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Rodia (Tyrius-System)

Dieses Thema im Forum "Projekt Star Wars Rollenspiel" wurde erstellt von JDP, 3. Januar 2007.

  1. JDP

    JDP der Teddy fürs Grobe

    Rodia
    _____________________


    [ Infos zum Planeten: Rodia (engl.) | Rodia (dt.) ]

    [ Zugehörigkeit: Neue Republik ]​
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. Juni 2014
  2. Midlo

    Midlo Bruder Großhorn

    [Tyrius-System - Leichter Frachter 'Skydancer' - Cockpit] Midlo

    Sein Ziel war der zweite Planet im System. Eine grün-blaue Welt. Dort wurden all die gefährlichen Blaster herrgestellt, welche er nach Nar Shaddaa bringen sollte. Carth Hammer hatte ihn gewarnt. Er sollte vorsichtig sein. Das Imperium kontrollierte jetzt diesen Sektor der Galaxie und würde die Produktion und den Handel von Waffen mit militärischer Durchschlagskraft nicht mehr dulden.

    Rodia Kontrolle an eintreffendes Schiff, bitte identifizieren Sie sich

    Midlo schaltete auf die gleiche Frequenz.

    Rodia Kontrolle, hier ist die 'Deep Space' registriert auf Duro, derzeit von Toola im Kaelta-System kommend.

    Die 'Deep Space' war eine der vielen gefälschten ID, welche er sich für sein Schiff hatte anfertigen lassen. Allerdings war eine andere als jene, die er bei Bastion verwendet hatte.

    Verstanden, Deep Space. Bitte geben Sie Flugziel und Zweck Ihres Aufenthalts an.
    Ich bin Händler. Ich habe vor in Equator City einige Waren einzukaufen um damit den Rest der Galaxies zu beliefern. Ich bin das einzige Crewmitglied und habe nur meinen Droiden dabei.
    Verstanden, Deep Space. Wir schicken Ihnen einen Leitstrahl.
    Danke, Kontrolle.
    Kontrolle Ende.

    Problemlos flog der Devaronianer sein Schiff in die Atmosphäre des Planeten. Dem Leitstrahl folgend konnte er schon bald die ersten Fabrikgebäude ausmachen, welche Flammen und Rauch in den Himmel pusteten.
    Einen Landeplatz zu bekommen erwies sich als herrlich unkompliziert. Bevor Midlo die Skydancer verlies, steckte er sicherheitshalber noch seinen Blaster ein und sah sich auch nach seinem Astromech um.


    Triple?

    Wo steckt dieser Blecheimer nur wieder?!
    Ein vertrautes Zwitschern lenkte Midlo in die richtige Richtung. Die R3-Einheit kam zwischternd auf ihn zu. Midlo kannte den Droiden gut genug um zu wissen, dass er ihm irgendwas mitteilen wollte.


    Was ist? Wir sind doch wohl nicht aufgefallen.

    Als Antwort erwachte der Holoprojektor des Astromechdroiden zu leben. Zu sehen war eine Aufzeichnung erst kürzlich gesendeter Nachrichten. Aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Holonet.

    Die ebenfalls in den Kolonien gelegene Welt Devaron hat heute ebenfalls über den Ausstieg abgestimmt und auch diese Welt wird die Neue Republik verlassen. Das offizielle Schreiben wird heute Nachmittag überreicht werden.

    Tja, ich hatte mit einem Umsturz und einem sofortigem Anschluss ans Imperium gerechnet...

    Triple zwitscherte besorgt.

    Mir scheint du bist zu oft zu lange alleine im Schiff geblieben. Du wirst mich jetzt begleiten. Schließlich bist du derjenige mit dem größeren Speicher.

    Um seine Worte zu unterstreichen, tippte sich der Devaronainer mehrmals mit einem Finger gegen den Kopf.
    Dann verließen sie gemeinsam das Schiff und Midlo verschloss die Luken. Sein Aufenthalt auf Rodia sollte sich darauf beschränken die Ware aufzunehmen. Er würde dennoch versuchen so viel wie möglich von diesem Planeten zu sehen.


    [Rodia - Equator City - Landebucht] Midlo, Triple
     
  3. Midlo

    Midlo Bruder Großhorn

    [Rodia - Equator City - Bar - Hinterzimmer] Midlo, Giran, Triple, Rodianer

    Als Midlo schließlich in dem Hinterzimmer einer kleinen Bar sass, hatte er sich bereit an den allgegenwärtigen Geruch von Rodianern gewöhnt. Von der gegenüberliegenden Seite des Tisches starrte ihn ein schlechtgelaunter Nikto an.

    Du dafür sorgen, dass andere Schmuggler machen ihre Arbeit.

    Zuerst hatte Midlo noch überlegt, vorzuschlagen sich in einer anderen Sprache als Basic zu unterhalten, aber das könnte Giran möglicherweise als Beleidigung auffassen und er wollte keinen Ärger. Weder mit dem grünhäutigen Nikto noch mit seinem schweigsamen Begleiter, einem schwerbewaffneten Rodianer.

    Sie nicht wissen, dass arbeiten für Black Sun. In 6 Stunden wir verladen Fracht. Morgen ihr fliegen los. Behörden machen kein Problem.

    Giran schob eine Datenkarte über den Tisch.

    Was springt für mich dabei raus und was ist mit dem Imperium? Es kontrolliert doch jetzt dieses System?

    Die Miene des Nikto blieb unverändert, doch Midlo befürchtete schon ihn verärgert zu haben. Dann schließlich kam doch noch eine Antwort:

    8000 Imperiale Credits und keine Fragen mehr. Es wird nicht geben Problem.

    Das war eine ganze Menge Geld für einen scheinbar einfachen Auftrag. Ein paar Minuten später verließ Midlo guter Dinge die Bar. Die Datenkarte, welche nähere Informationen über die Fracht und ihren Zielort enthielt, hatte er an Triple weitergereicht.
    Ohne spezielles Ziel wanderte er etwas durch die große Stadt. Die Imperiale Präsenz hier war wirklich nicht sehr
    Midlo wäre wohl noch weiter herumgezogen, wenn Triple ihn nicht daran erinnert hätte, dass er das Schiff mal wieder auf Schädlinge untersuchen musste. So kam er es, dass Midlo als die Fracht geliefert wurde, zur Hälfte in den Innereien der Skydancer steckte und nur mit einem Hydrospanner bewaffnet die verschiedenen Systeme überprüfte.
    Es war eine Gruppe Rodianer, welche die Kisten schnell und effizient in seinem Schiff verstauten. Sie waren mit einem großen Transportgleiter gekommen, welcher still vor der Laderampe schwebte. Midlo half ihnen und achtete darauf, dass sie sein Schiff nicht beschädigten. Seine R3-Einheit gleichte unterdessen die Kisten mit der Frachtliste ab. Als alles verladen war, verschwanden die Rodianer so schnell wie sie gekommen waren.
    Der Devaronianer überlegte welche Güter das Imperium wohl noch verbieten würde. Die Republik hatte es ihren Mitglieder meist selbst überlassen wie weitreichend die Waffenverbote waren, aber ein galaxisweit operierendes Imperium würde vieles vereinheitlichen.
    Doch hatte Midlo keine Zeit mehr über galaxisweite Entwicklungen nachzudenken. Er sollte sich noch mit den anderen Schmugglern in der kleinen Bar treffen. Es handelte sich um ein Duo Duros, einem schweigsamen Mon Calamari, einer jungen Menschenfrau und einem Zabrak mit seinem Lepi-Kopilot. Es wurde ein ziemlich ereignisloser Abend.


    [Rodia - Equator City - Bar] Midlo und andere
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Januar 2007
  4. Midlo

    Midlo Bruder Großhorn

    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo

    Als der Devaronianer die Bar wieder verließ um zu seinem Schiff zurückzukehren, war es draußen bereits dunkel. Die Monde des Planeten erhellten die Nacht ein wenig, ebenso wie die spärlich gesähten Lichtmasten, hohe sechseckige Säulen aus Durabeton mit Glühstreifen an allen Seiten. Betrunken und mit den Gedanken bei den Sternen musste Midlo schon bald wieder stehenbleiben um festzustellen, dass er sich verlaufen hatte. Die Gegend wirkte auf einmal heruntergekommener und bedrohlicher. Für einen Moment machte noch Halt und regte sich über rodianische Städte auf. Dann schritt er weiter voran. Er würde den Raumhafen schon wiederfinden. Wenn er wenigstens seinen Droiden mitgenommen hätte. Die kleine Blechbüchse hätte in jedem Fall den richtigen Weg gewusst.
    Während er der Straße weiterfolgte, bemerkte Midlo die Gruppe junger Rodianer mit ihren Düsenschlitten nicht. Erst als plötzlich eine der Maschinen ihm den Weg versperrte, blickte der Devaronianer irritiert auf. Der Rodianer blickte von seinem Gefährt grimmig auf ihn herab und obwohl die Nacht nicht sonderlich kühl war, erkannte Midlo weitere Wärmesilhouetten die sich auf ihn zubewegten. Die Rodianer, Midlo schätzte ihre Anzahl auf 5 oder 6, umstellten ihn. Der Blaser an seiner Hüfte rückte in Midlos Bewusstsein, doch wagte er nicht ein Feuergefecht zu beginnen. Davor stand er viel zu ungünstig.


    Gibt?s ein Problem?, fragte Midlo mit schiefen Grinsen in die Runde.
    Ja Fremder, du bist das Problem. Was hast du hier zu suchen?, entgegnete einer der Rodianer, welcher offensichtlich der Rädelsführer dieser Flitzerbande war, auf Rodianisch.

    Midlo tat so als würde er überlegen. Er hatte eine sehr geringe Meinung von dieser Gruppe Kleinkrimineller. Hinzu kam, dass er durch den vorher konsumierten Alkohol ohnehin risikobereiter und angriffslustiger war. Er trat einen Schritt näher auf den Anführer der Bande zu und zeigte sein Raubtiergrinsen.


    Weißt du, manchmal muss ich einfach meinen Frust loswerden, indem ich kleinen grünen Stinkern wie dir die Fresse poliere, antwortete er schließlich auf Basic.
    Der Rodianer konnte nur noch überrascht schauen, wie schnell sich die geballte Faust des Devaronianers sich auf sein Gesicht zu bewegte. Der Schlag schleuderte seinen Gegner zurück. Die anderen Rodianer waren kurz geschockt. Sie waren deutlich in der Überzahl und hatte augenscheinlich nicht mit solcher Gegenwehr gerechnet. Der Grünling rechts von ihm reagierte als erster und Midlo empfing ihn mit einem Tritt in den Magen. Ein weiterer Gegner näherte sich nun von hinten. Der Devaronianer wusste durchaus wie er sich gegen mehrere Gegner zur Wehr setzen konnte, doch nun machte sich seine Trunkenheit bemerkbar. Er brachte zu lange um nach den Tritt sein Gleichgewicht wiederzufinden. Arme packte ihn von hinten und obwohl Midlo gewiss kein Schwächling war, konnte er sich nicht gleich wieder aus dem Griff des Rodianers befreien. Einer der anderen Grünlinge nutzte diese Situation aus und deckte Midlo mit Schlägen in den Magen und ins Gesicht ein. Midlo schmeckte Blut und schließlich der Rodianer wieder von ihm ab.
    Die Rodianer hatten sich bis auf denjenigen, der ihn immer noch in einem eisernen Griff festhielt, im Halbkreis vor ihm aufgestellt. Midlo verfluchte sich gedanklich selbst. Er hatte seine Gegner falsch eingeschätzt. Der Anführer der Bande zog auf einmal ein Messer.


    Das ist dein Ende, Außenweltler.
    Ich denke, deine Hörner werde ich als Trophäe behalten.

    Die Hand mit dem Messer hob sich und Midlos Augen waren vor Schrecken weit aufgerissen. Der Rausch war wie verflogen und seine Gedanken kreisten mit überragender Schnelligkeit darum, wie er hier wieder lebendig rauskam.
    Seine Stimme war nun deutlich lauter und von Panik erfüllt, als er sagte:
    Hey warte, das könnt ihr nicht machen. Ich bin ein bedeutendes Mitglied der Black Sun. Wenn du mir etwas antust, kriegt ihr jede Menge Ärger.

    Kurz stoppte der Anführer und Midlo sah seine Hoffnung schon erfüllt, dass diese Typen genug Angst vor der Black Sun hatten und ihn laufen lassen würden.

    Black Sun? ... Noch nie gehört.

    Erneut hob er das Messer und Midlo schloss schonmal mit seinem Leben ab. Diesmal würde keine zufällig vorbeikommende Jedi seine Haut retten.

    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo mit Flitzerbande
     
  5. Griffith Seromonth

    Griffith Seromonth Hapanischer Kopfgeldjäger

    Rodia - Equator City - Raumhafen - Griffiths Jäger - alleine


    83.000 Credits.
    Griffith stöhnte und warf das Pad hinter sich in die Zelle für die Gefangenen. Mit gesenktem Haupt erhob er sich aus dem Cockpit und verließ den Jäger. Das reicht nicht und wenn das so weiter geht, wird es niemals reichen. Diese verfluchten geizigen Bastar**, wie soll ich denn so genug Geld für meinen Bruder auftreiben, fragte er sich und ein weiteres mal ärgerte er sich darüber das die auf Nar Shaddaa ansässige Kopfgeldjägergilde bereits 40 Prozent des Kopfgeld behielt. Einer Seits wegen dem Jäger, den er noch immer abbezahlen musste, dann weil er dort Mitglied war und anderer Seits weil sie einfach nur gierig waren und den Prozentsatz erhöht hatten. Dann kamen noch die restlichen Ausgaben dazu, wie die Reparatur des Jägers, Lebensmittel und ein “wenig” Kleingeld für jene Leute die Geld sehen wollten, damit sie Informationen preis gaben.
    Auch die Waffen und kleineren Gimmicks die er steht’s bei sich trug, mussten hin und wieder erneuerter oder ausgetauscht werden. Sein Katana musste neu geschärft werden und da er keinen x-beliebigen Schmied an die Waffe ran ließ, kostete das dementsprechend noch mehr.
    Frustriert über seine Lage, schüttelte er den Kopf und pustete sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die ihn schon auf dem Weg nach Rodia genervt hatte.
    Ach ja, Pachtgebühr und Anlegegebühren musste er auch noch berappen.


    “[Das macht dann 50 Credits]” sagte ihm ein schlaksiger groß gewachsene Rodianer, doch da er eigentlich nur Basic sprach, verstand er kein Wort und warf hilflos die Arme in die Höhe.

    “Was willst du?”
    “Geld. 50.“
    “Was?? 50 Credits nur dafür das ich hier stehe? Das ist doch Wucher.”
    “50. Geben her, sonst müssen wieder gehen Sie.”


    Griffith funkelte die Grünhaut böse an und bezahlte dann fluchend, ausnahmsweise mal in huttisch, was der Rodianer verstanden hatte. Der Typ sagte noch irgendwas, wieder auf rodianisch. Also sollte er es nicht verstehen. Ist vielleicht auch besser so, dachte Griffith und warf dem Rodianer noch einen mörderischen Blick hinterher.
    82.950 Credits.
    Er brauchte das zehnfache!
    Und wieder kam dieser alte Hass hoch, den er wegen dieser Abzocke gegen diese Ärzte hegte.
    900.000 Credits, damit sie seinem Bruder halfen. Das war doch wahnsinnig!
    Natürlich hatten die Ärzte eine passende Ausrede auf Lager, denn da sein Bruder nicht privat versichert gewesen war, stand er auf einer Liste von Komapatienten ganz unten, ohne Chance hoch zu kommen, da selbst die an der Spitze der Liste manchmal Jahre warten mussten bis man sich ihrer annahm. Und da hatte ein Ärzteteam eine Chance gesehen um viel Geld zu machen und schwups lag das Angebot vor. 900.000 Credits und wir helfen ihnen sofort.
    Die Eltern, obwohl Bankangestellte und gut bezahlt, hatten nicht annähernd genug Geld und auch alles sparen und Geld borgen bei Freunden half nichts.


    “Kleiner Bruder, ich schwöre dir das ich ganz schnell wieder komme, mit ganz viel Geld und dann wirst du wieder gesund”.
    Das hatte er vor mehr als einem halben Jahr versprochen und bisher hatte er keine 100.000 Credits verdient bzw sparen können.
    Das Kopfgeldjägergeschäft lief einfach nicht mehr so gut, vor allem bei der Gilde nicht, da im Moment viele Einzelgänger durch die Galaxie liefen um ihr Glück zu versuchen.
    Zwei Aufträge waren Griffith sogar schon von einem anderen Kopfgeldjäger abgenommen worden, beides mal der gleiche schleimige Typ, der so aussah als ob er auch von Hapas stammte. Doch sein gutes Aussehen hatte Griffith nicht geblendet, er hatte hinter diesen roten Mantel und sein Gesicht gesehen. Er war ein verkommendes Subjekt, gezeugt von zwei anderen ebenso verkommenen Subjekten.

    So in Rage, bemerkte er gar nicht das er den Raumhafen längst hinter sich gelassen hatte und nun in ein Viertel gelangt war, welches man ohne Waffen größeren Kalibers oder ohne einen Trupp Schläger nicht betreten sollte. Griffith war jedoch ein passabler Schütze und ein ausgezeichneter Schwertkämpfer, weswegen er sich keine Sorgen machte. Und zu guter letzt war er eingebildet genug zu glauben, nur Jedi und Sith wären in der Lage ihm das Wasser zu reichen.

    Als sein Blick dann so durch die Straßen glitt, kam er wieder zu dem Gedanken das er ja nicht ohne Grund nach Equator City gekommen war. Er suchte, wer hätte es gedacht, einen flüchtigen Rodianer, der sich irgendwo in dieser Stadt verstecken sollte. Das Kopfgeld war annehmbar, obwohl die Abzüge der Gilde alles in ein anderes Licht rückte.
    Wäre das Kopfgeld nicht so hoch, da fast alle Aliens einer Rasse gleich aussahen.
    Er sah sich das Gesicht des Gesuchten an und konnte keine Auffälligkeit finden. Verflichst noch mal, das war ja so als ob man einen bestimmten Gand auf Gand suchen würde. Und Griffith wusste was er da dachte, denn er hatte es tatsächlich mal versucht gehabt. Er war gescheitert und hatte es seither vermieden Angehöriger eine Spezies zu suchen, die nicht nur gleich bzw fast gleich aussahen, sondern auch noch alle den gleichen Namen trugen.
    Doch plötzlich geriet eine Gruppe von Rodianern in sein Blickfeld, einen dieser gehörnten Devar in ihrer Mitte.
    Die sehen nicht gerade so aus, als ob sie sich nett mit einander unterhalten, dachte er und überlegte ob er einschreiten sollte. Vielleicht war der Devar ja aggressiv geworden und hatte rum gepöbelt und deswegen würde er vielleicht eine Tracht Prügel verdienen. Auf der anderen Seite konnte es natürlich auch so sein, das er unschuldig in die Fänge dieser Halbstarken geraten war, die sich nur in der Gruppe stark fühlten.
    Griffith war schon fast an der Gruppe vorbei, als ein Messer zum Vorschein kam.


    “Hey warte, das könnt ihr nicht machen. Ich bin ein bedeutendes Mitglied der Black Sun. Wenn du mir etwas antust, kriegt ihr jede Menge Ärger.”

    Nicht das Griffith ein leichtgläubiger Hapaner wäre oder das er jedem half der in Schwierigkeiten steckte, aber 6 Rodianer gegen einen Devaronianer war eindeutig unfair und da musste er dann doch einschreiten.
    Mit drei großen Schritten war er bei dem Rodianer mit dem Messer und genau in dem Moment flog sein Katana regelrecht aus der Scheide und die 1.50 Meter lange Klinge erschien nur wenige Millimeter vor der Kehle des Messerträgers.


    “Es ist mir egal, was er getan haben mag, aber wenn du das Messer nicht weg steckst oder sich deine Freunde nicht verziehen, damit es ein faires Duell wird, sorge ich persönlich dafür das es ein Duell zwischen einem Devaronianer und einem Rodianer wird. Welcher Rodianer am Ende noch steht, dürft ihr entscheiden.”

    Er sah jedem Rodianer in die Augen und das mit einem Blick der jeden von ihnen klar machte, das er wusste wie man das Schwert einsetzte um 5 von 6 innerhalb weniger Sekunden zu töten. Dafür standen sie einfach alle zu nah beieinander.
    Als letztes blickte er dann den angeblichen BSler an, doch fand er in dessen Augen nicht viel, was ihm half. Ob er log oder nicht, konnte Griffith nicht sagen, aber sobald nur noch einer oder gar keiner mehr von diesen Halbstarken da war, konnte er ja nach fragen.


    “Also?”

    Nun sah er wieder den Messerträger an und seine diamantscharfe Klinge drückte gegen die grüne Kehle des Aliens. Nur noch ein wenig mehr und er würde schon anfangen zu bluten.

    Rodia - Equator City - Straße- 6 Rodianer, Midlo und Griffith
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Februar 2007
  6. Midlo

    Midlo Bruder Großhorn

    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo mit Griffith & 6 Rodianern

    Ohne jede Vorwarnung erschien eine Klinge vor der Kehle des Rädelsführers. Zeigleich mit dem Rodianer blickte Midlo zum Träger des monströsen Schwertes. Ein beeindrucke Gestalt von einem Menschen stand dort. Er schien die Situation völlig unter Kontrolle zu haben.

    Es ist mir egal, was er getan haben mag, aber wenn du das Messer nicht wegsteckst oder sich deine Freunde nicht verziehen, damit es ein faires Duell wird, sorge ich persönlich dafür das es ein Duell zwischen einem Devaronianer und einem Rodianer wird. Welcher Rodianer am Ende noch steht, dürft ihr entscheiden.

    Ein Duell. Meinte er das ernst? Midlo blickte wieder zum Rädelsführer. Alles hin davon ab, wie er darauf reagieren würde. Würde er diesen

    Wir gehen, sagte der Anführer der Bande schließlich auf rodianisch, aber wenn ihr euch nochmal hier blicken lasst seit ihr so gut wie tot.

    Die Gruppe zog sich zurück. Auch der Rodianer, welcher Midlo die ganze Zeit festgehalten hatte, ließ nun von ihm ab. Nicht ohne ihn noch einen Stoß zu versetzen, der ihn zwei Schritte vorwärts stolpern ließ. Schnell schwangen sich die Rodianer auf ihre Düsenschlitten und waren kurz darauf in der Dunkelheit verschwunden.
    Midlo blickte wieder zu dem hochgewachsenen Menschen. Es musste sich um älteres Mitglied seiner Spezies handeln, denn seine Haare hatte bereits ihre Farbe verloren. Am liebsten hätte er ihn jetzt angeblafft. Ihm irgendeinen dummen Spruch an den Kopf geworfen, doch Midlo hielt sich zurück und versuchte sattdessen diesmal diplomatisch vorzugehen.


    Hey, wirklich nett von dir mir mit diesen Gangstern zu helfen.

    Bei seinen Worten versuchte Midlo halbwegs freundlich zu wirken. Doch wusste er nicht, was er von diesem Menschen halten sollte. Er hatte augenscheinlich mit einer Art Söldner oder Kopfgeldjäger zu tun.

    Ich heiße Midlo und bin als Händler hier eigentlich nur auf der Durchreise, sagte der Devaronainer in der Erwartung, dass sich sein Gegnüber nun ebenfalls vorstellen würde.

    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo, Griffith
     
  7. Griffith Seromonth

    Griffith Seromonth Hapanischer Kopfgeldjäger

    Rodia - Equator City - Straße- Midlo und Griffith


    Schade, dachte Griffith und schaute den Rodianern nach. Hätte er sie alle töten können, hätte er ihnen noch ihr Geld abnehmen können, aber was solls. Vielleicht würde sich der gehörnte ja spendabel zeigen.

    ?Mich nennt man Griffith und ich bin Kopfgeldjäger.?

    Der Hapaner musterte den Alien kurz und hob dann fragend die rechte Augenbraue.

    ?Händler? Eben wart ihr noch ein Mitglied der Black Sun oder ändert sich das bei euch je nach Gesprächspartner und Situation??

    Das Schwert verschwand wieder in der Scheide auf Griffiths Rücken und er wand sich der Rothaut gänzlich zu.

    ?Gern geschehen, doch weshalb treibt ihr euch in solch einer Gegend herum? Scheinbar ohne Bewaffnung. Das ist doch recht gefährlich...für einen Händler?.

    Er lächelte ein klein wenig, gerade so viel das man merkte das er witzelte, aber nicht genug um seinem Image als ?bösen? Kopfgeldjäger zu schaden.
    Jedoch glaubte der Jäger dem Devar nicht, denn wenn der ein Händler sein sollte, dann weder ein sehr junger oder ein ziemlich dämlicher.
    Griffith glaubte eher, das der Devaronianer etwas anderes war. Nicht unbedingt ein Black Sun Mitglied, aber vielleicht eine Art Spion oder Agent des Imperiums oder der Republik.
    Möglich war fast alles, aber ein einfacher Händler auf Durchreise der den Raumhafen verließ und in so eine Gegend ging? Sicher nicht!


    Rodia - Equator City - Straße- Midlo und Griffith
     
  8. Midlo

    Midlo Bruder Großhorn

    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo, Griffith

    Er war also Kopfgeldjäger und doch schien er wenig Ähnlichkeit mit Arlan zu haben. Er wirkte auf jeden sehr viel eindrucksvoller.
    Zuerst blickte Midlo nur verwundert drein, als man auf seine Black Sun Mitgliedschaft ansprach, aber fiel ihm schlagartig wieder ein, dass er diese gerade eben noch groß herausgerufen hatte, um seine Hörner zu retten.


    Hey, nur weil du mir geholfen hast, bin ich dir noch lange keine Rechenschaft schuldig.

    Midlo funkelte den Kopfgeldjäger böse an, während er mit einer Hand sein wundgeschlagenes Gesicht betastete. Dieser Kerl war alles andere als ein dummer Murglak. Es war auf jeden Fall gesund ihn sich nicht zum Feind zu machen.

    Aber... ja, es stimmt, dass ich ein Mitglied der Black Sun bin. Ich halte mich nur wegen einem wichtigen Auftrag hier auf.

    Jetzt wie auch meistens genügte es die Wahrheit ein wenig zu verdrehen um sie sehr viel glaubwürdiger zu machen. Wenn er diesem Griffith erzählte, dass er sich verlaufen hatte, würde er nur wieder ungläubige Blicke ernten.

    Und was führt euch als Kopfgeldjäger hierher? Sicherlich seid ihr auf der Suche nach irgendwelchem Banthafutter. Nun ich hoffe für euch, dass es sich nicht um einen Rodianer handelt. Dieser Planet ist nämlich voll von den Grünhäuten.

    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo, Griffith
     
  9. Griffith Seromonth

    Griffith Seromonth Hapanischer Kopfgeldjäger

    Rodia - Equator City - Straße- Midlo und Griffith


    Also doch ein BSler, dachte Griffith und betrachtete die devaronianischen Rothaut nun aus einem anderen Blickfeld. Der Hapaner hatte sich schon immer gewünscht zu den BS gehen zu können, doch konnte nur ein Mitglied dieser Organisation einen rekrutieren. Es gab keine offizielle Anlaufstelle, weswegen er ja noch immer für diesen Halsabschneider der Kopfgeldjägergilde arbeitete.

    Als er den letzten Kommentar hörte, zuckte er seufzend die Schultern.


    ?Doch leider. Und die sehen sich alle so ähnlich, das ich wahrscheinlich Monate brauche um den einen zu finden. Das wird mich dann wahrscheinlich wieder mehr kosten als ich damit verdiene?.

    Deprimiert stieß er mit seinem Fuß einen Stein weg.

    ?Ich bin es satt für diese Kopfgeldjägergilde zu arbeiten.?

    Er holte das Stück Durafolie heraus und zerstörte es. Dann warf er es weg und sah den Gehörten erwartungsvoll an.

    ?Hättet die Black Sun vielleicht noch Verwendung für einen Kopfgeldjäger oder ähnliches??

    Sollte er zu den BS kommen, wäre er seinem Ziel ein weiteres Stück näher gekommen, denn dort würde er ein höheres Einkommen haben und nichts abgeben müssen, sofern man den Gerüchten und wenigen Informationen glauben durfte die es über diese Verbrecherorganisation gab.

    Sollte er auf diesem Planeten tatsächlich das gefunden haben, was er schon seit einem Jahr gesucht hat? Möglich, doch warnte ihn sein Unterbewusstsein zu übereifrig zu sein. Sollte er jetzt zu schnell an die Sache heran gehen, könnte er alles verderben. Deswegen zügelte er seinen schon fast kindlich fragenden Blick und ersetze ihn durch Kälte.


    Rodia - Equator City - Straße- Midlo und Griffith
     
  10. Midlo

    Midlo Bruder Großhorn

    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo & Griffith

    Überrascht blickte Midlo den frustrierten Kopfgeldjäger an. Er wollte also zur Black Sun. Sollte er sich davon etwa ein höheren Verdienst erwarten? Nun Midlo konnte nicht abstreiten, dass seit seiner Zeit bei dieser Organisation eine beträchtliche Summe Credits in seine Taschen gewandert war.

    Nun die Black Sun kann fähige Mitglieder sicherlich immer gebrauchen, antwortete Midlo, wobei er das Wort ?fähige? besonders betonte.
    Der Devaronainer stand dieser Sache tatsächlich gar nicht mal abgeneigt gegenüber. Wenn er der Black Sun ein fähiges Mitglied verschaffte, würde das sicherlich auch sein Ansehen in dieser Organisation steigern und diesmal würde er die Sache unter Kontrolle haben. Außerdem hatte er dem Kopfgeldjäger gegenüber noch eine Schuld zu begleichen.
    Kurz blickte Midlo sich um. Die Straße war verlassen und aus den Behausungen schien nur wenig Licht.


    Wir sollten vielleicht ein Stückchen weitergehen, schlug Midlo vor und während sie nebeneinander durch die nächtliche Stadt gingen, fing er wieder an zu sprechen: Ich breche in fünf Stunden nach Nar Shaddaa auf. Du kannst mich begleiten und dort wird sich dann vielleicht herausstellen, ob du eine Zukunft bei der Black Sun hast.
    Besitzt du ein Schiff?


    Der Kopfgeldjäger konnte diese Frage bejahen und Midlo teilte ihm seine Kommnummer mit. Vielleicht konnte er sich auch als nützlicher Geleitschutz erweisen, auch wenn es in diesem Teil der Galaxis nun relativ sicher sein sollte.

    Nun wie gesagt in fünf Stunden ist Abflug. Mein Schiff ist als die ?Deep Space? gekennzeichnet.

    Bis es soweit muss ich auf jeden Fall noch etwas Schlaf nachholen, dachte Midlo.
    Sie hatten inzwischen wieder einen der feineren Teile der Stadt erreicht. Erfreulicherweise wusste er nun auch wieder wie er zum Raumhafen zurückkam.


    [Rodia - Equator City - Straßen] Midlo & Griffith
     
  11. Griffith Seromonth

    Griffith Seromonth Hapanischer Kopfgeldjäger

    Rodia - Equator City - Straße- Midlo und Griffith

    Griffith nickte dankend und sagte dann:

    ?Dann werde ich in 5 Stunden ebenfalls Abflugbereit sein. Ich danke euch.?

    Er verneigte sich nochmals höflich und ging dann zurück in die Richtung aus der er gekommen war. Voller Vorfreude darauf das er bald zu den Black Sun kommen würde, ging er obwohl er 5 Stunden Zeit hatte, besonders schnell zurück. Er hatte einige Vorkehrungen zu treffen, denn er hatte nicht vor der Gilde zu erzählen das er ab sofort nicht mehr bei ihnen arbeitete. Dann müsste er nämlich sein Schiff abgeben und da er einen Vertrag hatte, auch noch extra Zaster zahlen weil er diesen nicht mehr erfüllte. Doch nicht mit mir ihr Aasgeier, dachte er und straffte seine schwarzen Lederhandschuhe.

    Der Weg war schnell zurück gelegt und sein Jäger erreicht. Er war aufgetankt worden und schien auch wie gewünscht poliert worden sein. Dieser Service war natürlich extra gewesen, weswegen er gleich zugeschlagen hatte. Ansonsten würde er dafür ja nicht mal einen Credit ausgeben.
    Griffith setzte sich hinein und deaktivierte erst einmal den Peilsender, den man in seinem Schiff angebracht hatte. Sie hatten geglaubt, er würde ihn nicht finden, doch welcher Kopfgeldjäger war schon so beschränkt sein Schiff, vor allem wenn man es von einem Fremden erhielt, nicht durchchecken zu lassen. Das hatte zwar nen paar Credits gekostet, wars aber wert gewesen. Sie würden ihn ab sofort nicht mehr verfolgen können.
    Eigentlich wäre es klüger gewesen ihn erst abzuschalten, wenn er im Orbit von Rodia gewesen wäre, doch war das in diesem Falle egal. Denn die Gilde kontrollierte ihre Jäger nie, es sei denn sie waren überfällig.

    Als er sein Schiff dann komplett überprüft hatte, schloss er die Cockpitkanzel und legte sich aufs Ohr. Obwohl er stehts im Hyperraum schlief, konnten ein paar Stunden Schlaf mehr auch nicht schaden.

    Die drei Stunden waren schnell vergangen und als Griffiths Chronometer aufheulte, war der Kopfgeldjäger ausgeruht und frohen Mutes.
    Wenn man mal von seinem Magen absah, gings ihm blendend.
    Und diesen gedachte er nun zu füllen und zwar mit irgend etwas hapanischen, obwohl es unwahrscheinlich war das man auf solch einem Planeten solch feines Essen bekam.
    Doch da Griffith nie von vorn herein aufgab, begab er sich auf die Suche nach eben diesem Restaurant, indem es auch Essen gab, welches einem Hapaner würdig war.
    Dabei hatte er wieder sein Katana, welches er wie immer auf dem Rücken trug, damit es ihn bei den 1.50 Metern Klingenlänge nicht behinderte, dabei.


    Rodia - Equator City - Straße- Auf der Suche nach genießbarem Essen
     
  12. Midlo

    Midlo Bruder Großhorn

    [Rodia - Equator City - Landebucht - an Bord der 'Skydancer'] Midlo, Triple

    Man hatte ihn angewiesen in einem ganz bestimmten Zeitraum Rodia mit den anderen Schmugglern wieder zu verlassen. Auch wenn Midlo nicht wusste, warum das so war, schien ihm die ganze Sache gut durchdacht zu sein und so machte er sich keine weiteren Gedanken darüber. Immernoch müde schlurfte der Devaronainer ins Cockpit seines Frachters. Um an die Kommstation zu gelangen, über die ihn die ganze Zeit schon jemand zu erreichen versuchte.

    Was gibt?s?, raunte Midlo schlechtgelaunt in das Mikro.

    Oh, ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben. Hier ist Darsie, ich dachte es würde dich vielleicht interessieren, dass das Imperium gerade unseren beiden Duros verhaftet hat und Kalbrac hats auch erwischt.

    Bei allen schwarzen Sternen, du willst mir sagen, dass sie die Waffen gefunden haben?!

    Keine Ahnung, aber ich werde jedenfalls nicht warten, bis Einer von den Dreien irgendwas über uns ausplaudert. Ich und Moga sind bereits gestartet.

    Tausend Gedanken rasten sekundenschnelle durch Midlos Kopf. Hatte das Imperium nach den Waffen gesucht? Hatte Giran ihn verraten? Wieso hatte es dann ausrechnet die Duros und den MonCal erwischt?

    Verstanden, macht das ihr verschwindet.

    Damit beendet Midlo die Verbindung. In verschiedenen Sprache fluchend startete er nun auch sein Schiff und das schneller als es für den Antrieb gut war. Die Schmugglerin hatte ganz richtig gehandelt. Es war viel zu riskant noch hier zu verweilen. Selbst wenn das Imperium nicht nach Waffen gesucht hatte, konnten diese nun entdeckt worden sein.
    Kurz nachdem sie gestartet waren, machte Triple ihn auf einen Verfolger aufmerksam. Erschrocken blickte Midlo auf die Seonsoranzeige.


    Ein Sternenjäger! Oh, ich denke, ich weiß wer das ist.

    Schnell kontaktierte Midlo Griffith und sendete ihm die Koordianten für ihren Treffpunkt auf Nar Shaddaa.

    Da unten gab es gerade noch Ärger mit dem Imperium, wir müssen vielleicht...

    Kaum hatten sie die Atmosphäre des Planeten hinter sich gelassen. Tauchte eine imperiale Fregatte mit mehreren Abfangjäger auf seinen Sensoren auf.

    Poodoo, Ferglutz, Labria, Sithspucke,...

    Die beiden andere Schmugglerschiffe sprangen gerade in den Hyperraum, doch bis Midlo den Sprungpunkt erreicht hatte, wäre die Fregatte wohl schon in Abfangpostion.

    Ziviler Frachter Deep Space, hier spricht...

    Midlo schaltete die Kommverbindung ab und überprüfte seine Waffensysteme. Der Torpedowerfer hatte noch genau zwei Protonentorpedos geladen. Damit konnte er die Schilde der Fregatte wahrscheinlich kurzzeitig überlasten, aber um den Traktorstrahl auszuschalten, benötigte es eines weiteren Treffers.

    Hey Grif, dieser Traktorstrahl macht mir Sorgen. Dein Jäger verfügt nicht zufällig über irgendwelche schweren Geschütze?

    Einige imperiale Jäger flogen bereits in ihre Richtung, doch Midlo durfte seine Torpedos nicht an sie verschwenden.

    [Tyrius-System - Orbit um Rodia - Leichter Frachter 'Skydancer' - Cockpit] Midlo
     
  13. Griffith Seromonth

    Griffith Seromonth Hapanischer Kopfgeldjäger

    Rodia - Equator City - Raumhafen - Griffiths Jäger - alleine


    Die Mahlzeit die er sich hatte antun müssen, war für seinen Gaumen eine Grausamkeit gewesen. Rodianisches Essen war in etwa so bekömmlich wie Sand, nur schleimiger.
    Einen Bissen hatte er irgendwie runter würgen können und nachdem er dem Geschäftsführer auf eindrucksvolle Weise klar gemacht hatte, das er mit seinem Schwert lieber alles kurz und klein schlagen würde als zu bezahlen, hat man ihn gehen lassen, und das ohne auch nur einen Credit von ihm zu sehen.
    Danach war es auch schon Zeit gewesen abzufliegen. In seinem für seine Größe konzipierten Cockpit nahm er Platz und schloss das Cockpitdach. Rechts und links drückte er verschiedene Druckknöpfe, legte ein paar Hebel um und setzte sich schließlich das Headset auf, das ihn bei der Kommunikation, Fehlerfindung und bei Gefechten half.
    Langsam schlossen sich seine Hände um das Steuer und mit einem letzten Druck auf einen blau glühenden Schalter, sprangen die Repulsorantriebe an und sein Schiff hob vom Boden ab. Ein Augenblick verging und Griffith betätigte den orange glühenden Schalter neben dem blauen und der Repulsorantrieb schaltete sich ab und im Gegenzug wurde der Sublichtantrieb aktiviert, der durch Griffiths Finger das Schiff immer schneller beschleunigte, damit er die Schwerkraft des Planeten auch überwinden konnte.

    In einem fast 90 Grad Winkel schoss er dem Weltall entgegen. Er sah nicht noch einmal zurück und hoffte auch, das er diesen Planeten nie wieder sehen würde.
    Als die letzten Glutreste dann von seinem Hitzeschild verschwanden und er ins offene All flog, schaute er auf den Sensorschirm und fand sogleich den BSler. Sein Schiff war etwas größer und schwerfälliger gebaut, ansonsten aber sah es recht robust aus.


    “Da unten gab es gerade noch Ärger mit dem Imperium, wir müssen vielleicht...”

    Imperium? Der Kopfgeldjäger verzog das Gesicht. Das konnte doch nicht wahr sein. Wieso ausgerechnet diese Bastar*de?
    Und da sah Griffith auch schon die imperiale Fregatte, die bereits Jäger entsandte. Routine mäßig aktivierte Griffith sein Headset und schaltete es auf Kampf um. Ein Zielfadenkreuz erschien und verschiedene, für einen Kampf im All, wichtigen Informationen erschienen am Rand des Sichtfeldes.
    Er hörte noch die Flüche des BSlers und setzte sich dann neben dessen Schiff.
    Imperiale TIE Fighter. Nicht unbedingt die stärksten Jäger ihrer Klasse, aber in der Masse waren sie selbst für ihn unschlagbar. Griffiths Jäger verfügte über Schilde und mehr Feuerkraft, aber man musste so einen TIE ja erst einmal treffen. Fliegende Särge, so nannten manche Piloten sie. Doch wahrscheinlich haben Piloten, die in riesigen Kampfverbänden geflogen waren, ihnen diese Namen gegeben. Denn jetzt sah es eher so aus, als ob er schon in seinem stählenden Sarg saß.

    Griffiths rechte Hand flog über verschiedene Knöpfe und Schalter, doch Midlo, wusste noch vor ihm was zu tun war. Mit dem Imperium hatte Griffith auch nicht allzu viel zu tun gehabt und wann immer es ging, war er ihnen ausgewichen. Gegen Fregatten und größeren Schiffen hatte er nie bestehen müssen, doch jetzt war der Kampf unausweichlich.
    Die Anfrage nach schweren Geschützen, sprich Torpedos oder Raketen, konnte er glücklicherweise bejahend beantworten.


    “Ich kann dir zwei Torpedos anbieten. Reicht das?”

    Dann waren die TIEs auch schon da und grüne Energieblitze lechzten nach den Schilden der beiden Schiffe. Griffith hatte gerade noch die Energie auf die Frontdeflektorschilde umleiten können, da hatten ihn auch schon zwei Blitze direkt getroffen und einer gestreift. Das Cockpit wurde durch gerüttelt und er schlug mit dem Kopf gegen die Transparistahlscheibe, die sich wieder aufhellte, nachdem die Polarisationstechnik sie verdunkelt hatte.

    Die Jäger kamen sofort wieder zurück und Griffith glaubte nicht, das der Frachter von Midlo vor ihnen davon fliegen könnte. Also war ihre einzige Chance wirklich, den Traktorstrahl der Fregatte zu zerstören, an ihren Turbolasern und Vierlingsgeschützen vorbei zu kommen und schließlich in den Hyperraum zu verschwinden. Na wenn es weiter nichts war!

    Midlo bestätigte, dass das reichen würde und so erklärte der Devaronianer ihm, was zu tun war. Schwerfällig wie die Fregatte war, hatte sie keine Chance den Torpedos zu entgehen und ungenau wie die Geschütze des Schiffes waren, konnten sie die Geschosse auch nicht abschießen.
    Sie waren gerade in Feuerreichweite, als der Frachter von Midlo vom Traktorstrahl erfasst wurde.
    Man konnte richtig sehen wie es durchgeschüttelt wurde, als es von seiner ursprünglichen Maximalgeschwindigkeit so abrupt abgebremst wurde. Im Gegenzug wurde Griffiths Antrieb jetzt verstärkt unter Beschuss genommen.
    Jetzt, rief der Gehörnte mit deutlich angespannter Stimme und ihre Torpedos flogen. Der Hapaner hatte vorher noch eine Salve Ionenblitze abgefeuert, um auch ganz sicher zu gehen das es funktionierte. Die blauweißen Strahlen trafen zu erst und machten die Schilde kurz sichtbar, während Blitze über diesen hinweg tänzelten. Dann trafen die beiden Torpedos von Griffith und eine viel zu grelle Explosion erhellte die Fregatte. Griffiths Scheiben polarisierten an der Stelle, an der die Explosion zu sehen war und verhinderten so, das er genaueres erkennen konnte.
    Der Hapaner sah gerade noch rechtzeitig auf die Sensoren und konnte so noch mit ansehen, wie Midlos Geschosse einschlugen. Die Explosionswolke wurde noch größer und hätte man im All etwas hören können, so hätte man nun hören können wie Metall zerriss und verdampfte. Und dann war der Frachter auch schon frei.
    Der BSler hatte ihm schon die Koordinaten übermittelt und der Computer hatte schon während des kurzen Gefechts alles berechnet, sodass Griffith dem Computer das Steuer überließ. Nicht einen Blick schenkte Griffith dem Schauspiel, denn er hing mehr an seinem Leben als an einem Feuerwerk.
    Ein Herzschlag verging und im nächsten Moment umgab sie der Hyperraumwirbel und Griffith sackte zusammen.


    “Ein beeindruckender Test um zu sehen ob ich wirklich zu euch will.”

    Hyperraum Richtung Nar Shaddaa - Griffiths Jäger - Cockpit - allein
     
  14. .:: Rodia :: geostationärer Orbit von Rodia :: CRK "Scavenger" :: Brücke :: Cmdr. Octavian samt Crew ::.


    Einige Zeit war vergangen seit der etwas überstürzten Flucht aus dem Hypori-System. Das Aufkreuzen imperialer Kräfte dort hatte den zynischen Commander aus der laufenden Mission gerissen - die Ermittlung möglicher Erzvorkommen auf dem Hauptplaneten des Systems. Natürlich tauchten diese unsagbaren Gestalten unter imperialer Hoheitsflagge auf, ehe die Daten und Scans abgeschlossen waren. Im Grunde konnte Commander Octavian nur einen Bruchteil dessen erzielen, was ihm aufgetragen worden war. Doch die einschlägigen Erfahrungen der letzten Jahre - Niederlage um Niederlage gegen die Imperialen - hatten den alternden Offizier geprägt. Ja gezeichnet und abgestraft. Und sie hatten deutliche Spuren hinterlassen. Der Zynismus war nur die offensichtlichste aller Narben. Nicht nur der Verlust von Familie, die gesteigerte Trunksucht oder die generellen, fast blasphemischen Äusserungen - sondern auch das Abhandenkommen jedweden Selbstwertgefühls. Im Grunde war das Erscheinen der Imperialen über Hypori einer guten Tradition gleichgekommen. Der Tradition grundsätzlich jeden Versuch von Sarrus Octavian an bessere Zeiten anzuknüpfen zu terminieren. War der in die Jahre gekommene Mann deshalb zornig? Mitnichten. Einzig die aktuelle Situation missfiel ihm sehr. Von Hypori aus war das Corellianische Kanonenboot mit Namen 'Scavenger' nach Rodia gesprungen. Dieses System war zwar nicht der nächstbeste neurepublikanische Rettungspunkt - aber rein militärisch gesehen gab es dort die größte Sicherung im Umkreis. Und so war es gekommen, wie es kommen musste. Commander Octavian hatte Meldung gemacht - mit einem gehörigen Kloß im Hals - und dann eine entsprechende Zurechtweisung seitens seiner Vorgesetzten erwarten. Doch bisher war selbige ausgeblieben. Also blieb dem älteren Commander nichts anderes übrig, als zu warten. Stunden und Tage.

    Nach einer schlaflosen, partiell durchzechten Nacht und einer anschließenden Dusche um halbwegs lebendig zu wirken, hatte sich der ewige Pechvogel der Flotte der Neuen Republik wieder einmal auf die Brücke des Kanonenbootes geschleppt. Dort nahm er, um etwaige Resttrunkenheit zu kaschieren, seinen angestammten Platz auf dem Kommandosessel ein. Zudem kündigte sich ein prächtiger Kater an - dessen Vorbote immense Kopfschmerzen waren. Den Kopf schwer in die linke Hand vergraben, harrte die Witzfigur der Flotte aus - in stiller Hoffnung auf weitere Order.

    Es brauchte nur wenige Minuten Anwesenheit des Commanders auf der Brücke, als auch schon der Stellvertreter und damit XO, Lieutenant Vince Draym an die Seite des Kommandanten trat. Der junge Mann lächelte freundlich - jedoch völlig umsonst, denn sein Vorgesetzter nahm es nicht wahr.


    "Commander, wir haben neue Befehle vom Flottenhauptquartier bekommen.", begann Draym seinen Vortrag. Jedoch erbrachte diese Neuigkeit keine Regung beim Commander. Immer noch mit dem Gesicht in der Handfläche vergraben, atmete der diensthabende Offizier schwer und war ein selten armseeliges Bild. Dennoch behielt der Lieutenant die Nerven. Jeder an Bord wusste um die persönlichen Schicksalsschläge von Sarrus Octavian. Im Grunde war es in der halben Flotte bekannt. Eine derartige Abfolge von Negativerlebnissen kam einem traurigen Rekord gleich. Dann erklang zur Überraschung aller doch noch die Stimme des Commanders. Sie war kratzig, rauh und gab Aufschluß über das nächtliche Gezeche.

    "Meine unehrenhafte Entlassung will ich hoffen."

    Der Lieutenant verzog sein Gesicht zu einer leicht Fratze der Abscheu. Die Antwort seines Vorgesetzten hatte den gewünschten Effekt. Vince Draym schüttelte jedoch den Kopf, auch wenn seine Lippen einem schmalen Strich glichen. Die Antwort des XO war jedoch seidenweich und frei von Wertung.

    "Nein Sir. Zunächst einmal gab es einige Worte des Dankes für die Bemühungen im Hypori-System ..", startete Draym den Versuch, die Aufmerksamkeit des Commanders zu erlangen. Und der rührte sich wirklich langsam. Ein schabendes Geräusch entstand, als der Corellianer seine unrasierte Wange über die Hand zog. Dann blickte der Braunhaarige mit den weißen Schläfen auf. Geschwollene Tränensäcke und ein aufgedunsenes Gesicht verdeutlichten den regelmäßigen Alkoholkonsum neuerlich. Doch die Augen funkelten ungebrochen in einem alten Feuer.

    "Ausserdem ist ein Bericht beigefügt. So ist es Admiral Stazi wohl gelungen, Denon einzunehmen. Das Imperium wurde vertrieben und damit ist der Corellian Run frei für ..", fuhr der junge Lieutenant fort. Sein Commander streckte sich weiter, seine Augen weiteten sich. Schwer schluckte der Offizier.

    "Ein weiteres Vordringen. Über Loronar. Und das führt uns direkt nach ... "

    Als er kurz pausierte, nickte sein Stellvertreter bekräftigend. Die Stimme von Sarrus wurde kräftiger und energischer.

    ".. Hause. Wir könnten Corellia befreien. Gibt es weitere Order?"

    Die ungeahnte Inbrunst, mit welcher der trinksüchtige Commander mit einem Mal zu Werke ging, überraschte nicht nur den Lieutenant. Hier und da reckte ein Brückenmannschaftsmitglied den Hals und spähte in Richtung des Kommandanten.

    "Ja, Commander. Wir haben die Daten für einen Rendezvous-Punkt erhalten. Unter dem Kommando von Admiral Stazi. Ich glaube wir reisen nach Corellia.", orakelte der junge Mann. Doch den ganzen Umfang seiner Aussage konnte er in diesem Moment gar nicht greifen. Für ihn bedeutete es nicht dasselbe wie für den Commander. Der, ein patriotischer Corellianer, war an der Rückeroberung seiner Heimat durch das Imperium schier zerbrochen. Es war damals ein weiterer Rückschlag in der katastrophengeplagten Karriere von Sarrus Octavian gewesen. Doch die Andeutung des Lieutenant brachte die alte Tristesse in das Gesicht des Kommandanten zurück.

    "Was sollen wir schon ausrichten? Das ist lächerlich. Mag ja sein, das Denon wieder in unserer Hand ist. Aber Corellia ist ein anderes Kaliber. Stazi müsste die halbe Flotte gegen die Imperialen in die Schlacht schmeissen. Sie sind uns überlegen, in allen Bereichen, Draym. Und was will der Admiral bitte mit einem abgetakelten Wrack wie mir? Oder der 'Scavenger'? Ein Kanonenboot? Ausser vielleicht er will testen, wie gut die Verteidigung meiner Heimat wirklich ist."

    Da war sie wieder die alte Skepsis. Diese verräterischen Phrasen von Unterlegenheit, von Chancenlosigkeit. Die hass- und trauergeplagten Befürchtungen. Nichts ängstigte den Commander so sehr wie eine Konfrontation mit der Vergangenheit. Mit den Geistern der Verstorbenen. Nichts, ausser die Möglichkeit, das sich diese Schrecknisse noch einmal wiederholten. Er fürchtete sich so sehr, das er keinen Schlaf fand. Nur die angenehme Schwere eines derben Tropfens bescherte ihm Ruhe. Nur mit Hilfe des Alkohols fand er überhaupt Erholung. Doch dies geschah auf Kosten seiner körperlichen Erscheinung, seiner Fitness. Alles litt unter der Art und Weise des Commanders. Er selbst am stärksten.

    "Commander Octavian, wir haben direkte Order erhalten. Die hiesige Systemkontrolle ist informiert. Wir müssen zum Rendezvous-Punkt.", beharrte Vince Draym. Der Lieutenant begann den Commander zu nerven. Manchmal war seine dreiste Art mehr als störend. Mit einiger Verärgerung sackte der Schiffskommandant in seinen Kommandosessel zurück. Die alte Lethargie kehrte zurück. Das kurze Aufflackern alten Feuers erstarb.

    "Dann machen Sie das, Lieutenant. Machen Sie was immer Sie für richtig halten."

    Der Lieutenant war kurz gewillt, hier und jetzt das Kommando an sich zu reissen. Den Commander schlichtweg in die nächstbeste Zelle zu verfrachten. Allerdings sah Vince Draym mehr in Sarrus Octavian als einen trinkfreudigen Schatten seiner selbst. Er sah in ihm einen leidgeprüften Mann mit der Befähigung, eine entscheidende Rolle in der Rückeroberung Corellias zu spielen. Mit einem Nicken gab er der Restcrew zu verstehen, das der Sprung vorbereitet werden sollte.

    Nur wenige Minuten später verschwand das Corellianische Kanonenboot mit einer Pseudobewegung in den Hyperraum.



    .:: Hyperraum :: auf dem Weg zum Rendezvous-Punkt :: CRK "Scavenger" :: Brücke :: Cmdr. Octavian samt Crew ::.
     
  15. San Coure

    San Coure Dienstbote

    [Hyperraum- Lc „erfahrener Jäger“-Zelle]San, Gulian, Larres Dunkert, Sam Ferres, Karrek
    Die Stimmung in der Zelle war enorm angespannt. Selbst Gulian und Karrek hatten ihr obligatorisches Sabbac unterbrochen. Dies war für den Twi´lek sowieso besser, da Karrek immer gewann.
    Der Plan den sie in ihrem engen und staubige Quartier gefasst hatten war einfach gewesen, aber nicht ohne Risiko. Doch ohne Risiko war hier nichts möglich. Sie mussten den Kreuzer aufhalten bevor er Nar Shadaa erreichte. Zwei der Gruppe waren für dort vorgemerkt. Larres sollte an einen Hutten verkauft werden und Karrek wurde wegen Flaschspiels gesucht, was er selbst allerdings abstritt. Sie mussten also das Schiff im Flug aufhalten. Am besten in einem neutralen System.
    Der nächste Schritt war es entweder mit einem Schiff zu fliehen oder den Kreuzer zu übernehmen. Dabei hatte ihnen der Zufall geholfen. Kurz vor dem Aufbruch von Tatooine war ein Transporter an den Kreuzer angedockt. Nach Informationen die Gulian über andere Sklaven bekommen hatte, gehörte er einem Nikto, der den selben Auftraggeber wie Viss hatte. Das Problem an dem Plan war es erst einmal aus der Zelle zu kommen.
    Bei dem Thema hatte Gulian geheimnisvoll gelächelt und von einem Kontakt gesprochen. Am Abend hatte er eine beschriftete Sabacckarte durch die Lüftung fallen lassen.
    Seit rund drei Stunden herrschte nun Stille in dem Quartier. Gulian saß am Tisch und massierte seine Lekku. Karrek restaurierte seine Karte und Larres untersuchte die Kopfverletzung des Frachterdnavigatoren, der inzwischen wieder sitzen konnte. San selbst saß vor der Tür und trommelte mit seinen Fingern an die Wand.
    Wen der Kontakt versagte, dann waren sie verloren. Doch daran wollte San nicht denken. Diese Für Männer waren eine tolle Truppe. Sie hatten ihn mit einer Freundlichkeit aufgenommen die er nicht für möglich gehalten hatte. Zumindest nicht auf so einem Schiff. Es durfte nicht so enden.

    Ein tiefes Brummen gefolgt von Alarmtönen breitete sich aus. Leichte Zuversicht breitet sich in San aus. Sollte der Kontakt...?
    Dann hörte er ein erschöpfte Atmen und kurz darauf ein Klopfen an der Tür. Gulian erhob sich und öffnete. Zuerst hätte San das Wesen in der Tür übersehen, hätte der Jawa nicht angefangen zu sprechen.
    „Wriggly hat erledigt. Hyperantrieb kaputt und Halsbänder aus. Kommt rennt“
    Das Basic des Wesens schien nicht besonders gut, er schien häufiger Jawese zu sprechen, aber San verstand genug. Er hätte den Jawa umarmen können, doch der Geruch hielt ihn ab.
    Dunkert kam Sam Ferres stützend zur Tür.
    „Was nun?“ San dachte kurz nach.
    „Wriggly in welchem System sind wir?“ der Jawa kniff seine leuchtenden Augen zusammen uns schien nachzudenken.
    „Rodia“, der Jawa nickte.
    Rodia, republikanischer Raum. Dies könnte Viss zur Flucht zwingen.
    „Wir werden das Schiff übernehmen,“ San versuchte dies mit möglichst fester Stimme zusagen. Die Chance standen gut. Die Beschädigung des Hyperantriebs würde die Crew eine Weile ablenken.
    „ Larres, Sam. Ihr befreit die anderen. Seit leise und passt auf die Wachen auf. In Ordnung?“
    Die beiden nickten.
    „Wriggly wie stark ist der Maschinenraum bewacht?“
    Wieder zeigte der Jawa sich nachdenklich.
    ]„Kaum, Maschinenraum ist Glizzz“] Er spuckte San bei dem Namen vor die Füße. „Gebiet. Er will Weequay nicht dort.“
    San nickte. Er wollte etwas sagen, doch der Jawa sprach weiter.
    „Wenn ihr Wrigglys Freunde befreit, sie kümmern sich darum.“ Das war sehr gut, ein weiterer Schritt.
    „Wriggly zeig den beiden den Weg“ Die drei verließen vorsichtig die Gruppe. San wandte sich zu Gulian und Karrek als sich Schritte näherten. Die drei hasteten zurück in ihr Quartier. Ein bewaffneter Weequay näherte sich, blickte sich um und murmelte verwundert irgendwas. Dann kam er auf die Zelle zu. San bekam einen heftigen Schrecken, wenn er sie nun erwischte waren sie verloren. Er drückte sich noch mehr in den Schatten zwischen den Kojen. Der Wächter kam herein, öffnete den Mund, doch zum sprechen kam er nicht. Er krachen erfüllte den Raum und er kippte vorn über. Hinter ihm stand Karrek, eine der Kisten die sie zum Sitzen benutzt hatten in der Hand.
    Gulian hockte sich hin und hob den Blaster auf den der Mann in der Hand gehabt hatte. San zog einen kleineren Blaster so wie einen Kom aus der Tasche. Denn Blaster in der Hand schlich er sich mit den anderen zum Turbolift. In einiger Entfernung war Blasterfeuer zu hören.
    Sie fuhren einige Etagen hoch. Die Wachen auf dem Brückenkorridor waren bereits tot. Kräftige Hände hatten sie erwürgt. In der Nähe hörte man befreite Sklaven marodieren.
    Sie standen vor der Brücke im Hintergrund waren Stimmen zu hören. Als sich der Durchgang öffnete drückten sie sich in die Ecke. Karen Viss, gefolgt von einigen Wächtern, zwei Navigatoren, dem Devorianer, dem Niktoattentäter, dem riesigen Droiden, seinem ersten Offizier und einigen anderen durchschritten den Gang. Viss fluchte auf Glizzz und seine Crew, während der Rest entweder schwieg oder die Flucht mit dem Schiff des Nikto planten. Sie bemerkten die im Schatten stehenden nicht.
    Als sie im Turbolift verschwanden, schlichen San und seine Gefährten weiter. Auf der Brücke befand sich ein Weequay, der sich darüber aufregte das er an Bord bleiben musste und eine Togruta die still weiterarbeitete. Der Weequay drehte sich um, mehr konnte er aber nicht tun, da San und Gulian gleichzeitig ihre Blaster abschossen. Tödlich getroffen fiel er zu Boden. Gulian ging zu der Togruta und sprach mit ihr während San die Sensorik besetzte und Karrek die Kommunikation. Es dauerte nicht lange da erschienen Dunkert und Ferres, beide sehr verbraucht wirkend und leicht verletzt. Sie berichteten das sich das Schiff fast komplett unter der Kontrolle der Sklaven befand. Gulian lies sich im Kapitänsstuhl nieder und San war froh darüber. Er kannte sich mit so großen Schiffen nicht aus und konnte auch nicht so viel auf einmal mangent.
    Der Twi´lek verteilte die Aufgaben unter den Befreiten. San blickte auf seine Anzeige und registrierte das der Frachter das System fast verlassen hatte. Dafür und das war das große Problem nährten sich von vorne, zwei C70 Korvetten. Mit beiden Zusammen konnte es die Jäger nicht aufnehmen. Gulian nickte erst Karrek zu dann San. Während der Rodianer einen Kanal öffnete, schüttelte San den Kopf. Er wollte nicht sprechen, doch Gulian lies ihm keine Wahl. Er atmete schwer.
    „Republikanische Schiffe! Hier spricht San Koure, stellvertretender Kommandant, der „erfahrener Jäger“. Wir wollen nichts böses. Die richtige Crew hat das Schiff verlassen. Ich spreche für die Sklaven an Bord die sich befreit haben: Wir ergeben uns! Wir werden nun die Schilde runter nehmen und uns ihrem Urteil unterstellen.“
    Gesagt getan. Nun konnten sie nur noch hoffen.
    [Rodia-Orbit- Lc „erfahrener Jäger“-Brücke]San, Gulian, Larres Dunkert, Sam Ferres, Karrek, andere
     
  16. San Coure

    San Coure Dienstbote

    [Rodia-Yusk-Raumschiffhandel -Hangar]San, Händler
    Die Situation war am Ende gut verlaufen. Die meisten der Sklaven hatten gehen können, glücklicherweise auch San. Nun musste er wieder sein Leben aufbauen. Und dafür benötigte er ein Schiff.
    Bevor er zu einem Handel aufgebrochen war, hatte er seinen Kontostand überprüft, der unter anderem Dank der Überweisung der Sun recht gut aussah.
    Nun stand er in einem riesigen mit gebrauchten Schiffen volstehenden Hangar. Der Mann der neben ihm Stand blickte nachdenklich über die zahllosen Schiffe,nachdem der Schmuggler sein maximal Gebot genannt hatte. Dann reichte er San ein Stück Flimsi auf dem, auf dem eine Reihe von Nummern notiert war. Alle der Schiffe auf diesen Plätzen könnte er kaufen. 37-42.
    San nickte und ging los, durch verwirrend aufgebaute Reihen von Frachtern und Transportern.
    Auf der 36 stand eine ziemlich prächtige Yacht unbekannter Klasse.
    Auf der 37 ein heruntergekommener Yt Frachter der ersten Baureihe. Ähnlich steigerte es sich bis zu einem in sich zusammengebrochenen Frachter dessen Klasse nicht erkennbar war, auf der 40.
    Zu seiner großen Freude stand auf der 41 ein in Ordnung aussehender Transporter der YX-1980 Klasse. San besichtigte ihn und befan ihn für gut. Er rief den Händler und sie wurden sich Handelseinige. Nur eines wollte San noch, das Schiff sobald wie möglich umbenennen.
    So machte er sich auf den Weg zum Wheel.
    [Hyperraum- Richtung Wheel- Frachter „Loved Levi“]San
     
  17. Lin Ke-Derik

    Lin Ke-Derik In Stipendii Republicae

    [:: Tyrius-System :: bei Rodia :: MC-30 Silver Speer :: Brücke ::] Lin Ke-Derik, Brückenbesatzung

    Die Silver Speer befand sich nun schon seit geraumer Zeit im Tyrius System, zum einen zu Patroullienzwecken, zum anderen sollte sie zwei Republikanische Schiffe versorgen, welche wohl von einer Niederlage zurückkamen. Es handelte sich bei den besagten Republikanern um Commander Joya No, Kommandant der CC-9600 Fregatte 'Ax', und Commande Shou Adachi, Kommandant des MC-40 Kreuzers 'Lioness'. Beide Schiffe hatten wohl ziehmlich viel eingesteckt, wofür der freie Frachtraum der Silver Speer kurzerhand in eine weitere Medistation umgerüstet wurde. Zudem wurden Techniker und Ärtzte eingeschifft, die die Schiffe und die Besatzung versorgen sollten.

    "Sir? Wir erhalten neue Daten von der rodianischen Raumverkehrskontrolle. Sie teilen uns mit, das sie bei unseren Koordinaten Sprungpunkte für Frachter freigegeben haben. In Kürze werden hier ein Action VI Transporter und ein paar Correlianische YT Frachter springen werden."

    Selbst hier draußen gab es noch inkompetente Kommunikations und Verkehrsleute. Könnte der Neu republikanische Systemkommandant den Einwohnern nicht einmal unter Kontrolle halten?

    "Lieutnant Guntek, Senden Sie ihnen die Nachricht, dass alle Schiffe vier Klicks von unser jetzigen Position erst springen dürfen. Befehl des Oberkomandos!"

    Der Männliche Kommunikationsleitoffizier von Chandrilla gab die Befehle weiter. Der Befehl kam zwar nicht dierekt vom Oberkommando, aber so würden die Rodianer wenigstens auf sie achten. Auf dem Holotisch erschien plötzlich die Mon Calamaristatur seines Schiffarztes.

    "Commander, wir haben die Konstruktion der improvisierten Krankenstation abgeschlossen. Die Technischen Hilfsagregate befinden sich im hinteren Frachtraum."

    Der Nikto Kapitän hätte nicht gedacht, das die Ingenieure und Ärzte so schnell mit ihrer Arbeit fertig sein würden.

    "Gut, Lieutnant-Commander Deb. Aktivieren sie die Einrichtung, und machen sie sich auf die Aufnahme von Verwundeten bereit.
    Lieutnant Commander Brelya? Ändern sie den Kurs so, dass wir eine CC-9600 Backbord, und einen MC-40 Steuerbords aufnehmen können. Dann lassen sie die Luftschleusen bereit machen."


    "Jawohl, Commander!"

    Sein Erster Offizier, ein Bothan, machte sich daran, die Mannschaft zu den Luftschleusen zu beordern, während sich Lin wieder auf seinen Kommandosessel setzte, sich zurücklehnte und durch das Brückenfenster die Entfernten, blitzenden Sprünge des Handelskonvois betrachtete. Er begann leicht zu schmunzeln. Dann ging auf der Brücke ein Alarm los, und Lin sprang auf.

    "Auf Ankunft unserer neuen Gäste vorberreiten!"

    [:: Tyrius-System :: bei Rodia :: MC-30 Silver Speer :: Brücke ::] Lin Ke-Derik, Brückenbesatzung
     
  18. Joya No

    Joya No Republikanischer Captain

    [Outer Rim | Hyperraum | von Shinbone nach Rodia | CC9 Ax] Joya No mit Crew

    Falls es möglich war, die Strecke von Shinbone nach Rodia in einem einzelnen Hyperraumsprung zurückzulegen, so entzogen sich die nötigen Koordinaten der Kenntnis von Joya Nos Besatzung. Dieser Teil der Galaxie war unzureichend vermessen, die Informationen über die Bahnen und Massen der Milliarden Himmelskörper unvollständig. Während man auf einer der großen Routen relativ sicher sein konnte, nicht auf einen unbekannten Kometen oder gar einen nicht kartographierten Stern zu stoßen, war das Risiko hier in den entlegensten Bereichen des Outer Rim erheblich höher. Um dieses überhaupt auf einem akzeptablen Niveau zu halten, musste die Ax ihre Reise in mehreren kleineren Sprüngen bewerkstelligen und dazwischen immer wieder in den Normalraum zurückkehren, um neue Vermessungen, Beobachtungen und Berechnungen anzustellen.

    Sie legte ihren Weg einsam zurück, denn eine Kontaktaufnahme mit der Lioness gelang nicht. Während des Hyperraumfluges war das sowieso beinahe unmöglich, aber auch zwischen den Sprüngen scheiterte der Versuch, Shou Adachi zu erreichen, immer wieder. Dafür gab es mehrere mögliche Erklärungen: Die gefälligste war, dass der MC40-Kreuzer auf einem anderen Kurs reiste und durch Zufall immer genau dann im Hyperraum war, wenn die Ax im Normalraum lag. Auch ein Defekt der Kommunikationsanlagen war möglich - in diesem Fall konnten sie sich zugleich im normalphysikalischen Weltraum und sogar im gleichen System befinden, und trotzdem nicht miteinander sprechen können. Vielleicht hielt Commander Adachi auch aus irgendeinem Grund Funkstille, zum Beispiel weil er verfolgt wurde oder das befürchtete. Doch man durfte auch nicht die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass der Lioness die Flucht aus dem Shinbone-System womöglich nicht gelungen war. Auch dafür gab es mehrere Ursachen: Einen Ausfall des Hyperantriebs oder der Energiegeneratoren, Interdiktionsfelder (sie wussten ja nicht, ob die Subjugator mit Abfangtechnologie ausgerüstet war) oder sogar die vollständige Zerstörung.

    Niemand an Bord der Fregatte hoffte das, aber die wenigsten kümmerten sich darum. Zu sehr hatten sie damit zu tun, ihr eigenes Schiff am Laufen und die eigenen Kameraden am Leben zu halten. Die Zerstörung war immens. Große Teile der Rumpfpanzerung fehlten. Laserstrahlen, Sprengköpfe und Brände hatten ganze Decks verheert und viele wichtige Systeme beschädigt. Manche Bereiche des Schiffes waren noch immer unzugänglich. Die Crew arbeitete fieberhaft daran, Überlebende zu finden und Verletzte zu verarzten, was infolge der begrenzten Kapazitäten der Krankenstation nicht ganz unproblematisch war. Gleichzeitig bemühten sie sich, die gröbsten Schäden zu beseitigen oder zumindest zu verhindern, dass sie noch schlimmer wurden. Insbesondere der Ein- und Austritt aus dem Hyperraum stellte eine immense Belastung für die Ax dar und sie wäre nicht das erste Schiff, das aufgrund struktureller Schäden in einem solchen Augenblick auseinanderbrach. Dass die tragenden Strukturen offenbar noch robust genug waren, um die Strapazen der Reise zu überstehen, war die erste gute Nachricht dieses Tages.

    Was immer die Besatzung auch tat, Joya No war mitten darunter. Er schien überall gleichzeitig zu sein. Er hatte sich seit dem Eintreffen im Shinbone-System und auch in den Tagen davor wenig Ruhe und noch weniger Schlaf gegönnt und längst machte sich bei ihm die Übermüdung bemerkbar, die ihn schon öfter nahe an den körperlichen und seelischen Zusammenbruch geführt hatte. Doch wie immer ignorierte er die Anzeichen der Erschöpfung und achtete darauf, dass niemand sie zu Gesicht bekam. Sein Ego erlaubte es ihm nicht, solche Schwäche zu zeigen, schon gar nicht nach der vernichtenden Niederlage, die sie erlitten hatten. Stattdessen zog er rastlos durch sein Kriegsschiff, denn auf der Brücke hatte es ihn nicht gehalten - er hatte das Gefühl gehabt, dort zu wenig ausrichten zu können. Er inspizierte höchstpersönlich die Schäden, beaufsichtigte die Reparaturarbeiten, gab Anweisungen und sparte nicht an Kritik, wo immer er es für nötig hielt. Er erleichterte seinen Untergebenen ihre Arbeit nicht gerade. Aber zumindest sorgte er dafür, dass sie in ihren Bemühungen nicht nachließen.

    Schließlich erreichten sie das Geonosis-Systen im Arkanis-Sektor, von wo aus ein letzter gerader Sprung nach Rodia möglich war. Ächzend warf sich die CC-9600-Fregatte zurück in den Hyperraum, um die letzte Etappe ihrer Reise zurückzulegen. Wenn sie im Tyrius-System ankam, einem der abgelegensten Außenposten der Neuen Republik, standen endlich medizinische Hilfe, zusätzliche Ressourcen für die nötigen Reparaturen, Schutz durch verbündete Schiffe und eine Verbindung zum Flottenkommando zur Verfügung. Doch bevor sie ankamen, rief Joya No seine Offiziere in einem der Besprechungsräume zusammen. In der Zwischenzeit hatte ein Schichtwechsel stattgefunden und die meisten von ihnen hatten sich schlafen gelegt, doch darauf nahm er keine Rücksicht, im Gegenteil. Da er von seinen Untergebenen genauso viel erwartete wie von sich selbst, hielt er ihr Bedürfnis nach Ruhe für eine Art der Pflichtvergessenheit und gönnte ihnen die Unterbrechung ihres Schlafes von Herzen. Kurze Zeit nach seinem Ruf fanden sich die komplette Alpha-Brückenschicht und die übrigen Führungskräfte ein, ausgenommen die Armoeeoffizierin Lieutenant Colonel North sowie Doktor Lurdo, der in der Krankenstation unabkömmlich war.


    »Ich habe Sie gerufen, um mit Ihnen eine Analyse des zurückliegenden Einsatzes durchzuführen«, begann er ohne Gruß. »Admiral Stazi erwartet meinen Bericht. Er wird nicht erfreut über das Ergebnis der Mission sein und genau wissen wollen, welchen Umständen das Scheitern zu verdanken ist. Lieutenant Commander Tai'oki, sagen Sie mir was Sie über den aktuellen Status der Ax wissen.«

    Der Erste Offizier machte einen etwas unkonzentrierten Eindruck und sein Fell war ungeordnet. Er zählte offenbar zu denen, die No aus dem Schlummer gerissen hatte. Er war offenbar nicht auf diese Frage vorbereitet - wie könnte er auch, da er sich schon seit einer Weile nicht mehr auf der Brücke aufhielt und die aktuellsten Berichte demnach verpasst hatte. Doch die leitende Ingenieurin Suma Feydon kam ihm zu Hilfe, indem sie ihm ein Datapad überreichte. Sie hatte als eine von wenigen die ganze Zeit über ihre Stellung im Maschinenraum und an den diversen Baustellen der Fregatte gehalten. Der Bothaner blätterte darin nach den richtigen Informationen.

    »Sir, die wohl wichtigste Information ist, dass die Ax nicht irreparabel beschädigt wurde«, antwortete er, sobald er sich einen Überblick verschafft hatte. »Antrieb, Schildsystem und Bewaffnung sowie zahlreiche weitere Systeme funktionieren nur eingeschränkt, doch sie können wiederhergestellt werden. Lieutenant Feydon schätzt, dass eine Reparatur achtzehn Tage in Anspruch nehmen wird, vorausgesetzt, ein voll ausgerüstetes Dock und die nötigen Ersatzteile sind vorhanden.«

    »Sir, wenn Sie erlauben...« hakte die unansehnliche Pau'anerin ein, »das gilt für die vollständige Beseitigung aller Kampfschäden. Meine Leute sind dabei, Prioritätenlisten zu erstellen. Meine derzeitige Schätzung lautet, dass vier Tage ausreichen, um die gröbsten Schäden zu beheben und neunzig Prozent der Einsatzbereitschaft wiederherzustellen.«

    Commander No nickte und warf den beiden Offizieren einen schwer zu deutenden Blick seiner großen blauen Augen zu.

    »Soviel zum technischen Status. Doch Ihr Bericht vernachlässigt eine weitere, mindestens ebenso wichtige Komponente. Der Kampf hat nicht nur Sachschäden angerichtet, sondern auch einen hohen Blutzoll gefordert. Wir haben nach derzeitigen Erkenntnissen zweihunderteinundzwanzig Todesopfer zu beklagen. Weitere hundert werden vermisst und es ist unwahrscheinlich, dass sie noch am Leben sind. Das bedeutet, dass bis zu dreihundertzwanzig Personen umgekommen sind - jeder achte an Bord! Wie, frage ich Sie, konnte diese Mission zu einem solchen Desaster werden?

    Das ist keine rhetorische Frage!«
    fügte er streng hinzu, als die Offiziere um ihn herum schwiegen und auf die Tischplatte oder die Wände starrten.

    Al erster ergriff Choe Ollifs das Wort, ein Umstand, den der Kaminoaner ihm als Pluspunkt auslegte.


    »Weil wir deutlich unterlegen waren, Sir«, antwortete er. »Wir hatten nicht die Feuerkraft, um uns gegen die imperiale Übermacht zu behaupten. Das Flottenkommando hätte mit dieser Möglichkeit rechnen mehr Schiffe für diesen Einsatz entsenden müssen.«

    »Möglich!« räumte No ein. »Wenn man einen Sternenzerstörer geschickt hätte, wäre die Sache vielleicht anders ausgegangen. Aber ich wage zu behaupten, dass sie womöglich auch dann anders ausgegangen wäre, wenn man eine baugleiche CC9-Fregatte geschickt hätte, sofern es eine andere als die Ax ist. Können Sie sich vorstellen, wie ich zu dieser Überzeugung komme?«

    Dies war eine rhetorische Frage. Er knallte ein Datapad auf den Tisch und fuhr fort:

    »Ich konnte die vergangenen Stunden unter anderem für eine erste Analyse der allgemeinen Leistung nutzen. Das Ergebnis ist erschütternd und lässt tief blicken wie es um den Zustand dieses Schiffes und seiner Mannschaft steht! Die Zahlen lügen nicht: Die durchschnittliche Reakionszeit auf Befehle lag acht Prozent hinter dem vom Flottenkommando festgesetzten Soll, die Trefferquote der Geschütze sogar elf komma fünf Prozent. Auch die Sensorik, die Kommunikation und nicht zuletzt die Lösch- und Rettungsteams haben nicht die Leistung erbracht, die man von einem Kriegsschiff der Flotte der Neuen Republik erwarten darf und muss!«

    Es sah so aus, als wollte Bax Musa etwas dazu sagen, doch No ließ ihn nicht zu Wor kommen.

    »Ich bin noch nicht fertig, Lieutenant! Als ich das Kommando über die Ax angetreten habe, habe ich hier Zustände vorgefunden, für die das Wort ›indiskutabel‹ eine unverschämte Beschönigung wäre! Der Wartungszustand des Schiffes, insbesondere aber die Leistungsfähigkeit und Disziplin der Crew haben eine Menge zu wünschen übrig gelassen. Ich habe alles in meiner Macht stehende getan, um diese Misstände auszumerzen. Schon zu Beginn habe ich Ihnen klargemacht, was ich von Ihnen erwarte und dass ich auf Ihre uneingeschränkte Kooperation angewiesen bin, um den schrottreifen Kahn voller halb verwahrloster Weltraumtramps, den ich vorgefunden habe, in ein funktionierendes Kriegsschiff zu verwandeln! Jeder von Ihnen hat klare Anweisungen und Vorgaben erhalten, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Und kein einziger hat diese Vorgaben zu hundert Prozent erfüllen können!«

    Seine Stimme, die sonst oft sogar in Krisensituationen sanft und leise blieb, schwoll immer mehr an, während er redete, und ihr heller Ton hallte von den Wänden wider. Ihm war anzusehen, wie zornig er war. Frust, Enttäuschung und Müdigkeit machten sich auf diese Weise Luft. Die einzige Alternative wäre ein Nervenzusammenbruch mit Zittern und Weinen gewesen, doch der Commander hatte sich stattdessen für einen Wutausbruch entschieden, und diesen mussten seine Offiziere nun über sich ergehen lassen. Er war als harter Hund bekannt, doch so aufgebracht hatten ihn noch die wenigsten gesehen.

    »Ich habe oft genug vor den Folgen gewarnt, wenn es nicht in kürzester Zeit gelingen sollte, das Schiff inklusive Mannschaft wieder voll einsatzbereit zu machen. Ich habe Ihnen prophezeit, was die Folgen sein werden, wenn wir in diesem desolaten Zustand in einen gefährlichen Einsatz müssen. Eine Kostprobe haben wir beim Angriff auf Rendili erhalten. Der verpatzte Sprung hat zu Schäden am Schiff, zum Tod eines Crewmitglieds und zur Entfernung von Lieutenant Commander Priestley aus ihrem Posten geführt. Ich dachte, der Vorfall wäre Ihnen eine Warnung gewesen. Die Waffenstillstandsverhandlungen auf der Reliant und die Beobachtungsmission bei Xorth waren gefährlich, sind aber glimpflich verlaufen. Sie hätten Zeit geboten, weiter an den Defiziten zu arbeiten und ein akzeptables Leistungsniveau erreichen. Doch offenbar haben Sie das unverdiente Glück, dass nicht noch Schlimmeres passiert ist, zum Anlass genommen, sich auf Ihren bescheidenen Teilerfolgen auszuruhen!

    Die Quittung bekommen wir jetzt. Dreihundert Tote, ein demütigender Rückzug, und ein Waffensystem mit unbekannter Leistungsfähigkeit ist in der Hand des Imperiums, das offenbar einen Dreck auf den Waffenstillstand gibt! Natürlich können wir auf die äußeren Umstände verweisen, Lieutenant Ollifs; auf unzureichende Aufklärungsdaten, mangelnde Vorbereitung oder einfach auf das Pech. Aber vielleicht beginnen Sie die Suche nach einem Schuldigen lieber bei sich selbst!«


    Die Wut war herausgeschrien. Nun zeigten sich die ersten Anzeichen von Erschöpfung bei ihm. Joya No seufzte schwer und sank ein wenig in sich zusammen, bevor er seine ›Analyse‹ abschloss:

    »Sie alle haben Ihren Anteil zu diesem katastrophalen Scheitern beigetragen. Seien Sie sicher, dass ich Admiral Stazi von jedem einzelnen Verstoß und jeder Nachlässigkeit in Kenntnis setzen werde, die Sie oder die Personen in Ihrem Verantwortungsbereich begangen haben. Ich verspreche Ihnen, dass lückenlos aufgeklärt wird, wie groß Ihre Mitschuld ist, und dass Sie die Konsequenzen tragen werden. Mehr habe ich Ihnen im Augenblick nicht zu sagen und mehr will ich auch nicht hören. Allesamt wegtreten!«

    Er behielt noch eine möglichst aufrechte Haltung und den strengen Gesichtsausdruck bei, bis seine Offiziere aus dem Raum verschwunden waren. Dann ließ er sich in den Sessel sinken. Sein schmaler Brustkorb hob und senkte sich schwer. Er rieb sich die Augen und massierte sich mit den langen Fingern die Schläfen. Dieses Eingeständnis von Schwäche dauerte nur etwa zwei bis drei Minuten, dann nahm er seine Kraftreserven zusammen und erhob sich wieder. Es gab noch so viel zu tun...


    ***


    Eine knappe Stunde später stand der weißhäutige Kaminoaner wieder auf der Brücke. Die Gamma-Schicht hatte Dienst, doch auch Serek Tai'oki hatte sich wieder zu ihm gesellt, anstatt ins Bett zurückzukehren; entweder hatte der zornige Appell bei ihm gefruchtet oder er wollte zumindest den Eindruck erwecken. No hatte keine besonders hohe Meinung vom bothanischen Volk im Allgemeinen und seinem Ersten Offizier im Besonderen, daher konnte er sich Letzteres gut vorstellen. Er würdigte ihn keines Blickes, sondern konzentrierte sich auf die aktuellsten Schadenberichte und die Ereignisse auf der Brücke. Schließlich kam der Zeitpunkt, an dem sie aus dem Hyperraum fallen sollten. Ein Ensign zählte den Countdown herunter. Es war abermals ein kritischer Moment und wie bei den letzten Sprüngen auch zog sich ein dumpfes, knarrendes Geräusch durch die angeschlagenen Strukturen der CC9 Ax, als der Bug einen winzigen Sekundenbruchteil früher in den Normalraum zurückkehrte als das Heck.

    »Ankunft im Tyrius-System, Sir«, berichtete der Steuermann.

    »Ermitteln Sie unsere genaue Position und scannen Sie die Umgebung. Versuchen Sie abermals, die Lioness zu erreichen. Nehmen Sie Kurs auf Rodia. Und öffnen Sie mir einen allgemeinen Rufkanal!«

    Sobald das geschehen war, sprach er, so dass alle befreundeten Schiffe und Stationen im System ihn hören konnten:

    »Hier spricht Commander Joya No vom republikanischen Kriegsschiff Ax. An alle verbündeten Einheiten: Wir haben umfangreiche technische Defekte und zahlreiche Verletzte an Bord. Ich bitte um sofortige Unterstützung!«

    [Tyrius-System | Weltraum | CC9 Ax] Joya No mit Crew; Silver Spear (Lin Ke-Derik) in der Nähe
     
  19. Shou Adachi

    Shou Adachi Commander

    [Outer Rim | Hyperraum | von Shinbone nach Rodia | MC40 Lioness]
    Shou Adachi, Crew



    Obwohl die Lioness sich vor dem Zwischenfall im Shinbone-System schon längere Zeit auf Tiefenraum-Patrouille im Outer Rim befunden hatte, war es aus Sicherheitsgründen nicht möglich, einen direkten Sprung nach Rodia durchzuführen. In dieser Gegend der Galaxis gab es zu wenige bewohnte Planeten, zu wenige kartografierte Sterne, zu wenige Hyperraum-Routen. Oder kurz gesagt: Zu wenig Interesse der raumfahrenden Spezies und Nationen in diesen buchstäblichen schwarzen Flecken auf der Sternkarte. Kurze Sprünge, bildlich zu vergleichen mit denen eines Frosches, der von Blatt zu Blatt hüpfte, waren das Äußerste. Dass das Schiff insgesamt in einem schwer beschädigtem Zustand war, half nicht. Jedwede Belastung für den Hyperantrieb barg die Gefahr, in dieser galaktischen Wüste zu stranden.

    Nach dem ersten Sprung aus dem Shinbone-System hatten sie kurz innegehalten, um die noch verbliebenen neun X-Wing wieder an Bord zu nehmen. Soweit nötig, wurden die Piloten versorgt und die Maschinen auf die Reparaturliste gesetzt. Da es aber weit wichtigere Dinge instand zusetzen gab, hatten die Jäger keine allzu hohe Priorität erhalten.

    Shou hatte über die Hälfte der Zeit dieser Sprünge das Kommando von seiner Brücke aus geführt. Zum einen aus Pflichtbewusstsein, da diese erste Hälfte zurück nach Rodia die wohl gefährlichere war. Und zum anderen, weil es ihm schwer fiel, die Brücke zu verlassen. Die Niederlage bei Shinbone, der Verlust so vieler Leben und auch der Subjugator hatten in dem Pantoraner zum allerersten Mal ein Gefühl von Ohnmacht ausgelöst. Sowohl er als auch sein Pendant von der Ax, der Kaminoaner Joya No, hatten aus seiner Sicht getan, was möglich war. Und dennoch war es zu wenig gewesen. Ihn hatte das Gefühl beschlichen, noch mehr zu verlieren, wenn er nun die Kontrolle an einen seiner Offiziere abgab.

    Obwohl das Bockspringen von System zu System in dieser unerforschten Region seinen besten Navigator erfordert hätte, hatte der Pantoraner seinen Navigator, der auch gleichzeitig zweiter Offizier auf der Lioness war, in seine Kabine geschickt. Lieutenant Commander Sekel hatte bereits beim Empfangen des Notrufs der Ax eine volle Schicht auf der Brücke verbracht. Von dort an gerechnet bis zum jetzigen Zeitpunkt hatte der stoische Mon Calamari fast drei Schichten hintereinander durchgeackert. Es war also nicht nur zu seinem Wohl, sondern auch um etwaige Konzentrationsfehler des Navigators zu vermeiden. Solche konnten in der Tiefe des Raums ganz schnell tödlich enden.

    Während ihrer Sprünge aus dem Hyperraum hatte die Lioness immer wieder nach Lebenszeichen ihrer Kameraden von der Ax Ausschau gehalten, jedoch immer vergeblich. Da die Fregatte vor dem Mon Cal-Kreuzer aus dem Shinbone-System gesprungen war, wusste Shou, dass sie jedenfalls nicht von feindlichem Feuer vernichtet worden war. Für ihn war die wahrscheinlichste Erklärung die, dass die Fregatte mit ihrem schnelleren Hyperantrieb schon weiter voraus war, als die Lioness.

    Bald würden sie das Siskeen-System erreichen, von wo aus sie einen einigermaßen sicheren, durchgehenden Sprung ins Tyrius-System machen konnten. Kurz vor dem vorletzten Austritt aus dem Hyperraum betrat Shous Stellvertreter wieder die Brücke. Er hatte auf Geheiß seines Kommandanten die erste Hälfte der Strecke damit verbracht, sich im Ganzen Schiff umzusehen, sich einen Überblick zu verschaffen und gleichzeitig ein Auge auf die Moral der Crew zu haben. Für viele war dies der erste Kampfeinsatz gewesen und der nachlassende Schock führte mit einiger Zeitverzögerung zu der Erkenntnis, wie knapp sie alle dem Tod entronnen waren.

    Der Bothaner trat an den Kommandosessel und sah beim näheren Hinsehen so zerzaust aus, wie sich Shou innerlich fühlte. Obwohl Ven’toro seine Uniform vorschriftsmäßig trug, schien auch ihn das kürzlich durchlebte nun erst richtig einzuholen. Seine Ohren hingen ein wenig tiefer, als sonst, die Augen wirkten etwas trüber und Shou konnte ein paar kleinere Verbrennungen im Fell des Bothaners ausmachen, welche ihm bisher noch nicht aufgefallen waren.

    »Sir, es ist so schlimm, wie wir befürchtet haben. Aufgrund der defekten Energierelais können wir kaum etwas anderes als Lebenserhaltung und Antrieb gleichzeitig betreiben. Lieutenant Qualto meint, dass die Reparatur der Relais nicht ohne Unterstützung durchgeführt werden kann. Auf der Haben-Seite können wir jedoch verzeichnen, dass alle anderen Schäden, inklusive der Hüllenbrüche, nicht irreparabel sind. Mit etwas Zeit kriegen wir sie wieder flott, Sir.«

    Der letzte Satz war dazu gedacht, die Laune des Pantoraners zu heben. Schiffskommandanten definierten sich nicht zuletzt darüber, ob und was für ein Kommando sie hatten. Ein Kommandant ohne Schiff war nur ein halber Offizier.

    Shou nickte zwar bestätigend, doch seine goldenen Augen zeigten keine Erleichterung. »Was ist mit der Crew?«

    Die Ohren des Bothaners schienen noch ein wenig tiefer zu sinken. »Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir 729 Tote und 83 Schwerverletzte. Dazu kommen die vermissten 416 Marines.« Die Stimme Ven’toros war monoton und die Zahlen kamen so schnell und sauber, als ob er diesen Bericht schon ein gutes Dutzend Mal in den letzten Stunden abgegeben hätte. Vermutlich konnte er diese Zahlen nicht mehr aus seinem Gedächtnis kriegen, so sehr er es auch versuchte.

    Shou erging es nun ebenso. Für einen kurzen Moment verloren seine goldenen Augen den Fokus. Es schien, als ob er sich selbst aus der Realität entfernte, sich abkapselte. Doch der Moment der Schwäche dauerte nicht lange. Er erlaubte es sich nicht, sich länger der Trauer und dem Zorn hinzugeben. Das würde niemanden mehr lebendig machen. Was die Überlebenden jetzt brauchten, war ein Schiffskommandant, der klar dachte und die richtigen Entscheidungen traf.

    »Ich danke ihnen, Lieutenant Commander. Bis wir im Tyrius-System sind, haben sie Zeit, sich ein wenig Auszuruhen. Ich lasse sie 15 Minuten vorher rufen.«

    »Sir! Ich…«, weiter kam der Protest des Bothaners nicht. Ein Blick wie geschmolzenes Gold brachte ihn zum Erstummen.

    »Wegtreten.«

    Ven’toro salutierte ein wenig trotzig und verließ umgehend die Brücke.

    Kurz darauf verließ der Kreuzer den Hyperraum im Siskeen-System, Nach entsprechenden Berechnungen sprang die Lioness schließlich wieder zurück in den Hyperraum um die letzte Etappe zurückzulegen.


    ***



    Genau 15 Minuten vor dem Rückfall ins Tyrius-System öffneten sich die Türen zur Brücke und Yantahar Ven’toro trat wieder an den Kommandosessel. Er wirkte in der Tat ein klein wenig frischer und seine Augen funkelten kurz schelmisch, denn er war ohne Aufruf von der Brücke selbständig erschienen. Dennoch meinte Shou hinter der Fassade die Bürde des stellvertretenden Kommandanten zu sehen. Eine Bürde, der sich jeder kommandierende Offizier früher oder später stellen musste. Es würde sich zeigen, wie gut der Bothaner damit umgehen würde.

    Schweigend warteten sie, bis der Navigator mit dem finalen Countdown begann und das Schiff schließlich im Tyrius-System in den Normalraum zurücksprang. Nur Sekunden später wurde von der Sensor- und Kommunikationsstation gemeldet, dass nicht nur die Ax bereits anwesend war, sondern noch ein weiteres, republikanisches Schiff. Laut Kennung die MC30 Silver Spear. Shou wusste nicht, wie lange No schon im System war und in wieweit der Kommandant der Silver Spear um ihre Situation wusste. Deshalb ließ er einen allgemeinen Kanal für befreundete Flotteneinheiten öffnen:

    »An alle republikanischen Einheiten im System, hier ist Commander Adachi von der MC40 Lioness. Wir haben schwere Schäden an Bord erlitten und brauchen Hilfe bei der Versorgung der Verwundeten.«


    [Tyrius-System | Weltraum | Nahe der CC9 Ax und MC30 Silver Spear | MC40 Lioness]
    Shou Adachi, Crew
     
  20. Lin Ke-Derik

    Lin Ke-Derik In Stipendii Republicae

    [Tyrius-System | Weltraum | Nahe der CC9 Ax und MC40 Lioness | MC30 Silver Spear] Lin Ke-Derik, Crew

    Als die Republikanischen, schwer beschädigten Schiffe ins Systemeintraten, wusste Lin, das der Einsatz verheerend für die Neue republik gewesen sein musste. Auf seinem datapad vergewisserte er sich, dass das gesamte Personalauf den vorgegebenen Stationen bereitstand. Dann gab der Nikto seinem Kommunikationsoffizier ein Zeichen den freien Kanal zu öffnen, sodass er eine Antwort auf die Bitten des Kaminoaners und des Pantouraners geben konnte. Nach einem zischen begann der riesige Flottenoffizier zu sprechen.

    "Hier spricht Commander Lin Ke-Derik von der Neu Republikanischen Fregatte Silver Spear. Ich habe ihre Bitte empfangen. Wir werden in Kürze an ihren Luftschleusen andocken und Ärtzte und Techniker mit dem dazugehörigem nötigem Material überspielen. Wir haben in unserem Hangar ein Improvisiertes Lazarett eingerichtet, welches wir als erweiterung der Krankenstation nutzen werden. Auf dieses werden auch ihre Verwundeten befördert. Ich lade sie beide zusätzlich zu mir auf die Brücke oder gegebenenfalls in mein Arbeitszimmer ein. Mich würde es freuen, wenn sie dieser Einladung trotz der gegebenen Zustände nachkommen würden."

    Lin machte eine kurze Pause und schielte nochmals auf sein Datapad.

    "Das Andockmanöver erfolgt in 5 Minuten, bitte halten sie sich dazu an die Kurskennzeichnungen und Koordinaten die ihnen jetzt überspielt werden."

    Lin sprach ohne sich umzudrehen seinen Ersten Offizier an, um sich den Daten von seiner Quelle zu vergewissern.

    "Lieutanant-Commander Brelya, sind alle Stationen wie vorgegeben besetzt?"

    "Jawohl, Commander. Die techniker schließen soeben das Hangarlazarett an den Energiefluss der Spear an. Die Vorhuten und Technischen Pioniere stehen an den Schleusen bereit. Wir haben selbst 12 Psychologen mit kleinem Stab vom Versorgungsschiff bekommen."

    Lin seufzte. Die würden warscheinlich genug zu tun bekommen. Dannsetzte er zu einer Antwort an.

    "Gut, Lieutanant-Commander. Lassen sie mitlere Alarmstufe auslösen, und höchste Bereitschaftsstufe. Dann machen sie sich auf das Manöver bereit."

    [Tyrius-System | Weltraum | Nahe der CC9 Ax und MC40 Lioness | MC30 Silver Spear] Lin Ke-Derik, Crew
     

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