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Star Wars mit Weichspüler

Dieses Thema im Forum "Episode IV bis VI" wurde erstellt von Farbauti, 18. Mai 2004.

  1. Seid gegrüßt,

    mir fällt auf, dass neuerdings extrem viel Wert auf Moral/political Correctness in den Filmen gelegt wird.
    Seit der SE darf Greedo zuerst schießen, damit Han 'aus Notwehr' zurückschießen kann.
    In AotC und CW bestehen die großen Armeen aus Droiden und Klonen. Damit hat GL geschickt solche peinlichen Situationen umgangen, dass ein getöteter Soldat Frau und Kinder hinterläßt.
    Zumindest kommt es mir so vor, dass die Klone in Ep2 absichtlich mehr als Ware (=Kanonenfutter) und gar nicht als Menschen dargestellt werden. Somit verkommt der Klonkrieg -überspitzt gesagt- zur reinen Materialschlacht (auf beiden Seiten wurden Armeen für genau den einen Zweck 'hergestellt').
    Und deshalb schätze ich, wird in Ep3 erklärt werden, dass auch alle zukünftigen Sturmtruppen Klone sind (EU hin oder her). Somit kann GL nachträglich die klassische Trilogie moralisch entschärfen, da die Rebellen ja 'nur' Klone, und nicht individuelle Menschen bekämpft (und vernichtet) haben.

    Natürlich soll Star Wars hautpsächlich ein Märchen (ohne allzuviel Realitätsanspruch) sein, aber so langsam entwickelt es sich zu einem "Soft Wars", oder wie seht ihr das?

    Gruß, Farbauti.
     
  2. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    und die ganzen Offiziere und Navy Trooper? Die TIE-Fighter Piloten? Wurden die nur so "halb" vernichtet? :D
     
  3. Doublespazer

    Doublespazer When the clock is hungry it goes back four seconds

    Nicht nur Star Wars sondern alle anderen Filmgenre sind in den letzten Jahren entschärft worden.
    Der hektische Schnitt, der Sound und die unglaublichen spezial-Effekte lenken den Zuschauer aber davon ab es zu bemerken. Er wird hinters Licht geführt und glaubt harten Tobak serviert zu bekommen, in Wirklichkeit ist es aber nur ein raffinierter Schnitt und die Art wie der Regisseur die Szenen ins Bild setzt.
     
  4. riepichiep

    riepichiep BI-TREKTUAL Premium

    also, bei LOTR ist es schlimmer:

    da wurden alle Bösen, die im Buch als dunkelhäutig beschrieben wurden, in den Filmen total ignoriert - wohl auch aus Politcal correctness
     
  5. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    ...und trotzdem wurde Jackson immer noch Rassismus vorgeworfen ;)
     
  6. Gilad Seì'lar

    Gilad Seì'lar junger Botschafter Premium

    Wer wurde da den weggelassen? Mir fällt da niemand ein!
     
  7. taagul

    taagul Mitth'raw'nuruodo Premium

    Ist doch Kack egal!!
    Warum muß denn unbedingt Grausamkeit und Brutalität dargestellt werden? Ist doch wohl unsinnig darüber zu diskutieren. So ein Schwachsinn! Wenn du totalen Krieg willst mach die Glotze an und schaue dir den Irak Krieg an.
     
  8. Marvel

    Marvel Retired

    Da haben sich doch einige Religiöse beschwert das die Orks Hakennasen haben oder so, oder...? Eine Religiöse Gruppe wird ja in Karikaturen oft so dargestellt.

    Meiner Meinung nach alles an den Haaren herbei gezogen... Wer Rassismus finden will der findet ihn auch. Und zwar überall. Man kann es sich zurechtlegen wie es einem passt :rolleyes:
     
  9. Darth Hirnfrost

    Darth Hirnfrost Workman

    Das finde ich auch. Jackson hat die geschichte verfilmt, wie sie nunmal ist. Ihm ist nichts vorzuwerfen. Tolkien auch nicht. Den Süd- und Ostländern wurde im Buch am Ende verziehen.
    All die Leute, die sich irgendwelche Argumente dembezüglich herbeiziehen, kann wohl nicht mehr geholfen werden.
     
  10. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    ja so ist es leider... und Tolkien stand ja auch schonmal am Pranger desshalb...

    zurück zum Thema: die Clone Wars waren seit '77 angekündigt. Warum sollte man sich jetzt über eine "Entschärfung" wundern, wenn von Anfang an feststand, daß dort Klone verheizt werden? :rolleyes:
    Lucas hat seit Anfang an mit der Idee gearbeitet, gesichtslose Soldaten an die Stelle des Feindes zu setzen. Ab und zu wurde halt dann doch ein Offizier oder dergleichen abgeschossen aber im Grunde wars von Anfang an eine Person in einer Rüstung die da starb. Kein Gesicht mit dem man Mitleid haben könnte.
     
  11. Jedihammer

    Jedihammer Generalfeldmarschall, Großmeister der Templer Premium

    Also ich habe irgendwo einmal gelesen,daß GL in EP I Droiden genommen hat,weil viele Kinder den Film sehen sollten.
    Wenn man einen Droiden zerstört ist niemand gestorben.
     
  12. riepichiep

    riepichiep BI-TREKTUAL Premium

    eben, und ehrlich gesagt, mich hat noch nie der Tod einer Sturmtruppe berüht - die waren für mich immer Kanonenfutter
     
  13. Geist

    Geist greiser Botschafter

    Nicht richtig. Niemand hat davon gesprochen, dass jemals ein Klon an dem Krieg beteiligt war. Nach dem, was wir aus der alten Trilogie (oder besser: aus Episode 4) von den Klonkriegen wissen, kann es sich genauso um einen (ethischen) Interessenkonflikt gehandelt haben.
    Wenn man es heute betrachtet, klingt das vielleicht nicht zu schlüssig oder einleuchtend im Gegensatz zu der Theorie, dass Klone kämpfen. Aber der Film beruht schließlich auf den damaligen Denkansätzen. Ich selbst kenne Star Wars vielleicht grade mal seit '92, aber selbst damals erschien mir (zgg. als Kind) der bloße Gedanke daran, einen Menschen zu klonen, als entweder unmöglich oder verwerflich. Und ich schätze, auch '77 hat keiner wirklich geglaubt, dass man jemals auch nur Schafe klonen könnte, während man heute über solche Zweifel nur noch lachen kann. Manchmal vergessen wir eben, dass die Zeit nicht stehen bleibt. :clone
    Mit der Gesichtslosen-Rolle stimme ich auch nicht ganz zu. Natürlich ist es richtig, dass dadurch der gesichtslose Feind ausgedrückt wird. Imo soll es aber eher den Eindruck ermitteln, dass nicht die zu tötenden Stormies kein Mitleid brauchen, sondern kein Mitleid haben; dass sie, in ihren völlig gleichen Rüstungen, etc., das Imperium in seiner "sichtbaren" Form verkörpern sollen. Wenn man sie tötet, tötet man keinen Menschen, sondern direkt einen Teil des Imperiums. Und wenn sie angreifen, sind das keine Menschen, die brutal attackieren, sondern das Imperium, das herzlos zupackt. Dadurch wird imo viel mehr der Eindruck des bösen Feindes vermittelt, des willenlosen Sklaven, der dem Imperium verfallen ist, des bedingungslos dienenden Zombies.
    Auch wenn man sich mal die Maskengestaltung ansieht, kann man erkennen, welchen Eindruck diese Truppen vermitteln sollen. Wer könnte so einem freundlichen Gesicht etwas abschlagen?

    So, und jetzt muss ich aufhören. Dieser Clone-Smilie da links sieht mich schon ganz bedrohlich an... *schauder*
     
  14. Woodstock

    Woodstock Üblicher Verdächtiger

    Außerdem kann man Droiden auch schön mit dem LS zerteilen, irgendwelche Dinger abhacken und sonst zeigen was und wie ein Jedi zerstören kann.
     
  15. riepichiep

    riepichiep BI-TREKTUAL Premium

    - Brave new World - Menschen werden künstlich erschaffen
    - Star Trek: TOS: der schlafende Tiger (1966-1967) - genetische Menschen treten auf (haben sogar die Erde versklavt und einen Weltkrieg heraufbeschworen)


    Was ich sagen will, ist:

    Der Gedanke des Klones ist nicht gerade neu. Der Unterschied ist nur, dass es früher eine Phantasie war (was gut in einen Phantasiefilm passt) und heute etwas realer wirkt.
     
  16. Minza

    Minza Geek Queen Premium

    @Kaat: die Klonkriege waren schon immer als Kampf mit/gegen Klone gedacht und gesprochen. Kenner hat ein Test-Projekt aus dem Boden gestampft und jeder Fan hat sich einen großen Kampf gegen die großen Klonmeister vorgestellt...

    und nur weil es "verwerflich" sein mag einen Menschen zu klonen bleibt es trotzdem realistisch und in einer Fiktion Teil der Sache. Die Klonkriege waren von Anfang an als Konflikt mit Klonanteil und nicht als Konflikt um die ethische Stellungsnahme um das Thema "Klonen" gedacht, beschrieben und von den Fans erwartet.

    Klonen ist seit seeeeeehr langer Zeit Thema des SciFi und des Fantasy-Films und nur weil du '92 das nicht so gesehen hast heißt das noch lange nicht, daß andere Leute das '77 nicht schon lang kapiert haben. Klone spielen in den Klonkriegen nunmal seit Episode IV eine große Rolle :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Mai 2004
  17. Darth_Doc

    Darth_Doc Abgesandter

    Ich muss gestehen, als ich Star Wars das erste mal sah, das war so um 86, konnte ich mir nicht vorstellen, was ein "Klonkrieg" sein sollte.

    Ich dachte, das war einfach der Name für einen überdimensionalen Krieg, der die GFFA zu dem gemacht hat was sie zu diesem Augenblick ist.

    Ich glaube GL wusste 77 schon was klonen ist (er ist ziemlich gebildet, wenn es auch manche hier im Board bestreiten), jedoch glaube ich nicht, dass sich viele andere Menschen, außer vielleicht Mediziner und andere Studierte, unter dem Begriff was vorstellen konnten.
     
  18. Spaceball

    Spaceball Chilehead Mitarbeiter

    Man darf auch nicht vergessen das das Kino der späten 70er Jahre und 80er Jahre war ziemlich brutal. Back to the Future wurde 1984 von den meisten Studios abgelehnt weil der Film nicht "hart" genug war, ausser von Disney denen war der Film zu versaut.

    In den 90er Jahren hat sich das Kino verändert. Filme die wie Blues Brothers relativ "roh" waren bekamen einen politisch Korrekte Nachfolger bzw. neue Filme der grossen Studios waren fast alle politisch Korrekt dafür waren die Filme der kleinen Studios teilweise recht derb. Ich denke da an Filme wie Reservoir Dogs und Pulp Fiction. Pulp Fiction kam übrigends bei Miramax raus und die gehören Disney. Was natürlich wieder mal unterstreicht wie Disney sein Geld verdient. Mit braven Zeichentrickproduktionen und harter Action die eben nicht direkt von Disney kommen.

    Da ist Star Wars nur ein Film in einer langen Reihe von politisch korrekten Filmen von grossen Studios. Selbst E.T. wurde in der SE entschärft.

    Schöne neue Welt.

    cu, Spaceball
     
  19. Doublespazer

    Doublespazer When the clock is hungry it goes back four seconds

    Ich habe mir kürzlich Mad Max 2 auf DVD angetan. Hier wurden nicht nur einige Bilder entschärft sondern ein ziemlich belangloser Kommentar eines Charakters entfernt, was mich ziemlich stutzig gemacht hat.

    Warum zum Teufel durfte Papagallo nicht mehr "Angenommen, dass er sein Wort hält, was geschieht dann? Sollen wir auf die Straßen ziehen und wie sie enden? Als unkontrollierte wilde Bestien?" sagen?:confused:

    Was ist den hier schon wieder politisch unkorrekt? Na ja die Guten vergleichen Sich mit den Bösen. In einen Film haben die Guten gefälligst gut zu sein!:p
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Mai 2004
  20. 0815

    0815 Gast

    Ich halte die verharmloste Darstellung von Krieg auch in Star Wars (in den Prequels mehr als noch in der OT) für eine größere Gefahr, als die Darstellung von roher Gewalt.
    Z.B. JarJars Slapstick Einlagen während der Endschlacht in episode 1, als ich aus dem Kino ging, hörte ich wie ein Kind zu seiner Mutter in etwa sagte, Krieg ist ja voll lustig, das will ich auch.
    Oder in Episode 2, hab ich nie gehört wie ein Jedi irgend einen kleinen Satz von der Verwerflichkeit des Klonens sprach, oder nur 1 halbe Sekunde Skrupel zeigte die Klone auch wie lebloses Material einzusetzen.
    Im Audiokommentar zu Episode 2 sprach GL von dem Zitat von Jay und Silent Bob, die darüber sprachen, dass bei der Zerstörung vom Todesstern auch die Arbeiter starben, GL meinte, dass es doch nur! diese termitenähnlichen Wesen aus Episode 2 waren. Nur scheinen sie doch menschenähnlicher zu sein, wenn sie so komplexe Sachen bauen können. Man könnte da schnell auf die Idee von Rassismus kommen, auch wenn es erfundene Wesen sind.
    Wenn man älter wird und genauer drüber nachdenkt, kommen einen doch schon solche Zweifel am Mythos. Star Wars scheint doch auch in der Realität Entsprechungen in der Propoganda von sauberen Kriegen zu haben, die aber spätesten beim zweiten hinschauen nicht so sauber sind. Nur wird die dreckige Seite in Sw nicht so voll gezeigt und deshalb verharmlost es zu sehr.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Mai 2004

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