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Sinnlosigkeit der Klonkriegsliteratur

Dieses Thema im Forum "Star Wars Legends - Expanded Universe" wurde erstellt von Janem Menari, 26. Oktober 2006.

  1. Janem Menari

    Janem Menari Lokis Dauerprüfung - Sith vom anderen Ufer

    Habe keinen entsprechenden Thread für das gefunden was mich beschäftigt. :D

    also ich hab jetzt mein erster Clone Wars Novel hinter mir und muss schon sagen die ganze Sache hat für mich einen seltsamen Beigeschmack. (Vorweg ich habe "Dark Rendevous" gelesen)

    Also für die Charaktere die in den Filmen bereits vorkommen ist das wirklich gut. Hintergundinformationen und so weiter die man gerne sieht die auch gut verarbeitet werden können aber Neue Charaktere die da eingeführt werden das hat meines erachtens schon ein Problem.

    Ich meine da werden Jedis eingeführt von denen man eh weis das se sterben. Charaktere werden eingeführt die nach EPIII nicht mehr weiter bestehen dürfen. Es ist halt irgendwie so als würden die Clone Wars Novels völlig ohne Sinn und Ziel abluafen. Da werden Bücher (und zwar ziemliche viele) in einen relativ kurzen Zeitraum zwischen zwei Filme gequetscht aber an sich verpufft das ganze dann sobald man EPIII erreicht. Der Handlungsstrang ist einfach so starr vorgegeben das die Stories die da erzählt werden keine weiten Kreise ziehen dürfen.

    Anders ist das mit Stories nach EPVI da sind die Autoren völlig frei und können schreiben was auch Konsequenzen auf spätere Zeiträume hat. Bei den Clone Wars Novels endet entweder alles bei EPIII oder geht erst nach EPVI wieder los.

    Daher macht mir diese Serie überhaupt keinen Spaß zu lesen. Ich denke mal ich werde es bei diesem einen Buch bewenden lassen obwohl ich es gut fand. Aber die Serie an sich ist wohl aus den oben geannten Gründen nichts für mich.

    (PS: Asajj Ventress ist der überflüssigste Char aller Zeiten und eine nichtkönnende Nervtussi :p )
     
  2. Wraith Five

    Wraith Five - Mitarbeiter

    Nuja, das ist nur dann ein Problem, wenn man eine bestimmte Art langfristiger Spannung zum einzigen Kriterium dafür erhebt, an einer Geschichte interessiert zu sein. Fandest du die Prequels auch uninteressant, weil vorher schon bekannt war, wie sie enden werden ;)?
    Es gibt andere Kriterien. Man muss nicht alles am Überleben der Charaktere festmachen. Es gibt Geschichten, da weiß man schon früh, wer sterben wird (entweder durch Vorgriff oder weil sie sich an einer bestimmten Struktur orientiert, die das fordert). Das gilt auch für andere Handlungsaspekte: Goethe hat den Faust-Stoff nicht erfunden, und zu seiner Zeit wie heute war die grobe Handlung stets bekannt (und hat sich nie geändert). Das "Spannende", wenn man das so ausdrücken will, gilt bei den jeweiligen Bearbeitungen (von Goethe und von anderen) den Details: wie genau spielt sich der Teufelspakt ab, was könnte diesmal damit ausgesagt werden sollen, wie sind die Charaktere gezeichnet. Bei SW ist das nicht anders, man muss nur seine Erwartungen anpassen (und ich meine das nicht qualitativ).

    Ganz so ist es nicht. Es gibt, wie du richtig sagst, mehr Klonkriegsliteratur (Romane wie Comics) als nur 'Dark Rendezvous'. Es werden dort einige Jedi gezeigt, die überleben, und einige Geschichten haben Haupt- oder Nebencharaktere aus anderen "Berufsfeldern". Da kann - und wird - weitererzählt werden, über ROTS hinaus.
    Bei DR ist das jetzt nicht so sehr der Fall, aber der war als Roman auch anders aufgebaut, sehr charakterzentriert und weniger mit dem Anspruch, eine Geschichte zu erzählen, die sich gut ins bestehende SW-Gewebe einbinden und weiterspinnen lässt.
     
  3. Talon Karrde

    Talon Karrde Ex-User

    @Janem

    In Vielerlei Hinsicht hast du recht. Dennoch finde ich, dass man nicht das ganze PT-EU so einfach abwerten kann. Persönlich mag ich ja Handlungsstränge wo nur Jedi im Vordergrund stehen ohnehin nicht. Beim Lesen von "Die Feuertaufe" hat mich Ani und Meister Halcyon weniger fasziniert, dafür aber alle anderen Charas, wie etwa Käpt'n Slaykes, das angehende Liebespärchen aus der ursprünglichen Praesitlyn-Truppe und der nette kleine Rodianer, dessen Name mir leider entfallen ist. Die vielen neuen bzw bis dato unbekannten Charas haben für mich zumindest die Story mehr getragen als die Hauptfiguren. Ventress war nebenbei bemerkt nur eine Randerscheinung.
    Ich fände es gar nicht mal verkehrt ein Wiedersehen mit diesen neuen Charas zu feiern, eventuell im Post-RotS-EU. Ist ohnehin ein Zeitraum der viel Handlungsraum lässt und wohl mehr fasziniert als die PT-Ära.
     
  4. Dark Hunter

    Dark Hunter Steve

    Zumindest bei E3 gings mir dann nach einer Weile gucken so. E2 fand ich auch ohne Handlungsvorhersehbarkeit mies. Aber das nur am Rande.

    PT Bücher interessieren mich ja nicht sonderlich, eben aus ähnlichen Gründen wie Janem sie nennt und weil Sabberani einfach zu viel auftaucht. Außerdem gefällt mir der Klonkrieg in seiner Umsetzung nicht sonderlich, bedenkt man welche Erwartungen da durch gewisse Post-Endor Werke und Andeutungen im Vorfeld geweckt wurden.

    Interessant fänd ich dennoch die Zeit zwischen PT und OT. Wäre vielleicht auch mal interessant Vaders Jedikillerrolle zu beleuchten. Die Zeit der Jagd auf die letzten Reste des Ordens bietet jede Menge interessanten Spielraum für Helden und düstere Charaktere. Dann auch die Anfänge des Widerstands gegen das entstehende Imperium und nicht zu vergessen, der Aufbau von Palpatines Neuer Ordnung. Ich hoffe, dass man irgendwann einmal dazu übergehen wird, genau diese Lücke auszufüllen und nicht noch diese 100 Jahre in der Zukunft spielende Imperiumsgurke weiterzuspinnen. Der PT Zeitrahmen wird sich sicherlich bald totlaufen, denn so viel Platz ist da ja nicht, um noch zu viel hineinzuspinnen und dabei immer wieder neues zu erfinden.
     
  5. Batou

    Batou Stranger in a strange land

    Mir gings eigentlich genau umgekehrt. Ich finde das PT EU bei weitem besser als das Post Endor EU, eben weil nicht alles unendlich in die Länge gezogen wird und im Grunde dadurch alles verwässert, sondern weil man sich auf einen kurzen Zeitrahmen beschränkt und da der Geschichte mehr Tiefe verleiht.

    Wir alle wussten, dass am Ende der Klonkriege die Jedi ausgelöscht werden, aber die Filme konnten die Klonkriege und das Schicksal der Jedi nur oberflächlich streifen. Das PT EU zeigt die ganze Dramatik der Klonkriege. In meinen Augen kann man die Filme sogar nur richtig einstufen, wenn man die Hintergrundgeschichte aus den Büchern kennt.

    Die Ausarbeitung des Plans zur Stürzung der Republik, das moralische Dilemma der Jedi und die Überlegungen über die Ethik der Klonsoldaten waren in meinen Augen anspruchsvollere Geschichten, als die endlosen Konflikte der NR gegen immer neue aber stereotype Gegner.

    Mir hat allerdings auch nicht gefallen, dass Asajj Ventress am Schluss überlebt. Mir graut schon vor dem Roman wo sie wieder zurückkommt. Das wäre nämlich wieder typisch Post Endor.
     

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