Bastion

Bastion- Atherious Boulevard- Sith Tempel- Dömäne der Lernenden- Das Mal :: Varyn Keth :: Seris Veynar, Cerus Vhal’Kor :: Darth Judicar [NPC]


Das Mal hatte sich verändert, ohne dass sich der Raum selbst verändert hätte.
Varyn Keth stand noch immer am Rand, wo er hingehörte, und doch fühlte es sich an, als wäre die Dunkelheit nähergerückt. Die rauen, höhlenartigen Wände wirkten wie zusammengepresst, als lauschten sie. Das flackernde Licht brach sich in den dunklen Adern des Steins und ließ die Schatten in den Winkeln zucken, als würden sie atmen.
Cerus Vhal’Kor und Seris Veynar hatten schnell reagiert. Zu schnell.

Als Varyn den Blick wieder auf die beiden richtete, war der Rest bereits entschieden. Die zwei anderen Anwärter lagen reglos, und er zwang sich, nicht länger hinzusehen, als nötig. Es war nicht sein Platz, sich mit dem Offensichtlichen aufzuhalten. Nicht hier. Nicht unter den Augen dessen, der über dieses Ritual herrschte.

Cerus’ Hände waren blutig, die Fäuste fest geballt, als müsste er sich selbst beweisen, dass sie noch ihm gehörten. Seris’ rote Strähnen klebten dunkler an ihrer Stirn, und Blut zeichnete Spuren an ihrem Gesicht, als hätte der Raum sie markiert. Beide standen da, keuchend oder still, das ließ sich schwer erkennen in dieser Stille, aber in ihrer Haltung lag etwas Neues. Etwas, das vorher nicht da gewesen war. Und Varyn spürte es. Nicht nur in ihren Augen, sondern in der Macht. In der Art, wie ihre Präsenz jetzt schärfer wirkte, kantiger. Wie frisch geschliffene Klingen.

Dann trat Darth Judicar näher. Die Temperatur im Raum schien zu sinken, als würde seine bloße Anwesenheit Wärme verschlucken. Seine schwarze, zerrissene Robe hing wie Schattenfetzen an ihm, und die Kapuze war weiterhin ein Abgrund, der jedes Licht fraß. Varyn konnte sein Gesicht nicht sehen – aber er fühlte ihn. Diese dunkle Aura, schwer und drückend, als läge eine Hand um sein Herz und teste, wie viel Druck es aushielt, bevor es nachgab.

Varyn hatte Judicar schon oft erlebt. Doch jedes Mal war es, als würde der Tempel selbst ihn neu ausspucken, als wäre er nie wirklich Teil dieser Welt gewesen. Mehr Urteil als Person. Ein unangenehmes Kribbeln kroch Varyn den Nacken hinauf. Er hielt den Blick gesenkt, zwang seinen Atem ruhig zu bleiben. ‚Zeig nichts. Nicht hier. Nicht vor ihm‘.

Judicar blieb vor Cerus und Seris stehen. Einen Moment lang sagte er nichts. Dieses Schweigen war nie leer, es war eine Waage, auf der Angst und Mut gegeneinander gedrückt wurden. Dann sprach er, und der gebrochene, harte Akzent machte die Worte nur schneidender.


„Erste Schritt ist getan.“

Sagte Darth Judicar langsam, als koste er jede Silbe.

„Sagt… wie war es… ein Lebewesen zu töten. Ihm das Leben auszuhauchen.“

Varyn spürte, wie sich die Dunkelheit im Raum verdichtete, als würde sie sich an der Frage nähren. Es war, als ob Judicar nicht nur Antworten hören wollte, sondern Reaktionen, Zögern, Ekel… oder Genuss.

Und während Cerus und Seris dort standen, mit blutigen Fäusten und Blut im Gesicht, blieb Varyn am Rand des Males wie festgenagelt.

Er merkte, dass seine Finger unbewusst fester um sein Datapad gekrampft hatten.
So also begann es‘, dachte er, und es war kein triumphaler Gedanke. Es war ein kaltes, ungutes Wissen, das ihm unter die Haut kroch. Denn wenn Judicar fragte, dann nicht aus Neugier.
Er fragte, weil er bereits wusste, was in ihnen war.
Und er würde es herausreißen, wenn es ihm nicht gefiel.


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Bastion - Center, Lagerhalle Nebengasse | Q'Tahem, Kestrel und Marrev, Kirain (NSC)

Dieser verdammte Jedi stellte sich als widerspenstiger als ursprünglich gedacht heraus. Davon aber ließ sich der Sithkrieger Lord Kirain nicht beeindrucken. Ganz im Gegenteil, es stachelte ihn nur an, mit noch mächtigeren Schlägen, die im Auge des Abyssin dürre Gestalt vor sich in die Knie zu zwingen. Kirains massige Gestalt teilte mit mächtigen Schlägen aus, die selbst einen Wookiee bleich werden lassen würden und es war nur eine Frage der Zeit, bis seinem Widersacher die Puste ausging.

Und dann passierte das für den Sithkrieger Unvermeidbare. Sein Gegner gab nach und
Lord Kirain sah gar nicht ein, ihn Luft holen zu lassen. Er hetzte seinem Widersacher nach, doch noch während er seinen Schlag ausführte, passierte etwas unerwartetes. Höllischer Schmerz im Rücken, irgendetwas hatte ihn getroffen. Der Abyssin kam gar nicht dazu, zu verarbeiten, was passiert war. In einem Moment wunderte er sich noch, wie ihm geschah im nächsten Moment gingen sämtliche Lichter aus, als die Plasmaklinge des Lichtschwerts seines Widersachers seine Brust durchstach.

Der Schlag verfehlte
Lord Kirains Herz, aber das bedeutete nicht viel. Die überwältigende Hitze des Plasmas sorgte dafür, dass alle Schmerzrezeptoren in seinem Körper überlastet wurden und zu einem Herzinfarkt des schwer angeschlagenen Sithkriegers führten. Kraftlos viel der schwere Körper des Abyssins zu Boden. Tot war er nicht, noch nicht. Aber da hier niemand im Sinn hatte, den Notruf zu kontaktieren, würde der klinische Tod nicht lange auf den Sithkrieger warten.

Bastion - Center, Lagerhalle Nebengasse | Q'Tahem, Kestrel und Marrev, Kirain (NSC)
 
Bastion | Imperium | Sithtempel | Sedros allein in einem Trainingsraum

Das Training war...zufriedenstellend...verlaufen. Sedros war nicht wirklich glücklich mit seiner Leistung, aber es war doch ein spürbarer Fortschritt zu verzeichnen gewesen und der reinblütige Sith hatte auch eine Ahnung, wie er sich weiter verbessern konnte. Das war das wichtigste, er hatte seine Kontrolle über die Scheiben verbessert und kannte auch den Weg, sein Training mit dem Lanvarok weiterzuführen. Damit fügte Sedros Stück für Stück eine nützliche Waffe seinem Arsenal hinzu und trainierte noch als günstigen Nebeneffekt seine telekinetischen Fähigkeiten, die nicht nur in den Augen seiner Meisterin Kira Guldur noch ausbaufähig waren.

Doch damit sollte es für heute genug sein. Ein übermäßiger Zugriff auf die Macht war dem reinblütigen Sith mittlerweile zwar grundsätzlich möglich, aber dies hatte doch äußerst unangenehme Konsequenzen, wie
Sedros hatte lernen dürfen und die wollte er dann doch lieber vermeiden, da die dann nötige Erholung seinen Fortschritt unnötig aufhielt und wenig Verständnis bei den Ordensoberen fand. Also setzte der reinblütige Sith seine Übungen mit der Wiederholung der Grundbewegungen von Lichtschwertform I und IV fort. Die Grundlagen beider Techniken beherrschte er mittlerweile, doch war er noch weit davon entfernt, sie gemeistert zu haben. Entsprechend war tägliches Training unerlässlich. Immerhin war ein Krieg ausgebrochen und Sedros konnte keineswegs vorausahnen, wann er das nächste Mal in Kämpfe verwickelt werden konnte. Seine Begegnung mit der Jedi ausgerechnet hier auf Bastion hatte bewiesen, dass dies immer und überall passieren konnte.

Nach mehreren Stunden unaufhörlicher Bewegung war
Sedros schweiß gebadet. Der Atem ging ihm schnell und die Muskeln hatten auf wohlig prickelnde Art zu schmerzen begonnen, als er die Schwertübungen für heute beendete. Gierig griff er nach der bereit stehenden Flasche mit einer Wasserlösung voller Elektrolyte, um während des Trainings verloren gegangene Flüssigkeit wieder aufzufüllen. Die Macht war wahrlich unermesslich, das Fleisch jedoch...erheblich beschränkter. Bevor es in die Bibliothek ging, besuchte der reinblütige Sith kurz sein Quartier, um sich in der Nasszelle abzuduschen und in frische Roben zu schlüpfen. Er wollte in den Hallen des Wissens schließlich nicht unangenehm auffallen. So mancher Sith suchte die geringste Ausrede, um seinen Frust an schwächeren auszulassen und Sedros dachte nicht im Traum daran, unnötige Gelegenheit zu geben.

In der Bibliothek angekommen suchte sich der reinblütige Sith eine ganze Reihe an Themen heraus, um sich zu bilden. Grundlagen der Sithalchemie, antike Geschichte der Sith, Leitfäden zu geistigen Machttechniken...es gab so viel zu lernen und doch so wenig Zeit. Also wollte
Sedros seinen vermutlich kurzen Aufenthalt auf Bastion dafür nutzen, so viel wie möglich zu lernen, bevor es ihn wieder in die Ferne und vermutlich die nächste Schlacht zog. Vieles war auf Kast passiert, einiges hoch bedeutendes. Und doch war das nur der Auftakt für den nächsten großen galaktischen Konflikt gewesen, dessen war er sich sicher.

Bastion | Imperium | Sithtempel, Tempelbibliothek | Sedros und viele andere Sith (NSCs)
 
Bastion | Tempel der Sith | Dömäne der Lernenden- Das Mal | Cerus Vhal’Kor, Seris Veynar, [NPC Varyn & Darth Judica,]

Das Mal fühlte sich anders an als noch vor wenigen Augenblicken.

Nicht enger, nicht dunkler – aber schwerer. Als hätte der Raum selbst an Gewicht gewonnen und würde nun auf ihm lasten. Die Luft war kalt geworden, beißend fast, und Cerus merkte erst jetzt, wie sein Atem dampfte, als er langsam ausatmete.

Cerus spürte, wie sich seine Muskeln unwillkürlich anspannten, als Darth Judicar nähertrat. Die Präsenz dieses Wesens war nicht laut, nicht aggressiv. Sie war allumfassend. Wie ein Gewicht, das sich langsam auf seine Brust legte und prüfte, ob er darunter nachgeben würde. Sein Atem ging flacher, kontrollierter. Jeder Atemzug fühlte sich an wie eine bewusste Entscheidung.

Er wusste, dass er beobachtet wurde.
Nicht nur angesehen – durchdrungen.

Seine Hände waren noch blutig. Er sah sie nicht an, aber er spürte das Trocknen auf der Haut, das Spannen der Finger. Ein Teil von ihm wollte sie ballen, der andere sie öffnen, um zu beweisen, dass er noch Herr über sich selbst war. Er entschied sich für nichts davon. Stillstand. Kontrolle.

Judicars Stimme schnitt durch den Raum.

Die Frage traf ihn härter, als er erwartet hatte.

Für einen flüchtigen Moment blitzte das Bild wieder auf.
Der Körper unter ihm. Der Widerstand. Der Schrei.
Und darunter — etwas Dunkleres. Etwas, das ihm erschreckend vertraut vorkam.

Cerus schluckte. Nicht sichtbar, aber spürbar.

Er hob den Blick. Da, wo Judicars Gesicht sein musste, war nur Schwärze. Und doch fühlte er den Blick auf sich ruhen, wie eine Klinge an der Kehle. Ein falsches Wort würde reichen. Ein Zögern.

Er zwang sich, aufrechter zu stehen. Seine Schultern zogen sich zurück, sein Rücken spannte sich, als würde er sich innerlich an etwas festhalten.


„Es…“
Seine Stimme war rauer, als er wollte. Er hielt kurz inne, atmete ein, spürte, wie kalt die Luft war.
„…es war...“

Ein leises Zittern lief durch ihn, das er sofort unterdrückte.

„Es war eine Hürde.“

Die Worte kamen fester jetzt, entschlossener.

„Eine Hürde auf einem Weg, den ich gewählt habe.“

Sein Herz schlug schneller. Er ignorierte es.

„Und ich weiß, dass es nur eine von vielen ist.“

Er hob das Kinn minimal, nicht aus Trotz, sondern aus Notwendigkeit.

„Und ich werde sie überwinden.“

Für einen Augenblick war da Angst.
Nicht vor dem Tod — sondern davor, als unzureichend befunden zu werden.
Kurz. Und schloss sie wieder ein, es würde genügen, nein…es musste genügen!

Cerus schwieg.

Er stand da, blutverschmiert, innerlich aufgewühlt, äußerlich gefasst, sein Blick wanderte zwischen Darth Judica und der stehenden Frau hin & her - und wartete auf das Urteil eines Wesens, das weit über ihm stand.


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/Sera | Agatosh | Darth Zion ::


Die orangenen, funkelnden Augen fixierten seine beiden Schüler, während Zion jedes Wort aufnahm, ohne sie zu unterbrechen. Er ließ sie reden, selbst dann, wenn ihre Sätze sie später teuer zu stehen kommen könnten, denn er führte kein Regime der Tyrannei, sondern eines mit klarer Ordnung. Beide kannten ihren Platz und heute ging es weniger darum, wer oben stand, als darum, dass sie verstanden, dass sie nebeneinander stehen mussten, wenn es darauf ankam.

Schon an ihrer Art zu sprechen, zeigte sich, wie verschieden sie waren. Sera wich aus, verschob Bedeutungen, bog die Realität, bis sie ihr passte – eine Gestalt der Schatten, die lieber verhüllte als offenbarte. Agatosh hingegen war geradlinig, schneidend, ohne Umwege. Er erinnerte Zion an einen orbitalen Schlag, präzise, hart, unausweichlich. Gerade deshalb war er dem Weg seines Meisters näher, was nicht zwingend ein Vorteil war, denn Zion kannte diesen Pfad zu gut, um ihn zu romantisieren. Wer ihm ähnelte, trug auch seine Fehler in sich, und Fehler waren im Orden kein Makel, sondern eine Einladung.

Zion zog langsam Luft ein, das Zischen der Maske schnitt durch die Stille. Als er sprach, klang seine Stimme rau, kontrolliert und dennoch voller Druck.


„Selbst in euren Aussagen seid ihr im Kampf gegeneinander.“

Sagte er, ohne sich zu bewegen, und ließ den Satz wirken, bis er sich wie eine Hand um ihre Kehlen legte. Dann wandte er sich Sera zu, sein Blick blieb an ihr hängen, während der Tonfall zwar milder wurde, die Kante jedoch blieb.

„Dir kann es wirklich egal sein, was andere denken. Du bist durch meinen Namen im Orden relativ geschützt, so wie es einst bei meinem Meister und mir war.“

Er machte keine schmeichelnde Pause, sondern eine nüchterne.

„Ihr zeigt gute Ergebnisse. Und ihr habt Potenzial, das inzwischen auch andere sehen.“

Er ließ einen Moment verstreichen, in dem nur sein mechanischer Atem zu hören war, bevor er weitersprach.

„Aber euer Benehmen zeigt Risse.“

Seine Worte kamen ruhig, und genau deshalb waren sie gefährlich.

„Ihr könnt eure Außendarstellung gestalten, wie ihr wollt. Ich will keine billige Kopie von mir – und auch keine Kopie irgendeines unserer Verbündeten. Doch eines muss immer bestehen bleiben: unsere Geschlossenheit.“

Er ging ein paar Schritte in die Mitte des Raumes, vorbei an Brandnarben im Stein und Rissen, die noch vom letzten Kampf erzählten. Dort blieb er stehen, als hätte er bewusst diesen Ort gewählt, damit die Wände selbst seine Worte bezeugen konnten.

„Wenn unsere Feinde Risse in dieser Fassade finden und wir haben überall Feinde im Orden , dann stürzen sie sich auf uns wie wilde Kath-Hunde und versuchen, uns zu vernichten.“

Sagte er, nun härter.

„Denn schwache Sith kennen nur einen Feind, starke Sith.“

Sein Blick glitt zurück zu ihnen, und für einen Augenblick war da etwas, das unter der Maske beinahe wie ein kleines, trockenes Lächeln wirkte.

„Zeigt eure Version, die ihr zeigen wollt, der breiten Masse.“
Fuhr er fort.

„Aber zeigt das Bild von Entschlossenheit, von Zusammenhalt und Stärke, wenn es um den…“

Er hielt kurz inne, als koste er das Wort aus.

„…wie Agatosh gerade so schön sagte: Zionismus geht.“

Mit einer knappen Handbewegung winkte er beide zu sich.

„Setzt euch hin und konzentriert euch voll auf die Macht.“

Befahl er, ohne zu schreien, weil Schreien Schwäche war.

„Nutzt die Macht als eure Augen und eure Finger. Lasst die Macht euch dienen, so wie es euch bestimmt ist.“

Zion blieb stehen, reglos, sein Blick fest auf ihnen, und wartete, bis sie den Zustand erreichten, den er verlangte – jenen Punkt, an dem Ausflüchte verstummten, Stolz bedeutungslos wurde und nur noch Wille übrig blieb.


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