Kessel

- Kessel - Mine - Deck 7 -

Der Rückweg zu der Baracke, in der Bru-Th und Markus auf sie warteten, verlief reibungslos. Diesmal konnte Chesara den Aufzug benutzen, ohne dass ihr jemand über den Weg lief. Dennoch spürte sie, dass irgendetwas geschehen war. Als sie bei der Baracke ankam, fand sie die Stahltür am Boden liegend vor. Flüchtig sah sie sich um. Es war niemand zu sehen und außer ihren Padawanen und dem Wachposten, der noch immer bei ihnen war, fühlte sie in nächster Nähe keine Präsenzen. Als sie näher kam, konnte sie bereits Markus sprechen hören.

"...Wachposten sein und auf Verstärkung warten!"

Mit besorgter Miene eilte Chesara zu den beiden. Sie waren unverletzt. Fragend sah sie sie nacheinander an, winkte jedoch sofort ab.

Wir haben was wir brauchen. Lasst uns verschwinden.

Was auch immer hier vorgefallen war, konnten sie ihr später berichten. Sie ließen den Wachposten leicht gefesselt in einer Ecke zurück und eilten den dunklen Gang Richtung Ausgang entlang, den sie vor einigen Stunden bereits genommen hatten. Bevor sie die Mine verließen, zogen sie sich wieder rasch die Atemmasken über. Wortlos liefen sie wieder hinaus in den Nebel und den eisigen Wind, um erstmal möglichst weit genug fort zu kommen.

- Kessel - Im Nebel -
 
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[Kessel - Eingang zur Mine - vor der Baracke] Markus, Bru-Th + 4 Wachposten


Es hatte funktioniert und Bru-Th war wirklich erleichtert, dass sie ihn nicht direkt unter Beschuss genommen hatten. Dies wären dann nämlich keine kleinen Betäubungsstrahlen wie im Training gewesen, sondern tödliche Ladungen konzentrierter Energie. Der Schweiß rann dem Padawan von der Stirn, als er durch sein Atemgerät zu der hitzigen Antwort von Markus Stellung bezog:

"Wir Jedi achten das Leben und sollten versuchen jeden Konflikt friedlich zu lösen, selbst wenn es sich um Imperiale handelt. Niemand hat gesagt, dass es immer die einfachste Lösung wäre. Versteh doch, wir Jedi sind die ausführenden Kräfte der Macht und beugen uns ihrem Willen. Es geht nicht darum, ob wir mit ihnen hätten fertig werden können, doch das wirst du noch erkennen, auch wenn nicht einmal die weisesten unter den Jedi die Macht vollends verstehen. Aber deine Entschuldigung nehme ich an."

Bru-Th schritt dann an Markus vorbei zurück in die Baracke und sah sich nach dem Blaster des Wachpostens um. Gefesselt war dieser bereits, aber das genügte nicht mehr, entschied der hochgewachsene Padawan. Er nahm den Blaster vom Tisch, schaltete auf Betäubung um und richtete ihn auf den Brustkorb des an der Wand lehnenden Mannes.

"Tut mir leid, aber es war ihre Wahl",

sagte Bru-Th noch, bevor er den Abzug betätigte und sein Gegenüber bewusstlos auf die Pritsche sackte. Noch eine Gelegenheit sie zu verraten würde er nicht mehr haben.

"Noch ist niemand da, doch was machen wir jetz? Da hinten um die Ecke werden einige Wachposten sein und auf Verstärkung warten",

fragte sein Mitpadawan dann, der ihm in die Baracke gefolgt war. Bru-Th kratzte sich kurz am Hinterkopf und entgegnete dann etwas ratlos:

"Also hier zu bleiben halte ich für eine schlechte Idee. Lass uns zusehen, ob es vielleicht ein Felsspalte oder sogar einen weiteren Einga ... ."

Ein Präsenz näherte sich, die Bru-Th wohl vertraut war und nach einigen Sekunden hatte er Gewissheit.

"Meisterin Syonette ist zurück, wenden wir uns an sie",

sagte er zögerlich und machte sich dann auf ihr entgegen zu laufen, was Markus auch tat. Es dauerte nicht lange und die Silouette ihrer Meisterin erhob sich aus den Schatten. Bru-Th nickte ihr lächelnd zu und erwiderte etwas rätselhaft:

"Das hätte ich auch vorgeschlagen, Meisterin. Aber wo genau müssen wir hin?"

Nervös sah sich der Padawan ständig um, obwohl es mehr ein Reflex aus alten Zeiten war, denn in dieser Nebelsuppe war mit bloßem Auge fast nichts auszumachen. Dennoch fühlte sich Bru-Th besser, wenn er die Augen offen hielt, also blieb er dabei.


[Kessel - Eingang zur Mine - im Nebel] Chesara, Markus, Bru-Th
 
- Kessel - Nebel - mit Chesara und Bru-Th -

Mark war erleichtert als ihre Mastress wieder da war. Als sie flohen, war keine einzige Wache mehr zu sehen. Das gefiel ihm weniger, doch es war wohl besser schnell abzuhauen, wie Chesara es vorschlug! Nun dachte er über die Worte seines Mitpadawans nach. "Niemand hat gesagt, dass es immer die einfachste Lösung wäre." Der Satz war gut und einleuchtend.
Mark setzte unterm Laufen die Maske auf. Sie liefen aus der Miene. Sofort wurden sie von eisiger Kälte umhüllt. Er hatte kaum Mühe den beiden zu folgen - das Joggen jeden Morgen lohnte sich also doch für etwas - jedoch wurden sie immer schneller. Markus sah sich noch einmal um, komischer weise war weit und breit niemand zu sehen. Wo waren diese ganzen Wachposten? Seltsam.
Sie liefen außer Reichweite der Miene und Chesara wurde langsamer.


Mastress, was machen wir jetzt?

- Kessel - Nebel - mit Chesara und Bru-Th -
 
- Kessel - Im Nebel - Mit Markus und Bru-Th -

Sie liefen eine ganze Weile, wortlos und in gleichmäßigem Rythmus. Der Boden war steinig und uneben, sodass sie sich darauf konzentrieren mussten, wo sie hintraten. Als sie weit genug von der Mine entfernt waren, wagte Chesara es endlich, das Tempo zu verlangsamen und sich vorsichtig umzusehen. Die Gegend glich einer Berglandschaft und es gab genug Verstecke, um sich einen Moment auszuruhen. Sie hatte die letzten Jahre nicht untätig herum gesessen, im Gegenteil, sie hatte harte körperliche Arbeit verrichtet, doch das war kein Training für ein Leben der Jedi gewesen. Früher war ihre Kondition besser gewesen, aber früher war sie auch noch jünger gewesen. Sich auf gleichmäßige Atemzüge konzentrierend, ließ sich Chesara auf einem Felsbrocken nieder und zog die Mappe unter ihrer Kutte hervor, die sie aus der Mine mitgenommen hatte.

Das hat unser Freund heraus gerückt.

Erklärte sie und schlug die Seiten auf. Nach kurzem Blättern fand sie schließlich den Lageplan der Basis.

Umsonst sind wir jedenfalls nicht hergekommen...

Murmelte sie und griff in ihre Tasche, um einen Kompass heraus zu holen.

Unser Schiff liegt irgendwo dort hinten.

Sie wies in die entsprechende Richtung.

Wir kommen gerade aus der Mine, also von hier.... und dort drüben liegt die Basis.

Chesara schürzte die Lippen und schätzte anhand der Karte die Wegstrecke, die sie noch zurücklegen mussten.

Wir könnten uns zu Fuß dorthin begeben, allerdings besteht dann Gefahr, unterwegs aufgegriffen zu werden. Außerdem hätten wir keine schnelle Fluchtmöglichkeit. Ich würde ein Fahrzeug bevorzugen.

Sie sah Bru-Th und Markus nacheinander an.

Was meint ihr? Vor allem: Wo könnten wir ein Fahrzeug herbekommen?

- Kessel - Im Nebel - Mit Markus und Bru-Th -
 
[Kessel - außerhalb der Mine - im Nebel] Chesara, Markus und Bru-Th


Als sie endlich zum Stehen gekommen waren, verschnaufte Bru-Th erst einmal. Es war bitterkalt und dennoch war ihm furchtbar warm von dem Spurt, den sie hingelegt hatten.
Der Padawan warf einen Blick auf die Karte, die Chesara in Händen hielt. Die Basis befand sich weit außerhalb, zu Fuß würde es fast zwei Tage Marsch bedeuten, dies konnte seine Meisterin nicht im Sinn haben.


"Was ist mit diesem Punkt dort auf der Karte?",

fragte er in die Runde und deutete auf eine kleine Markierung neben der ein paar Buchstaben standen, die er nicht lesen konnte.

"Es könnte sich dabei um eine kleinere Siedlung handeln. Wir müssten es in etwa .... hm ... vier Stunden erreichen können. Vielleicht finden sich dort einige Gestalten, die das Imperium ebenfalls nicht leiden können und uns vielleicht einen Gleiter zur Verfügung stellen. Natürlich werden wir mit Credits oder anderen Wertgegenständen nachhelfen müssen."

Bru-Th setzte sich kurz auf einen größeren Brocken und befingerte seinen Gürtel, bis er schließlich eine Feldflasche und einige Trockenrationen hervor holte. Es würde sicherlich kein Festmahl werden, witzelte er, aber für den momentanen Hunger sollte es wohl reichen.
Nachdem er einen kräftigen Zug aus der Flasche genommen hatte, reichte er sie weiter und teilte auch die Rationen auf, sodass Markus und Chesara ebenfalls versorgt waren.


"Was ein Ort"

brummte er leise vor sich hin, während er von dem getrockneten Fleisch aß.

"Hier könnte man sich durchaus ängstigen. Ich bin sehr froh, in den Lehren der Jedi ausgebildet zu werden, Meisterin!"

Angst fühlte er nicht, denn er kontrollierte seine Emotionen. Doch er fragte sich, wie es wäre, wenn seine mentale Barriere aufgrund eines plötzlichen Angriffs oder einer Gefahr bröckeln würde. Er hoffte es nie heraus zu finden.


[Kessel - außerhalb der Mine - im Nebel] Chesara, Markus und Bru-Th
 
- Kessel - Im Nebel - Mit Markus, Bru-Th -

Bru-Ths Vorschlag hatte einiges für sich. Zwei Tage Fußmarsch waren nicht wirklich das Problem - eher das Imperium. Und was das anging, sollten sie lieber kein Risiko eingehen.

Ich denke, dass ist die vernünftigste Methode.

Sagte Chesara schließlich, während sie einen Schluck aus der Feldflasche trank, die Bru-Th ihr gereicht hatte. Wenn man danach ging, was sie derzeit von der Landschaft zu Gesicht bekamen, fiel es schwer sich vorzustellen, dass es hier tatsächlich eine Siedlung geben sollte. Andererseits gab es auch keinen Grund, warum es keine geben sollte, außer dem, dass das Imperium hier regierte. Aber das war auf anderen Planeten auch so.

Nachdem sie eine Weile geruht hatten und sich für den zweiten Teil der Reise gestärkt hatten, machten sie sich wieder auf den Weg. Die Wanderung durch die felsige Landschaft war beschwerlich. Oft mussten sie größere Umwege in Kauf nehmen, um unpassierbare Stellen zu umgehen. Chesara hatte einen kleinen Kompass bei sich, mit dem sie immer wieder ihren Standort überprüften.


- Kessel - Felsige Landschaft - Im Nebel - Mit Markus, Bru-Th -
 
- Kessel - Felsige Landschaft - Im Nebel - Mit Markus - Bru-Th -

Sie hatte eine Wunde geheilt, zum ersten Mal in ihrem Leben. Chesara bekam diesen Gedanken nicht mehr aus dem Kopf. Auf Bacta hatte sie nie viel gesetzt. Ard hatte ihr, als sie lange vor ihrer Ausbildung zur Jedi die Galaxis erkundet hatten, alte Heilmethoden gezeigt. Er kannte die primitiven aber wirksamen Mittel alter Völker und hatte ihre Lehren an Chesara weitergegeben. Aber eine Wunde mit Hilfe Macht geheilt... das hatte sie zuvor nie versucht. Es war kein einfachs Unterfangen und man brauchte ein gewisses Fingerspitzengefühl, um die Macht ganz gezielt einzusetzen. Chesara hatte die komplizierten Verläufe des Machtflusses gespürt, als sie sich Taac Re'suras Arm vorgenommen hatte. Die Tatsache, dass sie es dennoch, mit einer Kraftaufbringung geschafft hatte, die Wunde zu schließen, verursachte ein angenehmes Prickeln in ihren Händen. Es war wie damals, als sie Padawan gewesen war und sich gefreut hatte, wenn sie eine Kugel zum Schweben brachte. Nein, man lernte nie aus. Das hatte sie bisher zu allen ihren Schülern gesagt, wenn sie ihre Ausbildung für beendet erklärt hatte. Und sie selbst tat es auch nicht. Wenn sie wieder auf Corellia waren, würde sie sich eingehender über heilende Handlungen mit Hilfe der Macht informieren. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass sie einem Mann den Arm genommen hatte. Sie hatte im Kampf viele Männer getötet. Doch wollte sie das noch immer? Wenn es für den Frieden war, ja. Aber es gab auch eine Alternative.

Schweigend schritt sie an der Seite ihrer Padawane weiter in die Richtung der Siedlung, wo sie hofften, einen Gleiter aufzutreiben.


- Kessel - Felsige Landschaft - Im Nebel - Mit Markus - Bru-Th -
 
- Kessel - Felsige Landschaft - Im Nebel - mit Bru-Th und Chesara

Als sie Rast machten, nahm Mark dankend die Feldflasche an und trank daraus. Er hielt sich zurück recht viel zu sprechen und als es darum ging, ob sie in den Ort sollten, war er auch einverstanden. War wohl gar nicht so schlecht! Lieber vier Stunden als zwei Tage.

Also machten sie sich recht schnell wieder auf den Weg. Sie liefen den meisten Teil des Weges und Mark konnte nicht verstehen, wie sie so viel Kondition aufbringen konnten. Wahrscheinlich nahmen sie die Kraft aus der Macht, was er noch nicht so verstand... Trotzdem hielt er jedenfalls den meisten Teil des Weges gut durch. Seine Kondition schien nicht mit der von Bru-Th zu vergleichen zu sein, doch er wollte sich auf keinen Fall eine Schwäche anmerken lassen.

Chesara merkte sein Schwächeln. Sie hatten vielleicht dreiviertel der Stecke zurückgelegt und so legte sie eine weitere Pause ein. Mark war ziemlich außer Atem und seine Mastress fragte, ob alles Ok sei. Er nickte nur und nach kurzem Ausruhen ging es dann wieder weiter.

Als sie schließlich in der Siedlung ankamen, war es dort wie ausgestorben. An einer Stelle fanden sie eine Art Bar. Markus meinte zu seiner Mastress und seinem Mitpadawan


Ich kümmere mich um einen Gleiter oder ähnliches! Wartet hier.

Er ging in die Bar und setzte sich an die Theke. Er beobachtete einige Schmuggler an einem Ecktisch, die gerade am Spielen waren. Sabacc!!! Der Padawan fing an zu grinsen. Er liebte dieses Spiel und in seiner Heimat war er ein begeisterter Sabacc-Meister. Das letzte Spiel war zwar nun schon Jahre her, aber er war zuversichtlich. Als er seinen Drink bekam, stand er auf und ging auf den Tisch zu.

Könnt ihr noch einen Spieler brauchen?

Als die Schmuggler ein trügerisches Grinsen auflegten und ihn erfreut in die Runde aufnahmen, wusste Mark schon, dass hier Falschspiel angesagt war!
Als er seine Karten bekam sah es ziemlich schlecht aus. Er verlor die ersten Runden die wenigen Credits, die er bei sich hatte. Schließlich setzte er seine letzten Credits und das Glück begann mitzuspielen. Der Schmuggler, der gegen Markus gewann, verlor nun alles und hatte schließlich nichts mehr zu setzen. Er wollte aufhören, doch Markus stichelte in ihn ein und die anderen begannen mitzumachen. "Traust dich wohl nicht mehr weiter", sagte einer.


Hast du nicht noch einen Gleiter oder irgend ein anderes Fahrzeug, das du einsetzen kannst?

Der Schmuggler sah sich um und meinte kleinlaut, dass er einen Gleiter hätte. Das Spiel ging also weiter. 'Oh mist', es sah schlecht aus für Markus. Er hatte eine Zwei, eine Drei und eine elf. Gar nicht gut. 16 Punkte, er brauchte aber 23... Hm, ein Narrengesicht statt der elf. Das wäre richtig. Zu seinem Glück konnte er schummeln. Hoffentlich bekam es niemand mit. Er zauberte heimlich einen Skifter aus dem Ärmel und ließ dafür die elf verschwinden. Niemand hatte es bemerkt und so berührte er die Ecke und der Skifter verwandelte sich in ein Narrengesicht. Er deckte die Karten auf und gewann so den Gleiter. Bei dem Durcheinander und dem Ärger, der sich ausbreitete, ließ er den Skifter wieder verschwinden.

Der Verlierer verließ die Bar mit ihm und zeigte den dreien den Gleiter. Chesara und Bru-Th stiegen ein und als Markus dem Mann zum Abschied die Hand schüttelte, viel die elf aus seinem Ärmel. 'OH mist!!!', dachte er noch und bevor der Typ verstand was los war, sprang Markus in den Gleiter und zündete den Antrieb. Sie verschwanden mit einem Brausen, das den Sand aufwirbelte und hinter ihnen sammelte sich eine Gruppe von Schmugglern und schrien ihnen nach.

Chesara und Bru-Th sahen sich verwirrt um und die Mastress fragte...


Du hast doch nicht etwa...?

Hat doch funktioniert, oder?

Und so flogen sie weiter... weiter auf ihr Ziel zu. Markus saß am Steuer und hoffte, dass man ihnen nicht folgen würde. Dieser Fehler wäre nun unnötig gewesen. Warum hatte er dem Mann nur die Hand gegeben? Naja, erst einmal waren sie auf dem Weg zu der geheimen Basis...

- Kessel - Felsige Landschaft - im Gleiter - mit Bru-Th und Chesara
 
- Kessel - Felsige Landschaft - im Gleiter - Mit Bru-Th, Markus -

Als sie die kleine Siedlung, deren Stille eher einem Friedhof als einem Dorf glich, erreicht hatten und Markus in der Bar verschwunden war, hatte Chesara ihn nach seinem Ermessen handeln lassen. Sie konnte seinen Wunsch, etwas für diese Mission zu tun verstehen. Nun saßen sie in einem Gleiter, der sie zur imperialen Basis bringen würde. Sie hatte gut daran getan, ihn gewähren zu lassen, wenn sie mit dem Mittel, wie er an den Gleiter gelangt war, auch nicht ganz einverstanden sein konnte. Falschspielen war Betrügerei, aber wie nannte man dann das, was sie getan hatte? Sie hatte jemandem den Unterarm abgeschnitten. Allerdings war das unvermeidlich gewesen. Nun...war es das wirklich? Es hatte kein zwingender Grund bestanden, überhaupt nach Kessel zu fliegen. Mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck und einem Blick, der sich auf die undurchdringlich erscheinende Landschaft vor ihnen richtete wischte Chesara diese Gedanken bei Seite, die sich im Kreis zu drehen schienen. Sie hatte früher viele Gedanken an solche Situationen verschwendet, sich den Kopf zerbrochen und sich von verschiedenen Dingen gefragt, ob man sie tun durfte, selbst wenn sie für den Frieden getan werden würden. Dies alles lag im Ermessen des Einzelnen, die Grenzen musste jeder für sich setzen, mit seinem Gewissen vereinbaren - und dennoch darauf achten, nicht vom leuchtenden Pfad abzukommen. Nein, Jedi zu sein war niemals leicht.

Sie hatten sich einmal verflogen und eine Weile gebraucht, wieder den richtigen Weg zu finden, doch nun lag sie vor ihnen, im Verborgenen... die Basis. Sie war in Fels und Berg gebaut, halb versteckt unter der Erde, unsichtbar aus der Luft. Chesara hielt den Atem an und wies Markus an, in sicherer Entfernung hinter einem großen Gesteinsbrocken zu halten. Es knirschte unter ihren Schuhen, als Chesara aus dem Gleiter auf den Boden sprang. Ein paar kleine Steine lösten sich. Die Jedi rückte ihre Atemmaske zurecht und lugte um den großen Felsbrocken herum. Weit und breit war niemand zu sehen. Die Gegend sah verlassen aus, genau, wie sie sie vorzufinden erwartet hatten. Zu ihrer Erleichterung waren auch keine Imperialen aus der Mine hier, um sie abzufangen. Vorsichtig, noch immer auf einen plötzlichen Hinterhalt gefasst, näherte sich Chesara der Basis, bis sie plötzlich aprubt stehen blieb und erstarrte. Nein, es näherten sich keine Truppen, es kam keine Gefahr auf sie zu. Aber etwas bewegte sich. Sie drehte sich zu den ihren Schülern um und in ihren Augen lag etwas unklares, ein Schatten.


Irgendetwas stimmt hier nicht.

Sagte sie mit belegter Stimme und ihre Hand wanderte unwillkürlich an den Griff ihres Lichtschwertes. Furcht, Verzweiflung, Todesangst. Wut...und Kälte. Verdunstende Empfindungen stiegen ihr entgegen, wie der Nebel, der immer dichter zu werden drohte.

Die Basis ist nicht verlassen.

Stellte sie fest. Markus und Bru-Th waren mittlerweile direkt hinter ihr.

Und sie ist es doch.

Es war unmöglich zu sagen, was dort unter der Erde, in der geheimen Basis vor sich ging. Auf jeden Fall gab es dort etwas, was sie sich ansehen mussten.

- Kessel - Felsige Landschaft - Vor der Basis - Mit Bru-Th, Markus -
 
[Kessel - Geheime imp. Station - MG-Stellung] LtCol. Benos, Maj. Libas, Soldaten

"Das ist eine von vier Abwehrstellungen, die auf alle vier Eingänge zu Abteilung A gerichtet sind. Sollte das Tier durch die Panzertüren kommen wird es unter Beschuß genommen", informierte Major Libas den Colonel. Die zwei Soldaten am Maschinenlasergewehr waren gerade damit beschäftigt die Munition aus Tibana-Gas bereit zu machen. Außer den insgesamt acht Soldaten, die auf die vier Eingänge verteilt waren, gab es nur noch zwei Sturmtruppen zur Verteidigung. Diese waren in der Kommandozentrale stationiert. Die Techniker waren alle damit beauftragt die Kommunikationsanlagen wieder voll funktionsfähig zu machen.

"Sehr gut. Nun sind wir bereit falls das Monster uns angreift. Und unsere Vorräte werden dank dem Tod einiger Soldaten in letzter Zeit etwas länger reichen. Ich werde nun in die Kommandozentrale gehen."

[Kessel - Geheime imp. Station - MG-Stellung] LtCol. Benos, Maj. Libas, Soldaten

<hr>
[Kessel - Eingang zur Mine - bei der Baracke] Viele Soldaten

Plötzlich ertönte der Alarm im ganzen Gebiet der Mine und schnell besorgte sich jeder Soldat der imperialen Armee eine Waffe. Dann machten sie sich auf den schnellsten Weg zur Baracke. Dort hatte die Vorhut schon dafür gesorgt, dass niemand die Baracke mehr verlassen konnte. Nun kamen auch die Sturmtruppen an.

"OK, stürmen!"

Mit dem Gewehr voraus passierten sie die Absperrungen und rannten schnell Richtung Baracke. Einer nahm nun eine Granate und warf sie ins Haus. Kurz danach kam eine große Rauchwolke durch die Tür und die Soldaten rannten hinein. Dank ihrem Helm konnten sie auch im Rauch alles erkennen. Doch anstatt Jedi fanden sie nur einen bewusstlosen Wachmann...

[Kessel - Eingang zur Mine - Baracke] Sturmtruppen, bewusstlose Wache
 
[Kessel - felsige Landschaft - vor der Basis] Chesara, Markus und Bru-Th


Ein wahrer Schwall von Empfindungen strömte den Jedi entgegen, als sie sich langsam und mit gezogenen Lichtschwertern der Basis näherten. Bru-Th spürte, dass Chesara besorgt war, was ihn nun wieder besorgte. Bis jetzt war noch nichts erkennbar, dass auf eine Art Eingang hindeutete, denn das Zwielicht und der Nebel versperrten noch immer die Sicht.
Vorsichtig gingen sie weiter, bis Bru-Th plötzlich auf etwas Metallisches trat und sein Blick verwirrt zu seinen Füßen glitt. Er konnte noch immer nichts entdecken und sog aus seiner Gürteltasche deshalb einen Glowrod, der einen Umkreis von gut 10 Metern in ein grelles, weißes Licht hüllte. Nun sah er auch, auf was er getreten war, nämlich eine Metallplatte.


"Ich habe hier etwas gefunden",

sprach er mit gedämpfter Stimme und begann gleich damit seine Entdeckung näher zu untersuchen. Er legte den Glowrod mitten auf die Platte und suchte mit seinen Fingern nach den Ecken dieser Platte. Sie war gut einen Meter im Durchmesser und dahinter befand sich ein Hohlraum, wie er durch Klopfen heraus fand.
Die Macht teilte dem Padawan mit, dass hinter dieser Luke keine Gefahr drohte und so entschloss er sich diese zu öffnen, denn es könnte ein Eingang sein. Schnell war mit dem Lichtschwert eine Öffnung in die Luke geschnitten und die ausgeschnittene Platte beiseite geschoben. Um nicht zuviele Geräusche zu machen, deaktivierte er das Lichtschwert wieder und hielt den Glowrod hinein. Ein enger Schacht führte in die Tiefe und der Schein der Lichtquelle genügte nicht, um das Ende zu erkennen. Auch hörte man keine Geräusche.


"Das hier könnte eine Art Notschacht oder so gewesen sein, der vermutlich von der Erusion freigelegt wurde. Ich spüre keine Gefahr, Meisterin! Vielleicht sollten wir diesen Weg nutzen."

Bru-Th hockte neben der Luke und hielt den Glowrod immer noch in Händen, während er zu Chesara und Markus aufsah.


[Kessel - felsige Landschaft - Luke vor der Basis] Chesara, Markus und Bru-Th
 
- Kessel - Felsige Landschaft - Vor der Basis - Mit Bru-Th, Markus -

Interessiert war Chesara näher getreten, als Bru-Th etwas entdeckt hatte.

Ahh, sehr gut!

Rief sie leise aus, als er die metallische Platte am Boden als Notschacht identifiziert hatte.

In Ermangelung eines besseren Eingangs sollten wir diesen nutzen.

Nacheinander schoben sie sich durch die nicht besonders große Öffnung hindurch und kletterten vorsichtig eine gut fünf Meter lange Leiter hinunter, bis sie in einem schmalen Gang standen, der nur in eine Richtung führte - zur Basis hin. Ein schwaches Licht erhellte den gesamten Gang. Sehr ungewöhnlich für eine verlassene Basis. Aber nein.. diese Basis war nicht verlassen, hier ging irgendetwas seltsames vor sich. Die Emotionen, die noch vor wenigen Augenblicken zu ihr durchgedrungen waren, kamen nicht von bloßer Luft. Chesara warf einen erneuten Blick auf den Grundrissplan in ihrer Hand. Dieser Notschacht war nicht eingezeichnet und es war nicht genau ersichtlich, in welchem Raum sie wohl herauskommen würden, wenn sie diesem Gang folgen würden. Schulterzuckend steckte sie die Mappe wieder in die Innentasche ihres Mantels. Sie hatten sowieso keine andere Wahl.

Na, dann wollen wir mal.

Sie schritten den Gang, der einer holen Röhre glich, entlang, als plötzlich das ohnehin sehr schummrige Licht zu flackern begann und für einen Augenblick ganz verlosch. Dann ging es wieder an.

- Kessel - Geheime imp. Basis - Gang - Mit Bru-Th, Markus -
 
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[Kessel - geheime imp. Basis - Gang] Chesara, Markus und Bru-Th


Störende Gefühle beiseite drängend, folgte Bru-Th seiner Meisterin. Er hielt das Lichtschwert fest in Händen, doch vertraute er der Macht und dass sie ihn leiten würde.
Vorsichtig ging die kleine Gruppe den Gang weiter entlang, ohne zu wissen, was sie eigentlich suchten. Doch das spielte ebenfalls keine Rolle. Eine Rolle spielte im Moment nur die Tatsache, dass sie an einer T-Kreuzung angekommen waren und sich der Gang nun Teile.
Sie nahmen den rechten Gang und folgten dann diesem. Mehrmals entdeckte Bru-Th an der Wand einige Spuren, die fast so aussahen, als hätten sich Klauen in den Durabeton gegraben, doch wollte er keine Vermutungen anstellen. Nach gut 50 Metern Gang gelangten sie schließlich an eine Art Schott. Es sah sehr massiv aus und war zudem verschlossen.


"Glaubt ihr dies ist der Eingang zur Basis, Meisterin?",

fragte Bru-Th zuversichtlich und spielte etwas an seinem Lichtschwert herum. Er sah Chesara an und fragte gleich weiter:

"Hm ... es könnte ziemlich laut sein, wenn wir die Tür mit dem Lichtschwert öffnen. Aber was anderes fällt mir leider nicht ein."

Sollte dieser Bau tatsächlich eine alte Basis der Imperialen sein, dann war sie bestimmt nicht so alt, wie es sich der große Padawan gewünscht hätte, denn die Tür war noch immer massiv, trotz der kleinen Rostspuren. Überhaupt fragte er sich, was sie erwarten würde. Es war wie ein leichter Druck auf sein Bewusstsein, was er die ganze Zeit schon fühlte. Bru-Th wusste es nicht zu interpretieren, aber blieb auf jeden Fall wachsam, denn er glaubte, dass irgendetwas diesen Druck auslösen musste und das schien sehr gefährlich zu sein.


[OP: Sorry, für das kurze Post, aber mir is so garnix eingefallen.]

[Kessel - geheime imp. Basis - vor einer Tür] Chesara, Markus und Bru-Th
 
- Kessel - Geheime imp. Basis - Gang - Mit Bru-Th, Markus -

Chesara schritt an der massiven Tür auf und ab und beäugte sie interessiert. Natürlich gab es keinen Öffnungsmechanismus auf der Seite, auf der sie sich befanden.

Ich fürchte, uns bleibt gar keine andere Möglichkeit, als unsere Lichtschwerter zu benutzen.

Erwiderte sie auf Bru-Ths Frage hin und nahm ihr Lichtschwert in die Hand. Sie glaubte zwar mittlerweile nicht mehr, dass die Basis tatsächlich gänzlich verlassen war, doch zumindest in nächster Nähe schien sich niemand aufzuhalten. Daher würden die Geräusche sicherlich niemanden stören.

Wir gehen es am besten zusammen an. Wie gut, dass du ein richtiges Lichtschwet dabei hast.

Grinste sie in Bru-Ths Richtung und wies nach rechts.

Fang du am besten dort oben an.

Sie zündete ihr Lichtschwert und hieb es mit aller Kraft in die Tür.

Ich bleibe hier unten, wo ich eher hin langen kann...

Mit zusammen gebissenen Zähnen schob sie ihr Lichtschwert in einem Kreis vorwärts. Bru-Th tat es ihr gleich, bis sie schließlich einen Kreis herausschneiden konnten. Mit einem ohrenbetäubendem Scheppern und Krachen fiel die Platte der Tür zu Boden, sodass sie durch das Loch in den nächsten Gang gelangen konnten. Erschöpft lehnte sich Chesara gegen die nächste Wand und deaktivierte die regenbogenfarbene Klinge. Sie atmete heftig.

Lasst uns zwei Minuten verschnaufen. Ich glaube nicht, dass wir dadurch viel verlieren.

Schlug sie vor und ließ sich für einen Moment auf dem Boden nieder. Währenddessen kreisten ihre Gedanken um die nächsten Schritte, die nun zu unternehmen sein würden. Sie holte den Plan der Basis hervor und überlegte, an welcher Stelle sie sich jetzt befanden. Sie mussten sich irgendwie Zugang zum Computersystem verschaffen. Nur da würden sie finden, was sie wissen wollten, wenn es überhaupt etwas zu finden gab. Wieder, wie schon so oft in den letzten Stunden, steckte sie die Mappe mit den Informationen über die Basis in ihren Mantel, ihr Blick glitt über die Umgebung und fuhr ruckartig wieder zurück, als ihre Augen an einer Stelle etwas seltsames ausgemacht hatten. Langsam erhob sie sich und ging auf die Stelle zu. Es war ein Loch in der Wand, zwei Meter im Durchmesser. Überall war der Putz abgebröckelt, die Betonstücke lagen zu ihren Füßen.

Was auch immer hier vor sich geht... es sieht nicht gut aus.

Murmelte Chesara und untersuchte die Wand. Diese war an dieser Stelle ohnehin nicht sehr breit gewesen, musste aber es konnte auch nicht einfach gewesen sein, sie einfach zu durchlöchern. Jedenfalls war es mit roher Gewalt passiert. Auf der anderen Seite lag ein Gewirr von zerfetzten Kabeln. Rasch erhob sich die Jedi und winkte ihren Padawanen zu.

Lasst uns von hier verschwinden.

Meinte sie und marschierte den Gang entlang, tiefer in die Basis hinein.

- Kessel - Geheime imp. Basis - Gang - Mit Bru-Th, Markus -
 
[Kessel - Geheime imp. Basis - hinter dem Eingangsschott] Chesara, Markus und Bru-Th


Nachdem Chesara und Bru-Th die massive Tür zu Fall gebracht hatten, hielt Markus einige Minuten Wache, sodass sie beide Zeit zum Verschnaufen hatten. Normalerweise glitt ein Lichtschwert problemlos durch jedes Material, aber bei Panzertüren mit Feuerschotts brauchte man Kraft um die Klinge zu bewegen, eine neue Erfahrung für Bru-Th.
Etwas zögerlich und noch immer etwas aus der Puste entgegnete er:


"Wer auch immer noch hier ist, ist vielleicht schon etwas zu lange hier. Dieser Ort scheint so weit von der Zivilisation weg, dass er irgendwie irreal wirkt."

Bru-Th hielt einen Moment inne, wobei sein Blick hin zu scheinem Lichtschwert wanderte.

"Ich spüre es auch, Meisterin! Es droht Gefahr, auch wenn ich nicht weiß woher oder warum, aber ich spüre sie ganz deutlich. Sie liegt wie ein drohender Schatten über dieser ganzen Basis."

Sie blieben noch einige Minuten sitzen, bis seine Meisterin das Zeichen zum Aufbruch gab und sich die drei Jedi wieder in Bewegung setzen. Bru-Th übernahm die Führung, doch steckte er seinen Glowrod wieder in die Gürteltasche, denn das grelle Licht war zu verräterisch.
Sie folgten dem Gang noch einige Meter, bis sie zu einer weiteren Tür gelangten. Diese ließ sich jedoch ohne große Mühe öffnen. Dahinter befand sich ein breiterer Gang, der vor Jahren einmal der imperialen Standartarchitektur sehr nahe kam, nun aber in einem sehr heruntergekommenen Zustand sich befand. Auch dieser Teil der Station wirkte unbewohnt oder zumindest schlecht gewartet. Sie gingen weiter.
Zu Bru-Ths linken Seite waren eine Reihe von Türen in die Wand gelassen, ebenfalls schlecht gesichert. Der Padawan warf jeweils einen kurzen Blick in die Räume, konnte in den ersten beiden aber nichts außer Schutt und Abfall entdecken. Der dritte Raum war ebenfalls nicht in einem besseren Zustand, verfügte jedoch über einen kleinen Computerterminal, den Bru-Th erst beim zweiten Blick unter dem Schrott erkannt hatte.


"Hier, Meisterin",

sprach er bedacht leise und schob mit seinem Ärmel behutsam den letzten Schrott von der Konsole. Das Gerät schien immer noch mit Energie versorgt zu sein, obwohl es vermutlich schon lange nicht mehr benutzt wurde. Bru-Th gab ein paar Befehle ein und versuchte mit der Bedieneroberfläche zurecht zu kommen, was nicht sondernlich schwer war. Das nun aufklappende Menü bot genau drei Optionen:

1. Versuchsprotokolle
2. Projektstatus
3. Com-Einheit

Der Padawan sah fragend zu Chesara auf, die sich schweigend an ein größeres Teil Schrott gelehnt hatte und ihrem Sprössling :-)D) über die Schulter sah.

"Wir sollten versuchen uns so kurz wie möglich in dem System zu bewegen, denn es könnte noch immer Alarmsysteme geben und es wäre bestimmt keine gute Idee die auszulösen",

meinte Bru-Th und sah wieder auf den Bildschirm, der in einem schwachen Blau flimmerte.


[Kessel - Geheime imp. Basis - verlassenes Labor] Chesara, Markus und Bru-Th
 
- Kessel - Geheime imp. Basis - verlassenes Labor - Mit Markus, Bru-Th -

Chesara nickte und ließ sich Bru-Th weiter in dem System bewegen. Ihr Padawan schaute in alle dargebotenen Optionen herein, doch es ließ sich nichts interessantes finden.

Vielleicht ist das System getarnt und es wirkt nur so flach programmiert...

Dachte Chesara laut nach und kniff nachdenklich die Augen zusammen, während sie weiter auf den Bildschirm starrte.

Wir sollten nochmal alles durchsehen. Es könnte irgendwo eine versteckte Schaltfläche geben, die uns in ein weiteres Menü bringt.

Mit Argusaugen riefen sie noch einmal alles von vorne ab. Das System machte nicht den Anschein, einen Alarm auslösen zu wollen, allerdings konnte dies auch bereits im Stillen geschehen sein. Schließlich schalteten sie die Konsole wieder ab und sahen sich etwas ratlos an.

Auf mich wirkte der ganze Programmaufbau ein wenig zu unspektakulär.

Schilderte Chesara ihre Eindrücke und ging ein paar Schritte im Kreis.

Natürlich gibt es zwei Möglichkeiten: Die erste wäre, dass die wichtigen Daten und eventuell geheime Verankerungen absichtlich gelöscht worden sind - denn zumindest dieser Teil der Basis scheint tatsächlich nicht mehr im Betrieb zu sein - ... oder, und das wäre die zweite Möglichkeit, das System hat einen Absturz erlitten, sodass nur noch die Grundgriffe auf das Programm möglich sind. Angesichts des Zustandes dieses Labors wäre auch das gut denkbar.

Unwillkürlich stiegen Chesara die Bilder von zerfetzten Kabeln und Drähten vor die Augen und das große Loch in der Wand. Wer oder was konnte diesen Teil der Basis nur so zugerichtet haben? Sie standen vor einem Rätsel und hier schienen sie der Lösung nicht näher zu kommen.

Lasst uns weiterziehen. Es bringt nichts, dass wir uns länger hier aufhalten. Wenn es etwas zu finden gibt, dann da, wo noch alles intakt ist.

Und wo sie jemandem begegnen würden.

Wir müssen noch weiter ins Innere vordringen.

Sie verließen den Raum und standen wieder auf dem langen Gang, als ein leises Pochen an ihre Ohren drang. Es kam aus der Richtung, aus der sie gekommen waren. Alle zugleich blieben sie stehen und lauschten. Einmal, zweimal... das Geräusch kam näher, doch plötzlich verklang es wieder. Chesara hielt den Atem an. Zwei Minuten verharrten sie, schweigend, alle Sinne geschärft. Dann ertönte es wieder - und entfernte sich. Die Miene der Jedi spiegelte Beunruhigung wieder.

Das ist ein weiterer Grund, uns in die andere Richtung zu begeben.

Sagte sie und machte sich auf den Weg. Den Grundrissplan in der Hand, passierten sie eine Decks und fanden einen funktionsfähigen Lift. Nachdem sie beschlossen, diesen zu nehmen, fuhren sie hinauf und gelanten schließlich in die verschiedenen Abteilungen. In Abteilung D war alles dunkel, ebenso in Abteilung C. Schwaches Licht flackerte in Abteilung B und als sie in Abteilung A ankamen, schien noch alles intakt zu sein.

Je höher wir kommen, desto besser sieht es aus. Es scheint, als sei die Basis fast systematisch von unten nach oben zerstört worden.

Überlegte Chesara und sah sich um. Sie konnte jetzt einige schwache Präsenzen spüren und auf leisen Sohlen folgten sie diesen.

Hier hinten muss der Hauptraum liegen.

Vermutete sie.

Macht euch für alles bereit. Markus, hast du einen Blaster? Du könntest einen gebrauchen.

Sie bogen um eine letzte Kurve und gelangten vor eine fest verriegelte Tür, abgeschottet mit Panzertüren. Dahinter bewegte sich etwas. Nun hatten sie Gewissheit, die Basis war nicht verlassen. Aber jene imperiale Soldaten, die noch hier waren, gingen auch keiner geregelten Arbeit mehr nach. Chesara spürte 18 verschiedene Auren. Keine kleine Gruppe, aber auch keine große Gefahr. Außerdem hatten sie keine Wahl, wenn sie das Geheimnis, das sich hier verbarg, tatsächilch lüften wollten. In einer Ecke an der Decke war eine Kamera befestigt.

Wenn sie vernünftig Wache halten, was ich angesichts dieser verriegelten Türen stark vermute, müssten sie uns eigentlich jetzt bemerkt haben.

Sprach sie und warf ihren Padawanen einen aufmunternden Blick zu.

Keine Sorge, mit denen werden wir schon fertig.

- Kessel - Geheime imp. Basis - Abteilung A - Mit Markus, Bru-Th -
 
[Kessel - imp. Station - Abtl. A - Kommandozentrale] LtCol. Benos, Besatzung

Seit dem dieses Monster entdeckt worden war, wurden die Sicherheitsmaßnahmen sehr verstärkt. Im Kommandoraum kontrollierten die Techniker, die nicht die Kommunikationsanlagen reparierten, alle Systeme. Während Major Libas alle Abwehrstellungen überprüfte saß der Lieutenant Colonel auf seinem Stuhl und beobachtete die Besatzung bei der Arbeit.

"Sir, es gab einen Zugriff auf das Computersystem!"

Der Kommandant sprang sofort auf und lief zu dem Mann, der ihm das soeben gemeldet hatte. Es war in einem Raum passiert, in dem das Tier vor ein paar Tagen gewütet hatte.

"Schalten sie alles ab, was sich nicht in Abteilung A befindet!", befahl Benos und setzte sich wieder. Damit währe das Problem gelöst. Doch ein paar Minuten später kam eine erneute Meldung:

"Die Kameras zeigen drei Menschen beim Turbolift! Es sind keine Imperialen!"

Der Colonel erschrak. Was wollten fremde Menschen hier? Wie kamen sie hier rein? Und wie haben sie diese geheime Basis gefunden? Jetzt dachte er wieder an die Gerüchte über die Entwicklung einer Superwaffe hier. Das war es, er war sich sicher!

"Schicken sie vier Soldaten dort hin, die sich darum kümmern sollen!"

Der Mann nickte und gab die Befehle weiter, auch wenn dies möglicherweise bedeuten könnte, dass dieses große Tier in die Abteilung gelangt. Aber sie konnten ja auch nicht zulassen, dass hier einfach fremde Leute spazieren gehen.

"Sir, die Techniker melden, dass sie eine schwache Verbindung mit der Außenwelt bekommen haben! Sie arbeiten nun daran, sie zu verbessern!"

[Kessel - imp. Station - Abtl. A - Kommandozentrale] LtCol. Benos, Besatzung

<hr>
[Kessel - imp. Station - Abtl. A - MG-Stellung] 2 Soldaten

"Befehle vom Kommandanten: Sofort zum Turbolift aufbrechen um dort Eindringlinge zu eleminieren! Es sind drei Stück!", sagte der Sergeant zum Corporal. Sie standen dann auf und machten ihre Blaster bereit. Das schwere Lasergewehr, das hier auf einem Dreibein stand um das Monster aufzuhalten, ließen sie zurück, denn es war zu schwer. Schnell rannten sie den langen Gang entlang. Auf dem Weg bekamen sie auch noch Gesellschaft von zwei weiteren bewaffneten Soldaten. Der eine fragte:

"Was meint ihr wollen die hier?"

"Na Informationen über die Superwaffe", antwortete ein anderer. Der Unteroffizier grif nun ein:

"Die Sache ist nur ein Gerücht, niemand weiß ob wirklich an sowas hier gearbeitet wurde!"

Diese Tatsache brachte die anderen zum Schweigen und sie rannten still weiter. Nach ein paar Minuten kamen sie an einer verriegelten Panzertür an. So weit sie wußten waren auf der anderen Seite die Eindringlinge. Schnell gingen alle Soldaten in eine gute Position und warteten darauf, dass etwas passierte. Wenn sie wirklich etwas wichtiges suchten, dann würden sie die Tür schon sprengen oder sowas ähnliches. Und dann würden sie direkt in das imperiale Blasterfeuer rennen.

[Kessel - imp. Station - Abtl. A - vor der Tür] 4 Soldaten
 
- Kessel - Geheime imp. Basis - Abteilung A - Mit Chesara und Bru-Th -

Sie hatten sich schön langsam vorgearbeitet. Mark hielt sich sehr zurück, ihm gefiel das ganze nicht sehr.
Als sie schließlich in Deck A ankamen und Ches fragte, ob er einen Blaster hätte, griff er mit der Hand an seinen Allzweckgürtel und zog seinen Blaster.


Natürlich Mastress!

Die Tür vor ihnen war verschlossen, doch in dem Raum hörte man nun Stimmen. Sie klangen aufgeregt. Es mussten mehrere Sturmtruppen sein. Sie hatten die drei anscheinend auf dem Überwachungsmonitor entdeckt. Bru-Th und Chesara hatten ihre Schwerter noch nicht aktiviert und so konnten sie noch nicht bemerkt haben, dass sie Jedi waren.
Die Tür öffnete sich jedenfalls nicht, also vermeideten sie es anscheinend, sie festzunehmen, außer sie würden sich selbst einen Weg hinein erarbeiten.
Markus sah sich um. An der Seite der Tür war eine Konsole in die Wand eingebracht. Es war wahrscheinlich für die Verriegelung verantwortlich. Mit einem fragenden Blick sah er zu seiner Mastress.


Wir müssen da rein, oder? Aber sie werden uns sicher nicht freiwillig öffnen...

Er zielte mit seinem Blaster auf die kleine Konsole und mit einem gezielten Schuss legte er sie außer Betrieb, so dass sich die Tür öffnete. Kaum war ihnen der Weg freigemacht, wurde das Feuer auf sie eröffnet! Seine Meisterin und sein Mitpadawan zündeten ihre Laserklingen und wehrten die Schüsse gezielt ab. Markus sprang zur Seite um einem der Schüsse auszuweichen und schoss gleichzeitig zurück, womit er einen der 4 Soldaten traf und so außer gefecht setzte.

Doch dann wurde Markus am rechten Arm getroffen. Vor Schmerz ließ er den Blaster fallen, jedoch ohne einen einzigen Muks zu tun. Er verbiss sich einen Schrei, um die anderen nicht abzulenken. Sie hatten schon genug zu tun. mit der linken griff er wieder an seinen Gürtel und zog somit das richtige Laserschwert hervor. Es wurde gezündet und eine azurblaue Klinge schoss hervor, mit der er weitere Schüsse ablenkte. Es war im Prinzip wie die Übung an Bord, nur dass es viel gefährlicher war. Er musste sich mehr konzentrieren, da es eine richtige Klinge war und er musste darauf achten nicht, wie beim Training getroffen zu werden...

Chesara und Bru-Th sahen etwas erstaunt aus, als er mit dem Lichtschwert zu kämpfen begann, doch sie ließen sich nicht weiter ablenken und zu dritt gingen sie in den Angriff über. Geschickt wurden die Wachen entwaffnet, wenn auch einer seine Hand dabei verlor und umstellt. Markus zerstörte mit seinem Schwert die Kameras und fesselte mit Hilfe seines Mitpadawans die Wachposten.
Dann holte er sich seinen Blaster zurück und steckte die Waffen weg an seinen Allzweckgürtel.


- Kessel - Geheime imp. Basis - Abteilung A - Mit Chesara und Bru-Th -
 
[Kessel - imp. Station - Abtl. A - vor der Tür] 4 Soldaten

Plötzlich öffnete sich die Tür, die Eindringlinge hatten wohl irgentwas mit der Konsole gemacht. Sofort reagierten die Army-Trooper und eröffneten das Feuer. Doch zu ihrer Überraschung wurden die meisten Schüße durch Lichtschwerter abgewehrt.

"Das sind Jedi! Die wollen die Infos über die Superwaffe!", rief einer der Soldaten bevor er von einem Schuß getroffen wurde und sein lebloser Körper zu Boden sank. Die anderen drei versuchten noch hofnungslos Widerstand zu leisten, doch sie wurden schnell entwaffnet, wobei der Sergeant seinen Arm verlor. Danach wurden sie überwältigt und gefesselt. Nachdem sie sich von den harten Schlägen der Jedi erholt hatten, die dafür gesorgt hatten, dass sie sich beim Fesseln nicht wehren konnten, dachten die drei noch lebenden Soldaten darüber nach, was gleich drei Jedi auf einmal hier wollen könnten. Die beiden Gefreiten waren sich sicher, dass sie Informationen über diese geheime Waffe wollten und auch der Sergeant, welcher seine Hand verloren hatte, konnte sich die Sache nicht anders erklären.

"Von uns erfahrt ihr nichts!", sagte er und schwieg dann wieder. Ihm war klar, dass die Jedi ihn jetzt wohlmöglich foltern würden, doch das Wohl des Imperiums war mehr wert als sein Leben.

[Kessel - imp. Station - Abtl. A - vor der Tür] Jedi und 4 Soldaten

<hr>
[Kessel - imp. Station - Abtl. A - Kommandozentrale] LtCol. Benos, Besatzung

"Sir, wie es aussieht haben wir Jedi in der Basis!", rief ein Unteroffizier aufgeregt. "Sie haben die Soldaten überwältigt und dann die Kamera zerstört!"

Der Lieutenant Colonel war wiedermal erschrocken. Noch schlimmer konnte es ja nicht werden! Drei Jedi und ein Monster in der Basis, und sie genau zwischen den beiden Bedrohungen. Es war aussichtslos, sie konnten nur noch hoffen, dass die Techniker schnell fertig waren und dann Verstärkung eintraf.

[Kessel - imp. Station - Abtl. A - Kommandozentrale] LtCol. Benos, Besatzung
 
[Kessel - Geheime imperiale Basis - Abteilung A - nahe der Kommandozentrale] Chesara, Markus und Bru-Th + 4 Soldaten


Mit einem Zischen fuhr sich die smaragdgrüne Klinge von Bru-Ths Lichtschwert ein, nicht jedoch die Anspannung, die er empfand. Man wollte ihm ernsthaft das Leben nehmen und das war eine Tatsache, die er erst einmal verdauen musste. Es war nicht zu vergleichen mit einer Schlägerei in einer von Corellias Cantinas oder dem Randalieren während einer Demonstration. Er hätte tot sein können und dies bedrückte den jungen Mann, der er noch war, während er zusammen mit Markus die imperialen Soldaten fesselte.
Einer von ihnen riss Bru-Th dann unverhofft aus seinen Gedanken:


"Das sind Jedi! Die wollen die Infos über die Superwaffe!"

Verblüffter gucken als der große Padawan konnte man im Moment nicht. Seine Augen traten leicht hervor und sein Mund stand offen. Dass sie Jedi sind war klar, aber was erzählte der Soldat da von einer Superwaffe? Er musste vollkommen übergeschnappt sein, wahrscheinlich war ihm die gefilterte Luft auf lange Sicht nicht bekommen, dachte Bru-Th.
Etwas ratlos sah er erst Chesara und dann Markus an. Nun bemerkte er auch, dass dieser sich den Arm hielt und offenbar verletzt war. Mit der für Jedi typischen Ruhe in seiner Stimme stellte Bru-Th fest:


"Du wurdest verletzt. Setzt dich ruhig hin, mit diesen Idioten werde ich schon fertig."

Etwas zornig darüber, dass diese Soldaten so abwertend über Jedi sprachen, obwohl sie wahrscheinlich noch nie einen gesehen hatten und deshalb sofort zu schießen begonnen hatten, rief er in die Richtung des Soldaten der zuletzt gesprochen hatte:

"Wenn du nicht mit meinem Lichtschwert auf Tuchfühlung gehen willst, dann überleg dir besser, was du antwortest. Was meinst du mit Superwaffe? Was hat diese Einrichtung für einen Nutzen?"

Bru-Th sah noch einmal zu seiner Meisterin herüber, wie sie seine Vorgehensweise beurteilte. Es war noch alles so neu für ihn und er war sie ziemlich unsicher, auch wenn er äußerlich einen ruhigen und kontrollierten Eindruck machte.


[Kessel - Geheime imperiale Basis - Abteilung A - nahe der Kommandozentrale] Chesara, Markus und Bru-Th + 4 Soldaten
 
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