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Mars ONE Projekt

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Mad Blacklord, 22. Februar 2015.

  1. Mad Blacklord

    Mad Blacklord Verrückter Lord der Siff

    Eventuell haben manche schon davon gehört, das Projekt Mars One hat vor bis 2025 eine Mission zum Mars zu starten und dort mit 100 Freiwilligen dort die erste Siedlung zu errichten. Das Projekt befindet sich derzeit in der dritten und letzten Auswahlphase. Es bawarben sich über 202.586 Leute. Die Gruppe soll aus 50 Frauen und 50 Männern bestehen, davon 39 aus Amerika, 31aus Europa, 16 aus Asien, 7 aus Afrika und 7 aus Ozeanien.
    Diese Astronauten werden dann fortan an auf dem Mars leben, den es handelt sich nur um ein Einwegticket ohne Rückflug.
    Das Projekt ist Privat und ist eine Stiftung nach niederländischem Recht und wird von der Universität Twente unterstützt. Das Projekt soll zudem als großes Medienereignis ähnlich einer Reality Show mitfinanziert werden. Mit Schwerpunkten auf wissenschaftliche Berichtserstattung.
    Die erste Mission soll 2024 mit einer Besatzung aus 4 Mann starten, die erste Landung 2025 soll dort eine Basis errichten die eine künstliche und bewohnbare Atmosphäre bieten soll.

    Homepage: http://www.mars-one.com/
    http://www.mars-one.com/news/press-...ne-announces-round-three-astronaut-candidates
    Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_One

    Geplanter Missionsverlauf, laut Wikipedia
    Was haltet ihr von dieser Mission? Bewundernswert? Schwachsinnig? Viel zu Riskant? Alles nur Humbug?
    Gewiss ist es ein hoch gesteckt Ziel, wird man dies überhaupt so umsetzen können? Kann eine Private Stiftung dies überhaupt tragen? Hätte eine Zusammenarbeit zwischen ESA, NASA, ISRO, CNSA und Roskosmos nicht wesentlich bessere Erfolgschancen?

    Kritiker befürchten das selbst wenn die Mission wirklich ein Erfolg werden sollte, dass die Siedler innerhalb von zwei Jahren den dortigen Bedingungen erliegen könnten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2015
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  2. Draht Vater

    Draht Vater Saftschubse

    Ich habe da zwischendurch immer mal etwas von mitbekommen,so halte ich es für Bewundernswert, spätestens 2024 weiß man dann ob es Humbug war/ist. :D

    Zum Mond ist man auch gekommen mit Equipment das heutzutage lächerlich erscheint, ein Handy hat mehr Leistung als die damaligen Rechner. :)

    Wenn man zu neuen Ufern will sollte man auch etwas riskieren, so etwas wird heute leider im Vorfeld gern immer wieder zerredet.
    Auch wenn es zynisch klingen mag, wo gehobelt wird fallen Späne, mit Fehlschlägen ist leider zu rechnen und man kann danach besser machen.

    Wünschenswert wäre natürlich wenn sich alle Kräfte zusammenschliessen würden und man gemeinsame Ressourcen nutzen würde,
    aber leider will jeder sein eigenes Süppchen kochen was vieles in die länge zieht.
     
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  3. Luther Voss

    Luther Voss Der Blinde ist König

    Finde ich sehr interessant, ich habe auch schon vor einer Weile davon gehört. Auf zu neuen Ufern. Aber das Reality Show Konzept ist natürlich schon ziehmlich abgefahren. Ich habe auch gehört dass ein oder zwei Deutsche für das Projekt ausgewählt wurden? Hoffentlich klappt es bis dahin, die Mars Missionen werden ja schon seit je her verschoben. Ich würde es gerne miterleben wie ein Mensch das erste Mal den Mars betritt. Wie meine Eltern damals die Mondlandung.
     
  4. Master Kenobi

    Master Kenobi Bring you Wisdom, I will. Mitarbeiter

    Ja, ich habe hier und da davon gehört. Ich glaube, ich habs sogar selbst mal in irgend einem Thread erwähnt.

    Alles zusammen. :D

    Bewundernswert, wer da wirklich mitmacht. Denn der Trip zum Mars ist gefährlich, der Aufenthalt erst recht und es gibt keinen Rückflug, dadurch also auch schwachsinnig. Viel zu Riskant ist es aktuell sowieso, denn der Weg ist weit, die Strahlung im All ist stark und die Marsoberfläche ist kein Vergnügungspark, zudem fliegen hier nur Laien zum Mars. Nach Humbug sieht es auch noch aus, denn ich zweifle daran, ob man die Pläne bis 2025 verwirklichen kann oder ob die Teilnehmer bis dahin überhaupt noch Lust haben.

    Insgesamt ein ziemlich schräges Projekt, da die Marsmission ja als Realityshow aufgezogen wird. Zugegebenermaßen wäre das aber auch die einzige Realityshow, die ich mir anschauen würde. Allerdings würde ich es schon bedauerlich finden, wenn die ersten Menschen auf dem Mars irgendwelche Assis im Stil der Big Brother Teilnehmer wären. :unsure:
     
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  5. Richard Reynolds

    Richard Reynolds Offizier der Senatswache

    Es wird keine Reality Show. Also nicht in dem Stile. Da steht der wissenschaftliche Aspekt im Vordergrund und keine geplanten Skandale.
    Eine vorrazssetzung für die Auswahl ist ja die soziale Komponente

    An sich finde ich das Projekt interessant und spannend. Realistisch? Bis zu einem gewissem Maße bestimmt. Also wenn man die Strahlung fernhalten kann, denn im endeffekt braucht es ja nur einen Raum der mit Sauerstoff versorgt wird, druck ausgleicht udn eben Luftdicht ist xD. Alsi quasi wawie die Raumstationen um die Erde. Ein Raum mit Pflanzen lässt sich sicher auch einrichten.
    wenn man diese Station Stück für Stück erweitert kann da schon was bei rumkommen. In der Theorie recht schön. ..ob das sonumsetzbar ist... wie gesagt ich finds spannend und nicht hirnrissiger als dir Mondlandung, die ersten Raumflüge oder Columbus der nach Amerika segelte
     
  6. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    Die Mondlandung war recht gut machbar, drei Tage Flug, hin und zurück. Super. Raumflüge sowieso, Raketen sind an und für sich ja ziemlich einfache Konstruktionen und Columbus seine Fahrt war eigentlich wirklich keine Herausforderung. Amerika zu erreichen hat man früher schon geschafft, Schiffe bauen ist billig und wenn er es nicht hinbekommen hätte, wäre es auch kein großer Verlust gewesen, da Schiffe auch damals schon alle Nase lang untergegangen sind. Das hier ist definitiv hirnrissiger. Man muss ein vielfaches der Distanz zum Mond mit Leben an Bord überwinden, im Gegensatz zu Columbus Zeiten, ist menschliches Leben heute bedeutend mehr wert. Ein Scheitern hätte unabsehbare Konsequenzen. Zwei Verluste von Space Shuttles, haben der Raumfahrt einen starken Dämpfer verpasst. Auch wenn es sich hier um ein Privatprojekt handelt, es wäre nicht gleichgültig, wenn das Schiff mitten auf dem Flug plötzlich in die Luft fliegt. Und zu letzt: Vorbereitung, Start, Flug, Landung, Aufbau und Haltung der Kolonie. Das ist eine nie dagewesene Mammutaufgabe. Ich denke ich übertreibe nicht, wenn ich so ein Vorhaben als das größte Vorhaben in der Geschichte der Menschheit bezeichnen würde.

    Und nun schauen wir uns an wo wir sind: Bei 100 Kandidaten und einem quasi Big Brother. Und das Ziel ist es, 2025 zu landen. In 10 (!) Jahren soll also alles erledigt werden, die Leute werden ausgebildet, die Gerätschaften gebaut, einen Mars Rover gebaut, abgeschossen, erfolgreich gelandet und seine Aufgaben erfüllt, notwendige Module für die Siedlung gebaut, abgeschossen und gelandet und schließlich auch die Mission selbst durchgeführt.

    Mich beschleicht eher das Gefühl, dass es sich um Betrug handelt.
     
  7. Cedrax Farlander

    Cedrax Farlander Abgesandter

    Lassen wir mal außer acht, dass die Mission in vielerlei sehr risikoreich ist.
    Warum das Ganze? Die Kolonisten haben soweit ich weiß teilweise Frau/Mann und Kinder und die wollen sie nie wieder sehen für Ruhm?
    Meiner Meinung nach ist das ziemlich selbstsüchtig.
    Ein anderer Aspekt ist das finanzielle. Es gibt viele gute Dinge hier auf der Erde, die man finanzieren könnte. Zum Beispiel gibt es noch viele Krankheiten, die recht unerforscht sind bzw. noch nicht wirklich behandelt werden können. Das ist nur ein Beispiel von vielen, deshalb stellt sich für mich die Frage, ob der wissenschaftliche Wert dieser Mission wirklich so groß ist und dementrsprechend der Menscheit nutzt.
    Das sind so meine Bedenken ohne das Risiko, was recht hoch sein muss.

    Nein, die Menschen werden nach und nach dahinfliegen. 2025 soll die 4-köpfige Vorhut dort landen.
     
  8. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    Richtig aber was danach kommt ist ja dann nur noch Wiederholung, in zehn Jahren soll aber alles für das Projekt notwendige inklusive der ersten Kolonisten dort landen und das meine ich mit "alles".

    Was das finanzielle angeht: Geld besiegt keine Krankheiten. Man kann immer irgendwas finden, was einem mehr wert ist und finden, dass das Geld bisher falsch angelegt ist. Würde man also danach gehen, dürfte am Ende gar keiner irgendwo Geld kriegen.
     
  9. Sir Skywalker

    Sir Skywalker Jedi-Meister, Klonkriegsveteran, Machtgeist

    Ich persönlich glaube, dass das Projekt im Sand verlaufen wird. Es wird Probleme bei der Vorbereitung geben, entweder schon mit dem Rover oder mit den Modulen selbst. Der Zeitplan wird nach hinten verschoben, die Finanzierung gerät ins stottern und spätestens dann werden die ersten Teilnehmer abspringen. In der Zwischenzeit erkrankt vielleicht noch der ein oder andere oder ändert aus was für einem Grund auch immer seine Meinung.

    Müsste ich mich festlegen, dann sage ich einmal, dass (im Rahmen dieses Projektes) nie ein Mensch den Mars betreten wird.

    Und wenn sie es doch schaffen, dann wird es binnen der ersten fünf Jahre A.1) sicherlich gröbere Spannungen in der Gruppe geben, A.2) zu einer Schwangerschaft kommen und B) sich binnen 10-15 Jahren irgendeinem technischer Defekt ereignen, der allerspätestens dann allen das Leben kostet.

    Davor sind zig Szenarien denkbar, die bereit zu dem ein oder anderen Todesfall führen.

    Normalerweise bin ich ja gegen solche Sozialp****s, aber das werde ich mir auf alle Fälle anschauen!
     
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  10. The Point

    The Point Green

    Kann mir (noch) nicht vorstellen, dass die Privaten schon soweit sind etwas in dem Umfang durchzuziehen. Vor allem wenn es um so ein Thema wie die bemannte Raumfahrt geht, bei dem der finanzielle Nutzen bestenfalls fraglich ist. Es war in der Geschichte der Technik und Wissenschaft schon häufig so, dass Regierungen die ersten Schritte gemacht haben und Konzerne die Technologien bezahlbar und effizient gemacht haben. So läuft das momentan eben noch.

    Die erste bemannte Marsmission wird nicht unter einer Privaten Anleitung geschehen. Solange man die Budgets von NASA und Co. in Zukunft nicht noch weiter kürzen wird, werden sich das wohl die auf die Kappe schreiben können.
     
  11. Master Kenobi

    Master Kenobi Bring you Wisdom, I will. Mitarbeiter

    Die Sozialverträglichkeit kann man nicht sicherstellen oder erzwingen. Früher oder später würden auf dem Mars auch Charaktere aufeinandertreffen, die sich nicht mögen. Und dann kann es mit der Sozialverträglichkeit auch schnell vorbei sein. Und je mehr Menschen auf dem Mars wären, desto größer ist die Gefahr. Irgendwann kommt es dann sicher auch mal zu handfesten Auseinandersetzungen. Oder was, wenn in der Kolonie ein Mord geschieht?

    Dazu kommt auch noch der psychologische Aspekt, denn man kann nicht einfach wieder zurück zur Erde. Für viele Kolonisten wird das Leben auf dem Mars nicht so, wie sie es sich vorstellen. Irgendwann ist die Begeisterung vorbei und Tristesse ist angesagt. Da fährt man nicht in den Urlaub, geht mal an den Badesee oder sucht sich einen neuen Job, das komplette Leben spielt sich in der Wohnanlage ab. Unzufriedenheit, Depressionen bis hin zum Suizid dürften die Folge sein.

    Früher oder später wird es dann auch Nachwuchs auf dem Mars geben, aber welche Nationalität hat das Kind dann? Ist das dann Marsianer? :cautious:

    Wenns auf dem Mars wäre, würde ich mir sogar Deutschland sucht den Superstar oder Germanys Next Topmodel anschauen. Allein schon, weil es sich einfach zu gut anfühlen würde, wenn Dieter Bohlen bzw. Heidi Klum für immer auf dem Mars bleiben müßten. :D
     
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  12. Sir Skywalker

    Sir Skywalker Jedi-Meister, Klonkriegsveteran, Machtgeist

    Sehr treffend analysiert. Das mit der Sozialverträglichkeit kann schneller nach hinten gehen, als man denkt. Ich zB war schon öfter mit meinen besten Kumpels auf Urlaub. Nur Burschenrunde mit Party udgl war da angesagt. In Hotels geht das ja noch, aber in einem Appartement wird die Luft auch schnell mal dick. Und ich rede hier nur von einer Woche! Da können sie noch so viele sanftmütige Anti-Alphas zum Mars schicken, es bleibt dabei, wo Menschen sind da menschelt's. Zudem kommen dann noch die von Dir beschriebenen Umstände. Und das mit dem Nachwuchs bzw einer Schwangerschaft ist auch nicht auszuschließen. Eher früher als später würde ich mal sagen. Ich nehme mal nicht an, dass sich die Teilnehmer extra sterilisieren lassen werden und unbegrenzt Verhütungsmittel wird auf dem Reisezettel wohl auch nicht ganz oben stehen. Eigentlich pervers der Gedanke, dass da mal eine Schwangere oben sein könnte und ihr die ganze Welt zu sieht. Ganz zu schweigen von dem Kind, dass da in eine Umgebung geboren wird, die wider der Natur ist. Und das gegen seinen Willen. Ethisch ist das absolut nicht zu vertreten.

    An den TV-Formaten störe ich mich noch gar nicht soooo sehr. Ich rede vom richtigen HartzIV-TV ("Frauentausch"; oder in Österreich: "Leben im Gemeindebau"), wo man sich einfach an den Alltagsproblem der Unterschicht ergötzt. Die Herrschaften, die sich das überhaupt ausgedacht haben, sollte man auch gleich mit auf die Mission schicken!
     
  13. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    Also eine Umgebung die wider der Natur ist, ist das nun wirklich nicht. Früher oder später wird es passieren, dass ein Kind in einer anderen Umgebung als der irdischen geboren wird. Nicht auszuschließen, dass das soweit gehen kann, dass sich ein eigener menschlicher Zweig entwickelt, der an diese Umgebungen angepasst ist. Daran ist wirklich nichts wider der Natur. Ich denke auch, dass man das mit einer Schwangerschaft doch ganz gut verhindern oder hinauszögern kann, in den bisherigen Jahrzehnten der Raumfahrt und auf den Raumstationen ist ja auch noch nichts passiert. Die Frage nach der Ethik stellt sich dabei denke ich weniger als die nach der Moral, wenn Menschen ihre Familie zurücklassen und nicht nur Eltern, sondern möglicherweise ihre Partner und ihre Kinder. Ein Risiko eingehen, wie allgemein in der Raumfahrt, ist ja das eine aber zu wissen, dass man wirklich nicht zurückkehren wird, etwas völlig anderes. Die Kolonisierung fremder Welten ist eben etwas anderes als die Kolonisierung eines Kontinents.
     
  14. Sir Skywalker

    Sir Skywalker Jedi-Meister, Klonkriegsveteran, Machtgeist

    Mit Umgebung wider der Natur habe ich weniger die Gegebenheiten des Mars per se, also andere als jene, die auf der Erde herrschen gemeint, sondern das (begrenzte!) menschliche Umfeld. Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach keine Gleichaltrigen geben, also nicht die Möglichkeit soziale Fähigkeiten in einer Gruppe von anderen Kindern zu erlernen. Das ist in meinen Augen das Problem. Hinzukommt noch, dass es keine Spielplätze, keine Schulen und kein sonst was gibt, aber das ist im Verhältnis alles nicht so gravierend wie der erste angeführte Punkt. Noch dazu darf angezweifelt werden, dass die Menschen dort oben ohne Versorgungsflüge überleben werden können. So gesehen ist es absolut wider der Natur, wenn jemand in ein totales Abhängigkeitsverhältnis geboren wird, aus dem er auch im Erwachsenenalter nicht hinaus kommt. So habe ich es gemeint.

    Ansonsten stimme ich Dir natürlich zu. Sollte die Kolonialisierung des Weltalls gelingen, dann wird tatsächlich jemand während dieses Versuches außerhalb der Erde geboren. Dass dann aber auf einem (vielleicht) großen Raumschiff, wo es nicht nur zehn, sondern mehrere hundert andere Menschen gibt, so denn die Besiedelung fremder Welten gelingen soll.

    Ob es mit der Enthaltsamkeit bei einem One-way-Trip genauso bestellt ist, wie bei einem mehrmonatigen Aufenthalt auf der ISS, kann diskutiert werden. Kommt sicher auch stark auf die Individuen an.

    Die Differenzierung zwischen Ethik und Moral ist mir in dem Zusammenhang nicht ganz klar. Jemanden auf eine Reise ins Ungewisse ohne der Möglichkeit der Wiederkehr zu schicken, ist doch sowohl aus als auch schwer zu vertreten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Februar 2015
  15. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Prinzipiell begrüße ich jedes ernstzunehmende Projekt, das die bemannte Raumfahrt vorantreibt.
    Ob "Mars One" dazuzählen wird darf zumindest bezweifelt werden.
    Der Zeitplan erscheint mir sehr ehrgeizig, und die Bedenken bezüglich der Psyche und dem sozialen Zusammenleben der Kolonisten durchaus gerechtfertigt.

    Dass sich überhaupt Freiwillige zu dieser Reise ohne Wiederkehr melden erstaunt mich. Wobei es spannend wäre zu sehen, wie viele auch dann noch dabei wären wenn es in die entscheidende Phase ginge, sprich dem Start von der Erde, gesetzt dem Fall es kommt jemals dazu.

    Letzlich stellt sich auch die Frage inwiefern das moralisch vertretbar sein kann, Menschen in ein (mögliches) Verderben zu schicken. Angenommen die Kolonialisierung geht schief und die Kolonisten senden einen Hilferuf zur Erde - wollen wir diese dann wirklich verrecken lassen, am Ende sogar live vor laufenden Kameras? Muss es nicht zumindest die Option geben, die Menschen zurückzuholen?
    Andererseits - wäre eine der Apollo Missionen auf dem Mond gestrandet hätte ihnen auch niemand mehr helfen können, das gilt es zu bedenken.

    Wäre vor 200 Jahren schon bemannte Raumfahrt möglich gewesen wäre so manches einfacher: Dann hätte man zu Tode verurteilte Strafgefangene vor die Wahl gestellt, sich entweder hinrichten zu lassen oder auf den Mars zu fliegen. Also in etwa so wie es das Britische Empire bei der Besiedelung Australiens gemacht hat.:braue
     
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  16. Richard Reynolds

    Richard Reynolds Offizier der Senatswache

    Damit hast du vollkommen recht, ich bezog mich auch nur auf deine Aussage bzw Befürchtungen, die ersten Menschen auf dem Mars wären irgendwelche Assis^^
     
  17. Luther Voss

    Luther Voss Der Blinde ist König

    Wenn man Grenzen überwinden will muss man immer Opfer bringen. Ich glaube das Risiko so einer Mission muss jedem Teilnehmer klar sein. Und ist es wahrscheinlich auch. Jedem der da wirklich hinfliegt wird klar sein dass er/ sie ihr Leben riskieren. Aber der " Vorteil" liegt doch auf der Hand, ein Eintrag in die Geschichtsbücher für die ersten Kolonisten. Und damit ist man "unsterblich". Für sowas, würden viele Menschen ihr "unbedeutendes" Leben riskieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Februar 2015
  18. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    @Sir Skywalker
    Das mangelhafte menschliche Umfeld halte ich auch für ein Problem, da stimme ich dir voll zu. Bei sowenig Kolonisten ist die Gefahr hoch, dass das Kind allein ist, Schule gibt es nicht, medizinische Versorgung ist auch kaum vorhanden (und gerade bei 1/3 der Erdschwerkraft denke ich dringend notwendig). Insgesamt eine Umgebung, die für das Aufwachsen ziemlich bedenklich ist.

    Dass man vom Mars (vorerst) nicht mehr wegkommen könnte halte ich nicht für ein Problem. Nicht den Fall vorausgesetzt, dass man eine ordentliche Planung vorliegen hat, die realistisch ist, die eine Zukunft der Kolonie zeigt und in der die Kolonie auch groß genug ist, sowie zumindest Vorkehrungen getroffen sind, für den Fall das doch etwas schief geht. Das kann ich hier nicht sehen, deswegen halte ich das Projekt allerdings nicht für unethisch oder unverantwortlich, sondern denke eben gar nicht erst, dass es überhaupt zu einem Flug kommt.

    Enthaltsamkeit ist ja nicht mal notwendig, nur Prävention^^ Aber ja, das kommt sicher sehr auf die Individuen UND die Organisation an. Ich kann mir gut vorstellen, dass da im All doch mal was abgelaufen ist aber daraus ist bisher nichts entstanden (wer weiß, wie das in Schwerelosigkeit überhaupt funktioniert).
     
  19. Sol

    Sol Sith Lord aus Leidenschaft Mitarbeiter Premium

    Wieso sollte man enthaltsam sein und die Zeugung von Kindern verhindern?
    Ich dachte das sei gerade der Gag bei so einer Kolonisation. Wenn man keinen Nachwuchs zulässt erledigt sich die Zukunft dieser Marskolonie in nur wenigen Jahrzehnten von selbst. ^^
     
    riepichiep gefällt das.
  20. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    Wenn wir ernsthafte Kolonisation betreiben, braucht es natürlich Nachwuchs aber eine Schwangerschaft auf dem Flug, wäre denke ich recht risikobehaftet.
     

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