[NJO,9] Star by Star = Das Ultimatum

Original geschrieben von dunkler Lord
auf amazon.com ist es jetzt um 30% reduziert, hab amazon.de mal angeschrieben und gefragt, ob man mit dieser Reduzierung auch in Deutschland rechnen kann.
Nein. Wenn du eine Kreditkarte hast, kannst du versuchen, es bei amazon.com (oder co.uk) zu bestellen... selbst mit den horrenden Portokosten wird das evtl. noch billiger. amazon.de kann's nicht machen, weil in Deutschland auf Bücher keine Rabatte gegeben werden dürfen... das schließt Importe mit ein (warum dann trotzdem Preisschwankungen bei manchen Händlern bestehen? verschiedene Umrechungskurse).
 
Mit einem Jahr Verspätung melde ich mich nun also, um dieses faszinierende Thema um eine weitere irrelevante Stimme zu erweitern.
Ich werde mit den positiven Aspekten von Star by Star beginnen, und mich dann auf das Negative dieses Romans vorarbeiten.

Das positivste an diesem Werk ist für mich die erlösende Tatsache, daß der Skywalker-Orden endlich bereit ist, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Damit scheint er seine alte Trägheit, die durch die allzugroße Nähe zur Neuen Republik entstanden ist, schließlich doch noch zu überwinden. Dieser Befreiungsakt hat zwar auch negative Seiten, auf die ich gleich komme, aber vorerst ist seine reine Existenz in meinen Augen positiv zu bewerten.
Ein weiterer Punkt, der mir an Star by Star gefiel, war die Entwicklung von Borsk Fey?lya, selbst wenn seine Wandlung vom Kritiker zum Wohltäter der Jedi für meinen Geschmack etwas abrupt, jedoch glaubhaft verlief. Wo wir bei Wandlungen sind, Leias Versuch, die Republik hinter sich zu lassen, macht mir Hoffnung, daß sie das Jedi-Potential des Skywalker-Erbes vielleicht doch noch ausnutzt. Und bitte, sagt nichts, ich will ungespoilt enttäuscht werden.
Damit bin ich bei den jungen Solos gelandet. Die Zwillinge fand ich in SbS etwas seltsam. Jacens Konflikte klangen, fand ich, nur sehr beiläufig an, als hätte der Autor schon beim bloßen Gedanken an Jacens Existenz nur noch gähnen können. Jaina fand ich ebenfalls sehr eigenartig. Daß sie am Ende auf Palpatines und Dookus Spuren wandelt und einfach herumblitzt, war in meinen Augen nicht gerade glaubhaft. Nun ja, kann auch daran liegen, daß ich mein letztes NJO-Buch im Februar gelesen habe. *hüstel*

Ach ja, und dann ist da ja noch Anakin, mit dem ich zu den negativen Aspekten gelange. Ich muß gestehen, Anakins letzter Kampf hat mir Tränen in die Augen getrieben, ebenso wie die Beschreibung von Coruscants Fall (inklusive Leias faszinierend brillianter Rede). Wenn ich dazu noch daran denke, daß er gerade einmal siebzehn Jahre alt war, wiegt sein Verlust noch schwerer. Hier im Forum stand, man habe ihn nur sterben lassen, weil er den Namen seines Großvaters trug. Wenn das stimmen sollte, dann ist diese Entscheidung die wohl erbärmlichste in der gesamten Entwicklung des Kriegs der Sterne.
Ihm hätte ich es ? als einzigem Jedi unter Lukes Flagge ? zugetraut, die überflüssigen und törichten Begrenzungen seines Jedi-Erbes zu überwinden und die Vong aufzuhalten. Mit Anakins Tod bleibt eigentlich nur noch Kyp Durron übrig, um die Macht zu vereinen, und der ist ? wie mir die ersten 10 Seiten von Destinys Way schon wieder bewiesen haben ? ein verantwortungsloser Irrer (, der mich mehr und mehr an Dash Rendar erinnert).

Zweiter Negativpunkt, mit dem ich an die Skywalker-Ordenswandlung anknüpfe: die Unausgeglichenheit in der Beschreibung der Yuuzhan Vong. Als die Jedi zum ersten Mal auf einen Voxyn stoßen, wirkt diese Kreatur fast unbesiegbar. Das bleibt so, bis das Infiltrationsteam das Weltenschiff erreicht. Von da an werden Voxyn und Yuuzhan Vong niedergemetzelt, als wären sie aus Pappe. In den beiden Raumschlachten geschieht später das gleiche, und ebenso auf während der Attentatsversuche auf Coruscant. Ich finde das inkonsequent und ziemlich ärgerlich. Über viele, viele Romane hinweg wurde eine Kultur aufgebaut, die in ihrer ganzen Unverständlichkeit unbesiegbar schien. Und nun werden die Vong in einem einzelnen Roman zu bloßen Zerrbildern ihrerselbst gemacht (ja, ich weiß, daß die meisten Voxyn im Weltenschiff nicht ausgebildet waren. Trotzdem ist es unglaubhaft, daß sie ohne Jedi-Verluste reihenweise niedergemäht werden).
Hier will ich gleich meinen Unterpunkt über Luke einbauen: im Vorgängerbuch zu SbS war Luke - wenn mich mein Gedächtnis nicht völlig im Stich läßt - noch immer davon überzeugt, daß es nicht der Weg der Jedi sein könne, den Krieg zu den Yuuzhan Vong zurückzutragen. Und nun fliegt er auf einmal von einer Schlacht in die Nächste, benimmt sich wie ein Sonderstaffel-Mitglied und genießt sein Leben als jugendlicher Raumpilot. Mal ehrlich, muß sowas denn sein?
Nächster Punkt: die Yuuzhan Vong Jagddroiden. Die Idee, solche Maschinen zu bauen, gefällt mir, bringt sie doch die Kampfdroidentechnik der Prequels mit den Problemen der Skywalker-Solo-Ära zusammen (mehr davon bitte :)). Aber mußte man diese Droiden gleich sooo unbesiegbar machen? Nach SbS scheint es fast, als würde es ausreichen, ein paar Hundertausend Jagddroiden zu bauen, um die Vong ein für allemal zu vernichten. Wenn das die Lösung des Konflikts sein sollte, ist die NJO ein totaler Witz.
Zum vierten Punkt: die Macht. Auf Coruscant leben jede Menge Leute, weit mehr, als es auf Alderaan je gab. Eine Erschütterung in der Macht spürte trotzdem niemand, als all diese Wesen ihrem Tod ins Auge sahen, obwohl eine solche Welle von totaler Panik die Macht bis in ihre fernsten Ausläufer hätte erschüttern müssen (verglichen damit, dürfte Anakin Skywalkers Tusken-Problem nichts gewesen sein, und das konnten Yoda und Mace immerhin selbst auf Coruscant spüren). Es sei denn natürlich, man begreift Jacens Vision einer sich verdunkelnden Galaxis als Ausdruck der Schrecken Coruscants. Aber diese Theorie ist selbst mir zu riskant (und nach meinen Prophezeiungs-, Palpatine- und Vongtheorien sollte das schon was heißen ;)).

Resümee: Der Roman war ziemlich gut geschrieben. Allerdings ist die Wertung ?ziemlich gut? den Ereignissen im Roman, die wenigstens für mich das Ende einer Jahrtausende dauernden Ära ? der Coruscant-Ära gewissermaßen ? bedeuten, keinesfalls angemessen. Luceno hätte hier mehr rausgeholt, selbst Anderson ? erläge man ihm gewisse Superwaffen- und Klonbeschränkungen auf ? hätte hier besser gearbeitet. Der Tod von Anakin war gut beschrieben, aber meines Erachtens viel zu beiläufig. Sicher, es wurde deutlich, wie er stirbt, und für was er dieses höchste Maß an Hingabe entwickelt, aber hätte er mit seinem Tod nicht wenigstens die Voxyn-Königin töten, oder Nom Anor ausschalten können?
So, wie sein Tod nun beschrieben ist, habe ich das Gefühl, als erfüllten sich Han und Leias dunkle Vorahnung, daß der Tod ihres Sohnes sinnlos war. Und laßt es mich deutlich sagen: ich hasse nichts mehr, als wenn man mir eine Lieblingsfigur nimmt, ohne dafür wenigstens einen einzigen guten Grund zu präsentieren.
Gleiches gilt für Coruscant: der Planet fällt, ja und? Hätte man nicht wenigstens eine kleine Szene einbauen können, die zeigt, daß ihr eine Epoche galaktischer Geschichte zuende geht? Wieviele Regierungen haben von Coruscant aus die Galaxis geführt, wieviele zentrale Ereignisse haben hier stattgefunden? Und nun kommt eine Kriegerrasse, von der bekannt ist, daß sie alles tötet und vernichtet, was ihr gotteslästerlich erscheint, und niemand denkt auch nur im Ansatz daran, daß dieser ganze Planet verloren ist?
Die NJO war schon bisher nicht zimperlich, wenn es um die Vernichtung von Rassen und die "Umformung" von Planeten ging. Aber das hier ist Coruscant, Juwel des Kerns, Herz der Republik! :(
Ich glaube irgendwie, ich bin für die NJO zu weich...
 
Leider kann ich nicht so viel zu den NJO Büchern sagen nur hoffe ich es das es sie auch irgendwann alle auf Deutsch gibt, da ich mir zwar nächstes jahr dann die englischen zu legen werde aber deutsch verstehe ich einfach besser :)
 
*aufdieSenftupedrück*

Original geschrieben von AaronSpacerider
Wo wir bei Wandlungen sind, Leias Versuch, die Republik hinter sich zu lassen, macht mir Hoffnung, daß sie das Jedi-Potential des Skywalker-Erbes vielleicht doch noch ausnutzt. Und bitte, sagt nichts, ich will ungespoilt enttäuscht werden.
;)

Daß sie am Ende auf Palpatines und Dookus Spuren wandelt und einfach herumblitzt, war in meinen Augen nicht gerade glaubhaft.
'Freu' dich auf die nächsten Bücher...

Ihm hätte ich es ? als einzigem Jedi unter Lukes Flagge ? zugetraut, die überflüssigen und törichten Begrenzungen seines Jedi-Erbes zu überwinden und die Vong aufzuhalten.
Mit dem Wissen von SbS stimme ich da zu.

Mit Anakins Tod bleibt eigentlich nur noch Kyp Durron übrig, um die Macht zu vereinen, und der ist ? wie mir die ersten 10 Seiten von Destinys Way schon wieder bewiesen haben ? ein verantwortungsloser Irrer (, der mich mehr und mehr an Dash Rendar erinnert).
Hast du die anderen Bücher schon durch oder nur mal kurz in DW reingeschnuppert?
Äh... Moment... in den ersten zehn Seiten taucht Kyp doch gar nicht auf...?

Ich finde das inkonsequent und ziemlich ärgerlich. Über viele, viele Romane hinweg wurde eine Kultur aufgebaut, die in ihrer ganzen Unverständlichkeit unbesiegbar schien.
Aber hat nicht gerade Conquest gezeigt, dass die Vong gar nicht so verschieden sind von den Ureinwohnern der GFFA?
Die 'Unbesiegbarkeit' in den Bänden bis BP hat mich eher geärgert, aber in SbS ist's genau ins Gegenteil umgeschlagen, was mir dann auch wieder nicht gefallen hat. Edge of Victory war da immer noch am besten, finde ich.

Hier will ich gleich meinen Unterpunkt über Luke einbauen: im Vorgängerbuch zu SbS war Luke - wenn mich mein Gedächtnis nicht völlig im Stich läßt - noch immer davon überzeugt, daß es nicht der Weg der Jedi sein könne, den Krieg zu den Yuuzhan Vong zurückzutragen. Und nun fliegt er auf einmal von einer Schlacht in die Nächste, benimmt sich wie ein Sonderstaffel-Mitglied und genießt sein Leben als jugendlicher Raumpilot. Mal ehrlich, muß sowas denn sein?
Vor allem, da *kleiner SPOILER Destiny's Way*
der Luke in DW mit dem Luke aus SbS und Enemy Lines nicht viel gemein hat, der diskutiert nämlich mit Vergere rum und fragt sich, ob die Vong überhaupt angegriffen gehören, weil sie außerhalb der Macht stehen (fragwürdige Sache, das, imho)...

Nächster Punkt: die Yuuzhan Vong Jagddroiden. Die Idee, solche Maschinen zu bauen, gefällt mir, bringt sie doch die Kampfdroidentechnik der Prequels mit den Problemen der Skywalker-Solo-Ära zusammen (mehr davon bitte :)). Aber mußte man diese Droiden gleich sooo unbesiegbar machen? Nach SbS scheint es fast, als würde es ausreichen, ein paar Hundertausend Jagddroiden zu bauen, um die Vong ein für allemal zu vernichten.
Das wird sich Walter Jon Williams auch gedacht haben, und er löst das dadurch, dass er sagt, dass *SPOILER DW*
die Produktion dieser Dinger sehr teuer ist und dass es nur sehr wenige gibt.

Zum vierten Punkt: die Macht. Auf Coruscant leben jede Menge Leute, weit mehr, als es auf Alderaan je gab. Eine Erschütterung in der Macht spürte trotzdem niemand, als all diese Wesen ihrem Tod ins Auge sahen, obwohl eine solche Welle von totaler Panik die Macht bis in ihre fernsten Ausläufer hätte erschüttern müssen (verglichen damit, dürfte Anakin Skywalkers Tusken-Problem nichts gewesen sein, und das konnten Yoda und Mace immerhin selbst auf Coruscant spüren).
Aber bei Alderaan (oder auch bei dieser Sache in 'Rebellion der Verlorenen') schrie ein ganzer Planet auf und verstummte wenige Sekundenbruchteile später wieder. Bei Coruscant ist das anders. Sicher sterben da eine Menge Leute, aber nicht gleichzeitig...

Resümee: Der Roman war ziemlich gut geschrieben.
Ja, stimme ich zu.

So, wie sein Tod nun beschrieben ist, habe ich das Gefühl, als erfüllten sich Han und Leias dunkle Vorahnung, daß der Tod ihres Sohnes sinnlos war.
Das könnte natürlich Absicht gewesen sein (ein Schuss Realismus, sozusagen), aber:

Und laßt es mich deutlich sagen: ich hasse nichts mehr, als wenn man mir eine Lieblingsfigur nimmt, ohne dafür wenigstens einen einzigen guten Grund zu präsentieren.
Da stimme ich dann wieder zu.
 
'Freu' dich auf die nächsten Bücher...

Hört sich an, als würde sie zum halben Sith. :eek:
Nun ja, von mir aus, es gab schon so lange keine mehr... ;)

Hast du die anderen Bücher schon durch oder nur mal kurz in DW reingeschnuppert?
Äh... Moment... in den ersten zehn Seiten taucht Kyp doch gar nicht auf...?

Uups, ich meinte Dark Journey. Hmm, diese ganzen Namen verwirren mich langsam.
Nein, ich bin mit SbS durch und arbeite mich jetzt langsam auf "den besten Star Wars Roman aller Zeiten" vor. :D
Destiny's Way ist aber auch schon bestellt. Diesmal warte ich kein ganzes Jahr...

Aber hat nicht gerade Conquest gezeigt, dass die Vong gar nicht so verschieden sind von den Ureinwohnern der GFFA?
Die 'Unbesiegbarkeit' in den Bänden bis BP hat mich eher geärgert, aber in SbS ist's genau ins Gegenteil umgeschlagen, was mir dann auch wieder nicht gefallen hat. Edge of Victory war da immer noch am besten, finde ich.

Nun, okay, habe mich etwas seltsam ausgedrückt. Stimmt schon, seit Anakins Besuch bei den Shamed Ones ist klar, daß diese Kriegergesellschaft auch ihre Schwachstellen hat. Ich fand nur immer, daß die Yuuzhan Vong eine Art Unverwundbarkeit ausstrahlen, selbst wenn am Rande schon früher anklang, daß auch ihr Nachschub begrenzt sein könnte. Nur daß sie plötzlich fallen, wie die Fliegen, finde ich etwas arg unglaubhaft.
Ich meine, SbS klingt so, als verlöre Tsavong Lah mehr als die Hälfte seiner Gesamtstreitkräfte (die Szene, in der er seine Hand opfern will und einfach "Take the arm" sagt, fand ich nebenbei bemerkt einfach nur genial), und das gegen ein paar Dutzend Jedi und einige kleinere NR-Flotten. Gut, dafür hat er jetzt Coruscant, aber... na ja, die ganzen Zahlenangaben finde ich nach den bisherigen Verlusten der Vong, die sich ja eher in Grenzen hielten, einfach zu hoch.

Aber bei Alderaan (oder auch bei dieser Sache in 'Rebellion der Verlorenen') schrie ein ganzer Planet auf und verstummte wenige Sekundenbruchteile später wieder. Bei Coruscant ist das anders. Sicher sterben da eine Menge Leute, aber nicht gleichzeitig...

Schon richtig. Aber diese ganzen Vong-Angriffe müßten doch eigentlich nach und nach ein Loch in die Macht fressen. Wenn ich nur an diese Szenen denke, in denen Tsavong Lah (?) mit den Priestern verhandelt, wieviele Gefangene nun geopfert werden sollen... hier werden ganze Planeten einfach abgeschlachtet, und das muß auf die Macht einfach wirken.
Und ich meinte auch gar nicht, daß Coruscant auf einmal stirbt. Aber all diese Leute dort müssen eine Angst spüren, die kaum nachfühlbar sein kann. Und sagte Yoda nicht immer, Angst sei der Pfad zur dunklen Seite? Die Macht müßte sich über Coruscant doch eigentlich einfach unglaublich verdunkeln, oder?

Das könnte natürlich Absicht gewesen sein (ein Schuss Realismus, sozusagen),

Nichts gegen Realismus, aber wenn ein Held stirbt - und Anakin ist seit Anfang der NJO für mich die tollste Figur des ganzen EU - dann sollte er inbesondere in einer zumindest noch ansatzweise märchenhaften Welt etwas mit seinem Tod erreichen.
Andererseits hat dieser Realismus auch Vorteile: zu keinem anderen Zeitpunkt in der NJO habe ich die Vong und ihren Angriff so gehaßt und gefürchtet, wie während der Beschreibung von Anakins Tod. Wenn diese Vong anfangen, Kinder zu ermorden, wo wird es dann enden? :(
 
Endlich habe ich SbS auch gelesen - der Analyse Aarons schließe ich mich eigentlich an.

Ich habe aber noch zwei Kritikpunkte (k.A. ob die schon erwähnt wurden):
1. Ein Noghri wird von Viqui umgebracht - also bitte, da werden die Noghri immer als die absoluten Überkämpfer bezeichnet, und eine Senatorin killt einfach einen?
Die Erklärung mit der Maske ist bescheiden - die Schrecksekunde steht einem derartig guten Leibwächter nicht zu.
Passt überhaupt nicht, war extrem konstruiert. (Zumal sie den Noghri schon mal enktommen war)

2. das immer wiederkehrende "nahe der Lichtgeschwindigkeit" bei einem X-Flügler oder sonstigem Jäger.
Das ist doch Schwachsinn, das ganze EU sagt was anderes.
Kein Schiff fliegt mit einem hohen prozentsatz der LS in den Kampf.
 
Original geschrieben AaronSpacerider
Nun ja, von mir aus, es gab schon so lange keine mehr...
Wird auch keine geben, LFL hat den Autoren strikt verboten, welche einzubauen... deshalb müssen wir uns ja mit Dunklen Jedi rumschlagen ;).

Nein, ich bin mit SbS durch und arbeite mich jetzt langsam auf "den besten Star Wars Roman aller Zeiten" vor.
Ich freue mich schon auf angeregte Diskussionen ;).

Ich meine, SbS klingt so, als verlöre Tsavong Lah mehr als die Hälfte seiner Gesamtstreitkräfte, und das gegen ein paar Dutzend Jedi und einige kleinere NR-Flotten. Gut, dafür hat er jetzt Coruscant, aber... na ja, die ganzen Zahlenangaben finde ich nach den bisherigen Verlusten der Vong, die sich ja eher in Grenzen hielten, einfach zu hoch.
Wenn ich wieder etwas aus DW einbringen darf (nur ein klitzekleines Spoilerchen):
Hier wird gesagt, dass Tsavong Lah immerhin so viele Truppen verheizt hat, dass bei einer erneuten Offensive einige der besetzten Planeten nicht gehalten werden könnten.

Und sagte Yoda nicht immer, Angst sei der Pfad zur dunklen Seite? Die Macht müßte sich über Coruscant doch eigentlich einfach unglaublich verdunkeln, oder?
Nun, das setzt voraus, dass Yoda nicht nur ein kleiner Sturkopf war, der einfach all das nachgeplappert hat, das seine Lehrer im beigebracht haben ;).

Wenn diese Vong anfangen, Kinder zu ermorden, wo wird es dann enden?
Die nächste Stufe hatten wir schon: Tahiri.

Original geschrieben von WedgeAntilles
2. das immer wiederkehrende "nahe der Lichtgeschwindigkeit" bei einem X-Flügler oder sonstigem Jäger.
Das ist doch Schwachsinn, das ganze EU sagt was anderes.
Kein Schiff fliegt mit einem hohen prozentsatz der LS in den Kampf.
Was, das ist vor DW schon in einem Buch aufgetaucht?
Da ist's mir nämlich besonders aufgefallen... zusammen mit Wookiees in X-Flüglern und 100km langen Flugformationen :rolleyes:...
 
So, ich habe mir mal die Mühe gemacht und mir den kompletten Thread durchgelesen und finde es furchtbar, dass mein englisch bereits beinahe in der YJK-Reihe versagt hatte...

Etwas hatte mich aber überrascht: In welchem Buch stellte sich heraus, dass Tahiri eine halbe Vong ist? Wurde sowas annähernd schon mal in der JJK erwähnt? (Hab ich nicht gelesen, die Reihe)

Wär nett, wenn mir das mal einer erklären würd...
:)
 
Tahiri ist keine halbe Vong in dem Sinne, daß sie durch ihre Eltern irgendwie mit den Vong verwandt ist (wäre auch schwer möglich, als die JJK-Reihe geschrieben wurde, waren die YV höchstens ein dämmriges Leuchten am Horizont), sondern weil einige "Shaper" versucht haben, aus ihr einen Jeedai-Vong-Mischprototypen zu formen.
Tip am Rande: Du solltest Wraith nicht zu wörtlich nehmen. Ich glaube, er verfügt unter seiner Netter-Lehrer-Oberfläche über gewaltige dunkle Energien, die er insbesondere in Bezug auf die NJO dazu einsetzt, um arme Seelen, die einige Bücher hinter dem Veröffentlichungsrhythmus zurückgeblieben sind, mit geradezu niederträchtig unfairen Anspielungen ihres Verstandes zu berauben. :p

Wird auch keine geben, LFL hat den Autoren strikt verboten, welche einzubauen...

Mist. Ich warte immer noch darauf, daß die Yuuzhan Vong Korriban erreichen und mit den dort versammelten Sithgeistern Kontakt aufzunehmen, um eine Allianz gegen die Jeedai zu schmieden (btw ich finde den Begriff "Jeedai" einfach nur kultig. Wie wurde das eigentlich im Deutschen gelöst? Jeedie?).

Nun, das setzt voraus, dass Yoda nicht nur ein kleiner Sturkopf war, der einfach all das nachgeplappert hat, das seine Lehrer im beigebracht haben.

Ich finde es sehr unfair, daß Du meine eigenen Theorien gegen mich einsetzt. :mad: ;)
Egal, ich beharre darauf, daß die Macht irgendwie auf einen so unverhältnismäßigen Ausstoß dunkler Energie reagieren müßte.
Vielleicht hat sie das ja sogar, und das Ergebnis war Anakin. *schnüff*
 
Original geschrieben von AaronSpacerider
Tip am Rande: Du solltest Wraith nicht zu wörtlich nehmen. Ich glaube, er verfügt unter seiner Netter-Lehrer-Oberfläche über gewaltige dunkle Energien, die er insbesondere in Bezug auf die NJO dazu einsetzt, um arme Seelen, die einige Bücher hinter dem Veröffentlichungsrhythmus zurückgeblieben sind, mit geradezu niederträchtig unfairen Anspielungen ihres Verstandes zu berauben. :p
Mist, erwischt :D.
 
So, hier ist nun endlich mein angekündigtes SbS-Posting. Wie heißt es so schön, was lange währt wird endlich, naja, vielleicht nicht zwangsweise gut aber jedenfalls ausführlich. ;) Sorry für die epische Breite, aber kürzer habe ich es einfach nicht hinbekommen. Ist ja keiner gezwungen, es zu lesen. Ich habe den SbS-Thread hier vorher nicht durchgelesen, um mich nicht beeinflussen zu lassen, deshalb schonmal sorry, falls ich hier das ein oder andere wiederholen sollte.

Zusammenfassend kann ich zu SbS eigentlich nur sagen: Hammer! In vielerlei Hinsicht. Es fällt wirklich schwer, die anderen NJO-Bücher hierzu in Relation zu setzen, denn SbS hebt irgendwie in eine andere Dimension ab. Anhand dieses Vergleichs kann ich jetzt auch nachvollziehen, was einige von euch an BP auszusetzen haben. ;-) Nun, ich mag BP immer noch, aber es ist einfach etwas völlig anderes. In BP lag der Schwerpunkt auf die Empfindungen und Gedanken der Figuren. Troy Denning bringt auch eine ganze Menge unter ? mehrfach war ich wirklich beeindruckt, was er zwischen den Zeilen und in Nebensätzen noch alles vermittelt -, aber ein wenig mehr ruhige Szenen und Vertiefung bestimmter Figuren und Beziehungen hätte ich mir schon gewünscht (war da nicht was mit Anakin und Tahiri?). Ich finde es zwar toll, dass er so viele Charaktere untergebracht hat, aber am Anfang des Buches ging das IMHO ein wenig auf Kosten der Tiefe der Persönlichkeiten ? ich hatte den Eindruck, dass viele nur wie Spielfiguren oder Statisten durch die Story bewegt wurden. Das hat sich aber zum Glück nach ca. 100 Seiten geändert. :-)

Auch wenn SbS im Hinblick auf die Ereignisdichte etwas ganz besonders ist, bin ich doch ganz froh, dass nicht jedes Buch derart voranmarschiert, denn sonst wäre ja schon nach dem dritten Roman nichts mehr übrig gewesen von der GFFA. :rolleyes: Eine halbe Generation hoffnungsvoller, junger Jedi und viele interessante Figuren, die er gerade erst eingeführt hat (z.B. Eelysa) - ausgelöscht. :( Für ein paar Seiten befürchtete ich, dass auch noch nonchalant in einem Nebensatz Kyp Durron bei der Schlacht um Coruscant in die ewigen Jagdgründe geschickt worden wäre (was Denning, so wie ich das TFN-Interview verstehe, auch zunächst vorhatte). Zum Glück hat sich das als falsch erwiesen ? damit wäre ja dann auch der Pfeffer aus der Jedi-Kontroverse herausgewesen.

Ich finde, es fällt schwer, sich klarzumachen, dass man mit SbS gerade erst in der Mitte der Reihe ist und nicht bereits auf den krönenden (oder auch entsetzlichen) Abschluss zumarschiert. Von Coruscant hätte ich z.B. gedacht, dass es erstens später und zweitens in einem viel langwierigeren Prozess fallen würde. Mit Anakin und Coruscant hat SbS natürlich zwei Paukenschläge, die die unmittelbar nachfolgenden Bücher ja eigentlich nur blaß erscheinen lassen können.

SbS hat mich allerdings auch nicht von Anfang an überzeugt. Es fängt IMHO ein wenig sperrig, zögerlich und zerrissen an, man weiß nicht recht, wohin die Sache läuft. Dann jedoch kommt das Buch in Schwung und der Mittelteil gehört zu dem fesselndsten, was ich je gelesen habe! Unglaublich, wie atmosphärisch dicht und beklemmend einige Kapitel rüberkommen. Das vielleicht großartigste ist die Folterszene auf der Exquisite Death. Ich muss gestehen, einige Male war ich dabei den Tränen nahe. Faszinierend, wie dann aber plötzlich wieder die Stimmung herumgerissen wird und ein heiteres, leichtes auf ein hoffnungsloses, bedrückendes Kapitel folgt, z.B. das im Conquest-Thread schon diskutierte herzerfrischende "Tatooine-Frühstück". Das tut einerseits gut, hebt aber auch irgendwie Düsterheit der vorhergehenden Szene noch mehr hervor.

Leider kommt jedoch irgendwann im letzten Drittel ein Punkt, ab dem Denning IMHO ein wenig überdreht und überdimensioniert. Mit den vielen Actionszenen wird die ganze Sache zu hektisch, und auch die Szenen selbst gehen derart Schlag auf Schlag, dass ich mitunter wirklich die Übersicht verloren habe. Die Zahlen rund um die Schlacht um Coruscant sind einfach wahnwitzig und nicht mehr vorstellbar. Die Voxyn, die vorher gerade durch ihr Auftreten in kleinen Gruppen so gefährlich wirkten, erscheinen plötzlich in solchen Unmengen, dass sie an Bedeutung verlieren. Auf eine andere Art "zuviel" ist IMHO der Anakin-Doppelgänger, mit dem Viqi Shesh aufkreuzt. Es ist vielleicht als besonders dramatisch und grausam gedacht, aber auf mich wirkt es fast etwas albern. :rolleyes:

Letztenendes wird der gute Gesamteindruck aber von all dem nicht gestört. SbS war ein unglaubliches Leseerlebnis! Aber irgendwie ist es auch eine Art Hassliebe. Ich bin begeistert und entsetzt zugleich. Ich habe tierische Angst, die NJO weiterzulesen und wieder Abschied von einer liebgewonnenen Figur nehmen zu müssen und bin gleichtzeitig noch faszinierter als zuvor, noch begieriger, zu erfahren, wie es weitergeht...

Ja, dieses Posting also zum Buch insgesamt, im nächsten noch ein "paar" Kommentare zu einigen Personen und Ereignissen.

Micah
 
Das bedeutendste natürlich zuerst:

Anakin:

Er hat mich im Verlauf des Buches wirklich umgehauen! Zu all den Qualitäten, die er vorher schon hatte, scheint er jetzt aus allen Taten und Entscheidungen genau das richtige gelernt zu haben und kommt hier mit einer Reife und einem Verantwortungsbewusstsein herüber, die ihn zum legitimen Nachfolger Lukes machen.

Über seinen Tod bin ich völlig zerrissen. Natürlich war ich erstmal schockiert, als er tatsächlich starb. Ich kann nicht behaupten, so unverspoilert gewesen zu sein, dass nicht nicht eine dumpfe Vorahnung hatte, was passieren könnte, aber ich konnte es nicht glauben, bis es dann tatsächlich geschehen war. War ja auch geschickt gemacht, wie man hin- und hergerissen wird zwischen der Angst bzw. der allmählich wachsenden Gewißheit, dass er mit seiner Verletzung keine Chance haben wird, und der erneuten Hoffnung, dass es doch gutgehen wird, ein letztes Mal hochgepusht durch die Entdeckung des kleinen Frachters... Auch jetzt kann ich es noch nicht recht fassen, dass ein Charakter mit so viel Potential, einer der Hauptsympathieträger, geopfert wurde. Meine erste Reaktion war, dass ich den Tod jeder anderen Figur vorgezogen hätte. Nicht nur, weil er sich zu einem meiner Lieblinge gemausert hat, sondern weil ich einfach das Gefühl habe, dass er sein Schicksal, die Aufgabe seines Lebens, noch nicht erfüllt hat. Es ist etwas anderes als bei Obi-Wan, Anakin Skywalker oder auch Chewie ? Anakin Solos Leben hatte doch gerade erst begonnen, er wurde gerade erst zu dem, was in ihm steckte!

Aber natürlich sehe ich auch ein, dass das nur realistisch ist. In einem Krieg fallen die Leute eben nicht, wenn sie "fertig" sind, sondern zu früh, zu jung. Und es ist auch wichtig und richtig, dass es in der NJO keine unantastbaren Charaktere gibt; das gibt der Reihe eine ganz neue Spannung und dem Krieg eine ungewohnte, aber nötige "Dreckigkeit". Ich finde aber, Anakins Opfer hätte einen offensichtlicheren Sinn bekommen sollen ? er hätte ja. z.B. die Voxyn-Königin "mitnehmen" können, oder dem Team mit seinem Tod die Flucht ermöglichen. Aber vielleicht wird der große Plan dahinter auch erst später deutlich. Sein Tod schlägt nicht nur Türen zu, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten. Wo er seine Missionen im Leben nicht abgeschlossen hat, wird sich vielleicht jemand anderer finden, der dies zu Ende führt. Jemand, der sonst nie die Chance gehabt hätte, so groß zu werden.

Aber auf jeden Fall werde ich den "großen Kleinen" ganz furchtbar vermissen. :(

Zwischendurch glaubte ich ja, ein paar Hinweise aufgetan zu haben, dass man sich da ein winziges Hintertürchen offengelassen hat, durch Anakin seine Rückkehr theoretisch möglich wäre. Mit Vergere und allem... :rolleyes: Aber ich denke nicht, dass es geschehen wird und trotz allem fände ich das auch nicht besonders gut ? wäre irgendwie billig und würde der Sache die Größe nehmen.

Ich war übrigens erstaunt, wie "gut" Han Anakins Tod weggesteckt hat. Ich dachte eigentlich, nach Chewie würde ihn das quasi auf der Stelle umbringen. Vielleicht hatte er aber auch einfach noch nicht die Zeit, sich darüber wirklich klar zu werden. Was wird wohl mit Tahiri geschehen, ob sie jemals über den Verlust hinwegkommt? Wenn sie auch nur extrem kurz ist, eine der für mich erschütterndsten Szenen war jene, als Tahiri in dem abgestürzten YV-Shuttle neben Anakins Körper liegt und immer noch mit ihm redet. Faszinierend und beängstigend fand ich übrigens auch Lukes und Leias unmittelbare Reaktionen.

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist der Gedanke Leias, dass Anakins Tod angesichts der Korruptheit und Unfähigkeit der NR-Regierung sinnlos war. Er ist doch nicht für die NR gestorben! Er ist für die Mission gestorben, die in erster Linie die Jedi retten sollte, damit diese wiederum das Leben in der Galaxis schützen können. Wen kümmert die Regierung?


Jacen:

Was habe ich noch kürzlich über ihn gesagt? Besser, ihn gar nicht dabei zu haben, als dass er im entscheidenden Moment blockiert... War ja ein paar Mal knapp davor, aber insgesamt hat er sich denn doch ganz gut zusammengerissen. Und seine Einstellung, die Voxyn als Tiere, die nur ihr Nest beschützen, zu betrachten, hat sicher nicht unwesentlich zum Gelingen der Mission beigetragen. Ich bin auch heilfroh, dass er diesen Streit mit Anakin noch rechtzeitig aus der Welt schaffen konnte! Aber zu Anfang, bei der Abstimmung über die Myrkr-Mission, habe ich ihn und auch ein paar andere endgültig nicht mehr verstanden. "Die Verluste hinnehmen" und abwarten, bis die Voxyn auch den letzten der Jedi getötet haben? Damit wäre den Talfaglio-Geiseln sicher auch nicht geholfen gewesen.

Wenn man gemein sein will, kann man jetzt sagen, dass Jacen am Ende von SbS endlich das bekommt, was er schon mehrere Bücher lang "wollte" ? in die Hände der YV zu gelangen. Ich fürchte nur, dass sich das Märtyrer-Sein als wesentlich weniger "romantisch" herausstellen wird, als er sich das vielleicht vorgestellt hat. Beim Gedanken, was sie ihm so alles antun könnten, wird mir ja jetzt schon ganz schlecht. :-( Apropos, kleine Verständnisfrage: Als am Ende von Kapitel 54 Vergere zu ihm sagt: "It will. That I promise you - it will." - ist das nun als Drohung oder Trost zu verstehen?


Ben:
Ich habe mich ja gleich gefragt, in was für eine Art geistige Umnachtung eigentlich Herr und Frau Jedi-Meister gefallen sind, als sie angenommen haben, dass Ben auf Coruscant sicherer ist als auf Eclipse. ;-) Coruscant ist zwar im Falle eines YV-Angriffes von außen sicherer als Eclipse, dafür ist das Jedi-Versteck ja wohl der im Inneren sicherste Ort der Galaxis ? kein Betrüger kann sich hier einschleichen. Naja, und dann kam ja auch, was kommen musste: Zuerst die noch knapp verhinderte Entführung (herrlich der Seitenhieb von wegen Leia hat ja schon so viel Übung mit Entführern *g*), und dann "verlieren" sie das Baby. Ich dachte ja übrigens wirklich, dass C-3PO Ben am Ende von Kapitel 53 in der Rettungskapsel der Byrt "vergessen" hätte. :eek: Verdammt geschickt gemacht! Aber ein bissel cleverer ist er halt schon, unser lieber Goldjunge. :-)


Fey'lya:
Wirklich kaum zu fassen: Fey'lya stirbt als Märtyrer und Held! Vielleicht nicht aus den "richtigen" Gründen, sondern nur, um der Schmach zu entrinnen, aber dennoch. Ich hätte es ihm ja gegönnt, wenn er es geschafft hätte, Tsavong Lah mit in den Tod zu reißen. Irgendwann muss ja auch mal einer der Bösewichter dran glauben (diese Viqi Shesh hat auch neun Leben, oder? *grummel*) und der Tod von Lah hätte vielleicht den Weg frei gemacht für mehr Shimrra...


Luke/Leia/Jaina:
Endlich kann man sich an Luke wieder so richtig erfreuen. :-) Ganz im Gegensatz zu vorher muss man ja fast sagen, dass die Jedi *zu* hohe Risiken eingegangen sind. Dass die Myrkr-Mission ein Himmelfahrtskommando sein würde, war doch eigentlich von vorneherein klar. Wer bei Coruscant alles gefallen ist, erfährt man ja am Ende des Buches gar nicht, aber es kommt mir schon so vor, als hätte sich im Laufe von SbS die Anzahl Jedi ungefähr halbiert. :-( Trotzdem hoffe ich natürlich, dass Luke nicht wieder in seine Lethargie zurückfällt... Von Leia war ich am Anfang auch ein paar Mal sehr überrascht. Wie sie da im Falken die vier Voxyn erledigt und bei der Droidenvorführung Fey'lya rettet, ich muss zugeben, das hätte ich ihr gar nicht zugetraut. :-) Jaina wird ja auch endlich mal wieder als Jedi weiterentwickelt. Zwar in eine völlig andere Richtung als ihre Brüder, weniger heroisch sondern eher etwas tragisch, aber dennoch finde ich das ganz interessant. Ich bin wirklich gespannt, wie das mit ihr in DJ weitergehen wird.


Zeitverlauf:
Teilweise habe ich mich gefragt, ob die Zeitspannen der verschiedenen Ereignisebenen wirklich zusammenpassen. Ich hatte den Eindruck, dass auf dem Weltschiff bei Myrkr wesentlich weniger Zeit vergangen sein muss als anderswo in der Galaxis, wo Talfaglio, Borleias, Reecee, Black Bantha und Coruscant und viele "Kleinigkeiten" dazwischen, wie Luke vor dem Senat und Studium der Yammosks, passieren.


Zuletzt noch drei einzelne Fragen:

Habe ich was überlesen oder ist (vorerst) unaufgelöst geblieben, wen Anakin und die anderen auf dem Mond im Froz-System gespürt haben?

Glaubt ihr, dass Vergere beim verfrühten Ende der Folterung des ithorianischen Sklaven (Kapitel 16) ihre Hände im Spiel hatte?

Wenn die YV Ysalamiri haben und wissen, dass sie mit ihnen die Jedi ganz wesentlich einschränken können ? müssen wir da demnächst mit zurechtgeshapten Ysalamiri mit lichtjahrgroßen Machtblasen rechnen? ;-)


OK, jetzt werde ich gleich Ruhe geben, aber zu guter Letzt noch mein Lieblingszitat aus SbS (ein wenig Hoffnung muss trotz allem sein):
Luke stepped over to Mara and smiled at the infant sleeping in her arms. For a moment, the galaxy did not seem to be coming apart after all; the glue that held it together remained, and Yuuzhan Vong or not, it would still be there tomorrow. :)

Micah
 
Original geschrieben von micah
aber ein wenig mehr ruhige Szenen und Vertiefung bestimmter Figuren und Beziehungen hätte ich mir schon gewünscht
Ja, ich auch!



Dann jedoch kommt das Buch in Schwung und der Mittelteil gehört zu dem fesselndsten, was ich je gelesen habe! Unglaublich, wie atmosphärisch dicht und beklemmend einige Kapitel rüberkommen. Das vielleicht großartigste ist die Folterszene auf der Exquisite Death.
Hier kann ich dir absolut zustimmen! Diese Folterszene war wirklich intensiv!


Ich muss gestehen, einige Male war ich dabei den Tränen nahe.
Naja, so intensiv nun auch wieder nicht;)



Leider kommt jedoch irgendwann im letzten Drittel ein Punkt, ab dem Denning IMHO ein wenig überdreht und überdimensioniert. Mit den vielen Actionszenen wird die ganze Sache zu hektisch, und auch die Szenen selbst gehen derart Schlag auf Schlag, dass ich mitunter wirklich die Übersicht verloren habe.
Genau das ist der Schwachpunkt, der verhindert, dass ich SbS zu den allerbesten Bänden der NJO zähle. Die zweite Hälfte des Buchs besteht fast nur aus Action, Action, Action. Ich fand diese Stellen zäh und teilweise langweilig (Ja, auch intensive Action kann langweilig sein)




Auf eine andere Art "zuviel" ist IMHO der Anakin-Doppelgänger, mit dem Viqi Shesh aufkreuzt. Es ist vielleicht als besonders dramatisch und grausam gedacht, aber auf mich wirkt es fast etwas albern.
Ich frage mich, ob der noch eine Rolle spielt....



Zwischendurch glaubte ich ja, ein paar Hinweise aufgetan zu haben, dass man sich da ein winziges Hintertürchen offengelassen hat, durch Anakin seine Rückkehr theoretisch möglich wäre. Mit Vergere und allem... Aber ich denke nicht, dass es geschehen wird und trotz allem fände ich das auch nicht besonders gut ? wäre irgendwie billig und würde der Sache die Größe nehmen.
Eine "Wiederbelebung" und Rückkehr Anakins würde meiner Meinung nach die Glaubwürdigkeit der Reihe zunichte machen.


Ich war übrigens erstaunt, wie "gut" Han Anakins Tod weggesteckt hat. Ich dachte eigentlich, nach Chewie würde ihn das quasi auf der Stelle umbringen. Vielleicht hatte er aber auch einfach noch nicht die Zeit, sich darüber wirklich klar zu werden.
Das hat mich auch erstaunt. Einerseits ist es natürlich gut, dass er selbst seine Trauer zurückstellt, um Leia eine Stütze zu sein, andererseits finde ich es aber, verglichen mit seiner Reaktion auf Chewies Tod, einfach unrealistisch. Klar, er hat aus Chewies Tod und seinem Verhalten danach gelernt, allerdings nimmt er den Tod seines Sohnes IMHO jetzt einfach viel zu locker hin. Hier hätte ich mir schon eine etwas intensivere Reaktion erwartet.


:-( Apropos, kleine Verständnisfrage: Als am Ende von Kapitel 54 Vergere zu ihm sagt: "It will. That I promise you - it will." - ist das nun als Drohung oder Trost zu verstehen?
Ich hätte das so verstanden, dass sie ihm nicht beistehen und helfen kann und ihm keine falschen Hoffnungen machen will. Auf jeden Fall werd ich aus der Dame bisher nicht so ganz schlau.


Fey'lya:
Wirklich kaum zu fassen: Fey'lya stirbt als Märtyrer und Held! Vielleicht nicht aus den "richtigen" Gründen, sondern nur, um der Schmach zu entrinnen, aber dennoch.
Die Gründe für seinen Freitod waren ja nicht unbedingt heldenhaft. Mir ist er durch dieses Buch eigentlich nicht symphatischer geworden. Ein machtgieriger Egoist, der lieber den tod wählt, als sich für den Verlust Coruscants verantwortlich machen zu lassen.




Glaubt ihr, dass Vergere beim verfrühten Ende der Folterung des ithorianischen Sklaven (Kapitel 16) ihre Hände im Spiel hatte?
Ich bin mir sogar ganz sicher!




Greetz, Vodo
 
So bin gerade mit SbS fertig geworden. (Micah ich bin dir auf den Fersen :p)

Also zuerst mal muß ich sagen daß SbS IMHO bei weitem nicht das beste bisher von mir gelesene NJO-Buch ist - aber auch nicht das Schlechteste. Ich hatte sehr gemischte Gefühle während des Lesens und auch hinterher. Ich geh mal ein bisschen näher darauf ein :


- Eine Jedi-Strike-Team zu entsenden ist ja ne geile Idee. Hab ich mir schon immer gewünscht. Aber der Grund dafür ist doch nur dämlich und konstruiert : Die Jedi sollen - mit Minigun und High-Tech Ausrüstung bewaffnet - die Queen eines unglaublich gefährlichen Jägerorganismus erledigen um die Gefahr für immer zu verbannen. Häh? Bin ich in einem Alien Film gelandet oder was?
Außerdem ist es wahnsinnig unrealistisch. Selbst wenn man in die Überlegung mit einbezieht daß SW Fantasy ist und Technogebabbel daher nicht so wichtig. Denn das ist einfach ein zu krasser Logikfehler selbst im SW-Universum : Die YV sind die absoluten MEISTER der BIOTECHNOLOGIE. Warum sollen sie also von einer einzigen Queen abhängig sein um ihre Voxyns zu klonen? Selbst wir mit unserer bescheidenen Biotechnologie sind da ja schon weiter! Ein Klon ist ein Klon und man kann von jedem eine Gewebeprobe nehmen.
Und selbst wenn wir mal blind annehmen daß sie tatsächlich unbedingt eine Queen für den Klon-Prozess benötigen : Was macht denn dann der Tod der Queen schon? Die YV-Shaper haben es einmal geschafft eine Queen herzustellen also schaffen sie es auch ein zweites Mal (oder drittes Mal oder viertes oder...) Die sind doch nicht dumm. Naja ich werd es wohl akzeptieren müssen (die NJO ist zu gut um sie mir dadurch verderben zu lassen) aber ein besonders kluger Plotpunkt war das nicht Hr. Denning! Da wurde auf Biegen und Brechen was konstruiert um die Jedi loszuschicken.

- Dennings Schreibtil an sich : Also ich fand ihn teilweise extrem trocken, langweilig, manchmal auch sehr vage und undeutlich und immer sehr sprunghaft. Konnte mich gar nicht damit anfreunden.
Die Schlacht um Coruscant war so öde und undramatisch dargestellt daß man dachte es geht um irgendeinen unwichtigen Planeten oder ein Rückzugsgefecht. Mit totaler Gelassenheit und Monotonie wird routiniert und total sachlich geschildert wird NR-Schiffe vergehen, wie Luke und die Jedi Jäger über Jäger verlieren, wie nach und nach Coruscant in Flammen aufgeht. Distanzierter als ein Dokumentarfilm. Wo bleiben die mitreissenden emotionalen Momente? Wo die Tragik und Dramatik einer schicksalhaften Schlacht. Wo die Verzweiflung und totale Untergangsstimmung in Anbetracht des Verlustes des Juwels der Kernwelten? Man hätte doch mal Szenen aus der Sicht eines NR-Sternzerstörer-Kommandanten oder der Bodentruppen schildern können, ihren letzten Kampf bis zum Ende...

Coruscant : Zentrum der Zivilisation, Schmelztiegel von Abermilliarden Lebewesen aus der ganzen Galaxie, politisches, militärisches und wirtschaftliches Zentrum der Galaxie ist verloren! Bei Denning klingt das so als wäre ein weiterer Outer-Rim Planet gefallen.
Wenn ich mir nur vorstelle was Autoren wie Stackpole, Greg Keyes, Zahn oder Luceno aus solch einem Szenario rausgeholt hätten!

Auch bei den Kämpfen der Jedi war es nicht viel anders. Selbst Anakins Tod war etwas unspektakulär dargestellt. Obwohl die Idee ihn in seinen letzten Minuten auch visuell als "Krieger des Lichts" darzustellen eine wiederrum recht geniale Idee war.

Gefallen hat mir die Charackterdarstellung/-Entwicklung in SbS : Luke Skywalker ist endlich wieder der Luke Skywalker wie wir ihn kennen und lieben und nicht der ratlose, ängstliche, unentschlossene Bedenkenträger aus den vorangehenden Romanen. Auch Mara entwickelt sich wieder zum Besseren.
Han und Leia machen die beste Entwicklung überhaupt durch : Han ist wieder der unerschütterliche Schurke der kein Risiko scheut und offen seine Meinung gegenüber jedem sagt und Leia, ja Leia ist zum Ende des Buches nach einer glaubwürdigen Entwicklung wieder die tapfere, mutige, zu allem entschlossene Rebellenführerin die bereit ist bis zum letzten Atemzug für ihre Ideale zu kämpfen. Mein Gott wie sehr ging mir die "Politikerin Leia" auf die Nerven die nur Zeit für die Neue Republik und nie Zeit für die Familie oder ihre Jedi-Ausbildung hatte.

Auch die Entwicklung von Jaina ist sehr spannend und glaubwürdig : Die ganze Zeit hat sich sich nach dem Verlust ihres 1. Wingmans in der Schlacht von Ithor in einen emotionellen Panzer gehüllt und war daher so ruhig, so abgestumpft und leidenschaftslos und scheinbar abgebrüht in jedem Kampf. Doch nun nach dem Verlust Anakins haben die YV es letztendlich geschafft diesen Panzer zu durchdringen und sie so tief wie nur irgend möglich zu verletzen. Und jetzt will sie nur noch die YV verletzen. Der Ruf der dunklen Seite ist nun unwiderstehlich. Wow. Das ist der Stoff aus dem SW ist. Bin schon gespannt auf die Ereignisse in Dark Journey.

Anakin : Sein Tod war ein herber Schock. Er war mein Lieblingsjedi in der NJO. Ein würdiger Nachfolger Luke Skywalkers, mit soviel Gerechtigkeitssinn und vor allem Herzblut bei der Sache... immer bereit andere zu schützen, sein Leben zu riskieren um Freunde zu retten, sein Verpflichtung als Jedi zu erfüllen. Und er war so jung, so voller Hoffnung und Tatendrang, es ist wirklich eine Schande daß er nun von der Bühne tritt...
*schnüff*
Andererseits eröffnet es natürlich interessante Handlungsstränge (siehe Jaina) und er starb als wahrer Jedi-Ritter und Held. Allerdings werd ich den Kleinen echt ganz schön vermissen. :(

Die Tatsache daß die Jedi in SbS endlich mal richtig auf den Putz hauen und den YV zeigen daß die Macht ein mächtiger Verbündeter sein kann freut mich auch sehr! In den Büchern vorher wurden mir die YV als zu stark und die Jedi generell zu schwach dargestellt.
Die YVH-Kampfdroiden von Lando sind allerdings wieder zu stark : Ein einzelner Kampfdoid wird da ja schon fast als unbesiegbar dargestellt bzw. kann ganze Kompanien von YV im Alleingang platt machen. Tja, wer braucht da noch Jedi... :rolleyes:

Allgemein gefällt mir die Richtung in welche die NJO sich bewegt : Back to the Roots! D.h. Erstmal wird die im Post Endor EU aufgebaute schwerfällige galaxieweite "Regierung der Guten" zerstört. Danach ist dann der Weg frei für eine erneute Rebellion der wenigen tapferen Guten gegen eine schier übermächtige Herrschaft des Bösen. Ein Freiheitskampf um der Galaxie das Licht wiederzugeben und die Dunkelheit zu besiegen. Ständig auf der Flucht vor den Häschern des Gegners, unverdrossen einen schier aussichtslosen Kampf kämpfend! Ja, das ist SW! :-)
Der erste Teil (Zerstörung der alten Strukturen) ist wohl mit SbS abgeschlossen , jetzt ist der Weg frei für den Freiheitskampf. Das wird geil! :D
Mein Lob an die NJO-Macher für diese durchdachte Konzept.


micah: Habe ich was überlesen oder ist (vorerst) unaufgelöst geblieben, wen Anakin und die anderen auf dem Mond im Froz-System gespürt haben?
Ja stimmt, jetzt wo du es sagst erinnere ich mich auch wieder. Hatte ich bis zum Schluss ganz vergessen. Sehr aufmerksam von dir!
Ich hab mal nachgelesenn : Eine "more ordinary Presence in the Force" Und es war aufgeschreckt durch seine Berührung über die Macht. Also es wurde im Buch später nie mehr darauf eingegangen. Frage ist jetzt : Hat der Autor da nur vergessen einen Handlungsstrang weiterzuführen - oder es aufgegeben? Oder ist das ein hinweis der mit Absicht gestreut wurde im Hinblick auf spätere Bücher? Ungewiss die Zukunft ist...

micah: Glaubt ihr, dass Vergere beim verfrühten Ende der Folterung des ithorianischen Sklaven (Kapitel 16) ihre Hände im Spiel hatte?
Auf jeden Fall. So wie es beschrieben wurde ist das für mich keine Frage. Sie lindert seine Pein durch die Macht. Frage mich nur wie sie die Voxyn täuscht - die müssten sie ja jagen... vielleicht macht sie es ähnlich wie Jacen (trösten)?

micah: Luke stepped over to Mara and smiled at the infant sleeping in her arms. For a moment, the galaxy did not seem to be coming apart after all; the glue that held it together remained, and Yuuzhan
Ja das war sehr schön, einer der seltenen Höhpunkte in Dennings Stil.

micah: Wenn sie auch nur extrem kurz ist, eine der für mich erschütterndsten Szenen war jene, als Tahiri in dem abgestürzten YV-Shuttle neben Anakins Körper liegt und immer noch mit ihm redet.
Ja Tahiri tut mir sooo leid :-((

micah: Apropos, kleine Verständnisfrage: Als am Ende von Kapitel 54 Vergere zu ihm sagt: "It will. That I promise you - it will." - ist das nun als Drohung oder Trost zu verstehen?
Eher als Warnung denke ich. Er redet sich ja ein das sein körperlicher Schmerz nebensächlich ist solange seine Freunde in Sicherheit sind und sie bereitet ihn schonmal darauf vor daß er nicht nebensächlich bleiben wird...

vodo bel birsk : Genau das ist der Schwachpunkt, der verhindert, dass ich SbS zu den allerbesten Bänden der NJO zähle. Die zweite Hälfte des Buchs besteht fast nur aus Action, Action, Action. Ich fand diese Stellen zäh und teilweise langweilig (Ja, auch intensive Action kann langweilig sein)
Nee das ist nur Dennings Stil...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat mich auch erstaunt. Einerseits ist es natürlich gut, dass er selbst seine Trauer zurückstellt, um Leia eine Stütze zu sein, andererseits finde ich es aber, verglichen mit seiner Reaktion auf Chewies Tod, einfach unrealistisch. Klar, er hat aus Chewies Tod und seinem Verhalten danach gelernt, allerdings nimmt er den Tod seines Sohnes IMHO jetzt einfach viel zu locker hin. Hier hätte ich mir schon eine etwas intensivere Reaktion erwartet.
Leia sagt ja auch einmal zu ihm : "Do you care only for wookies?"
worauf Han nur mit Mühe seinen Zorn zurückhalten kann. Er weiß einfach instinktiv daß jetzt wenigstens einer stark bleiben muss und er hat aus seiner Trauer über Chewie viel gelernt und sich danach geschworen nie mehr die selben Fehler zu machen. Doch ich bin überzeugt daß er innerlich genau so viel um Anakin trauert wie Leia. Er hat nur gelernt besser damit umzugehen.
 
Original von Vodo:
Genau das ist der Schwachpunkt, der verhindert, dass ich SbS zu den allerbesten Bänden der NJO zähle. Die zweite Hälfte des Buchs besteht fast nur aus Action, Action, Action. Ich fand diese Stellen zäh und teilweise langweilig (Ja, auch intensive Action kann langweilig sein)
Ich lese gerade das letzte Drittel noch einmal ganz in Ruhe (ohne diesen "ich-will-jetzt-aber-wissen-wie's-weitergeht-egal-ob's-schon-halb-drei-ist-und-morgen-um-7-der-Wecker-klingelt"-Wahn) und jetzt fallen mir viel mehr bewegende, wohltuend ruhige Szenen auf ? meist aber eben wie üblich nur kurz angerissen, vieles hätte noch vertieft werden können. Außerdem blicke ich bei den ganz hektischen Szenen jetzt auch wesentlich besser durch.

Ich frage mich, ob der (Anakin-Doppelgänger) noch eine Rolle spielt....
Ja, das habe ich mich auch schon gefragt. :rolleyes: Bisher habe ich ihn nur in einem Mini-Auftritt etwa um die Mitte von DJ wiedergesehen...

Eine "Wiederbelebung" und Rückkehr Anakins würde meiner Meinung nach die Glaubwürdigkeit der Reihe zunichte machen.
Sehe ich doch auch so. Im ersten Schock habe ich aber trotzdem ernsthaft darüber nachgedacht.

Ich hätte das so verstanden, dass sie ihm nicht beistehen und helfen kann und ihm keine falschen Hoffnungen machen will. Auf jeden Fall werd ich aus der Dame bisher nicht so ganz schlau.
Die einzige Erklärung für ihr Verhalten, die mir einleuchtet ist, dass sie eigentlich auf der Seite der Jedi steht, aber ihre gute Position bei Tsavong Lah noch nicht aufgeben will/kann (um ihnen ggf. eben weiterhin helfen zu können). Sie versucht, so weit es geht, gutes zu tun, ohne aufzufliegen. Aber vielleicht ist es auch genau umgekehrt. Sie ist wirklich kaum einzuschätzen...

quote:
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Glaubt ihr, dass Vergere beim verfrühten Ende der Folterung des ithorianischen Sklaven (Kapitel 16) ihre Hände im Spiel hatte?
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Ich bin mir sogar ganz sicher!
Na, dann sind wir uns ja alle einig. :-)


Original von Yodas Brother:
So bin gerade mit SbS fertig geworden. (Micah ich bin dir auf den Fersen )
Argh! *sich-sofort-wieder-ans-Buch-stürzt* ;)

Dennings Schreibtil an sich : Also ich fand ihn teilweise extrem trocken, langweilig, manchmal auch sehr vage und undeutlich und immer sehr sprunghaft. Konnte mich gar nicht damit anfreunden.
Nachdem wir uns in der Beziehung bisher ja recht einig waren, ist das jetzt mal etwas, was ich überhaupt nicht nachempfinden kann. Wie ich schon in meinem Kommentar zu Recovery geschrieben hatte, finde ich es manchmal etwas schwierig, auf Anhieb durchzusteigen, wo man sich gerade befindet, weil die entscheidende Information erst ein paar Sätze später folgt, aber trocken und langweilig fand ich keine Stelle.

Die Schlacht um Coruscant war so öde und undramatisch dargestellt daß man dachte es geht um irgendeinen unwichtigen Planeten oder ein Rückzugsgefecht. Mit totaler Gelassenheit und Monotonie wird routiniert und total sachlich geschildert wird NR-Schiffe vergehen, wie Luke und die Jedi Jäger über Jäger verlieren, wie nach und nach Coruscant in Flammen aufgeht. Distanzierter als ein Dokumentarfilm. Wo bleiben die mitreissenden emotionalen Momente? Wo die Tragik und Dramatik einer schicksalhaften Schlacht. Wo die Verzweiflung und totale Untergangsstimmung in Anbetracht des Verlustes des Juwels der Kernwelten? Man hätte doch mal Szenen aus der Sicht eines NR-Sternzerstörer-Kommandanten oder der Bodentruppen schildern können, ihren letzten Kampf bis zum Ende...
Oder z.B. eine ausführlichere Flüchtlingsszene. Hm, dann hätte das Buch aber gut und gerne noch mal 100-200 Seiten länger sein können (hätte es sowieso). Ich fand diese Art der Beschreibung aber gar nicht mal so schlecht. Es fängt irgendwie die Unwirklichkeit ein, die dieses Szenario für die Akteure hat. Wenn man mitten in so einem schrecklichen Ereignis steckt, in Sekundenschnelle Entscheidungen treffen muss, die zig Leben inklusive dem eigenen aufs Spiel setzen, wird das ganze irgendwie entrückt, man nimmt es nicht mehr richtig wahr, und natürlich gibt es keine Zeit, ausführlich zu trauern. Das kommt dann erst später, wenn man das Geschehene in Ruhe realisiert. Und dieses Verschwimmen der Realität trifft der Stil IMHO gut. Man klappt das Buch zu und weiß genau, was eben gerade geschehen ist und dennoch denkt man, das kann doch gar nicht sein...

Das heißt nicht, dass ein anderer Autor den Fall Coruscants nicht genausogut oder besser hätte schreiben können, aber insgesamt bin ich damit, wie es ist, nicht unzufrieden.

Auch bei den Kämpfen der Jedi war es nicht viel anders. Selbst Anakins Tod war etwas unspektakulär dargestellt. Obwohl die Idee ihn in seinen letzten Minuten auch visuell als "Krieger des Lichts" darzustellen eine wiederrum recht geniale Idee war.
Die Szene ist beim ersten Lesen auch einfach an mir vorbeigegangen, wohl weil es wieder eine dieser leicht überstürzten Actionszenen war. Beim nochmaligen Lesen "saß" sie schon besser. (Wobei ich sagen muss, das Radschlagen hätte sich Denning sparen können, das war aus der Kategorie "überdreht".) Aber ich denke, Dein Gefühl dazu stimmt etwa mit dem überein, was ich meine mit "Anakins Tod hätte mehr Sinn haben müssen".

Wo IMHO mehr herausgeholt hätte werden können/müssen ist z.B. die erste Trauerphase des restlichen Teams unmittelbar danach, als sie sich in diesem Raum verstecken. Statt hier zu verweilen (und in dem Moment wäre ja auch tatsächlich einmal die Zeit dazu gewesen), landet man schnurstraks in einem Streit zwischen Jaina und Tenel Ka und dann stürzen sie auch schon wieder davon, um Anakins Körper zu holen.

Gefallen hat mir die Charackterdarstellung/-Entwicklung in SbS : Luke Skywalker ist endlich wieder der Luke Skywalker wie wir ihn kennen und lieben und nicht der ratlose, ängstliche, unentschlossene Bedenkenträger aus den vorangehenden Romanen. Auch Mara entwickelt sich wieder zum Besseren.
Han und Leia machen die beste Entwicklung überhaupt durch : Han ist wieder der unerschütterliche Schurke der kein Risiko scheut und offen seine Meinung gegenüber jedem sagt und Leia, ja Leia ist zum Ende des Buches nach einer glaubwürdigen Entwicklung wieder die tapfere, mutige, zu allem entschlossene Rebellenführerin die bereit ist bis zum letzten Atemzug für ihre Ideale zu kämpfen. Mein Gott wie sehr ging mir die "Politikerin Leia" auf die Nerven die nur Zeit für die Neue Republik und nie Zeit für die Familie oder ihre Jedi-Ausbildung hatte.
ACK, ACK, ACK!

Der Ruf der dunklen Seite ist nun unwiderstehlich. Wow. Das ist der Stoff aus dem SW ist. Bin schon gespannt auf die Ereignisse in Dark Journey.
Wolltest Du nicht nach SbS erstmal mit der NJO pausieren? Stelle ich mir ziemlich schwer vor... ;-)

Anakin : Sein Tod war ein herber Schock. Er war mein Lieblingsjedi in der NJO. Ein würdiger Nachfolger Luke Skywalkers, mit soviel Gerechtigkeitssinn und vor allem Herzblut bei der Sache... immer bereit andere zu schützen, sein Leben zu riskieren um Freunde zu retten, sein Verpflichtung als Jedi zu erfüllen. Und er war so jung, so voller Hoffnung und Tatendrang, es ist wirklich eine Schande daß er nun von der Bühne tritt...
*schnüff*
Andererseits eröffnet es natürlich interessante Handlungsstränge (siehe Jaina) und er starb als wahrer Jedi-Ritter und Held. Allerdings werd ich den Kleinen echt ganz schön vermissen.
Nochmal ACK. Aber vielleicht wird er durch seinen frühen Tod größer, als er es im Leben je hätte werden können. Ich merke, wie ich seine Szenen von vorher plötzlich in einem anderen Licht sehe, irgendwie... verklärt und überstrahlt. Das birgt natürlich auch gewisse Gefahren...

Der erste Teil (Zerstörung der alten Strukturen) ist wohl mit SbS abgeschlossen , jetzt ist der Weg frei für den Freiheitskampf. Das wird geil!
Mein Lob an die NJO-Macher für diese durchdachte Konzept.
Hm, so habe ich das noch nicht betrachtet. Hast Recht. :-)

Ich hab mal nachgelesenn : Eine "more ordinary Presence in the Force" Und es war aufgeschreckt durch seine Berührung über die Macht. Also es wurde im Buch später nie mehr darauf eingegangen. Frage ist jetzt : Hat der Autor da nur vergessen einen Handlungsstrang weiterzuführen - oder es aufgegeben? Oder ist das ein hinweis der mit Absicht gestreut wurde im Hinblick auf spätere Bücher? Ungewiss die Zukunft ist...
Wird spannend sein zu sehen, ob es noch eine Rolle spielt. Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen, dass es ein Fehler ist. Eher, dass es absichtlich angedeutet und fallengelassen wurde, um die Leser ein wenig zum Grübeln zu bringen. :rolleyes:

Noch ein ganz anderer Gedanke, der mir erst nach meinem letzten Posting gekommen ist: Wäre es nicht eine herrliche Ironie des Schicksals (und wunderbarer Zündstoff), wenn ausgerechnet Tsavong Lah zum Shamed One würde?

So, jetzt gehts offline und zurück ans Buch. :-)

Micah
 
Wolltest Du nicht nach SbS erstmal mit der NJO pausieren? Stelle ich mir ziemlich schwer vor... ;-)
Vergiss es :D Ich kann jetzt nicht aufhören. Hab schon mit Dark Journey angefangen.

Wisst ihr was mir grad durch den Kopf geht - jetzt wo die YV Coruscant erobert haben : Das Coruscant eigentlich nicht gegen den Willen der Bevölkerung zu halten ist! Jeder Militärkommandant weiß, daß das schlimmste was seinen Truppen widerfahren kann ein Häuserkampf in einer feindlichen Stadt gegen einheimische Guerillatruppen ist. Demzufolge ist Coruscant der Traum jeder Widerstandsbewegung und der Alptraum jeder Besatzungsmacht : Die Stadt erstreckt sich über den GANZEN PLANETEN! Und das nicht nur zweidimensional in der Breite sondern noch kilometerweit in Höhe und Tiefe. Vor allem der Untergrund bietet praktisch unendlich viele Verstecke und Hinterhaltsmöglichkeiten. Zieht man nun noch in Betracht daß Coruscant eine Bevölkerung hat welche in die Billionen geht und welche nicht gerade gut auf die YV zu sprechen ist, so ist es sehr wahrscheinlich daß eine starke, straff organisierte Widerstandsbewegung entsteht (im Untergrund). Selbst wenn die YV Millionen und Abermillionen Soldaten einsetzen können sie nie ganz Coruscant kontrollieren oder solch eine Widerstandsbewegung auslöschen.

Das heißt die YV haben eigentlich auf lange sicht nur 2 Optionen : Sie zerstören Corucant oder konzentrieren sich auf die leicht zu überwachenden oberen Gegenden.

Jedenfalls bin ich mal gesapnnt ob es in den kommenden Büchern Erzählungen über den Widerstand auf Coruscant gibt. Fände ich echt gut. Es wäre sehr unrealistisch wenn sich auf Coruscant nichts rühren würde. Was denkt ihr?
 
Freu dich bezüglich des Widerstands auf die Enemy-Lines-Bücher und in kleineren Teilchen Traitor und Destiny's Way. :)
Und keine Sorge: die Yuuzhan Vong wissen, was sie tun. Sie haben ihre... Methoden, um "Coruscant" zu halten. *kannsichdieanführungszeichennichtverkneifen* :p
 
Hm, also ich bin gerade erst Beim zweiten Buch der NJO angelangt. :rolleyes:
Erstens weil ich die Bücher lieber in Deutsch lese, und zweitens weil ich einfach bis jetzt keine Zeit hatte...

Ich muss gestehen, das ich nun ehrlich keine Lust mehr habe auch nur eine Zeile weiter zu lesen.
Vielleicht hätte ich diesen Thread nicht lesen sollen ( vorallem nicht die ganzen 7 Seiten ) , aber nun ist es geschehen und ich kanns nicht mehr rückgängig machen.
Ich war schon von Beginn an begeisteter "Star Wars-Romane-leser". Wahrscheinlich kann ich mich deshalb nur sehr schwer ( oder gar nicht) von Charachteren wie Chewie oder Anakin (Solo) trennen.
Es ist, als würde zB Superman in seiner eigenen Serie Sterben ( blöder Vergleich , ich weiß :D ) - welchen Sinn hätte die Serie dann noch???????:confused:

Es kommt mir manchmal echt so vor, als würde den Autoren die Ideen ausgehen.
Und was wäre besser geeignet, wieder emotionalen Schwung in die Story zu bringen, als der Tod einer (oder mehrerer) beliebter Figuren????

Zu dem Argument vieler, das dies nur realistisch sei, möchte ich nur anmerken, das ICH diese Bücher lese weil ich dem Realismus entfliehen WILL!
Ich sehe Tag für Tag in den Nachrichten, wie grausam die Welt ist und wie viele gute Menschen sterben, während sich die "Bösen" ein schönes Leben machen...
Genau deshalb braucht man manchmal eben diese "Märchen"(Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute). Es hilft einem dabei nicht die Hoffnung zu verliehren

Star Wars hat mich von klein auf begleitet. Ich bin - blöd gesagt- damit aufgewachsen.
Vor 5 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich heute noch immer davon fasziniert bin.
Leider gefällt mir nicht, wie die ganze Geschichte ihren Lauf nimmt. Als ich in "Die Abtrünnigen" gelesen habe, das Chewie stirbt ( übrigens fand ichs absolut blöd geschildert- obs nur an der Übersetztung lag, weiß ich nicht) hab ich das noch hinnehmen können, aber die Solo Kinder sind heilig :D
Dieser ganze Yuuzhan Vong Kram fängt mich im zweiten Roman schon an zu langweilen und ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass diese Mistkerle im 3 Roman endlich dran glauben müssen- Fehlanzeige! Das diese Reihe aus so vielen Romanen besteht wusste ich gar nicht....(hätte ich aber besser wissen sollen )
Ich hab ehrlich gesagt eher mit dem Ableben eines der älteren Helden gerechnet- statt dessen stirbt einer, der die kommenden Abenteuer viel interessanter und spannender hätte machen können. Und wieder verfällt ein Skywalker Nachkomme der dunklen Seite. Irgendwie hätten sie zur Abwechslung, die Enkel Darth Vaders, mal da raus halten können. Es scheint sich- wie einige hier schon angemerkt haben- alles immer wieder zu wiederholen. *gähn*
Tja, ich muss gestehen das mich das alles sehr traurig macht- trauriger als es eine "blöde" erfundene Geschichte Wert wäre.
Sie spiegelt irgendwie doch nur das wieder was man überall auf der Welt wirklich erlebt, und das hilft einem nicht gerade dabei ihr zu entfliehen.
Da sich die kommenden Romane ( damit meine ich Romane die zeitlich nach NJO passieren) dieser Story wohl anschließen müssen, endet für mich die SW Saga vor dem ganzen NJO Unsinn.

Jetzt kann ich nur noch warten und hoffen, das GL 2005 ein gescheites Ende der Prequel liefert und aus Anakin Skywalker - überzeugend, Darth Vader macht.
 
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