Artek III

Atrek III-vor dem zerstörten Sith-Orden
bei Tara und Anray; in der Nähe: Lt. Alan, Sgt. Rascoe, 8 Soldaten

Firedevs hielt es auch für besser, daß Anray von ihrer Flucht nichts mitbekam. So war sie wenigstens still und hatte keine Schmerzen. Schon kurz nachdem Tara sie informiert hatte, wurde Anray ruhig neben ihr. Das Mädchen lächelte.

" Danke"

flüsterte sie und hievte sich Anray auf die Schultern. Dann machte sie sich mit leisen Schritten auf zur StarExplorer. Sie konnte zwar die Lichtkegel sehen, war jedoch ansonsten von ihrem Gefühl abhängig. Sie konnte die Soldaten in der Dunkelheit spüren. Jede ihrer Bewegungen. Irgentwann waren sie an ihnen vorbei. Nun beschleunigte Firedevs ihre Schritte um schnell am Schiff anzukommen.

Atrek III-vor dem zerstörten Sith-Orden
bei Tara und Anray; in der Nähe: Lt. Alan, Sgt. Rascoe, 8 Soldaten
 
Artek III - auf dem Rückweg zur StarExplorer

Die imperialen Saldaten waren, wie Tara es vorausgesehen hatte, im Dunkeln und dank des Sichtschutzes durch die hohe Mauer, an ihnen vorbeigegangen. Nun entfernten sie sich immer mehr.

Auch Tara entfernte sich mehr und mehr vom Sith-Orden. Um so weiter sie jedoch kam, um so eigenartiger begann sie sich zu fühlen. Was mit ihr zu geschehen begann, das konnte sich die Meisterin selbst nicht erklären.

Firedevs und Anray befanden sich ein gutes Stück voraus. Tara hatte sich die Richtung zur StarExplorer gut gemerkt. Sie brauchte nur noch immer geradeaus zu gehen ... zu ihrem Glück.

Jetzt jedoch, wo sie sich vom Orden entfernte und der StarExplorer zustrebte, wurde Tara immer wieder von heftigen Schwindelanfällen heimgesucht, so daß sie anhalten mußte. Jedoch erwies sich das Stehen bleiben als abgründig falsch, da es den Schwindel nur noch verstärkte. Selbst ihren Pulsschlag fühlte Tara laut hallend und pochend pulsierend durch ihren Körper gehen. Ihr Kopf begann starke Schmerzen auszustrahlen, als drücke eine mächtige Umklammerung dagegen.

Die Meisterin konnte bald kaum noch klar denken. Sie wußte nur noch Eines:
"Ich muß zum Schiff. Ich muß weitergehen." In diesem Bestreben setzte sie Schritt um Schritt und kämpfte sich voran. Jedoch wurden ihre Schritte immer langsamer und teilweise auch stolpernder.

Als würden mächtige Spinnweben an ihrem Rücken kleben und sie zurückzuhalten und zu ziehen versuchen, so kam es Tara in einem klaren Geistesaugenblick vor. Wie einfach wäre es einfach zu verharren, doch ihre Beine und Füße arbeiteten schon selbsttätig und trugen sie weiter.

Entlich, am Ende ihrer körperlichen Kräfte und kaum noch fähig die Schwindelanfälle, Kopfschmerzen und dieses furchbare Unwohlsein zu ertragen, und als selbst der Gedanke an Firedevs und Anray Tara`s Willen und Bewußtsein entschlüpft schien, sah die Meisterin vor sich schemenhaft die StarExplorer .

Firedevs erwartete sie bereits zappelig und um Anray besorgt.
"Meisterin schnell. Wir müssen Anray helfen. Ihre Wunde ..." - redete die Padawan auf Tara ein. Sie zog die Meisterin zum Schiff und darin hinein. Hinter ihnen schloß sich die Rampe der StarExplorer.

Tara kniff die Augenlider zusammen, bestrebt das plötzliche helle Licht auszuschließen, welches im Innern der StarExplorer herrschte. Dann stützte sie ihre Hände und Arme haltsuchend gegen die Gangwand.


"Du mußt es selbst tun. Mit mir stimmt etwas nicht, aber achte jetzt nicht darauf. Nutze die Macht, Firedevs. Projeziere einen Heilungsprozeß in Anray`s Körper hinein, den Rest wird die Macht und der natürliche Körperheilungsprozeß tun. ... und versuche es nicht nur, sondern tu es." - preßte Tara hervor.

Das Gesicht der Meisterin hatte derweil eine sehr ungesunde kreidebleiche Färbung angenommen. Ihr Atem ging schwer, ihre Beine schienen bleischwer zu sein, aber noch immer pulsierten ihre Blutströme viel zu schnell und ihr Herz schlug ungleichmäßig und viel zu laut. Übelkeit kam in ihr hoch und gleichzeitig drehte sich alles. Tara versuchte sich noch ein letztes Mal zu entziehen, doch es war vergeblich. Plötzlich sackte die Meisterin ohnmächtig zu Boden.


Artek III - gutes Stück vom Orden entfernt im Wald - StarExplorer - Firedevs, Anray, Tara u. Viper
 
Artek III-Starexplorer
mit Tara und Anray

Firedevs erschrack, als sie Tara sah. Die Jedi sah krank aus und brach noch im Eingang zusammen.

" Oh schitt"

sagte Firedevs leise und brachte Anray vorerst in ihr Zimmer und legte sie aufs Bett. Dann lief sie zurück zu Tara und brachte sie in Sahras Zimmer. Und um nicht aus der Übung zu kommen rannte sie ins Cockpit und sorgte vorerst dafür das sie an höhe gewannen. Auf ihren Schirmen zeigten sich einige Jäger, die ihr entgegen kamen.

" Man Leute.. habt ihr kein zu Hause oder was."

Sie setzte einen Kurs, der sie an den Abfangjägern vorbei führen würde. Nur wenige kamen ihr entgegen, als die Star-Explorer durch die Atmosphäre brach.

" Schöne Grüße an meine Familie"

sagte das Mädchen, bevor sie den ersten Jäger vom Himmel pustete. Irgentwann war der Raum frei und sie konnte sich in den Hyperraum retten.
Da sie nicht wusste, wo Tara als nächstes hinwollte setzte sie erstmal Kurs nach Bilbringi. Dort würde sie alles bekommen, was sie brauchte. Ihr Schiff war dort bekannt und konnte ungestört Landen oder einfach im Orbit treiben. Nun zog die Padawan ihr Com, laß die Nachricht von Correan und antwortete gleich darauf. Wenigstens eine gute Nachricht.


Nachricht von Firedevs an Correan

>> Hey Herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich sehr für dich. Jetzt weiß ich ja noch jemanden, der mir im Notfall Nachhilfe geben kann. Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder. Ich vermisse dich. Bis bald. Firi+Anray<<



Firedevs stand auf und sah zunächst nach Tara, welche noch immer nicht wieder aufgewacht war. Dann ging sie in ihr Zimmer. Der Soldat hatte Anray direkt vor dem Oberschenkel getroffen. Firedevs verzog das Gesicht.

"Autsch. Kein Wunder das du nicht mehr laufen wolltest."

Sie sah sich die Verletzung genauer an und schüttelte den Kopf.

" Gut gemacht Anray. Ich würde mich auch mit der Wunde in den Sand legen. Das kommt immer gut."

Firedevs dachte an das, was ihre Meisterin ihr gesagt hatte. Doch sie traute sich nicht, so holte sie Traditionell den Verbandskasten aus dem Badezimmer und machte sich daran die Wunde zu säubern.

Hyperraum Richtung Bilbringi
mit Tara und Anray
 
Hyperraum Richtung Bilbringi - "StarExplorer"

Tara wachte wieder auf mit reichlich Kopfschmerzen, die sie sofort ihr Gesicht verziehen ließen. Langsam, und ohne ihre Augen zu öffnen, bewegte sie ihre Arme zum Kopf hin und preßte ihre Hände dagegen.

Die Meisterin hatte einen furchbaren Alptraum gehabt. Erlebnisse von Alluyen und Artek III vermischten sich in diesem Alptraum, aus dem es kein Entfliehen durch Erwachen gegeben hatte.

Jetzt pochte ihr Kopf schmerzhaft und sie fühlte sich zerschlagen und einfach furchtbar. Einige Augenblicke lag sie nur da und regte sich nicht weiter. Lediglich ihre Gedanken waren einigermaßen aktiv.

Was war das in ihrem Traum? Wie konnte sie sich so furchtbar fühlen und so heftige Kopfschmerzen haben? Und wie das allumfassende Unwohlsein bekämpfen?

Tara versuchte die Macht zu Hilfe zu nehmen, aber die innere Ruhe und Gelassenheit wollte sich einfach nicht einstellen. Schließlich seufzte die Meisterin. Ob Firedevs wohl ein Kopfschmerzmittel an Bord hatte?

An Bord? Ja, sie lag eindeutig in der Kabine an Bord der StarExplorer, wie Tara durch vorsichtiges Augen öffnen und umherblinzel erkennen und bestätigt sehen konnte. Aber wie kam sie her?

War sie nicht zuletzt auf Artek III gewesen, oder gehörte das zu ihrem verwirrenden dunklen Traum und sie befanden sich immer noch auf dem Weg zum Sith-Orden-Planeten? Eine Frage auf die sie eine Antwort erst noch finden mußte.

Tara verwünschte diese störenden Kopfschmerzen, die ihr die Konzentration zum Nachdenken raubten, und setzte sich langsam in eine sitzende Position auf. Doch weiter kam sie vorerst nicht. Wieder griff sie mit ihren Händen zu ihrem Kopf und schloß ihre Augen.


Hyperraum Richtung Bilbringi - "StarExplorer"
 
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Hyperraum-StarExplorer
mit Anray und Tara

Nachdem Firedevs Anray versorgt hatte und ein gelegentliches Zucken des Ohres auf ein baldiges Erwachen des Hundes hinwiesen, ging sie nochmal rüber zu Tara. Zu ihrer Erleichterung saß ihre Meisterin nun mehr oder weniger aufrecht im Bett. An ihrer Haltung konnte Firedevs erkennen, daß die Jedi wohl unter Kopfschmerzen litt. Rasch holte sie eine Tablette und reichte sie Tara zusammen mit dem Glas Wasser.

" Na Schädeldröhning? Sagen sie mal... haben sie sich mit Anray abgesprochen? Die wird drüben auch grade wieder wach."

Firedevs sprach leise, um die Kopfschmerzen nicht noch zu fördern und setzte sich zu der Jedi an die Bettkannte.

" Sie sollten noch ein bisschen hier bleiben, bis die Tablette wirkt. Ich geh in der Zwischenzeit mal nach der Süßen gucken und was kochen ok?"

Die Padawan lächelte und erhob sich. Es war gut das nun langsam alle wieder fit wurden.

Hyperraum-StarExplorer
mit Anray und Tara

Weiter im Space-Thread
 
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[Artek III, imperiale Garnison, Büro des Kommandanten]- Lt. Alan, Sgt. Rascoe, Captain Forge

Ein paar Stunden später, nach einer ergebnislosen Suche nach den Sith/Jedi und einer spektakulären Flucht derselbigen mit ihrem Raumschiff, standen Alan und sein Untergebener Rascoe nervös vor dem Schreibtisch ihres Kommandanten, des Garnisonskommandeurs Captain Forge. Dieser stierte eindringlich auf den Bericht des Lieutenants und zuckte mit seinen Mundwinkeln, ehe er zu sprechen begann.

"Nun, was auch immer unsere mysteriösen Besucher hier wollten, Sie haben sie daran gehindert...

"Danke, Sir."

"Aber wir haben drei hochwertige TIE-Jäger bei dem Fluchtversuch, dem erfolgreichen Fluchtversuch, verloren... das sind drei Viertel unseres Gesamtbestandes hier. Eine sofortige Ausschaltung wäre für alle von Vorteil gewesen."

"Sir, es waren Machtbenutzer...", wandte Rascoe leise ein. "Was hätten wir machen sollen...?"

"Fragen Sie das Flight Captain Delaguez, der jetzt dort oben in seine Atome zerteilt ist..."

Alan versteifte sich.

"Sir, auch wir haben Männer verloren. Es ist nicht so, als hätten wir es nicht wenigstens versucht."

Der Captain hob kapitulierend seine Hände.

"Es hätte eben keiner damit rechnen können... Und nun dürfen Sie wegtreten. Ich muss meinen Bericht an Bastion vorbereiten..."

[Artek III, imperiale Garnison, Büro des Kommandanten]- Lt. Alan, Sgt. Rascoe, Captain Forge
 
-Der Sith Orden- letzer kampf und begegnung von Laguna mit Darth Loire-

Der Hyperraum spuckte den schwarzen X-Flügler aus und Laguna befand sich wieder im normalen Raum. Die sinne die er hinausschickte suchten nach seinem sohn. Er fand ihn nicht, dafür der andere aber ihn. Ein kleiner imperialer jäger streifte seinen X-Flügler und Pilot samt maschine wurde durchgeschüttelt. Warnleuchten flammten auf und erloschen wieder, einige blinkten schnell andere gingen gar nicht mehr aus. Laguna war gezwungen im all die systeme des jägers neu hoch zu fahren. Beim zweiten mal sprangen sie an. Er drehte den kopf so gut es ging nach hinten und schaute erst links dann rechts aber vom imperialen war nichts zu sehn. Ohne R2 einheit war es schwerer einen X-Flügler zu fliegen. Auf dem radar war nichts zu erkennen. Laguna hörte nur seinen eigenen atem unter dem helm, lies den Radar aber nicht aus den augen, murmelte innerlich
Wo bist du?!
Er kniff die augen zusammen und schaute wieder auf das Radar. Da! Auf einmal sah er darauf einen kleinen fleck der immer näher kam und wusste das er es war. Also gut. Er stellte sich der sache. Er gab so viel schub das er in den pilotensitz hineingepresst wurde und stellte sich dem luftkampf

So mein sohn, nun will ich doch sehn was du als pilot so kannst
dachte er und verringerte die schubkraft des jägers nicht, sondern erhöhte ihn sogar dadurch das er energie von den waffen nahm und diese in den antrieb leitete. Schnurstracks raste er auf den imperialen Jäger zu und wich nicht aus. Im letzten moment ging er in die eisen und zog die maschine hoch das sie kerzengerade an Darth Loire´s Jäger nach oben vorbeischoß. Er lies den Jäger fassrollen in richtung des Darths machen und jagte ihn. Wie es auch sein sohn versuchte, links ausbrechen, nach rechts ausbrechen, nach oben, unten, sein vater war immer hinter ihm. Laguna suchte die frequenz auf dem er den anderen piloten finden würde und sprach nur in den funk "Landen!"
Um diesem befehl an überzeugung zu kräftigen setzte er sich mit seinem X-Flügler so nah über den Tief-fighter das er diesen mit dem bug schrammte. Erst nach diesem moment setzte der Tie-fighter zum sinkflug an. Laguna aber vergrößerte den abstand nur minimal, das sein können im steuern eines jägers bewies. Als sie beide gelandet sind, Darth Loire abseits einer hügelkette und Laguna im freien offenen feld wartete der Vater auf seinen sohn. Dieser stand auf einem vorsprung eines kleinen hügels und beobachtete. Laguna nahm den helm vom kopf ab, hängte sein lichtschwert an den Pilotenanzug und stieg aus dem jäger. In diesen moment sah Darth Loire seinen erzeuger und sprang von dem felsvorsprung und aktivierte im sprung selber sein lichtschwert das in einem gefährlichen rot schimmerte. Laguna sah es und aktivierte seine blau leuchtente Klinge, die eine beruhigende wirkung auf den unausgeblideten Jedi hatte
 
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Irgendwo ? Irgendwer

Dunkel und verschwommen. Oben? Licht? Er tauchte auf und rang nach Luft. Wo? Was? Es war dunkel, doch Fackeln waren an den Gangwänden erkennbar. Wände? Er war in einem?. Ovalen Raum. Im Wasser? Konzentrier dich. Eine Art Kanalisation? Das Wasser war aber rein? 100% rein. Er stand auf. Es reichte ihm bis zur Hüfte. Er tastete seinen Körper. Er hatte nichts bei sich, aber er verspürte auch keinen Hunger oder Durst. Trotzdem fehlte ihm etwas. Er beschloss weiterzugehen und folgte dem Verlauf des Wassers. Wie lang war er schon hier? Wieso und weshalb? Er konnte sich kaum an vergangene Geschehen erinnern. Er wusste seinen Namen, er wusste, dass seine Haare lang und seine Augen schwarz waren. Er schleppte sich weiter. Und weiter. Und weiter. Und weiter. Vielleicht waren schon ein paar Tage vergangen, doch er hätte nicht merken können. Di e Gegend veränderte sich nicht und er verspürte immer noch keine Bedürfnisse. Es schien sich nichts verändert zu haben. Der Gang sah gleich aus. Die Fackeln waren alle gleich und würden noch lange brennen. Aber denn merkte er, dass das Wasser langsamer floss. Ah, endlich konnte man etwas erkennen. Es schien so als habe der Gang ein Ende. Tatsächlich, das Wasser endete in einem Raum, in dem nichts anderes war al ein großes Tor. Er betrachtete es. Rechts davon gab es einen Schalter. Er stieg aus dem Becken heraus und streckte erstmal seine Beine ordentlich. Er zog seine Stiefel aus, leerte das Wasser und knetete seine Kleidung. Als er das auch mit seinen Haaren machen wollte, fand er an seinem Hinterkopf nicht den gewohnten Zopf. Merkwürdig. Hatte er doch keine langen Haare mehr? Wenn nicht, dann? hatte er auch einen anderen Namen? Und eine andere Augenfarbe? Nein, er wusste ganz genau wie er hieß. Das mit den Augen würde er erst klären können, wenn er einen Spiegel vor sich hatte. Er ging zum Tor und drückte den Schalter. Die Schiebetür öffnete sich nach oben und er betrat den Raum. Sobald er ganz drinnen war, fiel das Tor zurück an seinem Platz. Er betastete es, doch er würde es nicht mehr öffnen können. Auch gab es keinen Schalter in der Nähe. Der Raum war etwas wenig beleuchtet, doch sehr, sehr groß. Und leer. Auffällig leer. Dann blickte er nach oben und von der Decke fiel ein riesiges Monster mit vielen Tentakeln und einem schrecklichen Gestank in die Mitte des Raumes. Er konnte den Kopf nicht sehen, soviel Fett umgab den eigentlichen Körper. Nur die Tentakel bewegten sich, schnell und wirr. Er versteckte seine Nase hinter seinem Gewand. Er musste hier weg aber der einzige Ausgang war hinter ihm. Die Tentakel hielten inne. Hatte das Monster ihn bemerkt? Ein Tentakel kam von oben herab auf ihn zu. Er sprang zur Seite und rollte sich weg. Der Boden war vom Tentakel durchbrochen worden? Er musste hier schnell raus. Der nächste Tentakel kam auf ihn zu und er musste wieder ausweichen. Als er landete erwischte ihn ein Tentakel von hinten und schlug ihn ein paar Meter weit. Er hatte Glück, dass er nicht gegen eine Wand donnerte. Der nächste Tentakel kam in seine Richtung. Instinktiv streckte er die rechte Hand aus und drückte die Faust zusammen. Doch es passierte nichts. Er duckte sich schnell und der Tentakel sauste über ihn hinweg. Was sollte das? Er besaß keine parapsychologischen Kräfte, er war nur ein? ein? was war er? Sein Kopf pochte, doch für so was war keine Zeit. Er musste von diesem Vieh weg. Gab es hier keine Waffe? Tentakel 10 Uhr. Er rollte wieder weg. Zuerst musste er aus der Reichweite des Monsters weg. Er konnte nirgendwo in Sicherheit sein. Tentakel, Tentakel. Diesmal waren es zwei. Er wich aus. Wie lange würde er durchhalten bevor er Monsterfutter war? Er spürte den Schweiß. Er spürte wie sein Gehirn angestrengt nach einem Plan suchte. Aber da war noch etwas. Er schaffte es immer auszuweichen. Timing und Präzision war auf seiner Zeit. Außerdem verspürte er? Vertrauen. In was? Tentakel, Tentakel, Tentakel. Er sollte aufhören zu träumen. Wie konnte er das Monster besiegen? Es war riesig, es stank, er wusste nicht einmal was er angreifen sollte. Er überlegte ob er die Steinbrocken auf dem Boden benutzen konnte? Er lief schnell zu einem hin, nahm es und warf es in? das Zentrum der Kreatur. Der Broken kam an. Es passierte nichts? Dann hörte er einen Rülpser? Er war sich nicht sicher, aber es hatte einen Effekt. Die Tentakel schlugen nicht mehr wild nach ihm, sie suchten den Boden ab. Scheinbar glaubte das Ding es hatte ihn verschluckt und wollte sich vergewissern ob? es mehr gab. Also gab er jedem Tentakel einen Steinbrocken. Der Tentakel befühlte diesen und nahm ihn zum Maul des Viehs, wo auch immer das war. Es war schon interessant, dass das Ding einfach Steine verschluckte, kein Wunder, dass es so fett war. Aber nach dem fünften Broken merkte er plötzlich, das der Platz kleiner wurde. Das Monster wuchs plötzlich und bald würde es den ganzen Raum füllen. Sobald er ihn spüren würde, würde er verzerrt werden. Wenn er nicht von der Masse erstickt werden würde. Ok, keine Zeit, keine Zeit. Er nahm schnell einen spitzen Steinbrocken und stieß ihn in die immer größer werdende Masse. Das Gute war, dass das Biest reagierte und scheinbar aufhörte zu wachsen. Das Schlechte war, dass es nun wütend war und nun zerstörerisch gegen alles und jeden schlug. Es schlug gegen die Wände, gegen den Boden, gegen den ganzen Raum, der sicher bald kollabieren würde. Das brachte ihn auf eine Idee. Er rannte mit dem spitzen Broken um das Monster und piekste es. Es schien den Schmerz zu lokalisieren und schlug mit den Tentakeln dort, wo es schmerzte. Also immer auf den Boden, denn er war zu flink um getroffen zu werden. Das Monster schlug sich also sein eigenes Grab zusammen, denn es dauerte nicht lange bis der Boden nachgab und es im Wasser landete. Er war in einer schützenden Ecke und beobachtet, wie das Monster im reinen Wasser dahin schmolz. Als nichts mehr von dem da war, blickte er zum Tor um zu sehen, ob es sich geöffnet, doch es war immer noch zu und es erschein auch kein Schalter. Stattdessen entdeckte er ein kleines Loch in der gegenüberliegenden Wand. War es die ganze Zeit da gewesen? Er beschloss es zu inspizieren. Vorher beschloss er aber noch ins Wasser zu schauen, um seine schwarze Augenfarbe zu bestätigen. Er blickte hinein. Erstaunlich wie klar man hineinschauen konnte. Also, seine Augenfarbe war? hellblau. Hellblau. Er schloss die Augen. Unmöglich. Er öffnete sie. Hellblau. Er wischte das Wasser weg. Hellblau. Nein, nein, nein, nein , nein , nein, nein, nein, nein, nein! Seine Augenfarbe war schwarz! Er wusste es. Es musste so sein. Es war schwarz! Er schlief ein. Als er aufwachte rieb er sich die Augen. Wo war er? Was machte er hier? Er schaute noch einmal ins Wasser. Irgendwas war hier faul, er wusste ganz genau, dass seine Augenfarbe? schwarz war. Sie war schwarz. Aber vor kurzem zeigte seine Spiegelung? Er war wahrscheinlich zu erschöpft.


Irgendwo ? Irgendwo
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Hyperraum - In der Nähe von Artek III​

Greed inspizierte sein Lichtschwert. Er wurde mit diesem Schwert geboren. Man könnte sagen er war dankbar und obwohl er die Schwertkunst bewunderte, hatte er beschlossen, sich auf seine anderen Fähigkeiten zu konzentrieren. Nur weil Marth am Besten mit dem Lichtschwert umgehen konnte.
Doch das war unwichtig. Er musste auf Artek III ankommen und von dort aus seine Pläne zur Zerstörung der Jedi einleiten. Artek III war verlassen und zwischen den Überresten des Ordens würde er sicher noch auf dunkle Konzentrationen der Macht treffen. Diese würden ihm als Futter dienen und inspirieren. Man könnte es als Krafttraining betrachten, aber auf geistiger Basis. Obwohl er schon genug pechschwarze Gedanken hatte kukuku?

Allegious und andere Sith waren nutzlos. Eigentlich waren alle nutzlos, weil er am Ende als Einziger regieren würde. Zu wenige schätzten das Nichts, dabei ist es eine der mächtigsten Waffen in der Galaxis?

Er dachte zu viel nach. Mehr als zwei Tage dauerte die Reise schon, aber er war gleich da. Sein Raumschiff setzte zu Landung an. Den Rest würde er zu Fuß gehen, je weniger im Raumschiff desto besser. Sein Landeplatz war aber nicht weit vom ehemaligen Sith Orden entfernt. In einer halben Stunde dürfte er da sein. Falls er nicht aufgehalten wurde?

Der Mond konnte nicht gänzlich verlassen sein. Er bot sicherlich eine Unterkunft für Gesucht, Schmuggler oder sonstige Idioten, die nicht wussten was die Macht ist und ihre Credits mit gehirnzerstörendem Sex Holo Handel auf billigen Taun-Tauns verdienten. Wobei halt, er wollte die Taun-Tauns nicht beleidigen? Aber er fand keine. Sein Pech. Aber dafür näherte er sich der Gegend, wo der Sith Orden gestanden hatte. Glück.


Artek III ? in der Nähe der Sith Orden Ruine
 
Irgendwo - Irgendwas

Er ging zum kleinen Loch und entdeckte, dass er hindurchpassen würde. Er blickte sich noch einmal um, doch hier gab es nichts mehr. Er begab sich also auf alle viere und kroch durch den kleinen Tunnel. Er konnte kein Licht erkennen, was wohl hieß, dass er lange kriechen würde. Sein Gewand war sicher schon ganz dreckig, falls er wieder ans Wasser kam, würde er es waschen. Er tastete sich weiter voran und erspürte, dass sich der Tunnel in zwei Wege spaltete. Links und Rechts. Es war weiterhin finster und er versuchte sich für einen Weg zu entscheiden. Aber im fiel es nicht leicht. Deshalb wartete er. Es mussten über zwanzig Stunden vergangen sein, als er sich für den linken Weg entschied. Als er sich noch einmal umdrehte und nach dem anderen Weg tastete, war dieser verschwunden. Er krabbelte weiter, als er ein kleines Licht entdeckte, das mit zunehmender Geschwindigkeit immer größer wurde. Er musste die Augen schließen, doch das Licht war trotzdem noch zu stark, weshalb er den Kopf zur Brust drückte. Das Licht war warm und füllte ihn mit Leben, was in antrieb, schneller aus dem Tunnel zu kriechen und tatsächlich war er nach ein paar Minuten draußen. Vor ihm war eine weite, grüne Steppe, die nirgendwo ein Ende hatte. Der Ausgang des Tunnels wurde immer kleiner bis er ganz verschwand. Er legte sich hin und genoss die Sonnenstrahlen, das weiche Gras und den blauen Himmel. Die Zeit verging, doch die Sonne blieb immer noch am selben Platz. Merkwürdig. Er stand auf und ging ein Stück, doch nichts veränderte sich. Alles blieb gleich, nichts war außergewöhnlich. Wieso ging es immer mit ihm mit? Dann fiel ihm ein, dass es vielleicht nur eine Illusion sein könnte. Ein Trick, ein Rätsel. Was geht immer mit und bleibt gleich? Ihm fielen ein paar Sachen ein, doch was könnte er damit anfangen. Hmm? Spiegel? Er machte einen Handstand doch nichts passierte. Nicht sofort. Irgendwie begann sich die Umgebung zu drehen und ihm wurde schwindelig. Als eine halbe Umdrehung abgeschlossen war ließen seine Hände den Boden plötzlich los und er stützte gen Himmel. Doch das stimmte so nicht ganz er stützte auf einen Boden zu. Einen grauen Boden ohne jegliche Vegetation, der schon so trocken war, dass sich darin Risse bildeten. Der Himmel hatte sich ebenfalls in ein helles grau verfärbt. Er landete aber wie eine Seifenblase. Hier war es unheimlich. Er fühlte sich beobachtet, doch es war weit und breit nichts zu sehen. Das Szenario war dem vorigen ähnlich, nur dass es hier kein Leben gab. Er fühlte sich schwer und leer. Dann begann ein Wind zu wehen. Zuerst kam er von hinten, dann von links und dann von oben. Er war nur ganz angespannt, denn etwas kündigte sich an. Der Boden wackelte und aus den Rissen kam Schlamm heraus, der sich in seine Richtung bewegte. Er rannte los, doch die Schlammasse wurde immer größer und schneller. Er bleib stehen um dieses Wesen zu betrachten, dass ebenfalls stehen geblieben war. Es hatte keine stabile Form, doch man konnte so etwas wie einem Mund und zwei Augen erkennen die an der halbflüssigen Masse runterhangen. Er spürte wie ihn ein kalter Schauer über den Rücken lief, den das Wesen schien ihn abgrundtief zu hassen. Er hatte eine Form. Er hatte den blauen Himmel und das grüne Gras erlebt. Er musste sterben. Es schlängelte mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit auf ihn zu. Er war jedoch vorbereitet und wich aus. Das Wesen ging in die Erde hinein. Es dauerte ein paar Minuten bis es erneut angriff, doch wieder war Schnelligkeit alleine nicht genug um ihn zu fangen. Nach jeder Attacke flüchtete es aber in den Boden zurück, wahrscheinlich um sich auszuruhen. Doch dieses Mal brauchte es lange, bis es zurückkam. Hatte es eine Strategie entwickelt? Es kam zurück an die Oberfläche, aus allen Richtungen. Es hatte sich aufgeteilt um ihn einzukreisen. Er wollte zum Sprung ansetzen, doch das Wesen wuchs spontan in die Höhe. Er wusste nicht was er tun sollte? Das Wesen fiel auf ihn herab. Er sammelte seine Kraft in den Beinen und durchdrang die Schleimwand vor sich, bevor die riesige Masse des Wesens auf ihn herabprallte. Er atmete schnell, denn es war der Attacke nur knapp entkommen. Erst jetzt bemerkte e, dass noch Teile des Schlamms an ihm heften geblieben waren und die entwickelten ein Eigenleben. Sie bewegten sich in die Richtung seines Kopfes. Er rollte sich und schüttelte die kleinen Schlammwesen ab. Aber ein weiterer Angriff aus ihrer Seite folgte nicht. Scheinbar hatte sie keinen Kraft mehr um zu ihrem großen Körper zurückzukehren. Doch er entdeckte noch etwas. Sie vertrockneten. Ohne irgendeine Ressource und genug Schatten vertrockneten sie. So musste er auf das große Wesen besiegen. Doch wie konnte er es an der Oberfläche behalten? Es gab eine Möglichkeit? Es kam wieder heraus und er rannte auf das Wesen zu. Er sprang wieder dagegen und flog wieder durch. Wieder blieb etwas von der Masse an ihm kleben. Doch das war nicht alles. Er nahm erneut Anlauf und sprang wieder dagegen. Das Monster war sicherlich erfreut, dass es von ihrer Beute kosten durfte, doch es würde vergessen wieder unterzutauchen. Fast sein halber Körper war bereits mit Schlamm bedeckt, als er spürte, dass die Sonne ihre Arbeit tat und die Masse zu versteinern begann. Das Monster wurde nun träge, doch es versuchte noch zurück in die Dunkelheit zu fliehen. Er packte es und versuchte es festzuhalten. Tatsächlich war es für das Wesen zu spät und es versteinerte. Er kippte es um und es zerbrach in viele kleine Teile, die nie wieder zueinander finden würden. Die Teile verschwanden langsam und der Ort veränderte sich ein wenig. Er wurde zu einer Wüste, einer schönen Wüste, in der es Kakteen und Oasen gab, so als wäre der Bunte Tod hier gewesen. Er ging zu einer der Oasen und lehnte sich an eine Palme. Plötzlich überkamen ihn immense Kopfschmerzen, die sich wie wilde Schreie anhörten und er übergab sich. M. Er konnte nicht aufstehen, versuchte aber zum Wasser zu kriechen. A. Auf dem Weg dorthin übergab er sich jedoch wieder. R. Als er das Wasser trinken wollte, versperrte sich sein Hals und er ragte noch Luft. T. Er wälzte sich hin und her, doch das führte nur dazu, dass er in die Oase hineinfiel. H. Stille. Seine Schmerzen waren verschwunden, auch hatte er genug Luft, obwohl er unter Wasser war. Er verspürte zum ersten Mal seit langer Zeit eine gewisse Klarheit. Er stand auf und ging zurück zu der Palme, an die er sich vorhin angelehnt hatte. Er nahm einen etwas spitzeren Stein und ritzte folgendes in die Palme hinein: Hier war Marth, Sith. Dann blickte er sich um und ging in Richtung Norden, da es ihm hier ein wenig zu heiß wurde.

Irgendwo - Irgendwann

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Artek III ? in der Nähe der Sith Orden Ruine

Greed spürte die dunklen Energien, die in der Luft lag. Es schwirrten wahrscheinlich zu viele Erinnerungen von Toten Sith und Jedi herum, die ihn persekutieren wollten, doch er ließ sie nicht eindringen. Sie waren nicht das, wonach er suchte. Er hoffte auf ein Sith Holocron, doch die wurden wahrscheinlich beim Verlassen des Sith Ordens mitgenommen. Trotzdem sollten die Präsenzen hier nicht unterschätzt werden, sie würden ihn sicher auf dunkle Geheimnisse oder Überbleibsel einer vergangenen Ära hinweisen?

Artek III ? bei der Ruine
 
Irgendwo - Irgendwie

Die Umgebung wurde steiniger. Er fand ein paar Büsche und Holz, das von einem Baum in einem höheren Niveau heruntergefallen sein musste. Er nahm einen Stock und zeichnete damit im sandigen Boden herum. Dann stand er auf und erblickte eine Höhle, die sich in seiner Nähe befand, weshalb er beschloss sie aufzusuchen. Aus ihr wehte ein melodischer Wind heraus, der ihn verführte und er beschloss hineinzugehen. Es wurde ziemlich schnell dunkel, doch hin und wieder glühten blaue Pilze wie Laternen auf, die ihn in eine bestimmte Richtung führten. Er sah nun vor sich, wie ein Sonnenstrahl durch die Decke schien und die Höhle in wenig erhellte. Der Sonnenstrahl schien auf einen See in der Höhle, der aber nicht tief sein konnte, denn er tauchte kaum ein. Ganz genau fiel der Sonnenstrahl jedoch auf eine Person, eine Frau, die ganz in weiß gekleidet am Wasser saß und ein Lied sang. Er verstand nicht welche Sprache das war, doch empfand er es als sehr schön und er setzte sich nun ebenfalls aufs Wasser. Er stellte fest, dass es sich überhaupt nicht nass anfühlte, aber es hätte ihn auch nicht gestört, wenn es das wäre. Die Frau hatte lange schwarze Haare, doch da sie mit dem Rücken zu ihm gewand war, konnte er nicht mehr an ihr erkennen. Je mehr er dem Lied zuhörte, desto mehr verspürte er ein gewisses Verlangen, das Gesicht der Frau zu sehen, aber er konnte sich nicht bewegen. Anfangs glaubte er es war seine Selbstbeherrschung, damit er nicht das wunderschöne Lied der Frau störte. Doch… Die Melodie verstummte. Endlich drehte sich die Frau um und Marths Gefühle hatten ihn nicht getäuscht, sie war wunderschön. Sie lächelte ihn an. Er war gelähmt und brachte kein einziges Wort heraus. Nun stand sie auf und fragte ihn ob ihm das Lied gefallen hatte, doch er konnte sich nicht bewegen. Sie kam näher an ihn heran. Er hatte das Gefühl ziemlich nervös zu sein, doch er konnte nichts dagegen machen. Sie kniete sich nun vor ihm hin und schob die Haare von seiner Stirn zur Seite. Dann begann sie sein Gesicht zu streicheln, doch er konnte ihr nur in die Augen schauen. Er fühlte wie der Schweiß seine Nase entlang ran und versuchte seine Hand zu heben, doch vergebens. Nun öffnete sie seinen Mund (wow eine Bewegung!) und küsste ihn es war ein inniger Kuss und für ihn fühlte es sich an, als würde sie durch ihn hindurchgehen. Sie griff ihm auf den Hinterkopf und stemmte sich mit aller Kraft gegen ihn… Es schien kein Ende zu nehmen. Dann plötzlich fühlte er wie sich etwas Kugelförmiges durch seinen Hals begab, etwas Schwarzes, Böses. Sein Körper begann zu zucken und er fiel ins Wasser hinein. Wie elektrisiert lag er ihm Wasser und sah wie die Frau lächelte und dann in der Dunkelheit der Höhle verschwand. Eines verstand er aber… er lag im Sterben. Wie ein Samenkorn hatte sich die Kugel in seinen Körper gepflanzt und rottete alle Organe aus. Die Frau hatte sie ihm eingepflanzt… es war nur ein Trick. So würde es also enden…

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Artek III – bei der Ruine
Greed durchsuchte die Ruine. Es war nicht mehr viel übrig geblieben, im Erdgeschoss befand sich nichts mehr außer ein paar Mauern und die Geschosse darüber waren sowieso weggepustet worden, doch wer weiß was man hier noch alles finden würde. Am Boden war der Kopf einer Statue, die für einen großen Sith Lord errichtet worden sein musste. Er kickte ihn weg. Kukuku… er mochte groß gewesen sein, doch jetzt war er tot. Der Kopf flog gegen eine Mauer und zerbrach in zwei Teile. Greed hatte den Flug beobachtet und etwas stach in sein Auge. Bevor die zwei Teile des Kopfes noch auf dem Boden landeten holte er sie mit der Macht zu sich heran. Der Kopf war schon zerbrochen, der eine Teil war nur der obere Schädel und ein Teil des hinteren Schädels, also dort wo das Gehirn gelagert wäre und der andere Teil war der Rest. Er drehte den Gehirnteil um und fand das, was er erblickt hatte. Es war etwas eingemeißelt worden, was hieß, dass der Schädel schon mal aufgespaltet worden war.
„Das, wonach es dir verlangt, das ist die wahre Macht. Du suchst das, was dir niemand nehmen kann, was nur deines ist, was dir auf Ewigkeit die Kraft gibt über alles und jeden zu herrschen. Finde mich und ich sage dir mehr.“

Kukuku, alter Sack, was hast du dir nur dabei gedacht, kuku. Na schön, dann lass uns das Jagen beginnen. Er prägte sich das Gesicht ein und ließ dann die Kopfteile fallen. Er sammelte die Macht und setzte eine seiner Lieblingstechniken ein. Die Sandtechnik. Dafür brauchte es keinen Sand, sie hieß so, weil der Teil, den er mit seiner machtgeladenen Hand berührte, nicht einfach zersprang, sondern sich in so lange zerspaltete, bis davon nur mehr kleinste Teile übrig geblieben waren. Er schlenderte nun weiter durch die Ruine und suchte nach weiteren Hinweisen…


Artek III – bei der Ruine
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Während er daran dachte, bei welchem Organ der Zerstörungsvorgang angekommen war, zischten Marth ein paar Bilder durch den Kopf. Eines war eine elegante rote Waffe, die er nicht identifizieren konnte. Eines war von ihm selbst, eines von einem unbekannten Mann. Und das Letzte war von einer jungen Frau mit schwarzen Haaren. Während die anderen Bilder ziemlich schnell durch sein Hirn gesaust waren, blieb dieses einige Sekunden vor seinen Augen stehen. Er hatte keine Ahnung wer sie war, aber er wusste, dass er sich möchte und er wollte sie beschützen, egal was kommen sollte. Dann zerbrach das Bild und ein Lachen hallte durch sein Gehirn. Ein Lachen , dass er abgrundtief hasste und zerstören wollte. Er hörte nicht auf, also spannte er all seine Glieder auf einmal an, stand auf und schrie: VERSCHWINDE!!!
Das Wort strömte ihm Kraft ein und erhellte die dunkle Höhle mit seiner Willenskraft. Er wusste nicht was ihn antrieb, aber er war zorniger denn je. Weit hinten in der Höhle hatte sich ein Licht entfacht und er sah die Frau, die ihn beinahe getötet hatte. Er begann zu laufen, riss an einem Stalagmiten und stürmte auf sie zu. Sie verschwand hinter einem Eingang in einen anderen Bereich der Höhle. Er folgte ihr, war aber über den neuen Raum ziemlich überrascht. Es war ein riesiger Raum, der in seiner Mitte eine Plattform enthielt, die von einer dünnen Säule getragen wurde. Zu ihr führte eine schmale Brücke und als Marth von ihr hinab sah, konnte er den Boden nicht erkennen. In der Mitte der Plattform stand die Frau und Marth rannte wieder auf sie zu. Er wollte ihr mit dem Stalagmiten einen Schlag versetzen, doch sie verschwand und tauchte hinter ihm auf. Sie beherrschte scheinbar die Teleportation und nun stieß sie ihn leicht an, er war plötzlich am Rand der Plattform und fiel hinunter. Doch nutzte er seine linke Hand um sich fest zu greifen und schnell hob er sich wieder hoch. Er attackierte wieder und wieder verschwand die Frau. Ihrer Attacke wich er jedoch aus. Nun klatschte sie in die Hände und legte sie auf den Boden. Sogleich fielen Mehrere Stalaktiten von der Decke runter und flogen auf Marth zu. Dieser wich aus, doch schien das kein Ende zu nehmen. Er ließ sich aber davon nicht demotivieren. Er beobachtete zwei Stalaktiten und bevor sie auf den Boden ankamen kickte er sie in die Richtung der Frau. Sie teleportierte sich, doch die Plattform war nicht allzu groß und sie war nun in Marths Reichweite, der sie nicht angriff sondern seinen kleinen Stalagmit warf. Er traf sie im Bauchbereich und bohrte sich in ihren Körper. Die fallenden Stalaktiten hörten auf und der Raum schien sich zu erhellen. Marth näherte sich der Frau und wollte sie beim Sterben beobachten, doch ihn ergriff plötzlich das Mitleid und seine Wut senkte sich. Er konnte hören wie sie Ein- und Ausatmete, hörte wie hektisch sie das tat. Dann jedoch geschah etwas Unerwartetes. Sie lächelte. Im Tod. Dann verwandelte sich der Körper in dutzende Schmetterlinge, die davonflogen. Zurück blieb der blutige Stalagmit, der sch von alleine aufrichtete und auf Marth zu schwebte. Er prallte mit der glatten Seite and Marths Stirn und pickte dort wie ein Horn. Als Marth ihn runter nehmen wollte leuchtete er plötzlich und er sah nur mehr Schwarz. Dann erleuchteten aus der Dunkelheit Millionen von Bilder vor seinen Augen und erzählten von seiner Vergangenheit. Er erlangte sein Erinnerungen wieder. Eine kleine Leiste im rechten unteren Rand des Bildes erschien und auf der stand: Download erfolgreich 0,01%. Erwartete Zeitdauer: 98,574 Jahre…


Irgendwo - Irgendwelche
 
Artek III - Klippe über dem Meer - Zerstörter Sith Orden


Das Meer brandete schwer gegen die Felswände der Steilklippe auf deren Spitze sich die Ruinen des ehemaligen Sith Ordens befanden. Der nackte Fels glänzte in der aufgehenden Sonne, die sich grade über das Meer erhob und sich anschickte die Nacht mit Ihrer Dunkelheit und all ihren Schrecken zu verdrängen.

Die Klippe erhob sich fast 200 Meter in die Höhe und viel nach hinten flach ab, in eine fruchtbare grüne Ebene, druchzogen von Flüssen und ausgedehnten Wäldern. Das Rauhe Klima auf Artek III brachte ergiebige Niederschläge, kurze warme Sommer und lange feuchte Winter. Schnee viel fast nie. Der Mond welcher sich im Orbit eines rostroten Gasriesen befand, befand sich in einer Art Dauerherbst. Die Vegetation zog sich über die Ebene bis knapp auf die Steilküste und schien dort plötzlich halt zu machen. Dort wo sich ein ausgedehntes Ruinenfeld befand wuchsen nur einige verkrüppelte Bäume und zähe, braune Gräser. Eine seltsame Schwermut schien über diesem Ort zu hängen.
Die geschwärzten Trümmer des ehemaligen Sith Orden schienen wie eine Wunde in der Oberfläche des Mondes. Eine Wunde die die Natur nicht wieder zu schließen vermochte. Eine Wunde die die dunkle Seite gerissen hatte.

Vom Hauptgebäude des Ordens war auch nach all diesen Jahren noch eine eindrucksvolle Ruine geblieben. Wind und Regen hatten die schwarzen Steine erodieren lassen und das orbitale Bombardement war verheerend gewesen. Trotzdem waren die unteren Stockwerke des mächtigen Baus nicht eingestürzt. Die Landefelder und der Hangar des Ordens waren verfallen und der Durastahlbetonbedoden des Komplexes war rissig und aufgesprungen, wo einige unverwüstliche Wurzeln der dunklen Aura des Ortes trotzten. Fledermausartige Kreaturen hausten nun in den kümmerlichen Resten der Hangars und Raumhafenverwaltungsgebäude.

Dort wo ein Dach dem Verfall noch standgehalten hatte flog eines Tiere um den steil aufragenden Flügel eines Lamdashuttles herum. Das Schiff war mit einem Tarnnetz abgedeckt und sah auf den ersten Blick aus, wie ein zerstörtes Stück Ausrüstung. Nur der Zweite Blick offenbarte dass es so hergerichtet worden war, um genau diesen Eindruck zu erwecken.

Eine Gestalt trat aus dem Wald dort wo er sich fast an die Grenze des ehemaligen Ordens traute. Der Mann war hochgewachsen und in eine braune Robe gekleidet die auch schon bessere Zeiten gesehen habe. Auf der rechten Schulter trug er ein mittelgroßes Tier und am Gürtel hing ein blutiges Messer. Die nächtliche Jagd war erfolgreich gewesen. So wie jede ihr vorangegange Jagd. Unter der Kapuze seiner Robe glommen Unheilsschwanger ein paar rotglühende Augen und die Haut, dort wo die Robe sie nicht bedeckte, war von einem tiefen blau. Der Chiss trat hinaus auf das ehemalige Landefeld und ging hinüber zur Runie des Hauptgebäudes. Dort verschwand er durch einen dunklen Eingang in den unteren Ebenen des Baus.

Janem warf das Tier auf einen Tisch in der ehemaligen Eingangshalle des Ordens. Der Hautpeingang der weitläufigen, einst prächtigen Halle hinter ihm lag am Fuße einer mächtigen Treppe. Neben ihm am Kopf der Treppe befanden sich die Trümmer eine Kolossalstatue des Darth Bane, die den Angriff seiner Truppen nicht überstanden hatte. Der Chiss sah hinab zu dem Eingang der durch Trümmer blockiert war und erinnerte sich wie er als junger Mann diese Treppe heraufgekommen war. Gedrängt von der dunklen Seite und dem Wunsch ein Sith zu werden. Das schien ein anderes Leben gewesen zu sein.
Er hatte den Befehl gegeben diesen Ort einzuebnen und jetzt hatte er sich hierher zurückgezogen. Abseits von den Sith, von Imperien und Machtkämpfen. Er war zurückgekehrt.

Janem reinigte die Klinge seines Jagdmessers und begann sofort damit das erlegte Tier auszunehmen. Dann hängte er den Kadaver an einen Haken um ihn auszubluten zu lassen, während er die Innereien nach draussen brachte um sie an die Kreaturen zu verfüttern die das Exil mit ihm teilten. Durch einen anderen Eingang kam er in den Bereich des untersten Stockwerk den er sich zum Wohnen hergerichtet hatte. Er nahm die braune, zerschlissene Robe ab und wusch sich an einem Wasserbecken. Als er sein Hemd auszog konnte man sehen dass er sehnig und muskulös war, wenn auch ausgezehrt vom harten Leben jenseits der Zivilisation. Das auffälligste Merkmal aber war der fehlende linke Arm. Metallene Implantate deuten auf eine elektronische Prothese hin, die jedoch fehlte.

Der Chiss nahm ein Frühstück zu sich und liess sich dann auf sein Lager sinken. Das erlegte Tier würde sein überleben für einige weitere Tage sichern. Natürlich war Janem in der Lage diesen Ort jederzeit zu verlassen. Die "Kron" befand sich in gutem Zustand, da er sie regelmäßig wartete. Aber wo sollte er hingehen? Zurück nach Bastion? Diesem Ort hatte er vor langer Zeit den Rückgen gekehrt. Der Orden war nicht mehr seiner gewesen. Die Sith hatten den wahren Weg verlassen, waren dekadent und selbstgefällig gewesen. Frieden und Verständigung... Das war nicht sein Weg. Janem war immer ein Krieger gewesen. Die Macht hatte ihm zum Angriff gedient und nicht als Mittel um der Galaxis den Frieden zu bringen. Für Ihn war kein Platz mehr bei den Sith.

Und so hatte Janem mit den Sith gebrochen. Sein Laserschwert abgelegt und sich nach Artek III zurückgezogen. Er lebte hier im Nachhall der zahllosen Sith die diesem Ort Ihren Stempel aufgdrückt hatten. Machtsensitiv wie er war nahm ihre Dunkelheit immer noch war und er konnte sich ihr öffnen, sich ihr ergeben und mit ihr Einklang leben. Das war die Macht wie er sie immer hatte spüren wollen. Kein politischer Konflikt lenkte ihn ab und kein intreganter Feind erforderte seine Aufmerksamkeit. Die dunkle Seite der Macht war hier rein wie unverschmutztes Wasser.

Die Fledermaus-Kreaturen draussen wurden immer stiller je höher die Sonne stieg. Es wurde Tag auf Artek III. Janem war müde. Die ganze Nacht hatte er seiner Beute hinterhegejagt. Sich verlassend auf die Macht und seine Instinkte war er durchs Unterhols gekrochen, hatte gelauert und gewartet bis die Gelgenheit günstig gewesen war. Es gab leichtere Beute auf Artek III als die
Hirschähnlichen Tiere die er bevorzugte aber er brauchte die Herausforderung. Er lebte hier ein einfaches Leben. Noch einfacher als er als Kind in den Slums von Coruscant getan hatte und seine Machtsinne waren geschärft wie nie zuvor in seinem Leben. Seine Prothese lag zusammen mit seinem Laserschwert in der "Kron" er brauchte sie hier nicht.

Seine Jagdmesser, die er selbst hergestellt hatte und seinen Körper... Das waren Waffen genug um zu überleben. Janem ass das Fleisch seiner Beute, sammelte Früchte und Regenwasser und war sich seiner Körperlichkeit bewusst wie nie zuvor. Eine Körperlichkeit die er jahrelang verdrängt, ja sogar verleugnet hatte. Er hatte von Rationsriegeln gelebt deren Nährstoffgehalt genau abgestimmt gewesen war, hatte die gefilterte Luft auf Raumschiffen und Stationen geatmet und sich in der sterlien Weltenstadt Bastion bewegt. Er hatte seine Wurzeln vergessen und das was die Materie mit der Macht verband. Hier hatte er sich selbst gefunden. Sich und seine Verbindung zur Macht. Was in angetrieben hatte als er vor Jahren diesen Orden betrat.



Artek III - Klippe über dem Meer - Zerstörter Sith Orden
 
[ Sithwelten / Artek-System / Orbit von Artek III / Saphenus' Fähre / Aufenthaltsraum ] Sikarius und Adria

Im Schneidersitz auf dem Boden hockend, ließ Sikarius sich treiben. Sein Auge war geschlossen und doch betrachtete er eingehend, die Einzelteile seines Lichtschwertes, die sich sachte drehend vor ihm schwebten. Korriban war nicht spurlos an der Waffe vorbeigegangen. Zwar waren keine neuen Kratzer auf dem Griff dazu gekommen, doch hatte sich gefühlt die halbe Wüste in den technischen Einzelteilen niedergelassen und wortwörtlich Sand ins Getriebe gestreut.

Geräuschlos befahl der Mörder den Bauteilen und kleinen Steinen sich voneinander zu trennen, bevor der Griff sich klickend wieder zusammensetzte. Sanft begannen die Sandkörner zu Boden zu rieseln, bevor sie plötzlich mit einem Rucken des Schiffes durcheinandergewirbelt wurden. Sie waren angekommen.

Der tosende Sturm riss an der Fähre und peitschender Regen trommelte geräuschvoll und doch gedämpft gegen den sie umgebenden Durastahl. Irgendwo grollte ein Donnerschlag, zweifelsohne einer peitschenden Lichtwelle folgend. Zischend öffnete sich die Tür der Kammer in der Saphenus vorhin mit seinem eigenen Schüler verschwunden war und auch der Mörder erhob sich, seine Waffe in den Falten der langen Sithrobe verbergend, die der Gouverneur von Korriban ihnen allen zur Verfügung gestellt hatte. Wortwörtlich das Mindeste was er hatte tun können.


„Und wenn du wolltest, dass er deinem Schüler die Hörner leckt. Du bekommst was dir versprochen wurde.“

, antwortete Sikarius auf Saphenus Erinnerung hin. Was genau mit Halberd passierte war dem Mörder egal. Hauptsache er konnte erreichen was er wollte und danach unbehelligt wieder verschwinden. Doch ganz so komplikationslos schien die Geschichte nicht ablaufen zu sollen. Der Pilot lies sie wissen, dass sie wohl erwartet wurden, da ihnen der alte Sith-Tempel als Landeplattform zugewiesen worden war.

„Ich kenne Halberds Informantennetzwerk nicht. Ausschließen würde ich es nicht – auch wenn es unwahrscheinlich ist.“

, gab der Mörder auf Saphenus‘ Frage zurück. Er mochte den Vorwurf, der in dessen Worten mitschwang, ganz und gar nicht, doch er wollte nicht schon wieder einen Streit vom Zaun brechen. Mit grimmigem Gesichtsausdruck schwieg er sich also aus und wartete ungeduldig darauf, dass sie endlich landen würden.

Die Aura des alten Tempels eindrucksvoll zu nennen, war bestenfalls eine Untertreibung. Sie war der des bastioner Gebäudes nicht unähnlich und doch schwangen hier andere Noten mit. Dieser Ort war alt. Älter als selbst die Katakomben des anderen und die Spuren von was auch immer hier gewandelt war, waren tief eingeprägt und bedrückend. Auch Korribans Aura war merklich anders. Dort schien alles tot und staubig, hier jedoch…er konnte es nicht beschreiben. Selbst der Mörder spürte unwillkürlich wie sich ein Gewicht auf seine Brust legte, immer stärker werdend, je näher sie dem Boden kamen. Und doch…die samtig schwere Dunkelheit hatte etwas…Belebendes.

Beinahe verpasste Sikarius wie sich die Rampe des Shuttles senkte, doch der Wind, der ihm mit einer Welle aus Regentropfen ins Gesicht peitschte, riss ihn aus seinen Gedanken. Mit einer Handbewegung erhob sich die schwarze Kapuze, um sein Gesicht zu bedecken und er setzte sich in Bewegung.


Das Landefeld, auf dem das Shuttle gelandet war, war klar neu gelegt. Die Fläche war eben und noch ungezeichnet von den Elementen. Dennoch, schien die Konstruktion eher auf den Ruinen eines bestehenden Ortes errichtet, denn neu gebaut worden zu sein. An den Rändern der rechteckigen Fläche reckten sich noch immer verbogene Durastahlstreben in die Höhe, die jedoch irgendjemand mit grünlichen Lichtern geschmückt zu haben schien. Und als sei dies nicht genug, hallte Musik über den Platz, grade laut genug, um den heulenden Sturm zu übertönen. Verwundert legte der Mörder den Kopf schief und lauschte für einen Augenblick den ominösen Tönen aus Klavier, irgendeiner Sorte E-Gitarre und Gesängen in einer ihm unbekannten Sprache.

Dann fiel sein Blick auf eine Hand voll dunkel gewandeter Gestalten, die gemessenen Schrittes auf sie zu kamen. Auch sie trugen dunkle Roben, die ihre Gesichter verbargen. Unwillkürlich streckte der Mörder seinen Geist aus um die Neuankömmlinge auf diese Weise zu betrachten, doch zu seiner Verwunderung konnte er nichts ausmachen. Es war als läge ein dunkler Schleier über ihren Auren, den er nicht durchdringen konnte. Sikarius Finger schlossen sich fester um sein Lichtschwert, bereit es zu ziehen falls irgendjemand dumm genug sein würde sie anzugreifen.

Die Gestalten waren sieben an der Zahl. Drei waren Menschengroß, die anderen jedoch nur in etwa so groß wie Kinder. Die Unbekannten blieben wenige Meter vor ihnen stehen, die größeren vorne und die anderen in einem Ring weiter hinten. Grade wollte der Mörder etwas sagen, da meldete sich der mittlere von ihnen zu Wort:


„Seid gegrüßt, ehrenwerte Herrschaften! Mein Name ist Lord Surtur und das ist Darth Hugo. Der Magister dürfte Euch bekannt sein!“

Dabei wies er auf die Gestalten rechts und links von ihm. Die kleinen blieben unbeachtet.

„Wir sind hier, um die Ware in Empfang zu nehmen. Habt Ihr das Mädchen bei Euch?!“

Unter seiner Kapuze zog Sikarius die Brauen hoch. Was wurde hier gespielt? Wer waren diese Typen? Und – noch wichtiger – wie verbargen sie ihre Auren so effektiv? Kurz entschlossen gab er sich einen Ruck und entschied das Spiel für die nächsten Sekunden mitzuspielen.

„Natürlich haben wir sie. Habt ihr die vereinbarte Bezahlung, Surtur?!“

, fauchte er unter seiner Kapuze hervor und schickte gleichzeitig ein mentales Signal an Saphenus, Adria und die anderen ruhig zu bleiben, beziehungsweise ihm für den Moment das Feld zu überlassen.

„Was reden Sie da, Pilczowski?“

, gab der linke der Männer zurück, der zuvor als ‚Magister‘ vorgestellt worden war. Seine Stimme kam dem Mörder seltsam bekannt vor, doch er war nicht in der Lage dem ein Gesicht zuzuordnen.

„Ich habe die Zahlung letzten Monat veranlasst.“

„Richtig! Überlasst uns die Ware und lasst uns in Frieden!“

, sagte nun die rechte Gestalt und Sikarius beschloss, dass er genug hatte. Er hatte noch immer keine Ahnung was hier gespielt wurde und er würde es nicht durch Torfstechen erfahren.

„Ach halt doch die Fresse du fettes Arschloch.“

, fauchte er und streckte den Arm aus um die tatsächlich ziemlich übergewichtige Gestalt mit der Macht an der Kehle zu packen. Dabei flatterte seine Kapuze und entblößte einen Teil seines Gesichts, was dem ‚Magister‘ einen spitzen Schrei entlockte. Mit glühendem Auge warf er ihm einen Blick zu und vergaß vor Verwunderung den Machtgriff aufrecht zu erhalten. Auf ihn zu kam mit fuchtelnden Armen niemand anderes als

„Damon, was zum Fick?!“

, entfuhr es ihm ungläubig, als der Büßer ihn auch schon erreicht hatte, am Oberarm packte und die Gruppe zwei Schritte von Surtur, Hugo und Gesellschaft wegleitete.

„Was auch immer du und deine Freunde hier tun, Leto, ihr könnt auf KEINEN Fall Hand an unsere Gäste legen, gottverdammt!“

, sagte der leicht pummelige Mensch, dem gleichzeitig Schweiß- und Regentropfen von der Stirn zu rinnen schienen.

„Ihr stört grade ein sündhaft teures Rollenspielevent! Seid froh wenn Mister Sienar – JA DER MISTER SIENAR VERDAMMT – dir das grade nicht übel nimmt! Ihr müsst sofort wieder verschwinden und wenn ihr auch nur einem meiner Gäste auch nur ein Haar krümmt… Die haben mehr Credits als ihr es euch auch nur am Rande vorstellen könnt, versteht ihr Leute das?!“

[ Sithwelten / Artek-System / Artek III / Landeplattform des alten Sithtempels ] Sikarius, Saphenus, Venris und Adria
 
[Horuset-System | Korriban | Raumhafen | Saphenus' Fähre] Saphenus; Venris Traja, Adria, Adrias Meister (Sikarius)

Die Bestrafung, die sich Adrias Meister für sie ausdachte, sagte Venris mal so gar nicht zu. Er musste zwar schon zugeben, dass es vom Grundsatz her recht amüsant anzusehen war, wie dieser Adria sein angefangenes Getränk über den Kopf schüttete, doch ein so kurzer Moment der Demütigung brachte ihm doch auch nichts. Er hatte mir einer wirklichen Bestrafung gerechnet, etwas, dass zeigen würde, dass Adria sich so etwas lieber nicht nochmals erlauben sollte. Doch das war einfach nur albern. Doch was dann folgte, machte es in Venris Augen noch schlimmer. Adria sollte vor ihm auf die Knie gehen, ihm die Hand küssen und sich entschuldigen, dass sie seine außerordentliche Macht nicht anerkannte habe. Das war doch wohl die Spitze! Sogar einem blinden ohne jedem Zugang zur Macht wäre durch diese Ironie schlecht geworden.
Ihm war durchaus bewusst, dass er nicht annähernd so mächtig wie die beiden Sith-Meister war und auch nicht an Adrias Macht heranreichen konnte, aber das hatte er ja auch nie behauptet. Sie hatte einfach so in seinem Geist rumgefuscht, obwohl er sie nur netterweise auf Korriban herum geführt hatte. Und nun wurde er so dargestellt, als würde er an einer solchen Selbstüberschätzung leiden. Das sein Meister sich mit dieser ,,Bestrafung" zufrieden gab, machte es nicht besser.
Venris probierte, sich so gut wie irgend möglich nichts anmerken zu lassen, manchmal musste man sich mit Demütigungen zufrieden geben, da alles andere dann doch nur zu einer noch größeren Demütigung führen würde. Doch gab er definitiv auch nicht vor, dass ihn dieses Schauspiel zufrieden gestellt hatte. Bevor er seinem Meister in das innere der Fähre folgte, warf er Adria noch einen wirklich hasserfüllten Blick zu. Irgendwann würde er selbst dafür sorgen können, dafür sorgen müssen, dass sie wusste, wozu er fähig sein würde.


Der Raum, in den sie kamen, war abgesehen von einigen Sitzen komplett leer. Diese bot sein Meister ihren Gästen an, bevor er Venris in einen separaten Teil des Schiffes führte. Auf eine Geste seines Meisters hin, ließ er sich dort auf einem Teppich nieder. Dann begann er eine Ansprache. Adria hatte bei ihm also einen Geistestrick angewandt. Kurz verstärkte sich Venris Zorn auf sie nochmals mehr. Das folgende beruhigte Venris dann aber doch. Es war gut zu wissen, dass sein Meister doch seine Meinung bezüglich dieses jämmerlichen Schauspieles teilte. Doch so wie es schien, wollte er es sich vorerst nicht mit Sikarius verscherzen. Venris konnte das verstehen und nickte. Man musste Prioritäten setzten. Seinen Stolz würden sie bestimmt bald wieder herstellen.

,,Ich werde euch meinen Wert beweisen Meister. Adria wird nicht nochmals an meinem Geist herumspielen können. Ich werde mehr denn je auf der Hut vor ihr sein."

Nun wollte sein Meister, dass er ihm demonstrierte, was er bisher gelernt hatte. Er deute eine Verbeugung an und stand auf. Die Fähigkeit, die er demonstrieren konnte, war es Dinge schweben zu lassen. So trat er runter von dem Teppich und stellte sich mit erhobenen Händen vor diesen. Er musste noch immer die Augen schließen, um sich voll und ganz zu konzentrieren, doch war er zumindest ein wenig besser in dieser Technik geworden und konnte sie nun wenigstens gezielt und gewollt einsetzten. Er konzentrierte sich auf den Teppich, spannte seine Muskeln und seinen Geist. Er versuchte die Macht, die er dem Horizont seines Geistes wahrnahm, zu sich zu ziehen und zu bündeln. Es fühlte sich an, als würde er daraus Seile formen, die ihm halfen die Decke nach oben zu ziehen. Konzentriert und fixiert auf das, was er mit der Macht tun wollte, spannte er nochmals seinen Geist an und schlug nun die Augen auf. Der Teppich hatte sich tatsächlich vom Boden erhoben. Ungefähr Kniehoch und ruhig lag er auf der Luft. Venris blickte ruhig seinen Meister an, gespannt, was er darauf sagen würde. Seine Hände ließ er jedoch über dem Teppich, der noch immer über dem Boden schwebte, stehen.

Kurz vor Artek III verließen sie den separaten Raum. Sein Meister bemerkte nochmals, dass er Halbert tot sehen wollte. Das Unwetter draußen setzte dieser Mission nochmals genau die richtige Atmosphäre hinzu. Solche Unwetter hatte Venris selten erlebt. Er wollte sich gar nicht vorstellen, wie es dann so werden würde, wenn sie das recht sichere Schiff verließen.
Plötzlich meldete sich der Pilot, dass sie von der hiesigen Garnison zu einer Landeplattform am Sith-Tempel verwiesen worden waren. Sein Meister stellte die Frage in die Runde, ob Halbert etwa etwas von ihrer Ankunft wusste, da die Verantwortlichen in der Garnison anscheinend kaum verwundert gewesen waren, über ihre Ankunft. Dabei schien er, warum auch immer, Adrias Meister, Sikarius, besonders anzusprechen. Dieser schien jedoch auch nicht mehr zu wissen, hielt es aber auch für nicht unwahrscheinlich, dass Halbert bereits mehr wusste, als gut wäre.


Trotzdem landeten sie auf der ihnen zugewiesenen Landeplattform. Sein Meister verließ das Schiff und Venris folgte ihm dicht auf. Sofort wurden sie von dem stürmischen Wind ergriffen, der sich auch gerade am Shuttle bemerkbar gemacht hatte. Der Umhang seines Meister, von dem Wind ergriffen, schlug ihm fast schon gegen das Gesicht und nur durch einen schnellen Schritt zurück konnte er dem ausweichen.

Die Fassade des Tempels wirkte mehr als einschüchternd auf Venris. Alt und ehrwürdig erhob sie sich vor ihnen. Von ihr ging eine Dunkelheit aus, wie Venris sie auch schon auf Bastion und Korriban gespürt hatte. Fast schon zum fassen lag sie in der Luft. Venris ließ sich nichts anmerken und blieb hinter seinem Meister stehen, als dieser plötzlich anhielt. Es dauerte kurz, bis er den Blick von der düsteren Fassade abwenden konnte und bemerkte, warum sie angehalten hatten. Ihnen näherten sich einige Gestalten, wenn Venris sich nicht täuschte sieben Stück, eingehüllt in schwarze Roben. In diesem Moment fiel Venris auch eine seltsame Musik auf, die die Szenerie irgendwie untermalte.

Die Person in der Mitte stellte sich als erster vor. Er und sein Nebenmann waren anscheinend Sith, von denen Venris aber noch nichts gehört hatte. Sein anderer Nebenmann war der Magister, denn sie anscheinend kennen sollten, von dem Venris aber auch noch nie etwas gehört hatte. Irgendwas lief doch hier gewaltig falsch. Das hier noch weitere Sith und der Magister, wer auch immer das war, auf sie warteten, dass hätte sein Meister doch bestimmt erwähnt.

Sie wollten irgendeine Ware in Empfang nehmen, anscheinend ein Mädchen. Er warf einen Blick auf Adria. Würde er sie vielleicht doch noch so schnell loswerden? Aber nein, das war doch alles zu seltsam, als das wirklich sie gemeint sein könnten. Irgendeine Verwechslung musste vorliegen. Doch Sikarius spielte kurz mit. Er gab vor die Ware dabei zu haben. Recht schnell wandelte sich dieses Gespräch aber in einen Streit um den Preis, der schon überwiesen worden war und die ganze Situation eskalierte, als Sikarius den Magister beleidigte und ihn in der Macht würgen wollte. Doch irgendetwas schien ihn so zu verwirren, das er seine Macht Anwendung vernachlässigte. Der Magister kam schnell auf sie zu, doch schien Sikarius ihn zu kennen. Es handelte sich bei ihm wohl um einen gewissen Damon. Als dieser dann anfing etwas von einem Rollenspielevent für anscheinend überaus mächtige und reiche Leute zu erzählen, von denen Venris jedoch auch noch nie etwas gehört hatte, verlor er komplett den Überblick. Was zum Teufel war hier los?

Er blickte seinen Meister an, ob er irgendwelche Anweisungen gab. Gleichzeitig straffte er aber auch seine Muskeln. Wenn das alles noch mehr aus dem Ruder lief, hielt er es für Ratsam auf alles vorbereitet zu sein. Im Falle der Not auch auf einen Kampf.

[ Artek-System | Artek III | Landeplattform des alten Sithtempels ] - Venris Traja, Saphenus, Sikarius, Adria
 
Korriban, Raumhafen: Saphenus und Venris , Adria und Sikarius vorm Schiff am Treffpunkt


Saphenus schien ihre Strafe zwar ungenügend zu sein, doch ließ er es darauf beruhen, nachdem er erwähnt hatte, dass Hierarchien im Orden und auch für ihn von großer Bedeutung waren. Adria ging das im Kopf durch. Saphenus stand bei den Vieren ganz oben, dann kam Sikarius dahinter, dann schon Adria und dann der Frischling Venris. Saphenus`Prioritäten lagen offensichtlich nicht auf Adrias Bestrafung, sondern auf einen gewissen Halberd. Venris warf ihr einen hassvollen Blick zu, ehe er seinem Meister ins Schiff folgte. Adria fand dessen Blick fast lustig, versuchte es sich aber nicht anmerken zu lassen. Sie war nicht unbedingt auf Stress auf. Ach dieses kleine verwöhnte reiche Muttersöhnchen!

Ihr Meister und sie sollten es sich im Aufenthaltsraum bequem machen. Er wirkte recht gemütlich. Sie waren nicht sehr verwöhnt. Adria ging natürlich zuallererst in die Nasszelle. Sie und ihr Meister erhielten von Saphenus schwarze Umhänge, was natürlich gerade für sie den Vorteil einbrachte, die Lederjacke wieder ausziehen zu können. Mit ihren Schuhen müsste man sich allerdings arrangieren. Aber Adria hatte sie kräftig geputzt.

Sie nahm ihrem Meister gegenüber, mit frisch gewaschenem nassen Haar und frisch geduscht, auf dem Boden Platz. Saphenus und Venris hatten sich verzogen. Sie waren wohl in Saphenus`Quartier. Adria konnte es nur recht sein. Sie musste das mit der Milch noch ein wenig verdauen. Alles wegen Venris!

Gesprächig war ihr Meister nicht gerade. Sie beobachtete ihn, wie er sein Lichtschwert auseinander baute. Es schwebte durch die Macht im Raum und er säuberte alle Einzelteile. Adria beobachtete alles genau. Ihres hatte funktioniert und gut war. Adria hatte ein fertiges Lichtschwert vom Orden bekommen. Sikarius hatte es ihr gegeben. Vermutlich war es ein voll hochgestelltes Trainingslichtschwert? Interessant wurde es, als er alles wieder zusammenbaute. Aufmerksam verfolgte sie jedem Schritt.

Sie waren ziemlich rasch da. Saphenus stellte nochmal gegenüber Sikarius dar, dass er Halberd tot wünschte. Das dürfte wohl kein Problem darstellen, dachte sich Adria. Besonders nicht für Sikarius! Die Schüler hatten in dieser Angelegenheit offenbar kein Mitspracherecht, also schwieg sie lieber und dachte sich ihren Teil. Saphenus wusste wohl nicht, dass ihr Meister ein Massenmörder war!?

Merkwürdig war wohl, dass ihnen eine Landeerlaubnis erteilt wurde. Sie hatte so die Ahnung, dass man nicht damit gerechnet hatte.

Als sich die Luke des Schiffes öffnete, wurde es rasch frisch. Es war ziemlich windig. Wie unangenehm! Die Schülerin zog sich die große Kapuze ihrer dunklen Sithrobe über ihren hübschen Kopf.

Adria fiel gleich die imposante Ruine eines alten Sithtempels auf und ein außergewöhnliches Feeling dazu. Die Vegetation rund um die Ruine sah sterbend aus. Die Dunkelheit hatte sich überall rund um den Tempel ausgebreitet. Ihr war, als würde die Finsternis nach ihr rufen. Wurde es schon Abend oder war es hier immer so düster? Was flog da oben herum? Fledermäuse? Riesige Fledermäuse? Das war ekelhaft!

Dunkle Gestalten kamen auf sie zu. Wer waren die? Etwas sagte ihr, dass sie sich das nicht alleine fragte! Sie blieb dicht hinter ihrem Meister. Somit stand sie fast neben Venris!

Sie sah, dass Sikarius` Hand am Lichtschwert war. Sie tat es ihm gleich. Drei Gestalten waren menschengroß, der Rest waren Kinder oder Alienratten.

Sie wurden begrüßt und Drei stellten sich vor. Ihre Namen sagten Adria nichts. Den Magister sollte man kennen? Aha!? Vielleicht kannten ihre Sithmeister ihn? Sikarius hatte aber nie von ihm erzählt!

Dann horchte Adria auf. Sie traute ihren Ohren nicht! Die Ware?! Ob sie das Mädchen dabei hätten? Ihr Blick bohrte sich wütend in Saphenus`Rücken. Was für ein mieses hinterhältiges Spiel wurde hier gespielt? Ihr Herz raste! Sie sprach gedanklich zu ihrem Meister:

“Hintergeht uns Saphenus? Soll ich ins Schiff zurückrennen oder greifen wir sofort an?”

Er ging, statt ihr zu antworten, auf die Fremden zu und spielte mit. Oder, wollte er sie immer noch loswerden? Das mit Tom war doch Vergangenheit!? Sie war verwirrt. Ihre Hand umschloss fest den Griff ihres Lichtschwertes. Sie würde sich nicht kampflos gefangen nehmen lassen!

Was, es ging um Geld? Sie, eine Sklavin?! Das würde dem Imperator gar nicht gefallen, dass eine Ritterin wie eine Sklavin verkauft wurde!

Ihr Meister wurde aggressiv und entgleiste verbal. In dem Moment wusste sie ihn auf ihrer Seite und schalt sich innerlich, ihm kurz nicht vertraut und an ihm gezweifelt zu haben. Als er dann noch die Macht einsetzte, fiel der Person die dunkle große Kapuze vom Kopf und dessen Gesicht zeigte sich. Ihr blieb überrascht der Mund offen stehen. Das Gesicht kannte sie doch!? Damon! Der Büßer! Jetzt verstand sie gar nichts mehr! Er lebte?! Jetzt musste er auftauchen, nachdem sie Sikarius mal eben so Noe zugeschustert hatte! Damon war aber auch kein amtlicher Gouverneur! Der Herrscher war er dort dennoch! Ihr Meister schien ebenso überrascht zu sein. Nur eins war bisher anders als wie auf Noe. Sikarius war mächtig geworden. Stand er nun über Damon? Oder noch immer nicht? Damals war Fel noch der Schüler ihrer Mutter Kira gewesen. Dennoch forderte Damon Sikarius auf, dass sie verschwinden sollten. Adria musste sich anstrengen, Damon zu verstehen. Er sprach hektisch und aufgebracht und der Wind pfiff ihnen um die Ohren. Verstand sie das richtig? Sie spielten? Spielten nicht nur kleine Kinder? Adria verstand kein Wort! Ein Rollenspiel? Was war das? Sie hatten Gäste? Und, wer zum Henker war Mister Sienar?

Adria fing sich. Sie nahm ihre Kapuze ab, der Wind wehte ihren Zopf nach vorne und sie ging zwei Schritte vor:


“Hallo Damon, so sieht man sich wieder!”

Diese miese Kanalratte!


Artek III, in der Nähe ihres Schiffes auf der neuen Landeplattform der alten Sithtempelruine: Meister Sikarius und Adria, Meister Saphenus und Venris, Empfangskomitee bestehend aus Damon, der von Noe, und sechs weiteren dunklen verhüllten Gestalten
 
[Artek-System | Artek III | Sith-Tempel | Landeplattform] Saphenus; Darth Sikarius; Venris Traja; Adria Guldur

Der Wind riss und zerrte an Saphenus‘ Umhang, Kälte drang durch seine Kleidung bis zu seinen Knochen. Er musterte die Gestalt, die sich ihnen näherte und erkannte sechs weitere, die sich hinter ihr abzeichneten. Vorsichtig streckte er seine Sinne nach ihnen aus. Ein sanfter Schmerz zuckte durch seinen Kopf und ein Hauch von Verwunderung legte sich über sein Gesicht. Er spürte nichts als einen schwarzen Schleier, der sich undurchdringlich über die Gestalten gelegt hat und ihr wahres Potential in der Macht verbarg. Saphenus sah zu dem Sikarius und spürte, dass über ihm plötzlich der gleiche Schleier zu liegen schien. Er ließ den Blick über die gleichzeitig verfallene und instandgesetzte Tempelruine schweifen. Schwere lag in der Luft, die von jedem einzelnen Stein und jeder Pflanze auszugehen schien. Die dunkle Seite der Macht war stark an diesem Ort, doch ihr wohnte die gleiche Verzweiflung und Einsamkeit inne, die auch auf Korriban zu spüren war.

Die fremden Gestalten waren nun dicht bei ihnen. Saphenus sammelte und konzentrierte sich. Seine Gedanken schirmte er ab und ganz langsam wanderte seine Hand zu dem Lichtschwert an seinem Gürtel. Musik, die aus dem Tempelinneren drang, vermischte sich mit dem heulenden Wind und erzeugte eine surreal anmutende Szenerie. Eine der Gestalten, deren Gesichter durch ihre Umhänge und Kapuzen verborgen waren, stellte sich als Lord Surtur und die Person neben ihm als Darth Hugo vor. Saphenus kniff sein Auge zusammen. Hier stand er also vor einem weiteren Sith, der sich anmaßte, diesen Titel zu tragen und dessen Potential in der Macht verborgen war.

Saphenus verfolgte aufmerksam das Gespräch, das der Sikarius mit den Gestalten führte. Er hatte den Wink, ihm den Vortritt zu überlassen, verstanden und konzentrierte sich nun darauf, die Situation im Auge zu behalten. Im entging die Unruhe ihrer beider Schüler nicht. Sikarius‘ Geduld war nicht von Dauer. Schon nach wenigen Sätzen griff er mit der Macht nach dem, der als Magister bezeichnet worden war. Ein spitzer Schrei entwich seiner Kehle. Ein speckiges, fahles Gesicht wurde entblößt, das von einem schwarzen Irokesenhaarschnitt geziert wurde. Der Sikarius kannte diesen Menschen offensichtlich. Damon zog den Sikarius zur Seite. Mit der Hand an seiner Waffe folgte Saphenus ihnen. Der Wind übertönte zwar Damons leise Worte, doch Saphenus verstand genug: er erzählte von einem Rollenspiel. Zahlungsfreudige Gäste bekamen die Gelegenheit, Sith zu spielen. Sofort spürte der Zabrak, wie es in seinem Bauch zu grollen begann. „Verräter, allesamt!“, schoss es ihm durch den Kopf, während er die Gestalten musterte, die unruhig und irritiert von einem Bein auf das andere traten.


Saphenus trat dicht an Damon heran und warf dem Sikarius einen kurzen Seitenblick zu.
„Ein Rollenspiel?“, zischte er und sein Auge funkelte gelb. „Auf mich wirkt das vielmehr wie Verrat am Orden der Sith.“ Er deutete auf das Lichtschwert, dessen Griff bösartig zu funkeln schien. „Mein Name ist Saphenus, Gouverneur und Exekutor seiner Majestät. Ich wäre nur allzu froh darüber, wenn du etwas mehr Details preisgeben würdest, Damon! Mich interessieren deine zahlenden Gäste nicht und ich werde mich nicht von ihnen einschüchtern lassen. Verrat wird gemeinhin mit dem Tode bestraft und tot sind sie für keinen von uns eine Bedrohung. Nicht wahr, Sikarius?“ Eine der Gestalten näherte sich ihnen. „Magister, gibt es ein Problem?“, fragte Lord Surtur. Seine Stimme klang ungehalten und ungeduldig. Als handelte es sich um ein verwöhntes Kind, das viel Geld bezahlt hatte und nun vom spielen abgehalten wurde. Saphenus sah ihn an. „Ich weiß es nicht.“, antwortete Saphenus. „Haben wir denn ein Problem?“ „Das hier entspricht nicht unserer Abmachung, Magister! Wir sollten ein Mädchen in Empfang nehmen…“ Surturs Blick fiel auf Adria. „Oder ist sie das? Sie sieht nicht so aus und von denen hier…“, er deutete auf Saphenus, Sikarius und Venris, „…war keine Rede! Hier stimmt doch was nicht.“ Damon drehte sich um und hob beschwichtigend die Hände. „Mein verehrter Lord Surtur, es verläuft alles wie geplant. Sie wollten gerade wieder gehen.“ Saphenus lachte. „Gehen? Aber wir haben doch für dieses Event bezahlt. Wir gehen nirgendwo hin.“, sagte Saphenus mit Nachdruck und durchbohrte Damon mit seinem einäugigen Blick. „Wir freuen uns doch schon seit Monaten darauf, endlich herzukommen. Nicht wahr, DARTH Sikarius?“ Belustigt sah er den Sith neben sich an. Saphenus vertraute darauf, dass Darth Halberd hier war. Er spürte es, auch wenn er seine Anwesenheit nicht genau wahrnehmen konnte. Obgleich er Verachtung und Zorn auf die Gäste dieses Events verspürte, war ihm Halberds Kopf weitaus wichtiger. Warum sollten sie also nicht das Spiel mitspielen? War Halberd erst tot, konnten sie mit dem Rest verfahren, wie es ihnen beliebte.


„Wichtige Angelegenheiten haben leider verhindert, dass wir pünktlich erscheinen konnten. Verzeihen Sie uns die Verspätung und den Ausbruch meines Freundes eben. Ein witziges Kunststück, oder? Eine interessante technische Spielerei. Lord Surtur.“ Er betonte den Titel der Gestalt ohne, dass man wusste, ob er ihn ernst nahm oder sich darüber lustig machte. „Auf das Mädchen müssen Sie wohl noch etwas warten. Sie werden Ihren Spaß noch haben.“ Er wandte sich an Damon. „Also, Magister. Wollen Sie uns nicht in das Rollenspiel einführen und uns das Gelände zeigen?“ Er grinste von Ohr zu Ohr.


[Artek-System | Artek III | Sith-Tempel | Landeplattform] Saphenus; Darth Sikarius; Venris Traja; Adria Guldur; Damon und weitere NPCs
 
[ Sithwelten / Artek-System / Artek III / Landeplattform des alten Sithtempels ] Sikarius, Saphenus, Venris und Adria, sowie Damon, Lord Surtur und Darth Hugo

Die Erste, die es schaffte auf Damons verblüffende Enthüllung zu antworten, war Adria. Ihre Kapuze abwerfend trat sie zwei Schritte vor und grüßte den Büßer mit lässigem Ton. Dessen Augen weiteten sich für einen Augenblick, doch bevor er etwas erwidern konnte, begann Saphenus zu sprechen. Bedrohlich nah auf den moppeligen Menschen zutretend, zischte er ihm zu, dass dieses Schauspiel mehr einem Verrat am Orden der Sith glich als einem Rollenspiel.

Sikarius hatte den Seitenblick des Gouverneurs zu ihm wohl registriert und gab ihm zu einem gewissen Punkt recht. Dass diese wandelnden Speckfalten ohne auch nur den geringsten Funken an Machtbegabung hier so taten als wären sie etwas Besseres, war bestenfalls obszön. Andererseits sollten sie sich seinetwegen doch darauf einen runterholen. Die Wahnvorstellungen von ein paar reichen Idioten mussten ihn nun auch wieder nicht kümmern.

Saphenus fuhr fort sich vorzustellen und sprach eine eindeutige Drohung gegen Damon und seine Gäste aus. Der Mörder fing abermals den Seitenblick auf und verschränkte schweigsam die Arme vor der Brust. Bei der ganzen Geschichte um N’zoth hatte er bitter lernen müssen, dass es Konsequenzen hatte wen genau er umbrachte. An sich würde er natürlich wenig lieber tun als mit flammendem Schwert den Tempel zu betreten und die Wände mit frischem Blut neu zu streichen, andererseits…er hatte schon genug Feinde, die meisten glücklicherweise mit zu wenig Geld, oder zu wenig Motivation dazu seinen Kopf irgendwo draufzuspießen.


„Wie du weißt bringt mein Erscheinen normalerweise den blutigen Tod deiner Speichellecker mit sich.“

, fügte Sikarius dennoch hinzu. Auch wenn er Saphenus‘ unverhohlene Mordlust grade so gar nicht teilte, wollte er seinem zeitweiligen Verbündeten auch nicht in den Rücken fallen. Im nächsten Moment kam auch schon dieser Surtur von eben dazu und begann damit sich zu beklagen wo denn jetzt das Mädchen blieb. Sikarius begnügte sich damit zu schweigen, während Damon versuchte gleichzeitig die Situation zu beruhigen und seine ungebetenen Gäste postwendend wieder loszuwerden. Natürlich ging das gründlich schief, was dem Mörder den Anflug eines Lächelns entlockte.

„Natürlich, Lord Saphenus.“

, gab er zurück und grinste dann doch.

„Was unser Freund der Magister sagen wollte, ist, dass er die Hauptattraktion des Abends nur noch nicht angekündigt hat, weil er gefürchtet hat wir kämen nicht mehr. Aber nun…“

Mit einer schwungvollen Handbewegung löste sich sein Lichtschwert vom Gürtel und begann, wie von Geisterhand aktiviert, blau blitzend, um sich selber zu rotieren. Aus dem Augenwinkel sah der Mörder wie Damon zuckte. Einen blauen Ring beschreibend summte die Klinge in die Höhe und zerschnitt in einem Funkenschauer einen der Lautsprecher, aus dem noch immer die merkwürdige Musik erklang. Die Augen Surturs weiteten sich begeistert und im Hintergrund schien Hugo einen Luftsprung zu machen.

„So treffen wir also auf einander, Darth Sikarius.“

, sagte Surtur, merklich bemüht zurück in seine Rolle zu finden.

„Mein Duellsieg später wird durch Eure lange Abwesenheit nur umso süßer werden.“

„Dein…Sieg?“

, wiederholte Sikarius leise und gluckste, während Surtur sich schon auf dem Absatz umgedreht hatte und davonging.

„Natürlich sein Sieg.“

, fauchte Damon im Hintergrund.

„Meine Gäste erwarten nur die beste Behandlung und Erlebnisse, von denen sie noch ihren Enkeln erzählen können. Vor allem von meiner Hauptattraktion.“

Der Mörder fing den Blick Damons auf, dessen Gesicht sich von einem Anflug blanker Panik wieder in das des kalkulierenden Geschäftsmannes verwandelt hatte. Zweifelsohne überlegte er grade fieberhaft wie er gleichzeitig seine ungebetenen Gäste in Schach halten und aus ihnen einen Gewinn schlagen konnte. Sollte er mal machen.

Jetzt meldete sich auch Saphenus wieder zu Wort und fragte Damon, ob er ihnen nicht endlich das Gelände zeigen und sie in das Rollenspiel einführen wollte.

„Genau. Deine Hauptattraktionen hätten gerne ein Dach über dem Kopf und einen Bissen von der Verpflegung.“

Damon seufzte theatralisch und bedeutete den vieren nun auch zu folgen. Sikarius hielt sich an Saphenus und ließ die beiden Schüler vorgehen. Grade bekam er noch mit wie Damon etwas zu Adria sagte, bevor sie außer Hörweite waren:

„Du hast dich gut gehalten, Kleine. Ich dachte bis jetzt brauchst du einen Schlitten, um deine faltigen Titten hinter dir her zu schleifen.“

Was sie antwortete, hörte der Mörder nicht mehr, aber sie würde sich schon zu verteidigen wissen. Eine Weile gingen die Sith schweigend nebeneinander her. Auch in seinem verfallenen Zustand war der Tempel ein imposanter Anblick. Auch wenn seine Glanzzeiten hinter ihm lagen, so schienen ihm jedoch das beleuchtete Erdgeschoss und Außengelände frisches Leben einzuhauchen.

„Damon hatte Machtpotential als ich ihn das letzte Mal getroffen habe. Ich weiß nicht ob er in der Zwischenzeit etwas daraus gemacht hat, aber auch so ist er ziemlich gerissen. Wir sollten die Augen offenhalten.“

, sagte er schließlich zu Saphenus, als sie das Gebäude beinahe erreicht hatten. Der Gouverneur gab etwas zurück und dann öffneten sich auch schon die breiten Flügeltüren (klare Neuanschaffungen) zur Eingangshalle. Innen bot sich ihnen ein interessantes Bild. Gut zwei Dutzend Gestalten in schwarzen Kutten hatten sich einander gegenüber aufgestellt und waren grade dabei, ziemlich unelegant mit roten Lichtschwertern auf einander einzuhacken. Offenbar handelte es sich bei denen nicht um echte, denn es flogen keine Körperteile durch die Gegend. Stattdessen ging immer mal wieder jemand theatralisch zu Boden und wurde sofort von den kindergroßen Gestalten in Sicherheit geschleift, die hier in größerer Anzahl zu sehen waren. Sie hatten auch, anders als draußen, keine Kapuzen an, was ihre monströsen Gesichter offenbarte.

Natürlich kannte Sikarius die kleinen, grünen, insektenhaften Noehons noch von seinem letzten Zusammentreffen mit dem Büßer, was ihn nicht davon abhielt angeekelt das Gesicht zu verziehen. Insektoide Nichtmenschen waren so ziemlich das schlimmste was die ganze Alienbrut hervorbringen konnte. Dass Damon ausgerechnet DIE mitgeschleift hatte um den Tempel zu schänden wunderte ihn nicht, aber es stimmte ihn auch nicht unbedingt positiver dem gegenüber was hier ablief.


Die Eingangshalle machte den Eindruck teuer restauriert worden zu sein. Anders als der Tempel außen, zeigten die frisch verputzten Wände keine Spur des Verfalls. Ein teuer aussehender Teppich bedeckte den Boden in der Mitte des Raumes und lenkte den Blick des Betrachters organisch auf einen Sockel mit Statue im hinteren Drittel des Saals. Das Ding schien eine seltsame Chimäre aus alten Bruchstücken zu sein, die relativ offensichtlich mit neuem Material ergänzt worden waren. Die Brocken dunklen Gesteins hatten wohl einmal einen, in eine lange Robe gehüllten, Sith dargestellt, doch fehlten seine komplette linke Seite und der gesamte Kopf. Als Ersatz hatte irgendein Scherzbold (vermutlich Damon) eine andere Steinart genommen und in die Lücken gefüllt um das Bild wieder zu vervollständigen. Alles in allem war das ganz solide gelungen, nur dass der Kopf sich jetzt ganz klar um eine attraktivere Nachbildung des Magisters persönlich handelte. Der Mörder hatte ähnliche narzisstische Machwerke des Büßers bereits auf Noe’ha’on bewundern „dürfen“ und hatte nur ein Augenrollen dafür übrig. Um wessen Statue es sich auch immer gehandelt haben mochte, er wäre sicher in der Lage gewesen Damon binnen eines Herzschlags in eine feuchte Pfütze am Boden zu verwandeln.

„Damon!“

, sagte Sikarius laut und der Magister zuckte amüsant erschrocken zusammen.

„Lord Saphenus und ich würden uns gerne deinen Rat einholen, bevor wir uns den Gästen vorstellen.“

Der Mörder grinste und winkte Adria zu sich.

„Schau dich in der Zwischenzeit hier um. Nimm Hörnchen mit, wenn du willst.“ Er warf Venris einen Blick zu „Akklimatisier dich ein bisschen, dass du mir nachher erzählen kannst was hier so abgeht und wie die Stimmung ist.“

Seite an Seite folgten Sikarius und Saphenus Damon in einen Nebenraum, der zu den Küchen gehören schien. An einer großen Küchenzeile in der Mitte des Raumes hackten gut ein Dutzend Noehons mit wachsender Begeisterung auf allerlei teuer aussehende Tiere ein und schnippelten allerhand Filets, Tentakeln und Innereien in tiefe Teller und Cocktailgläschen. Die Diener hier trugen keine Kutten, sondern waren stattdessen in praktische Overalls und Küchenschürzen gehüllt. In einer Ecke hing eine Kamera und glotzte wie das fette Auge eines Hutten auf die Arbeiter herab.

Mit vor der Brust verschränkten Armen lehnte sich Damon so an eine Wand nahe des Eingangs, dass sie den Konstanten Fluss von Kellnern nicht störten, die teures Essen raus und leergefressene Teller wieder hineinbrachten. Nervös spielte der Magister mit seinem nassen Pferdeschwanz, der ihm schlaff und formlos auf die Schulter hing, während seine wässrigen Augen nervös zwischen den beiden Sith vor ihm hin und her zuckten.


„Okay…Damon…“

, sagte Sikarius gedehnt und schnappte einem Kellner ein großes Tablett mit Leckereien und Alkohol aus den Fingern. Das Alien schnatterte und fauchte wie eine getretene Katze auf seiner eigenen obskuren Sprache, verzog sich jedoch nach einer eindeutigen Geste des Büßers. Die gedehnte Stille auskostend schob sich der Mörder einen glitschigen Fangarm mit, wie es schien, prall gefüllten Pickeln in den Mund. Unwillkürlich riss er die Augen auf, da er die zarte Konsistenz und den vollmundig süßen Geschmack nicht erwartet hatte.

„Scheiße Mann was ist das?!“

, entfuhr es ihm und purpurner Saft schoss ihm unwillkürlich aus den Mundwinkeln, auf seine zum Glück schwarze Robe tropfend.

„Die sind ja total geil!“

, fügte er hinzu und schob sich noch im Schlucken den nächsten Tentakel zwischen die Zähne.

Progenitor Penis.“

, gab Damon kühl zurück und hob eine Augenbraue, als der Mörder mitten im Kauen innehielt, kurz zögerte und dann in den nächsten biss.

„Übertreib es nicht. Die sind mit Alkohol und steigen auf nüchternen Magen gut zu Kopf.“

„Also…“

, setzte Sikarius wieder an, und wischte sich den Progenitorpenissaft vom Kinn. Mit einer vielsagenden Bewegung des Tabletts bot er Saphenus auch welche an.

„Was genau soll die ganze Geschichte hier darstellen?“

„Mein Geschäftsmodell ist einfach.“

, gab Damon zurück und wrang sich jetzt wieder selbstbewusst den Pferdeschwanz aus.

„Ich biete denen die es sich leisten können die einmalige Gelegenheit nachzuempfinden was es heißt Sith zu sein. Die Leute kommen hier her, mit zum Teil selbstgebastelten Kostümen und tun für zwei Wochen so als wären sie jemand anderes. Meine Gäste haben Spaß, mein Team und ich verdienen Geld und dieser Ort findet nach und nach zu seinem alten Glanz zurück. Ihr müsst wissen, hier sah es fürchterlich aus als ich hierhergekommen bin! Fürchterlich! Überall hat es reingeregnet und all die schönen Relikte sind vor sich hin geschimmelt und schaut es euch jetzt an! Überhaupt kein Vergleich. An sich tue ich diesem Ort etwas Gutes. Lasst mich das noch ein paar Jahre machen und dieser Tempel sieht aus wie neu!“

[ Sithwelten / Artek-System / Artek III / Alter Sithtempel / Wiederhergestellter Bereich / Küchen ] Sikarius und Saphenus, sowie Damon und ein Haufen Noehons
 
[ Artek-System | Artek III | Landeplattform des alten Sithtempels ] - Venris Traja, Saphenus, Sikarius, Adria
Adria schien diesen seltsamen Magister auch zu kennen, war er denn der einzige, der hier vollkommen unwissend war? Ob sein Meister ihn kannte oder nicht, konnte Venris an seinem Gesicht nicht ablesen, zumindest begrüßte er ihn nicht, wie die anderen beiden. Doch besonders angetan schien er nicht davon zu sein, ihm hier zu begegnen. Saphenus schien aber zumindest nicht erfreut davon, ihm hier zu begegnen, ehr das Gegenteil war der Fall. Er trat dicht auf ihn zu, sodass die Gäste dieses Magisters nichts von der kleinen Ansprache mitbekamen. Ein gewisser Stolz wurde in Venris wach, dass dieser Sith sich ihn als Schüler ausgesucht hatte, wenn er beobachte, wie er mit anderen Personen umgehen konnte, sie offen unter Druck setzten konnte, ohne anscheinend irgendetwas gravierenderes befürchten zu müssen.
Doch dann begann auch er mitzuspielen und gab sich ebenfalls als bezahlender Kunde dieses Festspiels aus. Venris schloss sich dem Vorbild seines Meisters an und nickte zustimmend. Fast schon ein wenig übermütig bekundete sein Meister seine Freude an dem Spiel und die drohende Ansprache an den Magister schien wie vergessen zu sein, auch wenn Venris sich mehr als sicher war, dass Damon, wie sich der Magister anscheinend schimpfte, dass ganze nicht so schnell vergessen würde.
Der andere Sith, Sikarius, folgte dem Beispiel seines Meisters, wenn er auch ein bisschen weniger subtil seine Macht zum Ausdruck brachte. In etwas, was man fast schon als kleine Show bezeichnen konnte, ließ er sein Lichtschwert durch den Raum wirbeln und dabei einen der Lautsprecher zerstören. Für die Anwesenden, reichen und anscheinend leicht naiven Gäste, gehört das alles zu dem, wofür sie bezahlt hatten. Einer von ihnen, Surtur, ging sogar auf Sikarius zu und forderte ihn in gewisser Weise zu einem Duell heraus. Venris warf einen fast schon leicht amüsierten Blick zu dem Mann herüber. Wenn er wüsste, wer der Mann war, mit dem er gerade gesprochen hatte, wäre er bestimmt schon längst geflohen.
Damon und Sikarius unterhielten sich noch kurz und auch schien dieser Magister etwas zu Adria zu sagen, doch zum einen die Entfernung und zum anderen diese wirklich beeindruckende Fassade hielten ihn davon ab, genauer hinzuhören. Von diesem Ort ging eine ganz besondere Macht aus, dass konnte sogar er bereits spüren, obwohl er och ganz am Anfang seiner Ausbildung stand. Bei dem Gedanken, was sich hier abgespielt hatte, bevor dieser Ort verlassen und von Leuten wie diesem Magister augenscheinlich ein wenig entehrt worden war, stellte sich bei Venris eine leichte Gänsehaut ein, aber auch das Gefühle, Teil etwas großem, etwas mächtigem zu sein.
Er folgte der Gruppe in den Tempel hinein. Da er dich im Schatten seines Meisters lief, konnte er hören, wie dieser von Sikarius gesagt bekam, dass dieser Damon anscheinend Macht und auch Gerissenheit an den Tag legen konnte. Venris würde ihm im Auge behalten. Es handelte sich hier immerhin quasi um eine Art Feuertaufe, er würde seinen Meister nicht enttäuschen.
Der Raum, den sie jetzt betraten, hatte in Venris Augen recht wenig von dieser etwas furchteinflößenden, finsteren Fassade gemeinsam. Man sah ihm klar an, dass hier einiges verändert worden war. Alles wirkte recht frisch renoviert und auch die Kuttenträger, die sich hier mit irgendwelchen falschen Lichtschwertern Showkämpfe darbrachten , halfen nicht unbedingt dabei, dem Ort seine ehrfurchtgebietende Atmosphäre wieder zu geben. Er hatte einiges über die Tempel der Sith gelesen und war sich sicher, dass dieser Tempel als quasi entehrt zu betrachten war. Vor allem eine Statue, die weiter hinten im Raum die Blick auf sich zog und dabei ziemlich auffällig diesem Damon ähnelte, verstärkte den Eindruck der Entehrung mehr und mehr, je länger Venris sich diese anschaute.
Venris überlegte kurz, bevor er zu dem Schluss kam, dass Damon kein Sith sein könnte. So hätte er zumindest das bisschen Anstand gehabt, einen solchen Ort nicht so zu verschandeln. Als Sith hatte man doch einen gewissen Stolz und doch auch eine recht hohe Disziplin, oder? Keiner der beiden Werte schien jedenfalls auf Damon zuzutreffen.
Nachdem Aren den Blick von der Statue abgewandt hatte, schaute er sich auch die kleinen Wesen an, die ihm schon draußen im Hintergrund aufgefallen waren. Es handelte sich um irgendwelche Insekten, die Venris lieber nur eines kurzen, schnellen Blickes würdigen wollte.
Dann winkte Sikarius Adria zu sich. Sie solle sich, zusammen mit ihm, einen kleinen Überblick über die Lage hier verschaffen. Venris trat dicht zu seinem Meister, sodass nach Möglichkeiten am besten nur die beiden mitbekamen, was gesagt wurde.
,,Nochmal wird sie nicht in meinen Gedanken rumpfuschen, dass kann ich euch versichern, Meister."
, meinte Venris, bevor er eine Verbeugung andeute und zusammen mit Adria ein wenig durch den Raum schlenderte, hin zu der Statue, die er ein wenig genauer in Augenschein nehmen wollte. Dort angelangt drehte er sich allerdings zuerst zu Adria um. Man konnte die Abscheu wohl in seinen Augen sehen, doch versuchte er ruhig zu bleiben. Er durfte seinen Meister nicht enttäuschen, musste dafür notfalls auch ein wenig seinen Stolz zurückfahren.
,,Hör zu, ich glaube wir beide sind nicht mehr die besten Freunde, um es nett auszudrücken. Aber um der Mission willen, sollten wir zumindest hier auf Artek und nicht zu sehr davon beeinträchtigen lassen. Du magst mich nicht und ich kann dich auch erst recht nicht wirklich leiden, aber was hälst du davon, dass für die nächsten paar Tage runterzuschlucken?"
Venris war zwar zum Ende mehr und mehr aufbrausend geworden, hatte im wesentlichen aber doch einen verhältnismäßig ruhigen Ton gewahrt, vor allem so, dass nur sie beide es mitbekamen. Er wollte zwar alles andere, als sich mit diesem Miststück zu versöhnen, doch würden ihnen persönliche Rivalitäten nur im Wege stehen und eine persönliche Auseinandersetzung würde er wohl noch verlieren. Sein Moment würde kommen, doch jetzt gab es wichtigeres, als sich vor so einer Schülerin zu behaupten, die sich für etwas besseres hielt. Lange würde es nicht mehr dauern und Venris könnte ihr zeigen, wo ihr Platz wirklich war.
[ Artek-System | Artek III | alter Sith-Tempel | Eingangshalle ] - Venris Traja, Adria
 
Artek III, in der Nähe ihres Schiffes: Meister Sikarius und Adria, Meister Saphenus und Venris, Empfangskomitee bestehend aus Damon, der von Noe, und sechs weiteren dunklen verhüllten Gestalten


Damons Augen weiteten sich kurz und sie hatte das Gefühl, dass er sie erkannte. Sie musste kurz unverschämt grinsen. Es gab nicht viele Leute, die sie kannte und wenn, waren es solche Gestalten wie er. Sie konnte nun auch erkennen, wer die kleinen Gestalten waren, die sich unter großen, übergroßen Kapuzen verbargen. Die Fühler verrieten sie, die hier und da mal rausluchsten. Insektoide von Noe! Sie konnte sich ein Augenrollen gerade so verkneifen. War ja klar! Wie machte das Damon nur? Der Punkt, dass er sich so viele Anhänger, die bereitwillig seine Untertanen wurden, um sich scharrte, brachte ihm einen gewissen Anerkennungsgrad bei Adria ein. Er war kein großer Sith! Er war bestenfalls ein Jünger oder im Grad eines Schülers, wie Venris es war und er hatte damals nicht einmal einen Meister in Fleisch und Blut gehabt, sondern griff damals stets zum Holocron, was Sikarius und Adria ihm rasch abgenommen hatten! Damals hatte sie immer gedacht, es wäre eine Wunderlampe. Wie lustig! In der Bibliothek des Sithtempels war sie aufgeklärt worden. Wie viel er bisher machttechnisch drauf hatte, war fraglich!? Viel konnte es eigentlich nicht sein!? Aber, er hatte es dennoch drauf, auch ohne die Macht. Einiges konnte man sich direkt von ihm abgucken. Allerdings war er mega gefährlich, weil er eben super schlau wie abgebrüht war! Adria würde auf der Hut sein müssen! Sie erinnerte sich noch gut daran, wie er sie in einen Käfig eingesperrte hatte und mit ihr, sie gefesselt, durch den Dschungel geritten war. Sie wusste, dass er alles manchmal mutig auf eine Karte setzte und Risiken einging. Darin unterschied er sich auch nicht sehr von Fel und ihr. Als wäre das alles nicht schon genug, glänzte er mit seiner schmierigen Art und war obendrein grässlich anzuschauen. Wieso nannte er sich Magister? Was bedeutete das?

Saphenus zischte Damon einiges zu. Sie hätte nur zu gerne mitgehört, konnte es von ihrer Position aus aber nicht. Dann lachte er schallend auf. Er meinte nun hörbar, dass sie für dieses Event schließlich bezahlt hätten. Sie wollten also mitspielen?! Er fügte an, als einer der vermutlichen megareichen Gäste dazwischenfunkte, dass das Mädchen noch kommen würde. Gut, dass niemand mehr dachte, sie wäre es. Was hatten sie mit dem Ding vor? Adria vermutete ein blutig-grausames Spektakel. Damon wäre zumindest für sowas zu begeistern. Er hatte mit ihr als Kind auch nichts anderes im Sinn gehabt. Das wäre ja hier direkt auch etwas für Sabar gewesen, erinnerte sie sich an das, was sie bei ihm mitbekommen hatte. Der Typ, der sich Darth Sutur nannte, wollte sich mit Fel später duellieren, im Lichtschwertkampf natürlich, und er wies auch schon darauf hin, dass er gewinnen würde. Wieder musste Adria schmunzeln.

Saphenus forderte nun, dass der Magister, also Damon, sie einweihen und das Gelände zeigen sollte. Ihr Meister wollte dringend mampfen. Er hatte Hunger. Adria könnte auch etwas vertragen. Allerdings hoffte sie, dass Damon nicht selbst gekocht hatte.

Tatsächlich schickte er sich dazu an, ihnen alles zu zeigen. Venris und Adria sollten dabei vorgehen. Damon nutzte die Gelegenheit, an Adria heranzutreten und ihr etwas ins Ohr zu flüstern, dass ihr Blut hochkochen ließ. Ihre Hand glitt unwillkürlich ans Lichtschwert, doch zu seinem Glück, setzte ihr Verstand rasend schnell ein und verhinderte Schlimmeres. Er wollte sie wohl testen, zu was sie mittlerweile fähig war?! Mit seiner Bemerkung über ihr damaliges rasches Altern hatte er alte Wunden aufgerissen und so richtig ins Fettnäpfchen getreten. Sie atmete einmal tief durch, ihre Augen waren bernsteinfarben geworden und sie zischte ihm unheilvoll zu:


“Ich werde wissen, wo du schläfst, Fettwampe! Elende Hackfresse, du!”

Letzteres Vokabular nutzte ihr Meister seit eh und je oftmals und hatte sich so auch in Adrias Vokabular eingereiht. Es war für sie unerwartet gekommen und ihr war nicht so schnell etwas Schlaueres eingefallen! Er grinste darauf genauso unverschämt wie Adria vorhin und führte sie unbeirrt an Saphenus und Sikarius`Seite in Richtung Haupteingang. Ihr Blick erhaschte die Nebelschwaden um das düstere Gemäuer, die tiefen schweren dunklen Wolken über den Türmen und die lautstarken Nebelkrähen, bis er sie hinein führte. Eins musste man ihm lassen, Nerven hatte er. Adria bemerkte, dass er wieder versuchte, alle Fäden in der Hand zusammen zu halten, genau wie damals auf Noe! Wenn sie alle nicht aufpassten, würde er rasch auch sie lenken, sie überlisten wollen, ohne dass sie es sofort merken würden.

Sie kamen in die Eingangshalle. Adria war echt überrascht! Sie hatte etwas verfallenes Eingestürztes erwartet, doch stattdessen war alles wiederhergestellt und erstrahlte in neuem Glanz. Fast könnte man von dieser altehrwürdigen Halle eingeschüchtert werden, wenn man nicht schon mal vorm Imperator im Thronsaal des Sithtempels auf Bastion gestanden hätte. Dennoch strahlte dieses Gemäuer Geschichte und dunkle Macht aus. Allerdings kämpften lauter normalsterbliche reiche Futzis gerade mit selbstgebastelten Lichtschwertern gegeneinander, ungeschickter ging es kaum. Adria lächelte belustigt. Plötzlich erhaschte ihr Blick eine Statue und wieder musste sie in Damons erbärmliche Fratze schauen! Unfassbar! Selbst hier ging das weiter! Diese Selbstbeweihräucherung!

Sikarius rief Damon herbei. Er wollte von ihm einen Rat?! Wie bitte? Sie warf ihm einen bösen und zugleich fragendem Blick zu, da winkte ihr Meister sie auch schon zu sich, ehe Damon an Ort und Stelle war. Sie sollte sich mit Hörnchen, ach das passte ja zu Venris, umschauen, Infos abgreifen,Lage und Stimmung abchecken.


“Machen wir, Meister!”

Sie sagte ihm noch auf geistiger Ebene:

“Unterschätze ihn niemals!”

Sie hatte ihn damals auch in katastrophalen Lagen, hergeführt durch den Büßer, wieso hieß er eigentlich so, erlebt!? Venris tuschelte noch mit seinem Meister und ging mit ihr dann durch den Saal. Schon nach wenigen Schritten kreuzten sie Damon, der zu Sikarius wollte, da er ja gerufen worden war, und sie wusste zwar nicht genau, was hier abging, aber nach dem Spruch vorhin, ganz genau, was sie wollte. Er hatte weder Zeit, noch die Macht, etwas dagegen zu tun, als sie unvermittelt heimtückisch zuschlug, und ihn mit der Macht fühlen ließ, was sie wollte, als er sie dabei ansah. Er bekam Angst vor ihr, als er sie sah, dass sich ihm die Nackenhaare aufstellten. Sie hoffte, dass sie die entsprechende Wirkung erzielt hätte und es schien so, wie er sie plötzlich ansah. Mal sehen, wie lange das andauern würde? Sie hoffte, mindestens noch bei mehreren Begegnungen! Ihr Ziel war natürlich für immer!

Mit Genugtuung durchschritten sie den Saal bis zur Statue. Irgendwie lenkte sie ihr erster Gang dorthin.

Venris begann ihr äußerst höflich mitzuteilen, dass er sie nicht mehr ausstehen konnte. Fast musste sie laut auflachen, doch unterdrückte den Anflug erfolgreich.


“Ich kann dich auch nicht leiden, Hörnchen. Da geht es uns beiden gleich!”

Verniedlichende Kosenamen konnten lieb gemeint sein, aber auch abwertend eingesetzt werden. Eigentlich konnte sie ihn erst nicht mehr seit dieser dämlichen Strafe leiden. So ein Aufstand! Womöglich hasste sie deshalb Venris`Meister mehr als ihn?!

Venris schlug einen Waffenstillstand auf Artek III vor.

“Das ist eine richtig gute Idee!”,

säuselte sie. Als hätte sie vorgehabt, die Mission zu gefährden!?

“Was glaubst denn du, was mit Schülern passiert, die eine Mission aus nichtigem Eigennutz torpedieren, statt eine Hilfe zu sein?! Weißt du, was Meister mit solchen Schülern machen?”

Sie machte eine eisige und dennoch belustigte Kunstpause, ohne eine Antwort zu erwarten.

“Natürlich werden wir zusammenarbeiten und uns zusammenreißen, Partner!”

Er hatte es hier mit einem Profi zu tun! Sie war gerade unter Darth Sting unterwegs im Krieg gewesen! Etwas leiser zischte sie dem Frischling unter den Sith zu:

“Wir müssen auch alle zusammenhalten, wenn wir hier lebend wieder weg kommen und dazu außerdem unsere Mission erfüllen wollen! Der hier…”,

sie wies unauffällig auf die Statue:

“...ist mega gefährlich! Sei gewarnt! Und…, jeder weiß, dass aus einem Spiel leicht Ernst werden kann!...Komm!”

Sie ging zwei Schritte, da tippte ihr jemand frech auf die Schulter und so ein reiches verweichlichtes Muttersöhnchen mit einem Milchbubigesicht forderte sie auf:

“Wie wäre es mit einem Lichtschwertduell?”

Sie warf Venris einen belustigten Blick zu.

“Erstmal sollten wir uns einander vorstellen! Ich bin Sithlady Adria, Tochter des Imperators, und das ist Darth Venris!”

“Ich bin Sithschüler Prenator. Ah, Ihr seid keine Schüler mehr?”

“Nein, natürlich nicht, wir sind doch schon über Zwanzig! Und, haben hier schon öfters mitgemacht!”

Ok, das war eine verdammt blöde Antwort, erstens, weil Adria noch nicht über Zwanzig war und bei Venris wusste sie es nicht mehr und damit hatte es eh nichts zu tun, gelogen war sowieso alles von hinten bis vorne, doch sie spielten ja und die waren alle so ahnungslos, doch dieser Idiot meinte rasch:

“Ja, natürlich!”

Adria grinste vergnügt. Jetzt musste Adria amüsiert auflachen und der Typ lachte mit. Wie dumm sie alle waren. Sie hatten keinen Blassen von den Sith! Er stellte sich nun zum Kampf bereit. Adria aktivierte ihre echte Klinge. Seine war aus Plaste! Sie sah seinen neidischen Blick. Dann griff er langsam und ungelenk an. Adria wirbelte gekonnt herum, wich der Plasteklinge aus und stand sofort hinter ihm, ehe er sich besann, und hielt ihm die echte Klinge von hinten an seinen schlanken Hals.

“Ihr seid tot!”

“Man ist das heiß!”,

jammerte er.

“Cool was! Hab extra eine Heizspirale eingebaut. Daher auch die rote Farbe!”

Adria gackerte und deaktivierte ihre Klinge. Sie hatte sich köstlich amüsiert. Es machte Spaß, diese Idioten zu veralbern. Dann sagte sie zu Venris, sich ihrer Aufgabe besinnend:

“Komm, schauen wir uns mal weiter um!”

Sie verließen die Eingangshalle am hinteren Ende nach links und kamen in einem Treppenhaus an. Der Gang nach rechts war abgesperrt und verfallen. Geradeaus und nach oben war alles schon instand gesetzt. Wo sollten sie am besten beginnen? Unschlüssig sah sie ihren derzeitigen Partner an.


Artek III, im Tempel, Flur hinter der Empfangshalle: Adria und Venris
 
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[ Sithwelten / Artek-System / Artek III / Törcsvàn / Garnisonsgelände / Fuß des Kontrollturms ] Private Farfalla

Mit einem leicht angeekelten Gesichtsausdruck schaute Private 1st Class Beto Farfalla auf den gräulichen Schaum, der seinen grade frisch aufgebrühten Instantcaf krönte und seufzte. Bevor er auf diesen gottverlassenen Mond strafversetzt worden war, war er eigentlich kein Caftrinker gewesen, doch wie er schnell hatte feststellen müssen waren seine Schichten in dem desolaten Luftraumüberwachungsturm sonst kaum zu ertragen. Es kamen selten genug Schiffe, dass er alle Möglichkeiten hatte wegzunicken, wenn er nicht aufpasste. Auf der anderen Seite lockte der elende Tempel hoch über Ihnen oft genug Schiffe an, dass eine schlafend verbrachte Schicht ordentlich Ärger einbringen konnte.

Mit einem missbilligenden Tse blickte Beto in die Höhe und musterte unverhohlen feindselig die Ruine, die hoch über ihm auf den zackigen Klippen thronte. Er konnte sich nur vorstellen wie das Gebäude zu seinen Glanzzeiten ausgesehen haben mochte. Auch wenn jetzt wieder an seinem Fuß schwaches Licht glomm, waren die oberen Stockwerke von dem orbitalen Bombardement vernichtet und verschmolzene Durastahlstreben reckten sich an ihrer Statt wie mahnende Finger in die Höhe. Gruseliger Ort.

Kurzentschlossen kippte der Soldat den ohnehin schon wieder lauwarmen Caf zur Seite in die Kletterpflanzen, die den Luftüberwachungsturm bis zu seiner Spitze belagerten. Das Grünzeug schien einen Hang für imperialen Durabeton zu haben. Der Turm und die zugehörige Baracke dahinter hingen voll davon, während autochthone Gebäude wie das alte Gebetshaus, das schon seit Jahrzehnten als Garnison diente und viele andere Häuser und Hütten in dem kleinen Ort Törcswàn komplett verschont blieben. Irgendeiner von den alteingesessenen Soldaten hatte Beto gegenüber erwähnt, dass die Garnison auf diesem gottverlassenen Planeten auf den Ruinen eines Eingeborenendorfes stand, dessen Bewohner schon zum Bau des Sithtempels auf der Klippe komplett niedergemacht worden waren. Der Soldat tat solches Gerede normalerweise als Schauermärchen ab, auch wenn auf dem alten Marktplatz noch immer die Pfähle standen, auf denen man sie angeblich aufgespießt hatte. Er schauderte. Damals war das Imperium noch anders gewesen. Keineswegs eine Zeit in die er sich zurücksehnte.

Überrascht sah Beto auf, als plötzlich ein lautes Grölen an seine Ohren drang. Halb neugierig, halb genervt zündete er sich ein Pfeifchen an und schaute zum Zaun, der die behelfsmäßige Garnisonsanlage umgab und zum Tor, dessen Flügel schon vor gut zehn Jahren durchgerostet umgekippt sein mussten. So einen Lärm – offensichtlich betrunkenes Singen – machte niemand der fest in Törcsvàn wohnte. Das mussten ‚Gäste‘ des Tempels sein und tatsächlich, über den aufgeplatzten Asphalt kam eine Gruppe von Gestalten in ihren lächerlichen Roben gestolpert. Einer von denen hatte ein rotes Lichtschwert gezückt, mit dem er unschuldige Grasbüschel in der Straße versengte, während der Rest offensichtlich genug Probleme damit hatte sich auf den Beinen zu halten.

Halb hoffte Beto, dass die Bande ihn übersehen und feststellen würde, dass es auf dem abgezäunten Garnisonsgelände kein Weiterkommen gab, doch natürlich hatte er kein Glück. Der Typ an der Spitze hielt zielstrebig auf ihn zu, während der Rest schwankend folgte.

„Hey! Das hier ist Sperrgebiet!“

, rief der Soldat halbherzig den ungebetenen Gästen zu, die Pfeife im Mundwinkel.

„Wo isn hier ne Bar, Sterblicher?!“

, blaffte der Vorderste zurück, Betos Aussage komplett ignorierend. Doch damit nicht genug. Anstatt wie jeder normale (nüchterne) Mensch auf Konversationsreichweite stehen zu bleiben, tat er einen Schritt auf den Soldaten zu, sodass ihre Nasenspitzen sich fast berührten.

„Hier ist keine Bar, Sterblicher.“

, gab der Soldat trocken zurück und saugte mit einem Schmatzen ein wenig Flüssigkeit aus seinem Pfeifenstiel, nur um es postwendend wieder auszuspucken.

„Weißt du nicht wer ich bin?!“

, keifte der Möchtegernsith, jetzt offensichtlich beleidigt.

„Ich bin Lord Darkne…“

„Jaja und ich bin Tedo Gog. Hier gibt’s keine Bar. Das hier ist die Garnison und jetzt zieh Leine bevor ich dich und deine Freunde festnehmen lasse.“

Natürlich hatte Beto weder die Autorität noch den Willen so etwas zu tun. Die reichen Schnösel aus dem Tempel waren das einzige was überhaupt Betrieb und Credits nach Törcsvàn brachte. Einen anderen imperialen Außenposten auf dem desolaten Mond gab es nicht und soweit er wusste hatte seit bald zwanzig Jahren niemand die überlebenden ein paar hundert Klicks entfernten Zuguruk-Dörfer kontaktiert. Da das militärische Oberkommando sich offenbar entschlossen hatte, die Garnison in Sachen Ressourcen am langen Arm verhungern zu lassen, waren die Gäste dieses seltsamen ‚Magisters‘ das einzige, was den Nichtmilitärischen Teil von Törcsvàn am Leben erhielt.

„Das ist UNGEHEUERLICH! Ich will sofort mit deinem Vorgesetzten sprechen!“

, sagte ‚Lord Darkness‘, jetzt plötzlich wieder nüchterner klingend. Doch bevor Beto etwas erwidern konnte, piepte sein Com. Seine Pause war zu ende. Gott sei Dank! Beiläufig wies der Soldat auf das Garnisonshauptgebäude, bevor er durch die angelehnte Tür hinter ihm schlüpfte und tief durchatmete. Timing! Mit ein wenig mehr Elan wieder an die Arbeit zu gehen, erklomm er die feuchte, enge Wendeltreppe und fand sich kurz darauf an seinem abgewetzten, aber aufgeräumten Arbeitsplatz wieder. Kurz prüfte er, ob in der Zwischenzeit jemand Neues ins System gesprungen war und tatsächlich! Da war ja richtig Betrieb heute Abend! Doch diesmal schien es sich um ein militärisches Schiffsmodell zu handeln. Nicht, dass seine Jahrzehntealten Scanner mehr feststellen konnten.

„Artek III Kontrollturm an nicht identifiziertes Schiff. Identifizieren Sie sich und nennen den Grund Ihres Besuches, dann landen Sie auf Landefeld Törcsvàn 1. Artek III Kontrollturm Ende.“


[ Sithwelten / Artek-System / Artek III / Törcsvàn / Garnisonsgelände / Kontrollturm ] Private Farfalla
 
[ Sithwelten | Artek-System | Im Anflug auf Artek III | Matthews TIE/in ] Matthew


„Artek III Kontrollturm an nicht identifiziertes Schiff. Identifizieren Sie sich und nennen den Grund Ihres Besuches, dann landen Sie auf Landefeld Törcsvàn 1. Artek III Kontrollturm Ende.“

Die Stimme die durch die Komm des Jägers knackte holte Matthew aus seiner Tiefschlaftrance. Er hatte den Hyperraum etwas außerhalb des Systems verlassen, nur Millisekunden vor dem regulären Eintrittspunkt. Falls der Gouverneur und Leto Fel sich noch im Orbin befanden wollte er nur ungern einfach direkt in ihre Arme fliegen. Durch dieses Manöver hatte er jedoch fast eine Stunde länger gebraucht bis er in Scannerreichweite von Artek III kam.

Der Orbit des Mondes war verlassen, was Matthews scanner seit geraumer weile bereits erkannt hatten, da er für den Fall das doch ein anderes Schiff oder eine Station hier oben war einen Annäherungsalarm programmiert hatte. Matthew richtete sich im Sitz auf und lies kurz den Kopf kreisen bevor er auf ein paar Knöpfe seines Kommsystems drückte. Der Planet hatte zwar ein Leitsystem, jedoch zeigte das nur an wo auf der hauptsächlich blau-grünen Kugel sich die Stadt befand in der er landen sollte.


„Bloody Ball an Artek III Kontrollturm ? Hier spricht Matthew Severide an Bord des TIE Interceptors Bloody Ball, erbitte Landeerlaubnis.“

Törcsvàn wurde langsam erkennbar, und sei es nur weil dort weder Wald, Steppe noch Meer war. Das was tatsächlich auf die Ortschaft aufmerksam machte war der große Tempel der direkt in der nähe des Ortes stand, der alte Sith Tempel von Artek.

„Artek III Kontrollturm an Bloody Ball. Nennen sie den Grund ihres Besuches. Gehören sie zu der Veranstaltung im Tempel ?“

Matthew dachte nach. Eine Veranstaltung im Tempel ? Das war ein alter Sith Tempel, jedoch war dieser nicht mehr bewohnt. Hatte der Gouverneur etwas damit zu tun ?

„Negativ Artek. Ich bin nicht wegen der Veranstaltung hier. Ich suche jemanden der sich mit hoher Warscheinlichkeit auf Artek aufhält.“

Einen Moment lang war es ruhig in der Leitung, dann wieder ein Knacken aus dem Komm. „Bloody Ball, landen Sie auf Landefeld Törcsvàn 1. Artek III Kontrollturm Ende.“

Der TIE/in trat in die Atmosphäre ein, und beim näherkommen konnte Matthew auch das ausgeleuchtete Landefeld der sehr überschaubaren Siedlung ausmachen. Ein einzelner Soldat stand am Feld um ihn zu Empfangen. Nach der Landung schaltete Matthew die Systeme ab und verließ den Jäger. Auf einem benachbarten Landefeld stand ein einzelne TIE/ln Fighter Maschine, die ihre besten Jahre bereits hinter sich hatte.

„Private Beto Farfalla. Mister Severide, willkommen auf Artek. Darf ich um ihre ID bitten ? Außerdem gilt es eine Landegebühr zu entrichten.“




[ Sithwelten | Artek-System | Artek III | Törcsvàn | außerhalb des Garnisionsgeländes | Landefeld ] Matthew & Private Farfalla (NPC)
 
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