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Gedichte

Dieses Thema im Forum "Episode IV bis VI" wurde erstellt von bip, 9. August 2005.

  1. bip

    bip Dienstbote

    So, ich poste hier ein paar Gedichte zu SW, da Gedichte irgendwie nicht in die FanFics passen und es auch sonst keinen speziellen Forum wo sie reingehören gibt. Alle sind natürlich von mir selbst erdichtet.



    zu Padme Naberrie


    Dein verwegener Blick schweift in die Ferne
    Das Mondlicht färbt golden dein wehendes Haar
    Mutig und liebend wie einst Artemis
    Betrachtest du das unruhige Flimmern der Sterne
    Und wachst über der Dunkelheit Schar

    In deiner Augen trauriger Tiefe verbirgt sich der Müdigkeit Schweigen
    Die furchtbaren Lasten des Schicksal verletzen deine leuchtende Haut
    Doch mit unbeugsamen Willen verwehrst du vor der Demut zu neigen
    Um das Sein zu wahren und den Heeren von Schafen zu zeigen
    Dass die Fesseln zerstört der Freiheit unsterbliches Laut

    Verschmäht sei die Qual deiner Seele
    Die andere dir zugefügt
    Durch ihre verwerflichen Taten
    Und ihrer Ideen schreklich Gut
    Das stärkende Feuer der Hoffnung, dass du immer bewahrt
    Es hat auch weiter Bestand
    Im glühenden Herz neues Lebens ist es für die Zukunft verwahrt
    Und wird noch ein Sturm sich entwickeln
    Über Zorn wird noch siegen Verstand
    Und wird das Alte vergehen
    Und des Lebens gefestigt das Band



    Der Kampf von Mustafar

    Sieh, tief unter ihnen des Feuers ewig hungriges Maul
    Das mächtige Werk des Vulkanus, des Prometheus Geschenk
    Fordert es neue Opfer, entzündet die Herzen und Köpfe
    Dass das Leben die gewaltigen Kräfte nicht schöpfe
    Der Menschheit zu retten langsam sterbenden Gaul

    Und vom Kampfe besessen stehen die Kämpfer verzankt
    Ihre rauen Waffen ineinader gewandt
    Ohne zu hören des Todes schwerfälligen Tritt
    Hält in der Zeit wie gelähmt ein Augenblick einsamen Stand
    Und wagt nicht den bedrohlichen Schritt
    An des Triumphes und Leides unvermeidlichen Rand

    Wie Atlanten des Himmels, wie Titanen der Erde
    Sucht jeder den Gegner zu vernichten
    Um auf dem Olymp der utopischen Ehre
    Sein eigen Altar zu errichten
    Und zu entfliehen der traurigen Fähre
    An des Schicksals unumgänglichen Ende

    Nur der Ehrgeiz unheilige Gabe zwingt sie zum Kampfe
    Kein Duell um die Frau, kein Streit um die Macht
    Nur des Lebens zerstörende Geißel ist der Ursprung vom Dampfe
    Der die Wahrnehmung vernebelt und uns Gleiche läßt töten
    Um die Liebe und Weisheit zum sterben zu nöten



    von den Klonkriegen

    Erzittern läßt riesige Wälder des krieges unbarmherzige Hand
    Sie führt ganze Horden zu Felde um zu schlachten die Zweifel
    Dass für Frieden das Leben ist ein teuerer Pfand
    Und wie das erweckende Wasser muss man es schütten in Sand
    Wenn die Reden verstummen und einseitig wird der mächtigen Tafel
    Dann entfessle sich Donner, dann erbebbe die Erde
    Wenn tausende Henker anrücken zu Pferde
    Wenn die Panzerkolosse entscheiden was werde
    Und die Sterne verdecken von Raumschiffen Staffel
    Es folge das Streiten Wand auf Wand, Welle auf Welle
    Sodass der Staub verdecke die Sonne im Land,
    Dass Bäume zerbrechen und verschwindet das helle
    Was die Menschen und Städte hielt einst an Stelle
    Soll nun dem zürnendem Chaose weichen
    Der haltlos mit Hass nährt die kämpfende Seele
    Des Kriegers dessen wütende Kräfte nicht reichen
    Und bestärkt die Herrscher und Generäle in ihrem Verlangen zu einen
    Des im Verfall kriechende Pöbels Verstande und auszugleichen
    Freude und Leid in den Herzen, sodass niemand muss weinen
    Oder Werte verlieren in dem letzten und ewigen Reiche.




    an die Senatoren

    Ihr, die Vertreter des Volkes
    Die Lenker des Staates
    Und Verleugner des Stolzes
    Mastet eure Leiber durch der anderen Leiden
    Seit die Glieder des Rates
    Bis die ruhigen Ströme sich scheiden
    Und ihr könnt nicht mehr treiben
    Im wohligen Fluß des Verfalls
    Dann seid ihr entschloßen
    Fern eurer Pflichten zu bleiben
    sie zu geben dem einen
    Der euch nutzt wie die Füße die Sproßen
    Und gibt euch die fälschliche Ruhe
    Ah, lieber wär ich eine elende ****
    Als die Luft des Senates mit ihnen zu teilen !




    Der schwache Meister

    Sag, wie zu stoppen ist ein rollendes Rad
    Das zerstört was errichtet
    Das du zu Gange gebracht mit deiner eigenen Hand
    In der Hoffnung dass der Nebel sich lichtet
    Und zu Weinberge sich schichtet die Erde
    Und mit Gleichgewicht erfüllet das Fatum das Land
    Wo seit Jahrhunderter düsterer Tiefen
    Die Völker mit Jammer zu dem Himmelsreich riefen
    Es schicke der Ketten Erlöser

    Du, der bedrohlichen Welle einstiger Mentor
    Bist für den Dämon wie für Achilleus Hector
    Mit einem zu sanften Herzen gesegnet
    Um zu bannen den teuflischen Fluch
    Bevor der graue Himmel die Felder mit Blute verregnet
    Und zeugt der Unkraut unheilige Saat
    Die begleitet von Brand und Verrat
    Ganze Welten stürzet in den Sog des Verderbens



    und am ende noch ein ganz ungelungener (der vollständigkeit wegen)


    Vom Auserwählten


    Ein Junge des Wüstenplaneten
    Ein Kind der vergessenen Welt
    Durch eine höhere Fügung
    Gefunden im Sternenfeld

    Vom Licht zweier Sonnen verborgen
    Dem Griff der Verachtung entzerrt
    Auch Mutters Wärme verloren
    Doch eine Zukunft entdeckt
    Doch dies war zu wenig !

    Die Blätter verdecken den Himmel
    Dem Wasser schenkt Sonne den Glanz
    Das Volk der Befreiten vereint
    In einem Freudentanz
    Das Schicksal der Zukunft gefestigt
    Durch Willen der vergehenden Macht
    Doch dies war zu wenig !

    Die Tage vergingen in Horden
    Viel Jahre vom Winde verweht
    Und Anakin zu einem Mann geworden
    Mit Willen bahnend seinen Weg
    Ein junger Löwe zutage
    Ein verzögernder Sturm in dem Geist
    Vom Meister geschätzt ist die Gabe


    Doch auch dies war zu wenig !


    Wie ein Goldschatz versunken
    Wie eine Blüte verletzt
    So wurd er von der Liebe durchdrungen
    Durch Seele, Kopf, Herz
    Die Sonne schickt der Erd ihre Wärme
    Die Wiesen erblühen -- Grün und Frisch
    Am Ziel seiner Tat hält er Padmes Hände
    Die Leidenschaft leuchtet wie Brände
    Doch dies war zu wenig !

    Gezogen sind Wolken vom Glücke
    Auf den kalten Schatten gib Acht !
    Der Krieg schließt die letzte Lücke
    Im finsteren Plan einer Macht
    Sind fest harte Glieder des Käfigs
    Doch hat man den Schlüßel dazu
    So falle der Schutze des Geistes
    Das Böse gewinnt es hinzu

    Erfasst ist vom Furchte die Seele
    Verzweif'lung und Kummer entflammt
    Doch zerfrisst dies Feuer alles helle
    Macht den Weg für das Leiden bereit
    Bedrängt von der Kraft eines Omens
    Besorgt um das Wohl einer Welt
    Ein Fisch der Stromrichtung entrißen
    Von der Umwelt verwirrt und gequällt


    Und fallen die Masken des Bösen !
    Das alte und sturre verfegt
    Von gottgleicher Hand eines Kaiser
    Wo Anakin ein Instrument

    Der Hölle erleuchtet das Feuer
    Des tragischen Helden Gesicht
    Am Abgrund des Lebens erscheinend
    Bewahrt er nur Tränen für sich
    Doch eine unschuldige Seele
    Hält weiter liebend zu ihm.

    Doch auch dies war zu wenig !

    Nun liegt er kalt und verlassen
    In Ketten als seines Schicksales Knecht
    Nicht Padmes letzten Atem
    Nicht seines Sohnes ersten Schrei
    Vermag er wahrzunehmen.

    War dies auch zu wenig ?



    na ja, falls sowas doch zu fanfiction passt, kann der admin sie dorthin schieben.
    die anderen können mal kommentieren :)
     
  2. Mast3r Ken0bi

    Mast3r Ken0bi Herr Einspaziert

    Hast du die selber geschreiben? Wenn ja, respekt :)
     
  3. bip

    bip Dienstbote

    alles selber. ein büchlein mit heine-werken am abend kann wahrlich inspirierend sein
     
  4. Gungar

    Gungar Offizier der Senatswache

    Da haben wir wohl den Poeten des Jahrhunderts entdeckt :braue

    Nee, muss ehrlich sagen, super geschrieben, Reimregeln sehr gut beachtet! Daum hoch und höchste Anerkennung zugesteh!!!

    Weiß nicht was ich sonst noch sagen soll, bin sprachlos...

    [​IMG]



    Gungar

    --Edit--
    Seh grad: Erst mal Willkommen im PSW!!! :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2005
  5. Hemmer

    Hemmer Dienstbote

    Gefällt mir ziemlich gut! Sehr ansprechend und schön geschrieben. Star Wars für Intellektuelle.
     
  6. Lord Marius

    Lord Marius Die PT und die OT sind beide gut!

    so einer hat hier im PSW noch gefehlt LOL! aber coole gedichte nich schlecht ;)
     
  7. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    respekt wirklich klasse!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  8. jojoottifant

    jojoottifant Dienstbote

    Wow

    HAMMER
    ich muss zugeben, mir stehen immer noch tränen in den Augen...
    echt, weiter so
     
  9. Klonkrieger

    Klonkrieger Senatsbesucher

    Du solltest dich als Dichter bewerben.:D
     
  10. bip

    bip Dienstbote

    hey, hab nicht gedacht, dass die so vielen gefallen. danke für den lob jedenfalls ;)
    im moment denke ich daran so etwas wie ein fanfic zu schreiben, denn star wars ist dessen eigentlich würdig. es pendelt halt immer zwischen kinderkrippe und komplexen, klassischem drama mit modernistischen und postmodernistischen anflügen
     
  11. Tae-Vin Niaq

    Tae-Vin Niaq tougher than the rest...

    Wirklich gelungen, dass muss man neidlos anerkennen. Besonders das vom Auserwählten hat mir gefallen.
     
  12. Darth Hirnfrost

    Darth Hirnfrost Workman

    Wirklich sehr schöne Gedichte! :)

    Was mir persönlich jetzt nicht ganz so gefällt, sind die Vergleiche und Metaphern mit griechischen Göttern und Helden. Das wirkt im Starwars-Kontext etwas fehl am Platz. Aber ungeachtet dessen sind die Gedichte wirklich sehr gelungen.
     
  13. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    genau das macht die Gedichte doch so gut :D
     
  14. bip

    bip Dienstbote

    hab ich mir auch gedacht, aber wenn man bedenkt wie GL bei den hellenischen mythen und antiker geschichte abgekupfert hat.... ;)
     
  15. Tahiri

    Tahiri Tainted Jedi

    Die Gedichte sind richtig gelungen, einfach schön....
    Die Vergleiche mit der griechischen Mythologie find ich auch nicht schlecht, nur ein bisschen ungewohnt. Star Wars ist ja auch wie ein griechisches Drama aufgebaut, eine Tragödie aber mit dem entscheidenden Unterschied, dass es ein Happy-End gibt.
     
  16. bip

    bip Dienstbote

    Tragödie mit einem Happy End nennt man übrigens Melodram.
    Desshalb sollten man einfach die alte Trilogie außen vor lassen und die neue als eine richtige tragödie ansehen (Einleitung(Akt 1) und Entwicklung(Akt 2) kommen dann auf Episode 1 und das erste Viertel von Ep.2, Klimax (Akt 3) ist der Rest von Ep.2 und Verzögernde Handlung
    samt der Katastrophe fallen dann auf Teil 3). Würde man da noch das ganze infantile zeug ("spielzeugwerbung" wie ich es nenne) rausschmeißen, den cast durch fähige schauspieler ersetzen und einen besseren regisseur (ich sag nur ridley scott) einladen, dann wäre es wirklich eine mustertragödie, die selbst aristoteles beeindrucken würde...
     
  17. darth_miro

    darth_miro Dienstbote

    wäre mal interessant moderne gedichte wie sowas in der schule zu behandeln und nicht immer den selben kram.
    nichts gegen die dichter die vielleicht tolle gedichte geschrieben haben aber mit solchen sachen da oben können vielleciht einige mehr anfangen... fänd ich zumindestens ;D
     
  18. Meister Qui-Gon

    Meister Qui-Gon Podiumsbesucher

    Wow. Klasse Gedichte. Gefallen mir sehr. Sowas könnte ich nicht (oder nicht so gut). Respekt!!!
     
  19. Darth Moch

    Darth Moch Jedi-Ritter

    Gute Arbeit!
    Du gehört nicht zufällig zum CTF-Chor der I+E Junior.Autoren?
    (Vermutlich nicht) :D

    Ne, du schreibst wie einer meiner Jungs und Mädels, welche keine Romane oder Kurzgeschichten, sondern Gedichte schreiben und das will etwas heißen. Good job!
     
  20. bip

    bip Dienstbote

    tja, nun sind mir aber themen ausgegangen.... :(
     

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