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Tear Cotu

Dieses Thema im Forum "Organisationen und Mitglieder" wurde erstellt von Tear, 21. März 2003.

  1. Tear

    Tear junger Botschafter

    Stammdaten:


    • Name: Tear Cotu
    • Rang: Sith Warrior
    • Alter: 36
    • Größe: 194 cm
    • Lichtschwert: Zwei Blaue
    • Augenfarbe: Blau
    • Geburtsort: Coruscant

    Beschreibung:

    Tear ist ein treues und ergebenes Mitglied der Sith, und das, obwohl er sich schon oft über geltende Verhaltensregeln des Ordens hinweggesetzt hat.
    Seine Kleidung ist meist in Schwarz gehalten, eine schwarze Robe aus feinem Stoff, darunter noch eine lockere Stoffhose und ein T - Shirt. Dazu noch halbhoch geschnittene Stiefel und einen Gürtel: fertig ist der Sith. Tear hat immer wieder Kontakt zu Jedi, wobei er diese Begegnungen meist dazu nutzt, ohne Gewalt einen Vorteil zu erlangen. Trotzdem ist er von der dunklen Seite mit jeder einzelnen Faser seines Körper abhängig. Niemals könnte er ohne sie sein. In letzter Zeit Zeit wird sein Denken auch stark von seinem Sohn geprägt, den er gerne in den Sith Orden holen würde...

    Teilgenommene Missionen:
    • Nal Hutta
    • Chandrila
    • Randalori
    • Lost Brother
    • Back to Randalori
    • Mission "Geheim"
    • DAS und die Eroberung Coruscants
    • II. Xell Games
    • III. Xell Games
    • The Executers Despair
    • Lost Bacta II
    • IV. Xell Games

    Beförderungen am:
    • Dark Jedi: 20.12.2002
    • Sith Warrior: 21.08.2003
    • Sith Inquisitor: 12.12.2005

    Schüler:
    • Kan Darkor [zum Teil ausgebildet]
    • Cordé [zum Teil ausgebildet]
    • Phelia 'skie' D'ragan [zum Teil ausgebildet]
    • Xi'la [Ausgebildet und befördert]
    • Darth 'Daxit' Morious [auf die dunkle Seite geführt]
    • Moira Nook [in Ausbildung]
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Mai 2017
  2. Tear

    Tear junger Botschafter

    Kapitel 1

    ?Ich möchte einen Tie - Defender, Proviant für eine Woche und das vorbereitete Trainingsgerät innerhalb der nächsten halben Stunde im Hangar stehen sehen. Haben sie das verstanden, Captain?? ? ?Jawohl, My?Lord! Ich werde euch nicht enttäuschen.? ? ?Das hoffe ich für Sie, Captain.?

    Stumm drehte sich Tear auf dem Absatz seiner Stiefel herum, und marschierte über die scheppernden Metallgitter unter seinen Füße von der Brücke. Mit jedem Meter den er sich von Artek III entfernt hatte, war seine Laune schlechter geworden. Das einzige was ihn zumindest eingeschränkt aufmunterte war sein Besuch auf Ambria.
    Sicher wandelte er durch die einsamen Gänge, bis er endlich bei seinem Quartier angekommen war. Dort klopfte der große Sith in einem Anfall des Zorns den Knopf zum Öffnen seiner Türe in die Wand. So schaffte er es ganz nebenbei die Steuerung eben dieser zu ruinieren, und sich gleichzeitig darüber zu ärgern, was ihn noch ein wenig missmutiger stimmte. Wütend über diesen Zwischenfall ? den er ja selbst verursacht hatte - schritt Tear über den Samtteppich in seiner Suite hinüber zu seinen Kästen. Einige Roben, verschiedene Waffen und Pillen sowie eine tragbare Workstation verschwanden in der großen Öffnung seiner Reisetasche. Ein penetrantes Piepsen aus einem der Lautsprecher offenbarte Tear das Ende seiner Reise.

    ?Wir sind soeben im Orbit von Ambria angekommen, My?Lord? ? ?Gut. Holen sie mein Gepäck bei meiner Suite ab, und bringen sie es zum Hangar. Ich werde in 10 min dort sein.?

    Achtlos stellte Tear die Tasche mit seinen persönlichen Gegenständen zu der kaputten Türe und machte sich ohne umzublicken auf den Weg zum schiffsinternen Flughafen. Auf den Gängen begegnete ihm niemand. Vielleicht gingen ihm aber auch nur alle aus dem Weg? Kein Wunder, einem schlechtgelaunten Sith würde wohl niemand gerne begegnen.
    Mit mürrischer Miene schritt Tear über den großen leeren Platz im Hangar. Die Tie ? Defender standen alle bis auf den seinen eigenen an ihren Plätzen, und die Corvette hatte der Dark Jedi seinen Freunden zurückgelassen. Eigentlich hatte Tear eine große Abschiedszene erwartet, doch als er am Tie ? Defender ankam und das Gepäck schon eingeladen war, wusste er, dass daran niemand auch nur ein Fünkchen Interesse hatte. Es war sowieso besser gleich zu verschwinden? ein wenig Ruhe konnte er jetzt wirklich gut gebrauchen. Mit einem leisen Surren hob der Defender ab und trug in in die Schwärze des Weltalls hinaus. Zielsicher steuerte er auf die Atmosphäre des Planeten zu.

    Immer näher kam der Wüstenplanet Ambria. Allerdings lag dazwischen noch ein Atmosphäreneintritt, den Tear selbst steuern musste. Die Hitze des Planetens machte den Systemen sicher zu schaffen, und im Ernstfall würde er sich auf sich selbst sicher mehr verlassen können als auf irgendwelche fehleranfällige Technik.
    Die Hitzeabwehrschilder rund um den Tie ? Defender glühten rot, und immer wieder musste Tear die Geschwindigkeit drosseln, um nicht in der Atmosphäre zu verglühen. Nach einer halben Stunde hatte er es jedoch endlich geschafft. In 300 Metern Höhe glitt der Jäger über einen riesigen Kontinent ? den einzigen Kontinent auf Ambria. Soweit das Auge reichte war nur eine Sache zu sehen: Wüste.
    Doch die Wüste war nicht der Ort, an dem der große Sith sich niederlassen würde. Sein eigentliches Ziel lag weit im Landesinneren, es war der See Natth. Dort würde er sich gemütlich zurückziehen, ein wenig trainieren, ausspannen, an den Plänen der Bruderschaft arbeiten und meditieren.

    Desinteressiert überließ Tear dem Auto ? Pilot das Fliegen, und lehnte sich zurück in seinen bequemen Sitz um ein wenig zu schlafen. Das hatte er lange genug nicht getan, und es würde im sicher gut tun. 6 Stunden dauerte der Flug noch an, doch selbst die ruckartige Landung des Tie`s konnte den Dark Jedi nicht aus seinem Tiefschlaf erwecken. Erst in der Dämmerung erwachte Tear wieder. Verschlafen rieb er sich die Augen. Als er sich das letzte Mal umgeblickt hatte, befand er sich inmitten einer weiten Wüste, und nun fand er sich aufeinmal in einerweiten Lichtung am Rande eines großen, wunderschönen Sees wieder. Die ganze Idylle spiegelte sich in Tears Augen wieder?

    Ein markerschütterndes Kreischen hinter ihm riss ihn jedoch jäh aus seinen Gedanken. Was konnte da passiert sein? Er musste unbedingt nachsehen?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Mai 2017
  3. Tear

    Tear junger Botschafter

    Kapitel 2

    Ein unbehagliches Gefühl beschlich Tear als er die Luke seines Defenders öffnete. Auch wenn er es nie zugegeben hätte ? dieser Schrei hatte ihm wirklich das Herz in die Hose rutschen lassen.

    Mit schweißnassen Händen klippte er sein Lichtschwert vom Gürtel. Den Weg aus dem Cockpit hatte er levitierend zurückgelegt, jetzt verließ er sich aber doch lieber auf den normalen Weg. Leise schlich Tear um einen Baum herum, und kontrollierte die Umgebung. Plötzlich, ein Knacken hinter ihm. Ruckartig fuhr der Dark Jedi herum, den Daumen schon auf dem Knopf des LS. Es dauerte seine Zeit bis Tear merkte, dass das Geräusch nur von einem Ast unter seinen Stiefeln stammte. Befriedigt darüber, nichts gefunden zu haben, wollte sich Tear schon von diesem unbehaglichen Ort verabschieden. Doch kaum war der erste Schritt getan, huschte ein schwarzer Schatten an ihm vorbei, und einige Zeit später ertönte wieder dieser Angst einflössende Schrei. Hastig zündete Tear sein Schwert. Das sanfte Rot erhellte die Umgebung, und man konnte zwei leuchtende Augen hinter einem Baum hervorlugen sehen. Unsicher hechtete der Dark Jedi zwei Meter auf den Stamm zu.

    ?Ergib dich!?

    Wieder dieser Schrei. Offensichtlich kam er von diesem seltsamen Wesen. Die ganze Atmosphäre war bedrückend, doch trotz seiner Furcht konnte sich Tear seiner aufkeimenden Neugier nicht erwehren. Er musste jetzt einfach wissen was es mit diesem ?Ding? auf sich hatte.
    Dies in Erfahrung zu bringen, sollte sich jedoch nicht allzu leicht gestalten. Behende sprang dieses Monster über den Waldboden, und beachtete Tear überhaupt nicht. Dieser rannte ein wenig unbeholfen hinter diesem Wesen her, sein Lichtschwert erhoben und schwer atmend. Immer weiter ging diese Verfolgungsjagd, ohne dass sich der Abstand zwischen den beiden geändert hätte. Der Wald wurde immer lichter, je weiter die beiden liefen, bis er irgendwann vollständig endete, und die Grenze zur Wüste überschritten wurde.

    ?Bleib stehen!?

    Nun geschah jedoch etwas, dass Tear zutiefst verwunderte: Urplötzlich brach das Wesen, welches noch kurz zuvor durch die Wälder gesprungen war, zusammen und hinterließ ? nichts. Tear untersuchte die Stelle an der die Verfolgungsjagd geendet hatte immer und immer wieder, doch er fand nichts. Dieses Monster hatte einfach aufgehört zu existieren.

    Beunruhigt und aufgewühlt marschierte Tear wieder zu seinem Tie ? Defender zurück. An weiterschlafen war nun nicht mehr zu denken. Eher überkam ihn wieder dieser Zorn, den er schon auf der Asgard gespürt hatte. Nur noch um einiges intensiver, verstärkt durch die Neugier über dieses Monster. Wie hatte ihm das nur geschehen können? Er hätte stark genug sein müssen, das Wesen zur Strecke zu bringen. Doch was sollte das alles, jetzt war es eh egal. Er war hier um Urlaub zu machen, nicht um sich aufzuregen. Jetzt würde er sich auf alle Fälle erstmal waschen gehen, und sich dann vor seine Workstation setzen und ein wenig arbeiten. Zielsicher, oder doch eher ängstlich schnell?, stapfte Tear zum See hin, und formte aus seinen beiden Händen eine Art Schale, mit der er das kühle Nass schöpfen wollte. Schon freute er sich auf das kühle Nass in seinem Gesicht, als er plötzlich bemerkte: Das Wasser war kohlrabenschwarz. Noch mehrere Male tunkte Tear seine Hände in den See, im Glauben daran schlecht zu sehen, doch das Wasser blieb schwarz. Das ganze wurde immer mysteriöser. Von Panik ergriffen stolperte Tear zurück zu seinem Zelt. Noch nie hatte er solche Angst verspürt, selbst in Askali nicht. Die Dinge unterscheideten sich nämlich in einem wichtigen Punkt: In der Höllendimension wusste Tear fast immer mit wem oder was er es zu tun hatte. Doch diese schreckliche Ungewissheit... vielleicht war er nur noch nicht ausgeschlafen. Immer noch aufgeregt legte sich Tear zu Bett, und schlief ein.

    Es war kein ruhiger Schlaf. Der große Sith wurde von Albträumen geplagt, warf sich wild hin und her, Angstschweiß stand ihm auf der Stirn. Er erwachte früh morgens, gespannt darauf zu überprüfen ob er diese Dinge wirklich gesehen hatte, oder es doch alles nur ein Traum gewesen war. Gähnend stieg Tear aus seinem Zelt?
     
  4. Tear

    Tear junger Botschafter

    ? und betrachtete den himmelblauen See. Anscheinend hatte er das alles doch nur geträumt. Kein Wunder, schließlich hatte er ja seit einigen Tagen keinen Schlaf mehr bekommen. Da konnte so etwas schon mal passieren.
    Immer noch ein wenig schlaftrunken machte sich Tear daran sein Frühstück auszupacken und zu verspeisen. Ein kleines Kochgerät kochte ihm ein Spiegelei mit Speck, und aus der Kühltruhe seines Tie`s holte sich der Dark Jedi ein wenig Butter. Genussvoll schmatzte er, die Ruhe und Einsamkeit die ihn umgab genießend, und achtete allgemein wenig auf seine Manieren. Es war ja sowieso niemand da der ihn hören konnte. Hier konnte er sich wieder einmal so richtig gehen lassen, herauskommen aus seinem Käfig der Verpflichtungen und Aufgaben denen er im Orden nachgehen musste.

    Ohne sich gewaschen zu haben, entledigte er sich seiner Robe und seines Oberteils, packte sein Schwert und sprang auf einen der Felsen die aus dem Wasser ragten. Eine zeitlang ließ er seinen Blick schweifen, bis er einen geeigneten Platz zum Trainieren gefunden hatte. Vielleicht 100 m weiter den See entlang gab es eine große Lichtung, in welcher nur einige Felsen standen. Dort konnte er sich wirklich so richtig austoben.

    Locker spurtete Tear zu der Lichtung, auch wenn ihm seine ernste Miene weiterhin ins Gesicht geschrieben stand. Doch jetzt hatte er vorerst einmal ein anderes Problem: Was sollte er denn überhaupt trainieren? Der Dark Jedi musste selbst ein wenig Grinsen, schließlich war ihm so was noch nie passiert. Wie bestellt und nicht abgeholt stand er inmitten des Waldes und grübelte über seine Möglichkeiten? ja, wie wäre es denn wenn er wieder mal die Schwertform von früher üben würde! Die hatte ihm damals, vor allem am Anfang seiner Ausbildung, immer neue Kraft und Inspiration gegeben. Konzentriert stellte sich Tear irgendwo in die Mitte der Lichtung, darauf bedacht immer im 7 ? Sekunden ? Takt in den Bauch zu atmen. Der Bauch ist das Zentrum des Körpers, das musste er sich immer wieder vor Augen führen.

    Kraftvoll schlug durchschlug das Schwert die Spitze eines Steines, der zufälligerweise seiner Bewegung entgegenkam. Sowieso hatte Tear nicht genügend Platz um die Form auszuführen, die vielen Felsbrocken versperrten ihm den Weg. Er versuchte sie zu ignorieren, was auch wunderbar funktionierte. Seine Bewegungen führte er aus, als wäre nichts vorhanden was ihn behinderte. Immer wieder hörte man dabei das Knacken und Knarren der Felsen, die unter seinem Schwert zerbarsten und unter seinen Tritten weggeschleudert wurden.
     
  5. Tear

    Tear junger Botschafter

    Verschwitzt und keuchend stand Tear nun wieder inmitten der Lichtung. Seine Form hatte er schon längst beendet, und auch die Übungen von Akrobatik und Schwerttechnik hatte er hinter sich. Nach diesen - für Tear persönlich - langweiligen Themen konnte er sich nun endlich etwas widmen, dass er selbst prägen wollte: Energiearbeit.
    Ein jeder Meister brachte seinem Schüler bei, die Verbindung zur Macht sei das bedeutendste. Doch das war in dieser Form nicht richtig: Die Machtnutzung wurde durch den Menschen selbst begrenzt, er war der zu kleine Flaschenhals in dieser Symbiose. Durch Energiearbeit - so dachte Tear - könnte man jedoch das eigene Machtpotential dauerhaft erhöhen und die gleichzeitig die Leistungsgrenze höher schieben.

    Vorsichtig legte Tear sein Schwert auf einen der Felsbrocken. Er suchte sich einen Ort in der Lichtung, der vollständig frei war und ihm alle Bewegungen erlaubte. Ohne zu wackeln hob er ein bein an, und schob die recht Hand vor seine Brust. Hart atmete er ein und aus, wollte schon loschlagen ... als eine kühle Brise ihm eine Gänsehaut über den Körper jagte, und er ein leises wispern um sich vernahm.

    Etwas Neues in dir ist,
    obwohl schon immer hier,
    er ist es was du bist,
    wirst es nicht glauben können, Tear.

    Prüfend hob Tear die Augenbrauen. Halluzinierte er etwa? Nein, mit ihm war alles OK, ihm ging es gut. Aber wer konnte denn hier sonst noch sein?
    Und woher kannte dieser - oder dieses - seinen Namen?
    Der Dark Jedi durchspürte die gesamte Umgebung - doch fand er nichts. Aufeinmal kamen ihm auch wieder die Erinnerungen in den Sinn, die er schon vollkommen verdrängt hatte. Dieses Monster, welches er verfolgt hatte, das dann spurlos verschwand, einfach aufhörte zu existieren. Das schwarze Wasser aus dem See ... und dazu kam jetzt auch noch diese Stimme. An diesem Ort gingen verdammt komische Dinge vor, dessen war sich Tear mittlerweile sicher... Doch was konnte es sein?
    Er wusste es nicht, aber eins stand fest: Er würde es herausfinden.
     
  6. Tear

    Tear junger Botschafter

    Leicht paralysiert stapfte Tear zu seinem Lager zurück. Es war mittlerweile später am Nachmittag, für heute hatte er sowieso genug trainiert. Noch bevor er irgendetwas anderes tat, ließ er sich im Schneidersitz vor seinem Tie nieder und meditierte. Die Erinnerungen an die vorige Nacht waren wieder aufgefrischt, und die Stimmen... das musste er jetzt alles erstmal verarbeiten.
    Doch der Himmel meinte es heute nicht gut mit ihm. Dunkle Gewitterwolken zogen auf, aus unerklärlichen Gründen. Tears Informationen nach hatte es zwar seit mehr als 300 Jahren am See Navath nicht mehr geregnet - lag er doch auch mitten in der Wüste - aber seit er dort war, wusste er sowieso nicht mehr was möglich war und was nicht. Doch daran dachte der große Sith im Moment überhaupt nicht. Er musste seine Meditation unterbrechen, und danach wollte es nicht mehr so recht klappen, sich auf etwas bestimmtes zu konzentrieren. Arbeiten konnte er auch nicht mehr... es war wohl wirklich das beste wenn er schlafen ging.
     
  7. Tear

    Tear junger Botschafter

    Kapitel 3

    Schweißperlen standen auf Tears Stirn. Diese Nacht war noch schlimmer als die letzte, immer wieder wurde er von ein und demselben Albtraum gepeinigt.

    Hart hallten die Schritte von schweren Stiefeln in einer dunklen Halle zurück. Das einzige Licht kam von vielen, vielen Fackeln an den Wänden. Obwohl es nur ein Traum war, konnte Tear ganz klar den modrigen Geruch wahrnehmen, der ihm unaufhörlich in die Nase drang. Er selbst sah sich nicht... nur eine große, verhüllte Gestalt, welche schweren Schrittes eine Gang entlangwandelte.
    Der Weg drehte sich, und aus dem Dunkeln tauchte ein Tor vor dem großen Unbekannten auf. Wie von Geisterhand öffneten sich die Flügel, und zum Vorschein kam eine mittelgroße Halle, erleuchtet von noch mehr Fackeln. Die Schritte des Kapuzenmannes verlangsamten sich. Der Blick drehte sich, und es waren nun 3 weitere, kleine Türen zu erkennen, die allesamt in die Mitte des Raumes gerichtet waren - dorthin wo die schwarzgekleidete Gestalt stand. Mit einem lauten Kracher öffneten sich die Tore synchron. Heraus schritten weitere dunkle Gestalten, die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Sowieso erinnerte der Aufzug sehr an eine Versammlung der Sith. Doch was nun kam, erschrak Tear dermaßen, dass sich ihm fast der Magen umgedreht hätte. Unter einer der Kapuzen blitze ein Augenpaar hervor, dass er nur allzu gut kannte: Mizuno. Was machte sie denn hier? Interessiert blickte Tear nun auch unter die anderen Kutten. Immer weiter öffneten sich seine Pupillen, als er nacheinander Lilar, Aramân, Gaya, Lucy und Cordè hereinkommen sah. Den Blick gesenkt stellten sich alle in einer dreiteiligen Formation rund um den geheimnisvollen Kuttenträger auf. Zusammen bildeten sie eine Art Dreieck rund um ihn.
    Einige Sekunden lang herrschte eine bedrückende Stille im Raum, die selbst den - anscheinend ziemlich mächtigen - Kapuzenträger in der Mitte des Saales schwächen zu schien...
     
  8. Tear

    Tear junger Botschafter

    Doch wie gesagt, nur einige Sekunden lang. Ein leises Säuseln ertönte, und der große Kapuzenträger rief: "Holt ihn!" Wen konnte er gemeint haben? Es sollte nicht lange verborgen bleiben, denn sekunden darauf kamen mehrere Wärter mit Rüstung in den Saal. Erbarmngslos trieben sie einen weiteren Mann herein, den Tear jedoch noch nicht identifizieren konnte. Leicht keuchend - wahrscheinlich von den Torturen hervorgerufen - trat der "Neue" nun in die Mitte der Sith - Formation. Irgendetwas großes schien anzustehen... denn von den beiden die sich in der Mitte befanden, ging eine Aura aus die sehr stark war, und unheimlich real wirkte. Mit schweißnassen Händen trat der große Mann auf den Hinzugekommen zu - und schlug ihm die Kapuze zurück. Vor lauter Schreck traten Tear noch einige weitere Schweißperlen auf die Stirn. Darth Arthious! Der Imperator - gefangen!
    Aber wer konnte dann dieser große Mann in der Mitte sein? Die Sehnen gespannt, die Arme nervig vibrierend, packte er ein Schwert, welches ihm von der Seite gereicht wurde. In der Rechten hielt er die Waffe, streckte sie weit weg von seinem Körper, gerade von sich weg zur rechten Seite. Ein lauter Schnaufer, ein Zischen in der Luft, und das Schwert war auf Arthious niedergesaust, hatte ihm in Anwesenheit des gesamten Sith Ordens den Garaus gemacht...

    "AH!" Mit einem erstickten Schrei setzte sich Tear in seinem Bett auf. Es war schon morgens, und eine schreckliche Angst quälte ihn. Die Angst war das schlimmste, schlimmer noch als jegliche Folge, denn dieses Warten auf ein Ereignis zerfraß einen innerlich. Mit zitterenden Hände legte Tear seine Kleidung ab. Immer wieder kamen ihm diese Bilder in den Sinn, die Bilder aus seinen Träumen, von denen er nicht sagen konnte ob es nicht schon eine Vision gewesen war, so real kamen sie ihm vor. Den Rest des Tages verbrachte Tear ruhig, in einer Meditation versunken und sich gegen die tiefschürfenden Hassgefühle wehrend, die in ihm aufkeimten. Hinterlist, Betrug und Machtgier, alles Gefühle die den Dark Jedi vorher nie geplagt hatten. Die Sonne stand schon tief, als Tear nach Stunden völliger Verbundenheit mit sich selbst eine Vision kam. Und diesmal eine wirkliche, bestimmt kein Traum. Er sah ein Schwert, welches sich in dem Trüben Wasser eines Moores spiegelte. Wie ein Kameraschwenk drehte sich sein Blick, und er sah .. er sah einen Tie. Seinen Tie! Der Ort musste ganz in der Nähe sein...

    Plötzlich hellwach sprang Tear auf, und rannte zu seinem Jäger. Weithin hörte man das quitschen unter seinen Schuhen, als er den feuchten Moor betrat, den er zuvor in seinem Geiste gesehen hatte. Schon war er bis zum Knöchel eingesunken, als er hinter wehenden Farnen und einigen Sträuchern etwas aufblitzen sah. Das musste es sein! Mit einem gewaltigen Sprung aus dem Stand hüpfte er zu dem Ort an dem er die Waffe vermutete. Er hatte recht gehabt, er sah das Schwert, wie es bis zum Schaft im feuchten Moor steckte. Neugierig zog er es aus dem boden., und erschrak dermaßen, dass er einige Schritte zurückwich. Er sah, er sah das Schwert aus seiner Vision, hier vor sich, bei ihm. Was konnte das nur bedeuten?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Mai 2017
  9. Tear

    Tear junger Botschafter

    Kapitel 4

    Tear hatte sich nicht mehr von seinem Lager wegbewegt, seit er das komische Schwert in dem Sumpf entdeckt hatte. Er wusste nicht warum er es mitgenommen hatte, aber es steckte immer noch an derselben Stelle in der Erde, an die er es gebracht hatte. Der große Sith fasste es nicht an, weil, er gestand es sich selbst nicht ein, er Angst vor diesem Schwert hatte.

    Der Dark Jedi verbrachte seine Zeit damit, über die Macht zu philosophieren, Pläne für die Zukunft zu schmieden, und über sich selbst und seine Freunde nachzudenken. Tear war es nicht gewohnt so viel Ruhe und Zeit für soetwas zu besitzen, weshalb er auch ganz unbemerkt in seinen Gedanken versank.

    Noch ein Tag Urlaub...
     
  10. Tear

    Tear junger Botschafter

    Seine Laune war weiterhin schlecht. Und dunkel. Und bösartig. Der Dark Jedi konnte sich dieser Gefühle nicht erwehren. Es war Mittag, und trotz der Bäume, die sehr viel Schatten spendeten, war es sehr heiß.
    Es war ja auch ein Wüstenplanet.
    Tear befand auch die Luft als zu warm für eine Trainingseinheit, sie war einfach zu schwül für seinen Geschmack. Müde lehnte sich Tear an einen Baum, und sackte an ihm hinunter zur Erde. Doch er konnte sich einfach nicht entspannen... er wollte doch nur ein wenig Ruhe haben. Innere Ruhe.

    Die bekam er nicht. Er wusste auch nicht wieso, aber aufeinmal kam eine Gruppe von 20 Personen in den Wald, und einer - wahrscheinlich der Reiseleiter - begann laut die Geschichte dieser Oase zu erklären. Konnte das denn sein? Auf Ambria!

    Nun konnte Tear einfach nicht mehr. Sein Züge verhärteten sich, Der kleine Riese erhob sich und war kaum zu halten. Aufgebracht marschierte er auf die Gruppe zu.

    "Äh.. was machen sie denn hier?"

    Der Reiseleiter bekam keine Antwort. Selbst wenn, hätte er sie nicht mehr gehört, denn eine von Tears Energiekugeln traf ihn und warf ihn gegen den nächsten Baum. Wild keuchend - nicht vor Anstrengung, sondern vor Hass - wandte er sich den erschrockenen Reisenden zu.

    "Bitte... NEEEEIN!"

    Zu spät. Schon schlängelten sich Blitze um zwei der restlichen 19 Personen, warf sie zu Boden, qälte sie. Keiner der anderen lief davon. Wie gelähmt starrten sie auf die beiden Menschen, auf die beiden Leichen. Es dämmerte.. obwohl es doch gerade noch Mittag gewesen war.
    Einen um den anderen tötete Tear, ohne Gefühle, nur mit hasserfülltem Blick. Weitere Blitze zuckten, einige Energiekugeln brachen den Menschen die Häupter vom Körper. Feuerbälle ließen die vor Angst zitternden Menschen in Flammen aufgehen.
     
  11. Tear

    Tear junger Botschafter

    Ein irres Lachen war zu hören. Diese Lachen... es musste in den Köpfen der Opfer wiederhallen, bis ihnen die Schädelzersprangen. Es war eine furchtbare Szene. Wie ein wildes Tier wütete der Dark Jedi unter diesen Unschuldigen, tötete sie grundlos, schlachtete sie einfach ab.Warum, wusste er nicht einmal selbst. War es überhaupt Tear, der das tat? Oder war es dieses unbändige Gefühl, das von ihm Besitz ergriffen hatte?
    Knirrks. Ein Genick brach. Der letzte. Jetzt waren alle tot, und eine unheimliche Leere entstand. Eine Stille, die Tear fast erdrückte. Aber das spürte er kaum, zufrieden betrachtete er sein Werk. Für einen kurzen Augenblick lang fand er es gut, das Böse das er eben getan hatte. Fand es gut, die Morde die er begangen hatte. Fand all den Schmerz, den seine Opfer hatten gut.Fand seinen eigenen Schmerz gut, labte sich an ihm. Dann die Zweifel. Was hatte er nur getan? Fassungslos sah er sich um, erschrak vor sich selbst - und hasste sich dafür. Er versuchte fortzulaufen, rannte zurück zu seinem Tie, bekam weiche Knie, fiel hin. Was sollte er nur tun? Er hatte sie
    getötet, grundlos, sinnlos. Das konnte er nie wieder rückgangig machen, was geschehen war war geschehen. Er hatte es gut gefunden, freute sich sogar darüber. Damit musste er ab jetzt leben. Hoffentlich würde es niemand erfahren... er würde eine Lüge leben. Sein Leben war zerstört... aber warum eigentlich? Es waren doch nur ein paar Menschen, da war doch sein Leben nicht zerstört. Was ist überhaupt geschehen, fragte er sich. Ist überhaupt etwas geschehen? Wie konnte er sich das nur fragen, er hatte grundlos gemordet. War das überhaupt er gewesen? War das alles überhaupt geschehen?
    Tear wollte nur noch weg, weg aus dieser Welt. Aber er konnte nicht, er war zu schwach, fühlte sich hilflos und ziellos...Dann schlief er ein, in einem See von Tränen.

    Kapitel 5

    "Ah...". Tear hatte schlecht geschlafen, verdammt schlecht. Wahrscheinlich war es dieser Traum gewesen, dieser schreckliche. Verschlafen wischte sich Tear den Matsch aus dem Gesicht, in dem er diese Nacht verbracht hatte. Warum lag er denn überhaupt hier? Immer noch schlaftrunken rieb sich Tear die Augen und fuhr sich durch die Haare... an irgendetwas musste er sich doch erinnern! Das tat er dann auch.. und er wünschte sich, sich diese Erinnerung nie gewünscht zu haben. Die ganze Verzweiflung
    des vergangenen Tages brach wieder über ihn herein, der Schmerz, das Leid, die Opfer.
     
  12. Tear

    Tear junger Botschafter

    Gedanken und Zitate


    "Anfangs hatte er sich in kleinen Tieren verkriechen müssen. Aber später war es ihm gelungen auch Menschen zu kontrollieren. Mächtige Menschen. Tear...Exodus."​

    Erebious


    "Exodus runzelte die Stirn und unwillkürlich ging ihm durch den Kopf "Sieh was der Neid aus dir gemacht hat, Tear." Ein Straßendieb... Wenn er der Straßendieb war, dann war Tear doch bloß derjenige, der sich von einem solchen Dieb aufs Kreuz legen lassen würde.."​

    Exodus


    "Stell dir vor du wärst ein einfacher Händler - würdest du das im Nachhinein sein wollen? Überlege was du dann alles nicht gehabt hättest. Du wärst nur ein Spielstein auf dem Spielbrett vieler anderen - wenn du es überhaupt zum Spielstein geschafft hättest!"​

    Aramân


    Ich vertraue dir, Tear. Die Nachricht deines Todes hat mich sehr erschüttert. Ich möchte nicht das du nocheinmal stirbst.​

    Mizuno
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. August 2006

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