Shinbone

[::Shinbone System::Shinbones obere Atmosphäre:: (VIN) Basilisk::Brücke samt Besatzung::]


Gemächlich trat der Schwere Kreuzer in die obere Atmosphärschicht von Shinbone ein.

"Jäger starten lassen! Geschützstand, eröffnen sie das Feuer auf die nächstgelegenen Raumbojen!"

Sekunden später schnellten 2 Staffeln TIE Abfangjäger aus dem Hangar, welcher sich an der Unterseite der Basilisk befand. Auch wenn Tryam hergekommen war, um diese Komplexe zu vernichten, beeindruckte ihn die Architektur dieser Scheinbar an kleinen Stilen hängenden Bojen, nicht zuletzt, da er so auf die Charaktere der Leute schließen konnte, die diesen Benutzten.

Der erste Komplex zerbarst unter dem Turbolaserfeuer des Kreuzers. Ein anderer verlor schon an Stabilität.


"Sir, wir haben ein Schiff geortet! Es ist nur eine Alte Frachtfähre, doch sie versucht unseren Scannern zu entgehen."

"Gute Arbeit, Sensorik.

Staffelführer A, schicken sie zwei ihrer Jäger zu dem Shuttle, das versucht, in den Raum zu fliehen!"

"Jawol, Sir"

"Lieutnant-Commander, lassen sie die Traktorstrahlen dieses Schiff abfangen, wenn die TIEs es in Reichweite getrieben haben. Lassen sie außerdem einige Ionenbatterien auf es feuern. Und verstärken sie das Feuer auf die Minenanlagen."

Tryam sah zu, wie zwei Maschinen abdrehten und das längliche Schiff in das Ionenfeuer jagten, wo es von den Traktorstrahlen erfasst, und sich langsam dem Vindikator näherte.

"Zwischenbericht?"

"Die Komplexe sind zu 80%zerstört. Eigene Verluste: Zwei Abfangjäger."

"Ausge-"Tryam konnte seinen Satz die das brüllende Zerbersten einer weiteren Minenboje nicht beenden.

Das Shutle war nun fast im Hangar angelangt.


"-zeichnet. Beordern sie ein Enterkommando in den Hangar. Es soll das Schiff durchsuchen und alle Personen und Droiden vorzeitig in die Zellen sperren. Kontaktieren sie das Shuttle, es soll Landestützen ausfahren. Benachrichtigen sie ausserdem die Pandora, erstatten sie einen Lagebericht."


[::Shinbone System:: Obere Atmosphäre:: Basilisk-Minenkomplexe::]
 
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[Weder er noch ich hatten verluste, da die Scarabs nur Startbereit gemacht wurden und nicht abgeschickt, der rest sollte so wie beschrieben passiert sein]

[Shinbone-Minenkolonie-Weltallüberwachung] Yara Locke, OOM's

Die Ionenwaffen haben nicht nur das Schiff, sondern auch die noch fest verbundenen Scaarabs ausgeschaltet...
Die OOM's hingegen waren durch den Hemetrischen Käfig der Sucher geschützt, da sie so nicht direkt getroffen wurden...

Wärend das Schiff in den Hanger gezogen wurde, nahmen die OOM's kampfstellung hinter einigen leeren Kisten ein, gut verborgen, so das sie von aussen nicht zu sehen waren...
Die Minendroiden sind aus ihrer Gekrabbelt und begangen nach Rohstoffen in Schiff zu suchen...vergebens

Yara nahm ihr E-5, stellte es auf betäubung, dann positionierte sie sich im Cokpit und öffnete die Luke an anderen Ende des Schiffs...

[Shinbone-obere Atmosphäre-"Sucher"] Yara Locke, OOM's
 
[Shinbone-System | Weltraum | über dem Ringsystem von Shinbones Nachbarplanet | auf Sicherheitsabstand zur Subjugator | CC9 Ax] Joya No

»Noch immer keine Antwort auf unseren Ruf?« fragte Joya No nach einer Weile.

Die Antwort war negativ. Es konnte kaum einen Zweifel daran geben, dass das Schiff die Nachricht empfangen hatte. Aber aus irgendeinem Grund waren sie nicht willens oder in der Lage, zu antworten.

Unterdessen bemühte sich die Brückencrew, das Schiff zu identifizieren. Da kein Freund-Feind-Kennungssignal von ihm ausging, war zumindest klar, dass es sich nicht um eine Einheit der republikanischen Flotte handelte.


»Commander, wir empfangen jetzt eine ID des unbekannten Schiffes. Es handelt sich demzufolge um einen Handelskreuzer, registriert für ein Unternehmen namens ›Kubindi Ore and Steel Inc.‹.«

Diese Neuigkeit war einigermaßen beruhigend. Wenn es sich um einen Transporter handelte, war es wahrscheinlich, dass er das System nur aus dem Grund ansteuerte, um Fracht aufzunehmen. Allerdings genügte es nicht, um Joya Nos Sorgen zu zerstreuen. Die Größe des Schiffes war auffällig. Er konnte sich nicht vorstellen, dass die kleine Kolonie genug Erz produzierte, um in kurzen Abständen die Frachträume eines so gewaltigen Schiffes zu füllen. Dessen Ankunft in diesem ansonsten kaum frequentierten Teil des Raumes war demnach ein großer Zufall, so dass ein gewisses Misstrauen dem Kaminoaner geraten schien.

»Sir, der Handelskreuzer - wenn es einer ist - hält weiterhin mit sehr niedriger Geschwindigkeit auf die Kolonie zu. Keine wie auch immer geartete Reaktion auf unsere Anwesenheit. Und ihre ungleichmäßige Beschleunigung könnte ein Hinweis auf gravierende technische Probleme sein. Möglicherweise haben sie uns gar nicht gehört.«

Der Commander dachte kurz über die Worte seines bothanischen Ersten Offiziers nach. Es war natürlich möglich, dass es sich so verhielt. Dies wäre nicht der erste Frachter, dessen Besitzer sich keine ordentliche Wartung leisten konnte oder sich der Notwendigkeit dafür überhaupt nicht bewusst war. Normalerweise sprang niemand mit Felfunktionen in Antrieb und Kommunikation freiwillig in den Wilden Raum, wo man im Fall eines Totalversagens der Triebwerke und ohne die Möglichkeit, Hilfe zu rufen, wahrscheinlich noch in zehntausend Jahren treiben würde. Aber der Schaden konnte frisch sein. Insbesondere wenn es sich um ein älteres Schiff handelte, konnte zum Beispiel die strukturelle Belastung durch Hyperraumsprünge zu solchen Ausfällen führen. Es war eine naheliegende Erklärung für das sonderbare Verhalten des fremden Schiffes. Aber nicht für dessen Ankunft genau in diesem kritischen Moment.

»Das wäre möglich, Lieutenant Commander«, antwortete No. »In dem Fall, dass sie ernsthafte technische Probleme haben, würde mich aber wundern, dass sie nicht zumindest irgendein Notrufsignal aussenden. Zumindest das sollte selbst beim Totalverlust der meisten Bordsysteme noch möglich sein.

Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sie uns gehört haben, aber bewusst auf eine Antwort verzichten.«


»Möglicherweise sind sie ebenso wie wir bemüht, uns zunächst zu identifizieren, bevor sie reagieren. Vielleicht haben sie uns noch gar nicht auf ihren Schirmen oder sie halten uns für Piraten oder sonst eine potentielle Bedrohung.«

»Auch das ist einigermaßen plausibel, es ist mir aber zu spekulativ. Ich will Fakten haben. Behalten Sie das Schiff genau im Blick und versuchen Sie, mehr über seinen Zustand herauszufinden. Ich will so bald wie Möglich eine Einschätzung seiner Gefährlichkeit haben. Und wiederholen Sie den Ruf im Minutentakt. So leicht lassen wir uns nicht abwimmeln!«

Eine Weile geschah nichts. Die Ax beschränkte sich aufs Beobachten und Joya Nos Anfrage wurde erneut an den vermeintlichen Handelskreuzer gesendet. Unterdessen meldeten die Landungsteams aus dem Shuttlehangar der schweren Fregatte ihre Bereitschaft. Doch der Kaminoaner erteilte den Startbefehl nicht. Zwar gab es mittlerweile einige Gründe, daran zu zweifeln, dass die Mission so reibungslos verlaufen würde, wie es für die Umsetzung des Plan A nötig war. Aber noch stufte der Commander die Situation nicht als kritisch ein.

Schließlich zeigte der Abgleich des unscharfen Bildes, das sie von dem Großraumfrachter empfangen hatten, mit den Datenbänken des Schiffscomputers Erfolg. Sie hatten eine Übereinstimmung. Der Lieutenant, der den Treffer gelandet hatte, zeigte seinen Vorgesetzten die Abbildung eines Schiffes, dessen Silhouette große Ähnlichkeit mit dem pixeligen Abbild des Handelskreuzers aufwies. Allerdings handelte es sich dabei keineswegs um ein Transportschiff.

»Die Munificent-Klasse der Hoerschel-Kessel-Drive Incorporated«, erklärte der junge Mann. »Ein Schwerer Kreuzer. Früher ein Stück militärischer Spitzentechnologie, mittlerweile aber eher veraltet und weder bei den Flotten der Neuen Republik noch des Imperiums in Gebrauch.«

Nun war Joya No ernsthaft besorgt. Die Daten am Bildschirmrand gab für diesen Typ eine Bewaffnung von fast hundert Geschützen an. Ob auch dieses Exemplar, mit dem sie es hier zu tun hatten, voll bewaffnet und kampfbereit war, konnte noch nicht verifiziert werden. Es wäre nicht das erste ehemalige Kriegsschiff, das weitgehend entwaffnet, technologisch abgespeckt und dann von privaten Unternehmern für den Warentransport eingesetzt wurde. Aber verlassen konnten sie sich darauf nicht.

Der Commander bedauerte es, dass ihm keine Jäger zur Verfügung standen. Nur allzu gerne hätte er eine Möglichkeit gehabt, sich die Fremden aus der Nähe anzusehen, ohne dabei die Ax von der Subjugator wegzubewegen. In Anbetracht der immanenten Wichtigkeit dieses Einsatzes hätte er auch nicht davor zurückgeschreckt, den Frachter notfalls mit Gewalt zu stoppen und einer Kontrolle zu unterziehen, auch wenn die Legalität eines solchen Vorgehens in Frage gestellt werden musste. Doch ohne die nötigen Schiffe im Hangar war das ohnehin keine Option.

Bevor er eine Entscheidung gefällt hatte, was sie mit den neuen Informationen anfangen sollten, überschlugen sich die Ereignisse.


»Commander, eine weitere Chronau-Strahlungsspitze.«

»Sir, Aktivität in der Nähe der Minenkolonie. Ein Schiff ist direkt über Shinbone aus dem Hyperraum gesprungen.«

»Identifizierung?«

»Negativ, Sir.«

»Ich messe Waffenfeuer, Commander No! Das unbekannte Schiff hat über Sinbone das Feuer eröffnet!«

»Größe und Messung des Energieoutputs passen zu einem Schweren Kreuzer der Vindicator-Klasse! Vermutlich imperial!«

»Die Kolonie hat einen Notruf abgesetzt, dieser ist aber soeben verstummt. Möglicherweise waren die Kommunikationsanlagen das erste Ziel des Angriffs.«

Damit war es genug. Das Auftauchen eines weiteren Kreuzers, der vermutlich unter imperialer Flagge fuhr und mit offensichtlich feindseligen Absichten in das System gekommen war, ließ keinen Zweifel mehr daran, dass der Einsatz ganz und gar nicht so lief, wie man es sich gewünscht hätte. Entweder hatte die Ax das ungeheure und unwahrscheinliche Pech, die Suche nach der Subjugator ausgerechnet in dem Moment zu beginnen, in dem die imperiale Flotte beschloss, seinen Machtbereich auf das Shinbone-System auszudehnen - einer abgelegenen Kolonie, der man selbst mit Mühe keine strategische Bedeutung beimessen konnte. Oder aber - und das hielt Joya No für wesentlich wahrscheinlicher - ihr Geheimnis war keines.

Es brauchte keinen Datenabgleich, um den Ausgang eines Gefechtes zwischen einem Vindicator-Kreuzer und einer Fregatte vom Typ CC-9600 zu berechnen. Joya No wusste sehr genau, dass sein Schiff trotz der schweren Bewaffnung einem solchen Gegner nicht gewachsen war. Und eine Konfrontation erschien ihm nun sehr wahrscheinlich. Selbst wenn sich das Interesse der Imperialen eigentlich nur auf die Kolonie beschränkte, war es nur eine Frage der Zeit, bis sie die Ax und mit ihr auch die Subjugator hier bemerkten. Es war unmöglich vorherzusagen, wie sich die Situation dann entwickeln würde. War das Imperium bereit, einfach dabei zuzusehen, wie die Flotte der Neuen Republik ein übergroßes Schlachtschiff mit unbekannter Feuerkraft, aber einem geradezu legendären Ruf als schlachtentscheidende Überwaffe in ihren Besitz brachte? Wohl kaum. Auch der gültige Waffenstillstand war unter diesen Umständen kein Garant dafür, dass die Waffen schweigen würden.


Kurz entschlossen fällte der Kaminoaner seine Entscheidungen. Seine hohe und ansonsten meist so sanfte Stimme nahm einen schneidenden Tonfall an und übertönte die rasche Folge neuer Meldungen, als er seine Befehle gab:

»Befehl an den Hangar: Landeteam Eins und Zwei haben sofortige Starterlaubnis! Die Anweisung lautet, sich so schnell Zugang zum Zielobjekt zu verschaffen, wie die eigene Sicherheit es zulässt. Ziele sind Brücke und Maschinenraum. Sie sollen sich dort festsetzen und nach Möglichkeit funktionierende Verteidigungssysteme reaktivieren!«

Sofort wurde sein Befehl weitergeleitet. Genauere Anweisungen musste er in diesem Moment nicht erteilen, denn die Besatzungen der beiden RM-09-Shuttles kannten ihre Aufgaben bereits. Die Marinesoldaten wurden von Captain Bax Musa persönlich angeführt, der an allen Einsatzbesprechungen teilgenommen hatte. Allerdings zweifelte No nach wie vor an seiner Eignung für den Posten und an den Fähigkeiten seiner relativ unerfahrenen Soldaten.

»Steuermann, sobald die Shuttles gestartet sind, bringen Sie uns mit höchster Geschwindigkeit 130.000 Kilometer von den Ringen weg, in Richtung der Kolonie.«

Ziel dieses Befehls war es, die Aufmerksamkeit der potentiellen Gegner von dem treibenden Koloss abzulenken. Die Ax würden sie zweifellos bald bemerken, doch vielleicht schenkten sie dafür dem vermeintlichen Eisenasteroiden weniger Beachtung. Falls ihr Interesse tatsächlich nur der Kolonie galt, entging ihnen die Subjugator vielleicht. Wenn sie schon wussten, welcher Schatz sich in diesem System befand, würde diese Finte nicht viel bringen. In diesem Fall ermöglichte es die vorgeschobene Position aber, eine Annäherung zu behindern. Das Landungsteam erhielt so mehr Zeit, sich in dem gigantischen Schlachtschiff zu orientieren, einen Eindruck von dessen Zustand zu bekommen und auf die Ankunft möglicher Konkurrenten vorzubereiten.

Zeit zu schinden war das Gebot der Stunde. Admiral Stazi hatte richtig entschieden, ein Kriegsschiff ins Shinbone-System zu entsenden, doch die Ax allein konnte hier nicht mehr viel ausrichten, das war Joya No ziemlich klar. Er hätte sich gewünscht, den nächsten Befehl nicht geben zu müssen, doch er hatte keine Wahl:


»Setzen Sie auf den Flottenfrequenzen einen verschlüsselten Ruf an das Kommando und befreundete Schiffe in der Nähe ab. Erwähnen Sie dabei auf keinen Fall die Subjugator! Wir bitten dringend um Verstärkung durch andere Kriegsschiffe. Übermitteln Sie dabei auch unsere genauen Positionsdaten, um einen Sprung in unsere unmittelbare Nähe zu ermöglichen.«

»Sir, glauben Sie denn, dass befreundete Einheiten in der Nähe sind?« fragte Serek Tai'oki mit unübersehbarer Skepsis. Das gesträubte Fell des Bothaners zeigte an, dass die Situation ihn einem gewissen Maß an Stress aussetzte.

»Ich weiß es nicht«, gestand Joya No ein. »Aber wenn nicht, können wir lange auf Verstärkung warten. Die nächsten Flottenstützpunkte sind auf Rodia und Ukio. Bis uns Schiffe von dort erreichen, können Tage vergehen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir auf uns allein gestellt sind.«

[Shinbone-System | Weltraum | bei Shinbones Nachbarplanet | 130.000 Kilometer von der Subjugator entfernt | CC9 Ax] Joya No
 
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[Weltraum | Nahe des Shinbone-Systems | MC40 »Lioness« | Quartier des Kommandanten]
Shou Adachi



Das Licht in der Kabine des Kommandanten war gedämmt. Die Alpha-Schicht, welche traditionell vom Kommandanten persönlich geleitet wurde, hatte noch nicht begonnen. Die Gamma-Schicht mit ihrer simulierten Nacht an Bord war noch nicht ganz vorbei. Doch obwohl Commander Shou Adachi noch ausreichend Zeit hatte, war er im Grunde schon jetzt bereit, auf die Brücke zu gehen. Der Pantoraner war mehr als rechtzeitig aufgestanden und hatte alleine in seiner Kabine ausreichend gefrühstückt. Die notwendigen Dokumente des Tages waren gelesen und die entsprechenden Berichte unterschrieben. Jetzt war er mindestens eine halbe Stunde vor Dienstbeginn in seinem Quartier, mit makelloser Uniform und frisch rasiert. Er ärgerte sich nicht darüber. Ganz im Gegenteil. Sein Pflichteifer und sein Wunsch, immer auf alles vorbereitet zu sein, drängten ihn geradezu dazu.

Leise, klassische Musik von seiner Heimatwelt Pantora erklang aus den Lautsprechern in seinem Quartier. Shou saß in seinem Sessel hinter seinem Schreibtisch und hatte die Augen geschlossen, während er der Melodie folgte. Selbst jetzt, in diesem Moment, sah er rein äußerlich nicht entspannt aus. Den Rücken gerade, ja fast steif, Arme auf den Lehnen und die Beine im 90 Grad Winkel auf dem Deck. Doch der Eindruck täuschte. Es war gerade die Reglementierung und Formalität, in welcher Shou Zuflucht und Sicherheit fand. Und auch so etwas wie Entspannung.

Gerade, als das Stück zu einem besonders bewegendem Diminuendo ansetzte, gab das Komlink an seinem Schreibtisch einen störenden Ton von sich. Ohne sich darüber zu beschweren öffnete der Commander seine durchdringenden, goldenen Augen und stoppte die Musik. Dann öffnete er den Kanal.


»Adachi hier. Sprechen sie«, eröffnete er ohne Begrüßung das Gespräch.

»Sir, wir haben soeben eine Nachricht empfangen. Sie stammt von einem anderen Schiff der Flotte in unserer Nähe. Ihr Kommandant ersucht dringend um Unterstützung von allen befreundeten Einheiten in der Nähe.«

Der Pantoraner erkannte die Stimme von Lieutenant Commander Sekel, seinem Zweiten Offizier. Er hatte auch nichts anderes erwartet. Der Mon Calamari führte die Gamma-Schicht. Und jedwede Kommunikation von der Brücke an den Kommandanten zu dieser Tageszeit sollte von ihm ausgehen.

Shous Augen verengten sich leicht.
»Das ist ungewöhnlich. Laut Flottenkommando sind keine weiteren Schiffe zur Patrouille in dieser Region eingeteilt. Was genau besagt diese Nachricht?«

»Es handelt sich offenbar um die CC9 Ax unter dem Kommando von Commander Joya No. Die Art des Notfalls wurde nicht näher spezifiziert«, schloß die dröhnende Stimme des Mon Calamari.

»Haben sie die Kennung des Schiffes im Flottenregister geprüft?«

Eine rhetorische Frage. Shou erwartete keine andere Antwort als ein Ja.

»Ja, Commander. Das Schiff ist registriert und aktuell im Dienst, ebenso wie Commander No.« Falls der Zweite Offizier frustriert darüber war, dass sein Kommandant eine Frage über einen Vorgang stellte, der Routine sein sollte, so ließ er es sich nicht anmerken.

Der Commander erhob sich hinter seinem Schreibtisch.
»Wecken sie die Crew, Lieutenant Commander. Und nehmen sie Kurs auf die Ax. Höchstgeschwindigkeit.«

»Aye aye, Sir.«

Noch bevor sich die Tür seines Quartiers leise zischend geöffnet hatte, war der Wechsel von der nächtlichen Gamma-Schicht zur Alpha-Schicht spürbar. Allerdings nicht, wie sonst üblich. Zum einen kam der Wechsel vor der geplanten Zeit. Und zum anderen war es abrupter, da die entsprechenden Crewmitglieder vor ihrer Zeit in den Dienst gerufen worden waren. Die beiden Marines, welche traditionell vor dem Quartier des Kommandanten wachten, salutierten zackig, als Shou heraustrat. Er erwiderte ihren Gruß ebenso zackig und machte sich auf den Weg zur Brücke. Dort angekommen waren seine Führungsoffiziere bereits präsent. Eine Tatsache, die zu Beginn seines Kommandos nicht selbstverständlich gewesen wäre.

»Kommandant auf Brücke!«, ließ einer der beiden Marines, welche zu jeder Zeit auch auf der Brücke stationiert waren, vernehmen. Shou erwiderte auch ihren Salut, bevor er sich ohne zu zögern zu seinem Kommandosessel begab.

»Wie weit entfernt ist die Ax, Lieutenant Commander Ven’toro

Sein Erster Offizier, ein Bothaner, blickte von einem Display neben ihm auf. »Laut Peilsendung ist die Ax zurzeit im Shinbone-System. Zirka zwei Stunden von hier entfernt. Wir haben den Kurs bereits gesetzt und sind in den Hyperraum gesprungen.«

Adachi nickte zur Bestätigung, obwohl er auch dies mehr als erwartet hatte. Schließlich hatte er den Befehl dazu schon vor mehreren Minuten erteilt.

»Laut Schiffsdatenbank befindet sich nicht viel im Shinbone-System. Eine kleine Bergbau-Kolonie, sonst nichts.«

»Danke, Lieutenant Commander«, nahm der Pantoraner die zusätzliche Information nickend entgegen. Shou wusste es zu schätzen, dass der Bothaner seine nächste Frage vorhergesehen und entsprechend gehandelt hatte. »Lassen sie eine viertel Stunde vor Austritt aus dem Hyperraum gelben Alarm geben. Vielleicht müssen wir schnell eingreifen, um der Ax und ihrer Crew zu helfen.«


***​

Knapp zwei Stunden später trat der organisch anmutende, blasenförmige Rumpf der Lioness aus dem Hyperraum. Shou empfand es fast als Ironie, dass er damals den weiten Weg nach Mon Calamari auf sich genommen hatte, um nun zumindest zeitweise Dienst in der Region der Galaxis zu tun, aus der er damals ausgewandert war. Aber er beschwerte sich nicht. Sein Dienst und der seiner Crew waren der Republik und allem, woran er glaubte, gewidmet. Das war das Entscheidende.

»Sensoren auf maximalen Radius! Sagen sie mir sofort, wenn sie die Ax geortet haben!« Shou drehte seinen Kommandosessel so, dass er die Sensorstation und das Crewmitglied, welches es bemannte, im Auge behalten konnte.

»Sir, die Ax ist steuerbord voraus!«, rief der Petty Officer an der Sensorstation aus. Dann legte sich seine Stirn in Falten.

Die Augen des pantoranischen Kommandanten verengten sich leicht. »Haben sie dem noch etwas hinzuzufügen, Petty Officer?«, fragte er scheinbar gelassen. Mehrere Köpfe drehten sich kurz in ihre Richtung, als sie den Unterton ihres kommandierenden Offiziers hörten.

Der gefragte Petty Officer errötete bis unter die Haarwurzel.
»Sir, die Scans zeigen, dass das Schiff voll funktionsfähig und unbeschädigt ist.« Offensichtlich war diese Meldung dem Unteroffizier äußerst peinlich.

Commander Adachi hob jedoch lediglich eine Augenbraue und stand aus seinem Sessel auf.
»Bringen sie uns auf Parallelkurs und gehen sie längsseits zur Ax«, befahl er seinem Zweiten Offizier, welcher auch für die Navigation zuständig war.

»Aye aye, Sir«, bestätigte der Mon Calamari sofort und brachte den leichten Kreuzer auf einen neuen Kurs, der das Schiff neben die Ax bringen würde.

Dann schritt er zu der Konsole im hinteren Bereich der Brücke, wo sich der Holoprojektor befand und stellte eine abhörsichere Direktverbindung zu der Fregatte her. Unbewusst zog er seine makellose Uniform mit beiden Händen kurz straff und verschränkte die Arme hinter dem Rücken.
»Hier ist Commander Shou Adachi, Kommandant der MC40 Lioness. Commander No, können sie mich empfangen?«


[Shinbone-System | Weltraum | über dem Ringsystem von Shinbones Nachbarplanet | MC40 »Lioness« | Brücke | längsseits der CC9 »Ax«]
Shou Adachi, Joya No



Edit: Hatte Farbe für Namen von CHars und Schiffen vergessen.
 
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[Shinbone-System | am äußeren Rand des Systems | auf dem Weg zur Shinbone-Kolonie | Fast Fortune | Brücke] Jart Ga'lor, Orus Wilm, zwei Magna Wächter, Brückencrew


Sein ursprünglicher Plan, zunächst unbehelligt und als Handelskreuzer der Kubindi Ore and Steel Inc. das Shinbone-System nach der ominösen Subjugator zu durchforsten, besaß nun keine Daseinsberechtigung mehr, wusste Jart ungehalten, nachdem die dorsalen Sensoren der Fast Fortune vor wenigen Minuten einen imperialen Sternenzerstörer ausgemacht hatten, der mit einem präzise errechneten Mikrosprung in die Atmosphäre des Planeten gesprungen war, der auch die abgelegene Minenkolonie beheimatete. "Es gerät völlig außer Kontrolle", dachte der in schwarzes Leder gehüllte Twi'lek und trat einen Schritt von dem Holoprojektor weg, als könne ihm der gewachsene Abstand zu dem grünlich flimmernden Gerät eine Lösung aufzeigen. Das Vorhaben misslang.

"Admiral, die ID des ankommenden imperialen Schiffes wurde dekodiert", erlaubte sich die dickhäutige Gestaltwandlerin anzumerken und fügte unsicher hinzu: "Das Schiff trägt den Namen Basilisk und gehört zur Vindicator-Klasse. Waffen und Schilde sind hochgefahren."

Noch während Commander Wilm getrieben von dem plötzlichen Ereignis die offene Frage in den Raum warf, was dieser schwere imperiale Kreuzer im Orbit dieser bedeutungslosen Kolonie vor hatte, unterbrach Miss Keeso diesen bereits mit der Akutmeldung, dass die Basilisk die im Orbit befindlichen Kommunikationsrelays systematisch zerstörte und abfliegende Schiffe abfing. Jart selbst hatte sein Augenmerk nun ganz dem Bugfenster zugewandt, welches mit maximaler Vergrößerung das ungleiche Duell unscharf auflöste. Einen neuen Plan hatte Jart noch nicht, doch obgleich er noch nicht konkret wusste, wie sich die unübersichtliche Situation zu seinem Vorteil drehen ließ, wusste der drahtige Twi'lek, was nicht passieren durfte. Die Fast Fortune durfte nicht auf die Basilisk treffen.

"Steuermann, ändern Sie den Kurs und fliegen Sie das Schiff in einem weiten Bogen mitten in den Asteroidengürtel. Etwa 40 Klicks Steuerbord von der Position des republikanischen Schiffes sieht es aus, als könnten wir uns hindurch manövrieren",

befahl Jart der weiblichen Ryn, die sich darauf hin erschrocken umdrehte, um sich der Ernsthaftigkeit des Befehls zu versichern.

"Admiral, da passen wir nie im Leben durch. Selbst bei optimistischen Schätzungen denke ich, dass dieses Manöver uns die seitlichen Sensorbolen abreißen würde. Die Öffnung ist eindeutig zu eng, Sir!"

Das war ein offenes Geheimnis, dass die Stelle zu eng war, doch Jart wusste, was R'vanna im Stande war zu leisten. Ihrer Akte nach, war sie mehrmalige Siegerin des 'Vergesso Speed Circuit', einem von Subvigo Wugun veranstalteten Raumjägerrennen, das einmal jährlich auf immer neuen Kursen durch die Asteroiden von Vergesso Prime führte. Wer das Rennen im Stande war zu gewinnen, konnte auch die Fast Fortune mit wenig Blessuren durch oder besser in das Asteroidenfeld navigieren. Mister Celchu schien den Gedankengang seines Kommandanten rasch aufgegriffen zu haben, als er in Richtung der Ryn nur meinte:

"Mach es einfach wie im letzten Jahr beim großen Rennen, Schätzchen, mehr will unser Anführer doch nicht."

Jart funkelte den alternden Menschen gefährlich an, dann schritt er - die geringe Insubordination ignorierend - gemächlich auf die untere Ebene der Brücke und schloss zu Commander Wilm auf, der noch hinter der Steuerfrau stand und regelmäßig mit prüfendem Blick über die einzelnen Stationen der Hauptbrücke fuhr. Bei dem kronloyalen XO angekommen, fuhr dieser ein Stück zusammen und salutierte pflichtbewusst und in perfekt symmetrischer Haltung. Obwohl dies unter Militärs eine normale Geste war, wirkte sie aus Jarts Sicht irgendwie deplatziert, genau wie der Commander selbst. Wilm war kein Pirat, doch er versuchte einer zu sein und wie einer zu denken, was vermutlich sein Glück war.

"Rufen Sie Kommandant Mol, dann lassen Sie Kampfbereitschaft herstellen und die vorderen, sowie seitlichen Turbolaser-Geschütze auf die größten Asteroiden zielen, die unseren Weg kreuzen."

"Verstanden, Admiral!"

Es dauerte nicht lange, bis Wilm eiligen Schrittes die Brücke verließ und wenige Minuten später der hochgewachsene Zabrak mit den vielen Tätowierungen die Zentrale des Schiffes betrat. Doch selbst in dieser kurzen Zeit hatte sich die taktische Lage abermals verändert, als Zapes Keeso für ihre Verhältnisse fast gellend von der Ankunft eines weiteren republikanischen Schiffes (Lioness) Kunde tat. Auch dieses Schiff sprang zielsicher ins System, anstatt wie üblich die sicheren Randgebiete zu wählen. Eine genauere Identifizierung war für Jart nicht nötig, denn die MC40 Sternenkreuzer waren ihm durch seine vielen Dienstjahre als Offiziere der republikanischen Flotte wohl bekannt. Als die Fast Fortune sich schließlich dem Gürtel auf nur noch 3 Klicks näherte, erklärte Miss R'vanna hoch konzentriert:

"Treten jetzt in die Asteroidenringe ein. Senke die Geschwindigkeit auf 5 MGLT. Die Geradeaussicht verschlechtert sich zusehens, Sir."

Doch Jart war gedanklich bereits bei dem Gespräch mit dem Anführer der Eliteeinheit, die er vor wenigen Tagen erst zugewiesen bekommen hatte. Vielleicht, hoffte der ehemalige Konteradmiral inständig und räumte mit einem kurzen Kopfnicken Mol das Recht ein, näher heran zu treten, war dies eine glückliche Schicksalsentscheidung.

"Mister Mol", begann er freundlich, ohne auch nur einen Hauch von Freude auf seinem Anlitz vor zu täuschen. "Es scheint, als könnten Sie Ihre Dienste und Ihren Wert nun endlich unter Beweis stellen. Für einen Tiefenraumscan mit den Schiffssensoren stehen keine Kapazitäten zur Verfügung, deswegen muss die Eisenheim sich die Sache näher ansehen. ... Die republikanische Fregatte kreuzte hier nicht aus Zeitvertreib, Kommandant. Finden Sie raus, was Sie dort drüben gemacht hat und ob Sie vielleicht Hinweisen über den Verbleib der Subjugator nachgegangen sind. Sie haben zwei Stunden!"

Jart rechnete mit keinerlei Nachfragen, blieb jedoch einen Moment stehen, um aufkommende Fragen dann doch zu beantworten. Die Mission war zu wichtig. "Ist nur zu hoffen, dass der Typ sein Schiff auch unter Kontrolle hat", dachte der drahtige Twi'lek, während er den Zabrak ausgiebig musterte.


[Shinbone-System | am äußeren Rand des Systems | auf dem Weg zur Shinbone-Kolonie | Fast Fortune | Brücke] Jart Ga'lor, Mol, Orus Wilm, zwei Magna Wächter, Brückencrew
 
[::Shinbone System::Shinbones obere Atmosphäre:: (VIN) Basilisk::Brücke samt Besatzung::]


Tryam sah zu, wie die letzte Boje unter den Turbolaserstrahlen explodierte. Jetzt war nur noch der Kommunikationskomplex übrig. Die Schützen fingen gerade an neu zu zielen, als dem Corellianer ein Gedanke kam.

"Sofort Feuer einstellen! Lieutnant Commander, lassen sie 100 Bodentruppen, sowie ein paar Techniker die Fähren bemannen, und den Sensorkomplex ansteuern. Sie sollen jeglichen Widerstand auslöschen, und mit den Sensoren einen Tiefenscan des Systems durchführen."

"Ja, Sir. Aber ist das nicht eigenmächtiges Handeln und Befehlsverweigerung?"

"Der Tiefenscan gehörte zu den ursprünglichen Befehlen der Basilisk. Und außerdem ist es unsere Pflicht, andere Schiffe der Imperialen Flotte bestmöglich vor Gefahren zu warnen."

Sein XO nickte, salutierte, und verschwand wieder. Tryam sah dem Chiss einen Augenblick lang nach, wie er in das Befehlszentrum im Hinterem Teil ging, dann wandte er sich ab und blickte wieder durch die Fenster, wo er unter dem Bug einige Fähren hervorkommen sah. Die Sturmtruppen hatten wohl schon bereit in ihren Fähren gewartet, als sie gerufen wurden. Er war sich sicher, das sie ihre Aufgabe erfüllen würden.

"Sublieutnant Carrowel, was macht eigentlich die Shuttleenterung im Hangar?"

Der Offiziersanwärter kam nervös auf ihn zu.

"Ähm, Sir, die Flottensoldaten haben im Shuttle ein paar Droiden und einen Menschen gefunden, welche sich erfolgreich zur Wehr setzen. Das Schiff ist immer noch umkämpft"

"Schicken sie mehr Soldaten! Ich will das Shuttle unter Imperialer Kontrolle sehen!"

"Jawohl Commander. Die Flottensoldaten haben inzwischen erkannt um welche Art Droiden es sich handelt. Es sind B1 Kampfdroiden der zweiten Generation."

"Geben sie Alarmstufe Rot."

Er wandte sich an einen anderen Brückenoffizier.

"Was macht die Eroberung der Minenkomanlage?"

"Sir, die Sturmtruppen haben den Komplex eingenommen. Die Techniker sind nun Bereit für einen Tiefenscan!"

"Gut. Benachrichtigen sie die Pandora, die Valkyre und die Starcraft über die beiden Vorfälle. Dann beginnen sie mit dem Scan!"


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Orbit um Ryloth/ STRIKE Starcraft/ Brücke/ Frey Fogerty

Alles verlief reibungslos, die Vorbereitungen waren weitestgehend abgeschlossen. Die zusätzlichen Truppen waren einquartiert, die Jäger und Landungsboote aufgetankt und aufmunitioniert, alle Stationen waren versorgt. Allerdings hatte Frey noch keine Einsatzbereitschaft angeordnet. Er hielt es für klüger, der Besatzung noch etwas Ruhe zu gönnen.

"Sir, Anweisungen von der Pandora, wir sollen und an die Spitze der Eingreiftruppe setzen und den Sprung in den Hyperraum berechnen."

Frey nickte. Die Starcraft als Speerspitze einzusetzen war nicht die schlechteste Idee. Er hätte es möglicherweise sogar selbst vorgeschlagen. Schilde, Rumpf und Bewaffnung konnten mit jeder erdenklichen Situation umgehen, dazu noch die fähige Crew und Freys taktisches Verständnis und alle Probleme waren überwunden. Ein selbstgefälliges Lächeln huschte über Freys Gesicht.


"Ausführen."

Ein leichtes Zittern ging durch das Schiff, als der Antrieb zum Leben erwachte und die Starcraft langsam durch den Raum glitt und sich wie befohlen in die Formation eingliederte.

"Sprungdaten berechnet!"


"Kommunikation, leiten Sie die Sprungdaten an unsere Begleiter weiter."

Es dauerte nicht lange und die Schiffe verschwanden im Hyperraum.

*********

Die Reise im Hyperraum war für Frey immer angenehm. Es war eine wunderbare Phase der Abgeschiedenheit, während man mit unvorstellbarer Geschwindigkeit durch das All raste. Und dennoch fühlte es sich an, als würde man durch Licht schweben. Der Hyperraum war etwas besonderes, nicht nur weil es eine faszinierende, technische Errungenschaft ist, sondern auch weil es etwas spirituelles hatte. Ein Blick auf das Chrono verriet jedoch, dass sie in zehn Minuten wieder in Realraum zurückfielen. Dunkelheit, Weite, Leere. Frey seufzte.


"Commander Cewell, versetzen Sie die Mannschaft und die Truppen in Alarmbereitschaft. Jede Station soll besetzt sein, die Piloten bei ihren Jägern und die Entermannschaften bei den Landungsbooten. Außerdem muss Major Lynch darüber informiert werden, dass wir das Shinbone-System bald erreicht haben."

Lynch, dieser alte Krüppel würde während des gesamten Einsatzes hier auf Freys Brücke herumlungern. Kein angenehmer Gedanke. Dieser Mensch war schlicht und ergreifend abstoßend. Unfreundlich, unhöflich, schroff und nicht gerade ansehnlich. Der Corellianer verstand immer noch nicht warum es ausgerechnet ihn treffen musste. Warum musste er dieses Scheusal durch die Galaxie chauffieren? Er war sich sicher, dass dieser Einsatz ohne Lynch genau so gut verlaufen wäre.

"Sensorik, sobald wir im Realraum sind möchte ich einen umfassenden Scan des Areals. Jede Kleinigkeit soll mir sofort gemeldet werden."

Wenig später war es schließlich soweit. Der Einäugige war auf der Brücke, hielt sich aber im Hintergrund, während der kleine imperiale Verband den Hyperraum verließ. Gespannt beobachtete der Captain die Umgebung durch das Panoramafenster. Doch da war nichts. Keine Schiffe, die auf sie warteten und das Feuer eröffneten. Auch eine Superwaffe war weit und breit nicht zu sehen.

"Alle Schiffe wie geplant eingetroffen, Sir."


"Gute Arbeit, Navigation."

"Scan läuft, allerdings Lückenhaft aufgrund großem Asteroidenvorkommen."

Frey notierte sich diese Information auf seinem Datapad. Asteroidenfelder waren eine hervorragende Tarnung für Hinterhalte. Möglicherweise mussten sie darauf Rücksicht nehmen oder vielleicht selbst von Gebrauch machen. Außerdem konnte man dort auch Dinge verstecken: Versteckte Lager oder Basen, eine Superwaffe dagegen war unwahrscheinlich. Was es dort auf jeden Fall gab waren die im Vorfeld schon genannten Minenkolonien, welche aber keine Bedrohung für sie darstellen sollte.

"Sir, Anweisung von der Pandora, wir sollen auf Flugobjekte hier im System achten."


"Sensorik, spezifizieren Sie Ihren Scan. Ein offener Informationsfluss zur Pandora soll eingerichtet werden."

Kommunikation war das A und O in einem Verband. Je mehr, desto besser. Allerdings dachten sich das wohl auch die Minenkolonisten, welche sich eine Identifikation des Verbandes wünschte. Der Corellianer gab den Befehl, den Funkspruch zu ignorieren. Imperiale Angelegenheiten gingen die Kolonisten nichts an. Sie mischten sich nicht ein, also ließ man sie in Ruhe. Das war zumindest Freys Auffassung. Murata allerdings entschied sich dafür in die Offensive zu gehen und schickte einen der Vindicatoren tiefer ins System, um die Kommunikation auszuschalten. Zeitgleich erreichte eine Holo-Anfrage von Captain Sharin die Starcraft. Der Chiss wollte über den Funkspruch der Kolonisten reden.

"Das könnte alles sein. Schmuggler, Piraten, Republikaner, Söldner. Es gibt mehr als genug Personen, welche sich nicht identifizieren lassen wollen. Allerdings stellt das hohe Asteroidenvorkommen in diesem System die Sensorik vor eine schier unlösbare Aufgabe. Vielleicht können wir das aber auch zu unserem Vorteil nutzen. Ich würde meine Raketenboote in den Asteroidenfeldern stationieren. Dann haben wir dort eine visuelle Kontrolle und ein Ass im Ärmel."

Shinbone-System/ STRIKE Starcraft/ Brücke/ Frey Fogerty, Murata (Holo), Sharin (Holo)
 
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[Shinbone-Atmosphäre-Basilisk-Hanger-'Sucher'] Yara Locke, OOM's

In Schiff lagen nun 7 Betäubte Soldaten, welche die Droiden hinter den Kisten nicht erwarteten und sofort niedergestreckt wurden, als dann aus dem Cokpit ein Dauerfeuer kam.
Zielen muste sie nicht sonderlich, da die Droiden aus ihrer Position sie nicht treffen könnten und ihr Feuer auf die Droiden Wirkungslos ist.
(Sie schießt ja alle mit Betäubungslaser und nicht mit Ionen oder voller Energie)

Wärend Yara nachlud sind die Minendroiden aus der Luke gekrabbelt und steuern zielstrebig auf ein TIE zu, um zu beginnen die Solarflügel abzubauen...mit Laser und Granaten!

Gegen die zweite Welle an Soldaten hatte sie dann keine große Chance, bei der Gefangennahme und der deaktivierung der Droiden sagte sie nur, das sie mit den Vorgesetzten sprechen möchte.

Bevor die Minendroiden den Jäger ganz auseinander nahmen wurden auch sie abgeschaltet.

[Shinbone-Atmosphäre-Basilisk-Hanger] Yara Locke, Enterkomando
 
[ Weltraum / Äußerer Rand / Shinbone-System / am äußeren Rand / auf dem Weg zur Shinbonekolonie / Fast Fortune / Eisenheim / Maschinenraum] Mol

Ga’lor will dich sehen“

Schnitt eine Stimme scharf und respektlos durch das friedliche Brummen des Wasserkühlers, das den Maschinenraum erfüllte. Überrascht fuhr Mol zusammen und versuchte unter dem staubigen Motor hervorzukriechen, an dem er bis grade noch herumgewerkelt hatte. Die Stimme kam ihm nicht bekannt vor und hätte auch von der Tontiefe und –lage zu keinem aus seiner Truppe gepasst. Ganz zu schweigen davon, dass das respektlose Auftreten zu keinem seiner Kameraden passen wollte. Warum duzte die Stimme ihn dann?!

Sich an einer Ecke des Motors festhalten richtete er sich auf und sah den Menschen – denn um einen solchen handelte es sich – aus dunklen Augen heraus an. Der Mann war mittelgroß und trug die schlammbraunen Haare mit viel zu viel Gel nach hinten gekämmt. Inmitten des bleichen Gesichts prangte ein schmächtiger Oberlippenbart und nahm ihm mehr Attraktivität als er beisteuerte. Der Mensch – er mochte wohl um die zwanzig sein – hatte die die Arme feindselig über einem Set, für Mols Geschmack viel zu legerer Kleidung, verschränkt und sah ihn aus dunkelblauen Augen heraus missvergnügt an.

Alles in allem passte der Mann genau in das Bild der Lockerheit und Subordination, die durch die allgemeine Befragung der Mannschaft durch Paloo und Yannic ergeben hatte. Sie hatten berichtet, dass hinter vorgehaltener Hand kräftig über die Führungsriege und allen voran Jart Ga’lor gelästert wurde, der es bereits am ersten Tag geschafft hatte, sich den Unwillen und nicht einen unerheblichen Teil von Angst bei der Mannschaft zu sichern.


„Sie werden mich in Zukunft mit ‚Sir‘ und ‚Kommandant‘ ansprechen, Soldat“

Antwortete Mol auf die Unverschämtheit des Menschen und wischte sich die ölbeschmutzen Hände an dem khakifarbenen Arbeitsoverall ab, der bereits voller im Licht der Lampe glänzender Flecken war. Alle Autorität aufbietend, die ihm in diesem Aufzug zur Verfügung stand, trat er drohend einen Schritt näher und schaute ungehalten auf den kleineren Menschen hinab.

„Ich werde dich ansprechen wie immer es mir gefällt, Kommandant Hörnchen. Das ist die Black Sun, nicht das Militär. Außerdem bin ich Techniker“

Antwortete der Mensch besserwisserisch und streckte zu allem Überfluss auch noch die Hand aus, um seinem iridonianischen Gegenüber wichtigtuerisch gegen die khakifarbene Brust zu tippen. Das war doch wohl die Höhe! Was erlaubte der Kerl sich?! Mol war klar, dass er das so nicht auf sich beruhen lassen konnte, wenn er noch in irgendeiner Weise mit Respekt behandelt werden wollen würde. Solche Vorfälle verbreiteten sich für gewöhnlich unter der Mannschaft wie ein Buschbrand auf Dantooine.

Mit einer raschen Bewegung Ohrfeigte er den Menschen, sodass sein Kopf zur Seite flog und packte ihn beim Handgelenk. Geschwind fuhr er herum und verdrehte dem anderen den Arm, während er den gegelten Kopf hart gegen den Motor drückte.


„‘Kommandant‘ und ‚Sir‘. Ist das klar, Soldat?“

Sagte er ruhig und entlockte dem Menschen mit leichtem Druck auf dessen verdrehten Arm ein leises Wimmern.

„Ja…“

Nuschelte der Mensch und setzte nach ein wenig mehr Druck auf seinen Arm noch rasch hinzu:

„…Sir!“

„Ich sehe, Sie sind lernfähig, Soldat“

Der Zabrak grinste, machte jedoch keine Anstalten den Menschen loszulassen.

„Also nochmal: Was ist los?“

Ga’lor möchte Sie sehen, Kommandant“

Wimmerte der Mann. Gut, doch es ging noch besser.

„Sie werden dem Admiral in meiner Anwesenheit von jetzt an ebenfalls den gebührenden Respekt entgegenbringen, Soldat“

Auch wenn Ga’lor ihn bis jetzt noch nicht damit beauftragt hatte, war es wichtig, dass Mol die wenigen Teile der Mannschaft über die er Gewalt hatte dazu brachte keine Formfehler zu begehen. Das war wichtig für die Disziplin die an Bord der Fast Fortune sehr zu wünschen übrig ließ. Über diesen Menschen hatte er definitiv Gewalt und wo er nun grade einmal dabei war diesen wandelnden Geltopf den Kopf zu waschen…

„Admiral Jart Ga’lor möchte Sie sehen, Kommandant Mol, Sir“

Brav. Mit einem abschließenden Druck, der dem Menschen einen leisen Schrei entlockte ließ Mol ihn los und trat einen Schritt zurück. Langsam richtete sich auch der Mensch auf und rieb sich das belastete Gelenk, während er Mol bitterböse ansah.

„Gut. So möchte ich das hören. Behalten Sie das bei, Soldat. Wie war Ihr Name noch gleich?“

Offenbar zog seine Disziplinierungsmaßnahme sehr gut, denn anstandslos und nur mit mäßigem Zähneknirschen antwortete der Mensch:

Liverchester…Sir. Mikail Liverchester. Ich bin einer der zuständigen Techniker für diesen Hangar“

Liverstesterantwortete sogar noch mehr als Mol gefragt hatte. Und er dachte mit. Das hinzugesetzte Detail hätte der Zabrak als nächstes erfragt. Entgegen seiner Attitüde konnte der Mensch also doch wenn er wollte und entsprechend diszipliniert worden war.

„Warum überbringen Sie mir die Nachricht und warum wurde sie nicht direkt hierher ins Cockpit übertragen?“

Fragte Mol also weiter.

„Ich habe keine Ahnung…Sir. Wahrscheinlich hat kein Schwein bisher die richtige Frequenz erfragt?“

Möglich und sogar wahrscheinlich. Innerlich seufzte Mol über die nach wie vor mangelnde Disziplin an Bord der Fast Fortune. Wie hatte dieser Blechhaufen eigentlich bis jetzt laufen können?!

„Sehr gut, Mister Liverchester. Sie scheinen lernfähig, und aus diesem Grund werde ich auf weitere Disziplinarmaßnahmen verzichten. Zumindest wenn sie es schaffen das hier Gelernte nicht innerhalb der nächsten fünf Minuten zu vergessen. Zurück an die Arbeit“

Zwar hatte Mol nicht die Möglichkeit den Techniker irgendwie zu disziplinieren, doch das wusste dieser nicht und auf diesem Schiff würde es auch nicht auffallen. Schnell drehte Liverchester sich um und machte Anstalten sich von dannen zu machen, bevor es der Zabrak sich doch anders überlegte. Doch er war nicht schnell genug.

„Ach, und Liverchester? Nehmen sie den Umweg über mein Cockpit und fragen sie den Anwesenden nach den verfügbaren Funkfrequenzen. Danach leiten sie die Informationen umgehend an die Brücke weiter. Sie dürfen gehen“

Kurz lauschte Mol den sich entfernenden Schritten des Technikers, doch dann gab er sich einen Ruck. Ga’lor erwartete ihn und er hatte mit dem unverschämten Laufburschen schon genug Zeit vertrödelt. Rasch kleidete er sich in etwas Präsentableres, den leicht abgewetzten Kampfanzug, den er normalerweise unter seiner Rüstung trug und verließ das Schiff in Richtung Brücke.

Wie beim ersten Mal war der Weg nicht lang und wie beim ersten Mal lief er auch jetzt niemandem über den Weg, der ihn hätte aufhalten oder durchsuchen wollen. Mit einem leichten Kopfschütteln öffnete er das schwere Feuerschott und betrat die Brücke auf der reger Betrieb herrschte. Geduldig wartete er ab, bis eines der Crewmitglieder dem drahtigen Twi’lek Meldung gemacht hatte und dieser Mol mit einem Kopfnicken bedeutet hatte näher zu kommen.

Mit knappen Worten instruierte Ga‘lor den Zabrak über seine Aufgabe und verschwieg auch nicht, dass sich eine republikanische Fregatte im System befand. Sie waren definitiv nicht die einzigen Interessenten an der Subjugator.


„Sehr wohl, Sir“

Sagte Mol ruhig und sah den Twi’lek gelassen an.

„Haben Sie etwas dagegen einzuwenden, wenn ich ein Team Hacker und Techniker an Bord nehme? Nur für den Fall, dass wir die Subjugator beim ersten Anlauf finden sollten“

Setzte er nach. Es war zwar unwahrscheinlich, dass dieser Fall eintreten würde, doch war es sicherer ihn mit einzukalkulieren, als später zu wünschen man hätte es getan.

[ Weltraum / Äußerer Rand / Shinbone-System / am äußeren Rand / auf dem Weg zur Shinbonekolonie / Fast Fortune / Brücke ] Mol, Jart, Orus Wilm, zwei Magna Wächter, Brückencrew
 
[: Shinbone-System | Systemrand :||: Eingreifgruppe unter dem Kommando von Captain Murata | VSD II „Pandora“ | Deck Drei | Brücke :||: Captain Toji Murata mit Brückenbesatzung :]

Die Nutzung einer Holo-Konferenz zur schnellen Absprache im laufenden Einsatz – eigentlich hielt Toji nicht viel davon. Seiner Auffassung nach glichen sie mehr einem Störfaktor, weil sie zum einen ungewollt eine etwas stärkere Funkfrequenz benötigten und zum anderen zwangsläufig den anderen Teilnehmern kleinere Einblicke in das momentane Geschehen auf der Brücke erlaubten. So mancher (unerfahrener) Kommandant konnte aufgrund dessen seinen Fokus falsch setzten – was am Ende zu schwerwiegenden Fehlern unter Umständen führen konnte. Doch auf der anderen Seite glaubte der Commenor, dass Sharin eine Ablehnung womöglich als Beleidigung auffassen könnte. Deshalb gab der Kommandant der „Pandora“ letztendlich seine Einwilligung und nur zwei, drei Sekunden später projizierte das Gerät flimmernde Abbildungen seiner beiden Kollegen.

Unverzüglich ergriff der blauhäutige Fastmensch das Wort. Mit gefasster Stimme teilte er den beiden anderen mit:
„Meine Herren, soeben erreichte uns neben dem offensichtlich bekannten Funkspruch der Minenkolonie nach unserer Identität ein weiterer. Darin wurde ein anderes Schiff, was sich bisher noch nicht auf unserem Radar befindet, aufgefordert, sich zu identifizieren.“ Sharin ließ eine Pause entstehen, die er zur Übertragung diverser Daten benutzte. „Nun handelt es sich bei diesem Schiff gewiss nur um einen Versorgungsfrachter, doch denke ich durchaus, dass wir hierbei kein Risiko eingehen sollten. Wie lauten Ihre Anweisungen, Captain Murata?“

Überaus genau beäugte Toji das Hologramm des anderen Captain. Bereitete der Chiss hier etwa still und heimlich die Basis für eine mögliche „Meuterei“ vor? Drei Offiziere mit dem selben Rang hatte das Imperiale Oberkommando für diese Mission zusammengeführt. Stellte sich diese Entscheidung gerade als fataler Fehler heraus? Auf alle Fälle fühlte sich der Commenorer geprüft. Derzeit schien ihn Sharin beinah ebenso genau zu mustern wie umgekehrt. 'Was hast du vor?', fragte sich Toji, der auf einmal den Feind in den eigenen Reihen suchte. Vollkommen kampflos würde er seine Position als militärischer Befehlshaber dieses Einsatzes nicht aufgeben. Schließlich hatte ihm Major General Vermillion eine Beförderung zum „Commodore“ in Aussicht gestellt, sollte die Eingreifgruppe am Ende erfolgreich sein. Weil sich der Kommandant der „Pandora“ in diesem Moment mehr mit dem Chiss – und dessen vermeintlichen Beweggründen – beschäftigte als mit dem aktuellen Geschehen, bemerkte er den plötzlichen Mikrosprung der „Basilisk“ nicht.

Plötzlich schaltete sich Frey Fogerty ein. Der blonde Corellianer erwiderte:
„Das könnte alles sein. Schmuggler, Piraten, Republikaner, Söldner. Es gibt mehr als genug Personen, welche sich nicht identifizieren lassen wollen. Allerdings stellt das hohe Asteroidenvorkommen in diesem System die Sensorik vor eine schier unlösbare Aufgabe. Vielleicht können wir das aber auch zu unserem Vorteil nutzen. Ich würde meine Raketenboote in den Asteroidenfeldern stationieren. Dann haben wir dort eine visuelle Kontrolle und ein Ass im Ärmel.“

Raketenboote? Im Einsatz glichen diese für das imperiale Militär eher untypischen Sternjäger einem allmächtigen Dampfhammer. Ihren vierzig explosiven Flugkörpern – zwanzig Raketen und zwanzig Protonentorpedos – konnte selbst die Verteidigungstechnologie der modernen Kriegsführung kaum etwas entgegensetzen. Tatsächlich stellten sie damit das Ass im Ärmel dar. Per Knopfdruck ließ sich Toji das Shinbone-System anzeigen. Steuerbords der „Pandora“ hielt sich zur Zeit der vierte Planet des Systems auf. Blickte man in Richtung Zentralgestirn, dann folgte auf diesen Himmelskörper der klägliche Asteroidengürtel. Danach kam ein Gasriese samt eigenem Ring, der bewohnte Planet der Minenkolonie und zum Schluss – quasi als Puffer zwischen den Kolonisten und dem weißen Zwerg – eine Welt, die gemäß vorhandener Daten einen hohen Vulkananteil aufwies. Taugte Fogertys Idee also etwas? Grübelnd fuhr sich der athletische Commenorer über das rasierte Kinn. Er musste eine Entscheidung treffen. Jetzt.

„Mr Fogerty, setzen Sie Ihre Staffel Xm-Eins als Späher ein“, befahl der Captain im ernsten Tonfall und blickte dem Corellianer direkt ins kantige Gesicht. „Die genaue Aufteilung überlasse ich Ihnen und Ihrem Flugleitoffizier. Bei der anhaltenden Kommunikation mit der entsendeten Einheit rate ich Ihnen zudem zur Nutzung einer separaten Funkfrequenz. Ob Sie dabei auf eine imperiale Kodierung zurückgreifen oder eine Verschleierungstaktik vornehmen, liegt dabei in Ihrem Ermessensspielraum, Captain.“ Danach wandte sich Toji wieder dem anwesenden Chiss zu. „Captain, wir sollten unseren eigentlichen Auftrag nicht aus den Augen verlieren. Deshalb sollte die 'Valkyrie' mit dem Scannen der Oberfläche dieses Planeten beginnen. Gleichzeitig sollten wir weiterhin auf der Hut sein. Sobald sich das Handelsschiff zeigt, kontaktieren Sie mich. Murata Ende.“

Kurz darauf erloschen beide Projektionen ohne jegliche Widerworte, weshalb sich der Kommandant des Victory-II-Sternzerstörers wieder um das derzeitige Geschehen kümmern konnte. Dabei fiel ihm allmählich auf, dass sie bisher noch nicht sehr viele neue Informationen über das System gesammelt hatten. Nur langsam, ganz langsam tasteten sie sich vor. Säuerlich verzog Toji plötzlich das Gesicht als er die aktuelle Position der „Basilisk“ bemerkte. 'Heißsporn', kommentierte er mit aufkeimender Verärgerung Merels überstürztes Vorpreschen. 'Diese ahnungslosen Kolonisten sollten ursprünglich gar keine Notiz von uns nehmen!' Doch nun befand sich ernsthaft ein feuernden Vindicator-Kreuzer in deren Atmosphäre. Unwillkürlich ballte der Commenorer die Hände zu Fäusten. Inzwischen war es zum Zurückpfeifen aber schon zu spät. Er schnaubte. Voller brodelnder Wut im Bauch wandte er sich im nächsten Moment an seinen Ersten Offizier.

„Hat die 'Basilisk' schon irgendeinen Bericht abgesetzt?“, knurrte der Captain fragend.

Harcov erwiderte den grimmigen Blick. Der Commander schien genauso wenig über diese Situation glücklich zu sein wie sein Vorgesetzter.
„Man hat uns einen knappen Lagebericht geschickt, Sir.“

Brüstete sich Tryam Merel etwa auf diese Weise? Erneut schnaubte der Kommandant der alten Dame. Es gefiel ihm ganz und gar nicht, dass ihm schon so kurz nach Betreten des Zielsystems teilweise die Kontrolle über den Einsatz entglitten war. Spielte diese Aktion seinem vermeintlichen Kontrahenten Sharin in die Hände? Sicher war er sich in diesem Punkt nicht. Dafür kannte er den Chiss (leider) zu wenig. Vor dem ungeordneten Rückzug bei der Sechsten Schlacht um Corellia hatte er nicht einmal von dessen Existenz gewusst und erst beim Heldengedenken auf Rendili hatte er ihn überhaupt von Angesicht zu Angesicht getroffen. 'Und selbst da habe ich kaum ein Wort mit ihm gewechselt.' Für diese (unbewusste) Unachtsamkeit verfluchte er sich nun insgeheim. Grundlos wanderte sein Blick just in diesem Moment zum Panoramafenster. In der Ferne leuchtete noch immer der weiße Zwerg.

„Kommunikation, die 'Basilisk' soll vorerst die Position halten...“, befahl Toji mit fester Stimme und kehrte zum taktischen Holo zurück.Commander Merel soll die Kommunikation mit dem Verband bis auf Weiteres auf ein Minimum reduzieren und nach dem Handelsschiff ('Fast Fortune') Ausschau halten.“ Sein Blick glitt konzentriert über die Projektion. „Steuermann, bringen Sie uns umgehend auf die andere Seite des Planeten. 'Starcraft' und 'Valkyrie' sollen uns folgen...“

Etliche Fragen türmten sich in seinem Bewusstsein auf. Schnellstmöglich musste er wieder Herr der Lage werden. Schließlich stand hier nicht nur seine persönliche Befähigung als Befehlshaber einer größeren Einheit auf dem Spiel stand, sondern ebenso die gefahrlose Bergung einer Superwaffe für den Imperator. Beinah automatisch entfachte der Ärger seinen Ehrgeiz. Durch diverse Eingaben ließ sich Toji die vorgenommene Strecke in das Hologramm einzeichnen. Allem Anschein nach würden sie auf der anderen Seite einen sehr guten Blick auf Shinbones äußeren Nachbar sowie dessen Ring bekommen. Vielleicht der nächste Ansatzpunkt nach dem Asteroidengürtel? Denn noch immer hatte die Eingreifgruppe keine Ahnung wo sich das übergroße Kriegsschiff genau befinden sollte. Besaß der Gasriese vielleicht ausreichend Anziehungskraft, im die „Subjugator“ an sich zu binden? Sicher war sich Toji zwar nicht, aber bisher hatte er auch nur am Rande mit Schiffen solcher Größe zu tun gehabt.

Nachdem der restliche Verband endlich die dunkle Nachtseite des äußersten Planten umrundet hatte, meldete sich plötzlich die Sensorik aufgeregt zu Wort:
„Sir, wir konnten soeben eine Reihe Signale ausmachen, die auf die Anwesenheit eines Rebellenschiffs ('Ax') hindeuten. Irgendetwas scheint auf alle Fälle aus dem Ring des Gasriesen zu fliegen...“

[: Shinbone-System | äußerster Planet :||: Eingreifgruppe unter dem Kommando von Captain Murata | VSD II „Pandora“ | Deck Drei | Brücke :||: Captain Toji Murata mit Brückenbesatzung :]

[OP: Die Ankunft von Shous Schiff kann dann gerne der nächste einbauen. Ich wollte meinen Post an der Stelle nicht noch länger werden lassen. ^^"]
 
[Shinbone-System | halbe Strecke zur Shinbone-Kolonie | Fast Fortune | Brücke] Jart Ga'lor, Mol, Orus Wilm, Irys Krel, zwei Magna Wächter, Brückencrew


Langsam trieb der schwere Kreuzer auf den dichten Asteroidenring zu, der das Shinbone-System umgab. Dem Schiff voraus lagen unterschiedlich große Brocken feromagnetischen Gesteins, das sich je nach Größe schneller oder langsamer in dem ausgewiesenen Bereich des Sonnensystems bewegte, wo die Anziehungskraft des Zentralgestirns mit der Fluchtgeschwindigkeit der Asteroiden im Gleichstand lag. Andernfalls wäre es nicht zu einer Ringbildung gekommen, wusste jeder halbwegs astrometrisch begabte Offizier, und dennoch besaßen solch vermeintlich willkürliche Ansammlungen von Weltraumgestein stets auch etwas Anziehendes, etwas Elegantes.

Die massiven Panoramafenster der Hauptbrücke boten bauartbedingt einen äußerst großzügigen Blick auf das sich bewegende Asteroidenfeld, und Jart konnte nicht umhin, den unterschiedlichsten Fels- und Gesteinsbrocken sowie ihren unentwegten Kollisionen einige Augenblicke seine Aufmerksamkeit zu schenken. Dem drahtigen Twi'lek gefiel das chaotische Treiben und die vermeintliche Unberechenbarkeit dieses Ortes, denn es bedurfte seiner Meinung nach sowohl Mut, um sich in einem solch feindlichen Habitat zu bewegen, wie auch ein Stück weit die Bereitschaft, dem Wahnsinn aufrecht die Hand zu schütteln. Beides fehlte ihm nicht.
Zugleich war ihm nicht entgangen, wie der bothanische Ad'ika auf seinen Befehl, Kurs auf die Asteroidenringe zu nehmen, nur verächtlich geschnaubt hatte:


"Sind Sie noch bei Sinnen, Ga'lor? Was tun Sie? Ich brauche keinen Astromech-Droiden, um zu wissen, wie die Chancen sind, unbeschadet den Flug durch ein solches Trümmerfeld zu überstehen. Das ist Wahnsinn!"

Jart selbst genoss die Furcht, die von dem hundsköpfigen Humanoiden ausging, denn im Vergleich zu den sonstigen Ausdünstungen Krels, war dies ein süßlicher, berauschender 'Gestank'. Mit blanker Absicht, formte der ehemalige Konteradmiral einen irren Gesichtsabdruck und wisperte unheilvoll:

"Das wäre nicht das erste Mal, dass man mir Wahnsinn nachsagte. Doch wie Sie sehen, stehe ich noch hier, Ad'ika Krel."

Unter bellenden Verwünschungen verließ der aufgebrachte Bothaner die Brücke der Fast Fortune. Jart verspürte einen Moment den unbändigen Drang, dem dämlichen Nicht-Menschen von hinten an die Kehle zu springen, doch dann entschied er, dass dieser Krel für den Moment soviel Aufmerksamkeit nicht verdient hatte, deshalb lachte er nur halblaut, wobei seine scharfen, spitzen Zähne zu seinem vermeintlich ausgelassenen Betragen einen gefährlichen, vorausdeutenden Kontrast boten. Nach dieser ungebetenen Unterbrechung, wandte sich Jart endlich wieder dem hochgewachsenen Zabrak zu, der geduldig und scheinbar teilnahmslos die Posse mitverfolgt hatte.

"Sie sehen, Kommandant, dass die Disziplin an Bord noch weit von republikanischen Standards entfernt ist, doch dieses Problems werde ich mich zu gegebener Zeit persönlich annehmen."

Mit einer knappen Handbewegung manövrierte Jart Mol einige Schritte nach hinten, einige Meter von den übrigen Brückenoffizieren weg, erst dann setzte er zu einer Antwort an. Unter anderen Umständen hätte er einen abgeschirmten, privaten Raum für dieses Gespräch der Brücke vorgezogen, doch um ehrlich zu sein, vertraute Jart weder der Crew der Fast Fortune weit genug, um sie in einer Krisensituation unbeaufsichtigt zu lassen, noch traute er dem Commander die Kaltschnäuzigkeit zu, eine drohende Meuterei im Keim ersticken zu können. Diese Ecke war alles, was er dem Kommandanten anbieten konnte.

"Zu Ihrer Frage: Ich stimme Ihnen zu, dass es sinnvoll wäre, einige Techniker und Hacker mit zu nehmen, auch wenn fraglich ist, ob diese Männer ihr Wissen bei einem so alten Schiff noch anwenden können."

Jart tat einen weiteren Schritt nach vorn, dann sah er Mol direkt in die Augen, als könnte er durch sie durch, direkt in die Gedanken des ehemaligen Militärs schauen. Die Frage, die offensichtlich im Raum stand, war "Kann ich dir vertrauen, Mol oder willst du mich von hinten f*****?" Wenn man es nüchtern betrachtete, dachte Jart, kannte er den Zabrak nicht mehr als jeden anderen hier an Bord. Zwar las sich seine Vita bedeutend aufrichtiger, doch wie man es auch nahm, Mol hatte seinen Posten verlassen und die Seite gewechselt. Was hinderte ihn daran, dies bei Gefahr wieder zu tun? Womöglich, war dieser Elite-Soldat sogar ein Doppelagent, der auf ihn angesetzt war. Als Jart den Blick wieder abwandte, hatte er seine Entscheidung gefällt. Seine Lekku zuckten verräterisch.

"Wenn wir also davon ausgehen, dass der Kommandant der Ax die Subjugator schon gefunden hat, müssen wir ebenfalls davon ausgehen, dass er bereits ein oder mehrere Teams geschickt hat oder noch schicken wird. Ihre Männer sind sicherlich gut ausgebildet, doch in dem Fall wären Sie hoffnungslos in der Unterzahl, Mol. Deshalb nehmen Sie noch dreißig Söldner mit, die Ihnen den Rücken decken können."

"Oder Ihnen notfalls in den Rücken schießen können", dachte Jart und überlegte, ob er Eeth Pyne mitschicken sollte, um Sie zu kommandieren. Letztlich entschied er sich dagegen, denn er brauchte den erfahrenen Mann hier auf der Brücke und einen derart offensichtlichen Schlag ins Gesicht, würde Mol bei seiner Ehre nicht unbeantwortet lassen können. Dies würde die labile Pattsituation mit der Crew weiter destabilisieren, was der grünhäutige Twi'lek im Moment keinesfalls wollte.


[Shinbone-System | halbe Strecke zur Shinbone-Kolonie | unterwegs Richtung Asteroidenfeld | Fast Fortune | Brücke] Jart Ga'lor, Mol, Orus Wilm, zwei Magna Wächter, Brückencrew
 
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[ Weltraum / Äußerer Rand / Shinbone-System / am äußeren Rand / auf dem Weg zur Shinbonekolonie / Fast Fortune / Brücke ] Mol, Jart, Orus Wilm, zwei Magna Wächter, Brückencrew

Wahnsinn? Krel hatte Ga’lors Vorhaben Wahnsinn unterstellt und eine interessante, jedoch vor allem beunruhigende Antwort geerntet. Es war also nicht das erste Mal, dass man dem grünhäutigen Twi’lek Wahnsinn nachsagte. Nicht das gesunde Maß an Verrücktheit eines guten Anführers, sondern Wahnsinn. Warum war Ga’lor hier? Die Frage nach dem Wie seines Austritts aus den republikanischen Streitkräften gewann mit einem Mal an Gewicht. Vielleicht war Mol bloß paranoid, durch den seltsamen Ausspruch seines Vorgesetzten, doch konnte man in den Satz für seinen Geschmack viel zu viel hineininterpretieren.

Möglich, dass es überhaupt keine Relevanz hatte, doch der bullige Zabrak nahm sich fest vor, ein Auge auf seinen Rücken zu haben, solange er mit Ga’lor umging. Besser sichergehen, falls sich der Mann irgendwann als tickende Zeitbombe erweisen würde. Und vor allem: nichts anmerken lassen!

Mit unbewegten Gesichtszügen beobachtete Mol, wie Krel wutentbrannt von der Brücke stürmte und sich der grünhäutige Twi’lek nun ihm zuwandte. Sein Kommentar über die an Bord herrschende Disziplin barg einiges an Wahrheit. Das hatte der Zabrak vor wenigen Momenten am eigenen Leib erfahren. Dass Ga’lor jedoch ankündigte, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, bereitete ihm Sorgen. Mol hatte gehört, wie seine Art der ‚Disziplinierung‘ aussah. Die Drohung führenden Mannschaftsmitgliedern die Ohren abzuschneiden war der Truppenmoral selten zuträglich und führte schneller zu einer Meuterei, als man ‚Ohr‘ sagen konnte. Doch wer war Mol, dass er es sich hätte Anmaßen dürfen, seinem Vorgesetzten das zu sagen? Wenn er Pech hatte, endete er selbst noch am falschen Ende eines Blasters.

Was die Frage aufwarf: Wem würde er folgen, wenn die Mannschaft, oder Ga’lor begannen Amok zu laufen? Es war ein schlimmes Szenario und keinesfalls dazu geeignet, den Zabrak des Nachts ruhiger schlafen zu lassen. Das Schlimmste jedoch: Er wusste nicht wie die Antwort auf diese Frage lautete. Und das bereitete ihm Kopfschmerzen.


„Ich denke, dass man diesen Haufen undisziplinierter Söldner und Glücksritter mit der richtigen Methode in eine schlagkräftige Mannschaft verwandeln kann, die sich mit Republikanern und Imperialen durchaus messen könnte“

Antwortete er unverbindlich. Was konnte man sonst darauf sagen? Mit unbewegtem Gsicht folgte Mol seinem Vorgesetzten einige Schritte von den anderen Wesen auf der Brücke weg, wo sie sich einigermaßen außer Hörweite befanden. Es war ein weiteres Indiz dafür, wie wenig Ga’lor seiner Mannschaft vertraute, dass er nicht das Risiko einging, sie für fünf Minuten allein zu lassen, um den Zabrak einzuweisen. Mol fühlte sich an einen Einarmigen erinnert, der seiner prothetischen Hand nicht vertraute und seine Zeit damit vergeudete, ständig ein Auge auf sie zu haben.

Mit einem entschlossenen Schritt trat Ga’lor einen Schritt auf seinen Untergebenen zu und sah ihm mit stechendem Blick in die Augen. Mit neutralem Tonfall beantwortete er Mols vorigen Vorschlag Techniker, sowie Hacker mitzunehmen. Zwar wiesen Betonung und Wortwahl nichts Besonderes auf, doch schien die Luft zwischen den beiden Ex-Militärs plötzlich vor Spannung zu knistern. Die Frage, die zwischen den beiden schwebte, war nicht ausgesprochen worden, hatte aber dennoch die ultimative Präsenz eines Asteroiden auf Kollisionskurs. In wie weit konnten Ga’lor und Mol einander vertrauen? Würden sie einander in den Rücken schießen, ergäbe sich die Gelegenheit?

Für Mol war die Sache denkbar einfach - solange der Twi’lek keine Befehle erteilte, die mit denen von Subvigo Wugun kollidierten. Momentan lag seine Loyalität bei seinem neuen Arbeitgeber und nicht bei seinem direkten Vorgesetzten, von dem er immer noch nicht sicher war, was er von ihm zu halten hatte. Es stand einfach zu viel auf dem Spiel. Für ihn und vor allem seine Jungs. Wie sah das bei Ga’lor aus? Wem außer sich selbst schuldete er Loyalität?


„Es ist besser auf der sicheren Seite zu sein, als später das Nachsehen zu haben“

Antwortete der Zabrak lakonisch. Der nächste Vorschlag, nein Befehl, Ga’lors war demgegenüber ungleich schwerer zu schlucken. Er sollte also noch dreißig zusätzliche Söldner mitnehmen, die ihm den Rücken decken sollten? Unsinn! Dreißig Soldaten, die Befehlen gehorchten wären vielleicht nützlich, aber eine Bande undisziplinierter Piraten, die sogar in einem schweren Feuergefecht die Befehle ihres Vorgesetzten in Frage stellen würden, konnte nur mehr schaden als nutzen!

Purer Muskel ohne Hirn und Koordination war gleichbedeutend mit Platzverschwendung! Hätte Mol doch wenigstens ein, zwei Stunden gehabt mit der Truppe vertraut zu werden und sie zu disziplinieren, er hätte der Zählerin auf Knien gedankt! Doch nein, man musste direkt aufbrechen! Er hatte im Angesicht echter Soldaten verdammt nochmal Besseres zu tun, als einen bewaffneten Sack Flöhe zu hüten!

Innerlich tobte Mol, doch das durfte er nicht nach außen hin zeigen! Er musste die Maske von Professionalität unter allen Umständen aufrechterhalten. Der Zabrak war sich nicht sicher, ob ihm das voll und ganz gelang. Er meinte zumindest ein verräterisches Zucken seiner Lippen zu spüren, bevor er die einzige wichtige Frage stellte, die ihm hier erlaubt war zu äußern:


„Ich gehe davon aus, dass ich den Befehl über diese Truppe zu erhalten, Sir?“

[ Weltraum / Äußerer Rand / Shinbone-System / am äußeren Rand / auf dem Weg zur Shinbonekolonie / Fast Fortune / Brücke ] Mol, Jart, Orus Wilm, zwei Magna Wächter, Brückencrew
 
[:: Shinbone System :: Obere Atmosphäre von Shinbone :: (VIN) Basilisk :: Brücke samt Besatzung ::]


"Sir, wir haben im Hangar die Verbindung zu unseren Flottensoldaten verloren. Wir haben daraufhin mehr Männer geschickt, welche besagte Droiden neutralisiert, und eine Frau festgenommen haben. Diese Droiden und die Gefangene haben anscheinend nur mit Betäubungsenergie auf die Soldaten geschossen. Die Gefangene weigert sich zu kooperieren, und will erst mit ihnen sprechen."

Tryam fing an, sich aufzuregen. Niemand hatte ihn zwischendurch gefragt, ob überhaupt Gefangene gemacht werden sollten.

"Wieso wurde ich über diese Vorgänge nicht Bescheid?!?"

"Ich weiß es nicht. Aber wir haben ja seit kurzem einen neuen Sublieutnant für die Flottensoldaten an Bord, vielleicht hat er selbstständig gehandelt."

"Den knöpfe ich mir vor, wenn sich das aufgeklärt hat. Jetzt bringt erstmal die Gefangena zu mir."

In dem Augenblick kam eine Offizierin zum Commander gelaufen.

"Miss Ledos, was gibt es?"

"Wir haben von der Pandora den Befehl bekommen, unsere Position zu halten. Außerdem haben sie uns einen knappen Lagebericht angehängt."

"Gut. Sagen sie dem Maschienenraum, sie sollen sich auf längere Zeit in der Athmosphäre vorbereiten. Benachrichtigen sie außerdem die Techniker auf Shinbone, sie sollen die präzisen Ergebnisse dierekt an die Pandora hochsenden, wie auf mein Datapad. Machen sie dem Victorianern da oben außerdem sollen sie klarmachen, dass es eine wichtige Nachricht ist."

Die Frau verschwand wieder. In dem selben Momend sprangen die Schotte auf, und ein Offizier, 2 Flottensoldaten und eine junge Frau traten auf die Brücke. Der Offizier überreichte ihm eine ID und ein paar Credits.

"Das ist abgesehen von einem Blaster alles was wir bei ihr finden konnten. Die ID ist vermutlich gefälscht, Sir."

"Gut, Sublieutnant.", an die Frau gewandt fuhr er fort: "Guten Tag. Mein Name ist Commander Merel. Warum wollten sie mich sprechen?"


[:: Shinbone System :: Obere Atmosphäre von Shinbone :: (VIN) Basilisk :: Brücke samt Besatzung ::]
 
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[Shinbone-System | Weltraum | bei Shinbones Nachbarplanet | 130.000 Kilometer von der Subjugator entfernt | CC9 Ax] Joya No

Die Ax bezog, wie Joya No angeordnet hatte, ihre Position etwa hundertdreißigtausend Kilometer von den Planetenringen mit der Subjugator entfernt. Sie befand sich außerhalb des Masseschattens des Gasriesen, so dass sie - vorausgesetzt, man fand einen geeigneten Vektor - jederzeit verschwinden konnte, wenn die Lage zu brenzlig wurde. Zudem stand nun weniger stark zu befürchten, dass jemand beim Scannen der Ax zufällig auch das Schlachtschiff bemerkte: Ein gerichteter aktiver Scan aus Laser und Radar hatte nicht genug Streuung, um beide Schiffe gleichzeitig zu erfassen. Und zu guter Letzt versperrten die Stein- und Eisteilchen der Ringe nun einen geringeren Teil des Sicht- und Scanfeldes, so dass man sich einen besseren Überblick über das System verschaffen konnte.

Was sie da beobachteten, gefiel den republikanischen Offizieren auf der Brücke der CC-9600-Fregatte aber keineswegs. Sie konnten beobachten, wie der Vindicator-Kreuzer (Basilisk) im Orbit der Minenkolonie auf unbekannte Ziele feuerte, und mussten in Betracht ziehen, dass sie soeben Zeugen eines Massakers an der dortigen Zivilbevölkerung wurden. Eine kurze Debatte darüber entstand, ob man sich dem Planeten nähern und dem Treiben der Imperialen Einhalt gebieten sollte. Aber Joya No würgte sie schnell ab. Für ihn war das keine Option. Die Bewohner dort waren keine Bürger der Neuen Republik und hatten die Ax nicht um Hilfe gebeten. Zudem wussten sie auch gar nicht, was dort wirklich vor sich ging. Der reine Verdacht, was dort im schlimmsten Fall passieren könnte, genügte dem Kaminoaner einfach nicht, um einen Vindicator herauszufordern. Auf diese Weise würde er nicht nur sein Schiff aufs Spiel setzen, sondern auch seine Mission, die Subjugator und, wenn die Dinge sich falsch entwickelten, den Waffenstillstand zwischen der Republik und dem Imperium. Er entschied sich dagegen und ordnete an, lediglich zu beobachten und dabei möglichst wenig Aufmerksamkeit auf die Ax zu ziehen. Nur passive Sensoren, keine Kontaktaufnahme, keine Abfrage des Transponders um mehr über den Gegner zu erfahren, und auch keine weiteren Rufe an das Handelsschiff (Fast Fortune) oder das Flottenkommando. Außerdem machte er seinen Offizieren klar, dass er Widerspruch nicht dulden würde. Sein Angebot, einen förmlichen Protest im Logbuch zu vermerken, nahm keiner seiner Offiziere an.

Kurz darauf entdeckten sie, dass sich außer dem vermeintlichen ›Handelskreuzer‹ , bei dem es sich durchaus um einen voll kampftauglichen Schweren Kreuzer der Munificent-Klasse handeln konnte) und dem Vindicator noch mindestens ein anderes Schiff im System befand (Pandora, Valkyrie, Starcraft). Sie hatten die Rückstände ungewöhnlicher Strahlung gemessen und beim Anpeilen dieser Richtung eine Masse entdeckt, die höchstwahrscheinlich nicht zu einem natürlichen Himmelskörper gehörte. Aus ihrer Position und Entfernung konnten sie sich noch keinen Eindruck davon machen, worum es sich handelte. Aber dass sie es überhaupt registrieren konnten, wies bereits darauf hin, dass es sich entweder um ein relativ großes Objekt oder um mehrere kleine handeln musste. Die Vermutung, dass es sich ebenfalls um imperiale Einheiten handelte, lag nahe.


»Ich denke, wir können mit Sicherheit annehmen, dass das imperiale Schiff im Orbit über der Shinbone-Kolonie nicht das einzige ist«, mutmaßte Serek Tai'oki. »Sie halten Reserven in der Hinterhand. Womöglich weitere Kriegsschiffe, vielleicht aber auch Truppentransporter für eine Landung auf dem Planeten oder Frachter, um das Erz oder andere Beute abzutransportieren.«

»Stimme zu«, sagte No, und das war ein größeres Lob, als die meisten von ihnen jemals aus dem Mund des Commanders gehört hatten. »Sie dürfen aber nicht die Möglichkeit außer Acht lassen, dass die Kolonie nicht das eigentliche Ziel der Imperialen ist. Wenn sie aus demselben Grund sind wie hier, dann werden die anderen Schiffe dort draußen vielleicht andere Aufgaben haben. Wie verhält sich derzeit Aurek

Sie hatten den unbekannten Schiffen im System Codenamen gegeben, und nichts hätte näher gelegen als Buchstaben aus dem Aurebesh. Das Handelsschiff (Fast Fortune) hieß daher mittlerweile Aurek, den Vindicator (Basilisk) nannten sie Besh und was auch immer sich draußen am Rand des Systems aufhielt hatte vorläufig die Bezeichnung Cresh erhalten. Die Subjugator hieß nach wie vor ›das Zielobjekt‹.

»Ist von Kurs abgewichen, Sir. Sie bewegen sich auf den Asteroidengürtel zu. Dabei nähern sie sich auf einem indirekten Kurs auch unserer Position an.«

»Die Asteroiden? Sind sie wahnsinnig?« murmelte der Bothaner.

No antwortete darauf nicht. Er hielt es nicht wie sein Erster Offizier für Wahnsinn, in dieses Gebiet zu steuern. Natürlich stellten solche treibenden Brocken immer eine Gefahr dar, aber in einem Feld, das sich um das ganze System erstreckte, mussten die einzelnen Körper zwangsläufig so weit auseinander liegen, dass das Risiko einer fatalen Kollision überschaubar war. Er würde nicht ohne Not dorthin fliegen, aber er konnte sich mehrere Situationen vorstellen, in denen er sich ebenfalls dafür entscheiden würde. Dieser Tag war noch lange nicht vorbei und es war nicht auszuschließen, dass er diesen Befehl noch geben musste.

Doch er fragte sich, was die Beweggründe des fremden Kapitäns waren. War es Absicht, dass er einen Kurs gewählt hatte, der ihn näher an den Gasriesen und damit auch an die Subjugator und die Ax brachte? Tat er das, weil er feindselige Absichten hatte, weil er herumschnüffeln wollte oder weil er vielleicht den Schutz des republikanischen Schiffes suchen wollte? Falls es sich wirklich um ein ziviles und nicht oder kaum bewaffnetes Raumfahrzeug handelte, war es durchaus denkbar, dass es sich durch das Auftauchen des aggressiven imperialen Vindicators genötigt gefühlt hatte, erst in den relativen Schutz der Asteroiden und dann zu den Republikanern flüchten, nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Aber zu dieser Theorie passte nicht, dass Aurek bisher auf keinen ihrer Rufe geantwortet hatte.


»Da wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sein müssen, werden wir bis auf weiteres davon ausgehen, dass Aurek ebenfalls ein imperiales Schiff ist«, legte er fest. »Der untypische Schiffstyp ist ebenso wenig ein Gegenbeweis wie die zivile ID.

Da wir also annehmen, dass sich uns ein feindliches Schiff in unbekannter Absicht annähert und Kontaktversuche gescheitert sind, gilt ab sofort gelber Alarm!«


Commander No hatte damit gezögert, den Alarm auszurufen, solange er die Möglichkeit dazu gehabt hatte. Doch nun sollten im gesamten Schiff Offiziere, Mannschaften auf ihre Posten gehen und sich für ihren Einsatz, auch für ein mögliches Gefecht, bereithalten. Einschließlich sämtlicher Mediziner und der zweitausend Soldaten an Bord, sowie sämtlicher Shuttles, die sich noch in den Hangars befanden.

Team Eins und Zwei, die schon vor einer geraumen Weile gestartet waren, mussten längst an der Subjugator angekommen sein und sich vielleicht auch schon Zugang verschafft haben.


»Wie lauten die letzten Meldungen unserer Landeteams?« fragte No.

»Beide haben wie vorgesehen das Schiff umrundet und Nahaufnahmen gemacht, die noch ausgewertet werden«, antwortete der Taktische Offizier, der ihre Aktivitäten überwachte. »Anschließend haben sie Luftschleusen oder andere Andockpunkte gesucht, Shuttle Eins in der Nähe des Brückenturms und Shuttle Zwei in dem Bereich, wo wir den Hauptmaschinenraum vermuten. Aufgrund der Schmutzkruste auf dem Schlachtschiff hat das längere Zeit in Anspruch genommen als ursprünglich erwartet. Vor wenigen Augenblicken hat Eins aber gemeldet, dass ihnen das Eindringen gelungen ist, Team Zwei ist aber auf Probleme gestoßen. Ich wollte soeben anfragen, um welche Art von Problem es sich handelt.«

»Das mache ich selbst. Stellen Sie eine Verbindung her!«

Doch es gelang nicht, eine Verbindung zu Team Zwei herzustellen. Auf die Ursache konnte sich niemand einen Reim machen, aber es kamen viele Möglichkeiten in Frage. Nach dem zweiten Fehlversuch ordnete der Commander an, stattdessen Team Eins zu kontaktieren. Nach kurzer Zeit bestand eine Sprechverbindung. Sie war, wie die Kommunikationsstation bedauernd vermeldete, nicht sonderlich stabil, sollte dafür aber abhörsicher sein und von den fremden Schiffen nicht zur Kenntnis genommen werden, weil das Signal so schwach wie möglich und zudem unmittelbar in Richtung des Empfängers gerichtet war.

»Commander No, hier spricht Lieutenant Bundy«, sagte eine Frauenstimme. Der Kaminoaner wusste, dass es sich um eine Offizierin seiner Marinesoldaten handelte, die dieses Team anführte.

»Wie ist Ihr Status, Lieutenant?«

»Wir sind jetzt an Bord der Subjugator, ich meine des Zielobjektes, Sir. Es war nicht leicht, hineinzukommen, denn die Luftschleuse war magnetisch verriegelt und kraftfeldgesichert. Wir mussten uns den Weg durch den Rumpf schneiden, und der ist so dick, wie man es bei einem Schiff dieser Größe erwarten darf. Wir befinden uns im Brückenturm und sind nach unserem Kenntnisstand zwölf Decks unterhalb der Hauptbrücke.«

»Was haben Sie im Inneren vorgefunden?«

»Bisher nicht viel, aber zugleich mehr als erwartet«, sagte die Frau und konkretisierte sofort, was sie damit meinte: »Das Schiff macht einen verlassenen Eindruck. Es ist hier dunkel, der Luftdruck ist sehr niedrig und der Sauerstoffgehalt zu gering, um ohne Atemgerät unterwegs zu sein. Aber die künstliche Schwerkraft funktioniert, wenn auch nur bei einem Drittel Normal. Und auch andere Systeme scheinen noch mehr oder weniger intakt zu sein, Sir.«

»Was für Systeme?«

»Schwer zu sagen. Vielleicht die meisten. Allerdings befindet sich das Schiff in einer Art Sicherheitsmodus. Es gelingt uns nicht, auf Computer zuzugreifen. Petty Officer Waybert ist der Meinung, dass zum Beispiel die Notbeleuchtung noch funktionieren müsste, aber die Lichtschalter ebenso wie alle anderen Anlagen auch blockiert sind. Wir streiten noch darüber, ob das Zielobjekt schon vorher in diesem Zustand war oder ob das eine Reaktion auf unsere Anwesenheit ist.«

»Stehen Sie in Kontakt mit Team Zwei?« fragte der Commander.

»Seit etwa fünf Minuten nicht mehr. Sie hatten Probleme mit ihrem Plasmaschneider und wollten versuchen, sich mit einer Richtladung einen Zugang freizusprengen.«

Das beunruhigte Joya No. War womöglich bei der Sprengung etwas schief gelaufen? Eine zu starke oder falsch angebrachte Ladung konnte ein Shuttle in Stücke reißen oder es vom Rumpf der Subjugator lösen, so dass durch die offene Schleuse die Atmosphäre entwich.

»Commander, wir bräuchten Ihre Anweisung, ob wir weiterhin versuchen sollen, die ... Betrieb zu setze- ... -dessen zum Brückentu- ... -vordring- ...«

»Lieutenant Bundy, wiederholen Sie!« forderte No. Doch der Kommunikationsoffizier schüttelte den Kopf.

»Tut mir Leid, Sir, ich habe die Verbindung verloren!«

»Dann stellen Sie sie wieder her!«

»Keine Antwort, Commander. Das Signal wird vielleicht irgendwie gestört.«

»Könnte das vielleicht eine Reaktion der Subjugator sein?« fragte Tai'oki. »Wenn die Computer teilweise noch funktionsfähig sind, wäre es doch möglich, dass unsere Leute ein Verteidigungssystem aktiviert haben, das ihr Funksignal unterbindet.«

»Das will ich wirklich nicht hoffen, Lieutenant Commander. Denn wenn dem so ist, wird sich das Verteidigungssystem mit Sicherheit nicht nur auf eine Blockade unserer Verbindung beschränken, sondern vielleicht auch direktere Maßnahmen gegen die Eindringlinge in die Wege leiten.

Shuttle Vier soll sich startbereit machen, Drei soll augenblicklich starten. Sie sollen zu den letzten bekannten Positionen von Shuttle Eins und Zwei fliegen, dort nach dem Rechten sehen und versuchen, über Kurzstreckenkommunikation Kontakt herzustellen. Keine - ich wiederhole: Keine Erlaubnis, am Zielobjekt festzumachen oder sich auf weniger als fünf Kilometer anzunähern! «


Joya No war bewusst, dass fünf Kilometer keinen echten Sicherheitsabstand darstellten. Die meisten Bordwaffen der Subjugator verfügten sicherlich über eine weit größere Reichweite. Aber bisher hatten die Sensoren keinen Energieanstieg auf dem Superschlachtschiff gemessen, keine Öffnung der Geschützluken oder sonstige verdächtige Aktivität verzeichnet. Das staubbedeckte Schiff hing einfach passiv auf seiner Position in den hell erleuchteten Planetenringen, aus dieser Distanz mit bloßem Auge überhaupt nicht wahrnehmbar.

Als Shuttle Drei den Hangar der Ax verließ und sich auf den Weg machte, waren fast auf die Sekune genau zwei Stunden vergangen, seit Joya No einen Hilferuf an andere Flottenelemente abgesetzt hatte. Er rechnete nicht damit, dass dieser Ruf Gehör finden würde, und noch weniger damit, dass eventuell losgesandte Hilfe sie hier rechtzeitig erreichen würde. Als daher ein Annäherungsalarm erklang und Nonga Joon hektisch meldete, dass ein Schiff nur wenige Kilometer von ihrem Backbordrumpf entfernt aus dem Hyperraum gefallen war, rechnete er daher mit dem Schlimmsten.


»Roter Alarm!« befahl er und in der nächsten Sekunde gellte ein hässlicher Warnton durch die gesamte Fregatte. »Deflektorschilde aktivieren!«

»Commander, Freund-Feind-Kennung springt an«, meldete die Taktikstation. »Das Schiff gehört offensichtlich zur Flotte! Die Lioness, MC40-Klasse!«

»Sie rufen uns, Sir: Commander Shou Adachi

»Verschlüsselte Verbindung herstellen!« befahl Joya No. Er verspürte die größte Erleichterung, seit seinem Schiff nach dem verpatzten Sprung ins Rendili-System gerade noch die Flucht vor den feindlichen Einheiten geglückt war.

Das Holo flackerte auf und zeigte die Gestalt eines blauhäutigen Humanoiden. No war nicht sicher, ob er Ferroaner war wie die Sensorikoffizierin oder ein Chiss wie der imperiale Captain Sharin, dem er bei den Verhandlungen zum Waffenstillstand begegnet war. Seine Haltung war jedenfalls die eines Offiziers und ähnelte der Pose, die auch der Kaminoaner eingenommen hatte: Den Hals weit emporgereckt, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, das Gesicht weitgehend unbewegt.

»Hier Commander Joya No, CC9 Ax. Ich höre und sehe Sie, Commander Adachi, und bin hocherfreut über Ihr Eintreffen.«

Er hielt sich nicht mit weiteren Begrüßungsfloskeln auf, sondern setzte den Kollegen so schnell wie möglich über die aktuelle Lage in Kenntnis:

»Wir befürchten eine Konfrontation mit überlegenen gegnerischen Schiffen, mit unbekanntem Ausgang, möglicherweise Kampfhandlungen. Im System befindet sich mindestens ein imperiales Kriegsschiff, ein Kreuzer der Vindicator-Klasse. Sie sind in den Orbit der Minenkolonie gesprungen, in die Atmosphäre eingeflogen und haben dort das Feuer auf unbekannte Ziele eröffnet. Die Kommunikationsmöglichkeiten der Kolonie wurden offensichtlich zerstört. Wir nennen dieses Schiff Kontakt Besh.

Aurek ist ein noch nicht eindeutig identifiziertes Schiff, das von seinem Transponder als kubindischer Großraumtransporter ausgewiesen wird, unseren Computern zufolge aber ein Schwerer Kreuzer der Munificent-Klasse sein könnte. Es ist in den Asteroidengürtel des Systems eingeflogen, mit Kurs in unsere ungefähre Richtung. Mittlerweile hat es Position am uns nächstgelegenen Punkt des Asteroidenfeldes bezogen. Absichten unklar, keine Reaktion auf Kontaktversuche.

Zudem befindet sich am äußeren Rand des Systems mindestens ein weiteres Schiff, vorläufig zusammengefasst als Kontakt Cresh. Von dort haben wir bisher keine feindselige Aktivität registriert, gehen in Anbetracht der Umstände aber von weiteren imperialen Einheiten aus.«


Joya No war sich im Klaren darüber, dass die Lioness die Kampfkraft der Neuen Republik in diesem System mehr als verdoppelte. Aber wenn es sich bei Aurek (Fast Fortune) tatsächlich um ein imperiales Schiff und bei Cresh um weitere Reserven handelte, waren sie einer bewaffneten Auseinandersetzung womöglich dennoch nicht gewachsen. Ein Rückzug wäre unter diesen Umständen die beste Alternative gewesen, weil sie eine Konfrontation von vornherein vermied. Deshalb musste der Kaminoaner dem Kollegen klarmachen, warum das keine Option war. Ihm war nicht wohl dabei, den Commander des calamarianischen Kreuzers über seine Geheimmission in Kenntnis zu setzen, aber wenn sie effizient zusammenarbeiten sollten, blieb einfach keine andere Wahl. No konnte nur hoffen, dass dieser Entschluss im Einklang mit seinen Befehlen stand und ihm hinterher nicht als Sicherheitsverstoß zur Last gelegt wurde.

»Was Sie jetzt hören und was Sie noch sehen werden, steht unter Geheimhaltung, Commander Adachi. Die Ax wurde von Admiral Stazi in dieses System entsandt, um nach der Subjugator zu suchen, von der Sie sicherlich gehört haben. Und bevor Sie mir sagen, dass sie nur eine Legende ist: Wir haben sie gefunden! Sie hängt in den Planetenringen dort, und nach allem was wir bisher wissen, ist sie zumindest teilweise intakt, möglicherweise voll funktionsfähig. Wir haben zwei Teams an Bord, aber den Kontakt verloren.

Commander, das Eintreffen der imperialen Flotte zu diesem Zeitpunkt ist wahrscheinlich kein Zufall. wenn auch nur die Hälfte dessen wahr ist, was wir über die Subjugator zu wissen glauben, dann darf dieses Schiff auf keinen Fall in die Hand des Feindes gelangen! Deshalb ist ein Rückzug nur die allerletzte Option. Ich hoffe auf Ihre Unterstützung!«


[Shinbone-System | Weltraum | bei Shinbones Nachbarplanet | 130.000 Kilometer von der Subjugator entfernt | CC9 Ax] Joya No; Shou Adachi über Holo

 
[Shinbone-System | Weltraum | bei Shinbones Nachbarplanet | 130.000 Kilometer von der Subjugator entfernt | MC40 Lioness]
Shou Adachi, Joya No (Holo)


Dem pantoranischen Kommandanten wären fast vor Überraschung die Augenbrauen nach oben geschnellt, als das Holosignal beantwortet wurde und plötzlich ein Kaminoaner vor ihm erschien. Aber nur fast. Seine Mimik war genauso förmlich wie sein etwas altbackener, perfekt sitzender Scheitel. Warum auch nicht? Immerhin stammte er auch aus einem Volk, dass ebenfalls nicht Mitglied der Neuen Republik war.

Shou erwiderte den Gruß durch ein stummes Nicken und ließ seinen Kollegen dann ausführen, in welcher Situation sie sich befanden. Trotz aller Förmlichkeit konnte der Pantoraner nicht verhindern, dass sich seine Lippen kurz schürzten und seine Wangenknochen hervortraten, als er die Zähne zusammenbiss. Was hatte sich Admiral Gazi nur gedacht, eine einzelne Fregatte auf eine solch immens wichtige und gefährliche Mission zu schicken? Doch er hätte solche Kritik niemals laut geäußert. Nicht mal dann, wenn er vollkommen allein auf der Brücke gewesen wäre.

Apropos Brücke: Die Erwähnung der Subjugator hatte viel Aufmerksamkeit unter seiner Brückencrew erfahren. Bis auf die beiden Marines gab niemand mehr vor, seinem Gespräch nicht zu lauschen. Shou blickte kurz ernst in die Runde.
»Scannen sie bis auf weiteres nur mit passiven Sensoren, Petty Officer«, wies er seinen Sensor-Offizier an.

An Commander No gewandt fuhr der Pantoraner fort:
»Sie haben in dieser Mission unsere volle Unterstützung, Commander. Es könnte für die Republik geradezu überlebenswichtig sein, dieses Schiff zu bergen oder zumindest zu verhindern, dass es dem Imperium in die Hände fällt.«

Shou tippte sich kurz mit dem Zeigefinger gedankenverloren an das Kinn. Eine wohlgeplante Geste. »Ich stimme auch mit ihrer Einschätzung der Lage überein. Wir sollten während der Bergung so wenig Aufmerksamkeit auf uns und die Subjugator lenken, wie nur irgend möglich. Kontakt Besh (Basilisk) scheint uns nicht bemerkt zu haben und verfolgt offenbar andere Ziele.« Es missfiel Shou sehr, die Bewohner der Minenkolonie der Gnade der imperialen Flotte auszuliefern. Doch zum einen hatte die Bergung der Subjugator oberste Priorität und zum anderen war die Kolonie neutral und es gab einen gültigen Waffenstillstand zwischen Imperium und Republik.

»Kontakt Aurek (Fast Fortune) bereitet mir mehr Kopfzerbrechen. Der gegenwärtige Kurs würde das Schiff zu uns führen. Andererseits verfügt das Imperium meines Wissens nicht über Schiffe der Munificent-Klasse. Aber nur weil es vielleicht kein imperiales Schiff ist, heißt es nicht, dass es nicht feindlich wäre.« Der Kommandant der Lioness zögerte kurz. »Eventuell sind noch andere auf der Suche nach unserer Legende. Es wäre klug, nicht nur alle unidentifizierten Kontakte als feindlich einzustufen, bis sich etwas anderes ergibt, sondern auch anzunehmen, dass nicht nur die Republik über die Subjugator Bescheid weiß.«

Shou kniff kurz die Augen zusammen. »Es ist nicht hinnehmbar, dass wir keinen Kontakt zu den Bergungsteams haben. Wir müssen wissen, woran wir sind. Ich schlage ihnen daher Folgendes vor: Ich lasse eine Rotte X-Wing von unserer Staffel starten und eine Linie zwischen unseren Schiffen und der Subjugator bilden. Möglicherweise schaffen wir es mit den Verstärkern der Jäger eine verlässliche Kommunikationskette mit den Bergungsteams herzustellen.«

Der Pantoraner zögerte kurz. Er und No hatten denselben Rang und keiner konnte den Oberbefehl in dieser Situation beanspruchen. Außerdem wusste er nicht, wie empfindlich der andere Schiffskommandant auf seine Vorschläge reagieren würde. »Ich würde außerdem vorschlagen, mein Bataillon Marines zusammen mit einer Gruppe Techniker und Ingenieure von der Lioness abzukommandieren, um ihre Bergungsteams zu verstärken. Aber für den Fall, dass wir die Subjugator nicht mehr flugtauglich machen können, sollten wir in Betracht ziehen, das Schiff mitsamt seinem Waffensystem für immer unschädlich zu machen.« Es fiel ihm nicht leicht, gerade den letzten Vorschlag zu machen. Immerhin lief dieser darauf hinaus, mit ihren Bordgeschützen die Subjugator zu zerstören und das obwohl vielleicht nicht genug Zeit blieb, ihre Leute von dem Superschlachtschiff wieder abzuziehen. Aber wer auch immer die Uniform der Neuen Republik trug, hatte sich damit bereit erklärt im Notfall sein Leben für die Republik zu geben.


[Shinbone-System | Weltraum | bei Shinbones Nachbarplanet | 130.000 Kilometer von der Subjugator entfernt | MC40 Lioness]
Shou Adachi, Joya No (Holo)
 
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[Shinbone-Atmosphäre-Basilisk-Brücke] Yara Locke, Imperiale Besatzung

"Commander Merel, ich habe hier gegen kein geltendes Gesetz verstoßen, weder gegen Imperiale oder denen von Shinbone.
Ich habe schlichtweg nach den Besitzer der voll ausgestatteten Kampfschiffe gefragt, wie es in ganzen Universum üblich ist, sogar die Hutten fragen nach, sowie jeder Imperialer, republikanischer oder Freier Planet.
Ich wurde von Abfanjägern angegriffen, von einen Traktorschtrall in ein Feuerndes Kriegsschiff gezogen und geentert ohne jede begründung,
nur weil wir Protokollgemäß nach Schiffsnummern und Besitzer fragten, genauer gesagt haben wir nur drum gebetten."

Sie war wütent, versuchte aber nicht handgreiflich zu werden, sie war ja sowieso mit Handschellen gefesselt...

[Shinbone-Atmosphäre-Basilisk-Brücke] Yara Locke, Imperiale Besatzung
 
[Weltraum | Nahe des Shinbone-Systems | MC40 Lioness | Siris Quartier] Siri Passek

Obwohl die Gamma-Schicht mit ihrer Nacht-Simulation noch andauerte, lag Siri schon wach auf ihrem Bett. Lediglich eine kleine Lampe erhellte das spartanisch gehaltene Quartier. In ihrer Hand hielt sie ihr Datapad und überflog die Holotnet Nachrichten. So hatte sie wenigstens noch ein bisschen das Gefühl zum restlichen Teil der Galaxis zu gehören. Nicht dass ihr das viel weiter geholfen hätte. Sie befand sich nun seit mehreren Monaten auf der Lioness, einem leichten Mon Calamari Kreuzer, der frisch vom Stapel gelaufen war. Seitdem sie auf den Kreuzer versetzt worden war und zu der neu formierten X-Wing Staffel Peregrines gehörte, hatten sie größtenteils Übungs- und Patroullienflüge im Outer Rim durchgeführt. Also tat sie wieder genau das, womit sie monatelang ihre Zeit nach dem Abschluss der Akademie vergeudet hatte. Aber sie wollte dem Kommandanten keinen Vorwurf machen.

Der noch relativ junge Commander Adachi folgte selbstverständlich auch nur seinen Befehlen und hatte zudem die nicht ganz einfache Aufgabe aus der neuen Crew eine funktionierende Einheit zu machen. Und dazu gehörte eben zum großen Teil Drill, zumindest in der Anfangszeit. Obwohl sie mit ihm noch kein einziges Wort gewechselt hatte, erlangte er schnell ihren Respekt. Der Pantoraner machte auf sie einen sehr disziplinierten Eindruck und selbst wenn seine Anweisungen zuweilen gewisse Spannungen hervorriefen, glaubte die Twi’lek, dass er nur das Beste für seine Crew wollte. So wie man es eben von seinem Kommandanten erwarten konnte. Zwar zählte auch Siri zu denjenigen, die ihre Dienstzeit lieber mit bedeutenderen Aufgaben verbringen würde, sie konnte jedoch nur den Kopf über jene schütteln, die offen murrten und sich über Adachi aufregten.

In Sachen Respekt erging es Siri ähnlich mit der Staffelführerin Lily Hennis. Natürlich hatte die Tatsache, dass sie vom selben Planeten stammten, direkt eine gewisse Sympathie hervorgerufen. Allerdings hatte die Menschenfrau ebenfalls bereits früh bewiesen, dass sie eine fähige und umsichtige Anführerin war. Selbstverständlich legte auch sie eine gewisse Strenge an den Tag, so wie es ihre Position erforderte. Aber daran merkte man auch, dass sie schon eine erfahrene Pilotin war und ihre Rolle als Führungsoffizier sehr ernst nahm. Murren innerhalb der Staffel tolerierte sie nicht, ganz gleich wie die Befehle lauteten. Stattdessen forderte sie jeden der Peregrines bei jeder Übung bis zum Äußersten. Sie verlangte, dass die Piloten an ihre Grenzen gingen und noch weiter. Nach ihrer Auffassung konnten sich die Piloten nur so weiter entwickeln. Das war ganz nach dem Geschmack von Siri.

Captain Hennis hatte es in nur wenigen Monaten geschafft, dass man den bunt zusammen gewürfelten Haufen von Sternjägerpiloten schon beinahe als verschworene Truppe bezeichnen konnte. Auf der Lioness zu dienen hatte auch etwas Besonderes. Die Peregrines waren die einzige Raumjäger-Staffel an Bord, was den Piloten eine gewisse Ausnahmestellung zukommen ließ. Auf einem Schiff mit einer Besatzung von über 5.000 Personen waren sie eine Art Elite. Natürlich, in einem größeren Gefecht mochte eine einzelne Staffel nicht viel ausmachen, aber wenn es hart auf hart kommen sollte, konnten die zwölf Piloten in ihren Raumjägern das Zünglein an der Waage sein. Selbst von den knapp über 500 Marines, die einen hervorragenden Ruf besaßen, setzten sich die Piloten durch ihre geringe Zahl noch einmal ab. Für Siri war das Gefühl, zu einem elitären Kreis zu gehören, ein Genuss. Und sie brannte darauf dies endlich im Gefecht beweisen zu können.

Das Piepen ihres Komlinks schreckte die rothäutige Twi’lek aus ihren Gedanken auf. Es war Captain Hennis, die die Staffel in den Besprechungsraum orderte. Siri runzelte die Stirn. War dies wieder eine dieser unangekündigten Notfallübungen oder ging es um etwas Ernsthaftes? Wie dem auch sei, da die Staffelführerin nichts von einem unmittelbar anstehenden Einsatz erwähnte, schlüpfte Siri in ihren Dienstanzug und verließ dann ihr Quartier. Bereits nach kurzer Zeit hatten sich alles Peregrines versammelt und Captain Hennis ließ die Piloten Platz nehmen. Ihre Miene war streng und emotionslos, so wie üblich, wenn sie zu den Piloten sprach.


„Soeben hat die Lioness einen Hilferuf von der CC9 Ax aus dem Shinbone-System erhalten“, begann die Staffelfüherin ohne Umschweife. „Wir befinden uns bereits im Hyperraum und erreichen den Zielort voraussichtlich in zwei Stunden. Details über die Umstände im Shinbone-System liegen uns nicht vor.“

Obwohl natürlich immer geschwiegen wurde, wenn der Captain sprach, war deutlich zu spüren, wie sich die Piloten anspannten. Dieser Hilferuf konnte vieles bedeuten. Vielleicht hatte die Ax nur technische Probleme. Aber vielleicht ging es auch um etwas Ernstes. Siri konnte die Spannung im Raum spüren. Sie hoffte förmlich, dass es sich um eine ernsthafte Angelegenheit handelte und sie war sich sicher, dass nicht nur sie so dachte. Die Miene von Hennis wurde noch einen Tick strenger und ihre Stimme energischer.

„Hören Sie mir zu, Peregrines. Wir wissen nicht, welche Situation wir im Shinbone-System vorfinden werden. Dies könnte unser erster richtiger Einsatz sein, also gehen sie mit der nötigen Disziplin an die Sache heran!“

Sie machte eine kurze Pause und ihre Stimme senkte sich wieder.

„Bereiten sie sich auf einen Einsatz vor. Ziehen sie sich um, stärken sie sich wenn nötig und finden sie sich spätestens in einer halben Stunde im Bereitschaftsraum ein. Ich will keine Überraschungen erleben. Noch Fragen? Nein? Wegtreten.“

Siri fühlte sich euphorisiert, als sie den Besprechungsraum verließ und sich unverzüglich auf den Weg zu ihrem Quartier machte. Selbstverständlich war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihre Hoffnung enttäuscht werden würde und sie keine schwierige Operation im Shinbone-System erwartete, aber der kleine Schimmer Hoffnung genügte, um in ihr den unstillbaren Hunger zu wecken sich im Cockpit eines Raumjägers mit einem Kontrahenten zu messen.

[Hyperraum nach Shinbone | MC40 Lioness | Gänge | auf dem Weg zu Siris Quartier] Siri Passek

 
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:: Shinbone Obere Athmosphäre :: (VIN) Basilisk :: Tryam Merel auf der Brücke mit Yara Locke ::

"Commander Merel, ich habe hier gegen kein geltendes Gesetz verstoßen, weder gegen Imperiale oder denen von Shinbone.
Ich habe schlichtweg nach den Besitzer der voll ausgestatteten Kampfschiffe gefragt, wie es in ganzen Universum üblich ist, sogar die Hutten fragen nach, sowie jeder Imperialer, republikanischer oder Freier Planet.
Ich wurde von Abfanjägern angegriffen, von einen Traktorschtrall in ein Feuerndes Kriegsschiff gezogen und geentert ohne jede begründung,
nur weil wir Protokollgemäß nach Schiffsnummern und Besitzer fragten, genauer gesagt haben wir nur darum gebeten."


Die junge Frau sah protestierend, ja fast sogar ein wenig aggressiv aus, als sie diese Worte sprach. Tryam schwieg kurz, und sah sich die ID an.


Name: Yara Locke
Geschlecht: Weiblich
Spezies: Mensch
Geburtsjahr: 145 PRE Imperial

Wenigstens war die Zeitrechnung auf dem Ausweis Imperial. Tryam übergab die Karte einem Offizieren, mit dem Befehl, sie mit dem Imperialen Strafregister und/oder Fahndungsliste zu vergleichen. Der Commander sah die junge, attraktive Frau wieder an.


"Es tut mir leid, dass wir zu solchen Maßnahmen greifen mussten, allerdings hatten wir den Befehl, diese Minenkolonie zu eliminieren. Wir wollten sie abfangen, da sie aus verständlichen Gründen unseren Sensoren zu entgehen versucht haben. Als wir dann mehrere Kampfdroiden auf ihrem Schiff bemerkten, dachten wir, sie wären ein Söldner oder Kopfgeldjäger, der den Imperialen Operationen in die Quere kommt, allerdings könnten sie auch eine Spionin der Rebelion seien. Außerdem könnten sie eine gute Informantin in unserer laufenden Mission darstellen, was ich aber erst beantragen muss. Bis zu unseren endgültigen Ergebnissen werden sie, fürchte ich, unser Gast bleiben müssen. Allerdings werden sie nicht unter Gefangenschaft, sondern unter eine Art Arrest gestellt. Sie bekommen eine gute Unterkunft und ihnen werden die Handschellen abgenommen. Allerdings müssen sie in ihrem Quartier bleiben.

Captain, bringen sie sie in Quartier 10-15 und postieren sie Wachposten vor ihrer Tür. Nehmen sie ihr, wenn sie dort sind auch die Handschellen ab. Wegtreten!"

Der Flottensoldat salutierte, dann wies sein Team an ihm mit der Gefangenen zu folgen, und verschwand.

Kaum waren sie weg, kam der Sensorik Leitoffizier auf ihn zugestürzt.


"Sir, wir wissen jetzt ungefähr genau, wo die Subjugator sein könnte. Außerdem befinden sich 3 Weitere Schiffe im System, welche weder Imperial sind, aber die Subjugator ebenfalls bemerkt haben könnten, da sie sich näher an ihrer Position befinden, als Captain Murata. Ob alle Schiffe im Raum sich gegenseitig bemerkt haben, ist nicht ganz klar, mit Sicherheit kann ich aber sagen, dass sie uns Bemerkt haben."

"Sehr gut, Lieutnant. Schicken sie alle Ergebnisse sofort zur Pandora, zur Valkyre und zur Starcraft."

Commander Merel drehte sich zu den Panoramafenstern um, als der Lieutnant verschwand. Nun blickte er vor sich in den glühend rot-orangen Abendhimmel von Shinbone.


:: Shinbones Athmosphäre :: (VIN) Basilisk :: Commander Tryam Merel auf der Brücke mit Yara Locke ::
 
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[ Shinbone-System – Systemrand – VIN „Valkyrie“ – Kommandobrücke] Sharin, Brückenbesatzung

Eine Antwort blieb der schwarzhaarige Captain ihm zuerst schuldig. Allerdings antwortete sein blondes Pendent. Vollkommen zutreffend beantwortete er die Frage des blauhäutigen Chiss mit der Vermutung, dass vielleicht irgendwelche feindlichen Individuen mit ihrem Schiff in dieses System gesprungen seien, aber man von Kriminellen bis zu der Neuen Republik mit allem rechnen musste. In diesem unzulänglichen und eigentlich vollkommen unwichtigen System ging der rotäugige Humanoid jedoch eher davon aus, dass irgendwelche Schmuggler eine unbewachte Passage durch unwegsames Gelände suchten, um den imperialen Sektor um Ryloth auf dem Weg den Corellian Run entlang zu umgehen. Was man ausgerechnet in diesem Sektor machte, der wirklich fernab jedweder Zivilisation war und ausgerechnet eine Superwaffe beherbergte, die einen neu aufkommenden Krieg in der Galaxis entscheiden konnte, blieb für den Flottenoffizier ein Rätsel. Doch Rätsel waren nicht zwangsläufig besorgniserregend genug, um von einer deutlich brenzligeren Mission auszugehen, als sie eigentlich vorlag. Dass er nun eine Konferenz der drei ranghöchsten Flottenoffiziere initiiert hatte, war dem schwarzhaarigen Captain nun etwas unangenehm.

Doch nun musste er das Beste daraus machen und augenscheinlich schien zumindest Fogerty dies nicht als unangenehm aufzufassen. Er bemängelte vielmehr das hohe Asteroidenaufkommen in diesem System und schlug vor, dass die auf seinem Schiff stationierten Kanonenboote bei den riesigen Felsbrocken in Stellung gehen sollten. Der blauhäutige Captain hob seine Augenbrauen fast unmerklich an, sodass die anderen beiden seine Regung über die Holoübertragung nicht erkennen würden. Dass dieser Sektor nicht so raumschifffreundlich wie Coruscant war, sollte den ebenfalls jungen Offizier nicht unbedingt überraschen. Dass man aufgrund eines Schmuggler- oder Handelsschiffes nun eine besondere strategische Karte in der Hinterhand behalten sollte, war für Sharin jedoch nicht unbedingt einsichtig. Schließlich wurden alle drei, ja mit dem weiter entfernten anderen Vindicator-Kreuzer sogar vier, Schiffe mit diesem ziemlich sicher fertig. Und weitere unangenehme Vorkommnisse hatten die Scangeräte bisher noch nicht erfassen können. Allerdings musste der Chiss dem anderen Captain durchaus lassen, dass er ein taktisches Gespür besaß: Die Asteroiden würden tatsächlich eine hervorragende Gelegenheit bieten, um kleine und schnelle Einheiten wie die Kanonenboote, aber auch die TIE-Avenger bei einem unvorhergesehenen Zusammenstoß mit anderen, vielleicht sogar feindlich gesinnten Raumschiffen nicht allzu offensichtlich preiszugeben und in einem geeigneten Moment auf ihre Beute loszulassen. Leider tat sich so eine Gelegenheit in diesem Moment nur schwerlich auf. Es herrschte ein vermaledeiter, ungerechtfertigter Waffenstillstand zwischen dem Imperium und der Neuen Republik und irgendwelche Piratenschiffe würden nie in der Lage sein, diesem relativ kampfstarken Verband die Stirn zu bieten. So war es an dieser Stelle auch nur angebracht, die Kanonenboote, ähnlich wie die TIEs, als Aufklärungseinheiten zu gebrauchen, was Murata auch umgehend tat.

In Richtung von Sharin meinte der schwarzhaarige Mensch jedoch auch, dass ein weiterer Scan deutlich besser war, als gleich alarmschlagend ins System vorzudringen. Mit einem knappen Nicken brachte der Humanoid seine Zustimmung zum Ausdruck. Es war ihm vielmehr darum gegangen, eine solche nicht ganz genau einzuschätzende Gefahrenquelle lieber mit seinen Kollegen zusammen zu begutachten und gemeinsam eine Entscheidung zu treffen. Sicher, Murata war der alleinige Anführer dieser Mission und er wollte diesen nicht infrage stellen. Dazu hatte er eine zu hohe Meinung von dessen Fähigkeiten. Allerdings konnten drei Köpfe manchmal durchaus Risiken besser einschätzen als einer alleine. Zudem war es einfach wichtig, dass sie Kontakt hielten und es zu keinen Missverständnissen kam. Und solche Unzulänglichkeiten konnte man am besten dadurch vermeiden, dass man miteinander sprach, von Angesicht zu Angesicht. Für solche Zwecke waren Holoverbindungen immer noch die beste Möglichkeit. Übermittelte Worte konnten hier nicht so leicht missinterpretiert werden, sodass der kommandierende Captain sicher nicht auf die Idee kommen konnte, dass Sharin ihn in irgendeiner Weise bloß stellen oder kritisieren wollte. Missverständnisse führten zu Fehlern und Fehler durften in der perfektionistischen Welt eines Chiss einfach nicht passieren.

Nach seinen abschließenden Worten brach der kommandierende Offizier des Kampfverbandes die Verbindung ab. Der blauhäutige Kommandant des Vindicator-Kreuzers wandte sich auf dem Absatz von dem Übertragungsgerät ab und ging wieder in die Mitte der Brücke, wo sein XO schon auf ihn wartete. Er betrachtete konzentriert einen Bildschirm, auf dem eine Datenflut nur teilweise gefiltert auf ihn niederprasselte. Mit der Position seines ersten Offiziers und ehemaligen Mentors wollte Sharin nun wirklich nicht tauschen.

„Sensorik, konnten Sie bereits irgendwelche Anzeichen von der ‚Subjugator‘ finden oder das unidentifizierte Objekt erkennen?“

Kein Augenlid bewegte sich, als Torati zu einer Antwort ansetzte, jedoch weiterhin auf den Bildschirm starrte.

„Negativ, Sir. Wir suchen mit unseren Bordscangeräten und auch mit den TIEs den Asteroidengürtel ab, konnten jedoch nichts Auffälliges entdecken. Vermutlich stört der hohe Metallanteil in diesem unsere Sensoren in einem so hohen Maße, dass eine weitere Aufklärung sehr viele Ressourcen und Zeit verschlingen wird.“

Sharin verschränkte die Arme hinter seinem Rücken. Dass der Asteroidengürtel den technischen Gerätschaften einiges an Arbeit aufgaben, hatte er nun zum wiederholten Mal gehört. Nun wollte er endlich Ergebnisse sehen. Innerlich ermahnte er sich jedoch zur Geduld. Für einen imperialen Offizier und einen Abkömmling seiner Spezies ganz besonders gehörte es sich nicht, die Geduld so einfach zu verlieren.

„Nun, dann fahren Sie wie befohlen fort. Berichten Sie mir unverzüglich bei irgendwelchen ungewöhnlichen Vorkommnissen.“

Er wandte sich ab und holte sein eigenes Datapad hervor, um eine kurze Systemkontrolle durchzuführen. Wenn es nach ihm ging, hätte der Kampfverband schon vor kurzem sich dem Kern des Systems genähert. Von so weit außerhalb waren die Scangeräte einfach nicht so leistungsstark, wie sie eigentlich sein konnten. Und von dem Versteckspielen, welches sie am Anfang hatten spielen können, war aufgrund des harschen Vorgehens des menschlichen Commanders nicht mehr viel übrig geblieben. Doch wieder einmal siegte seine Pflichtergebenheit über seine Ungeduld, die vermutlich von seiner Jugendlichkeit herrühren musste.

Genau in diesem Moment meldete sich die blonde Kommunikationsoffizierin wieder zu Wort.

„Sir, die ‚Pandora‘ befielt uns, dass wir wieder in Formationsflug gehen und uns weiter in das System vorwagen sollen.“

„Navigation, befolgen Sie die übermittelten Befehle und steuern Sie das Schiff innerhalb der Formation zu dem Zielpunkt im System.“

Anscheinend hatte auch Murata erkannt, dass ihr Ausharren am Systemrand keinen Sinn und Nutzen brachte. Sehr gut, dann würde die Suche nun schneller vonstatten gehen. Wirkliche Lust, weiter sinnlos in diesem fast unbewohnten System vor sich hin zu vegetieren, spürte der junge Chiss nicht.

~​

Nach einer langen Reise auf die andere Seite des Planeten wurde schließlich sein unmittelbarer Nachbar, ein großer Koloss sichtbar. Eine vorläufige Analyse der physischen Beschaffenheit offenbarte, dass es sich hierbei um einen Planeten aus reinem Gas handelte. Solche Himmelskörper waren recht häufig, sodass Sharin den Fokus der Scangeräte immer noch auf dem Asteroidengürtel ruhen ließ. Für Scans aller Art konnten die dortigen Gase durchaus eine Störung mit sich bringen, doch ging der technisch nicht unbedingt perfekt geschulte Captain davon aus, dass eine Superwaffe solchen Ausmaßes wie die „Subjugator“ von Scans dort relativ leicht erfasst werden konnte. So leicht, dass selbst irgendwelche veralteten Geräte wie die der Minenarbeiter die metallene Hülle des Schlachtschiffes entdeckt haben würden.

So kam die Nachricht, dass die „Pandora“, mit der ein stetiger Datenaustausch stattfand, wirklich ein weiteres unidentifiziertes Flugobjekt erkannt hatte, für den schwarzhaarigen Humanoiden sehr überraschend. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen, während er auf sein Datapad schaute, das die Meldung mit einem roten Leuchten anzeigte.

„Sir, wir haben...“

Sofort unterbrach er die Kommunikationsoffizierin, die ihm sowieso nur die wichtige Meldung beibringen wollte, die er sowieso schon erhalten hatte.

„Sensorik, richten Sie den Fokus auf die Stelle aus, von der die ‚Pandora‘ die Signale empfangen hat. Versuchen Sie einen Datenabgleich mit der Schiffsdatenbank.“

So würden sie schnell in Erfahrung bringen, was für ein Objekt da vor ihnen durch den Weltraum schoss und ihnen die Suche nach der „Subjugator“ unnötig schwer machte. Gebahnt schaute er aus dem Panoramafenster hinaus in die Schwärze des Weltalls. Natürlich konnte er von hier nicht das Schiff sehen, welches plötzlich auf ihren Schirmen aufgetaucht war, doch sah er so vielmehr die Realität vor sich. Die unzähligen Kilometer, die zwischen all diesen Himmelskörpern lagen und trotzdem von seinem Schiff so schnell zurückgelegt werden konnten. Eigentlich ein Meisterwerk der Technik, was in der gesamten Galaxis Abermillionen von Raumschiffen stündlich vollbrachten...

„Sir, ich glaube, das sollten Sie sich ansehen...“

Torati ließ seinen Satz unvollendet. Das tat er eigentlich nie. Normalerweise sprach er immer in ganzen, vollständigen Sätzen. Die Tatsache, dass er dies in diesem Fall nicht tat, ließ seinen Vorgesetzten aufhorchen und sofort zu seinem ersten Offizier gehen.

„Unser Datenabgleich hatte Erfolg. Wir konnten nach einem gewissen Abgleich feststellen, dass es sich bei dem besagten Objekt um eine CC-9600 Fregatte modifizierten Charakters handelt.“

Bei dem besagten Schiffstyp klingelte es bei Sharin. Erst vor wenigen Wochen hatte er mit solch einem Modell zu tun gehabt. Er war zwar nicht an Bord von diesem gewesen, doch das Begleitschiff... Nein, das war nicht möglich. Es gab sicher tausende von CC-9600 Fregatten, die ebenfalls modifiziert waren. Es konnte sich unmöglich um das Schiff handeln, welches bei den Waffenstillstandsverhandlungen anwesend gewesen war.

„Haben Sie schon die Identität ermitteln können?“

Erst jetzt schaute der ältere Chiss über seine Schulter zu seinem Artgenossen.

„Noch nicht eindeutig, Sir. Wir arbeiten aber daran. Annährend sicher handelt es sich um ein republikanisches Schiff.“

Also war die Zahl doch deutlich eingeschränkt. Aber nein, das konnte nicht der Fall sein. Wie groß der Zufall sein müsste, damit das Schiff von Commander No sich tatsächlich in solch unwirtlichen und für die Republik völlig unwichtigen Gegenden vorwagte. Es sei denn, es war aus dem gleichen Grund wie die imperiale Eingreifgruppe an diesem Ort. Aber dann nur mit einem einzigen Schiff?

Plötzlich blinkte die Anzeige auf der Konsole des Sensorikoffiziers auf. Ein Warnzeichen.

„Was hat das zu bedeuten?“

Die Sache gefiel dem blauhäutigen Captain immer weniger. Sein Stellvertreter beugte sich über die Anzeige und konnte nach wenigen Sekunden schon Ergebnisse vorbringen.

„Sir, anscheinend ist ein weiteres Schiff in den Sektor gesprungen. Wir konnten Energiespuren erfassen, die mit annähernder Sicherheit dies aussagen. Es ist in unmittelbarer Nähe zu der besagten Fregatte aus dem Hyperraum gesprungen.“

Kurz überlegte Sharin. Insgesamt waren nun drei nichtimperiale Schiffe in diesem Sektor. Was sie hier wollten, lag völlig im Dunkeln, doch war eines von diesen sehr wahrscheinlich republikanischen Ursprungs. Dann dürften die anderen ebenfalls vermutlich zu den Rebellen gehören, die der Gerechtigkeit und der Ordnung in der Galaxis im Wege standen. Nun stand es drei gegen vier. Welche Überraschungen würden hier noch auf die imperialen Schiffe warten? Der junge Chiss überlegte nur ganz kurz. Dann sprach er mit lauter Stimme zu der gesamten Brückencrew.

„Lassen Sie sofort roten Alarm ausgeben. Jedes Geschütz soll sofort vollständig besetzt werden. Ich will Gefechtsbereitschaft in drei Minuten gewährleistet haben.“

Schnellen Schrittes ging er zu dem Kommunikationsrelais, an dem Zora Oriana weiterhin ihren Dienst versah.

„Benachrichtigen Sie sofort alle drei anderen imperialen Schiffe über das eingetroffene Schiff und über unsere Vermutung, dass es sich bei dem gesamten Verband um Rebellen handelt. Auf streng verschlüsseltem Kanal!“

Die Blondine machte sich an die Arbeit. Mit wummerndem Herz kehrte Sharin auf den Gangway zurück. Nun musste er abwarten. Doch bald würde er handeln. Und dies diese ätzenden Aufständischen sicher nicht lustig finden.

[ Shinbone-System – Systemrand – VIN „Valkyrie“ – Kommandobrücke] Sharin, Brückenbesatzung



OP: Deine Nachricht nehm ich im nächsten Post auf, Tryam! :)
 
[Shinbone | Weltraum | MC40 Lioness] Shou Adachi, Mando Sekel und Joya No (Holo)

Die MC40 Lioness glitt mit kaum zu vernehmender Lautstärke durch den leeren Raum während Commander Adachi ein Gespräch mit der Ax über Holo führte.
Mando versuchte sich auf die Systeme zu konzentrieren, doch er war mit seinen Ohren immer wieder im Gespräch des Commanders.
Es war in der Tat eine verwirrende Situation, ein fremdes Schiff und eine Menge anderer Schiffe, bei denen man sich nicht sicher war, ob sie feindlich waren und eines hatte auch noch den gleichen Kurs wie die Lioness.
Adachi hatte dem Lieutenant Commander heute sämtliche Kommunikation in die Hände gelegt, doch der Mon Calamari wollte den Commander nicht in seinem Gespräch unterbrechen.
Mando seufzte, bevor er sich wieder auf das Schiff konzentrierte.

Systeme?

Fragte er mit erhobener Stimme.

In Ordnung!

Kam sofort die Rückmeldung an ihn.

In dem Moment tauchte Lieutenant Commander Ven’toro neben ihm auf. Er war der erste Offizier und Mando kannte ihn nur zu gut.
Sie hatten damals zusammen im Offizierslehrgang gesessen und sich auch das ein oder andere mal geholfen, so daß zwischen ihnen eine innige Freundschaft entstanden war.

Wo ist die Ax?

Fragte Ven’toro Mando.
Der Mon Calamari blickte auf mehrere Bildschirme, bevor er antwortete.

Sie dürfte jeden Augenblick neben uns auftauchen! Ich spreche mit dem Commander, behalten Sie die Systeme im Auge!

Mando realisierte zu spät, das er dem ersten Offizier einen Befehl gegeben hatte, er stand bereits neben dem Commander, der in ständiger Verbindung mit der Ax stand. Er hatte dem Gespräch gelauscht und wusste von Adachis Vorschlag.

Commander, soll ich die Einheiten bereit machen lassen?

[Shinbone | Weltraum | MC40 Lioness] Shou Adachi, Mando Sekel und Joya No (Holo)
 
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