Borosk

/// Borosk /// Borosk City /// Haus des Imperiums /// Konferenzraum /// CPT Julius Fourb, Legat Heirn Logane, Governor Aren Vayliuar, Brigadegeneral Binbring ///

Julius musste dem Legaten darin Recht geben, dass die Ergreifung lebender Gefangener oberste Priorität hatte. So ließen sich wertvolle Informationen finden, die den Krieg in Kürze zu ihrem Gunsten beeinflussten und nichts war dem Captain wichtiger, als ein schneller und eindrucksvoller Erfolg. Nur allzu gerne wäre er nebenbei gestanden, wenn eines dieser verräterischen Schweine unter grausamster Folter verhört wurde und nach und nach wegbrach und ein Geständnis nach dem anderen ablegte. Wie Aren sagte, handelte es sich bei diesen Leuten um Witzfiguren - und das war eine mehr als freundliche Wortwahl, die sein Cousin verwendete -, die der Macht des Imperiums nichts entgegenzusetzen hatten. Die Geschichtsbücher würden einzig und allein jenen Männern Tribut zollen, die diese verzweifelte Rebellion zerschlagen würden und Julius war fest gewillt, eine maßgebliche Rolle zu spielen. Sollte sich der Legat bereiterklären, mit dem jungen Offizier zusammenzuarbeiten, so könnten sie ihre Kräfte bündeln und den Governor noch während seiner Abwesenheit mit einem großen Erfolg ehren.
Ein zufriedenes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht, als Logane seine Unterstützung nicht nur zusagte, sondern auch andeutete, die KOMENOR zurück zum Schauplatz des ehemals geplanten Manövers und der nun bevorstehenden militärischen Operation zu bitten.

"Ich würde es sehr begrüßen, wenn es uns gelingt einige dieser verräterischen Hunde zu fassen. Ich denke, Sie besitzen die Einheiten mit der richtigen Ausbildung, Bewaffnung und Erfahrung, um die Razzia erfolgreich durchzuführen. Doch dies muss schnell passieren. Ob mit Festnahmen, oder ohne; mein militärischer Schlag wird noch heute Nacht erfolgen."

Im Stehen war der Fourb dazu gezwungen, zum Verwalter hinaufzuschauen, weshalb er ihrer Unterredung langsam überdrüssig wurde. Er wollte Druck ausüben, damit Logane sofort damit beginnen würde, alles nötige sofort in die Wege zu leiten. Sicherlich war er nur ein Rädchen innerhalb einer aufwendigen Bürokratie, doch als Leiter eines eigenen Ressorts sollte er vor allem in Abwesenheit seines Vorgesetzten mit den nötigen Vollmachten schnell handlungsfähig sein. Julius wartete auf die Antwort des Legaten, während er nebenbei einen Blick auf das imperiale Banner warf. Logane zögerte noch kurz, was Julius in gewisser Weise beunruhigte, ehe er endlich sprach. Aren hatte ihn also tatsächlich verunsichert, denn trotz Julius' egoistischer Aktion bezüglich des Verstecks versuchte der Legat ihn nun davon zu überzeugen, an einem Strang zu ziehen und am Ende gleichermaßen profitieren zu können. Der Captain hatte nichts dagegen und wusste, dass auch er die Hilfe des großgewachsenen Mannes benötigte. Nun blickten beide Männer zur Seite, in Richtung des imperialen Banners. Und Julius wusste, dass es seine Treue gegenüber dem Imperator ihm abverlangte, mit diesem Bürokraten eine gemeinsame Sache zu betreiben. Auch wenn sie sich nicht leiden konnten, verband sie die Treue gegenüber dem Imperium angesichts des Aufstandes des Pöbels.

"Ich reise sofort an den Einsatzort. Viel Erfolg."

Verabschiedete er sich also von Logane, der zuerst den Raum verließ. Seufzend blieb Julius noch für für einen kurzen Augenblick stehen, ehe auch er den Konferenzraum verließ und draußen in einen der Gleiter des Regierung stieg. Er übermittelte dem Chauffeur die Koordinaten des Standortes seiner beiden Einheiten und ließ sich mehr oder weniger entspannt in das Wildleder des Sitzes zurückfallen. Nach einer knappen halben Stunde landeten sie. Der First SGT und erste LT Hall erwarteten ihn bereits und als Julius elegant aus dem schwarz-matten Gefährt stieg, salutierten ihm der großgewachsene Offizier, was Julius mit einem ruhigen Blick erwiderte. Er schritt vorwärts und blickte prüfend rundherum. Die gewaltigen SPMA-T Läufer standen hinter dem Hügelkamm und im Schutz der Vegetation gut im Verborgenen und die Mechaniker der beiden Züge nutzten die Zeit, um letzte Systemchecks und Feinschliffe durchzuführen. Mit seinen nach wie vor glänzenden schwarzen Stiefeln trat er aufrecht durch das Dickicht, hinüber zum Kommandostand. Der dunkelhäutige LT Zuf kam hinzu und folgte der Gruppe von Offizieren und im tarnfarbenen Zelt angekommen positionierte sich der Captain am hinteren Ende des Tisches, auf dem die taktische Karte projiziert wurde.

"Wir werden noch heute Nacht zuschlagen und dieses Versteck dem Erdboden gleichmachen. Haben Sie sich vergewissert, dass der Feind über unsere Position nicht Bescheid weiß?"

Misstrauisch musterte er die Markierung der etwa vier Kilometer entfernt liegenden Hütte. Hall antwortete mit seiner rauen Stimme:

"Ich habe alle zwei Stunden einen vorgeschobenen Beobachter geschickt, um das umliegende Gelände zu observieren. Unsere Position ist sicher und so wie es aussieht, ist die Hütte nach wie vor bewacht und besucht."

Mit einem halbwegs zufriedenen Lächeln quittierte der ungeduldige Captain den Berichts des ersten Offiziers seiner Kompanie.

"Vor dem Schlag unserer Geschützbatterien, wird die Ressortleitung der Inneren Sicherheit eine Razzia durchführen lassen. Der Legat hat angekündigt, hier zu erscheinen. Hoffentlich verzichtet er darauf, mit einem verdammten Konvoi anzureisen.."

/// Borosk /// Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City /// /// CPT Julius Fourb, 1st LT Hall, 2nd LT Zuf, Rest der beiden Züge der 66. Artilleriekompanie ///


 
[Borosk-System | Borosk | Haus des Imperiums | Heirns Büro] Heirn Logane
Heirn griff nach seinem Glas Wasser und kaum hatte er es an seine Lippen gesetzt und den ersten, kühlen Schluck daraus genommen, klopfte es an die Tür seines Büros. Er bat seinen Gast herein und schüttelte ihm kurz und kräftig die Hand. „Präfekt Vandergraff, ich danke Ihnen für Ihre Zeit!“ Der Präfekt zeigte das für ihn typische weiße, charmante Lächeln. „Ihre Nachricht schien dringend zu sein, Legat Logane.“, antwortete er und seine Stimme klang, als sei sie eigens für das HoloNet geschaffen worden. „Es ist dringend.“, betonte Heirn. „Deshalb geize ich auch mit Höflichkeiten.“ Vandergraff war Präfekt im Ministerium für Bildung und Kultur, das kurz auch das Propagandaministerium genannt wurde. Er war der auf Borosk stationierte Verbindungsbeamte, der die hiesigen Aktivitäten der KOMENOR mit Bastion koordinierte und sich verantwortlich für die lokale Zensur und Überwachung des HoloNets zeigte. „Sie wissen von dem Angriff auf imperiale Soldaten in Lamonia. Wir haben dort einen Unterschlupf ausfindig gemacht und werden ein Exempel statuieren. In diesem Augenblick bringen sich Spezialeinheiten der Planetaren Sicherheitskräfte sowie die 66. Artilleriekompanie der Armee in Stellung. Ich möchte Sie um Ihre Mithilfe bitten. Es ist notwendig, dass die Öffentlichkeit spürt, dass wir fest entschlossen gegen die Rebellen vorgehen. Ein Artikel mit eindeutigem holografischem Material würde das sicher unterstützen.“ Heirn sah den Präfekten ernst an. Dessen Lächeln wurde breiter. „Nun, wir verfügen über kleine Teams, die für solche Situationen geschult sind. Geben Sie mir die Koordinaten und ich veranlasse alles weitere. Werden Sie persönlich vor Ort sein?“ Heirn nickte. „Ich muss mich mit meinen eigenen Augen davon versichern, dass wir Fortschritte machen!“ „In Ordnung. Nachdem der Gouverneur Borosk so schnell verlassen hat, müssen Sie wohl Präsens zeigen!“ Heirns Gesicht blieb ausdruckslos. „Ich würde gerne dafür sorgen, dass seine Abreise nicht publik wird.“ Vandergraff nickte. „Sein Stabschef hat mich darüber schon unterrichtet.“ Heirn reichte dem Präfekten die Hand. „Vielen Dank!“, betonte er und Sekunden später verschwand der Präfekt aus seinem Büro.

Nach einem kurzen Holo-Gespräch mit Brigadegeneral Ginbring, der im Haus des Imperiums bleiben und den Angriff koordinieren würde, ließ Heirn einen gepanzerten Regierungsgleiter vorfahren. Sein Leibwächter saß am Steuer und grummelte zur Begrüßung, als Heirn auf der hinteren Sitzbank Platz nahm. Er wollte kein Aufsehen erregen und die Rebellen möglicherweise verschrecken, indem er mit der Kolonne aus Leibwächtern, die ihm der Gouverneur neu zugewiesen hatte, zum Einsatzort fuhr. Kaum hatte sich der Gleiter in Bewegung gesetzt und Heirn sich einen Moment Ruhe gegönnt, klingelte sein Kom-Gerät. Als er es aktivierte, hörte er sofort die unverwechselbare Stimme seiner Frau. „Heirn, WARUM sind plötzlich so viele Soldaten bei uns Zuhause?“, fragte sie und die unterdrückte Wut in ihrer Stimme war deutlich zu spüren.Hallo, Schatz.“, begann Heirn, doch weiter kam er nicht. „Ich habe dich etwas gefragt. Unsere Tochter ist völlig verschreckt. Wie soll sie so zur Schule gehen?“ Heirn unterdrückte ein Seufzen. „Der Gouverneur hat die Sicherheitslage neu bewertet und mir und uns weitere Sicherheitskräfte zugewiesen. Es ist eine temporäre Maßnahme, bis die Rebellenbewegungen besiegt worden sind.“ „Und wie lange soll das noch dauern?“, fauchte sie. „Das kann ich dir nicht sagen. Ich arbeite daran.“ „Wo bist du gerade?“ Ihr Ton wurde immer ungehaltener. „Auf dem Weg zu einem Meeting.“, sagte Heirn und zog gar nicht erst in Erwägung, ihr die Wahrheit zu sagen. „Ich will das alles nicht! Du hast gesagt, Borosk wäre nur eine Zwischenstation. Ich werde mich hier nicht von den Soldaten einkerkern lassen!“ „Sie kerkern dich nicht ein. Sie sorgen nur für deine Sicherheit!“ „Spar’s dir!“, und damit war das Gespräch beendet. „Frauen…“, murmelte Heirn und Bud grunzte zur Bestätigung.

Eine halbe Stunde später landete der Gleiter im Schutze eines Waldrandes. Dort war ein Zelt aufgebaut worden, in das sich Heirn mit schnellen Schritten begab. Captain Fourb war bereits anwesend, ebenso wie dessen Lieutenants. Auch Captain Cornish der Borosker Spezialeinheiten war dort. Heirn grüßte beide.
„Müssen wir irgendwelche Sorgen haben, dass die Rebellen uns bemerkt haben und verschwunden sind?“ Captain Cornish schüttelte den Kopf. „Nein, Sir. Meine Einheiten sind bereits in Position und haben die Hütte umstellt. Captain Fourb hat den weiteren Perimeter gesichert. Es laufen die letzten Vorbereitungen, dann können wir stürmen.“ Heirn nickte. „Koordinieren Sie sich mit dem Team der KOMENOR. Ich möchte gefesselte Rebellen, siegreiche Soldaten und am Ende die Hütte in Schutt und Asche auf Video gebannt haben!“ Captain Cornish nickte. „Captain Fourb, wie weit sind Sie?“

[Borosk-System | Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City] Heirn Logane; Cpt. Julius Fourb; Cpt. Cornish (NPC)
 
/// Borosk /// Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City /// /// CPT Julius Fourb, 1st LT Hall, 2nd LT Zuf, Rest der beiden Züge der 66. Artilleriekompanie ///

Bis zur Dämmerung am Abend des heißen Tages, für dessen groben Zeitpunkt das Erscheinen des Legaten angekündigt war, vergeudete Captain keine Minute, um ihre geplante Operation gebührend vorzubereiten. Mit einem gleichgültig wirkendem Blick, der über die Wachsamkeit und die Entschlossenheit des jungen Offiziers hinwegtäuschen ließ, beobachtete er mit hinterm Rücken verschränkten Armen die Arbeiten der Mechaniker seiner Kompanie, die noch immer Systemchecks und Anpassungen an den in gedeckter Stellung stehenden SPMA-T Läufern vornahmen. Aus seiner Zeit auf der Akademie verstand der Artillerist die technischen Details und wusste, wie sehr es auf den absoluten Feinschliff ankam, um einen möglichst verheerenden und präzisen Schlag durchführen zu können. Dies würde das erste Mal sein, in der er der Artillerie den Feuerbefehl gibt und das nicht etwa im Zuge eines Übungsmanövers. Der Schlag würde die Rebellen hoffentlich völlig kalt erwischen, sie aufscheuchen und belehren lassen, das imperiale Militär zu fürchten und keine Angriffe mehr auf dessen Einheiten zu starten. Julius hob das Kinn und schloss für einen Augenblick die Augen. Dann hörte er die schweren Schritte seines ersten Offiziers, der sich neben ihn stellte und dabei eine Zigarette anzündete. Zu gerne hätte der Captain selbst den Moment der Ruhe genutzt, doch lehnte er das Angebot des LT Hall ab, der ihm sein metallenes Etui reichte. Der großgewachsene Bär von einem Mann hustete kurz und Julius wusste aus den medizinischen Befunden, dass Hall gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war und in den letzten Wochen mit einem Infekt zu kämpfen hatte.

"Der Legat dürfte jeden Moment eintreffen, Sir. Die Nachricht kam vor zwei Minuten am Kommandostand an. Unsere Ortungslaser haben die Zielkoordinaten an die Feuerleitrechner der Maschinen übermittelt. Sobald Sie das Kommando geben, werden die Läufer befestigt. Der Tümpel des Waldes ist nicht optimal für die Stützen, doch sollte das kein allzu Problem darstellen."

Julius blickte noch immer mehr oder weniger in die Leere und störte sich am Fakt, dass er den Grund ihrer Position nicht mit eingeplant hatte. Wenn die Läufer nicht vollkommen fest mit dem Boden verankert waren, war es gut möglich, dass sie unter der enormen Energie des Feuers ins Wanken gerieten und die Präzision dadurch unvorhersehbar nachließ. Da sie es nicht mit Feinden zutun hatten, die über ihre Bewegung Bescheid wussten und weil die immobile kleine Hütte ein vergleichsweise dankbares Ziel lieferten, winkte der Offizier nur ab.

"Diese minimalen Abweichungen sind noch im Rahmen. Doch in Zukunft sollten Sie dafür Sorge tragen, dass selbst solche kleinen Fehler nicht mehr vorkommen, LT."

Hall war der Offizier seiner Kompanie, dem er am meisten vertraute. LT Zuf war ein hochbegabtes Milchgesicht, zwar mit Talent, doch ohne jegliche Härte. Die Soldaten der Kompanie, auch die außerhalb seines Zuges, schätzten ihn für seine Freundlichkeit und Geselligkeit - oder in Julius' Augen, seine Nachlässigkeit und mangelhafte Konsequenz. LT Fel war eine unberechenbare Heißblüterin, die in Lamonia unter Beweis gestellt hat, dass sie sich nicht unter Kontrolle hatte. Irgendwas mochte Julius an ihr, denn zweifelsohne war die attraktive junge Frau eine harte und unnachgiebige Soldatin, doch das Zeug zum Offizier hatte sie gewiss noch nicht. Jango war ein völlig kalter und emotionsloser Soziopath, der nach früheren Berichten gelegentlich ausbrach und Chaos in der Kompanie verursachte. Auch er war ein unglaublich rauer Geselle und jemand, dem der junge Fourb im Kampf aufgrund seiner Fähigkeiten an seiner Seite zu schätzen wusste. Doch er war unberechenbar und das gefiel dem Captain ganz und gar nicht. Bei Hall konnte er nicht wirklich nachvollziehen, weshalb er mit seinem relativ hohen Alter noch immer im Rang des LT feststeckte, denn seiner Erfahrung, seinen Fähigkeiten und seiner Präsenz nach war er ein imperialer Offizier wie aus dem Lehrbüchern. Loyal, kampferprobt, großgewachsen und mit seinen Soldaten als eine Einheit hinter sich. Seine Akten gaben keine Rückschlüsse auf irgendwelche Ausfälle und Fehler in der Vergangenheit, doch Julius war sich sicher, dass irgendetwas vorgefallen sein musste.

"Sir, der Legat ist eingetroffen."

Kurz nickte Julius dem Soldaten zu, ehe er sich augenblicklich umdrehte und ihren Kommandostand betrat. Flankiert von seinen beiden LT's erwartete er den Verwalter, der in Panzergleiter eintraf, so unauffällig wie möglich, doch noch immer ein wenig zu auffällig für den Geschmack des Captains. Captain Cormish, der Befehlshaber der örtlichen Spezialeinheiten war vor etwa zwei Stunden ebenfalls eingetroffen und hatte sich nur kurz mit Captain Fourb verständigt, ehe er im Zelt verschwand und mit der Koordinierung seiner Einheiten beschäftigt war, die die Hütte bereits umstellt und eine klare Sicht auf das Ziel hatten. Viel hatten sie nicht zu bereden gehabt, den ihr Ziel war klar und der Plan genauso. Demnach war alles bereit und die Soldaten schon jetzt zum Sturm bereit. Mit schnellen Schritten betrat der Legat endlich das Zelt und begrüßte die Belegschaft.

"Legat."

Erwiderte Julius die Begrüßung knapp und Cormish erstattete seinem Vorgesetzten augenblicklich Bericht. Der Legat hatte die Kooperation mit der KOMENOR schon in die Wege geleitet, die letzte Abstimmungen erforderte. Julius nickte, denn auch er wollte eindrucksvolle Bilder sehen. Auf die Frage hin, wie weit seine Einheit sei, hatte er eine klare Antwort parat.

"Meine Läufer sind gefechtsbereit und die Arbeiten der Feuerleitrechner unserer Maschinen sind fertig. Ich habe vor, unsere beiden Schläge schnell aufeinander folgen zu lassen, weshalb Ihre Einheiten alle Terroristen und Beweismitteln so schnell wie möglich sichern und das Gelände danach umgehend verlassen müssen. Es ist zwar schade, dass wir keine gänzlich vollständige Spurensicherung durchführen können, doch ist das Risiko zu hoch, den Rebellen damit die Gelegenheit geben zu können, sich zu verstreuen. Wir werden sie völlig kalt treffen und die Gefangenen werden so oder so reden.

/// Borosk /// Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City /// /// CPT Julius Fourb, 1st LT Hall, 2nd LT Zuf, Rest der beiden Züge der 66. Artilleriekompanie, Captain Cormish, Legat Logane ///
 
[Borosk-System | Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City] Heirn Logane; Cpt. Julius Fourb; Cpt. Cornish (NPC)

Heirn nickte den beiden Lieutenants, die den Captain flankierten, zackig zu. Fourb führte aus, dass seine Kompanie gefechtsbereit sei und darauf warte, dass die Spezialeinheiten der Planetaren Sicherheitskräfte die erste Phase des Angriffs einleiteten. „Sehr gut. Ich…“, setzte Heirn an und wurde jäh unterbrochen, als ein durchsetzt wirkender, älterer Mann das Zelt betrat und die Anwesenden kurz musterte. „Guten Tag, die Herren.“, sagte er und seine Stimme klang ganz im Gegensatz zu seiner äußeren Erscheinung entspannt und tief. „Ryben Sol, KOMENOR. Mir wäre es lieb, mich kurz mit den Herren Offizieren abstimmen zu können. Legat Logane…“, er nickte Heirn zu und erwartete offenbar eine Antwort von ihm. „Captain Cornish führt die Spezialeinheiten an. Mir würde es gefallen, eindrucksvolle Bilder von verhafteten und vielleicht ein wenig in Mitleidenschaft gezogenen Rebellen zu bekommen. Gerne können Sie sie auch im Anschluss inszenieren. Captain Fourb leitet die 66. Artilleriekompanie und ist für den Beschuss der Hütte zuständig. Stimmen Sie sich am besten kurz miteinander ab, dann legen wir los.“ Heirn deutete auf die beiden Offiziere, die er gerade angesprochen hatte. „Mr. Sol…natürlich können Sie mein Team nicht in die Hütte begleiten. Sobald sie gesichert ist und die Verhaftungen durchgeführt worden sind, geben wir Ihnen ein Zeichen. Stellen Sie sich dann am besten vor der Hütte auf und filmen die Soldaten, wie sie die Rebellen abführen.“ Sol nickte. „Derartige Operationen führe ich nicht zum ersten Mal durch. Sorgen Sie nur dafür, dass wir auch tatsächlich Szenen bekommen, die wir filmen können.“ Es folgte ein kurzes Gespräch mit Captain Fourb.

Als auch diese letzten Details geklärt waren, nickte Captain Cornish Heirn zu.
„Wir sind bereit.“ Fragend sah Heirn Captain Fourb an, anschließend nickte er beiden Offizieren zu. „Lassen Sie uns den Gouverneur nicht enttäuschen und ihm ein kleines Geschenk mitbringen!“, sagte er und legte so viel Zuversicht wie ihm nur möglich war in die Stimme. Sofort verließ Captain Cornish das Zelt. Auf einem kleinen Holoprojektor tauchten die Soldaten der Spezialeinheit auf. Heirn sah ihnen mit hinter dem Rücken verschränkten Armen zu, wie sie sich langsam der Hütte näherten und vor ihrem Eingang Stellung bezogen. Weitere Einheiten sicherten das Gelände und sollten eine Flucht unmöglich machen. Ein kleiner Sprengsatz wurde an der Tür platziert und detonierte Sekunden später. Sofort stürmten die Einheiten in das Innere der Hütte. Über den Funk konnte Heirn mit anhören, wie sie Befehle brüllten, dann lösten sich mehrere Schüsse. Heirns Gesicht blieb regungslos. Stoisch wartete er die Minuten ab, die vergingen. „Gesichert!“, klang es schließlich über den Funk. „Die Hütte ist gesichert. Allerdings gibt es einen Geheimgang. Wir folgen ihm.“ Wieder vergingen Minuten, bis erneutes Gebrüll zu hören war. „Der Gang ist gesichert. Wir haben sie!“ Heirn sah Captain Fourb an. „Das möchte ich mir mit meinen eigenen Augen anschauen…“ Er verließ das Zelt und begab sich mit schnellen Schritten, begleitet von seinem Leibwächter, in Sichtweise der Hütte. Er konnte die schwarz gepanzerten und vermummten Soldaten der Planetaren Sicherheitskräfte ausmachen. Mehrere von ihnen verließen gerade die Hütte. Gefesselte Gestalten wurden von ihnen mitgeschleift. Heirn erkannte das Team der KOMENOR, das die Szene einfing. Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht.

Captain Cornish sah Heirn und kam zu ihm. „Wir brauchen zehn Minuten, um die Beweise zu sichern.“, sagte er und Heirn bestätigte. „Wie viele Tote, wie viele Gefangene?“ „Zwei sind tot, 5 wurden gefangen. Sie weisen nur leichtere Verletzungen auf.“ Heirn nickte. „Gut gemacht. Schafft sie sofort in die Basis und sperrt sie so ein, dass niemand an sie rankommt!“ Mit diesen Worten drehte er sich um und ging zurück zum Zelt. „Captain Cornish braucht zehn Minuten.“, erklärte er Fourb.


[Borosk-System | Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City] Heirn Logane; Cpt. Julius Fourb; Cpt. Cornish (NPC)
 
/// Borosk /// Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City /// /// CPT Julius Fourb, 1st LT Hall, 2nd LT Zuf, Rest der beiden Züge der 66. Artilleriekompanie, Captain Cormish, Legat Logane ///

Julius kam nicht umhin, abschätzig seine Augenbraue zu heben, als ihre Unterredung rüde unterbrochen wurde und Ryben Sol der KOMENOR einfach so hineinplatzte. Dieser Herr erweckten einen abstoßenden äußerlichen Eindruck und der Captain konnte sich nur zu gut vorstellen, was für ein erbärmliches Leben dieser Mann hinter seinem Schreibtisch führen musste. Es war nicht das erste mal, dass sich der als eitel und penibel geltende junge Offizier vor einer anderen Person ekelte, doch verstand er den Ernst der Lage und dass die KOMENOR eine maßgebliche Rolle bei der Verbreitung ihres außergewöhnlichen Erfolges spielen würde. Also atmete er tief durch und überließ dem Legaten das Wort, der seine Vorstellungen zum Ausdruck brachte und dabei sogar Julius die Chance gab, seine eigenen Vorstellungen mitzuteilen. Etwas verwundert nickte der Fourb, während zunächst Captain Cormish das Wort ergriff und meinte, dass man die Operation unmöglich aus dem Inneren folgen könne. Eigentlich hätte es doch kein Problem dargestellt, an den Brustpanzern oder Helmen der Spezialeinheiten Kameras zu montieren, die den Sturm der Hütte filmten.

"Falls Sie über das nötige Equipment verfügen, könnten sie Body-Cams an der Ausrüstung von Captain Cormish's Einheiten anbringen. Selbstverständlich nur, wenn dieser im Namen der planetaren Sicherheitskräften von Borosk seine Einwilligung erteilt. Was meine Kompanie angeht..."

Kurz machte er Pause, weil er sich noch keine allzu großen Gedanken darüber gemacht hat, wie der Schlag seiner Geschütze dem Holonet präsentiert werden soll. Im Grunde genommen war es auch nicht seine Aufgabe, der KOMENOR zu erklären, wie sie ihren Job zu machen habe. Also winkte er kurzerhand ab und hielt seine Ausführungen so knapp wie möglich, da er es kaum erwarten konnte, die Operation zu starten und ziemlich nervös war, auch wenn man es ihm nicht ansehen mochte.

"Sie sollten meine SPMA-T Läufer beim Feuern filmen, doch ebenso wichtig ist es, die direkte Wirkung zu zeigen. Damit meine ich, wie der Unterschlupf dieser verdammten Terroristen in Schutt und Asche gelegt wird. Halten Sie nur genügend Abstand, etwa siebenhundert meter. Ansonsten werden Sie wohl selbst wissen, was sie zu tun haben, Mr. Sol. Sie kennen die Daten und die Feuerkraft von imperialem Kriegsgerät."

Als diese lästigen Nebensächlichkeiten endlich geklärt waren, sollte es sofort losgehen. Unruhig zupfte sich der Captain am Kragen seiner Uniform und nickte nur, als Captain Cormish erklärte, dass seine Einheit bereit sei. Der Legat hielt eine letzte kurze Ansprache und nur wenige Augenblicke später wurde die Bewegung der Einheiten vor ihnen projiziert. Mit unter den Handschuhen unmerklich zitternden Händen stützte sich Julius auf dem Tisch ab und beugte sich leicht nach vorne. Die Sekunden schienen einfach nicht dahin zu scheiden, bis sie endlich die Tür sprengten und das blanke Chaos auszubrechen schien. Zwischen dem lauten Gebrüll, dem Feuer und den wild durcheinander gerufenen Befehlen war nicht wirklich viel zu sehen oder zu hören. Langsam erhob sich Julius aus seiner gebeugten Position und strich sich unruhig über das Kinn. Warum dauerte es so verdammt lange?! Diese Frage hätte er nur allzu gerne laut geäußert, doch unterdrückte er diesen voreiligen Gedanken und wartete. Nach einem kurzen und ungemein unangenehmen Augenblick der Stille, war die Hütte gesichert, doch war dort noch ein Geheimgang, den sich die Einheiten als nächstes vorknüpfen würden. Beunruhigt nickte Julius seinen beiden LTs zu. Falls es ihnen nicht gelingen sollte, Gefangene zu machen, käme das einer Katastrophe gleich. Also waren in diesem verdammten Gang besser ein paar dieser Schweine...

"Gehen Sie zu den Läufern und versuchen Sie sie noch auf möglichst günstigem Grund zu platzieren. Ich will diesen Moment der Unruhe nicht ungenutzt lassen."

Befahl er, woraufhin sich die beiden Offiziere auf der Stelle aus dem Zelt begaben und Julius und Logane zurückließen. Nur allzu gerne wäre er den Teams der KOMENOR gefolgt, um den Erfolg oder Misserfolg ihrer Operation möglichst nah und vor allem so schnell wie möglich beurteilen zu können. Doch seine beiden Züge warteten auf seinen Feuerbefehl und er konnte sich jetzt unmöglich von ihrer Stellung entfernen. Außerdem war es dem Offizier nur allzu recht, etwas Zeit damit verstreichen zu lassen, seine Einheit zu koordinieren, um diese unsägliche Spannung zu lösen, die das mittlerweile nur noch unkenntlich flackernde Bild auf dem Tisch nur noch intensivierte.

"Der gesamte Boden ist aufgeweicht, Sir. Wir werden keine bessere Stellung als die jetzige finden, zumindest nicht auf die Schnelle."

Ertönte es Halls Stimme aus seinem Comlink, die sich mit der Nachricht von Captain Cormish förmlich überschlug, der endlich im Imperators Namene die letzte Sicherung mitteilte und obendrein noch, dass sie sie endlich hatten. Auch der Legat verließ nun eilig das Zelt und ließ den Captain alleine zurück, der im nun wieder klaren Bild sah, wie gefesselte Gestaöten aus der Hütte geschliffen wurden und dies gerade nicht in allzu knapper Zahl. Julius lächelte zufrieden und ballte siegessicher die Faust, ehe auch er das Zelt verließ und sich neben seinen beiden Offizieren und den Kameras hinter den beiden Läufern positionierte, die auf ihr Ziel gerichtet nur darauf warteten, das Feuer zu eröffnen. Mit verschränkten Armen und einem schmalen Lächeln auf den Lippen verharrte Julius also, bis sich der Legat endlich wieder zu ihm bequemte und berichtete, dass Cormish noch 10 Minuten benötigte.

"Ein enormer Erfolg...wie viele von ihnen haben wir genau geschnappt?"

Mit einem nach wie vor siegessicheren Lächeln ließ Julius die anschließenden Minuten wie im Fluge vergehen. Persönlich nahm er noch einige letzte Kontrollen an den Feuerleitrechnern der beiden SPMA-Ts vor und ließ sich von den zuständigen Mechanikern und Soldaten nochmals die wichtigsten Details und Einzelheiten erklären. Alles hatte seine Ordnung. Dann kam der große Moment endlich und im Schein des Mondlichts trat Julius hervor und hob langsam seine Faust, fast wie in einem Holofilm.

"Nun werden diese Schweine endgültig lernen, sich nicht der Macht des Imperiums zu widersetzen."

Meinte er noch gedreht zum Legaten.

"FEUER FREI!"

Erfolgte endlich der laute Befehl des Captains, der von den beiden Offizieren und deren Corporals genauso laut wiederholt wurde, ehe weniger als zehn Sekunden später die grünen Turbolaserstrahlen mit einem gewaltigem Lärm die Drehgeschütze verließen und die Nacht grünlich schimmern ließen, sowohl am Himmel, als auch den Boden unmittelbar vor Julius' Füßen. In ballistischer Flugbahn senkten sich die beiden Strahlen langsam, ehe sie mit einer ohrenbetäubenden Explosion auf dem Boden niederschlugen und das Versteck in wenigen Bruchteilen einer Sekunden dem Erdboden gleichmachten. Es mussten ungemein eindrucksvolle Bilder für die Kameras sein. Dann herrschte Totenstille und ein nicht allzu überschwänglicher Jubel brach aus, sowohl innerhalb der beiden Züge von Julius' Kompanie, als auch bei den wenigen Spezialeinheiten von Captain Cormish, die nicht bei der Abführung der Terroristen dabei waren und sich zur Stellung der Läufer gesellt hatten. Auch wenn er mehr als zufrieden war, ließ sich Julius nicht allzu viel anmerken und wandte sich dem Legaten zu.

"Gratulation, der Governor wird mehr als erfreut sein, wenn Sie ihm Bericht erstatten."


/// Borosk /// Am Rande des Waldstückes Nord-Westlich von Borosk City /// /// CPT Julius Fourb, 1st LT Hall, 2nd LT Zuf, Rest der beiden Züge der 66. Artilleriekompanie, Captain Cormish, Legat Logane ///
 
[Borosk-System| Borosk | Tornesch |Landanwesen der von Berchems] Michael von Berchem, James Adams (NSC), Soldaten der Leibgarde (NSC)

Michael stand mit hinter dem rücken verschränkten Armen vor der Trainingsanlage seiner Leibgarde und schaute dieser zu, wie diese verschiedene arten des kampfes Trainierten und speziell im zweikampf trainierten. Bis ein in kampfrüstung gekleideter Soldat an ihn heran trat.

“Sir ihre Söhne werden jetzt von zwo Soldaten von der Schule abgeholt. Sie werden in etwa fünf Minuten ankommen.”

Jones Adams war an Michael von hinten heran getreten und ihm diese information Persönlich überbracht, so wie er es immer tat.

“Vielen dank James, schicken sie Timo bitte dann in mein Büro.”

James nickte nur kurz und setzte sich dann wieder seinen Helm auf und ging zurück zu den Trainierenden Soldaten. Michael schaute den Soldaten daraufhin nicht weiter zu sondern macht auf dem Absatz kehrt und ging gemütlich in das Haus, was seiner Familie schon sein Jahrzehnten gehörte und ging in richtung seines Büros. Das Haus war so gebaut das es wenig bis keine Technik hatte. Deswegen musste Michael jede Türe selbst öffnen und schließen. Als er die Türe zu seinem Büro öffnete kam im dierekt das warme Sonnenlicht entgegen welches ebenfalls den gesamten Raum mit Licht erfüllte. Michael ging in richtung seines Schreibtisches der in der Mitte des Raumes stand, sein Schreibtischstuhl stand direkt hinter diesem. Michael ging zu seinem Stuhl und setzte sich um auf seinen Sohn zu warten der gleich in sein Büro kommen müsste. Nach circa 3 minuten hörte er es an der türe klopfen.

"Ja bitte.“

Sagte der Mann mit einer Lauteren Starken stimme, die Türe ging auf und Timo mit einem Soldaten kamen herein, der Soldat kam auf ihn zu und Salutierte kurz vor Michael bevor er Timo vor sich hin stellte und dann auf dem Absatz kehrt machte und das Büro verließ.

“Timo, weißt du warum ich dich in mein Büro habe bringen lassen?”

“Nein weiß ich nicht Vater.“

Erwiderte er auf die Frage seines Vaters und schaute betroffen zu Boden.

“Deine Klassenleitung hat mich heute Kontaktiert und hat mir mitgeteilt das du dich mit einem Klassenkameraden gestritten hast, welcher in Handgreiflichkeiten geendet ist.”

Sagte Michael mit einem strengen Tonfall und stand auf. Er ging auf die andere seite des Schreibtisches wo sein Sohn stand. Er kniete sich hin um seinem Sohn auf Augenhöhe zu sein.

“Warum hast du das gemacht?”

“Er hat Manuel beleidigt, er hat ihn geschubst und wollte ihn schlagen.”

“Und darum hast du deinen Bruder Verteidigt?”

“Ja.”

“Okay, ich werde mit der Lehrkraft sprechen, solange ich das nicht getan habe will ich keine beschwerde mehr von einer Lehrkraft hören hast du das verstanden Timo?”

“Ja habe ich.”

“Okay gut, und jetzt geh und mach deine Hausaufgaben, wenn ihr eure Hausaufgaben erledigt habt dürft ihr noch Rausgehen und spielen.”

“Okay!”

Rief Timo seinem Vater, mit einem Strahlendem lächeln, entgegen während er aus dem Büro eilte. Michael richtete sich auf und ging wieder auf das Trainingsgelände das mittlerweile geräumt wurde und nur noch einzelne Soldaten auf dem Gelände waren, Michael ging auf diese zu und schickte sie in ihre Quartiere welche direkt an dem Haus anlagen. Nachdem die Soldaten wieder in ihre Quartiere gegangen sind ging er auch wieder rein und ging richtung Küche um sich nach dem Essen zu erkundigen.

“Und wie sieht es mit dem Essen aus?”

“Das Essen ist sofort fertig.”

Antwortete der Küchenchef.

“Gut.”

Michael ging aus der Küche in den Innenhof und holte die beiden Jungs ins Haus um gemeinsam zu essen.

[Borosk-System| Borosk | Tornesch |Landanwesen der von Berchems] Michael von Berchem, Timo von Berchem (NPC), Manuel Taylor, Angestellte der Familie von Berchem
 
/// Borosk /// Borosk City /// Raumhafen /// Gesicherter Hangar 13 /// Empfangskomitee für Governor Aren Vayliuar /// Captain Julius Fourb, Michael von Berchem, Gardisten (NPCs)

Mit abschätzigen Blick verfolgte der junge Captain Fourb, wie das Personal des Raumhafens hektisch fuhrwerkte, um die in wenigen Minuten anstehende Ankunft seines Cousins vorzubereiten. Kurz sah Julius hinüber zu dem braunhaarigen und nur knapp größer gewachsenen Mann zu seiner Rechten. Michael von soundso, ein weiterer imperialer Verwalter, den Aren anlässlich der jüngsten Entwicklungen sofort um sich wissen wollte, sobald er einen Fuß auf seine Welt setzen würde. Der Offizier wirkte abwesend und gelangweilt, doch für einen kurzen Moment schlich sich ein zufriedenes Grinsen auf sein Gesicht. Sein militärischer Schlag gegen den Unterschlupf der Terroristenschweine und die dem noch zuvor gehende Razzia der örtlichen Spezialkräfte haben nämlich eine wahrhaftige Kette von Ereignissen ausgelöst. Den Männern des Brigadegenerals Binbring ist es nicht nur gelungen, einige weitere Details über die terroristischen Aktivitäten in Erfahrung zu bringen, sondern zudem hat sich während der Verhöre und der Untersuchung der gesicherten Beweismittel offenbart, dass die Rebellen tatkräftige Unterstützung aus den innersten Kreisen der imperialen Verwaltung Borosks erhalten hatten. Niemand geringeres als der werte Herr Vizegouverneur paktierte mit dem rebellischen Pack und war wohl maßgeblich dafür verantwortlich, dass die barbarischen Aufständler dem Imperium in der Vergangenheit sooft einen Schritt voraus waren. Bisher waren Legat Logane, die Köpfe der planetaren Streitkräfte und Julius die einzigen, die von der Sache Bescheid wussten. Nur dem nobel anmutendem Kerl rechts neben ihm wurde bereits angedeutet., dass er bald eine freigewordene Position bekleiden würde. Politische Kleinigkeiten, die Julius nicht interessierten. Sein einziges Verlangen beschränkte sich einzig und allein darauf, die Terroristen zu vernichten und seine Laufbahn als Offizier mit einem gewaltigen Erfolg einzuweihen. Wer Vizegovernor war, spielte hierbei überhaupt keine Rolle, zumindest solange es kein Verräter war.

Die etwa 80 Mann der persönlichen Garde seines Anhangs, den er hier im Hangar vor wenigen Minuten getroffen und knapp begrüßt hatte, hatten das Gelände vollständig gesichert und dabei sogar erstaunlich saubere Arbeit geleistet. Der junge Captain hätte die Verantwortung der Sicherheit des Governors zwar lieber richtigen imperialen Soldaten überlassen, doch verlangte das von Aren angepeilte diskrete Vorgehen etwas unkonventionelle Maßnahmen. Schließlich wusste auf Borosk so gut wie niemand, dass der oberste Verwalter verreist war.

In seiner makellos gereinigten Uniform, über der er wieder seinen grauen Mantel mit Stehkragen trug, wartete der Offizier mit verschränkten Armen. Diesmal war sein Haar perfekt gescheitelt und sein Ausdruck deutlich siegesgewisserer als bei der letzten Begegnung mit seinem mächtigen Blutsverwandten. Dann ertönte ein lautes Signal und der Hangar wurde für einen kurzen Augenblick in rotes Licht getunkt, ehe sich der Zugang öffnete, das Shuttle des Governors durch den schmal anmutenden Spalt schwebte und sich dann langsam auf der Landefläche senkte. Mit einem dezenten Zischen öffnete sich die Rampe, über die Aren flankiert von seinen Wachen die Treppen herunter stieg.

Captain Fourb legte eine stramme Haltung an und wartete neben Michael, bis Aren sie schließlich erreichte. Der Offizier reichte seinem deutlich größer gebauten Verwandten die Hand und begrüßte ihn mit einem sicheren Lächeln auf den Lippen:

"Willkommen zurück auf Borosk. Die militärische Operation meiner Kompanie gegen die Rebellen war ein glatter Volltreffer, aber das ließ sich wohl ohnehin schon aus den Berichten entnehmen, die Dir zugesandt wurden."

Nun, da der Ressortleiter der inneren Sicherheit nicht dabei war, störte es Julius nicht seinen Cousin zu duzen. Was Michael von soundso davon auch immer halten mochte, war ihm gänzlich gleich. Sicherlich würde ihm Aren bald erklären, dass es sich bei Julius Fourb um ein Mitglied der Familie handelte.

"War deine Reise denn ähnlich erfolgreich?"

Hakte der junge Fourb nach. Er war neugierig darauf, was Aren im Hutten-Raum bewirken konnte und wie es nun weitergehen würde. Natürlich war er der festen Überzeugung, dass er die Terroristen auch ohne Arens Bemühungen mit dem Rücken zur Wand gedrängt hatte. Doch irgendwie brannte er darauf zu erfahren, weshalb sein Vater und seine gesamte Familie so große Stücke auf diesen Mann hielten.

/// Borosk /// Borosk City /// Raumhafen /// Gesicherter Hangar 13 /// Empfangskomitee für Governor Aren Vayliuar /// Captain Julius Fourb, Governor Aren Vayliuar Michael von Berchem, Gardisten (NPCs)
 
[Borosk-System| Borosk | Borosk City | Raumharfen | auf dem Weg Richtung Hangar 13] Michael von Berchem, James Adams (NPC), Gardisten (NPCs)

Michael ging, von zwei Gardisten flankiert, in Richtung des Hangar 13. Ein weiterer Soldat näherte sich der Gruppe.

„Von Berchem Sir, der Raumhafen ist abgesichert.“

„Gute Arbeit Adams. Kümmern sie sich bitte darum das dies auch so bleibt.“

„Jawohl Sir.“

James Adams drehte sich um und ging wieder zu den anderen Soldaten. Alle Soldaten waren in voller Einsatz Montur nur nicht die beiden die Michael flankierten. Diese waren in ihre Galarüstung gekleidet, welche sie normalerweise nur bei offiziellen Anlässen anzogen. Die recht bunte und unpraktische Robe war alles andere als unpraktisch. Da sie die Männer nur so aussehen ließ als wären sie leichte Beute. Unter der Robe trugen die Soldaten Schutzwesten und ein kleines Waffenarsenal. Als sie an dem Hangar Tor ankäme drehte sich Michael um und wies den Soldaten an wo sie zu warten haben.

"Jullie twee wachten met mij binnen de helling. Ze zullen een beetje buiten zijn." („Sie beide warten mit mir innerhalb des Hanges. Sie werden sich etwas außerhalb aufhalten.“)

Befahl er den beiden Soldaten in einem Relativ unbekannten Sprache, welcher ausschließlich in dem Hohen Norden von Alderaan gesprochen wird.

"Ja, meneer.” (“Jawohl, Sir.”)

Die Antwort der beiden Soldaten ist ebenfalls in der Sprache welche bei der Garde normalerweise üblicherweise gesprochen wird. Michael machte auf dem Absatz kehrt und sie betraten den Hangar in welchen Michael bestellt worden war. Ein Weiterer Mann in einem Grauen Mantel, nach den Informationen handelte es sich um den Captain der 66. Artillerie-Kompanie, Julius Aurelian Maximus Fourb. Die beiden Soldaten die Michael noch vor einigen Sekunden flankiert haben stellten sich rechts und links am Ein- und Ausgang im Spalier auf. Noch einige zeit bevor sich das Hangar Tor öffnet Kam ein weiterer Soldat der Garde herein und kam auf Michael zu.

“Sir, uw kinderen zitten nu op school.” (“Sir ihre Kinder sind nun in der Schule.”)

Kam es nur knapp von dem Soldaten welcher der Kommandant des 3. Platoon war.

“Danke Eatrhea”

Jefsam setzte sich seinen Helm wieder auf, welchen er noch bevor er in den Hangar gekommen war abgesetzt hatte, und verschwand wieder aus dem Hangar. Nachdem dieser gegangen war ertönte eine Sirene, in Kombination mit einem Roten licht welcher einen Moment aufleuchtete. Das Hangar Tor öffnete sich und das Shuttle von dem Gouverneurs herein schwebte und anschließend landete. Nie Laderampe öffnete sich mit einem Zischen und gab den Blick auf den Gouverneur und seine Wachen frei. Der Gouverneur ging flankiert von den wachen in Richtung der Wartenden. Julius Fourb nahm als der Gouverneur näher kam Haltung an und begrüßte den Gouverneur mit einem Handschlag und einem lächeln. Während des Handschlages hieß er den Gouverneur Willkommen und brachte ihn, mehr oder minder, auf den neusten Stand. Im Anschluss fragte der Junge Captain wie die Reise des Gouverneurs war, Michael deutete, nach dem der Captain den Gouverneur begrüßt hatte, eine leichte Verbeugung an.

“Willkommen zurück auf Borosk, Gouverneur.”

Michael wollte eigentlich nur wissen warum er hier war, da man ihm ausschließlich sagte das er bald einen freigewordenen Platz übernehmen werde und das er eine Anwesenheitspflicht hier hatte. Die folgende frage von Michael ließ klar darauf schießen das er keine Ahnung hatte was er hier tat.

“Sir, wenn sie mich doch bitte Instruieren konnten warum ich hier bin, desto schneller können wir hier weg und in einen sicheren Bereich gehen.”

Währenddessen er diese Frage mit anhängender Aussage tätigte zeigte er in Richtung Ausgang wo immer noch die beiden Soldaten standen und sich keinen Millimeter bewegten, als wären sie Statuen.

[Borosk-System| Borosk | Borosk City | Raumharfen | Hangar 13] Michael von Berchem, Captain Julius Fourb, Gouverneur Aren Vayliuar, Gardisten (NPCs)
 
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[Borosk-System| Borosk | Borosk City | Raumhafen | Hangar 13 | Yacht ] - Aren Vayliuar, Julius Fourb, Michael von Berchem

Seine Yacht hatte gerade auf dem Boden eines im vorhinein gesicherten Hangars aufgesetzt, auf seiner Welt Borosk. Es war ein recht befreiendes Gefühl, nach den langen Strapazen im Hutten-Raum endlich wieder auf etwas zu stehen, was man schon beinahe als Heimat betiteln konnte. Ja, er war froh, dass er damals hierher versetzt worden war. Die momentane Situation war natürlich alles andere als ideal, aber nach seinen Erfolgen auf Nar Shaddaa war er fast wie beflügelt und sich nun ganz sicher, dass die Terroristen bald vollkommen vernichtet sein würden. Er hoffte nur, dass man ihm hier ebenfalls ähnliche Erfolge melden konnte.
Die Luke der Yacht öffnete sich und seine Gardisten setzten sich in Bewegung, als sie lautlos auf dem Boden aufgesetzt hatte. Aren trug seine Uniform, die er frisch hatte reinigen lassen, und schritt, flankiert von den Männern seiner Garde und dicht gefolgt von Julius Kyram, seinem engen Freund und Berater, die Rampe hinunter, auf die zwei wartenden Gestalten zu. Julius erkannte er sofort, der andere musste Michael von Berchem sein, den er ebenfalls hierher beordert hatte, nachdem er von dem Verrat Rists, seinem Vertreter, gehört hatte, der nun in sicherer Verwahrung auf seine Hinrichtung wartete. Der Mann, der hier auch in seiner Abwesenheit für Ordnung hatte Sorgen sollen, war maßgeblich daran beteiligt gewesen, dass eben diese Ordnung durch die Terroristen gestört worden war. Er war zwar keiner von Arens engsten Vertrauten gewesen, aber dies schockierte Aren doch ungemein. Sobald der letzte Terrorist gefasst worden war, würde er Rist zeigen, wie er mit Verrätern umsprang.


Julius, der in der strammen Haltung eines Offiziers auf ihn gewartet hatte, schien sich zu seiner Begrüßung fast schon besonders herausgeputzt zu haben. Julius reichte ihm mit einem Lächeln die Hand und begrüßte ihn recht herzlich, bevor er nochmal seine militärischen Erfolge erwähnte, die Aren bereits vor einiger Zeit in einem Bericht mitgeteilt worden waren. Aren erwiderte das Lächeln freundlich. Das er von Julius geduzt wurde, störte ihn wenig. Hier, wo kaum ein anderer Beobachter von momentan höherem Rang oder überhaupt besonderer offizieller Seite vorhanden war, konnte ihre Verwandtschaft ruhig gezeigt werden. Er war auch ein Fourb, so etwas musste nicht versteckt werden, sondern konnte eher mit Stolz zur Schau getragen werden.

,,Ja, das wesentliche habe ich bereits erfahren. Du hast dich gut geschlagen."

Auf die Frage, ob seine Reise ebenfalls erfolgreich war, wurde sein Lächeln fast noch ein wenig größer.

,,Fast schon erfolgreicher, als man es sich erhoffen durfte."

Da er nicht öfter als nötig ausführen wollte, was geschehen war, entschied er sich dafür, zuerst von Berchem aufzuklären, was er hier zu suchen hatte. Arens Bericht würde für ihn dann mindestens genauso interessant sein, wie für Julius. Der junge Verwalter, der doch um einiges kleiner war, als Aren selbst, begrüßte Aren mit einer angedeuteten Verbeugung, ein guter erster Eindruck. Von Berchem hatte natürlich keine Ahnung, was er hier suchte. Etwas anderes hatte er auch eigentlich nicht erwartet. Dafür war er ja nun auch hier, um eben auf den neuesten Stand gesetzt zu werden.

,,Es ist mir eine Freude, Sie kennen zu lernen, Herr von Berchem. Wie sie bestimmt wissen, hat Borosk zur Zeit einige Probleme mit starken terroristischen Aktivitäten. Diese Aktivitäten erstreckten sich zu unserem Erschrecken sogar tiefer in meine Verwaltung, als ich es mir auch nur hätte erträumen lassen können. Diese erschreckende Tatsache hat aber zumindest für sie wohl doch etwas gutes. Aufgrund von Verstrickungen meines ehemaligen Vertreters, Antonius Rist, der zurzeit sicher verwahrt wird, darf ich ihnen nun mitteilen, dass sie ab nun den Posten des stellvertretenden Gouverneurs des Planeten Borosk bekleiden. Meine herzlichen Glückwünsche, ich hoffe auf eine gute Zusammenarbeit. Sollten sie noch keine genaueren Akten erhalten haben, werde ich ihnen alles, was sie noch genauer über die momentane Situation wissen müssen, zukommen lassen sobald ich in meinem Büro bin."

Aren reichte seinem Gegenüber mit einem ernsten, fast feierlichen Gesichtsausdruck gratulierend die Hand. Dies kam nun vielleicht alles ein wenig überraschend und überrumpelnd und wirkte vielleicht auch ein wenig abgehackt, doch die Situation ließ kein großes Zeremoniell zu, so sehr es sich der Mann mit dem Adelstitel vielleicht auch gewünscht hatte. Von Berchem wäre vielleicht nicht die erste Wahl gewesen, die Aren in einer anderen, ruhigeren Situation getroffen hätte. Er kannte ihn einfach zu wenig. Doch seine Akte war recht ordentlich gewesen und außerdem hatte er sich auch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort aufgehalten. Das er, als bereits ehemaliger Vizegouverneur, vor kurzem nach Borosk gezogen war und hier seinen Wohnsitz aufgeschlagen hatte, machte ihn auf die Schnelle einfach zum einfachsten Anwärter.

Aren wollte nun, wo die Begrüßung im wesentlichen abgehackt war, so schnell wie möglich zurück in sein Büro und dort das wesentliche mit dem ganzen Team abklären und den nächsten, hoffentlich entscheidenden Schritt einleiten. Während er auf den Ausgang des Hangars zuschritt, setzte er kurz seine beiden Begleiter auf den neuesten Stand, seine eigene Reise betreffend.

,,Nun, wo das wesentliche geklärt ist, kann ich Ihnen ja berichteten, was meine Reise bewirkt hat. Ich hielt mich eine Zeitlang im Huttenraum auf, da wir aufgrund einiger Spuren dort die Chemiker vermuteten, die die Terroristen hier auf Borosk mit Chemikalien für ihre Bomben ausstatteten, nur als eine Nebeninformation für Sie, Herr Vizegouverneur.
Meine Suche war sehr erfolgreich. Ich konnte die beiden Hauptverantwortlichen in Gewahrsam nehmen, sie müssten in Kürze auf Borosk ankommen, da ich einen separaten Gefangenentransporter für ihren Transport organisierte. Zudem haben wir eine recht große Menge an Daten finden können, die zurzeit noch immer ausgewertet werden. Sollten sich noch weitere Subjekte im Huttenraum finden, die gegen den Planeten Borosk arbeiten, konnte ich zudem Verbündete gewinnen, die uns darüber in Kenntnis setzten werden und selbst auch eingreifen."


Man konnte Aren anhören, dass er recht stolz auf die erbrachten Leistungen war. Er war gespannt, was Legat Logane noch zu berichten hatte.
Plötzlich kam einer der Analysten, die mit ihm in der Yacht gereist waren, aufgeregt aus eben dieser auf sie zu gerannt. Mit einem kurzen Handzeichen gab Aren seiner Garde das Zeichen ihn durchzulassen. Als er vor Aren stehen blieb, konnte man ihm die Panik förmlich ansehen. Es dauerte keine Sekunde, bis er das Wort an ihn richtete, seine Stimme triefte fast schon vor Aufregung und Angst.


,,Herr Gouverneur, die Daten … die verschlüsselten Daten! Wir, wir konnten sie entschlüsseln."

Aren legte ungeduldig die Hand auf die Schulter des Mannes und schüttelte ihn, dass er sich zusammenriss.

,,Und, was sagen sie aus?"

Er hatte in solchen Situationen nicht die Geduld, auf jemanden zu warten, der erst eigentlich noch zur Ruhe kommen musste.

,,Sir, die Terroristen … es gab einen weiteren Großauftrag, der auch noch ausgeführt wurde. Es gibt … es gibt den begründeten Verdacht, das ein weiterer Anschlag auf die Hauptstadt ausgeübt werden soll, von noch größeren Dimensionen als der erste."

Aren zögerte keine Sekunde. Seine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr, doch er wusste, was zu tun war. Er wandte sich an Julius, seinen engsten Berater, der sich dicht hinter ihm aufhielt.

,,Es muss dafür gesorgt werden, dass die Regierung in Festung Eisenwand untergebracht wird. Kümmere dich um entsprechende Nachrichten."

Nun blickte er Julius und seinen neuen Vertreter an, der bald schon seine erste Feuerprobe zu bestehen hatte.

,,Wir drei werden sofort dahin aufbrechen und von dort aus das weitere Vorgehen planen."

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Julius Vater meinte einst, dass alles in Ordnung sei, so lange am Ende die Fourbs siegreich seien und die Oberhand behielten. Nachdem Aren den erfreuten Händeschlag annahm und sich äußerst zufrieden mit der Leistung seines jüngeren Cousins zeigte, schien sich sein erfreuter Gesichtsausdruck noch weiter ins Positive zu wandeln. Auf die Frage hin, ob seine Reise in den Hutten-Raum erfolgreich gewesen sei, gab er eine Antwort, die Albert Vincent Fourb ohne jeden Zweifel stolz gemacht hätte. Sowohl Julius, als auch Aren hatten dem immensen Druck getrotzt, der auf ihren Schultern lastete und beeindruckende Erfolge vorweisen können. Sie hatten dem Namen Fourb alle Ehre gemacht, auch wenn der Governor diesen nicht 'wirklich' trug. Der junge Captain war ungemein stolz auf seine jüngsten Dienste für das Imperium und von einem dermaßen gewaltigen Elan und Tatendrang besessen, den Rebellen von Borosk den endgültigen Todesstoß zu verpassen, dass er es kaum noch abwarten konnte, seine Kompanie in den letzten entscheidenden Kampf zu führen.

"Dann wird es Dich umso mehr erfreuen, dass ich Bericht an das Kommando der Sektorverteidigung erstattet habe und mir von meinen Vorgesetzten zugesichert wurde, dass ein Eingriff in das Geschehen auf Borosk momentan nicht vorgesehen ist."

Der Offizier war mehr als erpicht darauf, von seinem Verwandten zu hören, welche Ergebnisse dessen Reise lieferte und musste ein Aufseufzen unterdrücken, als Aren zunächst Michael von soundso oder besser gesagt Herr von Berchem begrüßte und diesen mehr oder weniger auf halben Weg aus dem Hangar hinaus beförderte. Beim Gedanken an das verräterische Schwein Rist zuckten die Augenlider des jungen Fourb, der sich mit dieser Information nun bestens erklären konnte, weshalb er in Lamonia in den Hinterhalt geraten ist. Der Vizegovernor war ein Spitzel der Terroristen und musste die Pläne vom Manöver der Kompanie weitergesteckt haben, ein Verrat am Imperium von ungeheurem Ausmaß. Julius hatte erfahren, dass der verräterische Bastard in sicherem Gewahrsam war und sah keine andere Möglichkeit, als den Mann mit dem Tod durch das Erschießungskommando zu bestrafen. Eine Aufgabe, die der Offizier am liebsten selbst übernommen hätte.
Ohne irgendeine Zeremonie oder dergleichen ernannte der Governor Michael von Berchem zu seinem neuen Vizegovernor und setzte sich dann in Bewegung, um den Hangar zu verlassen. Mit mehr oder weniger hastigen Schritten lief Julius neben ihm her und lenkte seine vollständige Aufmerksamkeit auf den Bericht Arens. Ziemlich beeindruckt musste der Offizier kurz auflachen, sein Cousin war ein Meister seines Handwerks. Hatte Julius dessen spontane Reise ins Ungewisse vor wenigen Tagen noch als großes Wagnis mit wenigen Erfolgsaussichten - entschlossen aus der Not der Situation heraus - betrachtet, so ist es Aren gelungen, die Verantwortlichen für den Giftanschlag auf die Hauptstadt zu fassen.

"Verdammt, das alles klingt schon ziemlich vielversprechend, Governor. Mit den Drahtziehern des großen Anschlags in unserer Gefangenschaft werden wir die strahlenden Sieger und der Aufstand schon sehr bald Geschichte sein. Sobald wir Neues über die Positionen des terroristischen Packs erfahren, wird die 66. Kompanie unter meinem Kommando ins Feld ziehen und ihre Verstecke dem Erdboden gleichmachen."

Nachdem er fertig gesprochen hatte, fuhr Julius kurz um, als er eilige Schritte von hinten vernahm. Es war irgendein Bediensteter, der aus der Yacht gerannt kam und außer Atem vor Aren stehenblieb, nachdem dessen Wachen diesen verschwitzten Kerl durchgelassen hatten. Der Captain hob seine Augenbraue, während dieser zerstreute Wicht um Luft rang und herumstotterte. Sie konnten also entschlüsselte Daten verschlüsseln...oder doch umgekehrt? Hatte der Kerl das allen Ernstes so gesagt, oder Julius sich bloß verhört? Er rollte die Augen und schnaufte ungeduldig, ehe Aren den Kerl an der Schulter packte und dazu bewegte, endlich auszupacken. Das, was er sprach, war im höchsten Maße beunruhigend, weshalb der Captain aufschreckte. Ein neuer Anschlag auf die Hauptstadt? Noch verheerender als der erste? Julius atmete tief durch und sah in die Gesichter der beiden Verwalter und des Analysten. Das ganze musste verhindert werden und zwar um jeden Preis. Gerade war es ihm gelungen, seine Vorgesetzten bei der Sektorverteidigung zu beschwichtigen. Doch im Falle einer weiteren und noch größeren Attacke hätte er für nichts mehr garantieren können.
Aren reagierte blitzschnell und befahl, die Regierung in irgendein Schloss zu verlegen und befahl Julius und von Berchem, ihn zu begleiten und von dort aus das weitere Vorgehen zu planen. Einerseits bewunderte Julius seinen Cousin für dessen Ruhe angesichts dieser erschreckenden Neuigkeiten, doch andererseits sah er nicht, dass sie für so etwas Zeit hatten.

"Ich hoffe, Sie wissen, dass sie die Stadt augenblicklich hermetisch verriegeln und die örtlichen Sicherheitskräfte alarmieren müssen... sollte ein weiterer und noch größerer Anschlag stattfinden, wird sich das Kommando der Sektorverteidiung kaum noch beschwichtigen lassen. Bei allem Respekt, aber zumindest diese Maßnahmen müssen schnellstmöglich befohlen werden, noch bevor die gesamte Regierung in Sicherheit ist!"

Die Gruppe schritt deutlich eiliger zurück zur Yacht des Governors, während Julius noch im Laufen sein Plädoyer an Aren richtete. Für ihn gab es nichts wichtigeres, als gegen diese Terroristen zu siegen. Und der Gedanke daran, erst einmal gemütlich zu warten bis diese ganzen Schreibtischhengste sicher in diesem Schloss saßen, bevor man überhaupt damit beginnen würde, das weitere Vorgehen zu besprechen, versetzte ihn in regelrechte Aufruhr. Nur wenige Sekunden später saßen sie in der Yacht des Governors, welche sich ohne Verzögerung erhob und deutlicher schneller aus dem Hangar schoss, als sie in diesen hineingelangt war. Julius saß gegenübe von Aren und von Berchem und fuhr sich unruhig durch die Haare. Dann erhob er sich und aktivierte sein Comlink, um die Verbindung zu LT Hall herzustellen. Die gesamte Kompanie befand sich momentan wieder in der Kaserne. Es dauerte nur wenige Augenblicke, ehe die Verbindung hergestellt wurde.

"LT, es herrscht der allerhöchste Grund zur Bereitschaft der gesamten Einheit. Bereiten Sie die Kompanie auf einen sofortigen Einsatz vor und seien sie bereit, die Kaserne auf meinen Befehl hin zu verlassen und alle Züge als mein stellvertretender Befehlshaber ins Feld zu führen. Habe ich mich klar und deutlich ausgedrückt?"

Für einen kurzen Moment herrschte Stille und aufgebracht fuhr sich Julius wieder durch seine gekämmten Haare. Dann ertönte endlich die Stimme seines ersten Offiziers:

"Verstanden, Sir. Doch muss ich Sie darum bitten, konkreter zu werden, um die bestmöglichen Vorkehrungen zu treffen. Sir?"

Beinahe schon fragend blickte der Captain seinen Cousin an, ein kurzer Moment der Unsicherheit. Dann atmete Julius tief durch und ließ sich wieder auf seinen Sitzplatz fallen.

"Wir haben soeben die Warnung erhalten, dass uns neue und noch deutlich aggressivere rebellische Aktivitäten bevorstehen könnten. Ich möchte von Ihnen, nein, ich befehle Ihnen, dass Sie sich augenblicklich mit den örtlichen Sicherheitskräften kabeln und eruieren, ob irgendwelche auffälligen Bewegungen der Feinde gemeldet werden. In diesem Fall erteile ich Ihnen die Erlaubnis, das Feuer zu eröffnen und das Imperium vor diesen Schweinen zu beschützen! Lieutenant, haben Sie verstanden?"

"Verstanden, Sir"

"Ich werde Sie gleich wieder kontaktieren und Ihnen den Marschbefehl erteilen. Bereiten Sie die Männer vor!"

Captain Julius Fourb beendete die Verbindung und sah Aren an.

"Wenn es den Terroristen gelingt, mit ihrem feigen Giftgasanschlag eine Massenpanik, Hysterie und einen anarchischen Zustand der Unordnung auszulösen, werden sie die Gelegenheit nutzen, schwere Angriffe auf die Hauptstadt zu starten. Meine Kompanie wird alles dafür tun, es nicht so weit kommen zu lassen, doch werde ich den Befehl nicht ohne Dein Einverständnis erteilen."

Todernst musterte Julius seinen Blutsverwandten. In der Hierarchie des Imperiums waren die beiden Männer bis auf das schwammige Weisungsrecht der Verwaltung gegenüber dem Militär strikt voneinander getrennt. Sollte der Captain es für nötig erachten, im Namen der Sektorverteidigung seiner Einheit den Marschbefehl zu erteilen, so war ihm dies im imperialen Gesetz gestattet. Aren wusste hoffentlich zu schätzen, dass Julius seine militärischen Kompetenzen mit ihm teilte. Womöglich würde von Berchem sich zum ersten Mal in seiner Laufbahn als Vizegovernor nützlich machen, ihm Recht geben und dem Governor gut zureden...

/// Borosk /// Borosk City /// Yacht des Governors /// Captain Julius Fourb, Governor Aren Vayliuar Michael von Berchem, Wachen (NPCs), Gardisten (NPCs)

 
[Borosk-System| Borosk | Borosk City | Raumharfen | Hangar 13] Michael von Berchem, Captain Julius Fourb, Gouverneur Aren Vayliuar, Gardisten (NPCs)

Michael staunte nicht schlecht, als er ohne offizielle Vereidigung zum Vizegouverneur ernannt wurde, er hatte vieles erwartet, allerdings nicht das. Er nahm die Hand des Gouverneurs, als dieser ihm sie hin hielt.

“Die Freude ist ganz meinerseits Gouverneur. Herzlichen dank für den Posten, als Vize, ich hoffe ebenfalls auf eine gute Zusammenarbeit.”

Anschließend folgte Gouverneur Vayliuar Michaels Einladung hier zu verschwinden, und ging Richtung Ausgang. Ihm folgte Michael und Captain Fourb, Michael gab den beiden Gardisten mit einer kurzen Handbewegung den Befehl sich ihnen anzuschließen. Währenddessen klärte der Gouverneur alle anwesenden über den aktuellen stand auf. Als von hinten ein weiterer Mann angelaufen kam, die Wachen von dem Gouverneur hielten diesen allerdings auf, und die griffe der zwei Gardisten Michaels gingen direkt an die Vibroschwerter welche an ihren Gürteln hingen. Als Michael die Hand hebt lockerte sich die Haltung der Gardisten wieder, der andere Mann brabbelte irgend etwas von verschlüsselten Daten welche sie entschlüsselt haben, oder der gleichen. Der Gouverneur schüttelte den Mann kurz und dieser sagte außer Atem das ein weiterer weitaus größerer Anschlag geplant sei, und das in der Hauptstadt. Michel trat an einen der Soldaten heran und nahm sein Kommunikator.

“Michael een Adams.“ (“Michael an Andams.”)

“Ja.” (“Jawohl”)

“Haal mijn kinderen onmiddellijk van school en ga naar het ABC-centrum in de buurt van mijn eigendom.” (“Holen sie sofort meine Kinder aus der Schule und begeben sie sich in den ABC-Schutzbunker bei meinem Anwesen.”)

“Begrepen.” (“Verstanden”)

Der Befehl sich mit den beiden Jungs in den Bunker zurück zu ziehen setzte alle nachfolgenden Befehle außer kraft, da die Soldaten Geschworen haben die Familienmitglieder der Berchem mit ihrem Leben zu schützen. Nachdem der Gouverneur seinem Stellvertreter die letzten befehle gab gingen alle mit eiligen schritten auf die Yacht des Gouverneurs zu. Der Captain meinte das die Stadt umgehend hermetisch abgeriegelt werden sollte.

“Ich stimme ihnen zu Captain, die Stadt sollte umgehend hermetisch abgeriegelt werden.”

Michael sprach zu ende und fand sich in der Yacht des Gouverneurs wieder, seine wachen saßen bereits, und alle anderen machten sich auch klar zum Aufbruch, also setzte sich Michael gegenüber von dem Captain, welcher sich ungeduldig durch die Haare strich um anschließend aufzustehen und anscheinend einen Imperialen Offizier zu kontaktieren. Der Captain erteilte einige befehle bevor es still wurde und ein anderer Offizier das reden übernahm, der Captain erteilte diesem ebenfalls Befehle und beendete die Verbindung. Anschließend wand er sich an den Gouverneur und meinte das falls eine Massenpanik ausbrechen sollte, die Terroristen womöglich schwere angriffe auf die Stadt führen würden. Michael musste etwas nachdenken, was der Junge Offizier da sagte wahr Logisch, und eine ernst zu nehmende Bedrohung, allerdings mehr als dem Gouverneur seinen Rat anzubieten und ihm ins gewissen zu reden konnte er auch nicht machen.

“Ich muss dem Captain zustimmen, sollte eine Massenpanik ausbrechen werden die Terroristen höchstwahrscheinlich an mehreren stellen gleichzeitig angreifen. Wenn das Passiert, wäre die Stadt binnen vielleicht 12 Stunden in Feindes Hand oder dem Erdboden gleich.”

Nachdem er den Satz zu ende gesprochen hatte meldete sich auch schon sein Com.

“Meneer, uw kinderen bereiken de bunker in ongeveer vijf minuten.” (“Sir, ihre Kinder erreichen den Bunker in etwa fünf Minuten.”)

“Dank je wel Adams.” (“Danke Adams.”)

Erwiderte Michael sichtlich erleichtert, und wand sich dann wieder dem Gouverneur und dem Captain zu.

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Schnellen Schrittes waren sie bereits auf dem Weg zur Yacht, als Julius sich an ihn wandte und ihn beschwor, weitere Sicherheitsmaßnahmen für die Hauptstadt zu ergreifen und das noch bevor, sie sich in der Festung verschanzt hatten. Er wollte die Stadt hermetisch abriegeln lassen und auch die Sicherheitskräfte der Stadt alarmieren. Auch sein neuer Stellvertreter stimmte Julius zu. Beide hatten natürlich vollkommen recht. Aren schien es einfach in der Hektik der Situation vergessen zu haben. Ein grober Fehler, der ihm nicht hätte passieren dürfen. Nach außen hin, ließ er sich jedoch nichts anmerken und nickte zustimmend.

,,Selbstverständlich. Sobald wir die Yacht erreicht haben, werde ich in Kontakt mit den zuständigen Behörden treten und sie entsprechend instruieren."

Eine solche Situation war für ihn vollkommen neu. Für einen Gouverneur war er doch nach wie vor recht jung und bisher war es ihm erspart geblieben, in einer solchen Situation zu stecken. Nicht, das es sein Vergessen entschuldigte, aber zumindest ein wenig konnte Aren sich selbst damit beruhigen.
Innerhalb weniger Sekunden hatten sie die Yacht erreich und in ihrem Inneren Platz genommen. Der Captain des Schiffes wusste zum Glück um die Dringlichkeit ihrer Mission und starte so die Yacht unverzüglich.
Nun, wo Aren Platz genommen hatte, konnte er die Befehle an Sicherheitskräfte der Hauptstadt weiter geben. Er aktivierte sein Comlink und ließ eine Verbindung zum deren Chef aufbauen. Als dieser höflichst Aren nach seinem Anliegen fragen wollte, schnitt er ihm sofort das Wort ab. Für Höflichkeiten blieb keine Zeit.


,,Hören Sie, ab jetzt herrscht die höchste Sicherheitsstufe in ihrem Zuständigkeitsbereich. Ich gehe von einem weiteren Anschlag der Terroristen auf die Hauptstadt aus, von noch größerer Ordnung als der Erste. Sorgen sie dafür, das alles hermetisch abgeriegelt wird. Verschärfen sie sofort Patrouillen und generell alle Sicherheitsmaßnahmen. Melden Sie sofort alles, was in ihren Augen nicht vollkommen normal ist, so unwichtig es auch scheint. Haben Sie mich verstanden?!"

Kurz herrschte Ruhe, auf der anderen Seite der Leitung; auch für den Chef der Sicherheitskräfte Borosk-Citys musste dies vollkommen überrumpelnd wirken. Doch dann schien er sich gefangen zu haben und bestätigte die Befehle. Aren versuchte noch einmal die Eindringlichkeit dieser zu unterstreichen, auch, wenn es wohl kaum nötig gewesen wäre.

,,Die absolut höchste Sicherheitsstufe, äußerste Vorsicht und Aufmerksamkeit ist geboten. Doch beunruhigen sie nicht zu sehr die Bevölkerung, es darf keine Massenpanik entstehen, unter keinen Umständen, dies ist ihnen hoffentlich klar. Handeln sie soweit wie möglich im Hintergrund."

,,Ja, Sir. Verstanden."

Aren deaktivierte die Verbindung und wandte sich nun Julius zu, der anscheinend im Moment mit seiner Kompanie in Kontakt stand und ihnen Befehle gab, sich für einen Einsatz bereit zu machen. Als er konkreter werden sollte, schaute Julius ihn kurz fast fragend an. Aren nickte ihm zu und versuchte ihm so zu zeigen, dass er an ihn glaubte, dass Julius die richtigen Befehle weitertragen würde. So etwas brauchten junge Männer in solchen Situation. Er selbst hatte während seiner Zeit bei der Armee ähnliche Situationen erlebt und war oft froh darüber gewesen, dass seine Vorgesetzten an ihn geglaubt hatten, auf seiner Seite gestanden hatten.
Julius gab den Befehl, sich mit den Sicherheitskräften zu verständigen und eine gemeinsame, hart durchgreifende Strategie zu beginnen. Es machte Aren fast schon stolz zu sehen, wie sein deutlich jüngerer, ihm anvertrauter Cousin, so ruhig und effizient in dieser Ausnahmesituation handelte und reagierte.
Dann wandte er sich ernst an Aren und machte ihm klar, dass seine Kompanie alles dagegen tuen würde, um die Terroristen aufzuhalten. Die entsprechenden Befehle würde er aber nur mit seinem Einverständnis abgeben. Julius schien in solchen Krisensituationen zu wachsen. Hier war jetzt nicht die Zeit, um die etwas verwaschenen Linien zwischen Verwaltung und den Streitkräften auszunutzen, um eigenständiger zu handeln. Aren hatte hier das Sagen, gut, dass diese Tatsache erst gar nicht angezweifelt wurde.


,,Einverständnis erteilt. So gut die Sicherheitskräfte der Hauptstadt auch sein mögen, brauchen wir hier jeden Mann, den wir bekommen können."

Währenddessen war Vizegouverneur von Berchem an seinem Comlink beschäftig, sprach jedoch in irgendeiner für Aren fremden Sprache. Höflich, aber doch sehr bestimmend wandte Aren sich an ihn.

,,Ich wäre ihnen sehr verbunden, wenn sie mit wem auch immer so kommunizieren, dass es alle verstehen können. Das letzte, was ich tue, ist es ihnen nun zu misstrauen, doch in Anbetracht ihres unrühmlichen Vorgängers wäre ich dankbar, wenn alles für alle verständlich mitgeteilt wird."

Aren warf einen Blick aus einem der Fenster. Lange durften sie eigentlich nicht mehr unterwegs sein, bei dem Tempo, in dem sie sich bewegten. Und tatsächlich, nur wenige Momente später konnte man spüren, wie das Schiff abbremste und in einem Hangar aufsetzte. Aren erhob sich sofort und begab sich zur Luke, die recht schnell aufschwang. Das Hangar wirkte schmucklos und bestand lediglich aus kalten Eisenwänden, doch dieser Ort war auch nicht für irgendwelche Empfänge gedacht.
Die Festung Eisenwand lag recht abgelegen und versteckt, mitten in einen Berg gehauen. Nur einige Türme und Hangartore verrieten, dass sich im gut geschützten Inneren des Berges mehr befand als nur Geröll. Unter Schichten von Gestein befanden sich noch widerstandsfähigere Schichten aus Stahl. Dies war der mit Abstand sicherste Ort des Planeten, der bereits im Umkreis von mehreren Kilometern so gut geschützt war, dass man ihn nur erreichen konnte, wenn dies auch wirklich von dem Gouverneur erlaubt und gewollt war. So war es nicht verwunderlich, dass sich bei Krisensituationen die Regierung hierhin zurückzog, um in Sicherheit die Lösung des Problems herbeizuführen.


Aren schritt zur Tür eines Lifts, in der Ecke des Hangars, der sie noch tiefer ins Berginnere transportieren würde und eine direkte Verbindung zum Herz der Anlage darstellte. Der Lift öffnete sich und Aren betrat ihn gemeinsam mit seiner Begleitung. Es war nur eine kurze Fahrt abwärts, in der sie mehrere hundert Meter zurücklegten. Sie mussten nur wenige Flure und Räume durchqueren, in welchen weitere Sicherheitsanalgen untergebracht waren, bevor sie den Sitzungsaal der Regierung für die Krisenzeiten erreichten. Bisher befand sich dort noch niemand, doch es durfte sich höchstens noch um Minuten handeln, bevor die weiteren Mitglieder hier eintrafen. Aren setzte sich ans Kopfende des Tisches, unter eine große Imperiale Flagge und bedeutete seinen Begleiten sich neben ihn zu setzten. Von hier würden sie Terroristenplage beseitigen.

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Der Captain war mehr als erleichtert, als Aren ihm das Einverständnis für seinen Befehl erteilte und damit einmal mehr bewies, selbst unter enormen Druck abgeklärter und kühler zu handeln, als die meisten ihrer Verwandten. Ihr großer Plan, die Rebellion eigenhändig zu beenden und dafür die Lorbeeren zu ernten, stand auf dem Spiel, doch ebenso die imperiale Ordnung auf Borosk. Julius war immer recht bestrebt, dem Imperium am besten zu dienen, indem er so handelte, dass es seiner eigenen Karriere genauso gut diente. Doch eine solche Situation war ihm komplett fremd und alleine der Gedanke daran, dass die Hauptstadt Borosks binnen weniger Stunden fallen könnte, ließ ihn nur noch unruhiger an seiner Uniform herumfummeln. Solch ein Versagen durften sie sich nicht leisten.
Als sein Cousin ausgeredet hatte, aktivierte der junge Befehlshaber wieder sein Comlink.

"Marschbefehl erteilt, LT. Formieren sie die Züge gesammelt vor der Kaserne und warten sie auf Auskünfte der örtlichen Sicherheitskräfte."

Im Hintergrund waren einige hektische Stimmen und Rufe vernehmbar, genauso das Geräusch des dröhnenden Stampfens der SPMA-T Läufer. Julius vertraute seinem stellvertretendem Befehlshaber LT Hall, seine Männer sicher und effizient zu führen. LT Hall war der Offizier in der Kompanie, dem er am meisten vertraute und dazu in hohem Maße kampferprobt. Nur zu gerne wäre der Captain jetzt selbst bei seinen Männern gewesen, doch die Sicherheitslage auf Borosk erforderte seine Präsenz in unmittelbarer Nähe zur Regierung und er war froh, seine Einheit in vergleichsweise guten Händen zu wissen.

"Verstanden, Sir"

Ertönte es leicht verschwommen, ehe der junge Offizier die Verbindung beendete und sein Haupt in die Hände legte. Neben ihnen war auch der frische Vizegovernor damit beschäftigt, Befehle in sein Comlink zu sprechen, doch das auf einer Sprache, die Julius und nicht einmal Aren verstanden. Etwas ungläubig sah Julius den Mann an, um dann hinüber zu Aren zu blicken. War das sein ernst? Vor nicht einmal drei Tagen wurde sein Vorgänger in Gewahrsam genommen, weil er Verrat am Imperium geübt hat und genau jetzt kam Herr von Berchem auf die glorreiche Idee, in irgendeiner anti imperialen Fremdsprache in sein Comlink zu sprechen, während Aren genau gegenüber von ihm saß. Julius hatte keine Ahnung, anhand welcher Kriterien Aren genau diesen Mann zu seinem Stellvertreter ernannt hat. Er wusste nur, dass der Mann nicht allzu lange im Amt bleiben würde, wenn er sich weitere Unverschämtheiten wie diese erlaubte. Zwar hatte er Julius vorhin zugestimmt, als es um die Abriegelung der Stadt und den Befehl an die Kompanie ging, doch alleine deswegen traute der Offizier diesem Verwalter noch lange nicht über den Weg, dessen Garde aussah, wie das Sicherheitspersonal einer republikanischen Regenbogenparade. Höflich - weitaus höflicher, als Julius es getan hätte -, bat der Governor den Vize, dieses Verhalten zu unterlassen, woraufhin der Captain nur nickte und es seinem Cousin daraufhin gleich tat und aus der Scheibe der Yacht blickte, die in rasanter Geschwindigkeit in Richtung des Schlosses raste, das offensichtlich doch eine äußerst aufwendig konstruierte Festung war.

Im Hangar gelandet, öffnete sich sofort die Rampe der Yacht und die drei Männer erhoben sich und verließen, begleitet von der offenbar privaten Garde des Vize, mit zügigen Schritten das Schiff des Governors, um in einen eher schmucklosen aber umso sicherer anmutenden Hangar zu treten. Die eisernen Wände und der sterile dunkle Boden unter ihren Füßen erinnerten Julius an seinen Wehrdienst im Outer Rim und seine Zeit an der Akademie. Dieser Ort strahlte eine enorme Sicherheit aus, die der Captain auf Borosk an keinem nicht militärischen Ort erwartet hätte. Flankiert von der bunt gerüsteten Garde, der der makellos uniformierte imperiale Offizier einen eher abschätzigen Blick schenkte, folgten sie Aren hinüber zu einer Tür und ein weiteres Mal blickte sich der Captain um. Die Festung befand sich offenbar im Inneren eines Gebirges, eine Methode, die vom imperialen Militär nicht selten auf neu eroberten Planeten angewandt wurde, um möglichst schnell eine möglichst effektive Zentrale zu errichten. Dennoch empfand Julius die Temperatur hier als zu warm - womöglich auch bedingt durch den Stress -, zog sich seinen grauen Kaschmirmantel aus und warf ihn sich über den Arm. Nur allzu gerne hätte er den teuren Umhang einem der Gardisten in die Hand gedrückt, aber vor Aren wollte er sich nicht wie ein " irrer Narr aufführen", wie es sein Vater immer so schön nannte.
Die Gruppe kam durch die Tür in einen Lift, der sich umgehend in Bewegung setzte und sie scheinbar in den Untergrund beförderte. Es war eine ziemlich kurze Fahrt, was über die ziemlich große zurückgelegte Distanz hinwegtäuschte und ehe sie den Lift verließen und einige wenige hochgesicherte Flure und Räume durchgequert hatten, standen sie bereits im Hauptsaal der Festung, wo die Regierung in Krisenzeiten tagte.

Erstaunt über die großzügige Fläche, die der kreisförmige und üppig ausgestattete Saal bot, sah sich Julius um. Außer ihnen war hier noch niemand, zumindest konnte er keine anderen Personen erkennen. An den Wänden hingen imperiale Banner, denen Julius mit entschlossenem Blick zunickte, ehe er seinem Cousin folgte und sich neben ihm am Kopf des großen Tisches setzte. Erwartungsvoll blickte er in Richtung des Eingangs, wo der Rest der Regierung hoffentlich bald eintreffen würde. Sie hatten nämlich nicht mehr allzu viel Zeit, diese Krise zu lösen. Alles hing daran, es schnell zu tun.

"Wir können uns glücklich schätzen, dass wir rechtzeitig vorgewarnt wurden, meine Herren."

Versuchte der Offizier etwas Gutes in dieser Situation zu finden, während sie warteten. Normalerweise tat er so etwas nicht und sprach Missstände an, sobald er sie sah. Jetzt war dafür aber wohl der falsche Zeitpunkt.

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Nachdem sie in der Yacht waren, kontaktierte Gouverneur Vayliuar auch direkt die Örtlichen Sicherheitskräfte und erteilte diesen seine Befehle. Nachdem er fertig war gab er Captain Fourb sein Einverständnis zu dem Marschbefehl. Im Anschluss, als Michael seine Unterhaltung beendet hatte, wand sich dieser auch direkt an ihn und bat ihn, doch in einer Sprache zu sprechen, welche alle anwesenden verstanden.

“Verzeihung, ich werde es nächstes Mal berücksichtigen. Allerdings wäre es doch langweilig zu hören, wie ich befehle meine Kinder in einen Bunker zu bringen.”

Es war für Michael verständlich, dass der Gouverneur will das man in einer verständlichen Sprache spricht, besonders in einer solchen Situation. Michael wäre dennoch lieber in dem Bunker wo seine Kinder derzeit hingebracht werden, und nicht in einer Burg, die zum Schutze der Regierung diente. Aus Erfahrung heraus, wusste er eh, dass man alles einnehmen konnte egal wie gut versteckt der Schutzraum, Bunker, oder sonst etwas, ebenso konnte man Sicherheitssysteme und Sicherheitspersonal umgehen falls man das nötige Material zur Hand hatte. Michael schaute zu einem der Gardisten, die mitgekommen sind, dieser gab ihm direkt, als könnte er Gedanken lesen sein Datapad. Michael aktivierte dieses, er gab ein paar Dinge ein und eine mehrere Koordinaten erschienen, darunter auch die Position des Speeders mit welchem seine beiden Söhne aus der Stadt gebracht werden. Auch wenn er wusste, dass diese schon lange aus der Stadt sein müssten ist er immer gerne informiert wann seine Kinder zu Hause sind. Nachdem er die Daten ausgelesen hatte gab er dem Gardisten das Datapad wieder, welcher es wieder verstaute. Sie mussten in kürze da sein, da Michael aus dem Augenwinkel im Fenster der Yacht Felsformationen wahrnehmen konnte, zudem drosselte der Pilot langsam die Geschwindigkeit, anschließend flogen sie in einen Hangar, und setzten recht sanft auf dem Boden auf. Nachdem sich die Frachtrampe gesenkt hatte begaben sich alle aus der Yacht in das innere der Festung, welches Michael mehr an ein Mausoleum erinnerte, wie es seine Familie auf Alderaan hatte. Dennoch war diese Festung hier auf Borosk deutlich karger und kühler gestaltet, die grauen Standard Wände des Imperiums konnte schon manchmal aufregen und lästig sein, so empfand zu mindestens Michael. Sie befanden sich anscheinend in einem Felsen, was das Gefühl von Sicherheit was Michael angeht, nicht unbedingt stärkte, da auch solche Bauten Lücken aufwiesen und diese tödlich enden können, zu mindestens für die die sich in dem Berg befanden, dennoch war sowas sicherer als ein normales Gebäude. Michael fuhr sich, durch sein Schulterlanges Haar, welches er offen trug, er hatte sich, nachdem er die Information bekommen hatte, dass er im Raumhafen anwesend sein muss, nicht seine Dienstuniform angezogen, da er eigentlich beurlaubt war. Er schaute kurz nach hinten wo seine Gardisten waren und gab ihnen mit einer einfachen Handbewegung den Befehl, den Helm durch ihr Barett auszutauschen, was diese dann auch schnell taten. Nach einigen weiteren Schritten erreichten sie einen Turbolift, welcher sie in beeindruckender Geschwindigkeit wahrscheinlich noch viel tiefer in das Innere von Borosk brachte, zudem konnte man kaum bis gar nicht schätzen wie tief man unter der Oberfläche ist. Nachdem der Turbolift endgültig zum stehen gekommen ist, stiegen die Männer aus und gingen duzende Gänge entlang, bis sie endlich an ihrem Ziel angekommen waren. Michael folgte dem Gouverneur und dem Captain in den Raum, welcher mit einigen Bannern des Imperiums ausgekleidet war. Gouverneur wies seine Begleiter an sich an den Tisch zu setzen, welcher in der Mitte des Raums stand. Michael setzte sich neben den Gouverneur, es war ein seltsames Gefühl wieder im Dienst zu sein und die Verwaltung eines Planeten mit zu führen. Der Captain meinte, das sie sich glücklich schätzen könne rechtzeitig gewahrt geworden zu sein, Michael nickte nur zustimmend und wand sich dann zu einem seiner Gardisten.

“Halten sie mich bitten auf dem Laufenden, bezüglich des evakuieren der Gardisten, angestellten und meiner Kinder.”

“Natürlich.”

Erwiderte der Gardist nur knapp und verschwand wieder zu seinem Kameraden und auch Michael wand sich wieder der Arbeit zu. Bisher waren ausschließlich Gouverneur Vayliuar, Michael und Captain Fourb anwesend, allerdings sollte sich das bald ändern und der Rest der Regierung von Borosk eintreffen.

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Kurz nachdem sie alle Platz genommen hatten, versuchte sein Cousin dem Ganzen doch noch etwas positives abzugewinnen. Aren sah, trotz der erstmal so dramatisch anmutenden Situation sogar noch einen Vorteil mehr.

,,Da haben Sie wohl Recht. Außerdem werden sich so die Terroristen wohl oder übel zeigen müssen, dies wird unsere Chance sein, dieses Übel auszurotten."

Aren klang ungewohnt hart und unbarmherzig, was aber wohl, in Anbetracht der Lage, mehr als Nachvollziehbar war.
Kurz darauf verständigte sich von Berchem mit einem der Gardisten, dass sie ihn auf dem Laufenden über den Sicherheitsstand seiner Bediensteten und seiner Kinder halten sollten. Es schien, dass er sehr auf die Sicherheit seiner Familie bedacht war, aber wer war das denn auch nicht? Noch während Aren der Gedanke durch den Kopf ging, wurde ihm etwas überaus erschreckendes klar. Wilhelm und Thisha, sein Schwager und seine Schwester; sie hielten sich gerade in diesem Moment vielleicht auch in Borosk-City auf. Vor allem für Wilhelm war dies überaus wahrscheinlich. Sie befanden sich in höchster Gefahr und das wurde ihm erst jetzt klar?! Was war denn mit ihm los? Natürlich war es nicht verkehrt, das Wohl des ganzen Volkes als erstes im Blick zu haben, aber er konnte seine Familie doch nicht einfach so vergessen.
Aren warf einen Blick durch den Raum, den gerade drei Mitglieder seiner Regierung betraten, die Ressortleiter für Finanzen, Arbeit und Wirtschaft. Kurz deuteten sie vor Aren eine Verbeugung an. Mit einer hektischen Geste wies er ihnen Plätze an dem Tisch zu. Er wollte vor seiner Regierung nicht den Eindruck eines besorgten Bruders machen, er hatte den starken Anführer zu zeigen, der sich von der drohenden Gefahr nicht ins Wanken bringen ließ. So stand Aren kurz auf von dem Tisch.


,,Entschuldigen sie mich für eine Sekunde. Captain Fourb, setzten sie die Neuankömmlinge bitte kurz grob ins Bild."

Warum er sie für einige wenige Augenblicke verlassen musste, hatte sie nicht zu interessieren. Es gab wichtigere Dinge, um die sich die Anwesenden Gedanken zu machen hatten. Dann verließ er den Raum und suchte sich eine ruhige, etwas abseits gelegene Ecke. Schnell aktivierte er sein Comlink und versuchte Wilhelm zu erreichen. Zu seinem Glück dauerte es nur wenige Sekunden, bis dieser sich meldete.

,,Aren, was gibt es?"

,,Will, ist Thisha bei dir?"

Ihm war wohl seine Aufregung gut anzuhören, den Wilhelm zögerte kurz bevor er antwortete und in seiner Stimme lag eine gewisse Besorgnis.

,,Ja, wir sind gerade gemeinsam am Essen. Ist alles in Ordnung, Aren?"

Aren antwortete nicht direkt auf die Frage. Er hatte jetzt keine Zeit für ein Gespräch. Es war wichtig, dass seine Familie in Sicherheit war, doch durfte seine Regierung auf keinen Fall länger als unbedingt nötig auf ihn warten.

,,Ihr müsst euch sofort in Sicherheit bringen. Borosk-City ist gerade nicht sicher. Ich kann euch gerade nicht mehr sagen, aber bringt euch so schnell wie nur irgend möglich in Sicherheit. Will, pass auf dich auf … und beschütze meine Schwester. Versprich mir das."

Man konnte ihm nach wie vor anhören, dass er über Aren besorgt war, doch seine Stimme klang klar und sicher, als Wilhelm antwortete.

,,Natürlich, Aren. Alles Gute."

Damit beendete er das Gespräch. Aren fuhr sich kurz durch die Haare, bevor er zum Sitzungsraum zurückkehrte. Er machte einen gefestigten Eindruck und versuchte Stärke und Autorität auszustrahlen, als er sich setzte und so den Glauben an ihren Erfolg stärken wollte. Mittlerweile waren alle anwesend, bis auf Miriam Tekka und Heirn Logane, die Zuständigen für Bildung und Kultur und Innere Sicherheit. Vor allem Heirns Anwesenheit wäre äußerst wichtig. Gerade, als Aren die Sitzung trotz ihrer Abwesenheit beginnen wollte, traf aber zumindest Miss Tekka ein und deute ebenfalls eine Verbeugung an, bevor sie sich auf einen der letzten beiden freien Plätze setzte. Auf Heirn konnten sie nicht länger warten. Er würde ihn später instruieren. Aber wo konnte der Mann denn nur bleiben? Vor allem seine Anwesenheit wurde doch mit am dringendsten gebraucht!
Aren erhob sich und bevor die anderen Anwesenden es ihm gleich tun konnten deutete er ihnen mit einer Geste, einfach sitzen zu bleiben.


,,Meiner Damen und Herren, die Lage ist mehr als ernst und bedarf unserer äußersten Anstrengung und Leistung. Die Terroristen planen nach allem Anschein einen weiteren Anschlag auf die Hauptstadt, von gewaltigem Ausmaße, wie es scheint.
Ich sage Ihnen, nein, ich verspreche Ihnen allen, dass dies der letzte Fehler dieses Abschaums war. Sie genießen alle mein vollstes Vertrauen in sie persönlich und vor allem in Ihre Fähigkeiten, sonst säßen sie nicht hier. Unsere Aufgabe wird es sein, den Anschlag der Terroristen nicht nur zu vereiteln sondern die Plage, die sie darstellen, heute an der Wurzel auszureißen."

Er setzte sich wieder, bevor er mit einem Druck auf eine Konsole, die vor ihm im Tisch eingelassen war, den Kommunikationsoffizier dieser Anlage kontaktierte.

,,Stellen Sie eine sicherere Verbindung zum Leiter der Sicherheitskräfte der Hauptstadt sowie zu Captain Fourbs Kompanie her, die diese unterstützt. Ich will ständig auf dem Laufenden bleiben.
Probieren sie außerdem Legat Logane zu erreichen. Er wird hier unverzüglich gebraucht."


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Die beiden Verwalter stimmten ihm zu, als Julius sich dazu durchzuringen vermochte, etwas Gutes an dieser mehr als beschissenen Situation zu finden. Sein Cousin ging sogar so soweit, darin eine Chance zu sehen, die Terroristen aus ihren Löchern zu locken und dann endlich ein für alle mal auszurotten. Zustimmend nickend sah der Captain Aren an, der sich in diesem Moment deutlich härter zeigte, als er es bisher tat. Da war also der Kampfgeist der Familie Fourb, der seine Mitglieder vor allem dann befiel, wenn sie mit dem Rücken zur Wand und in einer dem Anschein nach ausweglosen Bredouille steckten. Julius kannte das aus seiner Zeit als gewöhnlicher Soldat, während seinem Studium an der Militärakademie und in Momenten, in denen er seine gesamte Familie gegen sich aufgebracht hat. Manchmal schien es so, als stünde das gesamte Universum gegen einem gegenpüber, doch genau angesichts dieser Lage musste man noch zehn mal härter zurückschlagen und arbeiten, als alle anderen, die sich gegen einen verschworen. Der Governor fand sich in einer genau solchen Situation wieder, in denen die Zeichen denkbar schlecht standen. Und doch bewahrte er kühlen Kopf und entwickelte einen unbedingten Willen, diese Krise zu meistern und all seine Gegner und Zweifler zu beirren. Fast schon stolz blickte der junge Offizier zu den imperialen Bannern am anderen Ende des Saales empor und spürte genauso wie sein Cousin den Willen, selbst aus dieser schrecklichen Sache einen totalen Erfolg zu formen. Herr von Berchem instruierte währenddessen seine Garde, seine Kinder zu evakuieren, eine kluge Entscheidung angesichts der akuten Gefahrenstufe. Trotzdem schien der Vize überrumpelt, zum einen von seiner plötzlichen Beförderung, zum anderen aufgrund der angespannten Lage.
Die Ankunft eines Teiles der Regierung kündigte sich an, doch Aren schien überraschend abwesend und beunruhigt. Fragend sah Julius zu ihm hinüber, dann zu von Berchem. Respektvoll verbeugten sich die Verwalter vor Aren, der ihnen daraufhin befahl, sich zu setzen, nur um sich nur wenige Augenblicke später zu entschuldigen und Julius das Ruder zu übergeben. Wirklich?

Etwas überrumpelt blickte der junge Offizier von gerade einmal 22 Jahren in die Runde von bisher nur drei Personen. Sie waren allesamt hohe Tiere der Verwaltung, vermutlich Ressortleiter wie Heirn Logane, von dem jede Spur fehlte. Julius musterte die Belegschaft kurz. Zwei ältere Menschen links von ihm, die längs des Tisches saßen, darunter ein Mann und eine Frau, die den imperialen Offizier erwartungsvoll ansahen und denen die Beunruhigung ins Gesicht geschrieben stand. Am liebsten hätte er die Augen gerollt und sie danach gefragt, weshalb sie dachten, dass sie hierher gebracht wurden. Sein Blick schwankte nach links, wo eine deutlich jüngere Frau saß, die ihm lächelnd zunickte. Scheinbar, um ihn in dieser mehr als ungewohnten Situation zu beruhigen oder etwas dergleichen. Ein netter Versuch, aber nicht nötig. Er war kein verdammtes Kind mehr, wahrscheinlich im selben Alter wie sie.
Julius fuhr sich durch die Haare und legte dann seine beiden Hände auf den Tisch.

"Nun..."

Begann er und sah, wie diese beiden älteren Herrschaften am Tisch ihn umso eindringlicher ansahen. Jetzt konnte Julius endgültig nicht mehr anders, als entnervt mit den Augen zu rollen und zu seufzen. Warum sahen diese Bürokraten ihn auch so dämlich an.

"Nun, neben mir sitzt Michael von Bechem...Berchem, der neue Vizegovernor von Borosk. Sein Vorgänger hat sich als verräterischer Hund entpuppt, weshalb wir die Ehre haben Herr von Berchem in unseren Reihen zu begrüßen. Oh, und ich bin Captain Julius Fourb, Befehlshaber der 66. Artillerie Kompanie der Sektorverteidigung Prefsbelt. Es freut mich, Sie kennen zu lernen."

Julius blickte in ungläubige Gesichter und hob fast schon gelangweilt die Augenbraue.

"Vermutlich fragen Sie sich, weshalb sie hier sind."

Die Gesichter wurden zusehends ungläubiger, abgesehen von dieser jungen Frau, die sich unterstehen musste, zu lachen. Julius sah sie darum bittend an, das zu lassen. Verdammt, er hasste diese Situation, denn es war ja nicht einmal so, als hätte er sich absichtlich so dumm angestellt. Julius hatte nur überhaupt keine Ahnung, die Krisensitzung einer planetaren Regierung einzuleiten. Mittlerweile trafen noch andere Mitglieder der Verwaltung ein und setzten sich alle nacheinander, ehe der Tisch langsam bis zum hinteren Ende hin besetzt war.

"Da mein Cousin...der Governor Aren Vayliuar sich für einen Moment entschuldigt hat, werde ich Sie jetzt über die Krisensituation instruieren. Es handelt sich um die Terroristen...-"

Plötzlich kam Aren zurück und setzte sich wieder. Kurz überlegte sich Julius, weiterzureden, aber er ließ es bleiben, als Aren sich erhob, was ihm alle gleich taten, auch der Offizier. Verdammt, das gerade eben war peinlich. Der Governor machte keine großen Umschweife und machte sich selbst daran, die Situation kurz und bündig zu erklären und seine Regierung auf den Kampf gegen die Terroristen zu beschwören. Der junge Captain nickte zustimmend und Aren befahl, einen Kommunikationskanal zu den örtlichen Kräften und der 66. Kompanie herzustellen. Außerdem befahl er, den Legaten Logane zu erreichen, wo zur Hölle dieser auch immer steckte. Hoffentlich nicht ein weiterer Verräter, schoss es Julius nur durch den Kopf. Es dauerte nicht lang, ehe das technische Personal die Verbindung hergestellt hat und der Captain mit einem Nicken befahl, ihn zu seinem LT durchzustellen.

"Statusbericht, LT. Haben Sie Sich bereits mit den örtlichen Sicherheitskräften verständigt? Haben sie die Züge schon in Bewegung gesetzt?"

"Positiv, Sir. Wir bewegen uns entlang des Stadtrandes, von wo aus die Bewegungen in die Stadt hinein vermutet werden. Genaue Bewegungen haben die örtlichen Sicherheitskräfte bislang noch nicht ausmachen können, doch gewähren sie Ihrer Kompanie mit zwei weitern Infanterie-Kompanien Unterstützung und Geleitschutz. Haben Sie weitere Befehle, Sir?"

Julius nickte zufrieden. Es war nicht davon auszugehen, dass sich die Terroristen in größeren Bewegungen ihren Weg durch das Wildland vor der Stadt bahnten. Sie würden so diskret wie möglich vorgehen und dabei würde sie die Kompanie und die Soldaten der planetaren Kräfte erheblich stören. Sobald sie sich zeigen oder gar einen Angriff starten, würden sie die Macht des Imperiums zu spüren bekommen.

"Bleiben Sie weiter auf der Route uns halten Sie sich an die Vorgaben der örtlichen Sicherheitskräfte. Und berichten Sie in regelmäßigen Abständen, LT."

Dann beendete Julius die Verbindung mit einem weiteren Nicken in Richtung der Angestellten und wartete darauf, was sein Cousin nun in die Wege leiten würde.

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Der Gouverneur meinte das sie diese Terroristen heute vielleicht ein für alle mal auslöschen könnten. Nachdem Michael einem seiner Gardisten Befehl erteilt hat ihn über den Status seiner Bediensteten und Kinder auf dem laufenden zu halten wirkte der Gouverneur etwas abwesend und Nervös, egal was ihn beschäftigt er musste es so schnell Klären wie möglich. Doch bevor der Gouverneur irgendetwas machen konnte kamen drei Ressortleiter herein, diese deuteten eine Verbeugung an und nahmen, nachdem Gouverneur Vayliuar ihnen deutete sich zu setzen, Platz. Nachdem diese sich gesetzt hatten sagte er dem Captain dass dieser alle kurz ins Bilde setzen soll. Kurz danach spürte eine Hand auf seiner Schulter, Michael drehte sich um, und sah in das Gesicht eines der Gardisten.

Sir der Bunker wird verriegelt. Normale Kommunikation ist ausgefallen.“

„Sehr gut, schalten sie auf die Interne.“

„Sehr wohl.“


Das die normale Kommunikation ausgefallen ist bestätigt das die Sicherheitssysteme funktionieren und aktiv sind, dadurch ist das Umschalten auf eine andere Frequenz nötig und damit das zugreifen auf fast schon veraltete Technik. Als der Gardisten zurücktrat fing Captain Fourb an die Krisensitzung zu eröffnen, naja es war mehr ein glatter Fehlschlag des Captains als eine saubere Einleitung. Nun man durfte aber auch nicht viel von einem ungeübte Frischling verlangen. Es war eh wahrscheinlich das dies seine erste Krisensitzung war. Michael musste schmunzeln als der Captain seinen Namen falsch Aussprach, es war nicht unüblich für Michael das sein Nachname manchmal falsch ausgesprochen wurde, darum kümmerter es ihm auch nicht. Allerdings war auch die Vorstellung wer er eigentlich war ziemlich holprig und für die junge Dame, links neben diesem Frischling, ziemlich belustigend. Als der Captain sich zu der Frau hin drehte und sie anschaute, räusperte sich Michael und schaute die junge Frau mahnende an. Soweit er wusste war sie für das Ressort der Wirtschaft verantwortlich. Michael Befürwortet zwar das die Frau in einer höheren Positionen war, dennoch war es ziemlich unangebracht, so gegenüber einem ziemlich jungen Offizier der wahrscheinlich noch nie in einer solchen Situationen war, sein Lachen zu unterdrücken. Anschließend fuhr der junge Mann Ford.

"Da mein Cousin...der Governor Aren Vayliuar sich für einen Moment entschuldigt hat, werde ich Sie jetzt über die Krisensituation instruieren. Es handelt sich um die Terroristen...-"

Jetzt musste Michael grinsen, und war nahe dran anzufangen zu lachen, nun das man einen Regierungschef stets siezt kannte der Captain wohl nicht, egal ob es der Cousin von jemanden war oder Bruder. Es war egal in welchem Verhältnis zueinander steht, besonders in der ansehenheit von anderen Regierungsvertretern wird kaum wer mit Vornamen angesprochen. Doch war das fortfahren von Captain Fourb umso besser und professioneller, dennoch wurde er von dem Gouverneur unterbrochen als dieser sich an den Tisch setzte. Gouverneur Vayliuar und Michael schauten kurz in die Runde, es waren zwei Plätze immer noch nicht besetzt, wer der Ressortleitern fehlte wusste Michael nicht, da er mit der Regierung von Borosk kaum bis gar nicht in Verbindung war. Doch bevor Gouverneur Vayliuar die Sitzung Richtung eröffnen konnte kam eine weitere Frau herein und setzte sich aneignen der letzten beiden Plätze. Trotz der Tatsache das sie einer Ressortleiter nicht mit seiner Anwesenheit beehrt entschloss sich Gouverneur Vayliuar die Sitzung zu eröffnen. Der Gouverneur stand auf, und winkte den anderen das sie sitzen bleiben sollen, er instruierte alle kurz in welcher Lage sie sich befinden. Anschließend setzte sich auch der Gouverneur hin und drückte auf eine Konsole welche sich vor ihm befand. Gouverneur Vayliuar befahl dem am anderen Ende der Verbindung sitzenden Soldaten eine Verbindung zu dem Leiter der Sicherheitskräfte von Borosk herzustellen und eine Verbindung zur 66. Artillerie Kompanie herzustellen, so wie Legat Logane mitzuteilen umgehend herzukommen da er dringend gebraucht wird. Die Kommunikation stellte prompt den ersten Offizier der 66. Artillerie Kompanie durch und Captain Fourb ergriff das Wort. Der Leutnant gab ihnen den aktuellen Status und wie sie suchten. Nachdem Captain Fourb befahl weiter zu machen und sich an die Vorgaben der Sicherheitskräfte zu halten beendete dieser die Verbindung zu seiner Kompanie. Michael beugte sich anschließend zu seinem Vorgesetzten Gouverneur Vayliuar.

Sir, soll ich ein paar Gardisten schicken um wenn auch immer aus der Stadt zu holen?“

Flüsterte er nur verständlich für den Gouverneur, Michael wusste, das dies ein äußerst Unprofessionelles verhalten war, sie konnten sich aber keinerlei Ablenkung leisten und wenn es um Familienmitglieder ging wusste Michael nur zu gut das man dann erst recht nicht mehr klar denken konnte.

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OP: Sry, ist ein Handy Post, wird nachbearbeitet (nachdem ich aus dem Urlaub zurück bin)
 
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Sein Cousin übernahm bei der Kontaktaufnahme mit dessen Kompanie das Ruder und ließ sich über den neuesten Stand Bericht erstatten. Diese schien die Lage ganz gut im Griff zu haben, zur Zeit zumindest. Die Zugänge zur Stadt wurden gut bewacht. Auch wenn man nicht von einer großen Streitmacht ausgehen konnte, war dies doch schonmal recht beruhigend. Es war gut zu wissen, dass die ersten, recht spontan gefällten Befehle, zurzeit noch Erfolg zeigten. Aren nickte, als Julius der Kompanie die Befehle gab, sich weiter bereit zu halten und in regelmäßigen Abständen Bericht zu erstatten. Jede noch so unwichtig erscheinende Kleinigkeit konnte in solch einer Situation von ungemeiner Bedeutung sein.
Er wollte sich gerade an den Vorsitzenden der Sicherheitskräfte wenden, als der neue Vizegouverneur sich, anscheinend im Vertrauen, zu ihm herüber lehnte. Flüsternd fragte dieser, ob er Gardisten schicken sollte, um wen auch immer aus der Stadt zu holen. Er hatte sich wohl seine Gedanken gemacht, warum Aren gerade verschwunden war. Eine gute Menschenkenntnis besaß der Mann wohl, wenn er so schnell hatte herausfinden können, weshalb Aren gerade den Raum verlassen hatte. Oder hatte er sich zu offensichtlich verhalten? Kurz warf er einen Blick durch den Raum, doch kein anderer der Anwesenden schien sich irgendwie anders zu verhalten.
Nun blickte Aren zu seinem Vertreter herüber. Sein Gesicht war fast schon emotionslos, zeigte nicht, was in seinem inneren vor sich ging. Aren mochte es nicht, wenn jemand ihn so durchschauen konnte. So war es auch nicht verwunderlich, dass seine Antwort ein wenig schroff ausfiel.


,,Nein danke. Wenn jemand die Hauptstadt verlassen sollte, habe ich mehr als genug eigene Leute, damit diese die Aufgabe ausführen. Konzentrieren sie sich lieber auf die momentane Situation; meine persönlichen Angelegenheiten habe ich auch persönlich im Blick."

Aren warf seinen Blick wieder nach vorne. Er hasste es fast schon, wenn man auch nur teilweise in sein Privat- und Gefühlsleben blicken konnte. Dies waren seine Sachen und vor allem in solchen Situationen war er nicht bereit, diese mit einem fast vollkommen Fremden zu teilen. Aber war er vielleicht doch ein wenig zu hart mit dieser eigentlich nur freundlich gemeinten Hilfe umgegangen? Naja, der Mann saß in der Imperialen Verwaltung, wenn er mit so etwas nicht umgehen konnte, war er hier mehr als falsch.

Nun wollte Aren auch den neuesten Stand der lokalen Sicherheitskräfte erfahren. Auf der anderen Seite der Leitung befand sich ein gewisser Direktor Oliver Kessel, jemand, mit dem Aren bisher noch nicht all zu oft in Kontakt getreten war.

,,Direktor Kessel, wie ist der aktuelle Stand, gibt es bereits verdächtige Aktivitäten?"

Die Stimme des Direktors klang angespannt, wenn auch nicht hektisch. Die letzten Anschläge vor nicht all zu langer Zeit hatten ihn wohl in gewisser Weise abgehärtet, was solcherlei Situationen anging.

,,Gar nichts, Herr Gouverneur. Wir haben selbstverständlich alles genauestens im Blick. Die Anzahl der Patrouillen wurde erhöht und auch die Aktivitäten unserer Videoüberwachung haben wir ins Äußerste gesteigert. Zur Zeit befinden wir uns auch in Kontakt mit einem Lt. der 66. Kompanie, wie sie aber bestimmt wissen. Aber, wie bereits gesagt, bisher noch keinerlei verdächtige Aktivität."

Aren runzelte angespannt die Stirn. Irgendwas war da doch nicht normal.

,,Sehr gut. Bleiben sie weiterhin über alle Maße Wachsam und sorgen sie nach Möglichkeit dafür Notfalllager mit einigen Sanitätern für den Extremfall einzurichten, wenn dafür keine Aktivitäten an anderer Stelle reduziert werden müssen."

Aren beendete die Verbindung und wandte sich wieder an den Kommunikationsoffizier.

,,Gibt es bereits Hinweise auf Legat Loganes Verbleib?"

,,Noch nichts genaues, Sir. Es deutet einiges darauf hin, dass er sich nach wie vor in der Hauptstadt aufhält, doch das ist nicht gesichert. Es lässt sich auf jeden Fall keine Verbindung zu ihm aufbauen."

Aren nickte nachdenklich.

,,Danke, Versuchen Sie es weiter."

Was war da los. Logane wurde hier mehr als dringend gebraucht, warum um Himmels Willen ließ er sich nicht erreichen? Lag es an einem einfach Defekt in der Verbindung, was schon fatal genug in dieser Situation war, oder war da doch noch mehr dahinter? Aren wollte sich darüber gar keine Gedanken machen, er hoffte noch immer, das gleich die Stimme des Legaten erklang, der seine Lage erklärte.

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/// Borosk /// Festung Eisenwand /// Hauptsaal /// Captain Julius Fourb, Governor Aren Vayliuar, Michael von Berchem, Köpfe der Verwaltung, Wachen (NPCs), Gardisten (NPCs), Angestellte (NPCs)

Gedankenversunken saß Julius still neben dem Governor und bekam nur am Rande mit, wie sein Cousin irgendetwas mit Michael von Berchem besprach. Die beiden Männer sprachen leise miteinander, sodass niemand der Anwesenden es mitbekommen konnte, einzig und allein der imperiale Offizier saß nah genug an den beiden, um zu lauschen. Allerdings lagen seine Gedanken gänzlich anderswo. Besser gesagt, fokussierte er sie, um all seine Gedanken schnell zu sammeln und zu sortieren, eine Gabe, die in psychologische Gutachten sein militärisches Genie begründete. Er fing an, die gesamte sicherheitspolitische Lage auf Borosk zu überdenken, dann all die Ereignisse seit seiner Ankunft. Sein Treffen mit Legat Logane, der Hinterhalt, in den seine Truppen gelockt wurden. Ihr erfolgreiches Manöver und die Rückkunft Arens. Ganz egal, wie er die Sache mit seinem analytischen Denkens anging, es lief immer wieder auf unbefriedigende Optionen hinaus. Vor allem im Anbetracht der jetzigen Situation, in der von dem Ressortleiter der inneren Sicherheit Logane jede Spur fehlte. Entweder steckte er in verdammten Schwierigkeiten oder er war der Urheber ebenjener. Zwei Möglichkeiten die förmlich auf der Hand lagen.

Genauso schlecht sah es um den Bericht seines ersten Offiziers aus. Hätten die Terroristen tatsächlich einen verheerenden Angriff auf Borosk City für diesen Tag geplant, so hätten signifikante feindliche Bewegungen beobachtet werden müssen. Julius wusste um die Effizienz des imperialen Überwachungsapparats und dass sich eine paramilitärische Gruppierung, die über eine solche Stärke verfügte, um eine imperiale Hauptstadt zu attackieren, wohl kaum diesem entziehen konnte. Als sein Cousin fortfuhr und Kontakt zum örtlichen Militär aufnahm, lieferte dies genauso unbefriedigende Antworten. Obwohl der Direktor beteuerte, dass sie alles bestens im Blick hatten, war nichts zu erkennne. Rein gar nichts. Der Governor reagierte besonnen und gab den Befehl, Lazarette und Notfalllager mit Sanitätern für den Extremfall einzurichten, was in jedem Fall unabdingbar war. Selbst wenn es diesem Pack gelingen sollte, sie auszumanövrieren und den Angriff auf die Hauptstadt zu bewerkstelligen, so mussten sie in jedem Fall den Schaden begrenzen. Jedes Leben würde dem Kommando der Sektorverteidigung einen Grund mehr liefern, im erhöhten Maße Präsenz auf Borosk zu zeigen und das konnte der junge Fourb gar nicht gebrauchen, der den militärischen Erfolg auf eigene Faust erreichen wollte. Dann traf ihn plötzlich eine Erkenntnis, die ihn beinahe von seinem bequemen Sitz geworfen hätte. Er riss sich zusammen, um abzuwarten, bis Aren zu Ende gesprochen hatte und konnte dann nicht mehr damit zurückstecken, seine schreckliche Vermutung zu äußern.

"Entschuldigen Sie...doch irgendwie habe ich den Eindruck, dass wir irgendetwas übersehen haben. Würden die Terroristen zeitnah einen großen Angriff auf die Stadt planen, so müssten deren Bewegungen doch irgendwie vernehmbar sein. Sie können schließlich nicht wissen, dass wir bereits in Alarmbereitschaft versetzt sind und es handelt sich bei denen um keine verdammten Geister. Sie müssen viele sein...viele genug, um diesen Angriff auf eine Hauptstadt überhaupt bewerkstelligen zu können. Selbst wenn in der Innenstadt nur eine Hand voll von denen hinter verfluchten Gebüschen lauern, so müssten sie genügend Guerillakämpfer außerhalb der Stadt in Stellung bringen, um das Eindringen unserer Soldaten verzögern. Alles andere wäre vom militärisch-taktischen Standpunkt aus betrachtet höchst unlogisch."

Der junge Captain sah kurz in die Runde und das zustimmende Nicken und Gemurmel der Anwesenden beunruhigte ihn nur weiter. So gern er es auch hatte, recht in einer Sache zu haben, so sehr hoffte er, sich in dieser Sache zu irren. Er warf einen strengen Blick in die Runde und brachte die Regierungsmitglieder zumindest kurzzeitig zur Ruhe, ehe er fortfuhr. Dabei versuchte er, seine Beunruhigung zu überspielen und seinen gewohnten gelangweilt-ruhigen Blick aufzusetzen.

"Meine Damen und Herren...Governor; ich halte es für möglich, dass wir in eine Falle getreten sind. Eine Falle, die unsere Aufmerksamkeit auf die Hauptstadt lenken soll, damit der Angriff an einer anderen Stelle umso gravierender stattfinden. Welche Städte kommen hierfür noch in Frage? Sie sollten schnellstmöglich damit beginnen, die Sicherheitsvorkehrungen in allen anderen bedrohten Städten zu erhöhen. Diese verdammten Schweinehunde dürften mit diesem billigen Trick nicht triumphieren!"

Die Faust des Captains donnerte auf den Tisch, womit seine gespielte Gelassenheit auf der Stelle in Schall und Rauch verpuffte. Sein Puls raste und seine Augen funkelten angesichts dessen, was er gerade ausgesprochen hatte. Es lag schlichtweg alles daran, diesen Anschlag zu verhindern, wo auch immer dieser stattfinden sollte. Anderenfalls waren sie alle, wie sie hier saßen, geliefert. Und zwar ausnahmslos.

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[Borosk-System| Borosk | Borosk City | Yacht des Gouverneurs] Michael von Berchem, Captain Julius Fourb, Gouverneur Aren Vayliuar, Regierung außer Legat Logane, Gardisten (NPCs) , Wachen (NPCs)

Bevor der Gouverneur Michael antwortete schaute sich dieser in dem Raum um, um sich anschließend wieder Michael zuzuwenden und im nicht gerade höflich zu sagen das seine Probleme seine sein und er das selber geregelt bekommt. Michael setzte sich nach dieser Antwort zurück und musste etwas grinsen, ihn erinnerte das daran das ein Berater von seinem Vater genauso reagiert hatte als ein anschlag stattfinden sollte, allerdings hat es der Mann danach bereut was dem Gouverneur hoffentlich nicht passieren wird. Wie dem auch sei sie hatten gerade andere Probleme. Der Gouverneur wand sich ab und fing an mit dem Diensthabende Offizier der Sicherheitskräfte von Borosk zu sprechen. Dieser meinte das sie alles unter Kontrolle haben und das es keine besonderen Vorkommnisse gab, auch wenn das fast unmöglich ist wenn die Terroristen einen Angriff auf die Hauptstadt von Borosk planten. Die Frage von dem Gouverneur nach dem Status von legaten Logane musste der Kommunikationsoffizier allerdings wieder als unbekannt melden, naja es wird vermutet das sich der Legat in der Stadt aufhalten soll. Der Gouverneur gab die Order weiter zu versuchen ihn zu erreichen und beendete die Verbindung. Michael schaute zu dem Captain welcher gerade ansetzte zu reden, dieser äußerte die Vermutung das nicht die Hauptstadt das Ziel sei sondern eine andere. Des weiteren äußerte dieser das sie in eine Falle getappt sein, Michael entfuhr ein leises „Scheiße.“ als ihm der Gedanke kam das es vielleicht, durch ihre Zeitverschwendung bei der Hauptstadt, tausende Opfer eines anschlages an einer andere stelle gab. Michael schloss die Augen und massierte mit seiner rechten Hand etwas seine Stirn um sich besser zu konzentrieren, doch diese konzentration unterbrach der Captain indem er seine Faust auf den Tisch donnerte. Michael schreckte auf und griff aus Reflex an seinen Gürtel wo eigentlich eine Blasterpistole hing. Michael nahm die Hand allerdings wieder von dem Gürtel und führte sie an seinen Hals. Er nahm die Kette welche er um den Hals trug und atmete durch. Der Captain hatte ihm einen ziemlichen Schrecken eingejagt.

„Captain sie haben recht das es auch andere Städte treffen kann dennoch würde ich vorschlagen das wir hier nicht mit zu viel Elan an die Sache heran gehen sollten. Hart durchgreifen würde ich persönlich zwar auch befürworten dennoch sind das auch Menschen. Bedenken Sie das diese Menschen für eine gute Sache stehen, auch wenn sie das leider nicht richtig angehen und dadurch sich selbst verraten haben. Der Tot ist nicht immer richtig und garantiert nicht die richtige Lösung um jemanden aufzuhalten der eine Meinung vertritt die garnicht mal so falsch ist, allerdings ist die Art falsch wie sie ihre Meinung vertreten. Möchte das Imperium der Galaxie nicht Frieden und Ordnung bringen? Und nicht Tot und Verderben, aus diesem Grund schlage ich vor sie gefangen zu nehmen und sie zu inhaftieren.“

Es nachdem er das gesagt hatte sah sich Michael schon wie er selbst vom ISB verhört wird. Es war klar das der Captain diese Terroristen vernichten wollte, es ist aber nicht richtig dafür das Leben anderer Konsequent auszulöschen. Michael wusste das er einiges von der Ideologie von den Jedi vertrat, wofür er von manch einem nicht wirklich gemocht wird. Dennoch wusste das es keinen Frieden gab wenn man sinnlos einfach Menschen tötete. Gewalt war nie der richtige Weg, selbst bei Terroristen war es nicht der richtige Weg. Michael drehte sich kurz um und schaute die beiden Gardisten an welche im Hintergrund, im Auftrag von Michael, immer wieder den neusten stand von den anderen Gardisten und den Söhnen von Michael erfragten. Einer der Gardisten bemerkte das Michael zu ihnen guckte und zeigte den Daumen nach oben, als Zeichen das alles okay ist. Michael nickte kurz und drehte sich wieder um, anschließend lehnte er sich erneut zu seinem neuen Vorgesetzten, Gouverneur Vayliuar.

“Sir, wenn es keine der anderen vermuteten zielen ist was sollen wir dann machen? Die können ja nicht einfach hier den Haupteingang in die Luft jagen.”

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