Serie Kampfstern Galactica - Battlestar Galactica

Battlestar Galactica
2003

Es ist schon lustig, dass der zweite Pilotfilm (respektive Minniserie) einer Serie, den ich nach "Galactica 1978" wieder Kinotauglichkeit attestieren würde, wieder den Namen Galactica trägt.

Ich war vom Pilotfilm schwer begeistert, hervorragende Unterhaltung, - so eine Qualität in allen Bereichen hat man bei TV - Produktionen heut zu Tage selten.

Auch hier wurde mal wieder gesagt, man könne/dürfe die neue Serie nicht mit der Alten vergleichen. Ich sehe dies ganz anders. Die neue Serie trägt nun mal den Namen Galctica und muß diesen Anspruch gerecht werden. Designs und Charaktere (zumindest Namen und grundlegende Positionen) werden übernommen. Die Serie zerrt zumindest für das nötige Anfangsinteresse stark von der Popularität der originalen Serie.
Ich werde daher an den geeigneten Stellen durchaus vergleichen (bzw. auf die Orignalserie Bezug nehmen).
Da dort mitunter ein anderer Eindruck entstehen könnte, sage ich hier nochmal deutlich, dass ich vom Pilotfilm der neuen Galactica - Serie begeistert war. :)

Beginnen wir mit dem Aushängeschild der Serie, -der neuen Galactica. Und da muß ich sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin. Man trägt hier viel zu sehr dem Zeitgeist Rechnung und versucht das Schiff (veraltet) modern aussehen zu lassen. Es fehlt an der Klasse und der majestätischen Schwere des Originals.

Besonders die Front- und Mittelpartie sehen wirklich nicht schön aus. Mit den Landebuchten kann man zufrieden sein und die Idee, dass man sie einziehen kann ist ziemlich genial. Das Triebwerk ist sehr schön gelungen.

Mit dem Kommandozentrum der Galactica kann ich mich auch noch nicht so ganz anfreunden. Es sind zwar durchaus schöne Elemente daran, aber mit dem originalen Design hatte man eines der schönsten Brückendesigns der Filmgeschichte. Ich hätte mir gewünscht, dass man dieses Design als Grundlage nimmt und vom 70er Jahre Charme befreit und modernisiert. Da wären durchaus schöne Sachen möglich gewesen (vgl. Entwurfszeichnungen des Larson - Galactica Remake - Projekts).

Sämtliche andere Räumlichkeiten der Galactica (Pilotenbesprechungsraum, Landedeck, Quartiere) gefallen mir sehr gut. Teilweise schön dunkel und beengt, - eben so wie man es sich auf einem Kriegsschiff vorstellt.

Die Idee, dass die Galactica im Grunde veraltet ist und zu einem Museum umgestaltet werden sollte (und gerade daher den ersten Schlag der Zylonen entkommt) ist eine sehr schöne Idee.

Irgendwie war die Lage in der originalen Serie, wo sich die Zivilschiffe unter dem Schutz des mächtigen Kampfsterns Galactica befanden weitaus beruhigender. Die neue Galactica schützt die Schiffe aber dann im späteren Verlauf des Films auch sehr gut und effektiv.

Die Viper sind wunderbar gelungen und sehen wirklich klasse aus (werden in der Serie eigentlich nur die Mark IIs eingesetzt oder auch wieder die neueren Modelle ?)

Auch der Raptor ist sehr schön, - ich wünsche mir allerdings trotzdem, dass man das klassische Shuttle häufiger sieht.

Viele Frachter der Zivilflotte wurden praktisch 1 zu 1 aus der Originalserie übernommen, - sehr schön. :)

Als regelrecht störend empfinde ich das Konzept des Schiffes der Präsidentin. Es hat eindeutig das Design eines Flugzeugs (Stuhlreihen, Fenster etc.), wohingegen alle Raumschiffe (die größer sind als Viper) grob auf Schiffen basieren.

Die neuen Baissterne der Zylonen gefallen mir recht gut (auch wenn das alte Design noch eine Spur cooler war)

Die Jäger der Zylonen sind klasse, - wieso sollten auch Roboter die Schiffe steuern, wenn man direkt eine KI einbauen kann ?

Das veränderte Design der silbernen Zylonen gefällt mir auch, - ich hoffe das sie recht häufig zu sehen sein werden, - sie gehören einfach dazu.

Nummer 6, ein weiblicher menschlich aussehender Zylone gefällt mir vom Charakter her sehr gut.

Man kann mit den menschlich aussehenden Zylonen sicherlich eine Menge machen (Angst vor Infiltration, - im Pilot bereits deutlich zu spüren), sollte es aber nicht übertreiben.
Ich bin mir allerdings sehr sicher, dass die menschlichen Zylonen nicht vorrangig dazu eingeführt wurden um die Produktionskosten niedrig zu halten.

An die neue Organisationsstruktur der Zylonen muß man ich erst gewöhnen, - mir hat der Imperator auf seinen Trohn in der Originalserie wirklich gefallen. Allerdings paßt diese eher kollektive Organisation wohl besser zu einer Roboterrasse.


Commander Adama ist auch in der neuen Version ein klasse Charakter: Ruhig, cool und trocken, - und wahrlich ein einprägsames Gesicht. ;) :D
Ich habe mich sofort mit dem neuen Commander angefreundet und freue mich darauf mehr von ihm zu sehen.
Edward James Olmos mußte in große Stiefel schlüpfen, aber sie passen sofort, - tolle Leistung.

Colonel Tigh macht im Vergleich zum Original den vielleicht größten Sprung in Richtung Charaktertiefe. Der origniale Tigh blieb blaß ;) :D, aber der neue Tigh zeigt gleich im Pilotfilm ein gewaltiges Potential. Tigh ist mir unsymphatisch, er ist ein Arsch, er ist ein schwacher Mensch und ein Alkoholiker. An solchen Typen können sich alle anderen Charakter reiben, an solchen Personen entzünden sich Konflikte.
Und DAS braucht eine gute moderne Ensembleserie zwingend (Blickt ermahnend in Richtung Star Trek).

Durch Präsidentin Rosellin wird die Führung der Menschen in Zivilregierung und Militär unterteilt. Dies kann nur ein guter Schachzug sein, wieder stehen die Zeichen auf Konflikt. Besonders schön ist, dass die Präsidentin zuerst nicht so richtig ernst genommen wird. Adama: "Sie war früher Lehrerin." :D

Im Unterschied zum Original kann man Gaius Baltar (hier Dr. und genialer Computerexperte) nicht uneingeschränkt verachten. Er ist schon irgendwie ein eckeliger Charakter, - ein arroganter selbstverliebter "Weiberheld". Auch hier ist er wieder für die Vernichtung der Menschheit mit verantwortlich, stolpert dabei aber über die Schönheit von Nummer 6 und seinem übergroßen Ego und erkennt seinen Fehler erst, als es zu spät ist (allerdings ist es bezeichnend, dass er nicht versucht jemanden zu warnen, sondern nur daran denkt, wie er seine Beteiligung vertuschen und sich so selbst schützen kann).
Gaius hat eine Menge dunkler Charakterzüge und ich bin auf sein weiteres Wirken auf der Galactica sehr gespannt. Der Schauspieler ist sehr gut.

Captain Lee "Apollo" Adama ist im Pilotfilm im Prinzip immer noch ein verhältnismäßig einfacher Heldencharakter, - der sich erstmal vor allem dadurch auzeichnet, dass er mit seinem Vater zerstritten ist. Mal sehen, wie sich der gute Apollo später entwickelt.

Kara "Starbuck" Trace hat einige interessante Momente im Pilotfilm. Sie scheint sehr gut im Zusammenspiel mit Tigh zu funktionieren. Ich freue mich auch auf Interaktion mit Apollo und Adama.
Die Schauspielerin selbst gefällt mir weniger, sie ist imo nicht sonderlich schön und hat eine teils sehr eigenartige Mimik (besonders im Vipercockpit unter dem Helm störend).

Trotzdem bleibt Galactica auch in dieser Generation die Serie der tollen Frauen, - diesmal repräsentiert von dem jungen Brückenoffizier Dualla und der ebenfalls verweiblichten Boomer.
Besonders Boomer sieht einfach zum verlieben aus und auch charakterlich gefällt sie mir, - wie sie sich nach der Landung in eindeutiger Absicht den Chief vom Landedeck schnappt, ist richtig klasse. :braue
Sehr schön, dass sie sich um den modernen Boxey kümmert.


Das positive Bild wird durch gute Nebencharaktere, wie Helo und Lt. Gaeta vervollständigt.

Die Uniformen der Brückenoffiziere gehören zum Besten, was man jemals in Richtung Uniform in der SF gesehen hat.
Auch die Montur der Flieger gefällt mir sehr.

Keinen Vergleich möchte ich in Richtung der Story anstellen. Beide Serien sind definitiv Kinder ihrer Zeit und inszenieren die Vernichtung der Menschheit und den Beginn des Überlebenskampfes auf ihre Weise absolut perfekt.

Die neue Serie ist hier eine Spur indirekter. Die Galactica befindet sich zuerst weitab vom Geschehen und man hört immer nur, von den Schlachten, den Ausfällen auf den anderen Kampfsternen und den Zerstörungen. Erst später zieht sich die Handlung zur Galactica hin. Die Worte von Adama: "Ich übernehme das Kommando über die Flotte" gehen buchstäblich unter die Haut.

Die Stimmung, die Galactica dabei erzeugt ist dunkel und angemessen bedrückend, - wirklich tolle Atmosphäre.

Die Story mit Adama auf der Ragnar - Raumstation ist nicht ganz so spannend, wie der Rest, aber man wird durch die sehr gute Endschlacht, wo die Galactica mit Basissternen kämpft, damit die Zivilflotte in Sicherheit springen kann (perfekte Idee und gut gemacht, - dieser Sprungantrieb), perfekt entschädigt.

Die Raumschlachteffekte sind überaus beeindruckend, - etwas dunkel, aber trotzdem beeindruckend.
Auch die Kamera ist dabei (wie auch sonst) sehr inovativ und passend.

Besonders positiv fällt mir auch bei den Brückenaufnahmen auf, dass man wirklich das seltene Gefühl im SF - Genre hat, dass Adama der Commander eines gewaltigen Kriegsschiffes ist.

Die Musik gefällt mir sehr gut., obwohl ich mir das alte Maintheme durchaus auch für das neue Intro gewünscht hätte.
Besonders die Gesangseinlagen sind sehr schön.

Insgesamt setzt der Galactica Pilotfilm Maßstäbe für moderne TV - Produktionen, ist überaus unterhaltsam und verspricht sehr viel für die kommende Serie. :)

Liest man Spoiler, so fällt auf, dass sich die Galactica auffällig lange im Bereich der Kolonien (ständige Handlung auf Caprica) auffhält. Da werden leise böse Erinnerungen an Voyager wach, die sich aber wohl als völlig unbegründet herausstellen werden, wenn man die Story erst im TV sieht.

Sehr schön finde ich die Absicht, die Handlung der Originalserie, offensichtlich in die neue Story einzubinden.
Auf die Lösung bin ich wirklich gespannt.

Galactica hat enormes Potential und niemand sollte sich vorschnell dieser Serie verschließen.
Ich erwarte mir viel von der Serie und sie ist mein aktueller Hoffnungsträger, auf ein ähnlich geniales Seherlebnis, wie seinerzeit Babylon 5. :)
 
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@Darth Ki Gon: Ich würden das mit Boomer verspoilern ;) Das verdirbt schon irgendwie den Pilotfilm.

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CaptainTypho schrieb:
Der einzige Nachteil, den BSG IMO mit sich bringt, ist dass das Konzept der kontinuierlichen Storyline den Einstieg zu irgendeinem Zeitpunkt in der Serie etwas erschweren dürfte.

Die andere Seite der Münze wäre jedoch eine zerstreute Handlung.
Ich glaube die Zuschauer (auch in Amerika) schalten ein, weil sie wissen wollen, wie es weiter geht (wie bei Lost) und nicht welche Situation der Woche, Planet der Woche oder Rasse der Woche unsere Protagonisten erleben. :)
Darüberhinaus finde ich die Lösung mit "Was vorher gesah..." sehr gut, da hier nicht nur Elemente aus der vorhergegangenen Episode aufgegriffen werden, sondern auch aus anderen Teilen.


Darth Ki Gon schrieb:
Die Viper sind wunderbar gelungen und sehen wirklich klasse aus (werden in der Serie eigentlich nur die Mark IIs eingesetzt oder auch wieder die neueren Modelle ?)
Ich glaub nur die Mark IIs... wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich eine Episode gesehen habe, wo beide Modelle gemischt aufgetreten sind. :-/


Darth Ki Gon schrieb:
Auch der Raptor ist sehr schön, - ich wünsche mir allerdings trotzdem, dass man das klassische Shuttle häufiger sieht.
Der Raptor ist das Schiff das Boomer fliegt, oder? Wenn ja, dann kommt es in der Serie häufiger zum Einsatz. :)


Darth Ki Gon schrieb:
Als regelrecht störend empfinde ich das Konzept des Schiffes der Präsidentin. Es hat eindeutig das Desing eines Flugzeugs (Stuhlreihen, Fenster etc.), wohingegen alle Raumschiffe (die größer sind als Viper) grob auf Schiffen basieren.
Ich glaub das war auch die Absicht. Man wollte wohl eine Parallele zur Air Force One bringen.


Ansonsten sage ich zu der Entwicklung der Charaktere nichts, außer das wirklich alle wichtigen Protagonisten sich in der Serie entwickeln bzw. deren Beziehung zueinander :)

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So und jetzt fang ich mit Season 2 Part I an :D
 
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IO schrieb:
Die andere Seite der Münze wäre jedoch eine zerstreute Handlung.
Ich glaube die Zuschauer (auch in Amerika) schalten ein, weil sie wissen wollen, wie es weiter geht (wie bei Lost) und nicht welche Situation der Woche, Planet der Woche oder Rasse der Woche unsere Protagonisten erleben. :)
Darüberhinaus finde ich die Lösung mit "Was vorher gesah..." sehr gut, da hier nicht nur Elemente aus der vorhergegangenen Episode aufgegriffen werden, sondern auch aus anderen Teilen.

Diese andere Seite der Münze ist mittlerweile im SF - Genre zum Glück so gut wie ausgestorben.
Eine moderne SF - Serie (ganz besonders mit dem hohen Dramawert von "Galactica") braucht einfach einen großen Handlungsbogen.
Es ist der Verdienst von "Babylon 5" dies im großen Stil in das Genre eingeführt zu haben, - die eingefleischten B5 - Fans waren schlicht begeistert und die anderen Produktionsfirmen haben diese Idee im hohen Maße (mal mehr mal weniger konsequent) aufgegriffen.
Man sieht, dass der moderne Serienzuschauer dies einfach erwartet (bis zu den Star Trek Produzenten hat sich dies noch nicht wirklich rum gesprochen :( ),
als z.B. Adromeda in der dritten Staffel auf Einzelepisoden umschalten wollte, gingen die Quoten in den Keller.
Ein anderes Beispiel ist die glücklose "Enterprise": Der Pilotfilm hatte Topquoten aber die Zuschauer liefen in Scharen im Laufe der ersten Staffel weg, - da man mal wieder auf Einzelepisoden zurückgriff (das Rumgeeiere um die Suliban war viel zu wenig), und es daher nichts gab, was den geneigten Zuschauer fesseln und halten könnte.
Ein großer Storybogen hebt die Intensität, mit der ein treuer Fan die Serie erlebt, auf ein ganz anderes Niveau.
Gerade eine Serie, wie Galactica lebt von einer sich entwickelnden großen Handlung (selbst das Original wies für die Verhältnisse dieser Zeit bereits eine hohe innere Geschlossenheit auf, - z.B. viel mehr als 10 Jahre später TNG).
Ich freue mich, dass Galactica einen großen Storybogen hat.


Der Raptor ist das Schiff das Boomer fliegt, oder?

Ja, ist es.

Ich glaub das war auch die Absicht. Man wollte wohl eine Parallele zur Air Force One bringen.

Da bin ich mir auch sehr sicher.
Es ist ja in Ordnung, wenn sich eine SF - Serie auf aktuelle Ereignisse bezieht, sich dort inspirieren läßt, Stellung bezieht usw.....
Gerade bei "Galactica" sind viele Verbindungen zum aktuellen Lieblingsthema der USA zu finden, - und wie gesagt, wenn man das stilvoll macht, ist das in Ordnung.

Aber diese Air Force One Anspielung ist mir erstens zu billig und stellt für mich zweitens einen großen und unnötigen Stilbruch dar. :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Darth Ki Gon schrieb:
Man sieht, dass der moderne Serienzuschauer dies einfach erwartet (bis zu den Star Trek Produzenten hat sich dies noch nicht wirklich rum gesprochen :( ),
als z.B. Adromeda in der dritten Staffel auf Einzelepisoden umschalten wollte, gingen die Quoten in den Keller.
Bei Deep Space Nine würde ich sagen, ist es zu den Produzenten durchgedrungen :)
Wobei man vielleicht sagen muss, dass die Autoren und auszuführenden Produzenten (u.a. ja Ron Moore) Glück hatten, dass ihre Storys (speziell die Geschichte um das Dominion und die Gründer) gut angekommen sind. Wäre dieser Plot in der vierten Staffel gescheitert, so weiß ich nicht ob DS9 es bis zur siebten Staffel geschafft hätte. Zum Glück ist es anders gekommen und den Autoren war es sogar möglich geworden, neben der Dominion-Handlung, auch eine Handlung um die Spiritualität von Bajor bis zur siebten Staffel aufzubauen.

Ansonste stimme ich dir voll zu. Eine Sci-Fi Serie braucht eine durchgehende Handlung. Man kann es vielleicht noch so machen wie bei DS9, wo man eine gesunde Mischung findet. Ansonsten eignen sich Einzelepisoden eher für Serien ala Friends, Scrubs oder andere Drama-Serien.

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Darth Ki Gon schrieb:

:D




So, bin vorher mit der Staffel 2 - Part I fertig geworden... meine abschließenden Worte zur letzten Episode...

FRACK! FRACK! Was für eine fracking *******! Wann ist endlich Januar? :D

Hier eine Einzelbewertung der Staffel 2 - Part I:

2x01 "Scattered" 9/10
2x02 "Valley Of Darkness" 8/10
2x03 "Fragged" 7/10
2x04 "Resistence" 9/10
2x05 "The Farm" 7/10
2x06 "Home, part I" 9/10
2x07 "Home, part II" 9/10
2x08 "Final Cut" 8/10
2x09 "Flight of the Phoenix" 9/10
2x10
10/10

Grandiose Serie :)

Noch paar kleine Einzelheiten:

- Alt-Apollo Darsteller Mr. Hatch hat diesmal auch mehr zu tun :)
- Das alte Titel-Thema ertönt erneut in einer der Episoden (Gänsehaut Moment).
- Irgendwie hätten die ersten sieben Episoden zur ersten Staffel gehören sollen ;)
- Wem Starbuck und Boomer als Frau zuviel sind, wie wird man reagieren wenn man weiß,
? :D


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EDIT: Ach ja, nicht vergessen. Morgen fängt die Serie auf Premiere 4 an!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Pegasus war wirklich eine tolle Folge...hat mir gut gefallen. Im januar läuft die Serie auf RTL 2 an, dann denke ich wird dieser Thred auch wieder mehr zulauf bekommen. Mir gefällt die Serie sehr gut. Es wird nicht nur geballert sondern man geht sehr auf das Emotionale ein.
 
Sodele...

Hab nu auch die erste Staffel hinter mir....
Ist hier auch vieles schon gesagt worden und ich kann da nur ergänzen zu:
Einfach Goil !

Guter Pilot zum einsteigen und mit der 1. Folge "33" gleich richtig losgelegt.
Grundlegend gut finde ich acuh die Neuinterpretation, einfach gelungen, man
man stößt auf neues und erwartet dieses auch.

Eine gute Mischung aus Drama, Action und Humor; Baltar ist einfach köstlich.

Darth Ki Gon schrieb:
Kara "Starbuck" Trace hat einige interessante Momente im Pilotfilm. Sie scheint sehr gut im Zusammenspiel mit Tigh zu funktionieren. Ich freue mich auch auf Interaktion mit Apollo und Adama.
Die Schauspielerin selbst gefällt mir weniger, sie ist imo nicht sonderlich schön und hat eine teils sehr eigenartige Mimik (besonders im Vipercockpit unter dem Helm störend).
Ich find da die Rolle gut besetzt,allein vom Aussehen und Ausdruck
ziemliche ähnlichkeit mit Dirk Benedikt,das sehe ich als gut umgesetzt.

Ansonten kann ich deinen Ausführungen nur vollkommen zu stimmen.:D

Eine rundum Gelungene Sci-Fi Serie, wer vom Pilot nicht überzeugt sein sollte
bitte einfach mal "33" anschauen.

Nun werd ich mich der Season 2 widmen :braue

Infoseiten:
http://www.galactica2003.net/articles/index.shtml

http://www.scifi.com/battlestar/mini/about/intro/

http://www.battlestargalactica.com/index.htm

In diesem Sinne

mfg
 
Darth Ki Gon schrieb:
An die neue Organisationsstruktur der Zylonen muß man ich erst gewöhnen, - mir hat der Imperator auf seinen Trohn in der Originalserie wirklich gefallen. Allerdings paßt diese eher kollektive Organisation wohl besser zu einer Roboterrasse.
Ich hatte das so im Gedächtnis, dass die Zylonen eigentlich die Herrenrasse sind, aber ihre Zivilisation (und natürlich ihr Militär) eben größtenteils aus Robotern besteht.
In diesem zusammenhang hat mir der Imperator bzw die geheiligte Emminenz im Orginal sehr gut gefallen.

Darth Ki Gon schrieb:
Durch Präsidentin Rosellin wird die Führung der Menschen in Zivilregierung und Militär unterteilt. Dies kann nur ein guter Schachzug sein, wieder stehen die Zeichen auf Konflikt. Besonders schön ist, dass die Präsidentin zuerst nicht so richtig ernst genommen wird. Adama: "Sie war früher Lehrerin."
Dem schließe ich mich an. Im Orginal wurde Commander Adama praktisch der Präsident und die Senatsintrigen hielten m.W. nach nur zwei folgen an.
(Nebenbei eine furchtbare Intriege... das Volk wird gejagt und ausgerottet und so ein Senator ruft zum Pazifismus aus :rolleyes: )
 
*hochschieb

Also......... auch Season 2 kann bis jetzt überzeugen.

Der gesammt Plot scheint bis jetzt gut durchdacht zu sein, langweilig wird es nicht.
Ein zwei kleine Durchhänger vieleicht, aber nicht so der Rede wert.
Lange keine mehr so gut Sci-Fi Serie gesehen wo viel auf Charakterewert
gelegt wird.
Kein großes Technogebabbel und Materialschlachten.

mfg
 
CaptainTypho schrieb:
Der einzige Nachteil, den BSG IMO mit sich bringt, ist dass das Konzept der kontinuierlichen Storyline den Einstieg zu irgendeinem Zeitpunkt in der Serie etwas erschweren dürfte.

Das finde ich bei einer guten Serie nur richtig. Ohne die Storyline wären Serien wie Lost oder Rome nur halb so gut.
 
[Serie] Battlestar Galactica

Gestern lief der Pilot zur neuen Galactica Reihe.
Die Serie ist wie "Next Generation" von Stra Trek neu aufgepeppt worden.
Allerdings ist es hier keine "Next Generation", sondern eine Neuauflage der alten Serie.

Ich fand sie toll, zwar gibt es keine wesentlichen Unterschiede zur alten Serie, aber das neue Aussehen hat echt Frische reikngebracht.

Ich bin ein alter Fan der ersten Serie und die neue sieht auch recht vielversprechend aus.

Wollte mal eure Meinung zur neuen Galactica hören. :cool:
 
Neuauflage? Es ist doch eher eine Vortsetzung. Das ganze spielt ja nach dem alten. Die Galactica wurde ja zu einer art Museum.
Und der Kreig gegen die Zylonen ist auch schon längst vorbei?!
War überrascht wie realistisch die Weltraumkämpfe gemacht sind. Man sieht wie sie mit den navigationstriebwercken ausgleichen. Echt geil gemacht ist auch dass man i jedes cockpit sieht und da den/die Piloten. Oder dass man Menschen in den die in den Weltraum gerissen werden sieht. Echt geil gemacht. Auch die Schauspieler überzeugen. Aber ich fand den Piloten recht langathmig. Wurde viel gereded und wenig gehandelt. Alles zog sich extrem in die länge, speziell die Dialoge zwischen der zylonischen Spionin und dem "Verräter".
Auch fand ich die Panik der Zivilisten die das kleine gestrandete Shuttle belagern nicht überzeugend.
Aber wie gesagt die Weltraumschlachten sind echt geil gemacht und den Personentransporter mit der neuen Präsidentin der 12 Kolonien ist echt geil designt!
 
Rav schrieb:
Neuauflage? Es ist doch eher eine Vortsetzung. Das ganze spielt ja nach dem alten. Die Galactica wurde ja zu einer art Museum.
Und der Kreig gegen die Zylonen ist auch schon längst vorbei?!

Nunja, die alte Serie handelt ja von den letzten überlebenden der Menschheit, die durch das Weltall düsen um einen neuen Planeten zu finden.
Und da Apollo, Starbak (diesmal von einer Frau gespielt) und Adama wieder dabei sind handelt es sich hier offensichtlich um eine Neuauflage.
Im Pilotfilm befinden wir uns ja auch am Anfang, als die Menschheit fast von den Zylonen ausgelöscht wurde. ;)
 
Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass sich gerade mal 3 Positionen unter diesem Thread bereits ein "Battlestar Galactica" - Thread befindet, in dem wir uns bereits auch über die neue Serie ausgetauscht haben (und in dem sich meine ausführliche Meinung zum Pilotfilm befindet ;) ).
Daher sollte dieser Thread doch dorthin verschoben werden.

Die Behauptung, dass es keine wesntlichen Unterschiede zur alten Serie geben würde finde ich aber sehr verwunderlich: :verwirrt:

Die Serie unterscheidet sich grundlegend von der alten Version.
Klar ist die Ausgangslage und der große Plot gleich, aber das war es dann auch schon so ziemlich.

Die Stimmug und die Atmosphäre ist völlig anders: Bedrückend, niedergeschlagen und dunkel.

Es gibt eine völlige Neuauslegung von Charakteren, wie Adama, Tigh und Baltar.

Durch die Präsidentin wird die Führung der Menschheit in Politik und Militär aufgeteilt.

Die Zylonen sind völlig neu konzipiert worden (ich meine nicht das äußere Design).

Das sind alles sehr wesentliche Unterschiede.

Was die Frage nach Neuinterpretatation oder Fortsetzung angeht, so ist zu sagen, dass natürlich die gleiche Geschichte erzählt wird und es sich daher um eine Neuinterpretation handelt.

Insofern kann man wohl auch von einer Fortsetzung sprechen.

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Ach ja, die deutschen Fernsehsender sind schon lustig: "Was nützt der schönste Cliffhanger, wenn er durch die Vorschau auf die nächste Folge sofort zunichte gemacht wird ?" :( :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Darth Ki Gon schrieb:
Ach ja, die deutschen Fernsehsender sind schon lustig: "Was nützt der schönste Cliffhanger, wenn er durch die Vorschau auf die nächste Folge sofort zunichte gemacht wird ?" :( :D

Ach du meinst das ende wo man nicht weiss ob jetzt die Präsidentin und apollo vernichtet wurden oder nicht?! Und dann in der Vorschau zum 2. Teil wieder die Präsidentin und Apollo zu sehen sind?! GENAU DAS fand ich voll der Witz.:confused: RTL2 ist in sachen Werbung und Vorschau sowieso der allerdümmste sender. Ich sag nur Stargate Folgen. Die Werbeblöcke sind da so saudumm verteil dass man am ende der ersten und am anfang der 2. Folge in einer halben stunde TV grad mal 7min der Serie und 23 min Werbung zu sehen bekommt.
 
Ich hoffe doch mal das BSG gut angekommen ist.
Der Pilot hat Schwankungen in der Erzählung, von schnell bis zäh, ist nichts
negatives, doch sollte sich der ein oder ander nicht davon abschrecken lassen.

Ab "33" geht es richtig los, hohes Suchtpotenzial die Serie, bin mitten in der 2. Staffel und kann sagen es keine miese Folge gibt bis jetzt.
Von der Skala 1-10 landen alle zwischen 7 und 10, zwar nur mein empfinden
aber iss so.;)

mfg
 
Ist euch das Easter Egg aufgefallen ???
(sorry, wenn das bereits bekannt ist - mir war es auf jeden Fall neu):

Als man die spätere Präsidentin zum ersten Mal sieht (in diesem Gebäude mit dem Glasdach) - da sieht man das Schiff aus Serenity am Himmel vorbeifliegen ;)
 
Mir hat die Neuauflage von "Batttlestar Galactica" bis auf paar wenige Ausnahmen gar nicht gefallen, was wohl daran liegt, dass ich die alte Serie vergöttere und auch damit gross geworden bin. Starbuck ist für mich so fest mit Dirk Benedict verbandelt, dass ich mich mit einer Frau an selber Stelle nicht identifizieren kann. Aber auch die anderen Figuren in der Neuauflage hinken für mich meilenweit den Stars aus der Originalserie hinterher. Einzig der neue Commdr. Adama (Edward James Olmos) vermag mich halbwegs zu überzeugen. Lorne Greene finde ich zwar immer noch um Längen besser, aber ich finde es cool, dass man hier Lt. Castillo aus Miami Vice nunmehr in der Rolle des Flottenchefs sehen kann, wobei man auf den ersten Blick noch nicht mal darauf kommt, dass Adama einst Tubbs und Crocker den Marsch geblasen hat.
Die anderen Schauspieler halte ich für ziemlich fade und nichtssagend. Kein Vergleich zu Richard Hutch, Dirc Bendedict, Jane Seymour, John Colicos usw. Besonders der neue Colonel Tigh finde ich schlecht getroffen. Als Alkoholiker würde er im wahren Leben keine 5 Minuten auf so einem wichtigen Posten verharren können. Die Darstellung dieser Figur ist aus militärischer Sicht total unglaubwürdig. Da hätten sich die Filmemacher besser an J.A.G orientieren sollen, bevor sie einen so undisziplinierten Charakter ins Leben gerufen haben. Und auch Dr. Gaius Baltar ist einfach nur schrecklich. Nummer 6 passt ebenso wenig ins Klischee von "Kampfstern Glactica" wie die aufmüpfige Starbuck. Die ganze alte Serie ist ohne jeglichen Sex-Szenen ausgekommen und hat doch vor Erotik nur so gesprüht. Im Pilotfilm der neuen Serie kommen in der ersten halben Stunde 4 Sexszenen vor, was zwar dem Zeitgeist entspricht, für einen SciFi-Film doch untypisch ist.

In Sachen Ausstattung kann ich dem neuen Battlestar Galactica zwar einiges abgewinnen. Die Special Effecte sind dafür banal und ebenso nichtssagend wie die Story. Vor allem der Reiz der Katapultstarts in den alten Filmen geht hier völlig flöten. Die Kostüme sind ebenfalls ein Griff ins Klo. Da erinnern die Outfits viel zu sehr an die Mode der 80er und 90er des letzten Jahrhunderts. Aber niemals an einen Film, der in einer fernen Zukunft spielt. Die neuen Zylonen sind eine schlechte Kopie von Kampfdroiden aus SW. Die Szenen mit den Reportern am Anfang des Pilotfilms sind aus STAR TREK: "Generations" geklaut und dort bereits auf Ablehnung gestossen. Ron D. Moore ist ja auch bei STAR TREK gross geworden. Aber auch sonst haben die Filmemacher reichlich bei anderen Produktionen geklaut. Die Ähnlichkeiten zwischen Caprica und Corruscant sind frappant.

Ganz besonders misslungen finde ich aber die Szene, wo die Präsidenten dem Piloten der Fähre berichtet, ein Passagier hätte über eine Kurzwelle eine wichtige Nachricht vernommen. Im Weltraum gibt es keine Kurzwellen. Das spottet jedem, der sich mit Radio halbwegs auskennt. Nur einer von ganz vielen Logikfehlern, die die Neuauflage von "Galactica" zumindest aus der Sicht der "Klassik"-Fans fragwürdig macht.

Auch die Filmmusik ist schlecht gewählt. Das buschmässige Getrommel geht einem mit der Zeit völlig auf den Nerv und passt viel besser zu einem "Tarzan"-Film, als zu "Battlestar Galactica". Sci-Fi-Gefühle kommen so keine auf. Und auch sonst lässt die Geräuschkulisse zu wünschen übrig. Gerade bei den startenden Vipern hätte man durch entsprechenden Sound viel mehr Spannung rein bringen können.

Wenn man die alte Serie von "Battlestar Galactica" komplett aus dem Bewusstsein verbannt, kann man an der Neuauflage sicher viel Gutes abgewinnen und sie mit anderen Serien wie B-5 und Star Gate messen. Im direkten Vergleich kann die neue Serie nicht mit dem Original mithalten und man hätte auf die neue Produktion getrost verzichten können.

Gruss, Bea
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit außnahme des gestrigen Pilotfilms habe ich noch gar nichts von BSG gesehen. Aber in anderen scifi Foren wurde bisher nur gutes geschrieben. Anscheinend soll es sich endlich mal wieder um eine Scifi Serie handeln, die aktuelle Themen kritisch behandelt und auch Tiefgang und Charakterentwicklungen bietet. Ob das stimmt weiß ich nicht, falls ja ist es schon mal besser als das flache Orginal ;)
 
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