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Der Jedi Orden

Dieses Thema im Forum "Episode I bis III" wurde erstellt von Emerald Naboo, 23. September 2003.

  1. Emerald Naboo

    Emerald Naboo OT-, PT- und EU-Fan

    In einem anderen Thread (Episode 1 und 2 > Darth Vader: Qui-Gon's oder Obi-Wan's Schuld?) habe ich gelesen, daß einige von Euch die Jedi, ihre Methoden und ihre Lebensweise gar nicht mögen. Da fielen sogar Worte wie "Kampfmaschinen" o.ä. ...
    Ich würde da auch ganz gerne meinen Senf dazu geben, aber die Posts sind schon so alt, und das Thema wurde danach eh schon gewechselt, da dachte ich, ich mach mal 'n neuen Thread auf. Ich hoffe, das ist ok.

    Also, was haltet Ihr von den Jedi im Allgemeinen?

    Ich persönlich finde den Ausdruck "Kampfmaschine" völlig abwegig. Die Jedi sind doch Hüter des Friedens!
    Gut, wir sehen sie in den Filmen oft kämpfen, aber doch nur, weil sie angegriffen werden - und weil Kämpfe einen Film eben spannender gestalten...:rolleyes:

    Und auf die Geschichte mit den Kindern würd ich auch gerne noch eingehen. Also, daß machtsensitive Kinder in die Obhut des Ordens gegeben werden, finde ich ehrlich gesagt richtig.
    Immerhin ist es etwas ganz besonderes, wenn ein Wesen die Begabung hat, die Macht zu nutzen. Im Jedi-Tempel lernt es dann, damit richtig umzugehen. Was ist falsch daran?

    Im Thread "Allgemeine Diskussionen > Wenn man Machtsensitiv wäre ?" könnt Ihr ziemlich deutlich sehen, was geschehen würde, wenn alle machtbegabten Kinder einfach zu Hause bleiben und nach ihrem Gutdünken herumspielen würden ;)
    Ihre Eltern könnten sie auch nicht richtig anleiten, wenn sie selbst NICHT machtsensitiv sind.

    Naja, ich laber mir hier 'n Wolf...
    Bin gespannt, was Ihr alle darüber denkt!

    ;obi :ani ;plo :windu :yodahappy:

    :lukevader
     
  2. AaronSpacerider

    AaronSpacerider junger Botschafter

    Als Obi-Wan Kenobi Luke Skywalker von den Jedi-Rittern erzählte, stellte ich sie mir als einsame, weise Wanderer vor, die durch die Galaxis zogen und den friedlichen, ehrlichen, edlen Bürgern der Republik ein Vorbild waren. Ich dachte, die alten Jedi hätten ihre Schwerter nur alle paar Jahre einmal gezogen, um Fehlgeleitete aufzuhalten und auf den rechten Pfad zurückzuführen. Ich dachte, die Jedi wären nah beim Volk gewesen und nicht nur Hüter des Friedens, sondern der personifizierte Frieden selbst. Ja, ich dachte sogar, ein Jedi hätte nur auftauchen müssen, und allein seine Präsenz hätte der Gerechtigkeit zum Siege verholfen.

    Und dann kam das Jahr 1999, und da waren sie - die großen, edlen, alten, dummen, faulen, ignoranten, arroganten, abgehobenen Jedi-Ritter, unfähig, zwei Sith zu besiegen, Toren, die anderen Toren folgten, anstatt ihre Führer zu sein und ih Vorbild. Da saßen sie in ihrem Tempel, während um sie herum ihe Welt zusammenbrach, und sie redeten und redeten und redeten. Und dann gingen sie hinaus, setzten sich platt über alle ihre Mitmenschen hinweg, anstatt ihre weisen Helfer und Berater zu sein und metzelten sich quer durch die Galaxis.
    Wenn das die edlen, großen Jedi sind, dann kann ich nur hoffen, daß Palpatine die Wahrheit sagte, als er sich darüber beklagte, die Republik sei nicht mehr, was sie einst war. Denn wäre das wahr, dann bliebe mir die Hoffnung, daß auch die Jedi-Ritter einmal besser waren und daß das armselige Häuflein in den Prequels - das seinen Untergang nicht nur zu verantworten hat, sondern ihn auch verdient - daß dieses arme Häuflein nicht Stellvertreter ist für alle Jedi aus allen Zeiten.

    Dieser eine Satz von Palpatine - von einem passionierten Lügner und Schauspieler - läßt mich mit Hoffnung im Herzen von einem besseren Jedi-Orden träumen, der sich zurecht Hüter des Friedens und der Gerechtigkeit nannte und das verkörperte, was in den Prequels bisher an keinem Ort zu finden war: das Gute, Wahre und Gerechte; in anderen Worten: das Licht der Macht.
     
  3. KyleKartan

    KyleKartan weiser Botschafter

    Für mich war irgendwie schon immer klar, dass die Jedi sind/waren, wie sie in der PT dargestellt sind. Ich stellte mir vor, dass es eine Tafelrunde gibt...Yoda und Kenobi als Führer...in einem Tempel oder Palast...tja, das hat sich mehr oder weniger
    bewahrheitet...deshalb bin ich von Jedi auch nicht enttäuscht....!

    MfG und Möge die Macht mit euch sein!
    KyleKartan ;obi
     
  4. Emerald Naboo

    Emerald Naboo OT-, PT- und EU-Fan

    @AaronSpacerider:
    Wow, wenn Du das so erzählst, werde ich plötzlich auch ganz enttäuscht...

    Trotzdem, so krass kann und will ich das nicht sehen. Jedi sind nicht allmächtig und auch nicht unfehlbar. Sie sind Geschöpfe wie alle anderen auch, mit Fehlern und Schwächen. Der einzige Unterschied ist, daß sie durch die Macht Fähigkeiten und Kenntnisse erhalten, die andere nicht haben. Damit versuchen sie, zu tun, was das beste ist. Aber was ist "das beste"?
    Ich glaube, da liegt das Problem. Viele verschiedene Jedi haben viele verschiedene Meinungen. Und viele verschiedene Meinungen bedeuten, daß vor jeder Entscheidung diskutiert und beraten werden muß.
    Der Jedi-Orden ist dadurch ähnlich gelähmt wie der Senat selbst.


    Und was soll bloß das ganze Gerede von "durch die Galaxis metzeln"?!
    Ich habe in keinem Film einen Jedi gesehen, der sinnlos drauflos metzelt.
    Wo habt Ihr das nur her?
     
  5. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    Ich denke mal, daß Aaron meint, die Jedi sein zu aktiv, offensiv und aktionär. Sie entwickeln eine Dynamik, die er (und ich auch, ich schließe mich Aaron größtenteils an) aufgrund der OT nicht erwartet hat.

    Und die "Metzelei" ist sicherlich nicht wörtlich zu nehmen, aber wenn man sich das EU und die bisherigen Erscheinungen im Rahmen der Klonkriege anschaut, dann könnte man schon den Eindruck kriegen... ;)
     
  6. Emerald Naboo

    Emerald Naboo OT-, PT- und EU-Fan

    Ja, gut. Verstehe.
    "Erkennen wirst Du es. Wenn Du Ruhe bewahrst. Passiv."...

    Hast Du mal 'n Beispiel?
     
  7. Sári

    Sári kleine Maus auf der Suche nach Käse

    Naja, zum Beispiel im Comic "The defence of Kamino".
    Im Allgemeinen hätte ich mir Jedi vorher auch nicht unbedingt als Befehlshaber einer Armee vorgestellt.

    Generell denke ich, daß die Galaxis froh sein kann, Jedi zu haben. Trozdem halte ich nicht besonders viel von ihrer Emotionslosigkeit. Kann die Ausbilung wirklich die fehlende Liebe der Eltern und die in jungen Jahren nicht vorhandene Bezugsperson ersetzen?
    Schon mit vier Jahren das ganze Trainnig, mit 13 der Druck in Bezug auf den Padawanstatus, danach vorallem Gehorsam dem Meister gegenüber und keine persönliche, bindende Liebe an andere Personen?
    Ich glaube, so ein Leben ist für jeden der es einmal anders gekannt hat fast unmöglich durchzuhalten.

    Wie das aus Sicht eines Jedis ist kann ich nicht beurteilen...:D
     
  8. Sarid Horn

    Sarid Horn The Mistress Mitarbeiter

    Du darfst aber auch nicht vergessen, dass man in der OT gerade mal zwei Jedi gesehen hatte, welche zu den Fähigsten ihrer Zeit gehört haben. Sonst hätten sie nicht überlebt In der PT hingegen sieht man hauptsächlich die sich auf Coruscant befindlichen Jedihühnerhaufen. Was man aber nicht so besonders gesehen hat ist, wie sich die Durchschnittsjedi verhalten, die wirklich in der ganzen Galaxis unterwegs sind, um das zu tun, woran sie glauben: Der Macht dienen, das Leben zu schützen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Deshalb denke ich, dass die Jedi vermutlich auch zu Zeiten der PT noch in der Lage waren, die Aufgaben zu erfüllen, die sie seit Jahrhunderten erfüllten. Bloß Palpatine waren sie unglücklicherweise nicht gewachsen. ;)
     
  9. ChesaraSyonette

    ChesaraSyonette girl in the mirror Premium

    Mir gefällt es nicht, dass es keine Gefühle geben darf (und alles andere aus dem Jedi-Kodex gefällt mir auch nicht, zumindest das, was in Sarids Signatur steht :D ). Jedi sollen Liebe weitergeben, aber wie können sie dies, wenn sie selbst keine Liebe erfahren (dürfen)? Ich sehe da eine Parallele zu einer Situation, in der ich mal war: Ich war kurz nach meiner Konfirmation Mitarbeiterin im Kindergottesdienst. Die Arbeit mit den kleinen Kindern hat mir Spaß gemacht und ich mochte es auch, ihnen Geschichten aus der Bibel zu erzählen und nahe zu bringen. Irgendwann kam bei mir aber der Punkt, an dem ich für mich persönlich am Glauben bezweifelt habe und als ich nach langer Zeit für mich entschied, dass ich an keinen Gott glaube, verabschiedete ich mich natürlich auch aus dem Kindergottesdienst. Wie hätte ich den Kleinen Geschichten über Gott und Jesus erzählen sollen, wenn ich es selbst als erfunden ansah? Ich wäre mir vorgekommen wie eine Heuchlerin.
    Wie können Jedi Liebe predigen, wenn sie selbst keine Ahnung davon haben, weil sie nicht lieben dürfen und sich auf keine Beziehungen einlassen dürfen? Das ist etwas, was mir absolut nicht gefällt.


    dfg
    *ches*
     
  10. Satrek

    Satrek Bit of both Premium

    Das denke ich eigentlich auch. Das Universum und die Anforderungen an die Jedi verändern sich zwar auch, und dementsprechend passen die sich dann auch relativ schnell an, aber das Auftauchen der Sith, vielmehr ihr Agieren aus dem Hintergrund und eine zwangsweise herbeigeführte, radikale Veränderung der Anforderungen an die Jedi hat sozusagen in der galaktischen Timeline einen Knick erzeugt, über den die Jedi gerannt sind wie Lemminge über eine Klippe - und selbst Jedi schlagen irgendwann mal unten auf :D
     
  11. icebär

    icebär BISSIG! Premium

    Zum Jedi-Kodex:
    Dieser Idee konnte ich noch nie viel abgewinnen, was wohl daran liegt, dass mir das stupide herunterbeten von Lukes Schülern fürchterlich auf den Zeiger ging und Kevin J. Anderson ganz nebenbei noch mehr Schwachsinn verzapft hat (Todesstern-Prototyp; Sonnenhammer; Palpatines Abneigung gegen Frauen?!)...

    Nehmen wir ihn mal Stück für Stück auseinander:
    "Gefühle gibt es nicht - Frieden gibt es"
    Dies wiederspricht so ziemlich allem, was Luke, während Yodas Ausbildung, auf Dagobah erlebt hat!
    "Unwissenheit gibt es nicht - Wissen gibt es"
    Zunächst ein Sinngemäßes Zitat aus Ep. II: "Wenn etwas in unseren Archiven nicht zu finden ist, existiert es nicht."
    Ferner ist dem Rat der Jedi die Existenz einer Klonarmee völlig unbekannt, bis Obi-Wan auf sie stösst!
    "Leidenschaft gibt es nicht - Gelassenheit gibt es"
    Bis jetzt habe ich nicht einen eizigen Jedi gesehen, der immer und zu jeder Zeit gelassen war!
    1. Yoda flippt fast aus, als Obi-Wan Anakin zum Schüler nehmen will!
    2. Mace Windu taucht, mit einem coolen Spruch auf der Lippe, in der Arena von Geonosis auf! (Entschlossenheit ist etwas anderes als Gelassenheit)
    3. Obi-Wan droht Vader mit den Worten "Wenn du mich schlägst, werde ich mächtiger werden, als du es dir auch nur entfernt vorstellen kannst"! Eine Drohung, die er wahr gemacht hat!
    "Tod gibt es nicht - Die Macht gibt es"
    Wenn nicht zwischen Leben und Tod differenziert wird, macht Star Wars keinen Sinn!
    Ich denke, dass Palpatine, wie auch die Kinogänger, anders darüber dachten, als er von Vader in den Schacht geworfen wurde!

    Fast jeder Jedi hat sich also schon schuldig gemacht, indem er den Kodex leichtfertig gebrochen hat! Und ein Kodex ist ja nach allgemeiner Definition etwas, das man nicht einfach bricht, ohne die Konsequenzen abzusehen!
    Ich halte den EU-Jedi-Kodex einfach nicht für anwend- und durchführbar(weder im Film noch im EU). Is zwar ganz nett anzuschauen, doch ist er weder von KJA noch von GL ordentlich durchdacht worden!

    Zum Jedi-Orden:
    Man muß sich für ein Konzept entscheiden, welches man nutzen möchte!
    Entweder lasse ich die Jedi als imposante Personen, mit einer mächtigen Aura, erscheinen (in etwa wie Gandalf) und diese dann durch Einschüchterung Frieden bewahren oder halt das Konzept welches in der PT Verwendung fand!
    Erstere Möglichkeit, hat den großen Nachteil, dass die Jedi damit den Sith viel zu ähnlich wären, welche bekanntermassen, Furcht als Werkzeug benutzen!
    Somit ist dies einfach unbrauchbar!
    Das genau Gegenteil wären Pazifisten, welche nur in der Lage sind, auf Bedrohungen zu reagieren, ohne weitgreifendere Maßnahmen zu Friedenssicherung zu treffen!
    Auch das ist Unsinn, denn wer wollte schon eine Heldengruppe sehen, die von einem Fettnäpfchen ins Nächste treten und durch Zufall den Tag retten!
     
  12. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    @buLLetEaTer
    Ich denke einfach, daß George Lucas sich selbst in der Jedi-Problematik verrannt hat. Einerseits hat er sie selber zu etwas verklärt, was sie nicht sein sollten, andererseits hat er versucht, aus ihnen "coole", lichtschwertschwingende Typen zu machen, die bei einem jüngeren Kinopublikum ankommen.
    Hat meiner Meinung nach nicht geklappt.

    Am symbolischsten finde ich diesbezüglich die Bilder der einzelnen Jedi auf StarWars.com, wo sie in vermeintlich coolen, aber sterilen Posen ihre Lichtschwerter show-ähnlich schwingen. Humbug.
    Kein einziger Jedi der PT bringt für mich die Würde und Herhabenheit, aber auch die Weisheit herüber, die ich mir aufgrund der OT von diesen Gewünscht habe. Eigentlich sind sie zu hirnlosen Actionfiguren verkommen....
    In diesem Zusammenhang finde ich auch Jackson als Windu eine gnadenlose Fehlbesetzung. Sein Gesicht erinnert einfach immer zu sehr an einen Charakter wie in "Pulp Fiction" oder "Shaft" :rolleyes: Man hätte für eine Figur in seiner Position mal wieder einen älteren Schauspieler nach dem Motto "Graues Haar und weises Hirn" nehmen sollen.

    @Ches
    Frage mich bitte nich warum, aber bei dem was Du sagst, muß ich an die Simpson-Folge mit der Akte X-Parodie denken.....
    Monty Burns der durch den Wald tänzelt und "Ich bringe euch liebe" säuselt.... *ggg*
     
  13. Satrek

    Satrek Bit of both Premium

    Ich denke der Kodex ist eine extreme Auslegungssache, und je höher man in der Hierarchie (nicht wörtlich zu nehmen) des Ordens steigt, desto weniger Geltung hat er - allerdings nicht, weil die fortgeschritteneren Jedi sich nicht daran halten würden, sondern weil ihr Lebenswandel automatisch in seine Grenzen fällt (oder fallen sollte). Es ist wohl eher eine Eselsbrücke für die, die die Macht noch nicht annähernd verstanden haben.

    "Gefühle gibt es nicht - Frieden gibt es"

    Ein Jedi - selbst Luke - braucht innere Ruhe, inneren Frieden, um Einheit mit der Macht zu erlangen. Gefühle meinen in diesem Kontext wohl Wut, Erregung und Rage.

    "Unwissenheit gibt es nicht - Wissen gibt es"

    Ich würde das so auslegeb, das man sich auf das konzentrieren soll, was man weiss, und sich nicht davon zerfressen zu lassen, was man nicht weiss, Unsicherheiten wie z.B. Anakin in seiner Jugend in Bezug auf seine Mutter hatte.

    "Leidenschaft gibt es nicht - Gelassenheit gibt es"

    Wieder die innere Ruhe, egal wie sich das äusserlich zeigt. Leidenschaft bezieht sich hier wohl wieder auf Wut, Rage und das Verlangen nach Rache.

    "Tod gibt es nicht - Die Macht gibt es"

    Hier könnte es darum gehen, sich der lebendigen Macht bewusst zu werden, dass die Macht ewig und fortdauernd ist, auch wenn z.B. ein jedi stirbt. Er ist nicht wirklich tot, sondern wird eins mit der Macht, verschmilzt mit ihr und lebt weiter. Vader bzw. Anakin lebt ja nach seinem Tod in der Macht weiter.

    Was den Jedi-Orden angeht kann man sicher nicht alle Jedi in eine Schublade stecken - es gibt, auch wenn es galaktisch betrachtet nicht viele sind, mehr als genug Jedi um mehrere Facetten eines guten "Macht-Menschen" zu realisieren.

    Hirnlos würde ich sie nicht nennen, nur anders als wir erwartet haben. Siehs so, weise wurden sie erst durch Palpatines Aufstieg - also hinterher ;)

    Mir gefällt das so eigentlich, aber das ist Geschmackssache. Allerdings fänd ich es komisch wenn der Jedi-Rat wirklich nur aus einer Gruppe bärtiger, alter Wesen besetzt würde...

    Und Chewie tanzt mit :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. September 2003
  14. AaronSpacerider

    AaronSpacerider junger Botschafter

    Was den Kodex angeht, so gibt es da in meinen Augen ein kleines Übersetzungsproblem. Oder sagen wir's anders, es gibt einen Unterton, den die Übersetzung nicht erfaßt hat.

    "There is no emotion, there is peace" wurde übersetzt mit "Es gibt keine Gefühle, Frieden gibt es". Das ist zwar nicht falsch, aber in meinen Augen auch nicht ganz richtig. Das Original bestreitet, zumindest in meinem Verständnis, nicht die Existenz von Gefühlen allgemein, sondern geht eher in die Richtung "dort sind keine Gefühle, sondern Frieden".
    Klingt gleich, ist es in meinen Augen aber nicht.

    Meine Güte, das ist mal wieder eine komplizierte Sache hier...

    Also gut, anders: für einen Jedi gibt es Emotionen, er erkennt ihre Existenz und Bedeutung an, aber kontrolliert werden alle Emotionen von innerem Frieden. Ein Jedi darf lieben und hassen, fürchten und leidenschaftlich handeln, aber es darf nicht geschehen, daß die Gefühle ihn beherrschen.
    In ihm sind nicht die Gefühle vorherrschend, sondern der Frieden.

    Oder, um auf die Übersetzung zurückzukommen, mich stört das fehlen des "there"-Faktors in der deutschen Fassung. "Da sind keine Gefühle, da ist Frieden." ist in meinen Augen sehr viel offener, als "Es gibt keine Gefühle, es gibt Frieden". Das Original ist nicht so allumfassend rechthaberisch, sondern konzentriert auf einen Punkt. Auf das "there", das "dort".
    Die Originalfassung läßt also Raum für Interpretationen über dieses "dort". Ist es die Macht? Das, was die Jedi als "helle Seite" bezeichnen? Ist es der Jedi selbst?

    Gleiches gilt selbstverständlich analog bei der Unwissenheit und dem Wissen, der Leidenschaft und der Gelassenheit, dem Tod und der Macht.

    Es wäre schließlich auch schlichtweg albern, wenn die Jedi behaupten würden, es gäbe keine Gefühle, keine Unwissenheit und keine Leidenschaft. Und im Falle der Todesnegation reicht das Wort "albern" schon lange nicht mehr aus.
    Als Ideal aber, auf den Orden und sein Handeln bezogen, machen diese Wortpaare durchaus Sinn.

    Lasse Dich nicht von Gefühlen beherrschen, bleib ruhig!
    Lasse nicht Unwissenheit Deine Schritte lenken, sammle Wissen!
    Handle nicht in Leidenschaft, sondern in ernsthafter Ruhe!
    Fürchte den Tod nicht, vertraue der Macht!



    Daß die Prequel-Jedi dieses Ideal soweit geführt haben, daß es sich selbst ad absurdum führt, sollte man allerdings trotz allem nicht vergessen. Bei ihnen würden die Sprüche anders lauten:

    Bekämpfe Gefühle, sie schaden unserer Passivität!
    Sammle Wissen, bis Du alles, was Du nicht weißt, ignorieren kannst!
    Bleib solange ruhig, bis auch leidenschaftliches Handeln nichts mehr bringt!
    Fürchte den Tod nicht, renne blind in Dein Verderben!


    :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
     
  15. Satrek

    Satrek Bit of both Premium

    Zu dem Thema passt ein Zitat von Mace Windu (Stark Hyperspace War #2):
    "Jedi feel Emotions as others do, according to their species. A Jedi learns to trust their feelings but not to be ruled by them."
    ["Jedi fühlen Emotionen wie alle anderen, abhängig von ihrer Spezies. Ein Jedi lernt, seinen Gefühlen zu vertrauen, sich aber nicht von ihnen beherrschen zu lassen."]

    Das stützt meiner Meinung nach These, das der Jedi-Kodex nicht wörtlich zu nehmen ist, wie manche es glauben, sondern das er im übertragenen Sinne zu verstehen ist - also so, wie Aaron ihn neu formuliert hat.
     
  16. Sári

    Sári kleine Maus auf der Suche nach Käse

    Also das was Aaron da gesagt hat hört sich wirklich nach einer sinnvollen Interpretation des Kodex an. Aber irgentwie habe ich denn Eindruck, daß die Jedi in Ep.1/2 das häufiger vergessen oder den Kodex zuwörtlich nehmen.
    Ach ja, was ich schon immer mal wissen wolte wo wir gerade beim Kodex sind; von welchem Kodex redet Mace in Ep.1 (der, der zwei Padawane verbietet)? In dem uns allen bekannten Vierzeiler steht ja nichts von so einem Verbot.
     
  17. icebär

    icebär BISSIG! Premium

    @ Sári:

    Der Kodex ist der Selbe! Wäre ja noch schöner, wenn es mehrere davon gäbe!
    Der eine allein stiftet schon genug Verwirrung!
    Der "Vierzeiler" ist demnach wohl nur so etwas wie ein Auszug, ähnlich wie das "Vaterunser", welches auch das Christentum so gut wie möglich in einigen wenigen Sätzen zusammenzufassen versucht! (ACHTUNG!!! Ich spreche hier von äusserer Ähnlichkeit. D.h., dass ich hier keinesfalls irgendwelche inhaltlichen Parallelen zwischen Christentum und Kodex ziehe! Das Beispiel schien mir im Moment einfach am passendsten!)
     
  18. Sári

    Sári kleine Maus auf der Suche nach Käse

    Wurde irgentwo mal der komplette Kodex veröffentlicht?
     
  19. icebär

    icebär BISSIG! Premium

    Noch fragen ? :D :D
     
  20. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    @Satrek
    Sicher mag die Möglichkeit bestehen, daß der aus denen Filmen bekannte Teil des Kodex nicht wörtlich zu nehmen ist (oder von den Zuschauern falsch verstanden wurde).
    Doch ich muß gestehen, daß der Film einen anderen Blickpunkt vermittelt oder meiner Meinung nach diesen Eindruck zumindest stark erweckt.
     

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