Mon Calamari (Calamari-System)

Mon Calamari - Coral City- abgesichertes Gebäude (Senat)-Sitzungssaal – versammelter Senat


Als Casia ihre Rede beendet hatte und das Podium verließ, herrschte kurz Stille im Saal. Aber dann brach ein stürmischer Applaus los.
Casia lächelte leicht und nickte einigen bekannten Gesichtern auf dem Weg zu ihrem Platz kurz zu, aber sie wußte, daß es einige gab, die sich wünschten, sie wäre in der politischen Versenkung geblieben.
Erleichtert setzte sie sich auf ihrem Platz neben Maurice.
Erleichtert darüber, daß das Versteckspiel ein Ende hatte. Sicherlich war der Widerstand auf Corellia eine wichtige Sache, aber wirklich nützlich war sich Casia nicht vorgekommen. Sie war einfach zu bekannt, als daß sie sich bei wichtigen Operationen hätte beteiligen dürfen und zu lange immer aktiv gewesen, um sich mit der Sicherheit verbundenen Langeweile und Tatenlosigkeit abzufinden.

Casia wandte ihren Kopf zu Maurice, der sie prüfend musterte.



"Dir ist bewußt, daß sich viele nun fragen werden, ob du wieder in das politische Leben zurückkehren willst oder ob das nur ein Gastspiel war."

sagte Maurice leise zu ihr.


“Ich sage dir, Maurice, alles ist besser als diese Untätigkeit. Vielleicht gibt es hier für mich einen Job.“


meinte Casia lächelnd, aber mit den Schultern zuckend.
Während dessen wurden die Abgeordneten zur Abstimmung aufgerufen. Casia selbst stimmte nicht ab, denn Corellia hatte eine Stimme und Minga würde diese Stimme für Corellia wahrnehmen.
Als die Abstimmung beendet war, gab es eine Sitzungsunterbrechung, damit die Stimmen ausgewertet werden konnten.
Maurice hatte Casia kurz vorher aus dem Saal gelotst, um dem größten Andrang zu entgehen.
Sich leise unterhaltend schritten die beiden durch die Lobby, während Maurice sie immer wieder auf einige Abgeordnete hinwies, ihren Namen und ihre Position nannte.
Casia mußte sich alle Namen merken. Es machte bei weitem einen besseren Eindruck, wenn man sein Gegenüber nicht erst fragen mußte, wer war.
Und schließlich betraten Maurice und Casia das Cafe, wo sich zahlreiche andere Senatoren und Senatsangstellte aufhielten, um dort die Sitzungspause angenehmer verbringen zu können.
Casia erblickte die Senatorin von Naboo, die aufgrund ihrer Größe nicht zu übersehen war und einige Begleiter.
Aber bevor sie es sich noch anders überlegen konnte, trat sie auf Peppi und ihre Begleiter zu.



"Guten Tag. Senatorin Moss, Ministerin Visari!“


begrüßte Casia Peppi und die Ministerin für Innere Angelegenheiten. S
Gut, daß sie mit Maurice jemanden an der Seite hatte, der ihr alle Namen und Positionen, soweit er sie kannte, nennen konnte. Auch für diesen Fall der Fälle war Maurice im Senat geblieben.



“Und Sie sind der Vertreter des Tibrin-System?"


fragte sie freundlich. Maurice hatte zwar sein Datapad, aber die weiteren Informationen nicht aufrufen können, weil Casia so spontan auf die Gruppe zugetreten war.


"Senatorin Moss, ich möchte Ihnen zu ihrer gelungen Rede gratulieren. Ich bin gespannt, ob sie dieses Wagnis auszahlen wird."


Casia reichte der Gungan lächelnd die Hand.



Mon Calamari - Coral City- abgesichertes Gebäude (Senat)-Lobby- Cafe – Peppi Moss, Kalma Visari, Ulo Sammandi, Botschafterin Forlin und Casia de Lieven
 
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[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby] mit Peppi Moss sowie diversen Politikern und Diplomaten

Ulo Sammandi war sehr zufrieden damit, dass es ihm gelungen war, die Gelegenheit beim Schopf zu packen und ein paar Worte unter vier Augen mit Peppi Moss zu wechseln. Denn dieser Augenblick war, wie erwartet, schnell vorübergegangen. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis andere Politiker hinzu kamen. Moss stand immerhin im Mittelpunkt des Tagesgeschehens. Um die Interviews und Pressekonferenzen, die heute und in den nächsten Tagen auf die junge Politikerin zukommen würden, beneidete Sammandi sie nicht.

Die Innenministerin Kalma Visari war es, die zuerst hinzukam. Sie stellte sich mit vollem Titel vor, auch wenn das natürlich unnötig war, denn wer nicht einmal wusste wer gerade den verschiedenen Ministerien vorstand, hatte im Senatsgebäude nichts zu suchen. Allerdings hatte der Ishi Tib den Eindruck, dass Visari ihre Amtsbezeichnung nur der Vollständigkeit halber nannte, nicht um damit zu prahlen.

»Ulo Sammandi, Senator von Tibrin«, sagte er mit respektvollem Nicken, als er ihre dargebotene Hand ergriff.

Natürlich war die Ministerin mit einer ähnlichen Intention an die Senatorin von Naboo herangetreten wie auch er: Sie beglückwünschte die Gungan für ihren bemerkenswerten Auftritt und erklärte ihre Sympathie mit Moss' Zielen. Wenngleich sie nach Ulo Sammandis Auffassung die Sache ein wenig zu einseitig darstellte, indem sie die Vorteile des humanitären Einsatzes so stark hervorhob - so als wäre keine Waffengewalt damit verbunden. Überhaupt hatte man in der Versammlung nur über die Sinnigkeit und Durchführbarkeit eines militärischen Einsatzes im Osarian-System gesprochen, nicht aber über die moralischen Implikationen. Sammandi bedauerte mittlerweile, dass er nicht selbst ums Wort gebeten hatte.

Schon nach kürzester Zeit kam noch eine weitere Person hinzu. Sammandi erkannte Ex-Kanzlerin Casia de Lieven. Was für ein Glück, dass er heute die Gelegenheit hatte, sich mit einigen bedeutenden Persönlichkeiten der neurepublikanischen Politik bekannt zu machen. Auch de Lieven war er noch nicht persönlich begegnet. Dass er der Vertreter von Tibrin war, hatte sie jedenfalls nicht gewusst, sondern erraten, und seinen Namen kannte sie offenbar nicht.


»Ganz recht«, sagte er. »Ulo Sammandi. Es ist mir ein Vergnügen, Miss de Lieven

Und nachdem auch sie ihre Glückwünsche ausgerichtet hatte, fuhr er in freundlichem Plauderton fort:

»Nun, Ihre Beteiligung an der Debatte scheint ja ebenfalls großen Eindruck bei den Abgeordneten gemacht zu haben, Senatorin.« Er war sich nicht ganz sicher, hoffte aber, dass sie diesen Titel noch trug. »Jedenfalls haben Sie einiges dazu beigetragen, Ms. Moss' Position zu stärken; noch mehr als der Auftritt der Rhommamoolier, möchte ich meinen. Zweifellos werden Sie heute abend mehr zu feiern haben als ich. Auch Ihnen meinen Glückwunsch, wenn auch ein paar Minuten verfrüht, aber nachher werden Sie sich vor Journalisten nicht mehr retten können.«

Gar so herzliche Komplimente wie Peppi Moss wollte er der Corellianerin jedoch nicht machen. Ihre Motive schätzte er etwas anders ein als die der jungen Gungan, die - aller brutalen Realität zum Trotz - vor allem ihren Idealen zu folgen schien. De Lievens Haltung war seiner Einschätzung nach wesentlich pragmatischer. Ähnlich wie D'Orcast verfolgte sie dabei vor allem ihre eigenen Ziele: Einen schnellen Vormarsch in Richtung Corellia. Was man ihr als Corellianerin natürlich nicht übel nehmen konnte.

[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby] mit Peppi Moss, Kalma Visari, Casia de Lieven
 
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Casia blickte den Ishi Tib freundlich an.


"Sehr erfreut, Senator Sammandi. Das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite."


erwiderte sie. Dabei fiel auf, wie sehr ihr die politische Bühne doch gefehlt hatte. Sicherlich hatte sie in ihrem Leben viele Posten innegehabt und auch viele Schlachten geschlagen. Aber aus einer Familie stammend, die schon die Geschicke der Alten Republik und den darauffolgenden Widerstand gegen den ersten Imperator im Zuge der Allianz mitbestimmt hatte, war Politik nun einmal ihre Berufung.


"Nun, das kann ich mir vorstellen, daß es in irgendeiner Form sicherlich Eindruck gemacht."


lachte Casia sich an das Schweigen erinnernd.


"Ich denke, so manchem wäre lieber gewesen, ich wäre ein Trugbild der Sinne. Ein Alptraum im Sitzungsschläfchen."


amüsierte sich Casia. Aber es ließ sich nicht von der Hand weisen, daß sie einen gewissen Rückhalt in der Republik genoss.
Aber als der Senator meinte, daß Casia mehr Grund zum Feiern haben werde als er, blickte sie ihn erstaunt an.



"Also im Moment sehe ich keinen Grund zum Feiern, muß ich gestehen."


Feiern konnte man, wenn die Republik wiederhergestellt war. Und selbst war fraglich, ob es wirklich ein Anlaß zum Feiern gab, denn der blutige Krieg hatte zahlreiche Opfer gefordert. In Anbetracht dieser Umstände war Casia weniger zum Feiern zumute.
Als der Senator die Presse erwähnte, blickte Casia kurz zu Maurice, der von einem Ohr zum anderen grinste.



"Also ich hoffe doch sehr, daß die Journalisten Senatorin Moss, werde ich die Gelegenheit nutzen, unauffällig zu "verschwinden"."


Casia wußte auch, warum ihr Sekretär so grinste. Das Verhältnis von Casia und der Presse war allerhöchstens mit Waffenstillstand zu bezeichnen.
Casia schätze die Presse deswegen nicht, weil sie ihr Leben meistens im Licht der Öffentlichkeit verbracht hatte. Ihre Privatsphäre war ihr heilig.
Und selbst als Kanzlerin hatte sie wenig direkten Kontakt zur Presse gehabt. Ihr Büro gab die Erklärungen heraus.



"Ich habe nämlich keine sonderliche Lust, mich fragen zu lassen, warum ich dieses absolut lächerliche Argument bezüglich des Einflußes auf den Corellian Run angeführt habe."


Im Nachhinein ärgerte sie diese Tatsache doch ein wenig.



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[Mon Calamari - Coral City - Senatsgebäude - Café in der Lobby] Peppi, Ulo Sammandi sowie diverse Politiker und Diplomaten

Der Senator von Tibrin meinte es bestimmt gut, als er Peppi einen ziemlich langatmigen Vortrag hielt, bei dem er Kompromisse mit Dosierungen verglich. Ihr fiel dabei auf, dass er irgendwie genauso wie ihre eigenen Großeltern klang – dieses Verhalten schien auch bei anderen Spezies das gleiche zu sein. Sie nickte höflich, als er schließlich doch noch die Kurve zum ursprünglichen Gesprächsthema bekam.

„Ich werde mein Bestes tun,SenatorSammandi, damit meine Bilanz positiv ausfällt. Sie haben einen sehr schönen Vergleich gewählt und ich denke, dass wir bestimmt eine weitere Gelegenheit finden, bei der wir uns in Ruhe unterhalten können…“

Peppis Caf war nur noch lauwarm, aber sie kam immer noch nicht dazu, ihn auszutrinken, als plötzlich Kalma Visari, Innenministerin der Neuen Republik und Senatorin von Alderaan, sich in das Gespräch einklinkte. Das war wirklich eine Überraschung, dass eine solch hochrangige Politikerin sie ansprach und sie traute kaum ihren Ohren, als Ministerin Visari ihr ein großes Lob für ihren Einsatz für Rhommamool aussprach und dass sie viel von der Signalwirkung hielt, auf die Peppi so sehr hoffte.

„Vielen Dank, Ms. Visari, für Ihre freundlichen Worte - ich fühle mich sehr geehrt. Es freut mich wirklich zu hören, dass Sie ähnlich wie ich denken. Ich dachte schon, ich wäre die Einzige. Aber vielleicht wird das Imperium erkennen, dass es auf diese Weise nicht mehr weitermachen kann, wenn ihm immer mehr System abtrünnig werden “

Die junge Gungan konnte überhaupt nicht einschätzen, wie die verschiedenartigen Vertreter der Neuen Republik reagieren würden, dafür war sie einfach noch nicht lange genug dabei. Bis zu ihrer Ankunft auf MonCal kannte sie nur das überschaubare Umfeld der politischen Bühne von Naboo, bestehend aus Menschen und Gungans. Und hier war sie auf einmal mit völlig verschiedenen Intelligenzwesen konfrontiert, von denen viele Spezies ihr hier auf MonCalamari zum ersten Mal begegnet war. Ganz zu schweigen davon, wie unterschiedlich Menschen sein konnten.

Jedenfalls taten ihr die Worte der Innenministerin gut – nicht dass sie mit Kritik nicht umgehen konnte, aber nachdem sie sich ständig hatte rechtfertigen müssen, waren ihr diese freundlichen Worte sehr willkommen. Peppi konnte gar nicht weiter auf Ministerin Visari eingehen, da sich nun auch Casia de Lieven zu ihrer kleinen Gruppe gesellte und ihr für ihre gelungene Rede gratulierte.

Erst die Innenministerin, und dann die bekannte Ex-Kanzlerin! Nun wurde es doch ziemlich aufregend für Peppi.

„Ms. de Lieven, vielen Dank, ich habe versucht mein Bestes zu geben! Es war eine große Überraschung für den ganzen Senat, dass Sie hierher gekommen sind. Ich muss mich bei Ihnen sehr bedanken, dass Sie sich für mein Anliegen eingesetzt haben. Ich hoffe nur, dass der Senat sich hat überzeugen lassen“,

erwiderte sie und schaffte es, einen kleinen Schluck aus ihrer Tasse zu trinken. Senator Sammandi und Ms. de Lieven waren unterdessen in eine Unterhaltung verwickelt, die sie nicht stören mochte. Dabei fiel ihr auf, dass sich in der Nähe die junge Frau befand, die kurz vor der Ansprache hatte ermahnt werden müssen, ihre Holo-Kamera wieder einzupacken.

Peppi hatte erfahren, dass die grünhäutige Frau Minati Bella Forlin war, Botschafterin von Mirial, einem neutralen System. Sie tat ihr Leid, weil es eigentlich ihre Schuld war, dass sich die Aufmerksamkeit des gesamten Senats auf die Botschafterin gerichtet hatte. Die Senatorin von Naboo schickte ihre Assistentin an den Tisch der Mirialanerin.

„Verzeihen Sie, Botschafterin Forlin. Ich bin Coralie Mazelle, Assistentin der Senatorin von Naboo. Senatorin Moss hat mich gebeten, Ihnen auszurichten, dass sie sich dafür entschuldigen möchte, dass es wegen ihr vor ihrer Rede diesen kurzen Zwischenfall gegeben hatte. Wenn Sie möchten, können Sie sich gerne der Runde anschließen“,

lud Coralie die Abgesandte mit einer freundlichen Geste ein.

[Mon Calamari - Coral City - Senatsgebäude - Café in der Lobby] Peppi, Ulo Sammandi, Kalma Visari, Casia de Lieven, Minati Bella Forlin sowie diverse Politiker und Diplomaten.
 
[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby] mit Peppi Moss, Kalma Visari, Casia de Lieven, Botschafterin Forlin

Der Senator von Tibrin war überrascht darüber, dass Casia de Lieven ihr Argument, ein Eingreifen im Osarian-System würde eine günstige Ausgangslage für eine Offensive über den Corellian Run schaffen, als lächerlich bezeichnete. Er fand es ganz und gar nicht lächerlich. Und da de Lieven als Corellianerin sicherlich mit Herzblut an einer Befreiung ihrer Heimat gelegen war, einigen (zweifelhaften) Gerüchten nach sogar aktiv am corellianischen Widerstand mitwirkte, hatte es ihn nicht überrascht, dass sie auf diese Weise argumentiert hatte. Es wunderte ihn, dass sie - trotz des zu erwartenden Erfolges - selbst offenbar nicht sehr zufrieden mit ihrer Vorgehensweise war (und dass sie dies so offen zugab, vor fremden Politikern, deren Ziele und Ambitionen sie nicht kannte). Dies warf Fragen auf. Und die leichteste Möglichkeit, die Motive eines politischen Partners oder Gegners (was meist nicht ganz klar zu trennen war) in Erfahrung zu bringen, war eine direkte Frage. Zumindest in der Kommunal- und Globalpolitik von Tibrin. Sammandi hoffte, dass dies auch unter Menschen zutraf.

In möglichst unverfänglichem Ton, beiläufig an seiner Tasse nippend, fragte er:

»Es tut mir leid, Senatorin de Lieven, ich verstehe nicht ganz... Meiner Beobachtung nach kam dieses Argument gerade zur rechten Zeit. Es hat Ihnen sicherlich eine Menge Stimmen eingebracht. Oder glauben Sie nicht, dass Sie die notwendige Mehrheit für Ihre Sache mobilisieren konnten? Sehen Sie deshalb keinen Grund zum Feiern?«

So lange seine politische Karriere nun schon dauerte, hatte Ulo Sammandi immer von seiner Fähigkeit profitiert, seine Aufmerksamkeit auf mehrere Ereignisse in seiner Umgebung aufzuteilen, ohne sich eine Ablenkung anmerken zu lassen. So konnte er sich mit der Ex-Kanzlerin unterhalten und gleichzeitig beobachten, dass Peppi Moss ihrer Begleiterin einige Anweisungen gab.

Moss'
Assistentin ging hinüber zu einem der Tische und sprach eine Politikerin an. Sammandi erkannte die Frau, die vorhin auf etwas peinliche Weise aufgefallen war. Offenbar ließ die Senatorin von Naboo sie einladen, sich dem Gespräch anzuschließen. Der Ishi Tib hoffte, dass sie dieser Bitte nachkam. Es interessierte ihn nämlich, um wen es sich handelte. Ein kurzer Blick in den Computer hätte ihn aufklären können, aber dazu war nun wirklich keine Zeit. Ulo nahm sich vor, seiner Assistentin nie wieder an einem ereignisreichen Tag wie diesem freizugeben; er hätte sie heute schon mehrmals gut gebrauchen können...

[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby] mit Peppi Moss, Kalma Visari, Casia de Lieven, Botschafterin Forlin
 
[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby | Peppi Moss, Kalma Visari, Casia de Lieven, Botschafterin Forlin]

Minati leerte langsam ihr Glas und warf immer wieder einen Blick auf ihr Com,welches sie dabei umständlich aus ihrer Tasche kramte.Sie seufzte leise.Die Mühlen der Bürokratie arbeiteten mal wieder langsam.Gerade als der Servierdroide ihr ein weiteres Gals "Blackmoon" hinstellte trat eine menschliche Frau an ihren Tisch.

„Verzeihen Sie, Botschafterin Forlin. Ich bin Coralie Mazelle, Assistentin der Senatorin von Naboo. Senatorin Moss hat mich gebeten, Ihnen auszurichten, dass sie sich dafür entschuldigen möchte, dass es wegen ihr vor ihrer Rede diesen kurzen Zwischenfall gegeben hatte. Wenn Sie möchten, können Sie sich gerne der Runde anschließen“,


überbrachte die Dame die Botschaft.Minati nickte ihr lächelnd zu und erhob sich.Sie griff nach dem Glas,erhob sich,ein weiteres mal auf ihr Com sehen,welches immer noch keinen Mucks machte,verstaute es wieder in ihrer Tasche und wandte sich der Gruppe zu.Kurz ließ sie ihren Blick über Selbige schweifen dann trat sie zu ihnen.Mit einem eleganten Knicks stellte sie sich vor.

"Botschafterin Minati Bella Forlin von Mirial zu ihren Diensten."

Ihre Augen huschten zu Senatorin Moss.

"Es gibt keinerlei Anlass sich zu entschuldigen.Ich hätte es ja besser wissen können.Es war wohl doch etwas zu naiv von mir zu glauben ich könne mir einige Aufnahmen selbst machen um sie später zu analysieren.

Ein Lächeln umspielte ihre Lippen und sie nippte an ihrem Glas.

"Und ich darf ihnen zu den Gelungen Reden gratulieren.Ich bin Überzeugt das ihr Vorhaben genau die Richtigen Wellen schlagen wird."

Wieder wanderte ihre Linke zu ihrer Tasche und verharrte darauf."Gedult,Bella,Gedult" schalt sie sich in Gedanken und nahm einen weiteren Schluck des eisgekühlten "Blackmoon".

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Casia lachte leise, als Peppi von der Überraschung sprach, die sie dem Senat bereitet hatte.


"Man konnte eine Stecknadel fallen hören. Senatorin Moss, ich habe keine Zweifel daran, daß sie den Sieg bei dieser Abstimmung davontragen werden. Aber diesen Sieg hätten sie auch ohne meine Rede in der Tasche gehabt. Ich habe nur ein wenig dazu beigetragen, den Sieg eindeutiger zu machen, denke ich."


Es müßte mit dem Teufel zugehen, wenn die Abstimmung negativ verlaufen sollte.
Aber dann fragte Ulo, warum sie dieses Argument für lächerlich hielt.
Casia sah Ulo erstaunt an.



"Nun es ist kein Geheimnis und für mich als Corellianerin noch weniger als für andere, daß die Systeme damals bestenfalls neutral waren. Das Imperium hat auch nicht erst diese Systeme erobert, bevor sie Corellia angegriffen haben."


erwiderte Casia.


"Im Gegenteil, Rhommamool könnte sich aus militärischer Sicht als außerorderntlicher Klotz am Bein erweisen. Wir wissen, daß das Imperium mit seinen Eroberungen nicht Schritt halten konnte. Zudem wissen wir auch, daß der Bürgerkrieg zu einer weiteren Schwächung geführt hat. Die Verluste der letzten Zeit sprechen Bände."


erklärte sie ruhig ihre Ansicht.


"Die Befreiung Rhommamools bindet militärische Kräfte. Es ist ausgeschlossen, dort eine Befreiung durchzuführen und dann wieder einfach zu verschwinden. Es wird dauern, bis sich Osarian mit der Emanzipation Rhommamools abfinden wird."


Casia hoffte, daß Ulo ihr folgen konnte.


"Nun, das Imperium hat keine Möglichkeiten Corellia abzuriegeln. Eine Blockade ist meiner Ansicht nach ausgeschlossen. Also was würde die NR daran hindern, erst einmal Corellia zu befreien und zu hoffen, daß sich die weiteren Systeme der Sogwirkung anschließen?"


Eigentlich nichts war die logische Antwort. Die Republik war wieder im Aufwind.


"Aber Rhommamool mag für Corellia nicht zwangsläufig wichtig sein, aber für die Republik ist dieser Planet unglaublich wichtig. Denn es zeigt, daß wir uns in der Lage sind, über unseren Tellerrand hinauszuschauen. Es zeigt, daß wir Ideale haben und bereit sind anderen zu helfen. Das war für mich der entscheidende Aspekt, nämlich daß die NR beschränkt ist auf ihre eignen Probleme und blind für die Probleme anderer. Es ist ein Zeichen, daß die Republik lebt."


Dies war auch für Casia in jungen Jahren der wichtigste Punkt gewesen, als sie der Allianz beigetreten war. Casia war Corellianerin, aber vor allem aber eine Republikanerin.


"Meines Erachtens werden wir dann erst feiern können, wenn wir wirklich Frieden haben. Aber ich habe wenig Sorge, daß die notwendige Mehrheit nicht zustande kommen wird. Die halbe Stunde ist auch gleich vorbei."


Aufmerksam blickte sie die junge Botschafterin an, die von Peppis Assistentin zu der kleinen Gruppe geladen wurde und hinzutrat.
Sie hatte von dem kleinen Zwischenfall nicht viel mitbekommen, weil sie gerade erst in den Saal gekommen war.



"Botschafterin Forlin, ich bin erfreut sie kennenzulernen. Es ist Senatorin Moss Rede und ihr gebühren die Gratulationen. Ich habe lediglich improvisiert und habe die Gunst der Stunde genutzt, um gewisse Dinge in Erinnerung zu rufen."


lerwiderte sie lächelnd die Begrüßung.
Eigene Aufnahmen im Senat waren so eine Sache, obwohl Casia Stein und Bein darauf schwor, daß manche Abgeordnete sich ihre eignen Aufnahmen machen ließen.




Mon Calamari - Coral City- abgesichertes Gebäude (Senat)-Lobby- Cafe – Peppi Moss, Kalma Visari, Ulo Sammandi, Botschafterin Forlin und Casia de Lieven
 
[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby | Ulo Sammandi, Peppi Moss, Kalma Visari, Casia de Lieven, Botschafterin Forlin]

Ulo hatte der ehemaligen Kanzlerin aufmerksam zugehört und glaubte, ihre Ansichten und Ziele nun nachvollziehen zu können. Eine einfache, etwas naive Frage hatte ihm mehr Antworten gebracht als langwierige Computerrecherchen oder politische Winkelzüge. Ein einfacher Trick, den aber viele nicht beherrschten. Ja, die Politik folgte doch überall in der Galaxis den gleichen Regeln, egal ob auf Tibrin oder Mon Calamari.

»Ich stimme Ihnen in dieser Einschätzung der militärischen Lage zu, Senatorin«, sagte er. »Auch der Verteidigungsmister bemühte sich ja darzulegen, dass unser Militär trotz seiner derzeitigen Erfolge mit seinen Kräften haushalten muss.«

Er nickte nachdrücklich, um seine Worte zu untermalen; was ihm aufgrund seines Schnabels an Mimik fehlte, musste er mit Gestik wettmachen.

»Gerade in dieser Situation kann doch ein militärisches Eingreifen im Osarian-System nur zur Verschärfung und Verlängerung des Konfliktes beitragen. Ich bin kein Experte fürs Militär. Aber wir sind uns wohl einig, dass es einen raschen, endgültigen Sieg über die imperiale Kriegsmaschinerie keinesfalls geben kann.«

Er schaute de Lieven mit festem Blick in die Augen. Mit kräftiger, fast beschwörender Stimme, sagte er:

»Rhommamool könnte, wie Sie sagen, ein mächtiges Zeichen dafür sein, dass die Republik für ihre Ideale eintritt. Aber zu ihren Idealen sollte auch das Streben nach Frieden zählen. Stattdessen zeigen wir, dass Gewalt nicht nur der Selbstverteidigung, sondern auch dem Erreichen von politischen Zielen dienen darf.«

Bei dem Eifer, mit dem er dieses Thema verfolgte, wäre er beinahe lauter geworden. Als er dies merkte, atmete er tief durch, schaltete einen Gang zurück und sprach dann in ruhigerem Ton weiter:

»Sofern wir nicht die totale Unterwerfung des imperialen Raumes zu unserer Doktrin machen wollen, kann es echten Frieden nur auf diplomatischem Wege geben. Solange wir uns nicht bemühen, die Auseinandersetzungen durch den Dialog mit unseren Gegnern zu beenden, ist jedes Zeichen, das wir in die Galaxis senden, ein falsches.«

In diesem Augenblick kam die Abgesandte Mirials hinzu und stellte sich vor. Es war tatsächlich die Frau, die durch den Versuch, Aufzeichnungen der Sitzung zu machen, aufgefallen war. Der Ishi Tib wollte ihr dabei keine bösen Absichten unterstellen; er verstand sie eigentlich recht gut. Selbst der beste Protokolldroide konnte einen nicht auf alle Tücken und Fallen der Etikette vorbereiten.

»Ich bin Ulo Sammandi, Senator von Tibrin«, sagte er mit freundlicher Stimme und einer leichten Verbeugung.

»Botschafterin Forlin, erlauben Sie mir die Frage, wie Sie als Vertreterin Mirials die neuesten Entwicklungen einschätzen? Denn wir sprachen gerade darüber, welches Signal die Republik mit Debatten wie dieser an neutrale Systeme vermittelt. Ihre - natürlich inoffizielle - Meinung würde mich sehr interessieren.«

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[ Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | ziviler Raumhafen – Landebucht 22/23/A | „Prestige“ | Büro | mit Ten Dhur ]

Regungslos ruhte die silberne Sternenyacht der Horizon-Klasse, die „Prestige“, in der geräumigen Landebucht 22/23/A des großen, zivilen Raumhafens von Coral City. Für die Besatzung hatten die letzten Vorbereitungen für den geplanten Start für den recht langen Flug nach Lianna begonnen. So entfernten ein paar Mechaniker gerade die schweren Schläuche, die bei dem luxuriösen Schiff noch etwas Treibstoff zugeführt hatten, und ließen im Anschluss noch einmal einen aufmerksamen Blick über die silberne Yacht gleiten. Nur selten hatten diese paar Männer ein Schiff, das so teuer war und einer so berühmten Person des öffentlichen Lebens gehörte. Denn Sian Nunb, der aktuelle Minister für Verteidigung, war der alleinige Eigentümer der exklusiven „Prestige“.

Im Inneren herrschte ebenfalls eine angenehme Betriebsamkeit. So saßen im Cockpit der Navigator und der Pilot, die sich um diverse Angelegenheiten für den Flug kümmerten. Zusätzlich gingen der derzeitige Co-Pilot sowie dessen kleiner Astromech-Droide, eine mattschwarze R4-Einheit, in aller Ruhe durch das Schiff. Sie nahmen letzte Wartungen im Maschinenraum vor. Auf diese Weise hatte die gesamte sullustanische Mannschaft, die für ein ziviles Schiff ziemlich groß war, noch sehr viel zu tun bis zum Start. Stets waren sich die drei Personen der Berühmtheit bewusst, für die man Flug für Flug auf dieser exklusiven Yacht arbeitete. Jedoch zeichnete sich Sian Nunb nicht als einer der Politiker aus, die unzählige Extrawünsche und Launen besaß. Die meiste Zeit hielt sich der Minister in seinen Privaträumen auf und störte so die überschaubare Mannschaft kaum.

Zur selben Zeit, in der die Mannschaft ihrer Arbeit nachging, befand sich der Verteidigungsminister der Neuen Republik in seinen eigenen Privatgemächern. Mit einem doch hörbaren Seufzer schaltete Sian den surrenden Holo-Projektor aus. Kurzfristig hatte sich der einflussreiche Kommandostab der Neuen Republik eine Sitzung abgehalten, um die Osarian-Debatte zu einem raschen Abschluss zu bringen. Der Sullustaner mit dem sehr kleinen Wohlstandsbauch hatte an dieser Sitzung durch eine gesicherte Holo-Verbindung teilgenommen. Jetzt, wo der Entschluss feststand, fühlte sich der recht erfahrene Politiker etwas wohler. In der Sitzung waren drei Offiziere seiner Meinung gewesen und somit hatte man die Entscheidung, die das Osarian-System betraf, erst einmal zurückgestellt. Damit spürte der Politiker wieder den Aufwind, den er während der letzten Abstimmung verloren geglaubt hatte.


Ten Dhur, am Ende siegt doch die Vernunft“, bemerkte plötzlich Sian und griff dabei nach seinem Glas, das gefüllt mit Rotwein war. „Es ist immer die Vernunft, die siegt. Sie ist das scharfe Schwert in diesem – mit Worten geführten – Kampf.“

„Der KSNR folgt Ihrer Argumentation?“, fragte der Sekretär – etwas unsicher als sonst – nach. „Ist damit Ihr neuer Konkurrent, Baron D'Orcast, geschlagen?“

D'Orcast?“, wiederholte der ältere Sullustaner und stellte das Glas wieder auf seinen Schreibtisch. „Ich habe durch diese Entscheidung vielleicht eine einzelne, kleine Schlacht gewonnen, aber in der intergalaktischen Politik bedeutet das nicht besonders viel. Sie müssen verstehen, Mr. Dhur, dass in Debatten die Positionen immer wieder wechseln. Mal hat fühlt man den Aufwind, ein anderes Mal befindet man sich in einem tiefen, windlosen Tal.“

Der andere Sullustaner nickte. Dann herrschte einen flüchtigen Moment Stille zwischen den beiden Männern. Keiner sagte ein Wort, sondern hing jeweils seinen eigenen Gedanken nach. 'Lianna wird mir bei der breiten Bevölkerung nicht viel helfen', dachte sich Sian und nippte erneut an dem teuren Rotwein. 'Aber es hebt die Moral der Truppe – und deren Meinung könnte zukünftig die eine oder andere Abstimmung entscheidend beeinflussen.' Beiläufig griff der Politiker nach einer ganz dünnen Seite Filmsiplast, die sich mit den ranghöchsten Offizieren auf Lianna beschäftigte. Das Kommando hatte dabei ein General inne, der selbst eine Karriere bei den Sternjägern durchlaufen hatte. Es war General Eekar Oki – ein mittlerweile dicklicher Mon Calamari, der seit den ersten Tagen der Neuen Republik in – damals noch modernen – Y-Wings seinen Dienst angetreten hatte. Für Sian war dies ein erstes Treffen mit einem hochrangigen Offizier der Sternjäger. Bisher hatte er eher Offiziere der republikanischen Flotte kennengelernt. Jedoch störte sich der Sullustaner nicht daran.

„Minister Nunb...“, erklang auf einmal eine Stimme über die Lautsprecher. „Der Pilot bittet Sie kurz in das Cockpit.“

Diese sachlichen Worte rissen den sullustanischen Politiker aus seinen Gedanken über den General, der auf dem fernen Planeten Lianna auf ihn wartete. Blitzschnell richteten sich seine großen Augen auf seinen Sekretär. Schweigend räumte Ten Dhur einige Dinge zur Seite und wartete dabei auf die Reaktion seines älteren Vorgesetzten. 'Sind wir schon bereit für den Start?', fragte er sich und erhob sich dabei ganz gelassen. Noch einmal zupfte Sian an seiner teuren Kleidung und nickte dann kurz Ten Dhur zu, bevor die Privatgemächer verließen. Ruhig gingen die beiden Männer durch den sehr hell beleuchteten Korridor. Ohne einen Umweg ging man zum Cockpit der „Prestige“. Mit einem leisen Zischen öffnete sich die Tür zum Gehirn der sehr luxuriösen Yacht. Dort warteten schon die drei anderen Sullustaner auf den Minister. Flüchtig tippten sich die Piloten und der Navigator ernst an die Stirn. Dann wandten sich der Co-Pilot und der Navigator wieder ihren Armaturen zu.

„Nun...“, brach Sian Nunb plötzlich das Schweigen. „Was gibt es?“

„Die Flughafenkontrolle hat uns mitgeteilt, dass Sie einen Begleitschutz erhalten“, teilte der Pilot in einem ruhigen Ton mit. „Man hat den Mon Calamari-Kreuzer 'Phönix' angewiesen unsere Yacht auf dem Hyperraumflug nach Lianna zu begleiten. Der Kommandant, Commander Miral, hat uns einige Koordinaten für den Sprung gesendet.“

„Und im Orbit findet das Treffen mit diesem Kreuzer statt“, nahm Sian Nunb mit trockener Stimme nach.

„Richtig, Sir“, entgegnete der Pilot. „Wir werden die 'Phönix' zu gegebener Zeit kontaktieren.“

Ein paar Minuten später hob die silberne Yacht der Horizon-Klasse sanft vom Boden ab. Ein kleiner Repulsor nach dem anderen erwachte, während man gleichzeitig die beiden Ionentriebwerke auf die nötigte Betriebstemperatur brachte. Als das Schiff die richtige Höhe erreicht hatte, erwachten beide Triebwerke und das Schiff flog mit der nötigen Geschwindigkeit in Richtung Himmel. Immer mehr schrumpfte die planetare Hauptstadt, Coral City, bis sie irgendwann von den paar Wolken verdeckt wurde. Doch daran schien sich die „Prestige“ nicht zu stören. Begleitet von ganz leichten Rucklern durchflog die Yacht die Atmosphäre des blauen Wasserplaneten. Energisch kämpfte sich das Schiff bis in den Orbit, wo die Anziehungskraft mit jedem weiteren Kilometer mehr und mehr nachließ. In diesem Augenblick tauchte schon ein hellgrauer Mon Calamari-Kreuzer der Klasse 40a auf. Es war die „Phönix“, welche die luxuriöse Yacht auf ihrem Weg begleiten sollte. Schnell näherten sich die beiden unterschiedlichen Schiffe an und dann flog man gemeinsam in Richtung des Sprungpunktes, den die Navigatoren beider Schiffe ausgerechnet hatten. Dort sprang man dann endlich in den Hyperraum.

[ Hyperraum | nach Lianna | „Prestige“ | Cockpit | mit Ten Dhur und der versammelten Crew ]

[OP @ Ken Miral: weiter geht's im Weltraum (Republik)-Thread. Dort bitte den nächsten Beitrag posten]
 
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Casia lächelte leicht.


“Ich sagte Ihnen doch, daß wir für die Rückeroberung Corellias nicht den Weg über Rhommamool zu gehen brauchen. Es kann ein Hemmschuh werden, daß wir diesen Weg einschlagen.“


erwiderte Casia.


“Und ich stimme ihnen auch zu, daß es zu beträchtlichen Verzögerungen bei den Rückeroberungen kommen kann und sehr wahrscheinlich auch wird.“


Da gab es nichts zu beschönigen. Und als Vertreterin Corellias müßte sie das zwangsläufig stören.
Aber die Ideale der Republik waren manchmal leider auch der Realität anzupassen. Casia wußte das besser als manche anderen Senatoren.



“Ideale in allen Ehren, Senator. Aber das Imperium hat hinlänglich gezeigt, daß es auf die Ideale der Republik nicht viel Wert legt. Im Gegenteil, das Imperium hat keine Gelegenheit ausgelassen, diese Ideale mit Füßen zu treten. Aber Gewalt war, ist und wird niemals eine Lösung sein.“


bekräftigte Casia.


“Aber wir können aufgrund der Erfahrung der letzten Jahre sagen, daß das Imperium eine starke Republik nicht als „Gegner“ wahrgenommen hat.“


Diese Tatsache konnte nicht beschönigt werden.


“Die Republik war und ist an imperialen Gebieten nicht interessiert. Aber Verhandlungen können nur dann ernsthaft geführt werden, wenn sich Republik und Imperium auf Augenhöhe befinden. Außerdem bezweifele ich, daß grundlegende Einwände bestünden, wenn sich Rhommamool entschließen würde, seinen vormaligen Status der Neutralität einzunehmen.“


gab Casia zu bedenken.


“Es gibt keinen gerechten Krieg, auch wenn manche das gerne so auslegen würden. Es wird immer Ansichten geben, daß schon die Allianz und die daraus hervorgegangene Neue Republik eine Kriegserklärung dargestellt haben. Das kommt ganz auf die Absichten an, die man verfolgt.“


Casia zuckte mit den Schultern.


“Das Imperium kennt die Forderung der Republik. Ich bezweifele, daß es Kräfte im Imperium gibt, die diesen Forderungen nachkommen wollen. Und deswegen bleibt die Option von Verhandlungen zu friedlichen Übergabe unserer noch besetzten Planeten ein frommer Wunsch. Leider.


Casia sah, daß Maurice ihr ein Zeichen gab.


“Das Ergebnis der Abstimmung wird nun bekannt gegeben. Wollen wir hineingehen?“


fragte Casia die Anwesenden, während sich das Cafe bereits zu leeren begann, weil zahlreiche Senatoren und Senatsangestellte sich zu ihren Plätzen begaben.



Mon Calamari - Coral City- abgesichertes Gebäude (Senat)-Lobby- Cafe – Peppi Moss, Kalma Visari, Ulo Sammandi, Botschafterin Forlin und Casia de Lieven
 
[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby] Ulo Sammandi, Peppi Moss, Kalma Visari, Casia de Lieven, Botschafterin Forlin

Senator Sammandi seufzte, als zur Bestätigung von de Lievens Hinweis auf ein Ende der Pause auch ein akustisches Signal erklang, das die Abgeordneten, Botschafter, Beobachter und Mitarbeiter in den Sitzungssaal zurückrief. Er hätte das Gespräch gerne weiter geführt; unterbrochene Debatten, die zu keinem Ergebnis geführt hatten, empfand er als sehr unbefriedigend. Aber da war wohl nichts zu machen... natürlich war eine dreißigminütige Pause zu kurz, um eine solche Grundsatzdiskussion zu Ende zu bringen. Selbst der ganze Tag hätte vielleicht nicht dafür ausgereicht, alle Aspekte des Problems zu beleuchten und die konträren Ansichten darüber zu vereinbaren.

Er hätte gerne noch Botschafterin Forlins Meinung gehört, aber sie musste ihm die Antwort leider schuldig bleiben.

Schulterzuckend und mit bedauerndem Blick sah er die Politikerinnen nacheinander an und meinte:


»Wir werden dieses interessante Gespräch wohl ein andermal weiter führen müssen, falls sich die Gelegenheit ergibt. Hören wir uns an, wie die Mehrheit entschieden hat, und machen wir dann das Beste daraus, zum Wohle der Republik. - Frau Ministerin, Senatorinnen, Botschafterin... es war mir ein Vergnügen.«

Er trank seine Tasse aus und übergab sie an einen vorbeirollenden Servicedroiden. Dann verneigte sich leicht und deutete mit einer Handbewegung an, dass er den Frauen den Vortritt lassen wollte.

[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude| Sitzungssaal] der versammelte Senat

Ulo Sammandi war entsetzt, als das Abstimmungsergebnis verkündet wurde. Natürlich hatte er mit einem Sieg Moss' und de Lievens gerechnet. Aber er war davon ausgegangen, dass sie mit 55 oder 60, höchstens 65 Prozent gewinnen würden - was immerhin eine knappe Zweidrittelmehrheit und damit ein eindeutiges Ja zum Osarian-Einsatz gewesen wäre. Dass sich aber bei einem derart problematischen und strittigen Thema unglaubliche 85 Prozent aller Abgeordneten einig werden konnten, hätte er niemals erwartet und auch nicht für möglich gehalten. Offenbar hatten die Senatorinnen Stimmen aus allen erdenklichen Lagern und Fraktionen für sich gewinnen können, über die oft so unumstößlichen Grenzen von Ausschüssen und Lobbies hinweg. Dies verlieh dem Beschluss eine gewisse Symbolkraft, zeigte die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit der Neuen Republik und dass ihre Abgeordneten entgegen aller Behauptungen in der Lage waren, an einem Strang zu ziehen.

Leider hatte er zu den kläglichen 15 Prozent gehört, die mit Nein gestimmt hatten, und an seiner Meinung hatte sich nichts geändert. Das Zeichen, das die Republik damit setzte, und vor allem das militärische Vorgehen eine so extreme Mehrheit gefunden hatte, empfand er als besorgniserregend. Wenn 85 Prozent des Senats eine Fortführung des blutigen, verlustreichen Krieges ohne ein absehbares Ende einfach hinzunehmen bereit waren, dann rückte der Frieden in weite Ferne...

Doch nun hieß es, in die Gegenwart zurückzukehren. An dem Beschluss war ohnehin nichts zu ändern, und Sammandi wäre kein echter Demokrat, wenn er nicht bereit gewesen wäre, einen so eindeutigen Mehrheitsentscheid zu akzeptieren und mitzutragen. Nun galt es, der Regierung von Tibrin Bericht zu erstatten. Außerdem musste er eine Erklärung an die Medien seiner Heimatwelt vorbereiten. Denn dort wusste man um seine politischen Ziele und darum, dass das Abstimmungsergebnis eine kleine politische Niederlage für ihn darstellte.
Und natürlich musste er nun um so stärker daran arbeiten, andere Politiker von seiner Meinung zu überzeugen. Ein solcher Beschluss, mit einer solchen Mehrheit, durfte sich keinesfalls wiederholen! Aber es war noch ein weiter Weg...


[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude| Sitzungssaal] der versammelte Senat
 
[Mon Calamari - Coral City - Senatsgebäude - Café in der Lobby] Peppi, Ulo Sammandi, Kalma Visari, Casia de Lieven sowie diverse Politiker und Diplomaten.

Die sich anbahnende Diskussion zwischen Casia de Lieven und Senator Sammandi hätte Peppi wirklich gerne weiter verfolgt, und sich bei Botschafterin Forlin erkundigt, weshalb sie so ungeduldig wirkte, doch Coralie teilte ihr mit, dass die Königin von Naboo und Boss Natto sie zu sprechen wünschten, weshalb sie noch vor Ende der Pause die kleine Gruppe im Lobbycafé verlassen musste.

„Bitte entschuldigen Sie mich, meine Damen und Senator Sammandi – ich muss in ein weiteres Gespräch mit Königin Varayna und Boss Natto, bevor die Pause endet. Ich hätte wirklich gerne mit Ihnen weiterdiskutiert – ich hoffe, dass wir das bald nachholen können…“,

verabschiedete sie sich, um im Büro der Delegation von Naboo das Gespräch anzunehmen, das im wesentlich aus lobenden Worten der beiden Staatsoberhäupter bestand und das Vertrauen in sie ausdrückte, selbst im Falle eines negativen Votums.

Als die Pause schließlich endete, bemerkte Peppi erst jetzt, dass sie noch kein Wort mit Alyssa hatte wechseln können. Vermutlich hatte die sehr zierliche Bandomeerianerin auch gar keine Chance gehabt inmitten des Andrangs zu ihr vorzustoßen, aber die junge Gungan hatte ein etwas schlechtes Gewissen, als sie ihrer Freundin und Kollegin zuwinkte, kurz bevor das Ergebnis bekannt gegeben wurde.

Peppi traute ihren Augen nicht: 85 Prozent der Stimmen befürworteten den Antrag! Sie zwinkerte ein paar Mal, aber das Ergebnis hatte sich nicht verändert. Die Angehörigen ihrer Delegation und die Rhommamoolianer jubelten und klopften ihr auf die Schulter, so gut es ging. Als sie zu Baron D’Orcast hinüber sah, nickte er ihr mit einem Ausdruck in Augen zu, der bedeutete: ‚Habe ich es nicht gesagt?’ Zwar fühlte sich die Senatorin von Naboo sehr erleichtert, als sie langsam erkannte, dass die Neue Republik im Osarian-System intervenieren würde, doch sie hatte Zugeständnisse gemacht, die sie noch Tage vorher empört von sich gewiesen hätte. War dies jener Boden der Tatsachen, wo sie gerade angekommen war oder hatte sie sich wegen ihres unbedingten Willens, den Antrag durchzusetzen, bereits korrumpieren lassen?

Darüber konnte sie allerdings nicht lange nachdenken, weil nun eine Menge Arbeit auf sie zukommen würde. Sie war dafür verantwortlich, dass die Rhommamoolianer ihre Souveränität wieder erlangten und der Nachbar Osarian diese Souveränität anerkannte und respektierte. Aus diesem Grund hatte sie sich bereits entschieden, sich persönlich nach Rhommamool zu begeben und die Verhandlungen zu leiten. Sie hatte außerdem vor, Alyssa zu fragen, ob sie sie begleiten würde und überlegte, ob sie von der Jedi-Basis auf Lianna Vertreter des Ordens anfordern sollte, die ihr bei den Verhandlungen helfen könnten. Deshalb beschloss sie, bei Meister Nori anzufragen. Es war an der Zeit, dass die Neue Republik und die Jedi wieder stärker zusammenarbeiteten, und gegen einen zusätzlichen Geleitschutz würde es wohl kaum Einwände geben.

[Mon Calamari - Coral City - Senatsgebäude - Sitzungssaal] Peppi und der versammelte Senat

***​

Einige Stunden später

[Mon Calamari - Coral City - D’Orcast-Anwesen] Casshern D’Orcast


Casshern D’Orcast lag bäuchlings auf einer Massagebank in der Villa der D’Orcast-Familie in Coral City und ließ sich von einer hübschen Theelin-Masseurin durchkneten, als sein privates Com klingelte. Er hatte eigentlich gar keine Lust, dranzugehen, aber es klang irgendwie dringend und er bedeutete der Theelin, eine Pause einzulegen. Ohne auf das Display zu sehen, nahm er den Audio-Anruf an, was er kurz darauf bereute, denn die Anruferin war Peppi Moss, eine gerade sehr wütende Senatorin von Naboo.

Baron D’Orcast! Erklären Sie mir, was das zu bedeuten hat! Der KSNR hat sich gerade gegen die Intervention im Osarian-System gestellt!“,

schallte es ihm sehr laut und aufgebracht entgegen. So einen Verlust an Contenance hatte er der sonst höflichen Gungan gar nicht zugetraut. Aber immerhin gelang es ihr noch, akzentfreies und gepflegtes Basic zu sprechen – bei Gungan-Kauderwelsch wäre er hoffnungslos verloren gewesen.

„Sie sagten doch, Sie wären der große Insider, aber anscheinend sind Sie nichts weiter als der große Lügenbaron! Wo ist jetzt die Unterstützung durch die Militärs, die doch alle schon quasi in den Startlöchern sitzen? Und was ist mit Ihrem achso tollen Einfluss?“

Seufzend setzte sich Casshern aufrecht hin und schickte seine Masseurin hinaus.

„Senatorin Moss, beruhigen Sie sich! Ich werde Ihnen das alles erklären, aber ich bin momentan nicht in meinem Büro…!“

„Das habe ich gemerkt, denn ich bin gerade dort!“

unterbrach ihn die Senatorin äußerst gereizt. Der junge Baron rollte mit den Augen – sie würde nicht eher locker lassen, bis er entweder dort persönlich erschien oder sie würde am Ende noch herausfinden, dass er sich nach der wichtigsten Entscheidung ihrer bisherigen Karriere etwas Entspannung zuhause gönnte.

„Ich komme sofort, hoch geehrte Senatorin, haben Sie bitte eine halbe Stunde Geduld, und Sie werden sehen, das alles nicht so schlimm ist, wie es klingt!“

„Nicht so schlimm wie es klingt? Damit bin nicht nur ich geliefert, sondern auch Sie. Das ist mein einziger Trost!“

„Bitte, ich kann hier gerade nicht frei sprechen – ich versuche in zwanzig Minuten in meinem Büro zu sein. Meine Assistenten werden in der Zwischenzeit alles für Sie tun, okay? Aber beruhigen Sie sich, es besteht überhaupt…“

Bevor er zu Ende sprechen konnte, hatte die Senatorin bereits aufgelegt – sie musste wirklich auf hundertachtzig sein, und er war froh, dass es außer ihr keine weiteren ihrer Art auf Mon Calamari gab. So wie sie sich gerade aufführte, hätte er wirklich keine Lust gehabt, in einen Mob wütender Gungans zu geraten.

[Mon Calamari - Coral City - D’Orcast-Anwesen] Casshern D’Orcast
 
[Mon Calamari | Coral City | Vor dem Senatsgebäude] Ulo Sammandi, Σ-3PO, eine Schar von Reportern und Politikern

Ulo Sammandi war froh, dass das große Senatsgebäude nun hinter ihm lag. Im Großen und Ganzen war der Tag recht konstruktiv gewesen und die Sitzungen interessant, ebenso wie seine Gespräche mit anderen Politikern. Aber das Abstimmungsergebnis wurmte ihn, ließ ihm keine Ruhe. 85 Prozent. Fünfundachtzig! Wann war jemals eine Entscheidung mit so einer Mehrheit gefällt worden?

Wenigstens war es ihm gelungen, den Journalisten zu entgehen, die in großer Menge das Senatsgebäude umringten. Er war keine der Hauptpersonen dieses Tages und demnach nicht wichtiger als jeder andere Senator, der das Gebäude verließ. Auch er wurde nach seiner Meinung gefragt; dass er zu den wenigen gehörte, die nicht die Meinung der Mehrheit teilten, weckte natürlich das Interesse der Reporter. Er konnte sie aber mit ein paar belanglosen Aussagen abspeisen, die sicherlich nicht in den Abendnachrichten ausgestrahlt wurden. Dann war er, gemeinsam mit seinem kupfern glänzenden Protokolldroiden Σ-3PO, in der Menge abgetaucht und ohne weitere Behinderungen auf den Vorplatz gelangt, wo Raum-, Luft- und Bodenfahrzeuge aller Größen und Formen warteten.

Dek Nieds, Sammandis Pilot und Chauffeur, hatte heute ebenso einen freien Tag wie seine Assistentin. Deshalb musste er ein Taxi nehmen, um zu dem Appartment am Stadtrand zu kommen, in dem er Quartier bezogen hatte. Die Fahrerin, eine Quarren mittleren Alters, steuerte den Gleiter für seinen Geschmack etwas zu schnell, aber sicher durch den dichten Verkehr des Regierungsviertels und brachte ihn ohne Zwischenfälle zu dem noblen Gebäudekomplex, in dem auch Sammandis Appartment lag.

Von hier aus konnte man den endlos weiten Ozean dieses wunderschönen Wasserplaneten sehen. Mon Calamari und Tibrin waren sich nicht ganz unähnlich, fand Ulo, weswegen er sich hier ziemlich wohl fühlen konnte. Das Geräusch der Wellen und der Ruf einiger Seekreaturen war Balsam für seine Seele. Der Ishi Tib nahm einen tiefen Atemzug der salzigen Luft, und beschloss dabei, noch heute abend im Meer schwimmen zu gehen. Ohnehin war seine Haut schon reichlich ausgetrocknet und würde Schaden nehmen, wenn er nicht sehr bald ins Wasser zurückkehrte. Doch warum warten? Er konnte die Erfrischung sofort gebrauchen.


»Sigma, geh du schon mal vor. Sage Naily und Dek, dass ich später komme; ich gehe schwimmen. Sie sollen ruhig schon ohne mich essen, ich lasse mir etwas bringen wenn ich zurück bin.«

»Wie Sie wünschen, Master Sammandi«, bestätigte der Droide mit blecherner weiblicher Stimme. Er - oder sie - nahm dem Senator den Aktenkoffer ab und ging damit in das Gebäude, während der Ishi Tib langsam zum Ufer schlenderte.

Mehr als zwei Stunden verbrachte er im Wasser, ohne einmal an die Oberfläche zu tauchen. Salz- und Sauerstoffgehalt des planetenweiten Ozeans von Mon Calamari waren etwas anders als zuhause, aber nicht unangenehm, im Gegenteil; sie gaben diesem Meer etwas Exotisches. Da Coral City auf der Hochsee schwamm, musste man nicht erst duch Flachwasser waten und schwimmen, sondern konnte sofort in große Tiefen tauchen. Ulo genoss es sehr. Auf diese Weise konnte er hervorragend abschalten. So fühlte er sich erfrischt und erholt, als er kurz nach Sonnenuntergang endlich aus dem Wasser stieg.

Als er die Wohnung betrat, lief ihm sogleich seine Assistentin Naily Darzou entgegen. Die junge, hübsche Ishi Tib war in heller Aufregung und schien schon sehnsüchtig auf seine Rückkehr gewartet zu haben. Auch Dek war da und schien ebenfalls erregt zu sein, auch wenn man das dem dicken, gemütlichen Mann nicht so deutlich ansah wie seiner jungen Artgenossin.


»Senator, haben Sie es schon gehört...?« rief seine Assistentin.

»Guten Abend, Naily«, erwiderte Sammandi mit dem tibrinischen Pendant eines ironischen Lächelns.

Die junge Politikstudentin verstand die subtile Botschaft seines so belanglos wirkenden Grußes und riss sich, mit sichtlicher Mühe, zusammen.

»Oh, natürlich... Guten Abend, Sir. Entschuldigen Sie den Überfall.«

Auch Dek Nieds grüßte. Der Chauffeur schien ebenfalls gespannt und neugierig auf das Gespräch zu sein, wollte aber nicht selbst das Wort führen. Das war typisch für ihn.

»Was also soll ich gehört haben?« fragte der Senator.

»Na, was in Bezug auf das Osarian-System beschlossen wurde...«

»Also bitte, Naily. Was glauben Sie, was ich den ganzen Tag gemacht habe? Ich war dort und habe mit abgestimmt; natürlich weiß ich, wie das Ergebnis lautet.«

»Nein, nicht der Senatsbeschluss... ich meine die Stellungnahme des Kommandostabs. Es kam vorhin über Holonet.«

»Was? Nein, davon habe ich nichts gehört. So schnell haben sie reagiert? Was sagen sie denn?«

»Sie sagen... hören Sie es sich am besten selbst an.«

Sie wollte hinüber zum Holoprojektor laufen, doch Dek war schneller. Er drückte auf den Wiedergabeknopf und sofort erschien das Gesicht eines calamarischen Nachrichtensprechers.


Eine Weile stand Ulo Sammandi schweigend da und dachte nach, bevor er reagierte. Er blickte seine Assistentin an und erkannte, dass sie eine erleichterte, freudige Reaktion von ihm erwartete. Immerhin war er gegen den Einsatz gewesen und sollte froh sein, dass es nun nicht dazu kam.


»Das sind schlimme Nachrichten«, sagte er hingegen.

Naily und Dek machten ihre Schnäbel auf, doch bevor einer von ihnen fragen konnte, fuhr der Senator fort:

»Ich bin sicher nicht traurig darüber, dass der Einsatz nicht zustande kommt. Aber es ist schlecht, sehr sehr schlecht für unsere Demokratie. Ein einziges Mal ist sich fast der komplette Senat über ein Vorgehen einig, unabhängig von Fraktionen und Lobbyismus. Und dann wird ein eindeutiger, mehrheitlicher Beschluss abgeschmettert. Einfach so. Die ganze Debatte, all das politische und diplomatische Ringen war umsonst. So falsch ich den Beschluss auch fand, er hätte trotz allem ein Signal an andere Regierungen in der Galaxis sein können, dass die Neue Republik willensstark und beschlussfähig ist. Nun ist dieses Symbol ins Gegenteil verkehrt; nach innen und nach außen steht der Senat wie eine Bande von Schwätzern da. Es wird lange dauern, diesen Schaden an der Demokratie zu beheben.«

Sammandi seufzte schwer. Trotz des erfrischenden Bades fühlte er sich müde. Das war wohl das Alter, dachte er.

»Mir tut es vor allem um Peppi Moss von Naboo leid. Sie ist sehr jung für eine Senatorin, nicht viel älter als Sie, Naily. Sie ist voller Idealismus und hat mit bewundernswertem Elan für ihre Sache gekämpft. Es muss sie sehr hart treffen, dass ihre Mühen und all die faulen Kompromisse, die sie vielleicht dafür eingehen musste, jetzt umsonst waren. Noch härter konnte sie nicht mit der brutalen Realität der Politik konfrontiert werden. Es wird eine schwere Prüfung für ihre Ideale sein. Das ist der Stoff, aus dem verbitterte Zyniker gemacht werden.«

»Was wollen Sie nun unternehmen?« fragte Dek Nieds nach ein paar Sekunden allgemeinen Schweigens.

»Zunächst einmal werde ich eine Erklärung an unsere Regierung und die Medien verfassen. So leid es mir tut, jetzt die Ich-hab's-ja-gesagt-Keule zu schwingen - ich wäre ein hoffnungsloser Trottel, wenn ich das nicht nutzen würde. Aber bevor ich das abschicke, werde ich Senatorin Moss ein paar Zeilen schreiben.« Er seufzte abermals. »Auch wenn ich beim besten Willen nicht weiß, was ich ihr sagen soll.«

[Mon Calamari | Coral City | Appartment am Stadtrand] Ulo Sammandi mit Naily Darzou, Dek Nieds, Σ-3PO (NPCs)
 
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~ Mon Calamari ~ Coral City ~ Senatsgebäude ~ Lobby ~ Alyssa allein unter vielen Senatoren und Abgeordneten

Der bothanische Senatsdiener Lark hatte nach der Abstimmung des Rhommamool-Antrags eine Unterbrechung der Sitzung einberufen. Sämtliche Senatoren, Abgeordnete, Vertreter, hochrangige Militärs, so gut wie alle Sitzungsteilnehmer strömten nach draußen in die Lobby. Auch Alyssa folgte der Mehrheit und verließ den großen Senatssaal. Alyssa schlenderte durch die Lobby und dachte über mögliche Szenarien nach, wie die Abstimmung ausgegangen sein könnte. Natürlich hatte die bandomeerische Senatorin dem Antrag zugestimmt, schließlich war sie an dessen Ausarbeitung mit beteiligt gewesen und wollte zudem ihre gute Freundin und Kollegin Peppi Moss unterstützen.

Sie schlenderte am Café in der Lobby vorbei und warf einen Blick hinein. Dort hatten sich einige Politiker um die gunganische Senatorin geschart. Unter ihnen war Kalma Visari, die Innenministerin der Republik, die mirialanische Frau (Minati Forlin), die für den Vorfall vor Peppis Rede gesorgt hatte, Casia de Lieven, der Überraschungsstar des Tages und ein, ihr unbekannter Senator (Ulo Sammandi). Alyssa war erleichtert, dass Peppi im Rampenlicht stand und quasi die öffentliche Repräsentationsgestalt dieser Mission war. Für die kleine zierliche Senatorin war dieser Medienrummel einfach nichts. Sicherlich steht man als Politiker häufiger in den Medien, aber wenn man nicht gerade aktuell einen Antrag stellte, hielt sich dieser Rummel auch in Grenzen.
Alyssa lächelte, hielt den Blick noch ein wenig auf das kleine Grüppchen und ging weiter.

Die Pause war beendet und das Ergebnis der Abstimmung wurde verkündet. 85 Prozent der Stimmberechtigten hatte für den Antrag gestimmt. Damit war ein weiterer Schritt getan. Jetzt hieß es nur noch abwarten, was der Kommandostab der Neuen Republik dazu sagen würde. Peppi hatte kurz zuvor zu ihr rübergewunken. Die kleine brünette Frau winkte ihrer Freundin natürlich zurück. Sie interpretierte das zaghafte Winken als habe die Gungan ein schlechtes Gewissen, aber Alyssa nahm ihr das nicht übel, schließlich stand das rosahäutige amphibische Wesen im Mittelpunkt der Sitzung und sie konnte mächtig stolz auf sich sein, als so junge Senatorin schon einen so wahnsinnigen Antrag durch die Abstimmung zu bekommen und dann auch noch mit einer so positiven Resonanz.

Die Sitzung endete schließlich und Alyssa verließ gemächlich den Saal. Hier und da ein paar bekannte Gesichter, doch konnte sie keinen Blick auf ihre geschätzte Kollegin erhaschen. Die Brünette würde wohl erstmal in ihr Hotel fahren und ihr dann eine Com-Nachricht schreiben. Sie stieg in ein Speedertaxi ein.

"Zum Grand Hotel bitte.", sagte sie dem Fahrer des Taxis, einem freundlichen alten Mon Calamari.

Im Hotel angekommen zog sich die kleine Senatorin erstmal um. Der offizielle Teil des Tages war vorüber, sie konnte also in zivil irgendwo zu Abend essen. Doch vorher tippte sie noch ihre Nachricht an Peppi.

~ codierte Nachricht an Peppi Moss ~
~ Sicherheitsstufe "hoch" ~

Hey Peppi,

Glückwunsch zu deinem Erfolg. Ich habe dich in der Pause in der Lobby gesehen, wollte sich aber nicht stören. Du brauchst also kein schlechtes Gewissen haben. Wie geht es jetzt weiter? Wirst du nach Rhommamool fliegen? Wenn ja, ich würde dich gerne begleiten. Ich kann dich doch nicht alleine lassen und wir können gerne mein Schiff nehmen, die "Ocean of Silence". Ich habe dir die Schiffsdaten im Anhang beigefügt.

Liebe Grüße Alyssa ♥

~ Nachricht Ende ~

Kurz darauf kam eine Com-Nachricht von ihrem Vater Derek. Angehängt war ein Ultraschallbild. Alyssa kamen Tränen der Freude. Ihre Mutter war schwanger und bekam Zwillinge. Sie würde noch zwei Geschwister bekommen. Erst jetzt merkte sie wie lang sie von zu Hause weg war. Nach der Mission musste sie unbedingt nach Hause fliegen und ihre Familie besuchen. Sie hatte das Familienleben aufgrund ihres neuen Berufs so vernachlässigt. Doch diese Nachricht war ein wahrer Grund zur Freude. Schließlich gab sie noch der Crew ihres Konsularschiffes bescheid, sie sollten sich bereithalten.

Dann ging sie zum Essen in das Restaurant des Grand Hotels. Hier logierten noch andere Senatoren. Sie wusste auch, dass ihre Freundin hier wohnte, aber die versank wahrscheinlich noch in Arbeit oder war immer noch im Senatsgebäude. Nachdem sie gegessen hatte, kehrte die bandomeerische Botschafterin auf ihr Zimmer zurück und schaute die Holonet-News. Es wurde über die Entscheidung des Kommandostabs berichtet und Alyssa erhöhte die Lautstärke ein wenig. Ein heftiger Rückschlag für die Mission. Das republikanische Militär hatte nicht die Stärke und die Mittel um zu diesem Zeitpunkt Osarian bzw. Rhommamool zu befreien. Das wird Peppi ganz und gar nicht gefallen, dachte sich Alyssa mit finstere Mine.

~ Mon Calamari ~ Coral City ~ Grand Hotel ~ Hotelzimmer ~ Alyssa allein
 
[Mon Calamari | Coral City | Senatsgebäude | Café in der Lobby | Peppi Moss, Kalma Visari, Casia de Lieven, Botschafterin Forlin]

Während es weiteren Gespräches hielt sich Minati ersteinmal ruhig,zu sehr kreisten ihre Gedanken um die kommenden Ereignisse auf ihre eigene Position bezogen.Die Finger ihrer Rechten trommelten leise auf ihre Kasse und sie nahm einen weiteren Schluck aus ihrem Glas.Erst als Senator Sammandi mit einer Frage an sie herantrat war ihre Aufmerksamkeit wieder im hier und jetzt.Sie brauchte einen Moment um sich den bisherigen Verlauf des Gespräches in Erinnerung zu rufen und überlegte dann wie sie antworten sollte.Als Überraschung waren ihr die nähreren Ereignisse eigentlich lieber,aber konnte sie sich die eine oder Andere Anmerkung verkneifen oder sollte sie doch hier und da einen Hinweis fallen lassen.Sie überspielte währenddessen ihre Überlegungen mit einem ausgiebigen Schluck Blackmoon aus ihrem Glas.

Als sie gerade Luft zum Antworten holte merkte Miss de Lieven an das die Pause wohl vorüber war und es Zeit wäre in den Sitzungssaal zurückzukehren.


"Es war mir ebenso ein Vergnügen und mögen wir die Zeichen der Macht richtig zu deuten."

verabschiedete sich Minati mit leiser Stimme von ihren Gesprächspartnern als diese sich daran amchten in den Sitzungssaal zurückzukehren.Sie hatte nicht das Verlangen danach,das Ergebnis der Sitzung würde sie auch so erfahren,also blieb sie im Café zurück und nahm ihren Platz an dem Tisch wieder ein.

Nachdem sie dann ihr Glas ein zweites Mal geleert hatte,erhob sie sich und verließ den Senat.Auf der Fahrt in das Büro der Botschaft von Mirial ließ sie ihr Com nicht aus den Augen,es könnte jeden Moment soweit sein.


[Mon Calamari | Coral City | Taxigleiter auf dem Weg zum Büro der Botschafterin Mirials | Botschafterin Forlin]
 
Mon Calamari - Coral City - Abgelegener Stadtrand - Darth Nexx

Langsam wurde es dunkel..

Schon ein paar Stunden waren nach der Ankunft des Apprentice's auf Mon Calamari vergangen und noch nichts hatte er in Erfahrung bringen können. Sein Schiff hatte er unauffällig in einem Hinterhof eines verlassenen Häuserblocks nicht weit von ihm entfernt geparkt und unverzüglich danach, war er auch schon zu seinem jetzigen Standort übergegangen; einem Dach eines in Sanierungsarbeiten verwickelten Hochhauses, das ihm optimal als Aussichtspunkt für seine Spionage Arbeit diente, da er von hier aus einen freien Blick auf das nur ein paar Hunderte Meter weiter vor ihm liegende Senatsgebäude hatte.

Durch sein Elektrofernglas erkannte er, was sich vor dem Gebäude abspielte. Viele Leute der Presse mit Kameras und Mikrofonen, die es allesamt kaum abwarten konnten, fast jede einzelne Person die auch nur ansatzweise im Bergriff war das Gebäde zu verlassen, anzusprechen um irgendetwas aus ihr herauszuquetschen.
Hinzukommend schien der Eingang, sowie auch der ganze Rest des Gebäudes, komplett von bewaffneten republikanischen Truppen abgesichert zu sein. In der Tat kein leichtes für den Zwanzig Jährigen dort einzudringen, doch das hatte er momentan auch noch nicht vor; denn noch wartete er einfach weiter ruhig weiter ab..

Nach weiterer Zeit verließen mehrere Politiker aufeinmal das Senatsgebäude und verweilten für ein paar Minuten davor. Einige suchten das Gespräch untereinander, andere gaben sich der Presse hin, und ganz andere entfernten sich einfach für eine kurze Zeit von dem ganzen Tumult und blieben lieber alleine für sich. Sie schienen alle auf irgendetwas zu warten oder eine Art Pause einzulegen, doch eine Alyssa Valan oder eine Peppi Moss waren nicht dabei.

Wieder verging etwas mehr Zeit, als plötzlich eine junge Frau aus dem Senatsgebäude huschte! Komplett auf sie fixiert, zoomte Nexx so nah an sie rann wie er konnte, bis er ihr Gesicht sah und er erkannte, dass sich das warten gelohnt hatte; denn diesmal war sie es.. Die Senatorin von Bandomeer.. Die Frau glich eins zu eins dem Foto das ihm seine Meisterin gegeben hatte, welches er als eine fotographische Erinnerung festgehalten hatte. Nun lief sie direkt auf ein Speedertaxi zu und war im Begriff einzusteigen, als sich der Sith bereits mit einem an der Häuserwand montierten Aufzug manuell hinabließ, ab dem fünften Stockwerk absprang und sicher in einer kleinen Seitenstraße direkt neben seinem Speederbike aufkam. Sofort sprang er auf sein Bike und düste in Windeseile in Richtung des Senatgebäudes. Immer wieder konnte er einen Blick auf das nun langsam losfahrende Speedertaxi zwischen den Häuserblöcken erhuschen, bis er in sicherer Reichweite war und die Verfolgung ruhig ihren Lauf nahm.

So hielt das Taxi irgendwann vor einem riesigen Gebäude an, dessen Aufschrift unübersehbar Grand Hotel trug. Wenn sie hier wohnte, war es für Nexx nun nur noch ein leichtes sie im Schlaf zu töten. Die Senatorin wurde verwunderlicher Weise nicht einmal bewacht, als sie aus dem Taxi stieg. Noch besser! Nexx lächelte, doch vorerst hatte er genug gesehen. Kurz tippte er etwas in das sich an seinem linken Handgelenk befindende Comlink ein und rief seinen C3P-31 Droiden.. Ein als Protokoll Droide getanter Attentäter Droide und Nexx' eigenes Handwerk. Vielleicht konnte er Alyssa ja einen gefallen tun? Auf jedenfall würde er Nexx einen tun, so viel war sicher. In einer viertel Stunde, sollte er hier ankommen..
So würde Nexx den Rest von seinem Infiltrator aus erledigen und vielleicht noch mehr über diese Peppi Moss in Erfahrung bringen können, doch im Bezug auf Alyssa Valan war von nun ab alles so gut wie erledigt..


Mon Calamari - Coral City - In der Nähe des Grand Hotels - Nexx Alleine
 
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Mon Calamari - Coral City- abgesichertes Gebäude (Senat)-Lobby- Cafe – Peppi Moss, Kalma Visari, Ulo Sammandi, Botschafterin Forlin und Casia de Lieven



Maurice und Casia hatten das Ende der Pause und die damit entstandene Unruhe und Unübersichtlichkeit genutzt, um unauffällig in Maurices Büro zu gelangen.
Sie hatten beide die Pressemeute, die sensationshungrig vor dem Eingang Stellung bezogen hatte, gesehen und beschlossen, den Sturm im Büro abzuwarten.
Casia hatte nie wirklich nachvollziehen können, wie die Reporter Wind von ungewöhnlichen Entscheidungen wußten, bevor diese Entscheidungen überhaupt gefällt worden waren.
Zudem waren Reportern der Zugang zum Senat und dessen Sitzungen größtenteils verboten worden, so daß sie von internen Informanten wertvolle Tips bekamen. Und diese Tips waren bei weitem nicht zu verachten.
Casia machte sich keine Illusionen darüber, daß die Reporter von ihrer Rede Wind bekommen hatten und sie draußen erwartet wurde.



“Na, da dürfen sie aber lange warten. Ich setze durch diese Tür in nächster Zeit keinen Fuß. Sollen doch andere diese Sache erklären.“


meinte Casia nachdenklich, während Maurice ihr einen besorgten Blick zuwarf. Sie wußte, daß er nicht wirklich abschätzen konnte, welche Konsequenzen ihre Rede für ihre Sache und für sie selbst haben könnte. Und auch Casia konnte die Sache schwer abschätzen.
Aber zu ihrer Belustigung hatte die Abstimmung nicht nur eine solide Mehrheit, sondern eine Mehrheit von 85 Prozent eingebracht. So einig war sich der Senat scheinbar schon lange nicht mehr gewesen.
Allerdings fand Casia es weniger günstig, daß man jene Kräfte, die sich gegen einen solchen Einsatz ausgesprochen hatte per Abstimmung beinahe in Grund und Boden gerammt hatte.
Besonders für den Verteidigungsminister war eine solche Lage unangenehm. Und so sehr sich Casia auch für diesen Einsatz in ihrer Rede stark gemacht hatte, wußte sie doch, daß sich daraus massive Schwierigkeiten ergeben konnten.
Denn der Verteidigungsminister würde zu verhindern wissen, daß diese Abstimmung in eine absolute Niederlage für ihn gipfeln würde.
Das war nun einmal die Problematik der Republik, dachte sie innerlich seufzend. Kaum hatte man das Minenfeld der Beschlußfassung erfolgreich hinter sich gelassen, stand man vor dem weit größeren Minenfeld der Umsetzung eben jener Beschlüsse.
Dort litt die Republik wie andere politische Systeme auch an den Eitelkeiten ihrer Darsteller.

Aber Maurice und Casia hatten andere Dinge zu regeln und so vertieften sie sich in ein Gespräch über die corellianischen Verhältnisse, notwendig gewordene Aktionen und die Regierung. Gegenseitig brachten sie sich auf den neusten Stand und Casia mußte zugeben, daß sie im Widerstand die Komplexität des Regierens wieder vergessen hatte.
Allerdings war es für sie selbst schwer nachvollziehbar, daß man sich schon in Kleinkriegen verzettelte, wo doch die größere Sache viel mehr Aufmerksamkeit brauchte.
Die Stellungnahme der KSNR, die einige Stunden später vorlag, erstaunte weder Maurice noch Casia.



“Da beschließen die Abgeordneten einmal etwas und dann krankt es an der Umsetzung. Aber eine zu große Verzögerung wird sich selbst der KSNR nicht erlauben dürfen, wenn es ihren Verteidigungsminister nicht den Kopf kosten soll.“


meinte Maurice, worauf Casia zustimmend nickte.


“In der Tat. Senatorin Moss wird außer sich sein. Sie hat eine Abstimmung mit überwältigender Mehrheit gewonnen, um nun feststellen zu müssen, daß dieses Ergebnis nicht einmal das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht.“


äußerte Casia sich im besorgten Ton. Dieser Jahrmarkt der Eitelkeiten gefiel ihr nicht wirklich. Aber sie hatte gewußt, worauf sie sich einließ, im Gegensatz zu Senatorin Moss, für die solche Spitzen ziemlich neu sein mußten.
Sie beneidete die Senatorin keinen Deut um die Scherereien, die ihr nun bevorstanden.
Das andere Problem war, daß sich die Pressemeute wieder vor dem Eingang sammelte. Das mißfiel sowohl Maurice als auch Casia sehr.



“Dann nehmen wir eben einen Hinterausgang.“


meinte Maurice kühl, was Casia ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Casia nahm ihre Tasche an sich und gemeinsam verließen das Büro und schritten durch die verlassen wirkenden Gänge.


Mon Calamari - Coral City- abgesichertes Gebäude (Senat)-Gänge – Maurice Danton und Casia de Lieven
 
Mon Calamari - Coral City - Raumhafen - Talery

Wie bei jeder Ankunft auf einem neuen Planeten sog die Caamasi Talery It'Kles tief die Luft ein. Wie jedes Mal aufs Neue war dies immer der schönste Moment für die Tochter zweier Caamasihändler. Noch an der Rampe des Frachters ihrer Eltern stehend genoss sie diesen Moment so ausgiebig sie konnte. Diese Kakophonie an Gerüchen, die sie mit ihrem hervorragendem Caamasigeruchssinn wahrnehmen konnte war immer wieder ein erhebendes Erlebnis. Die feinen Nuancen der Körpergerüchte aller Wesen im Raumhafen, die salzige Meeresluft und die Ausdünstigen der Raumschiffe waren überall einzigartig und änderten sich von Minute zu Minute. Talery hätte Stunden hier stehen können und die Veränderungen der Dürfte beobachten können, aber wie so oft störten ihre Eltern sie wieder.

He Talery, könntest du bitte aus dem Weg gehen?

Fragte ihre Mutter Releqy Kles'Kla leicht genervt. Mit einem Repulsorschlitten wollte die ältere Caamasi die mitgebrachten Waren hier in Coral City verkaufen. Sie hatten einige Luxusartikel geladen, Lebensmittel und einige technische Geräte, aber genauer hatte es Talery gar nicht wissen wollen, als sie von Sullust losgeflogen waren. Ihr war nur wichtig, dass diese Dinger irgendwie abstoßend nach Pilz gerochen hatten. Nie würde sie so etwas ihre Aufmerksamkeit widmen, wenn Mon Calamari soviel interessanter zu erforschen war.

Jaa..

Gab sie schlicht auf Caamasi zur Antwort. Es war nur wichtig für die gefiederte junge Frau, dass sie bei den Verhandlungen über deren Verkauf nicht anwesend sein musste. Wie so oft zuletzt hatten es ihre Eltern vorgezogen alleine loszuziehen und Käufer zu suchen als eine Tochter mit sich herum zu schleppen, die ständig an irgendwelchen Ecken stehen blieb und die sie dann wieder suchen mussten. Mittlerweile bekam sie ein paar Credits in die Hand gedrückt und einen Zeitpunkt gesagt wann sie wieder beim Schiff sein musste. Mit dem Arrangement war Talery sehr zufrieden. Sie war ja auch irgendwo dankbar, dass sie durch ihre Eltern soviele Welten besuchen durfte, aber irgendwie reizte sie die Aussicht überhaupt nicht gleich losziehen zu müssen, um Geld zu verdienen. Das Schiff reparierte sich nicht von selbst wie Vati immer sagte. Wie sehr sie diesen Spruch zu hassen gelernt hatte in den letzten Jahren!

Ich bin um 15 Uhr Lokalzeit wieder hier.

Rief sie ihren Eltern schnippisch zu, während sie nun zügig die Rampe hinabschritt mit ihren schnittigen Stiefeln und wallendem Oberteil. Ja, sie war eine elegante Erscheinung mit ihren wunderschön schimmernden Federn und der flotten Kleidung, dessen war Talery sich sicher. Auch hatte sie heute wieder - wie meistens eigentlich - einen anderen Schnabellack aufgelegt, passend zur Kleidung in hellem orange. Selbstbewusst schlenderte sie die hellen, freundlichen Gängen des Raumhafens von Coral City entlang, mehr ihrer Nase folgend, denn ihren Augen. Wie salzig, ja fischig hier doch sovieles roch. Was für ein Unterschied zu dem muffigen Sullust. Dass sie dabei fast eine Chadra-Fan und irgendein pelziges, kleines Wesen über den Haufen gerannt hätte, störte sie nicht weiter, während viele andere Wesen ihr wohlweislich auswichen. Das war nicht wichtig. Träumerisch setzte sie sich schließlich nach einer Weile auf eine Bank auf einer der Aussichtsplattformen in der Nähe des Randes der schwimmenden Stadt, wo die Seeluft mit voller Wucht auf die atemberaubend gut riechende Hauptstadt Mon Calamaris prallte.

Hach...

Seufzte die Caamasi glücklich darüber, dass sie zwei volle Stunden frei zu ihrer Verfügung hatte und sich um nichts weiter kümmern musste als ihren eigenen Geruchssinn.

Mon Calamari - Coral City - Aussichtsplattform nahe den Raumhafen - Talery
 
[Mon Calamari – Coral City – Bar “Republic Glory” ] Gäste und Amira

Die Hapanerin hatte sich gerade eine gemütliche Bar nahe des Flottenhauptquartiers gesucht, das auch hauptsächlich von angehörigen der Flotte aufgesucht wurde, um sich in Ruhe ein Lominale zu genehmigen.

„Das darf doch nicht wahr sein, Amira Tet’Ness, welch wohlgeborener Gast.“

Die schalkhafte Stimme würde sie überall wieder erkennen, und die Gesichtszüge der Blondine formten sich bereits zu einem Schmunzeln, als sie sich auf dem Barhocker umdrehte.

„Das es dich noch gibt! Dorren Den.“ begrüßte sie einen ihrer ehemaligen CAGs (Commander Air Group) ebenso herzlich. Dann legte sie nachdenklich die rechte Hand an die Lippen und schüttelte sachte den Kopf, bevor sie schmunzelte. „Wo ich es mir so recht überlege, eigentlich war es abzusehen. Man sagt ja die Besten sterben jung, das bedeutet wohl, dass du uns alle überleben wirst.“

‚Getroffen’ fasste sich der Twi’lek mit der Rechten aufs Herz. „Ah, der Schmerz deiner finsteren Worte bohrt sich tief in mein Herz und ich sterbe einen weiteren kleinen Tod.“

Nun konnte sie nicht anders und musste lachen. „Wenn es irgendwann einmal so weit ist, muss man deine Klappe extra in die nächste Sonne schießen, sonst hat man auch dann keine Ruhe vor dir.“

Die Hapanerin erhob sich und umarmte den alten Freund herzhaft. „Schön dich zu sehen. Unerwartet, aber doch schön.“

„Ich weiß.“, grinste dieser nur, nachdem man die Umarmung gebrochen hatte. „Was machst du hier, solltest du nicht bei Bothawui oder auf dem Weg zum Herzen des Imperiums sein?“

‚Autsch, genau ins Schwarze.’ „Nicht mehr, es gab … Umstrukturierungen.“ Bei dieser Aussage würde sie es vorerst belassen.

„Also keine Frontlinie mehr in absehbarer Zeit?“

„Hmmm hmmm.“ Brummte sie zustimmend.

„Vielleicht tut sich was auf, der Senat hat vor wenigen Stunden über eine Intervention ins Osariansystem abgestimmt. Und was soll ich sagen, so eindeutig war eine Abstimmung seit der letzten Diätenerhöhung nicht fünfundachtzig Prozent sind dafür. Scheint als wäre das Oberkommando unter Zugzwang.“

„Osarian? Ist das nicht ein ziemlich unbedeutendes System? Ist auf jeden Fall nichts, was die Ablenkung wert wäre.“ erwiderte Amira erstaunt und rief sich mental alle Daten in Erinnerung die sie hatte. ‚Keine Raumdocks, keine Militärindustrie, einzig und allein, dass es an der corellianischen Handelstraße liegt könnte interessant sein, aber auch da gibt’s wesentlich attraktivere Optionen. Denon zum Beispiel.’

„Jop, könnte man so sagen. Scheint so als würde das Imperium der Bevölkerung dort die Daumenschraube ansetzen und das wäre ein toller Imagegewinn, wenn man das Volk befreit.“ Die Aussage an sich war sehr neutral, eigentlich schon positiv, aber die Stimmlage, insbesondere der spürbare Sarkasmus und das verräterische Zwinkern offenbarte Dorrens tatsächliche, eher weniger begeisterte Meinung zu dem Thema.

„Wo setzen die denn nicht die Daumenschrauben an? Wie wäre es, wir kümmern uns erstmal um Kriegsentscheidende Welten und lassen die Hinterwäldlerplaneten sein, gerade wenn es dort Ärger gibt, zwingt dies das Imperium Einheiten dort zu binden. Entweder das, oder sie ziehen ihre Einheiten irgendwann von dort ab, wenn wir an der Front genügend Druck machen. Auf jeden Fall sollte man jetzt keine Ressourcen deswegen verschwenden, je nach Kriegsverlauf zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht.“ War sie bereit zu konstatieren.

In der Bar wurde es merklich ruhiger, und das Trid wesentlich lauter.

Galactic News Network:

Soeben erreicht uns folgende Nachricht:

Nachdem sich der Senat vor kurzem mit fünfundachtzig Prozent für die von Senatorin Moss geforderte Intervention der Neuen Republik im Osarian-System ausgesprochen hat, erhielt das Vorhaben soeben einen heftigen Rückschlag.

Ein Sprecher des KSNR teilte mit, dass man das entschlossene Vorgehen des Senates zur Rückeroberung zwar begrüße, die Neue Republik zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht die Stärke und Mittel habe so tief in imperialem Gebiet eine solche Operation erfolgreich durchzuführen. Man bedaure zwar das Leid im Osarian-System, doch die harten Tatsachen der Realität würden es nicht zulassen diesem System in nächster Zeit zu helfen. Auch wenn man den Entschluss des Senats respektiere, ist es derzeit nicht möglich diesem Nachzukommen.

Der genaue Inhalt der Besprechung und die Abstimmung ist sowie alle anderen Angelegenheiten des KSNR natürlich geheim. Es könnten daher nur Vermutungen darüber angestellt werden, mit welcher Mehrheit dieser doch recht kontroverse Entschluss zustande gekommen ist. Der KSNR folgt damit dem schon von Verteidigungsminister Nunb eigeschlagenen Weg während der Senatssitzung und verhindert damit die geforderte Intervention.


Die Nachrichtensprecherin wahrte eine gefasste, dennoch aufrichtige Mimik, welche gleichzeitig aber auch ihre Besorgnis zum Ausdruck brachte. ‚Soviel zur neutralen Nachrichtenerstattung.’, der weniger erfreuliche Gedankengang konnte das erleichterte Schmunzeln auf ihren Lippen aber nicht vertreiben.

„Scheint ganz so, als wären wir mit unseren Bedenken nicht allein gewesen. Ich würde sagen, das ist eine Lokalrunde wert. Auf das KSNR!“

Das Echo das ihr antwortete, konnte sie nur mit einem ehrlichen, erleichterten Lächeln beantworten. Es waren nicht die Politiker die für einen Angriff an die Front ziehen mussten, sondern Männer und Frauen, wie sie in dieser Bar versammelt waren und deren Kameraden. Noch hatte man die Kraft Planeten wie Denon, Corellia oder auch Coruscant anzugreifen, aber das lag daran, dass man eine große, geschlossene Streitmacht hatte. Jetzt schon anzufangen Einheiten für andere Operationen abzuziehen gefährdete das große Ganze und dafür waren zu viele Opfer gebracht worden, um es nicht bis zum gewünschten Erfolg durchzuziehen.

[Mon Calamari – Coral City – Bar “Republic Glory” ] Gäste (Soldaten&Offiziere), Dorren Den (Colonel) und Amira

OP: Um das auch mal von Flottenseite zu beleuchten :braue
 
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Dac - Coral City - Auf den Straßen im Regierungsviertel

Tako hatte am Vorabend keine Gelegenheit mehr gehabt, mit Senatorin Moss zu reden, denn nach dem Erdrutschsieg in der Osarian-Abstimmung war sie zweifellos zur gefragtesten Person in Senatskreisen avanciert, die Frau der Stunde sozusagen im schnelllebigen Politikgeschäft. Gerne hätte er mehr über ihren plötzlichen Sinneswandel erfahren, es war zwar durchaus als normal anzusehen, dass Politiker sich im Laufe der Zeit von Idealisten zu Opportunisten entwickelten, doch dass es so schnell ging, schien nicht zu ihr zu passen, und der Jedi-Diplomat nahm durchaus für sich in Anspruch, Leute ganz gut einschätzen zu können. Ursprünglich war sie diejenige gewesen, die jeglichen Militäreinsatz ablehnte, während Tako die Ansicht vertrat, dass man notfalls auch gewillt sein musste, die militärische Karte zu spielen, wenn es erforderlich war – aber eben auch nur dann. Waffengewalt allein konnte niemals dauerhaften Frieden schaffen, und diese Erkenntnis würde sich auch in diesem Fall bewahrheiten. Doch plötzlich hatte sie ihn überholt, und für eine Weile hatte es so ausgesehen, als gäbe es auf jeden Fall eine Schlacht um Rhommamool, und der Mon Calamari hätte zu gerne mehr über die Hintergründe gewusst, warum die Gungan so schnell dem Streben nach Macht und Einfluss erlegen war. Das war das Gefährliche an der Politik, und der Grund, warum es keine Jedi-Politiker gab (abgesehen von dem Teil des Kodex, der ziemlich direkt verbot, über andere zu herrschen): der Weg der Politik wies große Parallelen zum Weg der dunklen Seite auf. Das Streben nach Macht und Einfluss, anfangs aus durchaus idealistischen, selbstlosen Motiven, wurde irgendwann zum Selbstzweck, und natürlich gab es in der Galaxis immer noch größere Probleme und Ungerechtigkeiten, die zu beseitigen noch mehr Macht erforderten. Irgendwann hatte man all das erreicht, doch um den Preis, all die Prinzipien aufzugeben, für die man ursprünglich einmal eingetreten war. Es war eine Falle, schlicht und einfach, eine, die schon einigen Jedi zum Verhängnis geworden war, und zahllosen Politikern.

Ob sich Senatorin Moss schon in dieser verstrickt hatte, blieb abzuwarten, doch ein Musterbeispiel, wie man es nicht machte, lieferten derzeit Kanzler Quún und Verteidigungsminister Nunb ab, welche in ihrer Küngelrunde zusammen mit den obersten Militärs allen Ernstes meinten, kurzerhand die Mehrheitsentscheidung des Senats außer Kraft setzen zu können. Manche Medien, welche Tako am Morgen studiert hatte, sahen bereits die Demokratie in Gefahr. Soweit wollte der alterweise Jedi nicht gehen, doch es sah so aus, als wäre der KSNR dieses Mal wirklich zu weit gegangen und es bestand daher die begründete Hoffnung, dass der Senat jenes Gremium wieder auf Normalmaß zurückstutzte. Tatsächlich waren auch die meisten Senatoren, mit denen der Jedi-Großmeister gesprochen hatte, sehr unzufrieden mit der Situation und manche forderten unter der Hand bereits den Rücktritt des Ministers. Doch von einem gewissen Punkt an war es dem Mon Calamari einfach zu viel geworden. Er ließ den stetig wachsenden Berg Flimsikram, mit dem die NR-Bürokratie ihn überhäufte, Flimsikram sein und entfleuchte der Politik für ein paar Stunden und hoffte, dass der Staub sich bald legte. Tagespolitik war weniger sein Metier, eher langfristige Visionen, und so nahm er es sich heraus, das zu tun, weshalb er den Posten in erster Linie angenommen hatte, seine lange vermisste Heimat wiederzusehen.

Er stammte zwar nicht von Coral City, doch das machte nichts. Seine Eltern lebten schon lange nicht mehr, Freunde und Bekannte gab es dort nicht viele, weshalb er zumindest jetzt den Eindruck hatte, dass diese Stadt so sehr Heimat war wie nur irgendwie möglich und er hatte keine Ahnung, ob er die Stadt, in der er geboren wurde, irgendwann besuchen würde und wie es sich anfühlte – aber es gab keinen Platz in der Galaxis der so war wie Dac, und das würde er ausleben, solange er konnte. Er verließ das Politikviertel, um wenigstens für eine kurze Weile abschalten zu können, und seine ziellosen Wege führten ihn irgendwann in die Nähe der Raumhafens. Dort fand sich eine Aussichtsplattform, die einen schönen Blick aufs Meer bot und auf der man bei der salzigen Heimatluft einmal so richtig durchatmen konnte, und setzte sich auf eine freie Bank – der jüngste war er schließlich auch nicht mehr.

Dac - Coral City - Aussichtsplattform nahe dem Raumhafen - Talery (etwas entfernt) - Tako
 
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