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Gute Arbeitskollegen

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Spaceball, 13. September 2004.

  1. Spaceball

    Spaceball Chilehead Mitarbeiter

    Wenn man eine zeitlang in einer Firma arbeitet kann man mit einigen Kollegen überhaupt nicht auskommen und mit anderen kommt man äusserst gut aus. Bei mir in der Arbeit hatte ich so einen Fall indem wir einen Kollegen hatten mit dem keiner ausgekommen ist. Ich hab mehrere Schichten für ihn gemacht weil er meinte betrunken in die Arbeit zu kommen und die Kollegen an zu rufen ob sie nicht kommen würden, er kann nicht arbeiten. Ich hab daher mehr als nur eine Doppelschicht für diesen Kollegen geschoben. Das Resultat war natürlich das jeder froh war wenn er nicht mit dem arbeiten musste. Auf der anderen Seite waren meine Chefs natürlich froh darüber das ich und meine Kollegen kein Problem damit hatten mal auf die schnelle ein zu springen. Inzwischen ist der Kollege geschichte. Jetzt haben wir ein Team das sich einfach versteht. Es gibt keine Kollegen die man nicht mag. Das Arbeitsklima ist dementsprechend gut.

    Allerdings habe ich einen Kollegen der einen Job macht der mich in die Position bringt auf ihn angewiesen zu sein. Das zu erklären würde jetzt den Rahmen sprengen. Jedenfalls weiss ich das ich mich auf diesen Kollegen verlassen kann. Er ist auch mein liebster Kollege weil er eine Athmosphäre erschafft die einzigartig ist. Wenn ich mit ihm zusammenarbeite weiss ich das es schlichtweg funktioniert. Wir können uns auf uns beide verlassen. Heute entscheidet sich auch ob er kündigt oder ob er bleibt. Keiner will ihn verlieren, weder die Chefs noch die Angestellten. Das ganze zieht mich wirklich runter. Auf der einen Seite weiss ich nicht wer nach ihm kommt und auf der anderen Seite möchten wir ihn nicht verlieren. Ich hatte bereits Kollegen die seinen Job gemacht haben und die waren fernab von Zuverlässig...! Da hab ich wenig Bock mit denen zusammen zu arbeiten.

    Was macht ihr in so einer Situation. Reden bringt nichts. Wenn er gehen will kann ich ihn nicht aufhalten, das muss ich nunmal respektieren.

    cu, Spaceball
     
  2. Ist schon seltsam, aber sowas passiert öfter als Du denkst. Bei mir war es ähnlich.
    Daher kann ich alles nachvollziehen, was Du beschreibst. So eine Situation ist
    immer sehr schwierig.

    Bei uns gibt es auch einen Kollegen, der meint er könne sich was rausnehmen.
    Das er mit seinen Verhalten überall aneckt, merkt er nicht.
    Solche Menschen findest Du immer wieder. Das sind die Einzelgänger.
    Sie sind für das Teamplay nicht geeignet. Komischerweise droht denen irgendwie nie etwas.

    Zu Deinem Beispiel mit den Kollegen, der weggeht :
    Du kannst und darfst ihn nicht aufhalten. - Du mußt seine Entscheidung respektieren, wie Du schon selbst sagst. Er wird nicht ohne Grund den Betrieb wechseln. Er will im Berufsleben vielleicht weiterkommen oder einfach nur eine neue Perspektive.

    Jedenfalls geht das Leben weiter. Ob Du Bock hast mit anderen Kollegen zu arbeiten oder nicht interessiert Deinem Chef wohl nur wenig.

    Mach das Beste daraus, vielleicht findest Du unter den anderen Kollegen ja jemanden, der ebenso zuverlässig ist. Es sind nicht alle so wie die Einzelgänger.
     
  3. Spaceball

    Spaceball Chilehead Mitarbeiter

    @darth-Polo

    Das Problem mit dem "netten" Arbeitskollegen war definitiv auch ein Problem für meine Chefs. Schließlich mussten auch sie für seine Fehler gerade stehen oder besser gesagt wenn er Mist gebaut hat hat das dem Betrieb geschadet was ja eben auf die Chefs zurückfällt. Das ist aber nicht mehr das Problem. Der Typ ist weg, das Problem ist so gesehen gelöst.

    Was was den Kollegen angeht der gehen will, das ist das eigentlichte Problem was ich ansprechen wollte. Ich hab keinen Bock wieder so nen Clown zu kriegen der nur dann was macht wenn er Bock hat oder wenn ich ihm sage das er das zu tun. Bei uns sind das Studenten die sich im Endeffekt ihr studium finanzieren durch den Job. Warum kriegt jemand seinen Job nicht auf die Reihe der eigentlich intelligent genug ist damit er studieren darf? Das hatte ich schon mal das brauche ich nicht wieder. Die füllen den Kühlschrank auf und helfen mir bei bestimmten Sachen und haben noch einige Kleinigkeiten zu erledigen. Mit anderen Worten ein ziemlich lockeres leben da man ja ein Zimmer gestellt bekommt und sich eigentlich nur darüber Sorgen machen muss das man nicht vom lernen abgelenkt wird. Die tägliche Arbeit bedarf etwa 1h bis 2h arbeit und das auch nur 3 oder 4 Tage die Woche. Ich bin mir sicher das ich wieder so nen Clown kriege auf den man sich nicht verlassen kann weil er lieber irgendwas zockt anstatt das zu tun, das ihm das relativ lockere Leben ermöglicht.

    Ich bins leid immer wieder für andere Kollegen irgendwas zu erledigen, nur weil die ihre Arbeit nicht auf die Reihe kriegen. Ich hab inzwischen für 4 Kollegen mitgearbeitet, die die selbe Arbeit wie ich machen, weil die ihre Arbeit nicht auf die Reihe gekriegt haben. Irgendwie hats auch nichts gebracht wenn ich ihnen das erklärt habe. Ich bin ja oft genug in die Arbeit gegangen um meinen Kollegen zu erklären wie sie ihre Arbeit machen obwohl ich frei hatte, damit ich eben nicht die Arbeit machen musste wenn ich dann Schicht hatte. Das kotzt mich einfach an. Ich hab zwei Sorten von Problemkollegen: Die, die arbeiten wenn ich frei habe, und die die mit mir "zusammen" arbeiten. Wobei die Kollegen die dann arbeiten wenn ich frei habe das kleinere Übel sind. Die habens inzwischen alle so einigermassen auf die Reihe gekriegt.

    An sich habe ich kein Problem das der eine Kollege geht, er macht den easy Job, es ist nur einfach sehr sehr schade. Mit ihm geht auch ein Teil Athmosphäre. Wenn er gehen möchte, halte ich ihn nicht auf. Nein ich wünsche ihm alles gute und hoffe das ich ihn bald wieder sehe. Ich kann verstehen das er gehen will. Der Job füllt ihn nicht aus. Weiterentwickeln will er sich nicht. Er will sich "zurückentwickeln". Im Grunde genommen möchte er das machen was er vorher auch gemacht weil ihn das ausfüllt. Er geniesst von meinen Chefs sogar das Privileg im Endeffekt das selbe Geld bezahlt zu kriegen das ich kriege obwohl er verglichen mit mir ziemlich wenig arbeitet. So viel war es meinen Chefs wert damit er nicht geht. Sehr schade. Die Arbeit wird nie wieder die selbe sein wenn er weg ist.

    cu, Spaceball
     
  4. Opi's Wahn

    Opi's Wahn Feuerkrieger ~ Gruftschlampe ~ NJO-Purist ~ Papa S

    @spaceball
    das mit den kollegen für die du mit arbeiten musst ist problematisch. eigentlich müsstest du aufhören, für sie gradezustehen. ist zwar *********-mässig, aber wenn du dauernd ihre arbeit erledigst, dann merken es die chefs nicht und die jungs kriegen keinen druck von oben---> sie sehen keinen grund was an ihrem verhalten zu ändern.
    manchmal muss man eben egoist sein.

    zu deinem kollegen der geht: ich kenn das problem aus der anderen perspektive. nicht vom job her, sondern von der mannschaft. dort hab ich mich auch super wohl gefühlt und vor allem mit einem hab ich mcih blind verstanden. tja, jetzt "musste" ich die mannschaft wechseln, weil es mir einfach zuviel wurde bis zu 3mal die woche 150km für 2 stunden training zu pendeln.
    und ich habe mir lange überlegt, ob ich wirklich wechseln solle, eben weil ich wusste was ich damit aufs spiel setze.
    jetzt hab ich immernoch kontakt zu meinen jungs und versuch den auch zu halten... und mit den neuen leuten komm ich auch gut aus. dauert halt noch ein wenig, bis das verständnis vorhanden ist, wie vorher.
    wechsel gehören einfach zum leben dazu und man muss einfach das beste daraus machen.
     
  5. Spaceball

    Spaceball Chilehead Mitarbeiter

    Wenn ich die Arbeit meiner Kollegen nicht mache, mache ich meine Arbeit nicht. DAs Problem an der Sache ist das die ja eben das machen was ich mache. Ist ein bischen kompliziert zu erklären. Ich erledige die Reservierungen von einer Firma. Wenn der Kollege vorher diese Reservierungen nicht gemacht hat, muss ich dessen Reservierungen auch erledigen. Wenn ich das nicht mache kriegt der Gast, dem das Zimmer zugesichert war, kein Zimmer mehr. Mache ich das also nicht weil meine Kollegen zu blöd, faul oder was auch immer sind, muss ich es machen. Meine Chefs haben auch reagiert. Die haben sich mit meinen Kollegen nochmal zusammengesetzt. Inzwischen klappt das auch ganz gut. Es hat halt nur gedauert und wenn ich nen neuen Kollegen kriege bin ich halt wieder der Arsch. Dafür besitze ich aber auch ne sehr hohe Wertschätzung meiner Chefs. Wenn iel los ist bin ich der der arbeiten darf. Ganz einfach aus dem Grund das meine Chefs wissen das es dann funktioniert. Bei meinen Kollegen gehen sie davon aus das es eben nicht funktioniert.

    cu, Spaceball
     

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