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Warum keine Terrororganisation in Tibet?

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Astral ¯||¯, 30. Dezember 2002.

  1. Astral ¯||¯

    Astral ¯||¯ Sternenkrieger

    Ich hab mal so ein bisschen über Terrororganisationen/Freiheitskämpfer (je nachdem) nachgedacht. IRA, ETA, Palästinensische Gruppen, vor ein paar Jahren mal korsische Organisationen, Rebellen in Tschetschenien, Al Qaida weltweit, etc. kämpfen für ein eigenes Land oder anderweitige Unabhängigkeit. Oft zurecht, weil die Landesregierung das Land vielleicht einfach annektiert hat, oder sie früher mal selber entscheiden konnten und frei waren oder sonst aus einem Grund. Jetzt habe ich mich gefragt warum es in Tibet keine solche Terrororganisation (wir Tibet wohlgesinnten Westler würden hier eben eher Freiheitskämpfer sagen) gibt? Die Chinesen haben das Land ja wirklich einfach geschluckt, was mehr als 1000 Tote forderte. Tibet ist immer noch geknechtet. Logischerweise müsste doch da mal ein bewaffneter Widerstand entstehen. DAs gibt es mittlerweile recht schnell. Sogar in der friedlichen Schweiz gab es mal Terroristen (Jura-Seperatisten liessen vor 40 Jahren in Bern ein paar Bomben hochgehen)! Oder ist das der Buddhismus, der den Leuten verbietet sich zu wehren? Die Buddhisten sind ja ganz friedlich. Also mich würde das anscheissen als Tibeter.
    Wie seht ihr das so?
     
  2. Riker

    Riker Die einzig wahre Nr.1 Premium

    Die Tibeter lehnen Gewalt zur Konfliktlösung ab..
    noch nie "Sieben Jahre in Tibet" oder "Kundun" gesehen?



    greetz
    Riker
     
  3. Toby

    Toby junger Botschafter

    Ich glaube nicht, das die Tibeter je eine Waffe in die Hand nehmen würden. Die sind einfach zu gütmütug...
     
  4. Sam Fisher

    Sam Fisher Elitekämpfer

    Genau das ist ihr Problem. Ich würde mir das nicht einfach so gefallen lassen (die Chinesen wollen ja auch die Tibetische Kultur ausrotten:angry ), aber sie sind halt so friedlich...
     
  5. Tear

    Tear loyaler Abgesandter

    Der Dalai Lama ist doch das politische als auch religiöse Oberhaupt der Tibeter..

    Ich glaube nicht, dass es eine Problem wäre, eine kleine Armee aufzustellen oder irgendwie die Rückgabe Tibets zu erzwingen. Aber ob es eine politisch geschickte Lösung wäre?

    Viele Grüße

    Walter
     
  6. Aouni Meluka

    Aouni Meluka TK-0783

    Ich würd es mir auch nicht gefallen lassen. Aber ich bewunder die Tibeter dafür. Ich hab mal ne Reportage über tibetische Flüchtlingskinder gesehen. Der Reporter fragte sie, ob sie die Chinesen nicht hassen würden, und der kleine tibetische Junge antwortete, wenn er sie hassen würde würd er genau wie die Chinesen sein.
     
  7. Syal

    Syal Panda, Meerschweinchen, Delfin, Zwergotter- und na

    Ne einfache Antwort: Sie sind zufriedlich.

    Die Tibeter, sind einige der wenigen, die friedlich für die Freiheit ihres Volkes kämpfen.

    Hier ein Beispiel: In Lahsa gibt es einen Mönchsorden, der auch versucht für die Freiheit zu kämpfen. Sie machen es allerdings nicht so wie soviele andere, mit Gewalt, nein, sie verteilen Flugzettel von den Dächern hinunter.

    Auch der Dalai Lahma versucht friedlich zu kämpfen. Er besucht Länder, um seine Botschaft rüberzubringen, und der politische Druck auf China wächst immer mehr.

    Leute auf der ganzen Welt schicken Briefe usw. um die Besetzung zu beenden, und um den Volk zu helfen. Leider ist bis jetzt nicht viel passiert, nur das einige Mönche und Nonnen die in Gefangenschaft waren freigelassen worden sind.

    Meiner Meinung nach hat der Dalai Lahma den Friedensnobelpreis verdient.
     
  8. Astral ¯||¯

    Astral ¯||¯ Sternenkrieger

    Natürlich. Da ist mir auch die Frage aufgekommen. Zwei sehr gute Filme.

    Die Tibeter kämpfen nicht friedlich für ihr Land, sie kämpfen überhaupt nicht! Wenn sie wenigstens gewaltlosen Widerstand machen würden, wie Ghandi oder die Schwarzen in den USA. Aber nein, nicht mal das. Sie lassen sich weiter in den Arsch treten. Was nützt es ihnen? Man kann einen bewaffneten Widerstand sehr human führen. Sie müssen ja nicht Selbstmordattentäter nach Peking schicken. Da und dort eine Militärbasis sprengen. China würde dann vielleicht mit Terror antworten, was sie aber nur mehr in die internationale Kritik rücken würde. Jetzt wo sie den Anschluss an die internationale Gemeinschaft gefundenk, können sie das nicht brauchen. Vielleicht würde es aber der Weltgemeinschaft auch am Arsch vorbeigehen. So wie der Konflikt in Nepal, z.B. Aber Flugblätter verteilen, nützt einen Scheiss. Sie sind ja wirklich im voll und ganz im Recht, wenn sie anfangen zu kämpfen. Sie könnten ja eben auch die Taktik von Ghandi anwenden. Wenn alle zusammen das durchziehen ist Peking am Arsch!

    Und der Dalai Lama. Pff. Der hockt in seinem Exil, lässt sichs gutgehen, geht ein bisschen an Tagungen, verdient sich sicher recht viel Geld. Der Dalai Lama engagiert sich einen Scheiss für sein Land. Was wollen die denn? Warten bis das Regime in Peking zusammenbricht? Das tut es noch lange nicht. Mit den Reformen haben sie sich die Stabilität gesichert. Da gibt es kein 1989.
     
  9. Tear

    Tear loyaler Abgesandter

    Du unterschätzt das ganze hier Astral. China war auch nicht am Arsch nach dem Vorfall auf dem Platz des himmlischen Friedens. Oder Österreich nach der widerrechtlichen aneignung Bosnien - Herzegowinas. Oder Nordkorea jetzt mit den Atomwaffen. Oder die USA die das Kyoto Protokoll nicht einhalten. Oder Rußland das 139 Menschen - auf welche art auch immer - in diesem Theater getötet hat.

    Soetwas kannst du nur mit schwachen ländern machen. Das in Indien mit Ghandi war eine andere Geschichte...
    Ich habs zuvor schon angedeutet: Sollte Tibet Widerstand mit Waffengewalt machen, dann würde das die Lage nur verschlechtern. Der Dalai Lama weiß was er tut... er hat nicht umsonst diesen Posten inne. Und ich denke dass der Friedensnobelpreis nicht genug ehrung für einen solchen mann ist, der eine der "besten" Religionen der Erde führt....

    Viele grüße

    Walter
     
  10. menith

    menith Botschaftsadjutant

    [Falls Überschneidungen mit tears Beitrag auftreten, liegt das an der benötigten Herstellungszeit!]
    Der Dalai Lama engegiert sich friedlich soweit es geht. Das heißt, dass er nur außerhalb um Hilfe bitten kann. Eine Aktion wie der Salzmarsch in Indien hätte dort keinen Zweck. Die Tibeter haben zu wenig Leute, ganz im Gegensatz zu den Chinesen. Ich darf auch daran erinnern, dass letztere in keinster Weise vor horrender Gewaltanwendung zurückschrecken. Beispiel sei hier der Studentenaufstand in China, der sein blutiges ende in einem gewaltigen Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens (!!) fand. 3000 Tote. Die restliche Welt war bestürzt. Mehr nicht. Die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu China wollte man (und will man auch heute) nicht gefährden. Denn China mausert sich langsam zum Marktwirtschaftlichen System; diese Entwicklung will man keinesfalls unterbinden! Ganz zu schweigen von der militärischen Macht, die ein Land mit Atomwaffen und einer Milliarde Einwohner darstellt. Von solchen Zahlen und der Skrupellosigkeit der Herrscher machen wir uns hierzulande gar keine Vorstellung. Zu Kaiserzeiten hat es in China einen Aufstand gegeben, der DREIßIGMILLIONEN Tote forderte. Das ist noch nicht soo lange her und auch heute nicht so unrealistisch, wie man denken mag. KLar 30000000 wären's nicht, aber vor der Bevölkerung (oder zumindest einem ausreichned großen Teil, um sie zum Aufgeben zu zwingen) von Tibet würde man kaum zurückschrecken.

    Die Al Kaida ist übrigens keine politisch-terroristische Gruppe, sondern eine religiös-fanatische. In diesem Fall uneingeschränkt, weil in z.b. Afghanistan schon solch Radikale an der Macht waren, als der Terror richtig begann. Die PLO ist, obwohl es durch die Tempel vs. Moschee - Geschichte manchmal so aussieht, kein religiöses Terrornetzwerk. Obwohl viele Anhänger ihre Motivation natürlich daher beziehen. Nicht aber die Drahtzieher, denen es um Boden geht.
     
  11. Astral ¯||¯

    Astral ¯||¯ Sternenkrieger

    Natürlich ist das nicht so einfach. Die Chinesen sind Gangster. Schleimige Gangster. Habe ich heute gerade wieder gedacht, als ich sie heute im TV wieder gesehen habe beim Gespräch mit Schröder. Wie Hu so harmlos vorsichhingrinst und sagt der Reportagenkommentator, dass er in Tibet Mönche brutal hinrichten liess.
    Wahrscheinlich würde ein Widerstand wirklich nichts nützen. Aber ist Nichtstun besser? Ich weiss es nichts, aber wenn ich ein Tibeter wäre, würde ich mich nicht tagtäglich in den Arsch treten lassen. Sie wären allein, ganz klar. Die restliche Welt tut nur was, wenn es ihnen selber was nützt. Warum sind die Chinesen eigentlich in Tibet einmarschiert? Hat ja keine Bodenschätze dort. Nur um die tibetische Religion zu zerstören? Dann könnten sie auch in der Mongolei einmarschieren, oder sich ein bisschen im Süden ausweiten.
    Weiss ich schon.
     
  12. Syal

    Syal Panda, Meerschweinchen, Delfin, Zwergotter- und na

    SAG MAL GEHTS DIR NOCH GUT?!?!?!?!?!

    Wie die anderen schon so treffen gesagt haben, er weiß, das ein Wiederstand mit Waffen alles nur noch schlimmer machen würde.
    Außerdem, du gehst hier gerade von einem Westeuropäer aus. Hierbei handelt es sich um einen BUDDHISTEN!!!!!!!! Die haben eine andere Mentalität, denen geht es nicht nur um das Geld!


    Ich glaube es haben schon die anderen gesagt: Man kann das nicht vergleichen.
    Bei Ghandi ging es darum, die britische Kolonialtherrschaft zu beenden, und dafür hat er als erstes gewaltlosen Wiederstand gemacht. Und das hat bei den britten funktioniert, weil es ihnen NICHT egal war, was mit der indischen Bevölkerung war. Den Chinesen ist es EGAL was mit der tibetischen Bevölkerung ist, das merkt man schon daran, das sie die Bevölkerung töten und einsperren.

    Ne ernst gemeinte Bitte: Hör auf von Dingen zu reden, beidenen du dich nur halb auskennst. Oder frag nach, um die Hintergründe zu erfahren, bevor du hier Leute beleidigst, die wirklich großartiges vollbracht haben.

    EDIT:
    Noch ne Antwort auf den letzten Post:
    Sag mal, hast du den keine Ahnung? Tibet ist verdammt reich an Bodenschätzen, nur nützen es die Tibeter nicht, weil sie die nicht brauchen!!!!
    Und wie ich schon vorhin gesagt habe: Die Tibeter sind das friedlichste Volk das ich kenne. Ich dachte du hast 7 Jahre Tibet und Kundün gesehen? Darin ist das alles beschrieben!
    Und wie schon gesagt: wenn die denen mal defitg hintenreintretten würden, würden sie doch alles noch schlimmer machen!!!!
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2002
  13. Tear

    Tear loyaler Abgesandter

    Das ist hier ne Plage Enkelin, die durch das ganze Forum geistert....

    Ich denke es ist alles gesagt... :D

    viele Grüße

    Walter

    PS: Ich liebe Alysson Hannigan!
     
  14. Syal

    Syal Panda, Meerschweinchen, Delfin, Zwergotter- und na

    Plage? Ich sag nur meine Meinung :D und das tue ich immer, ich nehme mir kein Blatt vor den Mund ^^

    PS ich mag sie auch ^^
     
  15. Tear

    Tear loyaler Abgesandter

    nee.. nicht du bist die Plage Syal :) *knuddel*

    Ich dachte da eher an das halbwissen ...

    Viele Grüße

    Walter
     
  16. Syal

    Syal Panda, Meerschweinchen, Delfin, Zwergotter- und na

    Asso ja :rolleyes: da hast du leider recht. Alle wissen ein bisschen was, denken sie wissen alles, und stellen dann bescheuerte Fragen.
    Wir sollten alle nochmal in die Schule schicken, oder zu meinen Eltern..... da kriegt man das mit.
     
  17. Riker

    Riker Die einzig wahre Nr.1 Premium

    nur mal so zur Info..
    der 14. Dalai Lama hat 1989 den Friedensnobelpreis erhalten..


    greetz
    Riker
     
  18. Tear

    Tear loyaler Abgesandter

    Ja, das wissen wir ja. Aber er hat ihn trotzdem verdient... verstehste :D

    Viele Grüße

    Walter
     
  19. Horatio d'Val

    Horatio d'Val Ritter der Kokosnuss

    Wissen wir, daß es in Tibet keine Terrororganisation gibt? Ist Tibet nicht eigentlich von der Außenwelt ziemlich abgeschnitten?
    Außerdem ist Tibet seit rund 50 Jahren von China anektiert. China ist bekanntlich ein sehr "dominantes" System und dort dürfte es sehr schwer fallen, eine Terrororganisation aufzubauen und am Leben zu halten...
     
  20. Tear

    Tear loyaler Abgesandter

    Aus dem Potala - Tempel wurde ein Museum gemacht.. und Tibet ist unter chinesischer Herrschaft. Ich kann mir zwar kaum vorstellen dass es dort eine Organisation von Freiheitskämpfern :-)D) gibt, aber wenn ja, dann ist diese sicherlich nicht von der tibetischen Regierung gewünscht....

    Viele Grüße

    walter
     

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