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Orinda

Dieses Thema im Forum "Projekt Star Wars Rollenspiel" wurde erstellt von Rhoghs NPC-Squad, 9. Januar 2012.

  1. Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25. November 2013
  2. .:: Orinda-System :: System-Rand :: Victory-Sternzerstörer 'Patriarch' :: Brücke :: Captain Nestor Nesmachnyy ::.



    Mit der Urgewalt eines krachenden Schmiedehammers, geführt durch die Hand eines Titanen, manifestierte sich der neunhundert Meter lange Alptraum jedes neurepublikanischen Flottenmitglieds im Realraum. Das Terrordesign des Siegesklasse-Schlachtkreuzers verlieht dem Schiff, kaum das es den Hyperraum verlassen hatte, eine unvergleichliche Optik. Die obligatorische Keilform verbesserte den Frontfeuerbereich gegenüber konventionell gestalteten Raumschiffen immens. Techniker und Konstrukteure der Schiffe sprachen von einer Feuerbereichsvergrößerung von knapp fünfundzwanzig Grad. Die 'Patriarch' war ein altehrwürdiges, altgedientes Schiff mit einer ruhmreichen Vergangenheit. Und es kam nicht allein ins Orinda-System. Zwei weitere Schiffe - winzig im Vergleich zum Sternzerstörer - erschienen ungleich später: Die 'Vigilante', eine zweihundertfünfzig Meter lange Geleitfregatte der Lancer-Klasse unter dem Kommando von Commander Percaide Theirys, sowie die 'Maelstrom' unter dem Kommando von Commander Sarek, eine zweihundertfünfundsiebzig Meter lange Trägerfregatte der Corona-Klasse. Beide Vehikel reichten nicht an die Kampfkraft und die majestätische Optik des Victory-Sternzerstörers heran, hatten jedoch spezielle Aufgabenfelder. Spezialisierungen also, die möglicherweise schon bald sehr nützlich sein konnten.

    Captain Nestor Nesmachnyy, der lehrbuchhafte Kommandant der 'Patriarch', blickte von der Navigationskonsole auf, bei der er just in diesem Moment ausharrte. Beliebte er sonst in der Nähe der Panoramafenster den Wiederaustritt aus dem Hyperraum zu beobachten, so wartete er nun lieber bei der Navigation - um direkt eine Bestätigung zu erhalten. Kontrolle war besser als bloßes Vertrauen - derartige Floskeln bestätigten sich immer wieder.


    "Lieutenant, wie sieht es aus? Ist der kleine Verband ordnungsgemäß im Orinda-System angelangt?"

    Die Frage galt dem jungen Offizier an den Konsolen der feisten Navigationseinheit. Schnell flogen seine Hände über die Kontrollen. Hier und dort betätigte er einige Knöpfe, Schalter und Hebel und erhielt kurz darauf eine entsprechende Antwort.

    "Ja, Sir. Wir sind planmäßig angekommen. Abweichung zum kalkulierten Ankunftssprungpunkt beträgt Nullkommasiebenvierdrei Prozent, Sir."

    Das war eine akzeptable Quote. Abweichung von unter einem Prozent bedeuteten keine Gefahr für Mannschaft oder Schiff. Erst bei gravierenden Differenzen zwischen kalkulierter Ankunftspunkt und tatsächlichem Erscheinen konnte es Schwierigkeiten geben. Aber darüber zu sinnieren machte in einer möglichen Ernstfallszenario keinen Sinn. Es war an der Zeit, entsprechende Befehle auszugeben.

    "Commander, Befehl an die Flugleitkontrolle und den Hangar. Beide Staffeln ausschleusen. Eine Staffel als Schutzkordon, die zweite übernimmt vorgeschobene Position. Darüber hinaus soll die Sensorik Langstreckenabtastung vornehmen. Kommunikation soll zudem unsere Begleitschiffe kontaktieren. Ach was ... öffnen Sie einen Kanal."

    Der Angesprochene, Commander Arth Klevine, tauchte nur zwei Herzschläge nach der Order im Brückengraben des Victory-Klasse Sternzerstörers auf. Sein Gesicht war eine künstliche Maske aktiver Bereitschaft. Ganz offenbar war er sehr erpicht darauf, seinem Captain zu Diensten zu sein.

    "Zu Befehl, Captain."

    Nur wenige Augenblicke später hatte man dem Schiffskommandanten einen KomKanal zu den beiden Fregatten geöffnet. Dem Captain lag daran, den jungen Commandern ein wenig Honig ums Maul zu schmieren - waren beide doch noch grün hinter den Ohren und bedurften einer speziellen Sonderbehandlung.

    "Commander Theirys, Commander Sarek, ich beglückwünsche Sie herzlich zur erfolgreichen Reise. Ich erwarte, das die 'Vigilante' ihren Aufgabenschwerpunkt in der Abwehr feindlicher Jagdmaschinen hat - so selbige auftauchen. Commander Theirys, vermeiden Sie nach Möglichkeit auch, in das Hauptschussfeld der 'Patriarch' zu gelangen. Diese alte Stute kann furchtbar austreten. Von der 'Maelstrom' erwarte ich einen gut koordinierten Einsatz von Jägern und dem legen von Sperrfeuer - so benötigt. Schauen wir, meine Herrschaften, das wir diesem Treiben von Piraterie ein Ende setzen können. 'Patriarch' Ende."

    Captain Nesmachnyy war kein Freund endloser Reden. Zwar besaß er ein eigenartiges, hartes Charisma, allerdings lag seine Stärke im Führen seines Sternenschiffes, nicht in politischer Interaktion. Für ein Mitglied der Flotte gab es nichts erhebenderes oder erfüllenderes, als das Kommando über ein mächtiges Kriegsschiff zu führen. Im Grunde bedurfte es keiner motivierenden Reden. Die Euphorie musste aus sich selbst geboren werden. Durch die Ehre ihres Daseins. Da der offizielle Part des Captains mittlerweile erledigt war, bemühte er sich neuerlich um den Zustand des Sternzerstörers.

    "Commander, gibt es Neuerungen im Bezug auf die Überhitze der Turbolasertürme auf der Steuerbordseite?"

    "Nein, Captain. Die Technikerteams arbeiten an einer Problemlösung. Allerdings hat der Chief abermals darauf hingewiesen, das für eine vollkommene Behebung ein Werft-Aufenthalt unabdingbar ist. Die Kondensatorbänke müssen ausgetauscht und dafür die Waffentürme demontiert werden. Da beißt die Weltraumschnecke keine Schiffsspitze ab - so war sein genauer Wortlaut."

    Das passte zum Chefmechaniker. Immer einen flotten Spruch auf den Lippen, selbst wenn er bis zu den Ellenbogen in Schmieröl fischte. Die überschüssige Hitze konnte zu einem Problem werden - allerdings war hier, fernab jedweden Reparaturdocks, nicht an eine Instandsetzung zu denken. Kurzerhand schob der Captain diese Schwierigkeiten beiseite - vor dem inneren Auge. Als er infernalische Kreischen der Interceptor-Triebwerke vernahm, die dicht an den Transparistahlfenstern der Brücke vorbeirauschten, schlich sich ein Lächeln aufs Gesicht. Die Piraten würden ihr blaues Wunder erleben.


    .:: Orinda-System :: System-Rand :: Victory-Sternzerstörer 'Patriarch' :: Brücke :: Captain Nestor Nesmachnyy ::.
     
  3. ReedsSpirits

    ReedsSpirits Dienstbote

    [Orinda - Silverpeer - Vorläufiges Verwaltungszentrum - Shuttleplattform] 1st Lieutenant Remus Valorum

    Was ein scheiß Wetter!

    Der junge Adjutant von General Rough Adeen, dem Kopf der Vierten Gefechtsarmee, zog den Kopf ein und versuchte den Regen zu ignorieren, der schon seit einigen Stunden auf die Stadt niederging. Als Stabsmitglied des derzeitigen Militärverwalters von Orinda und Mitglied des Diplomatischen Korps des Imperiums war es an ihm hängen geblieben, den neuen Gouverneur von Orinda in Empfang zu nehmen. Der Mann war bereits Zwei Jahre im Dienst der Verwaltung, so viel hatte das Dossier, welches man Remus übergeben hatte, verraten. General Adeen hatte relativ unmissverständlich klar gemacht, das Remus dem Gouverneur als Verbindungsoffizier zur Verfügung zu stehen hatte. Mittlerweile waren die Kämpfe, an denen der 28 Jährige Offizier sogar teilgenommen hatte, soweit abgeflaut, dass andere Qualifikationen gebraucht wurden. Die öffentliche Meinung stand stärker als auf anderen ehemaligen Welten gegen die Imperialen Besatzer und anscheinend erhoffte man sich, das der neu ernannte Zivile Gouverneur diese Situation irgendwie besänftigen konnte. Laut des Generals würde der Gouverneur nur eine Gallionsfigur sein bis Adeen der Meinung war, dass der Planet vollständig in das Imperium integriert war. Auch wenn Remus die überaus Brutale des Generals für etwas kontraproduktiv hielt, der Mann hatte mehr Erfahrung und der Lieutenant hatte bisher viel von Adeen lernen können. Selbst wenn ihm diese Ausbeutung falsch erschien, bisher hatte sich so gut wie jede Einschätzung des Generals als korrekt heraus gestellt. Also musste Remus seine eigenen Gedanken und Meinungen zu diesem Thema etwas zurück stellen. Sowieso... den Adjutanten fragte niemand.

    Aber ja die Situation war nicht berauschend. Orinda war eine Reiche Handelswelt, ein Knotenpunkt an der Entralla-Route gewesen, bis es sich dem Eisernen Bund zugewandt und damit zu einem Feind des Imperiums avanciert war. Während der Belagerung und in den folgenden Wochen hatten die Truppen der Armee und die abgesetzten Marines nicht nur die Söldnerbanden aufgerieben sondern auch die Wirtschaftlichen Zentren des Planeten zerstört. Für einen Offizier wie ihn geziemte sich das zwar nicht, aber durch diese Aktion schien man das Vertrauen der Bevölkerung in das Imperium tiefer erschüttert zu haben als wenn sie lediglich die Schlacht gewonnen und die Zivilbevölkerung so gut es geht vor Schäden bewahrt hätten...

    Erneut musste sich Remus zur Ordnung rufen. Das Shuttle landete und der Gouverneur war zu briefen. Da General Adeen den Imperialen Verwaltern eher mit Verachtung begegnete, war es vielleicht nicht schlecht, das Remus Valorum hier etwas freier agieren konnte. Die Welt stand zwar unter der Schirmherrschaft des Militärs aber von richtiger Verwaltung hatte der Generalstab nur zum Teil Ahnung. Wieso also den ernannten Gouverneur direkt verprellen? Es hatte bestimmt seine Richtigkeit das Bastion diesen Mann hier her schickte. Vielleicht so eine Art Pilotprojekt?

    Die Shuttlerampe öffnete sich und die Begrüßungssoldaten standen Spalier, während Valorum auf den heraustretenden Mann Anfang 40 zuschritt und ihm die Hand entgegenstreckte.


    "Gouverneur Seo, 1st Lieutenant Remus Valorum, ihr Verbindungsoffizier zum General und seinen Stabsoffizieren. Willkommen auf Orinda, ich hoffe sie hatten einen angenehmen Flug? Ich denke wir sollten reingehen, seit heute morgen regnet es schon in Strömen, alles weitere können wir ja auch drinnen besprechen, folgen sie mir."


    [Orinda - Silverpeer - Vorläufiges Verwaltungszentrum - Shuttleplattform] Remus Valorum und Bori Seo
     


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