Bastion

Bastion | Imperium | Sithtempel, Domäne der Lernenden - kleine Bibliothek| Sedros und Darth Lisak (NSC)

Während Darth Lisak in Erinnerungen schwelgte, blieb Sedros still. Doch er lauschte ganz genau den Worten seines Gegenüber. Eine alte Bekanntschaft also aus den Tagen als Kira Guldur noch eine junge Sith-Kriegerin gewesen war? Dann musste der Sith vor ihm einige interessante Geschichten zu seiner Meisterin kennen. Natürlich würde der reinblütige Sith nicht nach ihnen Fragen können. Das war äußerst bedauerlich...würden diese Geschichten doch einiges über die Vergangenheit und Schwächen seiner Meisterin verraten, die er irgendwann würde ausnutzen können. Sedros war aber niemand, der sich nicht auf tuenden Gelegenheiten nachtrauerte. Er beschäftigte sich lieber mit der Realität, die sich ihm offenbarte.

Darth Lisak sprach davon, dass er mit Kira über Sedros korrespondiert hatte. Das konnte eine schiere Unzahl von Dingen bedeuten und bot daher erhebliche Gefahr und alarmierte den reinblütigen Sith. Gut, nachlässig in seiner Aufmerksamkeit war er nie, ganz besonders nicht hier im Tempel. Dieses Gespräch hier aber war eine ganz große Unbekannte und barg entsprechend unüberschaubare Risiken. Eine überaus unangenehme Situation. Sedros befand sich hier eindeutig im Nachteil gegenüber seinem Gesprächspartner und das war eine Situation, der der reinblütige viel zu oft ausgesetzt war und sie mit Inbrunst verachtete.

Wegen zwei Angelegenheiten war er also hierher gebeten worden. Gerade als
Sedros ansetzte, Darth Lisak seine Zusammenarbeit zu versichern, wandte er ein, selbst etwas für Sedros tun zu wollen. Das kam gelinde gesagt unerwartet und es machte den reinblütigen Sith sofort misstrauisch. Was wollte sein Gesprächspartner hier bezwecken? Ein selbstloser Dienst würde das kaum sein und naturgemäß argwöhnte Sedros sofort, dass ihm ganz und gar nicht gefallen würde, welchen Preis er für diese ihm unbekannte und unerbetene Gefälligkeiten würde bezahlen müssen.

Als
Darth Lisak dann erwähnte, Sedros in den Zirkel der Alchemisten einführen zu wollen, horchte der reinblütige Sith auf. Natürlich wollte er diesen Weg einschlagen und hatte entsprechendes auch mit Kira hier und da einmal besprochen. Aber gerade deswegen durfte er sich jetzt als nicht zu begierig zeigen, selbst wenn er ganz anders empfand. Es war nie gut, eine Schwäche einem anderen Sith gegenüber zu offenbaren, ganz besonders nicht als Schüler.

„Ich werde mich der Prüfung stellen, Darth Lisak.“

Die Stimme des reinblütigen Sith war ruhig, kontrolliert, entschieden. Sedros schaffte es, seine Aufregung unter Kontrolle zu halten und zumindest so zu tun, als wäre er sich absolut sicher, die vor ihm liegende Aufgabe nicht nur zu überleben sondern auch zu meistern und den Anforderungen des Zirkels der Alchemisten zu genügen.

Doch natürlich sollte es nicht so einfach sein. Irgend etwas fehlte ihm also. Natürlich, nichts war einfach so zu haben im Sith-Orden.
Darth Lisak wollte eine Pflicht von Kira Guldur übernehmen, die in dieser Situation äußerst pässlich war? Was sollte das bedeuten? Noch während der reinblütige Sith darüber sinnierte, was sein Gegenüber andeuten wollte, forderte dieser, dass Sedros sich hinknien sollte. Das ließ sofort alle Alarmglocken bei ihm klingeln.

Er sollte sich also in eine äußert verwundbare Position vor einem ihm unbekannten Sith begeben? Alle Instinkte schrien
Sedros an, genau das eben nicht zu tun. Entsprechend zögerte er einen langen Moment lang. Sollte er stattdessen versuchen, zu fliehen? Alles war besser als sich selbst auf die Schlachtbank zu begeben. Doch dann kam eine Eingebung. Man hätte ihn nicht hier in diesen Bibliotheksraum gerufen, nur um ihn hinzurichten. Die Gefahr war viel zu groß, dass dabei etwas wertvolles zu schaden kam. Nein, für derlei Rituale gab es ganz andere Räume hier im Tempel.

"Wie Ihr wünscht."

Und so raffte Sedros seine Robe und sank auf ein Knie nieder. Dabei waren seine Nerven und Muskeln bis zum Zerreißen gespannt. Nur für den Fall, dass doch etwas zu seinem Nachteil als nächstes passierte, wollte er vorbereitet sein. Nein, der reinblütige Sith konnte nicht anders, als in voller Alarmbereitschaft zu verharren. Es lag ihm buchstäblich im Blut.

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Bastion | Tempel der Sith | Dömäne der Lernenden- Das Mal | Cerus Vhal’Kor, Seris Veynar, [NPC Varyn & Darth Judica,]

Die Stille nach Judicars Worten zog sich hin. Cerus konnte nicht sagen, wie lange sie anhielt, ob es nur Sekunden waren oder deutlich mehr, doch der Eindruck blieb derselbe. Niemand rührte sich, niemand sprach, und es gab keinen Hinweis darauf, was als Nächstes passieren würde. Er blieb stehen, so wie er es für richtig hielt, und wartete, weil alles andere hier fehl am Platz gewesen wäre.

Er achtete darauf, ruhig zu atmen, gleichmäßig, kontrolliert, weil er wusste, dass jede Form von Unruhe auffallen würde. Er wollte nicht zeigen, wie angespannt er war, auch wenn er es deutlich spürte, genau so wie diese unnormale drückende Kälte die diese Gestalt vor ihm ausstrahlte.

Seris hatte ebenfalls geantwortet, und Cerus hatte ihre Stimme gehört, rau und angeschlagen. Er warf ihr einen kurzen Blick zu, nicht aus Mitgefühl oder Verbundenheit, sondern um einzuschätzen, wie sie dastand. Sie war noch auf den Beinen. Mehr zählte hier nicht.

Judicar stand weiterhin vor ihnen. Auch nachdem er gesprochen hatte, ließ seine Präsenz nicht nach, und Cerus hatte das Gefühl, dass jede Regung genau beobachtet wurde. Er hielt sich bewusst zurück, blieb ruhig und ließ sich nichts anmerken, weder Erleichterung noch Zweifel.

Zuerst wurde das Schicksal von Seris kund getan auch wenn er nicht wusste auf was das hinauslief.

Darth Judicar ihn anblickte lief ein Schauer über seinen Rücken von Cerus und die kurze pause machte es nicht besser. Als das Wort Bibliothek gefallen war, hatte er es sofort eingeordnet. Es bedeutete keinen schnellen Aufstieg, sondern Arbeit, Zeit und Beobachtung. Ein Ort, an dem man nicht auffiel, sondern funktionierte und lernte. Für Cerus war das kein Rückschlag. Geduld war ihm vertraut, vielleicht sogar näher als alles andere und am Ende war es ihm nur wichtig das er sein Ziel erreichte der Rest war ihm Egal.

Die Spannung im Raum hielt weiter an, und niemand sagte etwas. Cerus spürte das getrocknete Blut auf seinen Händen und in seinem Mund und merkte, wie sich seine Finger unbewusst anspannten. Er zwang sich, sie wieder zu lockern. Der Kampf war fürs erste vorbei. Jetzt ging es darum, Haltung zu bewahren.

Dann öffnete sich seitlich eine Tür, ohne Geräusch, ohne Ankündigung. Kaltes Licht fiel in den Raum und machte klar, dass dies der Moment war. Cerus wartete einen kurzen Augenblick, dann verneigte er sich in die Richtung von Darth Judicar und bewegte sich in Richtung der Tür ohne zurückzublicken, immerhin war er aufgefordert worden zu gehen.

Als er durch die Tür trat die sich sofort hinter ihm schloss, war der Wechsel sofort spürbar. Der Druck ließ nach, nicht vollständig, aber deutlich genug, als er die Korridore der Domäne der Lernenden betrat.

Cerus blieb kurz stehen, ohne zurückzusehen, sammelte sich, atmete einmal Tief durch und massierte sich seinen Schläfe.
"Was war dass den soeben gewesen? ", dachte er bei sich. Er hoffte nur das dieser unheimliche Ort es wert war und er hier wirklich stärken werden würde wie ihm gesagt wurde. Dann zuckte er leicht mit den Schultann und setzte dann seinen Weg fort, den Blick nach vorn gerichtet um die Bibliothek zu suchen.


Bastion | Tempel der Sith |

Cerus Vhal’Kor,
 
Bastion | Tempel der Sith | Dömäne der Lernenden- Das Mal | Cerus Vhal’Kor, Seris Veynar, [NPC Varyn & Darth Judica,]
Seris brauchte einen Moment, bis die Worte wirklich bei ihr ankamen.


Zirkel der Extinktoren.

Der Name sagte ihr nichts. Aber der Ton, in dem er gesprochen worden war, reichte. Sie senkte den Blick einen Herzschlag lang, nicht aus Ehrfurcht, sondern um Luft zu holen. Dann drehte sie sich wortlos um und setzte sich in Bewegung.


Ihre Füße trugen sie schnell, weg vom Mal, weg von der Stille, die sich dort festgefressen hatte. Ihre Schritte hallten dumpf auf dem Steinboden, begleitet vom leisen Ziehen in ihrer Flanke. Das Blut war längst getrocknet, aber der Schmerz erinnerte sie bei jedem Schritt daran, dass sie noch da war.


An einer Kreuzung blieb sie stehen. Zwei Gänge. Seris schnaubte leise.


„Natürlich“, murmelte sie und wählte den linken Gang. Einfach, weil er näher lag.


Der Weg zog sich. Der Gang wurde schmaler, dann wieder breiter, führte an verschlossenen Türen vorbei, an Nischen mit flackernden Leuchten und an stillen Statuen, deren Gesichter im Halbdunkel kaum zu erkennen waren. Seris’ Schritte wurden langsamer.


Sie bog erneut ab. Dann noch einmal. Irgendwann wusste sie nicht mehr, ob sie im Kreis lief oder tiefer in den Tempel hinein. Der Schmerz in ihrer Seite pochte im gleichen Rhythmus wie ihr Herz, und sie zwang sich, nicht zu humpeln.


Extinktoren, dachte sie erneut.

Nach einer weiteren Biegung hörte sie schließlich Stimmen. Leise. Gedämpft. Nicht viele. Seris blieb stehen, lauschte einen Moment, dann ging sie langsamer weiter, dem Geräusch nach.


Egal, wo sie hier gelandet war – es musste irgendwo anfangen. Und stehenbleiben war noch nie ihre Stärke gewesen.

Die Stimmen wurden deutlicher, je weiter Seris ging. Einer von ihnen hatte ein Datapad in der Hand, der andere lehnte mit verschränkten Armen an der Wand. Der mit dem Datapad musterte sie kurz.

"Verzeihung, ich weiß nicht ganz wo ich hin muss."


„Name.“


„Seris“, antwortete sie knapp. Einen Moment später fügte sie hinzu: „Veynar.“


„Extinktoren?Komm mit.“


Seris zögerte keinen Herzschlag. Sie trat hinter ihn, warf dem anderen noch einen kurzen, Blick zu und folgte dann dem Mann mit dem Datapad in einen schmaleren Gang.

Nach ein paar weiteren Biegungen blieb der Mann stehen und deutete auf eine schwere Tür aus dunklem Metall.


„Melde dich dort“, sagte er. „Sag, dass du geschickt wurdest.“


Seris sah die Tür an, dann wieder zu ihm.
"Danke."
 
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/Sera | Agatosh | Darth Zion ::


Er sah seine beiden Schüler an und beobachtete sie genau, mit seinen orangenen Augen, aber ebenso mit der Macht. Beide fokussierten sich, fanden die Stille, die er verlangte, und sammelten sich so, wie er es sehen wollte. Nun ging es nicht mehr um Ruhe, sondern darum, diese Ruhe zu lenken. Sera und Agatosh waren grundverschieden; ihre Stärken und Schwächen lagen nicht auf derselben Linie, und deshalb führte er sie auch nicht mit demselben Schlüssel.
Zuerst war Sera an der Reihe. Zion wusste, dass sie länger brauchte, um sich auf das einzustimmen, was er von ihr verlangte. Ohne sich zu bewegen, sprach er ruhig, aber deutlich.


„Ruf dir in Erinnerung, was du am meisten verabscheust. Was du hasst. Was du am weitesten von dir stoßen würdest.“

Seine Stimme wurde leiser, fast flüsterhaft, und in Verbindung mit der mechanischen Verzerrung wirkte sie beinahe bizarr.

„Sieh die Personen, die dich verlassen haben. Die dich betrogen haben. Die dich klein gehalten haben oder dir sonst etwas angetan haben. Vielleicht sind es deine Eltern. Vielleicht ist es Agatosh. Vielleicht siehst du auch mich.“

Er hielt den Blick auf ihr Gesicht gerichtet, als würde er ihr Inneres lesen.

„Ich bin mir jedenfalls sicher, dass dein eigenes Gesicht eines davon ist.“
Zion spürte, wie seine Worte fruchteten, wie es in ihr zu kochen begann. Genau das brauchte er, nicht als Ausbruch, sondern als Druck.

„Sammle diese Gefühle. Stau sie auf. Lass sie nicht heraus, gib ihnen kein Ventil.“

Seine Stimme blieb ruhig, beinahe sachlich, und gerade dadurch bohrte sie sich tiefer.

„Denk an jedes Unrecht, das dir zugefügt wurde, an jeden Moment, in dem du dich selbst enttäuscht hast, an jeden Augenblick, in dem du verletzt wurdest – physisch wie psychisch.“

Er nickte kaum merklich, als hätte er das Aufflammen in ihr bestätigt.

„Lass nichts raus.“

Dann wandte er sich Agatosh zu. Der Chiss war ein Kämpfer und Krieger, vielleicht schon mehr, als Zion es in diesem Stadium seiner eigenen Ausbildung gewesen war. Bei Agatosh musste er nicht erst das Feuer entfachen, er musste es präzisieren, schärfen, in Wahrnehmung verwandeln.
Zion ließ seinen Blick auf ihm ruhen und sprach in einem Ton, der weder laut noch weich war, sondern unmissverständlich.


„Agatosh. Halte die Augen geschlossen.“

Das Zischen seiner Maske füllte einen Atemzug lang den Raum.

„Spüre den Raum. Nicht mit deinen Ohren, nicht mit deiner Haut … mit der Macht. Spüre jede Kante, jede Narbe im Stein, die Hitze in der Luft, die kleinsten Strömungen. Spüre mich. Spüre Sera. Spüre, was sich zwischen uns bewegt, auch wenn es keine Form hat.“

Er trat nicht näher, doch seine Präsenz schob sich wie ein Gewicht zwischen die Wände.

„Ich will, dass du mir sagst, wann du es hast. Wann du den Raum nicht mehr hörst, sondern bist.“

Zion wartete, während Agatosh sich tiefer in diesen Zustand sinken ließ. Die Sekunden dehnten sich, und in der Stille lag nur das gleichmäßige, mechanische Atmen des Meisters und das leise Knistern der Macht, die sich in den Körpern seiner Schüler sammelte.

Als Zion spürte, dass Agatoshs Fokus stand, griff er nach einem der Trainingsgegenstände, der am Rand des Raumes lag, klein genug, um harmlos zu sein, schwer genug, um Bedeutung zu haben. Ohne Vorwarnung ließ er ihn mit einer kurzen, präzisen Bewegung losschnellen.
Der Gegenstand schoss auf Agatosh zu, schnell, geradlinig, lautlos. Es war ein Test, der keine Worte brauchte.



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