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Die Zukunft von Star Wars unter Disney

Dieses Thema im Forum "Rund um Star Wars" wurde erstellt von Sebastian_W, 15. Juni 2018.

  1. Sebastian_W

    Sebastian_W junges Senatsmitglied

    Modnotiz: Auf allgemeinen Wunsch und weil es sich schon wohl über vier verschiedene Threads hinzieht ein Thread wo wir uns über Erfolg und Misserfolg von Star Wars unter Disney unterhalten können. Bitte keine Solo Spoiler.

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    Disney/LucasFilm stürzen sich auf die paar Idioten, anstatt den großen Elefanten im Raum anzusprechen. Diese kleine Gruppe an Star Wars "Fans" ist mit Sicherheit NICHT der Grund, warum Star Wars angeknockt ist. Das ist das Ergebnis einer schlechten Führung. Gibt etliche Youtuber, etliche Blogger etc. die sachlich ihre Meinung wiedergeben und die Probleme aufzeigen. Da muss man nicht mal großartig suchen. Aber mit seriösen Leuten möchte man offensichtlich keinen Kontakt aufnehmen, da man sich so Fehler eingestehen muss. Also kloppt man einfach schön weiter drauf und versucht abzulenken. Man möchte aufgrund einer Minderheit, mit der fast jedes Unternehmen zu kämpfen hat, lieber fast tagtäglich die Fans im allgemeinen beleidigen, sie als Rassisten und Frauenhasser beschimpfen, anstatt den Kontakt zu den Fans zu suchen, die letztendlich nur Feedback wiedergeben wollen. Die Leute wollen keine politischen Statements, sondern gute Geschichten, Charaktere mit denen sie mitfiebern können. Sie wollen nicht sehen wie ihre Kindheitshelden einer nach den anderen abgeschlachtet werden. Viele Fans werden durch all das allmählich vergrault. Man ist auf einem guten Weg, eine einzigartige Fanbase, die sich über 40 Jahre aufgebaut bzw. gehalten hat innerhalb kürzester zeit zu vergraulen. Da gibt es auch nichts zu verharmlosen. TFA hat noch durch viel Hype 2 Milliarden eingenommen, nur 4 Jahre später schreibt Solo rote Zahlen. Das hat Lucas nicht mal mit den Prequels hinbekommen. Dazu hat Disney auch noch dem wohl schlimmsten Spiele-Publisher auf Erden eine exklusive Videospiel Lizenz bereitgestellt. Das Ergebnis sind mittelmäßige Shooter und Skandale, die das Image der Marke weiter in den Dreck ziehen. Ich sagte es damals, ich sage es heute erst recht: "Disney ist das schlimmste, was Star Wars je passieren konnte".
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2018
  2. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    Ja aber inwiefern ist das nun Disneys Schuld? Kennedy ist doch eine Ziehtochter von Lucas und Lucasfilm ist auch immer noch sie selbst. Ich würde sicher Disney keine Verantwortung an der Misere absprechen, oh sie sind da natürlich auch involviert aber nicht Disney hat diese ganzen Entscheidungen getroffen, sondern allen voran das Management von Lucasfilm. Sie hätten das auch ganz anders aufziehen können, ganz andere Strukturen aufbauen können und eine andere Philosophie pitchen können.
     
  3. Sebastian_W

    Sebastian_W junges Senatsmitglied

    Kennedy ist zwar ein großer Faktor, schließlich bestimmt sie alle bisherigen Projekte seit der Disney Übernahme. Doch Disney hat einen Patienten der langsam stirbt und schaut nur zu anstatt zu handeln. Sie haben alle Rechte an der Marke und alle Möglichkeiten etwas zu tun. An der derzeitigen Ausrichtung des Franchise ist Disney natürlich auch hochgradig beteiligt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2018
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  4. Put Put

    Put Put weiser Botschafter

    Du überdramatisierst völlig.
    Komm mal wieder auf den Boden der Tatsachen.
    Da stirbt überhaupt nichts, nur weil 1 Film mal floppt, der sowieso unter einem sehr schlechten Sternstand.(und dann aber dennoch den Leuten, die ihm sahen gefiel )
    Episode 9 wird die Mrd wieder leicht knacken.
    Nur weil Du und einige Fans frustriert von neuem Star wars sind trifft das nicht auf alle zu.
    Wenn ich mir überlege was für ein Mist Lucas getrieben hatte und noch vorhatte ist Disney das beste was SW passieren konnte.
    Wir reden von einem Film (TLJ) der wirklich mies ankam. Der Rest wurde immer noch sehr gut aufgenommen. (Und Solo wird sein Gewinn im Heimkino noch machen).
    Jeder Disney Film is besser als die Prequels (außer TLJ und Rots, ).
    Kein Grund die Drama Queen auszupacken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2018
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  5. Count Flo

    Count Flo weiser Botschafter Premium

    Davon mal abgesehen ist Kathleen Kennedy nicht so eine große Stümperin, wie sie von Großteil gehalten wird.
     
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  6. Sebastian_W

    Sebastian_W junges Senatsmitglied

    Nein, ich halte mich lediglich an Fakten, die für jeden zugänglich sind. Ich finde es bedenklich, das man diese ignoriert und so tut als wäre alles in Ordnung. Wenn Disney alles heiter weiter laufen lässt wie bisher, bleibt von der Marke irgendwann nicht mehr viel übrig. Da muss man nun wirklich kein Prophet sein. Das ist einfache Mathematik und auch ein wenig Geschichte. Was gibt dir eigentlich die Gewissheit, das Ep9 die Milliarde leicht knacken wird? TLJ hat schon 700 Millionen auf TFA verloren, da er am zweiten Wochenende extrem eingebrochen ist. Solo ist gefloppt, wo du noch behauptet hast, das er doch locker die 800 Millionen knacken wird.... Warum sollte es also für Ep9 ein leichtes sein die Milliarde zu knacken, wenn der Trend doch klar dagegen spricht? Nur weil wegen Star Wars? Der Zug ist abgefahren. Es kommt diesmal wirklich extrem auf die Qualität des Films an.
     
  7. Count Flo

    Count Flo weiser Botschafter Premium

    Jede zweite Episode der jeweiligen Star Wars Trilogien hat weniger eingenommen als der Vorgänger, ist jetzt auch keine Besonderheit.
     
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  8. Ansiv Reeblac

    Ansiv Reeblac loyale Senatswache

    Wer sagt das eigentlich??? Außer Kennedy natürlich......damals hieß es doch eigentlich:
    Lucas kannte sie privat und geschäftlich. Er war sehr von ihr angetan und war sich sicher dass sie Star Wars vorwärts bringen kann. Soweit so gut .....aber wieso kommen die Leute drauf sie wäre eine Ziehtochter von Lucas?
    Hat er ihr Star Wars Unterricht gegeben? Hat er sie nachts geweckt und sie abgefragt ob sie auch alle Charaktere kenne und Star Wars verstehe?

    Ganz ehrlich Leute - diese Frau hat vermutlich keinen der alten Filme mehr als zweimal gesehen. Sie hat einfach sehr viel Ahnung von Filme machen allgemein, doch das ist für mich kein Grund sie als unersetzlich anzusehen.
     
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  9. Seth Caomhin

    Seth Caomhin Baron von Wolfenstein

    Ziehtochter (oder ähnliche Begriffe) fallen eigentlich nur wegen der engen Verbindung zwischen den beiden, weil sie seit Jahrzehnten befreundet sind, sie persönlich fürs Star Wars Erbe ausgewählt wurde und so weiter. Ich wollte mit der Wahl dieses Begriffs auch gar nichts anderes ausdrücken.
     
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  10. Sebastian_W

    Sebastian_W junges Senatsmitglied

    Das ist zwar richtig, aber TLJ hätte ja das Potenzial gehabt, viel mehr einzunehmen. Außerdem sagt das natürlich nichts darüber aus, ob Ep9 nun die Milliarde knacken wird oder nicht. Es ist auch eine andere Zeit. Heute haben wir jedes Jahr einen Star Wars Film (Stichwort Übersättigung), alles wird über social media verbreitet. All das gab es zu der Zeit der beiden vorherigen Trilogien in dieser Form nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Juni 2018
  11. Ansiv Reeblac

    Ansiv Reeblac loyale Senatswache

    Wollte auch nur mal verdeutlichen, dass Kennedy nicht von George Lucas eingesetzt wurde. Lucas hat StarWars an Disney verkauft - nicht an Kennedy.
    Dass Kennedy jetzt für Star Wars zuständig ist, wurde von Disney entschieden. Sie bekam Freiraum und diesen hat sie meiner Auffassung nach vergeigt.

    Diesen Shitstorm nach TLJ erntet Disney jetzt völlig zurecht.
     
  12. Put Put

    Put Put weiser Botschafter


    Ich zweifle deine Fakten nicht an.
    Du pickst dir aber halt die Rosinen raus und ignorierst diverse andere.
    Warum war Last Jedi (auf sie Zeiträume bezogen) beim Heimvideo ähnlich Erfolgreich wie TFA?
    Bei Solo gibt es halt diverse Faktoren, die für diesen Flop sprechen zu können, bei denen eine Übersärtigung an Star Wars halt nebensächlich sein können. Man kann nicht sagen welcher Faktor nun der stärkste war.
    Wäre im Dezember ein Spin Off erschienen, ohne nennenswerte Konkurrenz (ich bleibe dabei, Deadpool hat eine nicht unerhebliche Überschneidung was potentielle Zuschauer angeht und beu Avengers kommt auch der Faktor dazu, dass viele Eltern auch nicht nach so kurzer Zeit wieder mit ihren Kindern ins Kino wollen), ohne die skeptisch angesehne Umbesetzung eines Kultcharakter und würde solche Zahlen einfahren, dann wäre ich ganz bei Dir.
    Aber das ist hier nicht der Fall. Bei Solo sprachen viele svhon von einem Potentiellen Flop, bevor TLJ überhaupt im Kino war, das Interesse an einem Film über diese Figur mit dem Darsteller war schon bei Fans eher gering. TLJ bekam quasi sofort ein massiven Backlash, was definitv zu den Abfall führte.
    Das alles spricht aber nicht dafür, dasa da grad ein Franchise stirbt .
    Dazu gibt es einfach viel zu viele Faktoren individuell auf den jeweilgen Film, aber nicht aufs Franchise, bezogen.
    Es ist einfach viel zu früh um dies zu sagen.
    Dazu bräuchten wir ein Beispiel von einem Film unter normalen Umständen.
    TLJ kam schlecht an. Bei den Zuschauern.
    Solo an der Kasse , dafür aber bei denen die ihn gesehen haben, sehr gut.
    In Social media liest man genau das Gegenteil zu Solo als zu TLJ. Jedi bekam fast nur Hate und Solo überwiegend Lob.
    Es sind 3 von 4 Filmen die gut ankamen und auch Solo wird dann bald von den Leuten auf BD gesehen.
    Bei 1 von 4 schlechten Filmen, von einem Sterben zu reden ist einfach total überzogen.
     
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  13. Master Qui-Gon

    Master Qui-Gon Meister Joschka

    Disney muss Lukes Tod aus Episode VIII rausschneiden. Dann könnte wenigstens Episode IX noch was werden :D
     
  14. Darth_Seebi

    Darth_Seebi ganz böser Sith

    Dass "Solo" floppt hab ich schon laaaange vor TLJ vermutet. In wie weit TLJ "Solo" dann effektiv geschadet hat, wird sich wohl schwer ausmachen lassen.

    EP9 wird ziemlich sicher die Mrd wieder einspielen. Zum Einen ist es das Finale einer EPISODEN-Trilogie (bei den Episoden ist generell das allgemeine Interesse größer als bei den Spin Offs). Und zum Anderen war TLJ nicht der Über-Reinfall als den ihn die Basher gerne hinstellen. Der Film hat mit 7,3 eine höhere IMDB-Bewertung als jedes der Prequels mit Ausnahme von EP3. Auch auf Rotten Tomatoes wird der Film recht gut bewertet. Finanzell dürfte der Film zwar ne kleine Enttäuschung für Disney gewesen sein (300 Mio unter den Prognosen), aber immer noch im Rahmen (hat über eine Mrd eingespielt, war der erfolgreichste Film des Jahres, kurz sogar in den Top10 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten).

    Ich sehe auch die Gefahr der Übersättigung und das SW das Besondere verliert. Aber totreden brauch man es noch lange nicht. Auch wenn TCW dank der geringen Kosten kein Flop, im Gegensatz zu "Solo," war, hatte der Film noch weniger Besucher. Vom Einspiel, den Kritikerwertungen und Massengeschmack (beruf mich auf IMDB-Wertungen) ist die Disney Ära sogar immer noch erfolgreicher als die PT-Ära.
     
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  15. Sebastian_W

    Sebastian_W junges Senatsmitglied

    1.Also es sind nicht "meine" Fakten, denn jeder der Google bedienen kann, wird sie auch finden.
    2.Zb. hier: https://www.reddit.com/r/StarWars/comments/8pc883/the_last_jedi_blu_ray_sales_drop_to_56_of_force/ Nicht mal annähernd so erfolgreich wie TFA.
    3.Mit so einem schlechten Ergebnis von Solo habe ja selbst ich, als eher skeptisch blickender Fan, nicht mal gerechnet. Zu Deadpool,Avengers wurde an anderer Stelle alles gesagt.
    4. Wie kommt man drauf, das Solo so positiv ankommt? Klar, er wird besser aufgenommen als TLJ. Das ist jetzt aber auch keine Kunst. Ich hab nichts gegen Solo. Der Film ist ganz ok, nervt nicht, aber macht auch nichts überragend. Das scheint auch in den sozialen Medien eher der Tenor zu sein. Rotten Tomatoes (65%), Metacritic(6.1] und auch imdb(7.2) nehmen sich da nicht viel.
    5. Es spricht dafür, das etwas schief läuft. Nicht nur bei der Produktion von Filmen, sondern auch in der gesamten Ausrichtung, in der Kommunikation mit den Fans. Und wenn etwas auf verschiedenen Ebenen schief läuft und man nichts dagegen unternimmt, sondern immer mehr Öl ins Feuer gießt, was seit vielen Monaten der Fall ist, was passiert dann? Ich sage nicht, das es jetzt und sofort passiert, das wäre völlig vermessen. Aber wenn man alles so weiterlaufen lässt liegt Star Wars früher oder später auf der Intensivstation. TLJ hatte einen krassen Einbruch, Solo ist gefloppt. Irgendwas muss sich tun. Ep9 ist jetzt richtungsweisend.
     
  16. Luther Voss

    Luther Voss Jetzt in der Goldversion

    Ach, gehts jetzt schon um den Untergang von Star Wars ( mal wieder )? Das knöpft mir nur ein Schmunzeln ab.
     
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  17. Admiral X

    Admiral X Ober - Headbanger

    Star Wars und untergehen? Kann ich nicht sehen, und das sage ich jetzt nicht, weil ich ein (vielleicht manchmal zu) unkritischer Fan bin, sondern weil ich es der Realität gegenüber nicht für angemessen halte. Ja, Solo floppt eher an den Kinokassen, doch wie @Put Put schon richtig gesagt worden ist, stehen die Zahlen aus dem Heimkino noch aus. Und auch TLJ, kam doch insgesamt nicht so schlecht an, wie man oft den Eindruck hat, oder? Auch wenn es nicht repräsentativ für das ganze Fandom ist, aber wenn man mal als Anhaltspunkt unsere hauseigene Umfrage nimmt, so hat die Wertung 8/10, was ja durchaus schon im Übergangsbereich von "Gut" zu "Sehr gut" verortet werden kann, die meisten Stimmen. Dicht gefolgt von 7/10, was immer noch deutlich im positiven Bereich ist und dann, mit nur fünf Stimmen weniger nach aktuellem Stand, 9/10. Sogar 10/10, die Höchstwertung (!) ist noch häufiger als das Meiste, was ab 6/10 abwärts anwählbar ist. Lediglich 3/10 ist häufiger, und das ist natürlich schon gewissermaßen ein Statement, keine Frage. Dennoch kann sich eine tendenziell deutlich positivere als negative Bewertung schon ablesen lassen.

    Ebenfalls ist vielleicht in dieser Frage noch zwischen Wertung durch "normale" Fans und durch Kritiker zu unterscheiden, dazu ein Zitat aus Wikipedia (so zum Thema wissenschaftlich arbeiten ;) ): "Der Film wurde von Kritikern überwiegend positiv bewertet. Die Reaktionen der Zuschauer fielen dagegen gemischter aus."

    Man könnte jetzt hinterfragen, woran das liegt? Vielleicht spielen da doch wieder die von mir bereits erwähnten Erwartungshaltungen der Fans eine Rolle, in der sich manch einer möglicherweise doch etwas zu sehr hineingesteigert hat. Das jedenfalls ist oft mein Eindruck, für mich lesen sich viele negative Meldungen zu dem Film nach dem Motto "Ich find den Film scheiße, weil X, Y und Z nicht/anders passiert sind". Ich habe es schon einmal gesagt und ich weiß auch aus Erfahrung, dass man sich mit dieser Sichtweise nicht immer Freunde macht, aber meiner Ansicht nach sind weder Disney, noch Kennedy, noch Johnson, noch Abrams, noch sonst wer irgendwie dazu verpflichtet, die Erwartungen der Fangemeinde zu erfüllen und die Filme, salopp formuliert, so zu machen, wie die Fans sie gerne hätten. Natürlich ist nicht jeder, der den Film kritisiert, so eingestellt, aber die Haltung "Der Film is' kacke, weil er nicht so ist, wie ich ihn mir vorgestellt hab" hat doch irgendwo schon etwas von Großspurigkeit, als wäre man selbst der Ober-Capo und die eigene Vision das Maß aller Dinge. Das kann ich halt noch immer nicht so ganz nachvollziehen. Ich will damit nicht sagen, dass man keine Erwartungshaltung haben soll, hatte ich auch, und auch ich habe mir bei Episode VIII an der einen oder anderen Stelle gedacht "Okaaay... des hab i mir jetzt ganz anders vorgstellt" ;) Völlig normal. Aber ich finde es eben wichtig, sich selbst für Abweichungen von den eigenen Erwartungen offen zu halten, sonst kann man im Grunde nur enttäuscht werden. Es gibt davon abgesehen sicher gute Gründe, warum man eventuell keinen Gefallen an dem Film findet, aber einen Film als schlecht zu bezeichnen, weil er der eigenen Vision nicht entspricht (oder schlimmer noch übrigens, weil "zu viele" Frauen dabei sind, aber das ist ein anderes, gesellschaftlich gesehen trauriges Thema), finde ich persönlich befremdlich.

    Und das ist denke ich ein Unterschied, um langsam mal wieder den Bogen zurück zum eigentlichen Thema zu spannen, zwischen der Sichtweise eines "einfachen" Fans und eines Filmkritikers. Letzterer ist natürlich auch nur ein Mensch und nicht die oberste Instanz und kann und wird gewisse Erwartungen haben, dennoch denke ich, dass so eine Tätigkeit dazu beiträgt, Filme doch irgendwo aus einem anderen, nicht ganz so persönlichen Blickwinkel heraus zu betrachten, bzw. auch den Film ganzheitlich zu sehen und all seine Aspekte mit einfließen zu lassen. Denn mal im Ernst, so wie Wertungen von 10/10 sicher auf viel Fan-Herz beruhen, so sind Wertungen von 1/10 doch wirklich der "Realität" gegenüber ebenfalls nicht angemessen. Denn selbst wenn man Storyverlauf, Charakterentwicklung, Entscheidungen etc. schlecht findet, sind das ja nicht alle Bestandteile des Films und alleine schon der technische Aspekt sollte eine derart niedrige Wertung verhindern - interessant auch zu sehen bei der Umfrage letztens für eine Seminararbeit, dass die, die den Film an sich schlecht benotet haben, die Effekte oftmals dennoch positiv benotet haben. 1/10 ist ein Film, bei dem eben wirklich GAR NICHTS funktioniert, weder inhaltlich, noch technisch (vereinfacht gesagt, man kann da sicher noch detaillierter abstufen) und gerade letztgenannter Aspekt lässt eigentlich objektiv betrachtet wenig Raum für Kritik zu, mal abgesehen vielleicht von einem gewissen und in der Tat nicht sonderlich gut aussehenden Plastik-Grillhendl ;) Lange Rede, kurzer Sinn: Natürlich sind auch "professionelle" Kritiken nie ganz objektiv, das geht auch schlichtweg nicht, weil wir alle nur Menschen sind. Dennoch glaube ich, dass sich Filmkritiker stärker darüber im Klaren sind, was man mit einer Wertung von 1/10 oder meinetwegen auch 10/10 eigentlich aussagt und dass dies, bei aller zugestandenen Subjektivität und Individualität in den seltensten Fällen wirklich angemessen ist und oft eher auf einer sehr emotionalen Reaktion, in die eine oder andere Richtung, erfolgt.
     
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  18. Darth Stassen

    Darth Stassen I am the Senate Premium

    Richtig, verpflichtet sind sie nicht, die Filme so zu machen, wie es die Fans gerne hätten. Es empfiehlt sich aber aus wirtschaftlicher Sicht. Wir sind bei SW immerhin in einem milliardenschweren Franchise und nicht im Arthouse.

    Nimmt man mal beispielhaft an, dass man 5 Kinobesucher (der Einfachheit halber angenommen, dass alle grundsätzlich den selben Filmgeschmack haben. In diesem Fall wäre das "Star Wars") hat. Dann ist es wirtschaftlich sinnvoller einen konservativen Film zu drehen, der deren Erwartungen so bedient, dass 5 Mal eine Bewertung im Rahmen von 6-8 Punkten rauskommt, als einen experimentelleren Film zu drehen, den 3/5 mit 10 Punkten und 2/5 mit 3 Punkten bewerten. Denn bei ersterem ist die Chance größer, dass alle 5 in die Fortsetzung gehen, als bei letzterem, bei dem sich dann eventuell diejenigen verabschieden, die den Film nur mit 3 bewertet haben.

    Oder um mal einen - zugegebenermaßen etwas schiefen - Vergleich zu bringen: Wenn ich in ein Restaurant gehe und ein Rindersteak bestelle, bei dem ich davon ausgehen kann, dass es medium ist, weil ich nichts anderes dazu gesagt habe, dann schmeckt es mir vielleicht noch oder vielleicht sogar besser, wenn ich das Steak englisch oder well done bekomme. Wenn mir der Kellner aber ein Fischfilet bringt, dann kann es sein, dass es das beste Fischfilet der Welt ist, aber ich bin trotzdem unzufrieden, weil es eben kein Steak ist, und lasse eine schlechte Bewertung da bzw. besuche das Restaurant nicht mehr.

    Das heißt jetzt nicht, dass ich grundsätzlich dagegen bin, etwas Neues zu versuchen. Im Gegenteil, ich dürfte wohl einer der lautesten Kritiker hier sein, wenn es darum geht, dass bei TFA zu sehr auf Nummer sicher gegangen wurde. Aber man darf sich halt auch nicht wundern, dass das Publikum es nicht goutiert, wenn man es mit dem Brechen der Erwartungen zu sehr übertreibt.
     
  19. Put Put

    Put Put weiser Botschafter


    Also ich denke, dass man Media Markt als repräsentativ für Verkäufe in Deutschland bezeichnen kann.
    Ich komme grad von dort.
    Dort hängen ja immer die Top 20 aus.
    Last Jedi ist von 2 auf die 1 gerutscht.
    Rogue One und Force Awakens waren in der Vorwoche gar nicht in den Charts und sind von "0" (dort steht Vorwoche 0) in die Top 20.
    RO 9 und TFA 15 wenn ich mich richtig erinnere.
    Und das kurz nach dem Solo Kinostart.
    Das ist kein Zufall und spricht halt genau gegen die "Star Wars stirbt" Aussage.
     
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  20. Sebastian_W

    Sebastian_W junges Senatsmitglied

    Genau so ist es. Dein Beispiel gilt so ziemlich für jedes Unternehmen. Es ist doch auch einfach nur logisch. Daraus folgt: Wer seine Zielgruppe bzw. seine treuen Kunden nicht entsprechend bedient, wird früher oder später rote Zahlen schreiben oder zumindest keine zufriedenstellenden Einnahmen erzielen.

    btw. an einen vollständigen Tot der Marke Star Wars glaube ich natürlich nicht, dafür ist man einfach zu sehr in der Popkultur verankert. Vllt. sind Sätze wie "Im sterben liegen" wirklich einen tick zu dramatisch gewählt und drücken nicht das aus, was ich eigentlich meine. Wirtschaftliche Erfolge wie TFA wird man aber nach aktueller Lage auch nicht mehr einfahren. Dafür hat man mit TLJ zu viel schaden angerichtet. Ich bezweifle sogar recht stark das man überhaupt wirtschaftliche Konstants reinbekommt. Ep9 kann, wenn gut, vllt. etwas versöhnen und nochmal knapp über eine Milliarde schießen. Alles andere kann aber durchaus recht schwankend aufgenommen werden. Vor allem da die Filme in kurzen Abständen erscheinen. Kurz: Solo wird, wenn alles beim alten bleibt, vermutlich kein Einzelfall bleiben.
     

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