Weltraum (Imperium)

Weltraum (Imperium)-Im Hyperraum nach Ziost -Auf der Yacht von Lord Sturn-Audienzzimmer- mit Janus

Thatawaya gab sich alle Mühe, die Denkweise ihres Meisters nachzuvollziehen und in manchen Bahnen schien sie das gut hinzubekommen. In anderen Fällen jedoch, konnte sie seine Intentionen nicht ganz verstehen. Er freute sich auf das Licht der Erkenntnis in den Augen seiner Feinde, kurz bevor diese starben? Wozu? Die Lebewesen, die sie tötete, starben nicht zu ihrem Vergnügen. Sie starben, weil sie die ihr Zugehörigen bedrohten. Oder einfach, weil sie hunger hatte. Die Ausdrücke in den Gesichtern der intelligenteren Lebewesen waren fast ausschliesslich von Überraschung geprägt. Die anderen zu meist Furcht oder Angst. Was halt ein Beutetier in dem Moment empfand, wenn es seinen Zweck erfüllte. Aber Thatawaya hatte nie darüber nachgedacht und war dem entsprechend nicht auf das Thema sensibilisiert.

"Ich glaube, ich möchte über die Empfindungen meiner Beute im Moment ihres Todes nicht nachdenken. Das ist ihr Ding, nicht meines und in dem Moment, in dem sie sterben, spielt es doch eh keine Rolle mehr. Wenn sie tot sind, können sie sich über ihren Fehler ja nicht mehr ärgern und ob die paar Sekunden es wirklich wert sind?"

Was würde sie selbst denken,wenn jemand sie töten würde? Sie war schon in ein paar kritischen Situationen gewesen, aber zu verlieren war nie eine Option. Selbst die Womp-Ratte hätte sie warscheinlich einfach getötet. Thatawaya war klein, hatte einen zierlichen Körperbau und es war klar, dass sie körperlich nicht viel einstecken konnte. Ihre Stärke lag in Beweglichkeit, Schnelligkeit und Einfallsreichtum. Wenn das nicht mehr reichte, wäre der Kampf schnell vorbei und Thatawaya würde sterben. Das sie noch nicht tot war, war eigentlich ein Wunder, wenn man an die Schussverletzung und den Crash gegen die Wand in den Katakomben dachte. Aber hier stand sie. Nach wie vor. Sie hatte wohl Glück gehabt da.

Ob Glück beim Resultat ihrer ersten Übung auch eine Rolle gespielt hatte, war Thatawaya nicht ganz klar. Die Zeit der Vor-Arbeit bis zum Resultat schloss Glück eigentlich aus. Das allein aus ihrer Vorstellung so etwas passiert war, sprach aber für eine gehörige Portion Glück. Auch wenn die Richtung ihres Wirkens eine andere gewesen war, als der Sith verlangt hatte. Und erneut war das Glück ihr hold, als er sie für ihren "Erfolg" lobte. Etwas verdattert neigte sie den Kopf dankend, ehe der Sith ausholte und ihr erzählte, dass sie mit ihrer Macht die Galaxie formen könnte. So , wie sie es wollte.

"Könnt ihr tatsächlich die Galaxie verändern?"

fragte sie erstaunt. Grössenordnungen wie diese einzuschätzen, war im Moment noch unmöglich für die Fosh. Ihre Welt wuchs gerade noch. Von einem Container zu einem Lagerraum, von einem Gebäude zu einer Stadt. Von einem Planeten zu einem anderen Himmelskörper. Jetzt wuchs sie zu einem weiteren Teil an und zu der Möglichkeit, ein komplett anderes Sonnensystem zu besuchen. Von der Möglichkeit, solche Reisen selbst zu planen und durchzuführen, war sie gedanklich noch ganz weit weg. Geschweige denn von dem Gedanken, auch nur einen dieser Orte nennenswert zu verändern.

Während sie noch darüber nachdachte, erhob sich der Teller in die Höhe, drehte sich um sich selbst. Doch dann erzitterte der Teller, bekam Risse und ein Knirschen war zu hören, welches Thatawaya erneut die Federn aufstellte. Schliesslich knallte es und der Teller zerbrach in viele kleine Stücke. Thatawaya fiel flach auf den Boden, um den Splittern auszuweichen. Ihr Meister hatte das nicht nötig und setzte unbeeindruckt seine Ansprache fort.
Erst als sie sich sicher war, das von den Bruchstücken des Tellers keine Gefahr ausging , sah sie ihren Meister wieder an.

"Verzeiht meine Frage, aber: Was habt ihr davon, alles kaputt zu machen? Mir kommt es so vor, als wärt ihr hauptsächlich auf Zerstörung aus. Wenn alles zerbrochen ist, steht am Ende auch ihr vor... einem oder mehreren Trümmerhaufen. Trümmerhaufen, die vielleicht zwischen euch und denen liegen, die ihr beherrscht. "

Thatawaya würde jene, die nicht ihrem Plan folgten, einfach da lassen, wo sie möglichst keinen Schaden anrichteten. Auch dumme Lebewesen wurden gebraucht. Zur Not als Futter.

"Wäre es nicht sinnvoller, ressourcenschonender vorzugehen? Zum Beispiel, indem man jene, die sich nicht freiwillig fügen, glauben lässt, dass sie frei wären? Man könnte einen einzigen der Ihren nutzen, um die anderen dazu zu bringen, unserem Willen zu folgen."

Den Eindruck von vorhandener Freiheit vermitteln, ohne diese tatsächlich zu gewähren. Ein Spiel, für das ER keine Verwendung gehabt hatte. Er hatte sich nie die Mühe gemacht, ihr das Gefühl zu geben mehr zu sein, als ein Werkzeug, mit dem er seine Ziele erreichen konnte. Allerdings gab es wahrscheinlich nicht genug Container, um jedes Lebewesen der Galaxie darin einzusperren. Zumindest hoffte sie es.

Als nächstes traten einige seltsame Gestalten ein und brachten jene todbringenden Zylinder, die sie bisher nur einmal in Aktion gesehen hatte. In jenem Kampf, in dem Darth Draconis ihrem Peiniger das Leben gestohlen hatte. Erleichterung hatte sie damals empfunden. Nicht die Spur von Gefühlen wie Mitleid oder entsetzen, sondern nur die Freude darüber, das ER keine Rolle mehr spielen würde. Diese Waffe jetzt selbst in der Hand zu halten, war... ungewohnt und Thatawaya war sich nicht ganz sicher, wie sie darüber empfinden sollte. Vorsichtig, drehte sie Waffe und betrachtete sie von allen Seiten. Sie wusste nichts über diese Waffen, hatte sie bisher jedoch nur bei einigen Höherrangigen im Sith-Orden gesehen. In verschiedenen Ausrichtungen. Lange, kürzere. Gebogene, solche mit Auslegern oder soetwas wie Dolchen daran. Dieses hier war schlicht, mit lediglich einem Knopf, auf den man drauf drücken konnte. Quasi idiotensicher. Die Fosh betätigte den Knopf und die Klinge sprang zischend aus dem Zylinder heraus. Ein feines vibrieren ging in ihre Hände über und Thatawaya beobachtete die Empfindung einen Moment, ehe ihr Blick wieder zu dem Sith huschte.

"Ich habe gesehen, wie jemand diese Waffe geführt hat. Auch wenn mein Peiniger nicht durch diese Waffe gestorben ist, wurde doch klar, wie gefährlich sie ist. "

Erneut sah sie die Klinge an. Sie kämpfte sonst vornehmlich mit den längeren Krallen ihrer Beine. Auch deswegen, weil die unteren Extremitäten sichtbar kräftiger waren als ihre dürren Ärmchen. Ein Ergebnis der Evolution ihrer Spezies, das nicht unbedingt positiv war. Ein Kräftemessen wie zwischen Darth Draconis und IHM würde sie niemals gewinnen. Und Lord Sturn würde sie wahrscheinlich ebenso vor sich herschieben können, ohne nennenswert viel Widerstand zu spüren. Allein vom Körpergewicht rechnete Thatawaya sich aus, das ihr Meister das drei- bis vierfache ihres eigenen Gewichts in den Ring brachte. Und da war jahrelanges Training noch nicht eingerechnet. Sie musste eine andere Strategie fahren. Den Schlägen ausweichen und auf eine Gelegenheit warten, totbringend zuzuschlagen. Wie sie auch gegen die Wompratte gekämpft hatte. Energiesparend, lauernd, zu schnell, um getroffen zu werden. Sie musterte ihren Meister, versuchte abzuschätzen, wie schnell er war. Er war nicht so massiv wie Lord Nergal. Also könnte Schnelligkeit durchaus auch eine seine Stärken sein. Die meisten Lebewesen machten fehlende Körperkraft durch Schnelligkeit wett.

"Dem letzten Humanoiden, den ich getötet habe, habe ich meine Kralle ins Herz gebohrt."

erklärte sie nüchtern und klackerte mit der entsprechenden Kralle an ihrem Fuss auf den Boden.

"Einem anderen hab ich die Augen ausgepickt...aber dafür brauch ich diese Waffe nicht. Ich werde meine Angriffstechniken wohl etwas umstellen müssen."

Das war vielleicht riskant, hatte sich ihre "Masche" doch schon recht gut bewährt. Allerdings waren ihre Gegner nie ebenfalls mit Lichtschwertern bewaffnet gewesen. Geschweige denn, das sie die Macht hätten nutzen können. Sie hatte früher nie darüber nachgedacht, dass sie mal gegen gesegnete Wesen würde antreten müssen. Nun, da sie eine Schülerin dieses Kultes war, blieb ihr nichts anderes übrig, als sich mit dem Gedanken zu befassen. Und sie war ihrem Meister dankbar, dass er es so früh auf den Plan gesetzt hatte. So hatte sie mehr Zeit, ihren Weg zu finden.

"Ich nehme an, ihr seid ein Meister dieser Klinge, ja? "

fragte sie und der Federkamm auf ihrem Kopf färbte sich fröhlich grün. Es gab sicher Wesen, die praktisch nur für diese Klingen lebten. Lord Nergal gehörte mit Sicherheit zu ihnen. Bei Darth Draconis hätte sie eher dagegen gewettet. Erneut musterte sie ihren Meister. Seine athletische Statur liess sie vermuten, dass auch er diese Waffe irgendwie liebte und eher schnell mal eine Konfrontation suchte. Aber da konnte sie sich durchaus auch irren.

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Eine Schülerin auszubilden war eine stimulierende Erfahrung. Ein Meister ohne Schüler war Meister von nichts, Herr über nichts. Und so, trotz aller Risiken und Gefahren, musste es immer zwei geben: Einen Meister und einen Schüler. Aus den Feuern von Verrat und Betrug war diese Erkenntnis zustande gekommen, hatten sich die Sith zu einer Gemeinschaft zusammen gefunden. Nur ein Imperator thronte über allem, aber seine Gefolgsleute waren Legion. Ihre vereinten Kräften machten sie stärker und erlaubten es ihnen, sich über den Pöbel zu erheben. Aber auch, wenn sie gewisse Ansichten und Ambitionen vereinten, waren sie doch keine Sklaven, keine Marionetten, die sich für die lächerlichen Ideale eines Rates aufzuopfern hatten. Ein schmales Lächeln zupfte an den Mundwinkeln des Grafen, ein deutliches Zeichen, dass er die Unterhaltung mit Thatawaya genoss. Die Fosh war intellektuell durchaus formidabel aufgestellt und scheute sich nicht davor, ihre Meinung zu äußern – selbst, wenn sie sich im Widerspruch zu den Lehren ihres Meisters zu befinden schienen. Thatawaya betonte, dass ihr die Empfindungen und Gedanken ihrer Opfer, ihrer Beute, ausnehmend gleichgültig waren. Für seine Schülerin zählte nur ihr eigenes Überleben, ihr Bestehen in einer lebensfeindlichen Galaxis. Janus reagierte mit einem höflichen Lächeln, legte die Fingerspitzen aneinander und nickte bedächtig, seine Stimme aalglatt, sonor und kultiviert.

„Interessant. Eine pragmatische Einstellung, die Euch gut zu Gesicht steht. Es ist wichtig, bei allem Vergnügen angesichts des Verscheidens eines Widersachers nicht zu vergessen, dass Gewalt kein Selbstzweck ist, sondern ein Mittel, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.“


Mittel zum Zweck, das war der Schlüssel. Jede Tat, jede Handlung, diente einer höheren Sache. Wobei sich der elegante Aristokrat gewisse Vergnügen nicht verweigerte. Schließlich galt es, Macht zu einem gewissen Grad auch zu genießen, und die asketische Freudlosigkeit der Jedi reizte den Halb-Echani nun wirklich nicht im Geringsten. Sie waren so furchtbar...grau in ihrer Existenz. Per se mächtig genug, alles zu haben, aber zu schwach, um es sich zu nehmen. Aber dies war ihr Verlust und sein Gewinn. Das Lächeln des Dunklen Lords wuchs in die Breite, als Thatawaya erstaunt nachhakte, ob er wirklich in der Lage war, die Galaxis zu verändern. Janus ballte eine Faust, als würde er im wahrsten Sinne des Wortes die Existenz ergreifen, und ein Funkeln erhellte seine Augen.


„Ja. So, wie alles Leben durch die Macht verbunden ist, ist auch in der Galaxis alles verknüpft. Was auf einer Welt passiert, hat Auswirkungen auf einer anderen, wie eine Welle, die sich ausbreitet. Wir Sith haben dies erkannt. Versteht dies: Zuerst erlangt man Macht über sich selbst. Dann über einen anderen. Dann eine Gruppe. Einen Kult, eine Armee. Eine Welt. Ein System. Ein Reich. Und schlussendlich...die Galaxis selbst.“


Selbst die Galaxis musste nicht das Ende aller Ambitionen bedeuten. Die Gesamtheit der Existenz, sogar der Sieg über den Tod, waren Ziele, die es anzustreben galt, um die eigene Herrschaft für alle Ewigkeit zu sichern. Aber ein Sieg nach dem anderen – noch galt es, andere Schlachten zu schlagen. Alles hatte seine Zeit. Alles seinen Platz. Offenbar hatte seine Demonstration mit dem zerschmetterten Teller einigen Eindruck erzielt, mit aufgestellten Federn hatte sich Thatawaya fallen lassen, und als sich die Fosh wieder aufrappelte, hatte sie einige Anmerkungen. Seine Schülerin stellte Vermutungen an, dass Vernichtung und Zerstörung seine primären Ziele wären, und brachte eine Alternative ins Spiel. Subtileres Vorgehen, die Illusion von Freiheit und Entscheidungen, eine Symbolfigur, deren Fäden man lenkte. Janus honorierte diese klugen Gedanken mit einem anerkennenden Nicken und bedeute seiner Schülerin, sich wieder zu setzen.


„Ausgezeichnet. Ihr irrt, wenn Ihr glaubt, dass Zerstörung mein Ziel ist. Es ist ein Mittel zum Zweck, und dieser Zweck ist Kontrolle. Herrschaft. Herrschaft, so habt Ihr richtig erkannt, kann viele Formen annehmen. Offene Unterwerfung, oder die feineren, eleganteren Methoden, wie Ihr sie benannt haben. Tatsächlich favorisiere ich letztere. Jedes Werkzeug hat seine passende Verwendung, und ein guter Handwerker kümmert sich um seine Werkzeuge.“


So viel zur Theorie. Nun war der Moment gekommen, ganz praktische Unterweisungen zu geben. Janus erhob sich elegant und verneigte sich förmlich gegenüber Thatawaya. Er ließ der Fosh einige Momente, um sich mit ihrem Lichtschwert vertraut zu machen, und seine Schülerin berichtete, dass sie schon einmal gesehen hatte, wie jemand durch eine solche Waffe getötet worden war, und der Graf nickte knapp. Seine Schülerin fuhr fort und erläuterte, dass sie zuletzt ihren Körper und dessen natürliche Waffen benutzt hatte, um zu töten, und als sie sich bereit machte, die Übung zu beginnen, färbten sich ihre Federn erwartungsvoll. Janus reagierte auf ihre Frage mit einem charmanten Lächeln, aktivierte seine Klinge und führte sie in einer eleganten, flüssigen Bewegung in einem formellen Gruß vor sein Gesicht – so, wie die Etikette es verlangten. Geschickt und sparsam, mit den grazilen Bewegungen eines geschulten Fechters, begann der blasse Fastmensch, seine Gegnerin zu umkreisen, seine grünen Augen aufmerksam und lauernd, sein Gesichtsausdruck ruhig und entspannt.


„In der Tat. Klingen zu führen war für mich bereits vor meiner Ankunft im Orden eine Selbstverständlichkeit. Aber das Lichtschwert ist eine besondere Waffe. Es verlangt besondere Aufmerksamkeit und Hingabe. Und es gibt verschiedene Herangehensweisen, es zu führen. Stile. Meiner ist der zweite Stil, auch Makashi genannt, der Weg des Ysalamir. Elegant. Präzise. Flüssig. Achtet gut darauf. Ich werde es Euch demonstrieren. Unter meiner Anweisung werdet Ihr jeden Stil kennen lernen und ihn mit Euren eigenen Erfahrungen und Vorlieben kombinieren.“


Ohne eine Vorwarnung wagte Janus einen kurzen Ausfall, ein rascher Schritt, ein gezielter Stich, dann der Rückzug, um zu einem Konter zu verleiten. Noch passte der Graf Tempo und Aggressivität der Unerfahrenheit seiner Gegnerin an, aber das würde sich ändern. Das Leben verzieh weder Zögern noch Schwächen. Und auch er tat das nicht.


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Hyperraum nach Ziost - Schiff: Dark Destiny - Kayn

Die Augen verschlossen, die Beine verkreuzt vor sich und der Kopf hing irgendwie so an ihm herab. Und war eingefroren. Die Gliedmaßen waren unter der Kälte völlig verkühlt und mittlerweile tiefblau und steif. Unter normalen Umständen wäre der Borosk längst nicht mehr am Leben gewesen. Einzig und allein die Macht hielt ihn am Leben. Kayn hatte seine Fühler vollständig mit ihr verbunden. Voller Zorn hielt er die unsichtbare Kraft in Ketten, um sein tiefstes Inneres vor dem Kältetod zu schützen. Seine Gedanken kreisten nun nicht mehr um den Tod seiner Meisterin. Diese Gefühle halfen ihm, die Verbindung herzustellen, doch der allgemeine Zorn, den er nun bewusst nutzte, um die Schutzblase aufrechtzuerhalten hatte sich verselbstständigt.

Mit flachen Atemzügen hielt er die tödliche Belastung mit letzten Kräften fern von sich. Tief versunken in seinen Gedanken, in Hass und Feuer, körperlich am Ende jeglicher Kräfte, öffnete sich die Luke schließlich direkt vor seinen Augen.

Es dauerte einige Momente, bis sein Körper zu irgendeiner Bewegung in der Lage war. Und als er damit realisierte, dass er nun wieder die Chance hatte es der Sith Exekutorin heimzuzahlen kehrte Vitalität in seinen Körper zurück, die ihm beim Aufstehen half. Doch bevor er es schaffte aufzustehen erhielt er eine Nachricht ... per Empfindung. Die Macht seiner Meisterin war bemerkenswert.

“Steh auf, du Narr! Begebe dich zum Medidroiden und nach deiner Behandlung sämtlicher Blessuren und Schwächen, erwarte ich dich im Cockpit.”

Ihre Macht überflügelte die Seine um Welten. Sein Hass auf sie musste vorerst ein Quell der Stärke bleiben, ein Nährboden. Doch er würde die Schmach nicht vergessen, die sie ihm beibrachte. Heilung. Ja. Das war dringend notwendig. Im Schneckentempo und ohne überhaupt erahnen zu können, wie er auf die mentale Botschaft reagieren konnte, schleppte er sich qualvoll in die Krankenstation, um sich einige Stunden von einem Medi-Droiden in einen Bacta Tank verfrachten zu lassen. Den vielzähligen Alarmsignalen nach zu urteilen, war der Schüler grenzwertig verletzt, was ihn aber nicht weiter kümmerte. Noch immer floss die Verderbtheit durch seine Adern und nährte seinen Körper weiter. Dann wurde es dunkel. Und als wäre nur ein einziger Moment vergangen, erwachte er aus dem Heilungsprozess, riss seine Augen auf, fühlte sich wie neugeboren. Sofort reagierten die Diener auf die vernichtenden Blicke des Borosk und leiteten die Abflussprozedur ein.

Gewaschen und frisch gekleidet begab er sich dann im schlichten, schwarzen Dress wieder zu Kira. Ihre Konturen im Cockpit wahrzunehmen erfüllte den Schüler erneut mit Zorn. Die grausame Sith-Lady hatte wirklich bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen. Wortlos war er an ihre Seite zurückgekehrt. Kam ihr bewusst unpassend nah. Dann war der Borosk doch etwas verblüfft, als die Meisterin einen Erklärversuch unternahm und um sein Verständnis warb. Er ließ sich nicht den Hauch einer Reaktion anmerken für gefühlt unendliche Momente, fixierte nur ihre Augen, nährte erneut seinen Zorn. Tief im Inneren war er natürlich im Klaren darüber, dass ihre Methoden es waren, die sein Potenzial zu entfesseln begannen. Dass die Notwendigkeit der Konfrontation mit wahren Qualen ein zwingender Schritt war, um sich Kiras würdig zu erweisen und wahrscheinlich auch die Mission nicht nur zu überleben, sondern sie auch mitzugestalten. Doch sein Stolz und sein Hochmut ließen nicht zu, dass er ihr dankbar unterwürfig die Ehre gab. Kühl und mit einem dementsprechend kalten Lächeln, in dem er sich auf die Unterlippe biss antwortete er Kira.

"Selbstverständlich, Herrin." dann quittierte er abermals. "Ich fühle mich mächtig und habe weiterhin nicht vor, eure Zeit zu verschwenden ... wenn ihr mich denn lasst."

Wieder diese Frage, die so lächerlich offen war, dass man alles darauf hätte antworten können. Und alles wäre aus Sith Sicht richtig gewesen. Doch offenbar wollte sie auf etwas spezielles hinaus.

Doch noch bevor es zu einer Antwort kommen sollte, hielt sie ihm ein Glas hin. Das offensichtlich nicht mit dem gefüllt war, was es zu sein schien. Mit vielsagendem Blick unterstrich seine Meisterin, dass sein Eindruck ihn nicht trügte. Wieder entflammte der Konflikt in ihm. Er würde offensichtlicherweise in ein offenes Messer laufen. Sich erneut ihren Qualen aussetzen, doch im Grunde gab es überhaupt keine andere Möglichkeit. Er zögerte nicht. Die gelben Augen der Exekutorin fixierend nahm er das Glas an sich und trank es komplett aus. Noch bevor der letzte Tropfen seinen Mund erreicht hatte, bemerkte er wie die Flüssigkeit seinen Organismus vergiftete.

Doch Kayn war vorbereitet. Die Verbindung mit der Macht war nach wie vor stark, er hatte sie nicht verloren. Er spürte wie die schädliche Substanz durch seinen Blutkreislauf floss. Schweißausbrüche waren die Folge, unter hoher Anstrengung gelang es ihm vorerst, die Stoffe am Eindringen in sein Fleisch zu hindern.

Wieder antwortete er sachlich und kühl, aber angestrengt.

"Die Jedi sind schwach und verblendet, sie verstecken sich hinter ihrem Kodex, der die Galaxis verbessern soll, sind die selbsternannten Retter der Schwachen, denen sie eine Stimme geben. Erbärmlich." holte er aus. "Sie greifen in natürliche Gesetzmäßigkeiten ein, das Recht des Stärkeren, das eines Sith. Der sich nimmt, was ihm zusteht. Die Galaxis nach seinem Gutdünken formt." Seine Antwort war ideologisch. Und wieder konnte sie falsch sein. Nachdem er ihr geantwortet hatte sickerte die Substanz unweigerlich in seinen Organismus ein. Er wusste, dass er es nicht verhindern konnte, doch er konnte es so lange verzögern, bis er ihr die schuldige Antwort bieten konnte.

Kayn fiel in den freien Sessel, als wäre die Schwerkraft um das 100fache erhöht wurden. Ein heftiger Kampf begann, er realisierte, dass er jetzt keinen Fehler machen durfte. Nicht nachlassen durfte. Es würde seinen Tod bedeuten. Die Umgebung um ihn herum verschwamm, als würde er nach einem Halt greifen, langte er in einem Gefühlsausbruch gemischt aus Zorn und Verwirrung mit der Macht nach einem Gegenstand der am Ende des Cockpits in der Ecke stand und schleuderte ihn quer durch den kleinen Raum. Seine Hände gruben sich mit hoher Kraft in die Armlehnen, welche sich im Zuge dessen deformierten. Sein ganzer Körper bebte und wehrte sich gegen den Einfluss der Substanz.

Minutenlang konnte seine Meisterin ihrem Sadismus frönen, bevor etwas unerwartetes passierte. Kayn richtete sich auf, in seinen Augen dominierte das Weiß, er schaute Kira direkt an. "Die Jedi ... sind schwach. Wider der Natur der Macht." Und als wären da keine Drogen, kein Einfluss mehr, war er bereit für die nächste Aufgabe, die sicher unmittelbar auf den Fuß folgen würde.

Hyperraum nach Ziost - Schiff: Dark Destiny - Kira, Kayn
 
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Thatawaya hatte bisher nicht viel Zeit gehabt, um Mitleid für ihre Beute zu empfinden. Jede Auseinandersetzung , an die sie sich erinnern konnte, hätte bei einem Versagen ihren Tod bedeutet. Das Gesetz des Überlebens des Stärkeren, oder- in ihrem Fall- des schnelleren, galt überall. Zum Pech jener, die sich dessen nicht bewusst waren. Nun, vielleicht musste Thatawaya Ihm deswegen dankbar sein. Denn sich durchsetzen zu müssen, um zu überleben, war die einzige Realität, die sie kannte.

Der Sith schien ihre Einstellung gut zu finden, auch wenn Thatawaya sich nicht sicher war, ob man so ein grundlegendes Element gut oder schlecht finden sollte. Es war einfach so, fertig.

"Mir ist egal, ob ihr Spass daran habt, jemanden sterben zu sehen. Solang ich die Leber haben darf."

Ihr Federkam nahm jenen knallgrünen Farbton an, der ihre Form eines Grinsens darstellte. Thatawaya konnte mit ihrem Schnabel diese menschliche Geste nicht nachahmen, ohne auszusehen als würde sie gerade verdursten

Auf ihre Frage hin, ob er die Galaxie selbst verändern könnte, schien der Sith erneut zu wachsen. Vielleicht war es aber auch nur sein Ego. Aber er erläuterte den Weg, den man gehen müsse, um an diesen Punkt zu kommen. Die Hürden, die man nehmen musste, um schlussendlich die Galaxie verändern zu können. Und so, wie er es sagte, klang es absolut logisch und natürlich.

"Ist denn nur Sith diese Form von Kontrolle vorenthalten? Gibt es nicht sehr viele Lebewesen, die Versuchen die Macht über die ganze Galaxie zu erlangen? "

Auch wenn die Aufzählung des Sith nach einem Spaziergang klang, zweifelte Thatawaya stark daran, dass es derart einfach war. Von der Konkurenz in den Reihen der Sith mal ganz abgesehen. Zumindest schien sie sich darin geirrt zu haben, das der Sith einfach nur alles zerlegen wollte. Auch er schien unnötige Zerstörung vermeiden zu wollen, lehnte sie aber auch nicht ab. Thatawaya dachte darüber nach und musterte den Sith abermals. Natürlich. Mit einer Statur wie der seinen war es kein Problem, durchaus auch Gewalt zu seinen Werkzeugen zu zählen. Wahrscheinlich spielte auch das eine Rolle. Thatawaya musste sich eher... Helfer suchen, die diesen Part für sie übernehmen konnten.

"Habt ihr viele solcher Werkzeuge?"

Wieviele Lebewesen musste man beherrschen, um so ein mächtiges Wesen zu werden wie der Sith vor ihr.

Und seine Macht endete nicht bei der Herrschaft über andere. Auch seine Waffe führte er mit einer Präzision, die seinen Wunsch nach der Beherrschung von allen Aspekten widerspiegelte. Er umkreiste sie, als wäre sie seine Beute. Ein Zustand, der ihr garnicht gefiel.

Sie selbst nahm wieder eine gebückte Haltung ein, ihr Hals zwischen die halb ausgebreiteten Arme eingezogen, um ihn zu schützen. Ihre scharfen Krallen klackerten unwillkürlich auf den Boden. Eine Warnung, sich das mit dem Angriff doch noch einmal anders zu überlegen. Ihr Verstand wiederholte gebetsmühlenartig, dass das hier nicht ernst war, wohingegen ihr Instinkt einfach eine Bedrohung erkannte und übernehmen wollte. Ihr Überleben sichern wollte. Den Mann vor ihr zu Boden bringen wollte, bevor er sich überhaupt eine Taktik ausdenken konnte, mit der er sie überwältigen konnte.

Plötzlich bewegte der Sith seine Klinge auf sie zu. Die erste Antwort, die ihr dazu in den Sinn kam, war Abstand zu gewinnen. Er war ein Stecher, wie es aussah. Thatawaya hatte bei den anderen Lebewesen im Lagerraum bereits entsprechende Erfahrungen sammeln können. Dort war ein Tier gewesen, welches einen giftigen Stachel im Schwanz gehabt hatte. Thatawaya hatte beobachtet, wie schnell ein anderes Tier an einem Stich zu Grunde gegangen war. Sie hatte einen Plan.

Die Fosh rannte los. Schnelligkeit war ihre Stärke, und die nutze sie aus. Zunächst flitzte sie um den Sith herum, dann in Richtung seiner Schätze. Sie war klein und flink und konnte sich zwischen den Säulen besser bewegen als er. Sein Lichtschwert wäre dort mehr ein Hindernis als ein Hilfsmittel. Zumindest wenn er seine übrigen Wertsachen nicht ebenso zerstören wollte wie den Teller zuvor. Thatawaya hoffte, dass die Säulen ihn soweit ausbremsen würden, dass sie ihn halbwegs sicher von der Seite oder von hinten würde angreifen können.

Im Ernstfall hätte sie zu nächst seine Beine angreifen, um ihn weiter auszubremsen oder ihn sogar auf die Knie und damit auf ihre Augenhöhe zu bringen. Aber da das hier nicht ernst war, konnte sie diesen Schritt nicht machen. Die Waffe in ihrer Hand... Tja...Aktuell nutzlos. Vielleicht schaffte sie es ja, dem Sith damit noch mehr Bewegungsfreiraum zu nehmen, wenn er eh schon begrenzt war. Klinge gegen Klinge würde ihr nichts bringen. Dafür fehlte ihr die Kraft. Aber vielleicht ergab sich die Möglichkeit, die Klinge so zu positionieren, dass sie ihn bedrohte, ohne das er die Möglichkeit hatte, seine Klinge dazwischen zu bringen? Sie musste auf den richtigen Moment warten. Wie immer.

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Pragmatismus. Jene so ungemein wertvolle und doch so rar gesäte Eigenschaft, die es einem Lebewesen erlaubte, die Dinge so zu sehen, wie sie waren, und die angemessenen Schritte zu unternehmen, um sie zu dem zu machen, was sie sein sollten. Ein jeder konnte zornig seine Faust gen Himmel recken und ob der vermeintlichen Ungerechtigkeit der Galaxis klagen, aber es verlangte nach Weisheit, Zielstrebigkeit und Disziplin, daran etwas zu ändern. Janus präsentierte ein schmales, wissendes Lächeln angesichts der Worte seiner Schülerin. Thatawaya bekundete energisch, dass es ihr Sadismus gleichgültig war, ihre gesicherte Ernährung, ihr Anteil an der Beute aber nicht. Die Fosh, deren Federkamm sich in zu einem amüsierten Grün gefärbt hatte, war eine Jägerin, und eine geborene Jägerin noch dazu. Ihr Verstand konnte sich im Bezug auf Schärfe mit ihren Krallen denken, und der elegant gekleidete Aristokrat, dem sie nun diente, konnte sich gut vorstellen, dass sie als nützliches Gegengewicht zu seinen hochfliegenden Plänen fungieren konnte. Es war erbaulich, seine Ambitionen und Bestrebungen mit einem Lebewesen teilen zu können, das vielleicht in schnörkellosen und direkten Bahnen denken mochte, aber keineswegs dumm war. Eine solche Mentalität war hilfreich, daran hatte Janus keine Zweifel – jedenfalls in einem Diener. Der Dunkle Lord schnippte demonstrativ mit den Fingern und ließ seine Tasse Tee zu sich schweben, das duftende Heißgetränk, dessen Kräuter selten genug waren, um einen exorbitanten Preis zu rechtfertigen, fand seinen Weg in die schlanken Finger und glatten Hände des Fastmenschen.


„Ein jeder erhält, was er einer gleichgültigen Galaxis Kraft seines Verstandes und seines Willens abringen kann. Und behält es, wenn er es gegen jene zu verteidigen mag, die es ihm stehlen möchte. So verhält es sich mit Thronen, so verhält es sich mit Lebern.“


Janus trank einen langsamen Schluck und genoss den Geschmack, der sich in seinem Mund entfaltete, während er seiner Schülerin Zeit ließ, über das Gesagte nachzudenken, ihre eigenen Schlüsse zu ziehen und Fragen zu stellen oder Ansichten zu äußern. Es gab keinen Zweifel an der Hierarchie in diesem Raum, aber der selbstbeherrschte Sith sah aus eben jenem Grund seine Stellung nicht dadurch bedroht, dass er Thatawaya zu Initiative und Kreativität anregte. Ein jedes Werkzeug hatte seinen Zweck, doch stumpfe Steine, um Schädel einzuschlagen, besaß er bereits im Übermaß. Für die Fosh sah er vielmehr die Rolle eines Dolches vor – verborgen in der Dunkelheit und mit einem Lächeln in den Rücken eines nichtsahnenden Feindes gerammt. Das gefiederte Wesen wünschte, zu wissen, ob auch andere Gruppierungen nach Macht strebten und dabei die selben Möglichkeiten zur Kontrolle wie die Sith hatten. Janus nickte bedächtig, als er sich zurücklehnte und die Fingerspitzen aneinander legte, seine ruhige, sonore Stimme gewürzt mit dem leichten, kultiviertem Akzent seiner Heimatwelt Taris.


„Viele in unserem Orden glauben, dass das Schicksal der Galaxis auf einen einzigen Konflikt heruntergebrochen werden kann. Dunkelheit gegen Licht. Sith gegen Jedi. Ihre gewöhnlichen Armeen – Imperium und Republik – Marionetten im großen Spiel. Sie haben Recht. Und sie haben Unrecht. Die Jedi sind in der Tat unsere gefährlichsten Rivalen. Sie gebieten über Kräfte, die unseren teilweise gefährlich nahekommen, und ihre Ziele stehen den unseren unversöhnlich gegenüber. In diesem titanischen Ringen kann es nur einen Sieger geben. Aber die Jedi sind nicht unsere einzigen Konkurrenten und Feinde. Die Macht mag der Weg zu mannigfaltigen Methoden zur Kontrolle sein, aber sie nicht der einzige Weg. Ideologie. Gier. Hass. Neid. Ehrgeiz. Liebe. Geld. Das sind Triebfedern, die das Handeln intelligenter Lebewesen bestimmen, und man braucht nicht die Macht, um sie meisterhaft einzusetzen. Die Verbrechersyndikate der Hutten und der Black Sun gebieten über gewaltigen Einfluss, auf vielen Welten ist ihr Wort Gesetz, obwohl sie sich in den Schatten verbergen. Und gegen die Stärke einer ganzen Flotte oder eines Heeres können nur die mächtigsten unserer Art bestehen – auch die gewöhnlichen Lebewesen verfügen über Macht, durch Technologie, Feuerkraft, Organisation, Disziplin und Motivation. Auch sie gilt es, zu lenken – und wenn nötig zu zerschmettern.“


Janus mochte von großem Selbstbewusstsein, vielleicht sogar von Arroganz und Größenwahn gepackt sein, doch war der Blick des Dunklen Lords scharf genug, um zu wissen, dass selbst das prächtigste Raubtier von einer Horde Aasfresser bezwungen und selbst der größte König von einem zahlenmäßig starken Pöbel von seinem Thron gestürzt werden konnte. Seine Möglichkeiten waren gewaltig, aber nicht endlos – er konnte nicht überall gleichzeitig sein, nicht alles wissen, nicht alles beeinflussen. Noch nicht. Die Zeit seines Aufstiegs würde kommen, eine Zeit, in der alles eins unter seinem Willen sein würde. Doch bis dahin waren Helfer von Nöten. Werkzeuge, die seine Ambitionen verwirklichten, seine Feinde bekämpften und entzweiten und ihre Pläne und Geheimnisse enthüllten. Thatawayas Überlegungen gingen offenkundig genau in jene Richtung, und so konnte er ihre Frage mit einem höflichen Nicken beantworten, seine grünen Augen schimmerten in goldenem Glanz, als er demonstrativ die Arme ausbreitete.


„Sie sind Legion. Ein jeder mit einem Zweck. Krieger. Wächter. Attentäter. Spione. Gelehrte. Experten. Helfer. Lebewesen mit Einfluss in Verwaltung, Militär und Wirtschaft. Sie sind die Pyramide, auf deren Spitze der Glanz meines Ruhms leuchtet, und im Gegenzug für ihre treuen Dienste werden sie belohnt mit dem, wonach es ihnen verlangt. Mein Aufstieg ist ihr Aufstieg. Mein Triumph ihr Triumph. Und wenn die Zeit gekommen ist, werden sie die Ersten sein und in meinem Namen über die Massen herrschen, ein jeder König seines kleinen Reiches. Aber immer werde ich an der Spitze stehen, denn das ist der Preis, den ich einer nach Ordnung schreienden Galaxis abringen werden. Die unerträgliche Leere auf dem Thron der Realität wird enden.“


Der Dunkle Lord ballte eine Faust und erhob sich feierlich, jeder Funken seines Daseins das Abbild eines Herrschers. Mehr als das eines Königs oder Imperators, weit mehr. Er war die Larve eines Gottes, eines allmächtigen Wesens, das nach Anbetung und Hingabe verlangte, die Gläubigen belohnte und die Ketzer bestrafte. Dunkelheit sog sich um den schlanken, athletischen Körper von Janus zusammen und hüllte ihn in Finsternis von dieser Welt und darüber hinaus, seine Aura erfüllt von erdrückender Herrlichkeit und Stärke. Janus lächelte, als er nach seinem Lichtschwert griff, die eigens für Duelle Klinge gegen Klinge gedachte Waffe erwachte mit einem Zischen zu rot glühendem Leben und tauchte sein Gesicht in ein unheimliches Licht, als er seine Schülerin förmlich grüßte und in Ausgangsstellung ging, seine Haltung effektiv darauf bedacht, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, um mit der ruhigen, lauernden Selbstverständlichkeit eines Meisters begann er, Thatawaya zu umkreisen. Die Fosh ging eine geduckte Haltung und ihre Krallen schabten über den Boden, und Janus lächelte. Lächelte und stach zu, ein schneller, präziser Ausfall, eine Hand am Griff, die andere hinter dem Rücken, mörderisch schnell und von tödlicher Eleganz. Seine Schülerin reagierte rasch und wich dem Angriff im letzten Augenblick aus, wieselflink huschte das gefiederte Wesen zurück, bewegte sich seitwärts um Janus herum und dann von ihm weg. Der Dunkle Lord ließ sie gewähren, hielt sie aber immer wieder mit prüfenden Attacken auf Trab, um ein Gefühl für ihre Möglichkeiten zu bekommen und die Grundlagen zu vermitteln, die für den Kampf mit dem Lichtschwert so wichtig waren. Thatawaya agierte klug und nutzte ihre Stärken, die kleine, agile Fosh bewegte sich zwischen die Säulen des Raumes, nutzte sie als Deckung und vertraute offenbar darauf, dass ihr Meister wohl kaum die Inneneinrichtung demolieren würde, um an sie heran zu kommen, während sie auf eine Chance lauerte.

Janus honorierte ihre Bemühungen mit einer respektvollen Geste seines Lichtschwerts, die Spitze in ihre Richtung, und er folgte ihr ruhigen Schrittes, blieb jedoch sowohl außerhalb seiner Reichweite als auch der ihren, als er die Szenerie betrachtete.


„Wählt ein Schlachtfeld, das Euren Stärken entgegenkommt und im Idealfall die Schwächen des Feindes ausnutzt. Ist das gegenwärtige Schlachtfeld nicht geeignet, sucht ein neues. Diktiert das Geschehen, nehmt das Heft des Handelns in die Hand. Weise, Thatawaya. Sehr weise. Ihr seid schnell und klein, ein schwieriges Ziel, gerade für Humanoiden. Nutzt dies. Verlasst Euch nicht auf Standardmanöver, sondern macht aus Eurer Besonderheit einen Vorteil. Seid unorthodox. Unvorhersehbar.“


Der Sith unterstrich seine Worte, indem er näher kam und sich bewusst als Ziel präsentierte, zum Angriff einlud. Ein Meister des Makashi ließ sich von beengten Räumen und Hindernissen nicht aus dem Konzept bringen, aber Janus demonstrierte gegenüber Thatawaya, dass dieses Vorgehen gegen einen anderen Feind als ihn durchaus erfolgreich sein konnte. Der geschickte Fastmensch wich erst im letzten Augenblick aus, signalisierte, wo eine Attacke gegen einen schwächeren Gegner getroffen hätte, und lenkte eher ab, als dass er blockte. Rohe kinetische Energie war für andere Stile. Immer wieder unternahm er Konter, um zu zeigen, dass sich die Fosh nicht darauf verlassen konnte, dass er oder ein anderer Gegner Rücksicht nahm, manches Mal zischte seine Klinge nur wenige Zentimeter an Objekten von unschätzbarem Wert vorbei. Janus ließ die Übung eine ganze Weile auf diese Weise ablaufen, vermittelte Grundlagen, zeigte Möglichkeiten auf, lobte gutes Vorgehen und tadelte Fehler – nicht, ohne Alternativen vorzuschlagen und kluge Ansätze zu honorieren. Die Ausbildung einer Schülerin war eine Kunst, ein delikater Prozess, der Finesse verlangte, nicht stumpfes Zerbrechen. Als er das Gefühl hatte, dass die wichtigsten Prozesse vermittelt worden waren, griff Janus erneut an, zog sich zurück – und deaktivierte beiläufig sein Lichtschwert. Noch während dies geschah, hob er seine freie Hand, deutete auf Thatawaya, und eine unsichtbare Faust schloss sich eisern um ihre Kehle, als die Fosh in die Höhe gehoben wurde. Mit entnervender Gelassenheit und Ruhe kam Janus auf sie zu und verschränkte die Arme hinter dem Rücken, während seine Schülerin weiterhin packte.


„Das Lichtschwert ist eine Waffe in Eurem Arsenal. Nicht die einzige. Verlasst Euch niemals nur auf dieses eine Mittel oder glaubt, dass Euer Feind darauf beschränkt ist. Ich könnte Euch in diesem Moment zerquetschen, ohne Euch auch nur anzusehen. Ich könnte Blitze schleudern, die Euch bei lebendigem Leibe verbrennen. Oder ich entscheide mich, die Zurückhaltung aufzugeben und lege diesen Raum mit meiner Klinge in Schutt und Asche, nur, um Euch zu töten. Aus Pragmatismus. Oder weil mir danach ist. Vergesst diese Lektion niemals, meine Schülerin. Jeder Kampf ist tödlich. Jeder. Bei manchen erkennt man es jedoch erst, wenn es zu spät. Nun...eine Pause?“


Mit einem aalglatten, höflichen Lächeln auf den Lippen klatschte Janus in die Hände und ließ Thatawaya frei, seine Stimmlage wechselte von ernst in Kürze zu entspannt und generös. Der Dunkle Lord ließ seiner Schülerin ein wenig Zeit, um sich zu erholen, und setzte die Übungen dann dort, bis seine Yacht endlich das System erreichte, in dem Ziost lag. Eine öde, kalte, lebensfeindliche Welt, gehüllt in Finsternis materieller und spiritueller Art. Als sein Schiff aus dem Hyperraum fiel, hatte sich Janus ins Cockpit begeben und Thatawaya eingeladen, ihn zu begleiten. Während die gräuliche Kugel im Sichtfenster größer und größer wurde, streckte Janus seine Machtsinne aus und die Jünger bedienten die Sensoren seines Schiffes, konnten aber nichts entdecken. Ihr Meister fühlte ein Prickeln, ein schwaches Echo, eine Welle in einem Meer aus Dunkelheit. Fern. Klein. Vertraut...war sie bereits hier? Es gab nur einen Weg, es heraus zu finden. Der Graf gab Anweisung, sein Schiff in der Nähe eine der wenigen Strukturen auf dem Planeten landen zu lassen, und als sich die Ausstiegsrampe senkte und seine Leibwächter hinaus eilten, um die Landezone zu sichern, drückte er kurz in einer beinah väterlichen Geste Thatawayas Schulter und begab sich hinaus, hinaus in die karge Landschaft, die schwarzen Schatten der Zitadelle das einzige Zeichen, das hier einst eine Zivilisation existiert hatte. Janus machte keine Anstalten, seine Aura zu verbergen, im Gegenteil. Sollte seine alte Meisterin bereits hier sein, würde sie ihn spüren. Und wenn nicht...Ein trockenes Lächeln zupfte an den Mundwinkeln des Dunklen Lords, als er Thatawaya zunickte.


„Könnt Ihr es spüren? Die Dunkle Seite ist stark an diesem Ort. Der Boden getränkt von Finsternis – hier fanden schon viele Sklaven der Hellen Seite ihr Grab. Weitere werden folgen. Ich habe eine Aufgabe für Euch. Werdet klein. Im Geist wie im Körper. Werdet eins mit den Schatten in der Realität und in der Macht. Ihr existiert nicht. Nicht hier. Nicht dort. Folgt mir auf diese Weise und wir werden sehen, ob man Euch bemerkt...“


Janus nickte knapp und gab ein Zeichen, und prompt formten seine Leibwächter mit militärischer Präzision eine schützende Formation um ihn, als er sich vorwärts bewegte. Bloße Theatralik – war hier etwas stark genug, eine Bedrohung für ihn zu sein, so würden die Jünger kaum mehr sein als eine kleine Ablenkung. Aber manchmal genügte das. Manchmal genügte das vollkommen.


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Die orangenen Augen des Sith starrten ruhig ohne genaues Ziel direkt vor sich hin. Zion ging durch die Gänge der ‚
Iron Atlas‘ und war mit seinen Gedanken bei der Besprechung von Major General Tochiki welche vor zwei Tagen stattgefunden hatte.

In dieser wurde der Angriffsplan auf
Galantos und auf das primäres Ziel Gal'fian'deprisi, die Hauptstadt von Galantos, besprochen. Der Codename für die Hauptstadt erhielt den Namen ‚Blutranke‘, was den Schwierigkeitsrang dieser Mission unterstrich. Die vier Phasen, welche den Angriff unterteilten, wurden haargenau angesprochen und angezeigt.
Letztendlich war das Ziel des Angriffs und der Phase 4 die vollkommende Sicherung der Hauptstadt, des Palastes und die Festsetzung hochrangiger Yevethaner, wie Teiles des hiesigen Oberkommandos.
Die jeweiligen Einheiten wurden für die einzelnen Phasen ausgewählt und zugeteilt. So, dass jeder wusste, wann er was zu tun hatte. Die Sith, unter der Führung von Zion waren direkt, auf Wunsch von Zion selbst, in der 1. Phase eingeteilt wurden und führten den ersten Teil der Belagerung mit des
118ten und einem kleinen Teil der Rebellenstreitmacht durch.
Parallel sollten Spezialkräfte beider Fraktionen Vorbereitungen treffen, dass die gesamte Belagerungsstreitmacht vor ‚Blutranke‘ landen konnte.

In Zions Kopf schwirrte genau dieser kleine Teil der Rebellenstreitmacht herum. Dieser bestand aus Unterstützungseinheiten, hauptsächlich Sanitätern und Feldärzten. Da sich darauf geeinigt wurde, dass die Führung des Sanitätskorps die Rebellen innehaben sollten.
Für Zion war jedoch das schlimmste an dieser Sache, dass die Führung des Sanitätstrupps der Rebellen eine
Jedi (Leela Kaveri) ausübte.
Für den Sith-Executor war es fast schon eine innere Pein gewesen, dass er nicht direkt die Jedi unter den Militärs entdeckte und ausmachen konnte. Woran es lag, konnte Zion nicht ausmachen, entweder war sie eine Meisterin in Verbergen der Präsenz oder sie hatte von Haus aus eine schwache Aura und war mit der Macht nicht stark verbunden. Vielleicht hatte er sich auch zu sehr auf die Berichte der Dienste verlassen und hatte nicht damit gerechnet, dass der Jedi Orden eine der ihren nach
Galantos schickte. Was auch immer der Grund war für diesen Fehler rügte er sich selber und versprach sich, dass so ein Mangel nicht erneut auftreten würde.
Zion hatte während der Besprechung die Jedi selten aus den Augen gelassen und versuchte aus ihrer Mimik oder Gestik etwas über die wahren Beweggründe ihres Daseins herauszufinden. Angeblich sollte sie im Feldlazarett dienen und unterstützen. Jedoch kannte er die Hinterlist der Jedi und wusste, dass diese immer darauf auswahren, dem Imperium zu schaden, egal was es war. Doch wusste Zion bis zum heutigen Tag nicht, was ihre verborgenen Absichten waren.

Als sich die Schleuse zum Haupthangar der
‚Iron Atlas’ öffnete, lenkte Zion seine Gedanken wieder in das hier und jetzt. Sie waren bereits im Hyperraum nach Galantos und würden in wenigen Stunden in das System eindringen. Ab diesen Zeitpunkt muss jeder Schritt perfekt abgestimmt sein und präzise ausgeführt werden.
Zion betrat in Begleitung von fünf weiteren Sith den Hangar und blieb einen Augenblick nach der Schleuse stehen. Direkt hinter ihm flankierten ihn
Darth Apesa und die Messius Geschwister, Sonea und Auxillius. Hinter diesen befanden sich die rangniedrigsten Sith Agatosh und Nelia, die Schülerin von Darth Apesa.
Die restlichen acht Sith hatten sich in die übrigen Hangars aufgemacht und sich auf die jeweiligen Regimenter verteilt.

Der Blick des Sith, welcher gerade noch leer und ohne Ziel vor sich her stierte, war nun fokussiert und analysierte das vor ihm ablaufende Spektakel. Jegliche imperialen Soldaten der Phase 1 waren hier versammelt. Es herrschte immer noch ein reges Treiben von grau und weiß uniformierten Soldaten, welche von ihren Unteroffizieren und Offizieren zu mehr Eile angetrieben wurden. Dadurch wurden die Bewegungen zwischen den Landungsbooten und den jeweiligen Bereichen der Teileinheiten nicht gemindert und Zion hatte das Bild eines Blaubeinbienenstocks im Kopf.

Mit einem Hauch von einem Lächeln begab sich Zion mit seinen Begleitern zu ihrem Bereich und den Landungsbooten. Zwei Landungsschiffe der Sentinel-Klasse standen bereit und wurden bereits von Soldaten des 1
18. Imperialen Panzerregiments beladen und einsatzfähig gemacht. Mit wenigen Worten wand sich der Sith-Extinktor an seine Sith.

„Teilt euch auf eure Schiffe auf. Sonea und Agatosh bleiben mir. Darth Apesa übernimmt den zweiten Trupp. Lagert alles ein, was wir benötigen. Wenn ihr fertig seid, sammeln wir uns wieder hier.“

Mit einem stummen Nicken machten sich die 5 Sith an die Arbeit. Zion hingegen machte sich auf die Suche nach
Lieutenant Colonel Valarian Kalldyr.



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Hyperraum von Freji nach Utos - Truppentransporterverband EKDY "Iron Atlas" - Gänge

Als sich die aus den fünf Sith bestehende Gruppe auf den Gängen zusammenfand, schenkte Darth Apesas' Schülerin den in voller Montur und Bewaffnung bereitstehendem Agatosh ein anerkennendes Nicken. Der Hüne, der keine Miene verzog, erkannte in der jungen Frau schon seit ihrem ersten Aufeinandertreffen Auffälligkeiten und Schwächen. Sie schien offenbar zu glauben, dass Agatosh und sie etwas verband, das über ihren Status als Sith und ihre gemeinsamen Missionsziele hinausging. Weshalb sonst hatte sie unter all den anderen Schülern ausgerechnet Agatosh erwählt, um das Gros des Trainings unter den Schülern mit ihm zu absolvieren? Vielleicht handelte sie nach Anweisung ihrer Meisterin, um einen besseren Zugang zu Darth Zion zu erhalten, der im Zirkel einen mächtige Position genoss. Ein Zeichen der Schwäche. Oder ein anderer Beweggrund trieb sie an, der unter Umständen bereits gen Zukunft blickte und darauf abzielte, sich den gefährlichsten und mächtigsten unter den Sith-Schülern des Zirkels als Verbündeten zu sichern. Ein weiteres Zeichen der Schwäche, vor allem aus Sicht eines überzeugten Einzelgängers wie Agatosh. Der Chiss starrte ausdruckslos vor sich hin, als sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg machte. Seine einzige Loyalität galt dem Hammer von Bastion, wie er seinem zu seinem allgemeinen Auftreten an diesem Tag passend finsteren Gedanken innerlich festlegte. Und er würde sich davor hüten, sich als Opfer von Manipulationen vor seinem Herren zu blamieren.

Seit seiner Unterweisung hatte Agatosh die dunkle Aura um sich herum aufrechterhalten. Inzwischen war die verzehrende Finsternis in Leib und Seele des blauen Berges übergegangen, was solcherlei Gedankenspiele sicherlich bekräftigte. Die Finsternis fügte ihm unlängst keine Schmerzen mehr hinzu, sobald sie ihn zu korrumpieren begann, nein im Gegenteil. Er fühlte sich stattdessen mehr als wohl, wenn er darin eingehüllt war und seine Umgebung es voll und ganz spüren konnte. Übertroffen wurde dies nur von seinem Durst danach, seine neu gewonnen dunklen Kräfte im Kampf zu erproben. Der Blutdurst des Hünen war in den letzten Stunden vor Beginn der Operation demnach noch weiter angewachsen. Die Bestie in ihm war erwacht und wartete auf das Blutvergießen. Wer oder was sollte sie jetzt noch aufhalten?

Im Hangar angekommen sinnierte der Hammer von Bastion für einen Augenblick, ehe er weitere Anweisungen gab. Die fünf Sith teilten sich hiernach auf die einzelnen Landungsschiffe auf und gemeinsam mit Sonea folgte der in seinem Kapuzenumhang eingehüllte Chiss Darth Zion.

Hyperraum von Freji nach Utos - Truppentransporterverband EKDY "Iron Atlas" - Hangar - Agatosh, Darth Zion, Sonea, weitere Sith
 
[Hyperraum von Freji nach Utos | Truppentransporterverband EKDY "Iron Atlas" | Hangar ] - Valarian Kalldyr, Kyle Vanutur, Major Tigeris

Die letzten Tage waren geprägt gewesen von emsigen Vorbereitungen. Seit der Lagebesprechung vor zwei Tagen unter Major General Gaeriel Tochiki herrschte stetig eine gewisse Anspannung vor. Das, was sie erwartete, würde nicht einfach werden, dies stand außer Frage und war von seinem Vorgesetzten auf der Lagebesprechung nochmals mehr als deutlich gemacht. Doch hieß das nicht, dass Valarian in irgendeiner Art und Weise in Sorge verfiel. Er kannte das Spiel und er war sich seiner Fähigkeiten bewusst. Natürlich würden sie die kommenden Tage nicht ohne Opfer überstehen können, doch auch dies gehörte zum Leben eines Soldaten dazu und Valarian war sich recht sicher, dass er sich selbst wieder lebend vom Schlachtfeld schaffen können würde. Dies war ihm bisher immer gelungen und es war doch auch ein gewisser Luxus in diesem Punkt, von den schützenden Wänden eines Panzers umgeben zu sein. Seine Zuversicht hatte sich nochmals gesteigert, als er gesehen hatte, wer ihn begleiten würde. Darth Zion, der Hammer von Bastion, frisch geehrter Held des Imperiums. Er selbst war auch auf Bastion gewesen, auf Einladung eines alten Freundes, welcher sich nun der Politik widmete. Es hatte schon etwas eindrucksvolles gehabt, dies ließ sich nicht bestreiten. Zu wissen, dass dieser Mann mit seinen Handlangern ihm den Rücken decken würde, ließ vollends sämtlichen Anflug von Sorge verfliegen. Die letzten Tage waren zudem von Valarian mehr als gut genutzt worden. Seine Truppe war in einer vorbildlichen Verfassung, Soldaten wie militärisches Gerät, wozu Valarian wohl ein großer Verdienst zugeschrieben werden musste. Und er selbst hatte sich in Gesprächen mit Sergeant Vanutur auch sehr ausführlich auf das vorbereitet, was ihn in der kommenden Zeit auf Galantos erwarten würde, wer seine Gegner waren, wie sie sich verhielten, was sie ausmachte. Abhandlungen und Berichte waren mit Sicherheit hilfreich, doch das persönliche Gespräch mit einem Soldaten, welcher vor Ort gewesen war und der nach Valarian Sicht auf die Dinge einen klaren und unverblümten Blick besaß und diesen auch genau so klar und unverblümt ausdrücken konnte, dies war ein Vorteil, welcher nur schwer zu übertreffen war.

Valarian befand sich nun wieder in Begleitung des Sergeants, sowie seiner rechten Hand Major Tigeris, der wie ein leuchtender Schatten mit seiner Gold getönten Haut hinter im aufleuchtete. Valarian trug seine Uniform, welche perfekt saß und frisch gereinigt worden war. Noch konnte er auf solche Dinge wertlegen. Sie blickten von einer etwas erhobenen Ebene über die Truppen, welche in einer gewissen Hektik, einer Ordnung folgend, die nur eingeweihte verstehen konnten, sich bereit machten für die kommenden Tage. Landungsschiffe wurden beladen, Befehle umhergebrüllt, Ausrüstung von A nach B transportiert. Valarian versuchte, dabei so wenig wie möglich im Wege zu stehen, weshalb er sich etwas außerhalb positioniert hatte, wo er aber doch das Spektakel gut im Blick hatte. Seine Leute wussten Bescheid, was sie wie zu erledigen hatten, er selbst hatte genug Vertrauen in seine Unteroffiziere, um diesen die nun verteilten Aufgaben erstmal selbst zu überlassen. Ein Kommandeur musste das Große Ganze im Blick behalten, dies ging schlichtweg am Besten von hier oben.

Und dieser erhöhten Position verdankte er auch, dass er recht schnell bemerkte, als sich der Riese von einem Mann, Lord Zion, zielstrebig auf ihn zu bewegte, gefolgt von zwei seiner Schatten. Anscheinend hatte der Sith-Lord ihn bereits bemerkt und steuerte ihn an. Valarian ließ seinen Blick weiter über die Truppen schweifen und wartete, bis Darth Zion ihn erreicht hatte. Als es schließlich soweit war, wurde jener von Valarian Kalldyr mit einem Lächeln und einer angedeuteten Verbeugung begrüßt.

,,Lord Zion, was verschafft mir die Ehre? Darf ich vorstellen, Sergeant Vanutur, der bereits das Vergnügen hatte, auf Galantos gegen die Yevethaner zu kämpfen, sowie Major Tigeris, meine rechte Hand im Regiment."

Höflich handelte er seine beiden Untergebenen ab, er selbst hatte sich bereits bei ihrer ersten Begegnung in der Lagebesprechung kurz dem Sith-Lord mit Namen, Titel und Rang vorgestellt, auch, wenn es noch nicht zu mehr Gesprächen gekommen war. Die beiden Begleiter des Sith wirkten zwar auch von ihrer Statur recht eindrucksvoll, doch schien es sich ihrem Auftreten nach eher um Schüler oder Untergebene Darth Zions zu handeln, sodass sich Valarians Interesse ihnen gegenüber in Grenzen hielt.

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Weltraum neutral, auf dem Weg nach Ziost, Ari’a, Zoey, Yui

Die blauhäutige Twi’lek beobachtete Zoey und das komische Wesen neben ihr, wie gebannt und unsicher. Tausende Gedanken quälten im Moment ihren Kopf. Ob sie das Richtige tat, ob sie auf der richtigen Seite war und ob sie nicht wieder nur in den nächsten Albtraum geriet. Als Zoey sie tadelte, fixierte die Twi’lek sie nur und hörte sich deren Worte an, sagte jedoch nichts dazu. Es war einfach ungerecht. Die Frau gab ihr nur Befehle und war stets unzufrieden mit ihr. Ganz wie Shim’rar. Das Wesen neben ihr, sah nun aus wie eine weibliche Twi'lek. Nicht mehr wie Kestrel, wie vorhin. War dieses Wesen ein Formwandler?

Der nächste Befehl kam von der Sith und wortlos rutschte sie vor zu dem Cockpitsessel und sah auf das Radar. Eine langweilige Angelegenheit und doch ein wenig Zeit für Ruhe, in der sie ihr Lichtschwert in ihren Händen begutachtete, welches sie nun wieder hatte. Ari’a ging es nicht gut. Sie hatte Zweifel an ihren Taten und ob sie wirklich auf der richtigen Seite stand. Immer wieder musste sie an die Worte von Q’Tahem denken. Dessen trauriges, bedauerndes Gesicht. Jene Enttäuschung über sie. Ebenso Kestrel, die sogar noch Verständnis für sie aufgebracht hatte. Jene Leute hatten ihr geholfen, sie aufgenommen, ihr nicht weh getan, sie nicht verraten… . Doch sie hatte es andersrum getan. Warum? Weil es von ihr verlangt worden war. Weil sie Angst gehabt hatte. Weil sie sich schwach fühlte. Weil sie solch einen Zorn empfunden hatte…. . Was war nur geschehen? Stand sie auf der falschen Seite? Hatte sie nun für immer falsch gewählt und hatte ein friedliches Leben abgelehnt?

Doch die Jedi wurden offensichtlich gejagt und gehasst von den Sith. Warum auch immer und würden bald in eine Falle laufen und bei allem, was sie mitbekommen hatte, waren die Sith stärker. Sie hatten andere Mittel und Fähigkeiten. Vermutlich wäre sie bei den Jedi eh nicht alt geworden. Und jetzt war es eh zu spät. Selbst die Jedi hätten sie nun in einen goldenen Käfig gesperrt.

Zoey kam zurück und gab ihr wieder einen Befehl, als wäre sie ihre Dienerin oder Sklavin und weniger wert, als alle anderen. Ari’a blickte zu Boden und zeigte ihr missmutiges Gesicht nicht und nickte nur, stand auf und begab sich in die kleine Küchenzeile. Auch Shim’rar hatte sie stets wie eine Sklavin behandelt. Er hatte ihr zwar nie von den Sith und Jedi erzählt und sie im Glauben gelassen, er wäre allmächtig und doch sah sie bei den Sith viele Parallelen. Ari’a legte Rationspacks in zwei Schüsseln und goss heißes Wasser darüber, welches sich in eine bläuliches Nudelgericht verwandelte. Mit dampfenden Schüsseln und Besteck, kehrte das junge Twi’lekmädchen zurück und reichte ihrer Meisterin ihre Schüssel und neigte sich dabei kurz respektvoll und setzte sich, um dann selbst zu essen.

“Was ist Ziost für ein Planet? Und warum werden die Jedi von den Sith so gehasst? Sie machten auf mich eigentlich einen ganz …normalen Eindruck.”

Wagte es Ari’a schließlich zu fragen, da sie die Fragen quälten.

“Was ist auf dem Holocron, weshalb die Jedi solche Angst haben, dass die Sith es in die Finger bekommen?”

Sie hasste es, dass man sie immer so im Unwissen beließ. Shim’rar war darin noch meisterhafter gewesen.

“Was bist du….Yui, richtig? Ein Droide? Ein Cyborg? Ein Formwandler? Ein Clawdite?”

Fragte das Mädchen schließlich an Yui gewandt und sah den Droiden fast schon ängstlich an. Sie traute diesem Wesen nicht. War es weiblich oder männlich? Oder gar nichts von Beidem?

Weltraum Imperium, auf dem Weg nach Ziost, Yui, Zoey, Ari’a
 
Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q, Ribanna

Es brach das übliche Chaos aus, als auch noch Ribanna auftauchte und sofort damit anfing, sich Vorwürfe zu machen. Sane betrachtete sie mitleidig und wartete geduldig, bis Skyfly sie wieder beruhigt hatte. Nicht zum ersten Mal erwischte er sich bei dem Gedanken, dass sie Ribanna nach Hause schicken sollten. Das alles hier schien absolut nicht ihre Welt zu sein. Für Sane war das nichts Schlimmes. Er konnte es gut verstehen, wenn Leute mit dieser Art Situation überfordert waren. Immerhin kamen er und Sarah von den Spezialeinheiten der Neuen Republik, Skyfly war eine erfahrene Jedi-Meisterin und Q ein talentierter, junger Jedi-Ritter, der ebenfalls schon einiges erlebt hatte. Da mitzuhalten war nicht einfach, vielleicht sogar unmöglich. Wie wenig Ribanna mit diesen Umständen klar kam, zeigte sich in letzter Zeit immer häufiger. Tat Skyfly der jungen Frau einen Gefallen damit, sie durch diese Einsätze zu schleppen?

Letztlich war es nicht seine Entscheidung und er vertraute darauf, dass Skyfly wusste, was sie tat. Schließlich war Ribanna nicht ihre erste Schülerin und der Orden hatte sicher auch irgendwelche Regeln und Richtlinien für solche Fälle.

"Es gab keinen Kampf. Sie sind geflohen bevor wir gemerkt haben, was los war. Der Sandsturm hat ihnen genug Deckung geboten, so dass eine Verfolgung unmöglich war."

Ja, wann hatte er eigentlich Yui zum letzten Mal gesehen? Ryloth? Es war jedenfalls lange her und viel hatte sich inzwischen geändert. Ob das kleine Cyborg-Mädchen wusste, dass Zoey nun ein Teil der Sith war? Ob sie mit dem Begriff überhaupt etwas anfangen konnte? Sane vermutete eher, dass Yui loyal Zoey gegenüber war. Die Umstände, in denen die Archäologin sich befand, spielten dabei wahrscheinlich keine Rolle. Das machte Yui noch gefährlicher, als sie ohnehin schon war.

Skyfly zückte ein Gerät und warf es der Agentin zu. Ein Peilsender? Wie hatte die Jedi das gemacht?

"Aye, Meisterin."

"Wir kümmern uns darum."

Sie machten auf dem Absatz kehrt und tapsten durch die Pfütze zurück ins Cockpit, wo Sarah den Transmitter an ein Terminal anschloss.

"Diese Jedi sind wirklich erstaunlich. Haben immer ein Ass im Ärmel", sagte Sarah, während sie Befehle in das Terminal eintippte.

"Können uns glücklich schätzen, dass wir sie haben. Ich arbeite gerne mit Meisterin Skyfly zusammen. Sie war eine der Gründe, weshalb ich zugestimmt habe, mit nach Lothal zu kommen."

"Kann ich verstehen. Sie ist definitiv eine der angenehmeren aus ihrer Zunft. Hab dich! Der Peilsender bewegt sich auf einer Hyperraumroute in die Richtung von... Ziost? Sagt dir das etwas?"

Sane schüttelte den Kopf und rief mit ein paar Knopfdrücken die Datenbank des Jedi-Archivs auf.

"Kein sehr freundlicher Planet. Das Klima ist eher kalt, die Landschaften geprägt durch Tundra und Felsen. Scheint außerdem eine wichtige Welt für die Sith zu sein. Gehört zum Imperium."

Sarah fluchte laut.

"Dann können wir die Verfolgung vergessen."

Sie warteten darauf, dass der Antrieb repariert wurde und verbrachten so lange die Zeit im Cockpit. Als endlich Skyfly auftauchte und verkündete, dass die Reparaturen beendet waren, überließen sie ihr den Pilotensessel und setzten sich woanders hin. Dass sie sich anschnallen sollten, brauchte man ihnen nicht zwei Mal sagen. Tatsächlich begann das Raumschiff nach den Zünden der Triebwerke heftig zu poltern und zu wackeln was dafür sorgte, dass Sane sich an seinen Sitz klammerte. Er kannte holprige Landungen unter Beschuss und keine dieser Erfahrungen war angenehm gewesen. Er ließ seinen Sitz erst wieder los, als sie im Orbit waren.

"Das Schiff befindet sich auf dem Weg ins Imperium. Ziel ist wahrscheinlich ein Planet namens Ziost. Laut den Jedi-Archiven handelt es sich dabei um einen wichtigen Planet für die Sith."

"Meisterin Skyfly, wir müssen die Verfolgung an dieser Stelle abbrechen. Zoey und das Holocron sind es nicht wert, einen diplomatischen Zwischenfall auszulösen. Außerdem wissen wir nicht, was uns auf dieser Sith-Welt erwartet. Selbst wenn so eine Infiltration genehmigt werden würde, brauchen wir passende Ausrüstung und eine sorgfältige Planung."

"Es tut mir Leid, aber da muss ich widersprechen. Zoey ist unsere Freundin. Sie hat uns mehr als einmal gerettet und steckt jetzt selbst in Schwierigkeiten. Ja, sie hat falsche Entscheidungen getroffen, aber es steckt noch sehr viel Gutes in ihr. Das habt Ihr selbst gesagt, Meisterin. Wäre Zoey an unserer Stelle, würde sie das selbe tun."

Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q, Ribanna
 
Orbit-Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q’Tahem, Ribanna, R4D5

Als sie im Orbit waren, löste dies doch eine angenehme Ruhe aus, die Kestrel brauchte, um einen Moment runter zu kommen. Viele Gedanken quälten ihren Geist. Sie musste ihren Kopf frei bekommen, um den richtigen Weg gehen zu können. Das endlose Weltall hatte eine beruhigende Wirkung. Zum Glück war niemand verletzt worden und es war zu keinem Kampf gekommen, etwas, was sehr schief hätte gehen können und die Jedi-Meisterin sich niemals verziehen hätte.

Doch der nächste Rückschlag kam mit der Information von Sane und Sarah, was dazu führte, dass Kestrel sich erschrocken zu ihnen umdrehte.


“Ziost?!”

Kestrel fühlte sich, als hätte die Macht ihr persönlich eine Ohrfeige gegeben. Sie wusste anhand von Holocrons von Ziost , dieser verdorbenen Welt. Seufzend und verzweifelt und nachdenklich sank sie tiefer in den Pilotensessel und starrte die Anderen vor ihr an. Jeden Einzelnen.

“Es wird uns denke nicht möglich sein, sie noch im Weltraum einzuholen. Dafür haben sie zu viel Vorsprung… .”

Erwähnte die Jedi nebenbei, während ihr Gesicht immer ernster wurde.

“Es ist alles meine Schuld. Ich hätte ihr das Holocron niemals unbeaufsichtigt geben sollen. Ich habe ihr vertraut… .Ihr habt gar keine Ahnung, was dieses Wissen, was darauf gespeichert ist, auslösen könnte. Es darf nicht in die Hände der Sith gelangen.”

Die Jedi-Meisterin hielt sich ihre Schläfen und schloss für einen Moment die Augen und atmete erneut tief durch und versuchte sich mit der Macht zu beruhigen. Die Macht war im Moment nicht mit ihr und sie warnte sie ständig.

“Die dunkle Seite der Macht gewinnt an Stärke. Dunkle Zeiten stehen uns bevor und ich befürchte, dass dieses Holocron dies noch begünstigt. Die Macht warnt mich seit Wochen und es wird immer schlimmer. Ein dunkler Schatten breitet sich aus. Ich spüre es. Er umgibt uns und unsere Freunde.”

Gab Kestrel von sich und haderte mit sich. Sie gab Sarah innerlich Recht und doch spürte sie das selbe Verlangen wie Sane, der Agentin zu widersprechen und Zoey zu retten.

Doch zu welchem Preis? Kestrel wusste durch ihre viele Arbeit als Jedi-Forscherin viel über die Sith und die Welten und Orte der dunklen Seite der Macht. Mehr als jeder andere Jedi. Es war ihr Spezialgebiet und sie wusste, was sie dort erwarten würde. Es wäre eine Welt wie Korriban, vielleicht schlimmer. Alles in ihr sträubte sich, solch einen Ort erneut aufzusuchen. Erinnerungen an ihre Gefangenschaft mit Brianna kamen wieder in ihr hoch. Erinnerungen an Ranik, Kira und Janus. Es war schrecklich gewesen und doch verspürte sie es als ihre Pflicht sich dieser Angst zu stellen.


Sane, Sarah…ihr bringt Ribanna zurück nach Lianna. Wir werden auf dem nächst gelegenen Raumhafen Halt machen und ihr werdet mit den öffentlichen Schiffen zurück nach Lianna zurückkehren. Ribanna, du bist noch nicht bereit für solch einen Ort und du hast schon genug mitgemacht. Ich habe dir bereits jetzt zu viel zugemutet und du brauchst deine wohl verdiente Pause. Ihr werdet dort warten. Q’Tahem stelle ich es frei, mich zu begleiten. Es ist eine reine Angelegenheit der Jedi. Ich stelle mich dem Ganzen auch alleine. Für euch Sarah und Sane, ist es zu gefährlich mich weiter zu begleiten.”

Meinte Kestrel und sah alle Anwesenden ernst an.

“Vielleicht ist es besser, wenn nur ich fliege und mich dem ganzen alleine stelle. Ich hole Zoey, das Mädchen Ari’a und das Holocron wieder auf unsere Seite. Ich alleine, werde keine all zu große Aufmerksamkeit auf mich ziehen und dieses Schiff hat eine gute Tarnvorrichtung vor dem Imperium. Es ist meine Schuld. Ich habe mich von Zoey blenden lassen. Habe nichts bemerkt und sie hat mein Vertrauen missbraucht. Ich habe versagt und ich werde es wieder richten. Ohne euch. Ich kann es nicht verantworten, dass ihr dadurch in Gefahr gerät oder in die Hände des Imperiums oder der Sith fallt. Wir wissen nicht, was uns auf Ziost erwartet. Es ist ein lebensfeindlicher Planet. Damit habe ich bereits durch Korriban Erfahrung. Es ist mein Schicksal. Meine Bestimmung. Mein Weg. Ich muss mich dem alleine stellen und nicht noch andere damit in Gefahr bringen.”

Erklärte sie ihrer Crew und sah jeden Einzelnen ernst und eindringlich an.

Orbit-Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q’Tahem, Ribanna, R4D5
 
[Florrum/Dünenmeer/ Irgendwo auf dem Weg zu den Schiffen] mit Kestrel und R4D5

Einen schlimmeren Sturm hatte der junge Nautolaner nur auf Rhen Var erlebt, nur dort war es Schnee, Eis und zusätzlich unerträglich Kälte gewesen. Hier auf Florrum war es der feine Sand, der wirklich überall war und überall hingelangte. Beim Atmen drang er tief in den Mund und man musste die Tunika vor seinen Mund heben, um nicht am Ende am Sand zu ersticken.
Um die Situation noch zu verschlimmern, konnte man durch den dichten Sandsturm die schwachen Umrisse eines Schiffes erkennen. Glücklicherweise agierte Kestrel geistesgegenwärtig und schleuderte, durch die Macht verstärkt und geleitet, einen Peilsender durch die Luft in Richtung des Schiffes. Ein schlimmes Gefühl beschlich Q'Tahem, dass Zoey und Ari'a irgendwie befreit worden waren. Er schloss kurz die Augen und konzentriert sich auf die Macht. Zwei ihm bekannte Präsenzen hatten sich auf dem Schiff befunden. Beide hatte diese dunkle Bitterkeit in ihrer Machtpräsenz. Da ihr Schiff zu weit entfernt war, konnte er nicht abtasten, ob es Sane und Sarah, sowie Ribanna gut ging.
Der junge Ritter nickte eindringlich, als Kestrel meinte, sie mussten weiter. Der Nautolaner riss einen Teil seines weiten Robenärmels ab und nutzte ihn für den restlichen Weg als einen Mundschutz. Der Wind war leider nicht schwächer geworden in der Zwischenzeit.

Die nächsten zwei Stunden waren das Anstrengendste, was der Nautolaner je durchleben musste. Zu dem unglaublichen Gewicht der Bauteile kam noch erschwerend hinzu, dass die Plane durch den Wind auch noch mit Hilfe der Macht abgehalten werden musste einfach hinfort gerissen zu werden. Das bedeutete, dass derjenige, der nicht gerade die knochenharte Arbeit hatte, die Bauteile zu tragen, dennoch keine Zeit hatte sich in der Macht auszuruhen, denn er musste immer wieder die Plane richtig platzieren. Den letzten Kilometer schwand dem Nautolaner merklich die Kraft. Er konnte die Teile kaum noch in die Luft heben, da erschien das Schiff in der Entfernung. Erleichterung ging durch den Körper des Ritters, als er spürte, dass alle an Bord noch klar in der Macht zu erkennen waren.
Wenig später stellten sie die Teile nahe des Schiffsrumpfes ab. Mit wackeligen Beinen lief er die Rampe hinter Kestrel hinauf. Nachdem der Wind und der Sand endlich hinter ihnen war, ging Q'Tahem, noch auf der Rampe, in die Knie. Sein Kreislauf sackte kurz ab und es wurde ihm zwei Sekunden schwarz vor Augen, bevor er sich wieder aufrichtete, jedoch auf seinen Knien blieb, um wieder zu Kräften zu kommen. Alles in ihm zog ihn nach unten und ihm fehlte alle Kraft sich zu bewegen.
Sane und Sarah befragten Kestrel, ob sie wirklich die echte Kestrel war. Der Nautolaner war verblüfft über diese Vorsichtsmaßnahme. Sie waren infiltriert worden!? Wer konnte zu so etwas im Stande sein? Bevor Q'Tahem jedoch zu viele Gedanken daran verschwenden konnte, bot der Arzt bereits einen Antwort an: Yui!
Wut stieg in dem Nautolaner hoch. Nicht über Sane und Sarah sondern über sich selbst. Wieso hatte er die drei alleine hier gelassen!? Viel Kraft dafür hatte er jedoch nicht, daher stand er erstmal auf und setzte sich auf eine nahegelegene wirkliche Sitzmöglichkeit.
Ribanna gab sich ebenfalls enorm Schuld, aber Kestrel sprach Worte, die auch ihn etwas beruhigten: was passiert ist, ist passiert. Alleine hätte es Kestrel mit den Teilen sicherlich auch nicht zurück geschafft. Jedenfalls garantiert nicht so schnell…
Nach einiger Zeit war jedenfalls klar: Zoey und Ari'a waren vermutlich durch Yui's Hilfe mit Lichtschwertern und Holocron entkommen, jedoch ohne irgendwem zu schaden. Das bedeutete immerhin, dass noch einiges an Gutem in Zoey und Ari'a war!
Yui, diesen Droiden hatte der Nautolaner wahrlich nicht vermisst. Seine Abneigung gegenüber Droiden wurde in dem Mädchen abermals gestärkt. Er war froh, dass er sie seit Thearterra nicht hatte sehen müssen.
Er schnaubte unglücklich, als er wieder in den Sandsturm trat, um mit Ribanna und Kestrel die Bauteile in ihr Schiff einzubauen. Seit sie wieder am Schiff waren, hatte sich Q'Tahem wieder etwas erholen können, aber komplett erholt war er noch lange nicht. Er war während der Reparatur noch nie so froh über die Machtfähigkeiten der neuen Padawan von Kestrel gewesen. Ohne sie wäre die Reparatur deutlich anstrengender gewesen!
Dann war es jedoch geschafft und das Schiff war wieder startbereit. Und jener Start ließ auch nicht lange auf sich warten. Sie verließen dieses Sandloch! Er schnallte sich fest und krallte sich fest im Sitz. Der Start war alles andere als sanft. Gefühlt flogen sie mehrere Male einige hundert Meter in die Tiefe, um wenig später wieder zweihundert Meter in die Höhe gestoßen zu werden. Das wiederholte sich viel zu oft für seinen Geschmack. Als jedoch die Wolkendecke durchbrochen worden war, fühlte sich der folgende ruhige Flug plötzlich komisch an.

Als sie im Orbit des Planeten waren, blickte er durch eines der Rundfenster zurück auf den beigen Planeten. Selbst vom Orbit konnte man den dunklen Sandsturm erkennen, dem sie gerade entkommen waren.
Erschrocken sah er Sarah an, als sie erwähnte, dass das Schiff von Zoey Richtung Ziost unterwegs war.


Ziost!?

, flüsterte er erschrocken mehr zu sich, als zu irgendwem anderen. Er wusste wenig über den Planeten, außer dass er wichtig für die Sith war. Jedoch reichte das schon aus, um zu ahnen, was Ziost für ein Planet sein musste. Das sprach auf jeden Fall Bände darüber, was Zoey vor hatte, auch wenn es bereits zu Beginn klar gewesen war.
Sarah erwiderte direkt, dass sie die Verfolgung abbrechen mussten, da Zoey sich bald auf imperialem Boden befand und es Zoey oder das Holocron nicht wert waren den Frieden zu riskieren.
Q'Tahem wusste auch nicht, welches Wissen auf dem Holocron gespeichert war. Eines war aber auch ihm klar: sie konnten den Sith dieses Holocron nicht einfach überlassen!
Kestrel nahm alle Schuld auf sich und meinte, sie hätte ihr niemals das Holocron übergeben dürfen.


Meisterin, euch trifft keine Schuld! Keiner von uns hätte wissen können, dass Zoey eine Sith ist! Sie muss schon sehr gut in der Machtverschleierung trainiert sein, um unbemerkt in der Jedibasis auf Lianna herumlaufen zu können! Nicht nur wir haben es nicht gemerkt, sondern jeder einzige Jedi in der Basis auf Lianna hatte es nicht gemerkt!

Das sagte auch viel über Zoeys Fähigkeiten aus und was in ihr vielleicht noch schlummerte oder was sie noch nicht gezeigt hatte. Ein Schütteln ging durch den jungen Ritter.

Kestrel erklärte weiter, dass sie Ribanna zusammen mit Sane und Sarah absetzen und zurückschicken würde. Ribanna hätte bereits genug mitgemacht. Dann meinte sie, dass es vielleicht am besten wäre, wenn sie alleine weiterflog.


Ich werde dich nicht alleine weiterfliegen lassen, Kestrel!

, platzte es aus dem Nautolaner heraus. Ihm war nicht bewusst, dass er zum ersten Mal seine ehemalige Meisterin geduzt hatte.

Es wäre viel zu gefährlich alleine auf einem Sithplaneten! Ich werde selbstverständlich mitkommen! Darf ich auch noch anmerken, dass wir eventuell riskieren das Holocron zu verlieren, wenn wir einen Zwischenstopp machen? Was, wenn Zoey auf Ziost das Holocron nur übergibt und es von dort weitergereicht wird?

, gab Q'Tahem zu bedenken. Er war auch der Meinung, dass Ribanna noch nicht bereit für eine solch gefährliche Mission war. Lothal hatte bereits gezeigt, dass Ribanna an ihre Grenzen gekommen war, aber Ziost!? Jedoch bestand die Gefahr, dass sie das Holocron, Zoey und Ari'a verloren.

Sarah und Sane könnten uns zwei absetzen und dann Ribanna

, begann er, bemerkte jedoch seinen Denkfehler. Sie wären dann dort ohne Schiff. Das käme einem Selbstmordkommando gleich.

[Orbit um Florrum / Expedition / Cockpit] mit Sarah, Sane, Ribanna, Kestrel und R4D5
 
[Lianna/ Basis der Jedi] Sarissia und andere Bewohner des Tempels


Sarissia begann den Tag wie immer, mulmiges Gefühl im Magen, dann trainieren und Frühstücken, danach Duschen und sehen was der Tag noch so brachte. Auch wenn Er heute ein paar Ziele hatte, sie musste in die Werkstatt und die Teile ihres zweiten Lichtschwerts holen, sie musste zum Hangar und sich mit einem bekannten treffen den sie auf dem Markt getroffen hatte ein netter Kerl im Kern zumindest das konnte die Vahla bereits feststellen, Er hatte gewiss einiges an Dreck am Stecken, wie sich herausstellte aber Neran war einer dieser Kriminellen die niemanden verletzen sondern ihr...Talent nutzen um anderen zu helfen und das respektierte Sarissia und im Grunde half Er auch ihr indem man ihren Transporter verkauft hatte und in seiner letzten Nachricht meinte Er habe auch sofort einen Ersatz dafür herausschlagen können. Sarissia war neugierig, sie konnte an Neran nichts Dunkles feststellen, also fing sie sogar an ihn als Freundliche Bekanntschaft zu sehen die gewisse Vorteile mit sich bringen konnte.

In der Werkstatt angekommen hatte der Jüngling sie bereits erwartet doch nicht sofort bemerkt, Er schreckte auf und ließ fast sein Datapad fallen.

"Jedi Taleran! Es ist alles fertig! Ich hole es sofort."

Sarissia lachte nur leise und schüttelte den Kopf.

"Bleib ruhig, ich bin mir sicher die Teile sind dir gelungen Take."

Take war erst in den Tempel gezogen, Er war fleißig und Technisch begabt und sehr motiviert den Jedi zu helfen. Leider konnte Er kein Jedi werden, ansonsten würde Sarissia ihn schon unterrichten, aber Technisch konnte sie ihm trotzdem viel beibringen. Es dauerte auch nicht lange und Take legte alle Teile vor sie hin und sah sie erwartungsvoll an. Natürlich begutachtet die Vahla die Teile genau und suchte nach Fehlern die Take eventuell gemacht haben konnte. Doch nichts, Take hatte seine ganze Konzentration darauf gelegt, sie spürte seine Aufregung und sorge, doch sie nickte ihm zu und sammelt die Teile ein.

"Sehr gute Arbeit Take, ich glaube jeder der sein Lichtschwert reparieren oder anfertigen lassen will, kann mit gutem Gewissen zu dir kommen."

Sagte sie zu dem Jungen beruhigend und lächelte ihn an. Sie würde es später zusammen bauen wenn sie ihre Wege beendet hatte.


"Danke, Jedi Taleran."

Er verbeugte sich leicht und man konnte seinen Stolz auch ohne Macht spüren,
Sarissia konnte klar behaupten dass Take in ein paar Jahren die Werkstatt übernehmen würde wenn Er diesen Weg weiter gehen sollte. Die Jedi machte sich dann auf den Weg zum Markt um sich schließlich mit Neran zu treffen. Sie war schon gespannt darauf ob Er auch Erfolg bei ihrer Bitte hatte. Neran war nicht für seine Pünktlichkeit bekannt, dennoch war Sarissia zum vereinbarten Treffpunkt früher gekommen und beobachtet die verschiedenen Aktivitäten des Marktes, es war bewundernswert wie die Leute hier ihren Alltag vollziehen mit dem Wissen dass die Galaxie kein netter Ort ist, es kam wohl darauf an was man dennoch machte, die Vahla hatte die Dunkle Seite kennengelernt und stand dennoch hier und erfreute sich an den einfachen Dingen vor ihr war es vielleicht deshalb so gewesen? Unwichtig, Neran war in der Nähe und sie lächelte, sie war schon gespannt darauf welche Talente Er besitzen würde.

"Hallo Sarissia, tut mir leid ich bin zu spät. Aber! Dafür habe ich es geschafft deinen Transporter zu verkaufen und es kommt noch besser."

"Hallo Neran. Ja ich hab deine Nachricht bekommen. Und mach dir keine Sorgen, ist immerhin nicht unser erstes treffen, auch wenn die treffen davor nichts mit Geschäften zu tun hatten, die Unterhaltungen sind immer ganz nett. Aber sag was hast du für mich?"

Neran lachte auf und nickte zustimmend bevor Er seine Hände anhob.

"Nein ich werde dir nichts verraten, wir gehen nun in den Hanger wo dein Schiff stand und ich verspreche dir, das war das beste was du je tun konntest Jedi. Ich bin von mir selbst erstaunt dass ich so einen Deal geschafft habe!"

Prahlte der Mann und
Sarissia schüttelte leicht den Kopf. Vermutlich war Er ein Schmuggler aber zumindest ein Schmuggler mit guten Absichten. Und damit konnte sie leben, solange Er es konnte, sie folgte ihm letztendlich und ihr G-1A Transporter war verschwunden, doch an seiner Stelle stand nun etwas das Sarissia die Kinnlade runterfallen ließ.

"Neran...bei der Macht wie hast du? Das ist eine VCX-100! Wo ist der Haken?!"

Sarissia´s Herz schlug höher und sie kam aus dem Staunen nicht raus. Die Sache musste einen Haken haben, oder?

"Nun... dein Transporter war in einem sehr guten Zustand als du ihn Repariert hast. Ich meine So ein Ding hat auch seinen Wert. Und naja der Frachter hier...Er hat keine Bewaffnung...und ist vielleicht ein wenig älter...Aber das ist für jemanden wie dich sicher kein Problem. Also dachte ich mir...eine Jedi braucht doch bestimmt ein Qualitätsschiff. Und die VCX-100 schreien ja nur danach."

"Neran... du bist der beste... wie kann ich mich dafür erkenntlich zeigen? Ich meine das ist nicht einfach nur so ein Geschenk absolut nicht."

Lachte die Vahla und
Neran winkte ab und im selben Moment holte Er einen Zettel hervor. Natürlich hatte Er sich einige Dinge notiert, der Mann wusste schließlich was Er tat.

"Nicht doch, nicht der Rede wert, Aber nur für den Fall dass du es doch nicht sein lassen kannst, habe ich hier eine Liste. An erster Stelle steht natürlich eine Tasse Kaff, die Provision natürlich, und einen Gefallen von einer Jedi schlägt man nicht aus. Und nein, keine Sorge es ist alles mit eurem Kodex vereinbar, darauf achte ich schon."

Er warf den Zettel über die Schulter und lachte.

"Den brauch ich nicht, steht sowieso nichts drauf, aber die Wirkung war da. Alles was mit dem Schiff zu tun hat ist auf diesem Datapad. Ich muss leider weiter Sarissia andere Geschäfte warten auch schon auf mich. Und du weisst ja wie Pünktlich ich bin."

Die Vahla lachte und nickte ihm zu ehe sie sich die Hand geben und
Sarissia das Datapad übernahm, sie ging direkt zu ihrem Schiff und ging hinein. Der Zustand war...nicht gerade ein Hingucker, auch im inneren nicht, das waren alles Dinge welche man einfach Reparieren konnte. Und es würde etwas dauern aber sie wusste ja von wem sie Teile bekommen kann. Ein paar Türen waren defekt und hingen. Lichter sprühten Funken und gingen aus. Eigentlich würde man zu diesem Schiff Schrotthaufen sagen. Im Cockpit angekommen ließ Sarissia einen Schiffscheck durchlaufen und lehnte sich zurück, die Füße auf den Copiloten sitz und betrachtete wie die Roten Schriften aufpoppen und schluckte kurz ehe sie wieder lächelte. Ja es würde sehr viel Liebe brauchen, allerdings funktionierte das was sie brauchte. Die Triebwerke und Hyperraumantriebe, die Kommunikation und Schilde. Perfekt für jemanden wie sie. Dieses Schiff würde Bewaffnung bekommen irgendwann und es würde das beste Schiff der Galaxie werden.

Sarissia versuchte alles zu reparieren was sie im Moment konnte, es war nicht viel aber einige Lichter neu zu verkabeln und auszutauschen war zumindest ein Anfang. Wie es in ihrer Natur lag hatte sie sich in ihrem Schiff auch schon bereits ein Zuhause gemacht, Küche, Quartier und alles was man für den Alltag braucht die Versorgung war gefüllt und sie würde viel Zeit nun hier verbringen anstatt im Tempel, allerdings war sie immer erreichbar falls etwas sein sollte. Beim Reparieren einer Tür stockte sie in ihrem Tun und spürte wie sich ihr Magen zusammenzog stärker als sonst. Die Macht durchflutet sie und sie knurrte ehe sie zum Cockpit ging die Kommunikation einschaltet um mit dem Hangar zu kommunzieren. Im normal fall war dieses Mulmige Gefühl gleich wieder weg aber diesmal war es schmerzhaft, sie konnte es nicht ignorieren.

"Hier spricht Jedi Taleran Schiff VCX-100 Hangar 4. Bitte um Starterlaubnis."

"Starterlaubnis Jedi Taleran. Gute Reise"

Sarissia wusste nicht genau wo ihre Freunde und ihre Meisterin war, doch die Macht gab ihr eine Richtung, Entschlossen diesem Gefühl zu folgen immer wieder versuchte sie Kestrel zu erreichen, doch entweder konnte sie nicht antworten, oder war nicht in Reichweite. Schließlich fand sie sich im Neutralen raum wieder, sie musste die Tarnung nicht aktivieren. Sie hatte nicht viel außer dem notwendigen dabei. Sie schloss ihre Augen und atmete tief durch ehe sie es nochmal versuchte.

(Nachricht an Kestrel: Ich hoffe ich kann euch nun mit dieser Nachricht erreichen. Ich spüre dass es gewaltigen Ärger gibt und ich bin unterwegs. Wenn ihr mir euren Aufenthalt zukommen lassen könntet wäre ich schneller bei euch. Möge die Macht mit euch sein.)

Ein erneuter Versuch einer Nachricht und nun blieb der Vahla nichts anderes übrig als zu warten, doch untätig rumsitzen konnte sie nicht, Also fing sie damit an was sie am meisten beruhigt, kaputte Dinge zu reparieren und das waren auf diesem Schiff genug.


[Irgendwo Neutralen Raum / VCX-100 Frachter / Cockpit] Sarissia am reprarieren.
 
Florrum, Expedition, kurz nach der Flucht der Sith: Ribanna, Kestrel, Sane und Sarah

Was geschehen ist, wäre geschehen. Man sollte sich auf das konzentrieren, was man tun könnte, beruhigte Kestrel alle und ihre Schülerin. Ribanna nickte froh. Ihr fiel ein Stein vom Herzen, ein riesiger Wackerstein, dass die Meisterin so reagierte. Ribanna hatte damit gerechnet, dass Kestrel sie verzweifelt anschreien würde, obwohl das Kestrel eigentlich nie tat. Sie wusste selbst nicht, weshalb sie das geglaubt hatte.

Die Meisterin ging an Ribanna vorbei und sah nun in die Versorgungskiste direkt vorm Gemeinschaftsschlafraum, der als Gefängnis gedient hatte. Ribanna ahnte es in dem Moment schon. Und tatsächlich, die Kiste war leer. Kestrel war ergriffen und ihr Gesicht sprach Bände. Sie meinte, es wäre alles allein ihre Schuld. Ribanna konnte nicht laut protestieren, irgendwie versagte ihre Stimme, ihre Meisterin so zu sehen, aber sie schüttelte kräftig mit dem Kopf. Wie konnte die Meisterin das nur glauben!? Sie waren alle gemeinsam schuld! Unstrittig waren die Umstände, besonders die Täuschung, gegen sie gewesen.

Nun wandte sich die Meisterin nochmal speziell an Ribanna. Das fand Ribanna sehr aufmerksam. Sie sollte Scheitern als genauso wertvoll wie Erfolg betrachten und dass niemand perfekt wäre, auch keine Jedi, und der größte Lehrmeister das Versagen sein würde. Ribanna dachte kurz über die Worte nach:

“Das will ich mir gut merken, Meisterin!”

Dann wurde die Meisterin tatkräftig. Obwohl sie so erschöpft aussah, begann sie zu handeln. Sie wollte den Fehler wieder gut machen. Ribanna wollte sie dabei tatkräftig unterstützen und wartete auf Kestrels Anweisung, die sie für sie haben würde. Erstmal waren Sarah und Sane dran. Sie sollten die Signale des Peilsenders auslesen. Dann war Ribanna endlich dran. Die Padawan hatte mit Ungeduld gewartet. Sie sollte mit Kestrel und Q`Tahem und dem kleinen Droiden, der etwas missgestimmt schien, obwohl Droiden eigentlich keine Gefühle haben dürften, und das Ganze ziemlich putzig erscheinen ließ, das Schiff reparieren. Ribanna hatte von Reparaturen keinen blassen Schimmer, aber das sollte Ribanna auch gar nicht. Sie sollte die Bauteile und die als Mechaniker fungierenden, vor dem Sand wegen des Sturmes schützen. Ribanna hatte bisher noch nicht viel von dem Sandsturm mitbekommen, außer, dass die Leute, die die Rampe hoch kamen, voller Sand waren. Auch hörte man den Sand gegen die Außenwand des Schiffes peitschen und manchmal rüttelte es leicht. Manchmal flackerte das Licht. Das gab eine leichte Ahnung vom Ausmaß des Sturmes. Die Meisterin ermutigte Ribanna, dass die Aufgabe vollkommen auf Ribannas Machtfähigkeiten zugeschnitten wäre. Sie nickte zuversichtlich. Sie würde das hinbekommen.

”Ich schaffe das!”

Sie ging nach draußen und bemerkte, was das für ein mörderischer Sturm war und zog gleich wie erwünscht und erforderlich eine Machtglocke um sich, um ihre Meisterin, Meister Q`Tahem und den Droiden und vor allem um die Ersatzteile. Diese durften keinen Sand abbekommen. Denn nun machten sie die Plane ab, um diese einbauen zu können. Für Ribanna hieß es, alles mit der Macht aufrecht zu halten. Sie meditierte dabei, etwas, was sie schon vor ihrer Ausbildung gut konnte und blendete alles Störende dabei aus. Sie ließ sich also von dem tobenden Sturm nicht aus der Ruhe bringen. Ihre Machtglocke hielt.

Nach einer halben Stunde war die ganze Sache erledigt. Rasch stürmten sie zurück an Bord. Die Zeit lag ihnen im Nacken. Ribanna erhielt für ihre Arbeit ein dickes Lob von Kestrel. Sie strahlte. Sie hatte eben des Meisterins Worte verinnerlicht. Es zählte das Jetzt und ihre Taten.

“Danke Meisterin, ich habe einiges wieder gut zu machen und gab eben mein Bestes.”

Nun lag der Start an. Bei dem Sturm konnte das brenzlig werden. Mit schweren Turbulenzen war zu rechnen. Ribanna schnallte sich rasch an und überprüfte den Anschnallgurt zweimal. Sie hatte hinter ihrer Meisterin Platz genommen. Und, es wurde sehr turbulent und hätte nur ein wenig länger das Geschaukle angedauert, hätte sie eine Spucktüte gebraucht, dabei war sie wirklich nicht sehr empfindlich, was das betraf. Doch der Start glich einer Achterbahnfahrt. Doch, sie hatten es überstanden.

Zoey flog Ziost an. Als der Planetenname fiel, keuchte Q`Tahem vor Schreck auf und wiederholte leise und tonlos das Wort. Ribanna sah ihn verwundert an. Von den anwesenden Personen ereilte Ribanna ein gruselndes erschrockenes Gefühl, dass sich nun auch auf sie übertrug, als wäre es ansteckend. Eine Sithwelt sollte es sein. Niemand schien etwas Genaueres darüber zu wissen, bis auf die Paar Daten zu Klima und Beschaffenheit, die der Doktor vorlas. Kestrel wirkte ebenso geschockt wie nachdenklich. Die Jedischülerin konnte sich keinen wirklichen Reim daraus machen. Womöglich war es dort dunkel und gefährlich, doch auf Florrum war es auch gefährlich gewesen, besonders seit dem Sandsturm.

Ribanna wollte sich weiter nützlich machen und dachte darüber nach, ob sie dem Droiden das versprochene Ölbad geben sollte, damit sie sich nützlich einbringen konnte. Wäre es jetzt eine gute Idee? Von der Zeit her? Plötzlich wurde Ribanna jäh aus ihren Gedanken gerissen. Kestrel! Das konnte jetzt nicht wahr sein! Hatte Ribanna das richtig verstanden? Irritiert und hilflos sah sie von einem zum Anderen. Kestrel wollte sie los werden? Erst hatte sie sie scheinheilig beruhigt, gelobt und nun hieß es, sie wäre dafür nicht bereit?! Kestrel schickte alle weg, aber natürlich Q`Tahem, wen sonst, stellte sie es frei mitzukommen und der sagte natürlich postwendend zu. Sie sollte hingegen zurück gebracht werden wie ein kleines Kind. Ribanna sprang von ihrem Sitz nach dem Lösen des Sicherheitsgurtes auf, wie von einer Tarantel gestochen.

“Ich lasse mich nicht abschieben, weg bringen! Gerade soeben hast du mich noch zweimal scheinheilig gelobt! Deine Lobe waren unehrlich! Dein Versprechen auch, Meisterin! Bei allem Respekt, verzeih` meine ehrlichen direkten Worte! Wieder ziehst du mir Q`Tahem vor! Nichts hat sich geändert! Deine Worte waren leere Worte! Du traust mir nichts zu! …”,

sprach sie laut, aufgebracht und fassungslos mit einer nicht zu überhörenden Bitterkeit in ihrer Stimme aus, was sie dachte, ohne Rücksicht auf Verluste. Ihr war es egal, wer zuhörte. Auch, dass Q`Tahem selbst alles hören konnte. Sie war zu entsetzt von Kestrels Entscheidung, sie war zu verletzt, um sich zurückhalten zu können. Sie handelte impulsiv. Sie fand alles so ungerecht und unfair.

“Ich habe Fehler gemacht und will die Chance haben, sie wieder gut zu machen! Wie soll ich sonst damit leben können?! Ich will wie jede andere Padawan ihrer Meisterin oder ihrem Meister in größter Gefahr zur Seite stehen, will Gelerntes anwenden, will mich beweisen! Ich bin deine Padawan! Nicht er! Du kannst mir das nicht verwehren! Du bist ungerecht! Du ziehst ihn mir nach wie vor vor!"

Sie zeigte dabei ungeniert mit dem Finger auf Q`Tahem, aber ließ ihre Meisterin nicht aus dem Blick.

"Du brauchst unser aller Hilfe! Und was heißt Absetzen? Wollt ihr ohne Schiff sein? Wollt ihr sterben? Das ist reiner Selbstmord!”

Fragend sah sie nun kurz zu Q`Tahem, der die Idee hatte und dann wieder zu ihrer Meisterin. Ihr Herz blutete. Alte Wunden waren aufgerissen. Eine hieß Q`Tahem. Aber, es gab noch eine:

“Bitte Meisterin, tu das nicht! Ich will nicht noch eine Meisterin verlieren! Das würde ich nicht ertragen! Dafür bin ich nicht bereit!”,

sagte sie nun flehend und musste unweigerlich an Tara denken, während sie durch den Hyperraum düsten, Zoey auf den Fersen.

Weltraum Imperium, Hyperraum, an Bord der Expedition im Cockpit im hitzigen Gespräch: Kestrel, Ribanna, Q`Tahem, Sane und Sarah: Zoey und das Holocron und ihr Gefolge verfolgend
 
Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q, Ribanna

Es war ein verständlicher, aber kein wirklich guter Vorschlag. Zwar war Skyfly fest davon überzeugt, Zoey nach Ziost zu erfolgen, doch wollte das in einem Anflug von Torheit alleine machen. Nicht nur in Q und Ribanna regte sich sofort Protest, auch Sane fühlte das sofortige Verlangen, ihr zu widersprechen.

"Wenn Euch Schuld trifft, trifft sie auch mich, Meisterin Skyfly. Immerhin hat Zoey mich genauso an der Nase herumgeführt."

Q war da der selben Meinung und verkündete, dass er seine ehemalige Meisterin nicht alleine fliegen lassen würde. Sane schaute den Nautolaner zufrieden an. Er spürte etwas wie stolz auf den Jedi. Immerhin kannte er ihn schon, seit er ein Padawan von Skyfly war.

"Ich wurde für Einsätze hinter feindlichen Linien ausgebildet, Meisterin. Ich weiß, was dabei auf dem Spiel steht. Außerdem kenne ich die Sith, habe ihre Methoden studiert und bereits gegen sie gekämpft. Ich schulde es dem Orden und der Republik, dass ihr mich mit nach Ziost nehmt, um das wieder in Ordnung zu bringen. Wir schnappen uns Zoey und das Holocron und verschwinden da wieder. Es wird nicht einfach werden, da bin ich mir sicher. Vielleicht wird es sogar die Hölle werden. Aber ich könnte mir niemanden vorstellen, dem ich in die Hölle lieber folgen würde als Euch, Meisterin Skyfly."

Sane hatte die Fäuste geballt. Er spürte plötzlich ein Feuer in sich, dass er schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gespürt hatte. Es waren die Anfangsjahre bei der Armee, als er das letzte Mal solche Gefühle hatte. Das Gefühl, das Richtige zu tun, etwas zu bewegen in dieser Galaxie. Traumata und Desillusion hatten ihm dieses Gefühl nach mehreren Jahren Krieg, Zerstörung und Tod genommen. Doch jetzt war es wieder da.

"Scheiß drauf. Selbst wenn wir das Überleben sollten, bin ich danach sehr wahrscheinlich meinen Job los. Ich mach das für dich, damit das klar ist, und nicht für deine Archäologin."

Er nickte Sarah mit einem Lächeln zu. Es war ihm wichtig, dass die Agentin bei dem Vorhaben an Bord war. Sie hatte einen ähnlichen Werdegang wie er, nur dass sie statt zu den Spezialeinheiten später zum Geheimdienst wechselte. Ihre Fähigkeiten konnten sie ebenfalls gut gebrauchen.

Auch Ribanna stellte klar, dass die Mission nur mit ihr stattfinden würde. Auch das war verständlich, aber Ribanna war ohne Zweifel das schwächste Glied. Sie hatte weder die mentale Stärke noch irgendwelche Kampferfahrung, die ihr auf Ziost weiterhelfen würde. Im schlimmsten Fall würde sie eine Gefahr für die ganze Gruppe sein, da war sich Sane sicher. Aber was sollten sie mit ihr machen? Q hatte recht, sie durften keine Zeit verlieren. Jetzt die Route zu verändern um Ribanna irgendwo abzusetzen würde bedeuten, dass sie womöglich die Spur von Zoey verlieren. Doch Sane konnte nur für sich sprechen. Er war bereit, einen hohen Preis zu zahlen. Von anderen konnte und wollte er das aber nicht verlangen. Sie war die Schülerin von Skyfly und deswegen lag die Entscheidung nun bei ihr. Alle Augen waren jetzt auf die Jedi-Meisterin gerichtet.

Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q, Ribanna
 
Orbit-Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q’Tahem, Ribanna, R4D5

Kestrel plagten Sorge, Schuldgefühle und Tatendrang. Sie wollte niemanden mit in diese Misere hineinziehen und gefährden. Es zeichnete sich bereits zu klar ab, dass sie auf Ziost auf eine Zoey treffen würden, die man noch weniger wiedererkennen würde und sie mussten damit rechnen, dass sie das Holocron dort an einen Sith übergeben würde. Es war dennoch erstaunlich, dass sie nicht direkt nach Bastion flog. Höchstwahrscheinlich ihr Glück, denn sonst hätten sie dieses Artefakt niemals wiedergesehen. Vielleicht machte die Archäologin nur einen Zwischenstopp auf Ziost, um dort weitere Artefakte zu sammeln und sie dann nach Bastion zu bringen. Vielleicht war es ihre Aufgabe im Orden der Sith, welche Kestrel nicht verwundern würde. Möglicherweise wäre sie dort sogar mit Ari’a und Yui alleine? Immerhin konnten die Sith nichts von dem Peilsender ahnen, dass die Jedi ihnen auf den Versen waren.

Q’Tahem war der Erste, der sich nach ihren vorgeschlagenen Plänen meldete und protestierte sofort und duzte sie dabei sogar, was für Kestrel kein Problem darstellte, doch etwas ungewohnt war. Es zeigte, wie sehr ihn die Tatsache mitnahm. Und er hatte sogar recht. Niemand im Jedi-Orden hatte die Anwesenheit einer Sith bemerkt. Nun war Lianna nicht mehr so stark besetzt wie Coruscant, seit dem sie den alten Tempel wieder hatten, aber dennoch. Kestrel nickte bezüglich seiner Argumentation zustimmend und legte auch nachdenklich ihren Kopf leicht zu Seite, als er weiter argumentierte, dass es alleine viel zu gefährlich wäre und sie bei einem weiteren Zwischenstopp Zoey gänzlich verlieren könnten. Kestrel spürte und sah den Blick auch von Sane, der dem Nautolaner zustimmte. Sie spürte die Anspannung im Raum. Natürlich waren die Argumente nicht von der Hand zu weisen und richtig, doch Kestrel handelte aus ihrem Gefühl heraus. Die Macht warnte sie und sie konnte nicht genau deuten, wovor. Ohne Schiff auf Ziost zu bleiben, wäre keine Option und die Jedi-Meisterin schüttelte stumm den Kopf.

Sane versuchte sie ebenso zu überzeugen, dass es nicht ihre Schuld wäre und vor allem nicht ihre alleinige und argumentierte ebenfalls dagegen, dass sie im Alleingang Ziost bewältigen sollte und versuchte sie zu überzeugen, dass er sie begleiten sollte und er bereit dazu wäre, gewappnet und gut genug ausgebildet, um gegen die Sith zu bestehen. Die Jedi-Meisterin spürte seine Entschlossenheit und seine Bereitschaft. Ebenso Sarah’s die nun, durch ihren jahrelangen Freund, doch einlenkte und ebenso mitkommen wollte. Sie alle waren bereit so viel zu opfern… . Kestrel gefiel das nicht, auch wenn sie sich geehrt fühlte, dass niemand sie im Stich lassen wollte und alle noch an das Gute in Zoey glaubten.

Ribanna hingegen wirkte alles andere als bereit für diese gefährliche Mission. Kestrel spürte erneut ihren Zorn auf sie und es war für die Jedi-Meisterin schwer zu ertragen, denn sie war in der Macht sehr empathisch und sie spürte jede Emotion ihrer Padawan noch umso deutlicher. Besonders, weil sie als Meister und Schüler eh ein enges Band verband.

Wortlos und irgendwie auch sprachlos hörte sie sich den Wortschwall ihrer Padawan an. Wieder war sie respektlos, war viel zu direkt und machte sich überhaupt keine Gedanken dabei, wie ihre Meisterin dabei empfand. Natürlich spürte sie auch die Angst in ihr. Die Sorge vor Verlust. Ja, die anderen hatten auch Sorge, dass Kestrel sich in eine nicht allein zu schaffende Mission begab, die ihren Tod bedeuten konnte, doch Ribanna hatte richtige Verlustängste. Ängste, die so groß waren, dass sie ihr Urteilsvermögen trübten und sie in eine Richtung drängten, die nicht förderlich für eine angehende Jedi waren. Sie führten zur dunklen Seite der Macht.

Kestrel sah Ribanna lange an, wirkte deutlich gekränkt und enttäuscht von ihren Worten und wandte sich dann zunächst Q'Tahem und dann Sane und Sarah zu. Die Jedi-Meisterin war überfordert mit der Situation. Es lastete eine enorme Verantwortung auf ihren Schultern und sie haderte viele Momente mit sich, bis sie fähig war eine klare Antwort zu geben. Sie sah alle der Reihe nach an, denn niemanden wollte sie von ihren lieb gewonnen Freunden in Gefahr bringen.


“Danke, dass ihr mir helfen wollt. Das bedeutet mir viel. Ich hoffe, dass euch das Risiko, welches wir eingehen, wirklich bewusst ist. Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken euch in solch eine Lage zu bringen. Wir wissen nicht wirklich was uns erwartet. Doch ich gebe euch recht, dass wir auch nicht wissen, wann Zoey nach Bastion aufbricht. Dann wäre es unmöglich das Holocron zurückzuholen. Vielleicht fühlt sie sich sicher, dass sie uns abgehängt hat. Immerhin war unser Schiff kaputt und sie setzt ihre Artefaktsuche auf Ziost alleine fort, um den Sith auf Bastion möglichst viele Schätze zu präsentieren. Wir dürfen wirklich keine Zeit verlieren. Ihr habt vermutlich recht. Wir sollten alle gemeinsam nach Ziost aufbrechen, auch wenn es mir nicht ganz so behagt, aus Sorge um meine Freunde.”

Meinte die Jedi-Meisterin ruhig und blickte dann wieder zu Ribanna und sah sie bekümmert und besorgt an.

“Ich war nie unehrlich zu dir, Ribanna. Du erkennst es nur nicht, weil dein Zorn dich blendet und deine empfindsamen Instinkte überschattet. Es geht mir um deine Sicherheit und ich brauche Kämpfer und Kämpferinnen, die körperlich sowie auch geistig in der Lage sind gegen die dunkle Seite zu bestehen. Nicht dein Können in der Macht und im Kampf bereiten mir Sorgen, sondern deine Zweifel. Deine Zweifel an mir und an dir selbst. Immer wieder wirfst du mir Sachen an den Kopf, bei denen du dir auch scheinbar nichtmal im Klaren bist, wie sehr es mich kränkt. Und doch konnte ich dir in der Vergangenheit immer wieder zeigen, wie sehr ich Recht hatte. Du musst dringend ruhiger werden, Ribanna. Deine persönlichen Gefühle dürfen dir nicht im Weg stehen. Habe Geduld! Nutze die Macht! Denk nach! Hole tief Luft! Finde deine innere Mitte, ehe du handelst bzw. reagierst. Im Kampf gegen die Sith können solche Kurzschlussreaktionen dazu führen, dass du verlierst und zwar nicht nur dein Lichtschwert… .”


Versuchte sie ihr ruhig zu vermitteln.

“Unterschätze niemals die dunkle Seite der Macht! Werde dir deiner Emotionen bewusst. Richte den Blick nach innen. Welche Gefühle kommen dabei in dir hoch? Stelle dir vor, wie negative Emotionen wie Frustration von dir forttreiben, bis sie sich in nichts auflösen und dein Blick wieder klarer wird. Sei über negative Gefühle erhaben. Auch wir Jedi empfinden Furcht, Wut und Hass, doch wir lassen uns von solchen Gefühlen nicht überwältigen. Erliege diesen Gefühlen nicht, sondern denke an das große Ganze und nicht nur an dich selbst. Für einen Jedi steht das Allgemeinwohl stets über den eigenen Interessen und Gefühlen.”

Die Jedi-Meisterin machte eine längere Pause, ehe sie fortfuhr.

“Ich kann es dir nichtmal verübeln, dass du unbedingt mitkommen willst, doch unterschätze die Sith nicht. Falls es auf Ziost noch einen anderen Sith gibt, mit dem sich Zoey trifft, so wirst du feststellen, dass Zoey nicht die typische Sith ist. Jedenfalls noch nicht… . Daher haben wir ja noch die große Hoffnung, sie und das Mädchen retten zu können. Sane und Q’Tahem können dir bestätigen, wie Dämonen ähnlich Sith sind. Du hast noch nie einen wahren Sith getroffen, worüber du froh sein solltest. Außerd…. .”

Die Jedi-Meisterin stockte in ihren Erklärungen, als sie plötzlich eine mentale Nachricht empfing. Die Stimme und das Gefühl, welches in der Macht mitschwang, kam ihr sehr vertraut vor. Sarissia! Seit Jahren hatte sie nichts mehr von ihr gehört. Anders als Q’Tahem war sie ihre eigenen Wege gegangen. Beunruhigend war, dass auch Sarissia eine Gefahr spürte, was nur bedeuten konnte, dass ihr enges Band sie warnte und sie selbst in großer Gefahr war, wenn ihre ehemalige Padawan die Gefahr spüren konnte. Das machte das Ganze nicht besser, aber vielleicht führte die Macht sie gerade zusammen, damit jene Frau sie zahlenmäßig unterstützen konnte. Jede Hilfe war willkommen!

“Wir sind im Orbit von Florrum. Welch Überraschung und deine Hilfe ist sehr willkommen! Du musst bereits sehr nah sein, wenn wir über diesen Weg kommunizieren können. Die Macht muss dich zu mir geleitet haben.”

Übermittelte Kestrel ihrer ehemaligen Padawan Sarissia mental zurück.

“Wir bekommen Unterstützung! Meine ehemalige Padawan Sarissia ist auf dem Weg hier her. Sie nahm gerade mental Kontakt zu mir auf.”

Meinte Kestrel und sah insbesondere Q’Tahem an, der sicherlich genauso erfreut und überrascht zugleich sein würde.

“Die gute Nachricht ist, dass Sarissia uns unterstützen wird und wir eine Kämpferin mehr haben. Die schlechte Nachricht ist…sie spürt Gefahr. Jene Warnung in der Macht, hat sie zu mir geführt. Uns verbindet noch immer ein unsichtbares Band und sie fühlt mich in größter Gefahr.”

Sagte die Jedi besorgt und ließ ihre Worte auf die Anderen wirken und sah kurze Zeit später Sarissia auf ihrem Radar und ließ sie andocken. Kurz darauf leitete Kestrel den Sprung in den Hyperraum ein, der sie nach Ziost bringen würde. Immerhin durften sie nicht noch mehr Zeit verlieren.

Kestrel sprang aus dem Pilotensitz und lief den Flur zur Luftschleuse entlang, wo sie die Tür zum anderen Schiff entriegelte und die Jedi nun vor ihr stand.


“Schön dich zu sehen! Es müssen Jahre her sein! Wie geht es dir?”

Fragte Kestrel ihre ehemalige Padawan und Freundin und lächelte sie freundlich an und umarmte sie kurz.

“Was hast du gespürt? Hattest du eine Vision? Erzähl mir davon! Komm rein! Wir unterhalten uns im Gemeinschaftsraum!”

Mittlerweile hatten sich dort auch die Anderen eingefunden.

Hyperraum nach Ziost / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q’Tahem, Ribanna, R4D5
 
Imp. Weltraum, Hyperraum, Expedition, Cockpit: Jedimeisterin Kestrel, Ribanna, Q`Tahem, Sane, Sarah


Jeder an Bord versuchte Meisterin Kestrel von der Absicht, sie begleiten zu wollen, zu überzeugen. Ribanna wurde dabei so hitzig wie ihr Geburtselement. Nichts erinnerte an ihr mehr an das ruhige, geduldige, einfühlsame, teils schüchterne und scheue, mitfühlende, liebevolle, bedachte Wesen, was sie einmal auf Chalacta gewesen war. Sie war wie umgewandelt. Sie fühlte sich missverstanden, hintergangen, sie war missgünstig und voller Wut.

Selbst Sarah, und das verwunderte Ribanna sehr, wollte Kestrel begleiten, auch wenn sie in Wahrheit Sane begleiten wollte. Das sie es nicht für Zoey tun wollte, sprach sie unverwunden aus. Sie machte keinen Hehl draus. Ribanna war sich in diesem Punkt nicht sicher. Tat sie selbst es auch für Zoey, um sie vor der Dunkelheit zu retten? Sie wusste es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Aber sie wollte es für ihre Meisterin tun. Dessen war sie sich ganz sicher.

Das Argument, Zoey könnte nicht ewig, sondern nur vorübergehend auf Ziost sein, beunruhigte Kestrel enorm und sie fand die Angelegenheit immer dringlicher, dort schnellstmöglich anzukommen. Daher stimmte sie der Sache widerstrebend und definitiv äußerst ungern zu, dass ein Absetzen nicht gerade zielführend wäre, es brachte sie zum Umdenken und sie lenkte daher ein.

Doch Ribanna erhielt ihre eigene Ansprache. Kestrel sei nie unehrlich zu ihr gewesen. Diesen Aspekt konnte Ribanna ihr nicht mehr abnehmen. Sie wäre durch ihre negativen Emotionen geblendet. Zugegeben, bei Kestrels Tonfall, einer Mischung aus verletzter Seele, Traurigkeit und Vorwurf, und dann die Blicke aller Anwesenden auf sich gerichtet, fühlte sich Ribanna schlecht. Aber zu einem Schuldgefühl war Ribanna nur bedingt fähig. Als Kestrel erwähnte, dass sie sich von ihr verletzt fühlte und Ribanna, die Blicke auf sich spürend, daran dachte, dass sie Kestrel vor allen bloßgestellt und beschimpft hatte, sorgte das für Schuldgefühle, doch alles Andere, fand sie nach wie vor richtig und dafür empfand sie keine Schuld. Ja, sie hatte Zweifel. Doch Ribanna hielt sich umgekehrt für die Loyalere. Sie wollte Kestrel nicht von der Seite weichen und für sie kämpfen. An ihr brauchte niemand zweifeln. Kestrel sagte, sie sollte ihre innere Mitte finden, negative Emotionen vertreiben und ihren Blick klären. Puh, langsam wurde es Ribanna zu viel! Was sollte sie darauf antworten? Was wollte sie hören? Immerhin wollte die Padawan mit nach Ziost. Vielleicht sollte sie mal wieder …!

“Ich werde mehr meditieren, Meisterin!”

Sie hätte keine Ahnung von den Sith, hätte keinen bisher bis auf Zoey getroffen und die war anders als typische Sith. Das war irgendwie beschämend und gemein. Was konnte sie dafür, dass sie noch Padawan war und es ihr an Erfahrung fehlte? Kestrels Worte waren verletzend und vergifteten ihr Herz noch mehr. Sie rechtfertigte sich:

Q`Tahem und Sarissia, deine Padawane vor mir, waren ebenso unerfahren und ahnungslos wie ich jetzt, da das Padawan typisch ist, doch wuchsen an der Herausforderung und wurden zu dem, was sie heute sind, durch ihre Erfahrungen und nicht durch das Fernhalten von ihnen. Irgendwann ist eben das erste Mal und es passiert meistens in der Padawanzeit. Wie soll ich ein vollwertiger Jedi werden, wenn ich nie Feindkontakt haben darf? Du bereitest mich doch die ganze Zeit schon darauf vor, mit jeder einzelnen Lektion. Man wird nie auf alles vorbereitet sein, schätze ich. Ihr alle seid trotz eurer Sithkontakte auch auf Zoey reingefallen. Auf sie und ihren Verrat und ihre Täuschung ward ihr auch nicht vorbereitet. Ich kämpfte damals auf Coruscant, in den untersten finstersten Ebenen und Gegenden, gegen Scharen von Rasern und war darauf auch nicht vorbereitet. Ich hielt zum ersten Mal ein Blastergewehr in der Hand und hatte nicht unbedingt Zeit zu üben, denn es war sofort todernst. Und doch habe ich es gemeistert. Kestrel, setze bitte mehr Vertrauen in mich, bitte! Lass uns bitte beide unsere Zweifel überwinden. Nicht nur ich habe welche! Trau mir mehr zu! Ich werde meine Gefühle mehr in Schach halten, versprochen. Ich sehe ein, dass das nicht okay ist. Es macht mir selbst zu schaffen. ”,

räumte sie ein. Kestrel wollte gerade noch etwas sagen, da hielt sie plötzlich inne. Sarissia würde kommen. Sie hatte ihre ehemalige Meisterin in Gefahr gespürt. Das war gut. Ribanna kannte Sarissia vom Training aus dem Jeditempel von Coruscant. Sie war eine brillante begnadete Kämpferin, die man nicht zum Feind haben wollte. Ribanna war gegen sie angetreten.

“Das ist großartig!.... Ich werde dann mal Meditieren gehen.”

Ribanna ging dazu in den Schlafraum. Sie ignorierte das Chaos und setzte sich in eine hintere Ecke. Doch leider schien das Chaos, die zerstörten Betten, nicht den erwünschten Effekt zu erzielen. Ribanna dachte stattdessen angestrengt nach. Über wen oder was? Über Zoey. Das Thema Zoey belastete sie stärker, als sie sich selbst und den Anderen eingestehen würde. Doch sie wollte sich nicht aus der Bahn werfen lassen. Sah sie auch noch etwas Gutes in Zoey? Doch, wenn sie sie zurückholen wollten, wozu brauchten sie dann lauter Kämpfer? Wie sollte das Ganze aussehen? Ribanna fasste sich an ihren Hals. Es ging ihr viel besser. Die Tabletten dürften längst nachgelassen haben und dennoch fühlte sie keinen Schmerz mehr. Zoey hatte es mit Absicht getan! Dabei wusste sie, wie toll Ribanna sie zu dem Zeitpunkt noch fand. Der Unterschied zwischen unabsichtlich jemandem weh tun und mit voller Absicht lag offensichtlich im Verzeihen. Bei Unabsichtlichem sah man schnell drüber weg, sagte Schwamm drüber, dachte, derjenige kann einfach nichts dafür, Der- oder Diejenige merkt es einfach nicht und ist einfach so, besonders, wenn es öfters geschah, selbst, wenn man es längst angesprochen hatte. Aber absichtlich war harter Tobak. Und das traf auf Zoey zu. Dank Sane war nicht Schlimmeres passiert. Er konnte Schaden abwenden, Schaden von Ribanna. Doch was wäre wenn… ? Sie wollte den letzten Gedanken nicht fortführen. Man könnte sich darin verlieren und Zoey Unrecht tun. Die alles entscheidende Frage war doch eher, konnte sie Zoey das verzeihen und war sie gewillt, Zoey zu retten? Manches war auch unverzeihlich? Ribanna würde darauf nicht so schnell eine Antwort finden. Wenn sie an sie dachte, fühlte sie große Wut in sich. Es fühlte sich an wie Verrat. Ribanna war für Zoey eingetreten, hatte sie gegen alle verteidigt gehabt. Und dann geschah das... .

Plötzlich ging ein Ruck durchs Schiff. Ribanna sprang auf und lief in den Flur. Es hatte jemand angedockt. Das konnte nur Sarissia sein. Sie eilte zu Kestrel und bildete das Empfangskomitee. Ein freudiges Lächeln umspielte ihren Mund. Sie freute sich, dass sie gekommen war.


Weltraum Imperium, Expedition, Gang: Sarissia, Kestrel, Ribanna, Q`Tahem, Sarah, Sane
 
Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q, Ribanna

Damit war es also beschlossen, sie würden nach Ziost aufbrechen. Drei Jedi, eine Agentin und ein Ex-Soldat auf imperialem Boden gegen einen Sith-Planeten. So zusammengefasst klang es wirklich wie ein irres Unterfangen. Sarah hatte vermutlich recht. Selbst wenn sie lebend wieder von diesem Planeten runterkamen, würde man sie alle in der Neuen Republik vermutlich auf der Stelle verhaften. Sane hatte keine Vorstellung davon, wie viele Regeln und Gesetze sie in diesem Moment brachen. Es war ihm aber auch egal. Was zählte, war die Mission. Hinzu kam, dass es was Persönliches war. Weder hatte er Zoey aufgegeben, noch wollte er das Holocron den Sith überlassen, das mehr oder weniger mit seiner Hilfe gestohlen wurde.

Mit verschränkten Armen verfolgte er nun das hin und her zwischen Skyfly und ihrer Padawan. Die junge Frau war trotz ihrer Unerfahrenheit und ihrer offensichtlichen Schwäche fest entschlossen, was Sane tatsächlich etwas beeindruckte. Es gehörte entweder eine gehörige Portion Mut oder eine riesige Dummheit dazu, sich dennoch der Mission nach Ziost anzuschließen. Hoffentlich bereuten sie es nicht, Ribanna dabei zu haben. Er würde ein wachsames Auge auf die Schülerin werfen müssen, um Skyfly so zu entlasten.

"Ich werde auf Ribanna aufpassen, Meisterin."

Vielleicht passte der Padawan dieser Vorschlag nicht, doch es war das Beste für sie, da war Sane sich sicher. Er wusste, wie hitzig ein Kampf schnell werden konnte. Vor allem, wenn Sith mit im Spiel waren. Wenn jemand dafür sorgen konnte, dass Ribanna dabei aus dem Schlimmsten herausgehalten werden kann, konnte sich Skyfly auf den Kampf konzentrieren.

Doch es gab hier draußen nicht nur schlechte Nachrichten. Aus dem Nichts erklärte die Jedi-Meisterin plötzlich, dass eine alte Bekannte auf dem Weg zu ihnen war: Sarissia! Sane konnte sich noch gut an die Jedi erinnern, auch wenn er sie seit Thearterra nicht mehr gesehen hatte. Wie es ihr seitdem wohl ergangen war?

Während sie auf die Jedi warteten, nutzten Sarah und Sane die Pause, um die Ausrüstung für den bevorstehenden Einsatz zusammenzustellen. Viel Auswahl hatten sie dabei jedoch nicht. Sie hatten alles, was ihnen sinnvoll erschien, zusammengeklaubt und auf einem der Betten in der Schlafkabine ausgebreitet. Sie hatten zwei Blasterpistolen, noch ein paar Energieclips, ein Elektrofernglas, vier scharfe Küchenmesser, Wasserflaschen, Kletterausrüstung und Rucksäcke.

"Einen Krieg gewinnen wir damit nicht."

"Müssen wir auch nicht."

Sane ließ seinen Blick über die Sachen schweifen. So wie er das sah, waren sie nicht für eine Konfrontation mit Sith ausgerüstet. Sie hatten weder Granaten noch Präzisionswaffen, um sie aus der Ferne zu bekämpfen. Übliche Vorgehensweisen mit Shotgun Blastern, Flammenwerfern oder hochexplosiven Geschossen würden ihnen auch verwehrt bleiben. Nicht mal Vibroschwerter hatten sie, um sich anständig verteidigen zu können.

"Was hältst du von der Idee, dass wir uns reinschleichen und das Holocron suchen?"

"Die Jedi fallen dagegen mit der Tür ins Haus und sorgen für Ablenkung. Gefällt mir."

"Gelernt ist gelernt."

Einziger Haken war, dass sie Ziost nicht kannten. Sie mussten den Planeten theoretisch zuerst auskundschaften, herausfinden wo die Archäologin das Holocron hingebracht haben könnte und diese Objekte dann systematisch absuchen. Doch so viel Zeit hatten sie nicht. Vermutlich mussten sie etwas improvisieren.

"Sarissia sollte jeden Moment ankommen. Wir begrüßen sie und stellen dann Meisterin Skyfly unseren Plan vor."

Florrum / Expedition / Sane, Sarah, Kestrel, Q, Ribanna, Sarissia
 
[Irgendwo imperialen Raum / VCX-100 Frachter / Cockpit] Sarissia am reprarieren.

Endlich hatte man sich gefunden! Sarissia gab die Koordinaten ein und schon ging es los!

Die Zeit des Fluges nutzte sie nun damit ihr zweites Lichtschwert zusammen zu setzen, genau wie ihr erstes, legte sie alle Teile zusammen und kniete sich davor, die Teile erhoben sich durch die Macht und fügten sich zusammen, Sarissia war so mit dem Schiff beschäftigt dass sie das hier auf später verschoben hatte, immer wieder. Zufrieden hält sie es in ihren Händen und stand wieder auf um ins Cockpit zu gehen, sie würde bald das Schiff der anderen sehen als sie aus dem Hyperraum kommt. Endlich war es wieder soweit ihre Freunde wieder zu sehen.

Das Andocken verlief ohne Probleme und so trat auch schon die ehemalige Padawan auf das andere Schiff und wurde gleich von ihrer Meisterin begrüßt und umarmt. Sie lächelte sanft und erwidert die Umarmung.

Es ist auch schön euch zu sehen Meisterin, auch dich Ribanna.

Sie nickte der neuen Padawan von
Kestrel zu und lächelt sie aufmunternd an.

Mir ging es bis vor ein paar Tagen bestens und jetzt bin ich hier. Es war schmerz der mich durchfloss... ein plötzlicher und anhaltender Schmerz. Ich sah auf dem Weg hier her eine Explosionsartige Dunkelheit...sie war erdrückend und egal was kommt. Wir sollten vorsichtig sein.

Scherzte man wohl kurz ehe ihr Gesicht ernster wurde als
Kestrel nach Gespühr und Visionen fragte, einen weiteren Einblick wollte sie den anderen nicht geben. Angst wollte sie in diesem Moment keine schüren deshalb schwieg sie dann darüber. Sie gingen in den Gemeinschaftsraum des Schiffes wo sich Sarissia erst einmal Q zuwendet und ihn umarmt. Das letzte Gespräch war lange her sie hatten sich sicherlich einiges zu erzählen. Sie sah zu Sane und Sahra welchen man respektvoll zunickt bevor sie sich dann etwas zu trinken holt und sich an sich an die Bank lehnt. Sie spürte den Konflikt in Sane aber auch seine Entschlossenheit das Problem zu lösen der einzige Grund weshalb ihr Blick etwas länger auf den Mann gerichtet war als üblich, sie nickte langsam und atmet dann kurz durch.

Also...bringt mich auf den neusten Stand..

Kommt es von ihr, als wollte sie es eigentlich gar nicht wissen. Aber es konnte nichts Gutes sein bei dem was sie bereits gespürt hatte wegen dieser Sache.
Als
Kestrel dann los legte auch wenn sie nicht genau wusste wie man es Sarissia bei bringen sollte...es ging immerhin um Zoey. Sie hat sich der Dunklen Seite angeschlossen und die Vahla wirkte erstaunlich gelassen dabei, sie drückte sich von der Bank und holte sich noch etwas zu trinken während sie weiter lauscht, sie wollte nicht dazwischen reden oder Fragen. Ein Holocron musste zurück gebracht werden und Zoey hatte bereits eine Schülerin, die Hoffnung der anderen, vor allem die Hoffnung in Sane war es Zoey und ihre Schülerin zu retten. Auch Yui war bei ihr.

Sarissia stand mit dem Rücken zu den anderen, Wut kochte in ihr hoch etwas das sie nur zu gut gelernt hat nicht zu zeigen, Enttäuschung war es die folgt, wie konnte Zoey sich nur denen anschließen welche Leid verursachen. Sarissia war auf den Stufen des Anfangs ein Schatten zu werden! Wie konnte Zoey nur so weit gehen! Es war deutlich an ihrem Schweigen zu erkennen das
Sarissia das gesagt erst einmal ordnen musste. Bis sie sich letztendlich umdrehte, doch eine Reaktion blieb aus, Sie wirkte trocken in ihrer Emotion und Fokusiert auf die Mission die vor ihr lag ehe sie gelassen spricht.

Wo ist unser Ziel und was sind unsere Prioritäten?

Kommt es knapp von ihr, auf die restlichen Dinge ging sie gar nicht erst ein, Zeit war ein Faktor den sie nicht hatten also gab es keinen Platz für Gefühle, nur den Erfolg der Mission. Ihre beste Freundin war eine Verräterin, sicher dachten die anderen daran sie auf die Seite der Jedi zu holen... doch
Sarissia war nicht mehr die naive Vahla...sie wusste dass Zoey sich bereits entschieden hatte als sie geflohen ist...sie hatte ihre Chance doch bekommen, mehrmals und sie Entschied sich für Verrat...aus Angst? Aus Freien Stücken? Die Gründe waren vielleicht für die anderen Wichtig, doch für Sarissia nur zweitrangig...doch das behielt sie für sich. Wenn sie ein Schatten werden wollte, musste sie sich mit der Tatsache konfrontieren dass sie Sith jagen würde... das sie Zoey jagen würde. Dieser Gedanke gefiel der Vahla ganz und gar nicht...aber die Mission hatte Vorrang.

Sarissia stockte kurz beim trinken als sie hörte dass ihr Ziel Ziost ist. War das sie Dunkelheit die sie spürte? Dieser Planet war die pure Dunkelheit...oder doch etwas anderes? Nun wusste sie es nicht mehr, ihre Visionen waren zu ungenau und ließen nur eine Menge Platz für die Worte "Vielleicht und Möglich" Ihr Blick wanderte zu Sane, ein Risiko, zumindest von dem was Sarissia wusste, Er war ein Fähiger Soldat, das konnte sie nicht abstreiten immerhin war es nicht das erste mal. Aber auf diesem Planeten? Er konnte sich nicht von der Dunkelheit abschirmen die auf Ziost gegenwertig sein sollte. Ihr Blick wandert weiter zu Ribanna... war sie schon bereit für so etwas? Als Padawan damals war Theatherra schon eine sehr große herrausforderung für sie...doch Ziost? Sarissia will sich nicht ausmalen wie es gewesen wäre an ihrer Stelle. Aber es lag nicht an ihr zu Entscheiden. Sie würde ihre Meinung nur dazu äußern wenn sie gefragt werden würde. Aber sie war gespannt auf den Plan der nun folgen sollte.



[Hyperraum nach Ziost / Expedition] Sane, Sarah, Kestrel, Q’Tahem, Ribanna, R4D5, Sarissia
 
[Imperialer Weltraum \ Im Hyperraum nach Bastion \an Board der Fury Wrath und R5]



Der Sith Warrior saß mit geschlossen Augen im Cockpit seines Jägers. Immer noch unsicher, ob es der richtige Kurs war, den er eingeschlagen hatte. Seit Jahren war er nicht mehr auf Bastion gewesen. Beim letzten Besuch nach dem Bürgerkrieg der Sith hatte er seinen Meister Ranik Dran dort gesucht, doch vergebens. Schnell war er in Streitigkeiten unter den Sith gestolpert. Damals wurde Kira Guldurs Kind entführt. Er war schnell einer der Verdächtigen, doch konnte damals genauso schnell seinen Kopf aus der Schlinge ziehen wie er hinein gekommen war. Jedoch hatte es ihm damals gezeigt, das er zu wenig über die Ränkespiele des Ordens wusste obwohl er Warrior war. Der dunkel haarige Sith reiste damals zügig von Bastion ab um die Suche nach seinem Mentor weiter fortzusetzen. Damals traute der ehemalige Valton der Generalamnestie des Imperators nicht. Jedoch ohne irgendeinen Anhaltspunkt war der deformierte nicht zu finden gewesen, die Galaxie war zu groß.

Irgendwann hatte Wrath beschlossen die Suche nach seinem Meister mit der Suche nach Sith-Holocrons zu kombinieren. Er brauchte dringend mehr Macht um im Orden zu bestehen diese sollte ihm sein Meister liefern, da er diesen aber nicht fand blieb ihm nichts anderes übrig als sich diese woanders zu beschaffen. Der Orden war ihm noch zu unsicher gewesen. Genauso wie viele der anderen Ordensstandorte. Doch auch diese Suche gestaltete sich Schwieriger als gedacht wollte er doch andere Sith meiden. Da andere dunkle Krieger auch Interesse an Artefakten hatten und die vielversprechenden Orte natürlich alle schon vom Orden gesichert wurden. War das Vorhaben von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Seine Tage haben meist aus Körperlichen Übungen mit dem Lichtschwert und Meditation bestanden. Es hatte lange gedauert bis er sich selbst eingestanden hatte das, er den Orden und das Imperium brauchte. Hatte Ranik ihm doch solange beigebracht dass er nur sich selber und ihm trauen durfte. Doch eins war ihm klar geworden das er alleine niemals schnelle Fortschritte in der Macht machen würde. Alles selber zu ergründen war wesentlich schwierige. Das Wissen das er brauchte befand sich schon im Orden, die Bibliothek. Er brauchte nicht Tage lang über einen verlassenen Planeten laufen um am Ende festzustellen das die Gerüchte um ein altes Sith-Grab doch nicht stimmten.

Im Orden gab es alles was er brauchte Wissen Trainings Möglichkeiten und nahezu unendliche Ressourcen. Die Chance auf weiter Missionen nicht um das Imperium willen sondern, sondern zum wachsen seiner Stärke.

Wenn er sich recht erinnerte, hatte er die meisten Fortschritte im Laufe seiner Ausbildung in extrem Situationen gemacht. Ob es der Kampf mit den Jedi auf Alderaan war, die Rache an seinem Bruder oder das Töten der Jedi im Kampf um die Nixon Corp.All dies hatte ihn in der Macht wachsen lassen. In all diesen Situationen hatten ihn nur die Ressourcen des Ordens gebracht. Wegen dieser Erkenntnis kehrte er zurück. Das Risiko in die Ränkespiele der anderen Sith mit rein zugeraten war ebenso groß wie damals. Doch dieses Risiko musste er eingehen ohne dieses gab es kein Wachstum, ohne dieses würde er so schwach bleiben und das war keine Option.

Er musste zurück zum Orden er überlegte wer vielleicht ein Verbündeter seien könnte. Seine Liste viel ziemlich kurz aus. Das sich sein ehemaliger Mentor viele Feinde gemacht hatte und noch viel weniger Verbündete hatte. Dies viel natürlich auf ihn zurück der Ruf seines Meister hatte auch ihm viele Feinde gebracht. Darth Zion war vielleicht einer der wenigen die ihn Respektierten. Wenn dieser noch lebte.

Er musste also im Orden auch neue Kontakteknüpfen es half nichts.


Langsam öffnete der Warrior die Augen und sah das gleißende Licht des Hyperraumes vor sich.
Ein kurzerblick auf die Instrumente sagte ihm das sie bald da sein werden.
Er schloss noch einmal die rotglühenden Augen und versank tief in der dunklen Seite der Macht.

Der dunkel Haarige Sith umarmte sie gab sich ihr hin und die Vergangenheit erschien vor seinem inneren Auge. All der Schmerz die Angst und aber auch der Zorn dieser unbändige Zorn.

Doch der Zorn galt nicht der Vergangenheit sondern dem hier und jetzt seinem Versagen, alleine seine Macht im ausreichenden maß zu steigern. Nun musste er zurück in den Orden und mit anderen zusammen Arbeiten, um seine Machtgier zu befriedigen. Eventuell wieder vor jemanden buckeln in letzter Zeit hatte er sich daran gewöhnt niemanden rechenschafft ablegen zu müssen dies würde sich wieder alles ändern, wenn er bei den Sith angekommen war. Im Orden war er schon lange nicht mehr das Schwächste Glied. Die Ketten der absoluten Schülerschaft hatte er mit dem Warrior Rang gesprengt. Doch noch viele weitere standen über Ihm. Er war weit von der Spitze des Ordens entfernt.

Er hatte den Abgrund es Ordens zwar hinters ich gelassen viele andere waren unter seinem Stand und begehrten was er hatte. Genauso wie er wiederum nach noch weiter oben schaute und es ihm nach der macht der Lord´s verlangte. Doch wenn er diese haben wollte musste er das Spiel mit spielen ein Spiel in dem er bis jetzt noch nicht allzu große Erfahrungen hatte.







[Imperialer Weltraum \ Im Hyperraum nach Bastion \an Board der Fury Wrath und R5]
 
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