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[FICTION] Schattenkrieg (40 ABY / Legacy of the Force)

Dieses Thema im Forum "Fan-Filme, Fiction und Art" wurde erstellt von OceanGipsy, 6. Juli 2008.

  1. OceanGipsy

    OceanGipsy Wynssa Tavira

    So, ich habe mich einmal dazu durchgerungen, hier meine FanFic zu posten und hoffe auf viele Kommentare, konstruktive Kritik ist zu jedem Zeitpunkt erwünscht. Angesiedelt ist das ganze im Jahre 40 nach der Schlacht von Yavin, kurz vor den Ereignissen von Legacy of the Force. Im späteren Verlauf der Geschichte wird sich diese auch in den Zeitraum von LotF bewegen und die dort beschriebenen Ereignisse werden eine Rolle spielen.
    Viele der handelnden Charaktere sind eigene Kreationen, es werden jedoch auch einige alte Bekannte ihren Auftritt haben. Die Liste mit den wichtigen Personen wird im Laufe der Zeit ergänzt werden, wenn andere Charaktere ins Rampenlicht treten.
    Das Genre lässt sich nicht exakt definieren, es werden aber auf jeden Fall Action-Elemente und Herzschmerz (und ein wenig Kitsch xD) ihren Platz finden. Thriller-Anteile wohl auch und vielleicht auch noch ein wenig mehr.



    Schattenkrieg

    Disclaimer: Die Marke 'Star Wars', die Fiktion und sämtliche Begriffe, Figuren, Charaktere etc daraus gehören George Lucas. Diese Fanfiction dient der Unterhaltung und ist ohne jedes finanzielle Interesse geschrieben und veröffentlicht worden. Verantwortung und Copyright für den Inhalt der Geschichte verbleiben beim jeweiligen Autor. Eine Verletzung von Urheberrechten ist nicht beabsichtigt.

    Die Blackwater PMC ist eine Hommage an die real existierende Firma Blackwater Worldwide (ehemals Blackwater USA), die zusammen mit anderen Militärdienstleistern im Irak die Wiederaufbaubemühungen, wichtige Personen und Orte überwacht und sichert. Captain Erin Korus ist ein kleiner Tribut an meinen Vorgesetzten im hiesigen Rollenspiel, Wes Korus.




    Wichtige Personen

    Blackwater Private Military Corporation
    Colonel Sazen Derrik, Ex-Katarn Commando, Jedi-Meister, Lehrer von Felina, Gründer, Leiter und Inhaber der Blackwater PMC; Mensch
    Captain Erin Korus, Kommandantin der Stormbringer, Duros
    Lieutenant Felina, Jedi, Schülerin von Sazen Derrik; Chiss-Mensch-Hybride

    Galaktische Föderation freier Allianzen
    Cal Omas, Staatsoberhaupt; Mensch
    G'vli G'Sil, Vorsitzender des Sicherheitsrates; Mensch
    Großadmiral Gilad Pellaeon, Oberbefehlshaber des Militärs; Mensch

    BlasTech Industries

    Czerka Arms

    Golan Arms

    Merr-Sonn Munitions
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juli 2008
  2. OceanGipsy

    OceanGipsy Wynssa Tavira

    Prolog

    Blackwater PMC ließ heute morgen verlauten, dass Blackwater die Überwachung und den Schutz der Bemühungen zum Wiederaufbau des im Yuuzhan Vong-Krieg verheerten Planeten Atzerri leiten wird. Einstmals ein florierendes Handelszentrum sind die Wiederaufbauarbeiten nach den Zerstörungen durch die Yuuzhan Vong immer wieder durch Unruhen und Konflikte zwischen verschiedenen Händlerorganisationen behindert worden. Die verschiedenen Gruppierungen fürchten, dass eine von ihnen eine Vormachtstellung erreichen könnte und scheuen offensichtlich nicht vor dem Einsatz von Gewalt zurück. Bisher starben nach offiziellen Angaben dreiundfünfzig Personen und unzählige weitere wurden Verletzt. Die Dunkelziffer rangiert aller Wahrscheinlichkeit nach in wesentlich höheren Bereichen.
    Blackwater PMC ist eine kurz nach dem Ende des Yuuzhan Vong-Krieges gegründete private Militär- und Sicherheitsfirma und stellt die größte ihrer Art dar. Gründer und Leiter des Unternehmens ist Colonel Sazen Derrik, der zuvor bei den Katarn-Commandos diente und zum Jedi ausgebildet wurde. Nachdem der Krieg geendet hatte verließ er den Orden aus bisher unbekannten Gründen und rief Blackwater ins Leben. Zuletzt in die Schlagzeilen geriet die Firma durch den Ankauf eines Sternzerstörers der Nebula II-Klasse. Viele Politiker sprachen massive Bedenken aus, dass ein voll
    bewaffneter Sternzerstörer in der Hand einer nichtstaatlichen Organisation ein immenses Sicherheitsrisiko darstelle.
    Es ist jedoch nicht zu leugnen, dass Blackwater diese Feuerkraft benötigen wird, um für Frieden und Ordnung auf Atzerri zu sorgen. Momentan wird der Planet von einem regelrechten Privatkrieg zwischen den Händlergruppierungen heimgesucht, in dem die Kombattanten auch vor dem Gebrauch von militärischen Waffensystemen keinen Halt machen.

    - HNE-Nachrichten​


    BÜRO DES STAATSOBERHAUPTS, SENATSGEBÄUDE, CORUSCANT​

    Cal Omas ließ sich seufzend hinter seinem Schreibtisch nieder und sah seine Berater an. In seinem Gesicht waren Müdigkeit und Resignation nicht zu übersehen.
    „Also gut, wie viel Zeit bleibt uns, bevor die ersten Senatoren aufschreien?“

    „Vermutlich bis heute Mittag. Länger dürften sie wohl kaum still bleiben“, antwortete G'Sil, der Vorsitzende des Sicherheitsrates. „Aber sie werden wieder zur Ruhe kommen, sobald Blackwater die ersten Erfolge zu vermelden hat. Und das dürfte nicht allzu lange dauern, Blackwater besteht durch die Bank aus Profis.“

    „Wir haben keine Wahl und das wird der Senat verstehen müssen“, schaltete sich Großadmiral Pellaeon ein. Der Mann mit weißem Haar, weißem Schnauzbart und ebenso weißer Uniform war ein ehemaliger Imperialer, der mittlerweile ein hohes Alter erreicht hatte aber noch immer bei bester Gesundheit war und sein Amt als Oberbefehlshaber der Verteidigungsflotte der Galaktischen Allianz mit Leidenschaft ausfüllte. „Uns fehlen die Reserven, um auf jedem einzelnen Planeten lokale Konflikte überwachen zu können. Auf diese Art verhindern wir, dass unsere Reserven überstrapaziert werden und eliminieren gleichzeitig die Gefahr, die Blackwater darstellen würde, wenn eine der Konfliktparteien die Firma anheuern würde.“

    Omas runzelte die Stirn und begann leise und bedächtig zu sprechen: „Sollten wir aus diesem Grund nicht noch mehr derartige Unternehmen anheuern? Blackwater mag bei weitem die mächtigste sein und durch diesen Sternzerstörer im Blick der Öffentlichkeit stehen, aber diese Firmen verfügen alle über eine eigene Flotte und eine nicht gerade kleine Armee. Es ist nur der Sternzerstörer, der die von Blackwater ausgehende Gefahr so viel größer erscheinen lässt. Jede einzelne dieser Firmen stellt eine Gefahr dar.“

    „Ihr mögt Recht haben. Und wenn wir das machen, dann werden sie nicht nur von der Liste der potenziellen Söldner gestrichen, die von den Konfliktparteien in Anspruch genommen werden könnten, sondern sie würden im Gegenteil zusätzlich noch bei der Sicherung der fraglichen Planeten einen Beitrag leisten. Was denkt ihr, Großadmiral?“, sinnierte G'Sil bevor er sich an Pellaeon wandte.

    „Vermutlich sollten wir das tatsächlich machen. Es würde unser Militär stark entlasten und uns wesentlich mehr Spielraum geben. Ich werde meinen Stab eine Liste von Unternehmen, die in Frage kommen, sowie möglichen Einsatzorten aufstellen lassen.“

    „In Ordnung. Nun muss ich sie leider bitten, mich zu verlassen, ich habe noch einige Angelegenheiten, um die ich mich kümmern muss“, sagte Omas, während er sich erhob und um seinen Tisch herum ging. Er geleitete seine beiden Berater bis zur Tür des Büros und sah dann kopfschüttelnd aus dem Fenster, als sie gegangen waren. Er mochte nicht wissen, was er mit diesem Gespräch ausgelöst hatte.


    QUARTIER DES KOMMANDANTEN, STERNZERSTÖRER STORMBRINGER, IM ORBIT ÜBER URFON, AXUM-SYSTEM, AZURE-SEKTOR, KERNWELTEN​

    Sazen Derrik stand am Sichtfenster seines Quartiers und beobachtete die Flotte, die sich rund um ihn versammelte. Mochte auch die Stormbringer das mächtigste Schiff sein, dass sie vorzuweisen hatten, so fanden sich doch unzählige andere Schiffe, die ebenfalls eine gewaltige Schlagkraft besaßen und eine nicht geringe Anzahl an Truppen und Jägern transportierten.

    Flüchtig fragte er sich, weshalb die halbe Galaxis Angst vor diesem einen Sternzerstörer hatte, wo doch die restliche Flotte so viel mächtiger war. Nun, es sollte nicht seine Sorge sein, seine Aufgabe war es jetzt, Atzerri Kontrolle und Ordnung zu bringen. Und ohne diese Flotte würde das wohl kaum im Bereich des möglichen liegen, wenn die letzten Berichte stimmten.

    Angeblich hatten die am Konflikt beteiligten Konzerne mittlerweile begonnen, den Dienst von professionellen Söldnern in Anspruch zu nehmen und auch der Einsatz von Jägern und anderem Kriegsgerät war berichtet worden. Von Czerka Arms war dieser Schritt wohl zu erwarten gewesen, hatten sie doch in den vergangenen Jahrtausenden bewiesen, dass sie vor wenigen Maßnahmen zurückschreckten, um ihren Profit zu maximieren. Wirklich problematisch wurde die Sache dadurch, dass sich mit BlasTech Industries, Golan Arms und Merr-Sonn Munitions drei weitere Konzerne in den Konflikt einmischten, die eine gigantische Waffenindustrie besaßen. Theoretisch hatten diese vier Konzerne alles, was sie brauchten, um einen Krieg zu führen. Ihnen fehlten ledig-lich die Soldaten mit entsprechenden Kenntnissen. Doch da jetzt scheinbar auch Jäger eingesetzt wurden, hatte die Suche nach derartigen Söldnern wohl ein Ende gefunden und der Krieg war endgültig ausgebrochen. Ein Krieg zwischen Waffenlieferanten.

    „Hey, Frühstück!“, schallte es von der Tür herüber und er wandte sich zu seiner Schülerin um. Er fand es immer wieder überraschend, wie fremdartig sie wirkte, obwohl er sie nun bereits seit sechzehn Jahren kannte. Chiss erschienen jemandem, der ihren Anblick nicht gewohnt war schon exotisch, aber von ihren blonden Haaren wurde dieser Eindruck noch verstärkt. Und jedes Mal durchflutete ihn wieder der Zorn auf die Wissenschaftler von Arkanian Mirco. Wie konnte man nur Experimente machen und Hybriden verschiedener Rassen erschaffen, nur um zu sehen, ob es funktionierte?

    Felina schien mit ihrem gemischten Erbe aus Chiss- und Menschengenen jedoch gut zurecht zu kommen, genauso wie mit all den anderen Verbesserungen, die sie an ihrer DNA vorgenommen hatten. Aber Sazen machte sich noch immer Sorgen um sie, von den anderen Klonen, die sie damals gerettet hatten, lebte heute keiner mehr. Felina war die letzte Überlebende, aber welches Gebrechen die anderen Klone auch gehabt haben mochten, sie schien es nicht zu besitzen.

    Lächelnd ging er auf den Tisch in der Mitte des Raumes zu, während sie sich langsam eben-falls näherte, ein Tablett auf jeder Handfläche balancierend. Während er sich niederließ nutzte er die Macht, um ihr die beiden Tabletts mit dem Frühstück abzunehmen und sanft auf den Tisch schweben zu lassen.

    Sie nahm ebenfalls Platz und grinste ihn an: „Wenn ich das gemacht hätte, dann würdest du mir jetzt eine Predigt darüber halten, dass man die Macht nicht nutzen soll, um sich das alltägliche Leben zu erleichtern.“

    „Stimmt, aber ich bin auch dein Meister und kann die Regeln beugen, an die du dich zu halten hast. Guten Appetit!“

    „Mhm, gleichfalls. Heuchler!“, murmelte sie leise, bevor sie anfing zu essen.

    „Wie war das? Heuchler?“, fragte er mit einem nichtssagenden Gesichtsausdruck. „Auf den Boden, junge Dame. Einhundert Liegestützen.“

    Provozierend langsam stand sie auf, ging um den Tisch herum und begann dann damit, Sazens Aufforderung nachzukommen.

    „Ich korrigiere mich. Sadist ist wohl zutreffender. Und dann auch noch vor dem Frühstück. Das ist ja, als wäre ich einer von deinen Soldaten.“

    „Bekleidest du den Rang eines Lieutenants oder nicht? Und im Übrigen werden wir in zwei Stunden nach Atzerri springen. Omas hat sich letzten Endes doch noch zu einem akzeptablen Angebot durchgerungen. Das vorherige hätte nicht einmal unsere Ausgaben gedeckt.“

    „Dann können wir uns also wieder einmal auf die große Medienhetze auf die ach so bösen PMCs einstellen? Hatten wir ja zu lange nicht mehr. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann habe ich sogar begonnen es zu vermissen.“

    „Ich möchte dich dann mit unten haben. Wenn sich vier der größten Waffenproduzenten der Galaxis auf dem Planeten den Schädel einschlagen, dann hilft der Anblick von zwei Lichtschwertern vielleicht wenigstens einigen zur Vernunft.“

    „Soll mir recht sein“, erwiderte sie, während sie sich erhob und wieder an den Tisch setzte, um weiter zu essen. „Wir gehen dann vermutlich mit so ziemlich allem runter, was wir haben, oder?“

    „Uns bleibt wohl nichts anderes übrig. Auf Atzerri herrscht quasi Krieg und man wird uns bestimmt nicht mit offenen Armen empfangen. Zumindest nicht, ohne ein Messer in der Hand, um uns bei der Umarmung zu erstechen.“

    „Wundervoll. So angenehme Arbeitsbedingungen hatten wir schon seit einer Ewigkeit nicht mehr. Richtig sympathisch dieser Planet.“
     

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