Korriban (Horuset-System)

Korriban, im Tal der dunklen Lords, Pfad am Felsen hoch: Zoey, Grin, Yui, Bastas, davor: Raziil und dahinter in der Ferne unbekannte Person(NPC)


Endlich sagte der ehemalige Schüler von Sturn etwas. Er hatte registriert, dass er ersetzt worden war. Sie nickte dazu, als er ihre Worte wiederholte. In ihr wurde Schadenfreude geweckt. Dann wurde er frech. Die Anmaßung bezog sich auf Sturn, doch da Zoey ihn liebte, verteidigte sie ihn.

“Jeder ist eben ersetzbar, besonders wenn man noch so ein kleines unbedeutendes Licht wie du es bist, ist. Es war euch allen verboten auf Korriban in ein Grab auf eigene Faust zu steigen! Der Gouverneur, mein Meister, hatte ein Dekret da zu erlassen! Und Selura, die Neue, war schon eine eher seltene besondere Schülerin, so wie auch dein ehemaliger Mitschüler Matthew. Letzterer macht enorme Fortschritte, auch, wenn ich ihn im Lichtschwertkampf kürzlich auf Brentaal besiegt habe. Eine Übung versteht sich!”

Zoey erzählte dies nicht grundlos. Sie wusste, dass man ihr ihr Können nicht zutraute. Das war gut, doch in diesem Falle sollte er wissen, mit wem er es zu tun hatte. Sie taxierte ihn und zwar gründlich, dass heißt, mit der Macht. Er musste erst am Anfang seiner Ausbildung gestanden haben, denn seine Aura war zwar dunkel, aber ungeformt, wild, roh und ungeschliffen. Nun, vermutlich hatte er mit Matt gemeinsam die Ausbildung begonnen gehabt. Die ersten Lehreinheiten! Muskulös war er. Er würde nützlich fürs Grobe sein!

“Was wolltest du in dem Grab? Und, was hast du gefunden?”

Sie duzte ihn bewusst die ganze Zeit! Neugierig lauschte die Archäologin, was er dazu sagte. Er sprach weiter, nachdem Zoey davon gesprochen hatte, wo sie hin wollten. In der Ferne war ein Sandsturm, der hoffentlich nicht die Richtung wechselte und zu ihnen kam. Sie hatte ihn auch gefragt, was das dort hinten wäre. Sie dachte, es wäre sein Gleiter. Es wäre sein Frachter, antwortete er. Er hätte viel zu tun? Zoey streckte ihren Machtsinn zum Frachter aus? Es war verdammt weit weg! Sie spürte eine Präsenz.

“Okay? Und wer ist die Person in dem Frachter? Was ist mit ihm?”

Er fragte, was sie dort in der Pyramide zu finden erhofften. Und, seiner Frage nach zu urteilen, war er nicht im Bilde, wer sie war. Schwaches Gedächtnis! Doch, es konnte nicht jeder so klug wie sie sein! Vielleicht hatte er im verschütteten Grab etwas auf den Kopf bekommen?!

“Wissen! Wissen über die Macht! Das steht an erster Stelle und Schätze natürlich! Für meinen Meister Lord Saphenus, Gouverneur von Korriban, und für seinen Meister Fürst Darth Hybris! Ich bin Sithschülerin und berühmte Archäologin und Autorin Zoey Liviana. Dein ehemaliger Meister Sturn ist übrigens so gut wie mein Verlobter! Daher, zügele künftig deine Zunge, wenn du über ihn sprichst! Ich werde solche Aussetzer nicht noch einmal dulden!”

Sie musterte ihn herablassend von unten nach oben. Zoey konnte unglaublich hochnäsig sein! Dann beugte sie sich leicht vor und ihr Haar fiel ihr dabei vorne über die Schultern. Sie hatte sich übrigens heute ganz in Schwarz gehüllt. Sie war so depri wegen dem bevorstehenden Besuch von Hybris gewesen! Schwarze Hose, schwarze Wildlederstiefel, overknee natürlich, und ein schwarzes langärmliges Shirt. Nur der Gürtel war wie gewohnt hellbraun. Ihre Tasche, die sie immer zum Rucksack bei sich trug, auch. Ihr echtes Lichtschwert war unverdeckt am Gürtel. Einen Blaster führte sie auch mit. Natürlich auch ein Messer und ein Skalpell!

“Natürlich gehen gute Helfer nicht leer aus! Alle werden reich belohnt!...Ach, und solltest du dich entschließen mit zu kommen, wäre da noch etwas. Stelle meine Macht nicht auf die Probe und fordere ja nicht meine Wut und meinen Zorn heraus! Ich und nur ich alleine habe hier das Sagen und ich werde jeden bestrafen, der sich mir widersetzt! War das klar und deutlich genug, Meistersuchender?”

Ihre Tonart war wie gewohnt oft lehrerinnenhaft, doch die Macht hatte sich von selbst in ihren Unterton gemischt und sie klang wie eine Göttin! Sie war selbst ganz überrascht. Wie hatte sie das gemacht? Unbewusst? Sie ließ sich nichts anmerken.

“Was ist? Willst du mir ins Grab folgen? Dann reihe dich hinter mir irgendwo ein! Ansonsten zieh weiter! Meine Zeit ist kostbar!”


Korriban, im Tal der dunklen Lords, Pfad am Felsen hoch: Zoey, Grin, Yui, Bastas, davor: Raziil und dahinter in der Ferne unbekannte Person(NPC)
 
[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords] - Saphenus; Zoey Liviana; Bastas Numeen; Grin Redeye, Yui

Yui nickte bestätigend als der Sithlord sagte, dass Zoey sie kontaktiert hatte. Offensichtlich passte ihm das nicht, was Yui nicht wirklich verstehen konnte. Immerhin hatte sie ja keine Informationen oder irgend sonst etwas weitergegeben. Sie hatte weder gesagt mit wem sie reisen würde noch was sonst geplant war. Nur genug, dass Yui sie finden konnte. Doch das war offensichtlich nicht das einzige was Saphenus nicht passte. Yui hielt das ganze hier für eine Einöde doch für den Orden der Sith war es wohl ein Heiligtum. Wirklich beeindruckend war es nicht aber es bkonnten ja auch sehr schlichte und einfache Sachen einen ziemlich großen Wert haben. Für ihr Überleben war es wohl besser nichts mehr dazu zu sagen, denn der Sith würde sie sicher umbringen, wenn Yui nicht aufpasste. Außerdem hatte er Recht, nur mit dem Blaster hatte sie keine gute Chance sich zu verteidigen. Also schwieg sie einfach und beobachtete wie sich das Gespräch weiter entwickeln würde.

Der restliche Taqg verging ziemlich schnell und Yui konnte Zoey noch ein wenig beim Trainieren zuschauen versuchte aber sich ein wenig mit sich selbst zu beschäftigen. In sicherem Abstand von allem. Immerhin wollte sie jetzt nicht von einer fliegenden Klinge getroffen werden. Und bei ihrem Glück in letzter Zeit war das doch relativ wahrscheinlich. Später dann gingen sie endlich zurück zu Zoeys Wohnung und Yui würde Zeit mit der Frau alleine haben. Yui hatte sie vermisste, wie schon lange niemand anderes mehr. Die junge frau hatte ihr so viel gegeben, was ihr irgendwie niemand anderes geben konnte oder wollte.

Zu Hause hatte sie noch immer das kleine Haustier, was sie Yui zu ihrem Geburtstag geschenkt hatte. Yui musste ehrlich sagen, dass sie gar nicht mehr daran gedacht hatte. Es war in letzter Zeit zu viel passiert als dass sie sich über ein Haustier Gedanken machen konnte. Auch in Zukunft würde es wohl fragwürdig sein wie sehr sie sich darum kümmern konnte. Immerhin war Yui doch sehr viel unterwegs doch vielleicht jetzt wo sie Zoey wieder hatte würde das vielleicht anders werden. Die Zeit wird es zeigen.

Als Zoey sie entgeistert fraget ob sie die Rothaarige auf der Gala gewesen musste Yui ein wenig lachen.


“Ja genau ich habe versucht in deiner Nähe zu bleiben aber das war nicht einfach.“

Dann waren sie getrennt worden und ein Haufen anderer Sachen waren passiert.

“Du kannst dir nicht vorstellen was sonst noch passiert ist. Während der Panik habe ich versucht ein wenig unter zu tauchen und dann ist plötzlich eine Frau die ich getötet hatte wieder zum leben erweckt worden. Sie war tot verdammt noch mal und dann war sie wieder am Leben und hat Leute angegriffen.“

Zumindest war es aus Yuis Perspektive so abgelaufen, dass jemand anderes sie in einen Zombie verwandelt hatte konnte das Mädchen ja nicht wissen.

“Als dann alles vorbei war habe ich versucht dich zu erreichen doch habe nur mehr sehen können wie du hinaus eskortiert wurdest. Ich wusste, dass wenn ich auf der Gala erwischt werde, dass sie mich umbringen würden da waren auch ein Haufen Jedi. Ich habe geschaut, dass ich Janus privat treffen konnte und ihm gesagt wer ich wirklich bin wir haben ein kleines Geschäft gemacht und er hat dafür gesorgt, dass ich ohne Kontrolle von der Gala komme, dann habe ich geschaut, dass ich so schnell wie möglich weg von dem Planeten bin. Wenn sie die Identitäten und Kameras prüfen wüssten sie dass ich nicht hätte dort sein sollen, aber bis auf Janus weiß niemand etwas.“

Es wussten sowieso schon viel zu viele Leute. Das war nur gefährlich. Je mehr sie tot sehen wollten, desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass einer Erfolg hatte. Dann beantwortete sie noch die andere Frage von Zoey.

“Ich weiß es nicht aber ich hoffe mal nicht. Jeder tote Jedi ist eine Gefahr weniger für mich.“

Was mit den ganzen anderen Leuten passiert war wusste Yui nicht. Sie hatte in dem Punkt eher an sich gedacht. Es war schon spät und Zoey wurde offensichtlich müde und schlief ein. Yui wurde mit der Zei9t langweilig. Immer wenn sie sich wo versteckte oder so war sie sehr aufmerksam und dann verging die Zeit schnell. Aber hier mit Zoey fühlte sie sich etwas sicher und jetzt wollte sie einfach was tun. Also nahm sie Zoeys Datenpad und begann zu lesen was da drauf war. Auch wenn Yui viel nicht verstand war es dennoch ein Zeitvertreib. Am nächsten Morgen wurde Yui dann über die anderen Leute die noch hier waren aufgeklärt. Also war Yui nicht die einzige die so einen scheiße über sich ergehen lassen musste. Wie wohl Grin mit der ganzen Sache umging? Sie würde ihn später einmal fragen. Doch zuvor kam noch dieser unhöfliche Sith Saphenus wenigstens war er jetzt einmal weg. Eine Gefahr weniger für Yui. Sie mochte ihn irgendwie nicht.

“Yeay eine Achatzsuche. Darauf habe ich schon die ganze Zeit gewartet.“

Rief Yui freudig aus. Endlich wieder eine Schatzsuche. Darauf hatte sie ja schon die ganze Zeit gewartet. Yui machte sich bereit Zoey zu folgen und schnappte ihren Rucksack mit Tibbers. Sie hatte ja in letzter Zeit zu mehreren Leuten gesagt, dass sie endlich wieder auf Schatzsuche gehen wollte. Wären die blöden Jedi nicht dabei gewesen wäre der Tempel auf Theaterra sogar ganz cool gewesen.

“Ich bin bereit wir können los.“

[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords] - Saphenus; Zoey Liviana; Bastas Numeen; Grin Redeye, Yui
 
[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: New Dreshdae :: Tempel des Gouverneurs :: Thronsaal] Zahlreiche unbekannte, verschwommene Gestalten

Langsam zog er die Klinge aus Cortosis ein wenig aus dem angeschlagenen Körper heraus, ließ sie aber immer noch ein gutes Stück in ihm verweilen. Blut floss kaum aus dem sterbenden Mann, doch musste dass auch nicht passieren: die zahlreichen sonstigen Hieb und Stichwunden hatten den Mann in Rüstung sowieso gut aufgeschnitten sodass er bald seinen Herr finden würde. Die Hand des behelmten Mannes versuchte verzweifelt den Hals seines Gegners zu greifen, doch rutschte sie schwächlich wieder ab und hielt sich kaum merklich am schwarzen Mantel des Sith fest. Der Angreifer, ein Mann Anfang dreißig ließ mit der anderen Freien Hand seine Kapuze sinken und erlaubte einen Blick auf sein Haupt: blass-bleiche Haut mit dick hervortretenden Adern um den ganzen Kopf verteilt in abwechselnden Schwarz und Grün tönen schimmernd, mit einem vernarbten Gesicht und glühend beißenden Augen in einem Farbspiel von Rot und Gold. Der Mann war bereits stark von der dunklen Seite korrumpiert worden und hatte dementsprechend einiges von seiner natürlichen Kraft und Ausdauer verloren. Ohne die Dunkle Seite die diesen Körper antrieb und ihn mit der heiligen Energie nährte würde der Mann, einst ein Jünger des Ordens der Sith und ehemaliger bester Freund des Mannes den er gerade tötete, einfach leblos zusammen fallen. Der Behelmte sprach kaum merklich zu seinem gegenüber:"Hast du... keine Ehre mir wenigstens... in die Augen zu sehen?". Der Sith lachte mit bösartiger Stimme auf und packte den Helm des Mannes gewaltsam, um ihn dann mit fast unmenschlicher Kraft gegen die Wand zu schleudern wo er einen Krater hinterließ und dabei viel Staub aufwirbelte. Mit einem Ruck zog der Sith die Cortosisklinge aus dem Körper des Mannes dessen Gesicht nun besser zu erkennen war: markante, tiefblaue Augen, ein längerer Bart und ein leichter Irokesenschnitt. Bevor der Nicht-Mandalorianer umfallen durfte um zu sterben, hielt ihn der Sith nun wiederum fest am Hals. In einem schelmischen Grinsen presste er seine Zähne zusammen dass das Blut aus seinem Mund quoll, wobei er mit seinem Kräftigen, Starken Arm so sehr den Hals des anderen zudrückte dass dieser letztlich unter einem lauten Knacken und Brechen zur Seite umknickte. Dann ließ der Sith von seinem Gegner ab. Federleicht fiel die Leiche des Söldners zu Boden und beendete somit eine jahrelange Karriere des Verbrechers, welcher für so viel Unheil in der Galaxis bekannt war. Anscheinend hatten die Todeswünsche so vieler zerstörter Familien gefruchtet.

Mehrere Meter entfernt, am anderen Ende des großen Thronsaals welcher stark an den des früheren Gouverneurs Darth
Ignavius erinnerte, kroch ein älterer Mann auf dem Boden herum, in eigener Spucke und in eigenem Blut getränkt. Der Zabrak robbte verzweifelt in Richtung seines Lichtschwertes, nur noch wenige Zentimeter trennten ihn von seiner ehemals glühend violett leuchtenden Klinge.... Dann, im Moment letzter Hoffnung für den gehörnten, bewegte sich dass Schwert auch zur Seite und landete Sekunden später in der Hand des anderen Sith. Der Mensch war dem Zabrak bereits seit sehr langer Zeit bekannt gewesen, doch hatte dieser ihn nach den jüngsten als Tod angesehen und somit nicht mit seinem aufkreuzen in seiner eigenen Residenz gerechnet. Er hätte auch nie damit gerechnet dass ihm jemand auf seinem eigenen Planeten hätte gefährlich werden können....
Eine tiefe, kratzige und zugleich monströse Stimme verließ den Mund des vernarbten Menschen:
"Eure Stunde ist gekommen Mylord, Korriban ist für euch gefallen", er setzte ein lächeln auf, wobei mehrere Äderchen zu platzen drohten:"Doch für mich hat meine Herrschaft gerade erst begonnen. Jahrtausende habe ich den Verrat solcher Sklaven wie euch geduldet, solcher unreinen Wesen die sich heutzutage 'Sith' nennen wollen. Ihr glaubt die Wege der Dunklen Seite zu kennen, und doch seit ihr so unvollkommen und wisst dass die Wege der Macht für euch alle viel zu unergründlich sind. Deshalb habt ihr euer Leben verwirkt, Lord von Korriban. Schade drum, ich hätte euch zu wahrer Größe führen können, wenn ihr mich nicht von Anfang an verleumdet und bekämpft hättet". Der Schwer verletzte Zabrak hob schwach die Hand als ob er etwas aus Protest würde sagen wollen, doch verließ seinen Mund nicht ein Wort. Mit schnellen Schritten ging der menschliche Sith zu dem alten, auf dem Boden liegenden Mann, aktivierte dessen Lichtschwert und trennte fein säuberlich mit ungeahnter Präzision den Schädel vom Körper des Zabrak. Nun hatte der Dunkle Lord, im Körper eines machtsensitiven Jüngers, auch den großen Herrscher von Korriban getötet ohne auch nur einen Kratzer davonzutragen. Dies zeugte von seiner Unbeschreiblichen Macht welcher er in Jahrtausenden hatte aufbauen können und nun nutzen durfte - im Gegensatz zu den etlichen anderen Sith-Geistern in den Gräbern. Mit den richtigen Versprechen von unendlicher Macht und Stärke hatte er Besitz vom Körper des ehemaligen Jüngers übernommen und ihn für seine Zwecke instrumentalisiert. Nun konnte er seinen Plan in die Tat umsetzen, und erreichen was er wollte.

"Lucien", rief der Sith durch den Raum, nachdem einige Kultisten den Saal von den Leichen geräumt hatten. Aus einer der Seitengänge trat der stolze Diener Korribans heraus und verneigte sich innig vor seinem Herr und Meister, auf den er so viele Jahre gewartet hatte, und für den er den Kult so weitreichend ausgebaut hatte dass er über eine Starke Machtbasis auf Korriban verfügte. Mitten im Zentrum von New Dreshdae nämlich hatte der Kult einen eigenen Tempel errichtet welcher in direkter Konkurrenz zu dem des nun Toten Gouverneurs gestanden hatte. Stück für Stück hatte sich der Kult in den letzten Jahren zahlreiche Polizeiliche Sonderrechte erschlichen, und besaß neben einem Internen Geheimdienst auch einen starken Paramilitärischen Flügel welcher sich durchaus in Sachen Ausbildung und Ausrüstung mit der Imperialen Armee messen konnte. Dank seiner weitreichenden Verzweigungen in die verschiedensten Bereiche von Verwaltung und Sicherheit auf Korriban, hatte der Kult auf Befehl seines Dunklen Lords den Planeten sowie die stark befestigte Raumstation abgeriegelt und unter seine vollständige Kontrolle gebracht. Im Orbit warteten bereits zahlreiche Söldnereinheiten auf ihre Befehle und hielten mit ihren Raumschiffen Wache vor anfliegenden Teilen der Imperialen Flotte, während bereits zahlreiche andere angeworbene Schiffe auf ihrem Weg nach Korriban waren. Lucien hatte alles genau durchgeplant und die Finanziellen Ressourcen für eine solch weitreichende Unternehmung zur Verfügung gestellt. Ebenso hatte er den Zeitpunkt ihres Putsches passend gewählt: auf Bastion stritten sich zum Dritten mal zahlreiche Mitglieder des Ordens der Sith, um die Nachfolgeregelung des Imperators, ein dritter Bruderkrieg drohte welcher dass Galaktische Imperium auf die Probe stellte. Ein guter Nährboden für eine eigene Machtergreifung und dass anbieten eines 'dritten Weges' für unschlüssige Mitglieder des Ordens und des Militärs. Es war nur verständlich dass Lucien für diesen überaus klugen Schachzug belohnt werden musste.
"Du warst bisher mein treuester Diener, und dafür hast du dir einen Platz an meiner Seite erarbeitet. In Zukunft, wenn ich dieses Pack von Verrätern niedergestreckt habe, werde ich neue Verwalter für mein Imperium benötigen. Es wird aber einen langen Krieg geben bis meine Fahnen die Leichen meiner Feinde zieren werden. Bis dahin ernenne ich dich ehrenhalber zum neuen Gouverneur von Korriban, Verteidiger der heiligen Gräber und Beschützer meiner Hauptstadt. Wer weiß, wenn du mir auch weiterhin so treu dienst wie bisher könnte ich dich vielleicht sogar zu meinem Schüler machen und dich in den Wegen der Macht ausbilden. Wer weiß Lucien, wer weiß.....". Freudig erhob der Kultist sein Haupt und sah seinem fortgehenden Herren nach, Tränen liefen ihm dass Gesicht hinunter. Er war in seinem Leben noch nie so stolz und zugleich benommen gewesen wie in diesem Moment. Er fühlte sich überglücklich......

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Der Kultist rutschte vom Stuhl ab und schlug mit dem Kopf auf den Boden auf. Mit einem lauten Schrei fasste sich er sich an den Kopf, und fühlte einen Stechenden Schmerz in seinem Denkzentrum. Was war nur passiert? Vom Boden aus sah er benommen um sich: er befand sich noch immer in seinem Werkraum, die leblosen und kalten Lampen blendeten sein Gesicht von der Decke aus. Langsam stand er auf, und bemerkte die komplizierte Apparatur auf seinem Werktisch welche er aus dem Kopf des Marasan entnommen hatte - Lucien hatte seine Arbeit noch immer nicht beendet, und hatte dazu noch sehr ausgiebig und realistisch geträumt. Auf dem Tisch bemerkte er eine große Violette Flasche und nahm sie zur Hand: anscheinend hatte er irgendeine Mixtur der Alchemisten mit einer Flasche Wasser verwechselt, welche wohl zahlreiche Halluzinationen und wache Träume verursacht hatte. Vermutlich hatte er den Unterschied nicht erkannt weil er sich einfach überarbeitet hatte. Diesmal liefen ihm wirklich die Tränen dass Gesicht runter. Alles nur ein Traum, alles nur pure Fantasie. Traurig öffnete er dass Gefäß, nahm einen kräftigen Schluck und stellte die Flasche wieder ab. Er entschied sich irgendwo ein Bett zu suchen und gut auszuschlafen, er hatte genug von allem. Innig hoffte er dass der Traum beim nächsten Mal einfach ewig andauern würde...


[ Äußerer Rand :: Horuset-System :: Korriban :: Dreshdae :: Basis der Kuiltisten :: Werkraum] Lucien (NPC), allein

Ein mögliches Ende von Saphenus' Herrschaft als Gouverneur Korribans :P
 
[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords] - Raziil Marr, Zoey, Grin, Yui, Bastas, in der Ferne: Regozz Teema (NPC)

Zoey schien erfreut über Raziils Missgeschick auf Korriban - sollte sie sich doch freuen, immerhin hatte der Zabrak seine Zeit im Grab sinnvoll genutzt und die verschiedensten Überbleibsel antiker Sith studiert.
Sie sprach von seinem ehemaligen Mitschüler, Matthew, der scheinbar große Fortschritte machte und lobte ebenfalls die junge Sith, mit der er ersetzt worden war. Die Anekdoten über diese jämmerlichen Kreaturen beeindruckten ihn nicht im Geringsten. Viel faszinierender fand er
Zoeys Aura, die sich nun umso mächtiger anfühlte. Ganz offensichtlich hatte er sie beim Herantreten unterschätzt und es konnte nicht schaden ein wenig Respekt zu zeigen, immerhin wollte er sich erneut bei den Sith einen Namen machen und sein neu gewonnenes Wissen dementsprechend nutzen, möglicherweise darauf aufbauen.
Die Sith fragte ihn, was er in dem Grab wollte und was er denn dort gefunden hätte.

"Wissen... Wissen, das mir zu großer Macht verhelfen könnte, sobald ich nach Bastion zurückkehre.. und dies"

Raziil nahm den Griff von seinem Gürtel und mit einem Klicken fuhr sich blitzschnell die gefährlich scharfe Klinge aus, die er im Grab entdeckt hatte.

"Das Schwert von Darth Visas. Sicherlich nicht so nützlich wie ein Lichtschwert, aber gegen Tuk'ata und Grabräuber reicht es vollkommen aus... und dem richtigen Sammler wird es Einiges wert sein."

Mit einem weiteren Klicken fuhr er das Schwert wieder ein und befestigte den Griff an seinem Gürtel.
Es war nicht sein Ziel, dieses Relikt der Sith anzudrehen, vielmehr wollte er zum Ausdruck bringen, dass die beiden ein Interesse zu teilen schienen.
Die neugierige Archäologin, die allem Anschein nach berühmt war, fragte ihn weiter aus, so wollte sie wissen wer sich im Cockpit des Frachters befand und dort auf Raziil wartete.

"Ein rodianischer Grabräuber - mein Ticket von diesem Planeten."

Er verschwieg bewusst die Tatsache, dass er sich die Kontakte des Rodianers auf Nar Shaddaa zunutze machen wollte, immerhin hätte sie so seinem Plan auf die Schliche kommen können.
Zum Erstaunen des Zabrak gab
Zoey obendrein damit an, Janus Sturns Verlobte zu sein! War dies tatsächlich ein Zufall, oder war es der Wille der Macht, der ausgerechnet sie zu ihm ins Tal geführt hatte? Seine Bekanntschaft mit der Archäologin konnte seine Rückkehr in den Orden und ein Wiedersehen mit Janus enorm erleichtern!
Sie stellte klar, dass sie die Expedition leiten würde und obendrein das mächtigste Mitglied der Gruppe sein würde. Das sollte Raziil recht sein.
Zoey schien ehrgeizig zu sein und neben ihrer Ambition hatte ihre Aura bereits bewiesen, dass sie ungemein stark in der Macht war. Teil der Kultur der Sith war es sich mit einer gewissen Machtstruktur zufrieden zu geben - das hieß nicht, dass Raziil sein Leben den Stärkeren widmen musste, sondern dass er ihre Dominanz respektieren sollte, solange seine eigene Macht im Hintergrund wuchs. Und in ebendiesem Moment war es das Cleverste, der Archäologin und einflussreichen Sith das Rampenlicht zu gönnen.

"Es wäre mir eine Ehre, Euch auf dieser Expedition zu begleiten, Lady Liviana."

, erklärte Raziil und verneigte sich respektvoll vor ihr, bereit für ein Abenteuer, durch das nicht nur sein Wissen wachsen würde, sondern hoffentlich auch sein Einfluss im Sith-Orden.

[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords] - Raziil Marr, Zoey, Grin, Yui, Bastas, in der Ferne: Regozz Teema (NPC)
 
Korriban, im Tal der dunklen Lords, Pfad am Felsen hoch: Zoey, Grin, Yui, Bastas, seitlich davor: Raziil und dahinter in der Ferne unbekannte Person(NPC)


Raziil antwortete ihr auf ihre Frage, was er aus dem Grab mitgebracht hätte, dass er auf Wissen gestoßen war und das Schwert an seinem Gürtel gefunden hatte, ein antikes Schwert, auf was er stolz zeigte! Es erinnerte sie sofort an Q`Tahem. Doch, es war diesmal kein Lichtschwert. Zoey hätte es gerne betrachtet, doch Raziil stand in einiger Entfernung und tiefer im Sand. Sie standen ja längst auf dem schmalen Pfad, der sich an die Felswand schmiegte und auf dem man nur hintereinander gehen konnte. Wissen! Aha?! Die Weisheit einer fernen Zeit in seinen Händen?! Das klang ganz nach einem Holocron! Sie konnte es nicht gut heißen, doch sie war auch keine Diebin. Allerdings, sollte sie in dem Grab nichts finden oder es nicht schaffen, etwas zu bekommen, dann wusste sie, woher sie etwas nehmen würde! Schließlich kam Darth Hybris! Und, das heiligte alle Mittel! Zoey wollte nicht im Bestattungstempel auf Naboo landen! Und, wer wusste, ob man ihren Leichnam überhaupt dorthin schaffen würde und könnte. Hybris hatte ihr gezeigt, was er mit ihr vorhatte! Schluss! Sie wischte den unliebsamen beängstigenden Gedanken energisch weg. Für sie brannte hell das Lebenslicht im Turm neben dem Bestattungstempel! Wenn hier jemand sterben sollte, war das Bastas!

Derweil sprach er weiter. Er sagte ihr, von wem das Schwert wäre. Die Sith war berühmt gewesen. Sie hatte zu den Zeiten der Unruhen gelebt und war einst eine Jedi. Sie hatte einen guten Spruch als Vermächtnis hinterlassen. Darth Visas sagte einst: “Es gibt viele Arten von Hass,...” Zoey wollte unbedingt zu einem späteren Zeitpunkt das Schwert näher betrachten. Sie hatte Gemeinsamkeiten mit ihr. Nicht nur, dass sie aus der Republik kam! Auch sie war auf Korriban gewesen und auch sie interessierte sich einst für Archäologie wie Zoey. Sie versuchte ihren Neid nicht durchblicken zu lassen. Sie nickte nur und tat weiter überheblich und überlegen. Ja, es würde schon gegen Tukatas taugen. Sie nickte kurz. Was sagte er jetzt? Sammler?

“Wie, du willst es verkaufen? Ich melde mich schon mal!”,

um nicht zu gierig zu wirken, fügte sie an:

“Ich sehe es mir zu einem späteren Zeitpunkt genauer an!”

Sie fragte nach der Person im Frachter. Er klärte sie auf. Nun, von ihm ging keine Macht aus, daher war dieser Typ im Frachter keine Gefahr für sie.

Dann erklärte sie ihm, wie die Rangordnung auf der Expedition sein würde und da gab es kein wenn und aber, denn nur unter dieser Bedingung dürfte er sich anschließen, auch, wenn sie so einen Typen wie ihn gut gebrauchen würde und gewiss von ihrer Autorität nicht immer Gebrauch machen wollte, doch es gab , das wusste sie nur zu gut, Momente in diesen verfluchten Tempeln und Gräbern, da sollte jemand wie sie den Ton angeben und alle sollten ausnahmslos gehorchen. Auch wollte sie sich von einem Typen wie ihn nicht auf der Nase herumtanzen lassen. Jede Verhandlung erreicht einen Punkt, wo sich der Schwächere unterwerfen muss und dieser Punkt war gerade gekommen, schneller als erwartet. Er antwortete, dass es ihm eine Ehre wäre, sie auf der Expedition zu begleiten. Er hatte sich sehr gewählt ausgedrückt und für Zoey war es wie Musik in ihren Ohren. Es gefiel ihr, die Autorität und Befehlsgewalt und Achtung zu bekommen, die sie in letzter Zeit schmerzlich vermisst hatte. Sie war es als Lehrerin gewohnt gewesen, dass alles von ihren Studenten zu bekommen. Nun, erhielt sie es auch hier! Und, sie stand jetzt so viel höher als eine Lehrerin an der Uni! Sie genoss es, lächelte ihn daher milde gestimmt an und sagte:

“Gut, dann folge uns!”

Damit drehte sie sich wieder in Richtung des gefundenen Grabeingangs und schritt würdevoll voran, von ihrem kleinen errungenen Sieg soeben beflügelt. Wie Raziil auf den Pfad hoch kam, interessierte sie nicht. Das war seine Sache! Sie ließ den Schrittzähler weiter rückwärts laufen. Dann war er irgendwann bei Null. Ihr Herz hämmerte. Wo war die Platte? Sie ging noch anderthalb Schritte, denn irgendwie hatte sie wohl diesmal kleinere Schritte gemacht und da war die Platte! Zum Glück hatte sich hier dran noch niemand in der Zeit zu schaffen gemacht! Sie winkte Yui heran:

Yui, befreie sie bitte vom Sand!”

Denn sie wollte sich nun wirklich nicht ihre Hände aufreiben! Sie brauchte ihre Hände noch. Yui, war körperlich ein Droide und der Sand würde ihr nichts anhaben. Ok, sie hätte einen Pinsel nehmen können, doch das dauerte! Da würde ja Hybris schon auftauchen, ehe sie fertig wäre! Die eingemeißelte Schrift kam zum Vorschein. Doch, da es Tag war und die Sonne grell herunter schien, war von der fluoreszierenden Farbe nichts zu sehen. Alle standen um die Platte herum und schauten diese neugierig an. Wie eine Lehrerin zu ihren Schülern las sie vor und übersetzte gleich:

“Macht erlangen! Durch Macht erlange ich den Sieg, steht dort! Wie erlangt man aber die Macht? Durch Wissen im Machtgebrauch der dunklen Seite! Im Dunkeln leuchtet übrigens die Sith-Schrift auf der Platte! Das Mondlicht muss darauf scheinen!”

Zoey fühlte sich gut in ihrer Rolle. Sie fühlte sich so überlegen!

Grin, du brauchst, denke ich, diesmal nicht helfen! Ich levitiere sie wieder hoch. Ich hebe sie durch die Macht an und werde sie daneben ablegen. Ich bin jetzt besser als vor Wochen im Levitieren! Geht bitte alle vorsichtshalber hinter mich! Ich lege jetzt los!”

Und, so war es auch. Zoey öffnete den Zugang zum vermeintlichen Grab. Es sah aus, als täte sie es mit Leichtigkeit und fast spielerisch, doch dem war nicht so. Sie nahm einen Leuchtstab vom Gürtel und aktivierte ihn. Sie leuchtete nach unten.

“Es geht nach wenigen Metern nach links. 50 Meter bis zum Portal. Wir gehen den Weg gemeinsam!”

Gewissenhaft tastete sie nach unten alles mit der Macht ab, doch zum Glück war dort nichts Auffälliges oder Ungewöhnliches!

Dann stieg sie, diesmal mit einem Leuchtstab und nicht mit dem Lichtschwert in der Hand, die eingelassenen Stufen im Stein, die eher einer Leiter als einer Treppe ähnelten, hinunter. Nach drei Stufen, als ihr das zu umständlich war, obwohl diesmal kein langer Mantel störte, nutzte sie ihr frisch erworbenes Können und sprang Macht verstärkt in die Tiefe. Sie wusste ja, was dort unten war. Sie kam gut an und wartete auf die Anderen. Dann gingen sie bis zum Portal. Anmutig lag es vor ihnen.

“Nichts anfassen, nichts berühren! Ich brauche jetzt Ruhe, um mich konzentrieren zu können. Nur zum Thema bzw. zur Lösung geführte Gespräche werden erlaubt!”,

warnte sie und befahl sie streng. Beeindruckt nahm sie die vielen geometrischen Symbole wieder zur Kenntnis. Sie mussten eine Bedeutung haben?! Sie wiederholten sich immer zu! Besonders die roten Dreiecke und die tiefschwarz-blauen Kreise! Jetzt hatte sie Zeit sich darauf ein zu lassen! Sie war nicht wie letztens mit Grin auf der Flucht! Sie würde jetzt hier so lange knobeln, bis sie es schaffen würde! Sie wollte schließlich durch das Portal! Sie unterzog die Zeichen und Symbole, die einer Keilschrift ähnelten, ihrer linguistischen Analyse. Sie nahm ihren Scanner zu Hilfe.

“Die Symbole stehen für irgendwas! Hat jemand einen klugen Einfall?”,

fragte sie laut. Sie glaubte, dass sie etwas aktivieren müsste, um das Portal zu öffnen. In einer bestimmten Reihenfolge, doch dazu musste sie den Sinn des Ganzen verstehen! Sie musste die Zeichen identifizieren, für was sie eigentlich standen?!


Korriban, im Tal der dunklen Lords, vorm Portal der Darth Sik-Pyramide: Zoey, Grin, Yui, Bastas und Raziil
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt eine Art von Gemeinsamkeit, die geht kaputt, wenn man sie nur erwähnt.
{[()]}-- Horuset-System -- Korriban -- Tal der dunklen Lords -- Schützling Zoey, Diener Bastas und Yui, Begleiter Raziil und Grin --{[()]}


Die gesamte Strecke über war er hinter ihr geblieben. Das Twi'lek Mädchen wirkte nicht sonderlich bedrohlich, der Mirialaner dafür umso mehr. Deshalb schirmte er seine Schutzbefohlene von ihnen ab, alle seine Sinne bis auf die Augen permanent auf sie gerichtet. Er traute ihnen nicht, auch wenn sie Diener oder Bekannte waren. Und noch einen weiteren Grund gab es für seine Position innerhalb der Gruppe. Lom Fey, einer der loyalsten Diener des Meisters, hatte ihm in dessen Namen aufgetragen, besonders gut aufzupassen wenn sie in dieses Grab gingen. Dafür hatte er ihm sogar einen Scanner gegeben, welchen der maskierte Kämpfer in einen Gürtel gesteckt hatte, welchen er extra nur für diesen Einsatz angelegt hatte. Dabei ging es nicht darum diesen gegen die Begleiter einzusetzen, sondern „gegen“ das Grab und dafür musste Grin nah an der Spitze laufen. Nur Zoey wusste wohin sie mussten, weshalb er sich nicht vordrängeln konnte. Was nichts daran änderte, dass er es gerne getan hätte. Grin hatte sich in den letzten Tagen – mehr aus Langeweile denn aus Notwendigkeit – mit der Flora von Korriban beschäftigt und dabei einiges an beunruhigendem Wissen erworben. In diesem Grab konnte alles mögliche lauern und nichts davon sollte man auf die leichte Schulter nehmen. Gut, Zoey besaß die Macht und Waffen, doch Grin selber nur seine Fäuste und Füße. Die waren auch hier nicht völlig nutzlos, doch einen Hssiss würde er damit wohl kaum abwehren können. Hatte er sich deshalb eine Waffe eingesteckt? Nein. Aber Lom Fey. Ein Blaster von irgendeinem Typ hing hinten am Gürtel, ebenso ein Messer, doch einsetzen wollte er sie eigentlich nicht. Nicht seine Art zu kämpfen.



Das Gespräch zwischen Zoey und Raziil verfolgte Grin zwar, machte sich aber keine echten Gedanken über das Gesagte. Lediglich zwei Dinge merkte er sich: Zoey war mächtiger als dieser Zabrak und der wusste wer hier der Boss war. Nach ein paar Minuten Zwangspause setzten sie ihren Weg fort und ihre Führerin brachte sie zu dem Grab. Den Eingang legte sie alleine frei, obwohl ihre Aussage darauf schließen ließ, dass er ihr letztes mal geholfen hatte. Er musste ihr glauben. Danach kam eine merkwürdige Treppe zum Vorschein. Diese war derart steil und mit solch kurzen Stufen versehen, das Grin ernsthaft Probleme damit hatte hinunter zu gelangen. Ganz ohne Schrammen ging es dann auch nicht, denn seine Füße schafften es kaum alleine sich an den Stufen festzuklammern, sodass er sich umdrehte und seinen Rücken gegen die Wand pressen und mehr hinunter krabbeln als steigen musste. Am unteren Ende angelangt, unterdrückte Grin ein Keuchen und wartete dort mit Zoey auf die anderen. Sie hatte inzwischen Licht gemacht, was auch bitte nötig war, reichte das Licht von Horuset doch nicht einmal annähernd bis zum Boden des Ganges.


Als Gruppe gingen sie weiter, Zoey voran und Grin dahinter. Als sie schließlich den Vorraum mit dem Portal betraten, erwartete Grin, das er sich an irgendetwas erinnern würde, so wie es die letzten Tage immer mal wieder geschehen war. Mal hier ein Geruch, mal dort ein Gefühl oder ein kleines Detail. Es waren vernachlässigbare Dinge, doch zumindest hatte er sich erinnert. So aber nicht hier. Er sah das Portal, sah die Runen und es rührte sich nichts. Womit er kein wirkliches Problem hatte. Innerlich mit den Schultern zuckend stellte er sich zuerst hinter Zoey, lauschte dann ihren Worten und ging schließlich wie auch der Rest der Gruppe in dem „Raum“ hin und her. Den Boden selber warf er nur einen kurzen Blick zu, erkannte dabei aber eine Reihe von Dingen. Ein großer Kreis, ähnlich dem eigentlichen Eingangsportal, war dort abgebildet und von einem tiefen Blau. In diesem gab es wiederum andere Kreise und in diesen dann noch einmal gelbe Rechtecke, rote Dreiecke und grüne Quadrate. Erstere waren glatt wie Marmor, zweitere mehr wie Sand und letztere rau und ungleichmäßig schraffiert. Die Kreise selber sahen einfach nur wie Sandsteinblöcke aus, aber eben blau gefärbt. Grin registrierte all das binnen einer Sekunde, dachte aber nicht darüber nach. Als erfahrener Kämpfer war es wichtig Details schnell aufnehmen und bewerten zu können. Doch hatte er keine Ahnung von solchen Rätseln. Also wozu darüber nachdenken?


Danach sah er sich die linke Wand an. Sie war ebenso quadratisch wie die anderen Wände, Boden, Decke und die Seite mit dem Portal. In ihr eingelassen waren vier rechteckige Blöcke, zwei pro Reihe, gefüllt mit so kleinen Runen, dass Grin nahe heran gehen musste um sie überhaupt lesen zu können. Also lesen im Sinne voneinander unterscheiden können. Die gesamte Konstruktion erinnerte Grin an ein Datapad. Die großen aufrechten Rechtecke waren die Pads, die kleineren liegenden waren die Textblöcke und dann eben die Schrift. Sie besaßen alle den selben Abstand zueinander und die Zeilen waren alle exakt gleich lang, ließen aber auf beiden Seiten und am oberen und unterem Ende des Pads noch Platz frei. Die Runen selber bestanden aus geschwungenen Linien, meist zwei oder drei größere und dann noch ein paar feinere. Grin konnte nicht einmal erahnen was sie bedeuteten. Er erkannte lediglich ein gewisses Muster zum Ende der Zeilen hin, aber das war auch schon alles. Waren es Buchstaben? Ganze Worte oder nur Zahlen? Etwas völlig anderes? Zoey würde die Antwort sicherlich kennen.


Grin ging weiter und betrachtete das Eingangsportal, die Hände sicherheitshalber hinter dem Rücken. Die eigentliche Mauer war quadratisch, doch das Portal kreisrund und etwas hervorstehend. Es war ebenfalls blau, fast schwarz und die darauf befindlichen Runen stachen hervor, waren also nicht in den Stein hinein gemeißelt worden. Sie waren in etwa so groß wie die Schriftgröße die Grin von - echten - Pads kannte, nur eben auf einer viel größeren Fläche. Man hatte sie am Rand des Portals kreisrund angeordnet und zu behaupten, dass sie schlicht waren, wäre die Untertreibung des Jahrtausends gewesen. Die meisten Symbole bestanden aus einem Strich, mal mit einem nach rechts oder links herausragendem Haken oder „Ärmchen“ in der Mitte. Auch gab es kleine Gruppen von Punkten, so dicht beieinander angebracht, dass sie wohl zueinander gehörten. Die Unterschiede zwischen ihnen waren derart marginal, das Grin noch weniger verstand als bei der linken Wand. Was war das? Eine Strichliste? Waren das wirklich für sich stehende Buchstaben oder hatte man sich einfach nur keine Mühe bei der Anbringung der Striche gemacht? Für Grin absolut vorstellbar.


Er nahm sich die letzte Wand vor. Hier hatte man mit den Runen Gruppen gebildet. Zehn von ihnen waren nahe beieinander aufgestellt worden, sodass sie mit ein wenig Phantasie einen Kreis bildeten. Und wie Grin bemerkte, handelte es sich dabei um nur zwei verschiedene Symbole. Dafür waren sie aber auch mal auf dem Kopf oder der Seite abgebildet worden. Auch waren sie deutlich detaillierter gearbeitet worden als all die anderen Zeichen, was wohl daran lag, dass man hier den Platz dafür hatte. Eine jede der zehn Runen war so groß wie ein menschliches Auge und bestand aus einem Dutzend gerader und gebogener Linien, feinen Verästlungen und Punkten die sie umgaben. Dieses Gebilde hatte man mittig auf der Wand angebracht. Flankiert wurde es von zwei sich gegenüberliegenden Runen, die gleich waren, sich aber von den zehn anderen unterschieden. Sie waren ähnlich komplex, aber sichtbar anders, so als hätte man für die zehn Buchstaben und die beiden anderen Zahlen gewählt. Das voneinander getrennte Duo lag vielleicht zwei Handbreiten vom Zentrum entfernt. Noch einmal vier von der selben Art wie die Zwei fand man schließlich noch ein Stück weiter von der Mitte entfernt. Jeweils eine lag im „Norden“, „Osten“, „Süden“ und „Westen“. Verbunden wurden alle Runen mit feinen Linien, bestehend aus weiteren, nochmals anderen Runen. Grin sah sich das Gebilde vom Nahen an, ging dann weiter weg, ohne dabei auf den zentralen Kreis am Boden zu treten, und sah sich die rechte Wand dann aus der Ferne an. Es dauerte jedoch nicht lange und er gab auf. Zoey. Zoey war die Antwort.


Noch ein letzter Blick an die Decke – sie war leer – und der Bodyguard von des Meisters Schülerin stellte sich hinter diese und zückte seinen Scanner. Grin war kein Machtnutzer, er konnte nicht spüren was sich hinter dem Portal befand. Also musste er auf Technik zurückgreifen. Lom Fey hatte ihm eine kurze Einführung spendiert, sodass er in etwa wusste was er tun musste. Das eine Ende auf irgendetwas ausrichten und dann die Knöpfe für die jeweiligen Funktionen drücken. Zuerst wollte er Lebensformen erkennen. Dafür richtete er ihn zuerst auf den neben ihm stehenden Bastas und tatsächlich, der Scanner erkannte ihn. Wie genau, hatte Lom Fey auch kurz erklärt gehabt, doch Grin hatte nicht wirklich zugehört. Irgendetwas mit dem Herzschlag oder so. Da der Scanner also funktionierte, richtete er ihn auf das Portal aus. Wo gar nichts angezeigt wurde. Grin wollte schon auf „Elektromagnetische Felder“ umstellen, da bemerkte er Raziil, wie dieser direkt am Portal vorbei ging. Und vom Lebenszeichendetektor nicht erfasst wurde. Das kam ihm merkwürdig vor, doch dachte er sich noch nichts dabei. Er schaltete also um, bekam aber nichts angezeigt. Was nichts bedeuten musste. Grin machte weiter und ging alle Funktionen durch, egal wie sinnlos manche unter der Erde auch waren. Doch soweit es den Scanner betraf, gab es hinter dem Portal gar nichts. Nicht einmal einen leeren Raum. Oder Felsen. Das absolute Nichts. Verunsichert, aber eher weil er befürchtete Mist gebaut zu haben, näherte er sich Zoey. Sie hantierte mit einem ähnlichen Gerät herum, kannte sich also wohl damit aus. Nach einem kurzen Gespräch nahm sich Zoey Grins Scanner und ging mit diesem zum Eingangsportal. Er folgte ihr nur halb, konnte aber sehen das ihr Gerät beim Portal ebenfalls nichts anzeigte. Beim Boden hatte er noch funktioniert.


Und dann sprach sie aus was sie dachte: Alles ab dem Portal wurde von einem Störfeld abgeschirmt. Die Scanner konnten es nicht durchdringen. Yui, welcher auch schon einmal am Eingang vorbei gegangen war, schien davon aber nicht beeinträchtigt zu werden. Zumindest bewegte sie sich noch. Aber so viel zu dem Scannern, Grins einzigem Hilfsmittel. Also zurück zu den Augen und Ohren...

{[()]}-- Horuset-System -- Korriban -- Tal der dunklen Lords -- Vor dem Eingang zu einer Anlage -- Schützling Zoey, Diener Bastas und Yui, Begleiter Raziil und Grin --{[()]}
 
Korriban, im Tal der dunklen Lords, vorm Portal der Darth Sik-Pyramide: Zoey, Grin, Yui, Bastas und Raziil


Verheißungsvoll lag das geschlossene Portal zur Sith-Pyramide vor ihnen. Zoey war erfüllt von dem Verlangen, sie endlich betreten zu können. Doch was sich ihr darbot, war hochgradig kompliziert und verworren. Die Sprache, eine Art Keilschrift, war ihr fremd! Dann diese vielen geometrischen Zeichen! Sie hatte die anderen ermutigt, sich an des Rätsels Lösung zu beteiligen. Ein wacher Geist könnte auch ohne Vorkenntnisse genau das einwerfen, was der Knackpunkt zur Lösung sein könnte. Doch leider kam nichts. Sie war im Begriff rastlos und nervös zu werden, doch sie zwang sich diszipliniert zur Ruhe und setzte ihren Scanner ein. Auch Grin hatte Einen und hantierte damit herum. Sie hielt ihren an die rechte Wand, dann begann er zu arbeiten. Vor der rechten Wand stehend blickte sie direkt mit etwas Abstand auf die linke Wand, während der Scanner arbeitete und sie auf das Ergebnis wartete. Das sah doch aus wie ein Gedicht, fiel es ihr wie Schuppen von den Augen! Sie konnte nicht sagen, was darin stand, doch wenn sie dies genauer betrachtete, waren das doch Strophen?! Sie endeten immer gleich! Ein Kehrreim! Sie zeigte drauf:

“Das ist in meinen Augen ein Gedicht! Seht es euch richtig an!”

In der Zeit war der Scanner fertig. Überrascht sprach sie gleich aus, was sie sah:

“Ein Atom?!”

Ihre Stimme klang zweifelnd oder besser unfassbar! Ok, wenn sie es nun mit dem Wissen betrachtete, doch, was hatte das nur zu bedeuten? Hätte sie statt Kämpfernaturen einige Wissenschaftler mitnehmen sollen? Schon der Gedanke an Sane, der diesmal nicht dabei war, was bedeutete, dass sie ohne Sanitäter unterwegs waren, rief Unwohlsein bei ihr hervor! Allerdings war es ein unvollständiges Kohlenstoffatom, was sich ihnen an der Wand bot. Zoey grübelte. Sie alle vorm Portal waren aus Kohlenstoffatomen gemacht. Das Leben! Eine Gemeinsamkeit!? Egal welcher Spezies!? Hm? Es fehlten aber ein Proton und ein Elektron?! Vielleicht sollte genau dass ihnen etwas sagen?! Nun, vielleicht waren sie doch nicht alle identisch! Spielte es darauf an? Einige bestanden ja auch nicht unbedingt aus Kohlenstoffatomen. Das musste es sein! Sie war keine Biochemikerin, Physikerin, Chemikerin, kein Biologe oder Arzt! Aber, sie deutete es so!

Sie hielt ihren Scanner nun an das Gedicht. Es war eine einfache Schriftart und der Scanner würde es lösen! Schneller als sie! Dafür war keine Zeit, dass sie sich ihr Köpfchen zerbrach! Es gab zwischen den Schriften immer Gemeinsamkeiten, egal wie kulturell unterschiedlich die Spezies auch waren. Ziemlich schnell wurde ihr in der Tat eine Übersetzung angeboten. Es war eine Art Geheimbotschaft in lyrischer Form! Sie erwähnte laut:


“Gemeinsamkeiten in der Mathematik wie Zahlen! ...Atome, aus denen alles besteht!.... Geometrische Formen überall! Man kann Flächen berechnen und Winkel ausmessen!... Runde Objekte lassen sich leichter bewegen!”

Der Kern der Aussage stand in der letzten Strophe und sie las es laut vor:

“Alles was man hier sieht, wie zum Beispiel die geometrischen Formen, mögen banal sein, doch es gibt eine Art Geheimbotschaft. Nichts in diesem Raum gibt es einfach nur weil es gut hinein passt oder schön aussieht.”

Gut, aber Zoey wäre nie drauf reingefallen und hätte etwas als sinnlos oder nur als Verschönerung angesehen!

Leute, der Sith, der diese Pyramide erbauen ließ, ist anders! Er wird ein großer Wissenschaftler gewesen sein! Ein Denker, ein Genie! Er hat fächerübergreifend geforscht! Natürlich auch über die dunkle Seite der Macht! Ich hätte Wissenschaftler aller Rubriken einladen sollen! Doch uns bleibt keine Zeit mehr! Wir müssen es ohne Hilfe schaffen!”,

schloss sie leicht resigniert. Sie hatte weder Ahnung von Mathematik, Physik, Chemie, Technik, Computer! Sie hatte lediglich Allgemeinwissen. Sie war eine typische Naboo, ein Schöngeist! Ihr Blick fiel auf Yui. Gut, dass sie dabei war! Von Letzterem hatte sie zumindest einen blassen Schimmer. Doch, sie hatten keine Zeit, erst Wissenschaftler anzuheuern! Darth Hybris könnte schon unterwegs sein!?

Plötzlich fiel ihr Darth Sik ein. Sie hatte auf Lianna im Jeditempel in dessen Bibliothek ein Buch von ihm verschlungen. Er war so ein Universalgelehrter gewesen. Ob sie gerade in seine Pyramide wollten?

Ihr Blick fiel zur Decke. Sie war leer. Das hatte etwas beruhigendes! Nicht noch mehr Rätsel! Doch weshalb war sie leer, fragte sich die kluge Archäologin? Während alle Wände und der Boden übersät von Symbolen waren, war sie schlicht und leer? Das hatte einen Grund! Doch welchen? Sie nahm im Schneidersitz Platz und dachte nach. Sie musste denken, wie der Erschaffer des Ganzen! Es war das Ende! Alles endet im Nichts! Es sei denn, man glaubt an Götter oder man wird eins mit der Macht! Der Erbauer und dunkle Allroundwissenschaftler glaubte nicht daran. Daher war die Decke leer! Damit war das der letzte zu betätigende Schalter wurde ihr sonnenklar! Rätsel hatten auch frappierende Gemeinsamkeiten!

Ihr Blick widmete sich den Symbolen im Kreis auf dem Boden. Es war schön anzusehen! So ausdrucksstark! Diese Formen und Farben! Die Symbole könnte für Ähnlichkeiten der Bevölkerung der verschiedenen Spezies stehen? Überall gab es mal Unterkünfte, auch wenn die Bauten nicht immer gleich waren, so erbaute sich dennoch jede Spezies ihr Haus aus den unterschiedlichsten Materialien. Durch die Galaxie zog sich ein Band an Pyramiden auf den Welten. Und, überall gab es dunkle Machtnutzer!


Plötzlich sah sie, wie Raziil am Portal vorbei ging und spürte eine Unruhe von Grin ausgehen. Durch die Macht waren ihre Sinne geschärft wie ein Raubtier! Sie sah, wie er am Gerät herum schaltete und dann kam er auch schon auf sie zu. Er sagte sowas wie:

“Raziil nicht da. Nicht zu sehen!”

Nun, das war komisch! Sie nahm ihren Scanner. Vielleicht war seiner defekt.

Raziil, bitte gehe nochmal genauso wie eben im selben Abstand daran vorbei!”

Doch ihrer zeigte am Portal auch nichts an. Nichts!

“Ab dem Portal und schon einige Zentimeter davor, wird alles von einem Störfeld abgeschirmt! Was ist das für ein verfluchter Tempel?!”

Unbehagen machte sich bei Zoey mehr und mehr breit. Sie hatte keine Erfahrungen mit solchen Tempeln und wie würde der dunkle Machtnutzer seine dunklen Reichtümer der Macht darin vor ihnen geschützt haben wollen? Was hatte er sich Perfides ausgedacht? Das Dumme war, dass sie ihren Scanner am Portal nicht einsetzen konnte, um das Rätsel zu lösen, was sie in welcher Reihenfolge bzw. was sie überhaupt zu drücken hätte. Denn, so richtig schlau war sie bisher aus den Erkenntnissen diesbezüglich nicht geworden! Zoey brauchte etwas Traubenzucker und Koffein und verdrückte ratlos einen Energieriegel. Das tat gut! ...Dann, sah sie es! Linien vom Portal weg waren wie Richtungspfeile! Es war alles etwas abstrakt hier!

Zoey sah nochmal genau hin. Sie umrundete alles rund um den Kreis am Boden herum etliche Male. Dann sagte sie:

“Nehmt eure Sachen! Stellt euch auf die roten Dreiecke! Jeder auf Eins!”

Ihre Stimme klang aufgeregt. Das war sie auch. Sie nahm zögerlich ihre Hand, ihr Herz hämmerte und sie wagte es! Zoey drückte am Portal auf ein Symbol, was an die Zahl Pi erinnerte. Dann auf ein Dreieck. Dann stellte sie sich selber auf ein rotes Dreieck im Kreis zu den Anderen. Zoey stand zwischen Grin und Bastas. Sie standen nicht nur im Kreis, sondern bildeten auch Einen. In dem Moment fingen alle roten Dreiecke unter ihren Füßen zu leuchten an. Aufgeregt und freudig, dass irgendwas passierte, sahen sie einander an! Sie wusste, was sie nun tun musste. Sie sammelte die Macht. Mit der Macht drückte sie nun den letzten großen Schalter! Die Decke!

Eine Maschinerie schien sich in Gang zu setzen, verstärkt durch die dunkle Seite der Macht. So rasant, dass der Verstand nicht hinterher kam! Sie alle fanden sich in einem, tja, mit was konnte man das nur vergleichen, Art rundem Schornstein aus roten Ziegelsteinen wieder. Oder nein, ein Turm von innen! Ein leerer hoher Turm und sie selber standen im Kreis, leicht versetzt, auf kurzen Vorsprüngen. Es war beleuchtet und sie konnten sich gegenseitig in ihre verdutzten Gesichter schauen! Zoeys Herz hämmerte. Wo waren sie hier? Was sollte das? Doch ihr eigener Vorsprung wurde kleiner und kleiner und drohte gleich zu verschwinden. Zoey bekam es mit der Angst zu tun. Die Archäologin war im Begriff, gleich in die Tiefe zu stürzen. Man konnte den Boden nicht sehen! War das alles real? War das eine Illusion? Es fühlte sich verdammt echt an! Sie presste sich an die Wand. Zoey musste handeln und zwar sofort! Sie sprang schnell zu Yui Macht verstärkt hinüber und war froh, dass noch bei Saphenus gelernt zu haben. Der Platz war eng! Sie hielt sich an Yui fest. Zum Glück war Yui stark! Yui, als Kind, bot zumindest mehr Platz auf der kleinen Plattform, als die drei Männer! Dennoch musste Zoey aufpassen, das Gleichgewicht zu halten. Was war das hier? Zumindest waren sie drinnen! Sie waren in der Pyramide, auch, wenn es verdammt anders aussah!


Korriban. im Tal der dunklen Lords, im Darth Sik-Tempel im Turm der Verzweiflung auf winzigen Vorsprüngen ringsum und leicht versetzt: Zoey zusammen auf eIner mit Yui, Grin, Bastas, Raziil
 
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[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Darth Sik-Tempel | Turm der Verzweiflung] - Raziil Marr, Zoey, Grin, Yui, Bastas

Der Tempel verdeutlichte zweifellos einen der größten Unterschiede zwischen Jedi und Sith: Während Jedi einen viel zu großen Wert auf Ästhetik und sinnlose Verzierungen legten, sorgten sich Sith lediglich um Logik und Funktionalität.
Dementsprechend hatte jedes kleinste Detail im Darth Sik-Tempel, ob nun augenscheinliche Verzierung oder Mechanismus, einen Zweck.
Und trotzdem war Raziil mehr als überrascht von dem starken Kontrast zwischen dieser Pyramide und dem Grab von Darth Visas, in dem er so viel Zeit verbracht hatte. Darth Visas' Gruft war vergleichbar mit einem Kriegerschrein, einer Pilgerstätte für junge und ambitionierte Sith, die von ihren Weisheiten lernen wollten. Diese Pyramide wiederum war das komplexeste Konstrukt, das Raziil jemals betreten hatte - noch komplexer als Hyperantriebstechnologie aus der Perspektiver einer primitiven Spezies.
Wenn Darth Visas' Grabkammer ein Lehrbuch war, war der Darth Sik-Tempel eine Prüfung.

Raziil war schwer beeindruckt von Zoeys Talent als Archäologin; sie war nicht nur äußerst zielstrebig, sondern obendrein talentiert. Ganz offensichtlich war sie in diesem Bereich sehr erfahren.
Doch als sie das Rätsel des Portals gelöst zu haben schien, setzte sich urplötzlich ein faszinierender und zugleich blitzschneller Mechanismus in Gang.
Im nächsten Moment fand die Gruppe sich in einem Konstrukt wieder, das als leerer Turm beschrieben werden konnte. Sie alle standen auf kleinen Plattformen, die sich teilweise noch weiter verkleinerten. Um ihrer Plattform zu entfliehen, sprang Zoey zu Yui hinüber und teilte sich eine.
Zunächst überrascht und panisch blickte Raziil in den Abgrund und fragte sich, wie sie so schnell in diese Situation geraten konnten, wie keiner von ihnen sie hatte vorhersehen können.
Die Panik war ein Resultat von Adrenalin, das instinktiv durch Raziils Körper schoss. Für einen kurzen Moment schloss er die Augen, konzentrierte sich und brachte seine Emotionen wieder unter Kontrolle. Diese Situation würde sich nur mit Klarheit bewältigen lassen.

Verzweiflung war in die Gesichter der übrigen Gruppenmitglieder geschrieben. Niemand wusste so recht etwas mit dieser Situation anzufangen und erst recht nicht, wie man ihr entfliehen sollte.
Doch in der Tatsache, dass mehrere machtsensitive Wesen diese plötzliche Entwicklung der Ereignisse nicht vorsehen konnten und nun so ratlos waren, machte auf eine mögliche Ursache ihres Problems aufmerksam: Dass dies eine Illusion war, ein Test.
Aber was genau sollte geprüft werden? Wurde von ihnen verlangt, dass sie sich in die vermeintliche Tiefe stürzten? Was würde dies bewirken?
Raziil kam ein Thema in den Sinn, das viele Sith fürchteten: der Tod. Im Laufe der Geschichte hatten unzählige Sith nach dem Geheimnis der Unsterblichkeit getrachtet und soweit er wusste, hatte es bisher niemand geschafft. Und in ebendieser Erkenntnis lag die Lösung: Es einzusehen, dass der Tod unvermeidbar ist, war der befreiendste Gedanke, der Raziil in den Sinn kommen konnte. Diese Einsicht würde ihn zornig machen und dazu führen, seine Macht in ihrem vollen Potential zu entfalten, in seiner begrenzten Lebensdauer nach der größtmöglichen Macht trachten und sich nicht auf einem Status Quo ausruhen. Nur wer stets nach größerer Macht trachtete, würde sie erlangen und so musste man dieser Tatsache in die Augen blicken.

Als er sich umsah, entdeckte Raziil einen Ausgang, den sie mit geschickten Machtsprüngen hätten erreichen können - ein klarer Lichtblick für verzweifelte Schatzjäger und wissbegierige, aber willensschwache Sith, die ihrem vermeintlichen Schicksal zu entkommen hofften.
Doch dann bleibte weiterhin die Frage ob dies echt oder eine Illusion war.
Scheinbar übernatürliche, von der Macht verstärkte Illusionen waren auf Korriban keine Seltenheit und dies daher ein weiteres Argument dafür, dass dieser Turm nicht echt war.
Je länger er darüber nachdachte, desto mehr Sinn machte diese Theorie in Raziils Augen, immerhin konnte diese Metapher in der Errichtung dieses Tempels nicht offensichtlicher gewählt worden sein. Das war es, er würde es wagen und entweder triumphieren oder kläglich scheitern und seinem Leben hier und jetzt ein Ende setzen.

"Lady Liviana! Wir werden getestet - dieser Turm ist nicht echt, wir stehen noch immer vor dem Portal. Die Macht ist mit uns und wird uns zu Stärke und Ruhm führen."

Sie musste den Zabrak für verrückt halten, doch Raziil wagte den Versuch. Er ging einen Schritt nach vorn und verschwand in den Augen seiner Gruppe in den dunklen Tiefen des Turms.

[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Darth Sik-Tempel | Turm der Verzweiflung] - Raziil Marr, Zoey, Grin, Yui, Bastas
 
Die große Gier kommt immer vor dem Sterben.
{[()]}-- Horuset-System -- Korriban -- Tal der dunklen Lords -- Irgendein Turm innerhalb einer Anlage (Grab?) -- Schützling Zoey, Diener Bastas und Yui, Begleiter Raziil und Grin --{[()]}


Zoeys Schlussfolgerungen hatte Grin ziemlich blöd dastehen lassen. Als sie die einzelnen Bestandteile benannte, kehrten Teile seines breit gestreuten Allgemeinwissens zurück und er erkannte was sie meinte. Doch wäre er von sich aus wohl niemals darauf gekommen. Denn wann hatte er zuletzt damit zu tun gehabt? Und galt „ein oder zweimal gelesen“ als „damit zu tun gehabt“? Wohl kaum. Aber selbst wenn er es erkannt hätte. Auf die Schlussfolgerung, die Verbindung zwischen ihnen, wäre er nicht gekommen. Glücklicherweise erübrigte sich ein Eingeständnis, denn es passierte etwas unerwartetes. Und wie unerwartet es war. Eben noch versuchte Grin Zoeys Gedanken zu folgen, da befanden sie sich auch schon, ja, wo eigentlich?

Der Zabrak nannte es einen Turm, doch was er auch war, viele Optionen gab es nicht. Und als besagter Gehörnter auch noch ohne große Absprache einfach in die Tiefe sprang, dachte Grin schon, dass er jetzt gar nichts mehr tun musste. Also nachdenken. Grin folgte ihm mit dem Blick und weil ihre Lichtquellen nicht weit in die Tiefe reichten, war er im Prinzip schon nach einem Meter verschwunden. Zoey reagierte überrascht, wurde aber auch jeder eigenen Entscheidung beraubt, als sie schon höchstens zwei Sekunden nach Raziils Absprung einen Aufprall hörten. Und ein Fluch, denn der Zabrak hatte nicht damit gerechnet. Es folgten Geräusche, als würde jemand sich in Sand wälzen und plötzlich klang der Mann unter ihnen nicht mehr wütend, sondern frustriert, noch ein paar Sekunden später dann wieder wütend, gemischt mit etwas, was Grin nicht einordnen konnte. Es klang zwar wie Angst, doch diese sprach er dem hörnigen Mann nicht zu. Er interpretierte es sicherlich falsch. Aber wie dem auch sei. Selbst diese Laute verstummten schließlich und diese plötzliche Stille war mindestens genau so unheimlich wie sein Wüten davor. Grin, der, wenn er schon nicht gut einschätzen konnte wie eine Person gestrickt war, konnte doch zumindest ziemlich gut Gesichter lesen und Gesten interpretieren. Die restliche Gruppe, ihn eingeschlossen, fragte sich was nun zu tun galt. Zoey versuchte mit ihrer Macht etwas in Erfahrung zu bringen, doch es klappte nicht. Etwas hinderte sie daran ihren Machtsinn nach unten oder zu den Seiten hin auszuweiten. Sie wussten nicht was dort unten war.


Es verging gar nicht mal so viel Zeit, da kehrten die unheimlichen Geräusche zurück. Jedoch nicht von unten, sondern von oben. Es klang, als würde Stein auf Stein prallen und als einige aus der Gruppe schließlich ihre Luma auf die Decke richteten, sahen sie wie der Turm immer kleiner wurde. Die Blöcke aus den Wänden schoben sich einfach zusammen und offenbaren so, dass sie gar nicht quaderförmig waren, sondern eher Zungen glichen, welche sich nun vereinten und ihnen somit den Raum und die Zeit für weitere Überlegungen nahmen. Sie mussten sich entscheiden. Nicht ob sie sprangen, sondern wer zuerst. Bastas war der erste aus der übrigen Gruppe und da der Turm nicht zu schnell kleiner wurde, als das man nicht abwarten konnte, taten die anderen genau dies. Sie horchten, versuchten etwas zu erkennen, doch aus Gründen die Grin nicht verstand, funktionierten die Lumas in Richtung Boden nicht. Der Lichtstrahl kam einfach nicht unten an, wurde regelrecht von der Luft zersetzt. Der grünhäutige Mann erzeugte nicht weniger Lärm als der Zabrak, doch wegen der massiven Steinblöcke und ihrem Aufeinanderprallen, konnte man ihn kaum verstehen. Falls er etwas sagte, so verstand Grin es nicht. Zoey sagte etwas. Sie selber und Yui packten einander und sprangen gleichzeitig. Der Maskierte sah wieder nach oben. Er würde bald springen müssen. Und tat es auch, denn er wollte seinen Schützling nicht alleine lassen. Es fiel ihm gar nicht mal so schwer sich fallenzulassen, doch die Furcht begleitete ihn dennoch. Nicht der Fall oder die Dunkelheit ließen sein Herz schneller schlagen und den Schweiß auf seine Stirn treten. Sondern der Gedanke, das er Zoey würde vielleicht nicht schützen können.


Der Aufprall war okay. Er kam zuerst mit den Füßen auf und wollte sich dann so abrollen, dass er nicht auf die vermutete Zoey traf. Würde er dabei Yui seinen Fuß ins Gesicht drücken, es wäre ihm egal gewesen. Doch er traf keinen von beiden. Er war alleine. Als er mit den Händen die abgerundete Wand erreichte und mit diesen gerade so verhindern konnte, sein Gesicht dagegen zu werfen, sah er sich blind um. Seine eigene Luma war aus, kaputt oder verlorengegangen. Er tastet um sich, doch da war niemand. Er rief Zoey, doch sie antwortete nicht. Aus Angst wurde Panik und in den nächsten Sekunden war Grin derart mit den immer selben Dingen beschäftigt, nämlich dem um sich tasten und rufen, dass er zu spät bemerkte wie er immer tiefer in den Sand einsank. Er bekam es erst dann richtig mit, als er sich erschöpft zurück lehnen wollte und konnte dann eigentlich gar nichts mehr gegen den Sog von unten tun. In einem letzten verzweifelten Versuch Widerstand zu leisten, streckte er die Arme aus und versuchte mit den Füßen zu strampeln, doch es verlangsamte ihn kein bisschen. Ohne eine echte Chance zu haben, wurde er hinunter gezogen. Als sein Kinn die Oberfläche erreichte, holte er ein letztes mal tief Luft, schloss die Augen und wartete einfach nur noch ab.


Es war merkwürdig. Sobald er erkannt hatte, das er hinab gezogen wurde, war er ruhiger geworden. Eigentlich hätte es seine Panik verstärken müssen, doch das sandige Grab hatte nicht nur seine Bewegungen, sondern auch seine Emotionen erstarren lassen. Und ihn dann schließlich wieder ausgespuckt. Als wäre er durch einen Tunnel geschliffen wurde, waren seine Beine plötzlich frei. Irgendetwas packte ihn an diesen und er wurde hinausgezogen. Und er fiel schon wieder. Nur einen oder zwei Meter, doch diesmal landete er auf unnachgiebigen Sandstein. Zuerst sah Grin Bastas, der ihn wohl hinausgezogen hatte. Schnell erkannte er auch den Rest der Gruppe. Alle sahen sie mitgenommen, aber unverletzt aus. Als Grin dies bemerkte, sah er nach oben. In der Decke befand sich eine kreisförmiges Etwas und im Schein der flackernden Beleuchtung sah es wie feuchter Sand aus. Vermutungen wurden geäußert, das Wort Treibsand fiel, doch Grin konnte damit nicht viel anfangen. Sein Blick war unterdessen auf seinen Schützling gerichtet, welche neben Yui stand, die wiederum über etwas stand, das Grin erst kurze Zeit später als zerstörten Droiden identifizierte. Sie befanden sich in einem langen Gang, der auf der einen Seite von Teilen der eingestürzten Decke und Wände blockiert wurde und auf der anderen wer weiß wohin führte. Die Beleuchtung, ein steriles weißes Licht, strahlte aus Deckenleuchten, welche wiederum unregelmäßig flackerten und so kaputt aussahen wie die Droiden. Nur einer war dem Einsturz der Decke entgangen, geschafft hatte er es aber scheinbar dennoch nicht. Nachdem Grin die Umgebung als relativ sicher eingestuft hatte, gesellte er sich zu den beiden Frauen und sah dem „Droidenmädchen“ über die Schulter. Es war ein Protokolldroide. Einer dieser klassischen, wie man ihn von überall her kannte. Seine graue Brust zierte ein ziemlich großes Loch, die Ränder schwarz und geschmolzen. Selbst Grin, der wenig Ahnung von Technik hatte, erkannte, dass er von einer Plasmawaffe ausgeschaltet worden war. Aber wieso war die Frage. Yui kannte die Antwort, denn sie tippte auf den rechten Arm des Droiden und richtete somit Grins Aufmerksamkeit auf etwas, das er zuvor ignoriert hatte. Ein im Unterarm integrierter Blaster.


Wieder wurden Gedanken ausgetauscht, doch Grin beteiligte sich nicht aktiv an dem Gespräch, sondern sah sich nochmals um. Unter dem Einsturz befanden sich noch ein Dutzend weiterer, gut sichtbarer Droiden. Doch keiner würde jemals wieder laufen. Einige waren bewaffnet, doch so wirklich viel hatten sie nicht gemein. Tatsächlich sahen sie alle unterschiedlich aus. Manchen wirkten so unschuldig wie der Protokolldroide, andere sahen schon mehr nach Militärdroiden aus, einer war sogar nur ein Astromechdroide. Die eigentlich, die wichtigste Frage überhaupt, war jedoch nicht die, wer diese Droiden waren oder wer sie geschickt hatte. Sondern wer dem Protokolldroiden ein Loch von der Größe eines Babykopfes in die Brust gestanzt hatte. Die sie umgebene Stille würde sie ihnen vermutlich nicht beantworten...


{[()]}-- Horuset-System -- Korriban -- Tal der dunklen Lords -- In der Anlage (Grab?) -- Gang, auf einer Seite blockiert - Schützling Zoey, Diener Bastas und Yui, Begleiter Raziil und Grin --{[()]}
 
Korriban, im Tal der dunklen Lords, im Darth Sik-Tempel im Turm der Verzweiflung auf winzigen Vorsprüngen ringsum und leicht versetzt: Zoey zusammen auf eIner mit Yui, Grin, Bastas, Raziil


Zoey war nicht begeistert. Ihre Gedanken rasten. Ihr Herz übrigens auch! Wie war das möglich? Sie presste sich mit dem Rücken an die Wand des Turmes. Sie griff zum Scanner, mit einer Hand sich an Yui klammernd, denn die Bodenplatte unter ihren Füßen war verdammt eng und viel zu klein und Zoey kalibrierte ihn auf Vermessung. Doch der Scanner zeigte nur: “Error” an. Auch mit der Macht konnte sie nicht ausmachen, wann fester Boden kam.

Sie sah eine Tür in ihrer Nähe. Ein Ausgang!? Die Versuchung war sofort da und groß, doch Zoey wusste, das das keine Option war. Zu verheißungsvoll und offensichtlich! Es war nicht ihre erste Mission! Auf sowas fiel sie nicht mehr rein!

Sie hatte für das Ganze nur eine Erklärung, dass sie mittels der Macht und mit Technik nach unten in diese Röhre hinab gefahren waren, schneller, als ihr Verstand es erfassen und begreifen hatte können. Der Kreis mit den Symbolen, mit den Dreiecken, auf denen sie gestanden hatten, war das eigentliche Portal gewesen! Ja, genau! Das Vermeintliche war ein Fake gewesen!


“Es gibt nur eine Frage, Leute, sind wir schon durch das Portal durch oder stecken wir noch mittendrin?”

Nun war es Zeit den Sinn der Prüfung zu ergründen! Das war nicht ganz einfach. Wie viel Zeit blieb ihnen? Was kam als nächstes?

Raziil meinte nun, dass er glaubte, dass der Turm nicht echt sei, was sie auch nicht ausschließen konnte und sie noch vorm Portal sein würden. Sie horchte auf! Konnte er mit Letzterem recht haben? Er fuhr fort, dass die Macht mit ihnen sein würde. Und während sie über den Sinn seiner Worte versuchen wollte, nach zu denken, stürzte er sich plötzlich in die Tiefe.


Raaaaziiiiiil!”,

schrie sie ihm hinterher, von Panik erfasst. Ihr Herz machte fast einen Aussetzer! Er konnte doch nicht einfach springen!? Die Entscheidungen sollten von allen gemeinsam gefällt werden! Hatte sich ihr erstes Gruppenmitglied gerade in den Tod gestürzt? Fassungslos starrte sie in den Abgrund. Er war verrückt geworden?!

“Was zum Henker…?!”

Merkwürdige Geräusche kamen von unten! Sie sahen sich gegenseitig fragend an. Ihre Gedanken spiegelten sich in ihren Mienen wieder. Es ging von Hoffnung bis Bestürztheit.

Raziil?”

Nichts! Keine Antwort! Sie versuchte es nochmal mit ihrem Machtsinn! Nichts!

“Ich kann ihn mit der Macht nicht sehen! Ich kann mit der Macht hier nichts ausrichten!”,

klagte sie mit verzweifelter Stimme. Sie kalibrierte den Scanner auf Leben und versuchte es nochmal. Sie konnte es vergessen! Sie sah rüber zu Bastas. Seine Bodenplatte verkleinerte sich!

Bastas, pass auf! Spring auf Raziil seine…!”,

sie verharrte im Satz. Dessen Platte hatte sich eingezogen. Sie existierte nicht mehr. Auch war keine Neue erschienen. Sie leuchtete mit ihrem Stab. Doch weiter unten war eine plötzlich da, doch Zoey nahm an, dass die wohl eher für sie sein würde.

Bastas!”,

sie zeigte auf die Platte etwa 1,50 m unter ihnen, von ihm aus schräg unter ihnen.

Sie hätte gerne den Boden ganz unten gesehen, nach Raziil gesehen! Doch leider reichte das Licht nicht bis nach ganz unten. Sie warf ihr Licht beherzt in die unbekannte Tiefe. Doch, es verschwand in der Düsternis. Wie verschluckt von ihr! Zoey dachte angespannt nach, was Raziil dazu bewogen hatte und ob er noch leben könnte. Er wollte sich doch schließlich nicht das Leben nehmen! Er musste angenommen haben, dass das der richtige Weg sein würde. Was war das hier für eine Prüfung? Eine Mutprobe? Sie waren doch nicht Lebensmüde?! Was wollte Raziil sagen, als er meinte, die Macht sei mit ihnen? Sollten sie auf die Macht vertrauen und sich von ihr lenken lassen? Letztlich würde ihr Weg irgendwann ebenfalls unten enden, wenn sie weiter auf den Zungen blieben. Gehörte der Sprung zur Prüfung? Der Mut dem Tode ins Auge zu blicken! ?

“Wir sollten ihm folgen! Wir wagen es!”,

hörte sie sich laut die Worte aussprechen. Nun gab es kein Zurück mehr! Ein Geräusch von oben lenkte ihren Blick hinauf! Sie hatten auch keine Wahl! Der Raum wurde kleiner! Wie im Prüfungsraum im Vulkantempel! Eile war geboten! Bastas, der kaum noch Platz zum Stehen hatte und lieber als erstes springen, als auf eine andere Zunge hüpfen wollte, sprang von ihnen zuerst Raziil hinterher. Sie nickte Yui zu und sagte entschlossen:

“Wir als nächstes! Auf Drei! Eins, zwei, d…. !

Sie merkte, wie sie instinktiv versuchte die Macht zu nutzen. Sie würden so unten nicht hart aufschlagen! Doch sie konnte die Macht vermutlich nicht nutzen, je mehr sie in die Tiefe fiel. Sie hielt Yui noch immer an der Hand. Ihr Herz hämmerte und es dauerte eine halbe Ewigkeit! Zumindest fühlte es sich so an! Wie tief war es hier nur!? Sie hatte Angst! Große Angst! Nur ein Narr hatte keine Angst vor dem Tode! Wenn man sich nicht vor dem Tod fürchtete, existierte man nicht! Angst war ein Überlebensinstinkt! Das stärkste Gefühl überhaupt! Komischerweise zog ihr Leben nicht an ihr vorbei! Sie würde dann sicher nicht sterben müssen! Oder? Es war schwer keine Kontrolle zu haben! Es blieb ihr keine andere Wahl der dunklen Seite der Macht zu vertrauen und ihr mögliches Ende in Betracht zu ziehen und zu akzeptieren. Sie war plötzlich von Ruhe erfasst!

Sie landeten auf etwas Weichem, von der Kraft der dunklen Seite der Macht gestützt. Aber, nicht von ihrer Eigenen! Sie begannen sofort zu versinken. Was war nun los? Sie war in absoluter Finsternis. Unter ihr wirkte der Boden als wäre er weich wie Treibsand. Sie kannte das aus dem Vulkantempel! Sollte es hier so mit Ersticken enden? Sie schrie panisch:


Yui, breite die Arme aus! Lass mich nicht los!”

An Yuis Hand geklammert, beide Arme ausgebreitet, sank sie tiefer und tiefer. Es nützte nichts. Da war so ein starker Sog nach unten! Todesangst übermächtigte sie! Ihr war plötzlich, als wären ihre Füße im Freien, als Mund und Nase im Sand gerade untergingen und ein tauchten! Ihr Ende? Sie hielt die Luft an. Sie spürte dann einen kräftigen Zug an ihren Beinen und sie fiel nach unten. Unsanft kam sie auf dem harten Boden auf. Ihre Knie schmerzten! Schmerz!? Sie war am Leben! Freude erfasste sie! Yui registrierte sie beruhigend neben sich! Zoey hustete, nieste und sah Raziil vor sich, ihr die Hand reichen und ihr Aufhelfen und sie von der Stelle wegziehen.

“Danke!”,

hauchte sie erschöpft. Ihr Blick suchte Bastas. Er war auch unbeschadet angekommen. Erleichterung überkam sie. Sie klopfte sich den Sand von den Sachen, was ihr nicht wirklich gut gelang und schüttelte ihr Haar kräftig, fuhr sich mit den Fingern hindurch und wuschelte es durch und trank dann einen Schluck aus der Wasserflasche, um das Kratzen aus dem Hals weg zu bekommen, da zog Bastas an Grins Beinen. Daher musste sie da schnell weg. Richtig! Sie musste lächeln. Einer nach dem Anderen war auf diese Weise angekommen und ja, dort oben, das war eindeutig:

“Treibsand!”,

sagte sie laut verwundert. Wie bei einer Geburt aus dem Muttermund gezogen. Sie befanden sich in einem Gang, wie es sein sollte.

“Das war das Portal! Wir sind drinnen! Wir haben es geschafft! Es ist stets so, dass ein unterirdischer Gang unterm Tal der dunklen Lords direkt in die eigentliche sichtbare Pyramide führt.”,

schnatterte sie aufgeregt vor sich hin. Hier fand sie am Boden liegend auch ihre Leuchte wieder. Sie nahm den Leuchtstab wieder an sich. Sie steckte ihn an ihren Gürtel. Der Gang war beleuchtet, ein kaltes flackerndes Licht, sie brauchte daher kein weiteres Licht. Noch nicht!

Raziil, auf ein Wort!”

Sie ging zu ihm hin.

“Gute Schlussfolgerung! Aber, nie wieder so eine Aktion, ohne gemeinsame Absprache! Verstanden? So wirkte es etwas…., sagen wir leichtsinnig! Und nun erklär es mir! Warum warst du dir so sicher?!”

Zoey war schwer beeindruckt! Der Tod war unvermeidlich! Aha.

Dann entdeckte Zoey etwas. Gleichzeitig sah auch Yui dorthin. Sie sahen einander an, gingen darauf vorsichtig zu und beugten sich dann darüber. Ein Droide? Hier? Er war zerstört worden!


“Merkwürdig, das Grab war unversehrt! Wir sind die Ersten! Ein zerstörter Protokolldroide?! So ein riesiges Loch in der Brust?!”

Sie sah sich um. Es gab weitere zerstörte Droidenüberreste und eine eingestürzte Wand und Decke.

“Korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe, aber war hier unten ein Krieg unter Droiden? Yui, was meinst du dazu?”

Zoey fühlte sich plötzlich unwohl. Ihre Euphorie war so schnell verschwunden, wie sie gekommen war! Was war hier los? Sie hörte sich plötzlich selber schwer atmen. Angst kroch in ihr hoch! Was würde sie hier unten erwarten?


Korriban, im Tal der dunklen Lords, im Darth Sik-Tempel im Gang zur Pyramide unterm Portal: Zoey, Grin, Yui, Raziil, Bastas und ein Haufen Roboterschrott
 
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[Korriban - Wüste - Parak Limburs Grabkammer - Parak Limbur, Eingestaubter Droide (NPC)]

Parak brach auf die Knie zusammen. Mit der linken Hand stützte er sich auf den Boden ab, mit der rechten faste er sich an seine Stirn, so als ob er Kopfschmerzen hätte. Er verharrte eine gute halbe Minute in dieser Position, bevor er sich Langsam aufrichtete. Sein Körper fühlte sich geschwächt an und in seinem Kopf war nicht ein Gedanke zu finden, wie in einem Schockzustand. Der Raum in dem er Stand war stockdunkel und wurde lediglich von 2 am Boden liegenden Fackeln erleuchtet. Das Licht der Fackeln wurde jedoch schon nach ein paar Metern von einer umhüllenden Finsternis verschluckt, sodass nicht einmal Wände zu sehen waren. Parak begann damit sich langsam umzusehen. Viel zu sehen gab es jedoch nicht. Vor ihm war ein Gebilde aus Stein, welches Ähnlichkeiten mit einem Altar hatte und die 2 Fackeln. Neben den Fackeln lag noch jeweils ein Skelett, welche er aber erst einmal nicht weiter beachtete. Hinter ihm war wieder ein Gebilde aus Stein. Es schien aus dem gleichen Gestein zu sein wie der Altar, jedoch war es zertrümmert. Es wirkte wie eine aufrecht stehende Kiste, die ein wenig höher als er selbst war.

„Wo bin ich? ...“

War sein erster Gedanke. Kurz darauf wurde er mit Gedanken überfluten. So viele Fragen und nicht eine Antwort. Er hatte sein Gedächtnis verloren und kannte nicht einmal sein eigenen Namen. Kurz begann er in Panik zu verfallen und drehte sich hektisch hin und her. Nicht zuletzt der Kräftemangel beruhigte ihn dann aber wieder. Er versuchte sich auf das wesentliche zu konzentrieren, ging auf eine Fackel zu und beugte sich runter um sie aufzuheben. Dabei betrachtete er das daneben liegende Skelett genauer und bemerkte das es im Vergleich zum Boden auffällig sauber war. Er wollte es näher untersuchen und berührte dabei das Skelett. Es war warm! Auch die Knochen die weiter weg von der Fackel lagen, die gleiche Temperatur. 2 noch brennende Fackeln neben blank geputzten, warmen Skeletten. Es wirkte so als wären sie gerade erst verstorben aber Parak begriff nicht wie so etwas möglich sein konnte. Letzten Endes nahm er die Fackel wie ursprünglich geplant auf und begann erneut sich umzusehen. Er ging nun langsam an den Altar vorbei und dann gerade aus. Nach ein paar Metern sah er auch schon eine Wand. Nun wirkte der Raum nicht mehr so unendlich groß aber was Parak noch mehr freute war, dass er sogar einen Ausgang aus dem Raum gefunden hatte. Er ging hindurch in der Hoffnung auf etwas anderes zu stoßen als Dunkelheit, wurde dann aber enttäuscht. Wieder nur schwarz … das machte Parak wütend. So wütend das er am liebsten geschrien hätte … aber dafür fehlte ihm die Kraft. Allerdings gab ihm diese Wut neuen Antrieb. Er gewann Willensstärke daraus und begann erneut zu laufen um einen weiteren Ausgang zu finden. Dieser Raum schien um einiges größer zu sein als der vorherige, mehr wie eine Halle. Und so blieb Parak stehen und warf zornig seine Fackel soweit er konnte nach vorne, um einschätzen zu können wo der Raum endete. Und wieder wurde Parak enttäuscht … die Fackel prallte nicht wie erhofft ab und zeigte eine Wand sondern landete auf den Boden. Parak ballte wütend die Fäuste und ging los um die Fackel zu hohlen. Dabei bemerkte er nicht wie rechts von ihm, nur ein paar Meter weiter, ein völliger eingestaubter Droide stand.

[Korriban - Wüste - Parak Limburs Grabkammer - Parak Limbur, Eingestaubter Droide (NPC)]
 
[Korriban | Tal der dunklen Lords | Grab des Parak Limbur] P8-L1

Er war tot, kein bisschen Leben steckte in ihm. Die Gelenke starr, das Haupt kahl, der Mund trocken und die Haut leblos. Er war tot und doch war das gut so: schließlich war P8-L1 ein Droide und als solcher niemals am Leben gewesen. Einst einem mächtigen Sith zugehörig verstaubte er nun inmitten alter Knochen, sammelte nichts weiter als Staub an und wartete auf einen Befehl, der seine Schaltkreise wieder in Funkton versetzen würde. Dass er auf diesen Befehl Jahrhunderte und Jahrtausende warten musste, das war ihm egal. Geduldig stand er auf seinem Posten und rührte sich um keinen Millimeter. All seine Systeme auf das Mindestmaß heruntergefahren war es ihm nicht vergönnt einen Eindruck seiner Umgebung zu erhaschen und er legte auch keinen Wert darauf. Er wusste, was sich um ihn herum befand und dass sich daran nichts ändern würde bis er wieder aktiviert werden würde. Das Grabmahl des Parak Limbur war wortwörtlich in Stein gemeißelt und dafür gebaut all die Jahre zu überstehen, die es brauchen würde.

Problematisch allein war, dass P-Achts Energiequelle ein kleines Leck hatte, unbedeuted in der Routine des großen Reiches. Doch auf Jahrtausende gerechnet führte dieses Leck zu einem signifikanten Verlust, der ihn die nötigen Konsequenzen ergreifen ließ. Gleichgültig schaltete er ab was nicht gebraucht wurde und als das nicht mehr reichte bediente er sich anderer Systeme, deren Funktion er als nicht allzu wichtig erachtete. So überdauerte er die Zeit bis er eines Tages den Befehl erhielt aufzuwachen.

Als erstes glommen seine Augen auf, von denen eines schwacher leuchtete als das andere. Dann begann sei Brustkorb zu summen und Energie erfüllte seinen Körper. Ein mechanisches Knarren tönte aus seinem Mund, das nichts anderes als die Folge der Aktivierung des Stimmmodulators war. Seine Akustiksensoren empfingen das Geräusch von hastigen Fußschritten, die in seiner Nähe verstummten. Mühsam versuchte P-Acht das visuelle Ergebnis seiner beiden Photorezeptoren auszugleichen, mit mäßigem Erfolg. Fackelschein erschwerte diese Aufgabe weiter. Es dauerte Minuten der Kalibirierung, in denen er regungslos dastand, um dieses Manko auszugleichen bis er plötzlich die unverkennbaren Gesichtszüge seines alten Meisters erkannte.

"Ihr seid Parak Limbur und ich diene Euch.", stellte er knarzend fest während er versuchte auf die Speichermodule zu zugreifen, die ihm das komplette Wissen seiner Zeit offenbaren würden. Eine Fehlerfunktion nach der anderen machte ihn stutzig und es dauerte abermals Minuten bis er den Ursprung dieses Fehlers ausgemacht hatte. Die Speicherbausteine waren irreparabel geschädigt, zerstört durch den permanenten Energieverlust. In seinem Ruhezustand hatte er automatisch die Systeme priorisiert, die für seine Aktivierung wichtig waren und alle anderen um den Preis ihres Verlustes vernachlässigt.

"Ihr seid Parak Limbur und ich diene Euch.", wiederholte er in seiner Verzweiflung.


[Korriban | Tal der dunklen Lords | Grab des Parak Limbur] P8-L1; Parak Limbur
 
[Korriban - Wüste - Parak Limburs Grabkammer - Parak Limbur, P8-L1 (NPC)]

Parak, der auf dem Weg zur Fackel war, die er gerade eben durch den Raum schmiss, blieb plötzlich erschrocken stehen als er einige merkwürdige Geräusche hörte. Er sah sich um und sah ungefähr auf Augenhöhe, rechts von ihm, ungleich stark leuchtende Lichter. Er ging instinktiv in eine Abwehrhaltung und dachte schon an das schlimmste. Nach genaueren hinsehen bemerkte Parak, dass die Lichter zu einem Droiden gehörten, der sich dann auch sofort zu Wort meldete. Der Droide identifizierte ihn als Parak Limbur und gab an das er ihm dienen würde. Parak war unsicher was es damit auf sich hatte, nahm den Droiden aber nicht als Bedrohung war und so nahm er wieder eine bequemere Haltung ein. Parak Limbur … war das sein Name? Der Droide beteuerte es zumindest, genauso wie das er ihm dienen würde.

„Du dienst mir? … Wer bist du? Und was weißt du über diesen Ort hier? Wo sind wir? Und wieso weißt du angeblich wer ich bin, wenn nicht einmal ich das weiß?“

Und wieder quälten unzählige Fragen den einstigen Sith-Lord, der hoffte aus dem Droiden ein paar brauchbare antworten zu bekommen
.

[Korriban - Wüste - Parak Limburs Grabkammer - Parak Limbur, P8-L1 (NPC)]
 
[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Darth Sik-Tempel | Turm der Verzweiflung] - Raziil Marr, Zoey, Grin, Yui, Bastas

Für einen kurzen Moment stürzte Raziil in die Tiefe. Ihn umgab nun absolute Dunkelheit, es war als befünde sich unter dem gedimmten Licht im Turm eine Art Barriere, die sämtliches Licht absorbierte und auf der Stelle erlosch. Während er fiel vernahm er einen Aufschrei Livianas: "RAZ-". Es war als hätte diese dunkle Barriere seinen Namen gleich mit abgeschnitten, als wäre er in eine ganz andere Dimension gestürzt.
Wenige Sekunden später landete der Zabrak auf einem recht weichen Boden. Aufgrund der pechschwarzen Dunkelheit waren seine Augen keine große Hilfe, doch unter seinem Stiefel fühlte es sich an wie Sand. Plötzlich zog ihn etwas nach unten: Stück für Stück verschwand der Gehörnte langsam im Boden - Treibsand!
Was sollte er nun nur tun? Hatte er die Prüfung doch falsch interpretiert und war in seinen Tod gestürzt? An diesem Punkt bot sich ihm sowieso nur eine Möglichkeit und so blieb er bei seiner Theorie und blickte dem Tod mutig in die Augen.
Er spürte wie der weiche Sand sich an seinem Gesicht vorbeidrängte und landete im nächsten Moment auf hartem Steinboden - er hatte Recht gehabt, er lebte!

"Meister?!", ertönte plötzlich das Comlink am Gürtel, "Seid Ihr noch da?".
Raziil sah sich einen kurzen Moment lang um und bemerkte plötzlich dass sich Darth Visas' Schwert im Treibsand von seinem Gürtel gelöst hatte. Glücklicherweise hatte es vor den anderen Mitgliedern aus Livianas Team ebenfalls den Boden erreicht, immerhin konnte man Sith nicht trauen. Ohne dieses Schwert würde er die Fähigkeit verlieren Liviana zu beeindrucken und den Rodianer der auf ihn im alten Frachter wartete zu kontrollieren. Ohne das Schwert von Darth Visas wären alle seine Pläne durchkreuzt. Zügig hob er den Hilt auf und befestigte ihn wieder an seinem Gürtel.

"Ja, Regozz, ich bin noch da... und das Schwert auch. Bleib im Cockpit und schließ die Rampe, nach Sandstürmen kriechen die Tuk'ata aus ihren Löchern. Ich werde noch eine Weile hier unten sein."

"Wie Ihr befehlt, Meister!", antwortete der Rodianer und trennte die Verbindung. Regozz Teema war eine jämmerliche Kreatur. Es hatte nur den Mord seines Kel'dor Schmugglerpartners gebraucht, um ihn zur Verzweiflung zu treiben und ein Druckmittel in Form des Schwerts von Darth Visas um ihn gänzlich zu kontrollieren. Er würde sich als nützliche Marionette in Raziils zukünftigen Plänen erweisen. Doch zunächst wollte er sich den verborgenen Schätzen widmen, die dieser Tempel verbarg, seien es materielle Güter oder wertvolles Wissen, wie jenes das er in Darth Visas' Grab erlangt hatte.
Der Zabrak warf noch einen Blick auf seine Umgebung und stellte fest, dass er sich in einer Art unterirdischem Gang befand. Als einzige Lichtquelle diente ein kleines Objekt, das er als Livianas Leuchtstab identifizierte; sie musste ihn fallengelassen haben.
Im nächsten Moment erreicht auch sie den verborgenen Tunnel, sichtbar erleichtert da sie noch lebte. Respektvoll reichte Raziil ihr die Hand und half der Archäologin und Sith auf die Beine.
“Das war das Portal! Wir sind drinnen! Wir haben es geschafft!", stellte die junge Frau fest, "Es ist stets so, dass ein unterirdischer Gang unterm Tal der dunklen Lords direkt in die eigentliche sichtbare Pyramide führt.”
Raziil nickte und blickte sich dabei erneut forschend um, immerhin hatte er auf selbem Weg in Darth Visas' Grab hineingefunden.

"Es ist allerdings keine Seltenheit, dass antike Geheimgänge genutzt wurden. Scheinbar versuchten die alten Sith so ihre Gräber vor unwürdigen Gradräubern zu schützen. Wir haben uns wiederum als würdig erwiesen."

Livianas Gesichtsausdruck schien plötzlich bedeutend ernster, zumal die Freude über ihr Überleben allmählich abgeklungen hatte: "Raziil, auf ein Wort! Gute Schlussfolgerung! Aber, nie wieder so eine Aktion, ohne gemeinsame Absprache! Verstanden? So wirkte es etwas…., sagen wir leichtsinnig! Und nun erklär es mir! Warum warst du dir so sicher?!".
Raziil lenkte seinen Blick wieder auf die Sith:

"Mit Verlaub, uns rannte die Zeit davon und ich habe schnelles Handeln als erforderlich erachtet. Es war niemals meine Intention, Eure Authorität infrage zu stellen, milady. Und die Lösung des Rätsels lag für mich auf der Hand: Sith eifern nach Macht, alledings begründen die meisten Sith jenen Eifer auf der Furcht vor dem Tod. Die Inschriften in Darth Visas' Grabkammer, die historische Ereignisse nachstellen, haben mir gezeigt welch eine Vergeudung von Zeit und Talent die Suche nach ewigem Leben und überhaupt die Furcht vor dem Tod darstellen. Wir wagen nicht uns von der Macht leiten zu lassen und Risiken einzugehen, dabei sind doch ebendiese der Schlüssel zum Sieg und größerer Macht. Die Tür war entweder ein Ausgang zurück ins Tal, oder eben eine Todesfalle - das werden wir wohl nie erfahren. Auf jeden Fall war sie das Schicksal Unwürdiger. Nur Würdige, wahrhaft nacht Macht Trachtende würden den Sprung wagen - gemeinsam haben wir ihn gewagt und Eure Expedition ist noch einen Schritt weiter."

Raziil nutzte einen sanften Ton der Bescheidenheit um nicht arrogant oder gar belehrend zu wirken. Insgeheim wiederum hatte er den Eindruck, dass Liviana nicht viel Erfahrung im Bereich der Philosophie der Macht hatte, sondern sich vielmehr auf Relikte und physische Macht konzentrierte. Sie mochte zwar in der Lage sein, den Zabrak mit ihren erhabenen Machtfähigkeiten wie ein Insekt zu zerquetschen, doch auch Wissen war Macht und so hatte Raziil bewiesen dass er mehr als nur ein hirnloser Kampfhund war - er hatte sein Exil auf Korriban sinnvoll genutzt und dazugelernt. Nun hoffte er, dass sie seinen ehrfürchtigen Ton zur Kenntnis genommen hatte und ihn eher als Bereicherung für dieses Unternehmen betrachtete als einen potentiellen Rivalen.
Plötzlich entdeckte die Anführerin der Gruppe einen zerstörten Protokolldroiden...
...wo waren sie hier gelandet?

[Horuset-System | Korriban | Tal der dunklen Lords | Darth Sik-Tempel | Turm der Verzweiflung] - Raziil Marr, Zoey, Grin, Yui, Bastas

 
[Korriban | Tal der dunklen Lords | Grab des Parak Limbur] P8-L1; Parak Limbur

Das ungleiche gelbe Leuchten der beiden Dioden in den Komponenten, die seine Augen darstellten, begann zu flackern, wurde intensiver und wieder schwächer während P-Acht angestrengt versuchte sein ursprüngliches Sichtfeld wiederherzustellen. Die vorherrschenden Lichtbedingungen vereinfachten diese Unterfangen nicht besonders, der unstete Fackelschein warf Schatten an die Wand, die seinen Zentralprozessor über alle Maßen irritierten. P-Acht erkannte Schrecken und Verwunderung in seinem Meister als sich dieser ob der ihm anscheinend unbekannten Stimme hektisch umdrehte. Diese Reaktion konnte er kaum verarbeiten, immerhin war es logisch und richtig, dass er Parak diente auch wenn er nicht genau sagen konnte warum. Entsprechend konnte er die Reaktion seines Meisters nicht einordnen.

„Ihr seid Parak Limbur und ich diene Euch.“, wiederholte er abermals, gefangen in einer sinnlosen Routine, die ihm keinen Ausweg aus dieser nicht berechneten Situation bot. Es gab schlichtweg keine Variable für den Fall, dass sein Meister ihn nicht erkannte und nicht einmal selber wusste wer, wo oder was er war. Seine verbliebenen Schaltkreise liefen auf Hochtouren und gingen zu Lasten seiner verbliebenen Energiereserven, doch wieder in den Status der Inaktivität zurückzufallen war keine Option mehr. Das Erscheinen seines Meisters hatte einen Prozess in Gang gesetzt, den er selber nun nicht mehr stoppen konnte.

„Ich habe keinen Zugriff auf diese Informationen.“, sagte P-Acht schließlich um einer Antwort nicht zur Gänze schuldig zu bleiben. „Ihr seid Parak Limbur und ich diene Euch. Meine Kennung lautet P8-L1, ich bin ein Droide. Wir befinden uns in einem Raum, ich wurde darauf programmiert hier auf Euch zu warten.“ Wäre P-Acht ein Mensch hätte er verlegen gelächelt, doch da er keiner war blieben Gesicht und Stimme ausdruckslos. „Meine Speichereinheiten wurden beschädigt. Ihr seid Parak Limbur und ich diene Euch. Ich habe keinen Zugriff auf die gewünschten Informationen. Es befinden sich nur noch wenige Speichereinheiten im aktiven Betrieb, keine der verfügbaren Informationen stellt eine zufriedenstellende Antwort auf Eure Frage dar.“ Langsam glich sich das Leuchten seiner beiden Augen an und schließlich gelang es ihm sogar das Gesicht seines Meisters scharf zu stellen. Wäre er in der Lage gewesen Befriedigung zu empfinden, so hätte er das getan. Gleichzeitig schien Paraks Gesicht die Voraussetzung für einen verschlossenen Bereich seiner Programmierung darzustellen, der sich seiner Routinen nun öffnete. Eine Sternenkarte erschien vor seinem geistigen Auge, die das Gebiet von Paraks Reich abbildete.

"Ich verfüge über eine Sternenkarte.", sagte er und ohne seine Gedanken zu kennen klang dieser Kommentar reichlich aus dem Zusammenhang gerissen. "Damit kann ich zumindest berechnen auf welchem Planeten wir uns befinden. Wenn es uns gelingt diesen Raum zu verlassen ohne größere Zerstörung zu erleiden. Allerdings muss ich Euch mitteilen, dass sich meine Systeme nicht dazu eignen Feinden gegenüberzutreten. Ich verfüge über keine nennenswerten Verteidigungsmechanismen. Ich empfehle also größte Vorsicht walten zu lassen."


[Korriban | Tal der dunklen Lords | Grab des Parak Limbur] P8-L1; Parak Limbur
 
Neue Pfade erfordern manchmal, dass wir unsere Gangart anpassen.
{[()]}-- Horuset-System -- Korriban -- Tal der dunklen Lords -- In der Anlage (Grab?) -- Gang, auf einer Seite blockiert - Schützling Zoey, Diener Bastas und Yui, Begleiter Raziil und Grin --{[()]}


Während sich die Gruppe unterhielt, stand Grin mit dem Rücken zu ihr und betrachtete den leeren Gang. Die flackernden Deckenleuchten tauchten alles in ein gespenstisches Licht, ein bekannter, doch namenloser Geruch hing in der Luft und erinnerte an Blasterfeuer und zerstörte Elektronik und gekrönt wurde diese technologische Apokalypse mit der Leere dieses langen Flures. Der Blick des maskierten Kämpfers wanderte ob fehlender Feinde ziellos über Boden, Decke und Wände und heftete sich an alles, was auch nur irgendwie anders aussah. Hier eine schwarze geschmolzene Einkerbung, herbeigeführt durch eine auf Plasma basierende Waffe, dort eine Art kompliziert anmutender Blitzschatten auf dem Boden und den angrenzenden Wänden, als wäre ein Droide spektakulär auseinandergenommen worden. Hier war gekämpft worden und wie es aussah, war kein Biologischer dabei gewesen. Kein Blut, keine fleischigen Überreste oder Kleidungsfetzen. Bei dieser Erkenntnis drehte sich Grin halb um, betrachtete den Einsturz in der Decke, dann die Droiden, überging dabei seine eigene Gruppe und sah dann wieder nach vorne. Etwas hatte hier die Stellung gehalten und den Angriff abgewehrt, dann war er verschwunden. Wohin? Und kam er vielleicht wieder? Grins technisches Wissen war begrenzt, doch er kannte vieles davon vom Sehen, weil in Holofilmen gesehen. Es gab Sensoren, Detektoren und wie sie alle hießen. Vielleicht hatte man sie längst entdeckt und nun war jenes Etwas unterwegs, welches diese Droiden zerlegt hatte, um auch sie zu töten? Oder lagen unter der Oberfläche automatische Geschütze verborgen? Auch das war möglich und in Grins Phantasie waren diese tödlicher als tödlich. Auch auf Droiden mit Schutzschilden eingestellt, würden sie genug Feuerkraft besitzen um sie alle in Asche zu verwandeln. Und dann gab es natürlich noch Giftgase, die die Droidenwächter dieser Anlage nichts anhaben konnten. Atembare Luft konnte entzogen, die Schwerkraft umgepolt, die Gänge und Räume mit Sand gefüllt werden. Grin blinzelte ein paar mal, dann atmete er bewusst aus. Holofilme dieser Art würde er sich in Zukunft wohl lieber nicht mehr anschauen!

In den nächsten Minuten wurden sie nicht angegriffen. Grins Phantasie schob jedoch weiter Überstunden und er sah sich mit Nanoviren, kybernetisch verbesserten Klonen, Sith Geistern und Rudeln voller Killerhühnern konfrontiert! Letztere mochten lächerlich erscheinen, doch nicht wenn sie einen Laser mit sich auf dem Kopf trugen! Plötzlich wurde der immer nervöser werdende Wächter von Zoey gestört. Sie würden weiter gehen, denn Yui schien nicht mehr viel sagen zu können. Das Störfeld unterband ohnehin jede Art von Scann. Also gingen sie vor und Grin war gleich der erste. So würde sein Schützling auch nicht den Angstschweiß auf seinem Gesicht sehen können, worüber er mehr als froh war.

Nach etwa zwanzig Metern kam die erste Einbuchtung. Jeweils rechts und links lagen sie sich gegenüber, waren aber leer, hätten im Idealfall jedoch einem sehr schlanken Humanoiden Platz zum Verstecken geboten. Die hintere Wand in diesen sah anders aus, bestand also aus einem anderen Material und man war sich einig, dass es sich dabei wohl um eine Art Zugang handelte. Da es jedoch keinen Öffner gab, wurde schnell über eine gewaltsame Öffnung nachgedacht. Grin sah das anders. Es war eine Sache durch einen, wenn auch durch ein Rätsel gesicherten, Eingang zu gehen, der im besten Fall sogar einen Türöffner besaß und eine ganz andere, wenn man sich gewaltsam Zutritt verschaffte. Vielleicht würde man sie danach als Bedrohung einstufen? Was lag dahinter? Na in seiner Phantasie mindestens ein sechsarmiger Killerdroide mit Blastern, Lichtschwertern, Nanobots, Giftgas, Schutzschilden und einem Mark III Baradium Sprengsatz auf dem Rücken. Und er konnte natürlich Automatikgeschütze kontrollieren und zusätzliche Droiden anfordern! Dies behielt Grin jedoch für sich, wie so oft übrigens. Nach Außen war er wie so meist ruhig, doch tatsächlich konnte er diese Holofilme überhaupt nicht ab. Aber sie waren so verdammt unterhaltsam!


„Ist … das klug?“
fragte er daher und sah Zoey an. Eine kleine Diskussion darüber, wie sicher sie hier waren, entbrannte. Im Endeffekt stand sinngemäß fest: Sie waren doch eh Eindringlinge oder zumindest eine Bedrohung, würden also sowieso eher früher als später mit irgendwem aneinandergeraten. Also wozu zurückhaltend agieren? Darauf wusste Grin auch keine wirkliche Antwort, außer vielleicht, dass er dieser Konfrontation so lange wie möglich aus dem Weg gehen wollte. Da er Zoey jedoch nichts befehlen konnte, schluckte er weitere Einwände hinunter und machte sich wenigstens bereit ihr beizustehen. Sie war es aber, die mit ihrem Lichtschwert vortrat und begann das blanke Schott zu durchstoßen. Als auch nach ein paar Sekunden nichts geschah und die Archäologin ungestört schneiden konnte, beruhigte sich Grin ein wenig. Wurde aber dann doch wieder unruhig, als Zoey zurücktrat und dem Stück herausgeschnittenen Metalls einen Stoß versetzte, sodass es nach innen fiel. Das dumpfe metallische Geräusch, welches die Platte beim Aufprall auf dem Boden von sich gab, zeugte von dessen geringerem Gewicht, war ansonsten aber nicht weiter spektakulär. Grin wie auch die anderen sahen hinein. Irgendwer neben dem Maskierten richtete seine Luma auf die Öffnungen, sodass alle sehen konnten was dahinter lag. Nämlich nichts. Genauer gesagt ein weiterer leerer Gang. Nur deutlich schmaler. Ein schmaler Humanoide würde gerade so eben normal durchgehen können, doch schon Raziil würde sich quer stellen müssen, wollte er hindurch.

„Wenn wir … da … lang gehen, nur … einer .. kann kämpfen. Gefährlich, falls ...was passiert. Rate … davon ab.“


Oh nein. Da wollte er ganz sicher nicht rein. Er würde vorgehen, daran führte gar kein Weg vorbei. Doch sollte ihm dann irgendein Droide mit Blaster auflauern, er wäre aufgeschmissen. Er könnte sich vielleicht gerade eben so noch nach vorne abrollen, doch selbst das würde ihn nicht retten. Und würde Zoey sich durchsetzen und als erste gehen, er würde sie niemals schützen können. Hoffentlich entschieden sie sich nicht dafür...


{[()]}-- Horuset-System -- Korriban -- Tal der dunklen Lords -- In der Anlage (Grab?) -- Gang, auf einer Seite blockiert - Schützling Zoey, Diener Bastas und Yui, Begleiter Raziil und Grin --{[()]}
 
Korriban, im Tal der dunklen Lords, im Darth Sik-Tempel im Gang zur Pyramide unterm Portal: Zoey, Grin, Yui, Raziil, Bastas und ein Haufen Roboterschrott


Raziil hatte betont, nachdem er ihr nichts Neues erzählt hatte, dass sie sich mal wieder als würdig erwiesen hätten. Ja, dachte sie, so konnte man das wohl sehen. Sie nickte. Doch sie hatte mit Raziil noch ein Hühnchen zu rupfen. Ihr hatte es missfallen, dass er ohne Vorwarnung und Absprache gesprungen war. Er verwies auf die Zeitnot und machte den Zeitmangel dafür verantwortlich. Sie nickte abermals. Das war natürlich ein triftiges Argument! Er fügte hinzu, dass er ihre Stellung innerhalb der Gruppe nicht hatte anzweifeln oder untergraben wollen. Da er es von selbst ansprach, beschloss Zoey ihm zu glauben und ihm das abzunehmen.

“Gut, ich glaube dir, doch bei einem erneuten derartigen Vergehen werde ich nicht so leicht zu besänftigen sein! Es kann nicht jeder von uns nach Gutdünken machen, was er will! Es kann nicht das Chaos regieren!”,

stellte sie die Tatsache dar, dass sie beim nächsten Mal nicht so gnädig reagieren würde. Seine Erklärung zeugte von hoher Intelligenz. Er war ein geborener Philosoph. Sie nickte. Sie wollte es sich in diesem Tempel zu Herzen nehmen, etwas zu wagen, obwohl sie schon immer wagemutig in Tempeln war, und, und das war neu, sich dabei von der Macht leiten lassen. Er endete damit, dass er davon sprach und dabei bescheiden klang, dass es ihre Expedition geschafft hatte. Sie lächelte milde. Seine Worte hatten ihr gefallen. Sie fand ihn ziemlich sympatisch, auch wenn er von ihr gerade Kritik hatte einstecken müssen, doch das konnte sie eben nicht durchgehen lassen. Eine Expedition hatte einen Anführer, so ähnlich wie beim Militär. Sie war nicht darauf erpicht, strikt diktatorisch zu sein. Sie wollte sich schon alle Meinungen gerne anhören, doch am Ende würde sie sagen, wo es lang ging! Es war gut zu wissen, dass auch er Potential in gewissen Gebieten aufzuweisen hatte. Sie wandte sich nun von ihm ab.

Ihre Aufmerksamkeit galt dem Fund. Ein zerstörter Roboter. Und nicht nur einer, wie sich dann herausstellte. Irgendwie bemerkte sie jetzt auch einen Geruch, der hier im Gang alles überlagerte. Geschmolzene Bauteile! Blasterfeuer! Nicht auszudenken, was für aggressive Droiden hier unten noch unterwegs sein könnten! Natürlich mussten sie noch unterwegs sein! Sie sollten auf der Hut sein! Droiden waren hoch intelligent und stark und offensichtlich schwer bewaffnet! Gut dass sie selber einen Killerdroiden mit hatten! Yui sprach ihre Gedanken dazu aus. Sie waren nicht gerade erfreulich und aufbauend. Doch, Yui konnte sie ja nicht alle anlügen, damit sie sich besser fühlten. Das hatte Zoey auch noch nie gehabt. Die Droidenarmee im Unterwassertempel kam in ihr in den Sinn. Doch jene hatten bis auf Vereinzelte in Ruheposition verharrt. Das eröffnete Blasterfeuer der Wenigen hatte ausgereicht, dass sie ordentlich zu tun bekommen hatten und dann war da noch zeitgleich dieser Sithgeist gewesen. Sie erinnerte sich, und ihr lief dabei ein Frösteln über den Rücken, dass sie zu Tode gekommen und nur durch Wiederbelebungsmaßnahmen durch den Jedirat zurück ins Leben geholt worden war. Sie war dem Tod gerade noch so von der Schippe gesprungen. Sie wusste, so eine Expedition durch einen Sithtempel oder wie in dem Falle durch eine Pyramide eines Sith war ein Drahtseilbalanceakt zwischen Leben und Tod. Doch inmitten eines Roboterkrieges hatte sie noch nicht gestanden.


“Wie war das nur gekommen? Wie konnte eine künstliche Intelligenz nach der Herrschaft in den Grabkammern aus sein und um die Vorherrschaft kämpfen? Wieso waren sie nur verfeindet?”,

sprach sie ihre Gedanken laut aus. Sie mussten weiter. Entschlossen sagte sie:

“Es nutzt alles nichts, wir müssen weiter! Jeder Droide, der uns begegnet, muss als potentieller Feind betrachtet werden! Yui ist selbst ein Killerroboter und somit ihnen ebenbürtig! Und, die Macht haben sie nicht!”,

beruhigte sie alle und klärte Raziil damit auf, was Yui eigentlich war. Grin hatte auch kybernetische Verstärkung und dann gab es noch die Macht, die sie hoffentlich bald wieder vollständig einsetzen könnte. Ansonsten wäre es bitter für sie, doch sie hatte schon drei Sithtempel ohne die Macht überlebt und sie würde das hier auch schaffen. Sie ging mit Grin vorneweg, so, wie sie es immer gerne tat, damit sie Fallen sofort erkennen konnte, doch gab wenigstens Grin gerne den Vortritt, denn in Anbetracht der herumlaufenden Droiden schien es gefährlich ganz vorne zu laufen. Es war nichts Persönliches gegen Grin, ganz im Gegenteil, ihr lag viel an seiner Unversehrtheit, denn er war ihr Leibwächter, doch ihr lag an ihrem eigenen Leben mehr als seinem. Sie legte ihre Hand an ihr Lichtschwert, um Blasterschüsse sofort abwehren zu können, wie sie es gelernt hatte und folgte ihm.

“Bleibt dicht zusammen!”,

mahnte sie Raziil, Yui und Bastas, die ihnen folgten. Nach etwa zwanzig Metern kamen sie an zwei Einbuchtungen rechts und links an. Zoey hob warnend die Hand. Sie verlangsamten ihren Schritt. Vorsichtig näherten sie sich mehr und mehr den Einbuchtungen. Sie deutete Grin an, links von sich die Einbuchtung zu übernehmen, sie rechts. Sie drehte sich und schritt seitwärts mit dem Rücken an der Wand bis zum Rand der Einbuchtung entlang, das Lichtschwert in der Hand, aber noch unaktiviert. Sie deutete Grin an zu warten. Sie ließ ihre Machtsensoren nach einer Präsenz Ausschau halten. Dahinter, hinter so einem Vorsprung, könnte alles Mögliche, allen voran ein Droide lauern. Doch sie spürte nichts dergleichen. Sie gab aber nicht Entwarnung, denn so ein dunkler Sithtempel könnte die Präsenzen verschleiert haben oder das ganze Dunkle könnte Irritationen hervorrufen, sie war sich also unsicher oder ging lieber auf Nummer sicher, zündete daher ihr Lichtschwert und sah zeitgleich mit Grin um die Ecke. Glück gehabt! Da war nichts!

“Weiter gehts!”

Doch, dann hob sie wieder den Arm und sagte:

“Halt!”

Sie sah, dass die eine Wand der linken Einbuchtung, die Grin untersucht hatte, merkwürdig aussah. Es gab keine Zeichen, Schrift oder so, nein, auch kein offensichtlicher Öffner, und doch glaubte Zoey, dass es eine Art Tür war.

“Ich denke, dass man es öffnen kann!”

Sie leuchtete alles ab!

“Bitte nichts anfassen! Aber, sucht es mit ab!”,

bat sie um Hilfe.

Yui, du bist unser Wachposten!”

Man konnte unmöglich alles absuchen und gleichzeitig sehen, was hinter einem los war! Yui verfügte über hochsensible Sensoren und war ein guter Wachposten! Außerdem müsste Zoey Gefahr spüren, glaubte sie zu wissen und momentan spürte sie nichts dergleichen. Ihr Machtsinn schien ja zu funktionieren!?

Es war nichts zu finden! Sie suchten sicherlich schon zehn Minuten akribisch jeden Zentimeter ab. Es gab auch nirgends ein Rätsel oder so. Frustriert griff Zoey dann zum Lichtschwert. Es war nicht nur eine außerordentliche Waffe, sondern obendrein vielseitig einsetzbar!

“Ich schlage vor, dass ich ein Loch rein schneide! Einwände?”

Grin fragte, ob das klug wäre. Sie seufzte und zuckte mit den Schultern.

“Keine Ahnung!? Es ist ein Risiko! Zum Einen, weil man hier etwas eingesperrt haben könnte. Droiden zum Beispiel! Mir fällt noch genug anderes ein! Zum Anderen könnte eine Strafe ausgelöst werden, da wir uns unverdienter Dinge gewaltsam Zutritt verschafft hätten. Ich bin dafür, das Risiko einzugehen, denn mir fällt nichts mehr ein! Allerdings…, wartet, ich könnte versuchen, es mit der Macht noch ab zu tasten, ob Gefahr dahinter lauert oder irgendwelche Präsenzen!”

Sie konzentrierte sich. Sie konnte nichts dergleichen spüren. Daher schüttelte sie mit dem Kopf. Sie aktivierte das Lichtschwert.

Yui, geh in Position und auch ihr, zückt eure Waffen! Für alle Fälle! Ich mach das jetzt! Der Sithbau ist eh gegen uns. Wir sind so oder so Eindringlinge und müssen uns beweisen! Von daher!? Was soll`s!”

Zoey schnitt mit ihrer scharlachroten Klinge ein riesiges Loch hinein. Nun, erstmal war es nur ein sichtbarer Kreis. Doch nachdem Zoey dem Innenteil einen Machtstoß verpasst hatte und es laut krachte, war es ein Loch, durch das man bequem durchsteigen konnte. Vielleicht hätte sie es ovaler machen sollen?! Neugierig und dennoch vorsichtig sahen sie hindurch. Es war dunkel und Zoey leuchtete mit ihrem Lichtschwert alles aus, während Bastas seine Leuchtlampe nach vorne hielt. Ein Gang war dahinter. Fast enttäuscht musste das Zoey feststellen.

“Ich frage mich, wohin er führt und warum man den Gang zugemacht hat?”

Grin, der ein guter Kämpfer war und relativ furchtlos schien, hatte Vorbehalte und Einwände, die nicht von der Hand zu weisen waren! Auch die Anderen gaben ihre Kommentare ab.

“Soll ich mir die Mühe umsonst gemacht haben!? Ich will das jetzt wissen, was dahinter ist!? Bleibt dicht zusammen! Yui geht als Letztes! Einer nach dem Anderen!”

Damit war das letzte Wort gesprochen. Grin stieg sogleich durch das Loch. Zoey folgte ihm auf den Fuß. Hinter ihr war Raziil. Der Gang erwies sich nicht nur als schmal, Zoey kam gerade so durch, sondern auch als nicht sehr hoch.

“Passt auf eure Köpfe auf!”

Sie liefen und liefen bis am Ende ein Licht schimmerte. Zoey streckte ihren Machtfühler aus. Nichts. Sie kamen in einem hellen Raum an. Eine Sackgasse! Dort stand eine Liege und von der Decke baumelten lange Schläuche mit Kanülen herunter. Es war eine Apparatur. Zoey beäugte das Ganze kritisch. An der Wand dahinter war ein Bildnis. Ein Meister, ein Schüler und es sah so aus, als müsste sich der Schüler einem Test, einer Prüfung unterziehen.

“Seht her!”,

sie zeigte erst auf das Bild, dann auf die Apparatur:

“Was sagt ihr dazu? Ich glaube, man muss sich hier einem Test unterziehen, ehe man weiter darf? Leider hat man nur einen Platz da, so dass immer nur Einer sich dem unterziehen kann. Fakt ist, dass Derjenige ungeschützt solange ist! Wenn wir Glück haben, kann Einer für Alle den Test machen und bestehen und es geht für alle weiter!”

Sie dachte nach. Sie konnte Grin und Yui vertrauen. Sie würden sie solange beschützen, selbst, wenn Raziil und Bastas ihre Situation ausnutzen wollten, doch das glaubte sie nicht, da das zum jetzigen Zeitpunkt dumm wäre und das waren sie keineswegs. Ihre Feinde waren die in der Pyramide lauernden Gefahren. Es lag auf der Hand, dass sie als die am weitesten ausgebildete Machtnutzerin und als Klügste, für die sie sich hielt, zumindest war sie wohl am studiertesten, und als Leiterin der Gruppe in die Prüfung sollte. Natürlich hatte sie Angst. Was würde mit ihr, einmal angeschlossen, passieren? Sie durchlief ein Wechselbad der Gefühle und war hin und her gerissen. Alle diskutierten wild durcheinander. Doch, sie wollte es wissen und wagen und sagte schließlich:

“Ich wage es!”

Sie legte sich in die Vorrichtung, die einer Liege ähnelte. Sie hatte Angst! Oh, ja! Wohl war ihr dabei nicht, doch sie war mutig genug, das zu tun, ein Ziel vor Augen! Darth Hybris war schrecklicher als diese Vorrichtung! Und vielleicht würde sie diesmal auch einmal selbst profitieren können!? Die Macht würde sie leiten! Sie wollte darauf vertrauen! Die Elektroden kamen sofort von der Decke runter, die Liege leuchtete auf und die Elektroden bohrten sich gleichzeitig von selbst in Arme, Beine, durch ihre Sachen hindurch, und in ihren Hals. Der scharfe Schmerz an fünf Stellen ließ sie aufkeuchen. Dann war Zoey wie in einem Stasisfeld. Ihre Augen waren geschlossen und sie schien abwesend oder ohnmächtig zu sein. Ein heftiger Ruck ging für die Anderen gut sichtbar durch ihren Körper und ließ ihn aufbäumen. In dem Moment begann für Zoey eine Simulation. Sie wachte und stand darin wieder auf, war ganz alleine in dem Raum und stand plötzlich sich selbst gegenüber. Irritiert sah sie auf ihre Doppelgängerin. Panik kam in ihr hoch!

“Was tust du hier?”,

fragte die andere Zoey.

“Ich mache das, was ich immer mache, nach Artefakten suchen! Doch warum bist du hier? Bist du ein Droide und siehst so aus wie ich?”

“Nein, ich bin du! Ich bin die wahre Zoey! Du bist die Falsche!”

“Spinnst du?! Ich bin ich!”,

ein Alptraum wurde wahr! Sie konnte es nicht fassen! Ihr Herz raste!

“Falsch, ich bin dein wahres Ich! Ich bin auch Artefaktejägerin, aber ich habe ein reines und gutes Herz! Ich arbeite für die Jedi und nicht für die Sith!”

“Du hast keine Ahnung! Verschwinde!”

“Ich verschwinde nicht! Denn ich bin die Gute! Die Echte!”

“Bist du dir da so sicher? Es kommt doch nur auf den jeweiligen Standpunkt drauf an! Ich suche nach Artefakten auch für mich selbst! Ich will Wissen! Ich begehre das Wissen um die dunkle Seite der Macht! Durch die dunkle Seite wurde ich erst machtbegabt! Geh mir aus dem Weg!”,

schrie sie. Zoey war aufgebracht und wütend.

“Verschwinde, geh weg!”

Sie schuppste ihr anderes Ich.

“Du begibst dich auf den Pfad der Dunkelheit! Du verrätst deine Jedifreunde! Die Republik! Deine Familie! Alle!”

Zoey kämpfte gegen ihre eigene helle Seele und machte einen gewaltigen von Hass erfüllten Machtstoß, denn sie wollte nie wieder in “Ketten liegen” und stieß damit ihr helles Ich durch die Wand mit dem Bildnis. In dem Moment begann die Simulation zu zersplittern und Zoey erwachte schweißgebadet. Die Elektroden waren von der Apparatur selbst aus ihrem Körper gezogen worden. Mühsam setzte sie sich auf. Grin und Yui eilten zu ihr und halfen ihr runter. Sie drehte sich um. Da, wo das Bild gewesen war, war nun eine Tür in Form eines Machtvorhanges. Zoey kannte sowas schon. Niemand konnte hindurchsehen, auch mit der Macht gelang es Zoey nicht, da sie ziemlich erschöpft war.

“Wir dürfen keine Zeit verlieren. Wer weiß, wie lange es den Zutritt gibt?!”

Sie hoffte, dass sie alle hindurch durften. Sie fasste Grin, ihren Leibwächter an und ging auf das Portal zu. Sie wollten zusammen springen, doch es würde nur immer einer durch passen, wurde ihr davor sonnenklar. Sie ließ ihn wieder los.

“Es geht wohl nicht! Kommt bitte sofort nach!”.

Sie sah dabei Grin an. Es war schrecklich ins Unbekannte zu müssen! Sie machte sich selber Mut! Und den brauchte sie, denn sie fürchtete sich!

“Auf Drei! Eins, Zwei, Drei!...”

Sie sprang. Zoey kam in einem Gang an. Er war beleuchtet und zum Glück leer. Sie wartete sehnsüchtig auf die Anderen. Zoey musste erstmal etwas Trinken. Nebenbei sondierte sie die nähere Umgebung mit der Macht ab, ob Gefahr bestand. Es war alles in Ordnung! Sie zündete dennoch ihr Lichtschwert. Es war unheimlich und einsam so alleine. Sekunden wurden zu Minuten!


Korriban, im Darth-Sik-Tempel im Gang hinter dem Raum mit der Prüfungssimulation: Zoey, die Anderen: Yui, Grin, Raziil und Bastas noch davor.
 
[Korriban - Wüste - Parak Limburs Grabkammer - Parak Limbur, P8-L1 (NPC)]


Ein Schub von Verzweiflung durchströmte den Sith als der Droide keine seiner Fragen beantworten konnte. Die Verzweiflung formte sich jedoch schnell zu einer intensiven Wut, die er nur wegen Kräftemangel nicht an dem Droiden ausließ. Zu seinem Glück … denn der Droide, der sich als P8-L1 identifizierte, gab Preis das er eine Sternenkarte besitzt mit der er zumindest den Planeten bestimmten konnte auf dem die Beiden waren, zumindest wenn sie einen Weg nach draußen finden würden. Auch wenn Parak sich noch nicht sicher war in wie fern ihn das was nützen würde, hatte er wenigstens ein Ziel das er vorerst verfolgen konnte. Und so ging Parak wieder auf die weg geworfene Fackel zu um sie aufzuheben.

„Dann komm, folge mir.“

Mit Hilfe der Fackel und mit P8 im Schlepptau machte sich Parak auf den Weg um einen Ausgang aus dieser mit Finsternis durchzogenen Ruine zu finden. Nach einiger Zeit, als Parak kurz davor war aufzugeben, nahm er ein Licht vor ihm war. Er ging darauf zu und spürte nun auch einen Luftzug, der aus der gleichen Richtung zu kommen schien. Parak schöpfte neue Motivation aus seiner Entdeckung und lief nun schneller als zuvor. Er war sich sicher den Ausgang gefunden zu haben und kurze Zeit später bestätigte es sich seine Vermutung. Es war Tageslicht, dass in den sonst dunklen Bauwerk hinein schien. Doch als die Beiden die Schwelle von der Dunkelheit ins Licht übertraten, war da nichts als Wüste zu sehen. Parak drehte sich um und betrachtete das Gebäude aus dem er gerade gekommen war. Es sah aus wie ein Tempel, ein in Stein eingearbeiteter Tempel.
Der Versuch von Parak sich zu Orientieren schlug leider fehl, die trockene Hitze der Wüste fühlte sich für ihn jedoch vertraut an, so als ob er hier schon öfter gewesen ist. Parak wandte sich zu P8-L1, der ihm wie befohlen gefolgt war.

„Also … dann fang mal an zu berechnen. Wo zur Hölle sind wir hier? Und wehe du kannst wieder keine Antwort abliefern … dann werd ich deine Komponenten hier in der Wüste verteilen!“


[Korriban - Wüste - vor dem Grab von Parak Limbur - Parak Limbur, P8-L1 (NPC)]
 
[Korriban | Darth-Sik Tempel | Ebene 1: "Die Prüfung"] Grin, Raziil, Yui, Zoey (bewusstlos), Bastas

Bastas spürte das Klopfen ihres Blutes unter seinen Fingern. „Sie lebt noch.“ Er hob seine Finger von der Halsschlagader der Menschenfrau und streifte seinen Handschuh über. Erleichtert atmete er die angehaltene Luft aus. „Anscheinend ist sie nur ohnmächtig.“ Zoey war die Einzige, die überhaupt den Hauch einer Ahnung von dem hatte, was ihm hier begegnete. Der maskierte Grin wirkte auf ihn irgendwie sympathisch, besaß aber den Intellekt eines Gamorreaners. Der gehörnte Raziil wirkte zwar wie ein guter Kämpfer, war aber genau so gut darin, sich bei Zoey einzuschleimen und in geschwollenen Tonfall zu palavern. Das kleine Mädchen, in dessen Körper ein Killerdroide steckte, verhielt sich ungewöhnlich stumm und erschwerte so eine Einschätzung. Er wusste, dass er keinem auch nur ansatzweise vertrauen konnte. Die Vorstellung bewusstlos auf den Schutz der Gruppe angewiesen zu sein, erfüllte ihn mit Argwohn.

„Das führt doch zu nichts.“, ruhelos ging Bastas im Kreis um die staubige Liege. Die gesamte Aktion brachte vermutlich nichts und er riskierte sein Leben für einige staubige Artefakte, für die er nichts übrig hatte. Bisher hatte er nicht einmal das Funkeln eines Schatzes gesehen, nur krude Illusionen, dämliche Philosophien und rostige Droiden. „Wahrscheinlich ist sie einfach nur betäubt und nichts passiert. Von wegen, ein ‚Test‘, eine ‚Prüfung‘.“ Er ging einige Schritte näher an die Liege heran und betrachtete die Schläuche, durch die eine durchsichtige Flüssigkeit sickerte. „Oder sie wird langsam vergiftet, während wir hier stehen.“ Sein Blick streifte das hübsche Gesicht der Archäologin. Ihre Hautfabe wirkte in dem gedämpften Licht leichenblass. „Wie wäre es, wenn wir die Schläuche einfach rausreißen und uns nach einem anderen Weg —“ Urplötzlich bäumte sich der Körper Zoeys auf. Erschrocken stolperte Bast einige Schritte zurück. Ohne ansatzweise zu erklären, was gerade geschehen war, sprintete die Archäologin in Richtung einer verschwommenen Tür, die sich gerade erst gebildet hatte. Auf ihrem Weg hatte sie Grin kurzerhand gepackt, ließ jedoch von ihm ab und verschwand durch die Nebeltür. Der Zugang verschwand sofort und Zoey mit ihm.

„Ich habe keine Ahnung, was gerade passiert ist, aber ich gehe als Nächstes“, legte der Mirialaner fest, ohne eine Diskussion zu erlauben. Er wollte wissen, was die braunhaarige Sith erlebt hatte und wo sie nun war. Zudem schätzte er seine Überlebenschancen in ihrer Nähe als am Höchsten ein. Bastas schwang sich auf die Liege und unverzüglich rammten sich die dürren Tentakeln in seine Haut. Er keuchte schwer, sein Blickfeld franste sich bis er komplett das Bewusstsein verlor.


Er fand sich im selben Raum stehend wieder. Alleine. Yui, Grin und Raziil waren nicht mehr da, aber das störte ihn nicht, nein, er bemerkte es nicht einmal. Bastas drehte sich langsam um die eigene Achse und sah sich in dem Raum um. Er entdeckte eine Person von gleicher Statur und gleicher Größe, die sich langsam aus den Schatten löste. Sie bewegte sich elegant und katzenhaft auf ihn zu. Die bordeauxfarbene Kleidung wirkte teuer, die dunkelschwarzen Haare fielen nobel nach hinten. Die dunkelgrüne Haut schälte sich aus dem Schatten und Bastas erkannte wem er gegenüber stand: sich selbst. Er taumelte irritiert nach hinten.


„Was tust du hier?“, fragte die ölige Stimme.

„Ich bin in einem Grab, ich … ich werde zum Sith.“, antwortete er irritiert, bis er sich fragte, warum er überhaupt antwortete. „Wer bist du, was machst du hier? Warum siehst du so aus, wie ich?“

„Ich sehe nicht nur aus, wie du. Ich bin du.“, erklärte sein Gegenüber salbungsvoll, aber mit einem raubtierhaften Unterton. „Ich bin Bastas Numeen, kein dreckiger Abklatsch, kein Halbkrimineller, der sich Ambitionen macht, jemals etwas höheres erreichen zu können. Ich stehe auf der richtigen Seite. Du bist ein Niemand.“

„Bona nai kachu, ich zeige dir gleich mal, wer ein Niemand ist.“ Bastas ballte die Fäuste und ging auf seinen Schatten zu.

Gebieterisch hielt ihm sein Gegenüber die flache Hand entgegen. „Du bist so reizbar, so unkontrolliert. Deine Gefühle spielen mit dir, merkst du das nicht? Lass’ ab von der Wut in dir und erlange wirklichen Frieden. Das ist es doch, wonach du dich sehnst.“

Bastas stockte kurz, bewegte sich dann jedoch weiter auf sein anderes Ich zu. „Du hast keine Ahnung. Es gibt keinen Frieden, niemals. Frieden ist eine Lüge.“ Er zog seine Schulter nach hinten, holte Schwung und hämmerte seinem Gegenüber die Faust gegen die Wange. Er spürte das Knacken von Knochen unter seiner Hand. Plötzlich zersetzte sich die Umgebung und er fuhr keuchend aus der Liege auf. Er suchte die Stelle, an der Zoey verschwunden war, panisch nach einer Öffnung ab, aber der harte Stein glotzte nur stoisch zurück. Hatte er versagt? Schweiß brannte sich in seine zusammengekniffenen Augen. Schließlich entdeckte er einen weiteren Durchgang, einige Meter entfernt von der Öffnung, durch die Zoey gegangen war. Er sprintete zur Wand und sprang.


Ein dumpfes Klicken - und der Lichtstrahl seiner Lampe riss die Finsternis vor ihm kurzzeitig auf. Er befand sich in einem Gang, der nur in eine Richtung verlief. „Zoey?“, brüllte er in die Schwärze, aber nur ein gebrochenes Echo antwortete ihm. Die Luft war schwer und klebrig. Bastas setzte einige Schritte nach vorne, stockte jedoch sofort, als er ein Platschen unter sich hörte. Ein stetiger Strom von Wasser umspülte seine festen Stiefel. Seine klatschenden Schritte schwollen zu einem drohenden Echo an. „Zoey?“, rief er in die Finsternis, ohne eine Antwort zu erhalten.

[Korriban | Darth-Sik Tempel | Ebene 2: "Das Labyrinth"] Bastas, in der Ferne: Zoey
 
[Korriban | Tal der dunklen Lords | Grab des Parak Limbur] P8-L1; Parak Limbur

Mit funktionierenden und auf einander kalibrierten Photorezeptoren gelang es P-Acht stärker auf die Mimik und Gestik seines Meisters zu fokussieren. Die ihm bekannten humanoiden Reaktionen machten es ihm möglich die Wahrscheinlichkeit zu errechnen wie Parak Limbur reagieren würde, seine Reaktion überraschte ihn also nicht. Eindeutig verzerrte sich sein Gesicht und sein Körper verspannte sich sodass P-Acht darauf schloss, dass sein Meister ob der unangenehmen Neuigkeiten erbost und zornig war. Ungerührt stand der Droide jedoch da, er rechnete nicht mit einem Angriff auf ihn selbst solange er zumindest über einige wenige, nützliche Informationen verfügte. Bald schon flaute Paraks Wut wieder ab und beinahe resignierend nahm er die auf dem Boden liegende Fackel wieder auf. Wie er jedoch reagieren würde hatten sie erst die Oberfläche beziehungsweise einen anderen Planeten erreicht vermochte P-Acht nicht zu sagen. Es gab zu viele Variablen, die seine verbliebene Rechenleistung überforderten.

"Wie Ihr wünscht, Meister.", tönte er blechern und folgte seinem Meister stur und mit unbeholfenen, mechanischen Schritten. Er stellte seinen Befehl nicht in Frage und äußerte auch keine Bedenken mir nichts dir nichts drauf los durch das Gewölbe zu wandern. Sein Meister wusste mit Sicherheit welche Vorgehensweise am klügsten war. Er reduzierte seine Sensoren auf ein nötiges Mindestmaß, das ihn seinem Meister folgen ließ. Das diente der verzweifelten Bemühung Energie zu sparen. Stoisch trabte er Parak hinterher und ließ dabei jede Zeitmessung außen vor. Für ihn spielte es keine Rolle ob Minuten oder Stunden vergingen bis er endlich durch ein verändertes Helligkeitsniveau registrierte, dass sie sich dem Ausgang nähern musste. Jetzt nahm er wieder seine funktionstüchtigen Sensoren in Betrieb. Draußen begegneten sie nichts weiter als Sand, eine weite Wüstenlandschaft offenbarte sich mit nichts als dem Tempel hinter ihnen, das Hinweis auf Zivilisation bot. Die Sonne schien auf sie herab, ihre Wärme konnte P-Acht dazu nutzen seine Energiezellen zumindest ein wenig aufzuladen. Er richtete seine Photorezeptoren in die Höhe, doch das gleißende Sonnenlicht machte es ihm unmöglich Sterne zu sehen, die ihnen ihre gegenwärtige Position verraten würden.

"Ich bin untröstlich, Meister. Mir fehlen die nötigen Informationen um unseren gegenwärtigen Standort zu berechnen. Unglücklicherweise müssen wir auf den Einbruch der Nacht warten, damit ich die Sternenkonstellation nutzen kann. Ich empfehle Euch bis dahin mit meiner Verschrottung zu warten um den größtmöglichen Vorteil aus meiner Existenz schöpfen zu können." Er machte eine Pause um die Reaktion seines Meisters abzuwarten. "Gestattet mir die Frage: Könnt Ihr Euch an gar nichts erinnern? Immerhin könnte das ein Hinweis auf eine ernste neurologische Erkrankung sein. Ich fürchte, Ihr solltet dringend einen Arzt aufsuchen."


[Korriban | Tal der dunklen Lords | Wüste | Vor dem Grab des Parak Limbur] P8-L1; Parak Limbur
 
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