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Knight Errant (Roman *und* Comics); kein SPOILER-Thread

Dieses Thema im Forum "Star Wars Legends - Expanded Universe" wurde erstellt von SWPolonius, 10. Februar 2010.

  1. SWPolonius

    SWPolonius Grumpy old comic book guy

    Sehr schön, John Jackson Miller bleibt uns nach dem Ende von KotOR erhalten!! :kaw:

    Und nicht nur das: nachdem er uns mit den fünfzig KotOR-Heften sozusagen einen Einblick in die Vorgeschichte der beiden KotOR-Spiele geschenkt hat, wird er jetzt das selbe mit einer neuen fortlaufenden Comicserie und einem Roman für die Darth Bane-Ära umsetzen.

    Ich bin jetzt schon begeistert!!! :kaw:
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Februar 2010
  2. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    Yeah, solche Crossover finde ich immer sehr ansprechend... Adaptionen sind ja schön und gut, aber vom selben Autor direkt für Comic und Roman verfasst und dann auch noch im New Sith War? Suuuper :kaw:
     
  3. KyleKartan

    KyleKartan weiser Botschafter

    Genau das sind die Konzepte und Ideen, die SW braucht, damit es uns noch lange erhalten bleibt! Ich bin ebenso begeistert und freu mich schon auf diese neue Art von Crossover!

    Machtvolle Grüße
     
  4. Laubi

    Laubi heldenhafter Held Premium

    MTV hat ein exklusives Interview mit John Jackson Miller über "Star Wars: Knight Errant" geführt und dabei auch gleich mal das Cover (und ein Variant-Cover) für die erste Ausgabe online gestellt:

    Der erste "Knight Errant"-Comic erscheint am 13. Oktober 2010 (US).
     
  5. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    Import aus Comic-Thread

    Knight Errant #0 war eigentlich mal ein ganz ordentlicher Ansatz für eine neue Geschichte: die Hauptcharaktere ist nicht übermächtig und kein Volltrottel, die Konflikte unter den verschiedenen Sith Lords sind interessant und die Republik als zurückgedrängter Haufen bibbernder Welten ein guter Übergang zur Bane Epoche.
    Die Zeichnungen haben mir gut gefallen (vor allem Kerras Gesicht sieht [abgesehen vom Cover] erfrischend anders aus [auf dem Cover isses einfach nur schrecklich]) und auch wenn mir langsam T'surr wirklich zum Hals raus hängen, kann mich DH wirklich gerne weiter damit zukleistern...
     
  6. SWPolonius

    SWPolonius Grumpy old comic book guy

    Das Heft landete heute auch bei mir im Briefkasten. :)

    Wirklich ein schöner Einstieg in eine interessante Epoche und hoffentlich interessante Geschichte. Was JJM im Interviewteil in der Mitte des Heftes so von sich gibt, klingt aber schon mal ganz gut.
    Was die Zeichnungen angeht, habe ich mich über weite Strecken an die vor ein paar Jahren erschienen SW-Arbeiten von Robert Teranishi und Chris Chuckry erinnert gefühlt. Federico Dallocchio hat da einen sehr ähnlichen Realismus-Anspruch in seinen Zeichnungen. Ok, das Cover hat vom Zeichenstil her nichts mt dem im Innenteil zu tun, aber das ist bei Comicheften doch häufig so. Schlecht finde ich's jedenfalls nicht, nur vielleicht ein bisschen minimalistisch in seiner Darstellung.

    Knight Errant kann, nach allem was ich bis jetzt gesehen und gelesen habe, eine richtig tolle Serie werden. :cool:
     
  7. Lord Garan

    Lord Garan Plüschpirat Mitarbeiter

    He sklaventreibende blaue Riesenkrabbenmonster sind toll. ^^ Feeorin oder Noehon wären mir aber auch lieber.

    Wirklich begeistert hat mich die Reihe allerdings sofern nicht, mal schauen was sie noch draus machen.
     
  8. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    Sie schaut einfach nicht nach der guten Frau aus... vom Silberblick bis zum Körperbau. Das meinte ich mit "schlecht", nicht den Stil ;)

    Man sagte mal, T'surr wären selten in der Galaxie :o

    ...aber das sagte man auch mal über Jedi :verwirrt: :kaw:
     
  9. Lord Garan

    Lord Garan Plüschpirat Mitarbeiter

    Und Mandos waren mal ausgestorben. :o
     
  10. SWPolonius

    SWPolonius Grumpy old comic book guy

    Tja, wie sagte ein weiser alter Mann (oder was auch immer *g*) mal so treffend: "Always in motion the future is..." :cool::braue
     
  11. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    Ja, ihr habt ja Recht... und da man jetzt auch mit Chiss und Rattatak zu dutzenden durch die Galaxie joggen kann, ist das eh egal.
     
  12. Laubi

    Laubi heldenhafter Held Premium

    Netter Einstieg. Wird auf jeden Fall weiter verfolgt.... und irgendwie erinnert mich Kerra Holt an P!NK :kaw: - was ich jetzt nicht wirklich schlecht finde. Hoffe das wird beibehalten :braue

    Interview muss ich mir dann später mal zu Gemüte führen....
     
  13. Darth Stassen

    Darth Stassen Imperialer Bürokrat Premium

    Ich freue mich ebenfalls darauf. Schon Millers KotOR-Reihe hat mir gut gefallen, wenn auch ich, trotz ausgiebigen Spielens der Spiele, eine Weile gebraucht habe, um richtig einen Einstieg in die Serie zu finden. Auch die Story verspricht interessant zu werden, da es zum einen dieses Setting bislang meines Wissens nach noch nicht mal ansatzweise gab, man zum Anderen aber auch durch Bane weiß, wie es in etwa enden wird.
     
  14. Druid

    Druid Abgesandter von www.starwars-books.de.vu und Episo Premium

    Knight Errant: Influx

    Beinahe hätte ich es übersehen, da es momentan auf der Indexseite von sw.com nur einen kleinen Linktext unter dem Books-Bereich gibt.

    John Jackson Miller hat eine Kurzgeschichte geschrieben, die kurz vor dem ersten Comic im Jahre 1.032 vSY spielt.
    sw.com hat sie hier veröffentlicht.

    Ist das die Entschädigung für den Reinfall mit dem Comic #0?
    Da hatte ich erwartet, daß es ein Prolog wird, wie bei der Invasion-Reihe, doch es sind nur die ersten 8 Seiten des Comic #1 und die ersten 8 Seiten aus dem ersten Kapitel des Romans, also lediglich zwei Leseproben, mit einem 3 halbseitigem Interview mit JJM.
    Zwar geschenkt aber man kann es sich auch schenken. ;)
     
  15. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    Wie angekündigt, ist dieser Thread jetzt offiziell die Sammelstelle für Neuigkeiten, Meinungsäußerungen und Diskussionen zu den Knight-Errant-Produkten. Zwei Gründe:
    1. Es soll ausgelotet werden, wie bei einer aktuellen Comicserie die Resonanz für einen eigenen Thread ausschaut. Am besten wäre natürlich eine monatliche Serie gewesen, die zeitnah auch in Deutschland erscheint, aber den Gefallen tut uns Dark Horse momentan nicht. 'Knight Errant' bietet sich an, da es in Amerika gerade erst angelaufen ist und uns hoffentlich noch eine Weile erhalten bleibt (oder zumindest nicht nur als Miniserie geplant ist).
    2. Da Roman und Comics aus der gleichen Feder stammen und sich auch die Hauptfigur teilen, liegt es nahe, Roman- und Comic-Threads zusammenzulegen (bzw. keinen Extra-Faden für die Comics zu erstellen). Dies soll auch organische Diskussionen ermöglichen, die Erkenntnisse aus beiden Quellen miteinbeziehen.

    Ich zitiere aus der Ankündigung:
    Das hört sich möglicherweise komplizierter und unkomfortabler an, als es gemeint ist. Wer etwas zu sagen hat, darf das tun, ganz gleich, ob er sich auf die Comics, auf den Roman oder auf beides stützt. Es muss nur vorher angegeben werden, damit jeder Leser des Threads sich entscheiden kann, ob er auf einen Spoiler-Knopf drückt und sich ansehen will, was sich darunter versteckt. Eine Analyse von Kerra Holts Charakterisierung, die 'Aflame' und den Roman mit einbezieht und keine Binnendifferenzierung vornimmt, ist also legitim, wenn der Knopf in etwa so aussieht:

    Im Grunde spricht auch nichts gegen einfache Spoilertags der Kategorie II (
    ), solange dem gleichen Grundsatz gefolgt wird. Ich empfehle allerdings den Knopf-Spoiler, um lange blaue Strecken zu vermeiden.

    Um niemanden abzuschrecken (da wir ja sehen wollen, wie so ein Thread bei der Leserschaft ankommt), gibt es ausdrücklich keine Längenvorgaben. Wer nur zehn Sätze zu sagen hat, hat eben nur zehn Sätze zu sagen (und wenn von solchem "Kleinvieh" ein Dutzend zusammenkommt, ist das ja auch schon mehr, als normal bei Comics üblich). Meine kommende Rezension ist nicht als Maßstab gedacht.
    Genauso ist es jedem freigestellt, sich nur zum Roman oder nur zu den Comics zu äußern, und letzteres kann sowohl häppchenweise geschehen (etwa ab August wieder monatlich, der US-Veröffentlichung folgend) oder am Stück (so wie es sich für Deutschleser anbieten wird, die die ersten fünf Hefte als Sammelband präsentiert bekommen werden).


    Bevor ich in den nächsten Tagen zu meinem eigenen Review komme, poste ich noch das Cover zum Roman, das seinen Weg noch nicht in diesen Thread gefunden hatte:
    [​IMG]


    Und die Ankündigung für den zweiten Comic-Handlungsbogen (Achtung, impliziert Handlungsausgang von 'Aflame' und dem Roman; konkrete Aussagen über 'Deluge' habe ich gebläut):
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. März 2011
  16. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    Das Verschriftlichen und Ordnen meiner Gedanken zu 'Knight Errant' hat etwas ausführlichere Dimensionen angenommen, als ich geplant hatte. Ich betone daher noch einmal ausdrücklich, dass keine Verpflichtung oder Erwartung besteht, eigene Meinungen zu den Comics oder zum Roman ähnlich weit auszubreiten, oder in aller Ausführlichkeit auf meine Überlegungen zu antworten.

    Meine Meinung in Kurzform und ohne Spoiler: 'Knight Errant' ist momentan mein Lieblings-SW-Projekt. Gut, das ist nicht weiter schwer, könnte man meinen, nachdem ich seit 2009 keinen neuen Roman gelesen habe. Die Comics beziehe ich weiterhin, und die Fernsehserie schaue ich auch, aber so richtig inspirierend war das schon eine Weile nicht (bzw. im Fall von TCW noch nie). Teilweise gehobener Durchschnitt, aber weit entfernt von Spiel, Spaß und Spannung früherer Literatur.
    Dass das nicht unbedingt an mir liegt, sondern an LFLs mäßigem Angebot, zeigt nun 'Knight Errant'. Die Comics waren nicht nur gute Unterhaltung, sondern zeigten auch ein Gespür für world-building und den Aufbau interessanter Figurenkonstellation, also habe ich mich dazu hinreißen lassen, zum ersten Mal seit langem wieder einen neuen SW-Roman in die Hand zu nehmen. Und man höre und staune, auch den Roman finde ich gut. Ich bin nicht wunschlos glücklich, aber ich hätte es schon als Fortschritt empfunden, mit mehr positiven als negativen Eindrücken die letzte Seite umzublättern, und das hat John Jackson Miller mehr als erfüllt.
    Im Comic und noch mehr im Roman entwirft Miller eine neue, etwas andere Star-Wars-Welt. Sie ist, wie er in Interviews mehrfach betont hat, eine Dunkle Zeit, kommt aber nicht als eine Kopie von Palpatines Regierungszeit herüber. Letztere (und die Dunkle Zeit der 'Legacy'-Comics) sind an die faschistischen Diktaturen des 20. Jahrhunderts angelehnt. Die Welt von KE dagegen scheint sich eher am europäischen Mittelalter zu orientieren, mit einer Vielzahl untereinander konkurrierender "Fürstentümer", stark reduzierten Reise- und Kommunikationsmöglichkeiten, und einer Zentralregierung, die praktisch keine Rolle spielt. Teilweise kennt man das schon aus den Darth-Bane-Romanen und dem 'Jedi vs. Sith'-Comic, aber KE spielt eine Generation früher und unterscheidet sich daher auch in vielen Punkten. Miller hatte offensichtlich viel Spaß damit, neue und zum Teil ziemlich abgefahrene Strukturen zu entwerfen, und mir hat es Spaß gemacht, das zu lesen.
    Dabei bleibt 'Knight Errant' trotz Innovation und Spielfreude Star Wars, mit Raumschiffen, der Macht, Gut gegen Böse und Jedi- vs. Sith-Action. Ich würde sogar sagen, dass KE ein ordentlicher Einstiegsroman in das EU ist, falls man nicht auf die Filmhelden (oder die Filmepochen) fixiert ist. Man muss weder die ohnehin wenigen anderen Werke der Epoche kennen, noch die KE-Comics.
    Letzteres ist mit Sicherheit auch so beabsichtigt, und wenn das auch zugegebenermaßen für manche ein Pluspunkt sein wird, schmälert das ein wenig meinen Enthusiasmus für den Roman. Eine starke Verschränkung von Comic und Roman wurde vermieden, obwohl sie m.E. durchaus hätte geleistet werden können, ohne die beiden Geschichten voneinander abhängig zu machen.
    Dennoch, das Positive überwiegt, und ich spreche eine klare Empfehlung aus: für Leute, die ansonsten nur Comics lesen; für Leute, die genug haben von den Skywalker- und Solo-Rentnern; für Leute, die für 372 Seiten dem Abenteuer einer jungen Jedi-Heldin folgen wollen, ohne von den Ketten einer kontroversen Kontinuität genervt zu werden oder sich gleich für acht weitere Bände verpflichten zu müssen. Ein Roman, eine Geschichte, keine galaxiserschütternden Auswirkungen.





    So, und jetzt in micah-Länge:



    Ich habe es hier so gehandhabt, dass ich die Reviews zu den drei Werken voneinander durch Spoiler-Schalter abgetrennt habe. Das allerdings eher der Übersichtlichkeit halber (wer sich z.B. für die Kurzgeschichte nicht interessiert, braucht nicht draufzuklicken), da ich bei den einzelnen Teilen darauf geachtet habe, auch innerhalb der Abschnitte Spoilerspaces zu setzen, sobald ich konkret Handlungsdetails kommentiere. Romanleser sollten also problemlos meine Kritik zum Comic lesen können, ohne sich Überraschungen zu verderben, und andersherum (wobei ein gewisses Restrisiko natürlich immer besteht für diejenigen, die wirklich überhaupt nichts vorher wissen wollen; aber die sollten vielleicht gar kein Review lesen?). Es bietet sich an, das auch in Zukunft so zu handhaben, damit beispielsweise User, die sich nur für Meinungen zum Roman interessieren, nicht durch theoretisch mögliche (wenn auch momentan wenig wahrscheinliche) Massen an Comicwertungen wühlen müssen.


    Vorweg zur Frage, inwieweit Kurzgeschichte, Comic und Roman zusammenspielen: 'Influx' ist ein kurzer Prosa-Prolog zu 'Aflame', der ersten Comic-Geschichte; und 'Aflame' wiederum wird fast direkt vom Roman gefolgt. Die Kurzgeschichte ohne (nachgeschobene) Kenntnis des Comics zu lesen, macht m.E. wenig Sinn. Ob der Roman essentiell für das Verständnis zukünftiger Comics ist, bleibt abzuwarten; bis jetzt würde ich aber sagen, dass 'Aflame' und 'Knight Errant (Roman)' gut getrennt lesbar sind. Es ist sicher so, dass man einige Anspielungen im Buch besser versteht, wenn man den Comic gelesen hat, sie halten sich aber in Grenzen (z.B.: Kerra erwähnt hin und wieder "die Situation auf Chelloa", ohne das aber weiter groß auszuführen; und Odions Givin-Adjutant, dem im Roman eine
    Rolle zukommt, läuft auch im Comic ein paar Mal durchs Bild). Die Exposition bezüglich des Hintergrunds der Hauptfigur gibt es zweimal, wobei ich die im Comic besser gelungen finde.


    Konzept allgemein

    Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich von den beiden 2006 gestarteten (einigermaßen) monatlichen Comic-Serien 'Knights of the Old Republic' und 'Legacy' eindeutig ersterer den Vorzug geben würde (obwohl die Verkaufszahlen eine andere Sprache sprechen). Das liegt teilweise darin begründet, dass mir das Konzept von 'Legacy' nie so recht gefallen wollte, und daran haben auch die handwerklich kompetente Machart und einige positive Überraschungen (die
    z.B.) nichts ändern können. Das heißt aber nicht, dass KotOR automatisch zum Klassenprimus aufsteigen musste; auch wenn ich die nicht-so-monatlichen Serien 'Rebellion', 'Dark Times' und 'Invasion' einbeziehe, geht KotOR siegreich hervor. Die Vorzüge der 50 Hefte überdauernden Reihe stechen nicht nur in Relation mit seinen Mitbewerbern hervor (die ich im Übrigen alle durchaus lesbar fand und finde; 'Dark Times' hatte immer ein recht hohes Niveau, und 'Invasion' ist vielversprechend).
    KotOR sprang in eine noch relativ unerforschte Epoche (zwischen den alten 'Tales of the Jedi'-Comics und dem ersten KotOR-Computerspiel) und hatte dadurch Spielraum, ohne andere Geschichten zu weit einzu- oder sich zu sehr mit bereits bekannten Protagonisten und Handlungen zu ver-schränken. Dazu trägt auch bei, dass die Wahl der Hauptfigur nicht auf jemand bekanntes oder den Abkömmling/Vorfahr von jemand bekanntes fiel, und wichtige Protagonisten von früher oder später fast nur am Rande vorkamen. Die Serie hatte kein Problem damit, recht große Kurven zu schlagen, was die Handlung frisch hielt, ohne dabei den handlungstechnischen und thematischen(!) roten Faden (Rehabilitierung mehrerer Figuren) aus dem Auge zu verlieren. Die kunterbunt zusammengewürfelte Truppe von aus unterschiedlichen Gründen Ausgestoßenen sorgte die ganze Serie über für Spannung, Emotion und Spaß, mit einer ausgewogenen Mischung von allen drei Elementen. Das kommt nicht allzu oft vor.

    So, langer Vorlauf vorbei. Als Garant für den Erfolg (soweit es mich betrifft) von KotOR kann man, denke ich, getrost den Autor John Jackson Miller ausmachen. Viele der gleichen Zutaten lassen sich nämlich aus seinem neuen Comic herausschmecken, 'Knight Errant'. Wieder hat er sich eine "frische" Epoche ausgesucht, in der er sich richtig austoben kann: die Zeit der ständigen Sithkriege eine Generation vor Darth Bane und dem tausendjährigen Frieden in der Alten Republik. Er hätte hier Gelegenheit gehabt, einen neuen Helden nach Art der Skysolos zu etablieren ("letzte Hoffnung für die Galaxis" und so), da es keine "benachbarte" Helden gibt, die man nicht überstrahlen dürfte. Hat er nicht. Stattdessen ist Kerra Holt gleich zu Beginn
    Ich vermute, das wird im Großen und Ganzen auch so bleiben, nachdem ein paar Jahre später ja noch ein Haufen Sith übrig bleiben müssen.

    Ich könnte noch viel mehr zum Konzept und zur Welt Millers sagen, aber das ist wohl besser weiter unten aufgehoben, wo ich dann auch konkrete Beispiele bringen kann.


    Comic, US-Hefte 1-5: Aflame


    ...
     
  17. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    ...


    Kurzgeschichte, 'Influx'




    Roman



    ...
     
  18. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    ...




    ...
     
  19. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    ...

     
  20. micah

    micah EU-Fossil

    Wraith Five liest einen SW-Roman, schreibt ein Monster-Review und schwärmt noch dazu in höchsten Tönen?

    Ja, is dann heit scho Weihnachten? :kaw:

    Ich habe bisher weder Comic, noch Kurzgeschichte oder Roman gelesen (letzterer steht aber in nicht allzu ferner Zukunft auf dem Plan, wie könnte ich auch anders nach dieser glühenden Rezension :D), kann somit natürlich nichts zum Inhalt sagen. Auch den Spoilerteil habe ich mir selbstverständlich vorenthalten, aber zumindest zu dem allgemeinen Teil will ich einige Dinge sagen.

    Besonders freut mich, was Wraith über die "neue, etwas andere Star-Wars-Welt" geschrieben hat. Denn im - mir eigentlich liebsten - Post-Endor-EU nerven mich ja schon seit geraumer Zeit die PT-Referenzen und ernsthaft kritisch sehe ich die zunehmende Inkorporation von PT-Elementen in den Jediorden. Es ensteht da der Eindruck, als sei man nicht fähig / willens / mutig genug, eine einzigartige und eigenständige "Welt" zu kreieren und sich von den populären Clone Wars zu distanzieren. Da ist es wirklich sehr erfreulich, dass man die radikal anderen (technischen, politischen...) Voraussetzungen mit den entsprechenden Einschränkungen - aber auch Möglichkeiten! – in KE offenbar konsequent durchzieht.

    Positiv ist auf jeden Fall auch, dass Comic und Roman nicht voneinander abhängen. Denn machen wir uns nichts vor, solche Verknüpfungen zwischen den Medien erfolgen nicht (nur) aus künstlerischer Ambition, sondern vor allem, um den Verkauf ankurbeln, indem die Fans zu anderen Medien gelockt werden. Solange es ein Angebot bleibt, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden, wird es zum Zwang, ist es schon kritischer zu sehen. Vielleicht hat man erkannt, dass ein solcher Zwang auch wirtschaftlich kontraproduktiv sein kann, gerade in einer Ära, an die die Leser noch nicht emotional gebunden sind. Denn wer feststellt, dass er um das ungeliebte Medium nicht herumkommt, um das bevorzugte überhaupt zu verstehen, wird es möglicherweise lieber ganz sein lassen...

    Weitere Pluspunkte sind natürlich auch 372 Seiten für knapp 6 Euro und eine weibliche Heldin. :)

    Also dann, bis im Laufe des Sommers in diesem Kino.

    Micah
     

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