichten und ein wenig zu entspannen. Danach beginnt schon Ihre Ausbildung zum Agenten.“

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Eins“ | Unterrichtsraum || Master Operative Kre'fey und fünf Anwärter (darunter Jake Ferell und Jessh Mowas)]
     
  4. Jake Ferell

    Jake Ferell Orgalos

    [Borosk-System – Borosk – "Center" - Schlafkammer - Jake Ferell]


    Jake ließ sich rückwärts in die kleine, enge Koje fallen, die ihm vor über vier Wochen zugeteilt worden war. Vier von acht Wochen in denen aus einem ehemaligen Commander der imperialen Flotte, ein Agent des Imperialen Geheimdienstes werden sollte. Vier Wochen in denen er von den besten Leuten, die die Imperial Intelligence hatte, in Tarnung, Spionage und Sabotage unterrichtet worden war und in denen er erfahren hatte, was das wirkungsvollste Mittel des Imperiums war, seinen Leuten Wissen einzuhämmern: Qual und Schmerz.

    Er erinnerte sich an die ersten Tage die er in diesem „Ausbildungscamp“ verbracht hatte. Der erste Tag war recht locker gewesen, nur langweilige Erklärungen zum Geheimdienst selbst. Und zu diesem Camp. Am zweiten Tag allerdings, wider der Erwartung mancher Teilnehmer, welche sich wohl gedacht hatten, dass der zweite Tag einigermaßen geruhsam angegangen werden würde, begann eine Woche, in der die psychischen Fähigkeiten der angehenden Agenten aufs Äußerste strapaziert werden sollten. Sie wurden am zweiten Tag des Camps um vier Uhr morgens von lautem Geschrei der Instruktoren, hellem Licht und eiskaltem Wasser geweckt, welches aus Aussparungen in Decke und Wand hervor schoss.

    Ab diesem Moment wurde der Jahrgang physisch und psychisch getestet. Ihnen wurden pro Tag nur drei Stunden Schlaf erlaubt. Bis zum Ende der Woche hatten alle fünf Gruppenmitglieder über das Aufgeben nachgedacht. Doch alle die an diesem Camp teilnahmen, waren ehemalige Angehörige der Streitkräfte die unbedingt zum Geheimdienst überwechseln wollten. So nahmen sie die Strapazen auf sich.

    In den anschließenden Wochen wurden ihnen alle Dinge beigebracht, die für Agenten des Imperialen Geheimdienstes, von Bedeutung waren oder es sein konnten. Da ihnen außerhalb der festgeschriebenen Unterrichtungseinheiten, vielfältige Möglichkeiten offen standen ihre Kenntnisse auf bestimmten Gebieten weiter zu bilden, hatte sich Jake unter Anderem für einen Grundkurs als Scharfschütze gemeldet. Und das war auch der Grund, wieso er gerade völlig entkräftet in seine Koje gefallen war. Der ihm dafür zugewiesene Ausbilder, Wedge Tahlee, ein ehemals in der imperialen Armee dienender Scharfschütze, hatte ihn in den letzten Tagen alles Überlebenswichtige beigebracht.


    Dazu gehörte auch die Tarnung in einem Einsatzgebiet und genau das hatte Tahlee heute weiter perfektionieren wollen. Er hatte Jake zuerst durch einen, für den Prüfling vollkommen wahllos angeordneten Parcours geschickt, und ihn am Ende dahin gehend geprüft, dass ihn zwei Beobachter nicht entdecken durften, während er drei Trainingsdroiden mit gezielten Schüssen aus seinem Gewehr treffen musste. Immer wenn ihn einer der Beobachter entdeckt hatte, hatte er erneut beginnen müssen. Er hatte nach dem fünften Mal aufgehört mitzuzählen. Als es ihm schlussendlich gelungen war, unentdeckt seine Aufgabe zu vollenden, hatte ihm Tahlee auf die Schulter geklopft und ihm erklärt, dass er nun den schwierigsten Teil bestanden habe und sich ausruhen solle.

    Also hatte sich der angehende Operative auf den Weg zurück in das Quartier gemacht, dass er mit zwei seiner Klassenkameraden teilte. Dort lag er nun in seiner kleinen Koje, tief in Gedanken versunken, jedenfalls bis ihn das Piepen seines Komlinks aus seinen Gedanken riss.




    Comm … Ferell.“


    Er hatte es sich auch nach mehreren Wochen, die er nun nicht mehr in der Imperialen Flotte tätig war, noch nicht abgewöhnt, sich mit Commander Ferell melden zu wollen.


    Jake, hier ist Jessh. Komm mal runter in die Cantina und bring Jeff Vox mit.“


    Ohne auf eine Antwort zu warten, hatte Jessh das Interkomgespräch beendet. Zusammen mit Jeff, welchen er erst wecken musste, machte sich Jake auf den Weg zur Cantina, welche sich auf Ebene Eins befand. Dort wurden sie bereits von ihren Kameraden - Talak Bell, Nute Gunray und Jessh Mowas - erwartet.


    Gibt es was zu feiern?“, fragte der irritierte Jeff.


    Ja, ab heute sind es nur noch mal vier Wochen bis wir fertig sind“, teilte ihm ein grinsender Talak Bell mit.


    Er hob sein Glas mit corellianischem Ale, welches in der Cantina nur zu speziellen Zeiten ausgeschenkt werden durfte.



    Darauf trinke ich




    [Borosk-System – Borosk – "Center" - Ebene Eins - Cantina - Jake Ferell, Jessh Mowas, Talak Bell (NPC), Nute Gunray (NPC), Jeff Vox (NPC)]
     
  5. Julie Miller

    Julie Miller CIS Agent a.D.

    [[Borosk-System –- Borosk –- "Center" -- Ebene Eins -- Cantina -- Jake Ferell, Jessh Mowas, Talak Bell (NPC), Nute Gunray (NPC), Jeff Vox (NPC)]]


    "Sagst du das noch einmal zu mir, werde ich mich darum kümmern das du zu Banthafutter verarbeitet wirst."

    fuhr Talak Bell, ein junger ehemaliger Sternjägerpilot des Galaktischen Imperiums, mit lautem Lachen fort.

    Der Grund für das laute Lachen und die ausgelassen Stimmung in der sonst so ernsten Umgebung des "Centers" des Imperialen Geheimdienstes, war das die Klasse, um ehemalige Imperiale Armeeangehörige, die Hälfte der Ausbildungszeit überstanden hatte.

    Auch Jessh genehmigte sich das eine oder andere alkoholhaltige Getränk. Immerhin war es Grund zum Feiern. Sie hatte es geschafft, sie hatte einige anstrengende Wochen hinter sich und neben dem wenigen Kontakt zu ihrem ehemaligen Commander neue Bekannte kennengelernt.

    Am meisten freute sich Jessh jedoch darüber, das mit der Hälfte der Ausbildungszeit auch der Großteil ihrer theoretischen Ausbildung zuende war. Anders als Jake, mit dem sie kurz ein paar Worte wechseln konnte, hatte sich Mowas nicht für den Ausbildungsweg am Scharfschützengewehr gemeldet, sondern wollte sich auf dem Gebiet der Aufklärung und der Verhörmethoden weiterbilden. Letzteres schloss beim Imperium auch die Foltermethoden ein.

    Der vergangenen Monat bestanden hauptsächlich aus theoretischem Unterricht und Vorträgen ihres "Klassenleiters" Kre'fey, einem Bothaner, der in seiner aktiven Zeit ebenfalls auf Informationsbeschaffung spezialisiert war.

    Einen Vorteil, den Kre'fey nicht besaß, er ihr aber immer wieder vor Augen führte, war das sie von weiblichen Geschlecht war. Ein nicht ganz zu missachtender Punkt, der bei der einen oder anderen Informationsquelle einen wichtigen Satz mehr herauslocken könnte.

    "Hey Mowas, was träumst'n schon wieder so schön von mir?"

    fragte Jeff Vox, ehemaliger Unteroffizier und Zimmergenosse von Jake und riss Jessh somit aus ihren Gedanken.

    "Du bist einfach nur schmierig Vox."

    sagte Jessh harsch und abweisend. Vox war ihr durchaus bekannt, der ehemalige Soldat versuchte schon seit 2 Wochen bei jeder möglichen Gelegenheit die ehemalige Lt.Commander anzuflirten.

    "Baby nu' komm doch endlich her, ich weiß doch was der Blick bedeutet."

    sagte der deutlich angetrunken Mann und versuchte Jessh am Arm zu packen, was diese mit einem leichten, aber bestimmenden Schlag mit ihrer Hand unterbinden konnte.

    "Dieser Blick bedeut, das du schlafen gehen solltest. Vox du bist betrunken!

    raunte Jessh dem betrunkenen Klassenkameraden zu.

    "Vox, verschwinde bevor ich dich melde oder dir selbst was antue."

    griff Jake Ferrell ein, ehe Vox die junge Frau noch einmal anfahren konnte. Dieser schien vor seinem Zimmergenossen doch einigen Respekt zu haben und begab sich in Richtung der Turbolifte.
    Ehe sich Jessh weiter mit ihm unterhalten konnte, piepte ihr Comm mit einem Ton, der anzeigte das es sich um Kre'fey handelte. Es war dringend.

    "Mowas, hier spricht Kre'fey, kommen sie sofort in mein Büro. Ende.

    Ehe Jessh auf Kre'feys Nachricht reagieren konnte, stellte sie ihr Ale auf den Tisch bedankte sich bei Ferrell für sein Eingreifen und ging zügig in Richtung der Turbolifte.

    Auch wenn sie den Bothaner nun schon seit einem Monat kannte, war sie immer noch nervös in dessen Gegenwart, sie hatte bisher noch nie einen Vertreter der Rasse kennengelernt und wusste nichts aus deren Mimik zu lesen und außerdem war dieser Ausbilder ihr direkter Vorgesetzter.

    "Junior Operative Mowas, gut das sie so schnell kommen konnten."

    sagte der Bothaner, während eines seiner Ohren zuckte und deutete mit der Hand auf den Sessel vor seinem Schreibtisch.

    "Ich habe eben erst Informationen über einen bürokratischen Vorgang erhalten, der sie betrifft und den ich vor kurzem beantragt hatte. Sie wissen ja sicherlich, das mit einer Ausbildung im Bereich Verhörmethoden und Informationsbeschaffung ein Agent mit einer reinen Weste benötigt wird. Nun da dieser neutral gewertete Vorfall mit der Strike "VIPER" aber auch negativ für sie ausfallen kann, habe ich mich dazu entschieden ihnen eine neue Identität zu besorgen."

    Jessh musste in diesem Moment sehr merkwürdig ausgesehen haben, eine neue Identität? Wozu denn das? Nur wegen dieser einen Sache vor einem Monat?

    Doch haben sie keine Sorge, ich werde veranlassen, das man lediglich einige Daten sowie eventuell ihren Namen ändern lässt, sie werden in Zukunft als Zwillingsschwester von Lt. Commander Jessh Mowas in allen Akten stehen. Sie werden nie in den Rängen der Flotte gedient haben, nur in unseren. Da dieser Vorgang einige Wochen dauern wird, werde ich ihnen am Ende ihrer Ausbildung ihre neue Akte übergeben. Wegtreten. Achja und Glückwunsch zum Bergfest."

    erklärte der Bothaner weiter und konnte sich beim letzten Satz ein grinsen nicht verkneifen.

    Jessh begab sich wieder zurück zu ihren Kameraden die noch fleißig in der Kantine feierten, diese Information musste sie erst einmal bei einem weiteren Ale verarbeiten.


    [[Borosk-System –- Borosk –- "Center" -- Ebene Eins -- Cantina -- Jake Ferell, Jessh Mowas, Talak Bell (NPC), Nute Gunray (NPC)]]
     
  6. Ellyse Perry

    Ellyse Perry Senatsbesucher

    [Borosk System - Borosk - "Center" - Trainingsraum] Rekruten, Nahkampftrainer

    Ellyse brachte ihren Atem wieder ins Gleichgewicht. Eine Menge Zeit war seit der Sache auf Denon und ihrer Flucht vergangen. Sie war auf Loronar, Corellia und Rendili gewesen. Wer hätte gedacht, dass sie hier landen würde.
    Der Dritte ihrer Mitrekruten stellte sich ihr nun in den Weg. Sie schüttelte sich eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht und versuchte dabei ihren Gegner nicht aus den Augen zu lassen. Wenn sie hier mit einer Sache besonders punkten konnte, dann war es der Nahkampf. Durch jahrelanges Training und einer weit überdurchschnittlichen Reaktionsgeschwindigkeit schaffte es das Mischlingskind auch weitaus schwerere Gegner auf die Matte zu schicken. Sie nahm die klassische Teräs Käsi Grundhaltung ein und wartete auf den ersten Schritt des Blondschopfs. Ihr Gegenüber war gut einen Kopf Größer wie sie, aber für einen Mann trotzdem relativ schmächtig. Schweißtropfen rinnen ihm an der Stirn herunter, seine Haltung war unsicher und er zitterte leicht. Er hatte mit ansehen müssen was Liz mit den anderen beiden vorher gemacht hatte. Ellyse genoss die wöchentlichen Nahkampfeinheiten ihrer Ausbildung am meisten. Dort vergaß sie sogar, dass sie sich in einem tristen, unterirdischen Bau befand.

    Die Sache mit dem IGD schien nun wirklich ernst zu werden. Sie wusste immernoch nicht ob das der passende Weg für sie war. Besonders unter den anderen Rekruten kam sie sich ein wenig vor wie ein Fremdkörper. Klar, was hatte sie erwartet. Sie waren alle glühende Verfechter des Imperiums. Vertreter der imperialen Ideologie, wie sie im Buche stand. Sie hingegen wurde recht liberal erzogen. Es kam ihr so vor als würde sie die Zusammenhänge anders sehen als ihre Kameraden. Es war wirklich schwer zu beschreiben. Allerdings schienen die Leute vom Nachrichtendienst damit kein Problem zu haben. Ellyse war sich sicher, dass die Prüfer in den psychologischen Tests andere Tendenzen festgestellt hatten. Jedoch hielt sie das Imperium immernoch für den besten Weg. Der Republik fehlte es einfach an Stabilität. Zu viele Schwachstellen entstanden durch Korruption, begründet durch die Naivität der Regierung und die vielen egoistischen Meinungen ihres vielrassigen Senats.

    Liz und der blonde Rekrut hatten einen Moment Augenkontakt. Das durchdringende Grün ihrer zelosianischen Augen berührte das sanfte Blau ihres Gegenübers. Sie konnte sehen, dass der Junge in hundert Jahren nicht den ersten Schritt machen würde. Also machte sie einen schnellen Schritt nach vorne. Der blonde Rekrut nahm die Deckung hoch und Ellyse schlug mit der Kante ihrer rechten Hand von unten gegen den Trizeps des armen Kerls. Der Muskel hielt dem präzisen Schlag nicht stand. Mit einem wehleidigen Grunzen zog der Rekrut den schmerzenden Arm an. Er achtete garnicht auf die Deckung seiner Beine. Diesen Fehler, gepaart mit dem unsicheren Stand des Rekruten, bestrafte Ellyse mit einem tiefen Feger. Ihm wurden die Beine weggezogen und der Rekrut landete mit einem tiefen Klatschen auf dem gummierten Hallenboden. Ellyse knackte mit den Fingern.
    "4,3 Sekunden, Perry. Wenn sie mit einem Blaster genauso gut umgehen würden wie mit ihren Fäusten, würde ich sie allein in den Krieg schicken." Der Ausbilder nickte anerkennend. Ellyse antworte ihm mit einem schmutzigen Lächeln. Seufzend wandte der Ausbilder sich dem anderen Rekruten zu.

    Gut. Blaster waren nicht wirklich ihre große Stärke, aber sie hoffte onehin die Dinger nicht allzu häufig einsetzen zu müssen. Sie war schon gespannt darauf in welches Bureau man sie wohl stecken würde.


    [Borosk System - Borosk - "Center" - Trainingsraum] Rekruten, Nahkampftrainer
     
  7. Aidens NPC

    Aidens NPC Aidens ergebener Diener

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Drei“ | Büro der Leiterin „Herf“ || Agent Avan Terix und Master Operative Barquin]


    Die verkürzte Grundausbildung der Gruppe „Herf“ näherte sich ihrem Ende. Leistungstest, ärztliche Gutachten und Bewertungen einzelner Ausbilder formten allmählich ein genaues Bild über die zehn Junior Operatives, die in den nächsten Tagen vielleicht schon vollwertige Mitglieder des Imperialen Geheimdienstes waren. „Herf“ hatte im Rekrutierungssystem der geheimdienstlichen Behörde einen gewissen Sonderstatus, da sie mit zehn Rekruten zum einen eher klein war – manchmal bildete man mit einem Mal bis zu dreißig Personen aus – und zum anderen ihre Mitglieder schon im Vorfeld für den Geheimdienst tätig gewesen waren. Somit hatten sie also im Gegensatz zu Kandidaten anderer Grundausbildungsgruppen schon einen winzigen Einblick in die geheimen Prozesse der Behörde.

    Trotzdem nützte ihnen dieses Wissen bei der Grundausbildung nur wenig. Dafür sorgte die Leiterin dieser Gruppe: Agent Avan Terix. Mit besonderer Sorgfalt animierte sie wieder und wieder ihre paar Untergebenen zu einem harten Auswahlverfahren. Denn laut ihrer Sichtweise sollten nur die Besten der Besten direkt für die Behörde tätig sein. Niedere Aufgaben, wie sie Informanten oder Zuarbeiter erledigten, gehörten ihrer Meinung nach nicht zum Tätigkeitsfeld eines imperialen Agenten, waren quasi unwürdig. Mit mürrischer Miene musterte die Kuati, die man auf den ersten Blick für Anfang dreißig halten konnte, aber in Wirklichkeit schon an die fünfzig Lebensjahre reichte, die Ergebnisse ihrer Rekruten. Fast zwei ganze Jahrzehnte hatte die Agentin (insgeheim) im Namen des Imperiums gehandelt, bevor man sie zum „Bureau für Rekrutierung & Ausbildung“ versetzte. Nun zog sie eine „junge“ Generation für die Behörde heran.


    Barquin, ich teile Ihre Einschätzung“, murrte die Kuati, schob rasch eine lilafarbene Strähne hinter das Ohr und musterte den uniformierten Bith, der schweigsam vor ihrem Schreibtisch stand. „Nach diesen Ergebnissen können wir fünf Mitglieder für den Abschlusstest freigeben.“

    Der Nichtmensch, dessen Hautfarbe zwischen Gelb- und Grüntönen schwankte, nickte ergeben. „Es ist laut meiner Recherche Gebäude Sieben für die Observation bereit.“ Auf seinem Datapad machte er sich kurz ein paar Notizen. „Was machen wir mit dem Rest, Ma'am?“

    „Ich veranlasse eine Personalabfrage der Standorte“, antwortete Terix kühl. „Vielleicht erbarmt man sich am anderen Ende der Galaxie für die eine oder andere Kreatur … ansonsten werden sie wieder ihr Leben als Informanten führen.“

    Noch einmal nickte der schlaksige Master Operative als Zeichen des Verstehens. Danach entließ sie ihn mit einer Handbewegung aus ihrem kleinen Büro. Laut den Informationen, die Barquin vor vier, fünf Minuten gegeben hatte, passte der letzte Test ihrer Gruppe wunderbar ins Tagesprogramm einer anderen Einheit („Krill“). Während ihre Rekruten in zehn Minuten ihre Fähigkeiten im Umgang mit klitzekleinen Überwachungsgeräten, genannt Wanzen und Peilsendern, zeigen konnten, konnten die anderen Junior Operatives ihre Erkenntnisse aus dem Bereich „Spionageabwehr“ überprüfen. Beide Seiten hatten also etwas davon. Obwohl manche Kandidaten schon in der kurzen Grundausbildung erste Anzeichen für eine Eignung in einem Bereich der drei größten Bureaus (Observation, Analyse oder Vollstreckung) zeigten, waren sie am Anfang hauptsächlich für die Observation tätig. Dadurch sollten sie das grundlegende Handwerk der Informationsbeschaffung kennenlernen. Sollen sie sich dann in diversen Einsätzen bewähren und befördert werden, würde man sie endlich in ihrer Eignung spezialisieren.

    Nach knapp einer halben Stunde meldete Barquin per Privatnachricht, dass sich die gesamte Gruppe im zugewiesenen Unterrichtsraum eingefunden hatte. Zudem würde sich Senior Operative Xalrich, der Koordinator für das Schuss- und Nahkampftraining, wie immer der letzten Prüfung als Besucher anschließen. Just in diesem Moment klopfte es an die Tür und nachdem Terix laut „Herein“ gerufen hatte, trat der muskulöse Ex-Soldat von Corulag ein. Noch immer in den strengen Traditionen seiner militärischen Herkunft verwurzelt, nahm er Haltung an und salutierte zur Begrüßung. Unwillkürlich gestattete sich die Kuati ein Lächeln. Konnte man den Krieger austreiben? In diesem Punkt war sie sicher nicht (mehr) sicher. Schnell tauschten sie ein paar Höflichkeiten aus. Mittlerweile kannten sie sich schon seit fast fünf Jahren. Seit dieser Zeit bildete er unter ihrer Anleitung neue Mitarbeiter für den Geheimdienst aus. Dementsprechend eingespielt waren sie inzwischen.

    Im Unterrichtsraum der Gruppe „Herf“ hatten sich die letzten fünf Kandidaten eingefunden. Bei der einen oder anderen Person hatte Terix sogar das Gefühl, dass ein kleiner „Rohdiamant“ in ihm (oder ihr) schlummerte. Begleitet von vorteilhaften Umständen konnte dem einen oder andere in diesem zwielichtigen Milieu sogar eine großartige Karriere erwarten. Eiskalt funkelten die violetten Augen der Kuati als die Gesichter der restlichen Junior Operatives musterte. Rekrutierer hatten diese Leute aus der ganzen Galaxie nach Borosk gelotst. Für das Ubiqtorate – vielleicht sogar für den Imperator – war es vollkommen egal woher deren Handlager kamen. Die imperiale Ideologie hatte hier keinen Stellenwert. Durch diese Haltung stand dem Geheimdienst eine weit größere Auswahl potenzieller Handlanger und Mitarbeiter zur Verfügung als bei den anderen Branchen. Ganz bewusst baute sich Terix vor ihren Rekruten auf, indem sie ihren Rücken ganz durchdrückte. Mit etwas Glück würden zwei oder drei von ihnen an diesem Abend ihren Einstand feiern.


    „Die Grundausbildung nähert sich ihrem Ende, meine Damen und meine Herren“, sagte die drahtige Kuati mit kühler Stimme. „Eine letzte Prüfung steht Ihnen bevor, wo Sie Ihre Kenntnisse im Bezug auf die Observation beweisen müssen.“ Erneut wanderte ihr Blick langsam von Gesicht zu Gesicht. „Natürlich kennen Sie unsere Übungsgebäude. Heute werden Sie sich im Gebäude Sieben, einem kleineren Verwaltungsgebäude mit fünf Etagen, innerhalb von nur zehn Minuten zurechtfinden und mehrere Wanzen anbringen müssen. Sie werden dabei keine Hilfestellungen von uns erhalte. Weder zum Anbringen der Abhörgeräte, noch zur verbliebenen Zeit.“ Zwei oder drei Rekruten schluckten hörbar. „Exakt nach zehn Minuten schickt eine zweite Gruppe, die zum Üben der Sabotageabwehr anwesend ist, Drei-Mann-Teams ins Gebäude, um ihre Arbeit zu finden.“

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Eins“ | Unterrichtsraum || Agent Avan Terix, Master Operative Barquin, Senior Operative Xalrich und fünf Kandidaten (darunter Ellyse Perry)]​


    [OP @ Jake und Jessh: Wenn ihr wollt könnt ihr gerne die Antagonisten in dieser Mission sein. :)]
     
  8. Ellyse Perry

    Ellyse Perry Senatsbesucher

    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - Ebene „Eins“ - Unterrichtsraum - Agent Avan Terix, Master Operative Barquin, Senior Operative Xalrich, Ellyse Perry, weitere Kandidaten]

    Liz lief ein kalter Schauer über den Rücken, als der Blick der Agentin ihre aufdringlich grünen Augen berührte. Terix war eine Agentin wie sie im Buche stand. Kühl und mit strenger Miene musterte sie die Anwärter. Als würde dieser letzte Test irrelevant sein. Als würde sie schon längst wissen, wer von ihnen das Zeug zu einem vollwertigen Mitarbeiter im Nachrichtendienst hätte. So standen sie nun vor der Agentin, Operative Barquin und dem Senior Operative Xalrich, der sie stark an einen mürrischen imperialen Offizier auf Denon erinnerte, und ließen ihre Ausbildung im Kopf Revue passieren. Sie trugen eng anliegende, schwarze Overalls mit den imperialen Insignien auf dem Kragen. Ellyse hatte ihre Haare ordentlich zu einem Dutt zusammengesteckt und die Hände hinter ihrem Rücken verschränkt. Trotzdem versuchte sie locker zu stehen und keinen ängstlichen Eindruck vor der Vorgesetzten zu machen.

    "Heute werden Sie sich im Gebäude Sieben, einem kleineren Verwaltungsgebäude mit fünf Etagen, innerhalb von nur zehn Minuten zurechtfinden und mehrere Wanzen anbringen müssen." Blitzschnell rief sich Ellyse den Aufbau von Gebäude Sieben in den Kopf. Die Position der Treppenhäuser. Die Ein- und Ausgänge. "Und sie hatten lediglich zehn Minuten Zeit. Das würde bedeuten, dass nach zehn Minuten..." „Exakt nach zehn Minuten schickt eine zweite Gruppe, die zum Üben der Sabotageabwehr anwesend ist, Drei-Mann-Teams ins Gebäude, um ihre Arbeit zu finden.“ Agentin Terix beendete Liz' Gedankengang. Die Zelosianerin runzelte die Stirn. Zehn Minuten waren zu wenig für das gesamte Gebäude. Außerdem würde sie es wahrscheinlich nicht wieder heraus schaffen, ehe die Abwehrteams von "Krill" das Gebäude betreten haben. Zudem musste sie sich die Frage stellen, was für Abhörgeräte am passendsten wären. Sie würde ja prinzipiell bei den Komleitungen anfangen, allerdings hatte sie keine Ahnung wo und ob es überhaupt einen Verteiler gibt. Da die Aufgabestellung auch kein Wiedereindringen in das Gebäude vorsah konnte man auch Aufnahmewanzen weglassen. Sie würde also eher mit klassischen Abhörgeräten, die eine direkte Audioübertragung lieferten, arbeiten. "Kein Problem..." dachte sich Ellyse.

    Etwa eine halbe Stunde später saßen sie im Aufzug. Junior Operativ Deltin, ein extrovertierter und gut gebauter Anwärter von Bastion übernahm die Aufgabenverteilung. Selbst wer Deltin nicht kannte, merkte schon nach kurzer Zeit was für eine "Imperiale Energie" , so nannten es jedenfalls die anderen Rekruten, er ausstrahlte. Nun gut er kam ja auch von Bastion.
    "Klerrk. Du übernimmst das Erdgeschoss. Sieh zu, dass du den Komverteiler findest. Der hat für dich oberste Priorität. Perry?" Ellyse legte den Kopf schief und nickte dem jungen Mann zu. "Du kümmerst dich um das Vierte Obergeschoss. Vor allem um das Büro des Geschäftsführers." Ellyse nickte ihm zu. Für das Bür des Chefs hatte sie sogar eine kleine Holocam für Fernübertragungen dabei. Sie war so groß wie ihr Fingernagel und flach wie ein Stück Flimsi. Es gab genügend Möglichkeiten sie irgendwo anzubringen.

    Als die Gruppe bei Gebäude Sieben ankam musste sich Ellyse kurz auf die Lippe beißen. Sie hatte völlig vergessen, dass Gebäude Sieben eine komplett verglaste Fassade ohne jegliche Vorsprünge oder ähnliches hatte. Ausgänge befanden sich nur im Erdgeschoss. Die Verglasung schien durchgehend zu sein. Es war selbst im ersten Stock eher unwahrscheinlich, dass man die Fenster öffnen kann. Ellyse musste sich für den Fall der Fälle einen eigenen Fluchtplan ausdenken. Deltin hatte dies garnicht erwähnt. Als würde nach zehn Minuten einfach ein Gong ertönen. Ellyse wusste, dass der Anwärter von Bastion sich nur um sein eigenes Wohl sorgte. Deshalb teilte er sich auch selber den ersten Stock zu. So würden ihm alle Möglichkeiten für eine schnelle Flucht aus dem Gebäude offen stehen.

    Die Gruppe verließ den Landspeeder und fand sich vor dem Gebäude wieder. Der Geheimdienst hatte hier zu Übungszwecken einen ganzen Straßenzug nachempfinden lassen. Ellyse überprüfte ihre Ausrüstung und begann sich aufzuwärmen. Die Zwanzigjährige zweifelte überhaupt nicht daran, dass sie diese Prüfung nicht bestehen würde. Sie hatte in der Zukunft noch so einiges vor und der Geheimdienst war eine gute Möglichkeit diese Dinge zu erreichen. Das blonde Mädchen schaute sich kurz nach ihren Kameraden um. Und was konnte schon so schwer daran sein, diese Waschlappen din die Tasche zu stecken.

    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - vor Gebäude Sieben - Agent Avan Terix, Master Operative Barquin, Senior Operative Xalrich, Ellyse Perry, weitere Kandidaten]
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. März 2013
  9. Jake Ferell

    Jake Ferell Orgalos

    [Borosk-System – Borosk – "Center" - Ebene Zwei - Warteraum - Jake Ferell, Jessh Mowas, Talak Bell (NPC), Nute Gunray (NPC), Jeff Vox (NPC)]



    Heute war der große Tag. Nach zweimonatiger Ausbildung und einer Menge Anstrengung durften die Schüler des Kurses IIA-M-152A252 endlich ihre Dienstmarken, Dienstwaffen, sowie die Abzeichen für von ihnen absolvierte Zusatzausbildungen entgegen nehmen. Allerdings hatte man den angehenden Junior Operatives des imperialen Geheimdienstes nicht mitgeteilt, wann sie von ihrem Vorgesetzten, Agent Kre'fey, empfangen werden würden. In der Nachricht hatte es nur geheißen, dass sich die gesamte Gruppe um 1800 Ortszeit im Warteraum von Kre'feys Büro einfinden solle.


    Da saßen sie nun. Alle den Blick auf die schwere, dunkelbraune Holztüre aus Kriinholz gerichtet. Als Jake zwischenzeitlich den Blick auf die Uhr am anderem Ende des Raumes richtete, welche 2100 zeigte, wurde ihm bewusst das er schon drei Stunden hier wartete.


    Mittlerweile fragten sie sich alle ob dies ein abschließender Test ihres Chefausbilders wäre, der ihre nochmals Geduld testen sollte. Doch wenige Augenblicke später öffnete sich die Holztüre zu Kre’feys Büro und der bothanische Ausbilder trat in den Warteraum, gefolgt von zwei Menschen, welche die Dienstmarke des imperialen Geheimdienstes zur Schau trugen.



    Mein sehr geehrte Dame. Meine sehr geehrten Herren, ich entschuldige mich dafür, dass unsere Besprechung etwas länger gedauert hat, als im Vorhinein angenommen. Dies ist Iving Contarus. Er ist der stellvertretende Leiter des Bureau of Recruitment & Training.“


    Er zeigte auf den rechts neben ihn stehenden Menschen.


    Weiterhin stelle ich Ihnen Agent Korwin Elatar vor, den stellvertretenden Leiter des ‚Centers’.“


    Agent Elatar nickte in die Runde.


    Nun möchten wir Sie nicht länger über die Prüfungsergebnisse und Ihre weitere Karriere im Unklaren lassen“, meinte Kre’fey weiter. „Allerdings möchte ich noch eine kurze Anmerkung zum Punktesystem machen. Alle Ergebnisse der Pflichtprüfungen werden zusammengerechnet und in einen Prozentschlüssel übertragen. Wer weniger als 85% der möglichen Punkte hat muss die Prüfungen die er nicht bestanden hatte, nochmals ablegen. Sollte ein Prüfling weniger als 65% der Punkte haben, muss er das zweimonatige Training wiederholen. Aber glücklicherweise ist weder die eine, noch die andere Regelung für irgendjemanden in dieser Gruppe relevant.“


    Jake und die Anderen atmeten hörbar auf, was ihnen ein Grinsen von Agent Elatar einbrachte.

    Nun aber endlich zu den Ergebnissen: Mr. Bell. Sie haben 95% der möglichen Punkte erreicht. Meinen Glückwunsch.“ Agent Kre’fey, Agent Elatar und Chief Iving schüttelten, dem erleichtert aussehenden Talak Bell die Hand. Der Bothan übergab Bell zudem dessen neue Dienstmarke und seine Dienstwaffe.


    Mr. Ferell. Sie haben, als einer von zwei in dieser Gruppe die volle Punktzahl erreicht. 100%. Glückwunsch.“ Jakes Kameraden klatschten als er auf seine Vorgesetzten zuging und deren Glückwünsche, sowie seine Dienstausrüstung entgegen nahm.


    Nach ihm wurde Nute Gunray, der ehemalige Sicherheitsoffizier der Handelsförderation, aufgerufen, welcher seine Prüfungen mit 94% der Punkte bestanden hatte.


    Als nächstes kam Jessh.


    Ms. Mowas. Sie haben wie ihr Kollege 100% der Punkte erreicht. Herzlichen Glückwunsch.“ Als Jessh alles entgegen genommen hatte und sich umdrehte und wieder einreihte, fiel Jake das breite Grinsen auf, welches er bisher noch nicht gesehen hatte, welches ihr, seiner Meinung nach, aber durchaus stand.


    Nachdem schlussendlich noch Jeff Vox für 90% der Punkte - was Jake auf dessen kleines Alkoholproblem zurückführte - mit seiner Ausrüstung und dem obligatorischen Händegeschüttel geehrt wurde, entließ der bothanische Agent die Gruppe und forderte sie auf ihre Aufnahme in den Geheimdienst nicht mit zuvielen berauschenden Getränken zu feiern. Anscheinend hatte er mehr Erfahrungen mit Frischlingen im IGD gemacht, als ihm lieb war. Zudem wies er sie an, sich am nächsten Tag um 1100 bei den, ab jetzt, zuständigen Vorgesetzten zu melden und neue Befehle entgegen zu nehmen.


    Doch zu allererst galt es den Erfolg in den Prüfungen gebührend zu feiern.


    Das müssen wir feiern“, meinte Jake während sie in den Turbolift einstiegen.


    Das denke ich auchVox drückte den Knopf für Ebene Eins, auf der sich neben den Traingsräumen und ihren Quartieren, auch die Cantina befand.


    Ich gebe aus“, sagte Jessh.


    Nein ich gebe aus.“ Jake schüttelte den Kopf Immerhin bin ich der Ranghöhere.“


    Sein ehemaliger Erster Offizier öffnete den Mund um zu widersprechen, klappte ihn dann aber wenige Augenblicke später wieder zu. Jessh wusste mittlerweile das es nichts nutze zu wiedersprechen.


    Als sie aus dem Lift ausgestiegen waren und sich Richtung Cantina begaben, piepte Jesshs Komlink. Sie blieb stehen und nahm das eingehende Gespräch an. Kurz darauf legte sie auf, schloss zur Gruppe auf, welche etwas weiter den Gang hinunter stehen geblieben war und wartete, und meinte mit entschuldigender Miene:



    Ich muss noch mal kurz hoch. Iving will mich sprechen.“


    Sie drehte sich um und eilte in Richtung des Turboliftes zurück.


    Dann müssen wir uns eben ohne sie betrinken.“ Talak Bell grinste.


    Sieht so aus“, meine Jake, ebenfalls grinsend.


    In der Cantina nahm die kleine Gruppe denselben Tisch, den sie die meisten Abende der letzten acht Wochen besetzt hatte, in Beschlag und Jake orderte beim Kellnerdroiden eine Runde corellianisches Ale.


    Auf uns!“, sagte Gunray und die drei anderen stimmten ein.


    Zwei Runden weiter erschien Jessh und setzte sich zur Gruppe, allerdings so weit von Vox weg wie es ihr möglich war. Sie wussten mittlerweile alle, dass Jeff, wenn er getrunken hatte, unausstehlich wurde.


    Drei weitere Runden später begab sich die fünfköpfige Gruppe in Richtung ihrer Quartiere um sich hinzulegen oder sich, im Falle Jeffs, welcher zwei Gläser corellianischen Whiskey zusätzlich intus hatte, herzhaft über der Toilettenschüssel zu übergeben.

    Der nächste Tag kam schnell. Um kurz vor 1100 fanden sich Jake, Jessh und Jeff Vox, welche alle drei in das Bureau of Execution versetzt wurden, vor dem Büro des zuständigen Vorgesetzten ein.

    Egal welchen Auftrag sie bekamen, es würde ganz sicher spannend werden, dachte Jake.




    [Hyperraum nach Bastion - Jake Jake Ferell, Jessh Mowas, Talak Bell (NPC), Nute Gunray (NPC), Jeff Vox (NPC)]
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. März 2013
  10. Ellyse Perry

    Ellyse Perry Senatsbesucher

    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - vor Gebäude Sieben - Agent Avan Terix, Master Operative Barquin, Senior Operative Xalrich, Ellyse Perry, weitere Kandidaten]

    Liz überprüfte gerade ihre Ausrüstung als ein junger Mann mit dunkelbraunem Haar an sie herantrat. Sie kannte den Typen als Charkov. Lugo Charkov von Coruscant. Wie sie war er ein Mitglied der Trainingsgruppe "Herf". Ellyse hatte den breiten Coruscanti als berechnenden und kalten Typ in Erinnerung. Und auch wenn er nicht so aussah, er entstammte der Oberschicht von Coruscant und war überaus intelligent. "Hey, Perry. Ich habe dafür gesorgt, dass ich auch im Vierten Stockwerk arbeite. Wär besser wenn zumindest wir beide zusammenarbeiten. Das könnte am Ende nämlich in einem "Jeder gegen Jeden" rauslaufen." Ellyse sicherte ihre Ausrüstung und fuhr mit den Dehnübungen fort. "Das war mir auch klar Mr. "Offensichtlich"." dachte sie sich und warf einen etwas abfälligen Blick auf ihren Kameraden. Aber andererseits hatte er Recht. Es war nicht schlecht im Notfall einen Backup zu haben.

    "Na gut. Ich halt die Augen offen." Ellyse ging in die Hocke und streckte ihr Bein durch. Mit der rechten Hand kam das bewegliche Mädchen von Chandrilla locker bis zur Sohle. Charkov nickte ihr nachdenklich zu, als Barquin die Gruppe zu sich rief.

    "Herf, ihr habt Agent Terix gehört. Wir werden die ganze Aktion an den Schirmen verfolgen. Ich werde euch keine Tipps mehr geben. Ruft euch das Gelernte ins Gedächtnis und setzt es sauber um. Viel Erfolg." Der Nichtmensch machte eine drehende Handbewegung und die Zehn Junior Operatives gingen in Position. Zusammen mit Charkov und zwei anderen Anwärtern ging sie an einem der Seiteneingänge in Position. Der Coruscanti warf Ellyse einen mahnenden Blick zu. Dann ertönte ein tiefer Sirenenton und Ellyse startete ihren inneren Countdown. Zehn Minuten hatte sie Zeit bis die Abwehrteams in das Gebäude eindrangen. Allein für die Treppen würde sie einige Minuten brauchen. Sie biss sich nachdenklich auf die Lippe während sie quasi durch das Foyer flog. Neben ihr sah sie die restlichen Anwärter umherwuseln. Ein paar gingen direkt auf den Turbolift zu, Andere zum Treppenhaus. Sie hatte kein Interesse daran von Anderen behindert zu werden, deswegen wählte sie das Treppenhaus. Murrend folgte der Coruscanti ihr.

    Sie begann zu schwer zu schnaufen, als sie die ersten paar Stockwerke erklommen hatte. Charkov hatte sie bereits abgehängt. Er hinkte ein Geschoss hinterher weswegen Ellyse die Tür zum Vierten Stock als Erste erreichte. Sie öffnete die Tür, betrat den hellen Gang und blickte sich neugierig um. Als Charkov auch endlich im Vierten Stock ankam hatte sich Liz bereits einigermaßen orientiert. Sie hatten noch kurz Augenkontakt, bevor sie ihn ohne ein Wort nach Rechts den Gang herunterschickte. Am Ende des Flurs sollten die Umkleideräume der Abteilung zu finden sein. Der braunhaarige Anwärter sollte sich die vornehmen. Ellyse joggte in die andere Richtung, ging ein halbes Stockwerk die Treppen hoch und fand sich im Vorraum des Chefbüros wieder. Ellyse blickte sich kurz um und wandte sich dem Schreibtisch zu, der vermutlich der Sekretärin gehörte. Sie griff in eine Tasche an ihrem schwarzen Gürtel und holte einen kleinen Papierstreifen heraus, der aussah wie ein Bactapflaster. Sie zog die erste Schicht ab, stopfte sich den Müll in die Overalltasche und zog ein kleines, schwarzes Plättchen heraus. Gerade war sie heilfroh darüber, dass sie, im Gegensatz zu den meisten anderen Anwärtern, keine Handschuhe angezogen hatte. Ihre Hände hatte sie vorher mit einer Art Schnellwachs eingeschmiert um keine eindeutigen Fingerabdrücke zu hinterlassen. Handschuhe hätten sie bei der Feinarbeit nur behindert.
    Sie schnappte sich die Komeinheit auf dem Schreibtisch und schob das Plättchen in einen Spalt an der Unterseite des Gehäuses. Dann eilte sie durch die nächste Tür. Schlitternd kam sie zum stehen.


    "Bingo..." Nun stand sie in dem geräumigen Büro des Geschäftsführers. Der Raum war ziemlich üppig ausgeschmückt. Eine Holzvertäfelung an der Wand und eine paar mannshohe Bilder an der Wand zeugten von der Exquisität des Raums. Sie hatte noch Zwei Minuten bis die Sicherungstrupps den Komplex betreten würden. Sie holte ein weiteres Abhörplättchen aus ihrem Repertoire und stellte es mit ein paar Drückern auf der glatten Oberfläche ein. Dann klemmte sie die unscheinbare Wanze zwischen eine der Holzverzierungen des riesigen Schreibtischs. "Als würde der Chef seinen Lieblingstisch zerlegen um eine Wanze zu finden." Ellyse grinste triumphierend. Anschließend packte sie die kleine Holocam aus. Sie würde die Audioübertragungen der Wanze mit Bildern aus dem Büro ergänzen. Nur wohin mit dem daumengroßen Gerät. Ellyse schaute sich um und drehte um ihre eigene Achse. "An die Zimmerpflanze? Zu kurzweilig. Lüftungsschacht? Hm, da könnte sie die Cam ja gleich nach den Suchtrupps werfen."

    "Nur nicht panisch werden Lizzy." murmelte sie vor sich hin, bevor ihr Blick auf einer der großen Lautsprecher hängen blieb. Die Spionageabwehr würde das Gebäude jeden Moment betreten. "Normalerweise kann man bei den Dingern doch..." Ellyse schaffte es die Runde, engmaschige Abdeckung des Lautsprechers abzunehmen. Sie drückte die kleine Holocam in die Box hinein und drückte die Abdeckung wieder drauf. Zwar würde das Bild nicht sonderlich gut werden, aber das konnte man in der Nachbearbeitung leicht wieder hinbiegen. Sie checkte noch einmal kurz den Raum nach irgendwelchen Hinweisen ihrer Anwesenheit ab und verließ daraufhin das Büro. Einer der Suchtrupps müsste jeden Moment den Flur betreten. Und so kam es auch. Liz hörte die Tür im Flur aufspringen und Stimmen durch das Stockwerk hallen. Das Büro des Chefs lag über den Bürozellen der Mitarbeiter. Ein Steg reichte um das Zimmer. Ellyse nahm nicht die Treppe sondern ließ sich am Geländer des Stegs in eine der Bürozellen hinunter. Im selben Moment hörte sie ein paar Personen das Großraumbüro betreten. Ein schneller Blick um die Ecke zeigte ihr ihre Widersacher. Zwei Männer mit einer Menge Ausrüstung am Körper und Sokhli Lähmstöcken in der Hand. Ellyse ging geduckt an den Bürozellen entlang und brachte sich aus dem Sichtfeld der beiden GDler.

    Plötzlich ging das Licht aus. Der Raum wurde nurnoch von schwachem Sonnenlicht beleuchtet. Mürrisch sahen die beiden Männer nach oben zu den Lampen. Ellyse grinste. "Da hat es wohl einer geschafft die Stromversorgung zu kappen."


    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - in Gebäude Sieben - Vierter Stock - Großraumbüro, Zwei Männer von der Spionageabwehr]
     
  11. Ellyse Perry

    Ellyse Perry Senatsbesucher

    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - in Gebäude Sieben - Vierter Stock - Großraumbüro, Zwei Männer von der Spionageabwehr]

    Liz versuchte so lautlos zu atmen wie es ihr möglich war. Doch das dauernde, kurzweilige Luftanhalten ließ das ganze mehr wie ein verzweifeltes Schnappen nach Sauerstoff klingen. Sie musste sich zusammenreißen um einen klaren Gedanken zu fassen. Taschenlampen durchschnitten die Dunkelheit des hinteren Raums. Jedes Stockwerk verfügte über mehrere normale Treppenhäuser, sowie eine Notfalltreppe. Außerdem waren da noch die beiden Turboliftschächte. Sie würde also nicht von dem einzigen Aufgang abhängig sein. Ellyse entdeckte am anderen Ende des Raums einen Durchgang. Wenn sie es geschickt anstellte, konnte sie dorthin gelangen ohne bemerkt zu werden. Leise und im Schutz der einzelnen Bürozellen schlich das Mädchen von Chandrilla zu dem relativ breiten Durchgang. Zu ihrem Glück wählten die beiden Männer der Spionageabwehr genau die entgegengesetzte Richtung. Ihre Lampen erschienen Ellyse nornoch wie ein entfernter Schimmer.

    "Was haben wir denn hier..." flüsterte sie erstaunt vor sich hin, als sie den nächsten Raum betrat. Der gewaltige Saal erstreckte sich über zwei weitere Stockwerke nach unten. Eine Menge Pflanzen und Bäume schmückten die Terassen und Plattformen. Das ganze hatte etwas von der Firmenphilosophie eines jungen, modernen Großunternehmens. Ellyse beugte sich vorsichtig über das Geländer nach unten um einen Blick zu erhaschen. Sonnenlicht fiel durch einige riesige Fenster in das Gebäude. Jedoch sorgten die Architektur und der Bewuchs für ein wenig angenehme Dunkelheit. Weiter unten konnte Ellyse die Kegel einiger weiterer Taschenlampen sehen. Dort stand eine weitere Gruppe GD'ler auf einer der Plattformen und bewachte doch tatsächlich eine Frau auf einer der Bänke. Ellyse kannte sie. Sie war auch in Gruppe "Herf" gewesen. Die mussten sie wohl entdeckt haben. Ellyse beschloss nichts zu unternehmen. Die Aufmerksamkeit, die die enttarnte Anwärterin auf sich zog kam der Zelosianerin gerade recht. Nah an der Wand, um nicht entdeckt zu werden, bewegte sie sich nach vorne. An der nächsten Abbiegung fand Liz den Eingang zu einem der Treppenhäuser. Vorsichtig öffnete sie die schwere Tür und stellte missmutig fest, dass das Treppenhaus dahinter stockdüster war. "Der Strom ist aus... wieso überrascht mich das?" dachte sie sich genervt, als sie den Raum betrat. Es schien niemand sonst in diesem Treppenhaus zu sein. Also tastete sich Ellyse nach vorne zum Geländer und begann vorsichtig die Stufen nach unten zu gehen.

    Fast war sie schon im zweiten Stock angekommen, als sie weiter oben ein dumpfes Knallen vernahm. Es klang als hätte jemand unachtsam eine der schweren Türen zugeschlagen. Dann hörte sie ein lauter werdendes Schnaufen. Ein Hetzen. "Jemand kam die Treppen runter!" Schoss es ihr durch den Kopf. Sie konnte fast nichts sehen und trotzdem riss sie panisch die Augen auf. Zügig entfernte sie sich vom Geländer und presste sich gegenüber davon an die Wand. Ihr Herz begann zu rasen. Die Person kam immer näher. Und dann war sie vorüber. Sie konnte den Schweiß der Person riechen, so nah war diese an ihr vorbeigekommen. Auf einmal wurde im ersten Stock die primitive Stahltür aufgerissen. Sie hörte ein gedämpftes "Hier!", dass sich so anhörte als käme es aus einem Helm. Dann ein Stiefeltrampeln. Das Geräusch von Fußtritten auf einem Körperpanzer. Ellyse beugte sich über das Geländer. Licht fiel von außen durch die offene Tür herein und eine Taschenlampe erhellte das Treppenhaus. Erstaunt hob Liz eine Braue an. Es war Charkov, der gerade an ihr vorbeigehetzt war. Und es war Charkov, der gerade im Clinch mit einem der GD'ler war. Ellyse grinste. Das war ihre Chance. Statt ihrem Kameraden zu helfen verließ sie das Treppenhaus zügig im zweiten Stock. Sie befand sich nun auf dem untersten Level des riesigen Saals. Hier und da sprieß Gras ordentlich gemäht aus dem Boden. Große Baumstämme ragten zwischen den Stockwerken nach oben. Ellyse joggte geduckt an der Wand entlang zum anderen Ende des Raums. Die Wachen im ersten Stock würden durch Charkov einen Moment abgelenkt sein. Sie würde durch das Treppenhaus auf der anderen Seite unbehelligt ins Erdgeschoss gelangen. Am nächsten Treppenhaus angekommen betätigte sie den Türöffner und die Metallwand schob sich leise zischend zur Seite. Im Gegensatz zu dem anderen Treppenhaus leuchtete hier eine spährliche, rote Notfallbeleuchtung auf. Und tatsächlich. Sie konnte ohne Probleme bis ins Erdgeschoss durchgehen.
    "Dann wollen wir mal." Sprach sie sich Mut zu und öffnete die Tür. Zischend ging sie auf und Ellyse stand in einem weißen Gang. Links und Rechts war niemand zu sehen.

    Sie entschied sich für den rechten Weg und schritt diesen selbstbewusst entlang. Sie strich sich eine blonde Strähne aus dem Haar und lächelte. Bald schon würde sie eine echte Agentin des IGD sein. Eigentlich schade, dass sie es ihren Eltern nie erzählen dürfte.


    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - in Gebäude Sieben - Erdgeschoss - Gang]
     
  12. Aidens NPC

    Aidens NPC Aidens ergebener Diener

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Sieben“ | Büro des Koordinators für die „Vollstreckung“ || Senior Agent Beshenal]


    Kleine Luftblasen stiegen in dem schillernden Aquarium auf als ein schmaler Raubfisch blitzschnell nach seinem Opfer biss. Etliche Wasserpflanzen, darunter auch farbenfrohe Anemonen, schwankten in dem abgeschlossenen Glasquader hin und her durch die plötzliche Bewegung. Der unerbittliche Kreislauf des Lebens – fressen und gefressen werden – existierte selbst in diesem künstlichen Raum und lehrte seinen aufmerksamen Zuschauer, dass gewisse Regeln überall herrschten. Nickend kehrte Senior Agent Beshenal, der Zabraki-Koordinator für das „Bureau für Vollstreckung“, zu den vielen Dokumenten auf seinem Tisch zurück. Da sich die politische Lage der Galaxie mit dem Verlust des corellianischen Sektors geändert hatte, musste der Geheimdienst auf den Wandel reagieren. Schnell.

    Ein leises Surren holte den schmächtigen Zabrak aus seinen Gedanken. Sein Termin für elf Uhr war endlich da. Per Knopfdruck ließ er die Tür öffnen und höchstens einen Herzschlag später traten vier Gestalten in das unterirdische Büro. Junior Agent Lessiter, ein Ausbildungsgruppenleiter, führte die kleine Gruppe mit grimmiger Miene an. Nur selten, ganz selten hatte Beshenal mit diesem Mann zu tun. Meistens versetzte man bloß ausgebildete Mitarbeiter, die schon den Rang „Agent“ inne hatten und damit ihre Loyalität gegenüber der Behörde mehr als einmal bewiesen hatten, in diese Sektion. Jedoch forderte die gegenwärtige Situation ungewöhnliche Maßnahmen – und wer, wenn nicht der Imperiale Geheimdienst war in solchen Dingen flexibel genug? Elegant erhob sich der recht blasse Nichtmensch mit den Zacken auf seinem Kopf.


    „Ich grüße Sie, Agent Lessiter, sagte der Zabrak mit näselnder Stimme und reichte dem Kollegen gelassen die Hand zur Begrüßung. „Und im Schlepptau haben Sie – wie bereits angekündigt – Ihre aussichtsreichsten Kandidaten: Ferell, Mowas und Vox. Sehr schön.“

    Bedächtig musterte Beshenal die jüngsten Mitglieder ihrer Behörde. Ferell, laut Personalakte einst ein Corellianer im Dienste der Imperialen Flotte, zeigte sich als Mensch, der augenscheinlich keine besonderen Merkmale entsprach und somit äußerlich dem Durchschnitt entsprach. Höchstens seine herausragenden Leistungen – sowie eine frühzeitige Eignung für die „Vollstreckung“ – bewiesen, dass mehr in diesem Mann steckten. Seine ehemalige Untergebene, Mowas, eine Flottenoffizierin von Kalarba, stand dem Ex-Commander in nichts nach. Die sportlich, schlanke Brünette hatte in all den Tests ebenfalls einhundert Prozent erreicht, zeigte sich aber vor allem für den Bereich „Verhör“ des „Bureau für Analyse“ sehr zu getan. Dennoch hatte sich die Behörde für einen vorläufigen Einsatz im Bereich „Vollstreckung“ entschieden, da Ferells Teamleistungen mit ihr meistens ziemlich hoch waren. Lessiter ging, laut Aktenlage, von der gemeinsamen Dienstzeit vor der geheimdienstlichen Grundausbildung aus. Vox, ein ehemaliger Unteroffizier der Imperialen Armee, hatte ebenfalls ein sehr gutes Resultat, lag aber ein bisschen unter den Ergebnissen seiner beiden Kameraden. Darum galt das Hauptinteresse des Zabrak Ferell und Mowas.

    „Erst einmal möchte ich Sie zu Ihren wunderbaren Leistungen beglückwünschen“, setzte der Senior Agent nach seiner Musterung im ruhigen Ton an. „Anscheinend hatten die Rekrutierer bei Ihnen ein glückliches Händchen und hoffen wir, dass Sie den hohen Erwartungen, die man nun an Sie stellen wird, gerecht werden.“ Drei dünne Dossiers holte der Nichtmensch beiläufig aus einer Schublade hervor. „Ihre Dienstmarke und Dienstwaffe haben Sie schon erhalten. Hiermit möchte ich Ihnen die letzten Dinge überreichen.Er schob die Umschläge in Richtung der Operatives. „Darin enthalten sind zwei vollständige Tarnidentitäten, ein Codezylinder zur Begehung der Ebenen Sechs bis Zehn und zusätzliche Annehmlichkeiten für Ihre erste Mission...“ Flüchtig zeichnete sich ein Lächeln auf dem mageren Gesicht ab. „Im Namen der gesamten Behörde darf ich Sie herzlich in unseren Reihen willkommen heißen. Vom heutigen Tage an sind Sie 'Operatives'.“

    Beim Nachrichtendienst durfte man keine zeremonielle Beförderung erwarten. Es gab nicht einmal irgendwelche Auszeichnungen, sah man vom Respekt der Kollegen ab. Jeder Mitarbeiter, der sich außerhalb einer Tarnidentität der Öffentlichkeit zeigte, war ein wachsender Risikofaktor für die Behörde. Man brauchte nichts außer gesichtslose Schemen, die beobachteten, analysierten und am Ende liquidierten. Der pragmatische Gedanke musste jedem bewusst sein, der für den Geheimdienst tätig war. Per Knopfdruck aktivierte Beshenal plötzlich einen Holoprojektor. Surrend erwachte das Gerät zum Leben und nach wenigen Sekunden zeigte es ein Planetensystem. Im unteren Rand stand in ganz kleinen, fein säuberlichen Buchstaben „Rendili“. Selbstverständlich bemerkte der schlanke Zabrak wie sich die Blicke der Operatives sofort fachmännisch auf die Projektion richteten.

    „Um Zeit zu sparen, führe ich Sie in Ihre erste Mission ein“, fuhr der Nichtmensch fort. „Sie kennen die desaströse Lage, die das Imperium entlang des Corellian Run im Moment hat? Da das Imperium bei Corellia eine Niederlage erlitten hat, konnten sich imperiumsfeindliche Gruppierungen ohne den gewohnten Widerstand des Militärs oder anderer Sicherheitskräfte in diesem Gebiet breit machen. Manche Indizien sprechen sogar für eine Zusammenarbeit zwischen Kriminellen und der Rebellion, um den Sektor weiter zu schwächen.“ Noch ein Knopfdruck und die Projektion änderte sich erneut. Dieses Mal zeigte es das gespenstartige Gesicht eines Givin. „Agent Helrot wird Ihr Vorgesetzter auf Rendili sein. Der Kollege gehört zum Bereich 'Analyse' und wird für Ihre Koordination mit der örtlichen Zellenführung sorgen. Zudem sind Sie ihm – und nur ihm – berichtspflichtig.“ Nach dieser Information schaltete Beshenal den Projektor wieder aus. „Aufgrund Ihrer Leistungen und der Lage in der Galaxie hat sich das Direktorium dafür entschieden, dass Sie neben Ihrer üblichen Tätigkeit für die 'Überwachung' auch das Aufgabenfeld der 'Vollstreckung' übernehmen. Wir möchten dieses Einsatzteam möglichst klein halten und Ihnen dabei ein geeignetes Sprungbrett in unserer Behörde ermöglichen. Da sie mit einem Spezialkommando der Armee zusammenarbeiten werden, erhalten Sie gesonderte Ausrüstung vor Ort. Viel Erfolg.“

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Sieben“ | Büro des Koordinators für die „Vollstreckung“ || Senior Agent Beshenal, Junior Agent Lessiter, Operative Ferell, Operative Mowas und Operative Vox]
     
  13. Ellyse Perry

    Ellyse Perry Senatsbesucher

    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - vor Gebäude Sieben]

    Ellyse musste nur noch einmal zwei GD Agenten aus dem Weg gehen, bevor sie das Gebäude durch einen Seiteneingang verlassen konnte. "Das war doch eigentlich kein Problem." Die zierliche Blondine umrundete das Gebäude und kam, mit den Händen in den Hosentaschen, bei der Gruppe Aufseher an. Außer ihr selber konnte sie dort lediglich einen anderen Junior Operative entdecken. Deltin dieser Kotzbrocken war noch vor ihr heil aus dem Komplex gekommen. Kein Wunder, da er ja die Positionen für die Gruppe "Herf" verteilt hatte. Ellyse grinste den Kerl von Bastion lieblich an. Sie hoffte nach der Ausbildung nicht mehr mit dem zutun haben zu müssen.
    Doch ihre Aufmerksamkeit wurde schnell umgelenkt, als Senior Operative Xalrich ihr auf die Schulter klopfte. Der ehemalige Soldat war bestimmt zwei Köpfe größer als das junge Mädchen, sodass Liz hoch zu dem kantigen Gesicht ihres Ausbilders aufblicken musste.


    "Gut gemacht Mädchen." Lobte er sie und nickte dabei anerkennend mit dem Kopf. Ellyse lächelte, nahm spaßeshalber eine leichte Deckungsstellung ein und verpasste dem Ausbilder zwei Leichte auf seine rechte Schulter. Als Operative Barquin und Agent Terix aus ihrem Beobachtungsgleiter stiegen nahm sie jedoch schnell wieder Haltung an. Liz war sich nicht sicher es richtig interpretiert zu haben, aber es hatte den Anschein als würde sich auf Terix' Lippen ein ganz leichtes Lächeln bilden. Die junge Zelosianerin verkniff es sich genervt mit den Augen zu rollen. Da liebte es wohl jemand Untergebene für sich springen zu lassen.
    Jeder hier kannte Agent Terix und Liz hatte keine Lust wegen Undiszipliniertheit hier irgendwas aufs Spiel zu setzen. Also wagte sie es garnicht sich umzusehen, ob und wieviele andere Anwärter außer ihr und Deltin es herausgeschafft haben. Agentin Terix wechselte einen Blick mit Master Operative Barquin und räusperte sich. "Ich hab eh bestanden..." sprach sie sich innerlich zu.


    [Borosk-System - Borosk - „Center“ - vor Gebäude Sieben]Agent Terix, Master Operative Barquin, Senior Operative Xalrich, Junior Operative Deltin etc.
     
  14. Aidens NPC

    Aidens NPC Aidens ergebener Diener

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Übungsgelände | Beobachtungsgleiter || Agent Terix und Master Operative Barquin]


    Die Mehrzahl an Rekruten der Gruppe „Herf“ entsprach in ihrem letzten Test der Grundausbildung den Erwartungen der erfahrenen Leiterin. Mit strenger Miene beobachtete Agent Terix nicht nur das über winzige Bildschirme gezeigte Vorgehen der eigenen Leute, sondern genauso die Aktionen der Junior Operatives, die in diesem Szenario den Gegner, sprich die Spionageabwehr, mimten. In dem umgerüsteten Gleiter, der als Beobachtungszentrale für die Ausbilder diente, saß stets an ihrer Seite der gelbgrüne Bith Barquin. Da sein Schwerpunkt die Observation war, hatte er bei diesem Test die größte Kompetenz und war somit die „rechte Hand“ der Leiterin. Akribisch machte sich der magere Nichtmensch knappe Notizen, wenn ihm bei einem Rekruten eine Kleinigkeit auffiel.

    „Koordiniertes Vorgehen der Abwehr“, bemerkte die Kuati anerkennend.Lessiter hat seine Jungs gut unter Kontrolle.“

    Unmerklich nickte der Master Operative. Mit säuselnder Stimme entgegnete er: „Man scheint diese Klasse besonders auf die Spionageabwehr zu trimmen. Das gezielte Agieren deutet darauf hin, dass sie in den letzten Tagen mehrere Sonderlektionen erhalten haben. Darum haben sie manche unserer Rekruten auch so schnell erwischt.“

    Terix gestattete sich ein eiskaltes Lächeln. Ihr Kollege, Junior Agent Lessiter, Ausbildungsleiter der Gruppe „Krill“, hatte sie aufs Glatteis führen wollen. Ganz demütig hatte er seine Junior Operatives für ihren letzten Test zur Verfügung gestellt und sie damit insgeheim doch betrogen. Im Hinterkopf zollte sie ihm deshalb ihre Hochachtung. 'Selbst im Geheimdienst gibt es kein kollegiales Verhalten unter den Agenten', dachte sie sich. 'Jeder möchte am Ende die bessere Bilanz vor dem Vorgesetzten vorweisen.' Eigentlich hatte sie kein Problem mit diesem Schachzug. Denn so sortierte man schnell und einfach die Rekruten aus, die keine überragende Sorgfalt an den Tag legten und schlussendlich doch im Netz der Spionageabwehr landeten. 'Die Rebellion wäre auch nicht zimperlich', schoss es ihr rechtfertigend durch den Kopf. Erneut fiel ihr Blick auf den Monitor.

    Es war Barquin, der scheinbar ihre Gedanken las, als er sagte:
    „Rekrutin Vier stellt sich bisher ganz gut an. Ihr Vorgehen ist in den richtigen Situationen unkonventionell genug, um die Gegner, die ihr auf den Fersen sind, zu irritieren.“ Mit seinen langen Fingern tippte er routiniert auf den Bildschirm des Datapads. „Bisher hat man auch nur eine Wanze gefunden...“

    „Eine gute Quote“
    , stimmte die Kuati in der ungenannten Einschätzung über Ellyse Perry trocken zu. „Rekrut Sechs (Deltin) scheint aber einen Tick zügiger zu sein.“

    Ein weiteres Mal stimmte ihr der Bith mit einem schweigenden Nicken zu. Mit den vielen Gruppen, die man inzwischen durch die Grundausbildung gebracht hatte, hatte sich sowohl bei der grimmigen Leiterin als auch bei ihren Untergebenen ein kritischer Blick für solche Tests entwickelt. Innerhalb der ersten Wochen konnten sie problemlos die Kandidaten, die erfolgversprechend waren, von den Nieten unterscheiden. Dementsprechend wunderte Terix nicht, dass im ersten Durchgang höchstens zwei Rekruten die Spionageabwehr austricksten. Eigentlich hatte sie sogar mit nur einer Person pro jeweiligen Versuch gerechnet. Senior Operative Xalrich, der als Nahkampfausbilder für „Herf“ tätig war, begrüßte den ersten Prüfling (Deltin), der das Bürogebäude ohne erwischt zu werden verlassen hatte. Behutsam legte der Bith sein Datapad zur Seite und kramte die Sachen hervor, die nach dem Bestehen der Abschlussprüfung ein frischgebackener Mitarbeiter des Imperialen Geheimdienstes erhalten sollte: Dienstmarke, Dienstwaffe, Tarnidentitäten und Codezylinder.

    „Meinen Glückwunsch zum Bestehen der Prüfung, Mr Deltin und Ms Perry, sagte Agent Terix mit lobender Stimme, nachdem sie und der Bith den Gleiter verlassen hatten. „Sie haben sich in diesem Test hervorragend geschlagen, weshalb wir Sie nun ganz offiziell in den Reihen dieser ehrwürdigen Behörde begrüßen möchten.“ Gemäß dem üblichen Prozedere schüttelte sie beiden Operatives kurz die Hände. „Sie haben mit fünfundachtzig (Deltin) und neunzig Prozent (Perry) abgeschlossen, was als 'beförderungsfähig' gilt. Hiermit dürfen Sie sich nun 'Operative' nennen.“ Wie auf ein Stichwort überreichte Barquin auf einmal die Umschläge mit den Grundutensilien. „Die Dienstmarke wird Sie beim Anflug auf unsere Standorte bevorzugt behandeln, nachdem zusätzliche Prüfungen (Scan der Retina, DNS-Analyse oder Fingerabdruck) durchgeführt wurden. Mit dem Codezylinder können Sie nun ein Quartier in den Ebenen Sechs bis Zehn beziehen und haben außerdem erleichterten Zugang zu den Bereichen der drei großen Bureaus.“ Sie machte eine kurze Pause. „Nach Beendigung der Grundausbildung teilt man Sie offiziell dem 'Bureau für Observierung' zu. In den nächsten Tagen erhalten Sie dementsprechend Ihren ersten Auftrag. … Haben Sie sonst noch Fragen?“

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Übungsgelände | vor dem Beobachtungsgleiter || Agent Terix, Master Operative Barquin, Senior Operative Xalrich und die beiden frischgebackenen Operatives Deltin und Perry]
     
  15. Jake Ferell

    Jake Ferell Orgalos

    [Borosk-System – Borosk – "Center" - Büro von Agent Lessiter - Jake Ferell und Jessh Mowas]



    Rendili. Die Wahl des Zielplaneten war für Jake keine große Überraschung. Nachdem die Republik sich, ohne haltbare Ansprüche, Corellias bemächtigt und dessen Bevölkerung geknechtet hatte, war das Nachbarsystem in großer Gefahr, selbst ein Angriffsziel der NR zu werden. Anscheinend hatten bestimmte Elemente bereits begonnen, die imperiale Autorität im Sektor zu untergraben. Dies musste mit allen Mitteln verhindert werden.

    Nachdem die beiden frisch ernannten Operatives, das Büro ihres Vorgesetzten Lessiter verlassen hatten teilten sie die Aufgaben auf, die vor der Abreise von Borosk erledigt werden mussten und trennten sie sich um diese zu erledigen.

    Zu Jakes Aufgaben gehörte unter Anderem das Beschaffen der nötigen Ausrüstung. Deshalb begab er sich mit dem, von Lessiter unterzeichneten, Anforderungsantrag in die Zentrale Waffenkammer des Centers, welche sich auf Ebene Sieben befand. Dort angekommen wandte er sich an einen der anwesenden Waffenmeister, dessen Namensschild ihn als Agent Narbo Nensis identifizierte.



    Sie brauchen also ein M82 Scharfschützengewehr von Galactic Armouries? Mal sehen was wir da haben.“, sagte der Angestellte mit Blick auf das Anforderungsformular.


    Nach wenigen Minuten in den - anscheinend - unendlichen Weiten des Magazins kehrte der Agent mit dem angeforderten Scharfschützengewehres, welches, ganz nach Jakes Wünschen einen Hebel besaß, an dem man zwischen Projektilmodus und Energiemodus umschalten konnte.


    Und weiter auf der Liste. Ah zwei GA-1280. Gehts auf ne militärische Mission


    Ja“, bestätigte Jake, denn das ließ sich nicht leugnen. Die Waffen die er mit Lessiters Erlaubnis anforderte waren ja doch hauptsächlich für den militärischen Einsatz bestimmt.


    Zwei Minuten später hatte ihm der Waffenmeister auch die beiden anderen Gewehre gefunden. Diese und das M82 würden später, mit dem Rest der Ausrüstung an Bord des Shuttles gebracht werden, mit dem sich Jessh und Jake nach Rendili begeben sollten.

    Nachdem er in einem weiteren Magazin, dessen Türschild es als Magazin für Missionsausrüstung auswies, alles weitere an Ausrüstung, wie Komlinks und Medikits angefordert hatte, begab er sich in Richtung seines Quartiers. Dort angekommen machte er sich daran seine Sachen zusammen zu packen und sie in Richtung der Hangarbucht 1-XA-0152, in welcher sich der Shuttle befand, zu bringen.

    Schlussendlich, als er alle seine Aufgaben zu seiner eignen Zufriedenheit fertig gestellt hatte, machte er sich auf den Weg in die Cantina, in der er die beiden Operatives sich nach Vollendung der Aufgaben treffen wollten. Als er den Raum betrat sah er sich um und suchte den Raum nach seiner Kollegin ab, als eine Stimme aus der rechten hintern Ecke nach ihm rief.



    Jake. Hier sind wir.


    Als er sich in die Richtung des Sprechers umwandte sah er wie seine ehemaligen Kurskameraden um ihren „Stammtisch“ saßen und eine heitere Runde bildeten.

    Einige alkoholfreie Lomin Ales später - die alkoholfreie Version des Bieres war abscheulich, aber Geheimdienstmitarbeiter mussten ihre Operationen nüchtern angehen - standen Jessh und Jake auf und verabschiedeten sich von ihren Kameraden, die sich, aufgrund verschiedenster Befehle in alle Richtungen der Galaxis verstreuten. Talak Bell wurde in die Dienststelle auf Coruscant versetzt. Jeff Vox wurde zu den Chiss nach Chiss’Aria’Prime geschickt und Nute Gunray wurde der Dienststelle auf Tholation zugewiesen.

    Als sie die Hangarbucht erreichten in der ihr Shuttle abgestellt war, luden Logistikmitarbeiter gerade die letzten Teile der Ausrüstung in das kleine Frachtabteil des Schiffes. Nachdem die Hangararbeiter den Shuttle verlassen hatten, machte sich Jake daran zu kontrollieren, ob alle angeforderten Gegenstände korrekt geliefert worden war.

    Als sicher war, dass alles Nötige an Bord war, steuerte die imperiale Agentin Jessh Mowas das Shuttle durch das etwas schmale Hangartor hinaus. Wenige Minuten später erreichten sie den Orbit.



    Auf geht’s“, murmelte Jessh grimmig.


    Jake Ferell, Operative des imperialen Geheimdienstes, grinste. „Ja, wir werden ganz viel Spaß mit der Republik haben. Besser gesagt sie mit uns.

    Während er dies sagte verzogen sich die Sterne zu langen, hellen Streifen und das Schiff trat in den Hyperraum ein.



    [Das Weltall - Hyperraum von Borosk nach Rendili - Jake Ferell und Jessh Mowas]
    Hinweis: Weiter gehts auf Rendili
     
  16. Borosk-System |Borosk |Zentrum, Aufenthaltsräume |Nadrid alleine.

    Das Piepsen seines Holdetector weckte ihn und jagte ihn aus dem Bett. Schnell wischte er sich über die Augen und griff dann zum Detector. Ja?, fragte er mit einer verschlafener Stimme.
    Ihr Vorgesetzter will sie sehen!, sagte eine Frauenstimme, die sehr jung klang. Er stöhnte, stand auf, zog sich an und verlies den Raum. Über lange Gänge ging er zu einem Büro. Er war mittlerweile schon so lange hier, dass er genau wusste, wo hier was im Komplex lag.
    Vor der Tür blieb er stehen, richtete den Kragen seiner Uniform und betrat den Raum.

    Borosk-System |Borosk |Zentrale, Büro |Nadrid und Imperiales Personal
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. September 2013
  17. Aidens NPC

    Aidens NPC Aidens ergebener Diener

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Fünf“ | Aufenthaltsraum || Agent Norro, andere Geheimdienstler]


    Flimmernd zeigte das Display die neuen Befehle. Mit seinen großen, gelben Augen las Norro Zeile für Zeile wieder und wieder. Der gertenschlanke Rybet, dessen schuppige Haut einen dunkelgrünen Farbton besaß, war noch immer ein kleines Bisschen erstaunt darüber, dass seine Vorgesetzten ihm soeben seine erste richtige Mission übertragen hatten, die er als quasi „Teamleiter“ vor Ort zu führen hatte. Neben der Tatsache, das er nun endlich wieder Borosk verlassen konnte, zauberte er auch der Umstand ein Grinsen auf sein reptilartiges Gesicht, dass damit seine Beförderung, die er vor etwa zwei Monaten zum „Agent“ erhalten hatte, auch inoffiziell bestätigt worden ist. Man traute ihm das Führen mehrerer (rangniedriger) Geheimdienstmitarbeiter zu. Obwohl er trotzdem nicht der richtige Chef der ganzen Sache war, lehnte sich Norro entzückt in seinem Sessel zurück. Problemlos konnte er, nach eigener Meinung, irgendeinen Typen aus dem „Bureau für Analyse“ über den Tisch ziehen, da diese schließlich über keinerlei große Felderfahrung verfügen würden.

    Auf einmal piepste sein Kom-Gerät. Per Textnachricht informierte ihn Senior Agent Oko Muyo, der eigentliche Leiter der geplanten Mission, darüber, dass er spontan ein Treffen des kompletten Teams auf Ebene „Sieben“ angesetzt hatte. Kaum hatte der Rybet, der höchstens einen Meter dreißig maß, die Information gelesen, da sprang er auch schon auf und machte sich auf den Weg. Ungern, äußerst ungern wollte er die Gran warten lassen. Schließlich musste er die fremde Analystin ebenso davon überzeugen, dass er vor Ort der richtige Mann sein würde. Deshalb verließ er zielstrebig den Raum, der vor allem als kleiner Sammelpunkt für Agenten des „Bureau für Ermittlungen“ galt, und machte sich unverzüglich auf den Weg zu Muyos Büro. Dafür musste er mit den Turbolift eine Ebene tiefer und dann noch ans andere Ende der Anlage. Für einen Zwerg wie ihn keine kleine Strecke.

    Ein Mensch, athletisch, jung und uniformiert, stand schon vor der Bürotür, richtete ein letztes Mal seinen Kragen und betrat anschließend – ungefragt – das Zimmer. Norro schloss mit einem kurzen Sprint zu dem ihm unbekannten Operative (Nadrid Thul) auf. Beinah unbemerkt trat er so höchstens zwei Herzschläge nach dem Kerl ein. Dennoch schien ihn Muyo – und zwei weitere Operatives, die der Rybet erst jetzt bemerkte – gesehen zu haben. Freundlich nickte die Gran ihm und dem Fremden zu, bot ihnen nebenbei mit einer schlichten Geste einen Platz an und erhob sich danach selber, um gemächlich vor den Schreibtisch zu treten. In aller Ruhe ließ die Senior Agent ihre drei Augen von einem Gesicht zum anderen wandern. Ein zufriedenes Lächeln zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab, nachdem ihr konzentrierter Blick einmal die Runde gemacht hatte.


    „Alle sind da – sehr schön“, sagte sie in einem dumpfen Alt, ließ sich dann ein, zwei Sekunden zum Nachdenken zeit, bevor sie gemächlich fortfuhr. „Bis auf Agent Norro dürfte noch keiner von Ihnen mit den Missionsparametern vertraut sein, richtig? … Nun. Dann werde ich mal Abhilfe schaffen.“

    Langsam waren ihre Bewegungen. Sie ließ sich Zeit, überlegte ihre nächsten Schritte. Immer mehr konnte sich der flinke Norro vorstellen, weshalb man ihn zur Unterstützung herangeholt hatte. Seine Stärke war das schnelle Agieren im Feld. In kürzester Zeit konnte er Entscheidungen treffen. Zwar opferte er so – manchmal unnötig – Kollegen, aber seiner Meinung nach heiligte der Zweck jegliche Mittel. Der Imperiale Geheimdienst musste hart sein, wollte er sich nicht von Rebellen, Hutten oder anderen Gruppierungen übervorteilen lassen. Unwillkürlich erwachte just in diesem Augenblick das recht verschlagene Bewusstsein, das in Norros Kopf saß. Der kleinwüchsige Rybet fixierte nun mit seinen großen, gelben Augen die Gran, suchte Schwachstellen. Äußerlich behielt er aber eine ruhige Miene bei.

    „Das Direktorium hat erst kürzlich entschieden, dass der beschlossene Waffenstillstand auf unsere Geschäfte keinerlei (negative) Auswirkungen hat“, sprach die Senior Agent ungestört weiter. „Man sieht das Ganze zwar als Möglichkeit, um Luft zu holen und neue Ziele zu wählen, aber in Zukunft wird man Sie genauso noch brauchen – vielleicht sogar mehr denn je.“ Oko Muyo hüstelte, blickte noch einmal aufmerksam in die Runde und fuhr dann fort. „Ein neues Ziel, das das Direktorium nun ins Auge gefasst hat, ist Ord Mantell. Sie und ich sollen dorthin aufbrechen, um erst einmal nur die derzeitige Lage zu erfassen. Keine Interventionen, sondern reine Beobachtung. Dafür werden wir mit einem modifizierten Frachter in einer Stunde aufbrechen. In Worlport, der Hauptstadt, wird die erste Aufgabe für Sie, meine Herren Operatives, sein, einen geeigneten Unterschlupf zu finden, wo wir eine 'Basis' errichten können. Haben Sie Fragen dazu?“

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Sieben“ | provisorisches Büro || Agent Norro, Senior Agent Oko Muyo, drei Operatives (darunter Nadrid Thul)]
     
  18. Borosk-System | Borosk | Zentrum | Büro | mit drei Operatives, Senior Agent Oko Muyo, Agent Norro.

    Eine Gran saß vor ihnen, während vier weitere Männer das Büro betratten, wovon einer anscheinend ein Agent war.
    Die Gran bot ihnen ein Platz an und er setzte sich auf einen freien Stuhl neben dem Agent.
    Muyo klärte sie über die Mission auf und er stellte sich diese Mission einfach vor. Dennoch freute er sich, sein erster Einsatz. Darauf hatte er lange hingearbeiet und jetzt war es endlich soweit. Er blickte einmal zu dem Rybet, der anscheinend keine Fragen hatte. Danach ergriff er das Wort:
    Wenn sie mir noch erklären würden, was sie mit Basis meinen, könnten wir von mir aus loslegen.
    Borosk-System | Borosk | Büro | mit drei Operatives, Senior Agent Oko Muyo, Agent Norro.
     
  19. Aidens NPC

    Aidens NPC Aidens ergebener Diener

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Sieben“ | provisorisches Büro || Agent Norro, Senior Agent Oko Muyo, drei Operatives (darunter Nadrid Thul)] ​


    Das Standardverfahren schien Senior Agent Oko Muyo im Sinn zu haben. Bevor geheimdienstliche Teams auf einer fremden Welt ihrer Mission nachgingen, suchten und bezogen sie erst einmal einen Unterschlupf. So konnten sie den Schein ihrer Tarnidentitäten wahren, Kontakt zu Vorgesetzten, die nicht vor Ort waren, aufnehmen und sich besser koordinieren. In den ersten Jahren hatte Norro, als er selbst noch ein unerfahrener Operative war, auf seinen ersten Missionen oft beim Aufbau einer „Basis“ helfen müssen. Höchstwahrscheinlich konnte sich so ein Vorgehen ab einer gewissen Stufe auf der Karriereleiter nicht mehr wegdenken und gab es unreflektiert an die Neulinge weiter, meinte der schuppige Rybet nach kurzem Überlegen. Sogar er hätte dieses Prozedere nicht hinterfragt, hätte sich nicht einer der rangniedrigeren Kollegen (Nadrid Thul) zu Wort gemeldet. Zum Glück hatte der Mensch mit der Gran jemanden erwischt, der sich solcher Fragen sanftmütig annahm.

    „Ich nehme Sie sind noch nicht lange dabei, Operative“, sagte Oko Muyo und ihre Schnauze zeigte etwas, das einem menschlichen Lächeln ähneln sollte. „Eine 'Basis' unser sicherer Rückzugsort, wo wir ungestört die nächsten Schritte der Mission planen und alle Ergebnisse Ihrer Aufklärungsarbeit auswerten können. Ein Frachter mag für die ersten Tage als kurzzeitiger Unterschlupf funktionieren, aber mit der Zeit fällt es einfach zu sehr auf, wenn vor allem Sie und Ihre beiden Kollegen ständig ein- und ausgehen.“ Sie blinzelte. „Wir müssen unauffällig sein. Denn nach ersten Informationen ist Ord Mantell äußerst wachsam seit die Waffen zwischen den Rebellen und uns ruhen.“

    Derzeit kursierten im gesamten „Zentrum“, also in allen Sektionen, Gerüchte. Kollegen, die in den letzten Tagen von den Horchposten nahe dem Bright-Jewel-Sektor zurückgekehrt waren, hatten von einem spürbaren Aufrüsten der Kerngebiete dieses Clusters berichtet. Anscheinend rechnete man – nicht zu Unrecht – mit einer imperialen Invasion. Schon seit einer ganzen Weile glich Ord Mantell, als neutrales Territorium zwischen zwei imperialen Großgebieten, einem Dorn im Auge tollkühner Militärs. Angriffspläne, die längst veraltet waren, lagen in deren Schubladen, doch sowohl der Sith-Bürgerkrieg als auch der bisherige Kriegsverlauf hatten längere Zeit deren die Aufmerksamkeit auf andere Dinge richten lassen. Nun sollte sich der Imperiale Geheimdienst – genauer das „Bureau für Ermittlungen“ – darum kümmern. Norro gestattete sich ein Lächeln.

    „Hier haben Sie die benötigten Dokumente, um sich beim Quartiermeister auf Ebene 'Eins' kurz vor der Abreise ausreichend eindecken zu können“, fuhr die Gran fort, nachdem sie von ihrem Tisch ein paar beschriebene Flimsiplastseiten genommen hatte. „Im Hangar Drei auf der Oberfläche wartet ab siebzehn Uhr Ortszeit ein YT-1760 ('Crook') samt Pilotdroiden auf uns. Seien Sie pünktlich!“

    [Borosk-System | Borosk || „Center“ | Ebene „Sieben“ | provisorisches Büro || Agent Norro, Senior Agent Oko Muyo, drei Operatives (darunter Nadrid Thul)]
     
  20. Borosk-System | Borosk | Zentrum | Büro | Agent Norro, Senior Agent Muyo, drei Operatives. (Nadrid Thul)

    Anscheinend hatte die Gran ihn angegrinst, aber irgendwie war es an ihm vorbeigegangen. Er fragte sich, was sein nebenan jetzt dachte, doch er hätte sicherlich gleich Gelegenheit, die anderen kennenzulernen. Keiner sprach von einer Intervention, aber auf ihn machte es fast den Eindruck, als würden sie genau das vorbereiten. Er bedankte sich bei der Gran mit einem genuschelten: Danke., stand auf und ging die Tür wieder heraus, die Dokumente hatte er völlig vergessen. Vor der Tür wartete er auf das Eintreffen von Agent Norro. Agent Norro? Er streckte ihm die Hand hin. Ich bin Operative Nadrid Thul, ich freue mich auf unsere geimeinsame Zusammenarbeit.

    Borosk-System | Borosk | Zentrum | Büro | Agent Norro, Senior Agent Muyo, drei Operatives. (Nadrid Thul)
     

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