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Gewalt in Horrorfilmen?

Dieses Thema im Forum "Film & Fernsehen" wurde erstellt von Darth Soul Daron, 27. Juli 2012.

  1. Darth Soul Daron

    Darth Soul Daron Grauer Sith-Lord

    Stört es euche eigentlich auch das die Gewalt in immer zu nimmt?
    GErade Saw ist ein gutes Bespiel die Regisseure glaubten das Gewalt eine Qualitäts steigerung ist.
    Die meisten Horrorfilmen die jetzt gedreht zeigten es das Gewalt fürs sie mehr zählt als story, atmosphäre und HAndlung.
    In The Drag me to hell kommt fast kein Blut vor genauso wie in das Waisenhaus.
    Ich hab nichts gegen Gewalt darstellungen, aber warum müssen die Regisseure gleichzeitig glauben das es eine Qualitäts steigerung ist.
     
  2. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Also eine Brutalitätssteigerung in Horrorfilmen ist mir um ehrlich zu sein noch gar nicht aufgefallen.

    Mir fällt außer "Saw" und (vom Namen, selbst gesehen hab ich ihn noch nicht) "Hostel" jetzt auch kein Kinofilm ein, den ich in den letzten Jahren besonders brutal fand.

    Nenn da vielleicht mal ein paar Beispiele, vielleicht kann man dann mal besser drüber diskutieren.
     
  3. Darth Soul Daron

    Darth Soul Daron Grauer Sith-Lord

    A serbian movie, Halloween 1 und 2 , piranha 3D. mehr fallen mir auch nicht gerade ein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2012
  4. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Halloween 1 und 2 sind doch uralte Schinken, und ist Piranha 3D nicht so was wie (man verzeihe mir den Vergleich) Jaws?

    Und A Serbian Movie lief meines Wissens nicht mal in den Kinos und zielte ganz bewusst drauf ab Leute zu ekeln.
    Also einen Trend seh ich da noch nicht.
     
  5. Darth Soul Daron

    Darth Soul Daron Grauer Sith-Lord

    Ich meine die von Rob Zombie.

    Freddy vs Jason ist auch ein bespiel

    The Frontiers

    Oder waren die immer schon brutal und mir ist es nicht aufgefallen?:verwirrt:
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Juli 2012
  6. Darth_Seebi

    Darth_Seebi ganz böser Sith

    Dass Horror-Filme kein Gore-Gemetzel sein müssen, um sauspannend zu sein, zeigen Filme wie "Shining", "The Sixt Sense", "Blair Witch Project" usw.

    Sehe Brutalität jetzt nicht als Qualitätskriterium an. "Spartacus" z.B. ist hyperbrutal und trotzdem genial. Wenn man die Splatter-Szenen aber nur dazu benutzt die nicht vorhandene Story zu kaschieren ist dies sicherlich kritisierenswert.

    Auf alle Fälle sehe ich die "Saw"-Filme jetzt nicht als SO bedenklich an. Filme wie "Hostel" oder "A Serbian Film" sind da IMO ein anderes Kaliber und tatsächlich schon jenseits des guten Geschmacks.
     
  7. Mad Blacklord

    Mad Blacklord Verrückter Lord der Siff

    Nun im lauf der Kinogeschichte fällt einem schon eine gewisse Gewaltsteigerung auf. Am Anfang des amerikanischen Horrorfilms war kaum Blut zu sehen. Siehe etwa Dracula und Frankenstein von 1930, da kommt zwar gewalt vor und es sterben auch einige Leute. Aber die Gewalt selbst sieht man nicht. Ewas später wurde das dann schon mit der Mumie und der Unsichtbare anders, da sah man dann schon das erste mal Morde auf der großen Leinwand. In der Mumie wird sogar jemand mit einem Speer durchbohrt. Mit dem Farbfilm wurden die blutigen Szenen allerdings immer graphischer und detaillierter. Man sah mehr Busen und mehr Blut. Aber von wirklichen Folterszenen war noch nicht so viel zu sehen. Erst in den achtzigern wurde es doch erst richtig detailreich. Da sah man dann nicht nur Enthauptungen sondern auch explodierende Köpfe und alles mögliche. In einem der Freitag der 13 Filme wird ja auch jemand ganz langsam ein Pfeil durch den Hals gebohrt und man sieht es über deutlich.
    Da sind die Hostel und Saw Movies eigentlich nur die Spitze. Es geht gerade um Folter und diese dann vollkommen auszukosten. So gesehen hat man schon eine ziemliche Steigerung. Die Folter und das Morden sind quasi der Hauptplot der Geschichte, sie sind der Fokus der Handlung der heutigen Horrorfilme.
    Die Gewalt in Filmen ist also inzwischen schon durchaus graphischer als früher. Dies hat natürlich auch mit dem fortschreiten der Technik zu tun. Aber eben auch dass die Gesellschaft inzwischen ziemlich desensibilisiert ist.
    Der wahre Horror findet jedoch auf der Straße und im Krieg, bei Attentaten und Terroranschlägen statt.
     
  8. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Saw dürfte mittlerweile doch schon "out" sein nach der x.-ten Fortsetzung.
     
  9. Dorsk

    Dorsk Bibliotheksgremlin Mitarbeiter

    Natürlich hat die Gewalt in den Filmen zugenommen. Das kommt daher, wie schon erwähnt wurde, weil die visuellen Möglichkeiten sich immer entwickeln. Ich stehe aber im generellen nicht so auf Gewalt in Horrorfilmen. Ein guter Horrorfilm spielt mit der Psyche und steigert das psychologische bis zum Schluss.

    Die heutigen Horrofilme sind eher Schocker. Das heisst, man erschrickt ein-, zweimal und gut ist. Nur weil Blut vorhanden ist, ist es nicht gleich Horror. Ich habe mal einen "Saw"-Film gesehen, aber nur zur Hälfte, den Rest habe ich verschlafen, weil er so langweilig war. "Hostel" habe ich auch gesehen, aber mit ein paar nackten Brüsten und Brutalität kann man mich nicht fangen.

    Klar, "Freitag der 13." und "Halloween" sind auch brutal, aber sie haben einen guten Spannungsbogen. Das ist das was ein guter Horrorfilm ausmacht. Wenn ich Gewalt und Brutalität sehen will, dann sehe ich mir einen Kriegsfilm an.
     
  10. Ben

    Ben Oh yeah, tough guy? Make me. Mitarbeiter Premium

    Das hier The Hills Have Eyes noch nicht erwähnt wurde. :kaw:
     
  11. Master Kenobi

    Master Kenobi Bring you Wisdom, I will. Mitarbeiter

    Ob der Gewaltpegel dem Film gut tut, hängt vom jeweiligen Subgenre ab. Bei Zombiefilmen muß es schon etwas deftiger zugehen, bei Psychohorror oder Geistergeschichten ist es meist unnötig. Aber Gewalt gruselt meistens nicht, die Atmosphäre ist wichtiger. Allerdings kann man beides auch kombinieren, wie zum Beispiel bei dem Meisterhaften Suspiria. Der lebt von der Atmosphäre, dem Spannungsbogen und einigen Gewaltspitzen.

    Den ersten Hostel fand ich durchaus gut, weil es mal wieder was anderes war. Eben ein vergleichweise realistisches Szenario und trotz der Gewaltspirale ein gar nicht so dummer Film. Den zweiten Teil konnte man sich zwar noch anschauen, aber der war mir in Sachen Gewaltdarstellung zu absurd. Die eher harmlos umgesetzte Szene, in der die Jugendbande mit dem Kopf Fußball spielt, fand ich komplett peinlich.

    Aber natürlich ist Gewalt ein Thema und Saw ist ein gutes Beispiel. Ich habe die ersten beiden Teile gesehen, fand sie durchaus gut (kaufen würde ich sie mir aber nicht), aber damit war das Thema für mich auch gegessen. Das geht dem Publikum mit steigender Anzahl der Fortsetzungen natürlich auch so. Inzwischen sind wir beim gefühlten 95. Teil von Saw, und den Machern kann da inhaltlich nichts mehr neues einfallen, also muß man eben mit dem Gewaltpegel für Aufsehen sorgen und treibt es immer weiter.
     
  12. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Gibt allerdings auch Gegenbeispiele, also jetzt nicht im Horror Sektor sondern allgemein.
    So ist "The Dark Knight Rises" beispielsweise ja deutlich weniger brutal als sein Vorgänger was wohl damit zu tun hat dass man den Film einen breiteren Publikum Zugang verschaffen will (der Film ist ja FSK 12).
     
  13. Crimson

    Crimson The great Cornholio Premium

    Die Sehgewohnheiten ändern sich nunmal im Laufe der Zeit, und was in den 30er, 40er und 50er Jahren die Zuschauer noch entsetzt hat, wirkt heute oft eher komisch.
    Trotzdem kann ich heutzutage keine großartige Brutalisierung des Horrorgenres erkennen. Diese fand mit der ersten Welle Splatterfilme statt, also ab ca. Mitte der 70er bis Anfang der 80er Jahre. In dieser Zeit brachten Regiesseure wie Lewis, Romero, Hooper, Argento, Fulci oder Deodato bisher tatsächlich ungesehene Darstellungen physischer Gewalt auf die Leinwnd und - im Zuge des damals einsetzenden Videobooms - in die heimischen Wohnzimmer. Die heutigen Filme zitieren sehr oft die damals eingeführte Darstellungsweise, wenn auch etwas an die modernen Sehgewohnheiten einer neuen Zuschauergeneration angepasst, aber das ganz große Fass in Sachen Gewaltdarstellung im Film wurde zwischen 1974 und 1983 ca. aufgemacht.

    C.
     
  14. Samba

    Samba Gast

    Kein Blut bedeutet aber nicht, dass keine Gewaltdarstellungen Einzug hielten. "Drag me to Hell" hat durchaus Gewaltpotential.
    Wäre Blut ein Indikator für Gewalt, dann müsste Nasenbluten Gewalt sein, was nicht der Fall ist.

    Wer sagt, dass sie das tun? Umgekehrt könnte man allerdings auch fragen, wieso du glaubst, dass es keine Qualitätssteigerung wäre?
    Qualität ist eben keine empirirsche Feststellung, schon gar nicht im künstlerischen Bereich.
     
  15. Mad Blacklord

    Mad Blacklord Verrückter Lord der Siff

    Naja kommt wohl auf die Ursache drauf an ob Nasenbluten Gewalt beinhaltet oder nicht. :kaw: In Japan kann Nasenbluten ja auch durch die Waffen einer Frau ausgelöst werden. :D:D:D

    Aber in den USA bekommt interessanterweise Gewaltdarstellungen viel leichter durchs rating wenn kein Blut zu sehen ist. Bzw wenn kein rotes Blut zu sehen ist. Bei Alien haben sie deshalb bewußt weißes Blut für die Roboter und grünes bei den Vampiren in From Dusk Till Dawn genommen um ein niedriges Rating zu bekommen.
    Aber gut das US Rating System ist auch merkwürdig, zum Teil mindestens so merkwürdig wie das deutsche.
     
  16. Samba

    Samba Gast

    Ja, durchaus ;)

    Das Problem bei solchen Alterseinstufungen ist einfach wie so oft, dass man von einer Art "Einheits - oder Standardmensch" ausgeht. Das geht aber eben auch an der Realität vorbei.
    Was der eine furchtbar brutal findet, ist für den anderen noch relativ harmlos.
    Der eine hat eine irrationale Furcht vor Blut, während es beim nächsten keine Regung hervorruft.
    Wenn der Mensch versucht subjektive Empfindungen zu "objektivieren", dann erfährt er eigentlich nur, dass dieser Versuch zum Scheitern verurteilt ist.
     
  17. Darth Soul Daron

    Darth Soul Daron Grauer Sith-Lord

    Das gebe ich dir schon recht, aber die meisten normalen Mensch haben doch eine grenze der Brutaltät in Filmen angeht. Den künstlichen aspekt gibt schon, aber erklär mir bitte was so film wie a serbian movie tun soll außer Ekelhaft zu sein.
     
  18. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Ich hab a Serbian Movie nicht gesehen und hab es auch nicht vor, aber ausgehend von Beschreibungen darüber würd ich sagen dass dieser Film nicht repräsentativ für den aktuellen Horrorfilm ist

    Und Filme die schocken wollen gab es denk ich schon immer, es ändern sich nur die Methoden.
     
  19. Ewok Sniper

    Ewok Sniper Keine Amnestie für die Prequel-Trilogie.

    Meines Erachtens ist die inflationäre Gewaltdarstellung der "Saw"-Reihe quasi Kindergeburtstags-tauglich, während sich die wirklichen Gewaltspitzen ab den 70ern mehr oder minder gleich über die Filmgeschichte verteilen und das wiederum nicht nur im Bereich des Horror, sondern ebenso im Avantgarde (dort z. T. wesentlich übler). Außerdem stößt man mit reiner Gewaltdarstellung irgendwann an eine gewisse Grenze, ab der sich ein "weniger ist mehr"-Effekt einstellt. Ein Mehr an Schock lässt sich dann allenfalls noch durch eine psychologische oder eine pornografische Komponente erzielen, welche dann auch meistens dafür verantwortlich ist, dass ein Film heutzutage die Jugendfreigabe "nach oben hin knackt".
     
  20. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Also in dieser Hinsicht etwas krass fand ich "Antichrist" von Lars von Trier. Könnte glatt als Gewaltporno durchgehen
     

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