Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

[Corellia / Coronet / Südlicher Häuserblock / Abgestürztes Shuttle] mit 4 Soldaten aus Wonkas Einheit

Rileg lehnte sich an die Wand des Gebäudes, in das Wonka zuvor alleine gegangen war. Eigentlich hatte Rileg nur Glück gehabt, dass in seinem Haus nur so wenig Piraten gewesen waren. Es hätte genauso gut er gewesen sein können, der nun im Funkloch oder auf dem harten Asphaltboden mit zertrümmertem Schädel war. Auf einmal hörte Rileg laute Schreie von innen. Wer wusste was das war, aber der Nosaurianer ging vom Schlimmsten aus. Er blickt auf die andere Seite der Türe und nickte den beiden Soldaten zu.
Jetzt wird’s ernst, dachte sich der Nosaurianer und stieß sich von der Wand ab. Mit seinem Fuß stieß er die Türe auf und diese flog in hohem Boden durch den Raum. Die Verwirrung der fliegenden Tür nutzend, lief Rileg hinein, die A280 stets zum Abfeuern bereit. Seine Kameraden folgten ihm.

Nur der Anblick, der sich bot, war alles andere als das, was er erwartet hätte. Vor ihm standen der Oberleutnant Third und sein Sergeant Vílas und noch dazu sah es so aus, als hätte Wonka von Vílas eine blutige Nase kassiert. Rileg verkniff sich ein fieses Lachen und sah stattdessen von einem zum anderen, sichtlich verwirrt. Er wusste, dass er ohne Befehle dafür bekommen zu haben, zu dem Haus vorgedrungen war und versuchte das jetzt zu rechtfertigen.


Ist alles in Ordnung, Sir? Sie waren plötzlich nicht mehr erreichbar.

Rileg sah seinen Sergeant an und lief einen Schritt zu ihm. Sicherlich war er nun unter seiner Befehlsgewalt.

Es ist… schön Sie zu sehen, Sergeant!

Und er meinte es auch, endlich war er wieder von Wonka befreit. Rileg sah hinter seinen Sergeant in der Suche nach seinen restlichen Kameraden der Hammerhawks.
Wo sind die bloß, dachte er sich, als er keinen sah.
Plötzlich hörte er ein Rumpeln und mehrere Schritte über ihnen. Er sah zu Wonka, hoffentlich das letzte Mal und fragte ihn.


Ist das Gebäude gesichert…?

… oder haben Sie sich nur von den eigenen Leuten blutig schlagen lassen, fügte er in Gedanken gehässig hinzu. Rileg hoffte natürlich, dass keine der Piraten mehr im Gebäude war, aber wenn das nicht der Fall wäre, dann könnten sie jetzt ein kleines Problem bekommen, denn das waren schon einige Paar Stiefel gewesen, die er da über sich gehört hatte. Er verbesserte nochmals seinen Griff auf seine A280 und hoffte, dass er sie nicht zum Einsatz bringen müsste. Sein geübter Blick hatte schon eine Deckungsmöglichkeit hinter einem größeren Tisch gefunden und er war zum Sprung bereit.

[Corellia / Coronet / Südlicher Häuserblock / Hausinneres] mit 4 Soldaten aus Wonkas Einheit und Sergeant Vílas der Hammerhawks
 
Corellia | Coronet | Haus am Absturzort | mit Rileg Shatterbranch, Sergeant Vílas, Soldaten.

Rileg fragte ein: Alles Okay, Sir? und er blickte Sergeant Vílas an. Was denkt der sich?, fragte sich Wonka. Ein Schritt war zu hören, während er sich an seine blutige Nase fasste. Ist das Gebäude gesichert?, fragte Rileg. Wonka konnte nur mit dem Schultern zucken. Seitdem du da bist, nicht mehr!
Wonka musste schnell reagieren, er wusste, dass Vílas Einheit Südlich am Straßenende stand. Wonka kam eine Idee. Rileg dachte er sei ihm überlegen; sollte er es beweisen!
Sergeant, Wir kümmern uns um den Typen! Kämpfen sie sich mit dem Private zu ihrer Einheit zurück. Kommen sie dann mit ihrem Platoon hierher und helfen sie uns beim evakuieren! Wir können hier nicht weg, da wir die Absturzstelle sichern müssen. Passen sie auf, die ganze Straße ist von Rodianischen Kartoffelsäcken besetzt. Wonka hob seine Hand an die Stirn. Viel Glück, Soldat!
Wonkas Corporal sicherte bereits die Treppe, während Wonka dem Sergeant und Rileg hinterher sah. Rileg grinste sichtbar.
Wonka schnaubte, langsam wurde das eine Angewohnheit von ihm.
Würde Rileg wissen, dass Wonka bereits während Rilegs Abwesenheit mit Sergeant Vílas gesprochen hatte und Rileg in Wonkas Einheit versetzt worden war, dann wäre hier aber was los...
Sichern wir die Stockwerke!, sage Wonka dann und folgte seinem Corporal.

Corellia | Coronet | Haus am abgestürzten Shuttle | mit Corporal Nexus, Soldaten.
 
[Corellia / Coronet / Südlicher Häuserblock / Hausinneres] mit 4 Soldaten aus Wonkas Einheit und Sergeant Vílas der Hammerhawks

Rileg war regelrecht perplex, als er sah wie Wonka nur die Schultern zuckte, auf seine Frage, ob das Gebäude gesichert war. Wo war dieser Mann während der Ausbildung gewesen? War nicht das Sichern von Gebäuden das wichtigste? Umgebung sichern hieß es doch immer in der Grundausbildung. Und dann noch diese Gleichgültigkeit. Mir doch egal was mit meinen Kameraden passiert… Der Nosaurianer musste sich extrem zusammen nehmen, um dem Oberleutnant nicht gehörig einen Einlauf zu geben. Dafür würde er aber ganz sicher suspendiert werden. Vielleicht konnte er auch mit einem Höherrangigen darüber reden. Das ging laut Rilegs Meinung gar nicht!
Rileg biss die Zähne zusammen.

Wonkas nächster Befehl gefiel dem Nosaurianer zur Abwechslung einmal. Er sollte zurück zu seinem Platoon kehren. Endlich war er ihn los. Nur schien der Oberleutnant Tomaten auf den Ohren zu haben, denn es war ganz sicher nicht nur ein Soldat über ihnen gelaufen. Rileg salutierte zum Abschied in Wonkas Richtung.


Sir!... Seien Sie… vorsichtig. Es ist glaube ich mehr als nur ein Soldat über uns.

Damit wandte er sich um und ging zusammen mit seinem Sergeant, der komischerweise sehr ruhig war, zurück aus dem Haus. Draußen war es gefährlich still. Rileg nahm seine A280 fest in die Hand und lief hinter seinem Sergeant her. Er behielt die Hochhäuser im Auge und achtete auf Schatten in den Stockwerken. Als er ein Klirren hörte, begann Rileg zum nächsten Mülleimer zu sprinten. Vílas tat es ihm gleich, denn wenige Momente später war ein Blasterschuss hinter ihnen zu hören, der nur wenige Schritte von Rileg entfernt einschlug.
Wenn das nicht klar ist, dachte sich Rileg und zielte in die Richtung aus der der Scharfschütze zu sein schien. Ein weiterer Schuss knallte in den Mülleimer, hinter dem Rileg Deckung suchte. Sein Sergeant versteckte sich hinter einer Hauswand in der Nähe und sah zu Rileg. Mit einem deutlichen Nicken signalisierte er, dass er den Scharfschützen mit einer Salve ablecken würde, während Rileg ihn ausschalten sollte. Er legte an und zielte. Mehrere Schüsse erklangen und flogen in Richtung des Scharfschützen. Dieser versteckte sich kurz und zielte dann in Vílas Richtung. Er war ein einfaches Ziel: still wie eine Wand und bewegte sich genauso wenig. Der Nosaurianer zog den Abzug und verfehlte den ersten Schuss, er reagierte jedoch schnell genug und traf den Schützen mit dem zweiten Schuss. Etwas schneller machten sie sich anschließend weiter auf den Weg. Einige Male lief ein leichter Schmerz durch Rilegs Bein, aber er konnte noch mit seinem Sergeant mithalten.


Sir… Ist etwas?

Er war doch etwas verwundert über die Stille des Sergeants. Normalerweise war er doch etwas gesprächiger, wenn auch nicht viel. Vílas sah ihn nur kurz über die Schulter an und schüttelte den Kopf.

Das werden Sie bald genug erfahren, Private. Jetzt konzentrieren Sie sich!

Damit war das auch erledigt und Rileg lief weiterhin still hinter seinem Sergeant her. Der Nosaurianer hatte ständig das Gefühl, dass er beobachtet würde, oder verfolgt wird. Er sah über seine Schulter und sah außer einem durch die Luft fliegenden Flyer nichts. Rileg lief weiter an der nächsten Kreuzung vorbei, dann fasste er Vílas an die Schulter.

Hinter uns…

flüsterte er beunruhigt und nickte kurz nach links, wo er jemanden vermutete. An der nächsten Kreuzung bogen Vílas und Rileg schnell nach links ab und wartete, ob sie etwas hörten. Lange Zeit war es still, dann aber hörte Rileg ein Scheppern und leise Schritte. Ihm rutschte das Herz in die Hose, das waren mindestens 10 Paar Stiefel. Er war sich fast 100%ig sicher, denn er hatte das während der Zeit mit seinem Vater gelernt. Rileg legte seine Waffe an und machte sich bereit. Mit einem kurzen Blick um die Ecke scannte er die tatsächliche Menge der Piraten. Es waren 9 in ziviler Kleidung getarnten Piraten mit A280, DC-15A und E11 Blastergewehren, also einer bunten Mischung. Bevor Sie ihn entdecken konnten stieß sich Rileg in die Straße und schoss auf die Verfolger. Bevor die Piraten es überhaupt realisieren konnten, waren 3 schon getroffen zu Boden gegangen. Dann aber kam das Gegenfeuer. Rileg sprintete so schnell er konnte in Richtung der nächsten Deckung. Vílas nutzte diese Ablenkung seinerseits und schoss von der Seite auf die 6 Überlenden Piraten. Rileg sprang hinter eine Bank und sah zurück. Zwei andere waren durch seinen Sergeant zu Boden gegangen. Rileg schoss zurück und von beiden Seiten beschossen und überfordert, gingen alle Piraten verletzt oder tot zu Boden.
Puh, dachte er und stand hinter der Deckung auf. Er sah zu Vílas, der abgesehen von einem Streifschuss unverwundet war.

Wortlos und weiterhin vorsichtig liefen der Kiffar und der Nosaurianer weiter. Gerade wunderte sich Rileg wie weit sein Platoon weg war, als er sie an der nächsten Kreuzung sah. Der Nosaurianer war heilfroh und erleichtert endlich bei seinem Trupp zu sein. Er lief leicht humpelnd zu seinen Kameraden und begrüßte sie alle herzlich. Manche waren froh, andere aber besorgt oder wütend, dass er so wenig an seine Gesundheit dachte. Er setzte sich an eine Hauswand und verschnaufte.


Leute… Wir haben Oberleutnant Third getroffen und werden nun zu seiner Position vordringen, um das abgestürzte Shuttle zu sichern. Wir dürfen keine Zeit verlieren. Also los.

Da war Rilg gerade zurück bei seinem Platoon und von Wonka weg, da sollte er schon wieder zurück zu ihm. Der Nosaurianer schnaubte hörbar und ließ unbewusst seine Zähne leuchten, dann überfiel ihn den Drang eines Nosaurianers die Sonne zu Schlaf zu singen. Er öffnete sein Maul und schrie so laut er konnte in den Himmel. Anschließend erntete er viele wütende Blicke und einen ermahnenden Blick seines Sergeants.
Oh schei.ße, dachte sich Rileg, als ihm ihre jetztige Lage durch sein Schrei bewusst wurde.


[Corellia / Coronet / Südliches Straßenende / Kreuzung] mit Sergeant Vílas und Soldaten der Hammerhawks
 
[Corellia / Coronet / Südliches Straßenende / Kreuzung] mit Sergeant Vílas und Soldaten der Hammerhawks

Der Schrei schallte durch die scheinbar leere Straßen und weckte wahrscheinlich jeden versteckten Piraten. Ihr Rückweg würde wohl extrem spannend werden...
Rileg richtete sich auf und nahm sein A280 bereit in die Hand. Mit einem letzten wütenden Blick seines Sergeants, gab dieser den Befehl zum Abrücken.
Der Nosaurianer war wirklich wütend über sich selbst. Er gefährdete seine Kameraden und all das nur wegen einem seiner verrückten Ticks. Der Platoon machte sich auf den Weg zum Shuttle. Die Straße entlang konnte man es sogar sehen, aber im Moment hatte Rileg andere Sorgen. Von allen Seiten spürte er Blicke und sah Schatten in den Gebäuden. Die Menge der Soldaten schien die Piraten jedoch abzuschrecken, denn kein einziger Schuss war bis jetzt gefallen. Bis jetzt.

Nervös sah Rileg von Seite zu Seite, aber entdeckte nichts. Hatten die Piraten wirklich Angst vor ihnen? Er konnte sich das Ganze irgendwie nicht ganz vorstellen. Wenn die sogar ein Shuttle abschießen konnten, dann würden die wahrscheinlich auch nicht vor einem Platoon Soldaten zurückschrecken. Der Nosaurianer scannte wieder die Dächer der Gebäude und sah gerade noch rechtzeitig, das was er schon die ganze Zeit erwartetet hatte. Mehrere Piraten standen auf einem dreistöckigen Gebäude und zielten mit Projektilwerfern auf den Platoon. Rileg war nicht der einzige gewesen, der die Gefahr entdeckte.


Raketenwerfer!!!!!

schrie eine Stimme, die Rileg nicht kannte. In einem geordneten Durcheinander suchten alle Soldaten des Platoons Deckung in der offenen Straße. Eine schwere Angelegenheit, denn außer einigen Mülleimern und Bänken war nichts da. Vielleicht 100 Meter von ihnen entfernt war eine Straßenkreuzung, wo sie sich verstecken konnten. Als die erste Rakete in ihre Richtung flog, rannte der Nosaurianer in Richtung der Kreuzung.
Eier haben die schon, dachte sich Rileg noch, als wenige Meter hinter ihm eine Rakete einschlug und die Druckwelle ihn in die Luft hob. Er landete hart, aber unverletzt. Was man laut den Schreien aber nicht von allen sagen konnte. Rileg feuerte während dem Aufstehen einige Schüsse in die Richtung der Piraten und rannte weiter in Richtung der rettenden Kreuzung. Er sprang regelrecht hinter die Hauswand. Er fluchte laut und versuchte herauszufinden, wie viele Raketenwerfer wirklich auf dem Dach standen. Nach kurzem Zählen entdeckte er drei Piraten, die die Projektilwerfer geschultert hatten.


Drei Stück gegen einen ganzen Platoon?! Das kann unmöglich sein! Haltet die Augen nach mehr offen!

sprach Rileg fast in Befehlston, wieder einmal hinterging er unbewusst die Befehlskette und nahm die Zügel in die Hand. Neben ihm standen vielleicht dreizehn Soldaten, von denen keiner sein Sergeant oder der Corporal war. In der Menge sah er nur zwei bekannte Gesichter seines Squads: Gwenn Ilref, die rattataki Sanitäterin, die damals Kisai Novaka verarztet hatte und Hruil Napal, einem Mon Calamari, den Rileg noch nicht so gut kannte. Er bekam einige verwirrte Blicke, als Rileg seinen Rat gegeben hatte. Ein Arpor-Lan trat einen Schritt in Rilegs Richtung.

Corporal Fihnal Mexx vom Squad Beta. Ist ein Sergeant hier anwesend?

Keiner meldete sich und Fihnal gab Rileg einen bösen Blick.

Dann übernehme ich hier die Führung, Private! Sie haben zwar Recht mit ihrem Rat, aber Sie sollten lernen die Befehlskette zu beachten!

Rileg sah den Corporal ungläubig an. Das hatte er beim besten Willen nicht erwartet. Er salutierte kurz und entschuldigte sich. Rileg machte den Mund auf, als der Mon Cal aus seinem Squad zu dem Corporal kam.

Sir, ein Trupp aus bestimmt 25 Piraten kommt vom Raketenwerferfeuer gedeckt auf der Straße auf uns zu gelaufen!

Mit einem kurzen Blick sah der Arpor-Lan zu Rileg und sprach dann an alle gerichtet.

Wir müssen diese Raketenwerfer loswerden! Wir geben Feuerschutz und die sichersten Schützen versuchen die Raketenwerfer zu treffen!

Rileg nahm seine A280 bereit. Jetzt war der Moment, alles wieder ins Lot zu bringen und trat zusammen mit vier anderen voraus. Er legte an und wartete. Rileg trat einen Schritt hinaus und zielte auf die Raketenwerfer. Vom Feuerschutz etwas gedeckt feuerten die fünf Soldaten auf die Piraten auf dem Dach. Diese hatten das Gegenfeuer wohl nicht erwartet und alle gingen zu Boden. Bevor Rileg jedoch zu Lochkäse würde, sprang er wieder hinter den Schutz der Hauswand. Jetzt hieß es hoffentlich „nur noch“ die anderen Piraten auf dem Boden zu beseitigen. Das würde der schwere Part werden. Der Platoon war sehr verstreut und Rileg wusste nicht, wie es seinen Kameraden ging, da sie aber nicht bei ihnen waren, konnten sie nur auf der gegenüberliegenden Seite oder auf der offenen Straße hinter irgendwelchen Bänken oder Mülltonnen kauern. Das wäre extrem schlecht. Suchend sah er auf die andere Seite und erkannte wenigstens fünf Soldaten. Einer davon war der schwarzhaarige Kiffar Vílas. Wenn sonst keine Soldaten am Leben waren, dann waren die Hammerhawks in der Unterzahl.
Mit Handzeichen begann Rileg seinem Sergeant zu signalisieren nicht auf die Piraten zu schießen, als ihn Mexx an der Schulter packte und ihn wegzog. Einen mahnenden Blick und ein
Private! reichten aus, um Rileg zum Schweigen zu bringen.

Der Corporal gab den Befehl zu warten bis die Piraten in guter Wurfdistanz waren und sie dann mit Thermaldetonatoren zu bewerfen im anschließenden Rauch könnten sie die Zahl der Piraten am sichersten dezimieren. Rileg hatte keine der Granaten bei sich, also wartete er bis seine Kameraden ihre geworfen hatten.


Warten….. Warten….. Warten….. JETZT!!

schrie der Arpor-Lan und warf seinen Thermaldetonator in hohem Bogen in die Piraten. Die Schreie der Piraten kündigten an, dass sie sich ungeordnet verteilten und leichte Ziele abgaben. Rileg kam aus der Deckung und schoss auf jedes sich bewegende Ziel. Kurz darauf explodierten die Granaten und einige der Gegner flogen durch die Luft. Nun kamen alle Soldaten aus der Deckung und schossen auf die Piraten. Es dauerte nicht lange, da hatten sie die Gefahr ausgeschaltet.

Das Herz des Nosaurianers pochte laut in seinem Hals und er ging Mitten in der Straße in die Hocke. Dieser Weg von und zum Shuttle hatte sich, als eine wahre Katastrophe herausgestellt. Rileg sah in die Runde und merkte, dass nur noch 22 der 36 Soldaten aus dem 2. Platoon am Leben waren, einige der Soldaten hielten sich den Arm oder hatten blutige Wunden. Und all das war ganz allein Rilegs Schuld.
Seine Gedanken kreisten den ganzen Weg zurück um dieses Thema und er war ganz in Gedanken, als sie wieder sicher und ohne weitere Zwischenfälle am gesicherten Shuttle ankamen.


[Corellia / Coronet / Am abgestürztem Shuttle] mit Sergeant Vílas, Soldaten der Hammerhawks und Soldaten aus Wonkas Einheit
 
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Corellia | Coronet | Am abgestürzten Shuttle | Wonka, mit dem BHP.

Langsam und mit schnell schlagenden Herzen näherte sich Wonka der Treppe, während Corporal Nexus sich dicht hinter Wonka hieltund und mit gezielten Blick durch seine Zielvorrichtung über Wonkas Schulter die Treppe sicherte. Wonka ging die Treppe hoch und hatte ein schlechtes Gefühl. Vor seiner Karriere beim Militär war er zurückhaltend und schüchtern gewesen und war unaufgeschlossen gegenüber anderen Menschen. Beim Militär hatte sich das grundlegend geändert. Jetzt hatte er etwas, dass er vorhalten konnte: Seine Waffe. Mit ihr hielt er Feinde auf Abstand und musste keinen direkten Kontakt aufnehmen, sondern konnte unerwünschte Leute bereits aus der Ferne töten.
Das war wahrscheinlich der Grund, warum seine Beziehungen außerhalb des Militärs nicht die besten waren. Wonka war ein guter Teamplayer, doch seine Menschenkenntnis war nicht gerade ausgeprägt. Das größte was ihn in dieser Zeit belastete, war eindeutig der anstehende Frieden zwischen Republik und dem Imperium. Wonka bekam Angst bei dem Gedanken, dass er bald mit seinen Feinden zusammen arbeiten musste. Das war gleichzeitig sein größtes Problem, er hatte keinen Feind. Das war auch der Grund, warum er Rileg vorhin einen Einlauf gegeben hatte. Auf New Plympto hatte Wonka seine Wut und Enttäuschung an den Imperialen ausgelassen und schon da war Rileg äußerst aufbraussend und frech gewesen. Wonka hatte in der Industriehalle eine Bemerkung zum weiteren Schlachtverlauf gemacht, die weder die Republik, noch Rileg persönlich beleidigt hatte. Und doch hatte er sich angegriffen gefühlt und den Oberleutnant herausgefordert. Danach hatte er Wonka den Hintern gerettet, sich also erkenntlich gezeigt. Danach war Rileg in eine Elektromine getreten und Wonka hatte ihn ausgeflogen. Wusste er das nicht? Hatte man ihn in der Kaserne nicht aufgeklärt? Rileg wusste nicht, dass Wonka ihn ebenfalls gerettet hatte? Und jetzt führte er seinen Feldzug gegen Wonka weiter. Was hatte er falsch gemacht? Wo lag seine Schuld? Auf New Plympto hatte er Rileg nie angegriffen! Und was war das in der Kaserne. Wonkas Spruch war als ein freundliches: Hey! Da bist du ja wieder!, gemeint, doch Rileg fühlte sich sofort wieder angegriffen. Wonka kam zu dem Schluss:
Es war nicht seine Schuld! Wonka war Oberleutnant und hatte seine Männer ausgezeichnet im Griff, wenn Rileg sich Wonka nicht unterordnete, dann würde er Druck kriegen. Wenn er Wonka ablehnte, lebte mit der Gefahr, ihn zum Feind zu haben. Rileg war ein Private und so war er Wonka schutzlos ausgeliefert. Er entschloss sich, Rileg in der Kaserne nochmal anzusprechen, auf dass, was noch auf New Plympto geschehen war. Würde er wieder frech werden, dann würde Wonka ihn hart drannehmem und ihn solange triezen und körperlich schuften lassen, bis er seine Grenzen erreicht hätte...

In Bruchteilen von Sekunden stürmte Corporal Nexus an Wonka vorbei. Wonka hatte noch die Schritte gehört, doch sein Gehirn war zu langsam. Nexus hatte schneller geschaltet und realisiert, dass die morsche Holztreppe sie verraten hatte und ein Söldner sich mit seinem Raketenwerfer der Treppe näherte. Würde der Typ tatsächlich mit dem Raketenwerfer ins Treppenhaus feuern würde die Druckwelle erst sie erfassen und durch die dicken Betonwände zurück geworfen werden und wohlmöglich das ganze Haus zum Einsturz bringen. Er hatte diese Gefahr gerade realisiert, als Nexus dem Typen an erst an die Schulter griff und dann gegen das Schienbein trat, um den Typen zu Boden zu bringen. Während hinter ihm ein Private aus seiner Einheit vorbeistürmte, um den Rest des Stockwerken zu sichern, drehte Wonka sein Gewehr um, so dass der Lauf nach oben zeigte und schlug mit dem Gewehrkolben direkt auf die Schädeldecke des Typen.
Wieder einmal musste sich Wonkas Wut in diesem Augenblick entleert haben, den nach den Geräuschen zu urteilen, hatte er dem Söldner die Schädeldecke eingeschlagen. Es spritzte kein Blut, was ihn wunderte, da Kopfwunden eigentlich immer stark bluteten.
Ebene gesichert! , bestätigte der Private die Sicherung des Stockwerkes, bevor er sich an das Fenster kniete und die Straße mit einem präzisen Scharfschützengewehr sicherte. Mehrmals gab er schallgedämpfte Schüsse zur anderen Seitenstraße ab. Wonka fühlte den Puls des Mannes, er war gleich null. Er war nicht besonders traurig darüber, dieser Mann hatte den Tod verdient.
Nexus!, sagte er mit noch zitternder Stimme. Wir sind hier fertig! Den Rest machen die anderen Einheiten. Kehren wir zum Shuttle zurück und rufen wir Overlord. Ich will weg hier!
Der Corporal sah ihn an und konnte seine Stimmung lesen.
In Ordnung!, bestätigte dieser und griff ihm an die Schulter.
Wir bringen Sie zum Shuttle zurück! Rufen sie Overlord! Metal 04 zieht sich zurück! Evakuierung in 0–3 Minuten!

Metal 04 Roger, wir schicken die Evakuierung. Eintreffen in –04 Minuten.
Teilerfolg an allen Brennpunkten. Auftrag ausgeführt!


Wonka begriff:
Es war vorbei. Erfolg an allen Fronten, Söldner tot, Material gesichert. Sie konnten gehen.
Wonka ließ sich von Corporal Nexus zum Shuttle eskortieren und griff zu seinem Holoemitter.

Metal 04 an Hammerhawks 01. Sammeln beim Absturzort und Evakuierung auf Anweisung Overlord 00–00. Melden sie ihren Status und kehren sie zum Shuttle zurück. Evakuierung in 0–04 Minuten. Ich erwarte sie! Keiner wird zurück gelassen! Metal 04 Ende!

Corellia | Coronet | Am abgestürzten Shuttle | Wonka, mit dem BHP und dem anrückenden Hammerhawks.
 
[Corellia / Coronet / Am abgestürztem Shuttle] mit Sergeant Vílas, Soldaten der Hammerhawks und Soldaten aus Wonkas Einheit

Die Ankunft an dem abgestürzten Shuttle kam Rileg wie ein Traum vor. Er war da, aber auch irgendwie nicht. Um ihn rum liefen die Soldaten auf ihre Stationen oder bemühten sich um eine Aufgabe. Rileg aber nicht. Er legte die A280 mit dem Lederband um seine Schulter und stand am Rande des gesicherten Shuttles da.
14 Soldaten, dachte der Nosaurianer. Er hatte 14 Soldaten mit seinem Schrei auf dem Gewissen. Die Piraten wären ohne seinen Aufschrei nie auf ihre Position gekommen. Er hatte seine Kameraden auf dem Gewissen. Er schüttelte ungläubig den Kopf. Wo waren denn seine Kameraden hin? Er suchte die Menge, aber erkannte niemanden? Wo waren alle? Ein Soldat rannte an ihm vorbei und klopfte ihm zwei Mal auf die Schulter.


…mitgekriegt?

Rileg starrte den Soldaten an. Was mitgekriegt? Der dunkelhäutige Mensch schüttelte den Kopf und wiederholte, was er gerade gesagt hatte.

Wir rücken ab! Der Einsatz ist beendet. Wir sollen uns auf Anweisung vom Overlord am Shuttle sammeln.

Verwirrt sah Rileg den Menschen an. Sie zogen ab? Ware die Piratengruppen ALLE beseitigt worden. Rileg konnte sich das einfach nicht vorstellen.

Abziehen? Aber da…

begann er, aber der Mensch machte sich bereits auf den Weg zum Sammelort. Das konnte doch nicht sein… Langsam ging er die gleiche Richtung wie der Mensch gerade gelaufen war. Auch den Oberleutnant konnte der Nosaurianer nicht sehen. Ist seine Einheit ebenfalls verloren gegangen? So stark seine Abneigung ihm gegenüber war, aber einen unehrenhaften Tod gegen Piraten, Mördern und Halunken wünschte er ihm trotzdem nicht. Er suchte und fand Vílas und stellte sich zu ihm. Er hatte einige Schürfwunden im Gesicht und hielt sich den linken Unterarm. Ein etwas eisiger Blick war seine Begrüßung. Rileg wusste jetzt schon, dass er immensen Ärger bekommen würde, wenn sie wieder an der Kaserne ankamen.
Ein Kriegsgericht… In Rilegs Magen drehte sich ein tonnenschwerer Stein um. Er stellte sich in die Nähe des Kiffars und öffnete den Mund, um sich zu entschuldigen, etwas zu sagen, aber er bekam kein Wort heraus. Ein „Sorry“ war wohl auch extrem unangebracht.

Wie die Hühner auf der Stange standen die Truppen der Republik nun da und wartete darauf von diesem Ort abgezogen zu werden. Er drehte den Kopf, als die ersten Evakuierungsshuttles landeten, und sah zurück in die Häuserschluchten, wo irgendwo seine toten und strebenden Kameraden lagen. Dabei sah er wie eine letzte Einheit in schnellem Tempo die Straße hochlief. Vorne dran lief Wonka mit seiner blutigen Nase, die er von seinem Sergeant bekommen hatte. Er hatte es also doch geschafft… Rileg wusste nicht was er denken sollte. Er sah zurück zu den Shuttles, aus denen nun Einheiten hinausliefen. Eine erste Verwunderung wurde durch Erkenntnis ersetzt. Sie sollten den Job erledigen, den sie so erbärmlich vergeigt hatten!... Den ER so erbärmlich vergeigt hatte. Der Nosaurianer hatte das nicht gewollt, wollte er ihnen entgegen schreien, aber auch das blieb in seine Hals stecken. Am liebsten hätte er ihnen geholfen, aber die Worte des Arpor-Lan gingen durch seinen Kopf


Sie sollten lernen die Befehlskette zu beachten!

Also marschierte er im Gleichschritt an den Soldaten vorbei und in das Evakuierungsshuttle. Er setzte sich an einen Platz und bemerkte, dass er wieder neben dem Gungan saß. Als dieser wieder anfing zu Glucken, schlug ihm Rileg ins Gesicht. All seine Wut auf sich selbst entlud sich auf einem Mal und er wurde von seinen eigenen Kameraden gepackt und weiter hinten im Shuttle hingesetzt.

[Corellia / Coronet / Kaserne / Im Evakuierungsshuttle] mit Sergeant Vílas und Soldaten der Hammerhawks
 
Corellia | Coronet | Am abgestürzten Shuttle | Wonka Third mit Soldaten der Black Hawks.

Trotz anhaltender, angespannter Lage, hatte sich die Situation entspannt und Wonka war bereit, mit seinen Männern in die Kaserne zurück zu kehren. Glücklicherweise hatte es keine Verluste gegeben und er konnte ohne ein schlechtes Gewissen zurückkehren, wobei das Schuldgefühl dabei ausgelassen wurden. Schon während des Einsatzes hatte er sich immer wieder gefragt, ob er den Absturz des Shuttles hätte verhindern können, doch er war zu einer eindeutigen Erkenntnis gekommen:
Nein!
Coronet war eine friedliche Stadt, keiner konnte das vorhersehen. Aus dem nichts hatten die Piraten sie angegriffen und er hate das Pech, genau in diesem Moment auf Corellia gewesen zu sein.
Und doch bedruckte ihn etwas, irgendwas, was seine Stimmung trübte. Vielleicht war es der andauernde Streit mit Private Shatterbranch, vielleicht aber auch einfach nur der unnötige Verlust der vielen Männer. Tatsächlich entwickelte er eine Wut auf die lokalen Sicherheitskräfte, während er in den Transporter stieg. Keiner hatte etwas bemerkt, selbst der Geheimdienst nicht. Alles hier wäre verhinderbar gewesen.
Langsam und mit einem Zischenden Geräusch schloss sich die Laderampe und sie flogen zurück zur Kaserne.
Coronet wurde kleiner und kleiner.

Es herrschte hektisches Treiben auf der Kaserne, jetzt begangen die Aufräumarbeiten. Mehrere frische Einheiten, bestehend aus Ingenieuren und Pionieren machten sicherlich auf den Weg in die Innenstadt, während Wonkas Shuttle ruhig neben einer Baracke landete. Wonka stieg aus und atmete einen tiefen Zug der frischen Atemluft ein.
Er drehte sich um und suchte die Hammerhawks. Bevor er sich frisch machte, hatte er mit denen noch was zu klären.

Corellia | Coronet | Kaserne| Wonka mit Soldaten.
 
[Corellia / Coronet / Kaserne / Im Evakuierungsshuttle] mit Sergeant Vílas und Soldaten der Hammerhawks

Summend beruhigten sich die Motoren des HTT-26 Schweren Truppentransporters und mit einem kaum vernehmbaren Ton setzte es wieder auf dem Boden auf. Immer wieder bekam Rileg giftige Blicke von dem Gungan, dem er die Nase ganz schön blutig geschlagen hatte.

Was zum Teufel macht der eigentlich hier! Der ist kein Hammerhawk!

Hatte er kurz darauf gesagt, als sich Vílas neben ihn setzte, um mal ein ernstes Wörtchen zu reden. Es war vielleicht nicht die beste Taktik ein Gespräch so zu eröffnen.

Und Sie bald auch nicht mehr! Private!

Der Kiffar hatte das mit so einer Bestimmtheit gesagt, dass Rileg befürchtete er würde jetzt endgültig vom Dienst suspendiert werden. All seine Träume seinem Vater in seinen heldenhaften Taten bei der Republik zu folgen, würden auf ein Mal verpuffen. Sein Sergeant (oder konnte man schon ehemaliger Sergeant sagen?) packte ihn an der Schulter und zerrte ihn regerecht hinaus. Sie waren auf einer Landefläche einige dreißig Meter von der Kaserne entfernt gelandet. Rileg sah sich kurz um und ihm fiel gleich das geschäftige Treiben und das Abheben anderer Transporter auf, die bestimmt zum abgestürzten Shuttle flogen.
14 Soldaten, ging wieder durch seinen Kopf und er sah zu Boden.

Vílas erklärte ihm gerade, dass er verstand, dass Nosaurianer den Mond zu Schlaf singen mussten, aber sein Verhalten Befehlen gegenüber konnte er einfach nicht weiter tolerieren. Um die Schmach noch größer zu machen, entdeckte er den Oberleutnant Third, der gerade das Gelände ablief, scheinbar auf der Suche nach jemandem. Als er die gerade gelandeten Hammerhawks entdeckte, kam er schnurstracks auf sie zu.
Und schon geht der Ärger weiter, dachte er sich, als der Mensch vor ihnen stand.


Sir!

Sein Sergeant salutierte vor dem Menschen und Rileg konnte nichts anderes tun, als es ihm gleichzutun. Er wollte sich gar nicht vorstellen, was jetzt wohl auf ihn zukommen würde. Wahrscheinlich würde er nun zum Putzdienst in Thirds Quartieren degradiert.

[Corellia / Coronet / Vor der Kaserne] mit Sergeant Vílas, Soldaten der Hammerhawks und Wonka Third
 
Corellia | Coronet | Kaserne | Wonka mit Soldaten.

Mit leichten Kopfschmerzen lief Wonka über das Gelände und sah außer vielen Soldaten keinen, der ihm weiter helfen konnte. Die andauernd schnell laufenden Soldaten wirbelten eine Unmenge an Staub auf, so dass seine Sicht kurzzeitig geblendet wurde. Als er sein Augenlicht das nächste Mal wieder bekam, stand Leutnant Duurin vor ihm, vor diesem ganzen Mist, stand er neben Wonka bei der Einsatzbesprechung. Sir, schön sie wieder zu sehen! Wonka nickte und lächelte. Endlich mal ein loyaler und freundlicher Mann. Die Freude ist ganz meinerseits! Wie ist der Zustand der Truppen? Duurin nickte. Wir haben insgesamt Siebzehn Männer verloren und es gab einem Schlägerei.

Eine Schlägerei?, fragte Wonka verdutzt. Ja. Ich habe mit einem Private aus der Einheit der Hammerhawks gesprochen. Ein Private hat einen Gungan angegriffen.
Wonka erschrak und musste schlucken. Wer saß auf der Hinfahrt neben dem Gungan. Oh Nein...
Ich erledige das!, sagte Wonka zu Leutnant Duurin. Ich sehe sie nachher.
Sir! Dieser Mann sollte aufpassen. Wir können ihn vors Kriegsgericht ziehen.
Wonka musste nochmal schlucken.
Ich kümmere mich darum!
Na super!, dachte er während er den Weg zu Baracke 12 antrat. Private Shatterbranch hatte einen Gungan attackiert, einen loyalen Soldaten. Vielleicht hatte Sergeant Villas Rileg schon einen Einlauf gegeben und das geschah ihm auch Recht. Einen loyalen Soldaten anzugreifen, das war unterste Schublade. Würde er das bei den Hawks machen, er würde Rileg vors Kriegsgericht ziehen...

Auf einer Treppenstufe saß der Private mit seinem Sergeant und sie hatten offensichtlich eine lebendige Unterhaltung gehabt.
Langsam ging er auf die beiden zu und schubste einen Soldaten beiseite, der seinen Weg kreuzte.
Der Sergeant stand sofort auf und sabotierte, Rileg tat es ihm wenig später nach. Das Üben wir auch noch!, sagte Wonka sich in Gedanken.
Sir!, sagte der Sergeant zu ihm.
Wonka stand steif und sabotierte.
Danke, Sergeant! Ich übernehme hier!
Dieser drehte sich um und ging ohne weitere Nachfragen.

Private Shatterbranch!, sagte Wonka, immer noch sabotierend. Wir müssen reden!
Er deutete auf einen Pfad, der von der Kaserne weg führte.
Langsam erhob sich der Private und sie gingen los. Shatterbranch hatte noch seine Uniform an, aber zum Glück seine Waffen abgelegt.
Wonka warf ihm eine Wasserflasche zu, die ihm Duurin mit gegeben hatte.
Sagen Sie Private!, begann Wonka ihm freundlichen Ton. Was haben sie gegen mich? Und jetzt bitte keine Schleimermilitärantworten. Tun sie so, als würden sie mit einem Freund reden.

Corellia | Coronet | Kaserne | Wonka mit Private Shatterbranch.
 
[Corellia / Coronet / Vor der Kaserne] mit Sergeant Vílas, Soldaten der Hammerhawks und Wonka Third

Rileg sah wie der Oberleutnant einen seiner Kameraden wegschubste. Rileg kreuzte in diesem Moment kein einziger Gedanke der Wut, als er das sah, was für ihn sehr unüblich war. Stattdessen ging eher die Angst durch ihn. Sein Militärdienst war ihm sehr wichtig geworden. Die Neue Republik zu unterstützen war sein größter Traum, seitdem sein Vater in den Dienst getreten war. Jetzt aber stand alles stark auf Messers Schneide und Rileg hatte sich schon gehörig den Fuß geschnitten, wie man es so schön sagen konnte. Mit dem Kommen Wonkas sah er noch mehr Ärger auf ihn zukommen. Als dieser Vílas wegschickte, schluckte Rileg erst Mal und machte sich auf einen gehörigen Einlauf bereit.

Wir müssen reden!

Das verdeutlichte seine Vermutung und Rileg stand von der Treppenstufe auf, um auf den von Wonka ausgesuchten Trampelpfad um die Kaserne zu zugehen. Der Weg war ein Truppenübungsweg, den die Soldaten im Normalfall zum Joggen und trainieren nutzten. Da es vor einigen Tagen geregnet hatte, waren hier und da noch kleinere Pfützen oder viel eher Schlammpützen.
Rileg war sehr schweigsam, was ebenfalls nicht seine Art war. Er wollte sich jegliche giftigen Kommentare verbeißen. Alles was er jetzt tat und sagte würde seine Militärkarriere bedeuten können.
Rileg erschrak fast, als er die Flasche auf ihn zufliegen sah und fing sie aus Reflex auf. Wenigstens diese funktionierten noch wie sie es sollten.
Rileg war im Moment völlig neben der Spur: Der Gungan, der Piratenangriff und jetzt Wonka, der ihm wahrscheinlich aus dem Militär schmiss. Hoffentlich tat er es wenigstens auf eine sanfte Art, hoffte Rileg, dem sein Lebenstraum gerade förmlich durch die Hände glitt.


Sagen Sie Private! Was haben sie gegen mich? Und jetzt bitte keine Schleimermilitärantworten. Tun sie so, als würden sie mit einem Freund reden.

Rileg sah den Oberleutnant verblüfft an. So eine Art von Konversation hätte er in diesem Moment nicht erwartet. Eher ein: „Private, wir können ein solches Verhalten nicht länger dulden…“. Rileg sah kurz zu Boden und kickte einen kleinen Ast weg. Anschließend blickte er dem Oberleutnant ins Gesicht

Sir, wenn ich ganz offen sprechen kann?... Mir gefällt schlicht und ergreifend ihre Art nicht… Ihr Umgang mit Kameraden…

Der Nosaurianer erinnerte sich zurück an ihre allererste Begegnung, in der der Oberleutnant statt Freude über Verstärkung nur Sarkasmus und Tadel für die Hammerhawks übrig hatte. Rileg nahm einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche. Er wusste, dass er sich für die Handgreiflichkeit an dem Gungan rechtfertigen musste und er wusste auch, dass es Unrecht war.

Der Vorfall mit dem Gungan tut mir Leid… Es war nur alles zu viel. Sein Glucken und….

Er stockte kurz. Die 14 Soldaten, die er auf dem Gewissen hatte, waren bestimmt auch ein Grund dafür, dass Wonka bei ihm war. Er wusste bestimmt schon lange was dort in Coronet-Innenstadt vorgefallen war.

Ich wollte meinen Squad nicht gefährden, Sir! Es ist einfach eine Eigenart von mir…

Er brach sich selbst ab, es hatte sowieso keinen Sinn sich hier irgendwie auf Biegen und Brechen rauszureden. Sollte Third einfach sagen wozu er gekommen war und fertig, vielleicht konnte sich Rileg als Wachmann oder Bodyguard irgendwo probieren. Genug Kampferfahrung hatte er ja eigentlich schon.

[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Wonka Third
 
[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Private*Rileg Shatterbranch.

Endlich! Fast drei Monate hatte er sich mit dieser Frage abgequält und sich den Kopf zerbrochen, doch jetzt hatte er die Antwort: Rileg mochte seine Art nicht.
Und der Grund war eindeutig und Wonka wusste was jetzt zu tun war: Er musste die Geschichte von New Plympto erzählen...
Er war sich allerdings nicht sicher, was er mit Rileg anstellen sollte, da er einen loyalen Soldaten angegriffen hatte.
Er entschied sich: Garnichts. Eine Verwarnung sollte ausreichen, doch er musste ihm ins Gewissen reden.
Private, ich verstehe das. Mich würde dieses Gegrunze auch nerven. Allerdings brauche ich ihnen nicht sagen, dass das nicht wieder vorkommen soll. Ich belasse es hiermit bei einer Verwarnung. Aber ich warne sie: Lassen sie das in Zukunft! Hier geht es um Teamarbeit, Einzelgänger sind nicht erwünscht!
Wonka sah Rileg an und nickte ihm zu. Damit war das erledigt.
Jetzt kam der deutlich schwerere Punkt.
Er trank einen Schluck und wischte sich die Schweißperlen von der Stirn. Irgendwie war er nervös.
Wie sie sicherlich wissen, stehe ich im Rang eines Leutnants. Das bringt gewisse Verantwortung mit sich. Man muss sich Respekt bei seinen Männern erarbeiten, da man eine große Gruppe von Soldaten sicher zum Ziel führen muss. Da können schnell Missverständnisse entstehen.
Wonka seufzte.
Auf New Plympto war das der Fall. Ich war in eine unvorbereitete Situation geraten und habe einige meiner besten Männer verloren. Das hat mich leider ein wenig aus meinem Konzept gebracht. Ich war froh die Halle zu erreichen und mit anderen Einheiten vorzurücken.
In der Halle hab ich mit all dem abgeschlossen und einen Kommentar gemacht. Das war eine doofe Anmerkung, die mit ihnen garnichts zu tun hatte. Viel mehr bezog sich das auf den Kommandostab, der mir eine völlig falsche Lagebeschreibung gegeben hatte.
Danach bin ich mit meinen Männern vorgerückt.
Ich machen Ihnen keine Vorwürfe, aber die Hammerhawks standen nicht unter meinem Kommando. Ihr Sergeant hatte die Befehlsgewalt, ich hatte keinerlei Kontrolle über sie!

Wonka schnaubte. Er war wieder auf New Plympto, er machte den ganzen Mist nochmal durch.
Meine Männer nahmen die Häuserzeile von hinten herum ein, die Hammerhawks eilten uns zu Hilfe. Sie haben mir das Leben gerettet und dafür bin ich ihnen zu tiefst dankbar. Aber ich will ihnen sagen, diese Entscheidung kam von ihrem Sergeant Villas. Nicht von mir! Der Befehl kam nicht von mir! Sie haben mir das Leben gerettet, aber geben Sie mir nicht die Schuld dafür!!!
Wonka atmete tief durch. Endlich war es raus.
Danach haben sie nicht nach Vorschrift gehandelt. Ich war verletzt und nicht in der Lage, Befehle zu geben. Sergeant Villas hat sich nach meinen Befehlen gerichtet, das war sein Fehler.
Wonka atmete nochmal durch und trank einen Schluck Wasser.
Sie wurden von einer Elektromine verwundet. Ich hab sie geborgen und per Luftunterstützung ausfliegen lassen. Schließlich habe ich mich gefangen und fünf Männer zurück nach Hause geführt. Einer meiner Männer war ein Imperialer Spion, er wurde erschossen.

Ich habe keine harte oder gestörte Persönlichkeit, ich muss einfach eine harte Hand über meine Männer behalten. Was ist schon ein Leutnant, der sich bei erster Gelegenheit in die Hose macht?
Ich denke es gab ein paar Missverständnisse zwischen uns und ich würde diese gerne begraben.


Wonka sah Rileg an und erwartete eine Antwort.

[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Private*Rileg Shatterbranch.
 
[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Wonka Third

Nachdem Rileg offen mit dem Oberleutnant gesprochen hatte, wirkte dieser erst etwas nachdenklich. Wahrscheinlich dachte er nach, wohin er ihn nun verfrachtete, aber seine antwort war mehr als nur verwunderlich für den Nosaurianer. Er wurde für den Angriff auf den Gungan „nur“ verwarnt. Da war er aber ganz knapp dran vorbeigeschrappt. Was die Soldaten anging, das ließ Wonka noch offen und Rileg musste darauf hoffen, dass es eventuell vielleicht sogar verstanden wude, dass er den Drang gehabt hatte den Mond zum Schlaf zu singen. Er blieb ruhig und lief schweigsam neben dem Menschen her. Nachdem der Oberleutnant ebenfalls aus seiner Flasche getrunken hatte ging es weiter.

Er schien nicht die Geschehnisse in Coronet Innenstadt ansprechen zu wollen. Irgendwie schien es, als wäre ihm etwas anderes wichtiger. Rileg sah ihn an und hörte zu, wie Wonka ihm erzählte, wie es Verantwortung mit sich zog ein Leutnant zu sein und dass es wohl ein unglückliches erstes Zusammentreffen gewesen war, weil er aufgrund des Verlustes seiner besten Männer etwas neben der Spur gewesen war. Früher hätte das Rileg als eine faule Ausrede abgetan und ihm angekreidet, dass man seine Kameraden immer gleich und mit dem nötigen Respekt behandeln sollte. Jetzt aber konnte er den Oberleutnant sogar verstehen. Etwas total neues, mit dem er sich fast selbst schockte. Er nickte dem Menschen deshalb verstehend zu und senkte dann seinen Blick auf den Boden, um gerade noch rechtzeitig einer großen Schlammpfütze auszuweichen, dabei rempelte er den Oberleutnant leicht an, entschuldigte sich dafür aber sogleich, wie es sich gehörte.

Den kommenden Teil verstand der Private nicht ganz. Sein Sergeant hatte den Befehl in die Halle zu gehen nur gegeben, da Rileg ihm gesagt hatte, dass es vielleicht besser wäre durch die Halle zu gehen, da diese wahrscheinlich geschützter wäre und die Imperialen sie nicht sehen konnten. Dass sie dort etwas länger verweilten, hatte einzig und allein den Grund, da sie Wonto und Kisai dort angetroffen hatten.
Irgendwie hatte Rileg das Gefühl, dass er da etwas falsch verstand, von welchem Befehl sprach der Oberleutnant gerade?


Sir… Ich bin verwirrt… Welchen Befehl hat Sergeant Vílas erteilt? Den in die Halle einzudringen oder den durch die Wand der Halle vorzudringen?

Wenn sie schon dabei waren alles zu bereinigen, was hier zwischen den beiden lag, dann wollte das Rileg auch richtig verstehen und nicht selbst irgendwie zusammenreimen.
Der Teil, der jedoch folgte war für Rileg eine große Überraschung. Wonka hatte ihn ausfliegen lassen!? Ihn!? Nachdem er ihn ständig angestachelt hatte? Er wusste nicht, ob er in der Lage gewesen wäre so etwas zu tun, nachdem ein Private ihn so auf die Palme gebracht hatte. Und dann noch in Anbetracht der Soldaten, die Third davor bereits verloren hatte….
Warum hatte ihm das niemand gesagt? Hätte er etwa nachfragen müssen. Er hatte damals schwer damit gerechnet, dass ihn Vílas oder Mapa zurück geschickt hatte, aber nicht WONKA!? Rileg wusste nicht was er daraufhin sagen sollte. Es war wohl einiges schief gegangen an diesem Tag. Innerlich nickte er und er konnte es sich nicht verkneifen zu grinsen, als Wonka ansprach, dass er keine harte und gestörte Persönlichkeit habe. Rileg hätte es wohl nicht besser in Worte fassen können, wie er den Oberleutnant gesehen hatte.
Er verstand auch, dass man seine Männer im Griff haben musste, auch wenn die Maßnahmen Thirds seiner Meinung nach trotzdem etwas zu hart und unkameradschaftlich waren


Ich denke es gab ein paar Missverständnisse zwischen uns und ich würde diese gerne begraben.

So sah das der Nosaurianer auch irgendwie musste man wohl einige Dinge einsehen und fürs erste sein lassen. Nur wusste er nicht wie es nun weitergehen sollte. Er stand bestimmt morgen oder vielleicht sogar schon heute Mittag vor einem Kriegsgericht und wurde vom Dienst suspendiert.

Ich weiß es hört sich vielleicht etwas komisch an von mir,… aber: So gerne ich diese Missverständnisse begraben würde… ähm...weiß ich nicht wie ich das tun könnte. Spätestens morgen fliege ich bestimmt aus dem Militär, für das was heute alles geschehen ist…

Rileg wusste, dass damit seine Vorurteile nicht begraben wurden. So leicht war das bei ihm nicht, aber er könnte vielleicht etwas unvoreingenommener dem Oberleutnant gegenüber sein. Rileg war gespannt wofür, dieser Einstieg nun war. Vielleicht war das der sanfte Anfang für das was nun wie ein Hammer kam…

[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Wonka Third
 
[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Rileg Shatterbranch.

Ein Gefühl der Erleichterung machte sich in ihm breit. Rileg war bereit die Missverständnisse zwischen ihnen zu begraben, auch wenn er einiges anscheinend nicht verstanden hatte.
Warum sollte er aus der Armee fliegen? Hatte Wonka etwas verpasst? Gerade eben hatte er doch noch gesagt, das es bei einer Verwarnung blieb. Gab es noch einen Zwischenfall in der Stadt? Einen schlimmen, der vielleicht sogar Menschenleben gekostet hatte?
Er schüttelte einmal kurz den Kopf und entschied sich, von vorne anzufangen, eine Frage nach der anderen zu beantworten.
Sergeant Villas hatte Befehle, die vorrückenden Einheiten zu unterstützen, nicht unbedingt die Halle zu erreichen.
Wir trafen uns aber in der Halle, damit war der Befehl der Unterstützung ausgeführt. Ab dem Zeitpunkt musste Sergeant Villas seine eigenen Entscheidungen treffen. Er entschied sich, meine Einheit zu unterstützen, was er nicht hätte tun müssen. Was ich ihnen nur klar machen möchte, ist, dass sie mir nicht die Schuld geben dürfen, dass sie verwundet wurden. Ich bin ihnen sehr dankbar für ihre Hilfe, aber sie hätten das nicht tun müssen.

Wonka trank einen Schluck.
Jetzt kam das schwierigere von den beiden Sachen. Was war noch in Coronet passiert? Führte das wirklich zum Ausschluß vom Militär?

Wer sagt denn sowas?, fragte Wonka ihn.
Ich habe sie verwarnt und damit ist das für sie und mich erledigt.
Wonka schluckte.
Sie sollten ein großes Interesse haben, die Missverständnisse zu begraben.
Sergeant Villas hat sich nicht umsonst verabschiedet. Sie wurden aufgrund mehrfacher Ungehorsamkeit und Nichtausführung eines Befehls in meine Einheit versetzt!

Wonka sah Rileg an und erwartete gespannt seine Reaktion. Was mochte jetzt wohl in ihm vorgehen?
[/B]Alles in Ordnung? Oder wollen Sie mir noch etwas mitteilen? [/B]

[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Rileg Shatterbranch.
 
[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Wonka Third

Rileg gab dem Oberleutnant über so manche Dinge Schuld, aber seine Wunde war nicht die Schuld von Wonka. Er selbst war ja so blöd gewesen in das Haus zu stürmen und nicht auf die Treppenstufen zu achten. Er blieb aber ruhig, wenn er damit jetzt anfangen würden, dann drehten sie sich endlos im Kreis und man würde zu nichts kommen. Er nickte also nur und lief weiter.
Rileg bemerkte wie es langsam dunkler wurde um sie herum und er sah, dass sie in ein kleines Waldstück kamen, einem der letzten hier in Coronet City und das Militär hatte es sich gleich geschnappt, um dort Feldübungen durchführen zu können. An manchen Bäumen waren Schilder, die darauf hinwiesen nicht von dem Weg abzukommen.
Wonka fragte ihn, wer ihm denn den Floh ins Ohr gesetzt hatte, dass er aus dem Militär flog. Sein Tonfall deutete an, dass er wohl doch noch nichts von dem Vorfall in der Innenstadt gehört hatte. Rileg nahm einen Schluck aus seiner Wasserflasche und wünschte sich zum ersten Mal seit diesem „Spaziergang“, dass kein Wasser in dieser Flasche war.


Sir, ich habe selbst die Schlussfolgerung gemacht, dass ich suspendiert werde… Sie scheinen wohl noch nicht zu wissen, was in der Innenstadt geschehen ist.

Er musste kurz eine Pause machen, um seine Gedanken zu sammeln.

Ich habe, nachdem ich mich von Ihnen getrennt hatte, meinen Platoon ohne größere Zwischenfälle erreicht. Dann aber hatte ich durch… einen… unglückliche „Drang“ die Piratentruppen auf unsere Position aufmerksam gemacht… Es… es war schrecklich… Wir hatten… 14 Verluste…

Es schmerzte es dem Höherrangigen zu sagen und seine folgende Stille war für ihn genauso quälend. Rileg steckte seine Hände in seine Hosentaschen. Die Antwort, die dann nach einer Weile kam, war eine genauso große Verwunderung für den Nosaurianer wie der Anfang des Gesprächs.

Sir?

Er wurde in seine Einheit versetzt? Rileg konnte das Ausmaß dieser Entscheidung gar nicht begreifen. Er wurde in ein Pulverfass geschmissen. Die Begegnungen auf den Übungsplätzen oder in der Kaserne hatten dem Nosaurianer gereicht und er hätte bestimmt keine größeren Schwierigkeiten die Missverständnisse beiseite zu legen, aber so? Ihn jeden Tag zu sehen und auch noch seine Befehle entgegenzunehmen!? Er würde so sehr bald wieder ein ähnliches Gespräch führen, nur dann mit einem schlechteren Ende für ihn… Er hoffte fast, dass es ein schlechter Scherz war, aber der Blick des Oberleutnants deutete davon nichts an.

Alles in Ordnung? Oder wollen Sie mir noch etwas mitteilen?

Rileg sah zu Boden. Alles in Ordnung!? Sicher! Er wurde gerade unter das Kommando von dem Mann gestellt, den er seit dem ersten Tag nicht wirklich leiden konnte… Sonst war ja alles in Ordnung!
Der Private sah Wonka an.


Nein, Sir. Alles in Ordnung… Würde es sie stören, wenn ich einen Moment alleine sein könnte?

Es war schon etwas später am Tag und die Sonne ging langsam unter. Nachdem sich der Oberleutnant verabschiedet hatte, lief der Nosaurianer schweigend und in Gedanken weiter durch den Wald. Der Trampelpfad war ein Rundweg, also würde er irgendwann wieder zurück an der Kaserne ankommen. Bis dahin hatte er aber noch Zeit. Er griff nochmal zur Wasserflasche und nahm einen kräftigen Schluck daraus.
Er war also aus den Hammerhawks draußen und das war wahrscheinlich auch schon länger beschlossene Sache. Rileg sah eine sehr schwierige Zeit vor sich mit Wonka.
Vielleicht würde alles irgendwann besser und die beiden wurden sogar Freunde…? Dieser Gedanke brachte ein Grinsen auf sein Gesicht, weil er sehr gut wusste wie utopisch so ein Gedanke war. Das Gute an der Sache war, dass er immer noch im Militär war und das er die Neue Republik weiterhin unterstützen konnte. Nur was kam jetzt? Es war Frieden mit dem Imperium. Würden er und Wonka nun stundenlang in der Cafeteria sitzen und Kaffee trinken oder ständig Feldübungen gemeinsam machen? Ein Schaudern lief ihm über den Rücken… Nein hoffentlich nicht.
Er musste sich aber zusammenreißen! Wenn er weiter in den Rängen aufsteigen wollte und irgendwann vielleicht selbst Oberleutnant sein wollte, dann musste er sich Wonka fügen und ihm und dem Kommandostab beweisen, dass er ein guter Soldat war, der einen solchen Rang auch verdiente!
Er ging um eine Kurve und sah die Kaserne wieder. Sie hatte bereits die Lichter eingeschaltet, denn die Sonne war vor fünf Minuten hinter dem Horizont verschwunden. Morgen würde sicherlich ein besonderer Tag werden…


[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] alleine
 
Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] mit Rileg Shatterbranch.

Kein Schuß, Keine Stimme, Keine Liebe, Kein Haß konnte diese Stille durchbrechen, die in diesem Moment zwischen Rileg und Wonka herrschte. Die Nachricht des Todes von vierzehn weiteren Kameraden war wie ein Lauffeuer über die Nervenbahn seines Körpers geschossen, hatten das Gehirn erreicht und sofort den Blutdruck steigen lassen. Schock, war die nächste Reaktion. Kein Was, Kein Warum.
Schock und Stille.
Er drehte seinen Kopf zur Seite, um dem Private nicht mehr ins Gesicht zu sehen.
Er war es nicht würdig. Vor geschlagenen Zwei Sekunden hatte die beiden einen ersten Schritt aufeinander zu gemacht, doch so gleich war alles wieder zerbrochen. Vierzehn Soldaten aufgrund einer Angewohnheit, den Zwang etwas auszuführen, dass nicht hätte sein dürfen. Es war wirklich ein Schock für ihn.
Rileg war wie versunken, hatte sich zu einer Hassperson gewandelt.
Keine Antwort mehr auf Rileg Fragen.
Ganz von alleine bewegten sich Wonka Flüsse über den staubigen Untergrund des Planeten. Ziellos. Er wollte heute nichts mehr von Private Shatterbranch wissen, auch wenn dieser das anacheinend nicht bemerkte. Die Versetzung von Rileg war für Wonka in den Hintergrund getreten, sie war nur Nebensache in einem großen Ring voll Hass und Verzweiflung.

Die untergehende Sonne vor Augen, weites Grün, klare Sicht.
Nur die Sandkörner des vor ihm liegenden Weges kitzelten seine Nase. Wonka rümpfen sie.

Er ging immer weiter, immer ziellos.
Wieso nur? Wie konnte soetwas schief gehen? Warum konnte man sich selbst und seinen Zwang nicht unter Kontrolle haben?
Keiner der Vierzehn Gefallenen Kameraden war ihm persönlich bekannt.
Keinen von seiner Einheit hatte es erwischt. Doch trotzdem.
Vierzehn Soldaten, die aufgrund der Militärmitgliedschaft alle Wonkas Freunde waren, sie waren verloren.
Unwiederbringlich.
Aufgrund eines Nosaurianers, der seine Komplexe nicht im Griff hatte.
Er wurde sauer. Wie konnte man so unverantwortlich handeln?
Ihm das Schlechte Verhalten vorwerfen, aber selber Vierzehn Soldaten in den Tod schicken? Wer erlaubte sich sowas und warum?
Musste man diese Singen wirklich überall ausführen? Konnte man das nicht einfach unterbinden?

Alles Fragen, auf die er jetzt keine Antwort hatte und auch nicht geben konnte. Dafür müsste er mit dem Private reden, doch er wollte momentan niemanden sehen.
Er wollte seine Ruhe, Zeit, das alles zu verarbeiten.
Sein Blick verlor sich im leeren Raum, während sich die letzten Trost und Hoffnung spendenden Sonnenstrahlen hinter den Berg verzogen.
Er setzte sich auf den harten Boden und legte die Arme über seine Knie.
Manchmal wünschte er sich doch eine Familie, bei der er Trost und Hoffnung finden konnte, die ihm immer zuhören würde, ihn verstehen würde.
Aber das war nicht möglich. Beim Militär war eine Familie praktisch unmöglich, auch wenn Träume bekanntlich Grenzen sprengten.
Was war das für ein Leben, dass er hier gerade führte?
Hatte er sich das vorgestellt, als er zum Republikanischen Militär übergelaufen war?
Nein, bestimmt nicht. Erst hatte man ihn unter militärischen Arrest gestellt und jetzt war er mit allen Idioten in einer Truppe gelandet. Und er durfte diesen Haufen anführen.
Umso mehr ihm diese Gedanken kamen, desto sehnlicher wünschte er sich zurück nach Coruscant , wo seine Eltern wahrscheinlich längst im Gefängnis saßen und schwere körperliche Arbeit verrichten mussten.
Gerne hätte er jetzt die Hand seiner Mutter oder den hilfreichen Rat seines Vaters gehabt, doch hier musste er sich selber helfen.
Er griff sich einen Stock der auffordernd vor ihm auf der Erde lag und malte kleine Kreise in den Sand.
Wie sollte es bloß weitergehen?

Die Sonne war längst versunken und der Boden war mit Sandkreisen übersät, als er zu der Kaserne zurückgelockt wurde.
Ein Geruch von Grillfleisch und Würstchen sog ihn magisch an. Auch wenn ihm nicht zum Feiern zu Mute war, Essen konnte man immer.
Die schwache Beleuchtung der einzelnen Baracken deutete ihm den Weg, den er langsamen Schrittens nahm. Unterwegs hatte er beschlossen, seine Probleme in die Hand zu nehmen. Er konnte nicht immer wegrennen und den Problemen ausweichen, dafür war er nicht zum Militär gegangen.
Wonka erblickte den Grill der auf dem Versammlungsplatz aufgestellt war. Jede Menge andere Soldaten aßen, tranken und quatschten miteinander.
Jetzt würde er sich stärken, ausruhen und Morgen würde er sich der Chaotentruppe annehmen und über Rilegs Schicksal entscheiden. Heute hatte er genug gemacht. Es dauerte nicht mehr lange und Wonka landete in seinem Bett.
Nichtmal seine dreckige Uniform hatte er ausgezogen, bevor er in einen tiefen Schlaf fiel.

Corellia / Coronet / Kaserne] alleine.
 
[Corellia / Coronet / Trampelpfad bei der Kaserne] alleine

Schreie schallten in seinem Kopf, gefolgt von Explosionen und Blasterschüssen und immer wieder hörte er den Schrei, den er in Corellia von sich gegeben hatte. Rileg drehte und wendete sich in seinem Bett. Er schwitzte und seine Bettdecke sowie sein Bettlacken waren vollgeschwitzt.
BOOOM! machte es wieder in seinem Kopf. In seinem inneren Auge sah er drei Männer durch die Luft fliegen, als er sich plötzlich mit einem Schrei aufrichtete. Er schnaufte und sah sich wild in seinem Zimmer um. Überall war es noch dunkel und kein einziges Licht schien.
Es ist bestimmt erst 2 oder 3 Uhr morgens, dachte sich der Nosaurianer.
Er stieg aus dem Bett und schnappte sich seine Private Uniform. Noch hatte sie das Zeichen der Hammerhawks angeheftet, aber das würde sich am heutigen Tag sicherlich ändern… Wie sich so vieles ändern würde. Der Boden quietschte unter seinen Füßen, als er Richtung Tür lief und eine wütende, verschlafene Stimme rief ihm nach.


Hau endlich ab und mach die Tür leise zu! Seit geschlagenen zwei Stunden brüllst du rum! Ich hab….

Rileg hörte schon gar nicht mehr zu. Er tat seinem Zimmernachbarn aber den Gefallen und schloss die Tür leise hinter sich. Der Gang war noch wie leergeräumt, als Rileg ziellos umherlief. Es kam nicht oft vor, dass er so früh auf war. Er entschloss sich, dass ihm ein guter starker Kaf sehr gut tun würde und bewegte sich Richtung Kantine. Immer wieder kam ihm die Stille nach dem Gespräch mit dem Oberleutnant in den Sinn und sein entsetzter, angewiderter Blick.
Das kann ja heiter werden, dachte er sich und lief hinaus in die Dunkelheit, denn um in die Kantine zu gelangen, musste er aus seiner Baracke hinaus und in das Hauptgebäude der Kaserne. Trotz der sehr frühen Stunde waren einige Lichter draußen an. Sicherlich Patrouillen, die das Gebiet sicherten und ungebetene Gäste abhalten sollten. Aber bestimmt auch einige Mechaniker und Ingenieure, die die Shuttles und Speeder warteten.
Nach kurzem Weg kam er an der Kaserne an und schnaufte erleichtert, als er in der Kantine niemand anderes sah. Was eigentlich auch kein großes Wunder war, aber ein erstes Gespräch wollte er am frühen Morgen nicht unbedingt schon führen.
Langsamen Schrittes lief er zu einem Automaten, schmiss ein paar Credits hinein und binnen weniger Sekunden füllte sich ein schwarzer Plastikbecher mit der dunkelbraunen Flüssigkeit. Rileg roch einmal daran und nahm nach etwas Milch einen Schluck. Mit einem kurzen leisen Fluch verbrannte er sich seine Zunge. Zusammen mit dem rauchenden Becher setzte er sich an einen Tisch. Er schlürfte ihn in Ruhe und saß gedankenlos und in den leeren Raum starrend einfach nur da.

Irgendwann ließ er seinen Blick durch den Raum wandern. Noch keiner war in die Kantine gekommen, aber das würde sich sicherlich relativ bald ändern. An einer Wand ihm gegenüber fand er eine Uhr: 3:37 Uhr. Um 4:00 Uhr würden bestimmt die ersten ihr Frühstück nehmen, denn um 4:30 war Schichtwechsel. Kurz überlegte sich Rileg, ob er nicht einfach mit auf eine Patrouillenschicht gehen sollte, entschied sich dann aber doch dagegen. Mit einem langgezogenen Aaah trank der Nosaurianer den letzten Schluck Kaf aus und stand dann auf, um auf den Schießplatz zu gehen. Dort konnte er sich abreagieren und gleichzeitig nochmal seinen Schuss verbessern.

Der Schießplatz war nicht wie der Name vermuten lassen würde, im Freien, sondern im Gebäude. Um den Schützen waren trostlose dunkelgraue Betonwände (in der einen natürlich eine Tür, damit man überhaupt hineinkam) und vor dem Schützen die Ziele. Rileg legte sein Blastergewehr an und zielte auf die Ziele. Am Anfang waren sie noch stationär, dann aber kamen bewegliche Ziele, die sich immer weiter hinten aufstellten. Rileg konzentrierte sich und feuerte, wie als wäre ein Schalter umgelegt, hatte er nur noch die Ziele im Blick und nichts anderes mehr in seinem Kopf. Es war eine perfekte Ablenkung.
Das Blastergewehr rauchte noch rot, als Rileg alle Ziele zu sich hinfahren ließ. Er hatte gut 2/3 der Ziele einen perfekten Kopfschuss verpasst, die anderen hatte er desaströs verfehlt. Daran musste er noch arbeiten dachte sich der Nosaurianer und ließ die Ziele durch neue ersetzten, dann machte er weiter. Den Tag würde er mit einer gehörigen Ladung Schießübungen eröffnen…


[Corellia / Coronet / Kaserne / Schießplatz] alleine
 
Corellia | Coronet | Kaserne | Wonka mit anderen Leutnants.

Keine Alpträume hatten ihn gepackt, schon seit New Plympto nicht mehr. Sein Körper hatte sich daran gewöhnt, das Schmerz, Trauer, Hass und das viele Blut Bestandteil seines Lebens waren.
Schnell war er am vorherigen Abend in den Schlaf gefallen, so daß er garnicht mitbekam, wie sich Leutnant Durron über ihn gelegt hatte. Wonka hatte immer noch die Angewohnheit, eine Pistole unter sein Kopfkissen zu legen, auch wenn er schon lange aus der Imperialen Armee ausgetreten war. Immer musste er die Angst haben, die Waffe würde losgehen, doch es war einfach eine Angewohnheit.
Gerade vor Piraten hatte er Respekt, obwohl man vor jeglichen Arten von Lebewesen Respekt haben musste.
Nicht nur das Schnarchen der von Leutnant Durron weckte ihn, sondern auch Schüsse.
Wonka hatte es doch gepackt, ein Alptraum hatte ihn heimgesucht. Gerade hatte er geträumt, ein Pirat würde ihm eine Waffe an den Kopf halten, da waren die Schüsse gefallen. Doch sie hörten nicht auf. Schon seit Zwanzig Sekunden war er mit seiner nassgeschwitzten Uniform aufgeschreckt und doch waren die Schüsse weiter zu hören. Wie ein Bär erhob sich Durron mit einem Grunzen undLeichenwäscher bemerkte die Schüsse ebenfalls.
Da macht jemand Schussübungen!
Wonka stöhnte und fiel zurück in sein Kissen. Ein Blick auf die Uhr veriet ihm:
04:00 Uhr.
Er fiel in einen Halbschlaf der bis zum Morgen andauern sollte, Durron grunzte schon wieder vor sich hin.

Wonka drückte sich von der Bedkante weg und ging zum Kleiderschrank. Der Blick hinein war erdrückend.
Eine Jeans und ein Hemd mehr nicht.
Wonka seufzte, zog sich um und ging in der Dunkelheit in Richtung Kantine, um den grenzenden Durron hinter sich zu lassen. Es war sechs Uhr Morgens.

Corellia | Coronet | Kaserne | Auf dem Weg zur Kantine | Wonka

OP@Rileg: Ich frühstücke noch und Gabel dich dann an deinem Standort auf.
 
Corellia | Coronet | Kaserne | Auf dem Weg zur Kantine | Wonka

Nicht nur, dass es früh Morgens war, auch das ganze Gelände war noch stockdunkel. Nur ein paar Scheinwerfer projekzierten einen glatten Lichtkegel auf den sandigen Untergrund und so stolperte Wonka eher durch die Dunkelheit. Die schwere Tür der Kantine ließ sich mit einigem Aufwand öffnen und er ging hinein. Eine Stehlampe in einer Ecke sorgt für Licht, während die Küche und der Sitzbereich noch gänzlich im Dunkeln lagen.
Wonka torkelte in die Küche und schaltete das Licht ein, während draußen totale Stille herrschte.
Danach trank er einen Kaffee, der wahrscheinlich noch von gestern übrig geblieben war. Er war kalt.
Er setzte sich an einen Tisch und starrte auf die Uhr an der Wand, sie zeigte mittlerweile 4:30 Uhr.
Genüsslich trank er seinen kalten Kaffee, denn er mit reichlich Zucker ertränkt hatte und genoss die Stille.

Es müsste sieben Uhr sein, denn es war Hell draußen. Wonka schreckte von der Tischplatte hoch und warf die Kaffeetasse runter. Er war eingeschlafen!
Schwere Schritte waren zu hören und kurz danach öffnete sich die Tür.
Mehrere Leute traten ein, alle frisch geduscht und in Sonntagsuniform, passend zum Wochentag. Wonka konnte da nicht in Ansätzen mithalten, seine zerzausten Harre, sein zerknittertes Hemd unter sein schlaftrunkenes Gesicht machten sicherlich keinen guten Eindruck.
Mehrere Soldaten setzten sich zu ihm.
Gut geschlafen? , fragte einer. Wonka nickte nur. Gerade wollte er aufstehen, um sich wenigstens noch zu duschen, da war es schon zu spät.
Fast alle Soldaten trampeln gleichzeitig die Tür ein und stritten sich um die besten Plätze.
Wie im Kindergarten! , murmelte Wonka vor sich hin.
Schlimmer!, antwortet ein Soldat neben ihm, der mit Wonka auf Ranghöhe stand.
Zum Glück mussten sie das nicht mitmachen, alle Zehn Vorgesetzten dieser Kaserne hatten einen festgelegten reservierten Tisch, während die anderen Fünfhundert Plätze frei belegbar waren. Natürlich konnte man sich auch zu seiner Einheit setzen, doch irgendwie war dieses Ritual entstanden.
Hinter ihnen wurde bereits das Buffet gedeckt, Brötchen, Rühreier, der Sonntag war schon was besonders. Allerdings auch das Gedrängel, was danach entstand.
Wir müssen hier dringend Ordnung reinbringen, sagte Wonka und seine Tischnachbarn nickten zustimmend.
Nachdem auch er sich etwas zu Essen gehört hatte und er mehr oder weniger lustvoll Rührei in sich reinstopfe, stand er auf und schrie mit aller Härte:
Alle mal her hören!
Augenblicklich herrschte Ruhe im Raum.
Auch wenn wir gestern einen Sieg davongetragen haben, so legen wir heute keine Pause ein! In einer Stunden treten sie am Übungsplatz in vollen Montur an und wehe, einer tanzt aus der Reihe! Guten Appetit, die Herren!

Er setzte sich wieder auf seinen Stuhl und aß die letzten Bissen. Wahrscheinlich würde wieder keine Zeit für eine Dusche sein. Alle Soldaten standen langsam auf und begaben sich in Richtung des Truppenübungsplatzes, außer zwei Soldaten, die Putzdienst hatten.
Wonka stellte seinen Teller beiseite verabschiedete sich und stand auf. Jetzt würde er sich ebenfalls Zum Truppenübungsplatz begeben und vielleicht traf er dort ein bekannteste Gesicht wieder...

Corellia | Coronet | Kaserne | Auf dem Weg zum Truppenübungsplatz | Wonka Third
 
[Corellia / Coronet / Kaserne / Schießplatz] alleine

Die Zeit auf dem Schießplatz verging wie im Flug. Rileg konnte die Zielscheiben, die er abgeschossen hatte gar nicht mehr zählen. Zu der Enttäuschung des Nosaurianers wurde seine Treffsicherheit immer schlechter. Vielleicht hatte es mit seiner Konzentration zu tun, oder damit dass er zu wenig Schlaf bekommen hatte… Im Grunde ging das eine mit dem anderen auch einher.

Ein weiteres Mal drückte Rileg auf den Knopf, der alle Ziele zu ihm hinfahren ließ. Es war erbärmlich ein paar Streifschüsse, aber sonst war jeder Schuss in die Hose gegangen.
Ich sollte es lieber sein lassen…, dachte er sich und stellte das Blastzergewehr zurück in den Waffenschrank, wo er es auch hergeholt hatte. Er lief aus der kleinen „Zelle“ heraus, zurück auf den Gang der Kaserne.
Es waren schon viel mehr Soldaten unterwegs wie zuvor und die meisten sahen fitter aus wie er. Tja war auch kein sonderlich großes Wunder, bei der Nacht… Er lief den Gang entlang und fand den Weg zurück in die Kantine. Sein Magen war schon ganz schön am Grummeln und es war bestimmt mehr als soweit für das Frühstück.
Ach du meine Güte, dachte er sich, als er in die Kantine trat: Es herrschte das reinste Chaos. Überall stritten sich die Soldaten regelrecht um die Sitzplätze. Warum eigentlich? Für ihn war es üblich, dass jeder Soldat bei seinem Trupp saß. Aber hier war das wohl irgendwie nicht so. Er schnappte sich ein Tablett und lief zu dem Buffet, auf dem… Moment… Rührei (!?) stand. Rührei gab es normalerweise nur sonntags und heute konnte doch nicht… Doch scheinbar schon. Rileg hatte das Gefühl für die Zeit jetzt vollkommen verloren. Mit einem kurzen Blick spähte er auf die Uhr: Viertel nach sieben Uhr. An einem Sonntag. Rileg überlegte kurz, während er zu einem freien Sitzplatz lief und kam darauf, dass sonntags üblicherweise Truppenübungen anstanden. Nichts mit faulenzen beim Militär. Sonntag war Schweißtag. Rileg setzte sich und aß in Ruhe sein Rührei mit einem Brötchen. Um ihn herum war das Stimmengewirr groß. Hier und da bekam er Gesprächsfetzen mit.
Third…. Und Truppenübungen… und Trotz Erfolg…
In allen möglichen Varianten, aber der Sinn war immer der gleiche: Oberleutnant Third schickt uns, trotz Erfolg auf den Übungsplatz….
Rileg rollte innerlich die Augen. Das war Standard. Jeden Sonntag waren Truppenübungen angesagt und auch wenn sie Erfolg hatten, durften sie nicht schlapp machen. Rileg wunderte sich nur wo dieser Einsatz ein „Erfolg“ gewesen war. Wie er mitbekommen hatte waren 17 Männer tot (von denen er 14 zu verschulden hatte. Es ließ ihn immer noch nicht los) und sie waren einfach abgezogen. Wahrscheinlich hatte der Aufräumtrupp bessere Ergebnisse erzielt wie die Hammerhawks, oder die Black Hawks… Vielleicht konnten diese auch ein paar retten, die Rileg für tot gehalten hatte. Das würde sein Gewissen wenigstens etwas reiner machen.

Der Nosaurianer ließ sich Zeit mit seinem Frühstück. Er holte sich noch einen frischen Kaf und trank diesen dann auch noch genüsslich. Die Kantine leerte sich langsam, aber er hatte noch etwas Zeit bevor er auf den Übungsplatz gehen musste. Er nickte seinem Sitznachbarn kurz zu und begab sich dann zu seinem Zimmer. Er wollte kurz seine Sachen wechseln.

In seinem Zimmer war niemand mehr. Sein Zimmernachbar war wohl schon auf den Übungsplatz gegangen und war ihm entweder aus dem Weg gegangen oder er hatte ihn schlichtweg verpasst. Beim Hosenwechseln fiel sein Blick auf sein vernarbtes linkes Bein. Vor seinem innerlichen Auge sah er erneut, wie die Blitze seine Beine hochkrochen und ihm der Schmerz die Kraft genommen hatte. Er konnte noch immer nicht begreifen, dass ihn gerade Wonka ausfliegen lassen hatte. Er verdiente dem Mann sein Leben… Das war eine Erkenntnis, die nicht in seinen Kopf wollte. Er stand kurz gedankenverloren im Raum und fing sich erst wieder, als er fast im Stehen eingeschlafen wäre.
Au Backe, dachte er sich. Das würde ein Tag werden. Langsam merkte er jedoch wie das Koffein einsetzte und er wieder Energie bekam. Er lief aus seinem Zimmer hinaus und begab sich auf den Übungsplatz.

Dort stand bereits der Großteil der Soldaten, aber noch nicht alle. Er würde also schon mal keinen Ärger für’s zu spät kommen bekommen. Er reihte sich in eine der hinteren Reihen ein und sah sich um. Sein (ehemaliger) Trupp war weiter vorne und er sah nur den Hinterkopf von Vílas. Aber das war jetzt egal, denn sein Trupp war jetzt ein anderer. Er wusste nur nicht wie der aussah und wo der sein sollte. Was für einen Empfang er von denen wohl erwarten konnte? Wenn es Wonkas Männer waren und die ähnlich drauf waren wie er, dann sicherlich keine sonderlich herzliche…
Ganz vorne auf einer kleinen Erhöhung stand Wonka Third und einige andere, darunter auch der Chagrianer Oberleutnant Terent Gibbib, des 2. Hammerhawk Platoons. Sein ehemaliger „Chef“.
Rileg wartete, während die letzten Soldaten auf den Truppenübungsplatz kamen. Gibbib schaute schon etwas genervt auf seine Uhr.
Wir sind spät dran..., dachte er und war gespannt was jetzt kommen würde. Sicherlich ein Warm-Up-Lauf, auf dem Trampelpfad, den Wonka und er am gestrigen Tag entlang gelaufen waren. Rileg sah zu Wonka und wartete bis ihn sein Blick fand, dann zeigte er ihm ein freundliches Grinsen und salutierte knapp.
Wollen mal sehen, was er davon hält, dacht er sich. Er hatte eigentlich gedacht, dass reinen Tisch gemacht worden war, aber irgendwie war das wohl nicht der Fall gewesen. Die Art wie Wonka ihn verabschiedet hatte… Nicht unbedingt versöhnlich.


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Wonka hob beide Augenbrauen und bekam sie vor Verwunderung nicht mehr hinunter. Es war bereits 1:30 Stunden vergangen und immer noch trudelten Soldaten im Schleichtempo herbei.
Wonka sah zu Leutnant Gibbib, der nervös auf seine Uhren schaute und die Augen rollte. Richtig, dachte sich Wonka während er seine Augenbrauen wieder in Form brachte. Der Übungsplatz umfasste etwa zwei Fußballfelder, komplett mit Sand bedeckt, konnte man hier alle möglichen sportlichen Aktivitäten veranstalten. Wonka stand etwas erhöht auf einem aufgeschütteten Sandhügel.

Nach und nach versammelten sich auch die letzten Zuspätkommer. Wonka ließ seinen Blick über die Menge gleiten, als er bei Rileg Shatterbranch hingen blieb.
Dieser stand Zwei Reihen vor dem Black Hawk Platoon und sabutierte grinsend in seine Richtung. Wonka grinste uns blinzelte ihm zu. Er war gestern Abend vielleicht doch etwas zu hart gewesen...

Alle mal her hören! Durch ihre Zuspätkommerei haben wir eine halbe Stunde verloren! Diese halbe Stunde dürfen sie jetzt um den Platz laufen!
Danach Hundert Sittups und Hundert Liegestütze, Hop, Hop!


Wonka nahm sich ein Megafon um eventuelle weitere Anweisungen zu geben. Gibbib grinste nur zufrieden.

Wer letzter ist, macht Küchendienst!

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