Korriban (Horuset-System)

::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: In einem Gang in der Nähe der "Grabkammer" ::: Ignavius (NPC) :::::
Es hatte nicht lange gedauert und da war die Präsenz des Jen'ari wieder aufgetaucht und hatte Gänge wie Räume gefüllt, als wäre sie Luft oder ein toxisches Gas. Ignavius assoziierte diese Aura immer mit einem Gift, welches das Opfer zuerst einlullte und dazu brachte sich hinzulegen, damit es ihn dann ganz langsam zersetzen konnte. In seiner manchmal übermäßig lebendigen Phantasie flackerten dann seine Barrieren, welche seinen so kostbaren Geist beschützen sollten, immer auf. Er kannte das Geräusch, welches entstand wenn Materie gegen einen Partikelschild prallte und verging und genau so stellte er sich das gerade vor. Doch noch nie zuvor war der Jen'ari außerhalb seiner Kammer gewesen, nie hatte er sich hier mit ihm auseinandersetzen können. Las er jetzt wieder seine Gedanken? Wusste er was Ignavius tatsächlich über ihn dachte? Hoffentlich nicht. Doch er spürte ihn auch nicht in seinem Kopf. Kein Druck, kein Nasenbluten. Nein, er war noch alleine. Und nun auf dem Weg zu etwas, dass es ihm ermöglichen würde auch in naher Zukunft alleine zu sein. Es gab hier unten eine einzige gesicherte Vorratskammer. Nur eine. Und nur er besaß den Schlüssel. Manche seiner kostbarsten Spirituosen durften keinen größeren Temperaturschwankungen oder überhaupt Hitze ausgesetzt werden, weshalb sie hier unten, fern jeder Wärme aufbewahrt wurden. Außerdem fürchteten sich seine Diener vor dem Grab, weshalb es kaum einen sichereren Aufbewahrungsort dafür gab. Keine fünf Minuten nachdem er die Kammer des Jen'ari verlassen hatte, stand er auch schon vor der Tür. Sie gehörte noch zum ursprünglichen Inventar, doch das Schloss hatte Messga ausgetauscht. Und wie alles technologische der Marasan war auch dieses Stück aus Ignavius Sicht übertrieben klobig und hässlich. Das Volk seines Präfekten verstand sich nun wirklich nicht auf Schönheit und Kunst. Hätte er ihn seine Räume einrichten lassen, er wäre schon zwanzig mal ausgerastet und hätte alles in Kleinholz und Metallklumpen verwandelt. Der Schlüssel passte zu seinem Gegenstück und gehörte definitiv in die Kategorie „Zweckmäßig - Lass dich damit ja nicht bei irgendeinem Wettbewerb blicken“. Ignavius führte ihn ein, riss ihn um 90° nach rechts, übte dann Druck auf die gesamte Konstruktion aus und als er dann erneut ein Klicken hörte, brachte er den Schlüssel wieder auf die Anfangsposition zurück, was ihn derart viel Kraft kostete, das ihm der Schweiß schon wieder auf der Stirn saß. Die Tür dann schließlich aufzudrücken war im Gegensatz dazu dann so leicht als bestünde sie nur aus Luft, doch das lag an dem zwar leichten, aber widerstandsfähigen Material aus dem sie bestand. Wie auch immer es hieß, es war zu teuer als das Ignavius es überall im Tempel hätte verbauen lassen können. Der gewählte Herrscher von Korriban trat ein und musste dann auch schon stehenbleiben. Es war eine kleine Kammer. Eine sehr kleine Kammer. Hätte er nun den Arm ausgestreckt, er hätte bereits die Mauer vor sich berühren können. Nur ein bis zu seinem Knie reichendes Regal gab es und dieses hatte man passgenau angefertigt, sodass es nicht umfallen konnte. Nur drei Flaschen, allesamt in größeren Behältern ohne Deckel gestellt, die Zwischenräume zwischen ihnen mit Füllmaterial ausgekleidet, standen darauf. Da die Tür schmal war und es hier auch kein Licht gab, konnte Ignavius sie kaum ausmachen, doch er sah genug um sich die erste Flasche greifen zu können.

„Wenn nicht jetzt, wann dann“
flüsterte er ehrfürchtig als er sie aus dem Kübel herauszog. Auch wenn er es jetzt nicht sehen konnte, so wusste er doch das die Flasche wie auch der Inhalt blau waren. Um sich aber doch noch einmal daran zu erfreuen, trat er einen Schritt zurück und hielt sie gegen das Licht. Sein Gedächtnis hatte ihn leider nicht getrübt. Einen tiefen Seufzer ausstoßend, betrachtete er die nur zu einem Siebtel gefüllte Flasche. Sie war schlank und einstmals wahrscheinlich reich verziert worden, doch davon übrig geblieben war nichts. Weder Etikett, noch sonst etwas haftete auf dem Glas. Ignavius kannte nicht einmal den tatsächlichen Namen des Als, sondern nur den, den der Händler ihm gegeben hatte. Da dieser und alles was mit ihm zu tun hatte Abschaum und Dreck war, mal von dieser Flasche abgesehen, würde der Sith Lord ihn nicht einmal in seinen Gedanken aussprechen. Wozu brauchte er auch einen Namen. Er hatte ihn einmal gekostet. Und nun würde er sie leeren. Die schon vor Jahren angebrachte Versiegelung war so schnell entfernt wie der eigentliche Korken und dann- spürte er plötzlich etwas in seiner Nähe! Zuerst erschrocken, doch dann sehr schnell wütend, stellte er fest das der Verräter ganz in seiner Nähe war. Anfangs blickte Ignavius noch in die entsprechende Richtung, doch als ihm der Gedanke kam, das dieser Arschkriecher ihm auch noch diese Kostbarkeiten nehmen konnte, sah er nach vorne, zögerte kurz und setzte die erste Flasche auch schon an die Lippen. Es war wie gesagt nicht viel drin, weshalb er binnen weniger Herzschläge damit fertig war. Er hatte kaum Zeit den edlen und womöglich inzwischen einzigartigen Geschmack auszukosten, denn die anderen beiden Flaschen waren – wie er sehr wohl noch wusste – sehr viel voller. 1 ½ Liter waren es zusammen, doch sein Magen schaffte mehr. Und sein restlicher Körper sowieso!

Ignavius hatte nur zwei kleinere Pausen einlegen müssen um sie alle zu leeren und nun saß er vor der geschlossenen Tür, wo der Schlüssel noch steckte. Die drei Flaschen lagen oder standen irgendwo, er wusste es schon nicht mehr. Vieles drehte sich in seinem Kopf, sodass jede noch so kleine Änderung seiner Körperhaltung ins Extreme auszuschlagen drohte. Doch er hatte den Verräter Saphenus keinesfalls vergessen und selbst wenn, seine Sinne erinnerten ihn ja ständig daran. Das sich noch andere Auren in dessen Nähe aufhielten, war ihm so egal wie die Sonne und Sterne. Das Einauge war nun sehr nah und je näher er kam, desto entschlossener wurde der reinblütige Sith. Er hatte das Kostbarste was dieser Ort zu bieten hatte gerade wie Wasser getrunken, was nicht nur seine Sicht beeinträchtigte, sondern auch den Körper in ein halbes Dutzend Richtungen gleichzeitig zog. Als er nun also aufstand – pardon, aufzustehen versuchte – schaffte er es immerhin seine beiden Hände auf den Boden zu bekommen, doch anstatt dann aufzustehen, landete er Gesicht voran auf den glatten und doch harten Fliesen, das Gesicht Richtung Zabrak. Ein paar Sekunden verharrte er in dieser Stellung, dann probierte er es erneut, kam dabei aber nicht einmal fünf Zentimeter hoch und musste es daher kurz darauf nochmals versuchen. Stöhnend, als würde die Last eines Universums auf seinen Schultern ruhen, rappelte er sich auf und schaffte es tatsächlich sich hinzustellen. Ein plötzlicher Gedankenblitz – die Wände hier unten könne man doch mal rot streichen – lenkte ihn lange genug ab damit die Schwerkraft siegen konnte. Er versuchte noch einen Ausfallschritt, doch dann zog ihn Korriban zu sich hinunter und er landete wieder auf dem Hintern. Genauer gesagt landete er dabei auf eines seiner Artefakte. Dieses bohrte sich nun zum Teil in ihn hinein, doch irgendwie kam der Schmerz nicht so recht an oder hatte sich auf dem Weg zum Zentrum verlaufen. Sowieso schien in seinem Inneren gerade Chaos zu herrschen. In diesem Augenblick hätte er schwören können das sein rechter Ellenbogen weh tat, schaute deshalb also nach. Das gefiel dem restlichen Körper aber gar nicht, der sich daraufhin demonstrativ auf die Seite legte. „Rums“ machte es erneut und schon wieder klimperte eines seiner Artefakte. Ein anderes lag nun direkt vor seinen Augen. Eine Kette mit einem sechseckigen Runenamulett daran, die ihm um den Hals hing, schien sich davonstehlen zu wollen. Welch unhöfliches Verhalten! Ignavius packte zu, erwischte die ersten paar Male jedoch nur die Luft oder die geisterhaften Kopien, als er es dann aber in der linken Hand hielt, durchzuckte ihn plötzlich ein Stromschlag. Der feiste Sith zuckte zurück, einen erstickten und überraschtes Keuchen ausstoßend, doch das Amulett klebte förmlich an seinen Fingern, weshalb er doch gleich einen weiteren Schlag bekam. Als würde über ihm jemand mit einer Peitsche stehen und ihn antreiben, fügte das Artefakt ihn so lange Schmerzen zu, bis er schließlich stand. Und immer dann wenn der Körper sich wieder zu stark in eine Richtung neigte, erwischte es ihn wieder.


„Isch ja schon jut“ lallte er und versuchte dabei eine herrische „Geht mir aus den Augen“-Geste zu machen, schaffte es dabei aber lediglich die Wand zu seiner Rechten zu schlagen. Dämliche Wand. Wie konnte sie es wagen sich ihm in den Weg zu stellen!

„Ausch dem Weg, Frevler.“
Sie wich nicht, doch Ignavius war nicht in der Stimmung sie über ihre Pflichten aufzuklären. Also trottete er weiter, seine rechte Hand ständig an der respektlosen Wand. So langsam, dass selbst ein kurz vor dem Tod durch Altersschwäche stehender Hutte ihn überholen konnte, bewegte er sich auf die Aura des Verräters zu. Er war irgendwo vor und leicht nach recht versetzt von ihm. Natürlich würde er zu flüchten versuchen, doch Ignavius würde ihm den Weg abschneiden. Wenn nicht heute, dann spätestens morgen! Und dann passierte es einfach. Von einem Zeitlupenmoment auf den anderen stand der Zabrak mit seiner dreckigen schwarzen Robe vor ihm. Als wäre der Sith gleichzeitig gegen eine Wand gelaufen, stolperte Ignavius zurück, nahm die Hand von der Wand und setzte sie wie das Gegenstück an seine Hüfte an. Doch so recht mochte ihm die Pose nicht gefallen, also änderte er sie ab indem er die Arme vor der Brust verschränkte. Korriban neigte sich zwar schon wieder recht gefährlich in alle nur erdenklichen Richtungen, doch noch konnte er es ausgleichen. Mit einem Blick, der zwischen Anklage und der Gewissheit, das er der einzige Anwesende war, welcher heute lebend hier raus kommen würde, starrte er seinen Gegenüber an. Irgendetwas bewegte sich verschwommen an seinem äußeren Wahrnehmungsbereich, doch darauf brauchte er nicht zu achten. Selbst blind konnte er sie alle mit dem kleinen Finger besiegen.

"Dasch isch er ascho. Der Usch … Urs... Urschapo … der … Thronräuber! Mascht eusch bereit. Nuu wertsch ihr sterben.“

So gelenkig wie es sonst nur ein Akrobat sein konnte, entwirrte Ignavius seine Arme, griff an seinen Gürtel und zückte sein Lichtschwert so elegant, das jeder Schwertschwinger blass vor Neid geworden wäre. Doch bevor er den Zabrak in Scheiben schneiden würde, wollte er ihm seine gesamte Macht spüren lassen. Ein Artefakt nach dem anderen wurde von seiner Macht durchflutet und somit aktiviert. Er wollte ihm seinen Thron rauben? Pah! Für wen hielt sich dieses Kind...


::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: In der Nähe einer Folterkammer ::: Saphenus, Ignavius (NPC) und ein paar verschwommene Gestalten (Avlan und Co.) :::::
 
Korriban, Ignavius`Residenz, Thronsaal: Grin, Zoey und angekettete Frauen


Nun ja, schnell musste Zoey einsehen, dass ihre Frage an Grin, als es darum ging, was sie wohl als nächstes tun sollten, eher scheinbarer Natur gewesen war, denn sie durfte auf keine Antwort hoffen und erhielt auch keine. Zoey hatte wenig Lust sich in ein Schlachtgetümmel bzw. in ein Gemetzel zu werfen. Sie sah sich lieber in dem Thronsaal erstmal um. Hinten in der Ecke lagen lauter Leichen. Das waren also die Wachen gewesen, die hier irgendwie gefehlt hatten. Die Kultisten und vermutlich Saphenus waren also schon vor ihnen hier gewesen! Sie hatten die Frauen dann auch nicht befreit. Sie waren sicherlich geschützter, als wenn sie hier alle frei herum laufen würden!?

Ihr Blick blieb auf leer geräumten Ablagen und Sockeln haften. Ziemlich schmucklos dieser Thronsaal! Wo waren die Kostbarkeiten hin? Zoey durchquerte gereizt den Raum! Das war doch das, was sie zu finden gedachte! Wo war das ganze Zeug hin?! Hatten sich die Kultisten hier etwa längst bedient und alles schon geplündert und in ihre Taschen gestopft?! Ihr Herz begann bei dem unschönen Gedanken zu rasen und heftig zu pochen! Doch plötzlich sah sie lauter Taschen und sah etwas blitzen. Zoey ging hin. Sie sah, dass sie bis oben hin gefüllt waren. Sie musste sich hinunterbücken und sie erstmal durchwühlen. Es lag etwas Schmuck oben drauf. Nichts von wirklichem ideellen Wert, aber immerhin aus purem Gold und da ihr Meister nicht sehr reich wirkte, würde er es gut gebrauchen können, sollte er sich wirklich auf den Thron hiefen, denn dann würde er hier eine Menge Geld investieren müssen! Ok, vielleicht hatte er es auch nicht vor, doch Zoey hätte es gewiss getan und dennoch schätzte sie Saphenus als einen Mann mit Idealen und gewissen Wertvorstellungen ein. Daneben lag auch ein Haufen Gold, unachtsam daneben geworfen! Das konnte nur bedeuten, dass die Taschen mit Wertvollerem schon voll waren!? Neugierig gruben sich Zoey`s Finger durch den Schmuck. Dann fühlte sie etwas! Sie zog es heraus und hielt es fest umschlossen! Es leuchtete! Es leuchtete rot! Es war zwar ein Würfel, doch die goldene Inschrift ließ keinen Zweifel daran, dass es sich um ein Holocron der Sith handelte!


“Ein Holocron! Hier steht in Vor-Sith-Schrift: “Wissen ist Macht! Die dunkle Seite der Macht war mein vorgezeichneter Weg und meine Bestimmung!”,

rief sie freudig aufgebracht Grin zu. Der wusste damit nur nicht viel anzufangen und starrte lieber die hübschen seelenlosen Frauen an. Er hatte keine Ahnung! Sie stopfte das Holocron vorsichtshalber schnell in ihren Rucksack. Nicht, dass es doch noch in die falschen gierigen Hände der Kultisten geraten würde! Sie suchte weiter. Es gab viel Schrott darunter. Es sah schön aus, war auch wertvoll wie Gold, doch nichts, was einem machtvollen Artefakt auch nur nahe kam. Sie tastete die Stücke rasch mit der Macht ab. Eins strahlte ziemlich viel ab. Sie zog es aus der Tasche. Es war eine purpurne Statue auf einem Thron sitzend. Ganz klein und filigran. Zoey nahm auch diese an sich!

Plötzlich hörte Grin etwas und wollte nachsehen gehen. Zoey erhob sich sofort! Sie würde doch hier nicht alleine bleiben?!


Im Nebenraum bot sich ihnen nach dem Eintreten der Tür ein abscheuliches Bild! Drei Kultisten machten sich über drei von Ignavius`Frauen her! Zoey stockte der Atem! Ok, sie hatte selbst gerade eine Frau in den Tod geschubbst, doch das war Notwehr gewesen! Hier ging es gegen Frauen und sie spürte, dass ihr das deutlich missfiel! Diese Frauenverachtung im Imperium war eh schon schrecklich genug! Dennoch würde sich Zoey aus Angst vor gewaltsamen Auseinandersetzungen niemals auf die Kultisten stürzen und die Frauen aus deren gierigen schmierigen Pfoten befreien! Sie wusste, dass sie dafür noch zu unfähig war! Dennoch waren das hier keine Soldaten aus einer Armee, die viel versprechend und mächtig war! Allerdings so ein kleiner Machtstoß? Es juckte ihr in den Fingern! Doch Saphenus hatte sich klar ausgedrückt gehabt! Er wollte keine Rivalitäten und Auseinandersetzungen unter den Verbündeten dulden, die den Angriff gefährden könnte! Grin hielt den Blaster in der Hand und zielte auf die Leute und Zoey fürchtete einen Angriff seinerseits. Sie legte ihm rasch ihre Hand auf die Schulter und zog ihn aus dem Türrahmen weg. Zoey setzte ein missbilligendes Gesicht auf! Sie war gut mit Worten und das nutzte sie jetzt aus und hoffte, dass dies Wirkung genug zeigen würde:

"Saphenus braucht euch sofort beim Kampf! Mein Meister droht nicht wie ich, er straft sofort ab!"

Und ob das Wirkung zeigte! Es hatte einschüchternd gewirkt! Ihr Tonfall war perfekt dazu gewesen! Die Drei verzogen sich schleunigst. Grin fragte dämlich nach, ob die Frauen ihnen, den Kultisten, doch nicht gehören würden?

“Nein, Grin! Führe sie rüber und bringe die Frauen zu den Anderen!”,

befahl sie sanft. Er war so unwissend in manchen Dingen!

Kaum wieder drüben, schritt Lord Saphenus mit Talitha im Arm an ihnen vorbei und warf ihnen einen eindringlichen Blick zu, warum auch immer?! Zoey sah ihm nach. Talitha sah so dünn und leicht und zerbrechlich auf seinem Arm aus und war bewusstlos. Sie lebte zum Glück noch, doch die Frage war, wieviel Leben, wieviel Seele, wieviel von ihrem Ich noch übrig war!? Sie tat Zoey schon etwas leid. Dennoch plagte sie bei diesem Anblick auch etwas Eifersucht, auch wenn sie das nicht haben sollte, da sie mit ihrer Lage hätte nicht tauschen wollen! Die Sache war die, dass Zoey aber gerne im Mittelpunkt stand und das stand sie als Schülerin bei Saphenus nicht. Es war Talitha, die Saphenus` volle Aufmerksamkeit erhielt und dann kam erst irgendwann sie! Sie spielte die zweite, nein, hinter Avlan zur Zeit sogar erst die dritte Geige! Leider hatte sie Talitha nicht vor ihm gefunden gehabt. Sie hätte gezielter nach ihr suchen können! Sie hätte schneller sein müssen, schalt sie sich innerlich selbst! Saphenus übergab sie draußen an Lom Fey. Zoey stand in der Tür, sah hinaus und beobachtete das Treiben die ganze Zeit und wachte erst wieder auf, als die Beeska wieder abhob und Saphenus wieder zurückkam und ziemlich barsch befahl, ihm zu folgen. Grin und Zoey gehorchten. Hatten sie etwas falsch gemacht, lief nichts nach Plan oder machte er sich Sorgen um seine Talitha oder alles vereint oder weshalb war er so drauf? Sie hielt es deshalb für unpassend, ihm jetzt sofort von dem Gang hinter Ignavius`Thron zu erzählen. Warum sollte sie auch?! Da unten waren lauter gefährliche Tukata`s!

Sie kamen in Ignavius` Schlafgemach an. Es kam ihr leicht vertraut vor. Das Bettgestell, der Bettvorleger! Aus ihrer Vision! Sie fanden allerdings alles total verwüstet, aufgeschlitzt, durchsucht vor! Wie die Vandalen hatten Avlan und seine Leute hier gewütet! Typisch! Das war ja wohl nicht nötig gewesen!? Entgeistert starrte sie ihn und seine Leute an. Den Blick hätte sie sich aufsparen können, wenn sie geahnt hätte, was danach geschehen würde!

Man kann es eigentlich kaum in Worte fassen, die das wiedergeben, was dann passierte! Zoey war viel zu viel damit beschäftigt, sich zu fragen, was Avlan und seine Leute hier so emsig gesucht hatten und was Avlan nun um den Arm trug!? Ihr stach das Armband gleich ins Auge! War das etwa dieser Gehirngriller?! Hatte den sich etwa Avlan an Land gezogen? Wut stieg gerade in ihr hoch, als sich ihre Nackenhaare zu sträuben begannen und sie eine Furcht in sich aufziehen spürte, die ihr mehrere eisige Schauder über ihren Rücken laufen ließen, heftiges Magenrumoren verursachte und sie erstarren ließ. Sie warf einen verwirrten Blick zu Lord Saphenus, der unmittelbar neben ihr stand und der auch schon seine violette Klinge ausfahren ließ und das Selbe scheinbar spürte!? Sie tat es ihm sofort gleich und aktivierte einen Bruchteil später ihre Lichtschwertklinge in Scharlachrot und dann kamen die Monsterkreaturen aus der Hölle! Es war, als wäre der Höllenschlund aufgegangen! Zoey fuhr zusammen! Sie sahen so schaurig aus und kamen aus allen Ritzen! Überall öffnete sich hier und da ein Zugang zum Gemach! Wieviele Geheimtüren und -gänge besaß nur dieses verfluchte Gemach des Gouverneurs?! Der eine Kultist wurde von den Klauen eines Untoten durchbohrt! Zoey schrie auf! Saphenus enthauptete ihn, doch es ging auch kopflos! Mit umwickelter Darmschlinge bewegte sich das Ungetüm nun auf Saphenus zu. In wenigen Sekunden verwandelte sich alles in ein einziges Schlachtfeld! Diese Höllenbrut schien unverwüstlich! Zoey hielt zitternd ihr Schwert vor sich, Schweiß trat ihr aus allen Poren und sie hatte unglaubliche Angst! Fest umklammerte sie den Griff des Schwertes und es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis auch sie selbst sich verteidigen müsste! Dieser Raum war verflucht eng! Man konnte nirgendwohin ausweichen! Und schon war es soweit und ein Untoter kam auf sie zu, doch Grin sprang vor sie! Auf ihn war Verlass! Schnell ging ihr Verteidiger, ihr Leibwächter zu Boden. Zoey versuchte Grin zu helfen und stach mit ihrem Lichtschwert zu, als dieses Unwesen Grin beißen, verschlingen, was auch immer wollte!? Sie durchstieß das Wesen, doch es schien dem Wesen gleich zu sein und nicht zu beeinträchtigen! Dann kam durch den Boden aus dem Schacht eine weitere untote Person, um dem Untoten mit Grin zu helfen! Zoey schrie und schlug dem Ersten den Arm ab, obwohl es nichts brachte, doch man musste doch irgendwas tun?! Saphenus versuchte mit der Macht ein Wesen von Grin weg zu bekommen, doch plötzlich ging er in die Knie und spielte selber verrückt! Was war hier los? Was waren das für verfluchte Wesen? Wo kamen die her? Befehligte dieser Versoffene tatsächlich diese Armee? Zoey stach dem einen Wesen entschlossen ins Bein. Sie hatte Angst um Grin! Bestimmt würde es etwas nutzen, ihm in den Kopf zu stechen! ? Zoey tat es beherzt und stieß zu und ihr Lichtschwert kam am anderen Ende wieder raus, doch das Wesen wollte einfach nicht aus den Latschen kippen?! Wen wunderte es?! Wenn die sogar ohne Kopf weiter spazierten, als wäre nichts geschehen!? Es roch nur nach fauligem Blut, als wäre es von Eiter durchdrungen und nach Verwesung, wenn das schwarze Blut aus ihnen heraus sickerte! Sie half auch ihrem Meister! Beherzt schlug und stach sie mit ihrem Schwert zu und setzte sich tapfer zur Wehr! Saphenus konnte trotz seiner merkwürdigen Anwandlungen dem Zweiten von denen, die Grin zusetzten, noch einen Arm abschlagen. Dennoch stießen die Ungeheuer Grin ins Loch und er fiel in den Schacht! Zoey schrie und schrie vor Entsetzen. Und dann versuchten die Zwei sie zu packen! Zoey schlug mit dem Schwert um sich! Dennoch packte sie eins der Wesen am Bein und Eins am Arm und stießen sie hinterher! Zoey fiel klatschend und schreiend auf. Ihr Lichtschwert fiel ihr zum Glück aus der Hand und deaktivierte sich von selbst, sonst hätte sie sich noch selbst verletzt. Dennoch war es großer Mist! Sie brauchte es! War das ein Schmerz! Man konnte gar nicht sagen, wo, denn es schmerzte alles und sie war arg erschüttert worden! Sie hatte einen Bauchklatscher hingelegt! Sofort tastete sie panisch noch auf allen Vieren alles nach ihrem Lichtschwert ab und fand es glücklicherweise sofort, da es unweit von ihr lag und aktivierte es wieder! Sie ließ sich keine Zeit zum Verschnaufen oder wartete, dass der Schmerz nachließ, denn in dem Moment sprangen auch schon diese Kreaturen hinterher. Sie stand nicht einmal! Das ging alles so rasant schnell! Sie wurde am Arm gepackt und mit gezerrt!


Grin!”

Da war er. Er hatte sich schon aufgerappelt! Doch das zweite untote Wesen sprang ihn bereits an! Sie versuchte aufzustehen. Sie versuchte dabei mit ihrem Schwert zu zu schlagen, doch würde sich nur selbst verletzen. Sie machte sich schwer! Das Wesen griff um und packte sie nun am Schopf und zog sie an ihren Haaren rückwärts durch den Gang immer tiefer irgendwo hin!? Zoey versuchte mit ihren Füßen mitzulaufen, im Liegen bzw. halbsitzend, um den Zug an ihrer Kopfhaut zu verringern. Eine Hand griff hektisch nach oben zum Haar. Die andere Hand hielt mühsam das Schwert fest. Am liebsten hätte sie es losgelassen.

An einer Gabellung lag plötzlich eine blonde langhaarige Untote. Sie zog sich mit einem verbliebenen Beinstumpf und nur einem Arm den Gang entlang. Zoey erschrak und erschauderte und schrie auf und fragte sich, ob sie vielleicht schlief und nur einen Albtraum hatte!? Das war die Frau mit dem blonden langen Haaren gewesen, die sie geschubbst hatte, als die Tukata`s kamen! Sie erkannte sie! Sie trug Fetzen des Kleides in hellblau, allerdings besudelt von ihrem Blut! Sie hatte ein abgebissenes Ohr und einen Biss über der Augenbraue! Man konnte die Frau gar nicht ansehen! Teile ihres Gesichtes fehlten! Zoey schrie vor Schmerzen wegen des Schleifens an den Haaren, wegen des Gruselfaktors und wegen dem Gefühl, gleich den Verstand zu verlieren! Die Frau bewegte sich in Zeitlupe und sie ließen sie hinter sich! Die Archäologin wurde um die Ecke gezerrt. Beim Abbiegen war Zoey mit Grin auf einer Höhe. Er wurde an den Beinen gezogen und sein blutender Kopf wurde geschliffen. Aber, er war wie Zoey bei Bewusstsein! Hier wurde der Gang breiter und hier waren Säulen mit Spitzbögen, durch die sie durchgezerrt wurden.




Korriban, Ignavius`Residenz, Katakomben: Grin, Zoey und zwei untote Wächter
 
[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Geheimer Schacht] Avlan, Kerr

Mit Schwung rutschte Avlan den Schacht hinunter in die Dunkle, Schwarze, Finstere Tiefe. Nicht dass es wirklich schlau gewesen war hier runter zu steigen, aber sie hatten ja sonst keine Wahl gehabt zu entfliehen. Also besser das Problem an der Wurzel packen, statt sich mit den Früchten des Übels herum zu schlagen. Mit lautem Krachen wurde Avlan aus dem Schacht geworfen und fiel auf den Kalten Boden. Ihn hatte niemand aufgefangen, war er doch anscheinend zu weit in die Kurve gekommen und lag nun irgendwo im Dreck, neben Kerr. Unzufrieden stand er auf, und da aktivierte sich schon ein Lichtschwert in der Dunkelheit - es war Saphenus.

Mit einem Nicken sah er zu Kerr herüber und deutete ihm dass alles in Ordnung war, was dieser erwiderte. Es schien so als hätten sich die beiden auf Anhieb verstanden. War dass die Grundlage für eine langwierige Geschäftsbeziehung? Avlan überlegte dass er einen Handla..., Gehilfen, durchaus gut gebrauchen konnte. Vor allem bei so gefährlichen Aufträgen wie hier auf Korriban. Bevor er den Gedanken genauer erläutern konnte, fragte der Sith nach licht. Der Söldner verstand, sowas hatte er immer in seinen Einsätzen dabei. Er nahm eine Mini-Taschenlampe aus seiner Hosentasche, und klickte an seinen Helm an. Schon hatten sie relativ ausreichend Licht. Kurz darauf erklärte Saphenus ihm auch noch dass es etwas älteres und mächtigeres als Ignavius im Tempel gäbe. Etwas schlimmeres als der Gouverneur? Das konnte er kaum glauben, aber wenn der Sith es schon nannte...:"Wir halten euch den Rücken frei".

Zusammen gingen sie den Gang entlang, der hier wohl ihr einziger Ausweg zu sein schien. Dieser war überaus schlecht gebaut worden, denn mal wurde er höher, mal tiefer, dann wiederum breiter oder schmaler. Welcher Idiot hatte einen solchen Tunnel errichtet? Nach weiteren Metern gelangten sie letztlich sogar an eine Mauer. Der Sith prüfte die Wände, und erkannte dass die Mauer vor ihnen keine einfache Wand war, sie hielt etwas verborgen. Gerade als Avlan Sprengstoff anbieten wollte, riss er auch schon die Wand ein. Gut, so ging es schließlich auch. Zu gern hätte Avlan auch solche Machtkräfte mit denen er alles und jeden vernichten konnte, mit denen jeder seiner Rivalen ein niemand war... Immerhin hatte er noch sein Armband, dass zwar im Moment nicht mehr leuchtete, aber vor kurzem dafür gesorgt hatte dass ein Untoter nicht mehr aufstand. Sein Körper war immensen Stromstößen ausgesetzt worden, die von irgendeiner unbekannten Kraft gespeist wurden. Hing dass mit der Macht zusammen? Oder war es nur ein technischer Clou? Avlan kannte sich mit beidem nicht aus, es war ihm auch egal.

In dem relativ großen Raum befanden sich allerlei Gegenstände, die wohl alle nur dem Zweck der Folter zu dienen schienen. Die kleine Gruppe begab sich also durch den Raum um ihn vorsichtig zu untersuchen, was bei der stockenden Dunkelheit relativ schwer fiel. Kerr besaß überhaupt kein Licht, Saphenus nur dass schwache Schimmern seines violetten Lichtschwerts, und Avlan seine kleine Taschenlampe am Helm. Nicht wirklich vielversprechend, konnte doch aus jeder Ecke ein Untoter erscheinen. Langsam ging Avlan zu einem kleinen Tisch rüber, der wie eine Schalttafel aussah. Doch man wusste nie mit welchen Fallen solche Apparaturen ausgestattet sein konnten, also beschloss er behutsam vorzugehen. Er stellte sich vor die Tafel, und erstmal geschah nichts. Verschiedenste Knöpfe und Hebel befanden sich darauf, alle in einer Schrift die er nicht lesen konnte, selbst Kerr schien damit nichts anfangen zu können:"Ihr sprecht doch tag für tag eure Rituale in der Sprache oder nicht?", frage Avlan. Sein gegenüber zuckte nur mit den Schultern:"Heißt aber nicht dass jeder auch gleichzeitig weiß was das heißt".

Avlan beschloss seinem Instinkt zu vertrauen. Eine kleine Taste am Rande der Tafel war rötlich eingefärbt, und hatte ein Symbol, dass der Sonne recht ähnlich kam. Er drückte drauf, und schon gingen etliche Fackeln an welche den Raum erhellten. Avlan war dass Genie des Tages, er hatte dass Problem gelöst. Doch erst nun konnte man den genauen Umfang des Raumes erkennen: Stühle, auf denen Merkwürdige Apparaturen standen die man wohl über den Kopf stülpte, lange tische die auseinander gezogen werden konnten, oder große Särge mit Spitzen darin. Selbst für Avlans Verhältnisse war dass übertrieben. Er würde doch nur foltern weil er sich daraus Informationen erhoffte. Niemals würde er sich an den Schmerzen anderer Wesen erfreuen. Oder doch?

Plötzlich hörte man aus einem der Seitengänge schritte erklingen, Avlan zog sein Gewehr und zielte dorthin. Es erschien ein verloren aussehender Mann, der wohl nicht wusste wo er war und für den ersten Moment nichts sagte, er starrte die Gruppe nur an. Saphenus hatte ihn natürlich sofort erkannt, und betitelte ihn mit Ignavius. So schlimm sah der Mann aber gar nicht aus, wie Avlan befand. Sein Ruf eilte ihm zwar voraus, doch er sah noch relativ harmlos aus. Irgendwann war der Gouverneur auch bereit recht überrascht zu sprechen, als hätte er die Gruppe gerade eben erst entdeckt, obwohl er gefühlte Minuten schon da stand. Er wollte wohl Saphenus töten, genaueres konnte man seinen Worten nicht entnehmen.

"Lernt erstmal sprechen", rief ihm Avlan zu, und begann auch schon auf ihn zu schießen, selbst wenn er wusste dass dies nichts brachte. Wie erwartet konnte er alle Schüsse abwehren, trotz seines besoffenen Zustands. Doch dass war erst dass vorspiel für den ehemaligen Machthaber Korribans, denn er war bereits ein toter Mann. Langsam zog er sich nach hinten zurück, während Saphenus und Kerr ihre Schwerter bereit hielten. Die beiden müssten im Schwertkampf ihre Angriffe koordinieren lernen wenn sie ihn Angriffen, dort konnte Avlan ihnen nicht helfen. Er vertraute aber darauf dass die beiden Sith wussten was sie taten. Er würde ganz andere Pläne hegen, aus dem Hinterhalt kommen und Ignavius verletzen, ja vielleicht sogar töten. Er müsste ihm nur den Rücken zuwenden.

Für den ersten Angriff blieben die beiden Sith immer noch erst stehen. Anstatt anzugreifen unterhielt man sich noch über alles mögliche, was der Sinn dahinter war, nun es gab keinen, aber somit wirkte dass ganze dramatischer. Ähnlich wie in dem Holofilm den der Söldner einmal gesehen hatte, als der Vater dem Sohn die Hand abgehackt hatte um ihn dann zu fragen ob er vielleicht mit ihm sein würde. Welche ein quatsch. Die Realität sah natürlich ganz anders aus. Avlan hatte irgendwann dass ganze satt und warf eine scharfe Granate auf Ignavius. Diesmal sah er sie nicht sofort kommen, doch als sie explodierte nahm er kaum Schaden. Er wurde auf seinen Hintern geworfen und fluchte ein paar mal, aber mehr geschah da auch nicht. Diese Sith verhielten sich wahrhaftig wie Zauberer, nicht mal sterben wollten sie freiwillig!

Nun übernahm Saphenus seinen Part, und griff an, während Kerr ihm von der Seite aus folgte. Anscheinend wollten sie den Gouverneur von zwei Seiten aus angreifen, doch man sah die Schwierigkeiten sofort. Saphenus humpelte manchmal und war nicht so gelenkig wie er vorzugeben schien, und Kerr war einfach nicht erfahren genug um einen ausgebildeten Sith zu verletzen. Das Vibroschwert hielt zwar den Schlägen eines Lichtschwertes aus, doch wirklich gefährlich konnte er dem Mann nicht werden. Die beiden hätten ihre Fertigkeiten in einer Person fusionieren sollen, damit dies klappen würde. Doch vorerst würde daraus nichts werden. Avlan hingegen besaß kaum eine Chance auf Ignavius zu schießen, da sie sich alle drei duellierten könnte er Gefahr laufen einen seiner eigenen Leute zu treffen. Er überlegte was er tun könnte, ihm musste schnell etwas einfallen.

Er legte dass Gewehr ab und zog den Raketenwerfer vom Rücken. Würde er nun schießen, könnte er alle töten. Im schlimmsten Fall wären alle tot und nur Ignavius wäre am Leben, dann hätte er auf die Falsche Karte gesetzte. Er versuchte also Saphenus ein Zeichen zu geben den Gouverneur zu Isolieren, und er verstand auch nach ein paar Anläufen was zu tun war. Ihr Gegner müsste überrascht werden, ansonsten würde daraus nichts werden wie sie alle begriffen hatten. Der Mann war besoffen, und konnte sich wohl nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren, bedeutete also dass wenn sie ihn ausreichend ablenkten er nicht auch noch acht auf andere Dinge geben könnte. An sich taktisch klug überlegt, aber praktisch nur schwer umzusetzen.

Schwerter prallten aufeinander, mal fiel der eine, mal der andere, doch auch nach Minuten gab es keine Lösung, keinen der die Oberhand besaß - dann war Ignavius unachtsam. Saphenus nutzte seine ganze Macht und entließ einen solch kräftigen Machtstoß dass es den Gouverneur aus dem Stehen riss und mehrere meter nach hinten gegen die Wand warf. Es würde dauern bis er sich wieder aufrappeln würde, und hier kam Avlans Einsatz: Er visierte den Mann an und, war auch nach kurzem bereit zu schießen. Sein Finger berührte den Abzug und versuchte zuzudrücken, doch irgendwas hinderte ihn daran. Seine Konzentration löste sich langsam auf, und er versuchte es auch weiterhin, doch sein Finger rührte sich nicht. Es war wie als ob seine Hand taub gewesen wäre, und nicht mehr reagierte. Da erkannte er auch schon dass das Armband in einem tödlichen rot aufleuchtete, und wieder begann seinen Arm zu umschlingen. Der Druck war recht stark, und wieder verspürte er dass Kribbeln in seinen Finger als ob gleich immense Stromstöße seine Hand fluten würden. Der Werfer fiel ihm aus der Hand, und er versuchte wieder verzweifelt und zugleich Hoffnungslos das Armband zu entfernen. Hätte er sich dieses verdammte Souvenir doch niemals an den Arm geklemmt....

[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Folterkammer] Avlan, Kerr, Saphenus, Ignavius
 
[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Folterkammer] - Saphenus; Avlan; Kerr (NPC)

Vorsichtig setzte Saphenus einen Schritt vor den anderen während er seinen Blick durch den Raum schweifen ließ. Dieser Raum sah alt aus und die Folterinstrumente wirkten wie Relikte aus einer längst vergangenen Zeit. Viele von ihnen würden in einem Museum wohl Scharen an Touristen anlocken, die sich dann über die Grausamkeit der alten Sith empört zeigen konnten. Zum Glück verschwieg die imperiale Propaganda wie der Orden in der Moderne agierte. Das Alter dieses Raum war ein Sinnbild für ganz Korriban: von der Politik vernachlässigt, heruntergewirtschaftet, verloren und seines alten Glanzes beraubt. Korriban als Museum, das war wohl eine passende Metapher. Saphenus fasste sein Lichtschwert fester. Das würde er ändern. Er konnte sich noch gut daran erinnern wie er gezögert hatte als Janus und Voth bemerkten, dass er sich gut als Ignavius‘ Nachfolger eignen würde. Er war ihnen gegenüber misstrauisch gewesen, doch mehr und mehr erkannte er, dass jeder andere Sith besser für dieses Amt geeignet war als Ignavius, warum also nicht auch er? Die nächsten Stunden würden zeigen welchen Weg sein Schicksal nehmen würde, denn jeder Plan hatte Ignavius‘ Tod als Ausgangspunkt.

Der Zabrak erschrak als sich die Fackeln an den Wänden plötzlich erhellten. Blitzschnell drehte er sich um in der Annahme Ignavius vor sich zu sehen, doch noch gab es keine Spur von ihm. Stattdessen sah er Avlan, der an einer Konsole stand und warf ihm einen finsteren Blick zu. Der Söldner stellte seine Nerven unnötig auf die Probe. Doch zumindest nahm es der Situation etwas von ihrer Unwägbarkeit, niemand konnte mehr aus dem Schatten springen und sie überraschen. Nicht, dass er das von Ignavius angesichts seines Alkoholproblems erwartete. Erst jetzt wurde dem Zabrak bewusst wie viel Blut bereits in diesem Raum vergossen worden war: viele der Instrumente und Tische waren damit benetzt. Hier machte sich niemand die Mühe zu reinigen und umso mehr wurde Saphenus bewusst, dass man hier aus Spaß an der Freude folterte. Grimmig verdunkelte sich sein Gesicht bei dem Gedanken was Talitha wohl in diesem Tempel erlitten hatte. War sie ebenfalls hier unten gelandet oder hatte Ignavius sie einer anderen, spezielleren Behandlung unterzogen? Er dachte an den seelenlosen Gesichtsausdruck all der anderen Frau zurück und spürte wie es in seinem Magen zu rumoren begann.


Dann hörte er Schritte. Angespannt festigte er die Machtbarriere um sich herum, zog sich zurück und erhob sein Lichtschwert in einer defensiven Position. Er wagte es sich nicht einmal zu blinzeln, da trat Ignavius aus einem der Seitengänge in den Raum hinein. Der Gouverneur torkelte und gab ein jämmerliches Bild ab. Sofort erfüllte ein strenger Geruch nach Alkohol die Luft und ließ den Zabrak würgen. Der Mann stank als wäre er in einen Bottich correlianischen Ales gefallen. Nein, er stank als hätte er sein ganzes Leben in einem derartigen Bottich zugebracht. Den Körper mit Artefakten unterschiedlichster Natur behangen fiel es dem Sith schon schwer auf seinen eigenen Füßen zu stehen. Als er schließlich anfing zu sprechen, bekam er kaum die richtigen Wörter hinaus und stammelte vor sich hin. Saphenus fixierte den Sith und tastete dessen Aura in der Macht ab. Sofort zog er sich zurück als er spürte, dass sie völlig abstrus und verrückt war. Jedes der Artefakte hatte eine andere, einzigartige und grenzte sich deutlich von den anderen ab. Ignavius selbst schien in der Fülle dieser Artefakte unterzugehen. Vorsichtig trat Saphenus einen Schritt zurück. Seine Erfahrung mit derartigem Schmuck betrug gleich Null und er konnte absolut nicht einschätzen wie sie sich auf den Kampf auswirken würden. Doch jetzt gab es keinen Weg mehr zurück und am Ende würde nur noch einer von ihnen stehen.


Avlan ergriff die Initiative, sagte etwas und begann auf Ignavius zu schießen. Dem gelang es trotz seines Zustandes die Blasterschüsse mit bemerkenswerter Präzision abzuwehren. Saphenus beäugte jeden seiner Züge und obgleich er im ersten Moment verärgert darüber war, dass Avlan feuerte, realisierte er, dass er seinen Gegner kennen musste um ihn zu besiegen. Ihm wurde bewusst, dass er ihn trotz seines Alkoholkonsums nicht unterschätzen durfte. Zum Teil lag das aber auch an seiner eigenen Unerfahrenheit wie er schmerzlich erkannte. Tar waren kein Gegner, die einen die eigenen Kampfkünste verbessern ließen. Sie waren einfach nur lästig und in ihrer Menge gefährlich.


Kerr, der Kultist an Avlans Seite, stellte sich mit erhobenem Vibroschwert neben Saphenus. Man konnte die Macht in dem Mann spüren, auch wenn sie roh und in vielen Bereichen noch ungeformt war. „Ich freue mich, Euch wiederzusehen…Gouverneur!“, sagte Saphenus und spukte bei dem letzten Wort auf den Boden. „Dieser Moment war unausweichlich. Mit Eurem eigenen Verhalten habt Ihr Euch Euer Grab geschaufelt. Glaubt Ihr wirklich ich würde es dulden, dass Ihr mich demütigt? Dass Ihr meine Schülerin und meine Dienerin entführt und foltert? Dass Ihr dem Orden und dem Imperator höchstselbst Schande macht? Ihr seid es nicht wert Euch Sith zu schimpfen, Ihr seid nicht einmal die Luft wert, die Ihr atmet!“ Saphenus spürte, dass er begann sich in Rage zu reden. Abermals drängte sich ihm das Bild dieser abscheulichen Vision auf in der er Talitha und Ignavius eng umschlungen im Bett liegen sah. Doch bevor er seinen Zug machen konnte, war es abermals an Avlan die Initiative zu ergreifen. Eine Granate flog an dem Zabrak vorbei und landete direkt vor Ignavius‘ Füßen. Instinktiv ließ sich Saphenus nach hinten fallen, spürte aber dennoch wie die Druckwelle der Explosion drohte ihn von den Füßen zu reißen. Die Zeit zum Reden vorbei. Saphenus sprang nach vorne, dicht gefolgt von Kerr. Mit fauchendem Lichtschwert drosch er auf Ignavius ein und versuchte sich gleichzeitig auf seinen Zorn aber auch auf seine Ausbildung zu besinnen. Er durfte sich keinen Fehler in seiner Schwertführung erlauben. Dennoch wurde ihm schnell bewusst, dass er diesen Kampf so nicht gewonnen konnte. Die Prothese schnitt ihm immer enger ins Fleisch während der Schmerz stärker wurde. Zwar konnte die Prothese normale Bewegungen gut unterstützen, wurden sie jedoch von der Macht verstärkt oder aber überschritten die Belastung einen bestimmten Wert, begann sie nachzugeben. Die Unsicherheit in seinem Stand gab Ignavius genug Chancen sich zu wehren und ihn gleichzeitig zurückzudrängen während Kerr zwar alles gab, was er konnte, einem ausgebildeten Sith aber noch lange nicht das Wasser reichen konnte. Zumindest eignete er sich als Ablenkung um zumindest einen Teil von Ignavius‘ versoffener Aufmerksamkeit zu binden.


Schweiß bildete sich auf Saphenus‘ Körper und schnell klebte die Kleidung auf seiner Haut. Immer wieder schlug er auf Ignavius ein, dem es jedoch immer gelang die Schläge zu parieren und sie gleichzeitig erwiderte. Einmal spürte er dessen feuerrote Klinge gefährlich nahe an seinem Gesicht, dann an seinem Hals und schließlich schnitt sie sogar oberflächlich an seinem Oberarm vorbei. Genau an der Stelle, an der er schon von einem Blasterschuss während der Benefizgala verwundet worden war. Er biss die Zähne aufeinander und knurrte. Speichel floss ihm ungeniert das Kinn herunter. Aus dem Augenwinkel konnte er sehen wie Avlan einen Raketenwerfer schulterte und in ihre Richtung zielte. Panik stieg in ihm auf. Hatte er sich letzten Endes doch in dem Söldner getäuscht und der nutzte nun die Chance sie alle mit einem einzigen Schuss zu töten? Hass stieg in ihm auf, den er auf den Söldner geschleudert hätte stünde Ignavius nicht direkt vor ihm. Dann jedoch bemerkte er, dass Avlan zögerte und ihm wurde bewusst, dass sie den Gouverneur isolieren mussten. Plötzlich war er froh ihn an seiner Seite zu haben, auch wenn dieses kleine positive Gefühl im Sturz seiner negativen Emotionen unterging. Schon nach wenigen Minuten des Lichtschwertkampfes spürte Saphenus wie sein rechter Arm schwächer wurde und dass seine Schläge nicht mehr so viel Kraft hatten wie am Anfang. Seine verkümmerten Muskeln waren nicht in der Lage dieses Tempo auf längere Zeit zu halten während Ignavius durch seine Trunkenheit unberechenbar war, zumindest für ihn. Plötzlich fühlte er sich als bekäme er Platzangst. Ignavius und Kerr waren beide dicht neben ihm, er spürte die Hitze der beiden Lichtschwerter und das Geräusch des Vibroschwertes. Die Schritte, die von den Wänden widerhallten wurden immer lauter während seine Sicht verschwamm. Er musste Luft holen. Er sammelte die Macht in seiner Hand und mit einem panisch-wütenden Schrei entließ er sie auf Ignavius. „Stirb, du beschissenes, versoffenes Scheusal.“, dachte er noch während Ignavius durch die Luft flog und gegen eine Wand prallte. Hektisch sah Saphenus zu Avlan, doch dessen Raketenwerfer lag nutzlos vor ihm auf den Boden während der Söldner auf rot leuchtendes Armband an seiner Hand starrte. „Was zur…“, ging dem Zabrak noch durch den Kopf, dann sprang er mit einem Satz zu ihm und knickte bei der Landung fast weg. Seine Prothese war überfordert, mittlerweile schnitt sie so tief in sein Fleisch, dass der Stoff an seinem Bein wegen des Blutes nass wurde. Für eine Sekunde unentschlossen sah Saphenus zwischen Raketenwerfer und Armband hin und her, konzentrierte sich dann aber trotz seiner Gefühle auf das Armband und griff danach. Was folgte war ein Stromstoß, der seinen ganzen Körper durchschüttelte bis er es ruckartig wieder losließ. Sein Auge weitete sich, unzählige Fragen rasten durch seinen Kopf und Panik stieg in ihm auf. Was ging hier vor. Wahnwitzig traf er die nächste fatale Entscheidung und griff nach dem Raketenwerfer, spürte aber schon wie er in die Luft gehoben wurde bevor er die Waffe anfassen konnte. Seine Kehle schnürte sich zu und sein Blick richtete sich auf Ignavius, der mit der Spitze seines Lichtschwertes auf ihn zeigte und betrunken-überheblich grinste. Hektisch griff Saphenus mit seiner freien Hand nach seiner Kehle während sich seine rechte Hand drohte zu öffnen um ihn zu entwaffnen. So durfte dieser Kampf nicht enden, er war es doch, der siegen musste. Er keuchte und ächzte, dann zwang er sich dazu sich zu beruhigen. Er durfte nicht in Panik verfallen, er musste denken! Er schloss sein Auge und fokussierte sich. Kerr war durch einen Stoß quer durch den Raum befördert worden und kam langsam wieder auf die Beine. Es dauerte einige Sekunden bis es ihm gelang seine Benommenheit abzuschütteln, dann griff er wieder an. Den Moment nutzte Saphenus. Er entließ eine Machtwelle, die sich kreisförmig von ihm ausbreitete und Ignavius zumindest so weit störte, dass er losließ. Nach Luft schnappend fiel Saphenus auf den Boden, gleichzeitig schoss ein gnadenloser Schmerz durch sein Bein. Doch es blieb keine Zeit. Mit zusammengebissenen Zähnen zwang er sich zurück auf die Beine und zog Stärke aus seinem Schmerz. Er versank in der Macht und griff nach den scharfen Messern und Folterinstrumenten, die neben ihm auf verschiedenen Tischen lagen. Sie erhoben sich in die Luft und rasten auf Ignavius zu, bereit ihn zu durchstoßen. Saphenus feuerte eine nächsten Machststoß ab. Er würde hier nicht sterben!


[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Folterkammer] - Saphenus; Avlan; Ignavius (NPC); Kerr (NPC)
 
Mit einer Illusion kann keiner befreundet sein.
{[()]}-- Korriban--Tal der dunklen Lords--Ignavius Residenz--Irgendwo--Zoey und Grin; zwei untote Wächter (NPCs) --{[()]}

Was. Ein. Chaos. Überall waren Beine und Arme, Füße und Hände, Köpfe, Rücken, hier ein Robe, dort ein Mantel und all das durch eine tiefe Schwärze umhüllt, allem gleichgültig gegenüber. Eigentlich tat Grin alles weh, doch Knie und Hände besonders. Irgendwie hatte er es durch Glück und ein wenig Geschick geschafft nirgendwo ernsthaft gegen zu prallen oder aufzuschlagen, doch man fiel nicht aus solch einer Höhe und kam ohne jede Verletzung davon. Blind tastete er sich voran, fand jedoch anfangs nichts. Erst als ein weiterer Körper folgte, wusste er wohin er sich richten musste. Das Lichtschwert von Zoey wurde wieder aktiviert, offenbarte jedoch nur einen schier unbesiegbaren Schrecken. Grin sah ihn noch kommen, schaffte es aber nicht mehr auszuweichen, ja nicht einmal mehr seine Arme zu heben. Die Kreatur sprang ihn wie ein tollwütiger Hund an, warf ihn zu Boden und schaffte es dabei auch alle Gliedmaßen zu blockieren. Der Gestank von Fäulnis war derart intensiv, das sein Magen bereits nach einem Atemzug mit den Vorbereitungen für die nach oben gerichtete Entleerung begann. So weit kam es aber nicht, denn das Wesen zog sich zurück, nur um ihn an dem rechten Fuß zu packen und hinter sich her zu schleifen. Zoeys Schwert hatte sich inzwischen wieder abgeschaltet, doch selbst ohne es gab es in der Ferne noch genug Licht. Durch dieses sah Grin das beide Wächter, sein eigener und der, der Zoey an den Haaren gepackt hatte, nur noch einen Arm besaßen und ihre Körper schon ziemlich kaputt aussahen. Dieses Bild half dem jungen Maskierten Hoffnung zu schöpfen und sich zu wehren. Der Wächter nahm keinerlei Rücksicht, denn er übte auf seinen Knöchel einen Druck aus, als wolle er ihn zerquetschen. Diese Tatsache in Kombination mit seinen ruppigen Art und den plötzlichen Richtungswechsel machte es ihm schwer das andere Bein anzuwinkeln und dann mit aller Kraft auf die Hand des Wächters zu treten. Bis sie schließlich an einer Kreuzung ankamen, wo eine der bemitleidenswerten Kreaturen ihren Weg kreuzte, hatte er nur zwei mal zutreten können und damit nichts erreicht. Einmal hatte er auch versucht sich an eine der Vorsprünge festzukrallen, doch gegen die Kraft des Untoten kam er nicht an. Schlimmer noch, jetzt blutete drei seiner Fingerkuppen der linken Hand, was es sicherlich nicht leichter machen würde. Schlimmer aber noch war das auch Zoey gefangen genommen worden war. Das durfte und konnte Grin nicht so einfach hinnehmen!


Als nächstes wollte Grin sich aufbäumen, also während er über dem Boden geschliffen wurde den Bauch anspannen und zu seinen Füßen langen, doch in dem Augenblick fiel sein Blick auf Zoeys Lichtschwert. Sie war noch nicht so weit wie der Meister und alles andere als ein Kämpfer, weshalb ihr der naheliegende nächste Schritt nicht einfiel. Er nahm es ihr nicht übel und wollte mangels sprachlicher Fähigkeiten auch nicht diskutieren, deshalb winkte er übertrieben stark mit den Armen und wartete bis sie ihn ansah. Er befürchtete die Wächter auf seinen Plan aufmerksam zu machen, weshalb er gar nichts sagte. Als sich ihre Blicke trafen, deutete er zuerst auf ihr Schwert, hob dann seine eigene Hand an und tat so als würde er mit dem Schwert rum fuchteln. Dann noch eine Geste, das sie es ihm geben sollte und dann konnte er eigentlich nur noch hoffen. Fackeln gab es nur wenige und all dieses herumfuchteln kostet ganz schön Kraft, vor allem da er währenddessen den Bauch angespannt lassen musste. Doch Zoey verstand nicht nur, sondern war auch bereit ohne jede Diskussion zu tun was er wollte. Sie warf es einfach und da sich ihre Köpfe höchstens drei Meter auseinander befanden, schaffte er es auch die Waffe zu fangen. Schnell drehte er die Waffe richtig herum, fummelte dann an dem Griff um den Aktivator zu finden und als er schließlich bereit war, aktiviert er sie nicht etwa und schwang sie, sondern richtete die Öffnung einfach direkt auf die Hand aus. In diesem Augenblick machte der Untote aber ein paar Ausfallschritte, also wartete Grin noch einen Moment, doch dann war es soweit. Freie Bahn sozusagen. Er drückte den Aktivator und die scharlachrote Klinge schoss aus dem Griff. Sie brannte sich ohne spürbaren Widerstand durch das eh schon verfaulte Handgelenk und trennte es einfach ab. Der Wächter drehte sich natürlich sofort um, nun jedoch nur noch mit einem Arm bewaffnet und dem fehlte die Hand. Das wars also mit erwürgen, dachte Grin nicht ganz ohne Schadenfreude. Das Biest warf sich auf ihn, doch Grin rollte zur linken Seite weg, rappelte sich auf und rannte ohne „seinen“ Wächter zu beachten auf den von Zoey zu. Der zog sie nämlich einfach weiter. Als der maskierte Mensch jedoch in seine Nähe kam, ließ er einfach los, drehte sich um und schlug nach ihm. Der Schlag sollte sein Gesicht treffen, doch Grin hob einfach das Schwert. Anstatt sich nun aber ebenfalls die Hand abtrennen zu lassen, zog der Wächter sich kurz zurück, ging dann in die Hocke und sprang dann mit unmenschlicher Kraft auf Grin zu. Da all das höchstens eine Sekunde gedauert hatte und er mit dem Schwert kaum umgehen konnte, schaffte er es nicht mehr auszuweichen und wurde erneut zu Boden gerungen. Dabei wurde ihm auch das Schwert aus der Hand geprellt, weshalb er im nächsten Augenblick beide Unterarme gegen den Hals des Wächters pressen musste, denn dieser schien sein eingefallenes Gesicht auf seines legen zu wollen. Zähne besaß er ohnehin nicht mehr, doch allein schon diesen fauligen Schleim auf oder gar in der Nase und im Mund haben zu müssen, ließ Grin ungeahnte Kräfte entwickeln. Kräfte die nicht mobilisiert werden konnten, denn grade als er dachte er könne es schaffen, traf ihn etwas derart heftig am Hinterkopf, dass ihm schwarz vor Augen wurde.


Als nächstes bekam Grin mit wie er stand, nein, wie er hing. Sein Körper befand sich in der Senkrechten, doch die Füße berührten den Boden nicht und er konnte nichts sehen. Konnte deshalb nichts sehen, weil er das Auge nicht so recht aufbekam. Das Rechte war noch immer abgedichtet, doch das linke von einer leicht klebrigen Substanz verschlossen worden. Weil die Schmerzen im Kopf mit denen in seinen Händen konkurrierten, gab Grin es schließlich auf und ließ das Auge vorerst zu. Der Raum schien ohnehin ziemlich dunkel zu sein, denn selbst hinter den Lider konnte er keinen noch so schwachen Schein ausmachen. Doch was hörte er? Und was noch wichtiger war: Wo befand sich Zoey?


… mach dir keine Sorgen …

Irritiert runzelte Grin die Stirn. Was … war das denn gewesen? Die Stimme hatte sich wie seine eigene angehört, doch er hatte gar nicht gesprochen oder diese Worte gedacht!

… ihr geht es gut … willst du zu ihr?

Grin bejahte es, wobei er es erst sagen wollte, als er jedoch merkte das auch sein Mund verschlossen worden war, dachte er es laut.

… du darfst zu ihr … aber sei brav … dann … hehe …

Was dann, wollte er wissen, doch sein zweites Ich blieb ihm die Antwort schuldig. Stattdessen spürte er wie an seinem Rücken etwas riss und plötzlich gab es wieder Boden unter seinen Füßen. Hände, die vermutlich den Untoten gehörten, packten ihn an den Oberarmen und zerrten ihn nach rechts, nur ein paar Meter weiter schon wieder nach links, dann zwanzig oder dreißig Meter geradeaus und schließlich wieder nach rechts. Dort ließ man ihn los und wohl auch alleine, denn der bestialische Gestank, welchen sie mit sich herum schleppten, schien förmlich an ihnen zu hängen. Oder kam nicht gegen das an, was er hier roch. Es … war es brennendes Holz? Holz mit … Aroma? Einem fruchtigen … irgendwie. Die Fäulnis hing noch zum Teil in der Luft, weshalb Grin es nicht sagen konnte. Nun da er aber stand und auch seine schmerzenden Hände nutzen konnte, betastete er seinen Mund. Ein leicht feuchtes und schwammiges Etwas hatte sich über diesen gelegt und als er nun seine Fingernägel einsetzte, ließ es sich ziemlich leicht entfernen. Und da fiel es ihm auch ein. Es war zum Teil getrocknetes Blut! Seine Fingerkuppen tasteten den Rest auch noch ab, sodass er es auch aus und um sein Auge herum entfernen konnte. Und nun war auch klar wieso sein Kopf so schmerze und sich die Haare an einer Stelle so merkwürdig anfühlten. Als er das Auge öffnen konnte, interessierten ihn seine eigenen Wunden jedoch nicht mehr. Stattdessen starrte er Zoey an, welche vor ihm auf eine Art erhöhten Podest lag. Der Raum selber war quadratisch, besaß nur einen Eingang – vor dem auch noch die beiden Wächter standen und ihrem Job nachgingen, nämlich Wache halten -, und die gar nicht mal so hohe Decke wurde von vier schmalen Säulen getragen. Zwei Feuerschalen, etwa mittig an den Wänden rechts und links aufgestellt, sorgten für diesen angenehmen Geruch. Wände, Boden, Decke, Säulen und das Podest waren über und über mit Runen verziert worden. Symbole, die Grin gar nichts sagten. Zoey schien es gut zu gehen, nur das sie zu schlafen schien oder ohnmächtig war. Äußerlich verletzt war sie nicht, sah man mal von unzähligen Schürfwunden, blauen Flecken und sonstigen Kratzern ab. Aber die hatte auch er und er spürte sie schon gar nicht mehr. Andererseits trug sie noch ihre Robe, also mochte darunter wer weiß welche Verletzung darauf warten behandelt zu werden. Aber sie war wenigstens nicht blutdurchtränkt und als Grin sich kurz umsah, bemerkte er auch nirgendwo Blut. Weder auf dem Boden, noch an den Wächtern.

… ich weiß um deine Sehnsucht nach ihr …

Da, wieder diese Stimme. Grins Blick wanderte zu den Wächtern, doch die rührten sich nicht und irgendwie bezweifelte er das sie sprechen konnte. Vor allem nicht mit seiner Stimme.

… möchtest du sie besitzen? Soll … sie dein sein?... ich kann es möglich machen …

Nun, da Grin in seinen Gedanken antworten durfte, konnte er seine Sätze sehr viel schneller zusammensetzen. Doch selbst wenn nicht, er kannte die richtige Antwort:
„Ich kann sie nicht besitzen. Wenn sie nicht möchte, dann kann sie nicht mein sein. Ich bin nicht wie diese Kultisten.“

… aber sie möchte nicht … willst du sie dann nur auf Ewig anschauen? … das ergibt doch keinen Sinn... ich kann dafür Sorge tragen, dass sie möchte …

„Das wäre nicht dasselbe. Ohne freien Willen ist sie nur wie eine deiner Untoten. So etwas will ich nicht.“


Grin schaute auf Zoey herab. Sie war doch sein Schützling. Er wollte sie beschützen und nicht wie eine dieser angeketteten Sklaven behandeln müssen. Würde diese Stimme nun tun was sie anbot, es wäre so als hätten sich zu seiner Zeit als Arenakämpfer die Gegner eigenständig die Arme abgehackt und sich dann von ihm besiegen lassen. Solch ein Sieg besaß keinen Wert. Wenn dann wollte er sie erobern, so wie es die Männer in den Holofilmen immer tun.

… dann wird sie also sterben …

„Was? Nein. Das lasse ich nicht zu.“

… du kannst gar nichts bestimmen. Ihr wärt schon tot wenn ich wollte … also … komm … nimm das Geschenk an …

„Niemals!“

Als hätte das Wort einen Schalter umgelegt, durchschossen ihn plötzlich Schmerzen. Es war als würde sein Blut plötzlich Schmerzen verursachen, so allumfassend war er. Seine Beine knickten ein, woraufhin er stolperte und mit dem Kopf voran Richtung Podest fiel. Den Aufprall konnte er gerade noch verhindern, fiel danach aber rücklings auf den Boden und blieb dort wie in Schockstarre liegen. Alles schmerzte, doch schreien konnte er nicht! Seine Lungen füllten sich nicht mehr, das Auge starrte regungslos in die Luft. Es war, als hätte er die Kontrolle verloren.


… man lehnt meine Geschenke nicht ab … nun, dann lassen wir sie entscheiden …

Grin war so gefallen, das er direkt auf Zoey schauen konnte. Die erhob sich nun und wurde von dem Feuer auf eine Weise angestrahlt, das man ihr Gesicht ziemlich gut erkennen konnte. Und in diesem gab es keine Regung. Als wäre auch sie übernommen worden, stand sie nun auf und wie Grin feststellen musste, hatte sie ihr Lichtschwert noch. Sie hielt es in ihrer rechten Hand, kam damit auf ihn zu und blieb breitbeinig über ihm stehen. Sie brauchte das Schwert nur zu aktivieren und einmal kreisen zu lassen und schon wäre er auf Hüfthöhe zerteilt worden. Bewegen konnte sich der Maskierte nicht und selbst einfachste Gedanken wurden von den peinigenden Wogen hinweggespült. Er konnte nur starren und hoffen … war das ein Zucken in ihrer linken Wange gewesen?


{[()]}-- Korriban--Tal der dunklen Lords--Ignavius Residenz--Irgendwo--Zoey und Grin; zwei untote Wächter (NPCs) --{[()]}
 
::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: In der Nähe einer Folterkammer ::: Saphenus, Ignavius (NPC) und ein paar verschwommene Gestalten (Avlan und Co.) :::::

Was ein Kampf. Leider viel zu weit von seiner Kammer entfernt, bekämpften sich ein Säufer, ein Krüppel, ein niederer Machtnutzer und ein normaler Mensch mit klebrigen Fingern. Drei gegen einen und doch schienen die Verhältnisse ausgeglichen. Vasir besaß leider keinen Diener in der Nähe, durch dessen Augen und Ohren er hätte schauen und hören können, doch seine selbst nach dem Tod noch aktiven Machtsinne kompensierten so einiges. Er konnte Lebenszeichen erkennen und wenn er genug interpretierte und seine Vorstellungskraft bemühte, konnte er sich sogar vorstellen wie sie schwitzten, bluteten und stöhnten. Was er nicht sehen konnte waren Blasterprojektile und Waffen, weshalb die Bewegungen des Diebes einer gewissen Komik nicht entbehrten, sah es doch so aus als würde er wie ein Kind mit imaginären Waffen imaginäre Geschosse auf Ignavius abfeuern. Auch die Waffen der drei Schwertschwinger waren unsichtbar, also sah ihr merkwürdiger Kampf auch nicht ästhetischer aus. Vor allem deshalb nicht, weil keiner von den Trotteln mit einem Schwert umgehen konnte. Vasir war alles andere als ein Schwertmeister und hatte nie an vorderster Front gestanden und doch erfreute er sich an solcherlei Spektakel. Das Quartett hingegen … nun ja, eine Prügelei zwischen Kleinkindern sah vermutlich ähnlich aus. Ignavius war zu besoffen und der Iridonianer und der niedere Machtnutzer zu unerfahren um effektgeladene Techniken einzusetzen und der Dieb, nun ja … der Dieb … er war ganz schön mutig gewesen als er sich SEIN Armreif genommen und sogar angelegt hatte. Der Großteil der hier im Tempel befindlichen Artefakte stammte von anderen Gräbern und Tempeln, manche sogar von anderen Planeten. Aber einige waren dann eben doch sein, wobei dieses Armreif nur über Umwege wieder hierher zurückgekehrt war. Ignavius der schwachsinnige Blinde hatte nicht einmal gewusst was er da von seinen Reisen mitgebracht hatte. Leider war er bei all dem Schmuck, welchen er besaß und auch trug, nie auf die Idee gekommen dieses hübsche Teil anzulegen. Der Grund war aber offensichtlich: Er trug die Halskette von Bemjahl, einem Rivalen von Vasir. Selbst ihre geschaffenen und mit der Macht der dunklen Seite beseelten Artefakten stießen sich ab. Beide gleichzeitig tragen war kaum möglich, wollte man am Leben bleiben. Und nun trug dieser Dieb es und hatte schon einigen Schaden anrichten können. Sollte er es jedoch überleben, dann war es das wert gewesen. Zeit diesen öden Konflikt ein paar neuen Facetten zu verpassen.

Willensstarke Seelen zu manipulieren war schwer, denn ihr Geist war gefestigt und nicht selten kannten sie die Macht gut genug um es mitzubekommen wenn man auf sie einwirkte. Und wenn sie allein das schon konnten, wurde es schon schwieriger. Doch Vasir hatte hier nicht nur den Heimvorteil – einen Vorteil den er zwingend brauchte, wollte er wen manipulieren -, sondern noch einen weiteren Pluspunkt auf seiner Seite. Der Dieb war quasi mit ihm verbunden. Ihm konnte er nicht einfach nur im Kopf herum spuken und dort eine zweite Gedankenstimme spielen, sondern ihm tatsächlich Dinge einflüstern. Doch zuerst eine kleine Ablenkung, damit er das Eindringen in seinen Geist nicht bemerkte. Schmerzen eigneten sich dafür recht gut, also aktivierte Vasir das Armband einfach mit einem simplen Gedanken. So gesehen waren seine Artefakte selbst jetzt noch nichts weiter als Körperteile, die er so leicht steuern konnte wie vor seinem Tod Arme und Beine. Zumindest war das der Plan, doch schon bei dem ersten Einsatz hatte der Jen'ari gemerkt, dass der Armreif manipuliert worden war. Irgendjemand sehr intelligentes hatte das Schmuckstück, welches eigentlich für Folter und Versklavung gedacht war, zu einer Art Waffe umfunktioniert. Ignavius war zu dämlich dafür, doch Grabräuber hatten es entwendet und auf einen anderen Planeten gebracht. Jetzt funktionierte es anders, lenkte den Dieb aber um Grunde dennoch ab. Anders als gedacht und gewünscht, aber immerhin. Und dann kam dieser dumme Iridonianer und wollte sich einmischen. Das Armband wusste jedoch damit umzugehen, denn es „verteidigte“ sich von selbst. Weiter brauchte sich Vasir nicht um den Gehörnten kümmern, denn Ignavius hatte seinen fetten, nutzlosen Arsch hochbekommen und tat endlich mal etwas. Und während die drei Schwertschwinger kämpften, vollendete der ätherische Jen'ari seine Infiltration. Selbst hier im Tempel konnte er weder Gedanken lesen, noch diese irgendwie visualisieren. Dafür konnte er aber – und das gar nicht mal so schlecht – den Wirt dazu zwingen an etwas bestimmtes zu denken. Gleichzeitig erschuf er ein auf diese Person begrenztes Machtfeld, welches den Übergang erleichtern sollte. Im Augenblick stand der Dieb in einem Tunnel und hatte vor sich drei Machtnutzer mit ihren Schwertern und Machttechniken. Um ihn nun so flüssig wie möglich in eine andere Sphäre gleiten zu lassen, musste Vasir alle Register ziehen. So wurde der beengte Gang nicht plötzlich ersetzt, sondern verschwamm langsam, während sich die Temperatur ebenso änderte wie sonst alles was er spüren konnte. Was er sah, konnte Vasir unmöglich sagen, doch wenn er raten müsste, dann hatte es entweder etwas mit Reichtum oder dem Militär zu tun. Durch Ignavius wusste er das der Mann mit den klebrigen Händen einen mandalorianischen Helm trug. Er war außerdem ein Mensch, aber deshalb nicht zwangsläufig ein Mandalorianer. Das war aber gar nicht mal so wichtig. Falls er an deren Ausrüstung interessiert war, konnte es also durchaus sein das er nun die strahlende Rüstung eines Mandalore sah. Dicke Panzerung, fette Waffen, vielleicht eine Armee dahinter. Was auch immer. Er sah nun das was er sich wünschte und Vasir verknüpfte diesen Wunsch mit einer Erkenntnis. Erstens: Er musste diesen Ort lebend verlassen können. Eine einfache Eingebung, denn daran hatte er selbstverständlich schon von sich aus gedacht. Doch der Jen'ari sponn diesen Gedanken weiter. Der Iridonianer war ein Sith und Sith waren notorische Verräter und Lügner. Auch daran hatte der Dieb schon gedacht, das konnte Vasir spüren. Es war fast schon zu einfach. Gleichzeitig spürte der Sith Geist jedoch auch den Widerstand wachsen. Das Unterbewusstsein hatte Vasir bemerkt und rüstete sich bereits, doch noch war es das Bewusstsein das den Raketenwerfer aufheben und die Rakete auf das Trio abfeuern konnte. Vasir beschleunigte sein Tun. Der erste Schritt war getan und nun wurde die zweite Erkenntnis eingetrichtert: Um Korriban verlassen zu können, brauchte er alle Artefakte, denn nur so konnte er sich vor dem Geist in diesem Tempel schützen. Also durfte der Schuss nicht primär Ignavius gelten, sondern eher dem Iridonianer. Kaum war dieser Gedanke injiziert, spürte Vasir wie er hinausgedrängt wurde. Kurz bevor er die Verbindung dann trennte, sodass das Bewusstsein des Diebes ihn nicht bemerkte – was all seine Bemühungen zunichte gemacht hätte – hinterließ er noch ein paar Gedankenfetzen. Diese drehten sich um Schatzkammern und einen Schlüssel, welchen nur Ignavius besaß.


Nur Sekunden später – der Iridonianer hatte gerade einen weiteren Machtstoß auf Ignavius abgefeuert – zeigte der kleine Geistestrick Wirkung. Das Armband schwieg wieder, sodass der Dieb die schwere Waffe aufheben und auf seinen Verbündeten richten konnte. Nun kam der kritische Moment. Das Bedürfnis auf seinen Kameraden zu feuern hing nur an einem seidenen Faden und dieser brannte bereits lichterloh. Sollte der Zabrak sich einmischen, ihn auch nur kurzzeitig aufhalten, der willensstarke Dieb wäre wieder bei klarem Verstand. Oh ja, den Mann wollte Vasir in seinem Arsenal haben!




Diese miesen, dreckigen, inzestuösen Kröten! Wie konnten sie es wagen ihn gleich zu dritt zu attackieren! Waren ihre Schwänze so verkümmert wie ihr Mut? Keine Eier, kein Arsch in der Hose? Weicheier, Waschlappen, Schlappschwänze. Ihre Feigheit wurde nur noch von ihrer Unfähigkeit übertroffen. Ignavius war wahrhaft ein Meister im Lichtschwertkampf und allen bekannten und vielen unbekannten Machttechniken. Wie er sie umtanzte, ihre Kinderhiebe abwehrte oder ihnen auswich, es war schon ein Trauerspiel. Gerade eben war er den Wurfgeschossen des Verräters spielend leicht ausgewichen und hatte den Machtstoß negiert. Die Macht die er aus den Artefakten beziehen konnte war schier grenzenlos und wurde lediglich durch dieses verdammte Korriban übertroffen, welches derart in Schieflage geraten war und sich nicht entscheiden konnte wohin es die Gebäude ausrichten sollte, dass Ignavius selber kaum dazu kam anzugreifen. Wenn er es tat, dann war es selbstverständlich legendär und unausweichbar. Eigentlich spielte er ja nur mit ihnen und nun wo sich der Mandalorianer zurückgezogen hatte, war es noch einfacher. Just in diesem Augenblick wagte der andere Typ, dieser Kultist, einen Angriff. Zugegeben, eine Vibroklinge mit gleich drei Schneiden, die sich alle so schnell bewegten das sie verschwammen, war schon ziemlich cool, aber der Typ war zu langsam und traf gar nichts. Dennoch ließ er ihn nah herankommen, streckte dann lässig die Hand aus und verpasste ihm eine Ohrfeige. Patsch machte es und der Hüne stolperte zurück. Was eine Pussy. Mister Ich-krieche-Sturn-gern-in-den-Arsch schien diese kurze Ablenkung ausnutzen und ihn ebenfalls angreifen zu wollen, doch diesen Gegner ließ er dann doch lieber nicht zu nahe an sich heran. Ein Auge, verkrüppeltes Bein, bis auf die Knochen abgemagert. Ob er nun noch lebte oder nicht, solcherlei Quasi-Untote wollte er nicht in seiner Nähe haben. Da beschlich ihn immer das Gefühl, dass gleich ein Tumor oder das Auge aufplatzen und ihn mit blutigem Eiter bespritzen würde. Nein danke, heute nicht.

Der Kultist lag am Boden, kam aber schon wieder hoch, sodass sich Lord Ignavius, Größter aller Sith und der mickrige Lord Saphenus einander zuwenden konnten. Es trennten sie nur wenige Meter und ihre Lichtschwertklingen tanzten durch die Luft, berührten sich manchmal, doch zu einer engen Umarmung kam es nicht. Dann geschah plötzlich etwas merkwürdiges. Einer von Ignavius Ringen an der linken Hand fing an Macht zu sammeln, ja regelrecht von ihm abzuziehen. Wofür war der noch gleich da gewesen? Oder wem hatte er mal gehört? Ignavius dachte noch darüber nach ob dieses Nummer gut oder schlecht für ihn wahr, da fühlte er auf einmal ein Kribbeln im Kopf. Selbst in seinem jetzigen, leicht angetrunkenen Zustand wusste er sofort was los war. Also sah er in die entsprechende Richtung, wie nun auch Saphenus. Der Mandalorianer hatte den Raketenwerfer doch wieder aufgehoben und zielte damit auf … alles? Jeden? Schwer zu sagen, denn wie es schien benutzte der Mann einen Hologrammprojektor. Gleich drei davon standen im Gang und zielten eben auf Saphenus genau so wie auf ihn und den Kultisten. Was sollte das denn? Oder konnte der sich aufteilen? Steckte in der Rüstung etwa ein Droide? Nein, er spürte doch-

Der Mandalorianer drückte ab. Und es war Ignavius Ring der reagierte. Seine Hand wurde hochgerissen und ein Machtstoß abgefeuert, welcher selbst den Sith Lord umwarf und auf den Rücken beförderte. Und dann explodierte die Rakete...

::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: In der Nähe einer Folterkammer ::: Saphenus, Ignavius (NPC), Mandalorianer (Avlan) und unbedeutender Nebencharakter (Kerr-NPC) :::::

 
Korriban, Ignavius`Residenz, Katakomben: Untote, Grin und Zoey


Das Lichtschwert in ihrer Hand war von ihr längst deaktiviert worden, da sonst die Gefahr bestanden hätte, dass sie sich ihre Beine selbst damit amputiert hätte. Ihre Ellenbogen waren aufgeschrammt, der Stoff darüber dünn geworden. Rücklings an den Haaren weg geschliffen zu werden, war furchtbar! Sie musste hinten grün und blau sein! Ihr Steißbein schmerzte. Doch die Schmerzen ihrer Kopfhaut waren unerträglich und Zoey konnte kaum noch denken oder sich gar wehren! Jeder weiß, wie schmerzhaft es ist, wenn man als Kind von anderen Kindern mal kurz an den Haaren gezogen wurde. Nur Zoey`s ganzes Körpergewicht hing dran! Doch Grin machte nun Zeichen und Trotz aller Pein und Qualen musste sie hinstarren und verstand sogar auf Anhieb! Er wollte ihr Lichtschwert! Da Zoey ihm vertraute, da er ihr Leibwächter war und ihre Situation nur besser werden konnte, zögerte sie keinen Augenblick und warf es ihm zu. Zum Glück fing er es! Das wäre ja sonst etwas gewesen!?

Grin nutzte es sofort! Sie konnte sehen, dass er gezielt die Hand des faulenden, nach Tod stinkenden Wächters anvisierte und ihm dann seine modrige verweste Hand abtrennte. Damit war er frei. Ungeübt im Lichtschwertkampf griff er den Wächter mutig an, doch dieser wich aus, um ihn später an zu springen. Doch Grin war ein Arenakämpfer und rollte sich blitzschnell zur Seite weg und so verfehlte ihn der Wächter. Nun spurtete er zu Zoey und ihrem Wächter und daher ließ jener sie endlich los. Sie rappelte sich auf, fasste an ihren Schopf, hoffte, dass sie noch Haare auf dem Kopf hatte und die Kopfhaut nicht abgerissen war, beruhigte sich nach kurzem Abtasten und begann nach ihrem Blaster zu greifen, zog ihn, sah dass Grin am Boden lag, ihr Wächter auf ihm drauf und schoss auf den Wächter, der von Grin seiner letzten Hand beraubt worden war, da er Grin immer näher kam, während der andere mit Grin ring. Sie traf ihn sogar, die Macht schien sie treffsicherer werden zu lassen, doch er ließ sich nicht beirren und kam unbeeindruckt näher, während Löcher in seinem Bauch und seiner Brust entstanden und schwarzes Blut heraus quoll, dessen Gestank schlimmer als jede Kloake war! Sie traf ihn an der Schulter, wo der Arm auf der Seite fehlte und schoss dem Höllenwesen ein Teil der Schulter weg, doch es kam unaufhaltsam näher, als wäre nichts geschehen. Grin hatte nun das Lichtschwert wieder fallen lassen. Es sah nicht gut aus! Diese untoten Monster waren derart stark. Zoey rannte schnell, um ihr Lichtschwert aufzuheben. Sie wollte es auf keinen Fall verlieren. Ihr Meister hatte es ihr immerhin vermacht! Es bedeutete ihr viel und obendrein war es hier die stärkste Waffe! Vielleicht könnte sie damit mehr ausrichten als mit dem Blaster und Grin mehr helfen? Mit dem Blaster fürchtete sie ihn zu treffen! Der Untote kam derweil dem Anderen zu Hilfe und trat Grin gerade kräftig gegen den Kopf und Grin rührte sich nicht mehr. Mieses Stück Dreck aus dem Höllenschlund! Nun kam der Untote, während sie sich bückte und nach dem Schwert griff, es fest umklammerte und riss ihr den Blaster aus der Hand. Sie kam nicht mehr zum Aktivieren des Lichtschwertes oder sie tat es noch ganz mechanisch, erblickte die Klinge aber nicht mehr! Ehe sie es sich nämlich versah, hieb er ihr den Blaster über den Kopf und ihr ging das Licht aus. Alles war ganz schnell gegangen! Verfluchte Wesen der Hölle!

Zoey erwachte. Sie fühlte, dass sie auf etwas Hartem, Kaltem liegen musste! Ihre freie linke Hand ertastete glatten kühlen Mamor! Ihre Glieder, ihr Körper, ihr Kopf, alles schmerzte. Sie fühlte sich wie zerschlagen. Ihre eigene Stimme sprach zu ihr:


“Steh` auf! Genug geschlafen!”

Wieso führte sie Selbstgespräche? Sie erhob sich, also setzte sich auf. War sie übergeschnappt? Sie hatte wohl den Schlag auf den Kopf nicht verkraftet? Es roch nach Kaminfeuer! Man hörte es knistern! Wo war sie? Es fühlte sich angenehm warm an und sie fühlte sich wohl und sicher hier. Sie hatte ein gutes Gefühl. Wo war Grin?

“Geh` zu ihm! Er ist zu nichts zu gebrauchen! Sieh` selbst!”

Sie rutschte von dem Podest, auf dem sie gelegen hatte. Angst kroch in sie. Was war das hier? Hatte sie auf einem Opfertisch gelegen?

“Keine Sorge, du musst nicht sterben! Du nicht! Er schon!”

“Wer? Ignavius?”,

antwortete sie gedanklich.

“Dein Beschützer! Er ist unfähig! Er ließ dich im Stich! Er ist wertlos!”

“Schon wieder?!”

“Geh zu ihm und aktiviere dein Lichtschwert!”

Zoey fühlte sich unwohl in ihrer Haut! Wer flüsterte ihr etwas ein und dann auch noch mit ihrer eigenen Stimme!? Da konnte man ja verrückt von werden? Sie bekam Herzklopfen. Warum sollte sie ihr Lichtschwert aktivieren? Sie wollte sich umschauen, ob da wer wäre, doch sie konnte nur geradeaus schauen, da ihr Kopf sich nicht drehen ließ! Irgend so eine abartige Sithspielerei wieder! So ein Sog, so eine Strömung zwang sie in die Richtung zu ihm zu gehen. So ging Zoey wie aufgezogen, automatisch, zu Grin. Er lag am Boden. Wieso stand er nicht auf? Er starrte sie an. Er sah aus, als erinnerte er sich an etwas Unangenehmes?! Oder, als hätte er Angst!? Er sah verletzt aus! Sie aktivierte das Lichtschwert. Es konnte nicht schaden, es griffbereit zu haben! Gut, dass sie es noch besaß!

“Gut, nun nutze es! Töte ihn! Du brauchst ihn nicht mehr! Die dunkle Seite ist stark in dir!”

“Nein, niemals!”

Sie erschrak. Ihre Augen wurden feucht, doch sie holte tief Luft und atmete es weg und zwang sich dagegen an zu kämpfen, in Tränen auszubrechen, was ihr nichts nutzen und sie nur schwach erscheinen ließe, während ihr Blick etwas Hektisches, Gehetztes, Verängstigtes erhielt. Doch sie ahnte nicht, dass sie sich zwar so fühlte, doch ihr Äußeres nichts davon preis gab.

“Tu`es!”

Ihre eigene Stimme befahl es ihr so ruhig, so gelassen, fast freundlich!? Das Lichtschwert zitterte in ihrer Hand. Unter ihr lag Grin, den sie töten sollte. Sie streckte ihren Machtsinn in alle Richtungen aus. Sie konnte den Ursprung der Stimme nicht ausmachen. Es waren nur untote Wächter noch hier, doch von denen schien das nicht zu kommen!

“Aber, ich will das nicht! Ich mag ihn! Er beschützt mich! Er mag seine Fehler haben, doch er springt ungeachtet der Gefahr immer vor mich!”

“Du erhältst dann mehr Macht und Stärke als du dir vorstellen kannst! Du musst ihn dafür nur töten! Überleg`wie du dann auf die Anderen wirken wirst!?”

“Das ist sehr verlockend, ich könnte es auch gut gebrauchen, aber ich will ihn nicht töten! Ein guter Leibwächter ist hier goldeswert und überlebenswichtig! Und ich mag ihn!”

“Du verstehst nicht! Du wirst niemals einen Leibwächter mehr brauchen! Alle werden dann vor dir kriechen. Deine Feinde!?”

Zoey hatte sofort Hybris vor Augen. Auch Avlan erschien vor ihrem geistigen Auge, verschwand aber wieder. Er war nur ärgerlich! Aber, ein wahrer Feind war Hybris! Einer, der ihr schaden konnte! Einer, der ihr gefährlich werden konnte! Einer, von dem man Albträume bekam! Es war verlockend! Die dunkle Seite griff nach ihrer Seele, umgarnte sie, ließ sie schwach werden, Tentakeln gleich bohrte sie sich in sie und verspritzten ihr böses Gift!

“Nein!”

Die Stimme ließ aber nicht locker! Leise, ruhig und einflüsternd fuhr sie fort:

“Du solltest es aber tun! Überlege doch mal! Niemand könnte dir mehr etwas antun! Du wärst mächtiger als sie! Alle würden vor dir buckeln und kriechen! Auch die, die dir schon mal weh getan haben! Wäre es denn das nicht wert?!”

Zoey musste automatisch in erster Linie an Hybris wieder denken! Er könnte ihr nichts mehr anhaben! Sie weder unterbuttern, noch erpressen! Sie müsste seine Abartigkeiten mit seinem Laserskalpell nicht mehr fürchten! Sich nicht vor ihm verstecken oder fliehen! Ihm kein Artefakt besorgen! Avlan dürfte sich nicht länger über sie lustig machen! Saphenus würde sie zu schätzen wissen und sie nie mehr schlagen! Sie würde vermutlich Talitha vom ersten Platz verdrängen und Zoey würde im Mittelpunkt, nein, im Rampenlicht stehen, wie sie es gewohnt war, wie sie es verdiente, wie es ihr gebührte!

“Du musst nur tun, was ich sage! Es ist ganz leicht! Er wird dabei auch ganz still liegen bleiben und auf seinen Tod warten! Nun mach`schon!”

Zoey umfasste den Griff vom Schwert fester. Sie bräuchte dann wirklich keinen Leibwächter mehr! Grin tat nicht immer das, was sie wollte! Sie zitterte. Sie spannte ihren Armmuskel an. Schweiß trat ihr auf die Stirn. Konnte sie das tun? Sollte sie wirklich?

“Du bist eine Sith! Eine wahre Sith zögert nicht! Sie nimmt sich das, was ihr gebührt! Tu` es endlich! Spreng`deine Ketten!”

Sie schaffte es einfach nicht! Grin starrte sie so an! Er tat ihr so leid!

“Warum zögerst du?! Da gibt es nichts zu überlegen! Du bist eine Sith! Gib`dich der dunklen Seite hin! Du könntest Ignavius die Artefakte, die du dann besitzen wirst, mit Leichtigkeit wegnehmen, Artefakte, die deine Macht nochmals erhöhen werden! Wären die Artefakte in deiner Hand nicht besser aufgehoben als bei ihm?!”

Die Artefakte! Mächtige Artefakte! Ihr Lebensinhalt war es ihnen hinterher zu jagen! Sie könnten ihr gehören, ihr und auch mal ihr von nutzen sein! Nur eine Archäologin wusste deren Wert wirklich zu schätzen!

“Du musst ihn nur töten! Jetzt!”

Zoey hob das Lichtschwert zitternd an. Es lag so schwer in ihrer Hand! Überhaupt lastete so ein Gewicht auf ihr! Sie trug die Verantwortung, ob Grin weiter leben durfte oder nicht! Sie zögerte und senkte ihr Lichtschwert wieder.

“Du bist eine Sith! Sith entscheiden über Leben und Tod! Sie setzen sich keine Grenzen wie die Jedi!”

Genau deshalb war sie bei den Sith gelandet! Grenzen wollte sie keine! Grenzen des Wissens, Grenzen der Macht! Die Linie zwischen Gut und Böse verschwamm! Wieder hob sie zitternd das Schwert und setzte zum vernichtenden Schlag an. Mittlerweile war sie schweißgebadet. Ihr Herz raste. Ihre Schläfen pochten! Aber vor ihr lag Grin, der sein Leben mehrfach für sie aufs Spiel gesetzt hatte und sie irgendwie an Yui erinnerte und sie war doch keine Mörderin! Doch die Macht war so verlockend!? Sie war nicht mehr wie Andere, doch sollte sie sich zu einer eiskalten kaltblütigen Mörderin verwandeln? Das war nicht sie! Sie war eine starke Persönlichkeit, die ihre eigenen Prinzipien hatte und sich nicht manipulieren ließ!


“Nein! Niemals! Wer immer du bist!? Lass` mich in Ruhe! Geh` aus meinem Kopf!”,

schrie sie laut und mit fester Stimme, nahm das Lichtschwert herunter und deaktivierte es. Sie bückte sich zu Grin herunter!

Grin!”,

sagte sie fast zärtlich.


Korriban, Ignavius`Residenz, Katakomben, Raum: Grin, Zoey, untote Wächter und?
 
[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Folterkammer] Avlan, Saphenus, unbedeutender Gouverneurs-NPC (Ignavius), Kerr (NPC)

Dass Armband war scheiße dass stand fest. Es schien nutzlos auszusehen, und hatte keinen wirklich wertvollen Effekt gehabt, sodass es lediglich wert war es die Toilette herunter zu spülen. Wie unglücklich der Tag also auch stand, dass "Souvenir", ließ sich nicht entfernen. Kurz hatte Avlan daran gedacht es mit Gewalt durch die Folterinstrumente zu entfernen, aber der Gedanke verging ihm als die Möglichkeit bestand sich noch etwas schlimmeres an seinen Körper zu heften. Leider war dem Söldner nicht bewusst gewesen dass er bereits beobachtete wurde, und sich Saphenus neben ihn warf um mit der Macht auf den Gegenstand an seinem Arm zu wirken. Das hätte er nicht tun sollen.

Ein heftiger Stromstoß durchzuckte Avlans Körper, sodass er unter den Schmerzen auf die Knie gehen musste. Kurzfristig hatte sogar sein Visier versagt und ließ sein Sichtfeld kurz verschwinden, welches aber glücklicherweise kurz darauf wiederhergestellt wurde. Modernste Technik war in dem Helm eben verbaut, und so verhinderte es dass die Apparatur vollständig versagte wie es bei billigeren Modellen der Fall wäre. Doch da sein Kopfschutz dass einzige an seinem Körper war, dass aus Beskar bestand und somit hochwertig war, hielt sich der ganze Effekt in relativen Grenzen. Zumindest würde dass Chrono nicht mehr funktionieren, der Rest war davon wohl ausgeschlossen.

Avlan rappelte sich kurzfristig wieder auf und bemerkte wie der Kampf gegen den Gouverneur weiter ging, doch erkannte er nicht wirklich was um ihn herum geschah. Seine Sicht verschwamm langsam, mal sah er Dinge mehrfach oder sehr unscharf, ebenso wurde ihm wiederum kalt und warm. Avlan klopfte ein paar Mal gegen seinen Helm, doch er reagierte nicht. Anscheinend hatte dieser doch eine Fehlfunktion gehabt, da plötzlich Dinge ersetzt wurden und er dann auch an einem völlig anderen Ort war. Er befand sich nicht mehr in der Folterkammer auf Korriban, sondern eher weit davon entfernt. Eine Riesige Brücke eröffnete sich ihm, ebenso ein weites und durchsichtiges Glasfenster welches den Blick ins Pechschwarze All erlaubte. Doch so dunkel war es dort gar nicht. Die Brücke schien sich über einem Planeten zu befinden, und gegenüber der Fenster blitzte und donnerte es. Laserstrahlen flogen umher, ebenso kleinere Teile die wie Jäger aussahen, aber auch genauso gut Wrackteile sein konnten. Es tobte eine Schlacht.

Im großen Raum, an dem zwei lange Treppen auf der linken und rechten Seite nach unten führten, befanden sich an allerlei Stellen Konsolen vor denen Personen in Uniformen saßen. Sie sahen der Rüstung Avlans recht ähnlich, hatten sie doch auch dass T-förmige Visier... aber allem Anschein nach schien es sich um ältere Modelle zu handeln. Ihre Anzüge waren bläulich gehalten, und sie kamen dem Söldner recht bekannt vor, aber ihm fiel der Name nicht ein. Bevor er aber genauer darüber nachdenken konnte, wandte sich die Person, welche er bis jetzt übersehen hatte und wenige Meter vor ihm an einer Kontrolltafel gestanden hatte, zu ihm. Ein Markanter Helm offenbarte sich ihm, dicke Schulter- und Brustplatten, ein langer, blutroter Mantel... Nun fiel dem Söldner plötzlich wieder ein woher er die Rüstungen der Personen im Raum kannte, und woher er den Anzug des Mannes vor ihm kannte. Es handelte sich um die legendären Neo-Crusader der Mandalorianer.

"Ich.. kenne dich!", stammelte Avlan vor sich hin. Die fremde Person antwortete ihm mit tiefer Stimme, wurde sie doch durch den Helm bzw. die Maske verzerrt:"Ich weiß". Der Söldner schüttelte den Kopf:"Was? Du bist doch... Man..", er wurde ruckartig unterbrochen als der große Krieger vor ihm auf den Boden trat, und es zu beben begann:"Ich bin Mandalor der Ultimative! Mein Sohn, Blut meines Blutes, endlich lernen wir uns kennen". Avlan war nun völlig baff, sodass er nicht wusste was er sagen sollte. Sagte dass der Mandalor gerade wirklich zu ihm? Was meinte er damit?:"Aber ich bin doch kein...", erneut wurde er unterbrochen:"Mandalorianer? Denkst du ernsthaft, meine Armeen würden so gut kämpfen weil sie das Blut in sich trügen, dass sie zu angeblichen 'Mandalorianern' machte? Ein wahrer Mandalorianer ist mit Herz und Seele bei der Sache, trägt sein Beskar'gam mit Stolz und gehorcht dem Mandalor! Es spielt keine Rolle als wer oder was er geboren wurde, der Wille zählt!.... Und dich, Avlan Diaz, habe ich als mein Erbe auserwählt. Zusammen werden wir der Galaxis erneut unseren Willen aufzwingen!". Der Mandalor ballte die Faust, und reckte sie gen Himmel, sodass Avlan nichts anderes übrig blieb als vor Demut in die Knie zu gehen.

"Verzeih mir Mandalor. Ich wusste nicht....", der markante Mandalorianer mit den Roten Gewändern kam ihm immer näher bis er seine Hand väterlich auf den Kopf des Söldners legen konnte:"Ich weiß, ich weiß. Es ist schwierig zu akzeptieren mein Sohn, doch du wirst es irgendwann vollkommen verstehen. Mögen wir in den Genen nicht gleich sein, bist du dennoch mein Nachfahre, einer meiner Söhne.". Avlan wären langsam sogar die Tränen gekommen, doch er hatte immer noch so viele Fragen an seinen Verwandten:"Aber... bist du nicht seit Jahrtausenden Tod? Wie kommt es, dass wir miteinander reden können?". Der Mandalor nickte:"Steh auf, und sieh dir meine Rüstung an. Sie verkörpert mich, sie repräsentiert mich, sie zeigt mich nach außen hin als den Mandalor. Denkst du ich müsste in Fleisch und Blut an deiner Seite sein, wenn wir die Mandalorianer wieder in ein Goldenes Zeitalter führen? Solange du die Rüstung als die deine trägst, bin ich immer an deiner Seite, komme was wolle. Mit ihr vollendest du mein Werk, an dem mich die Sith gehindert haben!"

"Was meinst du damit, Vater?", Avlan verstand nicht recht. Was hatten die Sith mit den Mandalorianern zu tun? Er konnte sich nur daran erinnern wie der Mandalor gestorben war..:"Der ehemalige Jedi, aber als Sith in die Geschichte eingegangene Lord Revan, du wirst ihn kennen nehme ich an...", Avlan nickte kräftig mit dem Kopf:"Er hat dich hinterhältig getötet! Dieser verdammte Bastard...", väterlich legte der Mandalor seinem Sohn die Hand auf die Schulter und ging an dass große Glasfenster von wo aus man die tobende Schlacht erkennen konnte:"Du verstehst, dass die Sith, ebenso wie die Jedi, dass größte übel dieser Galaxis sind. Sie waren es schon immer, und haben uns Mandalorianer bei jedem Versuch daran gehindert zu expandieren. Niemals hätte es die Republik oder das Imperium gegeben, wenn wir nicht dauernd durch die Machtnutzer gebunden wären!"

"Ich verstehe, Vater. Meine Aufgabe ist es sie alle zu vernichten","Du lernst schnell, und bist der geborene Anführer. Saphenus wird dich verraten, wenn du es nicht vorher tust. Ich habe den Fehler gemacht und sie alle ignoriert, dass darf dir nicht wieder passieren. Du musst Korriban daher lebend verlassen, und du brauchst alle Artefakte die du bekommen kannst. Saphenus wird dich niemals ziehen lassen, du wirst ihn also töten.", voller Tatendrang sprang Avlan auf:"Ja! Ich werde Saphenus umbringen um deiner Würdig zu werden!". "Sehr gut mein Sohn. Danach kümmerst du dich um...", plötzlich bekam das Glasfenster risse, bis es in tausend teile zersprang und Avlan hinaus gesogen wurde. Immenser Lärm machte sich breit, mit der einen Hand konnte sich der Söldner gerade so am Mandalor festhalten. Nur dieser Mann war es, der sein Leben in der Hand hielt:"Vergiss nie: Zusammen regieren wir die Galaxis!". Dann wurde Avlan losgelassen in die Tiefe des Alls hinein, während er in immer größerer Entfernung den Mandalor in seiner prächtigen Rüstung an dem ehemaligen Glasfenster erkennen konnte. Das letzte was Avlan sah, waren Bilder eines Schlüssels den Ignavius besaß, und einem Raum, der gefüllt war mit Schätzen sowie der Rüstung des Mandalor.

Der Söldner fiel zurück auf den hintern als er sich wieder in der Welt der lebenden befand. Anscheinend hatte der Trip zu seinem Vater nur Sekundenbruchteile gedauert, da sich an der Situation im Raum merklich nicht viel geändert hatte. Erneut rappelte sich Avlan auf, und er hatte nur ein Ziel: Saphenus zu töten. Dieser dreckige Sith war ein Verräter, und gehörte nicht ins Reich der Lebenden. Er musste Sterben, so wie Avlans imaginärer Vater gestorben war. Schnell packte er den Raketenwerfer, und zielte auf den widerwärtigen Sith. Es würde schwierig werden ihn zu treffen, während er direkt vor Ignavius stand, und dann war da noch Kerr... doch der war auch nichts weiter als ein Sith, der ihn früher oder später verraten würde. Es spielte also keine Rolle wer von ihnen noch sterben würde, Hauptsache Saphenus würde einer der toten sein. Dieses mal hielt ihn das Armband, dass er merklich ignorieren konnte, nicht davon ab zu feuern, und schon flog die Rakete in Richtung der Gruppe. Der Gouverneur zog die Hand noch oben und entließ eine immense Druckwelle die jeden um ihn herum, ihn eingeschlossen umwarf, und somit die Rakete woanders hinlenkte.

Das Geschoss flog geradewegs gegen eine Wand, wo sie dafür sorgte dass sich große Gesteins splitter überall im Raum verteilten. Es hätte ihn gewundert wenn niemand dadurch zu Schaden gekommen wäre, doch so genau achtete er nicht darauf, denn erneut wurden Avlans Gedanken durcheinander geworfen. Der Hass auf Saphenus, und der Drang ihn zu töten war verschwunden. Der Söldner verstand nicht was vor sich ging, und er fasste sich nur verzweifelt an den Kopf. Was geschah nur mit ihm? Was tat er da gerade? War Saphenus nun sein Feind, oder nicht? Nichts mehr schien so zu sein wie es vorher war, und Avlan war sich nicht mehr im klaren darüber was um ihn herum geschah. Alles wirkte so irreal, niemand war Freund oder Feind, er schien verloren zu sein. Er taumelte von einem Teil des Raumes zum anderen, in der Hoffnung, dass das was er sah nicht real gewesen war - doch er konnte es nicht ausblenden. Er hatte doch den Mandalor getroffen? Wahr und Falsch schienen eine Einheit zu sein, gut und böse waren unzertrennlich. Erneut schaute er auf das Armband, und bemerkte, dass dieses Ding nichts gutes verheißen konnte.

Was mit den restlichen Kämpfern im Raume geschah, konnte Avlan indes nicht mehr beurteilen, da er sich in seiner eigenen Traumwelt befand, und irgendetwas vor sich hin faselte was er selbst nicht verstand. Es schien zum verrückt werden, einerseits der Kampf gegen Ignavius, andererseits der Mandalor der ihm befohlen hatte Saphenus zu töten, und dann noch die Rüstung.... Wer war er? Was war er? War er überhaupt? Niemand konnte ihm dass wirklich sagen. Der Söldner packte schnell sein Gewehr und begab sich in die Ecke des Raumes, um ihn zu überblicken. Wie käme er hier am schnellsten raus? Es gab mehrere Gänge, und der wusste nicht mehr welcher der Richtige war. Fragen war keine Option. Dass einzige was ihm übrig bliebe wäre auf dass Ende des Kampfes zu warten, in der Hoffnung der Sieger wäre die Richtige Lösung. Dann wüsste aber was Wahr wäre, oder? Es war wieder zum verrückt werden, die Gedanken schossen dem Nicht-Mandalorianer nur so durchs Gehirn, und in dem Moment wünschte er sich nur noch, die Sprengladung würde explodieren und ihn in einen Tiefen, langen Schlaf versetzen....

[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Folterkammer] Avlan, Saphenus, unbedeutender Gouverneurs-NPC (Ignavius), Kerr (NPC)
 
[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Folterkammer] - Saphenus; Avlan; Ignavius (NPC); Kerr (NPC)

Saphenus knurrte. Das Lichtschwert fest in beiden Händen, leicht über seinem Kopf erhoben, starrte er Ignavius an. Sein Brustkorb hob und senkte sich stark seine magere Statur verstärkte den Effekt und fast sah es aus als würde sich sein gesamter Körper bei jedem einzelnen Atemzug schütteln. Spätestens jetzt gab es keine einzige Stelle seines Körpers mehr, die nicht mehr von Schweiß bedeckt war. Sein Umhang klebte, wurde schwer und schien ihn zu Boden zu ziehen. Er schüttelte ihn ab. Das Kleidungsstück war ohnehin wertlos, er hätte sich dessen von Anfang an entledigen sollen. Mit finsterem Blick verfolgte Saphenus wie es dem betrunkenen Gouverneur ungelenk und wenig elegant gelang den beschleunigten Messern und Folterinstrumenten auszuweichen. Der Sith wirkte beinahe wie eine Puppe an deren Händen und Füßen unsichtbare Fäden gespannt waren. Saphenus widerstand der Versuchung nach oben zu sehen um dort nach dem Drahtzieher zu suchen, der ihn aus den Schatten heraus steuerte. Lag es an den unzähligen Artefakten, die seinen fetten Körper zierten und es ihm ermöglichten sich abseits seines vernebelten Verstandes zu bewegen? Lag es an der mysteriösen Präsenz, die den gesamten Tempel erfüllte und ihn mit den schrecklichen Visionen geplagt hatte? Selbst Saphenus Machtstoß konnte von Ignavius pariert werden. Sein Hass stieg ins Unermessliche als ihm bewusst wurde wie lange dieser Kampf bereits jetzt schon dauerte. War er nicht einmal stark genug um einen Säufer zu bezwingen? Erinnerungen an seine Kindheit wurden in ihm wach und er fühlte sich in die Momente zurückversetzt in denen er seinen Peinigern hilflos ausgesetzt war. Ihr Gelächter erfüllte plötzlich den gesamten Raum, verzweifelt wollte er sich die Ohren zuhalten. Gesichter seiner ehemaligen Mitschüler erschienen hinter Ignavius, die Münder zu elendig lachenden Fratzen verzerrt. Saphenus fletschte die Zähne. Er würden ihnen zeigen wozu er in der Lage war, wie er seine neuen Fähigkeiten einsetzen und ihnen Schmerzen zufügen konnte, die sie sich nicht einmal in ihren schlimmsten Albträumen vorstellen konnten. Den Blick für seine Umgebung völlig verloren stürzte er mit tosendem Gebrüll auf den Gouverneur zu und übersah in seinem Wahn völlig, wie dieser seine Hand hob und eine Aura der Macht um sich herum aufbaute. Der Stoß explodierte, riss den Gouverneur von seinen Füßen und schleuderte Saphenus durch die Luft. Stechender Schmerz schoss durch sein Bein und instinktiv wusste er, dass es bei der Landung auf dem harten Boden noch schlimmer werden würde. Gleichzeitig schoss eine Rakete an ihm vorbei, heiße Luft wirbelte um sie herum und verbrühte seine Haut. Donnernd krachte sie gegen eine Wand, sie verfehlte ihr Ziel von dem niemand sagen konnte wie es ausgesehen hatte. Als verginge die Zeit plötzlich in Zeitlupe spürte Saphenus ein unheilvolles Ziehen in der Magengegend und wurde das Gefühl nicht los, dass er noch stärker aufpassen musste als ohnehin schon. Wenn das bei einem Kampf um Leben und Tod überhaupt noch möglich war.

Dann stellte jemand die Zeitlupe ab und alle ging rasen schnell. Schreiend schlug Saphenus auf dem Boden auf, Schmerzen wie nie zuvor schossen durch sein Bein, sofort krümmte sich sein Körper und die Hände glitten zu seinem Oberschenkel. Achtlos landete sein Lichtschwert neben ihm, sofort erlosch die Klinge mit einem irritierten Stöhnen. Splitter schossen durch die Luft, eines schnitt über seine linke Schulter, eines bohrte sich linksseitig in seine Brust, wenn auch nicht sonderlich tief. Seine vierte Rippe verhinderte, dass es tiefer in das Fleisch eindringen konnte. Saphenus brüllte und entließ seinen Zorn in einen Raum, in dem sich wohl niemand dafür interessierte. Panisch wanderte sein Blick zu Avlan, der jedoch völlig apathisch in einer Ecke stand und wild mit sich selbst zu reden schien. Was war nur in diesen verdammten Söldner gefahren, der sich plötzlich weigerte weiterhin an dem Kampf teilzunehmen. Schon spürte Saphenus wie er erneut in die Luft gehoben und gegen eine Wand geworfen wurde. Ignavius nutzte seinen Moment der Schwäche aus und schien gewillt zu sein diesen Kampf jetzt zu beenden und seinen Konkurrenten aus der Welt zu schaffen. Die Artefakte klimperten an seinem Körper als er sich auf ihn zu bewegte. Saphenus begann zu husten. Abermals griff Kerr an und verschaffte ihm einige Sekunden Luft, doch Saphenus schaffte es gerade einmal auf die Beine zu kommen. Schon wurde er erneut durch den Raum geworfen, landete auf einem der Metalltische und riss ihn um. Keuchend landete er mit dem Rücken auf den Boden und starrte einäugig an die Decke.
„Nein, das…das…darf nicht sein.“, keuchte er und drehte sich ächzend um. Sein Lichtschwert lag nicht allzu weit von ihm entfernt, es schien bereits seinen Blick auf sich zu spüren und begann zu zittern. Der Metalltisch, der sich zwischen Saphenus und Ignavius befand, wurde zur Seite geschleudert und schon sahen sich Sith und Zabrak abermals in die Augen. „Du wirst das nicht überleben. Ich werde mich nicht von dir brechen lassen, du versoffenes Stück Dreck. Du wärst nicht einmal einem Jedi gewachsen!“, spie Saphenus und hustete abermals. Dann überließ er sich völlig seinem Zorn. Neue Kraft durchflutete seinen Körper und vertrieb die Lethargie, die drohte von ihm Besitz zu ergreifen. Ein weiterer Machtstoß entwich seiner ausgestreckten Hand, zeitgleich flog sein Lichtschwert zurück zu ihm. Ächzend zwang er sich zurück auf die Beine, warf Kerr einen Seitenblick zu und schon griffen beide gemeinsam an. Eine violette Klinge zischte neben einer metallenen Schneide durch die Luft und hieben auf den amtierenden Gouverneur ein. Mit aller Konzentration, die ihm zur Verfügung stand, versuchte Saphenus seine Attacken einigermaßen zu zielen und schlug in Richtung der verschiedenen Artefakte. Ignavius stolperte zurück, vielleicht hatte er nicht mehr erwartet, dass sich Saphenus noch einmal erheben würde, und büßte schließlich ein paar der leuchtenden Amulette ein. Dieser zumindest kleine Erfolg trieb Saphenus an, unerbittlich prügelte er mit seinen ungelenken und amateurhaften Bewegungen auf Ignavius ein. Aus dem Augenwinkel heraus sah er, dass sich Avlan weiter in seiner Ecke aufhielt und es nicht für nötig erachtete abermals in den Kampf einzugreifen. „Dieser miese Verräter!“, dachte Saphenus und nutzte den zusätzlichen Zorn um seinen Angriffen auf den Gouverneur Kraft zu verleihen. Doch auch dem waren Grenzen gesetzt. Kerr schien müder zu werden, seine Bewegungen wurden fahriger und immer knapper parierte er die Hiebe, die Ignavius ausführte. Das wiederum setzte Saphenus unter Druck und schon gelang es dem Gouverneur wieder Boden gut zu machen. Woher nahm dieser Säufer nur seine Kraft? Es sollte einem derartigen Trinker gar nicht möglich sein so lange zu überleben. Das war nicht natürlich, das war nicht logisch. Wie mochte dieser Kampf wohl für einen Außenstehenden wirken? Sah er aus wie das Duell zweier mächtiger Sith oder imitierten sie eher kleine Kinder, die mit Stöcken die Schlachten berühmter Jedi nachspielten oder um ihr Lieblingsspielzeug kämpften? Grazil war wohl keine ihrer Bewegungen, eher laienhaft, unkoordiniert, unkontrolliert und einfach. Sie machten sich lächerlich, das wusste Saphenus plötzlich.


Schon standen sie ziemlich mittig in der Folterkammer, auch Saphenus verließ abermals die Kraft. Die Klinge mehr oder weniger nur noch schräg vor seinem Körper erhoben kostete es Unmengen an Energie die harten Schläge des Gouverneurs zu kontern. Es war Glück, dass keiner von ihnen durchkam und seine Brust aufschlitzte. Während Kerr die Aufmerksamkeit des Sith auf sich zog und ebenfalls Mühe hatte, bemerkte Saphenus etwas. Risse breiteten sich unter ihnen aus, an einer Stelle war ein relativ großer Teil des steinigen Fußbodens weggebrochen. Darunter glitzerte etwas. Saphenus zog sich zurück und zog sich einen entsetzten Blick von dem Kultisten zu. Er dachte wohl, dass der Zabrak fliehen wollte. Der jedoch hatte etwas ganz anderes im Sinn. Verzweiflung kam in ihm auf und so handelte er einfach ohne wirklich zu wissen was er tat. Saphenus sprang zu Avlan und riss den Söldner von seinen Füßen. Ineinander verwickelt auf den Boden fallend biss Saphenus die Zähne zusammen als Schmerzen durch seinen Oberschenkel schossen und suchte nach Granaten, die der Söldner hoffentlich an seinem Gürtel befestigt hatte. Wild herumtastend krallten sich seine Finger schließlich um etwas Rundes. Triumphierend hielt er es in die Höhe und bemühte sich zurück auf die Beine zu kommen. Kerr kam immer dringlicher in Bedrängnis, doch Saphenus brauchte einen Moment bis er verstand wie die Granate zu bedienen war. Den Splint gezogen beschleunigte er seine Schritte mit der Macht und beförderte den Sprengstoff durch das kleine Loch, durch das es weiterhin glitzerte. Dann explodierte es auch schon. Die Druckwelle zerstörte den Boden in der Mitte des Raumes und schleuderte alle zurück. Dieses mal blieb Saphenus jedoch vor scharfen Splittern und Steinen verschont. Ein tiefer Wassertank offenbarte sich an der Stelle wo es eben geglitzert hatte, offenbar dazu gedacht eine weitere Möglichkeit der Folter zu bieten. Saphenus sah neben sich. Die Druckwelle hatte ihn geradewegs neben Avlan geschleudert und obwohl er kaum Luft bekam zog er sich nah an den Söldner heran. Seine Hand krallte sich um sein deaktiviertes Lichtschwert, dann schlug er dem Söldner den metallischen Griff auf die Brust.
„Komm endlich zu Sinnen, du Feigling!“, fauchte Saphenus mit gelb glühendem Auge. „Du hast doch große Töne gespuckt und jetzt willst du nicht einmal mehr gegen unseren Feind kämpfen? Du Schwächling! Selbst dieser Kultist hat mehr Mut als du. Beweg deinen verdammten Hintern und kämpfe. Wenn Ignavius tot ist kannst du gedankenverloren rumsitzen. Bis dahin gibst du alles, was du kannst.“ Ein weiteres Mal stand Saphenus auf, seine Beine zitterten. Sein rechtes fühlte sich an als würde es jeden Moment nachgeben. Die violette Klinge erwachte erneut zum Leben, schwer atmend stand Saphenus dar. Kerr kam zu ihnen und man konnte sehen welchen Tribut dieser Kampf von ihm verlangte. Zwischen ihnen drei und Ignavius befand sich der Wassertank, dessen Wasser unruhig hin- und herschwappte.


[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Folterkammer] - Saphenus; Avlan; Ignavius (NPC); Kerr (NPC)
 
Ein böses Erwachen ist besser als gar keines.
{[()]}-- Korriban--Tal der dunklen Lords--Ignavius Residenz--Irgendwo--Zoey und Grin; zwei untote Wächter (NPCs) --{[()]}

Sie stand einfach nur da. Das Zucken hatte sich nicht wiederholt und falls Grin nicht gerade ins nächste Leben abzudriften drohte, ließen auch die Schmerzen nach. Irgendwann bemerkte er das er wieder atmete und den Körper bewegen konnte, doch sein Schützling blieb eine Statue. Da er nun aufstehen konnte, tat er das auch und weil nur die allgemeinen Schmerzen verschwunden, die in seinen Gliedern aber geblieben waren, tat er sich damit schwer. Gefühlt bewegte er sich wie ein alter Greis, kaum in der Lage genug Kraft zu mobilisieren um sich im Bett vom Rücken auf die Seite zu legen. Hände, Handgelenke, Unter- und Oberarme, Füße und Waden, Oberschenkel und die Baumuskeln, alles brannte und zog. In seiner Vorstellung konnten seine Arme gar nicht wehtun, denn die künstlichen Muskeln konnten schließlich nicht wehtun, was sie auch nicht taten, doch dafür brannte die Haut an den Stellen. Nebenbei knackten auch überall im Körper Dinge, von denen Grin keine Ahnung hatte. Falls er sich später noch daran erinnerte, würde er mal einen Arzt fragen wieso ständig irgendwas in ihm knackte und er doch keine gebrochenen Knochen hatte. Als er schließlich stand, drückte er den Rücken durch und starrte die beiden untoten Wächter an. Sie wiederum glotzten nicht blinzelnd zurück, ihre Gesichter scheinbar noch kaputter als zuvor. Wie ihm jetzt erst auffiel, schien der eine auch ganz schön durchlöchert worden zu sein. Die Reste seiner Kleidung hatte sich an den Einschusslöchern entzündet und ein paar hübsche schwarze Blumen entstehen lassen. Hübsch, wenn man auf halb verweste und angekokelte Leichen stand. Grin gehörte nicht dazu, also drehte er sich um. Zoey starrte immer noch vor sich hin, ihr Lichtschwert fest in der rechten Hand haltend. Ihr maskierter Leibwächter, der ob der vielen Schmerzen wieder dauerhaft grinste, betrachtete sie etwas näher, konnte aber immer noch keine größeren Verletzungen erkennen. Er umrundete sie sogar und entdeckte eine Wunde am Kopf, eine die seiner wohl ähnelte. Ansonsten hatte sie durch das durch die Gänge schleifen nur einiges am Rücken abbekommen bzw. ihre Kleidung. Größere Blutflecken oder offene Wunden entdeckte er kein. Gut. Nach der Musterung stand er erneut vor ihr. Da er leicht größer war als sie ging er etwas in die Hocke und sah ihr in die Augen. Sie waren offen und sie blinzelte auch, doch es fehlte jeder Ausdruck.

Zoey?“

Er hatte nur geflüstert und sie dabei beinahe berührt, dann die Hand lieber doch weggezogen. Sie reagierte nicht, weshalb er nochmals ihren Namen sagte, nun in normaler Lautstärke. Nachdem auch das nichts brachte, schrie er sie fast an, wobei er sich dafür etwas von ihr entfernte und nun, da sie wieder nicht reagierte, kam er näher, die Stirn gerunzelte und die Unterlippe zwischen den Zähnen. Wieso war sie so merkwürdig? Hatte es etwas mit der Stimme zu tun? Und wo war die überhaupt abgeblieben? Grins Instinkte hatten ihm gesagt, er würde nun sterben, doch hier stand er nun und fühlte sich verdammt lebendig. Sein Trotz, seine Verweigerung, er schien dafür nicht wirklich bestraft worden zu sein. Nun ja, er hatte zumindest mit mehr gerechnet, auch wenn er es nicht herausfordern wollte. Oder war sie seine Strafe? Würde sie nun nie wieder dieselbe werden? Hatte die Stimme ihre Seelen geraubt? Grin dachte nur ein paar Sekunden darüber nach und plötzlich schien es keine andere Erklärung zu geben. Dieser Typ, der seine Stimme gestohlen hatte, hatte ihren Geist mit sich genommen! Der Schock über diese Erkenntnis fraß sich förmlich in Grins Gesicht und das Grinsen wurde immer breiter, Zuckungen blitzten überall auf und Risse entstanden dort, wo er in den letzten Tagen eine neue Persönlichkeit aufzubauen versucht hatte. Ihm war es besser denn je gegangen, denn sein neuer Meister war besser als sein alter und seine neuen Aufgaben war nicht so eintönig. Er durfte mit Frauen zusammen sein und Zoey beschützen, sie berühren und anschauen und hatte sogar die Zeit darüber nachzudenken. Doch nun war Zoey fort, ihr Geist verschwunden und nur noch eine leere Hülle von ihr übrig. Er hatte versagt!

Eine Erkenntnis nach der anderen prasselte auf ihn ein und je länger er darüber nachdachte, desto schlimmer wurde alles. Was sollte er denn nun tun? Wie konnte er seinem Meister noch gegenüber treten, nachdem er derart versagt hatte? Und Zoey erst! Ihr Körper lebte doch noch. Ihr … ihr … wie … was … war das überhaupt möglich? Grins Gedanken rasten. Er hatte doch schon genug über die Macht gehört, aber was viel wichtiger war, viele Holofilme gesehen und vieles im Holonet gelesen. Ein Körper ohne Geist, das ging doch nicht oder? Diese Untoten besaßen auch keine Seele, deshalb waren sie ja tot. Ja, das war die logischste aller Schlussfolgerungen! Das Holonet hatte immer recht! Unzählige Statistiken und sehr bekannte Männer und Frauen hatten dies oft genug betont. Sie konnten sich nicht irren! Grin fiel ein Stein vom Herzen, was seinem Grinsen ein wenig von dem Wahnsinn nahm und es durch Erleichterung ersetzt. Wenn also noch seine Zoey in dem Körper steckte, sie aber nicht reagierte, dann … dann … konnte sie ihn nicht hören! Steckte etwas in ihre Ohren? War es so simpel? Grin sah nach, erst rechts, dann links, doch bis auf ein wenig Dreck oder Sand fand er nichts und wo er das sah, steckte er sich gleich selbst die Finger in die Ohren und holte sogar noch mehr Sand heraus. Die Hände noch schnell an dem eigenen Mantel abgewischt, welcher seinem Aussehen nach kurz vor seinem endgültigen Ende stand und Grin stand wieder vor ihr. Vielleicht saß auf ihrem Gesicht ja eine Maske?! So regungslos konnte doch keiner aussehen. Auch diese Schlussfolgerung erschien stimmig, also tat er was getan werden musste und tastete vorsichtig ihren Haaransatz, die Haut bei den Ohren und das Kinn ab. Fehlanzeige! Also doch keine Maske. Aber was sonst? Was was was? Was … war das? Eher zufällig war Grins Blick auf Zoeys rechte Hand gefallen und nun fiel ihm etwas auf, von dem er sich todsicher war, dass sie es zuvor nicht getragen hatte. Eine Kette hing lose um ihr Handgelenk und als er nun danach greifen wollte, sah er ein ähnliches Stück an seinem eigenen Arm. Er hatte es nicht bemerkt, denn dort brannte ohnehin alles wie Feuer und es war bisher immer durch den Mantel bedeckt gewesen. Aber … wozu … was … häh?


Kaum hatte er es bemerkt und die Kette von Zoey zwischen den durch das abgekratzte Blut rot gefärbten Fingern, spürte er hinter sich eine Bewegung. Nein, nicht spürte, er hörte es viel mehr. Also drehte er sich um, damit rechnend das die beiden Wächter aktiv wurden. Und tatsächlich, sie stürmten just in diesem Augenblick in den Raum. Ihre massiven Verletzungen und fehlenden Gliedmaßen erlaubten es Grin zur Seite zu springen, sich ihrem direkten Zugriff zu entziehen und eine der dünnen Säulen zwischen sich und die beiden Untoten zu bringen. Ohne zu Zoey zu schauen, wusste er das er das Lichtschwert brauchte, wollte er sie besiegen. Doch das Duo war noch immer nicht so blöd wie er es gerne hätte, denn sie begannen sofort damit ihn von zwei Seiten gleichzeitig anzugehen. Der Einarmige ohne Hand kam von links, sein einarmiger Freund mit Hand von rechts. Ihre Körper schienen kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen, und doch stapften sie weiter auf ihn zu, wenn auch langsamer als sie konnten.


„ZOEY“schrie Grin aufgebracht, doch sie reagierte nicht.

… da ist man mal kurz abgelenkt und schon begehrst du auf. Dummer Junge … wieder zurück mit dir auf den Boden, Köter...

Schon spürte Grin wie seine Beine schwer wurden. Es war kein Schmerz, sondern vielmehr eine Erschöpfung, als wäre er binnen Sekunden drei Gebirge zu Fuß hoch und herunter marschiert. Das Gewicht nahm zu, bis er schließlich einknickte. Die Wächter hatten sich beim Einsetzen der Stimme auch schon wieder zurückgezogen und waren gerade auf dem Weg zu ihrer Ausgangsposition. Doch sie hatten Grin unterschätzt, denn der war mit etwas infiziert worden, was genug Macht besaß um ihn aufrechtzuerhalten. Die Hoffnung das Zoey doch noch lebte. Sein Instinkt sagte ihm nicht direkt das die Kette um sein Handgelenk etwas mit der Stimme zu tun hatte, doch es war das letzte was er jetzt erreichen konnte. Und es war ja durchaus möglich das es doch damit zu tun hatte. Also schob er den Ärmel zurück, inzwischen auf dem Boden liegend. Die Arme waren wieder schwer, die Beine unbeweglich. Doch die Finger konnten noch arbeiten, also schob er alles nötige in Zeitlupe zueinander und fingerte dann an der Kette herum.


… dummer … dummer … Köter … du lernst es wohl nie …


Und da waren sie wieder. Die beiden Wächter kamen erneut hinein gestürmt. Doch zu spät. Grin setzte den linken Zeigefinger an, schob ihn unter die Kette und zog diesen dann mit aller Kraft vom Handgelenk. Das klang jetzt irgendwie episch oder aufregend, aber tatsächlich sah es eher so aus als hätte ein dreihundert Jahre alter Mann einen Armreif über einen zehn mal dünneren Stock geklaubt. Doch kaum war die Kette ab, verblasste plötzlich alles um ihn herum und er saß auf einem … Stuhl? Irgendetwas hartes aus Stein oder ähnlichem. Genau sagen konnte er es nicht, denn es war verdammt dunkel. Sein Körper fühlte sich wieder normal an, doch die schmerzenden Glieder waren geblieben. Die waren wohl real gewesen.

Verdammte Halluzination, dachte er und wusste nur zu gut wovon er sprach. Zuerst stand er auf, doch weit kam er nicht als er schließlich stand. Fast sofort stieß er gegen etwas und das kam so unerwartet, das er vorne weg fiel. Und auf irgendetwas weichem landete. Orientierungslos strampelte er mit Armen und Beinen, versuchte sich irgendwo abzustützen und wenn möglich sich dabei nichts zu brechen. Recht schnell stellte sich heraus dass das Weiche ein Körper war und tatsächlich erkannte Grin Zoey nicht an ihren Rundungen – die er ganz wirklich nicht mit Absicht angefasst hatte -, sondern am Geruch. Erst danach hatte er ihre Haare in den Händen und tastete sich von dort aus an ihr herunter, bis er ihr Handgelenk gefunden hatte. Die Kette hing noch immer daran und nun nahm er sie ab. Erst als er das getan hatte, fiel ihm ein das ja vielleicht die echten Wächter irgendwo waren und horchte auf. Er hörte etwas, etwas das durchaus Schritte sein konnten.


„Zoey! Zoey! Bist … du da? Hörst … du mich?“

Ob sie es tat oder nicht, als nächstes nahm er gleich zwei Dinge wahr. Zuerst einen überraschten Aufschrei von ihr. Und dann ihre mit ordentlich Kraft geschwungene Faust zwischen seinen Beinen...

{[()]}-- Korriban--Tal der dunklen Lords--Ignavius Residenz--Irgendwo--Zoey und Grin; Schritte in der Nähe--{[()]}
 
::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Folterkammer ::: Saphenus, Ignavius (NPC), Mandalorianer (Avlan) und unbedeutender Nebencharakter (Kerr-NPC) :::::

Wie dreckig blutsaugende Mynocks schwirrten die beiden Schwertschwinger um Ignavius herum, schlugen und stachen, rempelten und traten, benutzte ihre Körper wie Hutten beim Liebesakt. Was ein abartiges Spiel. Und was für abartig nervige Gegner. So schlecht sie auch waren, irgendwie schaffte sie es doch immer wieder zu entkommen, auszuweichen und seine Schläge blocken zu können. Doch was noch schlimmer war, sie demolierten seinen Tempel! Eben gerade erst hatte der Verräter ein Loch in den Boden gesprengt und somit etwas freigelegt, was Ignavius längst wieder vergessen hatte. Ein Wasser-Dings, gefüllt mit einer Brühe die man nicht einmal mehr zum Feuer löschen nehmen sollte. Was dort schon alles hinein geflossen sein mochte, das wollte er sich gar nicht vorstellen. Seit sie hier waren hatten sie diesen Raum zwar nur ein Dutzend mal genutzt, doch das Wasser ausgetauscht hatte nie irgendwer. Und hier war mehr als nur Körperflüssigkeiten geflossen. Ignavius Erinnerung waren diesbezüglich nicht so wirklich akkurat, doch hatte er nicht einmal einen seiner faulen Diener mit Treibstoff übergossen und dann über Stunden hinweg immer wieder so getan als würde er ihn anzünden? Ach was war das ein Spaß gewesen. Bis er es dann getan und der Faulpelz lichterloh in Flammen aufgegangen war. Ja, das war so glaubte er, hier gewesen. Ignavius Blick wanderte nach oben und tatsächlich, da, mittig an der Decke, ein riesiger schwarzer Fleck. Die Flamme hatten bis zu dieser hoch geleckt und ihn damals wohl auch ein wenig ins Schwitzen gebracht. Aber es war witzig gewesen. Nur … worum es ja nun eigentlich ging: Konnte man das Wasser entzünden? Wäre es nicht schon in Flammen aufgegangen als die Granate darüber explodiert war, hätte sich noch Treibstoff im Tank befunden? Also gab es da keinen und wieso zur Hölle verschwendete Ignavius gerade seine Zeit damit um darüber nachzudenken? So gesehen konnte er es sich aber leisten, denn die Trottel vor ihm hatten eh keine Ahnung was sie tun sollten. Vielleicht sollte Ignavius sie … sie … wo … WO?

Irritiert über die Leere vor seiner Brust, starrte Ignavius schließlich nach unten und anstatt seine Amulette vorzufinden, sah er nur die Ketten davon. Abgeschnitten. Einfach so. Die Rechte mit dem Schwert noch in Richtung Verräter haltend, fingerte er mit der anderen Hand an den goldenen Ketten herum, ganz so als ob er sie dadurch zurückbekommen konnte. Seine Sicht verschwamm und ständig duplizierten sich seine Artefakte an den Fingern, nur um sich kurz darauf wieder zu vereinen, doch die Amulette WAREN WEG! Diese Erkenntnis traf den Herrscher von Korriban wie ein Faustschlag in den Magen, was ihn zurücktaumeln und sich gegen die Wand pressen ließ. Wo waren sie abgeblieben? Hatte der Verräter sie gestohlen? Wo … da griff der hinterhältige Hornträger auch schon an. Ein Machtstoß traf Ignavius Waffenhand und prellte den Griff aus dieser heraus, doch Ignavius hatte nur Augen für den auf ihn zukommenden Gegner. Der wollte ihn durchbohren, wollte ihn töten! Auf der anderen Seite kam auch der Kultist herbeigeeilt, seine exotische Waffe noch immer in den Händen. Doch sie griffen einen Rancor an, der gerade mitbekommen hatte, dass man ihm sein Fressen stehlen wollte. Ignavius Linke schoss nach links, in etwa auf den Kultisten ausgerichtet. Macht durchströmte seinen Körper, floss durch seinen Arm und schoss dann aus den Fingerspitzen. Ranken sprossen aus ihnen, legten sich um den Hals des großen Mannes und drückten zu. Der wurde mitten in der Bewegung erwischt, strauchelte zur Seite und fiel deshalb in den Wassertank. Zur selben Zeit auf der anderen Seite, packte Ignavius die Klinge des Verräters. Seine Ringe, die ihn vor solcherlei Energie schützten, leuchteten auf und doch spürte er die Hitze recht schnell in seiner Hand. Deshalb hielt er sie nicht lange fest, sondern stieß sie nur zur Seite weg und schaffte es somit seine freie Hand auf den Hals des dürren Zabraks zu legen.


„DU HAST SIE GESTOHLEN! GIB. SIE. MIR. WIEDER!“

Falls der dreckige Köter etwas zu sagen hatte, dann schaffte er es nicht, denn Ignavius hörte eh nicht zu. Mit einer Kraft die zu einem Mann seiner Klasse passte, schleuderte er den niederen Machtnutzer aus dem Raum zurück in den Gang. Diesen Moment schien der Mandalorianer für sich nutzen zu wollen, doch „Ignavius der Unsterbliche“ hatte keinen Nerv für solcherlei Störungen, also packte er ihn mit der Macht und riss ihn einfach ebenfalls in das verseuchte Wasser. Sollten die beiden Minus-Existenzen sich doch gegenseitig ertränken! Er war nicht aufzuhalten, auch wenn der Zabrak sich bereits wieder aufrappelte. Sein Zorn gab ihm nicht nur Kraft, sondern auch einen festen Stand und sichere Schritte. Korriban schien innezuhalten und wenigstens kurzzeitig damit aufzuhören den Tempel auf den Kopf oder in die Schräge zu stellen, weshalb Ignavius binnen weniger Sekunden da war und den elendigen Iridonianer erneut am Hals packen und gegen die Wand drücken konnte.

„Ich werde sie mir wieder holen. Und wenn ich dir dafür die Gedärme raus reißen muss. DU. WIRST. SIE. MIR. WIEDERGEBEN!“


Der erste Schlag sollte sitzen. Seine Rechte zielte direkt auf die hässliche einäugige Visage, doch als er schließlich zuschlug, konnte der Wurm doch tatsächlich ausweichen und die in der Hand und den Ringen gebündelte Macht explodierte in die Wand hinein. Nun hätten verschiedene Dinge geschehen können, doch das was schließlich eintraf, damit hatte Ignavius nicht gerechnet. Die Mauer mit den Runen verzierten Platten gab nämlich nach und bevor die beiden Kontrahenten wussten was geschah, stürzten sie auch schon in die Schwärze dahinter. Und fielen gar nicht mal so lange. Eines von Ignavius Artefakten ging von alleine los und stieß den Zabrak von ihm weg, sodass jeder für sich fiel. Doch nur wenige Sekunden nach der Trennung folgte auch schon der Aufprall. Ignavius spürte einen Schlag gegen seine Seite, aber auch wie der Untergrund nachgab und zu fließen begann. Bis er merkte das es sich um Sand handelte, hatte sich dieser schon überall in seiner Robe eingenistet. Ein paar mal noch überschlug er sich, dann folgte eine weiterer Schlag gegen ihn, nun aber gegen den Rücken. Kurz blieb in die Luft weg, bevor er sich jedoch ausruhen oder umsehen konnte, verpasste man ihm bereits wieder einen Stromschlag. Wenn er herausbekam welches Artefakt dafür verantwortlich war, dann würde er es nach dem Kampf abnehmen und das Grab des ehemaligen Besitzers mit flüssigem Durastahl fluten lassen. Scheiß verdammter Dreck! Nicht einmal kurz ausruhen durfte man sich! Einmal um die eigene Achse gedreht, um sich zu sein das alles in Ordnung war, sah sich Ignavius dann erst einmal richtig um. Bevor er die Sinneseindrücke jedoch in sich aufnehmen konnte, musste er sich noch wundern wieso er diesen Ort nicht kannte. Wo befanden sie sich? Der Raum war gewaltig, also wirklich gewaltig. Groß genug um … um … Ignavius konnte keinen passenden Vergleich finden, doch alleine die fünf Säulen um das Zentrum herum waren groß genug um ein Dutzend Männer zu brauchen um sie umfassen zu können...

::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Schatzkammer ::: Saphenus und Ignavius (NPC) :::::



::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Folterkammer ::: Avlan und Kerr (NPC) und Vasir Demarr (NPC) als Beobachter :::::

Weiter oben bekam Avlan und Kerr Besuch. Ein zusammengewürfelter Haufen aus zerfetzten Leibern und in Stücke gerissene Kultisten kam den Gang hinunter und steuerte auf den demolierten Folterkeller zu. Das sah dann so aus, das die blutigen Untoten, welche nicht selten ihre Gedärme hinter sich her zogen, zwar geradeaus liefen, gleichzeitig aber auch an der Wand entlang schliffen. Dabei hinterließen sie am Boden und eben der Mauer eine breite rot-schwarze Schleifspur, gespickt mit Knochen und Organresten. Der Gestank von verbranntem Fleisch und verwesenden Innereien übernahm den Part des Vorboten, kombiniert mit ihrem Wehklagen und Stöhnen. Gerade als der erste Untote, eine der ehemaligen Frauen aus Ignavius Harem, welcher die komplette rechte Hälfte ab der Hüfte aufwärts fehlte, an der fehlenden Tür ankam, hatten sich die beiden Männer gerade aus dem Wassertrog gezogen. Und noch während die zusahen und sich zugleich zu beeilen versuchten, drängten die anderen Leichen die Frau vorne in den Raum hinein und verstopften zugleich den Zugang. Keiner von diesen armseligen Kreaturen besaß mehr als einen Arm, meist fehlte sogar dieser noch oder Köpfe und der halbe Brustkorb war weggesprengt worden. Tatsächlich standen nur noch fünf von ungefähr zwanzig aufrecht, alle bis auf die Frau ehemalige Kultisten, welchen man ohne große Sorgfalt die Gedärme und Rippen entfernt hatte, sodass man durch sie hindurch schauen konnte. Bewaffnet waren sie nicht und außerdem schien auch keiner der schnelleren Wächter dabei zu sein, doch das was von den Frauen übrig geblieben war, war noch immer dabei sich zu transformieren, sodass es so aussah als würde ihr Fleisch ein Eigenleben entwickelt haben...

Ein gutes Stück weiter regte sich Vasir gerade über die Unfähigkeit von Ignavius auf, während er gleichzeitig ein Auge auf diesen doch gar nicht so leicht zu manipulierenden Mann und seine Freundin und dann auf den Dieb und seinen Kameraden werfen musste. Letztere mussten sich nun gegen seine kürzlich rekrutieren Truppen zur Wehr setzen, während erstere es doch tatsächlich geschafft hatten die Ketten loszuwerden, sodass Vasir ihnen keine Illusionen mehr einpflanzen konnte. Doch dafür würden sie von den Wächtern angegriffen werden und dieses mal würde Vasir nicht mehr mit ihnen spielen. Jetzt würden sie die Ketten als Handschellen tragen! Doch zurück zu Ignavius dem Obertrottel. Der hatte in seinem blinden Wahn einen weiteren Geheimgang eingeschlagen und war so zu seiner Schatzkammer gelangt. Eine Schatzkammer die direkt unter seinem Schlafgemach lag und deshalb die Ewigkeit hätte überdauern sollen. Und niemand hätte sie eigentlich finden sollen, doch Ignavius hatte den einzigen Schwachpunkt in der Konstruktion gefunden und einen der Sandtunnel eingeschlagen. Und jetzt waren er und der Gehörnte dort. Würde nicht bald einer von ihnen siegen, er musste eingreifen. Bevor sie seine Schätze in einem Kampf zerstören würden...


::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Folterkammer ::: Avlan und Kerr (NPC) und Vasir Demarr (NPC) als Beobachter :::::
 
Korriban, Ignavius`Residenz, Katakomben, Raum: Grin, Zoey, untote Wächter und?


“Zoey, bist du da?”

Na nu, das war doch Grin`s Stimme? Ob sie da wäre? Das verstand sie jetzt nicht!? Und, was war das jetzt? Es war finster! Am anderen Ende des dunklen Raumes warf nur eine kleine Funzel einen kleinen hellen unscheinbaren Schein. Sie saß! Sie saß auf einem steinernen Hocker? Sie hockte nicht vor Grin!? Wieso saß sie jetzt auf einem Stuhl und warum, verflucht nochmal, lag/saß er auf ihrem Schoß?! Was war hier los?! Was spielte sich hier gerade ab! Mehr aus einem Reflex heraus, boxte sie Grin dorthin, wo man Männer hinboxen oder hintreten sollte, wenn sie sich einem zu aufdringlich näherten! Dabei stieß sie ihn runter! Unerhört! Und überhaupt?! Sie blickte sich um. Wo waren sie plötzlich?! War sie gerade dabei, den Verstand zu verlieren? Sie war doch soeben noch völlig woanders? Was war die Realität? Das davor oder jetzt? Panik ergriff sie! Ihre Gedanken überschlugen sich! Es war ein furchtbares Gefühl, nicht zu wissen, was die Realität war! Alles wahr Genommene stand auf dem Prüfstand?! Während sie Grin umbringen sollte, verbrachte eigentlich Grin auf ihrem Schoß?!

“Du lüsterner Strolch, was sollte das!? Nutzt du meine Situation schamlos aus!?”

Welche Situation eigentlich? Sein Blick glitt nach unten zu einem... Armband? Ja! Zoey erkannte es auf Anhieb als ein Artefakt! Hatte es damit zu tun? Mit den verschiedenen Wahrnehmungen? War das jetzt hier real? Wer hatte es ihr umgelegt?

Und, zeitgleich waren auch schon diese verfluchten Wächter da! Am Gürtel des Einen hing ihr Lichtschwert, was sie noch in ihrer Hand gewähnt hatte!? Auch ihren Blaster hatten sie? Genauer gesagt, der Andere! Was sollte sie tun? Sie war praktisch unbewaffnet!? Ach, sie hatte noch die Macht! Das musste sie erstmal verinnerlichen! Sie war genug in Panik und wütend genug, was hier von statten ging und das sie ihren Sinnen nicht trauen konnte und Grin auf ihrem Schoß gewesen und sie nicht genau wusste, was abgelaufen war, dass sie genug Macht kanalisieren und bündeln konnte, um beide Wächter per Machtstoß gegen die Wand ganz hinten zu donnern!


“Wir müssen irgendwie an unsere Waffen, also an meine Waffen zu kommen! Ohne das Lichtschwert kann ich hier nicht weg!”,

wandte sie sich rufend an Grin, als wäre das andere Thema geklärt! Sie würde ihn später nochmal drauf ansprechen! Er würde Rede und Antwort stehen müssen, so viel stand fest, doch erstmal mussten sie sich wehren!

Die Untoten hatten sich längst wieder aufgerappelt. Schmerz kannten sie schließlich nicht! Wieder bewegten sie sich unaufhörlich auf sie zu. Sie müssten die Beiden trennen! Unbedingt! Sie schleuderte Einen gezielt mit der Macht weg, nachdem sie extra im Halbkreis herum gerannt war. Dann gab sie Grin mit einem Kopfnicken zu verstehen, dass der Andere jetzt fällig war. Er hatte das Lichtschwert! Es war hier dermaßen verflucht dunkel! Lediglich eine kleine Fackel hing hier im Raum an der Wand, die jetzt hinter ihr war! Zoey schnappte sie sich beherzt! Gegen höllische Wesen kam man mit Feuer am besten an, war aus unzähligen antiken Schriften bekannt! Grin war eher bei dem Wesen als sie und bekam es mit seinen Klauen zu tun! Der Wächter versuchte ihm das Armband wieder anzulegen! Das hier schien dann die reale Welt zu sein!? Sie rannte hin und hielt dem Wesen schreiend ihre Fackel in sein totes verwestes Gesicht und riss dabei Grin weg! Es fing sofort Feuer! Es sah erschreckend aus! Ihr Puls jagte! Ihre Augen waren weit aufgerissen! Mit der anderen Hand griff sie zum Lichtschwert, doch Grin hatte es schon! Er war schneller gewesen! Zoey schrie nun noch lauter! Das Wesen stand in Blitzschnelle wie eine brennende Fackel vor ihnen und bewegte sich weiter auf sie Beide zu. Das Armband fing kein Feuer. Im Feuerglanz konnte sie erkennen, dass es abwechselnd goldene und smaragdgrüne sechseckige große Glieder hatte. Auf den Goldenen war jeweils ein Zeichen eingraviert! War das ein Tiersymbol? Ein Kopf? Sie konnte es nicht richtig in der Hektik erkennen! Zoey fand es so gruselig!


“Korrigier`mich, wenn ich unrecht habe, aber er müsste doch irgendwann zu Asche zerfallen?!”

In dem Moment packte sie der Andere von hinten! Sein Arm legte sich wie ein Schraubstock um sie! Sie konnte kaum atmen! Zoey stemmte sich gegen ihn! Ja, sie riss sich nicht weg, weil sie Angst hatte, mit dem brennenden Untoten zusammen zu stoßen, wollte sie nicht lichterloh brennen, denn der kam immer näher! Daher rammte sie dem Untoten, der sie gepackt hatte, nur wie von Sane erlernt, ihre Ellenbogen in die Rippen, passte dabei aber auf, die Fackel noch weit genug von sich weg zu halten, da sie ihn oder sich nicht auch noch anzünden wollte! Sie spürte, wie sich ihre Ellenbogen in nekröses vergammeltes Fleisch bohrten. War das widerlich! Sie erschauderte und bekam eine Gänsehaut und der Gestank, der von ihnen ausging noch dazu, brachte sie laut zum Würgen! Man war ihr übel! Und die Panik dazu verursachte zusätzliches Bauchgrummeln! Ihre Ellenbogen hatten nichts bewirkt! Sie standen plötzlich zu eng aneinander! Vor ihr der Brennende, der eine Hitze abgab, aber den Raum und besonders ihr angstverzerrtes Gesicht etwas erhellte und hinter ihr der Andere, der sie festhielt und ihr die Luft zum Atmen nahm!

Grin, tu` was! Hack` ihm den Arm ab, aber triff` mich bloß nicht! Schlag` ihm seine Beine weg!”


Korriban, Ignavius`Residenz, Katakomben, Raum: Grin, Zoey, untote Wächter und?

 
[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Folterkammer] Avlan, Saphenus, unbedeutender Gouverneurs-NPC (Ignavius), Kerr (NPC)

Artefakte. Ruhm. Rüstung? Vielleicht würde er ja belohnt werden, wenn er Kerr töten würde. Oder lieber Ignavius? Aber was wenn er scheiterte? Wäre ihm der Mandalor dann böse, oder würde ihn für seinen Übermut loben? Nun.... In der Entfernung erkannte Avlan wie sich die drei Sith gegenseitig bekämpften, doch wirklich gab es keinen Sieger aus diesem Kampf. Wieso überhaupt kämpfen? Ergab dass überhaupt sinn? Alles schien so merkwürdig zu sein, als wäre die ganze Aktion reinster Humbug. Fest umklammerte er mit seinen Händen sein Gewehr, blickte hysterisch von der einen Ecke des Raumes zur anderen und fand keine Lösung für sein Problem. Zum ersten Mal seit langem bekam es der Söldner mit der Angst zu tun. Angst vor der Niederlage, Angst vor dem Tod. Angst vor dem Leben.

Unerwartet sprang der Sith Saphenus wieder zu Avlan herüber, warf ihn um und klammerte sich fest an ihn. Mit Gewalt versuchte sich der Söldner zu lösen, da er einen Angriff erwartete, doch dieser hatte gar nicht vor ihn zu verletzen. Er entnahm von seinem Gürtel eine Granate, und warf sie kurz darauf in die Mitte des Raumes. Welch leichtfertige Aktion. Avlan rollte sich schnell, so wie er es gelernt hatte, zur Seite und unter einen Tisch. Die Splitter trafen den Tisch und den Boden um ihn herum, doch er war geschützt und nahm daher keinen Schaden. Schnell kroch er zu seinem Gewehr, packte es, und versteckte sich dann wieder unter dem Tisch in der Hoffnung, ihn würde niemand mehr belästigen wollen. Doch falsch gedacht. Durch die Druckwelle wurde Saphenus erneut neben ihn geworfen, und berührte seinen Körper mit seinem Lichtschwert. Gedanken schossen durch seinen Kopf, Bilder der ersten Begegnung mit dem Sith, die Erlebnisse mit seinem ehemaligen Peiniger Týr, und natürlich den Kultisten. Nein, Avlan war doch kein Feigling. Er sollte kämpfen, dass würde er!

Avlan drehte sich auf den Rücken, und kickte mit seinen Beinen den Tisch über ihm hochkant von ihm fort. Er stand auf und zielte mit seinem Gewehr. Niemand würde ihn Feigling nennen, niemand durfte das! Er ging immer weiter vorwärts, bis er leichten Druckabfall unter seinen Füßen bemerken konnte, und sich so im letzten Moment davor bewahren konnte in den kürzlich geöffneten Wassertank im Boden zu fallen. Woher kam dieser überhaupt? Hatte diesen seine Granate geöffnet? Er hatte das gar nicht so recht mitbekommen, aber gut. Immerhin würde der Kampf ja jetzt weitergehen. Das dachte er sich zumindest bis Kerr plötzlich in das übel aussehende Wasser fiel und dabei unter ging. Schlecht für ihn, immerhin könnte Avlan nun den Gouverneur angreifen. Doch dieser nutzte wiederum seine unfaire Macht aus, um Avlan ebenfalls in das ekelhafte Wasser zu schmeißen.

Für den ersten Moment konnte Avlan gar nichts erkennen. Auf den zweiten eigentlich auch nicht, aber er hoffte zumindest durch dass trübe Getränk sehen zu können. Die Flüssigkeit überkam seinen ganzen Körper, von oben bis unten, und versuchte ebenfalls in seinen Helm zu gelangen während er immer weiter in die Tiefe sank. Und wenn man zu ersticken drohte, nass war und nichts sehen konnte, dann gelangte man durchaus in Panik. Glücklicherweise fand er schnell den Schalter an seiner Helmkontrolle, und legte ihn um. Es fand ein Druckausgleich statt und dass Wasser welches seinen Helm fast bis zur Hälfte geflutet hatte, floss wieder ab. Nun hatte er seinen Kopfschutz versiegelt, und besäße zumindest für wenige Minuten genug Luft zum atmen. Die Panik löste sich auf, und er konnte wieder langsam, aber sicher nach oben schwimmen, selbst wenn er durch seine schwere Rüstung relativ viel Kraft aufwenden musste. Als sich sein Kopf kurz darauf aus dem Wasser streckte, reichte ihm Kerr sofort die Hand. Der Sith schien ihm trotz der Rückschläge dennoch helfen zu wollen.

Erschöpft setzte sich Avlan auf den Boden, keuchend strich er sich über seine feuchten Hosen."Verdammte scheiße, was sollte das?", fragte ihn der ebenso erschöpfte Kerr, welcher sich auf seinen Knien abstützte:"Ich... bin mir nicht sicher. Ich habe Dinge gesehen die.. sagen wir dieses verdammte Armband hat irgendwas damit zu tun", womit der Söldner seinem Begleiter auch den unlöslichen Gegenstand am Arm zeigte:"Ich fühle, dass etwas auf dem Gegenstand liegt, etwas, was auf diesem ganzen Raum liegt... Ich könnte versuchen...", Avlan hob erschrocken die Hand nach oben:"Nein! Es wehrt sich gegen sowas! Wir müssen jetzt erstmal Saphenus und Ignavius finden, nach dem ganzen kümmern wir uns um das Ding". Kerr zuckte mit den Schultern und wies auf ein Loch in der Wand:"Die sind durch dass Loch gefallen. Irgendwohin, ich weiß es nicht. Für den Moment sind wir auf uns alleine gestellt.". Avlan stand auf und ging zur Öffnung in der Wand:"Dann werden wir ihnen eben... ", ein heftiger Schmerz durchfuhr Avlans Kopf, je näher er dem Loch kam. Schnell entfernte er sich wieder.

"Ich denke, wir können ihnen hierdurch nicht folgen. Wir werden einen anderen Weg nehmen müssen. Immerhin belästigen uns ja jetzt keine...", in der Entfernung, aus einem Gang heraus vernahm man plötzlich schreie, Geräusche die kaum menschlichen Ursprungs sein konnten. Ebenso viele Schritte, doch auch leises Schleifen und krächzen. Anscheinend waren weitere Untote auf dem Weg in den Raum, und Avlan versuchte schon sogleich mit seinem Gewehr auf die nicht vorhandene Tür zu zielen, doch ihm fiel auf dass er überhaupt kein Gewehr besaß. Enttäuscht schaute er durch den Raum, und dann wieder zum Wassertank:"Och...". Er sah für den Moment aus wie ein Kleinkind dem man die Süßigkeiten weggenommen hatte. Das Gewehr lag wohl am Grund des Tanks, und war daher unerreichbar. Ganz im Gegensatz zum Vibroschwert von Kerr, der sich Keuchend neben ihn gestellt hatte. Beide Männer waren müde, der Sith wohl mehr als der Söldner, aber ihre Kräfte schienen sich dem Ende zuzuneigen. Doch dieser Tempel forderte mehr als dass dreifache an Kraft.

Avlan zog eben seine beiden Blaster aus dem Holster, wenn er keine andere Waffe besaß, und schaute zu dem Gang. Dort standen sie auch schon, die Armee an zerfallenen und zerfressenen Untoten, welche allesamt ekelhafter und abscheulicher aussahen als man es sich je hätte vorstellen können. Erstens waren ihre Körper so grausam entstellt, und dann bewegten sich diese noch, obwohl sie nie mehr aufwachen sollten. Man sollte sich nur mal einen Untoten Messga vorstellen der die ganze Gruppe aus Rachegefühlen verfolgte.. Immerhin lebte dieser noch. Kerr schaute sehr schockierte aus der Wäsche, als er erkannte dass es sich bei einem Großteil der Untoten um ehemalige Kultisten handelte die dieser wohl kannte. Nichtsdestotrotz nutzte er seinen Hass und griff an. Avlan begann zu feuern, um die Monster wenigstens kurzfristig aufzuhalten. Womöglich könnte er ihnen Körperteile abschießen?

**********************************************************​

Das Wesen schrie ihn an, und öffnete dabei sein Maul so weit, wie er es nie für möglich gehalten hätte. Es versuchte seinen Helm aus Beskar zu umschließen, und biss dann mit voller Kraft drauf. Ein heftiges Knacksen, und dann war auch schon irgendwas gebrochen. Er versuchte mit seinen Beinen den Untoten von seinem Oberkörper zu entfernen, doch je öfter er es versuchte umso kräftiger waren die Griffe die seine Beine festhielten und daran hinderten fort zukommen. Zwei Untote fletschten von der Seite ebenfalls ihre Zähne und saßen auf seinen beiden Armen, damit er sie nicht bewegen konnte. Die Masse hatte ihn gebändigt und versuchte ihn von seinem Helm, oder seiner Rüstung zu trennen. Avlan war verloren. Mit seinem Kopf versuchte er gegen den des Untoten zu schlagen in dem Versuch ihn zu brechen. Das schafte er zwar auch, doch es half nichts. Solange nicht bis dieser plötzlich abfiel.

Der Kopflose Körper des Untoten wurde ebenso wie die Leblosen Körper der anderen von Avlan hinfort gerissen. Kerr erschien hinter ihm und zog ihn nach oben, er hatte wohl einen Machtstoß verwendet um den Söldner aus seiner Misere zu befreien. Hätte Avlan doch auch nur so ein Schwert! Plötzlich fuhr ihm ein Gedanke durch den Kopf. Er kramte an seinem Gürtel, und nahm den Haken hervor:"Hier nimm du dass Ende, und ich hole dass andere! Wir fixieren einzelne und werfen sie da rein!". Kerr verstand was der Söldner zu versuchen pflegte. Die Untoten die noch zu Anfang laufen konnten, taten dass mittlerweile nicht mehr wirklich, entweder einbeinig, oder sie krochen über den Boden. Daher waren sie recht langsam auf dem Boden. Im Wasser wären sie noch langsamer. Die beiden nahmen zusammen Anlauf, warfen dass Seil unter den Untoten und zogen ihn mit ihrem Schwung mit, sodass dieser sich kaum wehren konnte. Der Leblose wurde ins Wasser geschleudert, krächzte dann noch ein paar Mal, und ging dann unter.

Die beiden erkannten dass sie damit nicht wirklich schnell sein konnten, gab es doch viel zu viele Untote um sie alle einzeln herunter zu stoßen. Also stellten sich Kerr und Avlan gegen über von einander auf und riefen die Kultisten wie Tiere zu sich. Diese zogen sich sofort auch zu jedem einzelnen. Dann begannen sich die beiden Krieger zu bewegen und umrundeten die langsameren Untoten, sodass sie sie schon relativ bald umwoben hatten. Ineinander verhakt lagen sie dann wie ein elender Haufen zusammen und störten sie letztlich gegenseitig beim Versuch zu entkommen. Zusammen nahmen der Sith und der Söldner noch einmal Anlauf und stießen die Gruppe aus Untoten, nach mehreren Anläufen ins tiefe Wasser hinunter. Sie verschwanden in der Tiefen Ewigkeit. Avlan hob den Daumen und die beiden freuten sich vorerst. Die lebendigsten Untoten waren im Wassertank gefangen da sie von dort kaum entkommen konnten, während die restlichen Untoten überall zerhackt oder zerschossen im Raum lagen.

Avlan packte wieder schnell seine Sachen zusammen, und der Sith befestigte sein Vibroschwert wieder am Rücken. Sie durften sich jedoch keinen Verschnaufpause gönnen, sondern mussten weiter. Der Söldner blickte in den langen dunklen Gang hinein, aus dem die ganzen Untoten gekommen waren. Eine lange rote Blutspur durchzog sich nun bis in den Folterkeller. Avlan wollte sich gerade abwenden, als er an der Stelle an der normalerweise der Pfosten einer Tür gestanden hätte, einen glitzernden Gegenstand erkennen konnte. Langsam kniete er sich hin und begutachtete dass Teil. War es... Ein weiterer Kopfloser Untoter stürmte plötzlich aus dem Gang hervor, seine Arme weit nach vorne gerissen zu Avlan hin. Er stürzte sich sofort auf den Kämpfer und versuchte ihn mit Kratzern zu verletzen, bis sich ein leuchtender Strahl durch seinen Körper bohrte. Der Strahl zog sich dann von der Magengegend bis hoch zum nicht vorhandenen Kopf und halbierte den Untoten, welcher sich daraufhin sehr einfach zur Seite stießen ließ. Mit dem leuchtenden Lichtschwert in der Hand stand Avlan auf, und ließ es ein paar Mal in seiner Hand schwenken:"Bin ich jetzt ein Sith-Lord?", meinte Avlan neckisch zu seinem Partner. Dieser verdrehte nur die Augen und wies auf den anderen Gang, der die beiden weg von den Untoten führen würde. Avlan befestigte die Waffe am Gürtel und folgte ihm.

[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Folterkammer] Avlan, Kerr (NPC)
 
[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Folterkammer] - Saphenus; Avlan; Ignavius (NPC); Kerr (NPC)

Ein kurzer Moment der Ruhe, nur die schnellen aber dennoch gleichmäßigen Atemzüge der vier Duellanten waren noch zu hören, erfüllte den Raum. Unzählige Schmerzensschreie mussten ihn in der Vergangenheit erfüllt haben, eine derartige Stille war wohl ungewohnt in Anwesenheit lebender Personen. Saphenus‘ Lungen brannten während sich sein Brustkorb hob und senkte. Sein Blick fiel auf den scharfen Splitter, der noch immer in seiner Brust steckte. Mit der linken Hand zog er es hinaus und keuchte als der Schmerz größer war als er erwartet hätte. War seine Rippe gebrochen oder zumindest angeknackst? Er schüttelte den Kopf als er für einen Augenblick drohte das Bewusstsein zu verlieren. Die tanzenden, schwarzen Flecken vor seinem Auge verschwanden und schon konzentrierte er sich wieder auf seinen Gegner. Der schien jetzt erst zu merken, dass seine Rüstung aus Amuletten, Ketten und Ringen beschädigt worden war und manche der mit Sicherheit wertvollen Artefakte nun auf dem Boden lagen und von Staub und Dreck bedeckt wurden. Saphenus gönnte sich ein Grinsen. „Ohne sie bist du nichts. Erbärmlich.“, flüsterte er und kümmerte sich nicht darum ob Ignavius es auch wirklich hörte. Es war ein Moment der Genugtuung zu sehen wie Verzweiflung in dem amtierenden Gouverneur aufkam, die sogleich von enormer Wut verdrängt wurde. Sie staute sich in dem Sith an und aus eigener Erfahrung wusste Saphenus was für ein Ausbruch nun folgen würde. Also entschloss er sich die Initiative zu ergreifen. Abermals entfesselte er die Macht und dieses Mal wurde Ignavius überrascht. Viel zu sehr hatte er seine Aufmerksamkeit auf die Amulette an seinem Körper gerichtet sodass ihm nun sein Lichtschwert, die Waffe, die einen Sith auszeichnete und seinen Stand im Orden verdeutlichte, aus der Hand flog und klappernd auf dem Boden landete. Das war seine Chance! Alle Energiereserven seines Körpers mobilisierend stürzte Saphenus auf Ignavius zu, das violette Lichtschwert zum Schlag erhoben, das Auge gelb leuchtend, das Gesicht zu einer tödlichen Fratze verzerrt und von einer Aura des Hasses umgeben. Jetzt konnte er diesem Kampf ein Ende setzen und die Scharade beenden, die mit Ignavius‘ Ernennung zum Gouverneur begonnen haben musste. Kerr erkannte ebenfalls welche günstige Gelegenheit sich ihnen bog und gemeinsam schossen sie auf den Sith zu Saphenus bekam einen Tunnelblick, er hatte nur noch seinen Gegner vor Augen. Schon war er bei ihm und schlug zu. Sofort wurde er von purer Enttäuschung überwältigt, die sich mit Verwunderung und Überraschung mischte. „Was zur…“, konnte er noch keuchen als Ignavius die glühende Energieklinge mit bloßer Hand packte und zur Seite schleuderte. Was hätte er nun ebenfalls seine Waffe eingebüßt, doch er schaffte es gerade noch sie fest zu halten. Dafür spürte er aber nun Ignavius‘ Hand an seiner Kehle, sie drückte unnachgiebig zu während der Gouverneur nun vollends den Verstand verlor. Er fluchte und spuckte große Mengen Speichel bei jedem Wort aus seinem Mund heraus, er geiferte und tobte. Saphenus wurde weggeschleudert und prallte abermals auf den Boden. Jegliche Luft wurde aus seinen Lungen gepresst und schon tastete Ignavius erneut nach seiner Kehle. Wie war der Sith so schnell zu ihm gekommen, woher nahm er seine plötzliche Kraft. Da wurde Saphenus bewusst, dass er sich ganz und gar seinen Emotionen hingegeben hatte und der Rage verfallen war. Die dunkle Seite wirkte nun vollends durch ihn ohne von Vernunft oder Verstand gebremst zu werden und entfesselte damit ihre unendliche Macht. Der Verlust der Artefakte war der Auslöser gewesen. Pure Angst kroch durch Saphenus‘ Eingeweide als er gnadenlos gegen eine Wand gedrückt wurde. Wieder begann der Gouverneur zu toben. Der Zabrak schloss das Auge und versank in der Macht. Ohne wenn und aber gab er sich ihr hin und überließ sein Schicksal ihrem dunklen Willen. Dann schlug er es wieder auf, sah Ignavius‘ Faust auf sich zukommen und wich aus. Statt seines Kopfes traf sie also auf Gestein und trieb tiefe Risse in sie hinein. Doch statt nur ein paar kleine Steinchen einzubüßen und ansonsten felsenfest zu stehen brach die gesamte Wand ein und sie fielen.

Die Macht rettete ihn. Die dunkle Seite musste spüren, dass Saphenus ein starker und ergebener Diener war oder werden würde und rettete sein Leben. Obwohl sich die ganze Welt zu drehen schien und er sich plötzlich fühlte als hätte er Unmengen an Alkohol getrunken fiel er weich. Sofort suchten sich die unzähligen kleinen Sandkörner ihren Weg unter seine Kleidung und kratzten über seine Haut. Es juckte während er nach unten rutschte und schließlich zum Stehen kam. Auf dem Rücken liegend starrte er nach oben und sah, dass die Decke einige Meter von ihnen entfernt war. Schmerzen schienen in seinem ganzen Körper zu wüten und drohten ihn zu überwältigen. Er konnte die in seinem Bein schon gar nicht mehr von all den anderen abgrenzen, sie bildeten ein einziges Meer aus Schmerz. Jeder Atemzug fühlte sich an als würde flüssiges Feuer durch seine Atemwege fließen. Sand befand sich in der mit schwarzem Kunststoff ausgekleideten Augenhöhle und rutschte sanft von links nach rechts bis er zum Stehen kam. Sein Blick wanderte nach rechts. Erleichtert sah er, dass sich zumindest sein Lichtschwert noch in seiner Hand befand. Die blutete zwar ob vieler kleiner Schürfwunden, doch seine Finger krallten sich unbarmherzig um die Waffe als hinge sein Leben davon ab. Was es zu Teilen tatsächlich auch tat. Er atmete noch einmal tief ein, ächzte, drehte sich dann auf den Rücken, drückte sich vom Boden ab und kam wankend auf die Füße. Erst jetzt fiel ihm auf, dass er direkt neben einer Erhöhung lag, auf der ein Sockel stand. Dieser wiederum beherbergte viele Säcke, die offenbar gefüllt waren. Ansonsten waren überall Goldstücke, Edelsteine und Schmuckstücke verteilt, hoben sich aber teilweise gar nicht mehr von dem feinen Sand ab, der den ganzen Boden bedeckte. Saphenus wankte als er die Stufe zu dem Sockel erklomm. Vorsichtig drehte er sich um sich selbst und sah Ignavius. Der Sith war ebenfalls in dieser Kammer gelandet und starrte ihn nun aus hasserfüllten Augen an. Sein unbändiger Zorn erfüllte den Raum und hätte wohl jeden vernichtet, der nicht über die Macht verfügen konnte. Schon fiel ihm auf, dass Avlan und Kerr nicht hier waren. Er war auf sich alleine gestellt.


Saphenus aktivierte sein Lichtschwert. Den Rücken gekrümmt, die Haut fahl, der Körper schwach war er weit davon entfernt einen siegreichen Eindruck zu erwecken. Vielmehr wirkte er als würde er sich in nur wenigen Minuten der Armee aus Untoten anschließen, die mit schlürfenden Schritten und hungrigen Mäulern durch diesen Tempel wanderte, immer auf der Suche nach ihrem schmackhaften Fleisch. Dennoch war sein Wille ungebrochen. Saphenus spürte, dass die Entscheidung nahte. Bald würde einer von ihnen sein Leben verlieren während der andere triumphierend über das herrschte was von diesem Tempel und dem gesamten Planeten noch übrig war. Er fasste sein Schwert fester. Das Gefühl des kalten Metalls in seinen geschunden Handflächen beruhigte ihn, gab ihm Kraft und ließ ihn sich auf seine Macht besinnen. Noch einmal geisterten die Bilder von Talitha und Ignavius durch seinen Kopf, doch noch hielt er den Zorn zurück denn er spürte wie der des Gouverneurs unnachgiebig anstieg. Sollte der Sith den ersten Schritt machen. Übermütig und sich seiner Grenzen nicht mehr bewusst würde er scheitern und sterben. Doch er rührte sich nicht und schleuderte ihm lediglich seinen Zorn aus funkelnden Augen entgegen. Minuten vergingen in denen sie sich nur anstarrten. Saphenus‘ Gedanken rasten.


„Was ist los, Angst?“, höhnte er. „Wo ist deine Arroganz hin, hast du sie im Sand verloren?“ Langsam ging er auf Ignavius zu, ein leichtes Humpeln begleitete jeden Schritt. „All die Jahre musst du dich so mächtig gefühlt haben und nun bricht alles über dir zusammen.“ Er näherte sich weiter. „All die Anstrengungen um dein Imperium aus Schnaps zu errichten…vergebens.“ Er trat die Stufe herab. Schon streckte Ignavius die Hand aus, ein Machtstoß traf Saphenus, schlug ihm gegen die Brust, dass es knackte. Er riss ihn in die Luft und schleuderte ihn gegen den Sockel. Es klimperte, einer der Säcke neigte sich und fiel neben ihn. Schon ergoss sich dessen Inhalt, eine Sammlung Edelsteine, über den sandigen Boden. Für den Bruchteil einer Sekunde wurde ihm schwarz vor Augen während höllische Schmerzen über seinen Körper hinwegfegten. Er wusste, dass er jetzt sterben würde. Ignavius würde die Chance nutzen, nach vorne springen und seinen Körper zerschmettern. Geschah es mit einem Faustschlag? Einem weiteren Machtstoß? Oder gar einem Tritt? Doch nichts passierte. Mit Mühe und Not schlug er sein Auge auf und sah Ignavius an gleicher Stelle stehen wie zuvor. Er hatte sich nicht gerührt. Auch wenn sein unermesslicher Zorn noch immer zu spüren war, hielt ihn etwas an seinem Platz gebunden. Was war es? Vor Schmerzen stöhnend zog sich Saphenus ein letztes mal auf die Beine. Noch einmal würde er nicht mehr die Kraft dazu haben. Unachtsam begrub er ein paar der Edelsteine unter seinem Stiefel. „Was ist?“, flüsterte er, weil seine Stimme versagte. Er schluckte und begann sofort zu husten als der Speichel in der Luft- statt in der Speiseröhre landete. Blut mischte sich bei. „Ich habe gefragt was ist?“, sagte er jetzt lauter. „Warum hast du es nicht zu Ende gebracht?“, schaffte er es dann doch zu brüllen. Mit unsichtbaren Fingern griff er nach einem der am Boden liegenden Edelsteine und schleuderte ihn in Ignavius‘ Richtung. Der wich aus als wollte er sie unter gar keinen Umständen berühren. Saphenus hob weitere in die Luft und schickte sie auf den gleichen Weg. Wieder brachte der Gouverneur seinen fetten Körper aus der Flugbahn. Irritiert sah Saphenus das Schauspiel mit an, dann fasste er einen Entschluss. Noch einmal projizierte er all die Bilder vor sein geistiges Auge, die seinen Zorn weckten: Je’ana in liebender Umarmung mit ihrem Geliebten, seinen Vater, der ihn den Jedi überstellen wollte, seine Mutter, die ihn sein ganzes Leben belogen hatte, Talitha, die mit traurigen Augen im Tempel zurückblieb. Saphenus gab sich seinem Hass hin, öffnete die Arme für ihn und ließ jede einzelne Zelle seines Körpers von ihm durchfluten. Die violette Klinge des Lichtschwerts begann ob des Sturms an Gefühlen kräftiger zu leuchten, ihr Plasma zischte, fauchte und lechzte. Dann entließ er seine Macht. All die nur zaghaft verschlossenen Säcke hoben sich in die Luft, verharrten einen Moment und schossen auf Ignavius zu. Noch im Fluge öffneten sie sich und entließen ihren Inhalt. Edelsteine, Kristalle, Goldmünzen und wertvolle Dinge jedweder Art verteilten sich, prallten gegen die Wand, landeten im Sand und wollten bei Ignavius landen. In diesen Sturm an Reichtümern schoss Saphenus mit von der Macht beschleunigten Schritten. Schemenhaft schoss er nach vorne, streckte die Klinge aus und ließ sie sich ihren Weg suchen.


Die letzten Kristalle landeten mit einem dumpfen Geräusch im Sand während Saphenus sich nicht einmal traute zu atmen. Nur langsam wurde ihm bewusst was geschehen war. Sein Lichtschwert schnurrte während es in Ignavius‘ Bauch steckte und seine Eingeweide verbrannte. Der brachte keinen Laut über die Lippen, doch auf Saphenus‘ Mund begann sich ein Lächeln abzubilden. Langsam hob er die Hand und genüsslich entließ er den Machtstoß. Ignavius wurde nach hinten geschleudert, im Flug schnitt die Klinge durch seinen Bauch und verletzte weitere Organe bevor er gegen die Wand krachte. Saphenus blieb stehen. Ignavius war noch nicht tot, das spürte er doch unweigerlich tropfte das Leben aus ihm heraus. Unaufhaltsam, langsam und gemächlich starb der Gouverneur von Korriban.
„Du bist es selber schuld.“, keuchte Saphenus als sich Erschöpfung in ihm breit machte. „Du hast es zu verantworten. Du musstest dich gegen mich stellen, du hast mich provoziert. Als du Talitha gefangen genommen hast, hast du dein Schicksal besiegelt. Jetzt sprich deine letzten Worte solange du noch Zeit dafür hast.“


[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Schatzkammer] - Saphenus; Ignavius (NPC)
 
::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Schatzkammer ::: Saphenus und Ignavius (NPC) :::::

Regungslos saß er da. Die Beine gespreizt, den Oberkörper leicht zurückgelehnt an der Mauer hinter ihm, die Hände schlaff an den Seiten. Ein langgezogenes Loch klaffte ihm in der Brust und was zuvor durch die Hitze verschmolzen worden war, hatte sich bei dem Aufprall wieder gelöst. Kleinere und größere Rinnsale aus schwarzem und rotem Blut, Magensäure und verflüssigte Muskelmasse flossen aus ihm heraus, durchtränkten seine einstmals so würdevolle rote Robe, seine Unterbekleidung und benetzt schließlich auch seine dämonische rote Haut. Ignavius bekam davon jedoch nichts mehr mit. Seine Lunge hatte es ebenso erwischt wie ein Teil seines Herzens. Luft holen war unmöglich, und langsam aber sicher floss das Leben aus ihm heraus. Die Augen starr nach vorne gerichtet, die Lippen unbewusst einen tonlosen Monolog halten lassend, versuchte der nun schon sehr bald tote Ex-Gouverneur zu begreifen was geschehen war. Doch er konnte es nicht. Kein Gedanke hielt sich lange genug um ihn näher betrachten zu können und als schließlich sein Mörder vor ihm stand, verstummte sein Innerstes. Dieser behauptete Ignavius sei für seinem eigenen Tod verantwortlich. Darauf antworten konnte er nicht mehr, denn die Macht hatte ihn bereits verlassen. Als das Schwert ihn durchbohrt und damit sein Schicksal besiegelt hatte, hatte er gespürt wie die Macht der Artefakte verstummt war. Die, die ihn hätten schützen sollen, ließen ihn nun im Stich. Sein Körper, auch das spürte er nun, fiel in sich zusammen. Als würde er plötzlich jede Sekunde um ein Jahr altern, verließ ihn jedwede Kraft für alles. Das wohlschmeckende Gift, welches er in so großzügigen Mengen in sich hinein geschüttet hatte, brannte sich nun durch seinen Organismus. Ungehemmt, denn die Macht seiner Unterstützer war fort. Diese Erkenntnis traf ihn nicht wirklich, denn irgendwie hatte er es immer gewusst. Zu keinem Gefühl und Gedanken mehr fähig, konnte er weder antworten, noch etwas bedauern. Schmerzen spürte er keine mehr, sodass sein Ende leise, wenn auch ziemlich widerlich war...

...endlich...
…tot...
…nutzloses Stück Banthascheiße...
…wie vulgär, wenn auch zutreffend...
…verschwindet aus meiner Sphäre...
...kaum einen Tempel gebaut und schon glaubst du du hast hier was zu sagen...
...wohl wahr. Schweig, selbsternannter König...
...wenn sich wahre Herrscher unterhalten, haben Emporkömmlinge deines Kalibers zu schweigen...
...arrogantes Pack. Von eurem Erbe ist ebenso wenig übrig. Ihr seid auch nicht mehr wert als der Dreck unter den Füßen meiner Sklaven...
…leere Worte eines hohlen Königs, Gebieter eines sinnentleerten Throns. Schweig. Du hast hier nur zuzuhören...
...warum schwafelt ihr in der Sklavensprache?...
...damit Ignavius Richter uns versteht. Er soll verstehen können wie WIR über IHN richten...
...er ist ein dreckiger Sklave. Sein Blut ist so minderwertig wie das von Vasir...
...endlich spricht es mal einer aus. Und Ignavius war auch nicht besser...
...auch du hast ihn gewählt...
...erinnere mich nicht daran. Aber wenigstens war er Sith...
...es spielt sich alles in meiner Domäne ab. Ihr habt hier gar nichts zu melden...
...geduldet, das wirst du Vasir Demarr. Tue nicht so als wäre es anders...
...jetzt haltet endlich eure Klappe. Ich bin dafür ihn zu töten. Ich werde keinen Sklaven als Avatar dulden und Ignavius ist dahin...
...scheiße nein, den nehmen wir ganz sicher nicht. Bin auch dafür. Lasst seinen Schädel platzen...
...also wollt ihr erneut mehrere Jahre, Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte auf den nächsten warten?...
...Kein Sklave! Das diskutiere ich nicht. Vasir, er befindet sich in deinem Tempel. Töte ihn!...
...zuerst wird abgestimmt...
...Ich warte lieber als einen Mann niederer Herkunft anzunehmen. Auch wenn es mir schwer fällt es auch nur zu denken, ich bin ihrer Meinung. Vasir soll ihn töten...
...geleckter Dreck. Mach ihn kalt!...
...meinetwegen. Ich habe es nicht eilig...
...da ich im Prinzip eurer Meinung bin...
...dann ist es entschieden. Er befindet sich in deiner Domäne, Vasir Demarr. Es ist an dir ihn zu beseitigen...
...und den roten Knopf zu drücken...
...oh ja. Neustart … haha...
...ich habe andere...
...deine scheiß Pläne interessieren uns nicht! Du wirst gehorchen! Zwing uns doch dazu unsere Macht zu vereinen und dich auszulöschen. Zwing uns dazu Arschloch!...
...gehorche Vasir Demarr...
...so wie du es immer getan hast, selbsternannter König...
...wenn hier noch irgendwer ein Wort in dieser verfluchten Sklavensprache spricht, dann reiße ich das Tal eigenhändig in Stücke!...

Ignavius, welcher das Gespräch ebenso wie sein Mörder mitangehört hatte, hätte nun gerne gelacht oder wenigstens gegrinst, doch dafür reichte es nicht mehr. Mit den letzten Worten der sehr aggressiv klingenden Frau schwand auch seine letzte Kraft. Obwohl er die Augen offen ließ, fraß ihn schließlich die Finsternis auf. Kaum war der Körper tot, rollte plötzlich wie von Geisterhand getragen ein Lichtschwertgriff aus seiner Robe vor die Füße des Zabraks. Doe Die Schatzkammer schien diesen nicht gehen lassen zu wollen, denn just in diesem Augenblick begann Sand von der Decke zu riesen und mit jeder Sekunde wurde es mehr...

::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Schatzkammer ::: Saphenus und Vasir (NPC) als Beobachter :::::
 
Zuletzt bearbeitet:
::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Vor Vasir Demarrs Gemach ::: Avlan und Kerr (NPC) und Vasir Demarr (NPC) :::::

Vasir war so lange mit Saphenus und den anderen Jen'ari beschäftigt gewesen, dass er den Pseudo-Mandalorianer und seinen Kultistenfreund gar nicht daran hatte hindern können sich ihm zu nähern. Die Aura, welche seine Opfer zu ihm lockten und Sicherheit vorgaukelten, hatte er inzwischen wieder entstehen lassen und vergessen sie nach Ignavius tot abzuschalten. Nun waren die beiden Idioten da und standen direkt vor seiner Kammer. Aber eigentlich hatte er keine Zeit um sich mit ihnen auseinander zu setzen. Auch wenn die Arroganz der anderen Jen'ari Vasir ein kaltes Würgen bescherte, so würde er sich doch in einem Punkt ihrem Willen unterwerfen. Nein, nicht unterwerfen, sie waren einer Meinung. Ignavius war unfähig gewesen und nur weil die anderen dunklen Lords unbedingt einen reinblütigen Vertreter hatten haben wollen, hatten sie ihn erwählt. Sie hatten geglaubt ihn steuern zu können, dabei war die Eigenart, diese eine spezielle Fähigkeit von dem Fettsack, es gewesen die ihn für diesen Posten gleichermaßen disqualifiziert und dann doch wieder geeignet erscheinen ließ. Was er sich auch einredete, er glaubte es. Er hatte sich stets eine eigene Realität geschaffen, was gut für einen Herrscher war, war dieser kompetent und mächtig. Nie hatten ihn größere Zweifel geplagt, nie war er gewankt und auch deshalb war er durch die Gräber marschiert und hatte alles überlebt. Leider war er ein typischer Sith gewesen, nur eben ohne die nötigen Fähigkeiten. Hätte er die Macht eines Jen'ari und das Wissen seines Präfekten besessen, er hätte die Galaxis erobern können. Aber so … nur ein Säufer, der sich auf solch unrealistische Weise selbst überschätzte und die eigentliche Realität beugte, das man ihn schon beim Betreten von Korriban hätte töten müssen. Also, Ignavius hatte Korriban nicht gut getan und viel zu viel Dreck hierher kommen lassen. Sklaven, überall wuselten sie herum und wirtschafteten das Tal herunter. Die Jen'ari mochten nicht mehr die Macht besitzen um die Galaxis zu unterwerfen, doch ihr dramatisch geschrumpftes Territorium konnten sie sauber halten. Über die Jahrtausende konnte jeder von ihnen eine kleine Armee von willenlosen Dienern um sich scharen, so auch Vasir. Da er – und das gab er wirklich nicht gerne zu – noch schwächer war als die anderen, würde seine Säuberung nicht so schnell und effizient vonstatten gehen, doch er liebte ohnehin das blutige Schauspiel. So gesehen würde es genau so ablaufen wie er es wollte. Dafür musste er nur seinen alten Tempel opfern. Es gab schlimmeres.

Dieb und Kultist trauten sich nicht in die Kammer, was Vasir genug Zeit gab um den „Reset-Knopf“ zu drücken. Direkt unter ihm befand sich seine Schatzkammer, doch noch darunter gab es ältere Bauwerke, Gänge und Tunnel. Vasir hatte unbeabsichtigt auf den unlängst von Korribans Sand und Stürmen begrabenen Ruinen gebaut und irgendwann hatte er tief genug graben lassen, sodass sie darauf gestoßen waren. Dort unten, dort wo selbst die Hitze Horusets in eine Milliarde Jahren nicht hinkommen würde, lagerte seine Armee. Nicht in wenigen großen Räumen, sondern überall dort wo Platz war. Ein Großteil seiner Truppen bestand nur noch aus Knochen, nur selten eingehüllt in Stoffe, welche so unverwüstlich waren, das sie Hektoden überdauern konnten. Ihre Waffen sahen besser aus, denn die Umgebung dort unten hatte sie konserviert, wenn auch nicht scharf gehalten. Doch ihre übernatürliche Kraft würde den wandelnden Toten genug Kraft geben um die stumpfen Vibrowaffen durch jede Rüstung bohren zu lassen. Im Zentrum seiner Kammer ruhend, verband sich Vasir nun mit ihnen. Nur hier, in und unter seinem Tempel, konnte er sie programmieren. Andere Jen'ari vermochten mehr, vermochten es sogar die Sklaven in der Siedlung zu übernehmen, doch er war nie so gut gewesen. Seine Stärken lagen woanders, auch wenn sie ihm bei dem Neustart nicht helfen würden. Jeder einzelne Diener musste separat berührt und mit seiner unheiligen Macht durchdrungen werden, womit auch die Anzahl seiner Diener limitiert wurde. Selbst wenn er eine Million Leichen besaß, so konnte er doch nur einen Bruchteil davon erwecken. Deshalb sortierte er die Schwächsten immer aus und behielt nur die Starken, denn ob sie nun in ihrem früheren Leben Doktoren, Ärzte oder Minenarbeiter gewesen waren, er brauchte für sie alle die selbe Menge an Energie und Konzentration. Dafür konnte ein Feeorin jedoch mehr leisten als ein Gand und ein Machtnutzer war mehr wert als einer ohne Macht. Deshalb würde jetzt nur die Elite der Grabräuber und vom Pech verfolgten Glücksritter auf das Leben in der Siedlung losgelassen werden. Diesesmal wollte Vasir aber zuschauen. Deshalb durften die beiden tollkühnen Männer vor seiner Kammer auch überleben. In ihnen würde er aus dem Tempel hinaus marschieren und beobachten, wenn schon nicht eingreifen können.


...ihr seid ganz schön mutig … oder ist es Wahnsinn und der Wunsch nach eurem Ende der euch direkt vor meine Kammer führt?...

Falls das Duo etwas sagen oder kehrt machen wollte, es war zu spät um sich ihm zu entziehen. Diesesmal achtete Vasir jedoch nicht darauf unentdeckt zu bleiben. Anstatt sich wie ein diebischer kovakianischer Echsenaffe einzuschleichen, nahm er seine metaphorische Faust, drosch damit auf die geistigen Barrieren der Männer ein und als diese fast sofort nachgegeben hatten, setzte sich der fette Hutte in ihr Nest im Gehirn, verband sich mit alle organischen Sinnen und markierte dann zugleich noch sein Revier. Jeder Versuch ihn dort nun heraus zu holen, würde mit qualvollen Schmerzen beantwortet werden. Schon beim ersten Schlag gegen die „Tür“ waren sie auf die Knie gegangen, erholten sich aber recht schnell als Vasir sich eingenistet hatte.

...geht nun und überlebt lange genug um mich zu unterhalten...

Kryptische Nachrichten und nur vage formulierte Drohungen ließen nur die wenigstens sofort die Flucht antreten, weshalb Vasir seine Worte mit etwas greif- und sichtbarem kombinierte. Zeitgleich, überall im Tempel und deshalb auch direkt neben den beiden Männern, öffneten sich alle Geheimgänge. Nirgendwo sprang deshalb gleich ein Untoter aus diesen Löchern heraus, doch der faulige Gestank tausender Leichen überschwemmte sie dennoch. Kurz darauf hörte man bereits die Armee, wie sie sich zwar stumm, deshalb aber nicht tonlos fortbewegte. Millionenfaches Knochenrascheln, synthetische Kleidung die über sie gezogen wurde, festklemmte und zerriss, rostige und nicht so rostige Waffen die über Böden gezogen und an Wänden entlang geschliffen wurden. Sicher, die Geräusche waren noch dumpf, doch der akustische Vorbote der untoten Armee war nicht sonderlich viel schneller als jene die diese Töne verursachten und von sich gaben. Vasir hatte sie zuerst auf den Tempel gehetzt, wo sie ein jedes lebende Wesen töten und in ihre Reihen aufnehmen würden. Und erst dann würden sie gen Siedlung marschieren und Männer, Frauen und Kinder, Alte wie Junge, Starke wie Schwache, Soldaten wie Schrottsammler, sie alle würden sterben. Das Tal der dunklen Lords erhob sich ein weiteres mal und nichts als bleiche Knochen würden übrig bleiben. Bleiche Knochen, gebettet in einem karmesinroten Teppich aus Blut, garniert mit dem Feuer der brennenden Siedlung...

::::: Korriban ::: Tal der dunklen Lords ::: Ignavius Residenz ::: Vor Vasir Demarrs Gemach ::: Avlan und Kerr (NPC) und Vasir Demarr (NPC) :::::
 
Befreiung erlangt man nicht von außen, man erlangt sie selbst.
{[()]}-- Korriban--Tal der dunklen Lords--Ignavius Residenz--Irgendwo--Zoey und Grin; Schritte in der Nähe--{[()]}

Wie schnell eine scheinbare ruhige und – relativ - ungefährliche Situation eskalieren konnte, fand Grin auf äußerst schmerzhafte Weise heraus. Nicht nur der Schlag in seine Weichteile gehörte dazu, sondern auch die Anschuldigung von Zoey und das Entzünden des einen Wächters. Wie eine wandelnde Fackel lief dieser auf sie zu, während Grin kurzzeitig nicht im Fokus gestanden hatte. Doch ein Leibwächter wie er befand sich immer in Lebensgefahr, tat es sein Schützling auch. Das Lichtschwert mit der rot glühenden Klinge aktiviert, stieß er zuerst in Richtung brennendem Wächter, sodass der zwar nicht zurück zuckte, sondern sich ein Loch in die Brust stanzen ließ, doch dafür ließ er wenigstens von Zoey ab und kam nun auf ihn zu, den einen Arm mit der Hand und dem Armband nach ihm ausgestreckt. Die Kette schien eine andere als die ersten beiden zu sein, denn sie war viel zu lang um einfach nur um einen Arm gelegt zu werden. Grin achtete aber kaum auf ihn, denn die untote Fackel ging deutlich langsamer als er konnte, also umrundete der Maskierte Zoey und ihren Wächter leicht. Nun konnte er auf die Schulter einschlagen, was er auch sogleich tat. Mit Zoey direkt daneben wollte er nicht zustechen, dafür traute er seinen eigenen Schwertkampffähigkeiten nicht. Doch der senkrecht geführte Hieb, welcher sogleich Kopf, Schulter und die Seite aufgeschlitzt hätte, kam nicht durch. So unnatürlich schnell, wie es diesen Wesen möglich war, drehte er sich um und hielt Grin Zoey entgegen, weshalb er kurz vor ihrem Kopf stoppte und die Klinge zurück zog. Gleichzeitig versuche sie sich aus der Umklammerung zu lösen, doch es war klar dass das nicht funktionieren würde. Außerdem befand sich der Brennende nun in Reichweite. Hätte er auch nur die Hand nach seinem Kameraden ausgestreckt, dessen knochentrockene Kleidung wäre ebenso in Flammen aufgegangen. Deshalb zog sich Grin wieder zurück und stach erneut in die Richtung der Fackel. Eher zufällig hätte er den Hals getroffen, doch dieses mal wich der Wächter aus, entfernte sich dann aber von Zoey und kam auf ihn zu. Nur einen Rückwärtsschritt weiter und Grin stieß schon gegen einen der steinernen Stühle. Diesen hatte er nicht vergessen, denn als Arenakämpfer hatte er stets alles im Blick behalten und sich daran erinnern müssen, so oft wie man das Licht ausgeschaltet hatte. Dennoch brauchte es seine Zeit ihn zu umrunden und genau diese nutzte der Wächter um auf ihn zuzuspringen. Grin hatte unter anderem damit gerechnet und ließ sich daher fallen, zog sich dann an der Lehne des fest am Boden verankerten Stuhles zur Seite weg, rappelte sich schnell auf und war damit auf der anderen Seite. Leider schien das die Fackel zum Umdenken zu bewegen, denn der drehte sich auf dem Absatz um und marschierte wieder auf Zoey zu, den Arm mit der Kette ausgestreckt. Ob diese Wesen überhaupt mitbekamen wenn sie brannten?

„Ich bin dein Gegner“ schrie Grin, nachdem er die Stühle umrundet hatte und schon schoss die scharlachrote Klinge erneut durch die Luft, doch ebenso erneut schien der Wächter nicht gewillt zu sein sich treffen zu lassen. Dieser Stich hätte seinen zweiten Arm amputiert und davon wollte er sich wohl nicht trennen. Eine Erkenntnis die nicht unwichtig war. Als Grin die Klinge zur Seite nahm um besser sehen zu können, merkte er das der Wächter sich wieder auf ihn stürzen wollte, sodass er sie wieder auf den Arm ausrichtete und tatsächlich, die Abwärtsbewegung, die den Sprung ankündigte, wurde gestoppt. Grin merkte sich das und begann dann wieder die Fackel zu umrunden und dann mit zwei großen Schritten zur Zoey zu kommen. Ihr Wächter richtete sich wieder neu aus und dieses mal achtete er sogar darauf das Grin durch ihre Beine schneiden musste, wollte er seine abschlagen. So wurde das nichts, erkannte auch Zoey. Sie hatte die ganze Zeit über gezögert, doch nun bewies sie Mut und stieß die Fackel in Richtung Gesicht ihres Wächters. Grin hielt ungläubig den Atem an, denn er befürchtete das sie sich dadurch selbst in Brand setzen würde, doch sie hatte nur geblufft und hielt kurz bevor sie ihn traf inne. Der Wächter reagierte gar nicht.

„Wirkt nicht. Etwas anderes“ rief er ihr zu und musste sich dann erst einmal wieder um den brennenden Untoten kümmern. Inzwischen hatte der sich derart viel bewegt – und Zeit war auch genug verstrichen – das kaum noch etwas an ihm brannte oder glühte. Seine Knochen hatten sich schwarz verfärbt und überall hingen noch Fleischreste, aber im Grunde war er ein Skelett. Ein Skelett mit offenbar feuerfesten Schuhwerk und einer nicht weniger schwer entflammbaren Unterbekleidung. Also hatte Grin es gerade mit einem Gerippe in rauchenden Unterhosen und Halbstiefeln zu tun. An einem anderen Tag, aus größerer Entfernung betrachtet, hätte es wohl witzig gewirkt, doch nun war ihm nicht danach zu lachen. Oh, er grinste durchaus, wie er es halt so gerne tat, doch das hatte ja nichts mit der Situation zu tun. Leider war das Skelett immer noch so schnell und agil wie zuvor, weshalb er nicht nachlässig wurde und jede noch so kleine Bewegung Beachtung schenkte. Plötzlich hörte er jedoch ein Knacken. Einer der Stühle, welchen er für an den Boden befestigt gehalten hatte, erhob sich in die Luft und bewegte sich langsam auf Zoey zu. Grin stand jedoch im Weg, weshalb er ein paar Schritte zur Seite machte. Ihr Wächter schien zu wissen was sie plante, denn kaum hatte der Stuhl den halben Weg zurück gelegt, zerrte er sie mit sich in die naheliegende Ecke. Umrunden ausgeschlossen. Zoey erkannte es auch und ließ das Objekt einfach fallen. Es schlug mit einer Kante zuerst auf, wodurch der gesamte Sandsteinsessel auseinander brach. Der nun nur noch rauchende Wächter stand in der Nähe und kam dadurch sogar ins Straucheln, was Grin erneut nutzen wollte, doch ihm fiel einfach nichts ein. Und dann machte es Klick. Aber nicht bei ihm.

„Gib mir das Schwert. Ich versuche es.“

Zoey streckte ihre noch freie Hand aus und Grin handelte sofort. Ihr Wächter hatte nur den einen Arm, konnte sie also nur festhalten. Und doch versuchte er es zu verhindern, indem er sich zur rechten Wand wegdrehen wollte. Und schaffte es nicht, denn egal was er tat, er würde eine Schwachstelle offenlegen. Um sicher zu gehen legte Grin das Schwert in Zoeys Hand und drehte sich sofort um. Nur um von dem zweiten Wächter angesprungen und mit viel zu viel Kraft gegen die Wand geschleudert zu werden...

{[()]}-- Korriban--Tal der dunklen Lords--Ignavius Residenz--Irgendwo--Zoey und Grin; Schritte in der Nähe--{[()]}
 
[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Schatzkammer] - Saphenus; Ignavius (NPC)

Was war passiert? Saphenus schreckte aus seinem plötzlichen Sekundenschlaf hoch. Wo war er? Er blinzelte. Feiner Staub hüllte ihn ein, kratzte auf seiner Haut und reizte sein Auge. Ignavius! Panisch aktivierte er sein Lichtschwert und hüllte sich in die Macht, doch er sah niemanden. Sand schoss aus Löchern in der Decke, ganz langsam füllte er den Raum. Er musste husten, seine Atemwege wurden gereizt. Müdigkeit kroch in seine Glieder, machte ihn langsam und träge. Er gähnte und hustete abermals. Sein ganzer Körper schmerzte, jeder einzelne Muskel war verspannt. Blutgetränkt klebte seine Kleidung am Körper, ganz langsam sickerte es aus Wunden an Brust, Oberarm und Bein. Probeweise trat Saphenus einen Schritt nach vorne und ächzte auf. Die Prothese schnitt tief in sein Fleisch, er stolperte und fiel zu Boden. Sofort wurde er von dem Sand eingehüllt, der erbarmungslos auf ihn herab regnete. Er bekam kaum Luft. Das Geräusch der unzähligen kleinen Sandkörner wurde lauter, das feine Rieseln wurde zu einem ohrenbetäubenden Sturm. Was war geschehen? Saphenus konzentrierte sich, kämpfte gegen die Müdigkeit an. War er eingeschlafen? „Nein, wir haben gekämpft.“, murmelte er als die Erinnerungen zurückkehrten. Ignavius stand an der Wand und wich den Reichtümern aus, die in seine Richtung geschleudert wurden. „Ich habe ihn getötet.“, wurde ihm plötzlich bewusst. Er sah seine violette Klinge vor Augen, wie sie gierig durch die Luft schnitt und sich schließlich lüsternd in Ignavius‘ Bauch bohrte. Das Fett verbrannte sofort, ein strenger Geruch stieg ihm in die Nase. Der Gouverneur wurde gegen die Wand geschleudert, rutschte an ihr herunter und blieb liegen. „Ich habe ihn getötet.“, wiederholte Saphenus erneut als könnte er es nicht glauben. „Er ist tot.“ Trotz seiner gegenwärtigen Situation erfüllte ihn ein Gefühl der Befriedigung. Auf dem Rücken liegend, spürend wie er von dem überraschend kalten Sand eingehüllt wurde, ließ Saphenus die Szene immer und immer wieder Revue passieren. Unfähig etwas zu sagen konnte Ignavius nur auf den Tod warten. Der Chance beraubt seine letzten Worte von sich zu geben starb er inmitten seins eigenen Blutes und seiner Innereien. Der große und mächtige Gouverneur Korribans war dahin und nichts würde ihn wieder bringen. Erneut musste Saphenus husten als er grinste und Sand in den Mund bekam. Langsam verwandelte sich das Husten in ein hysterisches Lachen und wieder zurück. Sich des Ernstes der Lage nicht bewusst lag er inmitten der Schatzkammer und ließ sich von den Gefühlen seines Sieges übermannen. Er spürte gar nicht wie er schwächer wurde. Dann jedoch verstummte er und erinnerte sich an das, was danach passiert war. Untote, Jenari? Er zuckte zusammen als plötzliche Kopfschmerzen durch sein Haupt zuckten. Irgendetwas war hier gewesen und hatte einen Mechanismus aktiviert, der diesen Raum fluten würde. Panik durchschoss ihn. Hektisch versuchte er aufzustehen, doch Schmerzen und Schwäche ließen ihn wieder zu Boden gehen. Der Sand hatte den Raum bereits zu einem großen Stück gefüllt. Wo war der Ausgang? Sein Blick zuckte herum, doch nirgendwo gab es eine Konsole oder eine Steuerungseinheit. „Aufzug, Aufzug…“, flüsterte er wie ein Irrer vor sich hin ohne genau zu wissen ob es wirklich einen gab. Diese Worte kamen ihm nur sehr vertraut vor. Auf allen vieren sah er sich um, doch nirgendwo gab es einen Hinweis. Stattdessen stieg der Sand von Minute zu Minute höher und beförderte ihn näher an die Decke. Abermals drückte er sich vom Boden hoch und kam wankend auf die Beine. Er dehnte sich in der Macht aus, spürte aber nichts. Wild fuchtelte er mit seinen Armen als könnte ihn das aus dieser Misere befreien. Dann gab er auf. Von seiner Kraft verlassen, kaum noch in der Lage seine Sinne auszustrecken und nach dem rettenden Schalter zu suchen sank er in den Sand und blickte an die Decke. Sein Atem wurde langsamer, die Schmerzen dumpfer. Bald schon spürte er sie kaum noch als ihm immer dunkler vor Augen wurde. Sein Mund verzog sich zu einem spöttischen Grinsen als er an Ignavius‘ tote Augen dachte, wurde dann aber ausdruckslos als Talithas Gesicht vor seinem geistigen Auge auftauchte. „Ich habe versagt.“, flüsterte er und sah sich wieder als kleines Kind, das gehänselt und ausgestoßen wurde. Jetzt gab er auf und sich seinem Schicksal hin, ganz so wie er es damals schon immer getan hatte. Seine Hand krallte sich um sein Lichtschwert und hob es in die Höhe. Ein Hauch der Verwunderung überkam ihn. „Das ist nicht meins.“, stellte er fest und besah sich die Waffe. Probeweise drückte er auf den Knopf, doch nichts geschah. Ebenso wie seine eigene Kraft war auch die dieser Klinge verloschen. Dumpf erinnerte er sich daran, dass das Schwert Ignavius gehörte. „Hat er seins nicht in der Folterkammer verloren?“ Husten mischte sich unter seine Worte und ein eiserner Geschmack machte sich in seinem Mund breit. „Zumindest habe ich Ignavius besiegt.“, flüsterte er. Eine trügerische Illusion inneren Friedens machte sich in ihm breit. Seine Augenlider wurden schwerer und schwerer. Warum sollte er nicht einfach einschlafen? Das Abbild seines Vaters tauchte auf, einen mitleidigen Blick aufgesetzt, die Augenbrauen sorgenvoll erhoben. „Werde eins mit der Macht, mein Sohn. Das Licht wird dich auch jetzt noch in sich aufnehmen.“ Das Licht? „Gib dich der Macht hin und sie wird deine Taten verzeihen. Sie liebt dich, genau wie ich es tue.“ Ein Grummeln regte sich in seinem Bauch und ließ ihn das Auge wieder weit aufreißen. „Dem Licht?“, murmelte er und wurde dann lauter. „Dem verdammten Licht?“, fauchte er während Zorn durch seine Adern floss. „Das verdammte Licht ist schuld, dass ich hier bin!“ Sein Gebrüll ging fast unter, doch es gab ihm Kraft. Seine Hand krallte sich in den Sand. Er würde hier nicht sterben. Wenn die Jedi erfuhren, dass er sich hier seinem Tod hingegeben hatte, würden sie lachen, ihn verhöhnen und mit dem Finger auf ihn zeigen. Genau so wie er es schon immer erleben musste. Diese Genugtuung würde er ihnen nicht zugestehen. „Ich werde überleben und ihnen zeigen, wozu die Dunkelheit in der Lage ist!Gerade als er aufstehen wollte ging ein Beben durch den Raum. Er verlor das Gleichgewicht, stürzte und rollte einen Hang aus Sand herunter. Risse formten sich in einer Wand der Schatzkammer, sie wurden größer und breiter bis sie tosend und donnernd zusammenbrach. Sofort suchte sich der Sand einer Lawine gleich seinen Weg und floss aus der Kammer in einen breiten Gang hinein. Saphenus sprang auf, schrie vor Schmerzen und bahnte sich dennoch seinen Weg in die Freiheit. Aus dem Augenwinkel sah er wie sich nun auch Risse an der Decke formten bis schließlich erst kleine Splitter aus ihr herausbrachen, gefolgt von größeren Steinen und schließlich der gesamten Konstruktion. Saphenus sprang, hörte wie es hinter ihm krachte, spürte die Druckwelle und wurde in den Gang hineingeschleudert. Hart prallte er auf den Boden, schnappte nach Luft und überschlug sich bis er zum Stehen kam. Der Sand kroch Stück für Stück näher an ihn heran, erreichte seinen Fuß, wurde langsamer und hielt an. Rauch hüllte ihn ein während es ihm schwarz vor Augen wurde.

Stöhnend wurde er wieder wach. Sein ganzer Körper schien zu brennen, lodernde Schmerzen tobten überall. Er versuchte sich aufzurichten, konnte aber nur seinen Kopf heben. Ein merkwürdiges Licht erhellte den Weg vor ihm obwohl es keine Lampen zu geben schien. Er streckte seine Hand aus und versuchte sich über den Boden zu ziehen, doch nach einem schauderhaften Kratzen brachen seine Fingernägel. Er stöhnte, kraftlos lag er auf den kühlen Steinen. Nur langsam wurde ihm bewusst, dass er aus der Schatzkammer entkommen war. Der Mechanismus, der sie fluten sollte, hatte wohl den Zahn der Zeit gespürt und die Jahrhunderte nicht überstanden. Ächzend versuchte er erneut sich zumindest auf alle viere zu heben und nach mehreren Versuchen schaffte er es. Als nächstes zwang er sich auf die Beine. Er wankte, verlor das Gleichgewicht und konnte sich im letzten Moment noch an der Wand abstützen. Mit ihr als Stütze bahnte er sich seinen Weg vorwärts, Schritt für Schritt. Alle paar Meter drohte er zu stürzen, doch immer konnte er sich mit den scheinbar letzten Kraftreserven fangen. Leere erfüllte seinen Kopf, jeglicher Gedanke war verschwunden um dem Überlebenswillen Platz zu machen, der ihn nach vorne trieb. Zentimeter für Zentimeter ging er den Gang entlang, bog ab, kam erneut an eine Kreuzung, ging weiter und weiter. Er wusste nicht welcher Weg der Richtige war, er vertraute seinem Instinkt. Dann stockte er. „Was war das?“, flüsterte er während ihm kurz schwindelig wurde. Er musste weitergehen, er durfte nicht anhalten. Er hörte es erneut, ein Schlurfen. Zitternd wagte er einen Blick über seine Schulter. Dort kamen sie. Leichen jedweder Spezies verfolgten ihn, manche konnten sich nur noch über den Boden ziehen, andere bestanden nur noch aus ihren Knochen. Mit toten Blicken starrten sie ihn an während sie sich unaufhaltsam näherten. Saphenus wollte nach seinem Lichtschwert greifen, zuckte jedoch vor Schmerz zusammen. Er streckte die Hand aus, doch statt eines Machtstoßes wurde nur ein wenig Staub vom Boden aufgewirbelt. Panisch wandte er sich ab und versuchte seine Schritte zu beschleunigen. Das schlurfende Geräusch hinter ihm kam näher und näher, es schien ihm als müssten die Untoten nur noch ihre Hände nach ihm ausstrecken. Erneut bog er ab, nackte Angst schoss durch seinen Körper. Auch hier waren sie schon, er saß in der Falle. Plötzlich tastete seine Hand etwas, instinktiv drückte er dagegen. Ächzend sank der Schalter in die Wand, zwei Türen öffneten sich und offenbarten einen Aufzug. Saphenus hinkte auf sie zu, ließ sich über die Schwelle fallen, nahm all seine Konzentration zusammen und aktivierte den Hebel mit der Macht. Schwerfällig schlossen sich die Türen gerade in dem Moment als der erste Untote seine verfaulte Hand in den Aufzug hineinstecken wollte. Knirschend wurde sie zwischen den Türen zermalmt, dann kehrte Stille ein. Saphenus spürte wie sich der Aufzug ruckend in Bewegung setzte und er spürte auch, dass es nach oben ging und nicht nach unten. Schwer atmend lag er erneut auf seinem Rücken, ein Lächeln im Gesicht. Die dunkle Seite hatte ihn gerettet, dessen war er sich sicher. Die Macht war stark in diesem Planeten und sie hatte seinen Weg begleitet in dem Wissen, dass er noch wertvoll war. Nicht nur weil er den alten, unnützen Gouverneur beseitigt hatte sondern weil es ihm bestimmt war dessen Nachfolge anzutreten. Das war ihm nun bewusst.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam der Aufzug zum Stehen und öffnete seine Türen. Grelles Sonnenlicht flutete den Raum und blendete den am Boden liegenden Zabrak. Heiße und trockene Luft strömte herein, sie war eine Wohltat für seine geschundenen Lungen. Saphenus kroch ins Freie, langsam gewöhnte sich sein Auge an die Helligkeit. Er sah den strahlenden Himmel über sich und wusste, dass er es geschafft hatte. Er zog sich weiter über die Erde bis er schließlich an einer Brüstung ankam. Ein atemberaubender Blick über das Tal der dunklen Lords offenbarte sich ihm, in der Ferne lag Dreshdae mit seinen verrosteten Containern. Das hier war sein Reich! Eines, das bedroht wurde, fiel ihm plötzlich ein. Hektisch suchte er nach seinem Holokommunikator, zog ihn hervor und drückte ein paar Knöpfe. Er hatte den Kampf tatsächlich überlebt. Mit zitternden Händen baute er eine Verbindung auf.


[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Dach] - Saphenus

[Horuset-System | Korriban | Dreshdae | Kaserne] - Cpt. Carr (NPC); Soldaten


Stille gepaart mit fast greifbarer Anspannung hüllte Captain Carr ein. Seine Muskeln zeichneten sich deutlich unter der Uniform ab als er sich auf den Holoprojektor stützte, der eine Karte des Tals der dunklen Lords und Dreshdae in die Luft projizierte. Niemand sagte etwas, denn es gab nichts zu sagen. Der „Dead Man’s Tree“ war zerstört, doch glücklicherweise war die Taverne der einzige Verlust. Den Sprengstoffteams war es gelungen die restlichen Sprengladungen zu entschärfen und zu sichern. Von ihnen ging keine Gefahr aus. Obwohl ihn diese Tatsache beruhigen sollte, kam der Captain nicht zur Ruhe. Das Schlimmste stand ihnen noch bevor, das sagte ihm sein Instinkt. Der hatte ihn noch nie betrogen und er wusste, dass er sich auf ihn verlassen konnte. Wenn zwei Sith miteinander kämpften, konnte das in einer Katastrophe enden und er war nicht bereit seine Mission aufzugeben. Dreshdae war bereits beschädigt worden und allein diese Tatsache bedeutete einen Schandfleck in seiner sonst makellosen Akte. Er durfte sich nicht noch mehr zu Schulden kommen lassen. All seine Gedanken auf sein Ziel konzentriert war Captain Carr nicht in der Lage der rassistischen Politik des Imperiums die Schuld für seinen Posten zu geben. Befehl war Befehl.

„Captain, wir empfangen eine Übertragung.“, sagte einer seiner Soldaten mit hörbar zittriger Stimme. Carr nickte und sofort flackerte das Bild eines am Boden liegenden Zabrak auf. Sofort erkannte er ihn als den Sith Saphenus und ebenso wurde ihm klar in welchem gesundheitlichen Zustand er sich befand. „Captain Carr?“, brachte der Sith unter Husten und Ächzen hervor. „Ich höre.“ Mit gemischten Gefühlen konstruierte der Cathar unzählige Szenarien in seinem Kopf und keines davon machte ihn glücklich. „Was ist passiert?“ Saphenus nahm sich einige Sekunden um Kraft zu sammeln. „Der…Tempel…er muss…zerstört werden! Sofort.“ „Zerstört?“, wiederholte Carr skeptisch. Auch wenn die Residenz einen Schandfleck darstellte, konnte er unmöglich den Befehl geben sie zu vernichten. „Kommt erstmal zu Sinnen bevor Ihr so etwas fordert. Ich habe Euch bereits gesagt, dass ich mich nicht in Euren Krieg einmischen werde. Ignavius ist Euer Problem, nicht das meine.“ Stille. „Sie…verstehen nicht. Armee…im Tempel und auf dem Weg. Sie wird euch überrennen. „Was für eine Armee? Was ist mit dem Gouverneur?“ „Ignavius ist tot…aber eine Armee ist auf dem Weg. Sie werden alles vernichten!“ Carr schwieg während er nachdachte. Ignavius war tot, diese Nachricht erfüllte ihn mit einer Befriedigung, die er nicht leugnen konnte. Hoffnung begann sich in ihm zu regen, dass er diesen Planeten bald verlassen könnte. Spätestens jetzt musste die Regierung erkennen, dass es sich nicht lohnte diese Siedlung. Dennoch grübelte er. Die Worte des Sith schienen Wahnsinn zu sein, es gab keine Armee. Im Tempel wohnten nur Ignavius und sein Präfekt, sie waren die Einzigen. „Sir, wir empfangen merkwürdige Signale aus dem Tempel.“, tönte es von hinten. „Was für Signale?“ „Kann ich nicht sagen, aber sie bewegen sich. Es sind Hunderte, wenn nicht sogar Tausende.Auf ein Signal vom ihm wurde die Verbindung zu dem Sith unterbrochen.


[Horuset-System | Korriban | Dreshdae | Kaserne] - Cpt. Carr (NPC); Soldaten

[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Dach] - Saphenus


Das Abbild des Captains flackerte und verschwand schließlich. Saphenus fauchte, doch ihm fehlte die Kraft den Projektor zu zerstören. Stattdessen lehnte er an der Brüstung und ließ seinen Blick schweifen. Er fühlte sich hilflos. Sein Reich lag vor ihm und dürstete danach von ihm zu neuer Größe geführt zu werden und dennoch standen die nächsten Momente nicht in seiner Macht. Schwach und kraftlos musste er darauf warten was passieren würde. Seine Gedanken wanderten zu Zoey, Grin und Avlan. Sie waren noch immer im Tempel gefangen und standen mittlerweile bestimmt der Armee aus Untoten gegenüber. Er glaubte nicht, dass sie überleben würden. Zorn stieg in ihm auf. Er sollte der einzige sein, der über ihre Schicksale entschied, niemand anderes. Sie gehörten ihm! Sofort dachte er an Ignavius, der es sich angemaßt hatte ihm seine Diener wegzunehmen. Nun hatte er den Preis dafür gezahlt. Saphenus spuckte Blut. Der Kommunikator, den er achtlos neben sich geworfen hatte, begann zu piepsen und das holographische Abbild eines Cathar formte sich. Im hellen Sonnenschein war es kaum zu sehen, gleichzeitig schien die Verbindung nicht die Beste zu sein. Abgehakt kamen die Worte aus den maroden Lautsprechern. „Was…was haben Sie gesagt?“, fragte Saphenus. Der Captain wiederholte es. „In 15 Minuten sind die Bomber da. Bis dahin solltet Ihr von dort verschwunden sein.“

[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Ignavius' Tempel | Dach] - Saphenus
 
Zuletzt bearbeitet:
Korriban, Ignavius`Residenz, Katakomben, Raum: Grin, Zoey, untote Wächter und?


Grin nahm ihr Lichtschwert, aktivierte es und gab sein Bestes! Er nahm es erst mit dem Feuer gefangenen Untoten auf. Es erwies sich aber als schwierig. Als dieser nun Grin hinterher lief, versuchte Zoey sich aus dem Klammergriff des anderen Untoten zu befreien, der sie vor sich hielt, doch obwohl er nur einen Arm ohne Hand hatte, gelang es ihr nicht. Er drückte nur noch fester zu. Grin kam ihr sofort zu Hilfe und wollte mit dem Schwert auf ihren Peiniger einstechen, doch augenblicklich befand sich Zoey in einer prikären Lage, da der handlose Untote sich der Gefahr blitzschnell bewusst wurde und Zoey als lebendes Schutzschild nahm und Zoey schrie auf, als sie die Klinge wenige Zentimeter vor ihrem bzw. über ihrem Kopf bemerkte, schnell die Augen schloss, damit sie nicht geblendet und ihres Augenlicht`s beraubt werden würde und jene fest zusammenkniff und die Hitze spürte, die ihr fast ihr Haar und ihre Stirn versenkte. Zum Glück hielt Grin rechtzeitig inne! Zoey konnte aufatmen! Doch der Schreck war gewaltig gewesen! Sie wirkte zu niedergeschlagen, als das sie etwas Sagen hätte können, dafür seufzte sie tief und frustriert. Außerdem, was hätte sie sagen sollen? Worte waren hier Fehl am Platz! Sie mussten handeln! Ihr Meister oder andere Hilfe war nicht bei ihnen! Sie waren beide alleine und auf sich gestellt!

Grin versuchte weiter, einem der Wächter ein Bein oder den letzten Arm zu nehmen und nahm sich wieder den Brennenden vor, dem das Feuer nichts auszumachen schien! Ihr Wächter, behielt sie als gutes Schutzschild. Sie versuchte sich wieder erneut heraus zu winden und stieß ihrem Wächter dann doch die Fackel zum Schein ins Gesicht und stoppte kurz vorher. Doch es war ihm egal! Er war nicht wie ein Lebender, der wenigstens zurück gezuckt, der Angst gehabt und eine natürliche Furcht dem Feuer entgegen gebracht hätte. Grin rief ihr auch gleich zu, dass dies nichts bringen würde. Da konnte man echt resignieren! Doch das durften sie nicht und ihr Überlebenswille ließ sie kreativ werden. Während Grin mittlerweile den Verbrannten, oh er glimmte und rauchte nur noch, war leider nicht zu einem Häuflein Asche zerfallen und war unverändert stark, versuchte zu bekämpfen und mit ihrem Lichtschwert einige akrobatische Übungen vollzog, besann sich Zoey auf das, was sie gelernt hatte. Nun, es war nicht viel! Sie levitierte einen der schweren Stühle herbei, leider lief dabei Grin einmal davor herum und sie bekam einen Schreck und hätte fast das steinernde schwere Teil fallen gelassen, bekam es aber wieder in den Griff, die Sache mit der Konzentration und so, um ihre Wächter zu verwirren und abzulenken. Ihr Wächter zerrte sie in eine Ecke und ihre Konzentration kam erneut ins Wanken. Doch schnell stellte sich heraus, dass diese Aktion völlig für die Katz war! Zoey ließ den Stuhl an Ort und Stelle bei der Erkenntnis fallen. Es krachte heftig und man hörte ein Knacken. Es brach wohl etwas ab?! Doch, wen kümmerte es?!

Der rauchende Untote kam dabei ins Straucheln und Zoey ärgerte sich, dass sie das Teil nicht auf ihn drauf fallen lassen hatte?! Doch, es strengte so sehr an, dass sie es nicht sofort nochmal anheben und gegen den Untoten, der dadurch ins Straucheln gekommen war, feuern konnte. Ihr wurde gerade wieder schlecht davon. Doch dafür machte es bei ihr wegen etwas Anderem Klick! Wenn Grin nicht an ihren Wächter heran kam, dann musste sie es selbst versuchen! Sie teilte es ihm mit. Sie ließ die Fackel einfach fallen. Er konnte ihr ihr Schwert reichen. Ihr Wächter besaß noch den linken Arm. Das war ausgesprochen gut! Sie war Rechtshändler! Ok, einfach würde es nicht werden und die Gefahr bestand, sich dabei selbst zu verletzen! Sie konnte nicht langsam vor sich hin säbeln! Der Wächter würde Gegenmaßnahmen ergreifen, würde er mitbekommen, was sie vor hatte! Sie fuchtelte daher mit dem Lichtschwert erst vor sich in der Luft herum, als würde sie den Rauchenden von sich fern halten wollen, der stets mit diesem Armband herum wedelte, als wäre er programmiert oder geimpft worden, es irgendwem dringend umlegen zu müssen! Ihr Herzklopfen nahm zu, sie spürte einen Anflug von Entschlossenheit und Stärke in sich und riss dann entschlossen das Schwert herum und hieb es ihrem untoten, vor sich hin modernden Widersacher durch die Schulter, doch da das Schwert nicht nur leicht war, sondern ebenso leicht durch das tote Gewebe schnitt, hieb sie es sich in die linke Schulter und schnitt sich ihr eigenes Schlüsselbein an oder durch! Sie schrie laut auf und hielt inne! Der Arm des Wächters fiel zu Boden, sie entkam seiner Umklammerung und sie stürzte weg von ihm. Wenigstens hatte das Manöver etwas gebracht. Sie drehte sich um. Armlos war er angreifbarer! Sie schlug mit ganzer Kraft und Schnelligkeit auf seine Beine ein! Er begann um sich zu treten und sie bekam einen Tritt ab, da sie jede Art von Deckung nicht beachtet hatte und legte sich hin. Schnell rappelte sie sich auf und drehte sich flink und schlug zu und wieder ins Leere. Mist! Grin hielt den Verbrannten zum Glück auf Abstand. Zoey webte einfach den armlosen Wächter mit der Macht ein und hob ihn an und schlug ihm dann die Beine weg, als er in der Luft baumelte. Das war sehr anstrengend, zwei Dinge gleichzeitig zu machen, davon einen Machtgebrauch! Sie bekam eins seiner angefaulten Beine fast auf den Kopf! Aber, nur fast! Dann ließ sie ihn fallen und dann gab es weder eine gute, noch eine schlechte Entscheidung, sondern nur das kleinere, aber notwendige Übel und sie schlug abermals etliche Male wie eine Irre und trotz der Schmerzen im Schultergelenk beidhändig auf ihn oder auf das, was noch von ihm übrig war, ein. Es gibt eine verflucht lange Version dieser elendigen Prozedur, doch die Kurze war, sie enthauptete das untote Übel, und vierteilte dann seinen verwesten durchlöcherten Körper, damit sie vor ihm endlich ihre Ruhe haben konnten!

Nun, war da nur noch dieser Rauchende! So musste es müffeln, wenn man Gammelfleisch auf den Grill legte und die Zeit vergaß! Sie umkreiste ihn nun mit Grin, sie umtänzelten ihn und sie schlug wieder mit dem Lichtschwert zu. Er wich aus und rannte fast mit Grin zusammen. Ob er noch heiß war? Grin könnte sich Verbrennungen zu ziehen? Sie musste aufpassen! Sie hantierte mit dem Lichtschwert herum und hatte die volle Aufmerksamkeit des Untoten. Ihre Aufmerksamkeit aber lag auf dem Stuhl, der noch ganz war und auf dem sie gesessen hatte. Das Lichtschwert war nur ein Ablenkungsmanöver! Ihr Schmerz in der Schulter und ihre Wut darüber im Bauch halfen ihr. Sie levitierte den steinernden Stuhl über den Untoten, was wieder extreme Übelkeit herauf beschwor, warf Grin einen wissenden Blick zu und ließ ihn dann über dem höllischen Wesen fallen. Der Stuhl war extrem schwer und der Rauchende lag erstmal wie gefesselt und platt gedrückt am Boden. Einen Lebenden hätte das Teil aus Stein zermalmt! Die erste Reaktion von Zoey war, dass sie sich übergeben musste. Der Machtgebrauch zerrte an ihr und forderte seinen Tribut.



Korriban, Ignavius`Residenz, Katakomben, Raum: Grin, Zoey, ein untoter Wächter, ein und?
 
Zuletzt bearbeitet:
[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Folterkammer] Avlan, Kerr (NPC)

Avlan wusste dass es im Tempel schätze von unzählbarem Reichtum gab, Schätze, mit denen sich der Söldner bis an sein Lebensende vergesorgt hätte. So hatte er es jedenfalls in seiner Halluzination gesehen, von der eigentlich immer noch nicht wusste ob sie echt war oder nicht. Er könnte es nur überprüfen wenn er an Ignavius Leiche ran käme, um ihn nach dem einen Schlüssel abzutasten. Doch dafür musste er den Gouverneur erstmal finden, und dass könnte dauern. Schließlich würde dieser seinen wertvollsten Besitz nicht einfach so abgeben.

Während die beiden Kämpfer fast ziellos durch die Gänge streiften, trafen sie auf nicht einen Untoten. Nirgendwo, sie hörten auch keine. Es war eine merkwürdige Totenstille, aber dass lag wahrscheinlich auch an dem Ort an dem sie sich befanden. Kerr erklärte wie er angeblich ein paar Zeichen an den Wänden erkannt haben wollte, die darauf aufmerksam machten nicht weiterzugehen. Sozusagen Warnsymbole, an die sich sowieso keiner hielt. Vermutlich standen in den weiteren Zeichen auf den Wänden zudem billige Flüche die einem Angst machen, oder zumindest schlaflose Nächte bereiten sollten. Reinster Schwachsinn. Avlan hielt davon genau so wenig, wie von diesen widerwärtigen Untoten, und dem ganzen Tempel an sich. Zwar konnte er sich immer noch nicht erklären was er in dem einen Moment gesehen hatte, der ihn dazu verleitete auf Saphenus zu schießen, es lag aber wohl an Übermüdung. Wahrscheinlich war selbst der Schatz nur ein Produkt seines eigenen Geistes.

Vor einer großen, steinern Wand kamen die beiden zum stehen. Allem Anschein nach war diese Wand keine Wand, sondern ein übergroßes Tor an welchem natürlich weitere unbekannte Symbole prangerten. Gerade als Avlan seinen Sprengstoff heraus nehmen wollte um dass Tor zu sprengen, hielt sie auch schon etwas auf. Eine Stimme, die von überall her ertönte begann zu den beiden Kriegern zu sprechen, die kurz darauf vor starken Kopfschmerzen in die Knie gehen mussten. Die Fremde Macht wollte anscheinend ihre ungestörte Ruhe haben, und befahl den beiden auch gleich wieder zu gehen:"Ich nehme an, dass ist es, wovon Saphenus gesprochen hatte", erklärte Avlan während er sich vor Schmerzen an den Kopf fasste. Kerr nickte Stumm, und die beiden macht auch sofort wieder kehrt. Dann würden sie eben einen anderen Weg hier raus finden, dachten sich die beiden, doch dabei blieb es nicht. Türen öffneten sich auf jeder Seite und an jedem Ort in den Gängen, und ermöglichten somit ein unheimliches Hör-Spektakel. Elendes, lautes rascheln und schleifen konnte von überall vernommen werden, als würden sich tausende Gestalten auf den Weg machen.

Leicht nervös begaben sich die beiden Kämpfer im Lauf-Schritt wieder dorthin zurück woher sie gekommen waren, jedenfalls hofften sie den Weg vor lauter neuen Abzweigungen zu finden. Die Geräusche wurden immer Lauter, und es schien so als käme eine Lawine von weiteren Untoten auf sie zu, doch noch war niemand zu sehen. Immer weiter liefen sie voraus, Avlan zog provisorisch seine Blaster während sein Begleiter es ihm nach tat und mit der Macht versuchte die Umgebung abzutasten. Die beiden müden gestalten, welche mittlerweile völlig ausgekratzt durch die Gänge trabten, kamen wieder letztlich an den Ort zurück von dem sie aufgebrochen waren: Der Folterkammer. Dass große Loch durch dass die zwei erfahrenen Sith gefallen waren, klaffte immer noch in der Wand, die Bruchstücke der Rakete lagen zudem weiterhin unberührt im Raum verteilt. Gerade als Avlan überlegen wollte, welchen Weg die beiden den jetzt nehmen müssten, hörten sie auch schon wieder dass Krächzen und schleifen in den Gängen, welches ihnen sagen sollte dass die Untoten Wesen im Anmarsch waren. Aus einem vorher noch nicht da gewesenen Seitengang stürmten plötzlich mehrere der als 'Walker' eingestuften Monster hervor, und gingen auf die beiden Krieger zu. Doch diesmal sahen die Monster anders aus. Sie besaßen Waffen.

Knapp, und um eine Haaresbreite verfehlt hatte ihn der lange Speer welcher sich gerade noch in der Hand des Wesens befunden hatte. Die Leblosen Augen starrten Avlan an, die getrocknete und verweste, aber gut erhaltene Haut atmete im Rhytmus des Söldners mit, während die Knochige Gestalt ihre zerfallenen Zähne nach seinem Fleisch fletschte. Kerr nahm erneut seine letzten Kraftreserven in Angriff, und stürmte auf ein paar weitere Gestalten zu, welche mit ihren Antiken Rüstungen und primitiven Waffen genauso gut in einem Museum hätten stehen können. Der Söldner ließ mehrere Schüsse fallen, und warf den Untoten nach ein paar Treffern letztlich um. Doch tot waren diese Wesen genauso wenig, wie sie tot waren. Avlan dachte wieder an dass Lichtschwert welches er gefunden hatte, überlegte kurz nach, und fasste den Entschluss es in diesem Notfall einzusetzen. Er konnte zwar nicht so geübt damit umgehen wie Kerr oder die anderen Sith, aber er würde es lernen müssen. Auf die Untoten hatte er mittlerweile nämlich keine Lust mehr, weshalb er seine Wut an ihnen rauslassen würde.

Die viel zu leichte Waffe schnitt sich wie ein Messer durch warme Butter, und zerteilte das leblose Wesen. Ein schnitt, dann ein zweiter, und er war wertlos. Drei weitere liefen auf den Söldner zu, und mit einem Hieb enthauptete er sie, schwang die Waffe noch einmal um sich und zerteilte die Monster dann nochmal waagerecht. Leider hatte er zu weit ausgeholt und die Lichtklinge traf letztlich sein eigenes Bein. Es war nicht verloren, aber eine Narbe würde es dennoch hinterlassen, schmerzhaft war es also ungefähr so wie ein Blasterschuss. Nach wenigen Minuten des Hackens waren die beiden kurzfristig fertig, und Avlan riss einen Kleidungsstücken von denen die sie nicht mehr brauchten, und machte sich einen provisorischen Verband um dass versengte Fleisch - danach lief er unter schmerzen den blutverschmierten Gang entlang, den er von Anfang an gemieden hatte.

Während die beiden Krieger die Gänge weiter liefen, auf der Suche nach einem Ausgang, hörten sie Geräusche in der Nähe:"Warte mal kurz, ich höre etwas", wies er seinen Kumpanen hin. Die beiden horchten genau, und sie konnten wirklich Schritte, kämpfe und letztlich sogar einen sehr dumpfen Schlag wahrnehmen. Die beiden nickten sich zu und entschieden sich dazu den besagten Raum zu finden. In Anbetracht der Situation konnte es sich womöglich um die beiden kämpfenden Sith, oder andere unbedeutende Personen handeln. Sie würden sehen wer sich dort befand, und könnten dann letztlich abschätzen ob dass Risiko ihr Leben wert war. Vielleicht würde Avlan jemandem an diesem Tag dass Leben retten, die ihm dann dass ganze Leben lang dankbar sein würde. Vielleicht würde er unter den Kultisten einen treuen Diener finden, der jede lästige Arbeit übernehmen würde für die er sich selbst zu wichtig erscheinen würde. Doch um wen würde es sich handeln?

Zoey. Es war wirklich Zoey die sich dort auskotzte, mitten in einem kaum beleuchteten Raum. Schien dass nicht etwas unangebracht? Der Maskenmann Grin stand ihr natürlich sofort zur Seite, als würde er ihr mit seinem Gestammel irgendwie helfen. In der Mitte des Raumes war jedoch ein zerbrochener Stuhl aus Stein vorzufinden, der wohl die Quelle für den dumpfen Schlag gewesen sein musste. Aus ihm rauchte es leicht, doch Avlan konnte erkennen dass sich darunter etwas zu bewegen schien dass nicht fortkam, etwas zuckte unter dem ganzen Gewicht. Ebenso konnte er eine weitere zerhackte Untote Gestalt in der Nähe entdecken, und er schloss sich daraus das die beiden gegen die Wesen gekämpft haben mussten. Ohne Kommentar betraten sie in der Dunkelheit den Raum, und Avlan wusste was er zu tun hatte. Er würde sich zuerst um den Untoten kümmern.

Der Söldner zeigte schnell auf den Steinhaufen, und machte eine Bewegung in Richtung Decke. Kerr verstand zwar, atmete aber erstmal tief durch bevor er die Arme ausstreckte und seine wenigen Kraftreserven einsetzte um dass schwere Gewicht anzuheben. Avlan aktivierte dass Lichtschwert, und fauchend entwich ihm blutrote Klinge. Er fühlte sich mit dem Teil wirklich nach etwas besonderem, obwohl er zugegebenermaßen derjenige war der am wenigsten Ahnung von der Waffe hatte. Was würde einem Söldner überhaupt eine Lichtklinge bringen? Ohne zu zögern stach er sofort zu, und begann zu hacken und zu schneiden, bevor die Steine wieder über dem Wesen zusammen fielen. Kerr konnte die Masse mittlerweile nur für wenige Sekunden in der Luft halten bevor es ihm zu anstrengend würde und die Macht ihn wieder verließ. Immerhin hatte Avlan genug Zeit gehabt den Untoten so weit zu zerschneiden dass sich dieser so nicht mehr selbst befreien könnte. Er war nun endgültig gefesselt, und bis dieser je eine Möglichkeit gehabt hätte zu entfliehen, Avlans Rüstung wäre dann schon längst zu Staub zerfallen.

Mit dem Lichtschwert in der Hand begab er sich zu Zoey und Grin, wobei sich letzterer bereits schützend vor sie gestellt hatte, bis er kurz darauf erkannte um wen es sich bei den beiden handelte. Ohne etwas zu sagen starrte er Zoey an, dann Grin, dann wieder Zoey. Seine Hand umschlang den Griff des Schwertes, er fühlte beinahe wie die Macht in dieser Waffe seine Adern durchströmte. Hier unten hätte er die Möglichkeit gehabt seine Konkurrentin los zu werden, und davor ihren Schoßhund zu töten. Nie wieder würde sie sich wagen ihn mit der Macht in die Luft zu heben, und nie wieder würde Grin ihm irgendeine Drohung ins Gesicht spucken. Dann wären die beiden tot, und niemand wüsste was mit ihnen Geschehen wäre. Sie würden höchstens selbst zu seelenlosen, umherwandelnden Wesen mutieren, doch selbst dafür wurde Avlan vorsorgen können. Er würde die beiden so entstellen, dass sie nicht einmal ihre eigenen Eltern wieder erkennen könnten. Oder dass, was von ihnen übrig bleiben würde.

Der Boden begann diesmal stärker zu Beben als vorher, kurz verlor sogar Avlan dass Gleichgewicht. Anstatt wertlose Gedanken an die beiden minderwertigen vor ihm zu Verschwenden packte er seine Lichtwaffe wieder ein:"Los, hol Zoey auf den Arm wenn sie nicht laufen kann, und lass uns von hier verschwinden!", wies er Grin an, welcher ihm zu Zoeys willen zu gehorchen schien. Sie rappelte sich wieder auf, und gemeinsam verließen sie auch schon kurz darauf den Raum, selbst wenn es Avlan in Gedanken weh tat die eine Chance nicht genutzt zu haben, die beiden loszuwerden. Er würde diese Entscheidung hoffentlich nie bereuen müssen.


[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Residenz :: Folterkammer] Avlan, Kerr (NPC), Zoey, Grin
 
Zurück
Oben