Coruscant

.:: Coruscant | mittlere Ebenen | Corellianisches Restaurant | mit Tico ::.


Das Essen schmeckte wirklich sehr gut. Das Steak war genau richtig: Nicht trocken, aber doch durch. Cat aß komplett auf, während sie sich weiter unterhielten. Es war sehr angenehm mit Tico in einem Restaurant zu sitzen. Es war zwanglos, auch wenn sie nicht alles erzählen würde, was ihre Person betraf. Vermutlich war ihm das auch klar nach dem kleinen Faux-Pas. Sie rechnete ihm hoch an, dass er in jenem Moment nicht weiter nachgehakt hatte. Er war diskret, wusste wann er was sagen oder fragen konnte und wann es doch besser war, den Mund zu halten. Natürlich hatte er ein Gespür dafür, was seine Stellung beim NRGD bereits vorausahnen hatte lassen. Im Umgang mit der Öffentlichkeit musste man sensibel dafür sein, was ging oder nicht ging.
Er gab preis 28 Jahre alt zu sein. Damit war er etwa fünf Jahre jünger als sie selbst. Wobei sie ihr genaues Geburtsdatum selbst nicht kannte, war sie schließlich als Säugling ausgesetzt worden. Ihr Ziehvater, wenn man ihn überhaupt so nennen konnte, war nicht der sensibelste gewesen und man hatte ihren Geburtstag demnach auch nie gefeiert. Sie wusste nur, dass sie ungefähr 33 Jahre alt sein musste, zählte die Jahre schon immer mit dem ersten Tag des Basic-Kalenders.

Er war also 28. Älter, als sie gedacht hatte, aber immer noch jünger, als sie selbst. Trotzdem wirkte er in manchen Situationen älter und erfahrener und dann war er wieder eher kindisch und vergnügt. Es blieb ausgewogen und wirkte in keine Richtung übertrieben. Cat genoss seine Gesellschaft.

"Es würde also ein Weg daran vorbeiführen, sich irgendwo lächerlich zu machen?!"

Die Dunkelhaarige lächelte, als sie die Serviette, mit der sie sich den Mund gesäubert hatte, zur Seite legte.

"Ich mochte unseren Abend in der Kneipe!"

, gab sie offen zu und war froh, dass keiner ihrer Kollegen das hörte. Man kannte sie nur auf eine Weise: Streng, ernst, diszipliniert, angemessen.

"Normalerweise meide ich Situationen, in denen ich zu sehr auffallen könnte. Ich schätze, der Ursprung für dieses Verhalten liegt bereits irgendwo in meiner Jugend."

Sie begegnete seinem Blick und zuckte mit den Schultern.

"Nicht der Rede wert.", verharmloste sie die zurückgehaltene Information über ihre Vergangenheit, ehe der Kellner an den Tisch trat, um abzuräumen. Catherine sah zu ihm auf, bedankte sich und fragte an Tico gewandt:

"Nehmen wir noch Nachspeise?"


.:: Coruscant | mittlere Ebenen | Corellianisches Restaurant | mit Tico ::.
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Eowyns Büro, mit Ian

Ian wollte um die Häuser ziehen? Wo kam das denn auf einmal her, hatte Riuen auf ihn abgefärbt? Aber der Anwärter war gar nicht vor Ort. Trotzdem... Interessante Wendung des ganzen, und Eowyn musste eine Braue heben, so sehr war sie überrascht. Dennoch - Warum sollte ich dir so etwas verbieten? Dafür gab es keinen Grund. Er hatte keine Padawan. Er war kein Rat. Er brauchte nur ein Drittel der Zeit, die sie benötigte, höchstens die Hälfte, warum sollte er sich dann nicht freie Abende gönnen? Mach das. Er sollte seine wenigen freien Tage noch genießen, bevor er in den Schoß des Tempels zurückkehrte.

Ian gab ihr dann eine Kostprobe seines Vorhabens. Eowyn betrachtete ihn von ihrem Platz am Schreibtisch, versuchte, mögliche Lücken ausfindig zu machen, aber da war nichts - eher eine Art beklommenes Gefühl. Es wäre wirklich einfach. So einfach... Wenn Ian gewollt hätte, wenn sie nicht diese Momente im Geist geteilt hätten... Es hätte alles wahr sein können. Alles.
Sie schüttelte diesen Gedanken ab, nickte zustimmend. Ja, das würde funktionieren - schlicht, weil es so nahe dran war an der Wahrheit, dass die kleine Lüge kaum zu erkennen war. Das waren die besten Geschichten, die bei denen man so wenig wie möglich veränderte. So hatte man es ihr auch beigebracht.
Dann aber führte Ian weiter aus, erläuterte seinen Plan, was ihre Ankunft anging, und Eowyn stand regungslos da, versuchte, den Gedanken zu erfassen, starrte ins Leere. Er wollte sie unter Drogen setzen. Das hieße, die Kontrolle komplett abzugeben. Sich voll und ganz auf ihn zu verlassen. Hilflos zu sein, wehrlos - nicht nur körperlich, sondern sogar geistig. Für unbestimmte Zeit.
Sie wusste selbst nicht sicher, was sie daran störte. Sie würde ohnehin wehrlos sein. Man würde ohnehin mit ihr tun können, was man wollte. Machte es da einen Unterschied, ob sie etwas mitbekam? Die Kontrolle abzugeben war ihr aber noch nie leicht gefallen. Trotzdem, Ian hatte nicht ganz unrecht. Es hatte den Vorteil, dass sie ohnehin verwirrt sein würde, wenn sie aufwachte, und es hatte den Vorteil, dass sie keine Kampfesspuren vortäuschen mussten - was wiederum den Vorteil hatte, dass sie durchaus körperlich fit sein würde. Es gab eigentlich
nur Vorteile, aber dieser eine, kleine Nachteil...
Sie schnaubte dann, schüttelte den Kopf. Es war albern. Sie war ohnehin wehrlos. Und wie sie vorhin gesagt hatte - am Ende zählte nur das Ergebnis. Und das würde damit am ehesten erzielt werden. Ganz oder gar nicht - und gar nicht gab es nicht mehr.
Sie sah wieder Ian an und nickte. Gab ihr Einverständnis.
Okay. Das wird wohl am besten sein. Du hast Recht.
Dann war da nur noch diese Kleinigkeit, und Eowyn zuckte mit den Schultern. Ganz. Kein gar nicht. Ian, was immer dir hilft, wir werden es tun oder behaupten. Oder du. Oder ich. Du musst es mir nur vorher sagen. Es geht nicht mehr um meine Befindlichkeiten, die existieren nicht mehr, dort. Du kennst diesen Ort besser als jeder andere Jedi. Abgesehen von Alisah oder Radan vielleicht. Aber die zählten gerade nicht. Ich verlasse mich auf dein Urteil. Wenn du sagst, dass es hilfreich ist, dann ist es so. Sie lächelte schief. Du schnippst mit den Fingern, ich springe - fast schon so wie vielleicht dort. Galgenhumor. Etwas anderes blieb ja wohl nicht mehr.

Was hingegen Aketos anging... Eowyn nickte.
Gut. Dann werden wir das bald erledigen - aber gewiss nicht heute. Nein. Heute würde sie mit ihr höchstens noch über die zurückliegende Beförderung sprechen. Heute steht da eher das andere Thema auf dem Plan...
Sie seufzte und zog ihr Komlink hervor, um ihrer Padawan eine Nachricht zu schicken.

~~~Nachricht an Aketos Tuosis~~~
Hallo Aketos,
wenn du momentan Zeit hast, komm doch zu mir in Zimmer JR1138. Wenn nicht, melde dich, sobald du Zeit für ein Gespräch hast.
Viele Grüße,
Eowyn

Entweder sie traf in den nächsten Minuten ein, oder sie hatte etwas zu tun, oder sie war beleidigt, dann würde Eowyn aber nicht ihre Zeit verschwenden, indem sie mit einer nicht kooperativen Padawan sprach. Dann würde sie anderes in Angriff nehmen. Falls sie nicht vorbeikommt... Eowyn legte den Kopf schief. Was hältst du davon, dein Frühstück zu verputzen und in unserem Zimmer weiterzureden? Sie war mittlerweile schon wieder so lange wach, dass sie wieder Hunger hatte - und Essen war etwas, für das sie Zeit einräumen musste. Aber es ließ sich ja problemlos mit weiteren Planungen verbinden...

Coruscant – Jedi-Tempel – Eowyns Büro (Raum JR1138 :klugs ), mit Ian
 
.:: Coruscant | mittlere Ebenen | Corellianisches Restaurant | mit Cat ::.

„Es würden sogar mehrere Wege daran vorbei führen, sich lächerlich zu machen. Woran aber kein Weg vorbeiführen wird ist,“
und Tico unterstützte diese eine Sache mit einer schwungvollen Handbewegung, „heute Spaß zu haben.“ Es gab genug andere Dinge, bei denen die eigene Person weniger im Fokus stand. Sie konnten ebenso durch die Straßen spazieren, sich auf eines der hohen Dächer Coruscants setzen, den Blick über die Stadt schweifen lassen und über Gott und die Welt reden. Als Catherien zugab, dass ihr der Abend in der Kneipe gefallen hatte, musste Tico lächeln, ein warmes Lächeln, das aus seinem Inneren kam. „Mir auch,“ gab er zu, „und ich bin froh, dass ich dich wieder getroffen habe. Die Chancen standen ziemlich schlecht.“ Schließlich hatte sie seine kleine Nachricht nicht mitgenommen und sich nie wieder bei ihm gemeldet. Eigentlich war es ein Wunder, dass sie sich noch einmal über den Weg gelaufen waren, vor allem auf einer Welt wie Coruscant die riesig war. Dass sie beide im Geheimdienst tätig waren, war da wie das Tüpfelchen auf dem „i“.
„Wenn du Situationen meiden willst, in denen du auffällst, dann empfehle ich dir, dich zu verstecken.“ Sie war ihm schon an der Mauer aufgefallen und während des Spaziergangs. In dieser Zeit war sie noch interessanter geworden.

Dann rückte Catherine mit einem weiteren Satz heraus, der tief blicken ließ, genau wie ihr Abwinken.
„Du entscheidest, was du erzählen willst. Aber… ich hab gehört, was du gesagt hast,“ war hoffentlich gut genug als Angebot zu erkennen. Tico wollte nicht bohren, Catherine aber auch nicht das Gefühl geben, als bemerkte oder interessiere ihn nicht, was sie sagte. Wollte sie mehr erzählen, würde er zuhören, so viel stand fest. Wie auch fest stand, dass sie Nachtisch nahmen.
„Ryshcate-Kuchen, natürlich!“ Immerhin hatten sie das schon zu Beginn besprochen und so war es perfekt, dass der Kellner gerade die leeren Teller abräumte und Tico so den Kuchen bestellen konnte. Auf dem Tisch stehend roch er noch besser als vorhin. „Ich bin gespannt, ob er so schmeckt, wie er riecht.“ Eine Gabel reichte völlig aus um das festzustellen. „Er schmeckt absolut genial.“ Tico lehnte sich ein wenig zurück um den Geschmack voll auszukosten.
„Beinahe glaube ich, du würdest die Kuchen von Artorias lieben.“ Süße Dinge mit Alkohl, Tico war seit jeher ein Freund davon. Musste er zwischen Bier und Wein entscheiden, war die Antwort ebenso klar, wie die Wahl zwischen einem Cocktail oder einem Long Drink.

.:: Coruscant | mittlere Ebenen | Corellianisches Restaurant | mit Cat ::.
 
[Coruscant - Obere Ebenen - Jedi-Tempel - kleinere Sporthalle] Ganner, Leela, Siva

Dass eine Waffe auch ein Symbol sein konnte, wäre Leela nie in den Sinn gekommen. Schweigend nahm sie Sivas Worte auf, den Blick auf das Heft des Lichtschwertes gerichtet, das in ihren Händen lag. Waffen waren für die Ärztin im besten Falle Werkzeuge, deren Aufgabe es war zu verletzen und zu töten. Selbiges hatte sie heute morgen schon ihrem Meister Arkon erklärt. Und darüber war es fast zu einem Streit zwischen ihnen gekommen. Nicht fast - es war ein Streit gewesen: Von ihrer Seite auf eine Weise emotional und beinahe unsachlich, dass die dunkelhaarige Liannerin sich immer noch über sich selbst wunderte. Aber dieses Mal würde sie nicht erlauben, dass dieses Thema sie so ...aus dem Gleichgewicht brachte. Leela beschloss der Argumentation der Jedi (Siva) eine zweite Chance zu geben und musterte aufmerksam Ganners Meisterin, während sie sie weiter anhörte. Offenbar war Siva fest von ihren Worten überzeugt - so wie Arkon auch. Dieser beinahe missionarische Eifer, der daraus sprach, war der Ärztin zwar zutiefst suspekt, aber im Kern hatten die Jedi wohl beide recht. Mehr oder weniger.

Außer einem konzentrierten Ausdruck waren Leelas Züge bar jeder Emotion als Siva ihren Vortrag beendet hatte. Neugierig warf sie noch einen Seitenblick zu Ganner, um festzustellen wie der ältere Padawan auf die Ausführungen seiner Meisterin reagierte, bevor sie mit einem nachdenklichen Nicken antwortete.

"Ich gebe dir recht. Waffen können wohl auch manches Mal Symbole sein. Auf Lianna, meiner Heimatwelt, ist es üblich, dass jeder Erwachsene einen Blaster mit sich führt - zu jeder Zeit. Ob bei der Arbeit oder in der Freizeit - es ist eine gesellschaftliche Konvention, die kaum hinterfragt wird. Allerdings bringt man damit wohl eher zum Ausdruck, dass man bereit ist, sich selbst und das, was einem wichtig ist zu verteidigen."


Für einen kurzen Augenblick verdunkelten sich Leelas Züge: Der Brauch hatte nicht verhindern können, dass Ranjit und Solveig in ihrem eigenen Haus zu Tode gekommen - verbrannt - waren. Ein Unfall, wie ihr ihre Kollegen beim LCPD versichert hatten - und was sie selbst keinen Augenblick geglaubt hatte.

"Inwieweit jedoch eine Waffe ein Symbol für Frieden und Schutz sein kann... hängt wohl sehr davon ab, wie gründlich eine Bedrohung damit aus der Welt geschafft werden kann. Einen Konflikt ein für alle Mal zu beenden erscheint mir effizienter, als sich immer wieder verteidigen zu müssen. Ressourcen - Zeit und Energie - zu verbrauchen und dem Aggressor immer wieder eine Chance einzuräumen letzten Endes doch noch erfolgreich zu sein."


Es hatte nicht in ihrer Absicht gelegen, gegen Sivas Rede zu argumentieren, aber etwas in ihr sträubte sich dagegen, diese schön klingenden Sätze unwidersprochen hinzunehmen. Zumindest hatte sie sich jetzt nicht dazu hinreißen lassen, so unbesonnen darauf zu reagieren wie am Vormittag: Ihre Stimme war so kühl und ruhig geblieben, als würde sie gerade ihre Untersuchungsergebnisse protokollieren. Schließlich lag ja auch Wahrheit in den Worten der Jedi. Irgendwo. "Vielleicht kommt es wirklich darauf an, mit welchem Ziel man eine Waffe benutzt.", lenkte die Ärztin ein. "Für einen guten Zweck..", wiederholte sie Sivas Worte leiser, nachdenklicher und lächelte fein, "...dann wird die Waffe zu einem Mittel, um diesen Zweck zu erreichen. Ich denke, ich kann dieser Sichtweise einiges abgewinnen."

Zwar war es eine kleine Herausforderung, aber Leela war neugierig genug, um sich auf diese ganzen Jedi-Merkwürdigkeiten einzulassen - immerhin war sie hier um zu lernen. Sivas erneute Aufforderung, zu spüren, wie das aktivierte Lichtschwert sich anfühlte, wenn sie es schwang, klang beim zweiten Mal schon nicht mehr ganz so seltsam. Wie von Ganners Meisterin verlangt, führte sie ein paar Schwünge aus, ließ die Klinge surrend durch die Luft fahren, spürte die Schwere des Hefts, das in ihrer Hand lag... und schloß dann die Augen. Veränderte sich etwas? Hm. Leela versuchte sich an den Rat zu halten, den die Jedi ihr zuvor gegeben hatte und konzentrierte sich darauf, es als eine Verlängerung ihrer Hände zu sehen. Ein Gefühl für die Waffe zu bekommen. Es fiel der Liannerin leichter, sich in der Bewegung zu entspannen und die ständig durch ihren Kopf wirbelnden Gedanken loszulassen, während ihre Schwünge mit dem Lichtschwert weicher und flüssiger wurden.

"Ich kann das Schwert fühlen, Siva, den Luftzug, wenn es an mir mir vorbei fährt." meinte sie ruhig und konzentriert, ohne die Augen zu öffnen oder die Übung zu beenden. "Aber ...ich fühle auch, wo es ist und wo es aufhört. So, wie ich auch mit geschlossenen Augen weiß, wo meine linke Hand gerade ist." Das war nur eine sehr unzureichende Beschreibung der Erfahrung, die sie gerade machte, denn genau genommen, fühlte Leela gerade... nichts - oder vielmehr nur sich selbst. Ohne das lästige Hintergrundrauschen, halbgedachter Gedanken und Empfindungen, mit denen sie nichts anfangen konnte, weil sie keinen Namen für sie hatte. "Ich fühle mich klar." fügte sie nach einem Moment zögernd hinzu und begann zu grinsen: "Aufgeräumt."

[Coruscant - Obere Ebenen - Jedi-Tempel - kleinere Sporthalle] Ganner, Leela, Siva
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Eowyns Büro - mit Eowyn

Eowyns Augenbraue wanderte skeptisch in die Höhe, ein deutliches Zeichen ihrer Verwunderung - eine Geste, die Ian liebte und viel zu selten sah. Noch lieber mochte Ian, wenn das in amüsanten Momenten geschah und Eowyns Skepsis nur gespielt war. "
Gut," kam dann bloß, denn das Thema würde Ian nicht weiter ausweiten und ihr schon gar nicht seien Beweggründe erklären. Entweder es würde helfen, dass auch sie wieder mehr privat im Orden agierte, oder nicht. Vielleicht - und daran würde Ian sich festhalten, war die richtige Zeit auch erst nach Bastion, wenn nicht mehr jeder Nerv zum reißen angespannt war. Er selbst würde sich mit Riuen treffen, weniger aus dem Grund, mit ihm um die Häuser zu ziehen, als um mit ihm über Tirahnn zu sprechen und ob er dort Erfolg gehabt hatte.

Dann sprachen sie weiter über Bastion und Ian wusste, dass Eowyn die Idee, die er gerade unterbreitet hatte so wenig gefiel, wie ihm selbst. Aber er würde nach etwas suchen, dass mild in der Wirkung. Am 'besten' nur ein Medikament. Etwas, das sedierte und nichts, das am Ende zu lange brauchte, um seine Wirkung zu verlieren. Ihren Körper zu beeinflussen, Morichro anzuwenden um sie so in eine Ohnmacht gleiten zu lassen und diesen Zustand aufzuheben war zu riskant. Eowyns Schnauben wich einem Kopfschütteln und der Erkenntnis, die Ian auch schon gehabt hatte. Der Plan war gut. Er erklärte nicht nur seine lange Abwesenheit, sondern war so eng mit der Wahrheit verknüpft, dass der Verdacht auf eine Lüge schnell verschwinden würde, wenn er überhaupt erst auftauchte.
"Viel geändert haben wird sich dort auch nicht, ich werde die genauer erzählen, wie es dort ist, vor allem in den Katakomben. Auf was du besonders achten muss und vor wem du dich besser in Acht nehmen solltest." Ein Seufzen war nicht aufzuhalten, auch wenn es von einem sehr schiefen Grinsen unterbrochen wurde. "Eine Frau die alles tut was ich will. Wenn das nicht der Traum meiner Träume ist." Mit dem Finger schnippen und schon tat sie alles. Kaum etwas war weniger erstrebenswert als eine Beziehung, in der nur eine Person das Sagen hatte. Auf Bastion würde Eowyn dennoch eine solche Rolle einnehmen müssen. Wahrscheinlich half es ihr am wenigsten, wenn sie dort rebellierte. "Am besten wird es sein, deine Rolle dort im Allgemeinen zu überdenken. Ich persönlich glaube, dass es wichtig sein wird, sich eher... dem Schicksal der Gefangenschaft zu ergeben. Denn auf Widerworte wird auf Bastion... anders reagiert." Sie würden über all das detaillierter sprechen müssen und vor allem galt es zu überlegen, welche Möglichkeiten bestanden, Eowyn mehr Schutz zukommen zu lassen. Ian konnte nicht den ganzen Tag bei ihr in der Nähe sein, konnte sie kaum in sein Quartier sperren. Das hieß, dass sie, wenn sie in den Katakomben war, öfter außerhalb seines Einflussbereichs sein würde. Was wiederum bedeutete, dass ihre Position - ohne Waffe - nur schwerer machte. Deswegen die Liste mit den Techniken die sie beherrschen sollte, um sich so gut es ging, verteidigen zu können.
Eowyn schrieb eine kurze Nachricht, wahrscheinlich an ihre Padawan, ehe sie vorschlug das Gespräch mit einem Frühstück in ihrem Quartier fortsetzen. "Eins davon klingt gut, zwei Sachen davon ziemlich notwendig, also los?"

Coruscant – Jedi-Tempel – Eowyns Büro - mit Eowyn
 
Coruscant - Jeditempel - Dach - Zasuna und Rilanja

Irgendwie blieb Rilanja gedanklich an der Unterscheidung zwischen “der Macht” und “einer Macht” hängen. Diente sie der Macht oder einer Macht? Machte die Besitzstandsanzeige bei der Macht überhaupt einen Sinn? Vielleicht ergaben sich daraus auch philosophische Differenzen, und es wäre denkbar, dass sich daraus eine gute Begründung für das Verhalten böser Machtnutzer gab, nämlich, dass sie einer anderen Macht dienten, und es die Jedi waren, die durch die Unterstellung von Besitz und Eigentum Probleme hervorriefen, die an Diskussionen beim Sicherheitscheck größerer Raumhäfen erinnerten.
Rilanja grinste und bewegte ihren Kopf langsam von links nach rechts. Es war definitiv spät geworden.


Auserwählte der Macht…

wiederholte sie etwas abwesender als sie sich fühlte, und fand es erfrischend und interessant, mit ihrer Schülerin offen über Filme reden zu können - etwas, das zumindest ihrem Gefühl nach bisher zwar da gewesen, aber nie so direkt thematisiert worden war. Natürlich nutze sie die Gelegenheit, um die Diskussion in eine völlig filmfreie Richtung zu lenken.

Sind wir das nicht alle irgendwie? Die Macht hat uns - wenn wir mal von dieser philosophischen Lesart ausgehen - auserwählt, um Jedi zu werden, ich meine wir hätten auch Polizistinnen, Ersatzteilverkäuferinnen oder darstellende Tänzerinnen werden können. Und wer weiß, was wir in diesen Rollen in der Galaxis hätten bewegen können.

Das Bild, wie sie vor einem Billionenpublikum eine Neuinterpretation des “Verfilzten Wookiee” aus dem trandoshanischen Epos “die große Jagd” tanzte, und dabei galaktopolitische Missstände ebenso anprangerte wie die in den Jahrhunderten seit Fertigstellung des Werkes stetig angestiegenen Preise für gute Spülungen, blitzte kurz vor ihrem geistigen Auge auf. Ja, sie hatte früher gerne getanzt, aber bis eben war ihr nicht mal bewusst gewesen, wie gut sie sich an ihr Lieblingsstück von damals erinnerte.
Ganz zu schweigen davon, dass sie davon wahrscheinlich nie jemandem erzählen würde.


Und vielleicht hat die Macht uns beide auch dazu auserwählt, gemeinsam ein paar Nunas zu verspeisen. Ich denke die Macht gibt einen guten Sündenbock ab, also für mehr oder weniger alles. Ich meine, wie oft wurde sie schon als Grund angeführt? Also vielleicht ist man dann wirklich auserwählt, wenn man nicht den Drang hat jedem auf die Nase zu binden das man auserwählt ist…

Ihr war nie bewusst gewesen, dass sich die Beleuchtung hier oben auf das Nötigste beschränkte. Kleine, indirekte Lampen wiesen den Weg und auf Stufen hin, aber sonst konnte man das für sich genommen schon recht helle Lichterspiel des künstlichen Sternenhimmels von Coruscant gut genießen.
Die Falleen stand auf, und überlegte, welche Filmkulissen sie gerne besuchen würde. Es waren damals Filme gewesen, genau genommen sogar das Zusatzmaterial dazu, dass sie dazu gebracht hatte das Universum bereisen zu wollen. Und anfangs hatte sie auf jedem Planeten den sie besucht hatte ein paar Orte gefunden, die schlichtweg atemberaubend waren.
Aber das hatte sich bald gelegt, und Faszination war so etwas wie Resignation geworden. Und jetzt… Sie hatte die Möglichkeit, morgen ein Schiff des Ordens zu nehmen und überall hin zu fliegen, selbst ins Imperium wenn sie es geschickt anstellte, und alles zu sehen und alles zu tun - zumindest nahm sie das an, also im Großen und Ganzen. Und sie wäre überhaupt nicht überrascht, wenn Rilanja und Zasuna den morgigen Tag in Tempelnähe bei der Ergreifung von Taschendieben verbringen würde, oder noch schlimmer, im Tempel und trainierend.
Das Problem dabei, nach den Sternen greifen zu können, war nicht wie so oft gesagt wurde, dass man sich die Finger verbrennen konnte. Das Problem war, dass man dafür erst mal den Arm heben musste, und Faulheit - oder das Ergebnis aus Gravitation von dort wo man war gegenüber der Schwerkraft von dort wo man hin wollte - war das eigentliche Problem.
Das alles hier wurde ihr viel zu philosophisch, und dabei hatten die beiden Frauen noch nicht mal angefangen, sich gegenseitig mit immer wilderen Theorien hochzuschaukeln.


Wenn uns sonst nichts einfällt hätte ich da glaub ich sogar eine Idee. Aber… Gehn wir erst mal schlafen. Dafür fühle ich mich definitiv auserwählt,

meinte die Geschuppte und unterdrückte ein Gähnen. Sie umarmte Zasuna zum Abschied kurz und drückte sie dabei ebenso kurz an sich. Es war kein Ankuscheln, sondern eher ein Zeichen von Neid für eine nicht-wechselwarme Biologie, für die ihre Padawan natürlich nichts konnte. Obendrein war die Geste trotz allem kurz genug bemessen um als freundschaftlich gelten zu können.
Anschließend verließ sie ebenfalls die Terasse und suchte ihr Zimmer auf, wo sie ziemlich ungelenk in ihr Bett fiel, nachdem sie die Heizung hochgedreht hatte.

***

Als Rilanja am nächsten Morgen aufwachte fühlte sie sich besser, beweglicher und vor allem wärmer. Während sie sich wusch und anzog überlegte sie, ob es Sinn machte mit Zasuna eine Diskussion über Computeranimationen in der modernen Filmkunst anzufangen, ein Thema, über das sich grade im Bereich der Darstellung von Machtnutzung vortrefflich streiten ließ.
Ließ man mal jene wenigen Filme außen vor, in denen der Regisseur echte Machtnutzer hatte verpflichten können, um von jenseits der Kamera das zu tun was die Schauspieler mit der Macht taten - was natürlich auch nicht immer möglich war - gab es hier sicher so viele Meinungen wie Filme. Aber das war sicherlich nicht das, wozu die Macht sie auserwählt hatte.
Nachdem sie in Tunika und Hose geschlüpft war und eine jedige Robe übergeworfen hatte verließ sie ihr uartier und begab sich zur Nuna-Braterei, um sich dort mit ihrer Padawan zu treffen.


Coruscant - Jeditempel - Nuna-Braterei - Rilanja
 
- Coruscant - obere Ebenen - Premieren Party - Club - mit Riley -

Al sah Riley an und sah weg, dann sah er sie wieder an. Wie konnte er nur so blöd sein? "Himmel wie konnte ich das vergessen? Noa hat mir VIP Karten geschenkt!" Ihm viel etwas ein, und grub sofort in seiner Hosentasche herum. Er zog zwei rote Bändchen mit kleinen Chips hervor "Ich dachte die bräuchten wir nur, wenn wir das Gebäude verlassen und wieder rein wollen.". Er bat Riley den Arm auszustrecken und klebte ihr das Plast Band ums zarte Handgelenk. Sein eigenes war nach einem Handgriff auch fixiert. Der Naboo blickte etwas ratlos in Richtung des VIP Bereiches. Wovor hatte er eigentlich Angst? Wie alt war er noch gleich? Vor Akemi musste er sich wohl kaum fürchten. Da hatte er vorhin, als er seinen neuen Anzug anprobiert hatte mehr Angst gehabt, oder als er eben Getränke geholt hatte. Das sie sich einfach wegdrehte und ihm davon lief, das war das schlimmste Szenario das passieren könnte. Die Möglichkeit in Akemis Nähe zu kommen war eine Chance. Er würde seine Nervosität schon irgendwie in den Griff bekommen. "Ich liebe es neue Dinge zu probieren. Man kann da nur gewinnen. Gerade weil ich selbst gern koche ist das wichtig." kam er auf die erste Frage von Riley zu sprechen. "Allerdings könnten die Portionen hier etwas größer sein.." Und du hättest seinen Namen nicht erwähnen sollen, dachte er in einem Anflug von Finsternis. Der Abend war so schön, wieso tat sie das nur? Aldridge schüttelte das Bild vom selbstsicheren Zarin auf der Waldlichtung ab und langte lieber beim Buffet zu. Diese Snobs, wer konnte schon von diesen lächerlichen Häppchen leben? Als er sich ein Häppchen mit einer Fisch Kreation in den Mund schob musste er mit sich kämpfen um nicht zu lachen. Wieso hatte sie so ein Fachwissen über das Räuchern? Er musste sie sich über einem alten Buch vorstellen, interessiert und mit glänzenden Augen, so wie eben."Ich kenne mich ein wenig mit dem Räuchern aus. Natürlich nicht so im Detail wie du. Das einzige was ich mir bis dato eingeprägt habe war das dass räuchern von Fisch und Fleisch das ganze haltbar und unendlich lecker macht. Mein Vater wollte mal einen Räucherofen an unser Ferienhaus anbauen. Ich hab ihm dabei geholfen, wir haben früher oft Trips in die Wälder um Theed gemacht um Gubberfish zu angeln, weist du?. Und da dachten er sich - hey dann können wir die Fische doch direkt rustikal räuchern. Naja das Ende vom Lied war, der Wind trieb den Gestank bis ins Haus. Deswegen mussten wir das alles wieder abbauen. Meine Mutter hätte sonst Theater gemacht!". Süße Erinnerungen an früher, die ihm weh taten. Noch bevor er sich gut zureden konnte um nicht in miese Stimmung zu geraten, viel sein Blick auf etwas, auf das er bisher keinen Fokus gelegt hatte. Al hatte nochmal nach den lächerlich kleinen Häppchen gelangt, genau wie Riley und dabei viel ihm aus dem blauen auf, wie sehr das Kleid ihren Körper betonte. Und als er sich ganz bewusst einen Blick in ihren Ausschnitt stahl, schämte er sich nur ein kleines bisschen. Okay, der Cocktail hatte doch ein Schlückchen mehr Alkohol abgekriegt, als er gedacht hatte. Ach halt nein, beide Cocktails waren alkoholfrei gewesen. Al steckte sich das winzige...was war das überhaupt? Ein Plätzchen mit Gelee?... in den Mund und formulierte in seinem Kopf das offensichtliche. Riley war extrem sexy, aber er war sich bei ihr nicht sicher ob ihr das klar war. Sie war anders als andere Frauen, ganz anders. Und plötzlich kam ihm diese Party in den Sinn, die Meisterschafts Feier..er dreiundzwanzig und erfolgreich, Diona einundzwanzig und so strahlend...die Gänsehaut an seinem Körper, als sie sich auf die Zehenspitzen gestellt und ihm ins Ohr geflüstert hatte, das sie heute Abend kein Höschen trug.... Al fragte sich ob Riley... da waren keine Abdrücke von Nähten zu sehen.... Und dann rutschte ihm ein Stück vom Plätzchen quer in den Hals und der Naboo musste laut husten. " Wäre dein Plan so abgelaufen? Der mit der Ablenkung?" spielte er leicht peinlich berührt auf ihren offensichtlich nicht ernst gemeinten Plan an als er sich wieder fing. Riley wirkte jetzt so richtig amüsiert und damit flogen alle zweideutig dummen Gedanken aus seinem Kopf. Aldridge genoss den Moment und grinste sie glücklich und zufrieden an. "So! Lass uns zu Akemi gehen! Jetzt, schnell bevor ich wieder zum riesen Angsthasen werde!". Sie waren einmal gemeinsam durch die Wüste marschiert, was war da schon ein Gang in einen VIP Bereich?

- Coruscant - obere Ebenen - Premieren Party - Club - mit Riley -
 
Coruscant - Skydome - Botanischer Garten Biotop VI - Elise

Der botanische Garten im Skydome war ein Wunderwerk zivilen Entspannungspunkten. Es gab hier so viele unterschiedliche Pflanzen, die nicht im entferntesten zusammen passten und jede schien in ihr eigenes thematisches Biotop gepflanzt zu sein. Der perfekte Ort, um sich einen Moment lang fallen zu lassen. Gedanken beiseite zu schieben, die Umgebung aufzusaugen und einfach nur zu spüren, welche kleinen, mikroskopischen Lebewesen die künstliche Atmosphäre durchfluteten. Es war mittlerweile ein Uhr geworden. Ehe die Ritterin den botanischen Garten erreicht hatte, steuerte sie durch unzählige öffentliche Verkehrsmittel, die nie dahin flogen, wohin sie es beabsichtigt hatte. Ein Taxi konnte sie sich im Moment nicht leisten, denn den letzten Heller den sie hatte, hatte sie für den Wein ausgegeben, den sie mit Jay geköpft hatte. Die Irrfahrt durch die Galactic City dauerte mindestens eine ganze Stunde.

Doch der Weg hatte sich gelohnt. Im Garten war nahezu niemand mehr unterwegs und es war schon ein der Tageszeit entsprechendes Licht eingeschaltet worden. Eher indirekt als flutend, so wie es tagsüber oft der Fall war. Eli hatte bisher von dem Pflanzenheiligtum auf Coruscant nur gelesen und gehört und umso mehr freute sie sich, diese legendären Gärten einmal besuchen zu können. Die Jedi hatte sich inmitten einer gelblich aussehenden Blumenwiese niedergelassen, die in voller Blütenpracht zu sein schien. Der Geruch war süßlich und stechend zu gleich, was Eli ungemein entspannte. So hatte sie die Möglichkeit einmal wirklich abzuschalten. Doch so sehr sie sich auch bemühte, richtig wirken wollte die Pause nicht. Neben ihrem abtrünnigen Kel'Dor war da noch ihr Körper, der ihr in letzter Zeit irgendwie vermehrt zu schaffen machte. Kurze Aussetzer weiteten sich zu immer heftigeren Reaktionen aus, von denen sie nur ahnen konnte, was genau der Grund war. So viel stand fest, normal war das nicht. Wenn sie einmal ganz viel Zeit hatte, würde sie dem bei einem Arzt nachgehen. Schlussendlich reihte sich noch ein letztes Thema in ihren wirren Gedankenwust. Die Konsequenz aus ihrem Handeln. Es waren schon einige Stunden vergangen, seit dem Eli Jedi-Rat Janson eine Nachricht hinterlassen hatte. Hatte er sie bisher einfach nur nicht gelesen oder ließ er sie schmoren? Auf jeden Fall machte das Elise fertig. Nicht wissend, ob er die Nachricht überhaupt gelesen hatte, schob die Alderaanerin noch einmal nach.

"***Hallo Wes, ich hoffe es geht dir gut. Bitte melde dich doch kurz bei mir, wenn du meine letzte Nachricht bekommen hast. Ich muss wirklich mit dir reden. Gruß Elise.***"

Die Nachricht war kurz und bündig und sie kam sich so vor, als würde sie eine Mailbox vollschreiben, als sie nun noch einmal nachfasste. War das wirklich die richtige Entscheidung sich einfach auszuliefern? Elise wusste, dass Jay es gern verhindert hätte, doch im Grunde war die kürzlich ernannten Ritterin die einzige, die ohne einen nachvollziehbaren Grund auf dem Planeten der dunklen Seite war. Der Kel'Dor sammelte Relikte, Wissen und versuchte die Artefakte bestimmt für die Jedi zu sichern, bevor die Sith sie womöglich noch fanden. Das war eine noble Aufgabe, auch wenn sie vielleicht nicht autorisiert wurde. Doch nicht einmal das wusste sie. Vielleicht war sein Trip ja sogar abgesegnet wurden. Eine weitere Frage, die sie sich auf ihren gedanklichen Notizzettel schrieb.

Mit den Händen fuhr sie nun leicht durch zarten Pflänzchen, die sofort ein wenig Blütenstaub verloren. Der Duft war süßlich und hatte eine leichte Honignote, was für eine Wohltat. Unweit ihrer Position stand ein haushoher Baum, an dem Lianen hingen und der so saftig grüne Blätter hatte, dass man ihn beinahe als künstlich bezeichnen konnte. Ab sofort würde sie sich mindestens ein mal pro Woche einen Besuch im Skydome verschreiben. So viel Nicht Coruscant musste hin und wieder einfach sein. Schlussendlich ließ sie sich nach hinten fallen und legte den Kopf auf die verschränkten Arme. Die Ruhe war göttlich. Mit geschlossenen Augen konnte sie sich sogar vorstellen, dass sie auf den entlegenen Feldern Alderaans lag und die Sonne genoss. Ein schöner Gedanke.

Zwei Uhr und zehn Minuten. Erschrocken schaute sie auf das Chrono, das ihr die aktuelle Uhrzeit nannte. 'Verdammt.' dachte die Ritterin, als sie aufstand und sich die müden Augen rieb. Das war die zweite Stunde Nickerchen, die ihr doch jetzt aber wesentlich mehr Erholung brachte als die Stunde auf der Pritsche zuvor. Die Düfte im Garten schienen eine zusätzliche, erholsame Wirkung zu haben und so war sie zur Abwechslung mal nicht knatschig nach dem Aufstehen. Mit einem konzentrierten Schwungholen hatte sie die liegende Position gegen eine stehende getauscht, obgleich sie noch etwas wacklig auf den Beinen war, Kreislauf sei Dank. Sie klopfte sich den Blütenstaub mit den Händen von der Jacke und Hose und griff sich einmal kurz durch die Haare, die lang geworden waren. Zu lang für ihren Geschmack und viel zu voluminös. Eli würde mal wieder Hand anlegen müssen. Als sie einen Gehweg suchte, schaute sie noch einmal zurück, ob sie etwas liegen gelassen hatte, doch dann erinnerte sie sich daran, dass sie ihr Lichtschwert in ihrer Unterkunft gelassen hatte.

Auf dem Weg in das große Atrium des Objekts, in dem sich auch das Restaurant Vintage befand. Und der Name schien Programm zu sein. Seichte Beleuchtung, ruhige aber rhytmische Musik von einer schrillen Rodianerin auf einem Zupfinstrument gespielt und eine generell eher gemütliche Atmosphäre mit großen Sesseln und einem lackierten Holzboden. Das Restaurant und die unmittelbare Umgebung im Blick schaute sie erneut auf das Chrono, was ihr nun Zwei Uhr Fünfzehn anzeigte. Noch im Bann der Ruhe des Gartens, lehnte sie sich gegen ein Geländer und störte sich nicht daran, dass Jay noch nicht in Sicht war. Sicher war er schon hier irgendwo, doch es brachte nichts jetzt loszulaufen, um sich dann ständig zu verfehlen. Also wartete sie nun.

Coruscant - Skydome - Vor dem Vintage - Elise
 
Coruscant - Skydome - JK

Er genoss die Stille. Es war eine willkommene Abwechslung zu den turbulenten letzten Wochen.
Für gewöhnlich war er ganz alleine und grübelte über irgendwelche Artefakte, teilweise nur mit der einheimischen Tierwelt in Kontakt.
Er fühlte sich alt, mit jedem Atemzug jedoch sog er mehr Energie in sich auf.
Ihm fiel es schwer sich davon zu lösen...er erschrak. Die Zeit war viel zu schnell vergangen er würde zu spät kommen. Er warf ein Blick aufs den Zeitmesser. Schon 10 nach 2, verdammt. Er hatte sich von der Idylle zu sehr bezirzen lassen.
Er sah von der Empore aus den Wegweiser zum Restaurant von dem Elise gesprochen haben musste.
So schnell er konnte humpelte er den Weg hinab der sich serpentinenartig in den Garten wand und erreichte den Eingang ins Atrium.
An einem Geländer am Eingang des offenen Restaurants lehnte die Alderaanerin mit abwesender Miene, etwas schien sie zu beschäftigen.
Das Ambiente gefiel dem Ritter, es war gemütlich, ungezwungen. Hier konnte man sicherlich stundenlang sitzen und über Dinge fachsimpeln. Viele Tische waren zu der späten Stunde leer, sie würden eine freie Platzwahl haben.
Er blieb stehen, wie sollte er sie begrüßen? Da war es wieder, die Ungewissheit, Empathie war nie eine große stärke des Kel'Dor gewesen und Emotionen richtig zu deuten schon gar nicht.
Die Frau sah fantastisch aus fand er. Sie sah so, ja irgendwie normal aus, alles an ihm schrie JEDI in die Nacht hinaus. Er war sich nicht einmal sicher ob er noch Privatklamotten besaß. Er Ohrfeigte sich wieder Gedanklich abgeschweift zu sein.
JK setzte sich in Bewegung und blieb auf Armeslänge vor ihr stehen.


"Du..."
er stotterte
"Du siehst gut aus, also ich meine sonst siehst du natürlich auch gut aus aber jetzt irgendwie ungewohnt anders gut."

OK scheinbar schien der schwebende Blechhaufen mit seiner Art ihn zu wecken JK's Hirn geschädigt zu haben, dies konnte doch nicht normal sein. Er würde den grauen Klumpen in seinem Kopf scannen lassen nur um auf Nummer sicher zu gehen.

"Ehm, noch mal von vorn bitte..."

Er ging einen Schritt auf sie zu und drückte sie kurz.

"Guten Abend, lass uns bitte was essen mein Hirn scheint dringend Treibstoff zu benötigen..."

Ein Kellnerdroide erschien und machte Anstalten die beiden an einen Tisch zu führen.

"Nach dir"

Sprach er und verneigte sich leicht vor seiner Ritter-Kollegin.

Coruscant - Skydome - Im Vintage - Elise - JK
 
Coruscant - Jedi-Tempel- Nebbras Quartier- mit Nebbra

Lianna setzte sich auf einen der zwei Stühle und staunte, wie viel Platz die Elomin hatte.
Sie beobachtete die Frau, die sie heute zum ersten Mal traf und ihr gleich in ihr Quartier gefolgt war.
Es war sehr aufgeräumt, keine Erinnerungsstücke oder Holos lagen herum. Die Hoffnung, durch die persönlichen Gegenstände etwas mehr über sie zu erfahren scheiterte - obwohl. Auch das nicht vorhanden sein von Dingen erzählte ihr etwas über die Bewohnerin. Ordentlich, Strukturiert, zweckmäßig. Eine in sich gezogene Person, zurückhaltend, hatte gern die Kontrolle über Dinge, die vor sich gingen.
Für sie war es bestimmt auch nicht gewöhnlich, jemanden in ihre Privat-Räume zu lassen, das rechnete Lianna ihr hoch an.

Das Wasser nahm sie dankend an, ihre Kehle war etwas trocken, hoffentlich hatte sie den Tempel nicht mit offenem Mund angestarrt. Von Nahem war er noch beeindruckender und sie ist für einen Moment aus ihrer Rolle gefallen.
Tief die Luft einatmend, setzte sie trotz des leichten Kratzens an, zu sprechen.

"Ich bin dir ein paar Antworten schuldig, denke ich. Nun... ich werde heute 16 Jahre alt und bin weiblich. Die Verwirrung tut mir leid, ich weiß, dass ich etwas wie ein Junge aussehe. Außerdem danke ich dir, dass du so geduldig und nett mit mir umgehst, das kenne ich so noch nicht und -... naja, danke dafür jedenfalls. Und für den Glückwunsch!", schob sie noch eilig hinterher. " Man muss zurzeit gut aufpassen, wenn man seine Gesundheit behalten möchte..."
Normalerweise waren ihr Geburtstage nicht wichtig. Sie erinnerten nur daran, dass wieder ein Jahr vergangen war, ohne dass sie ihrer Mutter ihren größten Wunsch erfüllen konnte, etwas aus sich zu machen. Sie war ein Jahr mehr in den unteren Ebenen als Diebin unterwegs und kämpfte, um nicht unterzugehen.
Aber heute schien es ihr angebracht, etwas für sich zu tun, ihren Geburtstag zu celebrieren.
Heute war sie mal egoistisch.

Kurz herrschte Stille.
Sie wusste nicht genau, wie man eine Unterhaltung führt, ohne einen Panzer um sich herum und ohne auf der Hut sein zu müssen, was man von sich gab. Ihre Neugier siegte über Furcht davor, zu viel preiszugeben - für etwas zu viel Interesse zu zeigen.

"Was macht eine Bibliothekarin den ganzen Tag? Noch dazu eine...Jedi-Bibliothekarin? Wofür brauchen die Jedi einen so großen Tempel?"
Nach einigem Zögern fügte sie noch hinzu: "Und was steht auf dem Flimsi?"
Sie hatte gesehen, dass Nebbra das Flimsi ordentlich wegsortiert hatte, es musste wichtig sein.

Coruscant - Jedi-Tempel- Nebbras Quartier - mit Nebbra
 
Coruscant- Jedi-Tempel-Kantine- mit anderen

Suna hatte ihm gerade die Frage gestellt, wann er denn ausgewachsen war. Die Frage war gut. Er hatte sich noch nie darüber Gedanken gemacht und wusste es darum auch nicht. Irgendwann war er sicherlich gross, aber erwachsen zu sein war für ihn im Moment noch unvorstellbar. Also, so richtig. Während er darüber nachdachte, passierte allerdings etwas merkwürdiges. Jemand kam zur Tür rein. Er war gross, nein, sehr gross. Er war kein Mensch, auch wenn er fast so aussah. Doch für einen Menschen war er einfach zu gross. Ty konnte auch nicht sicher sagen, was er sonst war. Aber was das merkwürdigste war: Niemand nahm Notiz von ihm. Ty runzelte die Stirn und beobachtete diesen Mann, bis ihre Blicke sich trafen und der Mann ihm zulächelte. Ty hatte sofort das Gefühl, dass dieser Mann sein Freund war. Er machte auf den Jungen den Eindruck, als ob er endlich gefunden hatte, was er suchte. Mit schwungvollen Schritten kam er durch den Raum genau auf Ty zu, aber die Gespräche am Tisch verstummten nicht. Immernoch wurde der grosse Mann von niemandem gesehen und er wurden auch nicht umgerannt, auch wenn ihm sicher ein paar Leute in den Weg gekommen waren. War er ein Geist? Aber Geister sahen doch ganz anders aus? Der Mann stellte sich lächelnd hinter Ty und der Junge wollte die anderen am Tisch auf den Mann aufmerksam machen. Doch...er war allein. Was zum? Warum waren sie alle weg? Ty wusste ja nicht, dass er eine halbe Ewigkeit ausgesehen hatte, als würde er tagträumen.Da hatten die anderen ihn wohl nicht stören wollen. Aber wie sollte er denn jetzt seinen Vater finden? Doch der grosse Mann trat hinter Ty hervor und ging Richtung Ausgang. Kurz drehte er sich um und sah Ty an, bevor er weiter ging. Ty überlegte einen Moment, sprang dann auf, warf seinen Rucksack auf den Rücken und rannte hinter dem Mann her. Wer war er ? Und woher kam er? War er wirklich ein Geist? Ty war gespannt, wo der Geist ihn hinführen würde. Er beschloss, ihm soweit zu folgen,wie es ihm geheuer war. Also nicht aus dem Tempel raus- er würde wohl nie wieder zurück finden- und auch nicht in irgendwelche düsteren Gänge. Solang alles beleuchtet war, wurde es auch genutzt und wenn er sich verlief, konnte man ihn finden. Doch es kamen keine dunklen Gänge und auch kein Ausgang. Genaugenommen kam er nicht so weit von der Kantine weg. Drei Gänge weiter blieb der Geister-Mann plötzlich stehen und legte sich den Finger an die Lippe. Dann bog er ab und als Ty ihm folgte, war er verschwunden. In dem Gang waren weniger Personen unterwegs wie vor der Kantine und Ty sah sich etwas unsicher um. Was sollte er hier? Langsam ging er den Gang runter und machte wohl fast den Eindruck, als hätte er sich verlaufen. Aber zur Not würde er den Weg zurück in die Kantine finden. Hoffentlich.

Coruscant-Jedi-Tempel-Gänge-mit anderen. In der Nähe: Radan und Ikarus.
 
Coruscant – Jedi-Tempel, Wes' Büro – Mya (NPC), die drei A's: Aketos, Alisah, Arkon und Wes

War das das erste Mal, dass Mya und Alisah sich begegneten? Wes hätte es nicht beschwören können, es hatte aber den Eindruck. Erst recht hatte es den Eindruck, als ob die beiden nicht gerade den besten Start miteinander hätten, obwohl er den Dialog aus der Entfernung, bei Arkon sitzend, nicht so genau verfolgt hatte. Was der Taanaber aber mitbekam war, nicht zuletzt durch Myas Aufregung, dass seine Padawan eine Tooke-Illusion erschuf, und zwar eine verdammt überzeugende. Eine Jedi glauben zu machen, dass ein kleines Tierchen an ihr hochkrabbelte, war schon wegen des haptischen Feedbacks eine besondere Herausforderung. Wes erkannte die Illusion von allem am Fluss der Energie, die von Alisah zu dem vermeintlichen Nager führte.

Ebenfalls recht lautstark auf sich aufmerksam machte die urplötzlich und unerwartet wie die sposianische Inquisition auftauchende Aketos. Es war recht offensichtlich, dass sie ein Problem mit ihrer Meisterin Eowyn hatte, die sie in seinem Büro wähnte. Es klang ein wenig sonderbar, weil die Kamino unauffindbar gewesen war, seit sie vor Wes' Gespräch mit der nun frischgebackenen Rätin den Raum verlassen hatte, aber sie war offensichtlich wieder da und sehr in Aufregung. Wes wollte gerade Arkon vertrösten, um mit Aketos zu reden, als Mya die Sache selbst in die Hand nahm und die Zwischentür zu ihnen schloss. Dass seine Assistentin die Lange Dürre™ kannte, war ihm ebenfalls neu. So hatte Wes allerdings die Gelegenheit, seiner Padawan gleich ins Gewissen zu reden. Dass Arkon zugegen war, war insoweit verschmerzbar, als sie Mya den Streich ebenfalls in seiner Gegenwart gespielt hatte.


»Eindrucksvolle Illusion, das muss ich schon sagen. Überzeugend aussehende Tiere finde ich nicht so einfach, besonders wenn es obendrein noch Körperkontakt involviert. Aber geh' bitte schonend mit Mya um. Es war nicht leicht, jemand passenden für diese Aufgabe zu finden und sie macht ihre Sache bisher gut. Ich würde es bedauern, wenn diese Dinge… eskalieren,«

Erklärte er Alisa in ruhigem Ton. Nun erst hatte der Jedirat die Zeit, den Gesprächsfaden mit Arkon wieder aufzunehmen, der durch die Turbulenzen im Vorzimmer vorübergehend unterbrochen worden war. Der junge Ritter zählte also auch zu jenen, die während der Zeit des Widerstands einen Vertrauten, in dem Fall seinen Meister, verloren hatte.

»Ich erinnere mich nur vage an Jor Moch. Coruscant hat uns viele Jedi gekostet, bei seinem Verlust, dem Kampf um die Rückgewinnung und seit der Rückkehr ebenso. Es war sicher nicht einfach für dich, als dein Meister verschollen ging. Umso erfreulicher ist, dass du immer noch da bist. Nicht wenige Padawane gingen uns aufgrund solcher Ereignisse verloren. Markus ist zum Glück immer noch im Orden, wie du sicherlich weißt,«

Erzählte Wes dem jungen Ritter, der vor so langer Zeit einmal ein junger Anwärter gewesen war, der ihm seine geliebte Desaster vollgekotzt hatte. Als sie nun langsam zur Psychometrie-Meditation kamen, fielen Alisah anscheinend die unvermeidlichen Nebeneffekte ein, wenn man sich gemeinsam in der Macht auf dieselbe Vision konzentrierte. Sie versprach Arkon und ihm, ihre jeweilige Privatsphäre zu respektieren und sich nur auf Flynns Lichtschwert zu konzentrieren. Wes hatte den Eindruck, dass sie sich vor allem um ihre eigene Intimität sorgte und grundsätzlich konnte er das auch gut verstehen. Als ehemalige Sith hatte sie sicherlich schon einige Male mit Vorurteilen und Ablehnung zu kämpfen gehabt, nicht nur bei Elise, und sicherlich nicht erst, seit er sie unter die Fittiche genommen hatte.

Im Gegenzug vermutete allerdings Arkon zu Recht, dass die gemeinsame Psychometrie nur funktionieren konnte, wenn alle Beteiligten ihren Geist öffneten. Wes hatte hier die wenigsten Sorgen, trotz all der Geheimnisse, die er in sich trug: er gab ohnehin schon das Lichtschwert seines Padawans mit allerlei Erinnerungen an ihn als Übungsobjekt frei, und außerdem würde er es merken, wenn jemand anfing, in seinem Geist herumzustochern.


»Du hast recht, Arkon. Wir müssen unseren Geist öffnen und dem anderen gestatten, uns zu berühren. Wenn wir unsere Barrieren nicht ein Stück weit senken, wenn wir uns nicht vertrauen, werden wir keinen Erfolg haben. Aber wir sind Jedi. Wir achten die Privatsphäre anderer Leute im Alltag, obwohl wir auch anders könnten, und jetzt gleich, wo es Gelegenheit und Versuchungen gibt, tun wir es erst recht. Nicht wahr, Arkon? Wir öffnen uns für einander und konzentrieren uns ausschließlich auf das Schwert?«


Gleich im Anschluss machte der menschliche Jediritter den Vorschlag, dass Mya doch auch teilnehmen konnte, um die Übung zu vereinfachen. Die Logik war so simpel wie einleuchtend. Eine Ritterin mehr würde natürlich helfen und ihre Chancen vergrößern, wirklich die Psychometrie zu erfahren, zumal Wes nur von Arkon wusste, dass er diese eher seltene Gabe besaß. Als seine Assistentin sollte die hinreißende Twi'lek über Psychometrie Bescheid wissen. Es lag in seinem Interesse, dass sie möglichst viel über das wusste, was er so tat und konnte, denn um so verantwortungsvollere Tätigkeiten konnte sie ihm abnehmen. Schließlich hatten weder Eowyn, von der der Vorschlag ursprünglich stammte, noch er als er eine Assistentin gesucht hatte, Kaf kochen und Büro aufräumen im Sinn gehabt.

»Natürlich, das macht Sinn! Mya sollte auch ein Teil der Übung sein!«

Rief er aus und verschwand Richtung Vorzimmer, wo er zu seiner Überraschung immer noch Aketos vorfand. Noch eine mehr, die ihnen helfen konnte! An die Spannungen zwischen Mya und Alisah dachte Wes dabei gerade nicht.

Coruscant – Jedi-Tempel, Wes' Büro – Mya (NPC), die drei A's: Aketos, Alisah, Arkon und Wes
 
Coruscant - Jeditempel – Ratsturm - Vorzimmer von Wes Jansons Büro - mit Mya

Das zischen der Tür riss Aketos aus ihren kreisenden Wut-Gedanken. Der Duft von Kaf breitete sich im Raum aus. Kurz zuvor hatte Mya ihr erklärt, dass dieser Knopf auf ihrem Schreibtisch leider nur eine Art von Kaf produziert. Weißen Kaf ohne Zucker. Und tatsächlich. Weißer Kaf kam per Droidenexpress an Aketos fragte sich, ob es tatsächlich weiße Kaf-Früchte gab, aus denen dieses Getränk dann gewonnen wurde oder ob es tatsächlich einfach nur eine Andere Herstellungsvariante war, da diese Art von Kaf keinen Schimmer mehr - auch nicht im Ansatz - braun war. In Ermangelung an Salz dachte sich Aketos: Hmm.. Ein bisschen verdünnen können wir die Brühe schon. Schließlich ist ja in meiner Trinkflasche genug salziges Wasser. Und ich will ja nur einen winzigen Hauch Salz in meinem Kaf. Gesagt, getan. Aketos nahm dankend einen Becher und stellte ihn auf den Schreibtisch vor sich. Geschickt ließ Sie noch einmal währenddessen den Blick über die Planetenprofile schweifen. Ein paar mehr Details wurden ihr Bewusst. Bei Dantooine, Taris und Naboo schien es um Handelsrouten zu gehen, da dort irgendwelche Waren aufgelistet waren. Ossus... Ah! Die Febs haben einen Versorgungsantrag gestellt. Deswegen auch das Kistensymbol vermutlich. Endor, Bastion und Alderaan konnte sie nicht mehr genauer anschauen, da einfach keine Zeit mehr blieb für "zufällig" drüber schauen. Aketos setzte die Trinkflasche an und goss einen kleinen Schluck ihres Wassers in den Kaf. Augenblicklich wurde dieser schwarz und - die Kamino konnte es nur mit "Phasentrennung" beschreiben - etwas setzte sich ab. Das Getränk bekam die Farbe, die Aketos bekannt war. Und eben Flocken. Faszinierend.

Während Aketos noch das Geschehen im Kaf beobachtete gab ihr die Twi'lek Recht. So etwas gehört sich nicht! Rücksichtslos und aus dem Affekt fiel die Kamino Mya ins Wort:


Meine Worte! Das gehört sich nicht!

Die Rote schien das aber gekonnt zu ignorieren und sprach einfach weiter. Aketos schöpfte Hoffnung aus der Vermutung, dass die 'interne' Zeremonie noch stattfinden würde, weil das, was sie im HoloNet gesehen hatte sehr ungewöhnlich sein musste. Zumindest nach Meinung der Twi'lek. Dann berichtete Mya über ihre Erlebnisse. Und auch über Wes. Aketos war das gar nicht bewusst gewesen, was hier im Tempel so alles gesagt wurde. Du Doof!, schimpfte sie sich selber. Ihr wurde bewusst, dass sie ja gerade mal einen, maximal zwei Tage hier war. Und dass man in der Zeit keinesfalls schon alle Gerüchte, et cetera zu Gehör bekommt ist ja wohl logisch. Die Lethan sprach weiter.

Aketos verlor den Faden und ihre Gedanken kreisten plötzlich wieder um eine gewisse Menschin, die sicherlich gerade ganz in der Nähe residierte. Eowyn. Die Verletztheit kroch wieder hoch und wurde wieder zu dieser Wutwelle, die die Kamino so gut mittlerweile kannte. Je öfter sie allerdings nachdachte umso mehr flaute das Gefühl ab. Sie hatte wahrscheinlich wirklich ihre Gründe. Diesem Gespräch konnte die Mei... die RÄTIN nicht ausweichen. Und Aketos würde ihren Gefühlen Luft machen. Mit voller Breitseite! Das nahm sie sich fest vor. Die Kamino einfach links liegen lassen... So klein, dass sie übersehen werden konnte war sie keinesfalls....

"Oh, er kommt!" hörte sie plötzlich als sie ihren Kaf ansetzt und trank.

GESCHMACKSEXPLOSION! Aketos riss kurz die Augen auf. RICHTIG gut. Ein Gefühl der Wärme und des Wohlbehagens breitete sich von ihrem Mund über den ganzen Körper aus. HAPTIKEXPLOSION! Das Gefühl des Kafs in ihrem Mund, die Wärme, das Salz, die Flocken. Letztere schienen ihre Zunge zu streicheln. Irgendwie erinnerte sie das an etwas. Aketos grinste kurz. Natürlich. Plankton-Suppe ihrer Mutter. Das erzeugte das gleiche Gefühl auf der Zunge, wenn die kleinen Krebse und sonstiges Mini-Meeresgetier über die Zunge beim Schlucken glitten. Nur irgendwie wurde ihr nicht ganz klar, warum dass bei einem Schluck Kaf ihre Hüfte vibrierte. Aketos stellte den Becher auf den Tisch zurück. Wer kam? Ach ja. Wes! Aketos riss vorher noch ihr Com vom Gürtel und las die Nachricht von Eo, konnte aber noch nicht antworten.

Dann erschien auch schon der Rat in der Tür. Der Rat, der ihrer Meisterin diese Botschaft gebracht hatte, die genau zu Aketos momentaner Miesere geführt hatte.


Hallo Wes!

sagte Aketos nicht ohne ein kleines bisschen Wut in der Stimme. Der Rat lud die Twi'lek und die Kamino zu einer Psychom... Psycho-WAS? ein. Aber es schien wichtig zu sein, da die Kamino anscheinend irgend etwas kennen sollte. Einen Gegenstand, der bei der Übung einen wichtige Rolle zu spielen schien.

Bitte einen kurzen Moment ihr beiden. Ich muss eine wichtige Nachricht an Rätin El'mireth verfassen.

Ohne eine Antwort abzuwarten ging Aketos in eine Ecke des Raumes, zückte ihr Com und drückte auf den Holo-Aufzeichnungsknopf:

--- Holo-Com an Eowyn ---

Hallo Eo! Ich kann leider gerade nicht kommen. Rat Wes Janson sagt, ich müsse bei einer Psychome...dingsdi-Übung mitmachen, da ich anscheinen irgendeinen Gegenstand kenne, den sie untersuchen wollen. Ich melde mich, sobald wir fertig sind! Bis bald!


Aketos Mimik geht dabei von anfangs total entspannt über fragend hin zu ein bisschen wütend. Das Wort "Rat" sprach sie gezielt langsam und betont aus und man sieht auch noch, dass sie vorher aus Wut geheult hatte.

--- Ende der Übertragung ---

Anschließend ging die Kamino zurück zu den Beiden im sich noch im Vorzimmer aufhaltenden Personen. Sie wischte sich noch einmal über das Gesicht. Dann drängte sich folgende Fragen auf, die sie sogleich auch stellte:

Ich weiß, dass es wahrscheinlich Grundwissen ist. Dieses Grundwissen habe ich leider nicht oder habe es wieder Vergessen. Was ist Pschykomähkologie? Und warum braucht man dazu einen Gegenstand? Ich denke, dass es sich um eine Machttechnik handelt. Daher auch gleich mal meine Vorwarnung: ich bin NICHT gut in solchen Dingen...

gespannt blickte Aketos in die für die Kamino fragend erscheinenden Gesichter der Twi'lek und des Menschen

Coruscant - Jeditempel – Ratsturm - Vorzimmer von Wes Jansons Büro - mit Mya und Wes
 
Coruscant-Jedi-Tempel-Gänge-mit anderen. Radan und Ikarus.

Radan war immernoch im Gespräch mit Ikarus vertieft. Immerhin waren sie auf den Weg in die Kantine. Immerhin hatte Alisah angedeutet das dort jemand auf ihn warten würde. Er wusste nur nicht wer auf ihn warte. Er konnte sich nioch nicht irklich ein Bild davon machen wer es wirklich war. Nur das es offenkundig wichtig für Jene Person war. In diesen Gedanken vertieft fiel ihn trotzdem der Junge im Gang auf der einen verlorenen Eindruck zu machen schien. Radan klopfte kurz auf Ikarus schulter und deutete zu dem Jungen bevor er sich eben Jenen näherte.

"Kann ich dir helfen?"

Kam freundlich über seine Lippen als er den Fremden (Ty) musterte. Vielleicht hatte er sich nur verlaufen. Radan strich sich über die Ansätze seines Bartes und schenkte ihn ein aufmunterndes Lächeln.

Coruscant-Jedi-Tempel-Gänge-mit anderen. Radan, TY und Ikarus
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Eowyns Büro, mit Ian

Eowyn nickte. Darum hatte ich dich ohnehin noch bitten wollen. Jedes bisschen Information kann am Ende wichtig sein... Sie lächelte spöttisch. Das ist der Traum der Träume aller Männer, oder etwa nicht? Auf einigen Welten schien es zumindest so zu sein. Gut, dass Ian nicht so tickte - dann hätten sie aber ohnehin vermutlich niemals zueinander gefunden.
Der kleine Scherz wich aber sofort wieder dem Ernst des Themas, und Eowyn hörte Ian aufmerksam zu. Ihre Rolle im Allgemeinen überdenken? Hatten sie die Rolle
überhaupt schon ausgearbeitet? Ian sprach das an, worüber sie sich ebenfalls schon Gedanken gemacht hatte und worauf sie noch zu sprechen kommen wollte. Sie nickte langsam.
Meinst du nicht, das würde mich schwach erscheinen lassen? Wäre Schwäche etwas, was mir helfen könnte, oder eher etwas, was mir schadet? Du kannst das ruhig aber auch kurz überdenken - lass uns das doch gleich im Zimmer weiter besprechen. Wenn sie mehr Ruhe hatten. Es gemütlicher war. Und eine weniger sterile Stimmung herrschte.
Sie seufzte, als Ian davon sprach, dass nur eine Sache davon gut klang. War es das Frühstück oder das Gespräch? Beides kam in Frage, das war das unangenehme an der Sache. Er konnte sich sicher sein, dass er zumindest etwas vom Frühstück, das nun eher ein Mittagessen wurde, zu sich nehmen würde - dafür würde sie sorgen. Außerdem hatte sie schließlich nur Dinge aufs Tablett gepackt, die Ian mochte, lauter ungesundes Zeug. Sie wollte nicht daran denken, wie er auf Bastion leben würde - ein Problem, das sie eventuell noch ansprechen würde, aber da war noch so viel anderes... Womöglich würde sie es vergessen.
Bevor sie Ian zunicken und wieder voll auf die Beine springen konnte, piepte ihr Kom, und Eowyn nahm es erneut zur Hand. Aketos. Die Nachricht war also schon angekommen, und mit leicht klopfendem Herzen spielte Eowyn die erhaltene Botschaft ab. Eine Holoaufzeichnung, im Gegensatz zu ihrer Textnachricht... Ian konnte sie also genauso gut erkennen.

Aketos' Abbild baute sich vor ihr auf, kleiner als in Originalgröße, aber immer noch groß genug, dass sie gewisse Dinge erkennen konnte - Überreste von Tränenspuren zum Beispiel. Dann war da noch ein angespannter Tonfall, der wohl gelassen wirken sollte, es aber bei weitem nicht war, wenn man Aketos schon eine Weile kannte, so wie sie. Und außerdem schaffte es die Kamino auch nicht, diesen durchzuhalten. Ihr Ärger klang deutlich durch, und Eowyn wurde schlagartig klar, dass nicht nur sie selbst Probleme mit ihren Emotionen hatte, sondern diese auch an die Kamino weitergegeben hatte. Wunderbar.

Und schön.
Die implizierte Aufforderung, die sie ihr gestellt hatte, ignorierte die Padawan also einfach. Weil
Rat Wes sie davon abhielt. Na klar. Mischte Wes sich jetzt auch noch in ihre Meister-Padawan-Beziehung ein, war das ein schlichter Zufall oder interpretierte Eowyn hier etwas völlig falsch? Auf jeden Fall gefiel es ihr ganz und gar nicht, dass Wes anscheinend mehr zu sagen hatte als sie selbst. Aketos war also richtig sauer. Eowyn konnte es ja durchaus nachfühlen, sie hatte sicher eine große Schuld an dem ganzen, aber gleichzeitig war es nicht in Ordnung, dass die Kamino der Aussprache so aus dem Weg ging - und überhaupt, dass sie sich so aufführte. Die Padawan hatte doch keine Ahnung, was hinter den Kulissen alles ablief. Noch im Trainingsraum hatte Eowyn ihr klar und deutlich gesagt, dass sie ihr absolut vertraute. Zählte das gar nichts? Verstand Aketos nicht, dass sie nicht alles mit ihr teilen konnte, dass sie ihre Gründe hatte?

Am liebsten hätte Eowyn das Komgerät in die Ecke gefeuert, stattdessen atmete sie einfach ganz normal weiter und zuckte kein bisschen, bis sie sich so weit unter Kontrolle hatte, um sich wieder bewegen zu können.
Ruhig packte sie das Gerät zurück in ihren Gürtel, nahm den Rest ihres Kafs, stand auf und ging auf die Tür zu.

Also los, wiederholte sie Ians Worte von vorhin, als wären die letzten Minuten überhaupt nicht gewesen. Was sollte sie auch schon dazu sagen - Aketos konnte oder wollte nicht mit ihr reden, für mehr hatte sie momentan keine Nerven.


Im Zimmer holte Eowyn als erstes den Nachtisch aus dem Kühlschrank und stellte ihn auf den Tisch. Sie würden ihn heute essen müssen, morgen war er sicher nicht mehr gut. Dann setzte sie sich an den kleinen Tisch und nickte Ian zu.
Nimm du dir, was du möchtest, ich esse den Rest, okay? Schließlich hatte sie das Tablett für ihn gefüllt, nicht für sich, und die meisten Dinge darauf waren auch für sie in Ordnung. Also... wo willst du weitermachen in der Planung? Eowyn lächelte schief. Da war so vieles, was sie mit ihm noch besprechen wollte, und ihm würde es sicher ähnlich gehen. Es war gut, wenn sie damit loslegten, sie hatten schon zu viel Zeit durch diese letzte Phase verloren...

Coruscant – Jedi-Tempel – Iowyns Quartier, mit Ian
 
Coruscant ~ Jedi-Tempel ~ Nebbras Quartier, mit Lianna (alias Mino)

Nebbra nahm zwei Gläser und eine frische Flasche Wasser und stellte diese vor Mino auf den Tisch. Das zweite Glas nahm sie selber und setzte sich dem Kind gegenüber. Es dauerte nicht lange, da begann es auch schon, sich zu erklären. 16 also - das war eigentlich beinahe schon kein Kind mehr. Ja, die Maßstäbe der Elomin, bei denen man mit 16 schon als erwachsen galt, waren bei Menschen nicht ganz anwendbar, aber auch Menschen waren mit 16 schon recht weit. Sehr hilfreich war dann die Nennung des Geschlechtes - also doch ein Mädchen. Oder eben eher, schon eine junge Frau? Nebbra lächelte.

"Nein nein, es ist nicht deine Schuld - ich bin nur wirklich nicht so sonderlich gut darin. Man sollte meinen, in einer Galaxis, die vor Menschen nur so wimmelt, würde ich es langsam gelernt haben, aber so ganz steige ich da noch nicht dahinter..."

Mino konnte schließlich nichts dafür, dass Nebbra sich an klischeehaften äußeren Merkmalen orientieren musste.

"Und ach, es ist mal ganz interessant, nicht nur in der eigenen Blase zu leben." Das war es wirklich. "Außerdem hast du mir schließlich viel Arbeit erspart, da kann ich dir wirklich etwas zurückgeben."

Nebbra ließ Mino Zeit, sich an die Situation hier zu gewöhnen. Sie wirkte unruhig, angespannt, auch ein wenig ängstlich - nun ja, wenn ihre Vermutung, dass das Kind - die junge Frau, verbesserte sie sich - nicht sonderlich reich war, stimmte, dann war das nur logisch.
Schließlich aber, kurz bevor Nebbra aufstehen und sich um das Essen kümmern wollte, brach Mino das Schweigen wieder, und das gleich mit einer ganzer Menge an Fragen, so dass Nebbra leise lachen musste.

"Ganz schön viele Fragen auf einmal, aber warum auch nicht, ich habe schließlich auch viel gefragt.
Also... Ich bin eigentlich keine wirkliche Bibliothekarin. Ich bin in diesen Job eigentlich nur hereingerutscht, weil irgendjemand Ordnung in das Chaos nach unserer Rückkehr hier her bringen musste, und ich schien ganz geeignet dafür zu sein. Außerdem sind meine Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Heilung nicht ganz so ausgeprägt, da schien ich einfach die passende Wahl - und mittlerweile macht es mir recht großen Spaß, muss ich sagen. Momentan sorge ich dafür, dass die Bibliothek wieder auf ihren alten Stand gebracht wird. Vieles ging damals bei unserer Flucht von diesem Planeten verloren, aber nur, weil es nicht in der Bibliothek auffindbar ist, heißt es nicht, dass es diese Information nicht irgendwo anders gibt. Und genau das stand auf dem Flimsi - die Kontaktdaten eines Händlers, der angeblich eine Ausgabe der vollständigen sechsbändigen Chroniken von Shulstine Fünf besitzt."


Nebbras Augen glänzten bei der Vorstellung, dass auch dieses Werk endlich wieder einen Platz in den Regalen finden würde. Ihr war klar, dass die wenigsten Interesse an einer Welt wie Shulstine Fünf besaßen - aber darum ging es nicht. Es ging um Vollständigkeit. Dieses Werk gehörte in den Besitz des Ordens, und sie würde sich darum kümmern.

"Aber zu deiner letzten Frage..." Ihre Miene verdunkelte sich etwas. "Der Tempel ist so groß, weil wir den Platz einst brauchten. Bevor uns das Imperium von diesem Planeten vertrieb. Das hier war die Heimat der Jedi, und es gab viele von uns. Dank der Verfolgung durch das Imperium ist unsere Zahl geschrumpft, und heute füllen wir noch nicht wirklich das ganze Gebäude aus, auch wenn wir mehr Platz benötigen, als man vielleicht denken mag. Wir haben hier viel Wohnraum, Trainingsgebiete, die große Krankenstation, Werkstätten, die Archive, wie die Bibliothek offiziell eigentlich heißt, den Hangar und noch ein paar Dinge mehr."

Nebbra lächelte nun wieder.

"Aber täglich kommen wieder neue Anwärter, die langsam unsere Reihen wieder füllen, und irgendwann werden wir wieder all die Wohnräume benötigen, die momentan noch leer stehen.
Aber momentan ist auch mein Magen leer - ich würde mich dann mal ans Kochen machen, in Ordnung?"

Sie wartete nicht auf die Antwort der rein formal-höflichen Frage, stand auf und griff nach der Tüte. Sie wusch das Gemüse und griff gerade zur Schublade, um ein Messer herauszuholen, als ihr die Erkenntnis kam wie der Blitz. "Ich habe dieses Gebäude schon oft von einem alten Hochhaus betrachtet, ich habe mir immer gewünscht, davor zu stehen!"... Es konnte ein Zufall sein. Es gab Zufälle, auch wenn manche alten Jedi einem zu sagen versuchten, dass es das nicht gab. Es gab sie durchaus - aber es war häufig auch die Macht, die da ihre Finger im Spiel hatte. Schließlich gehörte sie nun auch nicht zu den Jedi, die andauernd fremde Wesen aufgabelten und mit in den Tempel brachten. Aber heute hatte sie das Gefühl gehabt, dass es die richtige Idee war. Konnte es sein... Es war einen Versuch wert, oder? Sie musste am besten eine Reaktion provozieren... Wenn diese negativ ausfiel hieß das nichts, war sie aber positiv... hm. Es musste so sein, dass sie im Notfall einschreiten konnte...

"Was hältst du davon, wenn du mir ein wenig beim Schneiden hilfst?"

Nebbra wandte sich um und balancierte mit einem Brett, auf dem Gemüse und ein scharfes Messer lagen, vorsichtig zurück zum Tisch. Kurz vor der jungen Frau aber verlor sie die Kontrolle über das Gebilde - anscheinend - so, dass das Messer - anscheinend - geradewegs mit der Schneide nach vorne auf Minos Schoß zufiel. Passieren konnte dabei nichts, denn Nebbra hatte das Messer die ganze Zeit voll im Griff - solche Situationen waren es allerdings, in denen sich die Macht manchmal in bisher unausgebildeten Personen zeigte...

Coruscant ~ Jedi-Tempel ~ Nebbras Quartier, mit Lianna (alias Mino)
 
[ Coruscant - Jedi-Tempel - "Dach"] Rilanja und Zasuna

Die Tür zum Tempel glitt mit einem Zischen zur Seite und gab damit zu verstehen, dass es von nun an möglich und erwünscht war einzutreten. Das mittlerweile wohl bekannte Geräusch war für Zasuna nicht unwichtig. Mehr als nur einmal war die Miraluka aufgrund ihrer fehlenden lichtempfindlichen Augen schon gegen Türen gerannt. Das war äußerst peinlich. Seit ihrem Training war ihr "Blick" mit Hilfe der Macht auch dahingehend besser geworden, aber wenn sie unkonzentriert war, zählten Türen nicht unbedingt zu den Gefahren, vor denen die Macht sie warnte.

In der Tat war sie im Moment eher mit dem Gedanken beschäftigt, ob sie sich ihre Freundin eher als Polizistin, Ersatzteilverkäuferin oder darstellende Tänzerin vorstellen konnte. Die Ersatzteilhändlerin war wohl am wahrscheinlichsten. Obwohl sie auch "Rilanja die Tänzerin, ein klassisches Drama in 5 Akten" für möglich hielt. Auch dazu konnte die Macht einen auserwählen. Wobei sie diese komische Seite der Macht noch nicht entdeckt hatte.


"Ich gebe zu, dass ich durchaus gerne die Nuna-Auserwählte wäre. Aber ob das wirklich meine Rolle ist, werde ich wohl erst morgen früh weiter austesten. Gute Nacht."

Rilanja verabschiedete sich wenig jedihaft mit einer Umarmung, die Zasuna wie üblich etwas verzögert erwiderte. Sie war solche Nähe und Rituale einfach nicht gewöhnt. In der Akademie war ein verständnisvolles Nicken noch das höchste aller freundschaftlichen Gefühle gewesen.

Sie wanderte durch die Gänge des Tempels bis zu ihrem Quartier und dachte zwischenzeitlich darüber nach, welche Idee ihre Freundin da wohl bei ihrem Abschied gemeint hatte. Vielleicht ein Besuch eines Holokinos? Bei dem Funkeln in ihren Augen hatte sie mit Sicherheit nicht an einen weiteren Tag in den unteren Ebenen des Tempels gedacht. Oder ein Ausflug nach ... tja wohin? Welcher Planet mochte wohl ihre Lieblingsplanet sein. Vermutlich irgendein Ort, an dem an jeder Ecke technische Bauteile verkauft wurden.

Die Jedi-Padawan betrat ihr Quartier, nur um festzustellen, dass sie schon wieder neue Zimmernachbarn hatte. Beide Neuankömmlinge, eine Mon Calamari und eine Menschenfrau, wirkten von der Färbung ihrer Aura her auf Sie nicht besonders ansprechend und kommunikativ. Da Zasuna auch nicht gerade zu den Persönlichkeiten gehörte, die offen auf andere zuging, suchte sie aus diesen Gründen auch nicht das Gespräch mit beiden. Sie hatte noch einige Pläne und nicht sonderlich viel Zeit. Zunächst studierte sie ihre eigenen Aufzeichnungen zum Lichtschwertbau. Nach ein oder zwei Stunden hatten die beiden anderen sich schlafen gelegt, woraufhin Zasu in die Bibliothek wechselte, um weiteres Infomaterial zu sammeln und die anderen nicht zu stören.

Es war bereits früher Morgen, als sie in das Zimmer zurückkehrte um nach einer erholsamen Stunde der Meditation wieder aufzuwachen. Sie hatte noch nie viel geschlafen. Irgendwie hielt sie das für vergeudete Zeit. Ihr Körper brauchte es auch nicht. Sie liebte die Meditation, wenngleich sie immer darauf achten musste, nicht "zu tief einzutauchen." Sie erreichte kurze Zeit später die Nunabraterei noch vor ihrer Meisterin und - spürend, dass sie auch bald kommen würde - bestellte bereits zwei Frühstücks-Nuna-Pakete mit beigelegten Überraschungs-Nuna, in dessen Inneren sich eine kleine Jedi-Spielfigur befinden sollte. Als Rilanja schließlich ankam, winkte sie bereits mit den Tüten in den Händen und einem Lächeln auf dem Gesicht.


"Also ich habe die Nunas. Ich hoffe du hast die Eingebung."


[ Coruscant - Jedi-Tempel - Nunabraterei ] Rilanja und Zasuna
 
Coruscant - Skydome - Vor dem Vintage - Elise

Nur kurze Zeit später hatte das Warten ein Ende. Von einer Rampe kam der humpelnde Kel'Dor eine geschwungene Rampe herunter, die geradewegs durch den halben Saal von oben nach unten oder umgekehrt führte. Das Bauwerk war eine architektonische Meisterleistung, was sicher irgendwann auch mal einen Preis für eben dieses Wunder bekommen hatte. Alles glänzte und schien hochgradig steril und sauber, der Ort musste einer der gepflegtesten auf ganz Coruscant gewesen sein. Der Anmut des Ortes verfallen, hatte Eli ihren Puls fast ganz runtergeschraubt. Sie hatte sich mental darauf vorbereitet, eben nicht vollständig an die Decke zu gehen, wenn JK und sie ins Gespräch kämen.

"Hey, du musst wirklich überlegen, bevor du sprichst." Sie zählte drei Dinge mit der rechten Hand auf. "Sammeln, ordnen, sprechen." Mit einem leichten Grinsen quittierte sie die Bitte um Neustart und erwiderte die Umarmung.

"Essen klingt gut. Ich bin allerdings knapp bei Kasse. Ich revanchier mich dann später mal."

Die Alderaanerin ging vor JK in das Restaurant und folgte der Anweisung des Kellnerdroiden zu einem definierten Tisch zu gehen. Es war ein schöner Tisch mit Ausblick auf die Stadt.

"Verdammt. Ich kann mir vorstellen hier zahlt man den Ausblick gleich mit." stellte die Ritterin fest, als sie, den Kopf abgestützt, aus dem großen Fenster schaute. Es war stockdunkel draußen und der Verkehr hatte ein wenig abgenommen. Doch noch immer waren verdammt viele Vehikel auf den Luftstraßen unterwegs, was von so weit oben aussah, als würden sich grelle Glühwürmchen durch eine Kraythöhle kämpfen. Die Nervosität war in die junge Jedi zurückgekehrt und hatte den Ärger verdrängt, den sie noch vor ein paar Stunden empfand. Nun saß der ungestüme Ritter vor ihr. Versehrt und ein wenig geknickt nahm er eine Position ein, die zu dem Gefühl passte, welches sie empfand. Dabei waren die Sessel, in denen sie saßen, breit und gemütlich. Am Tisch essen wäre dermaßen unergonomisch gewesen, dass sie sich sicher nur ein wenig Finger-Food bestellen würde.

Noch bevor der Droide die Karten brachte, reichte der aufpolierte Blecheimer eine Schale mit Nusscrackern und einen grünlichen Dip, der mit Öl angerührt zu sein schien. Wasser schien aufs Haus zu gehen, denn in einem Kryobehälter befand sich in optimaler Temperatur eine Flasche stilles Wasser. Jay hatte sich leicht in den Sessel fallen lassen, und um ihm die Qual des Aufbäumens zu ersparen, goss sie ihm und sich großzügig in die Gläser vor ihnen ein.

"Wie geht's deinen Verletzungen? Erholst du dich?"

Brach sie nach einigen Minuten das Eis. Sie wollte und würde die Konversation nicht zwingend schnell vorantreiben, doch waren unbehagliche Situationen im Moment nicht gerade das Mittel der Wahl der Alderaanerin. Sie war trotz der Umstände ziemlich entspannt und wollte das nicht gleich wieder gegen Anspannung tauschen. Doch wusste sie, dass sie die folgenden Themen nicht mit Höflichkeit und Freundlichkeit ansprechen konnte. Seine Meinung brachte man so nicht zur Geltung, das machte Elise dann doch eher mit Bestimmtheit.

"Hast du schon eine Idee, was wir essen können?"

Ein Blick in die Karte verriet, dass das Speisenangebot begrenzt war. So mochte Elise das. Lieber zehn gute Gerichte als vierzig, die alle gleich oder schlecht schmeckten.

Coruscant - Skydome - Vintage - Elise
 
Coruscant – Jedi-Tempel – Eowyn Büro, mit Eowyn

Informationen über Bastion konnte und würde Ian ihr geben. Jedes Detail das von Belang war, würde er ihr mitteilen und vielleicht war es sinnvoll eine Skizze anzufertigen, damit sie mit dem Gebäude und den Gängen vertraut war. Im Wesentlichen würde sich nicht viel verändert haben und neben dem Ambiente war wichtig, Eowyn auf das vorzubereiten, was sie dort fühlen würde. Vor allem unten, in den Katakomben. Die Sith-Geister die nach einem griffen. Dunkelheit, Angst... all jene bedrückende Gefühle waren dort unten so deutlich spürbar, wie kalter, dichter Dunst der sich früh morgens über eine Wiese legte. Wie Nebel - es war unmöglich dort hindurchzugehen ohne ein Gefühl der Beklommenheit zu bekommen.

Eowyn riss ihn aus diesem Gedanken, als sie seinen Witz fortfuhr. "Dann bin ich wohl ein Glückspilz, hm?" Dachte Ian an seine Kindheit zurück, dann war Gerome derjenige gewesen, der den Ton angegeben hatte. Er hatte Gracie gesagt was sie zu tun hatte und sie hatte, ohne zu zögern, genau das getan. Wollte er etwas spezielles zu Essen, hatte er es bekommen. Wollte er eine Sendung im Holo Net sehen, dann war klar gewesen, dass sich alle danach zu richten hatten. Die Rollenverteilung war klar gewesen. Vielleicht - und das wurde Ian jetzt zum ersten Mal bewusst - war seine große Anzahl an Geschwistern auch dieser Rollenverteilung zu Schulden gewesen?

Was Eowyns andere Fragen betraf, so war es wohl besser, sie ausführlich im Zimmer zu besprechen. "
Ich würde sagen, es kommt ganz darauf an. Aber das besprechen wir wirklich besser eingehend im Zimmer." Eigentlich galt im Orden der Sith das Gesetz des Stärkeren, aber das konnte kaum auf eine Jedi übertragen werden. Vielleicht fand man sogar eher Gefallen daran, wenn sie sich wehrte und gab weniger Anlass, sie zu verspotten. Das Szenario war schwer abzuschätzen. Ian selbst hatte die Erfahrung gemacht, dass beides in Schmerz enden konnte. Demut wurde zuweilen mit Schwäche verwechselt und führte zu Bestrafung so wie Rebellion ebenfalls zu Bestrafung führte. Am Ende war es vermutlich das Beste, wenn Eowyn auf ihr Gefühl hörte, aber das konnte Ian kaum vorschlagen, ohne Empörung in ihr auszulösen. Neben Gefühl und Theorie waren noch andere Dinge unerlässlich. Sie würden Trainieren müssen und, auch das stand fest, Eowyn würde eine Waffe brauchen, die sie versteckt bei sich tragen konnte. Noch hatte Ian nicht das richtige gefunden, aber er würde. Denn völlig unbewaffnet konnte, nein würde er sie nicht nach Bastion lassen. Diesmal war es Eowyns Kom-Gerät, dass seinen Gedankengang unterbrach. Aketos. Sie ließ Eowyn eine Videonachricht zukommen und Ian beobachtete still Eowyn, als sie die Nachricht abspielte. Begeisterung sah anders aus, dabei hatte Ian angenommen, dass Eowyn die Nachricht eher beruhigen würde. Der Fall aber war das nicht. Stattdessen wirkte es so, als benötigte Eowyn ein paar Sekunden um nicht aus der Haut zu fahren - und Ian ließ ihr diese Zeit. Beinahe stoisch hängte sie das Gerät zurück an ihren Gürtel, ließ das Video völlig unkommentiert und Ian beschloss, sie nicht darauf anzusprechen, auch nicht, als sie zurück in ihr Quartier liefen, in dem Ian sich beeilte mit Hilfe der Macht den Kuchen wieder auf dem Teller zurecht zu rücken, der vorhin durch seine leicht unbeherrschte Reaktion vom Teller gerutscht war. "Du hast es so gut gemeint, dass das für eine ganze Bataillon reicht," war Ians lächelnde Erwiderung, als er Eowyn etwas von allem auf ihren Teller gab und das gleiche bei sich wiederholte. Ihr Nachtisch war auch das erste, was er probierte um sich, gleich nach der ersten Gabel mehr aufzuschöpfen. "Ich bin dafür, dass ich die Schüssel bekomme und du den Rest," kam nicht minder begeistert. "Das ist besser als jeder Sirup." Am liebsten hätte er einfach nur da gesessen und gegessen, aber Eowyn kam zurück zum Thema. "Ich bin nicht sicher, was die richtige Vorgehensweise ist. Meine Zeit bei den Sith lässt sich nicht auf dich übertragen. Vermutlich wird jeder anders auf dich reagieren. Zu schwach zu wirken wird ebenso schlecht sein, wie der Versuch, ihnen mit Verachtung enteggen zu treten. Ich..." Ysim. Warum fiel ihm gerade dieser Kerl ein? Noch in der Bewegung, die seine Gabel zum Mund geführt hätte, hielt Ian inne. "Es kommt auf den Sith an," wiederholte er dann, diesmal todernst, was sich auch in seinem Gesichtsausdruck widerspiegelte. "Eowyn, du solltest, nein, du musst eine Sache wissen. Ich... war nie sonderlich beliebt oder angesehen im Orden und ich habe mich von den meisten Sith unterschieden. Was dort passieren kann, ich..." Das war kein Thema über das er sprechen wollte, keines das er mit Eowyn besprechen wollte und doch war es eins, das er mit ihr besprechen musste. "Ich habe Feinde dort und manche Sith sind schlimmer, als das, was du über sie denkst. Ysim ist einer von ihnen. Er drohte mir, aber er drohte mir anders, als es andere tun würden." Er hatte mit Alisah gedroht und das brachte Ian unweigerlich dazu, die Gabel so fest zu umklammern, dass sein Knöchel weiß hervortrat - denn die Drohung erinnerte ihn an Tahiri. "Du musst ein paar Techniken lernen. Morichro. Malacia. Und du wirst eine Waffe mit dir tragen müssen. Eine die so gut versteckt ist, dass niemand auf die Idee käme, eine zu vermuten. Du musst Techniken lernen, die dafür sorgen, dass du dir jemandem vom Hals halten kannst. Und du musst, Eowyn, du musst im Notfall reagieren und dann mit voller Härte ohne Rücksicht auf Verluste." Malacia zu erlernen würde einfacher sein und es würde helfen. "Auch wenn sie keine Verbindung zu uns ziehen werden... Ich weiß nicht, was ihnen in den Sinn kommt, wenn du dort bist. Ob und was sie versuchen. Ob sie..." Er konnte es nicht aussprechen und Ian verschluckte sich beinahe an den Worten die ungesagt blieben, als eine leise Angst anklopfte. War Ysim noch im Orden? Würde er Eowyn drohen? Würde er ihr drohen sie zu.... Drohte jemand, wenn er vorhatte zu... Für Sekunden musste er die Augen schließen, noch einmal schlucken, dann starrte er auf den Tisch, atmete tief durch und sah Eowyn dann an, mit einem Blick, der ihr kaum die Möglichkeit geben würde, auszuweichen. "Das was Tahiri passiert ist, darf dir nicht passieren." Womit nicht ihr Tod gemeint war. Hatte er ihr je wirklich gesagt, was sich zugetragen, was er gesehen hatte? Nein, das hatte er nicht. "Wenn dir jemand körperlich zu nahe kommt... Ich meine wirklich körperlich, dann will ich, dass du vergisst, das du eine Jedi bist, Eowyn, verstehst du?"

Coruscant – Jedi-Tempel – Iowyns Quartier, mit Eowyn
 
Coruscant – Jedi Tempel – Garten – Eriu, Suna und Sarid


Dafür, dass Eriu sich zuvor sehr pazifistisch gezeigt hatte steckte er es gut weg, dass er versehentlich einige Kleinlebewesen getötet hatte, indem er ihnen ihre Lebensenergie entzogen hatte. Der silberhaarige Sephi fragte sogar nach, ihre Erklärungen hatten wohl seine Neugier geweckt, was überaus positiv war. Sarid lehnte sich auf der steineren Bank im Garten nach hinten als sie bezüglich Erius Anmerkung nickte.

"Ja, alle lebenden Wesen erzeugen die Macht. Alles, was existiert ist Teil der Macht und wird von ihr durchdrungen, auch im All und im Hyperraum. Sonst könnte niemand dort die Macht fühlen oder benutzen. Das kann ich dir definitiv aus eigener Erfahrung bestätigen."


Dabei zwinkerte sie dem Padawan kurz zu.


"Warte nur ab. Über kurz oder lang werden wir auf einen anderen Planeten reisen und längere Hyperraumflüge eignen sich hervorragend zum Training."


Danach wandte sich der Sephi wieder der von ihm ausgewählten Pflanze zu, ähnlich wie Suna, welcher zumindest spontan nichts einfiel, wie sie schon einmal die Macht angewandt haben könnte. Aber das war kein Hinderungsgrund.


"Kein Problem. Versuche es einfach weiter, Suna",


ermunterte sie daher die große Tchuukthai. Eine Weile beobachtete sie dann schweigend wie die beiden, welche sie schon im Geiste beide als ihre Padawane ansah, sich mühten die Macht zu fühlen bzw. in die Pflanze zu leiten. Irgendwann regte sich die Pflanze schließlich, sah gesünder aus und zeigte sogar eine kleine, zarte Blüte. Als Sarid ihn schon loben wollte bemerkte sie, dass er gähnte. Aber für noch recht neue Padawane war diese starke Konzentration auch sehr anstrengend. Sogar die reptiloide Suna schloss sich ihm an. Von ihr ging allerdings eine Art Wohlgefühl aus. Hatte sie die Macht gefunden? Es machte den Eindruck.


"Na Suna, hast du die Macht gespürt? Es fühlte sich nämlich ganz so an. Gut gemacht, ihr beiden! Aber um euch etwas Erholung zu gönnen wenden wir uns nun dem Jedi-Kodex zu, den jeder angehende Jedi kennen sollte.
Gefühle gibt es nicht,
Frieden gibt es.
Unwissenheit gibt es nicht,
Wissen gibt es.
Leidenschaft gibt es nicht,
Gelassenheit gibt es.
Tod gibt es nicht,
die Macht gibt es.

Habt ihr diesen schon einmal gehört? Er ist für jeden Jedi äußerst wichtig. Dies sind die Richtlinien, an welche sich ein Jedi halten sollte. Allerdings nicht an die bloßen Worte an sich, sondern deren Verständnis und moralische Interpretation sind wichtig, um nicht den Verlockungen der dunklen Seite zu erliegen. Vielleicht besorgt ihr euch auch in der Bibliothek Literatur diesbezüglich. Dort werden viele gute Texte für Padawane vorrätig gehalten. Wenn ihr euch als Padawane von mir zu erkennen gebt bekommt ihr alles ausgehändigt, was für euch empfehlenswert ist."


Dass Sarid Suna schon als ihre Padawan bezeichnet hatte fiel ihr selbst gar nicht auf.


"Kurz gesagt meint der Kodex, dass wir uns nicht von unseren Gefühlen beherrschen lassen sollten, sondern mit kühlem Kopf und wachen Verstand durch die Welt gehen sollten. Wir Jedi sehen uns als Friedenswächter der Galaxis und nutzen unsere Kräfte stets nur zur Verteidigung und zum Schutz anderer, nie jedoch zum Angriff. Wir achten alles Leben in jeder Form und unsere Aufgabe ist es zu dienen, nicht zu herrschen, zum Wohle der Galaxis. Daher streben wir nach Vervollkommnung durch Wissen und Ausbildung, denn nur wer einen Konflikt und seine Beteiligten versteht kann eine gerechte Lösung für alle finden. Gibt es dazu Fragen?"


Dabei hoffte die Corellianerin doch sehr, dass dies beiden dies nicht einfach so hinnahmen, sondern sich Gedanken über das machten, was sie ihnen bisher gesagt hatten. Selbst langjährige Jedi konnten sich noch uneins sein darüber wie eng der Jedi-Kodex auszulegen war.


Coruscant – Jedi Tempel – Garten – Eriu, Suna und Sarid
 
Zurück
Oben