Tatooine (Tatoo-System)

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Rileys Kabine - Mit Al -

Sie hatte ihm die Tür geöffnet weil sie keine andere Wahl gehabt hatte. Aldridge wusste, dass sie hier drin war. Das Schiff war zwar groß, aber nicht so groß dass es unendlich viele Möglichkeiten für sie gegeben hätte sich zu verstecken - was sie nicht tat. Eigentlich wollte sie nicht, dass er ihr Zimmer sah. Es war ihr Zufluchtsort, der einzige private Raum den sie vor ihm hatte. Und dann war da noch das Chaos, das sie veranstaltet hatte.

"Oh, hallo."

Begrüßte sie ihn so überrascht als hätten sie sich seit längerem nicht gesehen und nicht erst vor ein paar Minuten miteinander gesprochen. Sie versuchte den Schein von Normalität zu wahren, auch als er fragte was in ihrem Zimmer vor sich ging.

"Wieso, was meinst du?"

Ihr blonder Schopf war bedeckt mit weissen Federn. Riley blickte hinter sich, in den Raum hinein.

"Ach ja, das. Ich habe etwas gesucht."

Sie ließ eine Sekunde vergehen, kommentierte es nicht weiter, so als wäre es das normalste der Welt, einen Tsunami mitten im Raum loszulassen nur weil man etwas nicht fand. Hinter ihr kicherte Megan. Sie hatte sich Federn in Ohren und Nasenlöcher gesteckt, der Himmel allein wusste warum.

"Ist BB-X schon weg?"

Wollte Riley von Aldridge wissen.

"Ich habe überlegt ob er möglicherweise Kartenmaterial aus dem Bordcomputer abrufen und speichern kann, oder meinst du, seine Sensoren sind so signalstark, dass er die nächstgelegene Siedlung auch so aufspüren kann?"

Es würde nicht schaden, auf doppelte Sicherheit zu setzen, vorausgesetzt die Orchid verfügte überhaupt über existierende Navigationshilfen für Tatooine. Riley hatte noch nicht nachgesehen, aber sie konnte es sich vorstellen, gemessen an dem vorigen Besitzer des Schiffes.

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Rileys Kabine - Mit Al -
 
- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - mit Riley -
Aldridge zwang seine Gesichtszüge dazu ihm nicht zu entgleiten. Sie hatte etwas gesucht? Was denn? Die Whomp Ratte die in ihre Laken verschwunden war und alles zerfetzt hatte? Der Naboo konnte nicht umhin ihr auf den befederten Kopf zu starren. Riley verhielt sich merkwürdig und das nicht nur wegen dem Chaos in ihrem Zimmer.

"Ich hab schon eine Siedlung gefunden."

Er deutete auf seine Augen.

"Mit den beiden Sensoren hier. Es ist ein ordentlicher Fußmarsch aber den können wir packen. Ich habe genug Geld dabei um uns Unterkunft und Reparatur zu ermöglichen. Vielleicht können wir morgen schon an unser eigentliches Ziel."

Wo auch immer das lag.

"BB-X ist noch hier und sollte uns auf keinen Fall von der Seite weichen. Ich hab ein bisschen was über Tatooine gelesen, hier lauert ein Völkchen von winzigen Humanoiden das es liebt Schrott und Technik zu stehlen."

Ob der Ursprung des Gebrülls von diesen Leuten her stammte? Aldridge wollte es gar nicht wissen.

"Wir sollten von hier verschwinden. Ich hab Geräusche gehört. Im besten Falle stammt es von wilden Tieren."

Er hatte eigentlich vorgehabt es ihr zu verschweigen, aber da sie hier stand und noch GAR NICHTS getan hatte musste er sie antreiben. Sie hatte ihn darum gebeten sie mit dem Leben "da draußen" vertraut zu machen. Das musste er jetzt schneller als ihm lieb war.

"Pack dir jetzt Waschzeug ein, ein bisschen Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille brauchst du auch".

Er hatte natürlich keine gekauft weswegen er einfach seine Schweißerbrille aufsetzen würde.

"Ich schnappe mir meine eigenen Sachen, Wasser und Lebensmittel".

Al blickte an ihr herab.

"Ach ja, zieh dir gute Schuhe an".

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - mit Riley -
 
- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Rileys Kabine - Mit Al -

"Du hast eine Siedlung gefunden."

Riley zoomte heran auf den wichtigsten Punkt, den Aldrigde genannt hatte. Das änderte einiges. Es bedeutete, dass sie nicht den Droiden voraus schicken mussten und dass sie nicht Gefahr liefen elendig in der Wüste zu verenden weil niemand zu ihrer Rettung käme. Eine Siedlung bedeutete Zivilisation, Zugang zu Wasser und Nahrungsmitteln und Infrastruktur. Sie waren also so gut wie gerettet. Das Zweitwichtigste war, dass Aldridge Geld dabei hatte. Sie würden entweder eine vollständige Reparatur bezahlen müssen oder zumindest den Wert für die benötigten Ersatzteile, für den Fall dass Aldridge in der Lage war den Antrieb selbst in Ordnung zu bringen. Riley konnte nicht einschätzen ob das überhaupt eine Option war. Für genau diese Dinge hatte sie ihn angestellt.

"Das ist gut, sehr gut. Je schneller wir weiter kommen, desto besser."

Zu lange an einem Ort zu bleiben konnte fatal sein. Man hinterließ Fußspuren überall dort wo man gewesen war, die tiefer wurden je länger man blieb.

"Was genau waren das für Geräusche, die du gehört hast?"

Wollte sie wissen, nur um sich grob vorstellen zu können was sie erwartete. Es war denkbar, dass der Absturz ihres Schiffes nicht unbemerkt geblieben war. Al sprach von möglichen wilden Tieren als Auslöser dessen, was er gehört hatte, als beste Alternative. Riley stimmte dem nicht zu. Das für sie günstigste Szenario wäre wenn Menschen aus der nahe gelegenen Ortschaft ihre Bruchladung bemerkt hatten und kamen um zu sehen ob sie helfen konnten. Allerdings schätzte sie die Chancen dafür nicht sonderlich hoch ein. Tatooine war ein rauer Planet, die Lebensbedingungen schwierig. Wahrscheinlicher war, dass wer immer sie bemerkt hatte, kam um für sich Kapital aus ihrer Misere zu schlagen.

"Ich beeile mich."

Riley sah an sich herunter, als Al kritisch auf ihre Schuhe blickte. Er sagte, sie solle "gute" Schuhe anziehen, höchst wahrscheinlich solche in denen sie für eine gewisse Zeit laufen konnte. Riley verfügte nicht über solches Schuhwerk. Sie war auch keine besonders gute Läuferin. Schon nach einer Stunde würden ihr die Füße weh tun. Sie war es einfach nicht gewohnt. Aber zum Glück hatte sie Aldridge, der ihr half und genau aufschlüsselte was sie einpacken sollte: Waschzeug und Kleidung, eine Sonnenbrille und natürlich eine Kopfbedeckung. Leicht irritiert starrte sie ihn an als er seine Aufzählung begann. Sie wusste zunächst nicht ob es ihm ernst war, dass er ihr alle diese Anweisungen gab oder ob er sich einen Scherz erlaubte. Allerdings sah er nicht so aus als amüsierte ihn die Situation und Riley musste sich fragen, warum er glaubte sie wie ein Kind behandeln zu müssen das nicht selbstständig denken konnte. War es weil sie ihm gestanden hatte, dass sie noch nie alleine gelebt hatte? Oder hatte er jetzt, da sie ihm anvertraut hatte wie sie den Großteil ihres Lebens verbracht hatte, das Gefühl, sie mit Samthandschuhen anfassen zu müssen? Riley fuhr sich mit einer Hand über den Kopf und strich mit der Bewegung einen Wust an Federn hinunter, die jetzt gemächlich auf Höhe ihres Gesichts in der Luft tanzten.

"Du behandelst mich wie ein Kind."

Stellte sie fest. Es war keine Frage.

"Das ist nicht nötig. Ich habe einen IQ von 147, ich weiss was ich einpacken muss um für einen Tagesmarsch und eine mögliche Übernachtung in einer lokalen Unterkunft vorbereitet zu sein."

War das eine geplante Retourkutsche? Er hatte sich von ihr wie ein Lakai behandelt gefühlt und jetzt drehte er den Spieß um? Nein, das glaubte sie nicht. Sicherlich hatte er es gut gemeint. So wie sie ihn bisher kennen gelernt hatte, meinte Al alles gut. Daran musste sie sich erst noch gewöhnen.

"Ich bin in ein paar Minuten fertig.

Riley trat einen Schritt zurück in ihr Zimmer um die Tür zu schließen. Mitten in ihrer Bewegung hielt sie inne.

"Hey, Aldridge?"

Retourkutsche war ein gutes Stichwort.

"Pack deinen Blaster ein und frische Energiezellen."

Sie deutete ein Lächeln an.

"Und vergiss deinen Credit-Stick nicht."

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Rileys Kabine - Mit Al -
 
- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - mit Riley -


Aldridge hatte sich gerade noch ein betretenes Nicken abringen können bevor er Riley verlassen hatte. Eine Mischung aus Scham und Schuldbewusstsein hatte ihn dazu getrieben zu schweigen. Weil sie recht hatte, weil er nicht gut mit Worten war, weil es noch keine Stunde her war das eine vermeindlich harmlose Diskussion im Chaos geendet war. Zudem hatte sie ja recht, er musste ihr wohl kaum erklären was sie einpacken musste. Hatte er ihr wirklich erklärt das sie eine Sonnenbrille mitnehmen musste? In der Wüste?


„Vollidiot“

Zischte er sich selbst zu bevor er sich daran machte zu packen. Sich entschuldigen konnte er später noch und nachhaken ob das mit ihrem IQ Wert eine scherzhafte Übertreibung gewesen war. So wirklich glaubte er ja nicht an einen Scherz...

Nur Minuten später hatte er einen kleinen Hover Lastenwagen, den er im Frachtraum gefunden hatte die Rampe hinab gleiten lassen, bestückt mit in Isolierfolie gewickelten Wasserkanistern und einer ganzen Tasche voll Powerrationsriegel die er eigentlich für den eigenen Fitnessbedarf gekauft hatte. Seinen Seesack hatte er sich umgehängt und zwei dicke Decken hatte er sich über der Schulter zusammen gebunden. Er wusste nicht wie lang oder kurz die Tage hier waren. Erinnerung an die Campingtrips mit seinem Vater kamen ins seinen Sinn. Nur die beiden allein in den Gallo Mountains, sein Dad hatte sich die Decken auch immer so um den Körper geschlugen um stets die Hände frei zu haben. Traumhafte Zeiten. Er vermisste ihn sehr und hasste sich dafür.

„Ach verdammt was soll denn das?“

Die Abdeckplane hatte sich vom beschädigten Antrieb gelöst. Aldridge rückte seine Schweißerbrille zurecht, zog seine Handschuhe wieder an, stapfte die Rampe wieder hoch und machte sich daran wieder aufs Schiff zu klettern. Der Naboo erschrak als sich plötzlich, er war gerade auf dem heissen Durstahl zum stehen gekommen, ein Wesen vor ihm aufbaute. Dieser kehlige alles durchdringende Schrei ertönte als es seine Waffe nach ihm schwang. Definitiv kein Tier, dachte Aldridge noch als er von der groben Schlagwaffe getroffen wurde und einfach viel.

„BLEIB DRIN!“

Brüllte er so laut er konnte, was gar nicht so einfach war, weil ihm der Aufprall in den Sand alle Luft aus der Lunge geschlagen hatte. Riley MUSSTE ihn gehört haben, SIE MUSSTE drin bleiben. Das Wesen sprang vom Schiff, schwang seine grobe mit Metallteilen gespickte Keule nach ihm...und Aldridge hielt die Keule mit beiden Händen fest. Sand wirbelte auf als er aufsprang, dem laut aufbrüllenden Wesen die Keule endgültig entriss und seinerseits nach ihm schlug. Aldridge wollte das hochgewachsene Wesen nicht ernsthaft verletzen, weswegen er ihm dahin schlug, wo er das Knie des Wesens vermutete. Ein schlimmes krachen ertönte als die Keule auf Knochen traf, das Heulen des in sandfarbenen Leinen gekleideten Aliens bekam eine neue schmerzlich wirkende Note .

„VERZIEH DICH BLOS!“

Brüllte Aldridge das Alien an als es sofort seinen Angriff abbrach und davon humpelte. Aldridge machte sich seinerseits ebenfalls auf, und ging mit steifen Knochen die Rampe hoch. Der Schmerz an seiner Schulter war zu vernachlässigen, der Schlag war durch die Decken über seiner Schulter abgefedert worden. Draußen wurde Gebrüll laut, aus vielen Kehlen.

„Riley?! Wir haben da ein kleines Problem!“

Der ehemalige Werftarbeiter zerrte den Ärmel seines weissen T-Shirts hoch und kontrollierte seine Schulter. Es war alles okay. Mit der flachen Hand schlug der Naboo auf die Bedienfläche und die Rampe fuhr hoch...und unten an ihrem Fuße zerlegten fünf der Wesen den Lastenwagen... Kein Problem, das war kein Problem, an Bord war genug Wasser, Vorräte hatten sie genug..er würde sie eben tragen, nur diese Wesen mussten verschwinden! Aldridges Blick viel auf seine Werkzeugkiste die griffbereit neben ihm im Korridor stand. Wieder klatschte die Hand des Naboo auf die Bedienfläche und die Rampe öffnete sich wieder....und dann wurde gebrüllt, dann wurden fünf Keulen geschwungen und die Stürmung der Rampe versucht. Doch da gab es auch noch diesen ehemaligen Diskus Profi der mit aller Kraft und allem Können das er noch von früher in die Gegenwart gerettet hatte schweres Werkzeug nach den brüllenden Ungetümen warf. Und er traf...

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - mit Riley -
 
- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Rileys Kabine -

Sie brauchte wirklich nicht viel Zeit. Riley hielt sich nicht lange mit Dingen auf wenn sie wusste, dass jemand auf sie wartete. Zarin hasste es zu warten. Er sah keinen Sinn darin. "Was glaubst du wie ich mein Geld verdiene?" Hatte er einmal einen seiner Leute gefragt. "Damit, dass ich darauf warte bis du deinen nutzlosen Hintern hierher bewegt hast?" Der Wortwechsel war nicht gut ausgegangen für den anderen Mann. Es war eine jener Situationen gewesen die Riley gelehrt hatten wie sie sich zu verhalten hatte, und die in ihrem Gedächtnis stecken geblieben waren. Sie hatte ihre Handtasche genommen, nachdem Aldridge gegangen war, und sie mit dem nötigsten gefüllt: Hygieneartikel, frische Wäsche, zwei Kleider zum Wechseln. Er hatte gesagt mit etwas Glück könnten sie schon morgen wieder mobil sein. Viel Gepäck brauchte sie also nicht. Ihren Schmuck schloss Riley in dem Safe unter ihrem Bett ein, über den die Kapitänskajüte glücklicher Weise verfügte. Sie dachte daran ihn mit sich zu nehmen, doch die Chance dass er ihr in einer gesetzlosen Stadt gestohlen wurde wenn sie ihn an ihrer Person mit sich trug, erschien ihr größer als dass er aus dem Safe eines abgeriegelten Schiffes entwendet wurde. Beides war ein Risiko, so oder so. "Ich finde nicht, dass wir mit ihm gehen sollten. " Dass sich Venus dagegen aussprach, Aldridge zu der Siedlung zu begleiten, überraschte Riley nicht. "Das Schiff ist sicher, wir können hier warten bis er sich um die Reparatur gekümmert hat." "Es ist meine Schuld, dass wir überhaupt hier fest sitzen. Ich kann ihn das nicht alleine regeln lassen", entgegnete Riley. Sie hatte sich ein anderes Kleid angezogen, weiß mit aufgestickten Blumen. Es war das Beste das sie hatte um die draussen zweifelsohne drückende Hitze abzuwehren. "Außerdem ist es hier langweilig." Schaltete sich nun Megan ein. Sie reichte Riley ein bunt gemustertes Tuch. "Ich will in die Stadt. Ich will etwas erleben!" Mit einer geübten Bewegung wickelte sich Riley das Tuch um den Kopf. Das war ihr Sonnenschutz anstelle eines Huts. Sie hatte viele Hüte besessen, unter anderem einen großen weissen mit breiter Krempe, sowie einen niedlichen Strohhut, den sie immer im Garten getragen hatte. Es stand in den Sternen ob sie einen davon jemals wieder tragen würde. "Wie sehe ich aus?" Fragte sie in die Runde. Megan gab ihr zwei erhobene Daumen. "Zu gut für deinen Bodyguard", antwortete Venus. Riley beschloss, den anklagenden Unterton in ihrer Stimme zu überhören. Sie wusste, dass Venus im Grunde kein Argument hatte das gegen Aldridge als Person sprach. Er hatte sich bisher nichts zu Schulden kommen lassen und sich durchgängig vorbildlich vorhanden. Venus mochte ihn nicht weil sie ihn als direkten Konkurrent zu Zarin sah - was Quatsch war. Aus ihrer Sicht war es schon schlimm genug, dass Riley überhaupt weg gelaufen war, aber es war noch viel schlimmer, dass sie sich auch noch mit einem anderen Mann herum trieb.

Sie verließ ihre Kabine trotzdem (so wie sie war) und das erste, das Riley hörte war Aldridges Rufen. Sie hatten ein kleines Problem, rief er. Seine Stimme kam von draussen - eine von vielen - und Riley erinnerte sich, dass er sie zuvor gewarnt hatte etwas gehört zu haben. Sie lief zur Rampe, kam direkt hinter ihm zum Stehen und sah gerade noch wie eine Gestalt von der Größe eines Menschen von einem schweren Gegenstand in die Brust getroffen wurde und von der Wucht des Aufpralls die Balance verlor und zu Boden ging. Vor ihr hatte Aldridge schon das nächste Wurfgeschoss in der Hand - einen Hydroschlüssel. Er bediente sich aus seiner Werkzeugkiste. Sein Arm holte aus, weit, und Riley hatte das Gefühl, dass sie gar nicht so schnell gucken konnte wie das Werkzeug flog. Es traf einen zweiten der vermummten Gestalten. Ihre Gesichter waren nicht zu sehen, doch etwas sagte Riley, dass es keine Menschen waren. Sie waren zu fünft und zwei von ihnen waren verletzt. Blieben noch drei, lauter und aggressiver als noch zuvor. Riley schob sich vor an Aldridges Seite.
"Wo ist dein Blaster??", drängte sie fragend. "Sag mir wo du ihn hast, ich hole ihn!" Es war eine seltsame Ironie, dass sie seine Waffe schon wieder erwähnte, zum zweiten Mal innerhalb nur weniger Minuten. Warum trug Al sie nicht bei sich? Seine Wurfhand und seine Treffsicherheit waren beeindruckend, aber... die Angreifer brüllten, laut und röhrend, und einer von ihnen stürmte die Rampe hinauf... aber nichts war so effektiv wie ein zielgerichteter Blasterblitz.

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Mit Al und Sandleuten -
 
Zuletzt bearbeitet:
- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - mit Riley und diversen Sandleuten -
Fast hatte das Wesen Riley erreicht als Aldridge es mit der ausgestreckten Hand am Hals erwischte und sein ganzes Körpergewicht brauchte um es zurück zu drängen. Ein krachender Schlag in das Gesicht des Aliens hielt es auf Abstand, aber hielt es dennoch nicht davon ab zu versuchen Aldridge mit seiner Schlagwaffe zu treffen. Es gelang ihm nicht, aber auch nur weil Aldridge stolperte und wie ein Käfer auf dem Rücken landete, direkt zu Füßen Rileys.

Ich besitze keinen Blaster!“

Schnaufte er atemlos bevor er nach dem Wesen trat und es am Knie traf.

HEY!“

Aldridge entging auch im liegen nicht, das sie die letzten gesunden Wesen mit dem Hoverwagen und den Wasserkanistern davon machen wollten. In einer fließenden Bewegung kam der Naboo auf die Beine, kassierte einen Keulenschlag gegen den Bizeps seines linken Arms und packte seinen direkten Angreiffer beim Kragen seines rauen Gewandes. Riley war der einzige Grund warum er das Wesen nicht einfach wegschubste und den anderen direkt hinterher hechtete. Der Kopf des Werftarbeiters krachte mit der Stirn vorran gegen den Kopf des Aliens, ganz absichtlich. Es heulte getroffen auf, unter dieser merkwürdigen Maske die es trug.

HAU BLOS AB!“

Knurrte er tief aus der rauen Kehle und warf es in den Sand. Zusammen mit seinen stummen verletzten Kameraden machte es sich sofort auf und entferte sich weg vom Schiff. Der Naboo vermutete das hinter den Felsen Gleiter oder ähnliches versteckt waren. Zufuß in dieser Wüste? Immer? Unwahrscheinlich. Er lies sie gewähren obwohl sie sich nahe am Schiff vorbei faktisch hinter Riley und ihn brachte. Aldridges Blick viel zurück auf die, die den kleinen Wagen gestohlen hatten...er konnte sie noch... er beschloss nicht zurück zum Werkzeugkasten zu gehen. Ihnen hinterher hechten und sie mit scharf geworfenen Werkzeugen verletzen? Kein Problem. Aber der pure Fakt das sie WASSER und ESSEN stahlen lies den ehemaligen Werftarbeiter innehalten. Er hatte Mitleid.

Ich denke das ist ein Nomaden Volk.“

Aldridge las eine der Keulen auf und besah sie sich. Aus tierischen Knochen und groben Metallteilen war sie gefertigt. Primitiv aber extrem efektiv. Sein leicht blutender und zerkratzter Oberarm sprach Bände davon. Die Keule flog zurück in den Sand. Aldridge lächelte entschuldigend als er die Schultern hochzog.

Sie stehlen Wasser und Essen, das ist doch traurig. Wie auch immer, ich schätze das diese Leute bald zurück kommen. Bis dahin sollten wir weg sein.“

Riley hatte überraschend angstlos reagiert, etwas das ihn überraschte und beeindruckte. Er selbst hatte einfach keine Zeit dazu gehabt Angst zu bekommen....wenn es sowas überhaupt noch in seinem Gefühls Repertoire gab.

Weist du Riley, einen IQ von 147 habe ich ganz sicher nicht.“

Brannte ihm die Sonne zu stark auf den kahlen Schädel (wo war eigentlich seine Mütze hingeflogen? Nur mit der Schweißerbrille sah er bestimmt aus wie ein kahlöpfiges Insekt) oder warum machte sich in ihm plötzlich immenz gute Laune breit. Vielleicht war es einfach nur das Adrenalin? Egal!

Aber eine Wurfkraft von 114 km/h.“

Er grinste und spannte kurz den Oberarm an. Der Wert war nicht übertrieben, in der Liga waren die Werte regelmäßig gemessen worden und für Statistiken und sogar für Holo Games genutzt worden.

Wenn man uns zusammen zählt sind wir doch kaum schlagbar oder?“

Gehirn und Muskeln. Sie war eine scharfsinnige Frau und er ein Klotz. Ein Klotz der jetzt Wasserkanister per Hand schleppen musste...

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - mit Riley -
 
Zuletzt bearbeitet:
- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Mit Al -

Er hatte es geschafft, die Monster waren vertrieben, entkommen aber nicht tot, und Aldridge profitierte von den Nachwirkungen eines Kampfrauschs. Seine plötzlich gesteigerte Laune belegte das, sein Scherzen unmittelbar nach dem Verzug der Gefahr, das Anspannen und die Zurschaustellung seiner Muskeln, die sich deutlich - zu deutlich - unter dem dünnen Ärmel seines zur Hälfte hoch gekrempelten Shirts abzeichneten. Ein erhöhter Ausschuss von Adrenalin musste für seine Euphorie verantwortlich sein: Beschleunigter Herzschlag, erweiterte Blutgefäße, erhöhter Glukosespiegel. Er grinste Riley an. Sie waren zusammen unschlagbar, sagte er.

"Beste Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit."

Erwiderte sie.

"Ist das viel, 114 km/h? Es klingt viel, aber ich habe keine Vergleichswerte."

Ihr Blick schwankte zu der Fülle seines Oberarms, wo die Kraft her kam die Aldridge im Stande war mit einem Wurf frei zu setzen. Das hatte sie definitiv gerettet, heute.

"Bist du verletzt?"

Wollte sie wissen. Al hatte einen oder zwei Schläge in direkter Konfrontation mit einer dieser Kreaturen abbekommen und seinen Angreifer schließlich mit einem Schlag seines eigenen Kopfes in die Flucht geschlagen. Er sah nicht so aus, als hätte er sich selbst etwas dabei getan, doch wenn sein Schädel den Kieferbereich oder andere harte Knochen des vermummten Wesens getroffen hatte, hatte er selbst womöglich auch Schmerzen erlitten, ob er sich dessen bereits bewusst war oder nicht. Riley trat einen Schritt weiter hinaus auf die Rampe, jetzt wo es sicher war. Vor ihr lag ein Meer, ein Meer aus Sand, und die Luft hing schwer und drückend über ihr. Es war heiss, so heiss dass jeder Atemzug sie von innen zu wärmen schien. So fühlte sich also ein Wüstenplanet an. Tatooine, Rand des Abschaums, kontrolliert durch die Hutts. Kein Imperium, keine Republik, hier zählte das Gesetz der Gesetzlosen.

"Du hättest sie umbringen sollen."

Sagte sie ohne sich umzudrehen.

"Sie werden zurück kommen wenn sie ihre Wunden versorgt haben, und versuchen noch mehr zu erbeuten. Es ist eine Gelegenheit die sie nicht verstreichen lassen können. Wenn sie intelligent genug sind, werden sie zu dem Schluss kommen, dass sie dich mit einer besseren Strategie oder schon allein mit mehr Verstärkung überwältigen können."

Sie sollten gehen. Jetzt. Im Gegensatz zu Al verspürte sie kein Mitgefühl. Die Monster hatten sie angegriffen und bestohlen, sie hatten kein Mitleid verdient. Ob sie zurück kommen würden würde hauptsächlich davon abhängen wie dringend sie neue Vorräte benötigten. Sie hatten nur zwei Menschen gesehen, unwahrscheinlich dass sich noch mehr an Bord befunden hatten, sonst wären sie zur Unterstützung gekommen. Selbst wenn die Crew noch größer war, war ein Teil möglicherweise verletzt worden bei der Notladung des Schiffes. Es wäre ein Risiko für die Monster zurück zu kommen, aber ein kalkulierbares. Riley ging zurück und holte ihre Tasche. Sie war bereit zum Aufbruch.

- Tatooine - Wüste - Blue Orchid - Mit Al -
 
- Tatooine - Wüste - mit Riley -

Das die Stadt in Sichtweite war bedeutete gar nichts. Es waren einige Kilometer, die Bedingungen waren extrem und der Planet hatte schon in den ersten Momenten bewiesen das er brandgefährlich war.


Ich bin nicht verletzt.“

Beantwortete Aldridge endlich ihre Frage als er sich die beiden Wasserkanister mit Samt dem Seil das er an sie gebunden hatte über die Schultern warf. Das gleiche Gewicht gleichmäßig verteilt auf beide Schultern, das würde gehen. Der Naboo besah sich seinen leicht blutendenden linken Oberarm.

Das ist nur ein Kratzer.“

Die kleine Wunde war schon dabei abzutrocknen, aber der Naboo zog trotzdem den Ärmel darüber. Würde Sand in die Wunde gelangen würde er sie nachher in der Stadt wieder aufbrechen und reinigen müssen.

Komm schon Lemon!“

Wies Aldridge BB-X an, der kleine Droide surrte sofort neben Riley und rollte aufgeregt hinterher. Ihn im Schiff zu lassen wäre fahrlässig gewesen, der kleine Astro Mech war als Navigator unverzichtbar. Wenn er gestohlen werden würde müssten sie einen neuen Mech kaufen und Aldridge bezweifelte das man hier ein so aktuelles und gutes Modell bekommen würde. Da waren sie also, drei Wanderer mitten in der Wüste. Aldridge war neidisch auf BB-X, der kleine Ball rollte problemlos und leichtfüßig über den Sand und konnte sogar mit seinem magnetischen Kopf ein kleines Köfferchen ziehen das ihm umgebunden worden war. Aldridge hingegen sank mit jedem Schritt tief in den weichen Sand und wusste das die schweren Wasserkanister am Ende ihres Marsches defintiv leer sein würden. Sie würden viel trinken müssen, sehr viel. Riley trug nichts, ausser ihrer Würde.

Ich werde mich besser fühlen wenn wir die Stadt erreicht haben und das Schiff in eine Werkstatt geschleppt wurde. Ich gebe dir nämlich recht, diese Wesen werden wieder kommen. Ich schätze aber das sie das Schiff nicht aufbekommen, nicht wenn ihre Werkzeuge so primitiv sind wie ihre Angriffswaffen.“

Zumindest würden sie eine ganze Weile brauchen. Aldridge war alles in allem relativ entspannt, selbst wenn sie ins Schiff kommen würden, die Vorräte waren im Kühlraum der Kombüse und dessen Durastahltür hatte Aldridge schnell provisorisch zugeschweißt. Die Tür würden sie ganz sicher nicht so schnell aufbekommen, nicht bevor das Schleppteam das sie hoffentlich finden würden aufkreuzte. Aldridge korrigierte die Schweißerbrille und zog sich seine Kappe die er zum Glück noch im Sand gefunden hatte auf dem Kopf zurecht. Es war unglaublich heiß und drückend.

Diese Wesen zu töten wäre sinnlos gewesen, trotzdem deine Argumente schlagend sind.“

Ein wenig schockiert darüber das sie so ohne Emotion den Tod dieser Wesen gefordert hatte war er schon. Mord war..keine Option, auch nach den Erfahrungen die er gemacht hatte nicht.

Hätte ich sie getötet..“

Als wenn er da so einfach hätte tun können. Allein schon rein körperlich ein Ding der Unmöglichkeit...vom moralischen Faktor ganz abgesehen. Aldridge hob den Fuß hoch als eine kleine Echse über seinen Stiefel klettern wollte. Schau an, es gab selbst an den unwirklichsten Orten Leben...

..wären sie garantiert vermisst worden. Auch dann wären sie wieder gekommen. So oder so wir entfernen uns vom Schiff. Das ist das beste und sicherste was wir tun können. Ich bin optimistisch Riley, wir bekommen alles wieder hin.“

Das glaubte er wirklich. Optimismus...hatte er erst in die Wüste gemusst um dieses Gefühl wieder zu erlangen. In einem Anfall von Vorraussicht bückte sich der Naboo trotz seiner Last und hob ein paar Steine auf die auf dem Sand lagen. Nicht so schwer wie seine Werkzeuge, aber Aldridge würde potentielle Angreiffer damit treffen – feste.

114 Km/h ist schon viel. Ungeübte Menschen werfen im zweistelligen Berreich. Aber wie bei allem im Leben gibt es immer genug die besser als man selbst sind. Wir hatten viele Gungan in der Liga, die hatten solch starke Wurfarme das man den Diskus allein schon fangen musste um nicht von ihm verletzt zu werden“.

Die freundlichen Ureinwohner von Naboo wurden permanent unterschätzt und das zu unrecht. Die Gungan waren groß und stark und extrem schnell und das obwohl sich die amphibischen Wesen eigentlich lieber im Wasser bewegten. Aldridge hatte gern mit ihnen Zeit verbracht.

Sagen wir es so, meine Wurfgeschwindigkeit ist das Pedant zu deinem IQ Wert, wobei nein, eigentlich nur fast.“

Riley wirkte gequält ob der Hitze, sagte aber nichts...sie wirkte zumindest jetzt gerade zäh. Der Weg war noch lang und würde zeigen aus welchem Holz sie geschnitzt war.

- Tatooine - Wüste - mit Riley -
 
- Tatooine - Wüste - Mit Al -

Auf Sand zu laufen war anstrengend. Die Fläche war uneben und es war unmöglich die Füße richtig abzurollen. Jeder Schritt fühlte sich an wie zwei. Doch noch waren sie nicht weit gegangen und noch war diese neue Erfahrung aufregend genug für Riley damit sie die körperliche Herausforderung ignorierte. Gerne hätte sie ihre Hände einmal durch den weichen Sand gleiten lassen, nur um zu sehen wie er sich zwischen ihren Handflächen anfühlte und wenn sie ihn zwischen ihren Fingern hindurch rieseln ließ. Aldridge allerdings trug ihren gesamten Wasservorrat für den Weg und sie bezweifelte, dass er damit einverstanden wäre, ihr davon zu geben damit sie ihre Hände waschen konnte. Es blieb also bei der Beobachtung. So viel Sand.

"Ich würde gerne meine persönliche Wurfkraft wissen. Hey, kannst du mir helfen sie zu messen?"

Fragte Riley und hob ihren rechten Arm, der im Vergleich zu Aldridges wie ein Streichholz wirkte, um durch den Stoff ihres dünnen Ärmels ihren kaum vorhandenen Bizeps zu fühlen. Sie hatte ein bisschen Kraft in den Armen, für manche Übungen im Dakam brauchte man die, doch es gab auch solche die sie hatte nicht machen können, weil sie zu schwach war. Zarin hatte den Sport für sie ausgesucht damit sie fit und gesund blieb, doch er hatte auch darauf geachtet, dass sie es nicht übertrieb. Er wollte seine Riley weiblich, nicht durchtrainiert.

"Deine professionelle Karriere, du hast sie beendet weil du den Höhepunkt deiner physischen Form erreicht hattest."

Es war eine Feststellung, keine Frage. Sie kannte Aldridges genaues Alter nicht, doch er musste deutlich älter sein als die meisten aktiven Spitzensportler. Im Leistungssport alterte man schnell, mit dreissig galten viele schon als Rentner.

"Bist du aus eigenem Antrieb zurück getreten oder wurde dein Vertrag nicht mehr verlängert?"

Letzteres stellte sie sich hart vor. Es war eine Bescheinigung der eigenen Unzulänglichkeit, auch wenn Statistiken belegten, dass man lediglich dem gängigen Muster folgte. In den meisten Disziplinen, in denen die Skekettmuskulatur der physiologische Leistungsträger war, lag das das Höchstalter der Spitzensportler relativ niedrig. Beim 100-meter-Lauf waren es beispielsweise 24 Jahre. Gemessen an Aldridges Statur und der Bedeutung der Wurfkraft, die auf Muskelmasse beruhte, war seine Sportart in einer ähnlichen Kategorie einzuordnen.

"Altern ist ein natürlicher, nicht umkehrbarer biologischer Prozess. Schon nach nach dem zweiten Lebensjahrzehnt kann unser Körper schrittweise Muskelkraft- und Masse abbauen. Dadurch wird der Grundumsatz an Kalorien reduziert und die Zunahme von Körperfett begünstigt. Sportler in Disziplinen bei denen das Herz-Kreislauf-System eine übergeordnete Rolle spielt haben es da besser. Wusstest du, dass deren Höchstleistungsalter im Schnitt sogar mit der Distanz steigt? Das bedeutet Marathonläufer haben im Mittel ein höheres Höchstleistungsalter als Kurzstreckenläufer."

Riley dachte nach. Sie fragte sich, wie man sich dafür entschied eine Karriere als Sportler anzustreben wenn es doch eine unausweichliche Komponente war, dass diese zeitlich begrenzt war und eine Neuausrichtung noch vor der zweiten Lebenshälfte erforderlich war. Der Risikofaktor, dass für eine neue berufliche Orientierung die benötigten Schulabschlüsse und Qualifikationen fehlten, erschien ihr relativ hoch. Sie vermutete, dass es bei Al genau so gewesen war. Viel wusste sie nicht über ihn, doch er hatte nie eine Arbeit erwähnt der er nachgegangen war und als sie ihm angeboten hatte in ihr Geschäft einzusteigen war er sofort verfügbar gewesen. Sie liefen durch den Sand, Aldridge und Riley vorneweg, der Droide rollte gemächlich hinter ihnen und Megan und Venus bildeten die Nachhut. Sie konnte die Stadt sehen, weiße Flecken vor dem immer gleich bleibendem Horizont und hinter ihnen wurde das Schiff immer kleiner.

- Tatooine - Wüste - Mit Al -
 
- Tatooine - Wüste - mit Riley -

Gute Güte, die Frau war wirklich ein wandelndes Lexikon. Aldridge kam immer mehr zu dem Schluss das ihr erwähnter IQ ein ganz und gar nicht erfundener oder übertriebener Wert war. Der Naboo schaufte auf als Sand von der Düne auf der sie sich gerade befanden weg rutschte und er wegen der Wasserkanister fast den Halt verlor. Mit zwei weiten Ausfallschritten fand er das Gleichgewicht wieder und konnte sich nun der Frage Rileys wittmen.


Ich habe damals darum gebeten meinen Vertrag nicht verlängern zu lassen und bin freiwillig gegangen. In meinem letzten Spiel sties ich mit einem Gegenspieler zusammen und naja lange Rede kurzer Sinn – danach hatte da wo vorher meine Kniescheibe war nur noch Trümmer. Ansich keine große Sache, Kniescheiben kann man schnell austauschen aber da ich Bacta nicht vertrage dauerte die Genesung halt ein paar Wochen. Die Zeit hat ein anderer Spieler, ein talentierter Rookie der deutlich jünger war als ich genutzt und hat mir meinen Stammplatz erfolgreich streitig gemacht. Das Team hätte mich noch weiter verpflichtet, aber ganz ehrlich? Es wäre eine Art Almosen gewesen weil ich dem Team gute Dienste geleistet hatte“.

Und da war er dann gewesen...fern der Heimat auf Lianna und ganz frisch ohne Diona die ihn kurz zuvor verlassen hatte. Was für ein Segen war Miranda gewesen, die spontan geschlossen hatte von Naboo über zu siedeln und genau wie er dort ihr Glück zu versuchen.

Ich HÄTTE danach Trainer werden können, hab mir dann aber die schriftliche Prüfung nicht zugetraut.“

Hätte er es doch tun sollen? Was wäre wenn er seine Linzenz erworben hätte? Vielleicht würden Diona und er jetzt in einer schönen Villa leben, zusammen mit ihren vier Kindern. Oh mit Diona hätte er auch fünf bekommen ohne zu zögern.

Weist du vor dem Altern hatte ich nie Angst, wirklich nicht. Ich wollte immer nur das mein Leben irgend eine Bedeutung bekommen sollte. Nicht für irgendwen, einfach für mich. Das Gefühl etwas sinvolles gemacht zu haben verstehst du? Ich glaube ein Stück weit war es wichtig und richtig damals als ich noch aktiv war im Augenblick zu leben. Die kalte Leere nach meinem Karriereende war einfacher zu ertragen mit dem Wissen das ich meine Zeit genutzt habe. Ich habe es geliebt zu spielen. Vom ersten Wurf bis zu meinem letzten.“

Er warf einen Seitenblick auf Riley. Ihre Haut hatte schon eine leicht rötliche Färbung angenommen trotz des Tuches das sie sich um den Kopf gewickelt hatte. Sie war so hell. Er wollte nicht das sie sich ihre schöne Haut verbrannte und das schlimmere Übel – einen Hitzschlag noch viel weniger. Der Naboo zog sich die Kappe vom Kopf und bot sie ihr an. Der Schirm konnte ihr Gesicht noch vor schlimmeren bewahren.

Sag mal Riley.Wenn du die Gelegenheit gehabt hättest was hättest du mit deinem Leben angefangen?“

Sie hatten noch einen gewaltigen Fußmarsch vor sich und somit Zeit Smalltalk zu betreiben. Aldridge wollte jede Chance nutzen seine Retterin kennen zu lernen.

Ich wäre wenn ich nicht Sport Profi geworden wäre defintiv Cop geworden. Ja das wäre mein Wunsch gewesen.“

Auf seinem Kopf wurde es mächtig warm.

- Tatooine - Wüste - mit Riley -
 
- Tatooine - Wüste - Mit Al -

Cop. Ausgerechnet. Es machte natürlich Sinn, viele Kinder folgten ihren Eltern in deren Beruf, manche weil sie sie als Vorbild sahen dem es nachzueifern galt, andere weil familiäre Verpflichtungen sie dazu drängten. Wenn ein Unternehmen im Spiel war, dessen Führung gesichert werden musste, war es oft keine Frage, dass die Nachfolge aus dem eigenen Nachwuchs hervor gehen musste. Aldridge hatte nach allem was Riley bisher wusste eine gute Beziehung zu seiner Mutter gehabt. Sie fiel definitiv in die Kategorie elterliches Vorbild und Aldridge wollte ihr gerecht werden, vielleicht sogar mehr als das. Er wollte sein wie sie, weil er mit sich selbst nicht zufrieden war.

"Warum nicht Architekt?"

Fragte Riley. Sie schüttelte den Kopf als er ihr seine Kappe anbot. Sie hatte gesehen, wie er sie zuvor aus dem Sand gefischt hatte. Zudem war es unlogisch, dass er seinen eigenen Sonnenschutz an sie abgeben sollte. Er nutzte ihr nichts, wenn er unter den heissen Sonnen Tatooines kapitulierte und Riley ihn zurück lassen und ihren Wasservorrat selbst tragen musste.

"Dein Vater war doch Architekt, nicht wahr?"

Im direkten Vergleich musste der Beruf auf einen jungen Burschen wie Al vermutlich langweilig gewirkt haben. Architektur war spannend - wenn man etwas älter war und die Herausforderungen und Möglichkeiten verstand und einigermaßen Freude an Mathematik und Physik hatte. Auf ein Kind wirkte es zweifellos spannender, Verbrecher zu jagen und für Recht und Ordnung zu sorgen.

"Wenn du eine Zeit als aktiver Sportler genossen hast, dann war es auf jeden Fall die richtige Berufswahl für dich. Man ist nur einmal jung."

Sie zuckte mit den Schultern.

"Die Zeit bekommt man nicht wieder."

Geendet hatte Al's Karriere eher unrühmlich und vermutlich ziemlich enttäuschend für ihn. Er hatte sich wahrscheinlich nicht vorgestellt, still und leise ausgetauscht zu werden, sondern den Zeitpunkt seines Rücktritts selbst und mit Würde zu bestimmen und vielleicht gefeiert zu werden für seine erbrachten Leistungen.

"Wie geht es deinem Knie heute? Ist es wieder ganz in Ordnung? Es war bestimmt eine schwere Entscheidung, deinen Vertrag vorzeitig aufzulösen. Aber ich kann es verstehen. Nicht nur deine Position auf dem Platz hätte sich verändert, auch deine Stellung im Team, dein Ansehen unter den Kollegen."

Riley blieb stehen.

"Kann ich etwas Wasser haben, bitte?"

Aldridge hatte die Frage, die er für sich selbst beantwortet hatte, an sie weiter gegeben. Was hätte sie mit ihrem Leben angefangen, wenn sie frei hätte entscheiden können? Darüber nachzudenken war schwierig. Es hatte Dinge gegeben die sie hatte tun wollen und von denen sie manchmal geträumt hatte. Aber bereute sie, dass es dazu nie gekommen war? Sie hatte ja ein gutes Leben gehabt, auf eine andere Weise.

"Meine Eltern wollten immer, dass ich Wirtschaftswissenschaften studiere und mein Vater hat sich gewünscht, dass ich eines Tages ins Investment Banking gehe, um gutes Geld zu verdienen."

Es war ein Berufsfeld mit hohen Aufstiegschancen und noch höheren Verdienstmöglichkeiten. In ihrer Familie waren das die wichtigsten Argumente gewesen. Eine Wahl hätte Riley so oder so nicht gehabt, ob ihr Leben nun so oder anders verlaufen wäre, daher machte es keinen Unterschied.

"Ich hätte gerne Medizin studiert oder Psychologie. Es gab ein Fernstudium das ich hätte belegen können, in Sozialpsychologie oder Entwicklungspsychologie, aber Zarin hat es nicht erlaubt."

Und er hatte das letzte Wort gehabt. Eine Zeit lang hatte Riley gehofft er würde es sich noch überlegen, doch er war hart geblieben. Stattdessen hatte er sie Sprachen lernen lassen. Sie glaubte gerne gerne, dass obwohl er damit einen eigenen Plan verfolgt hatte, er auch ihr einen adequaten Ersatz für ihren unerfüllten Wunsch hatte anbieten wollen. Er mochte es nicht, sie traurig zu sehen und Riley hatte sein Versöhnungsangebot dankbar angenommen und ihr Bestes gegeben um ihn stolz zu machen.

- Tatooine - Wüste - Mit Al -
 
- Tatooine - Wüste - mit Riley -

Sein Knie? Aldridge war es, als wäre der Zwischenfall damals nur ein schlechter Traum gewesen.


Mit meinem Knie hatte ich nie wieder Probleme, keine Schmerzen mehr, gar nichts. Das macht mein Karrierende um so surrealer.“

Zarin. Aldridge konnte diesen Namen schon nicht mehr hören obwohl er ihn erst wenige Male gehört hatte. Der Mann hat Rileys Leben bestimmt, genommen, sich in ihr Gehirn gefressen. Aldridge schwieg über diese Gedanken und zog sich lieber die Wasserkanister samt des unangenehm einschneidenen Seils von den Schultern. Es war nicht nur Zeit für einen Schluck Wasser, sie mussten kurz rasten, auch wenn die bisher gemachte Strecke noch so kurz erschien. Der Naboo entknotete eine der Decken , zog sie von seiner Schulter, legte sie zusammen und bot sie Riley mit einer einladenen Handbewegung als Sitzplatz an. Sie trug ein Kleid, sie musste sich mit dem dünnen Stoff nicht in den Sand setzen.

Bittesehr.“

Sprach er freundlich, als er ihr schließlich Wasser in einem der Becher die er eingepackt hatte reichte. Es war nicht mehr kühl, aber darum ging es hier nicht. Er selbst lies sich einfach im Sand nieder und spürte sofort die Hitze des Sandes unter seinem Hintern. Die Hose war isoliert, es würde gehen. Aldridge fragte sich, wieso ein verdammter Planet 2 Sonnen haben musste? Naboo! Naboo hatte zwei Monde! Das war logisch und schön anzusehen und machte das Wetter nicht unerträglich. Aldridge verschwendete keinen Gedanken daran wie Riley aus einem Becherchen zu trinken. Der ehemalige Werftarbeiter nahm den noch unangerührten Kanister, drehte ihn auf und nahm tiefe lange Züge vom Wasser. Ein Kanister für sie, einer für ihn, das würde reichen.

Wir müssen kurz pausieren, es ist besser unsere Kräfte zu schonen.“

Er streckte seine Hand nach BB-X aus, der Droide war überraschend kühl. Sein eigener Kopf fühlte sich unter seiner Mütze, die Riley abgelehnt hatte, irgendwie wärmer an, so ganz subjektiv.

Wenn wir mal auf Lianna aufschlagen kann ich gern deine Wurfkraft messen lassen.“

Ging er auf eine frühere Frage seiner Begleiterin ein. Aldridge hasste es das er für sie keine Sonnencreme eingepackt hatte. Hätte er nicht schon so viel zu tragen gehabt, er hätte die ganze Zeit eine der Decken über sie gehalten.

Ich hab da für die Lola Curich Cardinals gespielt...zum Schluss. Ich bin da noch gern gesehen und könnte jederzeit in das Trainingszentrum. Auf dem Planeten habe ich lange und gern mit meiner Schwester zusammen gewohnt. “

Er schmunzelte als er an ihre vermutlich sehr niedliche Wurfkraft dachte. Eine andere Kraft Rileys, die ihres Geistes war potentiell gar nicht als niedlich einzustufen. Dennoch überraschten ihn ihre Wünsche schon. In seinem Geiste waren alle Mandalorianer Krieger die sich ständig in Arenen bekämpften. Das Holonet war manchmal eine sehr verlässliche Quelle für Unsinn und Klischees.

Medizin und Psychologie hm? Für mich genau solche Rätzel wie die Architektur. Nein nicht nur das ich gar nicht das Zeug dazu hätte so etwas komplexes zu studieren...nun wie soll ich es sagen ich bin ein sehr körperlicher Mensch.“

Wieso hatte sie ihn nur auf seinen Vater angesprochen? Das Vermissen schlich sich immer mehr in sein Herz. Er würde es nicht gestatten.

Mein Dad hat sich immer in sein Büro verkrochen und stundenlang über Entwürfen gehockt. Man konnte ihn oft nicht ansprechen, so konzentriert war er immer. Ich empfinde solche pur kopflastigen Arbeitsgebiete als überfodernd.“

Mit den Erinnerungen an seine Mutter kam ihn ein sehr prägnantes Ereignis in den Kopf.

Als ich 12 Jahre alt war, da haben mein Dad und ich meine Mutter mal in ihrem Revier besucht. Es war an dem Tag viel los, irgend ein Innenstadtfest...es waren viele Menschen dort im Revier, manche um Anzeigen aufzugeben, und manche nunja waren eben nicht freiwillig da. Meine Mutter war damals gerade frisch zum Sergeant befördert worden und ihr eigenes Büro bekommen. Wir wollten uns das eigentlich nur ansehen, mein Dad und ich...“

Aldridge dachte an Miranda die erst vier Jahre alt gewesen war und zum Glück bei Tante Lucy geblieben war.

..wir waren wenige Minuten da als ein betrunkener Tourist durchtickte und eine schlimme Prügelei mit einer Hand voll Polizisten anfing. Man konnte das durch die Glastür des Büros sehen.“

Aldridge kürzte die Geschichte um Rileys Willen ab.

Meine Mom stand einfach auf, glättete ihre Uniform und verließ das Büro. Mein Dad und ich konnten alles vom Büro aus sehen. Sie ging auf diesen Tumult zu ohne ihre Schritte zu verlangsamen, stellte sich direkt vor diesen Typen hin und redete mit ihm. Und irgendwie hat sie diesen Mann runter gebracht. Ihre Kollegen konnten ihn dann verhaften..“

Er grinste.

Ab da wollte ich Polizist werden. Nicht wegen der Waffen und der Aufregung und der Action, okay vielleicht ein bisschen.“

Ein Ton so selten geworden wie Regen in der unwirklichen Umgebung in der sie sich befanden ertönte. Aldridge musste auflachen.

Ich hab mir einfach vorgestellt..nun..mit der herrlichen Naivität die man in dem Alter hat dass man sich mit so einer Uniform nicht mehr fürchten konnte.“

Das es an der Natur seiner Mutter gelegen hatte, hatte er da natürlich noch nicht erkannt.

Der Berufswunsch blieb, die Intentionen haben sich verändert. Ich glaubte fest das man mit dieser Arbeit auch im kleinen den Unterschied machen konnte. Jeder verhaftete Gangster war ein Gangster weniger. Jeder aufgeklärte Mord konnte der Gerechtigkeit genüge tun und Angehörigen Frieden geben. Ich wollte immer etwas machen, bei dem ich am Abend Ergebnisse vorweisen konnte.“

Wenn Zarin Riley diesen Berufswunsch verübelt hätte, Aldridge hätte es nachvollziehen können. Im Kopf eines kranken Mistvogels machte das Sinn..ja.

Wieso hat Zarin dir eigentlich deine Studienwünsche verboten? Ich sehe keinen Sinn darin“.

Es machte allerdings auch keinen Sinn junge Mädchen ihren Vätern zu entreissen. Das hatten die Schöpfer ihm selbst auch angetan. Zarin...der Name musste für Riley ähnlich gewichtig sein wie für manchen Naboo die Namen der Schöpfer. Sie entschieden über Wohl und Übel, bestimmten das Leben..

- Tatooine - Wüste - mit Riley -
 
- Tatooine - Wüste - Mit Al -

Es fehlte nur noch der Korb, gefüllt mit frisch zubereiteten Köstlichkeiten, und sie hätten ausgesehen als veranstalteten sie ein Picknick an einem höchst ungewöhnlichen Ort. Um sie herum war nichts als Sand, die Stadt lag noch in weiter Ferne, das Schiff war nicht mehr zu sehen. Riley hatte es sich auf der Decke, die Aldridge mitgebracht hatte, bequem gemacht. Er saß daneben und sprach einmal mehr von seiner Mutter. Ms. Trineer schien perfekt gewesen zu sein: eine erfolgreiche, gerechte Polizistin, liebende Ehefrau, gute und sorgende Mutter. Sie konnte betrunkene Randalierer mit ein paar Worten beruhigen wo ihre Kollegen gescheitert waren und hatte ihre Familie ernährt als ihr Mann noch kein Geld verdient hatte. Sie war die Art Mensch deren Nachruf man las und sich fragte, ob all das Lob und die guten Worte wahr gewesen oder doch nur Fassade waren und Riley wünschte sich, irgendeinen Fehler an ihr zu entdecken und wenn er noch so klein war. Sie gönnte Al die gute Beziehung zu seinen Eltern und die schönen Erinnerungen. Aber was hatte sie? Rileys Eltern hatten nichts getan um ihren Respekt zu verdienen. Sie hatte sie geliebt, früher, wie ein Kind seine Eltern liebte, doch damals war sie eben noch jung gewesen und hatte so vieles nicht gewusst.

"Ich kann mich auch gut mit einer Lektüre beschäftigen und die Welt um mich herum vergessen. Ich mag es zu lernen oder Probleme zu entschlüsseln."

Sie erinnerte sich an eine Reihe von Detektivgeschichten, die dazu konzipiert gewesen waren, dass der Leser eine Serie von Rätseln selbstständig löste. Es war mehr ein interaktives Spiel gewesen als eine reine Geschichte die man las, und die Fälle teils sehr schwierig. Riley hatte sich Stunden damit beschäftigt.

"Bestimmt hätte ich deinen Vater gemocht."

Sie trank aus ihrem Becher. Kurz zu sitzen und auszuruhen war eine gute Idee gewesen. Rileys Füße schmerzten noch nicht, doch die dünnen Slipper, die sie angezogen hatte und die Al's Beschreibung von "guten Schuhen" am ehesten nachgekommen waren, zwickten ein wenig. Sie waren an der Spitze relativ eng geschnitten, eine unbequeme Haltung für ihre Zehen, die sich im Schuh eng aneinander schmiegten. Riley zog beide aus, winkelte ihre Beine seitlich an und spreizte ein paar Mal ihre Zehen um das beengende Gefühl in ihnen zu lösen.

"Es war gar nicht so naiv, dass du dich von der Uniform deiner Mutter hast beeindrucken lassen. Das ist einer der natürlichen Effekte, die Uniformen in uns auslösen sollen. Insbesondere für Sicherheitskräfte ist es wichtig, dass Zivilisten sie respektieren und sich durch ihre Anwesenheit beschützt fühlen. Autorität und Ordnung, ohne diese Eckpfeiler würde das System nicht funktionieren."

Darauf basierte auch die relativ einfache Form der Unterwanderung. In einem funktionierenden System musste niemand die Rechtschaffenheit ausführender Arme in Frage stellen. So schaffte man Illusionen. Es war ganz einfach und es funktionierte. Doch darüber konnte Riley nichts sagen. Aldridge vergötterte seine Mutter und vermutlich ebenso alles, wofür sie gestanden hatte. Es würde noch ein Problem werden wenn er erfuhr, dass das Transportunternehmen von dem sie ihm erzählt hatte, dass sie es gegründet hatte, gar nicht existierte... es sei denn, sie konnte ihn dauerhaft und unauffällig aus den organisatorischen Teilen ihres Geschäfts heraus halten. Ohne dass er Fragen stellte.

"Zarin war nicht der Meinung, dass ich eine berufliche Qualifikation benötige. Vor allem gefiel ihm nicht, dass ich mich für Psychologie interessiere."

Er hatte nicht gewollt, dass sie ihn analysierte. Riley zuckte mit den Schultern, lächelte.

"Er hat gesagt, ich wäre klug genug."

Mit einem letzten Zug leerte sie ihren Becher, dankbar dafür, dass sie ihre Sonnenbrille trug und Al ihre Augen nicht sehen konnte.

"Ich verstehe seine Entscheidung. Er hätte alle meine Papiere lesen müssen, eingehend sowie ausgehend. Ich hatte nur begrenzten Zugang zum Holonet und nur wenn er dabei war. Jede Form der Kommunikation nach aussen war verboten."

Sie schüttelte den Kopf.

"Der Aufwand meine Dokumente zu überwachen wäre zu groß gewesen. Es gab keinen Grund mir ein Studium zu erlauben."

Aber es machte auch keinen Unterschied. Auch ihr Vater hätte ihren persönlichen Berufswunsch niemals abgesegnet. Was sie gewollt hatte hätte sie nicht bekommen, egal in welcher Welt.

"Sag mal... trotz dass du Polizist werden wolltest, wenn auch nur sekundär wegen der Action und der Waffen..."

Riley gab ihm ihren leeren Becher zurück und zog ihre Slipper wieder an.

"Du trägst keinen Blaster bei dir. Warum nicht?"

- Tatooine - Wüste - Mit Al -
 
- Tatooine - Wüste - mit Riley -

War Indoktriantion das richtige um Riley zu beschreiben? Aldridge war sich nicht mehr wirklich sicher. Zarin hatte sie gar nicht indoktrinieren und bearbeiten müssen, jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Riley hatte fünfzehn Jahre bei diesem Mann verbracht, aus einer Entführung war ihr Leben geworden, mit eigenen Gesetzen die sie offensichtlich ganz selbstverständlich befolgte. Sie verstand also seine Entscheidung ihr Bildung und Möglichkeiten zu nehmen? Neben dem Desaster im Cockpit unterstrich Riley mit solchen Aussagen die Tragödie die ihr passiert war. Riley war ihm nur physisch entkommen, psychisch war er allgegenwertig, er hatte sie praktisch erzogen...die Flucht aus seiner Nähe...was für ein gewaltiger Einschnitt für sie. Der Naboo schwor sich alles dafür zu tun ihr Vertrauen zu gewinnen. Er wollte ein Hafen für sie sein und den Mann in ihrem Kopf zum verstummen bringen. Aldridge sah ihr für einen Moment schweigend dabei zu wie sie ihre Schuhe wieder anzog und dachte über ihre Frage nach.


Ich bin niemals in die Verlegenheit geraten eine Waffe tragen zu müssen und gewollt habe ich das auch nie. Gewalt wird von den Naboo absolut abgelehnt und die meisten von uns leben dieses Credo ganz selbstverständlich und aus voller Überzeugung. Blaster und andere Waffen befinden sich fast ausschließlich..“

Aldridge raffte sich träge auf, seine Stimme klang ein wenig gepresst.

...in den Händen von der Polizei und den Palastwachen der Königin.“

Der Blaster seiner Mutter war Zuhause niemals ein Thema gewesen, man hatte die Waffe faktisch nie zu Gesicht bekommen.

Meine Mutter hat das Ding immer in einem Safe aufbewahrt, weder mein Vater, meine Schwester oder ich haben den Blaster je in den Händen gehalten. Sie wollte das nicht.“

Aldridge trat zu Riley und bat sie um die Decke, sie mussten weiter..

Jetzt gerade hätte ich aber extrem gern einen. Wir sind ganz sicher nicht auf Naboo.“

Er rollte die Decke zusammen, knotete sie wieder quer über seine Schulter und wuchtete sich die Kanister wieder über die Schultern. Sie waren nicht merklich leichter geworden. Lemon der ebenfalls pausiert hatte und kurz in den Ruhemodus übergegangen war, piepste neben ihm fröhlich rum.

Dennoch musst du dir keine Sorgen machen, ich passe mit der größten Waffe die ich besitze auf dich auf. Mich.“

Er meinte es so und hatte es ihr bei nicht nur einer Gelegenheit bewiesen.

Ich hoffe da in der Stadt muss ich mich nicht beweisen offen gesagt.“

Die Siedlung, die er großspurig Stadt genannt hatte lag noch so weit entfernt, aber immerhin hörten die Dünen in Sichtweite auf und gingen in vertrockneten blanken Boden über. Wer wusste das schon? Vielleicht gab es hier vor Millionen von Jahren mal ein Meer?

Alles was ich mir wünsche ist eine kleine einfache Pension.“

Und mehr Informationen über Riley.

Man stellt sich ja immer vor das auf Mandalore alle unentwegt kämpfen und ich bekriegen. Ich meine dass das Unsinn ist versteht sich von selbst ...aber das dein Vater wollte das du in die Wirtschaft gehst? Du siehst mir überhaupt nicht nach so jemandem aus offen gesagt.“

Sie hatte ihre Wünsche schon genannt.

Egal welcher deiner Wünsche du verwirklicht hättest, du wärest sehr gut in deinem Fach gewesen. Du hast diese Ausstrahlung weist du? Zumindest auf mich.“

Ein vom Leben gefesseltes Genie. Wieviel Gewalt hatte sie schon erlebt und gesehen?

Blaster waren bestimmt ein großer selbstverständlicher Teil deines Lebens oder?“

Und er meinte damit nicht nur ihr Leben bei Zarin.

Du hast mir gesagt du hast gelernt zu kämpfen. Kannst du mit einem Blaster umgehen?“

Eine Idee war eben in ihm gekeimt, eine die ihm nicht gefiel, eine die ihm fast wie ein Sakrileg vor kam...

Ich könnte einen beschaffen, auf Naboo...ich brauche nur jemanden der mir beibringt mit sowas umzugehen."

- Tatooine - Wüste - mit Riley -
 
- Tatooine - Wüste - Mit Al -

Viel länger als die wenigen Minuten die sie sich genommen hatten um etwas zu trinken konnten sie nicht pausieren. Ohne Schatten spendende Bäume war es unerträglich heiss in der Sonne. Das merkte Riley umso deutlicher, als sie jetzt wieder Kraft und Fokus für die zweite Etappe ihres Fußmarsches aufbringen musste. Warme Regionen wurden oft als Urlaubsparadies angeboten. Sonne, Strände, Palmen und azurblaue Meere galten als wichtige Faktoren für beliebte Reiseziele. Riley selbst hatte davon geträumt. Sie war noch nie an einem Ozean gewesen. Jetzt war sie sich aber nicht mehr so sicher, wie erstrebenswert dies wirklich war. Sicher, die Temperaturen hier waren nicht unbedingt ein Indikator dafür, dass es andernorts auch so drückend sein musste, doch akut verlor die Aussicht auf heisse Temperaturen und ungetrübten Sonnenschein ihren Reiz auf Riley. "Ivestment-Banking. Mein Vater wollte dass ich im Finanzwesen arbeite, mich auf Unternehmensberatungen und Betreuung von Großkunden spezialisiere. Ein lukrativer Markt und ich war schon früh gut mit Zahlen." Riley warf einen Blick hinter sich, um sicher zu stellen, dass der Droide ihnen weiter folgte. Sie hoffte, dass seine Energiereserven ausreichten bis sie die Stadt erreicht hatten. Sie glaubte nicht, dass Aldridge ihn auch noch würde tragen können. "Er wollte dass ich viel Geld verdiene." Um sich verbindlich für einen Berufszweig zu entscheiden war es damals ohnehin noch zu früh für sie gewesen. Riley hatte kurz davor gestanden ihren Schulabschluss zu machen, danach hätte sie einen Studiengang wählen müssen, aber selbst damit wäre noch vieles offen gewesen. Ob sie Medizin hätte studieren können, so wie es ihr Wunsch gewesen war? "Ich weiss nicht, ob mein Vater etwas anderes erlaubt hätte...oder ob ich es auch gegen seinen Wunsch getan hätte. Vermutlich nicht. Ich weiss nicht. Wir hatten kein enges Verhältnis." Mit so vielen Jahren, die inzwischen vergangen waren, war es manchmal schwer, sich in ihre Kindheit zurück zu versetzen. Die wenigstens ihrer Erinnerungen waren noch klar und oft wusste sie ihre Gefühle nicht richtig einzuordnen. Wissen veränderte vieles, vor allem ihre Wahrnehmung. War ihre Beziehung zu ihrem Vater tatsächlich so kühl gewesen wie sie es heute oft empfand, oder war dies ein Trugschluss, ein Spiegel ihrer heutigen Emotionen, die sie stärker beeinflussten als gerecht gewesen wäre? Er hatte viel gearbeitet, war selten Zuhause gewesen. Oft hatte Rileys Onkel seine Rolle in der Familie ausgefüllt. Das waren Fakten an denen es nichts zu rütteln gab. Ihr Onkel war ein wahrer Krieger gewesen, ihr Vater ein Geschäftsmann und ein Betrüger. Die Klischees und Vorurteile über fremde Kulturen waren schon erstaunlich - auch, wie oft man selbst darauf herein fiel obwohl man es eigentlich besser wissen müsste. Riley war bewusst, dass Mandalorianern in der Galaxis oft ein Ruf voraus eilte der sie als grausame, aggressive Kämpfer beschrieb. Viele sahen in den Männern und Frauen ihres Volkes lediglich fähige Söldner, die für Geld oft bereit waren alles zu tun, doch das waren nur jene, die außerhalb Mandalores lebten, verstoßen oder verarmt. Oft waren es die, die keine andere Wahl hatten. "Du hättest meinen Onkel gemocht." Sagte Riley schmunzelnd. "Ein Mandalorianer wie er im Buche steht. Mit Waffe, Rüstung, Raumschiff. Er verstand sein Handwerk, aber er hat immer gesagt, dass Gewalt nur zur Verteidigung angewendet werden darf. Er war mein Held, als ich noch klein war." An ihn hatte sie viele gute Erinnerungen. Ein blond gelocktes Mädchen, das auf den Schultern eines groß gewachsenen Mannes saß. Ein Kuscheltier, das er ihr geschenkt hatte als sie krank gewesen war. Er hatte neben ihrer Mutter gesessen, als sie in einer Schulaufführung eine Hauptrolle gehabt hatte. Sie hatte ernsthaft gedacht er würde kommen und sie befreien, wenn schon ihr Vater nicht kam, dann er. Aber er war nicht gekommen. Eine Befreiungsaktion war keine Verteidigung. Feigling. "Mir fällt es schwer Pazifismus zu verstehen. Die Galaxis ist kein friedlicher Ort. Selbst auf Naboo muss es Risiken geben - ich habe es selbst erlebt. Die Nacht in der wir uns getroffen haben... hätte ich eine Waffe gehabt, wäre ich nicht so hilflos gewesen und du hättest mir nicht helfen müssen." Matt lächelte Riley in sich hinein. "Andererseits, das wäre auch schade gewesen." Sie hatte diese Ausstrahlung, hatte Aldridge gesagt. Wäre sie sich dieser weniger bewusst gewesen, hätte sie gefragt was er damit meinte. Riley aber war selbstbewusst. Sie wusste um ihren Intellekt und sie wusste um ihre Schönheit. Als Frau außerhalb Mandalores waren das ihre besten Waffen. "Da wo ich her komme lernt jedes Kind zu kämpfen. Väter unterrichten ihre Söhne, Mütter ihre Töchter. Ich weiss wie ein Blaster funktioniert, zumindest in der Theorie. In der Praxis habe ich seit Jahren keinen in der Hand gehalten." Etwas entschuldigend hob Riley die Schultern. "Mir fehlt die Übung. Ich bin sicher ich kann eine gute Bedienungsanleitung ersetzen, aber ob dir das hilft weiss ich nicht." Zarin hielt Waffen von ihr fern. Er besaß mehrere und Riley wusste wo er sie aufbewahrte. Wie bei Aldridges Mutter war der Großteil von ihnen sicher weg geschlossen, doch wenn sie unter Leuten waren trug Zarin immer einen Blaster bei sich. "Ein Mann verlässt sein Haus niemals unbewaffnet." Seine Worte hätten ein mandalorianisches Sprichwort sein können. Abends lag seine Waffe manchmal auf der Nachtkonsole. In den ersten Jahren hatte er das nicht gemacht. Doch was sollte er schon fürchten? Er hatte Riley strengstens verboten seine Waffen auch nur zu berühren und er wusste, dass sie ein schlaues Mädchen war. Was auch immer er bestimmte, sie gehorchte.

- Tatooine - Wüste - Mit Al -
 
Zuletzt bearbeitet:
- Tatooine - Wüste - mit Riley -

Der Gedanken an den Blaster lies Aldridge nicht mehr los. Er lag unter Garantie noch im Safe! Aldridge kannte seinen Vater gut genug um zu wissen das er gar nichts abgeben würde, das ihr gehörte. Er kannte sicher auch den Code um den Safe zu öffnen. Wenn sie jemandem die Kombination verraten hatte, dann ihm. Aldridge würde den Code bekommen.


Ich hätte deinen Onkel gemocht? Bestimmt! Vielleicht hätte er mir Tips geben können wie man es verhindert von einem Mandalorianer der zwei Köpfe kleiner ist als man selbst KO gehauen zu werden.“

Aldridge hatte Riley von dem Kampf erzählt, Momente nachdem sie ihn davor bewahrt hatte sich umzubringen.

Was die Blaster Sache angeht. Nun ich wette du wirst wieder alles wissen wenn du erst einen wieder in der Hand hast. Du bist Mandalorianerin Liebes, du hast das im Blut, das ist in dir.“

Nur noch ein paar Meter bis sie endlich die trockenen Bodenplatten erreichen und nicht mehr im anstrengenden Sand laufen mussten.

Sei froh um dein Erbe! Ich bin ein Naboo! Es ist in meiner DNA Pazifismus als das größte Ziel und Gut zu sehen. Weist du am Ende verstehe ich das Prinzip des Pazifismus auch nicht ganz aber halte es dennoch für erstrebenswert. Es ist nichts falsches daran sich an einem Utopia zu orientieren.“

Sie hatte Zweifel geäußert, berechtigte. Ihm waren schreckliche Dinge passiert auf jenem Planeten der Gewaltlosigkeit eben so sehr wie Alderaan auf seine Flagge geschrieben hatte. Und diese schrecklichen Dinge hatte ihm kein Fremder beigebracht, es war durch einen anderen Naboo passiert der im gleichen Wertesysstem erzogen worden war. NICHTS war im Leben sicher, NIRGENDWO war es im Leben sicher.

Deswegen hab ich irgendwie immer auch ein ganz winziges schlechtes Gewissen wenn ich kämpfe. Nicht um des Kämpfens willen denn in der Regel stehe ich dafür im Boxring. Es macht mir einfach zu viel Spaß.“

Selbst eben in der Wüste...

Vorhin, da habe ich natürlich keinen Spaß verspürt, ganz und gar nicht. Trotzdem...“

Er wusste nicht wie er es elegant ausdrücken konnte, nicht ob es für sie wie Hohn klingen würde.

Ich hab mich ganz und gar lebendig gefühlt.“

Stunden später fühlte Aldridge sich gar nicht mehr lebendig und das trotzdem die beiden Wasserkanister leer waren und nur noch lose um seine Schultern klapperten. Diese Siedlung war tatsächlich eine Stadt, eine die gerade sehr überfüllt war. BB-X hatte Mühe nicht zwischen den Beinen vieler Menschen und Nichtmenschen verloren zu gehen die wie ein Strom an Riley und Al vorbei flossen. Seine Begleiterin wirkte erschöpft, sprach nicht und nahm die Eindrücke einfach auf.

Ich schätze das wir hier in irgend ein Fest gestolpert sind. Leider kann ich die Banner nicht lesen.“

Sie waren überall aufgespannt. Aldridge beschloss sich auf einfachste Weise Informationen zu beschaffen.

Entschuldigen Sie Ma'am?“

Er wand sich an eine Twi'lek die direkt neben ihnen an einer Häuserwand lehnte. Ihre leichte Bekleidung die mehr von ihrer blauen Haut zeigte als bedeckte zollte dem Wetter Tribut.

Ja Darling?“

Sie schenkte ihm ein breites Lächeln, das Aldridge fast nicht registrierte ob der merkwürdigen Ansprache der Dame.

Ähm, ja. Hi. Ich hätte da eine Frage nein eigentlich eher zwei oder drei.“

Okay Darling!“

Ohhhhh es dämmerte ihm. Schnell! Schnell die Frage stellen!

Nun gibt es hier in der Nähe eine Schiffswerkstatt, einen Hangar?“

Das es hier einen Raumhafen gab hatte er schon regisitriert.

Wo gibt es hier Pensionen?“

Er räusperte sich als die Dame auf ihn zu ging und ihre Hände über seine Schultern gleiten lies.

Und was ist hier los? Ich kann die Sprache nicht lesen? Ein Fest?“

Sie standen zum Glück mit dem Rücken zu Riley weswegen sie unmöglich sehen konnte das die Twi'lek ihm etwas in die Hemdtasche steckte.

Ja wenn ihr Süßen der Straße folgt findet ihr diverse Werkstätten und Unterkünfte. Und du hast richtig geraten Liebling! Es findet ihr ein Fest statt. Boonta Eve! Eine Woche voller Vergnügungen und am Ende das große Podrennen. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen.“

Sie machte sich daran zu gehen, nicht ohne ihm ins Ohr zu flüstern.

Wenn du noch Lust hast auf andere Art zu feiern. Mein Name ist Eeela, ich komme gern zu dir wenn du willst...“

Und dann verließ sie den völlig überforderten Aldridge und seine Begleiter. NATÜRLICH! Von allen Leuten hier suchte er sich direkt die Straßendirne aus. Vollidiot. Er traute sich fast nicht sich zu Riley umzudrehen und tat es dennoch.

"Wollen wir?"

- Tatooine - Mos Espa - Straßen - mit Riley -
 
- Tatooine - Mos Espa - Mit Al -

Die Stadt war voller Leute: Menschen, Nichtmenschen. Aliens waren deutlich in der Überzahl. Riley wünschte, Aldridge hätte diesen Blaster, den er besorgen wollte, jetzt schon bei sich. Tatooine war definitiv kein Ort für Pazifisten. Kein Planet der im Hutt-Sektor lag war das. Sie fragte sich, ob sie wirklich jemals wieder eine Waffe in die Hand nehmen würde. So wie Al sagte, würde sie sich sicher ganz schnell wieder an das Gefühl gewöhnen. Aber wollte sie das? Gerade eben erst hatte sie ihm erzählt, wie selbstverständlich es für Mandalorianer war, den Umgang mit Waffen zu erlernen. Es sollte also keine Frage für sie sein die sie sich stellen musste. Und doch... sie war nicht mehr die, die sie mal gewesen war.

“Du hast im Kampf gegen die Vermummten die Oberhand behalten.“

Erinnerte Riley sich selbst, aber auch Aldridge, als sie sich ihren Weg durch die unbekannten Gassen der Wüstenstadt bahnten. Hier und da waren die Wege mit großen Steinplatten gepflastert, stellenweise führten sie auch einfach nur über Sand. Der Begriff „Stadt“ war vermutlich dehnbar. Er bedeutete nicht zwangsläufig Fortschritt.

“Deine Angreifer waren dir zahlenmäßig überlegen. Du hast sie verwundet und in die Flucht geschlagen ohne selbst nennenswerte Verletzungen davon getragen zu haben. Dass dich dieser Erfolg berauscht ist nur natürlich.“

Teilte sie ihm ihre Sicht der Dinge mit. Aldridge hatte gesagt, dass er sich lebendig gefühlt hatte, als er gegen di Fremden in der Wüste in die Flucht gekämpft hatte. Das konnte sie nachvollziehen. Körperliche Überlegenheit demonstrierte Macht und Macht vermittelte ein positives Selbstwertgefühl. Gerade auf Aldridge, der sich selbst so viele Vorwürfe machte, musste ein solch überraschender Umschwung eine besonders intensive Wirkung haben. Trotzdem, es wäre ihr noch immer lieber gewesen, er wäre schon jetzt ordentlich bewaffnet. Wenn er sie beschützen wollte, so wie er gesagt hatte, führte daran kein Weg vorbei. Vielleicht – hoffentlich - war ihm das heutige Erlebnis dabei eine Lehre gewesen. Jeder, der ihnen begegnete, konnte eine potentielle Gefahr sein: der Mann hinter dem Verkaufsstand, der Viehtreiber der mit seinem Nutztier die Kreuzung vor ihnen überquerte, selbst die Bordsteinschwalbe in ihrem Hauch von Nichts, mit der Aldridge jetzt sprach. Es ging um die Stadt, wo sie eine Unterkunft finden konnten, eine Werkstatt. Dass er ausgerechnet eine Prostituierte angesprochen hatte war nicht dumm gewesen. Nicht, dass die Gegend den Eindruck machte besonders viele Touristen anzulocken die sich nicht auskannten, doch bei ihr konnte man sicher davon ausgehen, dass sie über die Stadt und ihre örtlichen Lokalitäten Bescheid wusste. Im Stillen hoffte Riley jedenfalls, dass das der einzige Grund war, warum Al die Twi'lek um Informationen gebeten hatte. Es gab natürlich noch andere mögliche Gründe, sehr wahrscheinliche sogar. Aldridge war ein Mann, das sagte alles. In dem Wunsch, der Situation zu entgehen, drehte sich Riley weg. Sie hörte nur mit einem Ohr worüber die beiden sprachen. Die Straße hinunter befanden sich Unterkünfte und Werkstätten. Rileys Blick glitt über die viele bunten Plakate, relativ altmodisch aufbereitet, anders als die großen elektrischen Reklametafeln die sie auf Taris gesehen hatte. Die Stadt - Mos Espa - lud ein zum diesjährigen bunten Boonta Eve Festival in dessen Rahmen es innerhalb von einer Woche zahlreiche Attraktionen und Veranstaltungen gab, sogar ein Pod-Rennen! Aufgeregt drehte sich Riley wieder zu Aldridge um. Er war der Twi'lek näher als für ein Gespräch nötig gewesen wäre. Natürlich, dachte Riley, er hatte Bedürfnisse und sie witterte ein Geschäft.

"Das Boonta Eve geht noch vier Tage."

Ein Festival. Sie war noch nie auf einem Festival gewesen. Riley konnte ihre Vorfreude nicht verbergen. Sie waren nicht nach Tatooine gekommen um sich zu amüsieren, das wusste sie. Eigentlich hatte sie Kontakte knüpfen und neue Arbeit suchen wollen. Der Planet stand unter der Kontrolle der Hutts und war ein Hafen für alles das nicht ganz legal war - die beste Art also um mit Geschäften Geld zu verdienen. Aber wenn sie schon mal hier waren und das Glück hatten ein Pod-Rennen sehen zu können, wollte sie sich diese Gelegenheit entgehen lassen.

"Es gibt Live-Musik, Schausteller, eine Feuershow..."

Riley schielte auf eines der farbenfrohen Banner.

"Oh, und Ringkämpfe! Das wäre was für dich. Wir müssen nur erfragen wo es Tickets gibt."

Und erst einmal mussten sie sich ausruhen. Das Wichtigste war eine Unterkunft zu finden.

"Hoffentlich sind die Hotels nicht total überfüllt. BB-X? Bleib in der Nähe."

Der Astromech hatte begonnen sich ein Stück zu entfernen, neugierig auf einen anderen Droiden, der an einem Verkaufsstand Erfrischungen aushändigte.

"Ich möchte gerne die Feuershow sehen."

Sagte Riley. Musik drang aus einer Gasse zu ihnen herüber, ein wildes, blechernes Trommeln.

"Und das Rennen. Und Akrobaten!"

Es war so viel los und so laut. Sie wollte alles in sich aufnehmen, alles erleben und nichts verpassen.

- Tatooine - Mos Espa - Mit Al -
 
- Tatooine - Mos Espa - Straßen - mit Riley -

Eeela, keine Person mit der er den kleinen Tod sterben wollte und dennoch diese potentielle Gelegenheit stoberte für einen Moment in seinem Kopf rum um dann Ablehnung zu weichen. Nein, so einer war er nicht.


Moment mal! Heißt dass das du das lesen kannst?“

Das Gefühl der Scham über die Begegnung mit der Hure wich purem ehrlichen Erstaunen. Riley hatte ihm einfach so das Programm dieses Festes, dem Bootha Eve, geliefert. Das sie die Sprache die hier offensichtlich mehrheitlich gesprochen und eben geschrieben wurde beherrschte machte alles so viel besser.

Heisst das das du dass auch sprechen kannst? Was ist das? Huttisch?“

Aldridge klang fast so aufgeregt wie Riley eben, mit dem Unterschied das sein Erstaunen einzig und allein ihrer Person galt. Rileys Freude war ehrlich, das spürte er. Sie hatte sich mit fast unschuldigen Augen umgesehen und empfand ein einfaches Straßenfestival als aufregend. Sie waren hier auf einem nackten Felsen mit Sand gestrandet. Hier war es so aufregend wie der Hintern eines Shaaks. Sie hatte so wenig erleben dürfen. Aldridge beschloss ihr so viel mehr zu zeigen. Er hatte ganz sicher nicht die ganze Galaxie gesehen, aber wunderbare Momente an atemberaubenden Orten, die so schön gewesen waren das es ihm die Tränen in die Augen getrieben hatte. Hier und jetzt spielte sich ein weiterer dieser Momente ab. Doch hier war es nicht der Ort der ihn Ergriffen machte, es war Riley. Sie überstrahlte alles mit ihrer Freude.

Naja wie auch immer. Ich habe genug Geld dabei, wir können uns alles ansehen was du magst. Versprochen.“

Er bedeutete BB-X mit einem Nicken das sie jetzt weitergehen würden. Aldridge positionierte sich ein wenig hinter Riley während sie dem Weg folgten den Eeela vorgeschlagen hatte, nur zur Sicherheit. Er konnte die Taschendiebe fast riechen..Es ging vorbei an kleinen Läden, Cantinas und einem Gebäude das sofort seine Aufmerksamkeit erweckte. Ein riesiger Boxhandschuh prangte auf einem Banner, darunter wieder diese fremden Schriftzeichen. Es musste ein Boxclub sein! Riley hatte ihm erklärt das er köperlich überlegen gewesen war vorhin? In solchen Etablissements zeigte sich ob man es wirklich war. Die edelste Form um seine Kräfte zu messen war das.

Das Ringen können wir uns schenken! DAS ist richtiger Sport!“

Aldridge grinste breit und zog die Schultern hoch. Er war eben ein Fan und das konnte warten. Jetzt galt es ersteinmal eine Pension zu finden, sich dort einzumieten, sich frisch zu machen um dann sofort eine Werkstatt aufzusuchen. Sie mussten schließlich die Orchid reparieren lassen und diese Wesen dort am Schiff würden vielleicht doch noch größeren Schaden anrichten und das musste nicht sein. Aber vorerst waren ein Bett und eine Dusche alles was er wollte und brauchte. Aldridge viel ein Gebäude direkt gegenüber auf, auf dem Schild über der Tür war ein Bett gezeichnet...das musste eine Pension sein. Das Gebäude war klein, aber wirkte zumindest von aussen ordentlich. Der rhodiansiche Mann der vor der Tür Sand von den steinernden Platten fegte festigte den Eindruck noch. Es würde reichen.

Wollen wir da mal schauen ob wir eine Unterkunft finden?“

- Tatooine - Mos Espa - Straßen - mit Riley -
 
- Tatooine - Mos Espa - Mit Al -

Alle Gebäude in der Stadt waren weiss, zum Schutz vor der Hitze, gefertigt aus etwas das so
ähnlich wie Sandstein sein musste. Die meisten Dächer waren rundliche Halbkugeln auf quaderförmigen Grundmauern. Manche Häuser ähnelten auch formlosen Höhlen, mit rotbraunen Türen die in ihre natürlichen Eingänge gepresst zu sein schienen. Die Leute waren gekleidet in gedeckte Farben und grobe, praktische Stoffe. Nichts davon sah so aus wie etwas das man aus dem einfachen Grund trug weil es hübsch war. Riley fiel, in ihrem weissen Kleid mit den Blumenmustern und dem bunten Tuch, das sie um ihren Kopf trug, fast aus der Reihe. Sie sah Leute auf der Erde sitzen, manche im Schatten, manche sogar in der prallen Sonne, die Gefäße vor sich auf den Boden gestellt hatten. Bettler. Mos Espa mochte eine Stadt sein, doch die Lebensumstände der Bevölkerung waren ärmlich.


"Ich spreche Mando'a, Basic, Huttese, High Galactic und Twi'leki."

Riley deutete auf ein in ungeübter Handschrift geschriebenes Schild neben einer Taverne.

"Das ist Huttese. Wer seine Trinkschulden nicht begleichen kann ist aufgefordert seine finanzielle Lage mit dem regionalen Vertreter der huttschen' Clans in Mos Espa erörtern. Ein Crime Lord. Ich nehme an, ihm gehört der Laden."

Solche Vorgehensweisen waren nicht unüblich. Nicht nur, dass Schankräume und Spielcasinos schon von sich aus gute Investitionsquellen waren, sie dienten auch als Fangbecken für gescheiterte Existenzen. Trinker und Spieler neigten zu hohen Verschuldungen und wer verschuldet war geriet schnell in eine oft lebenslange Spirale ver Verpflichtung gegenüber der organisierten Kriminalität. Solchen Individuen war Riley begegnet, armselige Kreaturen die sich nicht scheuten um immer mehr zu bitten und zu betteln. Doch nichts funktionierte ohne Gegenleistung. Ein Geschäft ohne Profit konnte sich niemand leisten. "Ich schreibe keine roten Zahlen. Schwarz. Ich schreibe nur schwarz." Hörte sie Zarin sagen. Er würde dem Mann, der ihm gegenüber saß erklären, dass er bereit war zu helfen, aber Business war Business. Man reichte einem den kleinen Finger und am nächsten Tag würde er wieder kommen und nach der ganzen Hand schnappen. "Ich brauche Garantien." Das war der Trick. Wenn sie verzweifelt genug waren, war es ganz einfach. Dann taten sie fast alles.

Die Unterkunft vor der sie standen sah aus wie ein in einen groß gewachsenen Felsen gehauenes Loch. Die Fenster waren nicht exakt rund. Angeschlagene Lederplanen dienten als Abdeckung und Schutz vor Wetter und Sturm. Vor der Tür stand ein Nichtmensch.


"Das ist kein Hotel."

Stellte Riley fest. Es war eine Herberge, eine bescheidene Unterkunft für Reisende die verzweifelt waren oder nichts anderes kannten. Es war nichts für sie. Aldridge hatte es gerade erst gesagt, er hatte genug Geld dabei.

"Wir können uns Besseres leisten."

Sie sah sich um. Seine Straßenbekanntschaft hatte sie in diese Richtung erwiesen, doch der Weg ging noch weiter und dieses Haus war keinesfalls die einzige temporäre Unterkunft in der Stadt, höchstens die einzige in der noch Betten frei waren, weil niemand freiwillig auf die Idee käme diese zu mieten. Aber wie gesagt, Al hatte Geld und wenn sie ein Hotel gefunden hatten würden sich dort auch zwei Zimmer für sie frei machen lassen.

"Gehen wir weiter."

Riley drehte sich zu Al um.

"Ich habe schon Live-Boxen gesehen."

Sagte sie. Der Sport, obgleich nicht der mit dem er sein Geld verdient hatte, schien eines seiner Allzeit-Lieblingsthemen zu sein.

"Was für eine Art Kampfstil verfolgst du? Ich weiss nicht viel darüber, aber ich weiss, dass Boxen nicht gleich Boxen ist."

Sie erwähnte nicht, dass Zarin es für primitiv hielt. Für Geld zu kämpfen war eine Profession für Leute die es zu nichts anderem gebracht hatten. Er erkannte an, dass es auch solche Leute geben musste, immerhin war auch das eine Form von Unterhaltung. Taktiken waren ihm als Zuschauer jedoch herzlich egal. Er wollte sehen, wer wen besiegte, möglichst spektakulär, möglichst so dass er seine Wette gewann. Auch das war Business. Und Zarin schrieb nur schwarze Zahlen.

- Tatooine - Mos Espa - Mit Al -
 
- Tatooine - Mos Espa - Straßen - mit Riley -

Die Frau hatte Nerven, natürlich konnte man sich besseres leisten aber war das denn nötig? Sie hatten einen Marsch durch die Wüste hinter sich und da musste man doch annehmen das sofortige Ruhe die Top Priorität sein musste. Der Naboo verschwieg seinen Missgefallen und konzentrierte sich lieber auf Rileys Frage und das obwohl alles in ihm einfach nur unter eine herrlich kalte Dusche wollte. Riley wirkte noch immer voller Energie und marschierte vorran. War das dass Mando Blut oder war die Frau einfach nur zielstrebig? Aldridge zog am Seil seines Seesacks und rückte ihn auf seinem Rücken zurecht. Entgegen jedem Drang sie weg zu werfen, lies er auch weiter die Wasserkanstier über seinen Schultern baumeln...nicht das sie die Strecke noch zurück laufen mussten.


Ich bevorzugen das klassische Herren Boxen. Zwei Männer von gleicher Statur, jeder mit den eigenen Vorzügen ausgestattet, ein Ring und vier Fäuste. Das ist pur, das ist Wettkampf, das ist fair.“

Das er Frauen Boxen grauselig fand, verschwieg er. Ihm tat es eben einfach sehr viel mehr als den Damen weh, wenn sie sich ihre hübschen Gesichter ramponierten. Frauen waren so schöne Wesen, ihnen weh zu tun war eine Sünde...auch wenn die Sünderin eben eine andere Frau war.

Kickboxen finde ich schlimm. Auch wenn es für den Sport auch ein festes Regelwerk gibt, Tritte sind meiner Meinung nach einfach nur dafür gedacht um einen anderen Menschen böse zu verletzen.“

Er hatte selbst vorhin getreten, sehr feste...gut möglich dass das Wesen sein Knie nie wieder benutzen konnte. Aldridge hatte Mitleid, trotz allem. Das getrocknete Blut an seinem Ärmel und die blauen Flecken die auf ihn warteten taten dem Gefühl keinen Abriss.

Aber sag mal!“

Aldridge kam zu dem Detail das ihn brennend interessierte. Mit schrellen schritten überholte er BB-X der brav wie ein Haustier hinter Riley her kullerte. Ein wenig Sand wirbelte auf ihre zarten Schuhe als er abrubt neben ihr bremmste.

Hoppla Entschuldigung!“

Er musste schon wieder wie ein merkwürdiges Insekt aussehen, mit seiner dicken Brille auf der Nase und dem schiefen Grinsen auf den Zügen.

Du hast dir Boxkämpfe angesehen? So richtige Profi Kämpfe? Hast du nahe am Geschehen gesessen? Plätze direkt am Ring sind ja eigentlich fast unbezahlbar, zumindest bei Profi Kämpfen.“

Die unangebrachte Euphorie verschwand in ihm, als er sich erinnerte was sie ihm erklärt hatte. Diese Kämpfe hatte sie sicher mit ihm gesehen, jenem Zarin, über den sie ihm nur wenige und dann auch nur kryptische Informationen gegeben hatte. Das hies also sie war nicht die ganze Zeit eingesperrt gewesen, hatte rausgedurft, hatte ein wenig was sehen dürfen. Aldridge hätte diesen sehr warscheinlichen Fakt und ihre hohen Ansprüche, die gerade daran schuld waren dass sie noch immer durch den Sand stapften, gern zu dem Ergebnis kombiniert das die Frau ein gar nicht so mieses Leben gehabt hatte. Er tat es dennoch nicht. Selbst wenn sie einen gewissen Luxus gewohnt war und tolle Events erlebt hatte...auch eine goldene Leine und ein Diamand Halsband waren eben nur eine Leine und ein Halsband an dem man herum geführt werden konnte. Zarin...Aldridge wollte so viel wissen.... er verdrängte das Bild von Riley, die vor ein paar Stunden noch geweint und Angst vor ihm gehabt hatte. Es tat ihm zu weh.

Sie waren mittlerweile an einer Art Marktplatz angekommen, an dem überwiegend Nichtmenschen ihre Waren an mit hellen Stoffen überdachten Ständen anboten. Aldridge zwang sich, nicht wie hypnotisiert auf herrlich aussehende Früchte zu starren. Die menschliche Frau hinter dem kleinen Stand sah nicht so bettelarm und zerlumpt aus wie die armen Bettler denen sie auf der Straße begegnet waren....was wohl daran lag das sie offentsichtlich keine Bettlerin war...mahnte er sein dummes Hirn nachdem es das offensichtliche festgestellt hatte. Die guten Erntekisten und der einigermaßen gutaussehnde Lastengleiter neben dem Stand ließen ihn darauf schließen das sie eine Farmerin war. In diesen Gefilden ging das vermutlich nur mit viel Aufwand...nur auf Feuchtfarmen oder gar in Zuchtzentren konnte man dem praktisch toten Boden hier irgendetwas abringen.

Das du so viele Sprachen kannst beeindruckt mich sehr..“

Bei den Schöpfern, wie oft hatte er jetzt das Wort Beeindruckend in den Mund genommen im bezug auf Riley? Aber wie sollte er es auch anders ausdrücken? Sie WAR beeindruckend....aber jetzt gerade auch ein wenig anstrengend. Er. Wollte. Eine. Dusche.

Ich nehme mal an dass das da auch Huttese ist?“

Er deutete auf ein größeres Gebäude, das die vielen Flachdächer mit seinen vier Etagen überragte. Gut, das Gebäude war aus dem gleichen hellen Stein wie die anderen gefehrtigt aber um hellen Stein führte in dieser Sonne wohl kein Weg vorbei...und der Stein sagt NICHTS über das gut möglich hübsche innere aus.

Was steht da? Das sieht mir nach einem Hotel aus, das wäre doch eine Möglichkeit..!“

Auch wenn so ein Gebäude sicher einem Hutten gehörte...Riley hatte eben noch von dem Schuld an der Bar abgelesen..wie die Dinge hier liefen. Aldridge beschloss so schnell wie möglich von hier weg zu kommen...ohne in irgendwelche Schwierigkeiten zu geraten. Er hatte keine Lust einem dieser Hutt Verbrecher Lords zu begegnen.

Desto schneller wir ein Hotel finden, desto schneller kann ich eine Werkstatt ausmachen, desto schneller kommen wir hier wieder weg...“

Er hatte das Gefühl seinen Wunsch nach Rast noch mit Argmumenten bekräftigen zu müssen. Die zarte kleine Dame neben ihm in ihrem hübchen Kleid und dem Tuch auf dem schönen Kopf hatte die Haltung einer Prinzessin...hier und jetzt...in der glühenden Sonne...auf diesem trockenen Feuerball von Planeten...

- Tatooine - Mos Espa - Straßen - mit Riley -
 
Zurück
Oben