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Dogville

Dieses Thema im Forum "Film & Fernsehen" wurde erstellt von Senator LeiaOrgana, 22. November 2003.

  1. Als ich vor vor einigen Wochen auf Klassenfahrt nach Wien reiste, habe ich mir unter anderem mit einigen Klassenkameraden den Film "Dogville" von Lars von Trier im Kino angesehen. Mich würde nun eure Meinung bezüglich diesem unkonventionellen Film und eure Begründung dazu interessieren.



    EDIT: Anscheinend scheint niemand den Film zu kennen. :(
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. November 2003
  2. Georg Nath

    Georg Nath Senatswache

    Ja, ich war heute in "Dogville" und ich muss sagen, dass er sicher eines der gewagtesten Filmexperimente überhaupt ist. Lars von Trier, sicher einer der wichstigsten und einflussreichsten Regisseure Europas, hat in seinem Film alles elemeniert, was von seinen Figuren insbesondere der von Nicole Kidman überragend gespielten Märtyrerin ablenken könnte. So gibt es keine Bauten, sondern nur eine Kulisse, die in Form eines Bühnenbildes, hermetisch abgeschlossene Abgeschiedenheit abbildet. Im Vordergrund steht von Triers Thema, das gleichzeitig seine Sicht auf Amerika ist. Sein "Dogville", jene abgelegene Gemeinde in den Rocky Mountains, steht für Amerika als ein Ort, der ein feindliches Außen braucht, um überleben zu können. Und die Märtyrerin Grace und ihr Kampf um soziale Anerkennung als Außenseiterin steht für alles was diese Gemeinde scheinbar bedroht. Obwohl "Dogville" im direkten Vergleicht zu von Triers bestem Film "Breaking the Waves" sicher in der ersten Stunde zu langatmig geraten ist, hat mich vor allem die Konsequenz seiner Erzählung sehr beeindruckt. Ein brutaler und schmerzhafter, aber ein großer Film.
     

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