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Gericht an Lucas: "Star Wars" Kostüme sind keine Kunst

Dieses Thema im Forum "Rund um Star Wars" wurde erstellt von Tessek, 18. Dezember 2009.

  1. Tessek

    Tessek Gast

    Ein interessantes Urteil fuer alle SW-Propfans:
    Ein Gericht in Grossbritannien hat enschieden, dass Star Wars Kostüme keine Kunst sind, sondern nur industrielles Design. Der Unterschied liegt im Zeitraum des Schutzes. Kunst hat in GB einen Copyright Zeitraum von 70 Jahren, während Industriedesign nur in einem Zeitraum von 15 Jahren Copyrightschutz geniesst.

    Angeklagt wurde Andrew Ainsworth, welcher die Helme und Rüstungen für ANH anfertigte und Replikas ueber eine Internetseite verkaufen wollte/will.

    2006 entschied bereits ein US Gericht im Sinne von Lucas, was sie bewegte auch vor dem britischen Gericht einen weiteren Sieg zu erringen. Gegen den Rückschlag geht Lucas in Revision vor dem Supreme Court. Mal schauen, was da am Ende rauskommt.

    Den ganzen Bericht (in Englisch) findet man hier:
    Court to Lucas: 'Star Wars' costumes aren't art | Technically Incorrect - CNET News
     
  2. Spaceball

    Spaceball Chilehead Mitarbeiter

    Komische Auslegung die der Richter da macht. Industriedesign hat für mich immer was mit Nutzung zu tun. Die Star Wars Kostüme sollen ja einfach nur gut aussehen aber keinen echten Nutzen haben wie z.B. ein Schutzhelm für Bauarbeiter.

    Für Andrew Ainsworth steht da natürlich eine Menge Kohle auf dem Spiel denn mit diesen Props kann er sehr viel Geld verdienen.

    cu, Spaceball
     
  3. Tessek

    Tessek Gast

    Begründet wurde es damit, dass die Rüstungen eher einen Nützlichkeitscharakter haben, als das sie Kunst darstellen. Sie sind quasi nur Mittel zum Zweck und keine eigene Form von Kunst, halt industrielles und somit zweckmaessiges Design (Massenproduktion). Die Gegenseite argumentiert natuerlich damit, dass alles was in Star Wars zu sehen ist "Kunst" sei.

    Lt. Ainsworth eigener Aussage wusste er auch nicht, dass die Rüstungen für einen Film benötigt wurden...


    Wirklich eine Menge. Seine offenen Rechnung in Sachen Lucas beträgt wohl 2.5 Millionen Pfund, die er hofft wieder reinzubekommen.

    In Kalifornien hat er bereits verloren und es wurde ein Schaden von 20 Millionen Dollar festgelegt, den er verursacht haben soll (und das obwohl er in den USA nur 19 Rüstungen verkauft hat).
    Anscheinend versucht er jetzt über GB seine Sachen verkaufen zu können.

    Uebrigens ein ausführlicherer Bericht (von dem auch die Zitate sind) ist hier zu finden:
    George Lucas loses court appeal over Star Wars costume copyright - Times Online
     
  4. Tessek

    Tessek Gast

  5. Darth Yeti

    Darth Yeti Dunkler als Dunkel

  6. Tessek

    Tessek Gast

    Danke für das Update.
    Hat Georgie ja ne ganz schöne Schlappe einstecken müssen. :D
    Aber den Milliardär störts wohl nicht am Geldbeutel. *g

    Wer jetzt also offiziell und gerichtlich erlaubt shoppen gehen will:
    http://www.sdsprops.com/

    Einen Nachteil kann das Ganze für England haben. Hollywood droht damit keine weiteren Produktionen in England zu finanzieren...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Juli 2011
  7. Utopio

    Utopio Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, ni

    Wäre vielleicht eine Chance den britischen Film wiederzubeleben. Im Serienbereich kommt von der Insel ja auch regelmäßig Gutes, warum nicht auch im Kino.

    Aber wahrscheinlich ists eh nur leeres Gerede.
     
  8. Ich würde Boba Fett auf den Mann ansetzen! :D
     
  9. Doublespazer

    Doublespazer When the clock is hungry it goes back four seconds

    Die meisten Teile können wir selber bauen - andere aber kaufen und es gibt noch keine Gesetze um dies zu verbieten. Es handelt sich ja hier nicht um genaue Kopien von den Filmköstümen sondern um selbst gemachte Sachen. :) Das kann GL nicht verbieten. Ich stell mich ja nicht auf die Straße und laufe als Mickey Mouse herum um Geld dafür an stelle von Disney zu verdienen!
     
  10. Spaceball

    Spaceball Chilehead Mitarbeiter

    Nur darf er nicht nach USA verkaufen, wodurch ihm der grösste Markt verwehrt bleibt.

    Die drehen doch schon seit Jahren lieber im coolen Deutschland, im billigen Tschechien, im billigen Rumänien und im billigen Australien. Als ob das noch einen grossen Unterschied machen würde wenn zwei Filme weniger in UK gedreht werden. Ich finde britische Filme sowieso meist besser als Hollywood. Die britischen Gangsterfilme finde ich besser als alles was in der Richtung aus Hollywood kommt.
     
  11. skynet

    skynet Gast

    Ainsworth behauptet auf seiner Seite ja dass zb. die Helme alle von einem Originalmaster stammen, somit behauptet er zumindest dass es sich um genaue Kopien einer Originalform handelt - was ich jedoch stark bezweifle.

    Gekauft hätte ich dort sowieso allein schon wegen dem Preis nichts, da gibt's woanders bessere bzw. authentischere Sachen um teilweise weniger Geld.
     

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