Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

<font color=#3366ff>Unterwegs Richtung Coronets Nordwesten, an Bord des mod. YT-1300 "Darkness (Old Fellow)", mit Warblade</font>

<i>Auch wenn es eigentlich lapidare Fragen waren, die <font color=aqua>War</font> ihm da stellte, nahm Tomm sich ein wenig Zeit für eine Antwort.</i>

Ich weiß nicht. Rennen wir nicht irgendwie jeden Tag in den sicheren Tod? Und wenn ja, war das denn vor einigen Monaten noch wirklich anders? Wenn sie aber <font color=aqua>Phollow</font> in die Hände fällt - und das wird früher oder später passieren - dann ... ich weiß es nicht. Ich weiß es wirklich nicht.

<i>Eine kurze Pause folgte, während die "Darkness" über eine Waldfläche hinwegfegte.</i>

Von hier oben sieht alles immer so friedlich aus.

<i>bemerkte Tomm aus dem Fenster schauend.</i>

<font color=aqua>Phollow</font> wird sicher einen Weg suchen und auch finden, Nutzen aus dieser Begegnung zu ziehen. Gefangen nimmt er sie ganz sicher, aber ich denke nicht, daß er sie sofort töten wird. Er wird vielmehr auf die Informationen erpicht sein, die sie ihm geben kann. Und <font color=aqua>Ian</font> - das sind eine Menge Informationen. Viel mehr, als die Sith je wirklich wissen sollten über die Jedi und dich und mich. Sehr viel mehr!

<i>Hier an Bord hätte Tomm seinen Freund wieder mit richtigem Namen ansprechen können, aber er tat es nicht. Es war besser, wenn sie solange bei ihrer Tarnung blieben, wie sie auf Corellia waren. Und um sich nicht doch irgendwann zu verplappern, benutzte Tomm den falschen Namen auch einfach jetzt weiter, woe sie eigentlich allein waren.</i>

Auf jeden Fall helfen wir nicht, wenn wir hierbleiben. Das macht alles sehr viel gefährlicher, als es ohnehin schon ist. Da hast du vollkommen recht. Ich habe auch kein wirklich gutes Gefühl dabei zu verschwinden. Es ist eigentlich auch ganz und gar nicht meine Art. Aber eine bessere Idee habe ich momentan nicht.

<i>Sie hatten den größten Teil des Weges zurückgelegt und Tomm versuchte sich zu orientieren, wo er den Jäger zurückgelassen hatten. Jetzt, da er es nicht mehr so eilig hatte, fielen ihm viel mehr Details der Umgebung auf als bei seinem überstürzten Anflug. Irgendwo nordwestlich des Ordens mußte die Lichtung sein. Aber da war nicht nur eine. Immer wieder war der Wald unterbrochen von mehr oder weniger großen Wiesen oder kleinen Weiden.</i>

Ich glaube, dort. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber das müßte passen.

<i>Tomm wollte gerade eine Nachricht an seinen Astromech senden, damit dieser den Transponder einschaltete, mit dem sie den Jäger orten könnten, als ihm ein kleiner Lichtpunkt am Himmel auffiel. Nichts besonderes und die Sensoren zeigten auch nichts an, soweit Tomm das beurteilen konnte. Aber trotzdem...</i>

Erwarten wir Besuch?

<font color=#3366ff>Unterwegs Richtung Coronets Nordwesten, an Bord des mod. YT-1300 "Darkness (Old Fellow)", mit Warblade</font>
 
<center>[ Corellia • Tyrena • Bürgerratgebäude ]
Phollow • Mako • Dorsk • Celda • Sera • Tara • einige NPCs
</center>

Es kribbelte förmlich in dem Körper des jungen Sith, je mehr er von Taras Worten vernahm. Je mehr die Jedi aussprach, desto lukrativer und interessanter wurde diese Verhandlung für ihn. Und mittlerweile war er sogar so weit, dass er seine Entscheidung - Verhandlungen zu führen - nicht mehr bereute. Es war eine gute Idee gewesen und White Light könnte nützlicher... und interessanter werden, wie er es sich hätte je vorstellen können.

Er beobachtete sie genau, ihre Mimik, ihre Gestik. Er verfolgte ihre Lippen während sie sprachen und konzentrierte sich völlig auf Ton und die Worte, die sie an ihn richtete. Ihm war der rote Fleck am Rande des Besprechungstisches nicht entgangen und er spürte den inneren Kampf der Jedi, und ihre Unsicherheit. Für einen kurzen Moment sah er in ihren Augen etwas glitzern und er drehte sich schnell weg, um es nicht sehen zu müssen. Der Blick lag ruhig auf dem Park, der noch so unberührt war.

Dann wand er sich um, als die Jedi geendet hatte. Langsam, ihre Auge fixierend und an sich bindend, schritt er auf sie zu, bis er kurz vor ihr stehen blieb. Er griff nach ihrer Hand - nicht zwingend, sondern fast behutsam und öffnete sie. Die kleinen Wunden, die sich die Jedi selbst zugefügt hatte, waren alles andere als tief; und dennoch bluteten sie leicht.

Ohne das einer der anderen Anwesenden etwas davon sehen konnte, presste Phollow seinen Daumen mitten in die Handfläche der Jedi. Konzentriert griff er auf die Macht zurück, nutzte sie, um für ihn zu arbeiten. Es kostete ihn viel Anstrengung und auch Überwindung. Er übte zusätzlich starken Druck aus, was für Tara sicher nicht angenehm war, ehe er wieder abließ. Selbst neugierig betrachtete er die Handinnenfläche und nickte innerlich zufrieden. Zwar war die Fläche noch rot von dem Blut, jedoch hatten sich die kleinen Wunden geschlossen.

Es war seltsam. Aber obwohl er die helle Seite der Macht nicht mehr nutzte, gelangen ihm kleinste Heilungen noch, ohne eine andere Person zu verletzen. Sicherlich, war diese Heilung durch Schmerzen geebnet worden, da er nicht auf die helle Seite zurückgreifen konnte. Aber es war gelungen, wie auch immer.

War dies ein Überbleibsel vergangener Zeiten? Früher war er ein begabter Heiler gewesen, Mako hatte er auf diesem Wege das Leben gerettet. Von der einstigen Fähigkeit waren nur noch Trümmer zurückgeblieben, mittlerweile verstand er es nur sich selbst zu heilen; und das auf die Kosten eines anderen Lebewesens, indem er diesem seine Lebenskraft entzog.

Erneut glitt sein Blick auf Taras Hand, ehe er sie nach unten sinken lies und sie ruhig anblickte. Dann schritt er wieder zum Fenster und sah nach draußen, die Arme vor der schmalen Brust verschränkt.


Unsere Philosophien könnten wohl kaum gegensätzlicher sein. Und ich selbst kann eure Beweggründe immer weniger nachvollziehen. Woher kommt diese bedingungslose Opferbereitschaft, diese destruktive Selbstlosigkeit? Ihr kennt das "Volk von Corellia" garnicht und geht trotzdem bewusst das Risiko ein, zu sterben? Was haben euch diese Menschen gegeben, das ihr so handelt? Woher wollt ihr wissen, das diese Menschen es überhaupt verdient haben, eure Gnade zu empfangen? Wer wird euch sagen, dass sie eure Bemühungen, euer Opfer überhaupt zu schätzen wissen? Seid ihr so leidensfähig, dass ihr dies alles in Kauf nehmen wollt?

Er schüttelte resignierend den Kopf.

Närrin. Wie alle Jedi.

In seinen Worten lag keine Wut und kein Spott. Eher Frustration. Dann wurde sein Ton bestimmter und er drehte sich wieder zu der Frau, blickte ihr direkt in die Augen.

Ihr werdet als Vermittlerin eingesetzt. Ihr werdet nicht im Untergrund, sondern öffentlich arbeiten. Euer Einsatz ändert nichts daran, das imperiale Besatzungstruppen landen und stationiert werden. Ihr werdet regelmäßigen Kontakt mit diesen Truppen haben, vermutlich wird General Celda die Lage hier überwachen, da ich nicht die Zeit habe, mich hier länger aufzuhalten. Sollte Celda oder eine andere Vertrauensperson Probleme in der Zusammenarbeit entdecken, hat er von mir Vollmachten für Ordnung zu sorgen.

Er nickte kurz um sich selbst in dem eben gesagten zu bestätigen. Dann fuhr er fort.

Des Weiteren erwarte ich eine Gegenleistung für mein Entgegenkommen, für das Leben, das ich euch und Tyrena schenke.

Sobald die Wunden des Krieges auf Corellia verheilt sind und eure Arbeit nicht mehr erforderlich ist, werdet ihr euch zu mir begeben. Ihr werdet mich eine Zeit begleiten - nicht als Feind oder Gefangener - als Gast. Ihr werdet von mir lernen und am Schluss vor eine Entscheidung gestellt werden, so wie es auch Dorsk in absehbarer Zeit passieren wird.

Falls ihr euch widersetzt oder flieht, werden die Menschen hier für eure Dummheit leiden müssen.

Die Jedi fixierend schritt der junge Sith in dem Raum auf und ab. Er wusste, dass die Jedi ihm zuvor die Wahrheit über ihr Schicksal erzählt hatte. Er spürte es.

Sicherlich hat die Macht euch zurück ins Leben geholt. Seid euch jedoch nicht so sicher, dass eure Aufgabe nun das Unterstützen der Menschen von Corellia ist. Die Macht ist unergründlich und ihre Wege und Taten nicht immer offensichtlich. Eines Tages werdet ihr wissen, von was ich spreche.

Phollow heilt inne und sah von Dorsk zu Tara. Seine Miene verfinsterte sich etwas.

Tomm Lucas ist hier. Ich habe ihn bei meiner Ankunft gespürt.

Der Sith Lord schritt den Konferenztisch entlang und strich mit seinen langen, schmalen Fingern über den Holztisch.

Ihr wisst nicht zufällig, wo er sich genau aufhält und was er vor hat? Und wo sich die anderen Jedi aufhalten - es waren nicht alle hier auf Corellia, nicht wahr?

Bei seiner letzten Frage sah er eher zu Dorsk wie zu Tara. Aber mit Dorsk würde er sich eh nochmals in Ruhe darüber unterhalten...

<center>[ Corellia • Tyrena • Bürgerratgebäude ]
Phollow • Mako • Dorsk • Celda • Sera • Tara • einige NPCs
</center>
 
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[ Corellia - Nordwesten Coronets- YT-1300 Darknes/Old Fellow ] Tomm und War

Der Start und der darauf folgende Flug verliefen unächst weitaus friedlicher, als War es ursprünglich erwartet hatte. Keine feindlichen Jäger, noch nicht einmal irgendwelche Anfragen der imperialen Behörden über das Com. Am Horizont konnte man noch etliche Rauchwolken erkennen, die über Cornet City hingen. Scheinbar hatte sich bisher niemand die Mühe gemacht, die ganzen Feuer zu löschen. Wahrscheinlich war aber auch die gesamte Infrasturktur zur Feuerbekämpfung beim Angriff des Imperiums vernichtet worden. War konnte einen weiteren Seufer beim Anblick seiner zerstörten Heimatstadt nicht unterdrücken. Das machte ihm alles irgendwie schwer zu schaffen. Nachdem er schon so viel Leid, Tod und Vernichtung erlebt, sogar selbst zugefügt hatte, konnte man doch irgendwie zu der Übereugung gelangen, dass der Anblick einer zerstörten einem nichts mehr anhaben durfte.
Der Corellianer hatte das Gefühl, dass er etwas Ruhe brauchte. Zeit zum Nachdenken. Normalerweise zog er sich dann immer in eines seiner Büros zurück, deaktivierte alle Lichter, nahm sich einen bequemen Sessel und starrte hinaus in den Weltraum. Das Nachdenken warf dann zwar wieder tausende Fragen auf, von denen er meistens immerhin ein paar beantworten konnte. Er musste dann einfach alleine sein. Es stellte sich nur die Frage, ob er in Anwesenheit von Ian in seinem Kopf wirklich richtig abschalten konnte. War schüttelte seinen tranceartigen Zustand ab und korrigierte die Flugbahn seines Transporter um einige Grad nach steuerbord.
Schulterzuckend drehte er sich knapp zu Tomm um und führte die Unterhaltung dann fort.


"Du kennst Phollow weitaus besser als ich. Ich hab ihn erst zwei Mal getroffen. Ich überlege nur, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn wir ihm gegenüber getreten wären. Mein Gefühl sagt mir, dass wir beide dazu in der Lage wären, ihn zu stoppen."

Er hielt kur inne um nachzudenken. Bei der ersten Begegnung war er mit Tionne zusammen auf so einem Wüstenplaneten... wohl Etti IV gewesen und hatten dort ein friedliches Gespräch mit Phollow und dem damaligen Imperator Arthious geführt. Die weite Begegnung hatte ja erst kürzlich stattgefunden. War war sich sicher, dass Phollow den ehemaligen Großadmiral da nicht erkannt hatte, da er bereits seine Rüstung getragen hatte. Ein schwerer Kampf, der unentschieden geendet hatte. War hatte einige Verletzungen davon getragen, doch er hatte auch Phollow mit einem Streifschuss erwischt. Er hätte ihn sogar getötet, wenn Ian nicht im letzten Moment die Waffe verrissen hätte. Wenn er es nicht versäumt hätte, den Sith in diesem Zweikampf zu töten, wären die Sith nun ohne Anführer und würden vielleicht sogar selbst über sich herfallen. Dieser eine Schuss hatte über das Schicksal der gesamten Galaxis entschieden.

"Vielleicht ist das aber auch wirklich nur ein Gefühl."

Dass der Jedi ihn Ian genannt hatte, war ihm eigentlich gar nicht so richtig aufgefallen. Im Prinzip war er ja zur Hälfte Ian. Nein... war er nicht. Er war War Blade, und war bis zur letzten Zelle. Da war nur ein Fremdkörper, der ihm zu schaffen machte. Ein Parasit.
Kaum hatte er diesen Gedanken zu Ende gedacht, ließ ihn ein stechender Schmerz zusammenzucken. Schweiß trat ihm auf die Stirn, doch er schaffte es, das Schiff weiterhin unter Kontrolle zu halten während er die Zähne aufeinander biß. Die Narbe oder eher die Tatoowierung an seinem rechten Unterarm, die durch die Rüstung verborgen war, schien förmlich zu glühen.
Doch… noch ehe Tomm etwas bemerkte, da er gerade damit beschäftigt war, ihm die ungefähre Position seines Jägers zu zeigen, geschah etwas Merkwürdiges.
Ein Lichtpunkt am Himmel. Aber die Sensoren sprangen nicht darauf an. War kniff die Augen zusammen und starrte den Lichtpunkt an. Wenn es irgendwelche Positionsleuchten von einem Raumschiff gewesen wären, müssten die Sensoren das Schiff anzeigen. Wenn es sich aber um eine neue Art Tarnvorrichtung gegenüber den Sensoren handelte, warum sollte man dann die Positionsleuchten anschalten. Oder war es einfach nur eine optische Täuschung.


„Keine Ahnung was das ist…“

Er beschleunigte die Darkness und drückte die Nase des Schiffes im Sturzflug nach unten, zog dann nach backbord um ungefähr zu Tomms Jäger zu gelangen.

„… aber im Moment will ich es auch gar nicht wirklich kennen lernen. Geh nach hinten, ich werde gar nicht erst richtig landen können. Sollten es Gegner sein, werde ich dir Deckung geben, bis dein Schiff startbereit ist. Freddi hat die Hyperraumkoordinaten schon berechnet. Wir schicken sie dir, sobald deine Systeme online sind.“

Er musterte die Schild- und Waffenanzeige seines Schiffes. Freddi hatte gerade erst damit begonnen, die Laderaten der Kampfsysteme hochzufahren.

„Sobald du gestartet bist, können wir uns auch gerne unseren… Besuch anschauen.“

[ / Corellia - Nordwesten Coronets- YT-1300 Darknes/Old Fellow ] Tomm und War
 
ISD Insidious - Hangar - bei Charon, Mara J., einige Soldaten

Ihre zukünftige Meisterin meinte es gut mit ihr. Auch wenn Mara sich wie ein Kind vorkam. Zumindest sprach die andere Frau so mit ihr. Aber sie konnte damit Leben. Mara hatte keine Angst und erst recht nicht vor den Sith. Sie kannte sie gut genug und wusste genau, was sie vor hatten. Nie würde Mara sich auf die dunkle Seite begeben. Sich davon verführen lassen. Auch wenn sie die Sichtweiße der Sith verstand, so billigte sie keinesfalls deren Handlungsweise. Was sie taten war falsch. Mehr noch als dass, sie waren grausam, Arrogant, Überheblich und ihre Mordlust kannte keine Grenzen. Die junge Frau hatte genug erlebt um zu wissen, wie sie sich verhalten musste. Trotzdem nickte sie Jade freundlich zu.

Dann betraten sie den Hangar des Schiffes. Charon's Schiff. Mara war zwar bewaffnet, auch wenn sie ihr Lichtschwert nicht mehr besaß. Sie ließ ihren Blick schweifen und dort stand er. Keine zwei Meter entfernt. Maras grüne Augen trafen seinen Blick. Sie wusste dass Charon sie widererkannte. Mara konnte sich noch deutlich an ihn erinnern. Der Sith hatte bei ihr versagt und Mara wusste, dass er damals wütend gewesen war, als er feststellte, dass ihr die Flucht gelungen war. Er hatte sich nicht sehr verändert, außer dass er etwas älter geworden war. Mara spürte die starke Präsenz, die von Charon ausging. Ebenso spürte sie so was wie Freude bei ihm. Er hatte einen guten Fang gemacht. Einen sehr guten sogar. Mara stand dem Mann gegenüber, der ihr Meister hatte werden sollen. Sie hatte sich die Begegnung genau so vorgestellt. Es war so, wie sie es in ihrer Vision gesehen hatte. Immer wieder hatten sie Bilder von diesem Sith verfolgt. Selbst in ihren Träumen war er ihr erschienen. Das Schicksal hatte sie nun wieder zusammengeführt.

Mara wusste, dass es diesmal nicht einfach werden würde. Aber sie würde sich nicht von Charon für die dunkle Seite verführen lassen. Gleich was er tat. Eher würde sie sterben. Mara wandte ihren Blick nicht von ihm ab. Der Mann, der die Vaterfigur für sie gespielt hatte. Obwohl er ein Sith war, liebte sie ihn. Mara hatte ihn kennen gelernt, als sie noch ein Kind war. Deshalb war es auch normal, dass sie Gefühle für ihn hatte. Ihre leiblichen Eltern hatte sie nie kennen gelernt und so war er zu ihrem Vater geworden. Mara hatte es nie für möglich gehalten, dass auch ein Sith dazu fähig war, so etwas wie Elterngefühle zu haben. Charon hatte sie immer gut behandelt gerade als Kind. Weil er wollte, dass sie sich seiner Sache anschloss. Doch als Mara älter wurde, stellte sie fest, was die Sith wirklich für Wesen waren und sie konnte es nicht mit sich vereinbaren. Als der Sith dahinterkam wurde er wütend. Sie spiegelte nicht das wieder, was sie sollte. Dann fingen die Bestrafungen an. Mara sah die Bilder nun deutlich vor sich, kämpfte sie aber nieder.

Ihr Wunsch nie wieder von den Sith gefangen genommen zu werden war unerfüllt geblieben. Ihr Schicksal schien mit ihnen verbunden zu sein.

ISD Insidious - Hangar - bei Charon, Mara J., einige Soldaten

OP@Charon: Denke es ist Ok so. Jetzt kannst du gerne weiter ausbauen*gg*
 
[OP]Der Hangar ist bis auf unsere Chars übrigens leer. Keine Soldaten.;)[/OP]

[Weltraum vor Corellia, ISD II Insidious, Hangar]- Charon

Es grenzte an frevelhafter Torheit, den eigenen Fehlern nicht ins Auge zu sehen. Zu oft hatte des Imperium sich der Illusion hingegeben, unfehlbar zu sein, wie es heute noch zahlreiche Sith taten. Doch bei all dieser Gewissheit, war es eine fast neue Erfahrung für den Inquisitor und Hüter des Ordens, einem seiner Fehler gegenüberzustehen. Die meisten Jünger, die er in den Orden hatte führen wollen, waren zu mächtigen Sith herangewachsen, besonders jene, die er von Kindesbeinen an unter seiner Kontrolle gehabt hatte. Selbst den Einfluss der Jedi hatte er mithilfe der dunklen Seite hinfort wischen können, eindrucksvoll bewiesen an Alisah und anderen. Wer es gewagt hatte, sich ihm zu widersetzen, den hatte das Schicksal eines jeden Gesichtslosen Jüngers ereilt, die in den Katakomben Bastions vermoderten. Doch die Wahrheit war selten derart absolut... es hatte Rückschläge gegeben. Bedauerliche Rückschläge. Diese da, gelitten hatte sie... doch sie war nicht zerbrochen, hatte ihren Verstand beieinander gehalten... und war entkommen. Doch wenn etwas törichter war, als aus Fehlern zu lernen, dann, sie trotz besseren Wissens zu wiederholen.

“Wie es aussieht, geraten die ersten Bruchstücke des zersplitterten Ordens der Jedi bereits dorthin, wo ihrer Existenz wieder ein Sinn gegeben werden kann...“

Er sparte es sich, seinem Tonfall etwas drohendes zu verleihen. Seine Aura alleine musste reichen, um jedem machtsensitiven Wesen Respekt einzuflößen. Nur die obersten Meister des Jedi-Ordens vermochten es, über die pure Präsenz des Wächters einfach hinwegzusehen. Doch von ihnen war keiner hier...

“Eure Verzweiflung ist offen ersichtlich. Die Republik ist vernichtet, die Jedi unter den Absätzen der Truppen des Imperators zertreten. Nicht einmal die Sith waren nötig, Eure Art fast buchstäblich auszulöschen... Ihr seid geschlagen.“

Die Miene Charons verzog sich zur verächtlichen Parodie eines anerkennenden Lächelns.

“Immerhin, Ihr seid vom Planeten entkommen, durftet Eure Augen davor verschließen, was letztendlich aus Eurem Traum geworden ist – ein Haufen kümmerlicher Trümmer, aus denen die Gebeine der Toten hervorragen, jedes einzelne Beleg für die Borniertheit und Arroganz des Rates der Jedi. Einige, die uns verlassen haben, werden Eure Schwäche nun sehr gut erkannt haben...“

Zum ersten Mal ruhte der starrende Blick des Sith auf der weniger im Dunst des Rates versunkenen Jedi. Mara Selaren. Die Erinnerung an sie war allgegenwärtig, begleitet von ungewöhnlichen Empfindungen... nicht nur Verachtung und Hass, auch Bedauern?

“Vielleicht hättet Ihr dort bleiben und durch die Hände der Sturmtruppen sterben sollen. Hier wartet nur das Verderben auf Euch... Eure Augen, die nicht sehen wollen, werden sich bald für immer schließen...“

Spöttisch musterte er die andere Jedi (Mara Jade), die, ihrerseits verborgen unter dem Saum einer Kapuze, offenkundig verantwortlich war für ihre Begleiterin und diese doch recht dilettantische Flucht.

“Fürchtet Ihr nicht, dass Eure Lügen sie nicht länger gefügig halten werden? Dass sie entdeckt, wozu sie bestimmt ist, und auf den richtigen Pfad zurückkehrt?“

Das Leuchten in den Augen des Inquisitors intensivierte sich.

“Es ist nicht zu spät, Mara...[Warum müsste ihr auch beide so heißen? *g*] Noch kannst du dich von den Ketten der Lügen befreien und an meine Seite zurückkehren...“

[Weltraum vor Corellia, ISD II Insidious, Hangar]- Charon, Mara J. und Mara S.
 
[Corellia - Tyrena - Bürgerratsgebäude] mit Celda, Phollow, Mako und Tara

Dorsk verfolgte stumm die Unterhaltung, die bald mal nach innen verlegt wurde. Es war eine interessante und aufschlussreiche Unterhaltung, aber sie würde wohl kaum zu einer, für beide, zufriedenstellenden Lösung kommen. Er schüttelte leicht den Kopf. Er bemerkte den hilfesuchenden Blick von der Advisorin, doch er zuckte nur Hilflos mit den Schultern. Hier konnte er nicht helfen.

Er beobachtete die beiden. Tara war sehr verunsichert, er schloss das aus ihrer Körperhaltung und durch ihre Aussagen. Aber auch Phollow schien irgendwie anders zu sein. Was es genau war wusste er nicht, der sith war einfach in diesem moment ein wenig merkwürdig.

Doch anscheinend war der sith auch über die mögliche Anwesenheit von Tomm Lucas beunruhigt, denn er fragte Dorsk, ob er vielleicht wüsste ob sich noch andere Jedi hier aufhielten. Er bedachte ihn mit einem Blick.


Das, Lord Phollow, weiss ich beim besten Willen nicht. Ich weiss ja nicht, inwieweit Ihr informiert seid, aber die Regierung und die Jedi sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Er weigerte sich immer noch, Phollow als Imperator zu bezeichnen. Er wusste selbst nicht wieso, aber es war ihm auch egal.

[Corellia - Tyrena - Bürgerratsgebäude] mit Celda, Phollow, Mako und Tara
 
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Tyrena -- Bürgerratsgebäude -- außerhalb des Gebäudes -- allein

Gut die Hälfte des Parks rund um das Regierungsgebäude hatte Sera nun inspiziert. Bis auf ein paar Corellianer, die eindeutig wütend waren, aber zu unsicher, etwas gegen sie zu unternehmen - wahrscheinlich hatten sie diese Anweisung bekommen, ersteinmal nichts zu tun - war alles ruhig und friedlich. Nirgends waren Waffenanlagen zu entdecken oder hinterlistige Fallen. Zufrieden ging Sera iihren Weg hinauf zum Gebäude, weiterhin auf der Hut vor den Corellianern. Sie konnten unberechenbar sein, das wußte Sera, und sie hatte nicht vor, zu Schschlik zu werden, denn sie würde einige Probleme haben, wenn sie von allen gleichzeitig überfallen werden würde.

Sie umrundete den Komplex und ging dann vorn über die breite Eingangstreppe auf der sie auch vorhin schon waren hinein. Sie hatte die Macht weiter ausgebreitet, um über jedwede Veränderungen in der Konstellation der Wachen informiert zu sein, aber alles war ruhig. Auf dem Weg zu ihrem Meister, den sie in der Macht wie einen Leuchtturm sehen konnte, durchkämmte sie alle Räume und sicherte alle Gänge ab.

Dann begab sie sich in den zweiten Stock und tat dort dasselbe. Sie wurde von den Sicherheitsleuten nicht behindert, aber durchaus mißmutig beäugt. Das war ihr aber schlichtweg egal, sie konzentrierte sich auf ihren Job und nachdem sie das gesamte Gebäude durchforstet hatte, bezog sie vor dem Raum, in dem das Gespräch zwischen Meister Phollow und dieser Jedi White Light stattfand, neben der Tür Stellung. Sie sondierte dabei sowohl telephatisch als auch mit der Macht die Umgebung des Gebäudes, so dass sie sich sicher war, alle Veränderungen rechtzeitig zu bemerken und Störungen sauber zu beseitigen.


Tyrena -- Bürgerratsgebäude -- Ausschußbesprechungsraum -- Phollow, Tara, Celda, Dorsk, NPC Donos
 
[Weltraum vor Corellia, ISD II Insidious, Hangar]- Charon, Mara J. und Mara S.

Mara konnte noch immer nicht die Augen von dem Mann abwenden, der wohl ihr Schicksal werden sollte. Sie konnte ihm ansehen, dass er dieses Widersehen genos. Er hatte auch allen Grund dazu. Mara lauschte seinen Worten. Sie drangen in ihr Gehir ein.

Seine Worte bewegten etwas in ihr. Sie verstand die Sith, verstand ihr handeln, ihre Denkweise und alles andere. Mara hatte ein Verbindung zu ihnen und besonders zu Charon. Jetzt, wo sie ihn wieder sah, kamen erneut Erinnerungen und Gefühle hoch. Tiefe Gefühle. Einen Moment schloss sie die Augen, dann sah sie ihr Gegenüber wieder an.

"Sind es wirklich Lügen? Ich habe mein Leben bei euch verbracht Charon, ihr wart wie ein Vater für mich und ihr wisst, dass ich noch immer Gefühle für euch habe. Ich wusste, dass ich euch wieder treffen würde. Meine Gabe der Visionen habt ihr gerne genutzt."

Mara wandte ihren Blick nicht von ihm ab. Sie spürt, wie die alte Verbindung zu ihm zu neuem Leben erwachte. Sie würde in Versuchung geraten, seinen Worten noch weiter Gehör zu schenken. Mara war in diesem Moment froh, dass sie damals noch zu jung gewesen war, um eine Affäre mit ihm zu beginnen.

"Der Weg, den ihr beschritten habt ist nicht der, den ich gewählt habe. Auch wenn ich bei euch aufgewachsen bin, so ist meine Sichtweise anders als eure und ich werde euch nicht einfach so folgen Charon." Es wäre ein Fehler."

Mara wusste, dass es dem Sith nicht gefallen würde. Ihre Worte ihm nicht gefallen würde. Aber Charon würde trotzdem versuchen, sie auf seine Seite zu ziehen. Ob es ihm diesmal gelingen würde war fraglich.

[Weltraum vor Corellia, ISD II Insidious, Hangar]- Charon, Mara J. und Mara S.

OP:sorry etwas kurz
 
Stadt Tyrena - Bürgerratgebäude - Konferenzraum mit Ausblick - Phollow, Dorsk, Celda, Tara

Warum hatte sie die letzten Sätze gesagt, welche doch Schwächen offenbarten und von Phollow auf eine gewisse Weise aufgenommen werden konnten? Sie waren einfach aus ihr herausgesprudelt als Resultat von manigfachen Gedankenblitzen, Erlebnissen, Vermutungen und Wahrheiten, einer bestimmten Sichtweise/Lebensanschauung bezüglich Stärke und Schwäche ... ebend weil Tara auch einfach so sein konnte und Vergangenes sich nicht ändern ließ, Reue also unangebracht schien.

Vorsichtig sah sie zu dem Imperator, der ihr den Rücken zugewandt sich nun umdrehte ... Langsam, ihre Auge fixierend und an sich bindend, schritt er auf sie zu, bis er kurz vor ihr stehen blieb. Er griff nach ihrer Hand - nicht zwingend, sondern fast behutsam und öffnete sie. Die kleinen Wunden, die sich die Jedi selbst zugefügt hatte, waren alles andere als tief; dennoch bluteten sie leicht.

Irritiert öffneten sich ihre Lippen, jedoch kein Wort sprechend, denn Tara wußte nicht was Phollow vorhatte und ihr gerade geschah. Doch da war etwas schwer Erklärbares, basierend auf ihrer Situation, das sie davon abhielt sich zu bewegen oder zu wehren, sondern veranlaßte atemlos abzuwarten. Nur ihre Gedanken war bered (beredsam): "Es ist nichts. Nur dafür da das ich eher den Schmerz spühre als aufzugeben." Ja, so war es.

Den Schmerz bekam sie im nächsten Augenblick auch verstärkt zu spühren, als der Imperator seinen Daumen mitten in die Handfläche presste. Einen Schmerzenslaut konnte White Light nicht unterdrücken, doch sie konnte die Wirkung seiner Tat zumindest versuchen zu bekämpfen; um so überraschender das dies gar nicht notwendig war sondern im Gegenteil ihre kleinen Wunden zu heilen begannen.

Eine entwaffnend positive Geste, deren Zweck vielschichtig, oder widersprüchlich, letztentlich doch nur der Imperator selbst enthüllen konnte. "Denkst du da nicht wieder in den Bahnen der negativsehenden Propaganda?" - fragte die naive Romantikerin in ihr, die angenehm überrascht sich den neuen Gegebenheiten neugierig beugen und überall das Gute sehen wollte; die Realistin in ihr gab sich sehr viel pessimistischer und widersprach der Romantikerin.

Derweil hielt Phollow selbst das Schweigen noch einen Moment aufrecht und ihre Hand fest, bis er sie doch frei gab, nach unten sinken lies und Tara ruhig anblickte, bevor er zum Fenster schritt, die Arme verschränkte und nach draußen sehend zu sprechen begann über die gegensätzlichen Philosophien und er stellte Fragen.

Nur einmal unterbrach die Jedi ihn, als sie auf die Frage: "Woher kommt diese bedingungslose Opferbereitschaft, diese destruktive Selbstlosigkeit?" einfach nur leise nachdenklich und dennoch bestimmt antwortete:


"Ob Naboo, Coruscant oder Corellia ... jedes Volk verdient Beistand
eine solche Situation zu meistern."

Dabei war Beistand, Gnade wie auch Liebe immer bedingungslos und grenzenlos, oder sollte es sein. (OP: geben ist seeliger denn nehmen *g*) Seine Sichtweise war da entschieden anders. Kurz nachdem er frustriert erklärt hatte Tara sei eine Närrin wie alle Jedi, begann Imperator Phollow seine Entscheidung zu verkünden.


"Ihr werdet als Vermittlerin eingesetzt. Ihr werdet nicht im Untergrund, sondern öffentlich arbeiten ..."

Eine möglicherweise überlebende Närrin, es sei denn sie bestand darauf eine noch größere Närrin zu sein und diesen unakzeptablen Punkt zu vernachlässigen, also doch zu viel im Untergrund zu arbeiten, was dummerweise genau das war was sie plante und sich aus ihrer Sicht auch nicht vermeiden ließ.

Hatte sie sich die letzten vielen langen Minuten lang entweder vorsichtig verhalten oder hart am Rande von emotionalen Ausbrüchen befunden, war hin und her gerissen und doch zielgerichtet gewesen, so schränkte die Verwirrung und Art von seelischer Öffnung Phollow gegenüber sie nun ein; was gleichfalls dazu führte das sie weniger offen sprach.

So protestierte sie vorerst nur mittels ihrer Mimik, eines emphatischen Hinweises und eines zweifelnden:


"Aber Mylord ..."

Den Imperator ließ sie dennoch weiterreden und richtete ihren Blick und ihre Gedanken nach innen, ihren Kopf leicht geneigt. Bevor Tara jedoch zu sehr in sich selbst versank, in dem Bestreben die neu entstehenden Probleme und Zwickmühlen zu analysieren und vielleicht noch auf eine neue Idee zu kommen, wurde es scheinbar noch schlimmer:


"... eure Arbeit nicht mehr erforderlich ist, werdet ihr euch zu mir begeben.
Ihr werdet mich eine Zeit begleiten ... von mir lernen und am Schluss vor eine Entscheidung gestellt werden ..."
- Der Jedi Verstand horchte bei diesen Worten warnend auf und rekapitulierte die Aussage.


Tara reagierte zu perplex um mehr zustande zu bringen als die Augen weit aufzureißen
und Phollow recht eigenartig anzustarren.
Denn ob naiv gedacht oder nicht, sie, die sich das Pseudonym "white Light" ausgesucht hatte, hielt sich für im Grunde nicht zur Sith geeignet. :D

Sie konnte sehr leicht zu Phollow sagen: "Ihr erwartet zu viel. Ein Jeder von uns hat seine Geschichte, die uns veranlaßt uns für die eine oder andere Seite zu entscheiden. Und zudem ..." Ein kurzer Gedanke erinnerte sie an ihre Padawan.

Die Jedi-Advisorin Tara Angelus konnte in diesem Augenblick nicht daran glauben das ein Sith sie zu mehr veranlassen konnte als zur Zusammenarbeit um ein einiges Ziel zu erreichen. Ja, sie wußte um die Versuchung und was geschehen konnte wenn die Kontrolle abhanden kam, sie nachgab und es kein Zurück mehr gab. Und doch ... da war so eine eigenartige Sicherheit in ihr.


Selbst des Imperator Drohungen die Bewohner von Corellia leiden zu lassen wenn sie sich verweigern wollte nutzte im Moment nicht viel; dies wohl aber eher deshalb weil die Jedi-Advisorin in ihrer Naivität oder einer Art von Selbstüberschätzung nicht völlig klar sah. Oder gab es noch andere Gründe für jene eigenartige innere Ruhe die gar einen Funken heiterer Gelassenheit zuließ?


"Die Macht ist unergründlich und ihre Wege und Taten nicht immer offensichtlich. Eines Tages werdet ihr wissen, von was ich spreche." - sagte Phollow gerade noch und damit hatte er unzweifelhaft auf jedem Falle recht, weshalb Tara an dieser Stelle denn auch einverständig nickte.


"Wahr gesprochen my Lord, aus welcher persönlichen Sicht auch immer."
Mehr sagte und wagte sie nicht, sondern drohte alsbald in Nachdenklichkeit zu versinken.


Indem der Imperator nun jedoch nach Tomm Lucas und wage ausgedrückt "anderen Jedi" fragte weckte Phollow Tara gleich wieder, drohte sie jedoch auch einmal mehr in einen Konflikt zu stürzen. Hatte sich die Mine des Imperator schon verfinstert so wandelte sich die von Tara nun zur möglichst homogenen Ausdruckslosigkeit. Doch zunächst beantwortete Dorsk die gestellte Frage.


"Ich suchte meine Position hier in der Stadt zu verschleiern und habe wenig auf andere Machtbenutzer gelauscht." - sagte anschließend Tara wahrheitsgemäß unvollständig. - "Und wegen meines Tiefschlaf-Krankenhausaufenthaltes ... weiß ich nicht mal ob mein letzter Padawan noch zum Ritter ernannt werden konnte."

Stadt Tyrena - Bürgerratgebäude - Konferenzraum mit Ausblick - Phollow, Dorsk, Celda, Tara -
vor der Tür: Sera u. NPC
 
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<center>[ Corellia ? Tyrena ? Bürgerratgebäude ]
? Phollow ? Mako ? Dorsk ? Celda ? Sera ? Tara ? einige NPCs ?
</center>

Abwechselnd beäugte er Tara, dann wieder Dorsk. In diesem Moment hätte er gerne in der Macht hinaus gegriffen und nach ihren Gefühlen getastet, um möglichst viel Beweise herauszufinden, ob ihre Aussagen wirklich der Wahrheit entsprachen. Doch zähneknirschend musste er sich selbst eingestehen, dass er diese Technik noch nie wirklich sorgfältig studiert und gut beherrscht hatte. Außerdem waren die Jedi und der ehemalige Kanzler keine Personen, die man so einfach ergründen konnte. Menschen mit ihrer Kraft, Erfahrung und Charakterstärke liesen sich nicht so einfach durchleuchten; sie hatten Schutzbarrieren, ob nun machtbegabt oder nicht.

Innerlich seufzte er und lehnte sich an die Zimmerwand neben dem Fenster.


Ich weiss selbst, dass Jedi und Regierung zu trennen sind, Kollege! patzte er gleichgültig zu Dorsk zurück.

Allerdings sind Jedi und Politik doch häufiger miteinander verstrickt und arbeiten zusammen, nicht wahr?

In diesem Zusammenhang erinnerte er sich nicht nur an die Gefangennahme von Dorsk, er erinnerte sich auch an seine Zeit als Beschützer des Kanzlers.

Es wird bald eine Aufstellung geben, welche Senatoren alle gefangen und getötet wurden - oder nicht auf Corellia waren. Ebenso werden wir die Jedi Archieve durchleuchten. Es wird nichts verborgen bleiben. Und ihr als Kanzler solltet wissen, wo sich die letzten Überbleibsel aufhalten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass ihr so schlecht informiert seid - aber das ist ein anderes Thema.

Phollow sah zu White Light.

Aus meiner persönlichen Sicht - natürlich.

Ich werde Tomm Lucas schon finden. Er kann sich vor mir nicht verstecken.

Er nickte ab und spürte Sera in der Nähe. Sie war mittlerweile zurück gekommen und hatte wohl nichts gefunden.

Nun, da ich keine Widerworte vernommen habe, sehe ich meinen Vorschlag als angenommen, Jedi.

General Celda wird hier bleiben, er wird die Besatzungstruppen befehligen und euer Ansprechpartner sein, sowie euch kontrollieren.

Und wenn dies alles hier vorbei ist - werden wir uns wiedersehen.

<center>[ Corellia ? Tyrena ? Bürgerratgebäude ]
? Phollow ? Mako ? Dorsk ? Celda ? Sera ? Tara ? einige NPCs ?
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Stadt Tyrena - Bürgerratgebäude - Konferenzraum mit Ausblick - Phollow, Dorsk, Celda, Tara -
vor der Tür: Sera u. NPC

Politik und Jedi solcherart verquickt das der Kanzler mehr wissen sollte als Tara? Doch dieses Thema hatte sie aussparen wollen, aus mehr als nur einem Grund. Doch gerade bot sich dennoch eine gute Gelegenheit über das "Eine" zu reden und für das "Andere" vorzutasten, aber so das das "Eine" zu ihren Gunsten sprach auch wenn das "Andere" gegen sie sprach.

Tara`s Blick hatte sich auf Dorsk gerichtet. Langsam begann sich ihr Kopf von links nach rechts zu bewegen und zurück ... gerade zum rechten Zeitpunkt passend um die Erwähnung der Jedi-Archive noch einen Augenblick unbeachtet lassen zu können. Ein kurzer Erinnerungscheck ließ die Jedi-Advisorin jedoch ihr kurzfristiges Erschrecken in Luft auflösen.

Der Imperator wandte sich nunmehr ihr zu. Somit war es ehrensache und Höflichkeit ihm zunächst zuzuhören bevor sie selbst sprach.
Dann jedoch ... obwohl sie das vorrangige Anliegen nicht aufgeben würde:


"Ich möchte nicht unhöflich sein, mein Primärziel ist wichtig genug Mylord,
doch würde es mich interessieren wie eng ihr die Beziehung zwischen Geheimdienst und Jedi oder auch Sith einschätzt Mylord Phollow? Enger oder weniger eng als zwischen Politik und Orden?

Zuweilen müssen Sachlagen verborgen bleiben damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden können beziehungsweise keine fälschliche spirituelle Unruhe entsteht, denkt ihr nicht auch?"


Eine Aussage die wohl auch auf die Jediarchive zutreffen dürfte. - setzte sie in Gedanken hinzu. - Denn immerhin war bei der Evakuierung des Tempel auf Coruscant das Archiv gelöscht worden.

Ihre Worte waren eine im neutralen respektvollen Plauderton aber vielleicht doch zu umständlich vorgebrachte Andeutung sich zu erinnern oder durch Vergleiche zu erkennen (dergestalt zu bedenken wie es sich unter den Sith verhielt) das nicht einmal ein Jedi immer wußte und auch nicht wissen mußte was ein anderer Jedi gerade tat oder wo er sich aufhielt.

White Light mußte sich jetzt erneut wappnen/vorbereiten, um sich gegebenenfalls verteidigen zu können. Hatte sie zwischenzeitlich ihre Verbundenheit mit der Macht im Zuge ihrer emotionalen Kämpfe lockern müssen, so festigte sie sie jetzt. Auch begann sie langsam, Schritt für Schritt, zur Fensterfront zu gelangen ... während sie weiter mit Phollow und teilweise zur Verteidigung von Dorsk sprach.


"Die Informationspolitik ... in der wahren Politik ist es schon eine Sache für sich, voll von Intriegen, bei den Geheimdiensten eine Berufskrankheit, und bei unsereiner ...
Wir sind auch nicht fehlerfrei."


Warum streifte gerade ebend noch ein gewisser Gedanke, eine Erinnerung, wie ein Schatten schwer zu erfassen oder festzuhalten, die Klarheit des Notwendigen?
Tara mußte sich neu konzentrieren und hatte den Gesprächsfaden verloren. Was wollte sie noch gleich sagen? Nun, es würde ihr schon wieder einfallen. :D Erstmal zum nächsten Punkt weiter:


"Zu eurer Einladung vermag ich nicht viel zu sagen. Einerseits wißt ihr ja was ich dazu sagen sollte, also warum euch langweilen und in Wut versetzen? Andererseits sind wir uns ja völlig einig das die Wege der Macht unergründlich sind. Wenn ihr euch dennoch mit einer neugierigen aber ungläubigen Jedi belasten wollt."

Vorsichtig sondierend lauschte Tara in der Macht auf die Reaktion und Aura von Phollow. Schon wollte sie weitersprechen als ihr ein verwegener Gedanke durch den Kopf ging. Wenig später sah sie dem Imperator direkt in die Augen. Ihr Ton war nach wie vor vorsichtig, leise, neutral nachdenklich als sie weitersprach:

"Mein Anliegen wäre es dann immer noch möglichst zu überleben aber nicht gegen meine Seele zu entscheiden. Doch diese Entscheidung muß ich noch nicht jetzt treffen, wie ihr sagtet.

Und von meinen "Widerworten" wegen des öffentlichen Agierens und das der General mich "kontrollieren" soll ... da wißt ihr alles, immerhin sprach ich schon davon als Vermittlerin eine dritte Front zu bilden.

Ich versuche euch nicht zu unterschätzen, doch genausowenig, obwohl ihr es nicht mehr ansprecht, traut ihr mir auch nur ein Fünkchen mehr als zu Geginn unseres Gesprächs. ... Moment noch bitte."


Huldigung war es keine des Imperator Intelligenz und Fähigkeiten hoch einzuschätzen, auch wenn er nun auf die Idee kommen könnte sie wolle ihm Honig anbieten um die nachfolgende Täuschung süßer zu machen ... apropos, wie wollte er eigentlich entscheiden was sie vortäuschte und was sie ehrlich meinte? Indem er beschloß es könnte Alles Täuschung sein? Dann ... aber versuchen mußte sie es dennoch.

"Damit habe ich nicht gesagt das ich mich weigere Mylord Phollow.
Ich werde mit dem General so engen Kontakt halten wie meine Aufgabe als Vermittlerin zwischen den Fronten es irgendwie zuläßt.
Aber wir wissen beide das ich mich nicht völlig kontrollieren lassen werde, und genauso verhält es sich mit dem Untergrund ... und zwar aus rein praktischen Erwägungen und Handlungsnotwendigkeiten. Soweit es unbedingt notwendig werden wird, werde ich in den Untergrund tauchen müssen."


Ob nun ein Wutausbruch drohte weil sie es wagte vor Dorsk und dem General Celda offen zu sprechen und die beiden in spirituelle Unruhe zu versetzen? Vielleicht hätte Tara es doch besser mit Telephatie versuchen sollen. Jedenfalls machte sie sich auf einen Ausbruch gefaßt, in jeder Weise.

Für einen winzigen Moment nur durchbrach eine Art abgeschirmte seelische Aktennotiz die Konzentration von Tara: "Vergiß nicht dir gut zu überlegen und noch besser zu formulieren was du den Anderen Winobi, Firedevs, Donos, Darion, Mir ... Tomm u. Ian erzählen willst deine Handlungen vorbeugend zu erklären und zu rechtfertigen. Auch wenn dir dein Leitspruch helfen kann, es wird nicht ausreichen."


Stadt Tyrena - Bürgerratgebäude - Konferenzraum mit Ausblick - Phollow, Dorsk, Celda, Tara -
vor der Tür: Sera u. NPC
 
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<font color=#3366ff>Unterwegs Richtung Coronets Nordwesten, an Bord des mod. YT-1300 "Darkness (Old Fellow)", mit Warblade</font>

<i>Falls <font color=aqua>War</font> gedacht hatte, daß ihm der kleine Seufzer nicht auffiel, als <font color=aqua>War</font> hinaussah auf das zerstörte und noch immer an zahlreichen Orten brennende Coronet, so täuschte er sich. Doch Tomm wußte auch nicht, wie er darauf reagieren sollte und so sagte er nichts, obwohl er seinen Freund gerne Mut gemacht hätte.</i>

Wir sind sicher in der Lage, ihn zu besiegen. Aber zu unseren Konditionen, an einem Ort unserer Wahl mit einer von uns geschaffenen Situation. Nicht hier, wo alles gegen uns steht. Für den Fall, daß wir es verbocken, müssen wir die Möglichkeit einer zweiten Chance haben. Und diese fehlt uns hier. Wir hätten keine Möglichkeit, den Planeten lebend zu verlassen und neue Pläne zu schmieden.

<font color=#3366ff>War</font> forderte ihn auf, nach hinten zu gehen. Tomm nickte nur. Seinen Jäger müßte T4 startklar gemacht haben. Sie waren noch recht hoch, als <font color=aqua>War</font> die Luke öffnete und Tomm sprang, sobald es ihm möglich war. Hart, aber unverletzt landete er auf dem Jäger. Tief knickten seine Knie ein. Nur Sekunden später saß Tomm in seinem Cockpit, die Luke geschlossen. Ein Blitzstart ließ den Jäger nach oben schnellen.</i>

<font color=grey>Grey Hunter Two, melde Abflugbereitschaft!</font>

<i>gab Tomm bekannt mit einem Grinsen auf dem Gesicht. T4 piepste eine Frage. Kopfgeldjäger und Schmuggler benutzten gerne Rufzeichen ähnlich denen der großen Flotten. Das gab ihnen das Gefühl besonderer Wichtigkeit, nahm Tomm an.</i>

Grey Hunter? So habe ich mal unsere kleine Kopfgeldjägergruppe getauft.

<i>Verstehend, aber mit einem merkwürdigen Unterton piepste T4 eine Antwort. Auf dem Display erschien nur ein Wort: Menschen...</i>

T4, war niemand in der Nähe des Schiffes? Statusbericht, Code 13 bitte!

<i>Dieser Statusbericht wurde nur in Form von Daten aufgezeichnet, von einem System im Astromech, was unabhängig von den anderen Systemen des Droiden arbeitete und einer Manipulation deswegen weitestgehend standhalten sollte. Der Bericht war leer, wenn man von den normalen Schaltvorgängen im Wartemodus des Jägers absah. Keine Lukenbewegungen, keine Veränderung des elektrischen Widerstandes der Schiffshülle. Also wohl auch keine Sonde darauf angebracht, die da nicht hingehörte. Es konnte losgehen.
Der Lichtpunkt, den er vorhin gesehen hatte, war noch immer in der Richtung zu sehen, in der Tomm diesen vorhin entdeckt hatte.</i>

Ich würde sagen, wir sehen uns das Zielobjekt während des Abfluges an, was meinst du, <font color=aqua>Ian</font>?

<font color=#3366ff>Coronet Nordwest, X-Flügler AA808 im Verband mit der "Darkness", allein</font>
 
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Aus unerfindlichen Gründen schien es dem Sith Lord schwer zu fallen, den Worten der Jedi zu folgen. Fast konnte man meinen, er wäre unkonzentriert, jedoch lies er sich nach außen hin nichts anmerken. Er hörte noch weitere Stimmen, Stimmen der Macht, die zu ihm flüsterten. Die ihn innerlich ablenkten. Und er spürte etwas, eine Veränderung in der Macht. Er konnte sie nicht zuordnen, sie war nicht in seiner Nähe, und dennoch war sie da und in diesem Moment allgegenwärtig.

Er presste seine Hand zu einer Faust und rückte näher auf die Jedi zu.


Ein Kanzler, der nicht über die Tätigkeiten und Aufenthaltsorte seiner wichtigsten Machtstütze bescheid weiss, ist ein schwacher Kanzler. Ein Kanzler, der nicht darüber bescheid weiss, wie sein Geheimdienst agiert, ist ein schwacher Kanzler.

Glaubt ihr wirklich, dass ich es meinem Geheimdienst oder meinen Sith durchgehen lassen würde, wenn in ich selbst in so einer wichtigen Situation nicht rundum informiert wäre?

Eine tiefgreifende Zusammenarbeit ist unabdingbar. Und genau aus diesem Grund herrscht jetzt das Imperium. Vor ein bis zwei Jahren steckte ich mir als Oberkommandant der imperialen Streitkräfte das Ziel, die Mächte des Imperiums zu einen, zu einer Einheit zu schmieden. Heute kann ich stolz auf das Ergebnis meines Werkes schauen und mich an dem Zustand erfreuen.

Und dennoch ist es äußerst erheiternd, dass Intrigen und Geheimniskrämereien in der Republik genauso angesiedelt sind, wie bei den Sith. Vermutlich noch schlimmer, denn ihm Freundschaft vorheucheln seid ihr wahre Experten.

Er drehte sich auf seinem Absatz um und schritt durch den Raum.

Macht euch keine Sorgen darüber, eine Last zu sein. Ihr mögt in eurem Glauben überzeugt davon sein, dass der jetztige Weg der richtige ist; wie es viele denken. Und sobald man euch die Augen geöffnet hat, wisst ihr, dass es gut war.

Phollow schritt von hinten auf Tara zu, ehe er ohne jede Gewalt seine Hände auf ihre Schultern legte und seine Kopf neben ihren schob, um ihr ins Ohr zu flüstern:

Euer Vorschlag wird angenommen, Jedi. Unter einer Voraussetzung...

Mit einem festen Druck brachte er die Sonde an Taras Nacken an. Sie musste kurz Schmerzen haben, als sich das technische Meisterwerk in ihr Fleisch bohrte und seine Haken ausstreckte, um sich in ihr fest zu beissen. Die Jedi drehte sich erschrocken weg und Phol musterte sie mit einem zufriedenen Grinsen.

Keine Sorge, Jedi. Ich habe nicht vor jetzt gegen euch zu kämpfen. Ich tragt nun einen Peilsender, eine spezielle Sonde, die es General Celda und mir ermöglicht, euren Standort jederzeit festzustellen.

Erneut breitete sich ein Grinsen auf seinen vollen Lippen aus.

Falls ihr versucht, diese Sonde zu entfernen, werdet ihr sterben. Es ist eine kleine "Sprengladung" intgriert, die bei gewaltsamen Entfernen euer Ende besiegeln wird. Sicheres Entfernen ist nur hiermit nötig...

Er öffnete seine Handfläche und zeigte eine kleine Kontrolltafel.

Dieses Gerät werde ich General Celda übergeben. Er wird sich und seine Truppen zu schützen wissen, wenn ihr ihm zu nahe kommen wollt oder euch Anordnungen widersetzt. Vergesst nicht: Corellia gehört dem Imperium. Ihr seid eine Jedi, derer der Imperator Gnade zukommen lies. Viel mehr könnt ihr euch nicht herausnehmen.

Seine Schritte entfernten sich von der Jedi, hinüber zu Dorsk.

Ihr werdet dem Volk von Corellia klar machen, welche Gnade ihm von ihrem Imperator zuteil wird. Das wäre dann alles.

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Sorry, Charon, hatte deinen Post falsch verstanden, weil du da was von den Überflüssigen erzählt hattest, die weg sollen, da dachte ich nur eine Hand voll wäre noch da, Bodenpersonal oder so. Charon kann doch net ganz allein da stehen und mit uns fertig werden, oder?!? *gg* :braue

ISD Insidious - Hangar - bei Charon, Mara S.

Sofort bemerkte Mara, dass diese beiden sich kannten. Und sie mußte auch nicht allzulang auf die Auflösung des Rätsels warten. Der Sith, der vor ihnen stand war derjenige, der damals die Verantwortung für Mara hatte unter dessen Aufsicht es ihr gelungen war, zu entfliehen. Als der Sith, seiner Aura nach zu urteilen wohl ein Inquisitor, Mara angesprochen hatte und versuchte, sie zu provozieren, schlich sich ein Lächeln auf Mara's Gesicht. So etwas funktionierte bei ihr doch nicht.

Nun, ihr habt richtig erkannt, dass ich die Verantwortung für sie übernommen habe, aber sie ist alt genug, selbst zu entscheiden, welcher Weg für sie der Richtige ist. Ich vertraue da auf ihre Erfahrung. Ihr habt es damals nicht geschafft, sie zwanghaft an Euch zu binden und werdet es auch diesmal nicht schaffen, wenn sie es nicht selbst will. Wenn das ihr Wille sein sollte, werde ich mich dem nicht entgegenstellen, das wäre zwecklos und ist nicht meine Art.

Jetzt tat Mara einen auffordernden Schritt nach vorn und stand nah vor dem Sith. Ihr Blick war offen und direkt.

Aber seid versichert, dass sie mir nicht gegen meinen Willen zwischen meinen Fingern entwischt. Das muß Euch viel Ärger eingebracht haben, nicht wahr, Charon?. Ich könnte mir vorstellen, dass Euch das in der Gunst Lord Phollow's, der sicherlich damals schon über Euch gestanden haben muß, nicht gerade zuträglich war.

Wenn Mara sich recht entsinnte, war dieser Sith hier recht expulsiv und so wappnete sie sich für einen Wutausbruch. Der Sith war stärker als sie, das war Mara klar, aber andererseits hatte sie es auch schon einmal mit Janem und Tear aufgenommen und lebte noch. Sie konnte durchaus Chancen haben und wenn sie gegen Charon bestehen konnte, waren ihre Fluchtchancen enorm gestiegen.

Und dem Gespräch zwischen Mara und Charon hatte sie entnommen, dass ihre Begleiterin durchaus erwachsen und gefestigt genug war, um mit der Situation klar zu kommen, allerdings dürfte Mara es nicht übertreiben, denn wenn sie nun starb, dann hatte Mara keine wirklich Chance mehr. Deren Gefühle waren richtig, dann würde er wieder versuchen, sie auf die dunkle Seite zu ziehen und so hatte Mara noch ein Wörtchen mitzureden und konnte Mara helfen, die Geschichten des Sith aufzudecken.


ISD Insidious - Hangar - bei Charon, Mara S.
 
- [Corellia System - Orbit um Corellia - Flotte Niriz - ESC "Pride of Bastion? - Kantine] - mit Hal (NPC) und Nurek

Nach und nach trudelten fast alle übrigen Falcons in der Kantine ein - fast, Jace z.B. ließ sich nicht blicken. Spekulationen wurden angestellt über die neuen Piloten, die heute kommen sollten und es sickerte durch, dass die Ersatzjäger - nagelneue Maschinen des gleichen Typs - schon mit Sevtar angekommen waren. Tinya war dankbar für diese Nachricht, die Ablenkung bedeutete. Sie frühstückte schnell fertig und machte sich alleine auf den Weg zum Hangar. Ihren letzten Jäger hatte sie gründlich in seine einzelnen Atome zerlegt. Und nicht nur den Jäger, der Nebenhangar war auch nicht mehr zu gebrauchen. Inzwischen war sie fast schon an ihrem Ziel angekommen, schon von weitem sah sie die Absperrung, hinter der die glänzenden TIEs standen. Hm, um an sie heran zu kommen und widerspenstige Wachposten und Mechaniker außer Gefecht zu setzen, würde es einer Menge weiblicher Intuition bedürfen, aber Tinya war zuversichtlich dass sie es schaffen würde. Sie überlegte kurz und entschied sich für die Mitleidstour, vielleicht war ja einer der Mechaniker derjenige, der sie in letzter Minute gerettet hatte. Einen Augenblick brauchte sie nur, um sich in ein humpelndes müdes Etwas zu verwandeln. Auch das war ein Überbleibsel aus ihrer Vergangenheit und das hatte ihr schon manches Mal den Hals gerettet. Langsam hinkte sie nun auf die Absperrung zu, bückte sich umständlich, um unter dem Sperrband drunter durch zu kommen und...

?Halt! Was machen Sie da??

Tina hielt inne und drehte sich betont langsam um. Dann setzte sie eine verdatterte Miene auf und fragte harmlos:

?Wieso? Ich wollte mir nur die neuen Jäger ansehen. Wissen Sie wie es einem geht, wenn einem der eigene TIE unter dem Hintern wegbrennt? Beschissen kann ich Ihnen sagen. Ich wollte mir die neuen Babys ansehen.?

?Ach Sie sind?s.?

Sie hatte recht, es war zwar nicht derjenige, der sie rausgezogen hatte, aber sehr wohl einer der damals anwesenden Mechaniker.

?Eigentlich ist es ja verboten, aber weil Sie es sind....?

Der Mann stockte und musterte sie.

?Es hat sie wohl ziemlich schlimm erwischt - was? Na gut, kommen Sie, ich zeige Ihnen die neuen Maschinen und mache eine kleine Führung für Sie. Wie heißen Sie denn? Dann kann ich Ihnen ihren TIE schon einmal zeigen. Aber pscht.?

Er legte den Zeigefinger auf die Lippen und grinste verschwörerisch.

?Tinya, Tinya Fox.?

?Also gut Miss Fox, kommen Sie.?

Beinahe hätte sie vergessen zu humpeln, aber im letzten Moment besann sie sich. Der Mechaniker war sichtlich stolz auf die neuen Modelle. Zwar war es genau der gleiche Typ wie die Alten, aber ein paar wenige Modifikationen gab es denn doch. Die Zuverlässigkeit z.B. sollte stark verbessert worden sein. Er verlor sich in ausschweifenden Erklärungen und Tinya fing schon an, ihre Neugierde zu bereuen. Dann endlich gelangten sie an ihren TIE. Die Pilotin musterte ihn ausgiebig, verfolgte mit den Augen seine Rundungen und durfte sogar einmal Probesitzen, dabei vergaß sie nicht beim Einsteigen laut zu stöhnen, was sogar nur teilweise gelogen war - ihre gebrochene Rippe machte ihr immer noch zu schaffen. Leider konnte sie sich nicht allzu lange daran erfreuen, es war höchste Zeit sich an den Treffpunkt zu begeben. Sie bedankte sich artig bei ihrem freundlichen Führer und humpelte außer Sichtweite. Dann beschleunigte sie ihren Schritt, kam gerade noch so rechtzeitig an und stellte sich grinsend neben Nurek. Sie sah sich um und stellte fest, dass immer noch einer fehlte: Jace. Merkwürdig, er war doch sonst immer einer der ersten? Nicht dass sie ihn etwa vermisste, aber es passte nicht zu ihm. Und jetzt trafen auch schon die erwarteten Shuttles mit den neuen Piloten und dem neuen Kommandanten ein. Alle Falcons setzten dazu an, zu salutieren und Jace war immer noch nicht zu sehen.
In diesem Moment hetzte er um die Ecke und Tinya erschrak als sie ihn sah. Müde sah er aus und fertig. Er schien verschlafen zu haben und er musterte Tinya mit einem prüfenden Blick, als er sich in die Reihe stellte. Also doch, er hatte die Nachricht gelesen- sie wusste das in jenem Moment, indem sich ihre Blicke trafen.


- [Corellia System - Orbit um Corellia - Flotte Niriz - ESC "Pride of Bastion? - Hangar] - mit Falcons, Personal
 
~| Corellia |~| Coronet |~


Umsonst, alles war umsonst. Ihr Leben, ihre Anstrengungen, ihr Ehrgeiz, ihr Mut all die Dinge die sie sich hart erarbeitet hatte, konnte sie gerade wieder zurück schmeißen in die Versenkung, aus der sie all jene geholt hatte.

Geräusch voll krachte ihre Stirn auf den Tresen, wurde jedoch von einer fernen Explosion, zumindest Geräuschvoll überdeckt. Sie hob langsam und benommen ihren rechten Arm und vollführte eine kleine Geste, woraufhin der Kellnerdroide, der den imperialen Angriff irgendwie, mitsamt seiner Bar überstanden hatte, angerollte kam und einen Schlauch über ihr Glas hielt und es erneut bis zum Rand mit dem berühmten corellianischen Whiskey füllte.
Mittlerweile ihr 4 oder 5 Glas. Sie wusste es nicht mehr. Zu selten und zu wenig Alkohol hatte sie bis jetzt getrunken, als das sie auf diese Menge von Whiskey hätte nicht reagieren sollen. Denn gelinde gesagt, sie war mehr als nur betrunken. Doch, lag das ? in ihrem Fall leider ? nicht nur am Alkohol. S?yyto hob langsam den Kopf als das bereits wohlige Gefühl, der durch den kleinen Nachfüllschlauch fließenden Flüssigkeit verebbte und öffnete langsam ihre Augen. Eine Explosion aus purem Licht traf die komplett weiße Netzhaut und ließ sie sofort wieder ihre Lieder zusammenkneifen.

Langsam und leicht unkoordiniert, erhob sich die linke und die rechte Hand des weiblichen Wesens, ohne Heimat und begannen intensiv und gründlich ihre Augen zu reiben. Anschließend, war es nicht mehr dieselbe Qual das Licht ertragen zu müssen, aber es war lediglich zu einer erträglichen Qual geworden. Zitternd umschlossen die kalten, behandschuhten Finger das Glas und führten es an den Mund, wobei unterwegs einiges überschwappte. Der erste Schluck den sie tätigte verstärkte sofort die schon vorherrschenden Kopfschmerzen und führte ebenso dazu, dass sie zu denken begann, das sich der Barhocker, auf dem sie saß, anfing sich um seine Achse zu drehen. Ein weiterer kurzer und zaghafter Schluck folgten und dann kniff sie die Augen erneut zu und leerte den Rest des Glases in einem zug.

Das brennen im Rachen bekämpfte sie mit einem Schluck aus dem kühlen Bier, das direkt neben ihrem Glas stand. Als sie die Flasche absetze, wischte sie mit dem Handrücken ihrer freien Hand den im Mundwinkel sich verselbständigenden Tropfen weg und seufzte dann, irgendwie erleichtert. Doch dann traf sie erneut die ganze Wucht der letzten Ereignisse.
Der Angriff des Imperiums auf Corellia, die startende Bodeninvasion und die hektische Flucht und?und die stürzenden Trümmerteile?erneut durchlebte sie die Situation die sie niemals würde vergessen können, sah erneut was vor nur einigen Stunden geschehen war?

Ihre Tochter ? die nicht einmal ein Jahr alt war ? schrie, klammerte sich mit ihren kleinen Fingern in die Schulter ihres Vaters, ihre Ehemannes. S?yyto wollte rufen, wollte sie warnen vor dem hausgroßen Klotz der da auf sie zu stürzte. Doch wurde ihr die Luft aus den Lungen gepresst und ihr Körper ruckartig nach hinten weg gezogen, genauso, dass sie mit ansehen musste was nun unausweichlich war. Sie wagte nicht die Gedanken auch nur zu Ende zu bringen, es war zu schlimm, als das sie es jemals wieder erleben oder ähnliches spüren wollte.
Sie begann am ganzen Leib zu zittern und Tränen rannen ihr in Sturzbächen die weiß-schwarzen Wangen herunter.

S?yyto war innerlich in diesem Moment gestorben, zum zweiten Mal. Das erste Mal war bereits mehrere Jahrzehnte her, damals, in dem Waisenhaus auf Csilla, in dem sie die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte hatte und alle sie geärgert, geschlagen und beschimpft hatten, oder einfach nicht mit ihr gesprochen hatten. Aber das, was heute geschehen war, hatte sich viel tiefer in ihre Seele eingebrannt als alles was ihr jemals zuvor widerfahren war.

Schluchzend sank sie erneut in sich zusammen. Welle um Welle der Trauer, Niedergeschlagenheit, Verzweiflung und auch der Wut, auf den Soldaten der Republik, der sie gerettet hatte, brachen über ihr zusammen. Seit dem heutigen Tage hasste sie das Imperium noch mehr als zuvor. Wegen dieser Sithbrut war Corellia angegriffen worden und wegen diesem dämlichen Soldaten der Republik, die ja unbedingt immer alle retten mussten, ob sie wollten oder nicht, war ihr Mann und ihr Kind tot. Langsam keimte der Hass in ihr auf und verdrängt die anderen Gefühle so gut es ging. Doch konnte er nicht lange genug dagegen ankämpfen und sie wurde erneut von einer Welle der Verzweiflung gepackt und neue Tränen der Trauer rannen ihr über das Gesicht.


~| Corellia |~| Coronet |~
 
[Corellia System - Orbit um Corellia - Flotte Niriz - ESC "Pride of Bastion? - Hangar

Nach und nach waren alle übrigen Falcons in der Kantine aufgetaucht, nur Jace tauchte nicht auf. Sie aßen gemeinsam auf und irgendwann standt Tinya auf und ging zum Hangar vor.
Auch Nurek hatte bald aufgegessen und machte sich auf den Weg. Er schlenderte durch die Gänge wurde hie und da von Bekannten gegrüßt und betrat dann schlussendlich den Hangar. Er stellte sich bei dem Treffpunkt hin und wartete auf die anderen. Seine Kameraden trafen nach und nach ein, nur Tinya und Jace waren noch nicht da. Nervös sah sich Nurek um, es würde bei dem neuen Kommandanten keinen guten Eindruck machen.
Dann kam Tinya aus einer anderen Ecke des Hangars angelaufen und stellte sich grinsend neben ihn. Dann trafen auch schon die Neuen ein, zusammen mit dem Kommandanten. Alle Falcons salutierten, doch Jace war immernoch nicht da. Plötzlich kam Jace um die Ecke gerannt und stellte sich zu ihnen.

[Corellia System - Orbit um Corellia - Flotte Niriz - ESC "Pride of Bastion? - Hangar - mit Falcons]
 
- [Corellia System - Orbit um Corellia - Flotte Niriz - ESC "Pride of Bastion - Quartier] - allein

Jace hatte schlecht geschlafen und war am nächsten Morgen spät aufgewacht. Als er auf seinen Wecker blickte fluchte er, erwar schon ziemlich spät dran. Er hastete aus dem Bett und sofort ins Bad. Kurz darauf hatte er sein Quartier in einer frischen Uniform verlassen und eilte in richtung Hangar. Als er den Hangar betrat standen die Falcons schon in formation und die neuen Staffelmitglieder und der Kommandant verließen gerade das Shuttle. Jace warf Tinya einen schnellen prüfenden Blick zu und ihr Lächeln verschwand. Er wurde das Gefühl nicht los das sie wusste das er die Nachricht gelesen hatte, in ihrem Blick lag etwas das verriet das sie es wusste. Er stellte sich neben Nurek ganz vorne und salutierte ebenfalls. Die neuen Piloten waren nun zu ihnen getreten und Jace und Nurek traten auf den Kommandanten zu.

"Lieutenant Jace Chorios und dies ist Lieutenant Nurek D'oro, Chef." ergriff er das Wort. Der Kommandant beäugte ihn mit hoch gezogener Augenbraue.

"Ich bin Commander Jason Sez und dies ist Captain Jacen Foster.", stellte er sich und den Mann hinter sich vor. "Die neuen Piloten sollen zu ihren Quartieren gebracht werden. In einer Stunden treffen sie alle in Besprechungsraum 5 ein! Wegtreten!"

Sez und Foster verschwanden augenblicklich aus dem Hangar. Die neuen Falcons wirkten etwas irritiert, salutierten aber immer noch vor den beiden Lieutenants. Jace blickte sie Missmutig an.

"Hört auf mit dem Quatsch. Wenn ich noch jemanden vor mir salutieren sehe dann schiebt derjenige Küchendienst.", er lächelte. "dann zeigen wir euch mal die Quartiere."

Die Piloten machten sie unterhaltend auf den Weg zu den Quartieren. Unterwegs unterhielt er sich mit einem jungen Mann mit Namen, Mike Hewl. Dieser hatte bereits einige hervorragende Mission mit seiner alten Staffel hinter sich und aufgrund dieser Leistungen war er zu den Falcons versetzt worden, wie Jace erfuhr. Nun erreichten sie den Korridor mit den Quartieren und den neuen Piloten wurden ihre Quartiere gezeigt. Als die neuen in ihren Quartieren verschwunden waren, lächelte er den anderen schwach zu und verschwand in seinem Quartier. Dort stellte er sich erneut unter die Dusche, für ein ausgiebiges Duschen war vorher keine Zeit gewesen. Als er fertig war lies er sich in einen Sessel sinken und wartete, in Gedanken versunken, bis es Zeit war sich auf den Weg zu machen. Als er sein Quartier verliess war er wieder spät dran...

- [Corellia System - Orbit um Corellia - Flotte Niriz - ESC "Pride of Bastion - Korridor] - allein
 
Stadt Tyrena - Bürgerratgebäude - Konferenzraum mit Ausblick - Phollow, Dorsk, Celda, Tara -
vor der Tür: Sera u. NPC

Für kurze Zeit schien der Imperator abgelenkt gewesen, doch Tara kümmerte sich vorerst nicht darum. Was es auch war, ob nun von Wichtigkeit für sie oder nicht, sie wollte jetzt nicht noch unkonzentrierter sein.

Derweil war die Phase bei Phollow schon vorüber und er ging auf ihre Worte ein.

Diesmal war es Tara die scheinbar auf den Garten hinaussah. Ihre Ohren waren jedoch gespitzt und das Gehöhr nach hinten in den Raum gerichtet - während Phollow ihrer subjektiven Vermutung zufolge einmal mehr seine persönliche Sichtweise demonstrierte
... sowie die Tatsache das auch die mächtigen des Imperium kleine Schönheitsfehler wie intregante Machtspielchen, Korruption oder dergleichen nicht gerne sehen wollten und erst recht nicht darüber reden.

Für einen Moment schloß Tara ihre Augen und akzeptierte das sich dieses Sith-vers-Jedi-Verhalten wohl nie ändern würde.


"Euer Vorschlag wird angenommen, Jedi. Unter einer Voraussetzung..."

Was nach diesen Worten des Imperator folgte tat ungefähr genauso weh wie sein Druck auf ihre Handinnenflächenwunde nur zeitversetzt intensiver, aber die dahintersteckende Absicht machte es auch schlimmer.

Dabei schien es im ersten Moment noch harmlos, als er sich ihr körperlich näherte und seine Überlegenheit zu einem diabolischen Sieg nutzte. Und das wirklich schwächende ..., es war der Zwang der Situation.


"... ihr tragt nun einen Peilsender ..." - Tara konnte es kaum glauben und hörte Phollow um so aufmerksamer zu.

Langsam wurde sie jedoch wirklich ungehalten. Und diesmal hielten weder die sorgenvollen Gedanken an die Corellianer, noch der Schmerz durch in die verheilenden Handinnenflächenwunden gepreßte Fingernägel, oder der Schmerz im Nacken die Jedi genug im Zaum. Außerdem kannte der Imperator ihren Widerspruchsgeist ja schon.


"Ach? Wie schön das ihr mich umfassend aufklärt Phollow." - bemerkte white Light sarkastisch.

Im Raum begann es gleichzeitig unnatürlich kalt zu werden, was ein paar Herzschläge lang anhielt und dann verschwand, doch es war keine Sinnestäuschung.

Tara`s Gedanken begannen sich schon darum zu drehen das sie diesen Peilsender nicht tragen wollte, das sie das Ding sehr leicht wieder los werden könnte, denn vor einer ausführlichen medizinischen Prüfung würde sie den Worten des Imperator nicht völlig glauben.
Es war ja auch möglich das Phollow nicht alles wußte, oder sie nur provozieren und auf die Probe stellen wollte.

Vielleicht vermochte Tara den Umstand - den Peilsender doch unbemerkt loswerden zu können ohne dabei zu sterben, doch ihren Tod vorgebend - für eine geschickte Täuschung, ja sogar für 2 Täuschungen vorübergehend zu nutzen.
Außerdem war technisches Gerät nicht immer zu hundert Prozent verläßlich im Körper einer Jedi mit überdurchschnittlicher Erfahrung in den Machttechniken "Heilung" und "Matherie beeinflussen".

"Ob ich ihn darauf anspreche das es besser sei mich erst näher kennenzulernen, um meine Handlungen besser vorhersehen zu können? Nein, das wird er dann wieder nur aus seiner Sicht sehen also lass ich das wohl besser. Außerdem sind seine Gegenmittel jetzt schon fies genug." - dachte Tara bei sich.

Die Besprechung näherte sich dem Anschein nach langsam seinem Ende.
Zudem hielt Tara es nicht für ihre Pflicht den Imperator darauf aufmerksam zu machen wie unmenschlich es doch sei Jemandem einen Peilsender anzuhängen und auch noch davon zu erzählen. Ein unbemerkt bleibender Sender sollte doch eigentlich viel besser sein, oder? Doch Tara war keine I-GD`lerin und bedachte deshalb nicht alles.

Eine Frage stellte sich dennoch noch:
"Wünscht ihr noch eine Änderung in meiner Selbstdarstellung anzuordnen Phollow, oder seht ihr das Gespräch damit als beendet und ich darf mich meiner selbgewählten Pflichten zuwenden?"

Stadt Tyrena - Bürgerratgebäude - Konferenzraum mit Ausblick - Phollow, Dorsk, Celda, Tara -
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[ Corellia - Nordwesten Coronets- YT-1300 Darknes/Old Fellow ] Tomm und War

Während Tomms Jäger schon startete, schwebte die Darkness noch wie wenige Sekunden nach dem Absprung des Jedi bewegungslos einige Meter über dem Boden. War spürte, wie ihm am ganzen Körper auf einmal warm wurde. Unter der schweren Rüstung wurde es ganz schön unangenehm. Erste Schweißperlen traten auf seiner Stirn hervor, flossen dann in einzelnen Tropen sein Gesicht hinab. Ian. Kaum war der Jedi einige Meter entfernt, meldete sich dieser böse Geist zurück. Kein Wunder, hatte War ihm schließlich den Kampf angesagt. Langsam schien alle Kraft aus seinem Körper zu entweichen. Er konnte nichts mehr tun, außer da sitzen und aufgrund des Fieberanfalls schwitzen.
Der Corellianer starrte aus dem Cockpitfenster der Darkness hinaus und sah, wie Tomms X-Wing an Höhe gewann. Während er sich auf den Anblick konzentrierte, spürte er, wie der Schweiß in seinen Augen brannte. Überall in den Wolken erschienen nun kleine schwarze Punkte. Punkte, die nicht real waren, die wohl nur durch die Blutarmut in seinem Kopf zu Stande kamen. Er wollte aufspringen und schreien, doch stattdessen brannte sich ein schrecklicher Schmerz in seinen Kopf, worauf der gezwungen war, seine Augen kurz zu schließen.
War öffnete die Augen wieder, doch seine Umgebung hatte sich vollkommen verändert. Es war dunkel um ihn herum. Und es war kalt. Doch er trug eine Jacke. Er zog den alten Reißverschluss bis ganz nach oben und schlug die Kapuze über seinen Kopf. Lediglich mehrere Straßenlaternen begrenzten einen mit Steinen gepflasterten Weg, so weit sein Auge reichte. Der Weg war begrenzt durch Hecken und kleinen Büschen mit weiten Wiesen bis ins nirgendwo. Das war seine; also Ians - Welt, die er heute für ihn erschaffen hatte. Aber warum? Oder war es nur eine Art Zwischenwelt, eine Kommunikationsebene. War er es, der dies geschaffen hatte?
Im dämmrigen Licht konnte man sehen, dass sich etwas Feuchtigkeit auf den Steinen abgesetzt hatte, die langsam zu Eis auskristallisierte. Auch auf den mittlerweile blätterlosen Pflanzen war dies der Fall. Kalt, Winter.
War musste einmal kurz husten und steckte beide Hände in die Taschen. Doch was war das; in seiner rechten Tasche befand sich ein metallener Gegenstand. Ein Schüssel. Er zog ihn aus der Tasche und drehte ihn kurz vor seinen Augen. Für welche Tür? Hier war keine Tür.
Nachdenklich schob er den Schüssel zurück in die Tasche und ging vorsichtig los. Spielte es überhaupt eine Rolle, ob er ging, oder stehen blieb? Ian würde ihn sowieso erst dann finden, wenn der böse Geist dies auch wollte. Er hustete nochmals und starrte auf seine Schuhe. Er sah seinen Schatten, der immer größer wurde, je weiter er sich von der letzten Laterne entfernte. Da bald eine neue Laterne kam, würde er wohl auch wieder schrumpfen. Und bei jedem Schritt diese stechenden Kopfschmerzen.
War spürte etwas. Keinen Windzug, er sah und hörte nichts, er spürte eine Bewegung in seinen Gedanken und erkannte die Spur dieses Schelms. Auf dem Schuhabsatz drehte er sich um und starrte einer ebenso vermummten Gestalt entgegen. Sie stand nur zwei Meter hinter ihm, man sag die grässlichen grauen Augen des ehemaligen Commodores.


“Hattest du mich schon vergessen, alter Freund?“

“Nein, aber jede freie Minute genossen, Bleichgesicht. Hat dir der Jedi etwa Angst eingejagt?“

Vielleicht hatte er ja mit seinem scharfen Kontern Erfolg. Im Augenwinkel sah er plötzlich auch eine Tür, die vorher noch nicht da gewesen war. Ein kleiner Pfad führte dort hin. Die Tür … für seinen Schlüssel. War ließ sich nichts anmerken. Die Tür lag in Ians Rücken.

“Ich habe keine Angst vor ihm. Ich könnte ihn sogar vernichten… aber ich möchte unsere Deckung aufrechterhalten. Wir werden ihn den Sith ausliefern. Die Darkness wird Crellia nicht verlassen. Da er dich nicht im Stich lassen wird, wird man uns früher oder später hier finden.“

“Ian…“

War schüttelte den Kopf und trat neben dem bleichen, kantigen Mann vorbei und drehte sich noch einmal zu ihm herum, während er sich der Tür näherte. Dem Gesichtsausdruck seines Gegners sah War an, dass Ian nicht mit dieser Tür gerechnet hatte.

“… du hast mich belogen. Diese Welt hier ist nicht deine, sondern unsere. Auch ich … bin hier Gott. Die Darkness wird starten.“

Er schob den Schlüssel ins Schloss und drehte ihn um. Ian sah ihm nach, schenkte ihm dann ein anerkennendes Lachen.

“ Gut mein Freund. Du hast auch endlich einen Punkt gemacht. Damit steht es zehn zu eins. Das Spiel wurde eh gerade langweilig und ich habe schon an dir gezweifelt. Du weißt, dass du es bitter bereuen wirst, wenn du durch diese Tür gehst.“

“Ich helfe einem Freund, Ian. Für mich zählen deine Punkte nicht.“


Und damit kehrte er wieder zurück ins Cockpit des Frachters. Er wusste zwar nicht, wie viel Zeit vergangen war, doch er hörte gerade noch Tomms letzten Satz. Das Zielobjekt während des Abfluges anschauen. Ja… gute Idee. Er beschleunigte die Darkness, beziehungsweise die Old Fellow und folgte damit dem X-Wing.

„Aye,…“

Sein Blick wanderte zum Radar, um die Kennung von Tomms Schiff herauszusuchen.

„…Grey Hunter Two. Die Old Fellow wird ihrem Namen alle Ehre machen.“

[ / Corellia - Nordwesten Coronets- YT-1300 Darknes/Old Fellow ] Tomm und War
 
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