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Disney ist böse

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Crimson, 29. Mai 2003.

  1. Crimson

    Crimson The great Cornholio Premium

    Das habe ich eben in einem uns wohl bekannten Forum
    entdeckt :eek: :

    Also, daß es so schlimm um Amerika steht, hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht. :eek: :D

    C.
     
  2. SWPolonius

    SWPolonius Grumpy old comic book guy

    Das kann nicht ernst gemeint sein. Sowas kann doch wirklich nicht jemand wirklich ernst meinen... oder etwa doch? :eek:

    Nur komisch, daß mit keiner einzigen Silbe "Lilo & Stitch" erwähnt wurde (ja, Wraith, ich hab ihn inzwischen gesehen *g*, ist auch der beste Disney-Film bisher, das muß ich zugeben, aber den Oscar hätte er trotzdem nie und nimmer verdient ;) ).

    Ok, zurück zu dem was in "Lilo & Stitch" propagiert wird: die Heldin (Lilo) verprügelt ihre Freundinnen, erkennt keine Authoritäten an, und steht auf "Neger-Musik" (Elvis). Sie lebt in einem asozialen Haushalt, ihre Schwester macht Gelegenheitsjobs, und wird immer wieder gefeuert. Die Aliens, die Stitch (Experiment 626) einfangen sollen, sind ein gewalttätiger Irrer und ein Typ, der innerhalb der Geschichte seine Vorliebe für Travestie entdeckt.

    Also, wenn bei solchen Filmen Amerikas Wertesystem nicht in Gefahr ist, dann weiß ich auch nicht... :D
     
  3. Shylar

    Shylar Abgesandter

    Also.. eigentlich kann mich ja nicht viel schocken, wenn es um die Amerikaner geht. Bin in dieser Hinsicht durch meine Familie und Freunde einiges gewohnt, aber als ich DAS gelesen habe... ähm... das kann ja wohl wirklich keiner ernst meinen, oder? Also, SO blöd kann doch keiner sein!!! Hm... einige Exemplare dieser Gattung Mensch scheinen wirklich nicht mehr so ganz auf der Höhe zu sein. Normalerweise lasse ich so schnell nichts auf Amerika und die Bewohner kommen (bin halt familiär vorbelastet :rolleyes: ) aber DAS hat jetzt selbst mich ein wenig... ähm... geschockt.
     
  4. saham wahto

    saham wahto temporary out of order

    Naja, man kann natürlich auch übertreiben.
    Aber das Disney-Filme, zumindest die wo Walt selber seine Hände im Spiel hatte, nicht immer nuuur harmlose Familien-Unterhaltung sind, ist leider Fakt

    Man denke an das Dschungelbuch.
    Sicherlich ein toller Film, ein Klassiker und einer meiner Favoriten.
    Aber man mache sich mal die Mühe zwischen den Zeilen zu lesen.
    Da haben wir King Loui, einen Affen.
    Dieser Affe wird , als einziger im Film, von einem Afroamerikaner gesprochen, mit dem endsprechendem Slang.
    Dieser Affe macht Jazz und singt " i wanna be like you" , was natürlich nicht sein darf und demendsprechend auch in einer mittleren Katasrophe endet
    Das alles im Amerika der 60er ....na ? klingelt da was ?
     
  5. Batou

    Batou Stranger in a strange land

    Unseren lieben, erzkonservativen Walt Disney als Sozialisten zu bezeichnen - der Ärmste, er wird sich im Grab umdrehen ;)
     
  6. Crimson

    Crimson The great Cornholio Premium

    Doch doch, das ganze ist tatsächlich ernst gemeint. Entzündet hat sich das ganze daran, daß Disney, auf dem Umweg über die Firma Miramax, Michael Moore's nächsten Film finanzieren wird, und eine Firma die solches tut, ist natürlich in den Augen der erzkonservativen und christlich-fundamentalistischen Amis die sich in diesem PB tummeln, "sozialistisch", böse, liberal (was in diesen Kreisen eine Beschimpfung darstellt) und vermutlich mit dem Gehörnten im Bunde.

    C.
     
  7. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    @Crimson
    Stammt das aus unserem gemeinsam beliebten Forum... ? :rolleyes:

    Ahhh, jetzt habe ich den Link entdeckt....woher sollte es sonst kommen als von diesen kranken Faschisten... :rolleyes:

    @Poli
    Du solltest da auchmal vorbeischauen! Ist eine zeitlang wirklich lustig. Dann nur noch beängstigend.....
     
  8. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    Ich habe mal gelesen, dass in irgendeinem US-Bundesstaat sämtliche 'Robin Hood'-Adaptationen verboten sind, weil hier kommunistische Werte vermittelt würden (ein pöser Wicht klaut von den Reichen und gibt das Geld, ohne etwas für sich zu behalten, den Armen, und so). Es gibt nichts, was es nicht gibt ;).

    Für jemanden, der Musicals und Märchen nicht mag, sicherlich ;).

    Vielleicht nicht, aber es gab ja wohl keine würdige Konkurrenz :p.
    Wobei es mir immer noch lieber ist, dass 'Spirited Away' gewonnen hat, statt 'Ice Age', du weißt ja, warum.
    Mein Kino hat übrigens überraschend angekündigt, 'Chihiros Reise ins Zauberland' doch zu zeigen... mal sehen.
     
  9. "Disney ist böse"
    @Crimson: Wusst' ich's doch
    :D ;)
     
  10. Hoof

    Hoof weises Senatsmitglied

    WAs haben die gegen die PETA ? :confused: :mad:


    naja..Walt Disney is aber wirklich nicht so Familen-bzw. Kinderfreundlich wie es scheint..jedenfalls unterstützen se auch ganz gut die kinderarbeit in asien.
     
  11. Crimson

    Crimson The great Cornholio Premium

    Die haben gegen ALLES etwas, was in ihren Augen ein bisschen zu "liberal" ist. Geistig-moralisch sind die Leute, die sich in dem Forum wo ich das her habe tummeln in etwa in der McCarthy-Ära stehen geblieben und vermuten hinter jedem Baum einen "Kommunisten" oder Schlimmeres. Die halten auch die britische BBC für ultra-links und damit unglaubwürdig und sind überzeugt, daß Deutschland ein "sozialistisches" Land ist, weil die regierende Partei das Wort "sozial" im Namen führt. Wenn Du die dummen weißen Männer (und Frauen) suchst, über die Michael Moore schreibt, dort findest Du sie!

    C.
     
  12. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

  13. LITTLE EWOK

    LITTLE EWOK LE CHEF

    Disney ist böse....


    Warum?



    WEIL DIE FINDING NEMO BEI UNS ERST AM 20 NOVEMBER IN DIE KINOS BRINGEN :mad:



    Zum Thema. Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, d.h auch das Land der unbegrenzten Klagen, Verbote Strafen etc. Wundert mich also gar nicht.
     
  14. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    Es scheint so, daß ich Amerika immer falsch eingeschätzt habe. Oder einfach mit einer blau-weiß-roten Brille rumgelaufen bin.
    In den letzten Monaten bin ich einfach nur entsetzt, was dort drüben abgelaufen ist.

    Eine Bekannt hat mir neulich mal gesagt, daß die Deutschen inzwischen in ihrer Ortschaft einen Beliebheitsgrad haben, wie dereinst Honecker bei unsere Ostdeutschen Mitbürgen....also furchtbar hoch. :rolleyes: Etwa 99,9 % nach Wahlen. :rolleyes:

    Aber nicht nur das. Wie mit Wahrheit, Meinungsfreiheit und "Gerechtigkeit" in den USA umgegangen wird (nicht nur in diesen speziellen Beispielen wie dem Boycott-Forum aus dem Thread "Meinungsfreiheit" oder Wraith's Beispiel, sondern auch Zeitungen und Magazinen, die man normalerweise als moderat bezeichen kann) ist nicht mehr nur erschreckend. Es ist faschistoid. Nicht mehr und nicht weniger.

    Über den letztendlich wahren Geisteszustand unserer "ganz speziellen" Freunde, von denen Crimson weiter unten gesprochen hat, möchte ich noch nicht mal was sagen..... Auf eine Freundschaft mit einem solchen Land könnte und würde ich für unser Land verzichten. Wer solche Freund hat, braucht keine Feinde mehr.
    Sehen wir die jetztige Situation doch einfach als Chance, uns vom dominierenden Amerika zu lösen. Sicher würde es schwierig werden, aber wer sagt, daß es nicht zwei Mächte auf der Welt geben kann? Oder zumindest einen akzeptablen Gegenpol.

    Nur das ihr mein kleines politisches Statement nicht missversteht:
    Ich habe persönliche Freunde drüben, die ich wieder besuchen will, weil es herzensgute und ehrliche Menschen sind, der Meinung durchaus aus neutral oder zumindest nicht so patriotisch-verblendet ist.....
     
  15. Crimson

    Crimson The great Cornholio Premium

    @ Horatio

    Es stimmt schon was Du sagst (leider) in weiten Teilen. Ich glaube, daß der 11. September die Amis in einen kollektiven Wahn gestürzt hat. Ich denke, dort hat es schon immer sehr viele Leute gegeben, die ein Art diffuse Paranoia hegen, vor Sachen, die ihnen fremd sind. (Was auch Michael Moore sehr gut in seinem Film herausgearbeitet hat) Diese Paranoia konnte aber ganz gut im Zaum gehalten werden, weil sich die Bevölkerung in ihrem Land (zu) sicher wähnte. Seit 9/11 ist damit schluß. Die Mehrheit der Bevölkerung ist wohl bereit dazu, Freiheiten für (vermeintliche) Sicherheit zu opfern. Dies war im 20 Jahrhundert bereits öfter der Fall, z.B. als während des zweiten Welzkrieges Einwohner japanischer Abstammung interniert wurden, oder in der Hochphase des kalten Krieges in der sog. McCarthy-Ära Jagd auf alles "Kommunistische" und "Unamerikanische" gemacht wurde. Allerdings hat das Land sich in diesen Fällen nach einiger Zeit wieder gefangen, und seine Fehler kritisch aufgearbeitet. Ich kann nur hoffen, daß das jetzt auch wieder der Fall sein wird, und das die Leute dort allmählich aufwachen, wenn sie merken, daß sie in ihren fast schon heiligen Grundrechten immer massiver beschnitten werden. (z.B. durch den Patriot II-Act) Denn glücklicherweise mehren sich ja auch die kritischen Stimmen dort drüben, wie z.B. von Norman Mailer, Noam Chomski, Howard Zinn und eben Michael Moore, und selbst (ehemalige) Weggefährten von Bush wie z.B. Scott Ritter machen offen Front gegen die derzeitige Regierung.

    C.
     
  16. LITTLE EWOK

    LITTLE EWOK LE CHEF

    Ihr habs angesprochen in Amerika wird mit Angst regiert.
    Folgen: Man bunkert sich ein, wagt nichts mehr, sieht alles schlecht etc....Die Liste ist lang.
    In Europa ist man zum Teil auch wieder auf diesen Kurs eingeschwenkt.
    Hier in der Schweiz dasselbe und mein schönes Land wird in den nächsten Jahren wohl gewaltig daran zu beissen haben.
    Beispiel: Vor ein paar Wochen haben wir über den Atomausstieg
    abgestimmt. Die Antiausstiegskampagne war geprägt von Angst. Stromknappheit im Winter, man müsse Strom aus dem Ausland impotieren und würde erpressbar. Im Ausstiegskommitee habe es ehemalige ÖkoTerroristen:confused: die schon immer die Atomstrombetreiber kaputtmachen wollten.
    Folge:Ausstieg abgelehnt. Wir bleiben auf einer völlig veralteten Technik sitzen und haben wohl eine grosse Chance verpasst.
    Denn Atommüll kann man ja irgendwo an der afrikanischen Küste versenken:rolleyes:
    Fazit: Angst blockiert und unter Umständen kommts zu ganz komischen Erscheinnungen( siehe Amerika wo sich nach dem 11 Sep unglaublich viele Jugendliche freiwillig sich für 3 Jahre beim Millitär verpflichteten. Einige davon starben im Irak)
     
  17. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    Und ich habe immer gedacht, ihr benutzt geheime Tunnel, die vom Montblanc-Tunnel abzweigen, um den Müll unter euren ausgehölten Bergen abzulegen.... :D ;)

    @Crimson
    In gewisser Hinsicht hat Amerika sich immer gefangen.
    Nach einiger Zeit hat der Missstand immer aufgehört.
    Aber eine richtige Aufarbeitung gab es nicht.

    Ich glaube auch, daß die momentane Problematik nicht wie bei den bisherigen, sich in Luft auflösen wird. Wir haben hier nur eine Möglichkeit, zwischen zwei extremen Ergebnissen zu unterscheiden:
    - einen Pax-americana, den amerikanischen Frieden, mit einem faschistoiden US-Imperium an der Spitze der Welt.
    oder
    - ein Zusammenbruch der amerikanischen Führungsrolle in dieser Welt, der entweder in einer totalen Isolationierung (selbstgewählt oder erzwungen) endet oder mit einem Zerfall jeglichen westlichem Wertebild, wie wir es kennen.
     
  18. LITTLE EWOK

    LITTLE EWOK LE CHEF



    Wir haben extra eine Organisation die Löcher in den Berg bohrt um zu schauen wo man denn Müll Lagern könnte.
    Leider gibts da nur 2 Probleme
    1.100000 Jahre+ sind einfach ne lange Zeit
    2. Ist nicht Wirklich Jemand scharf darauf den Rest seines Lebens ein Gemüsegärtlein zu haben unter dem ein ppar Fässer "spezieller Dünger" lagert.:p
     
  19. moses

    moses Botschafter

    wobei derartige imperien relativ schnell & gewalttätig auseinandergebrochen sind.

    da stellt sich die frage was das "westliche wertesystem" ist & warum es besser sein soll als andere.
     
  20. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    Genau, so wie alle Imperien auseinandergebrochen sind. Mit fortschreitender Geschichte immer schneller ( siehe Paul Kennedy - Aufstieg und Fall der großen Mächte ).

    Mit diesem Ausdruck bezog ich mich auf die Kulturen der "westlichen" Nationen Europas und Nord-Amerikas.
    Ich habe hierbei keineswegs gesagt, daß es "besser" oder "schlechter" als ein anderes ist.
    Ich betrachte es nur so, daß dieser "Fall" alles radikal ändern könnte, so wie wir es kennen. Sowohl in Amerika als auch Europa.
    Denn wenn die Führungsrolle der USA zusammenbricht und (aus unserer Sicht) adequater Gegenpol ist, z.B. ein starkes Europa, könnte Werte zunehmen, die uns neu sind oder sich neu entwickeln (Einflüße von außen oder radikale Umrüche von Innnen).

    Aber irgendwie schaffe ich es nicht, daß auszudrücken, was ich sagen will. Ich hoffe du ahnst, worauf ich hinaus will. ;)

    @LITTLE EWOK
    Wenn's die Ernte steigert, ist es ok... :rolleyes: ;)
     

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