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Elizabeth Irons

Dieses Thema im Forum "Organisationen und Mitglieder" wurde erstellt von Elizabeth Irons, 5. Januar 2012.

  1. Name: Elizabeth "Liz" Irons
    Spezies: Mensch
    Geschlecht: weiblich
    Größe: 1,75 Meter
    Alter: 34 Jahre
    Herkunft: Metellos, aufgewachsen auf Eshan

    Zugehörigkeit: Flotte der Neuen Republik
    Dienstgrad: Commander
    Funktion: Captain der Deliverance


    Militärischer Werdegang
    • Grund- und Offiziersausbildung: Zeemacht Sector Naval Academy, Graduierung als Ensign
    • Erstverwendung: CR90-Korvette Agility [Sensorik- und Kommunikationsoffizier] | Systemstreitkräfte Eshan
    • Versetzung und Beförderung zum Sub-Lieutenant : EF76 Nebulon-B-Fregatte Durable [Navigationsoffizier] | Systemstreitkräfte Eshan
    • Beförderung zum Lieutenant: Ebd. [Zweiter Offizier] | Systemstreitkräfte Eshan
    • Versetzung und Beförderung zum Lieutenant Commander: Dreadnaught-Kreuzer Intrepid [Erster Offizier] | Systemstreitkräfte Eshan
    • Selbsternennung zum Commander und Überlaufen zur Neuen Republik
    • Legitimation des Dienstgrades durch neurepublikanische Militärgerichtsbarkeit


    Verwandtschaft
    • Vater: Igtor Irons, ehemaliger Gouverneur von Eshan. Dieser Mann stellt das Sinnbild der imperialen Bürokratie dar: Eigentlich nicht sehr ideologisch, aber getrieben von einem hohen Berufsethos ist er die personifizierte Technokratie. Allein sein immenser Arbeitseifer trug ihn durch die Hierarchie der Verwaltung, vom mittelständischen Präfekten auf Metellos zum Angehörigen der gesellschaftlichen Elite im Inner Rim. Die Tätigkeit dort als Statthalter des Planeten Eshan, wichtig für die Royal Guard aufgrund der Kampfkünste der Einheimischen, hätte - neben der politisch geschickten Einheirat in die altehrwürdige Kernwelten-Familie Devaad – nach Meinung der Öffentlichkeit das Sprungbrett zur Position des Moffs sein können, wäre nicht der Verrat der eigenen Tochter dazwischen gekommen. Durch diesen mitsamt der restlichen Familie in das Blickfeld des ISB geraten, bewahrte den einstmals Aufstrebenden lediglich der Propagandawert seiner Söhne vor dem Internierungslager oder der sofortigen Erschießung. Somit begnügte man sich damit, Igtor Irons lediglich in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzen, welchen er - ständig zwischen ohnmächtiger Wut und dumpfer Depression schwankend – exzessiv für die Planung eines Comebacks oder das Verfluchen seines jüngsten Kindes nutzt.
    • Mutter: Ameesa Irons (geb. Devaad), Baroness zu Xenvaer, Miteigentümerin von Archais Press. Senatoren, Botschafter, Generäle und Admiräle gehören zur langen Liste der Vorfahren Ameesas. Als weiblicher Abkömmling des Hauses Devaad, einer edlen, aber verarmten Dynastie Alsakans wurde sie schon seit jüngsten Jahren zur Ehefrau und Repräsentantin an der Seite ihres zukünftigen Gatten erzogen - zur vollkommenen Zufriedenheit der Eltern. Aber auch der seinerzeit noch vielversprechende (und vor allem gut situierte) Igtor Irons, welcher sich als gebürtiger Angehöriger der Mittelschicht von einer Verbindung mit dem alten Adel den beruflichen Aufstieg erhoffte, fand ausreichend Gefallen am sicheren gesellschaftlichen Auftreten der jungen Baroness, um einer Vernunftheirat zuzustimmen, die insgesamt zwei Söhne und eine Tochter hervorbrachte. Der damalige Legat, immer bedacht auf seine Karriere innerhalb eines zutiefst patriarchalen Systems, widmete seine Aufmerksamkeit jedoch stets nur den männlichen Nachkommen. Ameesa, eingedenk der eigenen Vergangenheit, nahm sich währenddessen verstärkt der Tochter an und während der zahlreichen öffentlichen Aufritte als Frau des Gouverneurs auch mit. Sie war es auch, die "Liz" durch die großzügige Spende von Fachliteratur, herausgegeben vom familieneigenen Verlag Archais Press, an die Zeemacht Sector Naval Academy den Beginn der so ersehnten Militär-Laufbahn ermöglichte. Ihre Enttäuschung hielt sich nach der Desertion des bevorzugten Kindes dementsprechend in Grenzen, wünscht sie diesem doch insgeheim, nicht ebenfalls ein Leben im "goldenen Käfig" fristen zu müssen.
    • Brüder: Commodore Delpho Irons (5th Special Service Squadron "Emperor's Own") und Lieutenant Colonel Andall Irons (32th Armor Regiment "Bastion's Finest"), beide derzeit vom aktiven Dienst befreit und der KOMENOR unterstellt. Selten wohl sind zwei Brüder so oft auf Plakaten verewigt, in Holo-Filmen aller Genres dargestellt oder bei öffentlichen Kundgebungen so frenetisch bejubelt worden wie diese beiden. Nach diversen Heldentaten im Kampf gegen die Neue Republik mit Auszeichnungen überhäuft und von den Propagandabehörden vollmundig als "Stolz des Imperiums" betitelt, haben die Streitkräfte sie infolge längeren Ringens an die Kommission zur Erhaltung der Neuen Ordnung "ausgeliehen". Unter deren Banner reisen beide nun kreuz und quer von Termin zu Termin durch die Galaxis, um Milliarden von Heranwachsenden für den Dienst beim großen Militär Seiner Majestät zu begeistern oder die Moral der Truppen durch Frontbesuche zu heben. Begleitet werden sie dabei permanent von einer wahren Flut aus Leibwächtern der CompForce, PR-Beratern und sonstigen Managern - die allesamt peinlich darauf achten, dass die restliche Familie der Geschwister niemals öffentlich zur Sprache kommt.


    Biographie

    Der Begriff "Missachtung" beschreibt die Kindheit Elizabeths wohl am besten: Im Gegensatz zu den beiden älteren Brüdern erhielt sie nie die Aufmerksamkeit oder gar die Zuneigung ihres Vaters, dessen ganzes Herz vollkommen seinen männlichen Nachkommen, seinen Stammhaltern in der patriarchalen imperialen Gesellschaft gehörte. Für sie engagierte er die besten Lehrer Metellos', allein ihren allabendlichen Erzählungen lauschte er, ihnen verhalf er mit seinem (damals noch nicht unbeträchtlichen) Einfluss zur Versetzung in prestigeträchtigere Einheiten der Streitkräfte. Dem weiblichen Nachwuchs hingegen wurde lediglich die zweifelhafte Ehre zuteil, von diversen älteren Damen zur "guten Frau im Sinne der Neuen Ordnung" erzogen zu werden – was letztendlich gleichbedeutend mit etlichen Kuppeleien und ebenso vielen Anstandsbesuchen bei Angehörigen der gesellschaftlichen Elite ist.

    All das änderte sich auch nicht, als der Haushalt infolge der Beförderung des Familienoberhaupts zum Gouverneur nach Eshan zog. Im Gegenteil, infolge des Dienstantritt der beiden Geschwister beim Militär und den daraus resultierenden Berichten während der Heimaturlaube wandte sich Igtor vollkommen von seiner Tochter ab, welche bisher immer in kindlicher Naivität und totaler Verkennung der aus ihrem Geschlecht folgenden Problematik gehofft hatte, durch konformes Benehmen die Aufmerksamkeit des Vaters zu erlangen. Ameesa, von der sich permanent weiter aufstauenden Frustration Elizabeths an den eigenen Lebenslauf erinnert, nahm die inzwischen zum Teenager Herangewachsene daraufhin öfter auf anstehende Geschäftsreisen rund um den Planeten mit, während der sie - als Ehefrau des imperialen Machthabers - die Bevölkerung für das herrschende System zu gewinnen versuchte. Hier kam ihre bald schon ständige Begleiterin, vorher im Palast der Verwaltung von der Außenwelt meist systematisch abgeschottet, erstmals wirklich in Kontakt mit den ansässigen Echani – und deren weiblich dominierter Kultur.

    In den Dörfern der Einheimischen, weit weg von der Propaganda der KOMENOR, entdeckte sie ein Leben in Unabhängigkeit, in Selbstbestimmung und adaptiere die Wertvorstellungen der Kriegerkultur teilweise. Anfangs nur zögerlich, von der eigenen Sozialisation beschränkt, mit zunehmender Entfremdung des Vaters aber immer stärker, in der Annahme, mithilfe des sukzessiv hinzugewonnenen Selbstbewusstseins durch geleisteten Dienst beim Militär endlich die Achtung des Erzeugers zu erringen, so wie Delpho und Andall auch. Der dabei drohende Chauvinismus hatte vielleicht für die frühere, brave Elizabeth ein Hindernis dargestellt, nicht jedoch für Elizabeth, Freundin der Echani. Dank der Aufwendung großzügiger Spenden seitens der verständnisvollen Mutter wurde tatsächlich ein Eintritt in die Zeemacht Sector Naval Academy möglich. Auf selbige konnte Ameesa als Angeheiratete eines Gouverneurs im lokalen Verwaltungsbezirk beträchtlichen Druck ausüben – allerdings nur sehr diskret, da ihr am Leben der gemeinsamen Tochter ohnehin nur marginal interessierte Partner (recht problemlos) im Glauben belassen werden musste, der weibliche Nachwuchs befinde sich für eine längere Zeit zwecks Ermittlung möglicher Ehekandidaten in den Kernwelten.

    Umso fürchterlicher – und rational betrachtet auch erwarteter – war die Wut, als die Wahrheit in Form eines stolz präsentierten, durchschnittlichen (sprich: für eine Frau im Imperium überragenden) Abgangszeugnisses der Akademie: Igtor sah die im Angesicht von Demütigungen, Schweiß und vielen Tränen erkämpften Rangabzeichen eines Ensigns keineswegs als Auszeichnung, vielmehr als Schandfleck der Familie. Die Tochter eines aufstrebenden Gouverneurs als Offizier an Bord irgendeines Schlachtschiffs – abnormal, fast schon wider die Natur! Er versuchte, zerrissen vor Scham ob dieses verwandtschaftlichen Fehlstritts, alle Beweise der noch jungen Karriere zu vernichten, doch der Schaden war bereits angerichtet: Als nur mittelmäßiger Kadett nicht zur weitaus glamouröseren Angriffsflotte gekommen, trat Elizabeth ihren Dienst in den heimatlichen Systemstreitkräften Eshans an – die einzige Verwendung in all den Jahren unter imperialem Banner, denn ihr Vater lehnte kategorisch jedes Versetzungsgesuch ab, schickte die eigene Tochter stattdessen immer wieder an Bord heillos veralteter Schiffe auf reine Selbstmordkommandos, um die Verwandtschaft von ihrem schwarzen Schaf zu befreien.

    Doch Elizabeth überlebte, kehrte jedes Mal zurück, musste deshalb auf Druck liberaler gesinnter Vorgesetzter gezwungenermaßen irgendwann befördert werden – und verbitterte dennoch zusehends mehr, in jeder freien Minute die Erkenntnis vor Augen, vom Familienoberhaupt niemals Akzeptanz, nur Verachtung zu ernten, vollkommen unabhängig von geleisteten Taten. Überall im Imperium würde es so sein und ewig so bleiben. Überall im Imperium – aber nicht in den Reihen der Neuen Republik, in den Reihen des immer als terroristisch dargestellten Feindes. Etliche schlaflose Nächte, erfüllt vom Kampf des Pflichtbewusstseins gegen das Gerechtigkeitsempfinden, brachten schließlich einen schon seit Jahren gärenden, aber immer wieder verdrängten Entschluss hervor: Während einer nur mit halber Mannschaft ausgeführten Überstellung des Dreadnaught-Kreuzers Intrepid an die Werften im benachbarten Sektor zwecks notwendiger Reparaturen, meuterte Lieutenant Commander Irons als Erster Offizier gegen den eigentlichen Captain und lief nach einer längeren Schleichfahrt quer durch das imperiale Territorium bei Belsavis zu den "Rebellen" über, dort suchend, was ihr zeitlebens verwehrt geblieben war: Anerkennung.



    Charakter

    Uniformen und Abzeichen lassen sich jederzeit wechseln, Ideologien hingegen nicht. Besonders wenn sie von Kindesbeinen an vermittelt wurden: In der Tiefe ihres Herzens ist Elizabeth eigentlich noch immer eine Imperiale. Zwar führen jüngere Vergangenheit und diverse politische Seminare der neurepublikanischen Streitkräfte zu einer gewissen Distanz gegenüber der Neuen Ordnung, das verhindert aber nicht ein immenses Misstrauen "Aliens", Jedi und demokratisch gesinnte Politiker betreffend. Einzig genehmen Militärs wird uneingeschränkte Achtung zuteil – selten jedoch den an imperialen Akademien als zutiefst "rebellisch" verschrienen Sternenjäger-Piloten.

    Überhaupt ist die Prägung ehemaliger Ausbildungsstätten kaum zu übersehen: Endlose Monate der sowohl körperlichen als auch psychischen Qualen durch Lehrende und Mit-Studierende haben den Commander abstumpfen lassen, sie reproduziert lediglich die am eigenen Leib erlittene Härte, welche nur noch von einem schier unstillbaren Durst nach Bestätigung übertroffen wird. Tatsächlich jedoch ist ihr gesamtes Auftreten einziger Ausdruck eines gut verborgenen und noch besser vor sich selbst verleugneten Minderwertigkeitskomplexes, der permanent die Angst vor Nicht-Beachtung schürt. Nicht-Beachtung, wie sie in jüngsten Jahren viel zu oft erfahren wurde.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. November 2012
  2. Technische Daten

    Hersteller: Rendili StarDrive
    Länge: 600 Meter
    Hyperraumantrieb: Klasse 2 (Klasse 18-Backup)
    Sublichtgeschwindigkeit: 40 MGLT
    Rumpfstärke: 1.056 RU
    Schildstärke: 1.920 SBD

    Bewaffnung:
    • 10 Laserkanonen
    • 20 leichte Vierlingsturbolaserkanonen
    • 10 Turbolaserbatterien
    Jäger: Kampftruppen:
    • 43rd Heavy Infantry Regiment "Victorious Vanguard" [ca. 2300 Bodentruppen samt Fahrzeugen]
      [*]678th Marine Battalion [ca. 600 Flotteninfanteristen]

    Weitere Schiffe: diverse Fähren und Landungsboote
    Mannschaft: 16.210 Mann
    Vorräte: 2 Jahre
    Frachtkapazität: 9.000 metrische Tonnen



    Tour of Duty

    Stapellauf: Rendili, getauft auf den Namen Liberator
    Dienstantritt: 1st Fleet, Outer Rim Command
    Einsatz: Operation Uphold Freedom [Minos-Sternhaufen] unter Befehl von Vice Admiral Danna Foss
    Einsatz: Operation Crossroads [Rimma-Handelsroute] unter Befehl von Vice Admiral Danna Foss
    Einsatz: Operation Hammerblow [Ryloth] unter Befehl von Commodore Nylt Sabis
    Verleihung: Distinguished Service Award, Valor Under Fire Citation
    Einsatz: Operation Winter Breeze [Hoth] unter Befehl von Commodore Nylt Sabis
    Reorganisation: Übernahme in die neu gegründeten Streitkräfte des Galaktischen Imperiums unter dem Namen Intrepid
    Partielle Außerdienststellung: Versetzung zu den Sektorstreitkräften im Atravis-Sektor unter Befehl von Captain Yorge Harlow
    Einsatz: Operation Just Cause [Mustafar] unter Befehl von Captain Yorge Harlow
    Endgültige Außerdienststellung bei Polis Massa
    Reaktivierung: Versetzung zu den Systemstreitkräften bei Eshan unter Befehl von Commander Regor Clayn
    Einsatz: Operation Neighbourhood Watch [Tirahnn] unter Befehl von Commander Regor Clayn
    Desertion: Meuterei und Übertritt zur Neuen Republik bei Belsavis unter Befehl von Lieutenant Commander Elizabeth Irons
    Reorganisation: Übernahme in die Streitkräfte der Neuen Republik unter dem Namen Deliverance



    Die knapp 9000 Mann umfassende Rumpfbesatzung der ehemaligen Intrepid mag zur Neuen Republik übergelaufen sein, aber mit Blick auf die bereits einmal bewiesene Illoyalität gegenüber dem eigenen Dienstherrn muss die Sympathie für die Demokratie nicht unbedingt dauerhafter Natur sein. Dieser Annahme und dem Grundsatz "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" folgend hat der militärische Nachrichtendienst an Bord des betagten Kreuzers ein nur schwer fassbares Netz aus Informanten installiert – und damit effektiv eine tiefe Spaltung innerhalb der Crew hervorgerufen: Die ehemaligen Imperialen sehen in jedem der ungefähr 7000 zur Wiederherstellung der optimalen Einsatzfähigkeit abkommandierten Republikaner einen potenziellen Spitzel, während die - pikanterweise größtenteils aus Aliens bestehende - Gegenseite jegliche Aktivität der vormaligen Feinde als Auftakt zu einem gigantischen Komplott gegen die Verfassung begreift.
    Dementsprechend gereizt ist die Atmosphäre in den meist heillos überfüllten Gängen. Commander Irons reagiert auf die nicht selten eskalierenden Auseinandersetzungen beider Parteien mit dem einzigen Mittel, das sie während ihrer Zeit an der Akademie wirklich kennengelernt hat: Drakonische Härte, oft nur noch haarscharf im Rahmen des gesetzlich Erlaubten. Kaum eine Woche vergeht ohne Rations-Kürzungen, disziplinarische Verweise oder massenhafte Aufenthalte im streng abgeschotteten Arrest-Bereich, wo aufgrund geborstener Leitungen, abblätternder Wandverkleidungen und ähnlicher Anzeichen der Materialermüdung katastrophale Zustände herrschen. Die zahllosen Mechaniker arbeiten zwar pausenlos daran, die "alte Dame" halbwegs funktionsfähig zu halten, sind durch immer neue Systemausfälle in ihrem Bemühen aber auf die kriegswichtigen Sektionen beschränkt und erlauben dem Zahn der Zeit so, fast überall ungehindert zuzuschlagen. Selbst die Einrichtung im Quartier des Kommandanten bietet einen nur noch bestenfalls rustikalen Komfort. Einzig die Bilder ihrer Vorgänger samt deren Auszeichnungen werden von der aktuellen Bewohnerin gepflegt und erinnern sie schmerzlich daran, dass das ehemals stolze Flaggschiff heute vergeblich dem Ruhm der Vergangenheit nachjagt.



    Nennenswerte Mitglieder der Besatzung

    Erster Offizier - Lieutenant Commander Ahaak Ni (Togruta, männlich). Für seine Spezies typisch umgänglich, fürsorglich, bescheiden – und das krasse Gegenteil des Captains, so könnte man die Nummer Zwei der Deliverance beschreiben. Wo der einfache Crewman die oberste Instanz an Bord regelrecht fürchtet, verehrt er deren um das Leben des Einzelnen bemühten Stellvertreter. Selbstverständlich bleiben derartig unterschiedliche Auffassungen der Truppenführung nicht ohne Konsequenzen: Schon mehr als einmal kam es hinter verschlossenen Türen zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden dienstgradhöchsten Offizieren des Schiffs und es steht kaum zu erwarten, dass sich dieser Zustand in allzu naher Zukunft bedeutend verändern wird.

    Waffenoffizier – Lieutenant Sunder Garrick (Mensch, männlich). Als mit den Offensivsystemen Betrauter ist er der größte Leidtragende der ständigen Fehlfunktionen – und betont das auch immer wieder gerne, immerhin standen vor wenigen Monaten noch die natürlich einwandfrei arbeitenden Turbolaser eines imperialen Schiffes unter seiner Leitung. Dementsprechend häufig sind auf der Brücke Lamentos über die "gute alte Zeit" zu hören, auch wenn der bullige, tendenziell aufbrausende Mann von Kuat die Notwendigkeit der Desertion durchaus anerkennt. Um den entnervenden Ausfällen in seinem Verantwortungsbereich entgegen zu wirken, schraubt er mit etlichen Untergebenen in der dienstfreien Zeit seit Neuestem an einigen PG-5-Droiden herum, von deren Modifikation er sich eine deutlich verbesserte Einsatzfähigkeit der Geschütze erhofft.

    Navigationsoffizier – Sub-Lieutenant Ors Delvin (Mensch, männlich). Als waschechter Corellianer mit einer unendlich langen Linie von raumfahrenden Ahnen – seien es Frachterkapitäne, Sternenjäger-Piloten oder eben Navigationsoffiziere – gesegnet, stellte sich ihm nie wirklich die Frage nach dem späteren Lebensweg: Er trat den Dienst bei der imperialen Flotte an, flog wie fast alle seine Verwandten zu den Sternen und folgte seinem Captain ohne größere Bedenken auf die Seite der Neuen Republik, denn seine einzig große Leidenschaft ist das All, nicht die Politik. Diesem Interesse sind auch seine guten Kontakte zum BoSS geschuldet, aufrechterhalten durch den ganz persönlichen Anspruch, jede neu entdeckte Hyperraumroute fast schon manisch zu katalogisieren, um so die Reisen des Schiffs möglichst effizient und zugleich sicher zu gestalten.

    Sensorik- und Kommunikationsoffizier – Sub-Lieutenant Luun Tumb (Sullustaner, weiblich). Wie viele andere Vertreter ihrer Spezies auch, brilliert die primär für das Nachrichtenwesen an Bord Zuständige vor allem durch ein gesteigertes Mitteilungsbedürfnis – zumindest rein äußerlich. Tatsächlich jedoch verbirgt sich hinter der scheinbar dauerhaft fröhlichen, unbeschwert daher plaudernden Fassade das Oberhaupt der Geheimdienst-Sektion der Deliverance. In dieser Funktion sind die übergroßen Ohren der Tochter eines SoroSuub-Ingenieurs offenbar omnipräsent, kein noch so unbedeutendes Gerücht entgeht ihnen. Trotz derartiger Erfolge beginnt die mittlerweile jahrelange Tätigkeit als Spitzel jedoch langsam auf das sonst so optimistisch eingestellte Gemüt der Sullustanerin zu drücken, besonders da Lieutenant Commander Ni vom Captain immer wieder fälschlicherweise der Spionage bezichtigt wird.

    Leitender Ingenieur – Lieutenant Zix (Verpine, aktuell männlich). Für die meisten Angehörigen der Flotte ist ein Dreadnaught lediglich ein veralteter Schrotthaufen, für den "Chief" hingegen ist er nicht weniger als das Paradies. Denn wohl selten gibt es einen Ort, an dem er tagtäglich nach Herzenslust an so ziemlich der gesamten Umgebung - bevorzugt aber dem Hyperraumantrieb - herum werkeln kann. Nichts ist für ihn faszinierender als irgendeine kaputte Gerätschaft, auch wenn die Freude darüber zahllosen Kollegen schon mehr als einmal auf die Nerven gefallen ist. Nur allzu oft verlässt er den Maschinenraum und durchstreift die weniger gut gewarteten Sektionen, immer auf der Suche nach einer neuen Aufgaben für seinen genialen Geist, der laut anhaltender Gerüchte maßgeblich an der Entwicklung des B-Wings beteiligt war.

    Staffelführer - Major Gass Dreeg (Duros, männlich). "Gray Leader" ist ein Rebell der ersten Stunde und steht somit kurz vor dem Ruhestand, auch wenn man das Alter dem noch immer gut trainierten Körper nicht ansieht. Hinter ihm liegen mehrere Jahrzehnte im Dienste der Freiheit und die typische Karriere vieler Kameraden "von damals, als unsere Sternenzerstörer noch Blockadebrecher waren": Keine akademische Ausbildung zum Offizier, keine vergleichbare Schulung, aber viel Begeisterung für die Sache der Neuen Republik – die er gerade im Angesicht eines ehemalig imperialen Commanders nur allzu gerne zu zeigen bereit ist. Diese Konfliktfreudigkeit hat dem Veteranen schnell einen Platz ganz oben auf der Unbeliebtheits-Skala Irons' gesichert, nur knapp hinter dem XO. Es verwundert also kaum, dass die Gray Squadron eher selten den Hangar verlassen darf, auch wenn die zweifelhafte Modernität der verwendeten BTL-A4 Y-Wings daran nicht ganz unschuldig sein dürfte.

    Schiffsarzt – Dr. Nilli Serdona (Mensch, weiblich). Auch wenn Elizabeth Irons kein Mitglied des Führungspersonals jemals wirklich als "Freund" bezeichnen könnte (und das wohl auch niemals wollte), kommt die von Rhinnal stammende Medizinerin dieser Rolle doch recht nahe. Dank der unterschiedlichen Aufgabenbereiche nur selten durch strategische oder überhaupt militärische Dispute entzweit, haben sich beide Frauen so weit an die Eigenheiten des jeweils Anderen gewöhnt, dass einem gelegentlichen Zusammensein bei einer guten Flasche corellianischen Whiskeys nichts im Wege steht. Bei solchen privaten Treffen erwirkt die um die Gesundheit ihrer Schutzbefohlenen stets Besorgte hin und wieder - eingedenk der hygienischen Situation an Bord – die Milderung eines vom Captain ausgesprochenen Urteils oder sogar eine komplette Revision.

    Regimentskommandeur - Lieutenant Colonel Fergano (Xexto, männlich). Der vermutlich einzig wirklich neutrale Offizier der Führungsriege an Bord, nicht nur aufgrund der Bodentruppen-Zugehörigkeit. Zwar ein überzeugter Verfechter der Demokratie, misstraut er dem Captain dennoch nicht wegen dessen Vergangenheit, denn kaum etwas hat dem Leben des gerade einmal eineinhalb Meter großen Wesens bisher so viel Aufregung verschafft wie das Galaktische Imperium – und nichts ist für einen wahren Sohn Troikens wichtiger. Nur möglichst nah am direkten Geschehen der Schlacht, umgeben von den Soldaten seines überwiegend aus Infanterie und unterstützender Artillerie bestehenden Regiments, kann er seine permanente Gier nach "Action" befriedigen, was auch schon diverse ausgeschlagene Beförderungen zur Folge hatte. Auf der Deliverance hingegen dient seine Stimme ironischerweise oftmals als die Vernunft, weshalb die ihm unterstellten Angehörigen der Armee dort sowohl von Ex-Imperialen als auch Republikanern zumindest mit wohlwollender Toleranz behandelt werden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. November 2012

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