Bothawui (Bothan-System)

[Imperiales Gefängnis von Bothawui A- 31, Zelle 3120] mit verletztem Rodianer
Der Rodianer lag blutend vor ihm. Canderous wusste das er damit klargestellt hatte was mit jedem passieren würde der sich mit ihm anlegt. "Kannst du das nochmal sagen" Der Rodianer kroch von ihm weg. Zwei imperiale Sicherheitskräfte kamen angerannt: "Hey! Was soll das? Ach egal. Der Kommandeur möchte dich sprechen, du Abschaum." Sie legten Canderous Handschellen an und brachten ihn nach oben in das Büro des Gefängnis-Kommandanten. Als sich die Tür öffnete stand ein typischer Schreibtischbulle des Imperiums vor ihm. Er war nicht zu groß und nicht zu klein, hatte seine besten Jahre hinter sich gelassen und hatte wahrscheinlich mehr Zeit in feinen Salons verbracht als im Kampf gegen die Republik. Sein Aufseher war da schon ein anderes Kaliber er war ein pensionierter Sturmtruppler, der nach außergewöhnlichen Leistungen in der Schlacht von Bothawui aus dem aktivem Heer verabschiedet wurde und an dieses Gefängnis versetzt wurde. Noch eine Person war in dem Raum, eine sehr bekannte: "Timo! Du hier?" stieß Canderous überrascht aus. "Ruhe!" keifte ihn ein Wärter an. "Lasst uns allein!" befahl der Gefängnisaufseher. Die beiden Wärter salutierten zackig, drehten sich um und verschwanden. Hinter Canderous schloss sich die Tür.
[Imperiales Gefängnis von Bothawui A- 31, Zimmer des Kommandanten] mit dem Kommandant, dem Gefängnisaufseher und Timo
 
Imperiales Gefängnis-mit einem mann und Canderous

Der Mann klärte Canderous über Timos aktueller Situation auf und machte ihm ein Angebot.

"Wenn du deinen Kopfgeldjäger Freund begleitest wird das Imperium dich freisprechen."

"Vergiss es! Ich arbeite nicht für das Krankenhaus (LOL)!"


Der Kommandant verzog sein Gesicht. Dann stand er auf.

"Wie Bitte?"

"Du hast mich schon verstanden!"


"Er kommt mit mir.Und wir gehen jetzt zum Schiff." Mit diesem Satz verließ Timo den Raum, Canderous folgte ihm.

Als Canderous sich wieder beruhigt hat liefen sie gemeinsam zu einer Landeplattform, wobei sie nicht miteinander redeten.

Bothawui auf dem weg zur Landeplattform-mit Canderous
 
Zuletzt bearbeitet:
[Bothawui, Landeplattform] mit Timo
Als sie die Landeplattform erreichten brach Timo das Schweigen: "Ich habe deine Rüstung im Frachtraum unseres neuen Schiffes verstaut.
Es ist die SoroSuub Jacht Explinator
" "Was ist mit der Soran?" fragte Canderous. "Wir fliegen auf Kernwelten, da ist ein abgenutzter ARC nicht gerade gut zum unauffällig agieren" antwortete Timo lachend, während sie die Explinator betraten.
[Bothawui, Landeplattform, Explinator] mit Timo
 
Bothawui Landeplattform Explinator- mit Canderous

Timo setzte sich ans Cockpit und startete das Schiff.

"Wo gehts hin?" Fragte Canderous neugierig.

"Ryloth, der Verwaltungsoffiezier hat den Chefartzt des Krankenhauses als Dumm bezeichnet."

"Als ob nicht jeder 2. Imperiale jemanden als dumm bezeichnet."


Die Explimator verließ die Atmosphäre und Timo gab die Koordinaten für Ryloth ein.

"Fertig machen für Sprung!" Diesmal war der Sprung in den Hyperraum sanfter als sonst, was auf das neue Schiff zurück geht.

Hyperraum nach Ryloth in der Explinator-mit Canderous
 
Zuletzt bearbeitet:
[Hyperraum nach Bothawui ~ Ein-Mann-Jäger] – Rogal Kasr

Das kontrollieren eines Jägers war, verglichen mit den obskuren Bewegungsabläufen und Verrenkungen des Lichtschwertkampfes, beinahe eine Unterforderung, das sich der Mensch hinter den Kontrollen, hätte aufregen können. Langeweile war dennoch das vorherrschende Gefühl. Gepaart mit einem leichten Anflug von Anspannung. Es kam nicht alle Tage vor, dass man mit einer derart wichtigen Mission betraut wurde. Schon gar nicht er. Wenngleich Rogal durchaus wertvoll und mächtig war. Und es sprachen sich Gerüchte herum, Gerüchte der Dunkle Lord habe seine beiden mächtigsten ausgesandt, in den Tod, oder die Erlösung. Der Warrior gab nicht viel auf solches Gewäsch, daher wusste er nichts genaues, nur, das Exilis und Veyd’r einen Auftrag bestritten, einen von ungeheurer Wichtigkeit. Im ersten Moment war sein Unterfangen für ihn daher wenig ruhmreich erschienen. Je länger der Sith sich aber mit dem Gedanken beschäftigt hatte, war ihm klar geworden, dass von ihm alles abhängen konnte. Lord Menari brauchte diese Unterstützung, sie – die wahren Sith – brauchten diese Unterstützung.

Beep, beep, beep.

Unweigerlich riss ihn der Rückfallalarm aus den Gedankengängen, sodass seine Finger in hochkonzentriertem Spiel über die Kontrollen und Schalter huschten und letzten Endes den kleinen Raumjäger aus dem Hyperraum holte. Der Kurs hatte ihn dicht an die imperialen Streitkräfte gebracht wie er nun feststellen konnte. Ohne Zweifel würde er innerhalb weniger Minuten, wenn nicht gar Sekunden bemerkt werden.

Der bärtige Sith ließ sich davon aber nicht aufhalten und schwenkte den Steuerknüppel, suchte in der Schwärze des Alls und vor den Planeten die Silhouette eines Supersternenzerstörers. Eigentlich ein Raumschiff von einer Größe, das nicht schwer zu finden sein sollte, doch dauerte es seine Zeit bis er es endlich fand.

Aufheulend starteten seine Triebwerke und der kleine, geschmeidige Jäger schoss auf das monströse Kriegsschiff zu. Mittlerweile war er bemerkt worden und es nährten sich mehrere Jäger. Wenig später wurde Funkkontakt aufgenommen.


„Hier spricht Lord Kasr von den wahren Sith. Ich bin hier, um mit Hochadmiral Niriz zu sprechen.“

Mehr konnte er für ein erstes nicht tun. Jeder weitere Schritt wäre zu offensiv und zuviel gewesen. Abwarten war nicht gerade seine Stärke, aber was blieb ihm übrig. So drosselte er sein Tempo noch einmal und wartete, stur auf die Komanalage blickend, auf eine Antwort.

[Bothawui System ~ Ein-Mann-Jäger ~ Eskortiert von mehreren TIEs] – Rogal Kasr

____________________________________________________

Sith Warrior Rogal Kasr

Die Tiefe, der Wahn,
Die Kälte der Lügen,
Die Trauer und Tränen,
Und all dieser Hass!
 
[Orbit um Bothawui, imperiale Besatzungsflotte, SSD Leviathan, Brücke] ? Line Captain Inyri Tavira, Besatzung

?Ma?am, ich habe ein nicht identifiziertes Raumschiff auf den Schirmen? sehr klein, ein hyperraumtauglicher Jäger vielleicht.?

Inyri Tavira wandte sich von dem Routinebericht der zentralen imperialen Garnison der bothanischen Hauptstadt Drev?starn ab und widmete ihre Aufmerksamkeit dem kleinen Hologramm, welches auf die Meldung des Sensoroffiziers hin vor ihr in die Luft projiziert wurde. Ein kleiner Jäger, in der Tat, dem sich nun, der imperialen Routine folgend, mehrere TIE-Jäger näherten.
Tavira schürzte leicht die Lippen. Seit ihrem Treffen auf Corellia war einige Zeit vergangen, Zeit, in der sie auf ein Signal gewartet hatte. War die Zeit dieses Signals nun in Gestalt jenes rätselhaften Jägers gekommen?


?Wir werden gerufen.?

Dann ? endlich ? hatte sie Gewissheit. Die wenigen Worte des Boten genügten, um letzte Zweifel auszuräumen. Der Zeitpunkt war gekommen ? die Zeit für einen grundlegenden Wechsel der Geschicke des Imperiums. Der Geschicke der gesamten Galaxis. Die Zeit war gekommen für die Herrschaft der Würdigen, und ihr Zorn würde Kratas und seine schwachen Handlanger hinfort spülen wie eine dringend benötigte Flut?
Sie musste sich beherrschen, um nicht ruckartig aufzuspringen.


?Bestätigen Sie. Und lassen Sie den Jäger in den Hangar geleiten. Kein überflüssiges Personal.?

Wer auch immer sich an Bord dieses Jägers befand, war kaum gekommen, um endlose Ehrenreihen abzuschreiten oder hohle Phrasen auszutauschen.

?Ma?am??

?Ich werde persönlich gehen. Informieren Sie den Hochadmiral, dass ich einen Gast bringe.?

Nur wenige Sekunden später hatte sie sich aufgerafft und verließ die Brücke mit gemessenen Schritten, die jedoch kaum über ihren plötzlichen Eifer hinwegtäuschen konnten. All die Entbehrungen und Demütigungen der Vergangenheit waren nun nichts weiter als ein kurzes Intermezzo der Geschichte, die sich vor allem an die Ereignisse erinnern würde, die nun folgen sollten. Und hier, an Bord der Leviathan, im Orbit des verhassten Bothawui, würde es beginnen.

[Orbit um Bothawui, imperiale Besatzungsflotte, SSD Leviathan] ? Line Captain Inyri Tavira
 
[Bothawui System ~ Ein-Mann-Jäger ~ Eskortiert von mehreren TIEs] – Rogal Kasr

Antwort, wurde dem Warrior schnell gegeben. Schnell und präzise, denn kaum das er wieder Fahrt aufnehmen wollte, hatte er bereits die Koordinaten erhalten und steuerte auf den offerierten Hangar des Supersternenzerstörers zu. Selbst für einen Sith von seinem Format konnten diese Terrormaschinen wahrhaft ehrerbietig aussehen. Allein die Vorstellung, was ein einzelnes dieser Schiffe einem Planeten antun konnte war berauschend. Das Aufheulen der Motoren wurde vom ewigen Nichts des Vakuums verschluckt und machte sich mit der einsetzenden Vibration erst bemerkbar. Kasrs Cockpitfenster indessen wurde zur Gänze von jenem Monstrum ausgefüllt, das sich Leviathan nannte. Ein passender Name, wenn auch unter seiner Hand ein einschlägigerer erwählt worden wäre. Er schüttelte jene Gedanken ab, richtete den Schub der Triebwerke minimal neu aus und drosselte deren Leistungskraft bis zum gänzlichen Nullpunkt, dann aktivierte er leichten Gegenschub, der begann ihn abzubremsen, sodass er nicht in voller Fahrt in den Hangar krachte. Er würde damit einen der unrühmlichsten Tode sterben, noch beschämender sogar, da er ein Sith war.

Sein Jäger aber setzte ohne Zwischenfall auf dem makellos sauberen Boden des Hangardecks auf. Luft entwich zischend oder drang sie doch ein? – als sich sein Cockpit öffnete und die hochgewachsene Gestalt ausstieg. Das nicht gerade viel los war, hatte er schon zuvor bemerkt. Seine Sinne hatten jedes einzelne Lebewesen das sich hier befand bereits erspürt und behielten es ‚im Blick’, während er selbst sich mit seinen Augen nun in Ruhe umsah. Immerhin hatte er noch Zeit dafür, da erst wenige Augenblicke später eine Tür, nur einige Dutzend Meter von ihm entfernt, sich öffnete. Zielsicher strebte er der Person entgegen. Nicht das er in ihre Gedanken eindrang, oder sie gar ernsthaft erspüren konnte, aber da jene Frau – was für ihn ein wenig überraschend kam – so zielsicher alles andere ignorierte, war klar das man sie offenkundig damit beauftragt hatte ihn zu ‚empfangen’. Wie auch immer man letztlich reagieren würde, bei dem Auftrag den er hatte… Rogal wusste um die Brisanz, aber es sollte – laut sämtlicher Informationen die man ihm gegeben hatte – sich nicht als Falle herausstellen. Traten sie doch fast schon an diese Offiziere heran, weil sie Hilfe suchten. Aber wenn es so einfach wäre, dann wäre er nicht in einer Ein-Mann-Mission losgeschickt worden.

Knappe drei Meter von der imperialen Offizierin – die er einer eingehenden Musterung unterzog – blieb Rogal stehen. Ließ jedoch nicht zuviel unnötige Zeit vergehen, ehe er ohne Räuspern – das manch einer von ihm gewohnt war bevor er anhob zu sprechen – ausließ und sich an die schwarzhaarige wandte.


„Sollte sich dies als ungeeigneter Zeitpunkt erweisen, so kann ich zu einem späteren Zeitpunkt und einem neu vereinbarten Ort wieder erscheinen. Sofern aber nichts gegen eine Unterredung mit Hochadmiral Niriz spricht, wäre ich euch dankbar, würdet ihr mich zu ihm geleiten.“

Man hatte ihm mehrfach eingebläut, obgleich sich Niriz nicht zufrieden, mit einem Teil der möglichen Herrscherfolge, geben würde, dennoch keine unangebrachte Arroganz an den Tag zu legen. Ob sie einander nun brauchten, oder nicht, es galt ein Maß zu wahren das zwischen den Partnern einer Allianz – sei diese geheim oder öffentlich – schlicht galten. So war sein Tonfall von einfacher Natur, konnte aber den fast schon antrainierten dunklen Unterton – der auf seine bizarre Art und Weise unnatürlich klang – nicht ausblenden und seine Worte gemäßigt, anstelle eines harschen Befehls…

[Bothawui System ~ SSD Leviathan ~ Hangar] – Rogal Kasr, Inyri Tavira

____________________________________________________

Sith Warrior Rogal Kasr

Die Tiefe, der Wahn,
Die Kälte der Lügen,
Die Trauer und Tränen,
Und all dieser Hass!
 
[Weltraum vor Bothawui, SSD Leviathan, Hangar]- Line Captain Inyri Tavira, Rogal Kasr

Er kam sofort zur Sache. Inyri schätzte diese direkte Art, da sie ? wie auch ihr vermeintlicher Vorgesetzter und Gebieter ? keine Zeit zu verlieren hatte, mit diesem Individuum und der Gruppe, für die es sprach, handelseinig zu werden. Zu viel stand auf dem Spiel, als dass man sich den Luxus großer Gesten oder lästiger Formalitäten hätte erlauben können.

?Ihr werdet sehnlich erwartet, Lord??, beschied sie dem Anderen. ?Folgt mir.?

Wie selbstverständlich übernahm sie die Führung, vorbei an einer kleinen Gruppe Mechaniker, die sich um die Einsatzbereitschaft des Gefährts ihres Gastes kümmern würden, aber ebenso gut andersartige Maßnahmen ergreifen konnten, sollte sich sein Besuch als weniger fruchtbar erweisen als erhofft. Doch Inyri bezweifelte, dass es zu einem solchen Desaster kommen würde. Sie und der Meister dieses Sith wollten in diesem Moment dasselbe.
Der kleine Besprechungsraum, in dem Niriz seinen Gast erwartete, wurde lediglich von zwei Sturmtrupplern bewacht, die die Adjutantin ihres Admirals und dessen ehrfurchtgebietenden Gast anstandslos passieren ließen.
Der Raum selbst war selbst nur in gedämpftes Licht getaucht ? eine Vorliebe des Admirals, da die zahlreichen Operationen, die er über sich hatte ergehen lassen müssen, unter anderem auch zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit seinerseits geführt hatten. Nur das rote Droidenauge des verstümmelten Offiziers leuchtete in satter Farbe, als sein zuvor abgewandter Formsessel sich lautlos umdrehte und er seine beiden Besucher das erste Mal ansah.
Fast wäre Inyri zurückgeprallt. Der menschliche Teil des Hochadmirals verriet mühsam beherrschten Zorn?


?Seid mir willkommen, Gesandter??

Er sparte es sich, dem Sith oder ihr eine Sitzgelegenheit anzubieten.

?Nun ist die Zeit also endlich gekommen? und keinen Augenblick zu früh, bedenkt man die Kunde, die mich soeben von Bastion erreichte.?

Das menschliche Auge des Admirals schien kurz Tavira zu fixieren, ehe er fortfuhr.

?Die Admiralität der imperialen Flotte hat getagt? ohne mich davon in Kenntnis zu setzen. Offenbar hat mein Status innerhalb der Flotte bereits unter meinen? Differenzen mit Kratas gelitten. Nicht in dieser Flotte, wohlgemerkt?, fügte er betont hinzu.

?Die Besatzungsflotte Bothawuis wird meinen Befehlen Folge leisten.?

Niriz verzog verächtlich die intakte Hälfte seines Mundes, was aufgrund der künstlichen Komponenten seines Gesichts noch bösartiger wirkte.

?Doch die Narren auf Bastion haben jegliches Rückgrat verloren. Sie wollen Kratas zum Großadmiral ernennen? kein Schritt in die richtige Richtung, um das Imperium zu alter Stärke zurückzuführen. Allegious und seine verräterischen Vasallen werden ihre Chance wittern, sich die Schwäche des Oberkommandos zunutzen zu machen ? und den Thron an sich reißen. Ohne militärische Unterstützung ist die Sache Eures Meisters gescheitert. Kratas wird nicht gegen Allegious vorgehen und seine Schiffe könnten die kümmerlichen Söldner, die ihr um Euch geschart habt, mit Leichtigkeit vernichten.?

Die halbmechanische Mimik des Hochadmirals entspannte sich wieder.

?Ihr seht also, dass Ihr noch stärker auf mich angewiesen seid als zuvor? nun nennt Eure Bedingungen. Dann werde ich Euch die meinen nennen.?

[Weltraum vor Bothawui, SSD Leviathan, Besprechungsraum]- Hochadmiral Delak Niriz, Line Captain Inyri Tavira, Rogal Kasr
 
[Bothawui System ~ SSD Leviathan ~ Hangar] ? Rogal Kasr, Inyri Tavira

Die Schnelligkeit, mit der sie zustimmte, mit der er ohne Zögern den Weg antrat konnte nur bedeuten, das sein Besuch hier, oder zumindest der, eines Abgesandten von Lord Menari schon erwartet wurde. Viel eher sogar noch, bereits durchgeplant zu sein schien. Andrerseits wusste der Warrior nicht, ob es üblich war, die Gänge jener Kriegsschiffe zumindest mit einem Anzeichen von Besatzung vorzufinden. Unbedeutendes Wissen, das in seinem Fundus auch getrost wieder verstoßen werden konnte. Er war hier um wichtige Dinge ins Rollen zu bringen, um ein Imperium aus der Asche von Versagern zu erheben. Nicht, sich das Hirn zu zermatern, wer normalerweise in diesen Gängen unterwegs war.

Die beiden Sturmtruppen zu Seiten jener Tür, die die schwarzhaarige durchschritt, ohne Zweifel der Endpunkt ihres kurzen Weges, wurden von Rogal nicht im Ansatz beachtet. Für sie würde er nicht einmal mehr seine Lichtschwertklinge bemühen müssen. Er wusste auch so ungemein gut auf den Wogen der Macht dahin zu gleiten und mit einem Gedanken zu töten, als nur dem Schwert. Letzteres fand er schlicht amüsanter, wenn man mit seinem Gegner spielen konnte. Der 190cm messende Krieger betrat den düsteren Raum hinter der automatisierenden Tür, wenige Handbreit hinter der Offizierin. Das gedämpfte Licht erinnerte ihn ein wenig an die Hallen und Gänge des Ordens auf Bastion. Auch dort herrschte das Trübe. Viele bekamen in ihren ersten Tagen erzählt das läge tatsächlich an der Dunklen Seite. Späße die sich Jünger erlaubten, vornehmlich jene, die keine Aussicht auf eine Emporhebung in den Stand des Adepten und darüber hinaus, hatten. Der Quell jenes roten Lichtes offenbarte sich allzu bald, als sich der schwarze Sessel in fließender Bewegung zu ihnen drehte. Offenbarte Niriz Antlitz, das Rogal ? der keinerlei Bilder zur Vorbereitung erhaltne hatte ? zum ersten Mal erblickte. Es stand sehr außer Zweifel das dieser Mann so bereits zum Imperium gekommen war? interessanter als die mechanischen Prothesen jedoch war der Ausdruck auf seinem noch organischen Gesichtsteil. Zorn? Wut? Die Sinne des Warriors flogen augenblicklich davon, doch fanden sie keine Bedrohung, jedenfalls keine, die er entdecken konnte. Möglicherweise hatten die Regungen des Mannes nichts mit ihm zu tun?


?Hochadmiral.? Erwiderte der, egal ob sich sein Gesicht nun entspannte oder nicht, grimmig aussehende Sith in angemessenem Tonfall. Das leichte Neigen seines Hauptes ließ er dabei nicht hinter dem Berg.

Die offengelegten Neuigkeiten hatten einzig das gute an sich, dass nicht er das Ziel der Aggression des Hochadmirals war. Anderenfalls befände er sich entweder bereits auf den Dunklen Pfaden des Jenseits, oder wäre auf einem guten Weg dorthin. Rogal zweifelte nicht daran, dass er auf dem Schiff eines erfahrenen Kommandanten unterlegen war, sollte dieser es sich ernsthaft in den Sinn setzen, ihn auszulöschen. Doch das die Kommandantur des Imperiums so weit gehen wollte und Kratas zum Großadmiral machen wollte? schmähend verzog sich sein Mund. Wie konnten sie?.

Der Warrior sog tief die Luft ein und blies sie, ohne viel Aufhebens wieder hinaus. Es wurde wahrlich Zeit, dass sie handelten.


?Die Bedingungen meines Meister sind recht ?einfach?...

Lord Menari begehrt den Thron und benötigt, wie es klarer und klarer geworden ist, dazu die Hilfe des Militärs. Sichert ihr ihm diese Hilfe zu, damit der Thron seinem rechtmäßigen Besitzer zugeführt werden kann, mitsamt der Würde des Imperatorentitels und dessen Befugnissen, so werdet ihr euch ab diesem Tage nicht nur keine Sorgen mehr um Nereus Kratas machen müssen, sondern könnt euch auch gewiss sein, das mein Meister, jene die ihm bei diesem Schritt geholfen hat, wahrlich entlohnen wird.

Wie das Problem Kratas gelöst wird, steht dann frei von euch gewählt zu werden, Hochadmiral.?



[Weltraum vor Bothawui ~ SSD Leviathan ~ Besprechungsraum] ? Rogal Kasr, Delak Niriz, Inyri Tavira

____________________________________________________

Sith Warrior Rogal Kasr

Die Tiefe, der Wahn,
Die Kälte der Lügen,
Die Trauer und Tränen,
Und all dieser Hass!
 
[Weltraum vor Bothawui, SSD Leviathan, Besprechungsraum]- Hochadmiral Delak Niriz, Line Captain Inyri Tavira, Rogal Kasr

Hochadmiral Delak Niriz gefiel sich in seiner Rolle des über den Dingen stehenden Gönners, um den sich die Bittsteller rankten, welche ihr bestes tun mussten, um seinen Erwartungen zu entsprechen und ihn dazu zu bewegen, ihnen entgegenzukommen. Selbstverständlich war es töricht, einen Sith ? noch dazu einen hoch im Rang stehenden ? als bloßen Bittsteller abzuqualifizieren, doch dieser würde es nicht wagen, bei kleinen Bosheiten des Offiziers die Hand gegen ihn zu erheben ? es sei denn vielleicht, er sah seinen Auftrag als ohnehin gescheitert an. In diesem Fall würde er die Leviathan zwar nicht lebend verlassen, doch Niriz war sich nicht sicher, ob all jene unsichtbaren Verteidigungseinrichtungen, die er in seinen persönlichen Audienzraum hatte installieren lasen, ihn tatsächlich vor der Wut eines Sith schützen konnten. Er war wenig geneigt, dies herauszufinden?

?Das Ansinnen Eures Meisters ist vernünftig, Gesandter??, gestand der Admiral dem Sith schließlich zu. Welche Ironie, dass seine vom Schicksal gezeichneten Züge in ihrer durch künstliche Ersatzteile geprägten Erscheinung so sehr denen jenes Sith ähnelten, den Menari und seine Verbündeten (oder Lakaien) zu vernichten trachteten?

?Doch wenn Kratas erst eliminiert ist, wird er jemanden benötigen, der das Kommando über die imperialen Streitkräfte übernimmt und sie zum Sieg über den republikanischen Abschaum führt. Mein Preis ist dieser Posten? abgesehen von dem Vorrecht, das Schicksal dieses Narren Kratas zu besiegeln, sollte er nicht das Glück haben, in der Schlacht zu sterben, die sich zweifelsohne ereilen wird. Dann wird es wieder einen rechtmäßigen Großadmiral im Imperium geben? doch er wird nicht Kratas heißen.?

Die menschliche Hälfte seines Gesichts klaffte zu einem Grinsen auf, welches ob der mangelnden Reaktion der kybernetischen Komponenten von den meisten seiner Untergebenen als abscheulich, zumindest aber einschüchternd eingeschätzt wurde. Natürlich waren die beiden Personen, die sich mit ihm im Raum befanden, mit derlei kaum zu beeindrucken? letztendlich spielte das auch keine Rolle. Ihre Interessen verliefen parallel, so viel genügte für den Moment.

?Wenn er mir dies gewährt, verfügt Euer Meister über dieses Schiff, etliche schwere Schlachtschiffe, hunderte kleinere Einheiten, Tausende Jäger und Hunderttausende Soldaten. Mehr als genug, um einen wohl geplanten Staatsstreich oder was auch immer in seinem Interesse liegt zu unterstützen und die erbärmlichen Söldner, die Allegious um sich gescharrt hat, zu vernichten.?

Die groteske Fratze des Hochadmirals beugte sich ein Stück weit vor.

?Akzeptiert und empfangt den baldigen Sieg Eures Meisters.?

[Weltraum vor Bothawui, SSD Leviathan, Besprechungsraum]- Hochadmiral Delak Niriz, Line Captain Inyri Tavira, Rogal Kasr
 
[Weltraum vor Bothawui ~ SSD Leviathan ~ Besprechungsraum] – Rogal Kasr, Delak Niriz, Inyri Tavira

Die Forderung die Niriz stellte war ihm von seinem Meister bereits nahe gelegt worden und dieser hatte, was Rogal selbst überrascht hatte, ihm klar und deutlich gesagt, das sich jener Offizier des Gesuchs der Kommandantur über die imperialen Streitkräfte nicht zu scheuen brauchte, da er ihm diese Gewähren würde. Was in tiefer gehenden Regionen der Gedanken des Chiss damit angefangen wurde, konnte er selbstverständlich nicht sagen, aber fest stand, würde sein Meister siegen und mit der Hilfe Niriz würde dies unausweichlich werden.

„Sollte er überleben, werde ich Kratas eigenhändig an euch übergeben, Hochadmiral.“

Versicherte der ewig grimmig aussehende Sith Warrior und neigte leicht seinen Kopf. Vereinzelt rutschten beim aufrichten die nach vorn geratenen Strähnen seines glatten, dunkelbraunen Haars wieder nach hinten über seine Schultern zurück. Noch immer Niriz Blick und dem leuchten seines künstlichen Auges standhaltend, lauschte er den folgenden Worten. Die Macht meinte es gut mit ihnen. Bald schon würden sie einen Sturm entfesseln können, der die Schwachen vertreiben würde und die Starken zurück an die Spitze brachte.

„Wir akzeptieren. Lord Menari hat mir versichert, das dies das mindeste wäre, was er für jenen Offizier tun könne, der gegen Schwäche und Verfall vorgeht und mit ihm die Vision eines starken, mächtigen Imperiums teile. Sobald mein Meister den Thron erklommen hat, wird euch die Zeremonie zu eurer Ernennung erwarten.“

Wieder verneigte sich der Warrior leicht, verharrte jedoch einen Moment länger als zuvor in gebeugter Position. Verdeutlichend, das hier gerade ein Handel getroffen wurde. Ein Handel, der dem Imperium und den Sith zu neuem Ruhm gereichen würde…

[Weltraum vor Bothawui ~ SSD Leviathan ~ Besprechungsraum] – Rogal Kasr, Delak Niriz, Inyri Tavira

____________________________________________________

Sith Warrior Rogal Kasr

Die Tiefe, der Wahn,
Die Kälte der Lügen,
Die Trauer und Tränen,
Und all dieser Hass!
 
[Weltraum vor Bothawui, SSD Leviathan, Besprechungsraum]- Hochadmiral Delak Niriz, Line Captain Inyri Tavira, Rogal Kasr

Dann war er also beschlossen ? der Hochverrat, wie einige ihn nennen mochten, obschon Niriz mit seiner Einwilligung das Imperium nicht verriet. Nicht einmal einen Imperator ? denn es gab keinen, bis seine Truppen Janem Menari auf den Thron gesetzt und die Neue Ordnung vor ihrem Untergang bewahrt hatten. Später würde man sich an dieses konspirative Treffen nur noch in Fußnoten erinnern, als Auftakt einer lange währenden Ära des imperialen Glanzes und der Unterwerfung aller Feinde, die ob der Situation des Ordens noch wagten, Hoffnung zu schöpfen.

?Die Fügung meint es gut mit Euch, Gesandter. Nicht nur hat sie Euch auf die rechte Seite geführt, sie lässt Euch auch Zeuge des Neuanfangs werden. Schon bald wird Eurer Meister auf dem Thron des Imperiums sitzen ? und dann können wir unsere Aufmerksamkeit jenen zuwenden, die sich als Profiteure der eklatanten Schwäche Kratas? erwiesen hätten.?

Im Verlauf der Worte des Hochadmirals war Tavira von ihm nur am Rande registriert tiefer in die Schatten des Besprechungsraumes getreten und hatte augenscheinlich ihr Comlink bemüht, durch dessen Mikrofon sie offenbar mit jemandem ? vermutlich einem Untergebenen ? kommunizierte. Diese Unterhaltung jedoch währte nicht lange ? schon kurz nach Niriz? letztem Wort trat sie wieder hervor und suchte den Blick des Hochadmirals. Ihre Augen verrieten nichts von den Dingen, die sie ihm zu sagen hatte.

?Die Brücke hat einen Kontaktversuch über Holonetz an Sie aufgefangen?, informierte sie ihn mit ihrer typischerweise kühl und beherrscht klingenden Stimme.

?Moff Essada.?

Essada also. Wie der Sith-Lord vor ihm ein weiteres Bindeglied in der Kette zwischen Niriz und Menari, ein weiterer Diener des wahren Imperiums und der wahren Sith. Dieser Kontaktversuch des ranghohen Verwaltungsfunktionärs konnte indes nur eine Sache bedeuten ? es gab Informationen. Wichtige Informationen.

?Lassen Sie es hierher durchstellen?, befahl Niriz gelassen. Der Sith und Tavira würden im Raum verbleiben würden ? als Beweis des Vertrauens und in der Gewissheit, dass die Informationen des Moffs auf nichts anderes als eine baldige Einleitung ihrer Operationen hinauslaufen würden.
Tavira sprach erneut in ihr Comlink und wenig später erwachte der Holoprojektor an der Decke des Raumes zum Leben, um das flackernde Abbild eines Mannes in die Luft zu projizieren, dessen Züge in ihrer Durchsetzung mit mechanischen Komponenten sehr stark an Niriz erinnerten. Essada jedoch hatte beide Augen eingebüßt und war noch schlimmer zugerichtet als der Flottenoffizier, der das Holgramm mit einem dünnen Halblächeln begrüßte.


?Apwar, alter Freund. Was veranlasst dich zu einer derart direkten Kontaktaufnahme??

Das letzte, sondierende Treffen hatte zwischen Essada und Tavira unter Einhaltung strengster Vorsichtsmaßnahmen auf Corellia stattgefunden.

?Die Zeit des Versteckens ist vorbei, Delak?, antwortete der Moff mit verzerrter Stimme.

?Jetzt ist die Zeit gekommen, zuzuschlagen. Schnell und Erbarmungslos.?

Selbst das Hologramm konnte die Intensität der rot leuchtenden Droidenaugen des Anderen nicht abschwächen.

?Die Offiziere wurden nach Carida gerufen ? noch heute wird dort eine große Versammlung stattfinden. Es kann dafür nur einen Grund geben. Es ist soweit.?

?Dann ist es so?, erwiderte Niriz. Das Warten, die Ungewissheit ? vorbei. Die Entscheidung des Oberkommandos, Nereus Kratas zum Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte zu ernennen, ließ ihnen keine andere Wahl, als zu reagieren? und in Einverständnis mit Menari konnte es nur eine Reaktion geben. Schon bald würde das Imperium wieder einen Herrscher haben.

?Bereite deinen Anteil vor. Ich glaube, Imperator Menari wird einen neuen Großmoff für die Kernwelten benötigen??

Essada nickte, dann verblasste sein Hologramm und hinterließ nichts als Leere. Niriz hatte sich jedoch bereits wieder an Tavira gewandt.

?Die Brücke soll mich mit den Schiffen der Flotte verbinden.?

?Sehr wohl, Hochadmiral.?

Wieder kam die in den Besprechungsraum integrierte Holoanlage zum Einsatz, dieses Mal jedoch, um ausschließlich ein Bild Niriz? aufzuzeichnen und es an alle ihre Patrouilledienst verrichtenden Schiffe im Weltraum um Bothawui zu übertragen. Auf Anweisung der Kommunikationsoffiziere der Leviathan würden die entsprechenden Brückencrews dieses Bild an jeden Bildschirm ihrer Schiffe übertragen.
Niriz wartete auf das Zeichen Taviras, ehe er begann, zu sprechen:


?Soldaten des Imperiums? lange haben wir die Ereignisse auf Bastion mit Sorge beobachtet, die ausgingen vom Verschwinden unseres Imperators und den verräterischen Aktionen des Thronräubers Marrac?khars, der sich nun Allegious nennt. Lange mussten wir Zeugen sein, wie die Aktionen dieses verkommenen Geschöpfes uns lähmten, wie er den Abschaum der Galaxis ermutigte, sich am Glanz des Imperiums zu bedienen. Und lange mussten wir erdulden, dass der Oberbefehlshaber der Streitkräfte tatenlos zusah und sich weigerte, die Stärke des Imperiums zu beschützen. Doch die Tage des Zusehens und der Ohnmacht sind nun vorüber. Denn heute nehmen wir das Schicksal des Imperiums selbst in die Hand! Noch ist es nicht zu spät? noch ist die Republik zu schwach, ihrerseits Operationen gegen uns einzuleiten. Handeln wir also jetzt und vertreiben den illegitimen Falschimperator von Bastion! Und mit ihm alle, die durch ihre Tatenlosigkeit das Imperium verraten haben. Ich weiß, dass ich mich auf alle Soldaten verlassen kann, die treu zum Imperium stehen. Enttäuscht mich also nicht ? enttäuscht das Imperium nicht.?

Auf sein Zeichen stoppte die Aufzeichnung. Dies war das Signal ? jeder Kommandant eines jeden Schiffes dort draußen wusste nun, was er zu tun hatte. Sie alle waren handverlesen und ihm loyal ? und die meisten hatten es bereits missbilligt, als Kratas ihm vorgezogen und von Phollow als Oberbefehlshaber eingesetzt worden war. Nun würden sie alle Genugtuung erleben?

?Kontaktiert Euren Meister?, richtete Niriz das Wort an den Sith.

?Er soll mir einen Ort nennen, an dem er seine Flotte in Empfang nehmen will.?

[Weltraum vor Bothawui, SSD Leviathan, Besprechungsraum]- Hochadmiral Delak Niriz, Line Captain Inyri Tavira, Rogal Kasr
 
[Weltraum vor Bothawui ~ SSD Leviathan ~ Besprechungsraum] ? Rogal Kasr, Delak Niriz, Inyri Tavira

Niriz verschwendete wahrlich keine Zeit sondern begann direkt damit, seine Streitkräfte zu mobilisieren. Rogal lauschte aufmerksam, blickte den Mann, der bereit war ein ganzes Imperium zu hintergehen, herauszufordern, forschend an. Doch was maßte er sich an zu denken? Immerhin war dies kein Verrat im eigentlichen Sinne. Dies war Verrat zum besseren, nicht widerbesseren Wissens, sondern gerade weil man es besser wusste, weil man die Wahrheit erkannte und sah. Weil sich etwas tun musste. Etwas, das unausweichlich war und besser jetzt geschah, als das man noch Ewigkeiten wartete. Ein Wesenszug der ihm fest auf den Leib geschrieben war. Würde man Rogal nicht immer wieder Zügeln, oder ihm klare Anweisungen geben, wie er vorzugehen hatte, dann wäre er nicht mehr als ein ewig kämpfendes und ohne Raffinessevorgehendes Tier. Dessen war er sich bewusst, doch de Umstand das er gerade auf diesem Wege mehr und mehr Macht erlangte, war ihm Grund genug, nicht davon abzuweichen. Auch wenn er alterte, er würde es eines Tages schaffen und jetzt, da er einer der wenigen verbliebenen wahrhaftig Starken Mitstreiter an der Seite seines Lords, dem Overlord der Chiss, war, war dieser Tag, mit den in Gang gesetzten Ereignissen nicht mehr fern.

?Wie ihr befehlt.? Antwortete der Warrior und schickte sich an seinem Meister sogleich eine Botschaft zu überstellen, die diesen sehr wahrscheinlich mehr als erfreuen würde. Und so flimmerte wenig später, kurz nachdem die Bestätigung eines absolut sicheren Kanals und der Annahme des Kontaktversuchs, eine Holopraghie von Rogal irgendwo auf Byss über einem Projektor?

Holobotschaft an Lord Menari:

Mein Lord, ich habe mich, wie ihr befahlt, mit Hochadmiral Niriz getroffen und das abkommen geschlossen. Er war damit einverstanden uns seine Hilfe zuzusichern, wenn er, nachdem ihr den Thron erklommen habt, die Würde und den Rang des Großadmirals und Oberbefehlshabers der imperialen Streitkräfte verliehen bekommt. Zudem wünscht er, sollte Nereus Kratas überleben, diesen ausgeliefert zu bekommen. Das Abkommen steht, sämtliche Bedingungen sind abgehandelt und Hochadmiral Niriz wünscht, dass ihr ihm einen Treffpunkt nennt, an dem ihr seine Flotte in Empfang nehmen wollt, mein Lord.

Bis ihr euch meldet und wir uns wiedersehen, werde ich in der Nähe des Admirals verweilen. Solltet ihr mir keine anderen Befehle erteilen?

Lord Kasr, Ende.


Damit verneigte er sich und die aufgezeichnete Botschaft wurde verschickt. Nun blieb lediglich die Antwort abzuwarten. Und die würde, in Anbetracht der Brisanz dieses Themas, nicht allzu lange auf sich warten lassen?

[Weltraum vor Bothawui ~ SSD Leviathan ~ Besprechungsraum] ? Rogal Kasr, Delak Niriz, Inyri Tavira

____________________________________________________

Sith Warrior Rogal Kasr

Die Tiefe, der Wahn,
Die Kälte der Lügen,
Die Trauer und Tränen,
Und all dieser Hass!
 
Holobotschaft an Lord Kasr

Ihr habt mir eine Gute und wichtige Nachricht geschickt und ihr habt mir gleichzeitg gut gedient. Es wird nicht vergessen werden wenn dieser Krieg zu Ende ist, und dies wird nun sehr Bald der Fall sein. Teilt Admiral Niriz mit, dass ich ihn und seine Streitkräfte in 5 Standardtagen im Asteroidengürtel im Delastine System erwarte. Dort wo einst der Todestern zuschlug soll nun unsere vereinigte Flotte zum Sieg aufbrechen. Erwartet mich dort.

Lord Menari Ende
 
[Weltraum vor Bothawui, SSD Leviathan, Besprechungsraum]- Hochadmiral Delak Niriz, Line Captain Inyri Tavira, Rogal Kasr

Das Gesicht des Hochadmirals verzog sich zu einer unansehnlichen Grimasse, als der Sith-Gesandte ihm ihr nächstes Ziel offenbarte, wie es ihm in der empfangenen Nachricht seines Meisters beschrieben worden war.

“Delastine also…“

Die Stimme des Hochadmirals war kaum mehr als ein unheilvolles Flüstern.

“Euer Meister wird noch gute Erinnerungen an dieses System haben, Lord Kasr. Damals starb dort nur ein Planet – jetzt wird dort das Sterben einer ganzen Fraktion aus Verrätern eingeleitet…“

Das rot glühende Droidenauge des verunstalteten Offiziers begegnete dem ungebrochenen, violetten Starren der Augen Taviras.

“Bereiten Sie die Flotte für einen Hyperraumsprung nach Delastine vor… ich will keine Zeit mehr verlieren.“

Seine Untergebene neigte in angemessener Ehrerbietung den Kopf.

„Wie Sie befehlen, Hochadmiral.“

Ein kaum also solches zu erkennendes Lächeln zupfte kurz an den dämonischen Zügen des zukünftigen Oberbefehlshabers der Streitkräfte des wahren Imperators Janem Menari, ehe er sich selbst aus seinem Formsessel erhob und seinem Gast mit einer leicht klobigen Geste bedeutete, ihm zu folgen.

“Begleitet mich auf die Brücke, Lord Kasr. Ich zeige Euch die Flotte, die Eurem Meister seinen Sieg garantieren wird.“

Vom persönlichen Besprechungsraum des Hochadmirals war es nur ein kurzer Weg bis hin zur Brücke des gigantischen Sternzerstörers. Dort nahm niemand Notiz vom auftauchen des ranghöchsten Offiziers der Flotte, seiner rechten Hand und des Sith – genau so, wie Niriz es stets bevorzugte. Nichts durfte den effizienten Arbeitsablauf an Bord seines Flaggschiffes stören. Erst recht keine unnötigen Eitelkeiten.
Der Hochadmiral führte seinen Gast an das vordere Panoramafenster der Brücke seiner Leivathan, während Tavira im Hintergrund damit begann, den gemeinsamen Hyperraumsprung der Flotte zu koordinieren. Über dem an sich bereits beeindruckenden Horizont des scheinbar endlosen Supersternzerstörers schwebten die übrigen Einheiten der Besatzungsflotte von Bothawui, stolze Sternzerstörer der Imperial-Klasse, schwere Kreuzer, Fregatten, Korvetten… und sie alle erwarteten die Befehle des Mannes, der Kasr mit einer gewissen Portion Genugtuung musterte. Mit dieser Flotte konnte er Dinge vollbringen, die jedem Sith – selbst Menari und Allegious – für immer verwährt bleiben würden. Der Narr Kratas hatte nie begriffen, welch unglaubliche Macht das Amt des Oberbefehlshabers der Streitkräfte implizierte…


“Seht die Zukunft, Lord Kasr… die Zukunft des Imperiums Eures Meisters.“

Wenig später hatte die Armada Bothawui hinter sich gelassen…

[Hyperraum, SSD Leviathan, Brücke]- Hochadmiral Delak Niriz, Darth Kasr, Inyri Tavira, Besatzung
 
Im Anflug auf Bothawui - Imperiales Versorgungsschiff - Frachtraum - (Cal,) Kestrel, Brianna

Es dauerte nicht mehr lange, bis der Frachter mit einem Ruck aufsetzte. Brianna kauerte am Rande der Ladeluke versteckt hinter den Hydraulikzylindern, die dazu dienten, sie zu öffnen, und wartete, mit Kestrel und dem Gepäck auf ihren trainierten Schultern. Schließlich war es soweit und die Luke öffnete sich mit einem Zischen. Der Anblick, der sich der jungen Echani bot, war ein relativ erfreulicher: auch wenn es von der Flugdauer her schon fast klar war, es handelte sich offensichtlich nicht um Korriban, sondern um einen wesentlich saubereren Planeten mit gemäßigterem Klima. Wichtiger noch: außer den obligatorischen Raumhafendroiden war auf den ersten Blick niemand zu sehen. Das war besser als erwartet, und infolgedessen hieß es, keine Zeit zu verlieren, solange es noch so blieb.

"Los!"

Raunte sie Cal zu, der hinter ihr wartete, und sprang nach draußen. Instinktiv suchte die Padawan zuerst unter der Laderampe Deckung, um sich erst einmal kurz orientieren zu können., und stellte fest, dass sie sich in einer rechteckigen Landebucht befanden, nicht viel größer als der Frachter. Direkt vor ihnen befand sich ein breiter Ausgang; der Frachter war gezielt so abgestellt worden, um möglichst einfach be- und entladen werden zu können. Auf der anderen Seite des Schiffes sah sie einen etwa anderthalb Meter großen pelzigen Humanoiden in einer Art Hafenmeisteruniform mit einem Datenpad. Er passte zu Briannas Vorstellung von einem Bothaner. Sie hatte eine solche Spezies schon einmal gesehen (auf Nar Shaddaa begegnete man früher oder später Angehörigen von praktisch jeder Spezies) und etwas in der Art vermutet, nun war sie sich sicher. Da stand ein Bothaner, und sie waren auf Bothawui. Hinter dem Bothaner war eine kleine Tür, die wahrscheinlich zu Wartungszwecken diente und bestimmt verschlossen war. Sie fragte sich, ob der Planet eine starke imperiale Garnision haben würde, glaubte aber, sich vage an irgendwelche Werften zu erinnern. Für gewöhnlich interessierte sie sich nicht sehr für diese Dinge.

Es war auch nicht der richtige Zeitpunkt, um lange nachzudenken. Sie pirschte sich schnell zur Wand an der Ausgangsseite, vom Bothan weg, schlug dabei aber einen Haken, so dass sie möglichst auch nicht von diesem Durchgang her gesehen werden konnten, für den Fall, dass dort jemand auf sie wartete. Kestrel war zwar der Ansicht, dass man auf Kashyyyk nach ihnen suchte, doch zweifellos hatte das Imperium genug Mittel, um mehr als einen Ansatz zu verfolgen. Es erschien daher ratsam, möglichst ungesehen aus der Nähe des Frachtschiffs zu verschwinden, und deshalb war es auch keine gute Idee, geradewegs Richtung Ausgang zu spazieren. Die junge Weißhaarige entschied, den Weg zuerst etwas auszukundschaften und ihre Begleiter hinter der Deckung eines Lastenhebers zurückzulassen. Langsam schlich sie sich bis zum Eck heran und lauschte.

Stimmen. Sie hörte Stimmen, ein wenig dumpf, und ziemlich leise. Brianna hielt den Atem an und versuchte zu verstehen, was sie sagten. Ihr Herz klopfte. Sie glaubte, unter den Worten "Jedi" verstanden zu haben! Die Echani ging in die Hocke und spähte mit allergrößter Vorsicht um die Ecke. Sie sah eine Viererpatrouille Sturmtruppen. Sie waren zwar noch ein Stück entfernt und unterhielten sich mit einem weiteren uniformierten Bothan, aber eben waren sie noch nicht dagewesen. Sie musste gerade erst gekommen sein. Dahinter, noch weiter entfernt, stand eine weitere Patrouille und hielt Ausschau. Hinter ihr begannen die Droiden, den Frachter zu entladen. Ihr ehemaliges Versteck im Laderaum würde bald keins mehr sein, selbst wenn sie dorthin zurück wollten und überhaupt ungesehen zurück könnten. In dem Durchgang saßen sie zu sehr auf dem Präsentierteller für die Sturmtruppen. Es gab also nur eine Möglichkeit, die Hintertür mit dem Bothan. Auf leisen Sohlen lief sie zu Kestrel zurück.

"Imperiale Soldaten!"

Zischte sie ihrer Freundin und Cal zu.

"Sie können jeden Moment kommen!"

Raumhafen von Drev'starn, Landebucht - (Cal,) Kestrel, Brianna
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Anflug auf Bothawui - Imperiales Versorgungsschiff - Frachtraum - (Cal,) Kestrel, Brianna

Kestrel spürte die Aufregung ihrer Freundin. Die Angst um sie. Die junge Ritterin war auf sich selbst sauer, dass sie ausgerechnet jetzt, es ihrer Freundin noch schwerer machen musste, doch sie wusste selbst nicht, was sie hatte. Brianna erklärte ihr, dass ihr schon die ganzen Tage aufgefallen war, dass mit ihr etwas nicht stimmte und Kestrel hatte wieder das Gefühl, dass sich ihre Freundin dafür Vorwürfe machte, dass sie nicht wusste, was sie hatte. Brianna stellte dann auch noch fest, als sie sie berührte, dass sie hohes Fieber hatte und Kestrel seufzte leise.

„Wunderbar... . Ich weiß selbst nicht was ich habe, Brianna. Mach dir keine Vorwürfe. Ich weiß es selbst nicht. Wir haben doch nix schlechtes gegessen? Dir geht’s doch auch gut. Wir haben immer das Gleiche gegessen und waren die ganze Zeit zusammen. Viren oder Bakterien können es auch schlecht sein. Es muss also noch etwas mit Ranik zu tun haben. Spätfolgen vom Kampf, Folter...ich weiß es nicht... .“

Meinte Kestrel und klang dabei selbst ziemlich besorgt. Brianna versuchte unterdessen in ihr die Ursache zu finden, doch plötzlich ruckte das Schiff und ihre Freundin schimpfte, dass diese Landung gerade ein sehr schlechter Zeitpunkt war. Dem konnte Kestrel nur zustimmen. Ihre Freundin packte schnell ihre Sachen zusammen, besonders ihren Proviant, denn sie konnten ja nicht wissen, wann sie das nächste Mal wieder an Essen und Trinken herankommen würden. Danach hob sie sie hoch und weckte Cal, der nun zum Glück wieder selber laufen konnte und Brianna somit nur sie zu tragen hatte. Die junge Jedi fühlte sich ziemlich unwohl dabei, dass sie ihrer Freundin immer mehr Schwierigkeiten bereitete, doch was konnte sie schon dafür?

Sie versteckten sie direkt neben der Ladeluke und Brianna passte den richtigen Moment ab, um das Schiff zu verlassen. Kestrel war erleichtert, als sich ihre Vermutung bestätigte, dass sie auf Bothawui gelandet waren und im ersten Moment niemand bedrohliches zu sehen war.

Brianna rannte schnellen Schrittes aus dem Schiff und setzte sie hinter einem Lastenheber ab. Kestrel tat die frische Luft gut, denn sie war viel sauberer und frischer als die auf Korriban , vor allem war es hier auch nicht so enorm heiß.
Brianna schlich sich dann vor zur Ecke, wo sich der Ausgang der Landebucht befand. Kestrel sah sich unterdessen etwas um, auch wenn sie nicht genau alles erkennen konnte und ihr Kopf ständig hämmerte. Sie entdeckte einen Bothaner in Uniform, der etwas auf dem Datapad eingab. Vielleicht, ob alle Kisten sachgemäß wieder eingetroffen waren.

Schließlich kam Brianna wieder zurück und wirkte ziemlich angespannt, was Kestrel nichts gutes ahnen ließ. So war es dann auch. Imperiale Soldaten waren also hier und würden wohl bald hier sein. Die Ritterin sah Brianna für einen Moment erschrocken an.

„Na klasse. Anscheinend war ich doch ein bisschen zu naiv zu glauben, dass sie nur Kashyyyk so stark unter die Mangel nehmen.“

Meinte Kestrel verärgert und sah sich hektisch um.

„Das heißt, aus dem Hauptausgang können wir nicht? Wie viele sind es denn?“

Fragte sie hektisch und wusste, dass sie unbedingt etwas tun musste, doch was? Ihre kräfte waren am Ende, sie konnte nicht einmal stehen! Sie hatten mal wieder viel zu viel Pech.
Brianna verkündete dann, dass der Hauptausgang zu gefährlich war, da zu viele Imperiale Truppen dort lauerten.

Hektisch sah Kestrel sich weiter um und entdeckte die Tür hinter dem Bothaner.


„Siehst du die Tür, Brianna? Das ist wohl unsere einzige Chance. Ich könnte versuchen mit der Macht einige gestapelte Kisten an Board umkippen zu lassen. Das macht riesen Krach, besonders diese schweren aus Durastahl, die dazwischen standen. Vielleicht bekommen wir ihn dabei von der Tür weg, weil er nachsehen will. Wenn die Imperialen das allerdings hören, könnten sie uns unterdessen sehen oder sie stürmen auch ins Schiff, weil sie glauben, wir würden den Krach dadrin veranstalten, da wir uns wehren oder was auch immer.“


Meinte Kestrel und atmete tief durch, da sie sich furchtbar fühlte, doch sie versuchte sich zusammenzureißen.

„Wir müssen näher zur Tür, Brianna. Dann sind wir schneller, als wenn wir erst loslaufen, wenn er im Schiff ist und die Imperialen vielleicht schon am Ausgang stehen. Somit sind wir auch verdeckter, weil das Schiff die Sicht zur Tür etwas blockiert. So könnten wir es schaffen. Ich hoffe, die Tür ist offen oder einfach verriegelt, so könnte ich sie vielleicht noch mit der Macht öffnen.“


Brianna nickte und hob sie wieder hoch und trug sie leise und geschickt unauffällig durch einige Kistenstapel, die sie gut verdeckten und einigen abgestellten Fahrzeugen, bis sie relativ dicht bei der Tür waren und sich hinter einem Müllcontainer versteckten.

„Okay, ich fang dann an. Sobald er weit genug von uns weg ist, rennen wir los, ok? Am besten du behälst mich gleich auf dem Rücken.“

Sagte Kestrel und schloss ihre Augen, denn sie brauchte mehr Konzentration als sonst, da hr Körper enorm geschwächt war und zudem ihr Fieber und ihre dazugehörigen Kopfschmerzen, sie stark belasteten.
Sie ertastete mit der Macht das Schiff und suchte dann nach dem Lagerraum, in dem sie gewesen waren. Sie sah vor ihrem inneren Auge die Kisten, die nach und nach herausgeholt wurden und fand schließlich einige Stapel, die aus massiven Kisten gebaut waren. Sie fühlte die Kräfte, die auf die Kisten einwirkten, damit sie nicht umkippten und versuchte das Gleichgewicht zu stören, indem sie die mittleren Kisten einfach herausriss. Es war ihr dabei egal, ob diese "Zauberei" jemand sah. Es war umso besser, denn so dachten sie vielleicht, dass sie noch an Board waren und von dort aus die Macht benutzten. Mit einem lauten Scheppern krachten die Kisten ineinander und einige purzelten sogar die Landeluke herunter. Es war wirklich auf der ganzen Landebucht zu hören. Leider fast schon zu laut, dass Kestrel befürchtete, dass die Imperialen es sicher gehört hatten.

Zubindest reagierte der Bothaner so, wie sie es sich erhofft hatte und steckte sofort ärgerlich sein Datapad weg und ging mit schnellen Schritten und wütender Miene zu der Ladeluke und brüllte die Arbeiter und Droiden an, was da los wäre. Noch waren keine Imperialen am Hauptausgang, gegenüber von ihnen, zu sehen. Immerhin würde das Schiff ihnen auch etwas die Sicht nehmen, die Tür richtig im Auge zu haben.

„Jetzt , Brianna!“

Zischte Kestrel ihr zu und sie alle rannten los und erreichten, wie erwartet eine verschlossene Tür. Vergeblich rüttelte Brianna daran.

„Warte! Ich versuchs... .“

Meinte Kestrel und schloss wieder die Augen und nahm ihre ganze Konzentration, ignorierte die Panik in ihr, jeden Moment erwischt zu werden und die Angst, dass dieser Weg nur eine Sackgasse wäre. Sie taste mit der Macht nach dem Schloss und sie hatten Glück. Es war in der Tat ein einfaches Schloss und Kestrel knackte schnell das mechanische Schloss, so dass ein deutliches Klicken zu hören war.

Erschöpft öffnete die schweißgebadete Kestrel wieder die Augen.


„Los jetzt!“

Raunte sie und hoffte, dass die Macht mit ihnen war, doch in dem Moment hörten sie schon die Stimmen der Imperialen Sturmtruppen und Blasterschüsse waren zu hören, welche sie aber nicht trafen. Da sie an dem Schiff abprallten, welches zwischen ihnen stand.

Raumhafen von Drev'starn, Landebucht - (Cal,) Kestrel, Brianna
 
Zuletzt bearbeitet:
Raumhafen von Drev'starn, Landebucht - (Cal,) Kestrel, Brianna

Brianna betrachtete ihre am Boden sitzende, an die Wand gelehnte Mentorin. SIe erinnerte sich nicht daran, sich jemals so schwach gefühlt zu haben wie sie in diesem Moment - nicht einmal nach dem Hitzschlag auf Korriban. Kestrel hatte gesagt, sie müsse sich keine Vorwürfe deswegen machen; die Padawan war sich hierbei nicht sicher. Sie hatte offenbar bei dem Versuch, die Jedi von dem zu kurieren, was nach Ausschluss der meisten übrigen Möglichkeiten wohl eine Folge von Raniks Folter sein musste, versagt. Sie hatte es nicht einmal gesehen, und daher hatten sich die anfänglichen Fortschritte schließlich wieder ins Gegenteil verkehrt. Es schien ihr schon fast wieder so schlecht zu gehen wie unmittelbar nach dem Kampf. Trotzdem hieß dies nicht automatisch, dass die Echani sich Vorwürfe machen müsste. Vielleicht war es einfach zuviel für sie, besonders in ihrem Zustand, sie spürte doch selbst, wie sehr ihr die lange Gefangenschaft zugesetzt hatte. Und vielleicht ginge es ihrer Freundin ohne sie noch viel schlechter.

Doch im Moment zählte nur, dass Kestrel ihr nicht helfen konnte, falls es zu einem Kampf käme. Dass sie - so ungern Brianna diesen Gedanken formulierte - eine Belastung darstellte. Eine Last zwar, die sie gerne zu tragen bereit war, von der sie jedoch nicht wusste, ob sie sie bis zum Ende aushalten konnte.

Die Jedi ärgerte sich darüber, dass sie angenommen hatte, nur auf Kashyyyk würde nach ihnen gesucht, und fragte nach, ob das hieß, dass sie nicht zum Hauptausgang hinaus konnten.

"Wahrscheinlich hattest du auch recht, dass sie uns zuerst nur auf Kashyyyk erwarteten. Doch bedenke, inzwischen sind Tage vergangen, und sie haben uns dort logischerweise nicht gefunden."

Die Sportlerin zuckte mit den Schultern. Es spielte jetzt keine Rolle mehr, was sinnvoller gewesen wäre, dass Kestrels Zustand sich so verschlechtern würde, hatte schließlich keiner geahnt.

"Vier Soldaten in der Nähe, eine weitere Patrouille von acht weiter hinten. Zuviele für mich allein mit zwei Leuten, auf die ich aufzupassen habe:"

Antwortete sie. Die Ritterin schlug ein Ablenkungsmanöver vor, um durch die Hintertür hinaus zu gelangen. Obwohl Brianna ein bisschen skeptisch war, ob sie dazu noch in der Lage wäre (sie selbst hätte es nicht auf die Schnelle gekonnt), willigte sie ein. Letztendlich vertraute sie doch ihrer Freundin, und ihrem Urteil

Sie folgte den Anweisungen der Jedi und begab sich zur Hintertür, als sie es sagte, hinter einige Stapel mit Kisten, damit der Bothan sie nicht sehen konnte. Dann gab es das geplante Getöse, als die Metallkisten im Frachtraum umpurzelten, und der Hafenoffizier verschwand. Auf Kommando rannte sie los, zu der Hintertür. Es war eine schlichte Schwenktür aus Durastahlblech, mit einem Knauf und einer kleinen Zugangskonsole daneben, doch wie schon fast befürchtet, war sie verschlossen. Von hinten waren Schritte zu hören. Der Krach hatte die Sturmtruppen alarmiert.

"Sie kommen. Sie kommen, um uns zu holen."

Jammerte Brianna leise. Um ein Haar hätte die kräftige Echani kurzerhand die Tür eingetreten, doch Kestrel hielt sie davon ab, und die Jedi war tatsächlich in der Lage, sie mithilfe der Macht zu knacken. Die Weißhaarige freute sich, dass die Jedi immer noch ihren Teil zur Flucht beitragen konnte, auch wenn sie jetzt schwitzte und erst recht erschöpft war. Doch trotzdem, sie waren noch nicht verloren.

"Gut! Nichts wie weg hier! Beeil dich, Cal!"

Zischte die junge Frau, stieß die Tür auf und rannte voraus, durch dunkle Gänge, die übersäht waren mit Leitungen aller Art. An den Wänden standen diverse Schaltkästen und andere Dinge, die Brianna nicht erkannte. Sie musste sich konstant umsehen, denn Cal war sehr langsam, und sie musste immer wieder auf ihn warten. Alleine hätte sie den Soldaten davonlaufen können, selbst mit Kestrel auf den Schultern, da die Rüstung diese genauso aufhielt. Es war feige, so eine Rüstung zu tragen, fand Brianna, und dumm. Immerhin konnten sie nur bestimmte Arten von Blaster abhalten, und man behalf sich damit, alle anderen für illegal zu erklären. Vibromesser mochten leicht davon abgleiten, aber ein harter Schlag oder Tritt einer Kampfsportlerin wie ihr würde weitgehend hindurchgehen, dafür war das Material zu biegsam. Konsequenterweise war der Echani-Sport ebenfalls in einigen Systemen verboten...

Die Gänge verzweigten sich gelegentlich, und mit etwas Glück sorgte es dafür, dass die imperialen Truppen sich aufteilen müssten. Mit allen auf einmal konnte Brianna es schließlich doch nicht aufnehmen. Sie dachte gerade darüber nach, wohin sie am besten gehen sollten, um sie los zu werden, ob es sich lohnte, eine der Seitentüren zu versuchen, als ein Blasterschuss um die Ecke und knapp am zurückhängenden Cal vorbei in einer Wand einschlug. Sie holten sie ein!

"Hier hinein!

Raunte sie ihm zu und deutete auf ein Eck hinter einem großen Schaltschrank. Die Echani setzte Kestrel ebenfalls ab und wartete vor ihnen auf die Soldaten. Der rechte von ihnen war auf sie gefasst und aufmerksam. Er drehte sich ihnen fast automatisch zu, fast hätte er mit dem Blaster auf Brianna gezielt, doch die Echani war einfach rasend schnell. Mit ihrer linken fasste sie seinen rechten, den Blasterarm, und drückte ihn über Kopf und Schulter nach hinten und zwang ihn so in die Knie. Er versuchte zwar sich zu wehren, doch er hatte nicht die geringste Chance gegen die Echani. Selbst wenn sie keinen effektiven Hebelgriff eingesetzt hätte, hätte sie ihn ohne Schwierigkeiten mit schierer Muskelkraft in der Position halten können. Der zweite lief an ihm vorbei und stand zu Briannas rechter Seite. Er erhob ebenfalls seine Waffe, doch bevor er zielen konnte, traf ihn die Padawan mit einem harter Tritt ihres linken Beines mit solcher Gewalt im Solarplexus, dass die Brustplatte seiner Rüstung einen Sprung bekam und Rippen brachen; er war bewusstlos, bevor er an der gegenüberliegenden Wand aufschlug.

Vom Zurückziehen ihres Beines ging sie direkt in einen senkrechten Tritt über, der das Schienbein des ersten Soldaten von hinten traf und diesen entgültig zu Fall brachte; im Fallen rammte sie ihm den Ellenbogen des Arms, mit dem sie ihn gehalten hatte, gegen den Schädel. Die Weißhaarige grinste, als die die beide betrachtete. Sie lebte für den unbewaffneten Nahkampf, und nichts machte ihr mehr Spaß als dies.

Zwei weitere Soldaten kamen. Brianna empfing den ersten der beiden mit einem Kreisbogentritt von rechts gegen seine Schläfe, dann packte sie seinen erschlafften Körper und warf ihn auf auf den zweiten. Mit einer schnellen Drehung nach links um die eigene Achse schlug sie ihm zuerst ihre linke Handkante gegen den Schädel und dann ihre rechte Faust frontal gegen die Nasenwurzel. Innerhalb von Sekunden hatte sie alle vier Soldaten durch ihre enorme Schnelligkeit und Schlagkraft erledigt, doch leider hatte sie keine Zeit, den Sieg zu genießen.

"Schnell, wir müssen weiter! Es wird nicht lange dauern, bis sich jemand wundert, wo sie abgeblieben sind. Wir müssen unseren Vorsprung nutzen, solange wir ihn noch haben."

Ermahnte sie ihre Gefährten, hob sich das Leichtgewicht Kestrel wieder auf die Schulter und rannte weiter. Es war an der Zeit, dass sie irgendeine Möglichkeit fanden, ihnen zu entwischen. Brianna versuchte die erste Türe auf der linken Seite. Es stellte sich heraus, dass sie zu einer leeren Landebucht führte - nicht das, was sie sich vorgestellt hatte. Es machte keinen Sinn, im Kreis durch den Raumhafen zu laufen. Die Echani lief weiter und ließ die Türe bewusst offen. Hinter der nächsten Tür verbarg sich eine weitere Landebucht, in der ein corellianischer YT-2000 abgestellt war. Davor unterhielten sich zwei Männer.

"... aber wir müssen zusehen, dass uns das Imperium nicht erwischt."

Schnappte sie auf. Welch ein Zufall! Natürlich war es nicht gesagt, dass Feinde ihrer Feinde (sie nahm jedenfalls an, dass sie es waren) auch ihre Freunde waren, doch es schien einen Versuch wert zu sein. Falls es nicht klappte, waren es schließlich nur zwei, die sie überwältigen musste. Brianna schloss die Tür hinter sich und eilte auf die beiden zu. Sie hatte kein schlechtes Gefühl bei ihnen.

"Hilfe! Bitte! Ihr müsst uns helfen! Wir werden auf Bothawui unschuldig verfolgt und müssen dringend weg von hier."

Fragte die Echani und machte dazu große flehentliche Rehaugen. Kestrel setzte sie ab und hielt sie fest, damit sie aufrecht stehen blieb.

Raumhafen von Drev'starn, YT-2000-Landebucht - (Cal,) Kestrel, Brianna
 
Raumhafen von Drev'starn, Landebucht - (Cal,) Kestrel, Brianna

Schnell verschwanden sie alle hinter der Tür und fanden dunkle Gänge vor mit sig Schaltkästen und Kabeln. Teilweise schon etwas unheimlich. Brianna versuchte ihre Verfolger abzuhängen, was ihr auch ganz gut gelang, doch die scheinbare Stille wurde schnell durch einen Blasterschuss zerstört, welcher Cal fast getroffen hätte. Kestrel hatte sich ziemlich erschrocken und war daher auf Brianna’s Rücken etwas zusammengezuckt. Schnell reagierte die Echani und setzte sie in einer sicheren Ecke ab und scheuchte dort auch Cal hinein. Von dort aus konnten sie durch eine Lücke hinter dem Schaltschrank beobachten, wie Brianna mit den imperialen Truppen fertig wurde. Liebend gerne hätte Kestrel ihr geholfen, doch das ging beim besten Willen nicht. Doch anscheinend kam Brianna alleine ganz gut klar. Sie kämpfte mit einer optischen Leichtigkeit gegen die Bewaffneten Männer und gebrauchte dabei selbst nicht einmal eine. Kestrel war beeindruckt, denn sie kämpfte wirklich gut. Noch nie hatte sie es so gesehen, denn die letzten male hatten sie immer gegen Kira gekämpft und diese Kämpfe haben oft anders ausgesehen, da die Sith mit ihrer macht natürlich oft im Vorteil war. Langsam konnte Kestrel ihre Freundin verstehen, warum sie oft nach solch einem Kampf mit einer Sith so niedergeschlagen war. Sie konnte wirklich gut kämpfen und es war wirklich beeindruckend.

Schließlich waren sie alle Ko geschlagen und Brianna kam zu ihnen zurück und hob sie hoch.

„Sehr gut gekämpft, Brianna. Du bist echt ne harte Nuss für sie gewesen.“

Lobte Kestrel ihre Freundin mit einem anerkennendem Lächeln.

Doch Brianna hörte es nicht oder nur nahm es nur halb wahr, denn sie ermahnte sie, dass sie schnell weiter müssten, denn die Gefahr war noch lange nicht gebannt, denn schnell könnten weitere Truppen hier eintreffen.

Kestrel nickte und schon ging es weiter und sie suchten zunächst vergeblich nach einer weiteren Landebucht, doch die erste war leer, was ihnen nicht wirklich etwas brachte, doch schon bei der Nächsten schienen sie Glück zu haben.

Ein corellianischer YT-2000 stand in der Landebucht und davor unterhielten sich zwei Männer, was Kestrel nicht ganz verstehen konnte, da ihre Ohren leicht durch ihr Fieber rauschten. Brianna schien ihnen jedoch zu vertrauen und sprach sie sofort an und bat um Hilfe. Dabei stellte sie Kestrel neben sich auf die Füße und stützte sie. Es war dennoch sehr anstrengend für sie so zu stehen und tat auch teilweise ziemlich weh durch ihr verletztes Bein, doch riss sie sich zusammen.


„Bitte, nehmt uns mit! Wir machen euch auch keine Probleme.“

Sagte Kestrel und dachte darüber nach, bei ihnen einen Geistestrick anzuwenden, doch verwarf schnell den Gedanken, da sie spürte, dass sie nicht zu den geistesschwachen gehörten und wohlmöglich ihre Chance verbauen würden, mitgenommen zu werden, wenn sie jetzt ihnen versuchte etwas einzureden.

Die beiden Männer sahen sich für einen Moment an und tuschelten kurz etwas, was sie nicht verstehen konnten und sahen sie für einen Moment musternd an. Lange sagte niemand etwas und die Zeit lief ihnen davon, denn sie hörten bereits die lauten Schritte einer ziemlich großen Gruppe Imperialer. Die Männer hörten dies auch, sahen kurz erschrocken auf und sprach dann zu ihnen.


„In Ordnung. Wir nehmen euch alle drei mit. Steigt ein!“

Raunte er und schon hob Brianna sie wieder hoch und sie alle stiegen in das Schiff. Kaum hatten sie das Schiff betreten, hörten sie bereits Blasterschüsse, welche gegen das Schiff knallten.

„Starte endlich das Schiff! Schließ die Luke!“

schrie der Eine von ihnen dem Anderen zu.

Brianna , Cal und Kestrel suchten sich schnell einen Sitzplatz und sie konnten beobachten, wie die Sturmtruppen bereits fast die Rampe erreichten und gerade rechtzeitig noch hochgelassen wurde und im nächsten Moment startete auch schon das Schiff mit einem heftigen Ruck. Als sie endlich im Weltraum waren, waren einige imperiale Jäger ihnen gefolgt und schossen auf ihr Schiff, so dass es ab und an ganz schön donnerte und das Schiff ins Wanken geriet. Kestrel hielt vor Angst die Luft an und hoffte, dass das Schiff einen guten Schutzschild besaß.
Ihr Pilot flog einige Manöver und schoss einige Male zurück, sprang jedoch schnell in den Hyperraum, um sie loszuwerden.
Wenige Minuten danach kamen die beiden Männer zu ihnen.


„Das war ganz schön knapp. Ich hoffe ihr zahlt auch für das Ganze hier. Ihr seid ja ziemlich verfolgt worden. Weshalb eigentlich?“

Meinte der größere von ihnen.

„Das geht sie nichts an.“

Meinte Kestrel nur knapp dazu. Die Miene des Mannes verfinsterte sich augenblicklich und ging auf sie einige Schritte zu.

„So so, dass geht uns also nichts an, ja? Wir haben nur gerade euren Arsch gerettet, junges Fräulein!“

Fuhr er sie an

„Aber wir bekommen unsere Bezahlung schon noch, nicht wahr?“

Fragte er drohend.

„Ja...natürlich . Wir sind euch dankbar für unsere Rettung. Tut mir leid für meine unhöfliche Art. Das Imperium verfolgt uns wegen Verrat und Mord“

Log Kestrel auch wenn sie wusste, dass sie nicht zahlen konnten, da sie nichts besaßen, doch dies hatte ja Zeit.

Der eine Mann zog plötzlich die Augen hoch und lachte plötzlich auf.

„Mord?! Ja....dass muss wirklich eine Verwechslung sein.“

Meinte er und lachte erneut auf, auch sein Gefährte konnte sich sein lachen nicht verkneifen.

Kestrel war froh, dass sie es halbwegs schluckten und so ihnen glaubten, dass sie unschuldig waren, da sie ja nun wirklich nicht gerade gefährlich wirkten.

Als der Mann sich nun endlich wieder beruhigt hatte wandte er sich ihnen erneut zu.

„Na schön, Entschuldigung angenommen. Fühlt euch hier an Board wie zu Hause.“

Meinte er und der andere Mann trat schließlich an ihn heran und flüsterte ihm etwas ins Ohr, so dass der andere seine Augen weitete, als hätte der andere eine gute Idee gehabt.
Schließlich wandte sich der kräftig gebaute wieder an sie und musterte sie erneut von oben bis unten, so dass es Kestrel schon ziemlich unangenehm wurde.

„Ihr solltet euch waschen. Da hinten haben wir eine kleine Nasszelle. Einen Medikamentenschrank haben wir dort auch, dort könnt ihr dann eure Wunden verarzten“

Meinte er und wirkte nun wieder sehr freundlich.

„Vielen Dank.“

Meinte Kestrel. Die Beiden waren ihr irgendwie unheimlich. Sie schwankten stark mit ihren Stimmungen. Aber vielleicht wäre sie auch so, wenn plötzlich jemand mit an Board wollte, der vom Imperium gejagt wurde. Vielleicht sahen sie auch so scheußlich aus, dass sie sie deshalb immer so merkwürdig ansahen.
Sie wollten ihnen sicher nichts böses. Die Beiden Männer verschwanden schließlich wieder im Cockpid.

Brianna sah dann zu ihren Freundin und atmete durch.


„Puh, dass war ja alles ganz schön knapp, was? Aber wir haben es tatsächlich geschafft! Wir sind wieder in Sicherheit und können sogar endlich wieder duschen und uns endlich mal verarzten, damit wir wieder ansehnlich aussehen. Hast du ihre Blicke gesehen? Anscheinend sehen wir wirklich furchtbar aus.“

Meinte Kestrel, auch wenn ihr kurzzeitig ein andere Gedanke kam, wieso sie sie so angesehen haben könnten, verwarf ihn aber gleich, da es unwahrscheinlich war, für ihr Aussehen.

Hypperraum- Schiff-Brianna, (Cal), Kestrel, zwei unbekannte Männer (NPC)
 
[Hyperraum – auf dem Weg zum Sammelpunkt, nahe dem bothanischen Raum – ISD II Reconciliation – Brücke] Brückencrew und Rear Admiral Amira Tet’Ness

Amira war wieder in ihrem Element – sie war wieder auf der Brücke ihres Flaggschiffs und hatte jegliche Bürokratie fürs Erste hinter sich lassen können. Es war nun knapp zwei Wochen her, dass ihr auf Mon Calamari hochoffiziell das Kommando über die Sondereinsatzkräfte von ihrem Vorgänger Colan überreicht wurde. Ebenso in diesem Zeitraum, hatte die eigentliche strategische und taktische Planung für die Befreiung des bothanischen Raumsektors stattgefunden und basierend auf dem Erfolg und den Verlustraten dieser Flottenoperation, würde der Oberbefehlshaber grünes Licht für einen weiteren Vormarsch Richtung Kern geben. Es war wichtig ein Zeichen zu setzen, die Republik war zurück und genau zu diesem Symbol sollte der Aufmarsch im bothanischen Raum werden, dass wenn die Aufklärung Recht hatte, kaum imperiale Einheiten vor Ort waren, würde in den Medien wohl nicht wirklich hervorgehoben werden. Aber die Wahrheit war wohl in jedem Konflikt, eines der ersten Opfer, genau genommen basierte jegliche Kriegsführung auf Täuschung.

Bisher wusste nur ihr Stellvertreter, Commodore Korus, wie genau der Plan aussehen würde, die Kommandanten der einzelnen Kampfgruppen der Sondereinsatzkräfte hatten lediglich die Order erhalten in voller Kampfbereitschaft bestimmte Hyperraumrouten und Vektoren einhalten – um in ein neues Operationsgebiet zu gelangen - den Sammelpunkt.zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erreichen – so, dass die Flotte innerhalb von maximal einer Stunde Zeitunterschied beim Sammelpunkt erscheinen würde. Erst dann, würde sie die Kommandanten ihren Teil der Streitmacht über das Ziel und die Vorgehensweise informieren, Commodore Korus würde das Gleiche mit seinen tun. Amira würde den Angriff auf Bothawui leiten, die Primärziele waren dabei unmissverständlich formuliert, die Sicherung der Werften hatte höchste Priorität, je nach Widerstand vor Ort, konnte man früher oder später Schiffe zur Errichtung der Luftüberlegenheit in den Orbit selbst senden. Sobald man die Raumhoheit etabliert hatte, würden Truppentransporter, welche zehntausende Soldaten beherbergten ins System springen, während die Marines an Bord der Flottenschiffe einen Brückenkopf errichteten.

Ihr Stellvertreter würde sich um die nahe gelegenen Welten kümmern, welche strategisch zwar einen weit geringeren Wert hatten, die man aber dennoch nicht vernachlässigen konnte, denn auch wenn diese nicht von kriegswichtiger Bedeutung waren, durfte man dennoch nicht vergessen weshalb man kämpfte. Für die Freiheit aller Wesen, es war moralisch richtig und notwendig, in den äußeren Systemen mit der gleichen Entschlossenheit vorzugehen wie bei der Hauptwelt. Dazu würde er über insgesamt drei Kampfgruppen verfügen, zum Einen natürlich über seine eigene, Advance, hinzu kamen Ruse und Stratagem. Amira würde Deceit, Elation, Sagacious, Brisk und Redemption ins Bothawui-System führen. Kampfgruppe Craftiness würde als Eskorte für die verwundbaren Truppentransporter beim Sammelpunkt zurückbleiben und ihnen auch bei der Landeoperation als Geleitschutz zur Seite stehen.
An für sich war der Plan simpel, man sollte dazu in der Lage sein, durch die massive Überlegenheit die imperialen Streitkräfte zu überrumpeln und jegliche ernsthafte Gegenwehr im Keim ersticken. Darauf folgten, Sicherung der kriegswichtigen Regionen und die Befreiung der Bevölkerung. Sollten sich imperiale Einheiten ergeben, würde man dieses Angebot natürlich annehmen, anhand des Gemetzels was unter Niriz Kommandos jedoch stattgefunden hatte, war es durchaus möglich, dass die Imperialen bis zum Letzten kämpfen würden.

Für diesen Angriff, waren erst kurzfristig, alle Kampfgruppen aus ihren ursprünglichen Operationsgebieten zurück gezogen worden, die Logistik hatte die Schiffe mit allen Vorräten für eine längerfristige Kampagne versorgt, so dass sich vermutlich einige der Kommandanten bereits fragten, was genau die Flottenführung ersonnen hatte. Klar war, dass es etwas Großes war, der ein oder andere Commodore, insbesondere jene, welche die letzten bothanischen Angriffskreuzer in ihre Kampfgruppen versetz bekamen, konnten sich grob das Ziel ausmalen. Denn gerade diese Schiffe, sollten der bothanischen Bevölkerung Hoffnung geben, als auch signalisieren, dass man als Befreier, nicht neuer Eroberer gekommen war. Plan B war relativ einfach, und würde auch von ihr in der Besprechung offenbart werden, Commodore Korus war jedoch bereits im Bilde, immerhin war er Teil der Planung gewesen. Sollte man wider Erwarten, auf massive imperiale Verbände stoßen, würde man sich zu einem weiteren Sammelpunkt zurückziehen und die Operation abbrechen. Amira hatte jedoch nicht vor, die kürzeste Offensive der Republik zu leiten und sollte es in ihren Augen auch bei großem – nicht zu erwartendem – Widerstand, möglich sein die Heimat der Bothaner zu befreien, würde man es tun. Schließlich hatte man dazu den weiten Weg zurückgelegt und wo man schon mal da war, wäre es eine Schande unerledigte Arbeit zu hinterlassen.


„Rücksturz in einer Minute.“ Informierte Captain Engston die Admirälin. „Alle Kampfstationen sind besetzt und das Hangardeck auf Gefechtstarts vorbereitet. Wir sind so bereit, wie wir es sein können.“ Die Zuversicht in den Worten ihres Flaggkapitäns bestärkte sie nur weiterhin, denn auch wenn selbst er die Missionsparameter nicht kannte, hatte er unweigerlich erkannt, dass man gegen das Imperium in den Kampf zog, um ihm einen bedeutenden Schlag zu versetzen.
„Ausgezeichnet, ich will eine CAP, sobald wir aus dem Hyperraum sind, als auch einen vollen taktischen Scan des Systems.“ Es sollte keine bösen Überraschungen geben, aber es war doch immer gut, für den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein.
Nahezu zeitgleich glitten die Rümpfe der Kriegsschiffe aus dem Hyperraum, in den Realmraum, Schlachtschiffe, schwere Kreuzer und ihre leichteren Geleiteinheiten, drei komplette Kampfgruppen (Advance, Deceit und Redemption), hinzu kam die Kampfgruppe Elation, welche sich bereits im System befand. Spätestens nun, sollte es jedem Besatzungsmitglied klar geworden sein, dass dies eine groß angelegte Flottenoperation und mit Feindkontakt zu rechnen war. Man hatte das Stadium der Passivität, und schließlich das der Störungen der Feindoperationen hinter sich. Man war wieder in der Offensive, das allein rief bei der Realisierung der Bedeutung, Jubel hervor.


[Tiefenraum –Sammelpunkt, relative Nähe zum bothanischen Raum – ISD II Reconciliation – Brücke] Brückencrew und Rear Admiral Amira Tet’Ness
 
Zurück
Oben