[Film] Valkyrie - Operation Walküre

Genau deswegen hat es mich ja gewundert.
Ich habe Operation Walküre+Tom Wilkinson eingegeben.
Und da ich den Mann nicht kenne, und mir dieses Bild angeboten wurde, bin ich bald erstickt.
Das es wohl einen Generalmajor zeigt ist nicht zu übersehen, bzw. das der Offizier die Rangabzeichen eines solchen trägt.
Aber ich hatte aufgrund des Googleergebnis befürchtet, die hätte Fromm zum Generalmajor "degradiert"



Übrigen werden hier ein paar Fehler aufgezeigt, die ich weiter oben schon vor Monaten kritisiert habe.

Geschichte: "Operation Walküre" ist schlecht erfunden - Nachrichten Kultur - WELT ONLINE

Verstehe, ich musste aber auch erst über Google-Bilder die Darsteller aufrufen, um auf den richtigen zu kommen.

Danke übrigens für den Link. Ich habe den Artikel auch gelesen und wollte den hier schon posten.
 
Da ich mich weder mit dem Geschehenen im Detail auskenne, noch großartig auf Fehler achte, hat mir der Film gut gefallen. 6/10 Punkten.
Ich will hier garnicht viel schreiben, aber zwei Fragen hat sich aufgedrängt:

Kann man eine Kofferbombe überleben, die vielleicht 1-2 Meter entfernt steht?
So wie das von außen aussah, hätte das eigentlich alle beteiligten in Stücke reißen müssen.

Und waren die Putschisten wirklich so nah am Ziel, wie das im Film dargestellt wird? Ich hatte das immer anders verstanden, mich aber zugegebendermaßen nie besonders mit der Materie beschäftigt.
 
Kann man eine Kofferbombe überleben, die vielleicht 1-2 Meter entfernt steht?
So wie das von außen aussah, hätte das eigentlich alle beteiligten in Stücke reißen müssen.

Zum aller 1.
Es handelte sich nicht um eine Kofferbombe, sondern um eine mit Spregnstoff gefüllte Acktentasche.

So, warum Hitler und viele andere Teilnehmer der Lagebesprechung an diesem Tag die Explosion überlebten hat im Grunde genommen drei Hauptgründe.
Zum einen hat Stauffenberg nur die Hälfte des Sprenstoffes scharf gemacht und den anderen Teil aus der Tasche genommen. Dadurch hat er die Sprengwirkung auf die Hälfte herabgesetzt.Hätte er die zweite Hälfte in der Tasche gelassen, so hätte die erste Hälfte die zweite Hälfte mit zu Detonation gebracht ujd wohl keiner in der Baracke hätte es überlebt.
Ziemlich schwache Leistung für einen erfahrenen Frontoffizier wie Stauffenberg einer war.

Zum zweiten war es an 20.07.1944 in Rastenburg drückend heiß.
Und Hitler war ein sehr wetterfühliger Mensch, der brütende Hitze nicht vertrug.
Deshalb wurde die tägliche Lagerbesprechung vom Lagebunker in diese Holzbaracke verlegt, und ausserdem die Fenster geöffnet. Dadurch konnte sich die Explosionwelle ausbreiten. Sie riess die Wände auseinander und verebbte draussen.Im Bunker wäre sie an den Bunkerwänden zurück geworfen worden, und hätte wahrscheinlich alle in dem Raum getötet.

Warum Hitler selber überlebte war wohl der Tatsache zu verdanken, daß jemand vor der Detonation gegen die Tasche stieß, sie umwarf, und dann aufhob und weiter von Hitler weg platzierte.
Auch beugte Hitler sich im Moment der Detonation über den Lagetische, welcher aus massivem Eichenholz bestand, und einen großen Teil der Explosionswucht ablenkte.


Und waren die Putschisten wirklich so nah am Ziel, wie das im Film dargestellt wird? Ich hatte das immer anders verstanden, mich aber zugegebendermaßen nie besonders mit der Materie beschäftigt.

Dazu kann ich nichts sagen.
Ich habe den Filn nicht gesehen, und werde ihn wohl auch niemals ansehen.
Die Berichte sind mir dann doch zu haaresträubend.


Dieser Film ist wohl wie alle diese Unterhaltungsschinken eher für die Menschen gemacht, die weniger historisch gebildet sind.
Traurig nur, daß hunderttausende in den Film gehen werden, und werden beim Rauskommen glauben, so wie sie es eben gesehen haben, wäre es gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist der Film jetzt dann doch nicht so nah an der Geschichte?
Neulich gab es bei uns in der Lokalzeitung ein Interview mit einem Stauffenberg Experten (leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt), welcher gemeint hat dass der Film die historischen Ereignisse überraschend gut widergibt (zumindest besser als frühere Stauffenberg-Filme).
Von daher wundern mich die Eindrücke jetzt schon ein bisschen, die jetzt offenbar ein ganz anderes Bild widergeben.
 
Ist der Film jetzt dann doch nicht so nah an der Geschichte?
Neulich gab es bei uns in der Lokalzeitung ein Interview mit einem Stauffenberg Experten (leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt), welcher gemeint hat dass der Film die historischen Ereignisse überraschend gut widergibt (zumindest besser als frühere Stauffenberg-Filme).
Von daher wundern mich die Eindrücke jetzt schon ein bisschen, die jetzt offenbar ein ganz anderes Bild widergeben.


Lies mal den Link, den ich eingestellt habe.
Da wird eigendlich alles gesagt.
 
Ist der Film jetzt dann doch nicht so nah an der Geschichte?
Neulich gab es bei uns in der Lokalzeitung ein Interview mit einem Stauffenberg Experten (leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt), welcher gemeint hat dass der Film die historischen Ereignisse überraschend gut widergibt (zumindest besser als frühere Stauffenberg-Filme).

Lies mal den Artikel aus der "Welt", der hier im Thread von Jedihammer verlinkt wurde. Dieser "Experte" hat an dem Film mitgearbeitet und wurde dafür entsprechend entlohnt.
Damit würde er sich quasi ins eigene Fleisch schneiden, behauptete er jetzt, daß der Film diverse historische Fehler enthielte.

C.

EDIT: Verdammt, zu langsam. :p
 
Der Artikel wirft nun ein ganz anderes Licht auf den Film. Finde ich sehr schade, da ich nach dem besagten Zeitungsartikel fast schon dazu geneigt gewesen war, mir den Film anzusehen.
 
Ich habe mir den Film am Samstag mal angetan, da ich mir ein eigenes Urteil bilden wollte.

Zuerst muss ich sagen, dass der ganze Film irgendwie steril wirkt und die atmosphärische Dichte fehlt. Den Außenaufnahmen in Berlin sieht man richtig an, dass es in der heutigen Zeit gedreht wurde. Auch die Gebäude der Wolfsschanze wirken so, als könnte man noch den frischen Beton riechen.

Die Leistungen der Darsteller gehen in Ordnung, allerdings habe ich nie Zugang zu einem der Charaktere finden können, da alles sehr schemenhaft gespielt war. Am besten hat mir Thomas Kretschmann als Otto Ernst Remer gefallen, der wirkte überzeugender als Tom Cruise.

Teilweise verlor ich im Film sogar den Überblick, da während der Handlung immer wieder viele Rückblenden und Szenen, die in der Zukunft spielen, gezeigt wurden.

Die vielen Fehler wurden ja schon angesprochen. Zu den Fehlern, die bereits in dem Welt-Artikel genannt wurden, möchte ich noch folgende hinzufügen:

- Im Film wird gezeigt, dass die Lagebesprechnung am 15. Juli 1944, bei der auch schon Stauffenberg anwesend war, im Bunker der Wolfsschanze statt fand. Daraufhin vertrat er die Meinung, dass die Bunkerwände die Sprengstoffexplosion verstärken würden. Am 20. Juli wurde dann die Besprechung kurzfristig in die Baracke verlegt. Das ist alles nicht richtig, in Wirklichkeit fand bereits die Besprechung am 15. Juli in der Baracke statt. Stauffenberg kannte die Örtlichkeit, deshalb hat er auch zwei Sprengsätze mitgenommen, von denen er fatalerweise nur einen benutzte.

- Im Film wird gezeigt, dass Ludwig Beck sich mit einer Pistole selbst tötet. In Wirklichkeit hat er es nur versucht. Nach zwei Kopfschüssen aus eigener Hand lebte er immer noch, so dass ihm letztendlich ein Soldat den Gnadenschuss geben musste. Diese Szene wurde übrigens im Stauffenberg-Film von 2004 eindrucksvoll gezeigt. Vielleicht wäre die Szene für einen familientauglichen Film auch zu grausam gewesen.

- Bei dem Punkt bin ich mir nicht ganz sicher. Ernst Otto Rehmer hatte im Film mit seiner Division Großdeutschland in Berlin viele SS-Angehörige und Parteibonzen festgenommen. Allerdings habe ich gelesen, dass er in Wirklichkeit nur damit begonnen hatte, dass Regierungsviertel abzusperren. Die Verhaftung von SS-Angehörigen soll tatsächlich nur in Paris und Wien statt gefunden haben. Vielleicht kann mich jemand in dem Punkt aufklären.

Als Fazit möchte ich sagen, dass Operation Walküre tatsächlich mehr ein Unterhaltungsfilm als eine Dokumentation ist. Mehr war auch nicht zu erwarten, allerdings wurde viel Potenzial verschenkt. Dass man mehr aus historischem Stoff machen kann, zeigt z. B. der auch nicht ganz fehlerfreie "Der Untergang". Hier stimmt wenigstens die Atmosphäre und alles wirkt glaubwürdiger.

Übrigens hatte der Film in Deutschland einen Fehlstart, gerade mal 300.000 Zuschauer am Eröffnungswochenende.
 
Gestern haben die Dreharbeiten zum neuen Film von Tom Cruise begonnen.
Die meisten haben sicherlich schon von dem Film gehört.
Cruise wird Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielen, der am 20. Juli 1944 ein mißglücktes Attentat auf Adolf Hitler verübt hatte und kurz darauf exekutiert wurde.

Ob Tom Cruise der richtige ist Stauffenberg darzustellen wurde in der Presse ja schon viel diskutiert.
Die meisten Leute haben einfach ein Problem damit, dass Cruise bekennender Scientologe ist. Hier wird wieder einmal das Private des Schauspielers, in diesem Fall seine Religionsausübung, mit der Rolle, die er spielt, verglichen.
Das erinnert mich an vergangenes Jahr als fast die ganze Welt maulte als Daniel Craig Bond wurde und als dann der Film lief waren alle von ihm begeistert.

Die Sache mit den verweigerten Drehgenehmigungen im Bendlerblock ist auch einfach lachhaft. Die "Würde des Ortes" soll gewahrt bleiben...
Seltsamerweise wurde vor einigen Jahren der Film "Stauffenberg" genau da gedreht.

Deutschland sollte doch lieber froh sein wenn hier gedreht wird.
Noch dazu für einen so großen Film.

Ich bin schon Mal gespannt was aus dem Film wird. :)




Man kann Staufenberger nicht vom Unterstützer einer totalitären, menschenverachtenden, demokratiefeindlichen Sekte spielen lassen, das geht nicht.
Jeder, der sich diesen Film anschaut, supportet direkt Scientology.
Wollt ihr das?
 
Und?

Die Scientologen sind in Deutschland weder verboten noch als Verfassungswidrig eingestuft.Also warum soll der gute Tom keine Infoblätter verteilen dürfen?

Im übrigen nehme ich an das für die User dieses Forums in etwa daselbe gelten wird was für den Rest der Bevölkerung gilt..das nämlich nicht mal 10% überhaupt wissen was es mit Dianetics und Scientology auf sich hat..
Aber hauptsache man kann die Klappe aufreissen und die Schlagzeilen der Blödzeitung nachplappern..

Vertrau mir, mein Freund, ich weiss GANZ GENAU, um was es sich bei diesen Kameraden handelt...

Falls es dich interessiert, schreib mir eine PM, ich wills hier im Forum nicht direkt breit treten...
 
- Bei dem Punkt bin ich mir nicht ganz sicher. Ernst Otto Rehmer hatte im Film mit seiner Division Großdeutschland in Berlin viele SS-Angehörige und Parteibonzen festgenommen. Allerdings habe ich gelesen, dass er in Wirklichkeit nur damit begonnen hatte, dass Regierungsviertel abzusperren. Die Verhaftung von SS-Angehörigen soll tatsächlich nur in Paris und Wien statt gefunden haben. Vielleicht kann mich jemand in dem Punkt aufklären.

Der damalige Major und spätere Generalmajor Otto-Ernst Remer war zwar offiziel Angehöriger der Infanterie-Division "Großdeutschland", allerdings war diese nicht an der Niederschlagung des 20.Juli beteiligt. Sie stand zu diesere Zeit in Kämpfen im Osten, bzw. befand sich in Auffrischung.Otto-Ernst Remer wurde an der Ostfront verwundet, und übernahm nach der Genesung das Kommando über das Berliner Wachbattalion "Großdeutschland"

Es gab ein Panzerkorps "Großdeutschland"
Eine Infanterie-Division "Großdeutschland"
Und das besagte Wachbatallion.I.
Ich setze Dir einen kurzen Überblick über Korps und Division in den Militär-Thread.

Also Remer war Kommadeur des Wachbatalions,welches in der urspünglichen Version des "Walküre-Plans" das Regierungsviertel schützen sollte, und in der von den Verschwörern geänderten Fassung die Parteiprominenz und notfalls die SS festnehmen sollte.
Dazu kam es jedoch nicht, da sich Remer auf Drängen seiner Offiziere bei Joseph Goebbels melden lies.Dieser ergriff die Gelegenheit beim Schopf, undmlies sich per sogenannten "Führerblitz" mit Hitler verbinden.
Hitler beförderte Remer am Telefon vom Major zum Oberst(unter Überspringen des Ranges des Obserstleutnants) und befahl ihm, den Aufstand nieder zu schlagen.
In dem Moment hatte sich das wichtigste Instrument der Verschwörer, das Wachbatallion, gegen die Verschwörer gewendet.
 
Ja ja und wenn ich einen Mel Gibson Film sehe, dann supporte ich direkt irgendwelche fanatischen Christen. Bei Freya ich werde mir niemals wieder Mission Impossible, Pulp Fiction oder Braveheart ansehen, ich unterstütze damit sicher nur den Teufel. Ach das ist doch blödsinn.
 
Also hab ihn mir gestern angesehen...

... der Film ist gut... wenn mann:

- Von Tom Cruise nichts erwartet, er ist einfach ein beschissener Schauspieler
- Wenig bis Kaum Hintergrundwissen hat
- Sich damit zufrieden gibt das er nur die Ereignisse erzählt, mehr nicht

Was mir fehlte war:

- Warum haben die Charaktere so gehandelt wie sie gehandelt haben? Was hat sie bewegt? Wie haben sie sich die Zukunft vorgestellt.

Also ne, ein Film der sich auf ein so historisches Ereignis stürzt sollte zumindest sich mit den Hintergründen auseinander setzen.

In dem Film kommt nicht raus, das die ganzen Militärs eigentlich erst begeisterte Anhänger Hitlers waren und erst nachdem es bergab ging sich zum Wiederstand entschieden haben.
Oh ja , Tom Cruise hat am Anfang in sein tagebuch geschrieben wie Böse Deutschland doch ist und wie sehr er sich schämte. Toll.


Neeee, 3 von 10 Augenklappen


Ach ja... die Darstellung der Nazigrößen war ja grauhenhaft. Ich dachte mir nur, und diese Wichte sollten Hitler, Himmler, Göring, Göppels sein? Wie lächerlich. Diese SZene wo die alle auf einen Haufen waren, wirkte für mich so, als wollte man diese Personen als eine Gruppe von komisches Spiechelleckern um nen Kranken Typen der gleich umfällt zeigen. Es war fast schon lustig.
 
Also Remer war Kommadeur des Wachbatalions,welches in der urspünglichen Version des "Walküre-Plans" das Regierungsviertel schützen sollte, und in der von den Verschwörern geänderten Fassung die Parteiprominenz und notfalls die SS festnehmen sollte.
Dazu kam es jedoch nicht, da sich Remer auf Drängen seiner Offiziere bei Joseph Goebbels melden lies.Dieser ergriff die Gelegenheit beim Schopf, undmlies sich per sogenannten "Führerblitz" mit Hitler verbinden.
Hitler beförderte Remer am Telefon vom Major zum Oberst(unter Überspringen des Ranges des Obserstleutnants) und befahl ihm, den Aufstand nieder zu schlagen.
In dem Moment hatte sich das wichtigste Instrument der Verschwörer, das Wachbatallion, gegen die Verschwörer gewendet.

Dann ist es tatsächlich ein Filmfehler. Wie gesagt, dort lässt Remer bereits Parteiangehörige und Mitglieder der SS verhaften. Goebbels nahm im Film übrigens eine Zyankaliekapsel in den Mund, als Remer zu ihm hinauf ging. Das habe ich vorher auch noch nicht gehört. Das ergibt ja auch keinen Sinn, da er ja wusste, dass Hitler noch lebte.
 
Tatsache ist, daß Remer mehr Angst hatte als Goebbels.
Remer befahl seinen Soldaten, ihn mit Gewalt aus dem Propqagandaministerium zu holhen, wenn er innerhalb einer bestimmten Frist nicht wieder draussen sei.
 
Stimmt das mit der Zyankaliekapsel war total unlogisch. Keine Ahnung ob er das wirklich getan hat, aber es war so völlig sinnlos und unlogisch. Hätte man sich sparen können.
 
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