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[Fiction] Star Wars: No Good Deed

Dieses Thema im Forum "Fan-Filme, Fiction und Art" wurde erstellt von Ihu la Seraphita, 12. Dezember 2007.

  1. Ihu la Seraphita

    Ihu la Seraphita Schreibende Kraft

    Und das zweite, längere Werk. An dieser Stelle sei direkt eine Altraverse-Warnung ausgesprochen! Dahr gilt das einfache Prinzip: "Don't like, don't read (,don't sue *lach*)!"

    Kurzbeschreibung:
    Das Schicksal der Galaxis scheint besiegelt, als Obi-Wan Kenobi seinen ehemaligen Schüler und Freund Anakin Skywalker auf Mustafar dem Tod überlässt. Der Imperator wird schon bald seinen Siegeszug fortsetzen und alle Hoffnungen der Jedi endgültig zunichte machen ? als plötzlich ein alter Bekannter auftaucht und einen dreizehn Jahre alten Fehler wieder gutmachen will (AU!).

    Zeit:
    19-11 VSY (Aufstieg des Imperiums)

    Orte:
    Mustafar, Polis Massa, Belsavis, Coruscant, Naboo, Corellia

    Personen:
    Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker, Qui-Gon Jinn, Asajj Ventress
    (Imperator Palpatine, Yoda, Callista & Geith, Luke & Leia Skywalker)

    Warnung:
    Alternatives Universum

    Disclaimer:
    Dieses Werk basiert auf Figuren und Handlungen von Krieg der Sterne. Krieg der Sterne, alle Namen und Bilder von Krieg-der-Sterne-Figuren und alle anderen mit Krieg der Sterne in Verbindung stehenden Symbole sind eingetragene Markenzeichen und/oder unterliegen dem Copyright von Lucasfilm Ltd.
    This literary work is a piece of fan fiction. Star Wars, and all
    ssociated content (whether trademarked, copyrighted or otherwise protected by U.S. or international law) are property of LucasFilm Ltd.

    VORWORT: A FEW (MORE) WORD FROM THE AUTHOR

    Eigentlich kam mir die gesamte Idee für diese Fanfiction wegen nur eines einzigen Liedes, "No Good Deed", aus der englischen Originalversion des Musicals "Wicked", welches nun auch in Stuttgart als "Wicked: Die Hexen von Oz" zu sehen ist. Einige Passagen des Liedes erinnerten mich an Obi-Wan, andere an Anakin und wieder andere an Qui-Gon. Und während ich so weiter nachgrübelte und mir einen vernünftigen Plot überlegte, ist aus dem (jetztigen) Prolog ein wahres Monstrum an Geschichte geworden *lach*

    Wie bei "What Lies Beneath" werd ich mir es sparen, euch jetzt mit allen Teile zu überschütten. Wer dennoch mehr lesen will kann dies gerne hier auf FanFiktion.de - Das Fanfiction Archiv tun. Fragen und mögliche andersartige Kommentare werden natürlich beantwortet *G*
     
  2. Ihu la Seraphita

    Ihu la Seraphita Schreibende Kraft

    [​IMG]


    No good deed goes unpunished
    No act of charity goes unresented
    No good deed goes unpunished
    That's my new creed
    My road of good intentions
    Led where such roads always lead
    No good deed
    Goes unpunished!

    One question haunts and hurts
    Too much, too much to mention:
    Was I really seeking good
    Or just seeking attention?
    Is that all good deeds are
    When looked at with an ice-cold eye?
    If that's all good deeds are
    Maybe that's the reason why

    No good deed goes unpunished
    All helpful urges should be circumvented
    No good deed goes unpunished
    Sure, I meant well -
    Well, look at what well-meant did

    I promise no good deed
    Will I attempt to do again
    Ever again
    No good deed
    Will I do again!

    ______________________________________

    (Wicked The Musical "No Good Deed")
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2007
  3. Ihu la Seraphita

    Ihu la Seraphita Schreibende Kraft

    Prolog
    Mustafar


    "Ich hasse Euch!"
    Die Worte hallten ihm in den Ohren und schienen sich ewig fortzusetzen.
    "Du warst mein Bruder, Anakin! Ich habe dich geliebt."
    Hitze versengte seine Haut, als würde er selbst verbrennen und nicht sein alter Padawan, sein Freund, dessen tödlicher, rotglühender Blick auf ihm lastete. Er hörte die Flüche und Verwünschungen, spürte den Würgegriff der dunklen Seite, der sich nach ihm ausstreckte, doch Anakin war zu schwach, um seinen alten Meister zu erreichen.
    Obi-Wan stand da und konnte den Blick nicht von der brennenden Gestalt nehmen, die sich am Rand des Lavaflusses zusammen krümmte und immer wieder schmerzerfüllt aufschrie. Trauer, Enttäuschung, Wut, Verrat, Reue, Schuld. All diese Gefühle vermischten sich in seinem Innern und quollen an die Oberfläche seines Bewusstseins, bis er nicht mehr wusste, was er wirklich empfand.
    Er rang nach Luft, doch jeder Atemzug ließ seine Lungen stechen und schmerzen wie noch nie zuvor in seinem Leben, und seine Stimme versagte ihm den Dienst. Und so war es Anakin, der die Pein hinaus schrie, die Obi-Wan in seinem Herzen trug.
    Die Bilder verschwammen vor seinen Augen und auf seinen Lippen mischte sich feuchtes Salz mit saurer Bitterkeit.
    Wie hatte es soweit kommen können?
    Warum hatte er die Augen solange vor der Wahrheit verschlossen?
    Doch die Wahrheit über Anakin und Palpatines war leicht zu ertragen gegen die alles umfassende Erkenntnis, die jeden seiner Sinne gefangen nahm. Niemand konnte Anakin die Schuld an seinen Fehlern geben, Fehler, die Obi-Wan ihm all die Jahre zugestanden und nichts dagegen unternommen hatte.
    Es war allein seine Schuld.
    Mit aller Kraft, die er nach seinem Duell mit dem Schicksal aufzubringen vermochte, riss Obi-Wan seinen Blick von Anakins sterbendem Körper los. Wie von Geisterhand trugen seine Beine ihn fort, während die Tränen auf seinen Wangen brannten, heißer als alle Lava auf Mustafar.
    War es das, was Ihr wolltet, Meister? dachte er voller Wehmut. Ich habe Euretwegen alle Warnungen und Hinweise missachtet, habe sogar meine eigenen Zweifel abgelegt und hinter mir gelassen. Alles nur, um Euren Wunsch zu erfüllen!
    Wo war die große Weisheit, die Qui-Gon Jinn in ihm gesehen hatte?
    Seine Schritte ließen den Sand und den Kies unter seinen Schuhen knirschen und schließlich verblassten Anakins verzweifelte Schreie immer mehr in der Ferne, bis sie schließlich von den Explosionen auf dem glühenden Mahlstrom verschluckt wurden.
    Auf den Ansturm von Emotionen folgte Leere. Eine Leere, so tiefgehend, dass sie einer der vielen Straßenschluchten von Coruscant ähnlich war. Selbst Siris Tod hatte keine solch klaffende Wunde an seinem Herzen hinterlassen.
    Du wirst es wieder in Ordnung bringen, hörte Obi-Wan eine Stimme flüstern. Doch es war nicht die Stimme, die er zu hören erwartet hatte. Er hörte Hoffnung und Zuversicht, als wollte die Stimme wie ein sanfter Windhauch seine Tränen abwischen.
    Obi-Wan hielt inne.
    Das Blut rauschte ihm in den Ohren, während er in die Dunkelheit hinein horchte. Er wandte seine Blicke zum Himmel und durchdrang die pechschwarze Wolkendecke mit seinem Geist.
    Sie waren einander schon lange nicht mehr so nah gewesen. Weder in der Macht, noch in der materiellen Welt. Zeitalter schienen vergangen zu sein, seit Obi-Wan diese Verbindung zum letzten Mal gespürt hatte. Dennoch hatte sich nichts daran gerändert: Eine Woge aus Vertrauen, Respekt und eine tief empfundene Zuneigung umgaben ihn wie eine väterliche Umarmung.
    "Qui-Gon?" fragte er, doch das tödliche Brodeln des Planeten riss die Worte von seinen Lippen und erstickte sie.
    Du wirst alles wieder in Ordnung bringen... so wie es sein sollte..., wiederholte die Stimme und Obi-Wan musste sich auf die Worte konzentrieren, damit Mustafar sie nicht ebenfalls ungehört verschluckte.
    "Meister!" rief Obi-Wan.
    Beinahe ohnmächtig horchte er und öffnete sich der Macht, um jede Nuance des feinen Kräuselns in sich aufzunehmen.
    „Meister, wo seid Ihr?“ fragte Obi-Wan, doch er sollte keine Antwort bekommen.
    Das warme Leuchten begann plötzlich zu verblassen, als hätte sich eine dunkle Wand zwischen Obi-Wan und seinen alten Lehrmeister geschoben, dann bäumte es sich gegen die Erschütterung in der Macht auf - und war wieder verschwunden, genauso schnell, wie es gekommen war.
    Erneut sank Obi-Wan in die Einsamkeit und neue Fragen drängten sich ihm auf.
    Dreizehn Jahre lang hatte er Qui-Gons Stimme nicht mehr vernommen. Um seine Schuld zu büßen hatte er sich abgewandt und all das zurück gelassen, was sein Leben ausgemacht hatte, um es Obi-Wan zu hinterlassen.
    Hatte der deshalb nach ihm gerufen?
    Hatte er eingesehen, dass auch er einen Fehler gemacht hatte und wollte ihn nun wieder bereinigen?
    Oder wollte er, jetzt, da die Jedi dem Untergang geweiht waren, Obi-Wan und die letzten, versprengten Rest den Freiheitskämpfen wieder für seine Sache ermutigen?
    Obi-Wan wusste keine Antwort. Er war sich nicht einmal sicher, ob er die Antwort wissen wollte.
    Doch ihm blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken.
    Über einem Hügel aus schwarzem Gestein erschien eine steifgliedrige Gestalt, deren goldene Ummantelung wie ein Juwel zwischen den verkommenen Gebäuden der Kommandozentrale der Separatisten aussah. C-3PO fuchtelte und gestikulierte nervös mit beiden Armen in Obi-Wans Richtung – und dieser kehrte schlagartig in das Hier und Jetzt zurück.
    Padmé, dachte er und seine Schritte beschleunigten sich, immer gerade auf den Droiden und die hinter ihm liegende Landeplattform zu.
    3PO hatte ihn daran erinnert, dass es hier um mehr ging, als seine Sühne. Es ging um Padmés Leben, das Leben ihres ungeborenen Kindes und das Leben aller fühlenden Wesen in dieser Galaxis, die fortan, in die Ketten der Knechtschaft gelegt, um ihre Freiheit kämpfen mussten.
    Wieder streckte Obi-Wan sich nach der Macht aus, ließ ihre Energien wie kühlendes Wasser durch seinen Körper strömen, und seine Schritte wurden erneut schneller.
    Er hatte an Anakin versagt und für Obi-Wan bestand keinerlei Zweifel daran, dass es gefährlich sein würde, das Neugeborene in seine Obhut zu geben. Doch da war auch noch Yoda, der sich des Kindes annehmen konnte. Außerdem: Wer war er schon, eigenmächtig ein Todesurteil über eine Mutter und ihr Kind zu sprechen, obwohl sie gar nichts verbrochen hatten?
    Also würde er tun, was die Aufgabe eines jeden Jedi war. Sozusagen eine alte Angewohntheit, eine Pflicht, mit der er schon immer gelebt und die er bereitwillig angenommen hatte. Er würde versuchen Padmés Leben zu bewahren und dem Kind in ihr eine Chance zu geben. Was danach mit Neugeborenen geschehen würde, lag nicht mehr in seinen Händen.
    Gefühle gibt es nicht, es gibt nur Frieden, sagte er zu sich selbst und wiederholte die tröstlichen Worte immer wieder in seinem Kopf, um sie nicht wieder zu vergessen.
    Doch es fiel ihm schwer, sie auch wirklich zu glauben.

    *****************************************

    Das glühende Leuchten in der Macht, dass Obi-Wan gewesen war, wurde von dem dichten Mantel aus Dunkelheit jäh erstickt. So sehr sich Qui-Gon auch anstrengte, er vermochte seinen alten Padawan nicht zu erreichen. Die sensible Verbindung, die er hatte herstellen können, war unterbrochen.
    Was auch immer der Grund für diesen Schleier war, der durch die Macht rauschte wie Statik, Qui-Gon wusste, dass er es viel zu lange ignoriert hatte.
    Er schlug die hellblauen Augen auf und sein Geist kehrte augenblicklich wieder in seinen Körper zurück. Allerlei Gerüche, von altem Moos bis hin zu den fauligen und knorrigen Wurzeln am Rande des Sumpfes, drangen auf ihn ein und mischten sich mit den Geräuschen tausender Lebewesen, die durch das Unterholz und die Baumkronen jagten.
    Langsam und bedächtig erhob er sich von dem Baumstumpf, auf dem er mehr sich niedergelassen hatte und bemerkte ein seltsames Ziehen an seinem rechten Bein. Als er hinunter blickte, entdeckte er einen Mynock, wie er sich an den Verschlüssen von Qui-Gons Stiefeln zu schaffen machte und versuchte, auf dem alten Leder herumzukauen.
    Qui-Gon atmete ruhig ein und aus, ehe er sich der Macht öffnete und den Befehl, ihn los zu lassen, sanft in die Gedanken des Mynocks fließen ließ. Dieser stockte, als er das Säuseln in seinem Kopf vernahm, und wenig später ließ er von den Stiefeln des hoch gewachsenen Jedi-Meisters ab. Der Mynock spannte seine wie halbtransparentes Leinen wirkenden Flügel und stieg zu den Wipfeln der Bäume hinauf, die sich irgendwo im Nebel, der zu jeder Zeit über Dagobah hing, verloren.
    Qui-Gons Blicke folgten ihm einen Augenblick lang, doch dann schüttelte er den Kopf und tadelte sich selbst für seinen Mangel an Konzentration.
    Er musste nun den ersten Schritt tun, denn er hatte seine Gedanken zu lange und so extensiv schweifen lassen. Wenn er sich jetzt nicht beeilte, würde es für Obi-Wan wohl keine Hoffnung mehr geben. Und bei diesem Gedanken spürte er einen so schmerzhaften Stich in seiner Brust, dass es ihm die Tränen in die Augen trieb.
    Doch er beherrschte sich.
    Er war ein Jedi-Meister – Obi-Wans Meister – und er hatte seinen Padawan stets zu lehren versucht, Verlust, Trauer und Schuld hinter sich zu lassen, wenn man der Zukunft mit Zuversicht entgegen gehen wollte. Es war an der Zeit, den ersten Schritt zu tun.
    Den ersten Schritt zurück in die Vergangenheit.


    *******************************************************
    to be continued in "I: Qui-Gon"
    first published September 2007
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    Zuletzt bearbeitet: 12. Dezember 2007

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