Corellia, Talus, Centerpoint Station, Selonia (Corellia-System)

Wenigstens nicht tot

[ Corellia - Hoher Orbit - Planquadrat "E5" - an Bord der "Valkyrie" - Kommandobrücke ] Sharin,


Sharin öffnete die rotglühenden Augen. Viel besonderes konnte er nicht erkennen. Nur der ewig graue Stahl eines Defender-Sternenzerstörers [Valiant] war in seinem Blickfeld. Gelegentlich wurde das langweilige Grau von blauen Schlieren unterbrochen, die die Stellen anzeigten, an denen die Geschütze seines Vindicator-Kreuzers auf den übermächtigen Gegner feuerten. Stellen, an denen der Stahl genauso rot glühte wie seine Augen, gab es keine. Die extra starken Schilde, die das republikanische Modell von seinem imperialen Gegenpart unterschieden, konnten sicher nicht von den viel zu schwachen Batterien der "Valkyrie" druchbrochen werden. Doch einfach mit dem Beschuss aufzuhören, wäre sicher auch der falsche Weg. Während der Sternenzerstörer über ihnen gerade seine Wende flog, schossen der Vindicator-Kreuzer und die Corona-Fregatte dem Minenfeld entgegen, das einige hundert Kilometer weiter ihnen entgegenblickte und sie in seine hochexplosiven Arme aufnehmen wollte. Ihnen würde es wohlwollend Schutz vor dem Monstrum bieten, das nun wieder in seiner Kehrtwende innehielt und sich zurückzudrehen begann. Hoffentlich gaben die Maschinen genügend Energie frei, sodass sie schnell von hier wegkamen.

Der blauhäutige Humanoid drehte sich vom Panoramafenster weg. Es gab interessantere und wichtigere Dinge zu tun, als den Rumpf des Defender-Sternzerstörers zu betrachten. Und sofort richtete die junge, blonde und extrem scharfe Kommunikationsoffizierin ihre Augen, die unter lange, eleganten Wimpern hervorschauten, auf ihren Vorgesetzten. Zora Oriana nickte ihm zu und schaute danach wieder auf ihren Monitor.

"Sir, eben ist eine Breitbandnachricht eingegangen. Kennung eines Schiffes der Neuen Republik. Sollen wir sie abspielen lassen?"


"Ich bitte darum."

Das hatte er jetzt sogar einmal ausgesucht höflich gesagt. Was irgendein rebellischer, verräterischer und - und das war das schlimmste - mit ihm gleichwertige Commander der stolzen, doch nunmehr etwas gebeutelten imperialen Verteidigungsflotte sagen wollte, war ihm herzlich egal. Irgendwelche Ergebt-Euch-denn-Eure-Lage-ist-eh-hoffnunglos-Floskeln wollte er nun nicht hören.

"Hier spricht Commander Ironsvom republikanischen Dreadnaught-Kreuzer Deliverance. Ich fordere hiermit alle Imperialen im System auf, sich selbst die Frage zu stellen, ob sie weiterhin für einen Vorgesetzten kämpfen wollen, der nicht bereit ist, dasselbe Schicksal wie sie zu teilen. Betrachten Sie Ihre Holo-Projektoren. Was Sie dort sehen werden, ist ein vom Schlachtfeld fliehendes Flaggschiff, das ganz bewusst einen vollends vom Feind umringten Kreuzer zurückließ, um die eigene Haut zu retten. Das ist keine Propaganda, es ist eine simple Tatsache. Ist das der vielbeschworene Zusammenhalt der Neuen Ordnung? Entspricht das Ihrer Erwartung, die Sie hatten, als Sie nach zwei Jahren härtester Arbeit auf Prefsbelt endlich Ihr Patent in den Händen hielten? Oder ist ein feiger Admiral nur das neuste Zeichen für ein inkompetentes Oberkommando, welches Corellia nach Denon vielleicht sogar verlieren will? Schauen Sie sich um und ziehen Sie ganz nüchtern Ihre Schlüsse. Die Wahrheit ist: Das Imperium hat Sie verraten. Weil es nicht mehr das Imperium ist, was es einmal war. Weil es nicht mehr Ihr Imperium ist. Denken Sie darüber nach."

Ungerührt nahm der schwarzhaarige Humanoid die Nachricht auf. Ohne erkennbare Reaktion schaute er auf sein Datapad und überprüfte kurz, von welchem Schiff diese flevlerische Meldung kam. Dann richtete er sich wieder nach vorne, die unablässigen Stöße übergehend, die die ganze Zeit das Schiff erschütterten.

"Waffensysteme, falls der Dreadnaught, von dem die Nachricht kam, in Feuerreichweite kommt, eröffnen Sie sofort mit allen Geschützen das Feuer auf diesen. Wir werden bald auf unserem Rückzug an ihm vorbeifliegen, dann dürften wir noch einmal demonstrieren können, was wir von so einem Geschwätz halten. Navigation, halten Sie den Kurs und umschiffen Sie möglichst Ansammlungen von feindlichen Schiffen. Kommunikation, stimmen Sie unser weiteres Vorgehen weiterhin mit der 'Immotus' ab. Sie soll so lange wie möglich an unserer Seite verbleiben."

Die Corona-Fregatte blieb sowieso Sharins Sorgenkind. Zwar unterstand sie nicht einmal seinem Befehl, doch war sie ein wichtiger Verbündeter auf den Weg ins sichere Minenfeld. Ein imperiales Schiff in der Nähe würde vielleicht wichtigen Schaden von der "Valkyrie" nehmen. Und in solchen Situationen, in denen der Gegner durch Verstärkung wie die kürzlich eingetroffenen hinterhältigen Hapaner, kam es auf jedes Objekt an, das irgendwelchen Schaden anrichten konnte. Und natürlich wäre der Verlust von solch tapferen Männern der imperialen Flotte nicht allzu schön.

Auf seinem Datapad erkannte der 25-jährige junge Mann, dass die Fregatte neben ihnen um einiges stärker mit den Schüssen des Defender-Sternenzerstörers zu kämpfen hatte, als ihr größerer Leidensgenosse neben ihr. Zahlreiche Hüllenbrüche mussten bestimmt schon starke Schäden im Inneren verursacht haben. Bisher hatte er es vermieden, direkten Kontakt mit dem dortigen Commander aufzunehmen, doch vielleicht war es an der Zeit, dies zu ändern.

"Kommunikation, direkte Verbindung zur 'Immotus' aufbauen."

Nach einem Augenblick meldete sich die Kommunikationsoffizierin irritiert.

"Sir, das ist im Moment nicht möglich. Scheinbar sind die Kommunikationsstationen auf der Fregatte unbesetzt. Ich erhalte keinen Empfang."

"Das könnte vielleicht daher kommen, dass die 'Immotus' gerade zerstört wurde. Sehen Sie.."

Torati, der XO auf diesem Schiff, deutete durch das Panoramafenster nach draußen. Zu sehen waren die strahlenden Umrisse der Corona-Fregatte, die in die gleißenden Strahlen der Bordbewaffnung des Defenders getaucht war. Überall fraßen sich die Ionen ihren Weg durch die schwache Hülle hindurch und in den Innenraum, in dem alles menschliche oder sonst geartetes Leben sofort vernichtet werden musste. Ohne allzu große Gegenwehr wurde die Brücke, auf dem der Kollege des Chiss wohl gerade seinem Ende ins Auge sehen musste, von den gierigen Flammen zerfressen. Vollkommen lautlos ging auch die Vernichtung des restlichen Teils des Schiffes von sich. Es schien, als würden mit einem Schlag die Hüllen brechen und alles zusammengeschmolzen, der Durastahl der Stützträger, die Waffensysteme, die Elektronik aus edlen Metallen und schließlich jedes Besatzungsmitglied. Ein wirklich grausiges und zugleich höchst faszinierendes Schauspiel.

Sharin
musste sich erst einmal über das Gesicht fahren. Nun hatten sie kein Begleitschiff mehr, dass noch etwas Feuer auf sich ziehen konnte. Sie würden ein so einfaches Ziel abgeben wie ein fetter Hutte auf fünf Meter Entfernung, wirklich gar nicht zu verfehlen. Und wie sollte der Vindicator es so durch die feindlichen Verbände schaffen? Betroffenheit machte sich bei den Flottenmitgliedern auf der Brücke breit, manche zogen ihre Mützen von ihrem Kopf und zollten ihren Kameraden so ihren Tribut. Doch ihrem Vorgesetzter war jetzt nicht nach Bestürzung. Noch war ihr Schiff nicht in Sicherheit.

"Alle wieder zurück an die Arbeit!"


Dass Commander Wylf den Rat von dem anderen Offizier so leichtgläubig gefolgt war, ohne nur einen einzigen Blick darauf verschwendet zu haben, ob sein Schiff nicht eventuell in den Feuerradius der gegnerischen Batterien, bewies, wie unfähig er gewesen war. Der blauhäutige Commander hatte in diesem Fall eher auf sein Schiff geachtet als auf die für ihn unwichtigere Fregatte. Es war wirklich verwunderlich, dass Wylf so lange durchgehalten hatte, wenn er wirklich so beschämend nutzlos war. Schade um die Besatzung.

Derweil war die "Valkyrie" aus dem Schatten des republikanischen Schiffes hervorgekommen und steuerte weiter von ihm weg. Der Kreuzer würde dem feindlichen Koloss womöglich doch entkommen, wenn ihn nicht jetzt noch ein kritischer Treffer zwang, das Tempo zu drosseln. Der um einiges unwendigere Defender-Sternenzerstörer würde schon bald selbst mit seinen weitreichensten Waffen keinen gravierenden Schaden anrichten können und nur noch sehr ungenau schießen können. Sharin genehmigte sich einen kleinen Seufzer. Zwar war die "Immotus" zerstört, doch sie waren vorerst in Sicherheit. Und für ihn war dies das wichtigste, was zählte.

"Navigation, anvisierten Kurs beibehalten. Wir umschiffen wie eben schon gesagt die feindlichen Verbände und stoßen unweit der 12. Kampfgruppe in die Minen vor. Unser Flaggschiff müsste schon weiter vorraussein, Sensorik, orten Sie sie. Kommunikation, nehmen Sie Kontakt zur 'Harbinger' auf und informieren Sie sie über den Verlust der Corona-Fregatte."


Für das Erste kehrte Stille auf der Brücke ein. Alle Besatzungsmitglieder arbeiteten fieberhaft an der Umsetzung der erhaltenen Befehle. Innerhalb einer halben Ewigkeit, wie es dem jungen Humanoiden schien, hatten sie die "Intrepid" und der rebellische Verband, der unermüdlich die Schilde und Hüllen des Vindicators beharckten umrundet und bogen auf direkten Weg zu den Minenfeldern ein. Sie hatten den Befehl, sich zu den Werften zurückzuziehen und nicht imperialen Verbündeten zu helfen, sodass der Chiss-Offizier kein Bedauern verspürte, als er das baugleiche Schiff in Stich ließ. Einen so großen Abstand zu den feindlichen Schiffen konnten sie jedoch nicht wirklich herstellen. Einige Schüsse verloren sich auch in ihre Richtung und trafen die Schilde noch einmal.

"Sir, der eben ausgewählte Dreadnaught ist in Feuerreichweite. Unsere weitreichensten Geschütze können ihn noch gerade so treffen. Sollen wir das Feuer eröffnen?"

Tarek al-Malik, der zweite Offizier an Bord und im Moment auch zuständig für die Bewaffnung des Schiffes, blickte seinen Vorgesetzten fragend an. Es war eine schwierige Entscheidung: Auf der einen Seite zogen sie mehr Aufmerksamkeit auf sich, auf der anderen Seite musste ein Zeichen gesetzt werden, dass man die Worte der feindlichen Commander nicht tolerierte. Symbolische Verstärlung für die "Intrepid" wäre sicher auch nicht schlecht. Also fällte der Befehlshaber auf diesem Schiff eine Entscheidung.

"Schießen Sie. Wollen wir dieser frevelhaften Verräterin einmal zeigen, was passiert, wenn man an der Ehre der imperialen Flotte zweifelt!"


Einige Geschütze drehten sich sofort in Richtung des weit entfernten Verbandes und schossen einige Salven ab. Es war schon etwas beschämend, wenn man die minimale Bewaffnung sah, die vom Schlagabtausch mit dem Defender übriggeblieben war. Doch es musste getan werden, was getan werden musste. Mit einem etwas zufriedenen Ausdruck wandte sich Sharin der fresianischen Kommunikationsoffizierin zu, die immer noch ihre Konsole beackerte.

"Wann steht denn die Verbindung endlich? Ich will endlich wissen, was unsere neuen Befehle sind!"

"Sir, wir können keine Verbindung aufbauen. Scheinbar sind die Kommunikationssysteme des Flaggschiffes zerstört."


Nicht das auch noch! Jetzt konnte die "Harbinger" nicht einmal mehr einen Rückzugsbefehl erteilen. Wenn es nach den offiziellen Richtlinien ging, hatte der 25-jährige Chiss nun bis zum letzten Geschütz zu kämpfen. Doch nun war ihm ernsthaft die Lust vergangen, sinnlos hier zu sterben. Mit ausdruckslosen Gesicht wandte er sich an seinen XO.

"Da Rear Admiral Devaar Throne ja scheinbar gerade verhindert ist, suchen Sie bitte den rangnächsten Offizier in der näheren Umgebung. Kommunikation, bauen Sie anschließend eine Verbindung zu diesem auf."

Nach kurzer Zeit kam auch schon die Nachricht des älteren Chiss.

"Der rangnächste Offizier ist Captain Toji Murata, Befehlshaber der 12. Kampfgruppe. Anscheinend zieht sie sich gerade ebenfalls in die Minen zurück. Desweiteren umfasst sie noch einige Schiffe, die jedoch alle äußerst schwer beschädigt sind."

"Verbindung aufbauen."


Nun, nachdem die "Valkyrie" das schlimmste Schlachtgebiet verlassen hatte, kehrte die Müdigkeit in den Geist von Sharin ein. Nun wollte er nicht mehr kämpfen, besonders nicht mehr so sinnlos wie andere Offiziere es getan hatten. Nun wollte er sogar fliehen. Mühsam musste er schlucken, als ihm die ganze Tragweite seiner Gedanken bewusst wurde. Er, Avalosh'ari'nuruodo, wollte lieber fliehen, als sich ehrenhaft dem Feind entgegenzuwerfen? Eine Schande...

"Verbindung steht."

"Captain Toji, ich bin froh, mit Ihnen sprechen zu können. Neben der 'Harbinger' ist meine Kampfgruppe vollkommen ausgelöscht worden. Da das Flaggschiff jedoch anscheinend keine Befehle mehr weitergeben kann, sehe ich es als meine Pflicht an, mich an den nächsten ranghöheren Offizier zu wenden, damit ich weitere Befehle empfangen kann. Wie kann ich also noch nützlich sein?"


[ Corellia - Hoher Orbit - Planquadrat "E5" - an Bord der "Valkyrie" - Kommandobrücke ] Sharin,


VIN "Valkyrie": Schilde 18% / Hülle 34%
Schäden am vorderen Bugbereich, Hüllenbrüche im vorderen und mittleren Sektor, Schilde zum größten Teil ausgefallen, Waffensysteme auf 67-%-Leistung

Schutzstaffeln
- zwei Staffel Raketenboote [16/24]
- sechs TIE-Inceptor-Staffel [insgesamt: 37/72]
- eine TIE-Bomberstaffel [9/16]
 
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[Corellia – Coronet – Zentrum – eine Sackgasse in der Nähe des Keben-Parks] Lena, Jade, John und der Rest von Noble


Aufmerksam hörte sie dem Sergeant zu, dabei kniff sie die Augen ein wenig zusammen. Schon wieder hatte er es gemacht, sie so sonderbar angesehen. Es war … es war … enervierend und störte ihre Konzentration, wenn sie immer wieder diesen blöden Blick des Sergeanten vor Augen hatte. Lena zwang sich, nicht mehr daran zu denken, wahrscheinlich hatte sie sich das ohnedies nur eingebildet. Sie richtete ihre Aufmerksamkeit zurück auf die Sackgasse und lauschte Johns Befehlen. „Aye, Sir“, sagte sie, als er ihr den Befehl gab, sich auf das nächste Gebäude zu begeben, um die Flüchtenden von dort aufs Korn zu nehmen. Beinahe liebevoll hängte sie sich ihren DC-15 Scharfschützenblaster um die Schulter und wandte sich dann um, um sich mit einem siegessicheren Lächeln auf den Weg zu machen. Sie fühlte die Zuversicht der Jugend, die Sicherheit, unzerstörbar zu sein und alles zu erreichen was sie wollte, auch wenn sie immer wieder mal Rückschläge erfuhr. Doch Johns eigenartige Blicke begleiteten ihre Gedanken nach wie vor. Irgendwann, das nahm sie sich neuerlich vor, wollte sie ihn darauf ansprechen, auch auf die Gefahr hin, sich tödlich zu blamieren.

Die Feuerleiter war schnell erreicht. Niemand hatte einen Schuss auf sie abgegeben, wahrscheinlich waren die tatsächlich so dumm oder blind, wie sie dachte. Dryo und Noval waren in der anderen Richtung verschwunden. Die junge Frau sprang hoch, bekam die Leiter zu fassen und kletterte dann rasch und gewandt hinauf. Als sie am Dach angekommen war, lief sie in geduckter Haltung ans andere Ende und begab sich dort in Stellung. Vor der niedrigen Brüstung lag sie auf dem Boden und robbte so weit vor, dass sie gut zielen konnte. Elf Gestalten zählte sie in der zunehmenden Dämmerung, die hinter allen Möglichen Deckung suchten. Am besten waren da natürlich die geparkten Landgleiter doch vor dem Angriff von oben konnten sie sich dort auch nur unzureichend verstecken. Eine Sekunde lang schloss sie die Augen, blendete aus, dass das dort unten Lebewesen waren, die ebenso den Drang zu leben verspürten wie sie selbst, dann war es vorbei, keine Schwäche mehr, das ließ sie gar nicht erst zu. Wer schwach ist, der stirbt, sagte sie sich hart, justierte die Zielausrichtung und wartete auf den Feuerbefehl. Das war etwas, das ihr leicht fiel. Sie war es gewöhnt, auf der Lauer zu liegen, zu harren, auf den einen Moment, den Moment wo sie die Macht war, die Macht hatte, zwischen Leben und Tod zu entscheiden.

Neugierig, was der Sarge, Jade und die anderen dort unten anstellen würden, drehte sie sich ein wenig und beobachtete das Geschehen weiter vorne auf der Straße. Gerade schoben sie den rumpelnden Müllcontainer vor sich her und veranstalteten jede Menge Krach damit, dazu kam noch das Feuer, welches Jade und Lyn auf die mutmaßlichen Verstecke der Flüchtigen eröffneten. Abermals breitete sich ein breites Grinsen in ihrem Gesicht aus, dann brachte sie den Blaster wieder in Position und wählte das erste Ziel. Noch bevor sie etwas sagen konnte, hörte sie schon Johns Feuerbefehl. Ihr rechter Zeigefinger krümmte sich ein wenig und auf dem Boden, sich in Deckung wähnend, brach ein Mann getroffen zusammen. Doch jetzt musste es schnell gehen. Ihre Lage hatte sie mit dem ersten Schuss verraten. Lena überlegte nicht lange, nicht einmal eine Sekunde gab sie sich, sondern richtete sich auf ein neues Ziel ein. Zur Zielerfassung nahm sie sich nun nicht mehr ganz so viel Zeit. Nächster Schuss. Neben ihr zerbröselte Durastahlbeton durch den Einschlag eines Lasergeschosses. Ein Schuss noch, sie schaute gar nicht mehr, ob sie getroffen hatte, denn nur wenige Millimeter neben ihr bröckelte erneut die Dacheinfassung. Rückwärts und den Kopf schön unten haltend robbte sie davon. Als sie sicher war, nicht mehr entdeckt zu werden, stand sie auf und rannte, den Blaster schussbereit haltend zur Feuerleiter zurück. Flink kletterte sie ein Geschoss hinab und drang dann durch ein Fenster ins Gebäude ein. Abermals geduckt, um nicht leichtfertig durch ein Fenster erspäht werden zu können, huschte sie weiter und beim letzten Fenster hatte sie die Flüchtigen wieder im Blickfeld. Eine Weile hatte sie gefürchtet, sie wäre in die falsche Wohnung eingedrungen. Doch nun atmete sie auf.

„Sarge, sieht gut aus. Ich sehe noch fünf der Flüchtigen stehen. Sie scheinen sich hinter einem Landgleiter zusammenzurotten. Bin jetzt im dritten Stock in einer leerstehenden Wohnung“, gab sie durch. Dann sah sie auch Jade und die anderen, die sich ein heftiges Feuergefecht mit dem Abschaum der Straße lieferten.

Lena kam allerdings nicht mehr dazu, einen weiteren Schuss abzufeuern, weil die umzingelten Personen bereits die Waffen fallen ließen und mit erhobenen Händen hervorkamen. Lena wartete auf ihrer Position und zählte mit. Sieben Leute lagen mehr oder weniger schwer verletzt auf dem Boden, vier kamen mit erhobenen Händen aus der Deckung hervor. Die Scharfschützin hielt sie genau im Auge, denn sie traute keinem von ihnen.

„Ich glaube, ihr habt jetzt alle, Sergeant. Aber ich warte noch hier oben, nicht dass sich so eine lichtscheue Kreatur irgendwo verkrochen hat und auf eine gute Gelegenheit wartet.“

Sie behielt die Personen verschiedener Rassen im Visier, zielte abwechselnd auf jeden von ihnen. Erst als der Sarge und alle anderen diese Personen sicher im Gewahrsam hatten und sie die Sirene der CorSec-Einheit hören konnte, verließ sie ihren Posten.

Die Neugier allerdings trieb sie, sich in der leerstehenden Wohnung vorsichtig umzusehen. Es war ein nettes kleines Appartement. Sie hatte sich im Schlafzimmer befunden, denn dort stand noch ein breites Bett und schien auf organischen Inhalt zu warten, abgesehen vom Ungeziefer, das sich da und dort tummeln mochte. So genau wusste man nie, was sich in den Matratzen bewegte. Ihre angeborene Wissbegierde trieb sie weiter durch die Wohnung. Sie spähte in die Küche, die sehr modern eingerichtet war und wo es sogar leicht nach Kaf roch. Lena verbot es sich, die Kästen zu öffnen und ging weiter ins Bad. Da wäre sie am liebsten geblieben. Sie liebte Bäder, sie liebte warme Schaumbäder … doch sie riss sich vom Anblick der Badewanne los und durchschritt das Wohnzimmer, das gleichzeitig ein Durchgangszimmer in alle anderen Zimmer der Wohnung war. Dort war alles leer geräumt. Rasch lief sie nun weiter zum Fenster und schaute hinunter.

„Befinde mich auf dem Rückweg durchs normale Treppenhaus“, machte sie kurz Meldung, dann verließ sie das Appartement mit einem Tritt gegen die Tür, die naturgemäß abgeschlossen war und sie lobte innerlich wieder einmal den Erfinder der sehr soliden Soldatenstiefel, die einem Tritt erst den richtigen Nachdruck verliehen. Als die Tür aus dem Schloss sprang, hob sie den Blaster und zielte vorsichtig in den Gang hinaus. Hier war es dunkler als draußen oder in der Wohnung. Nur der Streifen Licht, der aus der Wohnung zu kommen schien, erhellte den Gang. Aus einer der umliegenden Appartements hörte sie Stimmen, also lief sie schnell weiter. Laut hallten ihre Schritte im Treppenhaus wider. Immerzu schaute sie sich um, zielte um die nächste Ecke und schon stand sie vor der Haustür und stieß erleichtert den angehaltenen Atem aus. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass sie ihn angehalten hatte während sie gelaufen war. Im Treppenhaus hätte sie beinahe einen Moment lang Panik befallen, sie war wieder auf Denon gewesen, doch dann war es weg und sie wusste wieder wo sie war.

Rasch lief sie nun zum Sammelplatz, wo bereits die meisten Mitglieder von Noble warteten. Die CorSec-Einheit kümmerte sich zwischenzeitlich um den lebenden Müll und karrte die Personen weg, ein Leichenwagen war auch vor Ort, ebenso ein Krankentransporter. Alles in allem, hätte es besser ausgehen können. Lena hätte gern diesen machtverprellten Lichtschwertschwinger [Anakin] vor dem Blaster gehabt, oder wenigstens diesen Langhals [Tzun Suz], doch da hatte ihr ja eine irre gewordene Kompanie aus Sträflingen einen Strich durch die Rechnung gemacht.


[Corellia – Coronet – Zentrum – eine Sackgasse in der Nähe des Keben-Parks] Lena, Jade, John und der Rest von Noble
 
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[Corellia-Coronet-Planquadrat F8-Golden Residence Hotel Kellergeschoss-Strafkompanie Resh-Krill-Usk] Adon Krynow, Darek Trask

Drei war das Stichwort auf dem beide Squads mit Seargent Krynow und Seargent Trask an der Spitze in das Kellergeschoss stürmten und begannen alles peinlichst genau abzusichern und auf Feindliche Aktivitäten zu überprüfen.
Als alles gesichert war ging es an die Lobby.


"Alles klar Niko, hier unten ist nichts, es geht ein Stockwerk höher, in die Lobby!"

Gemeinsam traten sie die Tür ein, die aus dem Kellergeschoss führte und marschierten in die Lobby, in der schon andere Imperiale Strafeinheiten herumstanden und auf weitere Befehle warteten.
Anscheinend hatte Captain Muldoon schon gestürmt und der Feind hatte sich eine Etage höher geflüchtet und dort Stellung bezogen, na das konnte noch lustig werden.

Krynow und Trask gingen schnellen Schrittes zu ihrem raubeinigen Captain herüber um mehr über die derzeitige Lage zu erfahren.
Ein Lieutenant kam zu ihm und erstattete Bericht, aber alles was Darek mitbekam waren die Worte des Captains.

„Gut Lieutenant. Lassen sie den Fahrstuhl und den Treppenaufgang checken. Außerdem will ich das ihre restlichen Männer auch von CorSec abgelöst werden und zu uns kommen, ebenso wie 10 Mann von Buzz Platoon. Buzz soll weiter die Überwachung außerhalb des Gebäudes mit CorSec koordinieren. Und Rother, jeder der sich jetzt noch im Gebäude befindet wird als potenzieller Feind angesehen und auch so behandelt !“

Na das gefiel Darek schon eher, dann nach ein paar weiteren Befehlen für da weitere Vorgehen an seine Untergebenen wandte sich der Captain Krynow und Trask zu die mit gezogenem Gewehr und entsichertem E-11, vor ihm standen.

Krynow, Trask. Dieses Pack sitzt eine Etage über uns und wartet das wir ihnen über die Treppe in die Arme laufen. Aber ganz so einfach werden wir es ihnen nicht machen. Rother wird mit seinem Platoon auf der Haupttreppe los legen und ihr Feuer auf sich lenken. Wir werden über eine schmale Nottreppe am Ende des Ganges nach oben vorrücken und die Jedi Freunde von hinten angreifen !! Alles verstanden ? Dann los !.“


Darauf konnte der junge Seargent unbekannter Herkunft nur eines antworten.

"Ja sir, machen wir uns an die Arbeit !"

Nun ging es an die Nottreppe und die Squads von Darek und Niko machten sich auf um zusammen mit Captain Mudoon den Hinterhalt zu starten.
Als sie oben angekommen waren startete Master Seargent O´lirie den frontalen Angriff der schließlich nur zur Ablenkung gedacht war.
Wärenddessen trat der erste Soldat Muldoons die Tür der Nottreppe, die in den langen Gang des ersten Stocks fürhte, ein und ging mit eine wild abgefeuerten Blastersalve in Richtung Feind in Deckung, alle nachkommenden Soldaten taten es ihm gleich.
Krynow und Darek gaben Muldoon Feuerschutz, wärend sich dieser in den Gang drengelte und ebenfalls, wie die beiden Seargents nach ihm, in deckung ging.
Von der regulären Treppe in den ersten Stock drang das Gekreische von Laserladungen die von einer Richtung in die andere flogen und in die Wände und Türen einschlugen.
Darek saß hinter seiner Deckung, einem umgeworfenen Schwebewagen den die Hotelangestellten dazu benutzten um essen und Getränke zu den verschiedenen Zimmern zu transportieren.
Jetzt war es lediglich dazu da um dem jungen Seargent genügend Deckung zu bieten das ihm nicht der Kopf abschossen wurde.
Langsam mit seinem Blastergewehr voran und in geduckter Halten reckte er den Kopf ein Stück weit aus der Deckung um Captain Muldoon und Seargent Krynow zu suchen, wärend seine Squad-Mitglieder weiter feuerten.
Alles was er sehen konnte war einer dieser Aliens, ein Bimm, wie man offensichtlich erkennen konnte und ein Menschenmann.
Dieser konnte möglicherweise der Jedi sein, da er keine Blasterwaffe parad hatte, die er wohlmöglich auch nicht benötigte.
Darek konnte sich jetzt nicht auf den Captain oder den anderen Seargent kümmern, sie mussten die Widerständler erledigen, das war ihre Aufgabe.
Der bärtige Offizier ging nun hoch, raus aus seiner Deckung und wies mit einer einfachen Handbewegung nach vorne, seine Männer an den Bimm nieder zumachen.


"Und gebt mir auf den Jetii acht, den müssen wir lebend fangen, aber haltet ihn auf Distanz solange er nicht außer Gefecht gesetzt ist, Verstanden !?" Feuer !"

Damit begann der Laserhagel und Darek feuerte mit.

[Corellia-Coronet-Planquadrat F8- Nottreppe im Golden Residence Hotel- Strafkompanie Resh-Krill-Usk] Robert Muldoon, Adon Krynow, Darek Trask, böse Widerständler und noch böserer Jedi
 

[ Corellia - Coronet - Planquadrat "F8" - Baustelle der Bank von Coronet - unweit der Absturzstelle der Lambda-Fähre ] Milan, Padme, Tzun & Jaina, NPCs

Nun liefen sie schon seit einigen Minuten hier herum und hatten immer noch kein Versteck gefunden. Es wurde immer wahrscheinlicher, dass gleich aus irgendeiner Ecke Soldaten der imperialen Armee oder CorSec-Einheiten auftauchen würden und sie einfach über den Haufen schießen würde. Vielleicht sollten sie sich aufteilen. So konnte es zumindest nicht weitergehen. Dabei war er doch einer der Hauptorganisatoren des ganzen Ausbruchs. Dass dieser so ein phänomenaler Misserfolg wurde, gab ihm wirklich zu denken. Hätten sie lieber im Vorhinein alle Details genauestens erforscht, hätten sie jetzt nicht diese ganzen Probleme. Wirklich, sehr super. Milan konnte sich wirklich etwas Besseres vorstellen, als die ganze Zeit über Schutthaufen und unter Stahlträgern hindurchzukriechen.

Endlich machte eine Sakakoanerin, deren Stimme durch den metallenen Mundmantel recht seltsam klang, auf eine Anhäufung von Beton aufmerksam. Ein Durchgang führte in die Dunkelheit und wirkte dementsprechend wenig verlockend. Die Frau, die anscheinend ein Mitglied der Bordmannschaft von Commander No war und mit ihren metallenen Hand auf die Öffnung zeigte, hatte jedoch ihre einzige mögliche Rettung gefunden. Das Versteck würde nicht wirklich weit entfernt von der Absturzstelle sein, doch vielleicht würden diese idiotischen Imperialen eben deshalb nicht hier suchen und ihren Fahndungskreis immer größer ziehen ohne sie hier aufzuspüren. Als dann noch der Kaminoaner erklärte, dass es sich wahrscheinlich um einen Aufzugsschacht handelte, war die Entscheidung des Operative gefallen.

"Gute Idee. In einem Liftschacht wie diesen hier werden sie uns sicher nicht vermuten. Los, alle rein, sonst werden wir noch so kurz vor dem Ziel erwischt."

Er betrat als einer der ersten den recht breiten Kanal. Wahrscheinlich sollte er irgendwann einmal den luxuriösen Fahrstuhl irgendeines stinkreichen Bankers werden, mit verspiegelten Wänden und vergoldeter Decke. Dafür brauchte man natürlich keinen normal großen Aufzug, sondern nur ein extrem breiter. Der Rendilianer fühlte sich an seine Zeiten bei "Rendili Star Drives" erinnert. Damals, vor unzähligen Ewigkeiten, war er nur in solch monströsen und vollkommen überdimensionalen Aufzügen die Gebäude hoch und runter gerauscht. Nun hing er in einem solchen fest und bangte um sein Leben. Ein leichter sozialer Abstieg.

Von hinten wurde er weiter in den Raum gedrückt. Die ehemaligen Gefangenen machten es sich auf den Betonträgern, die ihre einzige Steh- und Sitzmöglichkeit waren, so bequem wie möglich und starrten mit angstgeweiteten Augen in die Leere der Finsternis. Da es draußen immer dunkler wurde, fiel auch immer weniger Licht in den düsteren Rohbau. Der alte Mann spürte das Adrenalin durch seine geschundenen Glieder strömen. Er konnte sich nicht setzen, unmöglich. Dazu war er viel zu aufgedreht. Also begab er sich auf Erkundungstour. Etwas weiter hinten gab es einen Durchgang zu einem weiten Gang, den er nun betrat.

"Leute, ich bin mal kurz weg. Ich schau mal, ob es hier irgendwo noch weitere Fluchtwege nach draußen gibt."


Vollkommen unerwartet war Korridor völlig verdreckt. Überall lag Schmutz und Schutt herum, sodass ein sicheres Auftreten kaum möglich war. Was passieren würde, wenn er hier irgendwie ausrutschte und sich den Knöchel verstauchte, wollte er sich gar nicht vorstellen. Unweigerlich verursachte sein Vortasten laute scharrende Geräusche. Wenn nun irgendein imperialer Soldat am anderen Ende des Ganges stehen würde, würde dieser sofort auf ihn aufmerksam werden. Eine Bantha-Ratte verursachte nicht so viele Geräusche.

Gerade als er seinen Blick ausnahmsweise von seinen Füßen hob, auf denen er die ganze Zeit ruhte, um mögliche Hindernissen schnellstmöglich auszuweichen, sah er weiter vorne Lichtstrahlen die Dunkelheit erhellen. Sofort stellte er seine Lampe aus, drückte sich an die Wand und überlegte, was er tun sollte. Viele Möglichkeiten gab es nicht. Im Glauben, dass ein erneutes Zurückgehen einfach zu viele Geräusche verursachen würde, legte er sich in einer kleinen Nische auf die Lauer. Vielleicht war es nur ein einziger ihrer Häscher, den er ohne große Gefahr unschädlich machen konnte.

Nun wurden die Schritte auch deutlich vernehmbarer. Zu Milans Entsetzen musste er feststellen, dass es sich nicht um nur ein Beinpaar handelte, sondern mindestens ein Dutzend. Das konnte er niemals schaffen. Er war kein Kämpfer! Er war ein Denker! Sein Herz schlug so laut, dass er fürchtete, die Unbekannten vor ihm könnten es hören. Doch diese schienen scheinbar taub zu sein. Ohne inne zu halten gingen sie weiter an Milan vorbei, der sich immer noch in seine Ecke drückte und betete, dass kein umherschweifender Lichtstrahl ihn treffen würde. Als fast alle dieser unheimlichen Gestalten vorbeigegangen waren, fasste sich der Operative an der Ehre, sprang auf und umschlang eine wehrlose Frau, die eine CorSec-Uniform trug. Aha, daher wehte der Wind! Die imperiale Verwaltung ließ jetzt also CorSec sprichwörtlich die Drecksarbeit machen! Nun, dann mussten also diese verräterische Schlägertruppe, die nur aus Geldgier mit dem Imperium zusammenarbeitete, leiden. Er richtete seinen Blaster an den Kopf der jungen Frau, die dunkelbraune, schulterlange Haare, hatte, und wandte sich mit autoritärer Stimme an die versammelte Gruppe, die aufgrund der Enge des Ganges kaum reagieren konnte.

"Stehen geblieben! Keiner von Ihnen bewegt sich, sonst ist Ihre nette Kollegin hier gleich mausetot. Was treibt Sie als ehrbare Ordnungshüter Coronets in diese Drecksanstalt hier? Doch nicht etwa die imperiale Armee? Sie alle lassen jetzt sofort die Waffen fallen. Bis ich bis drei gezählt habe, liegen alle Blaster auf dem Boden!"

Hektisch schaute Milan sich um. Er hatte sich die Frau aus der Mitte der kleinen Kolonne geschnappt, sodass er von beiden Seiten einfach erschossen werden konnte. Was der Operative tun würde, wenn die Polizisten nach seinem Countdown nicht die Waffen ablegen würden, wusste er nicht. Noch eine Person heute hinterrücks zu erschießen würde er wahrscheinlich nicht fertig bringen. Besonders nicht so eine junge wie diese hier.

"Also, eins..."


[ Corellia - Coronet - Planquadrat "F8" - Baustelle der Bank von Coronet - Gang zum Liftschacht ] Milan, Jezabel, NPCs
 
:: Corellia-System :: im Orbit über Corellia :: Werftanlagen der Corellian Engineering Corporation :: Haupthangar :: Captain TK-1704 samt seiner Kompanie


Blasterfeuer peitschte über den Kopf von Captain TK-1704 hinweg. Der Kompanieführer der elitären Sturmtruppen hatte nich mit einer derartigen Offensiv-Schlagkraft der Rebellen gerechnet. Nicht nur kamen sie mit den verschiedensten Landungsfähren und Truppentransportern, nein sie deckten ihre Truppen auch noch durch in den Hangar fliegende Raumjäger. Die schweren Laserkanonen der X-Flügler vaporisierten schwere Geschützstellungen der Verteidiger, ließen von schweren Kampfläufern nur rauchende Trümmer und verbrannten ganze Squads zu Staub. Natürlich erhielten auch die feindlichen Einheiten entsprechende Gegenwehr und das kombinierte Feuer von E-Web-Stellungen und Kampfläufern fing so manches Landungsschiff ab. Doch die Zeit spielte den Rebellen-Einheiten in die Karten. Mehr und mehr Schiffe drängten nach, immer öfter klappten Laderampen auf und ermöglichten so Infanterie-Truppen den Weg in die Werft. TK-1704 spähte über seine Deckung, legte den E-11 Blaster an und schickte eine Salve von gleißend roten Strahlenbündeln in Richtung feindlicher Soldaten. Ein nichtmenschlicher Militär erhielt einen zentralen Brusttreffer und hauchte sein Leben aus, noch ehe er den Boden des Hangars berührte. Die Antwort der Angreifer bestand aus wildem Sperrfeuer, unterstützt von den schweren Kanonen auf dem Rumpf des nahen Landungsschiffes. Die Verteidigung der Werft verkam mehr und mehr zum Chaos.

"Sofort ein E-Web auf diese Truppen dort ausrichten!", befahl der bullige Hüne im weißen Plastoid-Panzer. Sein ausgestreckter linker Zeigefinger deutete auf die sich nähernden Feinde und er wusste, dass seine Kompanie ihn nicht im Stich lassen würde. Kurz nach seinem Befehl riss der Captain seine Waffe wieder hoch und gab einen weiteren Feuerstoß ab. Nichts und niemand konnte dem konzentrierten Beschuß aus dem imperialen Standard-Armee-Blaster widerstehen. Erneut starb ein Rebellen-Soldat durch blutrotes Feuer. Dann wurde das mächtige E-Web-Geschütz eingesetzt. Auf seinem Dreibein surrte die schreckliche Waffe und mähte mit langanhaltenden Salven ein halbes Dutzend gegnerischer Waffenträger nieder. Sofort spähte TK-1704 über den Rand seiner Deckung und sah die zuckenden Leiber der Sterbenden. Doch hinter ihnen drang eine noch größere Zahl an Rebellen vor. Erneut wurde seine Stellung mit Blasterfeuer überzogen und der Elite-Soldat duckte sich hinweg. Die Situation wurde langsam verzwickt. Doch noch hatte man gewisse räumliche Vorteile.

Gerade als er sich diesen Gedanken gestattete, vernahm er die donnernden Schritte eines gewaltigen AT-ST-Kampfläufers. Die unter der Kanzel befindlichen Läufe der schweren Blasterkanonen ruckten kurz in eine neue Position und schickten dann Beschuss in hoher Kadenz auf die Reise. Abermals fand eine Vielzahl republikanischer Männer und Frauen durch die gebündelten Hitzestrahlen ihr Ende. Doch selbst diese Orgie der Vernichtung und der Lethalität konnte der Moral keinen Abbruch erteilen. Wieder und wieder stürmten die Rebellen vor. Durch pure zahlenmäßige Überlegenheit überrannte sie eine Verteidigungslinie nach der nächsten. Verteidiger starben. Sicherheitsleute der CEC-Werften, imperiale Armee-Soldaten und sogar die loyalen Sturmtruppen. Unweit von TK-1704 schlug der Beschuß eines weiteren X-Flüglers ein, der kurz darauf den AT-ST erfasste. Die hochenergetischen Strahlen zerfetzten die Pilotenkanzel, schmolzen Durastahl und hinterließen nicht mehr, als qualmende Laufpylonen.


"Raketenwerfer einsetzen! Alle konventionellen Truppen sollen sich zur letzten Verteidigungslinie zurückziehen!", wies der Sturmtruppen-Captain an. Prinzipiell hatte der Elite-Soldat im schneeweißen Panzer nicht das Kommando hier im Hangar - aber im Eifer des Gefechts folgte fast jeder Soldat den Anweisungen eines Sturmtrupplers. Das Korps besaß seinen gesonderten Status nicht aufgrund ihrer formschönen Schutzkleidung, sondern allein wegen der Effizienz.

Der Befehl indes beinhaltete die Nutzung der einigen, wenigen PLX-2M Raketenwerfer. Die Munition dieser kantigen Waffensysteme besaß ausreichend Sprengkraft, um auch einem X-Flügler gefährlich werden zu können. Und genau darauf spekulierte der Captain. Zudem musste man dem Feind aufgrund seiner Überlegenheit wohl oder übel den Haupthangar überlassen. Captain TK-1704 erhob sich, riß den Blaster in die Höhe und schickte eine weitere Serie von Lichtblitzen in die Reihen der Feinde. Kurz darauf zischte ein düsenbetriebenes Projektil über die Köpfe der imperialen Verteidiger hinweg und schlug krachend gegen die Kanzel eines republikanischen Landungsschiffes. Die folgende Explosion riß nicht nur das Vehikel auseinander, sondern überschüttete eine größere Anzahl von feindlichen Soldaten mit flüssigem Feuer. Schrapnelle und glühende Trümmerstücke töteten weitere Gegner - doch der unheilsbringende Raumjäger existierte noch immer.

Blasterfeuer zuckte. Laserkanonen von Raumschiffen schickten tödliche Strahlen gen imperialer Soldaten. Die bemannten Geschütze der bereitstehenden Frachter feuerten ihrerseits auf Landungsschiffe und Republik-Jäger gleichermaßen. Beschuß hier, Streufeuer dort. Dann wieder Explosionen. Auf beiden Seiten starben tapfere Leute. Angreifer wie Verteidiger zahlten einen hohen Preis. Die Einen, weil Befehle dafür sorgten, dass sie etwas mit ihrem Leben bewachten, was eher symbolischen Wert besaß. Die Anderen aufgrund des flammenden Dranges, eine Welt aus den Klauen despotischer Tyrannen zu reissen. Doch der zu zahlende, endlichste Preis war hüben wie drüben gleich.


"Rückzug!", schrie der Sturmtruppen-Captain in sein Helmkom. Die Überlebenden seiner Kompanie erhoben sich synchron und mähten mit konzentrierten Schüssen reihenweise Feinde nieder. Immer wieder fiel auch einer der weißgepanzerten Elitekrieger. Doch imperialen Sturmtruppen versagte die Moral nicht. Sie zogen sich feuernd zurück, während ihre Brüder starben. Doch niemand kam auch nur ein Gedanke an Flucht.

Zwei nahe AT-PT zerplatzten förmlich, als der republikanische X-Wing die Strahlen seiner vier Laserkanonen über sie strich. Glühende Teile spritzten in alle Himmelsrichtungen davon, zerfetzen dabei imperiale Soldaten und unterbanden den Rückzug eines ganzen Zuges von Militärs. Das Gros der imperialen Truppen jedoch konnte sich mehr und mehr zurückziehen. Man würde die Verteidigung der Werft nun auf den Gängen, Fluren, Korridoren und Fertigungsstraßen. Und TK-1704 vermutete, dass die Rebellen nicht nur im Haupthangar gelandet waren.



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°~Corellia – Coronet City ~°, Baustelle, Bank von Coronet Jezabel, Widerständler, irgendwo Milan, Joya, Padme, Jaina, NPCs

Als der Blasterlauf sich aus dem Dunkel des Rohbaus an Jezabels Kopf drückte, wusste sie im ersten Augenblick nicht, ob sie weinen oder lachen sollte – dann aber entschied sie sich wütend zu sein, als sie erkannte, dass jemand im Alleingang versuchte, den angeblichen CorSec-Angehörigen zu drohen und dieser Jemand (Milan) zum neurepublikanischen Geheimdienst gehören musste, die den corellianischen Widerstand unterstützen sollten. Wenigstens wusste sie jetzt, dass es wenigstens einer der für Coronet eingeteilten Agenten geschafft hatte.

„Ich bin es, Tali Gered.“,

zischte sie ungehalten. Sie versuchte erst gar nicht, sich gegen die Umklammerung zu wehren, da sie überzeugt war, dass der Mann ihr Kontakt ‚Madras’ war. Jedenfalls schien ihn die Nennung des Codenamens zu überzeugen, dass er eine Kollegin vor sich hatte, senkte seine Waffe und löste die Umklammerung. Auch die Widerständler um Enna Ghouri senkten ihre Blaster, nachdem der Agent, ein bereits etwas älterer Mensch, sie freigegeben hatte. Sie blieben bei ihren Tarnnamen, auch wenn der Name ‚Madras’ für ihn nun eher unpassend wirkte. Er setzte sie darüber in Kenntnis, dass sie sowohl mit befreiten, nichtmenschlichen Gefangenen als zwei Angehörigen des Jedi-Ordens auf der Flucht waren. Ein Teil hatte sich in das ‚Golden Residence Hotel’ abgesetzt, während sich der andere bei ihm in der Nähe befand. Madras wollte nun zu diesem Teil stoßen und bat nun um Unterstützung.

„Im ‚Golden Residence’ operiert eine weitere Widerstandszelle, zu der wir allerdings keinen näheren Kontakt haben und auch aus Sicherheitsgründen weiter vermeiden wollen.“,

kommentierte die Widlerständlerin in der CorSec-Uniform, wonach sie sich kurz mit ihren Kameraden beriet.

„Sie haben gesehen, wie dieses Gebiet überwacht wird. Ich biete Ihnen an, dass wir uns um den Rest Ihrer Gruppe kümmern. Noch funktioniert unsere Tarnung als CorSec-Mitarbeiter und können die befreiten Nichtmenschen sicher in eine unserer Notfallunterkünfte unterbringen. Wir werden dann wieder Kontakt mit Ihnen aufnehmen.“

„Einverstanden – falls Sie nichts mehr von uns hören, liegt die Verantwortung für die Befreiten bei Ihnen.“,

erwiderte Jezabel knapp, nachdem sie von Enna Ghouri mit einem Blaster und einer Vibroklinge versorgt worden war. Trotz des Ärgers über anfänglichen Schwierigkeiten, die sich mit der Zusammenarbeit oder auch Nicht-Zusammenarbeit mit den anderen NRGD-Agenten ergeben hatten, freute sie sich darauf, endlich in Aktion treten zu können. Aufmunternd nickte sie ihrem älteren Kollegen zu.


°~Corellia – Coronet City ~°, Baustelle, Bank von Coronet Jezabel, mit Milan aka Madras unterwegs - Widerständler mit Joya, Padme, Jaina, NPCs
 
Corellia System – Corellia – Coronet City – Hotel „Golden Residence“ – Vor dem Eingang - Robert Than- Atos (Anakin), Leroy McFayden (Milan), Tzun und Elena Somnus(Padme); zwei Mitarbeiter des Widerstandes (NPCs)


Padme war so gar nicht glücklich, daß sie Anakin die Energiezelle ihres Lichtschwertes hatte geben müssen, damit es ihnen gelang, die Lichtschwerter in das Gefängnis zu schmuggeln. Eine andere Waffe konnte sie aufgrund ihrer Rolle nicht mit sich nehmen. Zwar beinhaltete die Arzttasche von Elena einige Dinge, die zur Not sehr gut als Waffe taugten, aber glücklich war sie damit nicht. Und sie war mit Sicherheit nicht die einzige, die so dachte. Einzig Milan konnte in seiner Rolle ohne Schwierigkeiten eine Waffe bei sich tragen.
Sie mußten nicht lange warten, bis ihr Transportmittel ankam und sie einstiegen. Anakin und ihm nachfolgend Milan nutzen die Möglichkeit, sich auf ihre Rolle einzustimmen.
Padme enthielt sich jeden Kommentars, auch wenn die Thematik durchwegs zu der Verachtung, die sich aus den Akten ihrer Alter Egos erahnen ließ, paßte. Stumm folgte sie dem Austausch zwischen Milan und Anakin, dem auch Tzun etwas beisteuerte.

Und so atmete sie unwillkürlich auf, als sie endlich vor dem Gefängnis hielten, ausstiegen. Die Kontrolle durch die Wärter ließ nichts zu wünschen übrig und Padme warf dem Wächter mehr als nur einen genervten Blick zu. Elena und Konsorten fanden diese Kontrollen mit Sicherheit komplett überflüssig und störend in ihrer wahnhaften Mission.
Für Padme kam es nicht überraschend, daß der Gefängnisdirektor sie erwartete, aber Milan schien darüber nicht so glücklich zu sein. Allerdings kam es nicht in Frage, ihm einen aufmunternden Blick zu zuwerfen, denn das war unpassend gewesen und hätte unter Umständen mehr Fragen aufgeworfen, als nötig wäre.
Aber als imperialer Kommissar durfte er sich mit Sicherheit das selbstlose Eigenwerbung des Direktors anhören, der nicht ahnen konnte, daß sich seine Mühe im keinen Fall rentieren würde. Wenn nur halbwegs alles so liefe, wie angedacht, dann wäre dieser Tag zukünftig der Tag der absoluten Katastrophe für den Direktor.
Padme hoffte, daß er den Verstand hatte, sich auf einem neutralen Planeten in Sicherheit zu bringen.

Als sie über den Innenhof geführt wurden, blieb Padme, aber wahrscheinlich Anakin nicht verborgen, daß Milan ziemliche Angst verspürte. Die beiden Jedi waren gezwungen, nach außergewöhnlichen Erschütterungen in der Macht „Ausschau“ zu halten, um sich nicht unverhofft einem Sith gegenüber zu sehen.
Bedauerlicherweise wußte sie kaum etwas über den älteren Widerständler, was nun dazu führte, daß sie nicht einmal erahnen konnte, warum er solche Angst verspürte. Aber selbst wenn sie den Grund gewußt hätte, dann wären ihr die Hände gebunden gewesen, denn sie durften nicht aus ihren Rollen fallen.
Aber als sie die Arkaden durchschritten hatten, merkte sie mit Erleichterung, wie dessen Angst abflaute. Innerlich atmete sie erleichtert auf.

Das Büro war wieder ein hervorragendes Beispiel, wie man auf kleinem Raum zwei Welten erschaffen konnte. Der Direktor ließ es sich natürlich an nichts mangeln, vor allem nicht an verbotenen Importartikeln, die beredet Zeugnis darüber ablegten, wie leicht sich für manche die Verbote umgehen ließen.
Der Direktor machte einen leicht lächerlichen Eindruck, als er mit kleinen, trippelnden Schritten hinter seinem Schreibtisch hervorkam. Trotzdem wäre es ein Fehler gewesen, ihn zu unterschätzen. Man wurde nicht Direktor eines so großen Gefängnisses, weil man sich durch besondere Freundlichkeit auszeichnete.

Aber als der Direktor sie begrüßte wie lange verloren geglaubte Familienmitglieder, schaute Padme alias Elena irritiert drein. Niemand war der Besuch dieser Kommission wirklich willkommen, denn es gab leichtere Wege, unliebsame Gefangene loszuwerden. Und die Auswahlkriterien dieser Kommission schienen besonders undurchsichtig, um sich großer Beliebtheit zu erfreuen.
Zum Glück platzte Milan alias Leroy der Kragen und Padme biß sich kurz auf die Lippen, um sich ein Grinsen zu verkneifen und warf dem Direktor bei Leroys Ausbruch einen teils mitleidigen, aber überwiegend hämischen Blick zu.
Als der Direktor dann mit der Schnelligkeit eines Mannes, der gerade feststellt, daß seine Hose brennt, den Raum verlassen hatte, warf ihnen Milan einen Blick zu. Padme zwinkerte ihm kurz zu, blickte die anderen an und setzte dann wieder die gleichgültig- gelangweilte Miene von Elena auf.
Anakin jedoch konnte sich anscheinend die günstige Gelegenheit nicht entgehen lassen, sich mit Hilfe des Datapads in die Datenbanken des Gefängnisses zu hacken.
Padme blickte ihn stirnrunzelnd an, als er erwähnte, daß die Datenbanken verschlüsselt wären. Was hatte er denn erwartet? Diese Daten dienten schließlich nicht Reklamezwecken und wurden der breiten Öffentlichkeit unter die Nase gerieben.


“Wehe, wenn dieser nicht autorisierte Zugriff einen Alarm zur Folge hat, dann setzt es gleich einen Tanz, der weniger schön sein wird. Es könnte unsere Mission gefährden, Anakin.“

sagte sie eindringlich, aber vor allem besorgt.
Sie hörte nur noch, wie Anakin meinte, daß er Zugang zu den Datenbanken erlangt hatte, aber alle weiteren Informationen konnte sie nicht ersehen, ohne aus der Rolle zu fallen. Anakin schien sich dagegen in das Studium seines Datapads vertief zu haben, und Padme hätte zu gerne gelesen, welche Informationen er erlangt hatte.
Als er auf einmal meinte, daß er sich entschuldigen müsse, zog Padme überrascht die Augenbraun hoch. Was sollte das nun wieder heißen?
Zwar mochte seine Erklärung dem Wächter unter Umständen zufriedenstellen, aber sie selbst nicht.
Aber lange ließ er sie nicht im Unklaren, kurz darauf hatten sie einen Moment, wo Anakin sie über seine Erkenntnisse und Pläne aufklärte und ihr auch die Daten zukommen ließ, die ihm dabei geholfen hatten.


“In Ordnung, wir kümmern uns drum.“

antworte sie leise, bevor Anakin verschwand und die Gruppe einen Augenblick brauchte, um sich wieder zu sammeln.
Milan fand es dienlich, dem Wärter noch einmal seine Grenzen aufzuzeigen und läutete damit den weiteren Verlauf der Mission ein.
Dennoch war es im Moment schwierig, direkt mit Milan zu reden, denn der Wärter hatte die besten Absichten, dem Kommissar und seiner Gruppe auf jede nur erdenkliche Weise dienlich zu sein und konnte nicht ahnen, wie sehr sie sich an seiner Dienstbeflissenheit störten.
Milan hatte es gerade geschafft, ihre Begleitung ansatzweise zu verstreuen und Padme wollte gerade den Widerständler ins Bild setzen, als ein Wärter mit einer Gefangenen den Gang entlang kam.
Padme verkniff sich eine Grimasse, das Timing war absolut miserabel. Milan dagegen reagierte famos. Er polterte wieder los, und seine Worte waren eines imperialen Kommissars wirklich würdig, auch wenn sie sich alle drei bei diesen Worten innerlich vor Ekel schüttelten.
Bei der Bezeichnung „Aushilfsamöbe“ gestattete sich Elena ein leises Kichern. Es tat gut, sich kurz der Anspannung entziehen zu können, auch wenn ihr der Wächter anderseits auch leid tat, weil er alles abbekam. Auch wenn er gewiß nicht ein unschuldiges Opfer war, so lag es ihr fern, ein Urteil über ihn zu fällen.
Scheinbar waren sie nicht die einzigen, denen Milans Worte nicht gefielen, denn die Gefangene protestierte und tat ihre Meinung über das Imperium kund, was der sie begleitende Wärter direkt und tätlich unterband.
Die Tatsache, daß man wahrscheinlich nicht die Möglichkeit haben würde, genügend Transportmittel für alle Gefangenen zu organisieren, war ein herber Rückschlag.
Tzun hatte einen interessanten Vorschlag, als Anakin zusammen mit dem Commander bei der Gruppe eintraf.
Anscheinend war nicht alles glatt gelaufen. Sie selbst hatte die kurze Zeit genutzt, um das Lichtschwert in ihrer Tasche wieder zusammenzusetzen. Sie zog die Waffe allerdings nicht.


“Unsere Deckung ist im Eimer, wie?“

fragte Padme rein rhetorisch und schaute Anakin an. Leichter würde ihre Aufgabe dadurch nicht werden.
Allerdings hatte sie nicht damit gerechnet, daß sich der Commander auf sie stürzen würde. Sein Ziel war Tzun gewesen, aber Anakin brachte die Lage rasch unter Kontrolle. Allerdings wäre es ihr bei weitem lieber gewesen, wenn Anakin sich die Erklärung mit den Jedi einfach für irgendwann später aufgespart hätte.
Allerdings fand sie Tzuns Worte vom genetischen Abfall alles andere als passend, aber er war nur kurz vor der Abreise erst bei den Jedi angekommen und die Panik schien ihn bei diesem Angriff zu packen. Aber er hatte sich schnell wieder im Griff und brachte dem Commander Verständnis entgegen.
Padme warf Milan einen entschuldigenden Blick zu, daß sie ihn im Unklaren gelassen hatten, aber sie hatten nicht die Zeit für Erklärung.
Anakin versuchte No´s Wunsch nachzukommen, während sie mit den beiden Widerständler in die andere Richtung lief, um die menschlichen, politischen Gefangenen zu befreien. Dreadfuse hatte ihr anständige Kämpfer mitgegeben, die ihr Werk verstanden. Sie konnten die ersten beiden Wächter ohne Mühe überrumpeln. Anscheinend war Anakin so gründlich gewesen, daß noch kein Alarm weitergegeben worden war. Mit Hilfe des Datapads gelang es einem der beiden Widerständler die Zellentrakte zu öffnen.
Doch zu ihrem Erstaunen blieben die Häftlinge irritiert und mißtrauisch in ihren Zellen, was anderseits aber auch nicht unverständlich war.


“Meine Damen und Herren, Ihre imperialen Bewacher sind mit Sicherheit in wenigen Minuten hier. Sie sollten sich beeilen.“

schrie der andere Widerständler jetzt so laut es ging.
Aber Padme wußte, daß man ihm nicht so leicht Glauben schenken würde, also aktivierte sie ihr Lichtschwert.
Das charakteristische Knistern, als die Waffe zum Leben erwachte, schien die Leute eher zu bewegen, wenigstens einen Blick hinaus zu werfen.
Die für Padmes Lichtschwert typische graublaue Farbe, die den breiten Korridor in seinem Schein tauchte, tat ein übriges.


“Es ist ihnen überlassen, ob sie den Versuch unternehmen wollen, zu fliehen. Aber die republikanische Flotte ist im Orbit in einen Kampf verwickelt. Es ist meine Aufgabe, sie darüber in Kenntnis zu setzen, daß im Falle einer imperialen Niederlage, eine Massenexekution durchgeführt werden soll. Die Entscheidung liegt bei Ihnen!“

erklang Padmes Stimme klar und deutlich.
Und mit einem Mal schien durch die eingesperrten Menschen zu gehen. Erst kurz zögernd, aber dann drängten alle mit einem Mal durch die Türen ihrer Zellen.
Die Waffen der beiden Wächter fanden sich rasch in den Händen der Gefangenen wieder, wie sie sich anscheinend ihre Gedanken über einen Ausbruch gemacht zu haben schienen. Zehn Männer schienen die Anführer zu sein und die Gefangenen teilten sich selbständig in Gruppen auf.
Padme schloß sich der Gruppe, die sich zum Hangar begab an, wobei sie bereits auf dem Weg auf Milan und den Rest trafen. Lediglich Anakin war bereits vorausgegangen, um die Sicherheitskräfte im Hangar auszuschalten, wie ihr Milan mitteilte.

Anakin und Padme trennten sich, um die beiden Fähren zu bemannen, wobei Padme sich fragte, wieso sie gerade flogen. Aber sie hatten nicht viel Auswahl und so starteten die beiden Fähren, als Anakin sie über den Kanal nach einem Ziel fragte. Padme wußte nicht, wo die beiden Widerständler abgeblieben waren, die laut Dreadfuse bei ihnen bleiben sollten.
Die beiden Fähren starteten in Richtung Hotel, aber anscheinend war es mit ihrem Glück zu Ende. Die Luftüberwachung war aufmerksam geworden, was kein Wunder war, denn aufgrund der Schlacht war der Luftraum penibel überwachtes und nur von militärischen Maschinen genutztes Gebiet.
Die auf sie Kurs nehmenden Jäger würden sie ohne Rücksicht auf Verluste abschießen und die Fähre bot ihnen keinen Schutz. Aber da neigte sich das Shuttle mit der Nase in Richtung Boden, daß sie gerade noch eine Möglichkeit fand, sich selbst festzuhalten und eine weitere Person, die an ihr vorbeiflog, zu greifen.
Der Aufprall war hart und aufgrund der Tatsache, daß die Situation absolut überraschend gekommen war, waren alle an Bord orientierungslos und zum Teil bewußtlos. Einige waren dabei, sich aufzurichten, griffen nach dem Kopf oder ihren Gliedmaßen und wandten sich dann ihren Nachbarn zu, sofern es sie schlechter erwischt hatte. Leichter Rauch verteilte sich im Shuttle, was bedeutete, daß man hier rasch raus mußte, damit die Jäger nicht von oben aus, ihr Werk vollendeten.
Padme wandte sich den Bewußtlosen zu und traf rasch die Auswahl, wem sie direkt helfen konnten und wem nicht. Einige Tote hatten sie zu beklagen, aber es war nicht die Zeit, um die Toten zu beklagen.

Leider schien es auch nicht so, als wenn die Reste der imperialen Bande es sich nehmen lassen würden, hier nach dem Rechten zu sehen. Sie mußten so schnell wie möglich hier weg.
Padme nickte, als Anakin ihr erklärte, daß sie die erste Gruppe begleiten würde. Tzun wollte bei Anakin bleiben und sie hatten keine Zeit für Diskussionen. Die beiden Jedi blickten einander ernst an. Mit dieser Situation hatten sie zwar nicht direkt gerechnet, aber sie waren darauf vorbereitet, denn ihnen war von Anfang an klar gewesen, daß es sich um ein Himmelfahrtskommando handelte.
Und so begaben sie sich zu einem Schacht, der ihr einziger Fluchtweg zu sein schien. Ohne weitere Umstände begab sich die Gruppe auf ihren Fluchtweg.
Sie eilten so rasch es ihnen möglich war durch die Kanalisation und trafen dort endlich auf die Verstärkung, denen Padme erleichtert die Aufgabe übergeben konnte, die Gefangenen in Sicherheit zu bringen.


“Meine Damen und Herren, ich denke, daß sie sich nun in den besten Händen befinden. Ich werde versuchen, zur ersten Gruppe zurückzukehren. Möge die Macht mit ihnen sein.“

Mit diesen Worten nickte Padme, was im Dämmerschein nur schwer sichtbar war, der Gruppe zu und wandte sich dann ab. Wenige Augenblicke später war sie in einem anderen Gang verschwunden. Die Kanalisation war ihr aus der Zeit, wo sich die Basis noch auf Corellia befunden hatte, ziemlich gut bekannt. Sie erinnerte sich nur zu gut an die Lehrstunde, wo Led und sie sich Tomms Führung anvertraut hatten. Jener hatte die Chance genutzt, sie mit jenem Ort bekannt zu machen. Wobei Padme die Kanalisation an für sich kalt ließ, was aber auch kein Wunder war, wenn man auf einem Planeten wie Nal Hutta aufgewachsen war.

Sie kam an einem Aufstieg vorbei und stieg nach oben, wobei sie lauschte und mit der Macht hinausgriff, um mögliche Gegner umgehen zu können. Aber alles war still. Behutsam öffnete sie den Ausstieg und stellte fest, daß sie in einer kleinen Pumpstation ausgekommen war. Die Station war anscheinend im Moment nicht besetzt, aber die Einrichtung ließ darauf schließen, daß sie sonst besetzt. Sie blickte in den Spiegel und stellte fest, daß der Rauch einige Spuren in ihrem Gesicht hinterlassen hatte. Rasch wusch sie sich das Gesicht und band sich die Haare zusammen. Danach tauschte sie ihre Uniformjacke mit der Jacke, die in einem Spind hing, warf ihre Uniformjacke in die Kanalisation hinab und verschloß den Ausstieg wieder.
Sie prüfte mit Hilfe der Macht den Ausgang und verließ dann die Pumpstation. Ihre Waffe hatte sie in der Jacke verstaucht.
Mit gelassener Miene und ruhigen Schritten lief sie in die Richtung, wo die Absturzstelle und das „Golden Residence“ lag.



Corellia System – Corellia – Coronet City – Planquadrat F8 – Straße
 
~ Coronet ~ Golden Residence Hotel 1. Stock ~
mit Tzun, 3 Widerstands-NPC's, Muldoon, Darek & Imp-NPC's​

Als hätten sie sich durch einen toten Winkel in der Macht herangeschlichen, nahm Anakin gerade in letzter Sekunde noch die erste Laser-Salve wahr. Mit übermenschlichem Reflex wandte er sich um und lenkte die Schüsse mit seinem Lichtschwert willkürlich in die Decke und Wände. Den Bruchteil einer Sekunde war er jedoch zu spät gekommen und konnte nicht verhindern, dass seine kleine Bimm-Kollegin tödlich getroffen wurde.
Mit einem Kräftigen Ruch warf der Jedi einen der Beistelltische um, so dass er die kleine Nah-Menschin in Deckung ziehen konnte - für sie reichte es gerade so. In ihrem Blick konnte er eine bizarre Mischung aus Dank, Reue, Angst und Hoffnung sehen, während deine kleine Körper ob des hohen Blutverlustes und dem resultierenden Gefühl zu frieren, zu zittern begann. Kurz legte Anakin seine Hand auf ihre Stirn und versuchte sie mithilfe der Macht zu beruhigen, ihre Schmerzen zu lindern. Seine Fähigkeiten in der Richtung waren jedoch sehr begrenzt, für eine Heilung reichte es keinesfalls und es dauerte auch nur Sekunden, da war die kleine Frau in die nächste Welt gezogen.

Die nächste Salve folgte schon und flog von der anderen Seite des Hotelflurs in seine Richtung. Aus der Deckung und recht ungenau geschossen konnte Anakin sie relativ problemlos ab- und einige Schüsse auch zurück in die Deckung der Angreifer lenken. Das verschaffte ihm gerade noch genügend Zeit zu Tzun und den beiden Duros zurückzukehren und um sich darüber zu ärgern, die Nottreppe außer acht gelassen zu haben. Gleichzeitig begriff der Jedi, dass es dadurch keinen Sinn mehr machte, zu versuchen den Flur und das Treppenhaus zu halten. In wenigen Moment wären ihre Verfolger in der Lage sie mit einer Überzahl an Soldaten in Bedrängnis zu bringen. Da half dann auch kein enger Gang, nicht die Macht und auch kein Lichtschwert - zumindest nicht um sie zu retten. Dass er die Bimm zurücklassen musste war schon schlimm genug, sie würden die Flucht fortsetzen müssen.


"Zeit für den Rückzug!",

rief Anakin seinen langsam in Bedrängnis geratenen Mitstreitern. Noch während ein paar Soldaten die Nottreppe genommen hatten, hatte man hier offensichtlich den Druck stark erhöht.
Gerade in letzter Sekunde konnte Anakin den grüneren der beiden Duros zurückziehen und vor einem tödlichen Treffer retten, der dafür glatt die Schulter durchschlug.
Ein schmerzhafter und vorwurfsvoller Schrei traf Anakin aus dem alien-artigen Gesicht des Mannes. Scheinbar hatte er nicht ganz bemerkt, dass ihm der Jedi gerade das Leben gerettet hatte. So wehrte er sich unter Schmerzensschreien, löste sich aus dem unfesten Griff von Anakin und taumelte aus der Deckung heraus in Richtung Treppe. Seine Duro-Bruder beobachtete das Schauspiel und rotzte soviele Salven in die Richtung der imperalen Angreifer wie nur möglich. Die Wut hatte ihn gepackt - Wut das sein Bruder ins Verderben lief und sie für ihn in der Sackgasse steckten.


"Wir müssen los! Rückzug! Das ist ein Befehl!",

schrie Anakin, wobei er versuchte einen Hauch militärische Disziplin heraufzubeschwören. Schnell erkannte er jedoch, dass man ihn nicht hörte und er spürte, dass das Schicksal seiner beiden nichtmenschlichen Mitstreiter besiegelt war. Ernst und auffordernd schaute zu Tzun der einen etwas irritierten Eindruck machte.


"Lauf!",

forderte Anakin den Kaminoaner auf und zeigte auf die Treppe. Es war kein gutes Gefühl zu wissen, dass er nun der einzig Übriggebliebene mit Kampferfahrung war und dabei dafür sorgen musste, dass wenigstens der Padawan aus der Falle entkommen konnte.

So schnell sie konnten waren sie die Treppe hinauf, bis in den siebten Stock gelaufen. Tzun hatte dank seiner langen Beine einen großen Geschwindigkeitsvortel gegenüber anderer, menschenähnlicher Rassen wenn es darum ging Treppen zu steigen. Anakin selbst hatte wann immer einen geeigneten Gegenstand gefunden hatte diesen mithilfe der Macht hinter sich die Treppen hinunter katapultiert. So mussten sie zumindest einen minimalen Vorsprung erarbeitet haben.


"Wir müssen auf's Dach, Tzun.,

erklärte Anakin kurz und ging nun vor in Richtung Nottreppe. Von dort aus würden sie nach oben gelangen. Er winkte den Padawan zu sich hinüber.

Mit einem Tritt verschaffte sich der wie eine maschine laufende Jedi Zutritt zum Aufgang der Nottreppe, wo ihn bereits zwei Imperiale erwartet hatten. Hier hatten sie leider nicht soviel Glück gehabt und die Soldaten waren ebenso schnell nach oben gelangt.
Mit einem Komprmislosen hieb streckte Anakin die beiden Soldaten nieder, noch bevor sie ihre Waffe in seine Richtung angesetzt haben konnten. Ein einzelner Schuss verfehlte noch knapp den Kopf des Jedi und schlug in der hellgrauen Wand des Aufgangs ein.

Auch hinter ihnen waren inzwischen die Imperialen im Flur der Etage angekommen. Anakin zog Tzun aus der Schusslinie und gab ihn einen Schubs, die Nottreppe hinauf in Richtung Dach.


"Lauf!"

Er selbst hielt noch einen Augenblick die Stellung und ließ seine gelbe Lichtschwertklinge ein paar Mal bedrohlich durch die Luft surren, um die Schüsse ihrer Verfolger abzuwehren und so nochmals ein Minimum an Zeit zu gewinnen.

Auch Anakin war jetzt auf das Dach gekommen, wo Tzun ziellos umher lief. Jetzt waren sie wirklich in einer Sackgasse, aber auch auf offenem Terrain. Die imperalen Soldaten auf ihren Versen rechneten nicht damit, dass es für die Jedi von hier aus eine Fluchtmöglichkeit gab, so dachte Anakin.
Mit ein paar großen Schritten näherte Anakin sich Tzun und packte ihn am Arm. Er deaktivierte sein Lichtschwert, befestigte es an seinem Gürtel und packte den verdutzten kaminoanischen Padawan nun auch mit der zweiten Hand, diesmal an der Uniform. Wortlos aber mit aller Entschlossenheit zerrte er den schlacksigen, hochgewachsenen Mann zur Dachkante.


"Sieh zu dass du dich in Sicherheit bringst, verstanden!"

Anakin erwartete keine Antwort und gab Tzun im gleichen Augenblick einen ordentlichen, machtverstärkten Stoß. Es war möglicherweise die letzte Aktion des Jedi, bevor er sich einer militärischen Übermacht auf umkämpften, imperialen Terrain und in freier Schusslinie stellen würde. Sollte es sein letztes Aufbäumen sein, wollte er zumindest sicherstellen, dass er dafür gesorgt hatte, dass der Nachwuchs überlebte. Dieser flog nun in Form von Tzun in einem hohe Bogen von der Dachkante in Richtung Straße. Anakin nutzte die Macht, sammelte soviele Müllsäcke und anderen weichen Abfall zusammen und bremste zeitgleich den Fall des Padawans so ab, dass er bei seiner Ankunft unten nicht mehr als ein paar Prällungen zu erwarten hatte.

Es hatte viel Kraft gekostet, aber zumindest war sein kaminoanischer Freund und Schützling erstmal in Sicherheit. Auch spürte Anakin, dass zumindest für Tzun eine Chance bestand zu fliehen. Ein Erbeben in der Macht ließ ihn diesbezüglich Zuversicht gewinnen, auch wenn er nicht festmachen konnte wie und warum.

Sein Lichtschwert wieder aktivierend erwartete Anakin ihre Verfolger auf dem Dach des Hotels.


Coronet ~ Dach vom Golden Residence Hotel ~ auf Muldoon & Trask wartend

 
Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Golden Residence Hotel ~ 1. Stock ~ Nottreppe/ Robert Muldoon - Darek Trask - Adon Krynow/ restliche Kompanie bei Haupttreppe und in Lobby/ Im 1. Stock Anakin - Tzun - 3 NPCs


Mit einem vernichtenden Feuerhagel stürmten Muldoons Begleiter in den Gang und verteilten sich auf die wenigen Deckungsmöglichkeiten, währenddessen der Captain selbst – zusammen mit dem kleineren Sergeant Krynow vom Türrahmen aus schossen und die Männer deckte.
Wie erhofft, zeigte der Hinterhalt über die Nottreppe schon kurz nach Beginn erste Erfolge, mit dem Ergebnis das der zwergwüchsige Bimm vom plötzlichen Erscheinen weiterer Soldaten völlig überrumpelt und mit mehreren tödlichen Treffern zu Boden geschickt wurde.
Allerdings hatte sich der menschliche Jedi nicht ganz so leicht täuschen lassen und schaffte es, ein um das andere, mal die auf ihn gerichteten Salven mit seinem Lichtschwert in Wände und Boden abzulenken oder diese an ihre Schützen zurück zu schicken. Dennoch brachte die Überzahl an Angreifern selbst Ihn in Bedrängnis, so das dieser seine Lichtschwert – Manöver nicht gezielte anwenden konnte und die zurückgeschickten Blasterbolzen, wirkungslos in den Deckungen der Imperialen einschlugen.

Im Verlauf des andauernden Scharmützels, zog auch Rother an der Haupttreppe die Daumenschrauben weiter an und erhöhte stetig den Druck auf die Flüchtlinge. Obgleich der Secound Lieutenant durch die ungünstigere Lage einige Verluste unter seinen Untergebenen zu beklagen hatte. Jedoch schafften es die Soldaten alsbald die beiden Duros auszuschalten, indes sich der feige Jedi mitsamt des langhalsigen Kaminoaner über die Treppe, weiter nach oben zurück zog. Kurz darauf legte sich das imperiale Blasterfeuer und der Rauch als Folge des Gefechtes lichtet sich, währenddessen die Soldaten vorsichtig den Gang sicherten.

„Sir der Jedi und dieser Kaminoaner sind nach Oben entkommen !“
„Captain die beiden Überlebenden fliehen in den 7. Stock!“

Rief Rother gleichzeitig den Gang entlang, als O´lirie sich aus der Sicherheitszentrale meldete und die derzeitige Position der Flüchtigen verriet.

„Rother sie nehmen mit ihren Männern wieder den Hauptaufgang, wir gehen über Nottreppe. Die Kerle können von da aus nur noch aufs Dach.!!“

Bellte der kampferprobte Offizier verbittert und war schon wieder auf dem Weg zum zweiten Rettungsweg des Gebäudes. Mit einem Nicken bedeutet Muldoon seinen Männern ihm zu folgen, als bereits zwei Soldaten die schmale Treppe hinauf liefen und die Vorhut übernahmen, derweil die anderen versuchten an ihnen dran zu bleiben.

„Captain Muldoon an CorSec Luftsicherung. Wir haben zwei der Zielpersonen in den 7. Stock des Hotels getrieben. Es ist damit zurechnen, das diese versuchen über das Dach zu entkommen. In diesem Fall pusten sie die Beiden weg. Ansonsten gehen sie mit ihren Gleitern nur in Stellung, wir machen den Rest.“
„Verstanden Captain. Die Kerle werden das Dach nicht lebend verlassen !“

Es dauerte einen Moment lang, bis sich der Führer der eingesetzten CorSec Einheiten meldeten und seine Bestätigung gab. Zur selben Zeit erklomm der raubeinige Captain mit den beiden Squads im Laufschritt die Treppe, als bald darauf von Oben wieder die ersten Blasterschüsse zu hören waren, gefolgt von dem summenden Geräusch eines Schwingenden Lichtschwertes.

„Sie fliehen aufs Dach !!“


Kam die gehetzte und aufgeregte Stimme Rothers aus dem Com, die im lauter werdenden Trampeln von Armeestiefeln untergingen, da die Truppe des Secound Lieutenants vom 7. Stock aus ebenfalls auf die Nottreppe und hinauf aufs Dach preschte. Schnaufend arbeitet sich der, in die Jahre gekommen Offizier, als Letzter, zügig die eng gewundene Metalltreppe hinauf und stolperte fast über die toten Soldaten beim Zugang im 7. Stock, welche beide mit einem Lichtschwert ermordet worden waren. Zornig über diese Tatsache verstärkte Muldoon den Griff um sein E – 11 und hastete donnernden Schrittes die letzten Stufen hinauf.

„Captain Muldoon, der Jedi hat den Kaminoaner das Dach hinunter gestoßen !!.“

Mischte sich die leicht verzerrte Meldung O`liries in Gedanken des Strafoffiziers, der bereits am Ende der Treppe angekommen war und durch die, aus den Angeln getretene Tür trat.

„Buzz kümmern sie sich darum !!“

„Jawohl Sir.“

Knurrte Muldoon in sein Com, doch die Antwort des Untergebenen nahm Robert nur noch beiläufig wahr und konzentriere sich stattdessen auf die Szene vor sich:
Überall auf der weitläufigen Dachflächen verteilten sich seine Soldaten und kreisten den zurückgebliebenen Jedi ein, jeder Zeit bereit diesen nieder zu schießen, sollte er eine verdächtige Bewegung machen.
Ferner waren über dem Hotel und dem umliegenden Gebäude die CorSec Einheiten mit ihren Gleiter in Position gegangen, um so notfalls einzugreifen zu können.
Alles in allem befanden sich jetzt mit Muldoon, 28 Imperiale auf dem Dach und brannten drauf den Jedi endgültig Dingfest zumachen.

Bevor er weiter voran ging, straffte Muldoon die breiten Schulter, richtet sich zu seiner vollen Größe auf und kam dann langsamen aber entschlossenen Schrittes und vorgehaltenem Blaster auf den Machtnutzer zu.
Dieser stand völlig ruhig und mit gezogenen, gelb leuchtenden Lichtschwert in Kampfpostion da, regte sich keinen Millimeter.
An sich sah der Mensch für Muldoon nicht besonders beeindruckend aus, athletisch zwar aber kleiner und schmächtiger als Robert. Bedrohlich wirkte der Jedi ganz und gar nicht, trotzdem würde der erfahrene Militär nicht den Fehler machen, diesen und seine Fähigkeiten zu unterschätzen. Flankiert von den Sergeants Trask und Krynow, blieb der grimmige Kompanieführer in sicherem Abstand stehen und richtet sein E – 11 auf den Jedi.

„Du hast keine Chance Jedi Abschaum. Lichtschwert deaktivieren und fallen lassen, SOFORT !!“

Befahl Muldoon lautstark und funkelte seinen Gegenüber hasserfüllt an. Die noch ausstehenden Reaktion abwartend, richteten seine Männer angespannt ihre Waffen weiter auf den Jedi aus und brachten sich in noch günstigere Schusspositionen.


Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Golden Residence Hotel ~ Dach/ Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Robert Muldoon - Darek Trask - Adon Krynow – AnakinSolo und Kompanie NPCs
 
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[Corellia-System | Planquadrat F5 | KG2 | am Wrack des Aegis-Shuttles Hornet Two | E-Web-Stellung]
Staff Sgt. Izierra Vergiones und Green Squad

Anytime – Anywhere. Im Takt der E-Web-Salven hämmerte das Motto der Rebel Roughnecks, wie der inoffizielle Spitzname der Marines des 478th Regiment lautete, durch Izierras Kopf. Ihr Squad hielt die Stellung bei dem Wrack des Aegis-Shuttles ‚Hornet Two’ und versuchte in dem Höllenkessel des Hangars der CEC-Werft die Verteidigungslinien der imperialen Truppen zu durchbrechen, die die gewaltige Raumstation noch unter Kontrolle hielten. Hölle war genau die richtige Bezeichnung für das, was sich in dem Hangar abspielte, der so überdimensional groß war, dass sogar X-Wings in den Kampf eingreifen konnten – glücklicherweise in diesem Fall, da die Besatzer AT-STs und AT-PTs einsetzen konnten, von denen einer dem Green Squad beinahe zum Verhängnis geworden wäre. Private Jakkha war der erste, den das Squad bei diesem Einsatz verloren hatten, ohne dass er je den Boden des Hangars betreten hatte oder gar einen Schuss abgeben konnte. Als nächsten hatte es Genzo, den Cathar, erwischt. Im Schutz einer Säule und mehreren Containern schräg gegenüber ihrer Stellung war ein feindlicher Scharfschütze positioniert worden, dessen ursprüngliches Ziel Private Ghent sein sollte, welche die Scharfschützin des Green Squad war. Ihre Waffe, ein A295 Blastergewehr, hatte Ladehemmung gehabt, so dass sie in dem Augenblick den Kopf senkte, als der gegnerische Schütze den Abzug drückte und Genzo traf.

Onee, Gejjen, an seinen Platz! Holt mir diesen Scharfschützen da raus!”,

beorderte Izierra die Tholotanerin und den Corellianer an die Stelle, wo der massige Felinoide zwischen den Containern zusammen gesunken war. Sie brauchte Ghent für die Imps um die gegnerischen E-Web-Stellungen, mit denen sich das Green Squad zusammen Red unter Sergeant Kardak und Blue unter Sergeant Mhart einen unbarmherzigen Schlagabtausch lieferten.

Gejjen und Onee beharkten mit einem Regen aus Blastersalven die Stelle, wo der Staff Sergeant den Scharfschützen und weitere Soldaten vermutete – was zur Folge hatte, dass das Feuer von dort aus ebenso heftig erwidert wurde. Wenigstens wusste sie nun, dass sie sich dort befanden, jedoch verbesserte sich dadurch ihre Lage nicht erheblich. Von einer Seite kam das Feuer aus den E-Webs, und von der anderen Seite und vor allem auch viel näher, Blasterbeschuss. Sie brauchten Verstärkung, doch die anderen Squads hatten bereits genug damit zu tun, sich selbst zu verteidigen und steckten in einer ähnlichen Lage, so dass Izierra die feindlichen Schützen anders loswerden musste.

Mahini, schnappen Sie sich zwei Detonatoren und heben Sie dieses Nest aus. Gejjen, Onee und ich geben Ihnen Rückendeckung!”

Der kleine Felucianer, der im Squad aufgrund seiner Ähnlichkeit mit einer Schildkröte gerne ‘Turtle’ genannt wurde, war weitaus flinker und wendiger als seine Namenspaten und sehr geschickt im Anschleichen. Wenn er nahe genug an die feindliche Stellung kam, um die Detonatoren zu werfen, konnte sie mit einem Schlag ausgelöscht werden. Sie eröffneten zu viert zu das Sperrfeuer, bis die Gelegenheit für Mahini günstig war, den provisorischen Schutz aus Containern zu verlassen und schlängelte sich zwischen Leichen und Trümmerteilen immer weiter nach vorn. Immer wieder musste er sich so schnell es ging zur Seite werfen oder die stämmigen Beine in die Hand nehmen, um nicht direkt ins gegnerische Feuer zu laufen.

Izierra verfolgte seinen Lauf mit nüchterner Distanz – von ihrer Stellung aus konnte sie nichts weiter tun als dafür zu sorgen, dass ihn die Imps nicht zur Hauptzielscheibe machten. Wenn es schief ging, würde er auf ihren Befehl in den Tod gegangen sein – wie schon andere vor ihm. Mit der Zeit hatte sie sich angewöhnt, diesen Tatsachen erst nach der Schlacht ins Auge zu sehen, denn wenn sie Fehlentscheidungen traf, weil sie zu sehr mit Hader und Selbstzweifeln befasst war, war niemandem geholfen. Mahini hatte die Stelle, von wo aus ein Wurf relativ sicher gelingen konnte, schnell erreicht.

Mahini, Abwurf!”,

bellte Izierra ins Comlink und Turtle folgte dem Befehl. Kaum, dass die Detonatoren seine Hände verließen, warf sich der Felucianer zu Boden und robbte sich in den Schutz einer heraus gesprengten Bodenplatte, um sich vor den auf ihn einprasselnden Blastersalven zu schützen. Ohne Grund oder Befehl richtete sich Onee auf und beschoss die beiden imperialen Soldaten, die sich aus ihrer Deckung hervorgewagt hatten, um Mahini nachzusetzen. Die Tolothanerin gab ein lautes Ächzen von sich, als sie mitten in die Brust getroffen wurde und nach hinten wegkippte. Dann erschütterten zwei Explosionen den Hangarboden. Für den Staff Sergeant war für eine mehrere Sekunden oder eine Ewigkeit der Ton weg. Sie sah den Felucianer blutend zurück zur Stellung stolpern, Gejjen bewegte hektisch seinen Mund und Kwar gestikulierte wild. Plötzlich vernahm sie einen undeutlichen Brei aus Geräuschen und Tönen, aus dem sie die Worte ‚Rückzug’ und ‚Vorstoß’ zu vernehmen glaubte.

„ Wer zieht sich zurück? Die Imps? ”,

fragte sie, wobei sie die aufkeimende Panik über einen möglichen Hörverlust zu unterdrücken versuchte, obwohl sie sich selbst und ihre Umgebung wieder hören konnte.

„Ja, Sarge. Vint hat es mir durchgegeben, weil Sie eben nichts gehört hatten. Wir haben ihre Verteidigungslinien überrannt und sie ziehen sich in das Innere der Werft zurück.”,

berichtete Corporal Kwar. Das blauhäutige Gesicht des Omwati war verrußt und verschwitzt, doch ihm war eine gewisse Erleichterung anzumerken. Izierras Ohren schmerzten und pfiffen bei Geräuschen einer gewissen Tonhöhe, doch sie war froh, dass sie überhaupt noch hörte. Die Geräuschkulisse aus Blasterschüssen und Explosionen war merklich abgeebbt, doch die Kampf die Werft war noch lange nicht vorbei - es würde immer so weitergehen - anytime, anywhere.


[Corellia-System | Planquadrat F5 | KG2 | am Wrack des Aegis-Shuttles Hornet Two | E-Web-Stellung]
Staff Sgt. Izierra Vergiones und Green Squad
 
{Corellia/Coronet/Golden Residence Hotel/Gang}mit ,Anakin und Widerständler, Armee böser böser Imperialer, Zivilisten

Knapp zog Tzun den Kopf weg um einem Blasterschuss auszuweichen, die Soldaten waren hartnäckig und schossen präzise und mit dem Wunsch zu töten zu der winzigen Defensivstellung. Laut hörte er auch Schreie und das Knallen von einem Blaster aus Richtung von Anakin, waren dort auch Soldaten erschienen? Wenn ja wie? Bevor er sich eine Antwort ausmalen konnte erschien der Jedi bei den Duros und dem Kaminoaner, wo die Bimm war konnte er sich denken. Trocken schluckte er und nickte knapp als Anakin zum Rückzug aufforderte, als jedoch einer der beiden Duros angeschossen wurden begannen beide durchzudrehen, mit Ekel und reinster Angst im Blick taumelte Tzun etwas zur Seite, benommen das Schauspil begutachtend. Überall Soldaten, 2 wahnsinnige Duros und nur ein Jedi und ein Kaminoaner ohne jegliche Kampfausbildung. Wie sollten sie dies überleben?

"Lauf!"

brüllte Anakin und zeigte zur Treppe, ohne zu zögern folgte Tzun dem natürlichen Fluchttrieb und rannte zu dieser, und diese dann hinauf Stockwerk für Stockwerk. Obwohl er Körperlich gegenüber einem Menschen ier Vorteile besaß war er diese Anstrengung nicht gewohnt, Schweiß lief über seinen ganzen Körper, sowohl aus Angst als auch wegen dem rennen. Bei einer Nottreppe öffnete Anakin die Tür, streckte 2 Imperiale nieder und schickte Tzun weiter in Richtung Dach, gelähmt vor Angst und Schreck befolgte er den Befehl, rannte auf das Dach und blickte sich hilflos um. Sie waren in einer Falle, hier zum sterben. Zitternd, dumpf im Geist blickte er zum Jedi welcher ihn und seinen Arm gepackt hatte. Verwirrt wurde er auch dadurch, dass er ihn zum Rand des Dachs zog. Eiserne Nadeln schienen sich in Tzuns Psyche zu bohren als er diese Worte hörte, in Sicherheit bringen? Wie denn? Noch während er seine Angst, seinen Stress loswerden konnte spürte er einen starken Druck gegen die Brust, spürte den Körper über die Brüstung fliegen und die Welt um ihn herum Schwarz werden.

***

Blinzelnd erwachte der langhälsige Kaminoaner in einem Haufen von Mülltonnen,Säcken und Kartons. Über ihm erstreckte sich die Außenfassade des Golden Residence Hotel und entfernt hörte er Menschen brüllen und Fahrzeuge summen. Sein Kopf, sein langer Hals und sein ganzer Körper schmerzte abgrundtief. Überall schien er blaue Flecken zu haben, die Eleganz und Arroganz die viele Kaminoaner in ihrer Haltung und Art hatten schien seinem Körper vollkommen zu fehlen als er sich langsam von seinem Lager erhob. Er erinnerte sich nur noch wage an das Geschehen auf dem Dach, Anakin hatte ihn gerettet, ihn von diesem Haus geschmissen und so vordem Imperium gerettet. Doch wie lange? Er war alleine, wusste nicht wo die anderen waren und auf sich alleine gestellt. Mit Großer Trauer, Angst und Enttäuschung, ja eine Enttäuschung seinen Tod wahrscheinlich nur aufgezögert zu haben, lief er langsam vom Haufen aus Müll herunter, nur damit eine Person seine Aufmerksamkeit erregt und schlagartig alle Negative Laune wegwischt und in Glück und Hoffnung umwandelt.

"Meisterin Master?"

fragte er ungläubig, wie war sie hierher gekommen? Wieso war sie hier und nicht bei den anderen, den fliehenden? War sie hier um ihn zu retten? Es war fast zu schön um wahr zu sein.

{Corellia/Coronet/ Hinter dem Golden Residence Hotel/Müllhaufen}mit Padme Master
 
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Captain Donovan Neros und seine Kompanie​



Es war so weit, der Feind war gelandet. Das hatte er schon längst befürchtet, weshalb er sich auch über die Unaufmerksamkeit bei dieser einen E-Web-Stellung so aufgeregt hatte. Der hagere Captain aus Aargau hatte gerade noch Zeit, seinen Blaster zu heben, als das erste Feuerwerk begann. „Alle auf ihre Positionen!“, befahl er über sein Helmcom und begab sich dann selbst in eine gute Schussposition von wo aus er den Feind niedermachen wollte.

Immer mehr Rebellen stürmten den Hangar. Blasterfeuer, Schreie, Explosionen, die schweren Schritte der Kampfläufer, das harte Aufschlagen von schweren Geschossen, herumfliegende Schrapnelle. Es kam einen Sturz der Sinnesorgane gleich, was sich im Haupthangar abspielte. Jeder Winkel, jede Kiste, jede Leiche wurde als Deckung genutzt. Es gab nichts, was man nicht verwenden konnte, um selbst ohne Schaden zu bleiben. Die im gesamten Hangar verteilten E-Webs feuerten beinahe ohne Unterbrechung auf die feindlichen Shuttles und die diese ausspeienden Rebellen. Abschaum aller erster Güte war das, was sich hier einfand.


Captain Neros lief von einer Deckung zur nächsten und feuerte dazwischen ohne Unterlass auf diese Übermacht, welche die Galaxis auf sie losgelassen hatte. Nicht die Galaxis, sondern die Rebellen. Die waren es, welche die Gehirne vergifteten mit dem vermeintlichen Ruf nach Freiheit. Neros hatte seine Freiheit und die würde er sich nicht von so einem Abfallhaufen nehmen lassen. Für ihn würde es kein Zurückweichen geben.

Immer weiter drangen die Feinde der Ordnung vor und der Aargauer war bald gezwungen, seinen Männern den Rückzug in die Gänge zu befehlen. „Alle raus hier. Lieutenant schaffen Sie meine Männer hier raus“, befahl er seinem Stellvertreter. Er selbst machte daran, noch ein letztes Mal seiner Lieblingsbeschäftigung zu frönen. Viel Zeit blieb ihm allerdings nicht dazu, auch nicht viel Raum, denn die Gegner stürmten in scheinbar immer größerer Zahl in den Hangar. Wie viele dieser Maden sich bereits auf der Werft aufhielten, war schwer zu sagen, aber er fürchtete, dass sie bereits so gut wie überrannt war.

Mit einem grimmigen Ausdruck um den Mund, lief er, immer Deckung suchend, voran und verteilte die letzten Detonatoren an den Außenwänden. Zum Schluss hatte er ein besonderes Feuerwerk vor. Er liebte es theatralisch, dramatisch, um nicht zu sagen, melodramatisch …

Der hagere Aargauer mit dem Namensgedächtnis eines breitmaschigen Netzes und der Aufmerksamkeitsspanne eines Hochleistungscomputers hatte sich auf ein Ziel fixiert und das verfolgte er nun mit der Präzision eines Chronowerks. Immer wieder duckte er sich hinter gebrochenen Durastahlträgern oder umgekippten Wänden, um nur ja nicht frühzeitig vom Feind entdeckt zu werden. Endlich hatte er sie umgangen und näherte sich dem breiten Tor. Hier würde es eng für ihn werden, denn es gab praktisch keine Deckung. Er brachte einige von ihm persönlich modifizierte Detonatoren an und lief, abermals die Deckung nutzend zurück. Langsam wurde die Zeit knapp. Der Hangar war so verdammt groß und er fühlte sich mit einem Mal etwas klein im Angesicht der Größe des Platzes und der Übermacht an Feinden. Lange dauerte dieses Zaudern nicht an, denn es brachte nichts. Er war ohnedies verloren, das wusste er schon lange, nun würde er nur noch den Schlusspunkt setzen.

Rebellen liefen herum, riefen sich etwas zu, was Neros zum Teil wie das Brüllen von Tieren erschien.

„Da ist noch einer dieser verdammten Imps!“, hörte er eine Stimme in einer verständlichen Sprache und total unnötig brüllen. Er hätte geschossen und nicht geredet. Das war sein Zeichen. Er war entdeckt worden. Er richtete sich auf, nahm den Blaster in die Hände und rannte feuernd auf die sich ihm nähernden Männer und Frauen zu. Den Blaster warf er zu Boden und aktivierte die Fernzünder.

„Gute Nacht, Abschaum“, sagte er, hielt an, grinste den Mann an, der ihm am nächsten war und drückte auf einen Knopf an seinem Gürtel.

Captain Donovan Neros hatte das getan, was er sich immer gewünscht hatte, ein lebender Detonator zu sein – und nun war er es. Dass er dabei zerfetzt wurde, war nebensächlich. Mit dem imperialen Captain starben noch zahlreiche Angreifer. Dann brach aber erst das Chaos aus, als sämtliche an strategischen Positionen angebrachter Dets gleichzeitig explodierten und das nur einen Sekundenbruchteil, nachdem sich Neros in die Luft gejagt hatte.


Die Einflugluke wurde nahezu gesprengt, was sofort alles, was sich nicht festhalten konnte oder sonst wo Schutz fand, in den leeren Raum zog und im Vakuum zugrunde ging. Captain Neros Plan war es gewesen, nur noch verbrannte Erde zurückzulassen. Ob es ihm gelungen war, würde er nie erfahren. Captain Neros war bei er Erfüllung seiner Pflicht gefallen.



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Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Golden Residence Hotel ~ Außenbereich/ Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Secound Lieutenant Buzz mit 10 Soldaten und CorSec Unterstützung

Schweiß rann über die Stirn des schwarzhäutigen Secound Lieutenants, als dieser sich nervös um sah und aufgescheucht hin und her lief. Er hasste solche aktiven Einsätze, ihn hatte schon auf der Akademie die Theorie mehr gelegen als die Praxis.
Dennoch befand er sich nun hier bei diesem Hotel und sollte die Umgebung sichern, so das niemand entkam oder jemand Unerwünschtes auftauchte, um diesen Flüchtlingen zu helfen. Allein bei dem Gedanken, das sich unter diesen ein Jedi befand und das es dieser vielleicht irgendwie aus dem Gebäude schaffte, lief es Buzz eiskalt den Rücken runter. Er hoffte das es der, notorisch schlechtgelaunte Captain schaffen würde, alle Flüchtlinge auszuschalten und sie alsbald abrücken konnten.
Doch schon zerstörten die folgenden Funksprüche und Muldoons brüllende Stimme seine Hoffnungen, unbehelligt aus der Sache raus zukommen.

„Captain Muldoon, der Jedi hat den Kaminoaner das Dach hinunter gestoßen !!.“

„Buzz kümmern sie sich darum !!“

Schwer schluckend führte der Offizier sein Com an den Mund und stammelte eine knappe Bestätigung.

„Jawohl Sir.“

Als keinerlei Reaktion mehr von seitens des Captains folgte, sammelte Buzz seine Männer, samt ein paar Angehörigen der Unterstützungskräfte von CorSec und einem der Chariots, um dem Befehl seines Vorgesetzten nach zukommen. Als der Secound Lieutenant auch schon hektische Rufe vernehmen konnte und in den Laufschritt überging.

„Hier Lieutenant. Hier drüben !!“

Zügig näherte sich die insgesamt 25 Mann starke Truppe der Rückseite des Hotels und den aufgeregt winkenden Soldaten. Hinter dem Hotel türmte sich eine größere Ansammlung von Müll auf und darauf lag, der besagte Kaminoaner (Tzun Suz). Allerdings war dieser nicht allein, bei ihm befand sich noch eine unbekannte Frau (Padme Master), die eindeutig nicht zu Buzz Leuten – noch zu den Männern von CorSec gehörte. Wie zur Hölle hat es diese vollkommen unbemert, durch den Absperrring geschafft !? Rasch schüttelte Buzz die Verwunderung über diesen merkwürdigen Umstand ab und richtete seinen Blaster auf die beiden Personen, derweil sich um sie herum die restlichen Soldaten aufbauten und der Chariot Position bezog.

„Hände hoch, alle beide.... !“

Ordnete der verunsicherte Secound Lieutenant mit wackliger Stimme an und seine Augen zuckten dabei nervös von dem Nichtmenschen zu der schlanken Frau, die in einer Jacke der "Corellianische Wasserwerke" steckte. Doch auch wenn sie zum stadteigenem Personal gehörte, woher war sie dann auf einmal aufgetaucht !? Vielleicht sollte er lieber mit Captain Muldoon Kontakt aufnehmen und sich rückversichern.


Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Golden Residence Hotel ~ Außenbereich ~ hinter dem Hotel / Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Secound Lieutenant Buzz mit 10 Soldaten und CorSec Unterstützung/ Tzun Suz und Padme Master
 
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||hoher Orbit über Corellia: Planquadrat E7 : Lancer FRG ‚Vigilante’ : Brücke||
Percaide, mit Brückencrew​

Sie hatte in manchen Dingen nicht Unrecht, und bei manchen Dingen konnte sie ihr nur beipflichten. Dennoch war Irons eine Verräterin – ihrem Duktus zufolge musste sie eine imperiale Flottenausbildung genossen haben, hatte schließlich dem Druck der patriarchalen und chauvinistischen Flottenhierarchie nicht mehr standgehalten und war übergelaufen. Das war Percaides Theorie, als sie die Übertragung der republikanischen Dreadnaught-Kommandantin hörte:

Zitat von Elizabeth Irons
"Hier spricht Commander Irons vom republikanischen Dreadnaught-Kreuzer Deliverance. Ich fordere hiermit alle Imperialen im System auf, sich selbst die Frage zu stellen, ob sie weiterhin für einen Vorgesetzten kämpfen wollen, der nicht bereit ist, dasselbe Schicksal wie sie zu teilen. Betrachten Sie Ihre Holo-Projektoren. Was Sie dort sehen werden, ist ein vom Schlachtfeld fliehendes Flaggschiff [Harbinger], das ganz bewusst einen vollends vom Feind umringten Kreuzer [Intrepid] zurückließ, um die eigene Haut zu retten. Das ist keine Propaganda, es ist eine simple Tatsache. Ist das der vielbeschworene Zusammenhalt der Neuen Ordnung? Entspricht das Ihrer Erwartung, die Sie hatten, als Sie nach zwei Jahren härtester Arbeit auf Prefsbelt endlich Ihr Patent in den Händen hielten? Oder ist ein feiger Admiral nur das neuste Zeichen für ein inkompetentes Oberkommando, welches Corellia nach Denon vielleicht sogar verlieren will? Schauen Sie sich um und ziehen Sie ganz nüchtern Ihre Schlüsse. Die Wahrheit ist: Das Imperium hat Sie verraten. Weil es nicht mehr das Imperium ist, was es einmal war. Weil es nicht mehr Ihr Imperium ist. Denken Sie darüber nach."

Das Imperium war nicht mehr, was es einmal war – es zehrte nur noch von dem Glanz vergangener Tage, als das Oberkommando noch von Männern mit Rückgrat und Integrität besetzt waren, die sich nicht von den Ränken der Sith hatten einlullen lassen. Hapan hätte als erstes fallen müssen und nun hatte sich die schlangenzüngige Königinmutter unter dem Deckmantel der Neutralität gegen das Imperium gewandt. Aber nun hatte das Imperium bekommen, was es verdiente und Commander Percaide Theirys würde davon profitieren, ganz gleich, ob Corellia verloren ging oder nicht. Mochte es die Verräterin für Kadavergehorsam halten oder nicht, die nicht ungeschickten rebellischen Einflüsterungen verfehlten ihre Wirkung auf die Bastionerin, weil deren Motivation eine andere war und von der Liebe zu einem Imperium genährt wurden, das nicht das aktuelle war.

„Wir halten uns an die Befehle von Commodore Aser und nicht an die zersetzende Propaganda der Rebellen. Sie wird nicht die feindlichen Raumjäger von der ‚Vigilante’ fernhalten.“

Wie um ihre Worte zu unterstreichen, meldete die Sensorik einen erneuten Ansturm von A-, X- und B-Wings in Richtung der ‚Accuser of Light’ beziehungsweise der Lancer-Fregatte. Hatte es Zögern oder gar Zweifel unter der Brückencrew gegeben, als Irons ihre Ansprache gehalten hatte, waren sie in diesem Augenblick wieder wie weggewischt. Es ging um ihrer aller Überleben, der stärkste Trieb, der einen Menschen zum Kampf motivieren konnte.

Dennoch hatte sie sich die Reaktion der verschiedenen Offiziere der Brücke auf die Ansprache Irons’ gemerkt – D’ellaire und Camolas, die beiden Ensigns und jüngsten Crew-Mitglieder waren sichtlich irritiert, während Belsavis verächtlich mit den Augen gerollt und Godolkyn, dieses Mal etwas dezenter, auf ihre Reaktion gelauert hatte. Ihr erster Offizier hatte ausgesehen, als ob er gleich in Tränen ausbrechen würde. Vermutlich war eine Welt für ihn zusammen gebrochen, als er die Wahrheiten hinter Irons’ Worten erkannt hatte. Vielleicht ähnliche wie sie, vielleicht nicht. Aber sie brauchte eine funktionierende Brückenmannschaft und musste ihnen den Halt geben oder auch den Zwang ausüben, damit sie auf Linie blieben. Der beste Nährboden für eine Meuterei war ein schwacher Kommandant, der die Untergebenen nicht zusammen halten konnte und diejenigen nicht kontrollierte, welche den Unsicheren jenen gesuchten Halt anboten. In Godolkyn lauerte ein solches Potenzial und die beiden Ensigns waren noch jung und beeinflussbar. Mitten in einer Raumschlacht Exempel zu statuieren, war nicht besonders günstig, aber wenn einer der drei auch nur das geringste Anzeichen von Widerstand gegen ihre Befehle leistete, würde sie wieder auf dieselbe Weise wie auf der Mithras vorgehen.

Die gegnerischen Raumjäger versuchten dieses Mal einen Vorstoß, indem sie mehrere Staffeln breit auffächern ließen, um die Verteidigung der ‚Accuser of Light’ auszudünnen. Die A-Wings ließen sich auf nahezu selbstmörderische Dogfights mit den TIE-Staffeln des Sternzerstörers ein, um den X- und B-Wings das Vorwärtskommen zu ermöglichen.

„Commodore Aser an Commander Theirys: Gehen Sie auf einen Abfangkurs, um möglichst viele der Angreifer mit einer Breitseite zu erwischen und kehren Sie dann wieder auf einen Parallelkurs zurück. Aser Ende.“

Hatte sie eben einen Hauch von Unsicherheit in seiner Stimme bemerkt? Wurden ihm die Angreifer zuviel? Nach einer schnellen Überprüfung des Zustands der ‚Accuser of Light’ stellte Percaide fest, dass das Schlachtschiff zwar nicht unerhebliche Beschädigungen erlitten hatte, aber auch nicht in dem Maße, das Grund zu großer Besorgnis hervorrief. Dass das Eintreffen einiger hapanischer Schlachtdrachen und die pathetische Ansprache einer Verräterin für einen derartigen Abfall der Kampfmoral sorgen konnten, wollte sie nicht glauben.

„Lieutenant Godolkyn, setzen Sie einen Abfangkurs mit den folgenden Koordinaten 34-1-23, Feuerleitung – haben Sie die Bereitmeldungen aller Steuerbordgeschütze?“

„Ja, Ma’am. Die notwendigen Reparaturen wurden ausgeführt und vollendet. “,

erwiderte der kahlköpfige Mann entschlossen, worauf ihm Percaide zufrieden zunickte. Die ‚Vigilante’ flog in einer nahezu sanften Kurve in Richtung des Bugs der ‚Accuser of Light’. Jetzt konnte die Kommandantin sogar für einige Sekunden durch die Brückenfenster sehen, was sie erwartete – ein recht beeindruckendes Bild – und dann drehte die Lancer-Fregatte bei, um die heranstürmenden Raumjäger mit dem tödlichen Beschuss aus den Vierlingslaserkanonen zu empfangen.


LNC 'Vigilante'
[Schilde: 71% | Hülle: 83%]
 
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Coronet ~ Dach vom Golden Residence Hotel ~ mit Muldoon, Trask, Krynow & NPCs

Anakin brauchte sich nicht umschauen um zu spüren, dass sich auf und in den umliegenden Gebäuden Einheiten befanden, die zum Eingriff bereit waren. Mit gezogener Waffe stand er regungslos da. Von den umliegenden Gebäuden reichten in dieser Nacht nur wenig auf das Dach des Golden Residence Hotels, wodurch das Gelb seines Lichtschwertes ihm einen bedrohlich wirkenden Schatten ins Gesicht warf.
Nichtmal durch die Macht nahm er eine Art von Zögern in den drei Soldaten wahr, die nun auch auf das Dach gestürmt waren. Der Grimmige war wohl der ranghöchste, dachte Anakin bei sich, als er die drei Elite-Soldaten immernoch regungslos musterte. Auch einige, offensichtlich rangniedrigere Waffenträger waren mit aufgerückt.

Im Grunde stellten zumindest die ersten drei kein Problem für ihn da, doch hatten sie dafür gesorgt, schnell Unterstützung erhalten zu können. Mithilfe der Macht hätte Anakin Teile des Daches angreifen können um die Flankierung aufzuheben oder zumindest einen Teil der Soldaten vom Dach fegen können, doch war er dank der Regulierung von Tzuns Fall vom Dach fernab seines Macht-Fokus'. Es würde zuviel Kraft kosten, vermutlich würde er nicht genügend Männer ausschalten können und selbst wenn, hätte es mit Sicherheit Kugeln und Laser auf ihn gehagelt.
Es bedurfte keiner Heldentat, nicht um eine Handvoll einfacher Soldaten zu fällen. Stattdessen verharrte Anakin in seiner Position so lange es nicht ging. Auf diese Weise würde das Hauptaugenmerk noch immer auf ihn gerichtet und nicht auf den hinter dem Hotel im Müll gelandeten Kaminoaner, der hoffentlich inzwischen seine Stelzen in die Hand genommen hatte und gerannt war.

Für einen Augenblick herrschte eine gespenstische Stille. Die imperialen Soldaten hielten Anakin fest im Visier. Er spürte förmlich wie sich der Finger am Abzug verkrampften und deaktivierte kurz bevor er wahrzunehmen glaubte, dass der erste von ihnen die Geduld verloren hatte, sein Lichtschwert. Seinen Kopf senkend schloss der Jedi die Augen und ließ seine deaktivierte Waffe, deren Schaft dank der Hitze der Laser-Klinge noch leicht glühte, auf den Boden fallen... und harrte der Dinge die ihm nun bevorstanden - ein Preis den er für die Flucht der anderen Gefangenen bereit gewesen war zu zahlen.


Coronet ~ Dach vom Golden Residence Hotel ~ mit Muldoon, Trask, Krynow & NPCs
 
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Corellia System – Corellia – Coronet City – Planquadrat F8 – Straße


Es hatte Padme einige Mühen gekostet, sich in Richtung der Absturzstelle vorzuarbeiten. Wie nicht anders zu erwarten, waren die Imperialen durch den Ausbruch und dem nicht autorisierten Flug der beiden Shuttles aufgerüttelt worden. Und durch den Abschuß hatten die Imperialen auch noch einen nicht gerade kleinen Hinweis erhalten.
Und deswegen war es nicht verwunderlich, daß die Straßenzüge um die Absturzstelle abgesperrt worden waren. Allerdings waren militärischen Sperren auch durchlässig, wenn man wußte, wie man durchkommen wollte.
Padme hatte einen Posten umgehen können, indem sie die Wachen mit Hilfe der Macht ablenkte.
Sie mußte sich beeilen, aber einfach den Weg laufen, ging auch nicht. Am einfachsten wäre der Weg durch die Kanalisation gewesen, aber das hätte unter Umständen den Fluchtweg der anderen verraten.
Sie atmete erleichtert auf, als das Hotel in Sichtweite kam. Dahinter irgendwo lag die Absturzstelle. Vorsichtig betrat sie eine schmalere Straße, von der sie vor wenigen Stunden diese Kamikazemission begonnen hatten.
Aber der Kampflärm, der von oben auf die Straße hinunter schallte, ließ besorgt nach oben blicken.
Anakin war dort oben, das spürte Padme deutlich, aber auch Tzun nahm sie wahr und sie brauchte keine Phantasie, um zu wissen, daß beide in ziemlicher Bedrängnis waren. Aber sie selbst hatte keine Chance ihnen da oben zur Hilfe zu kommen.
Und plötzlich ballte Anakin die Macht zusammen und dann flog ein Körper vom Dach, während sich am Boden die Müllsäcke in Bewegung setzten. Augenblicklich erkannte Padme, was Anakin vorhatte, griff selbst in die Macht hinaus und fing den Fall von Tzun ab und ließ den anscheinenden Bewußtlosen sanft auf die Müllsäcke gleiten.
Sie hatte Mitleid mit dem Padawan, der bisher so tapfer durchgehalten und sich ohne zu zögern allen Anforderungen gestellt hatte. Sie hatte das dumpfe Gefühl, daß für ihn die Zeit seit der Abreise von Lianna wahrscheinlich aufregender gewesen war als sein bisheriges Leben auf Kamino.
Und abermals bewies Tzun seine Stärke, indem er rasch das Bewußtsein erlangte und auf die Beine kam, um sie dann ungläubig anzustarren.
Sie lächelte ihm aufmunternd zu, aber dann nahm sie sich näherende Präsenzen wahr und warf ihm einen warnenden Blick zu.
Natürlich, die Imperialen waren in dem Fall wie Schmeißfliegen ausgeschwärmt.
Sie trat schnell einige Schritte zurück und blickte den Ankommenden abwartend entgegen.
Die Imperialen schienen selbst überrascht zu sein, vor allem waren sie hektisch, als dann scheinbar ein Höhergestellter ankam.
Um dessen Unsicherheit zu merken, brauchte man nicht einmal Machtnutzer zu sein.


„Hände hoch, alle beide.... !“

ordnete der Imperiale an und Padme hob brav die Hände hoch.

“He, sachte, sachte. Ich mache doch hier nur meinen Job. Corellianische Wasserwerke, sehen Sie?“

Sie deute leicht mit einem Finger auf das Logo.

“Wir haben seit Kurzem Daueralarm und müssen jedem Alarm nachgehen. Schließlich will niemand, daß da was hochgeht, nicht?“

Allerdings hätte Padme jetzt nichts gegen explodierende Gullydeckel gehabt.

“Ich war gerade auf dem Weg, den nächsten Abfluß zu überprüfen, denn hier steigen auch hochgestellte Persönlichkeiten ab und da will man keinen Ärger, verstehen Sie?“

Ein kleiner Hinweis auf die Kommission, die hier abgestiegen war, konnte nicht schaden.

“Also ich denke nichts Böse, als dieser komische Vogel hier geflogen kommt. Reicht ja noch nicht, was sonst so los ist. Also wirklich. Ich will nur meinen Job machen, nicht?“

mit unsicherer Stimme hinzu und ein Blick nach oben sollte dem Imperialen zeigen, wo Tzun hergekommen war. Ihr bot es jedoch die Möglichkeit zu schauen, wo Anakin blieb. Warum sprang er nicht?
Der Kampf schien unvermeidbar und Padme war vorbereitet. Um Tzuns Willen und um Anakin doch noch ein Entkommen zu ermöglichen, spielte sie gerade auf Zeit.




Corellia System – Corellia – Coronet City – Planquadrat F8 - Hotel „Golden Residence“ - Hintergasse - Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Secound Lieutenant Buzz mit 10 Soldaten und CorSec Unterstützung, Tzun und Padme
 
Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Golden Residence Hotel ~ Dach/ Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Robert Muldoon – Darek Trask – Adon Krynow – AnakinSolo und Kompanie NPCs

Fast regungslos standen die versammelten Imperialen auf der Dachfläche und fixierten den Jedi mit ihren Blicken. Die Blaster dabei stets auf ihr Ziel gerichtet und in gespannter Erwartung auf dessen Handlungsweise nach Muldoons Aufforderung, doch selbst der altgediente Militär, konnte nicht mit 100 % Sicherheit sagen, was der in die enge Getriebene als nächstes tat.
Die Stimmung war bei allen Beteiligten bis zum zerreißen gespannt, nur eine verdächtige Zuckung von seitens des Jedi und er würde in einem Blasterhagel untergehen. Unerbittlich sah Muldoon dem Mensch fest in die Augen und presste vor Anspannung die Kiefer aufeinander.
Bis die gelbe Klinge des Lichtschwertes entlich erlosch und der Jedi seine Waffe, mit gesenkten Haupt, aus seiner Hand, auf den Betonboden geleiten lies.
Sekunden lang passierte danach gar nichts und die Soldaten sah abwartend zu dem regungslos dastehenden Captain. Mit steinerner Miene, löste Robert die zusammen gepressten Zähne und nickte seinen Männern grimmig zu.

„Dann zeigt dem Jedi mal, was imperiale Gastfreundschaft bedeutet..“

Der raubeinige Kompanieführer hatte es kaum ausgesprochen, da stürzten sich schon mehrere Soldaten gleichzeitig auf den Gefangenen und rissen diesen, ohne wirkliche Gegenwehr zu Boden. Fünf Mann waren über den Jedi hergefallen und droschen wie wild, mit Fäusten und ihren Gewehrkolben auf dem am Boden liegenden Körper ein oder traten mit ihren schweren Armeestiefeln zu. Ohne sich wirklich auf das Spektakel vor seinen Füßen zu konzentrieren, steckte Muldoon seinen Blaster weg und lief einige Schritte weit zu der Waffe des Feindes und hob den glänzenden Gegenstand auf. Interessiert wog der Offizier den Lichtschwertgriff in seiner Hand ab und begutachtet ihn ganz genau.

„Es wäre sicher spannend, gegen jemand zu kämpfen, der mit so einer Waffe ausgestattet ist. Natürlich ohne diesen ganzen Machthokuspokus. Aber das könnt ihr nicht oder !?...“

Stellte Robert mürrisch fest und wandte sich zu dem niedergestreckten Jedi um, der völlig Regungslos auf dem Bauch lag. Erst jetzt, da der Captain ihm wieder seine Beachtung schenkte, liesen die fünf Soldaten von dem Menschen ab und stellten ihre Misshandlungen ein. Amüsiert legte Muldoon den Kopf zur Seite, kam dann herüber und ging vor dem Jedi in die Hocke. Barsch packte er einen Haarschopf des Mannes und zog hart dessen Kopf nach oben. So das er in das geschundenes Gesicht sehen konnte.

„Ihr Machtnutzer haltet euch doch für die Größten und für unbesiegbar. Aber was währt ihr schon ohne eure tollen Kräfte ?! Du würdest so, nicht mal eine Stunde im Gefecht überleben.“

Mit diesen Worten spuckte Robert verächtlich aus und lies den Kopf wieder los. Angewidert erhob er sich wieder und sah sich in der Runde seiner Untergebenen um. In deren Gesichter er den selben Abscheu und Hass sehen konnte, aber auch Erleichterung darüber, den gefährlichen Gegner bezwungen zu haben.

„Rother, sorgen sie dafür das unserer „Gast“ wieder auf die Beine und sicher runter in die Lobby kommt. Ich werde mich um die Meldung an Bataillon und unseren Abtransport kümmern.“

„Jawohl Captain, ich werde ihn hüten wie meinen Augapfel.“

Erwiderte der Secound Lieutenat breit grinsend und sorgte für die nötigen Befehle. Mit dem deaktivierten Lichtschwert in der Hand sah der Captain im Anschluss dabei zu, wie zwei Soldaten den bewusstlosen Jedi aufhoben und ihm von der restlichen Truppe begleitet, übers Dach in den Treppenaufgang schleiften.
Nachdem alle anderen verschwunden waren, atmete Muldoon tief ein und schloss einen Moment die Augen. Sie hatten es geschafft, trotz aller Widrigkeiten wie dem Umstand, das sie eine Strafkompanie waren und dem schmählichen Verrat seines ehemaligen Stellvertreters Dourshe. Zur weiteren Entspannung lies Robert kurz den Kopf kreisen, fuhr sich durchs kurze Haar und nickte zufrieden.

„Captain Muldoon an Bataillonsstab. Wir haben den Jedi wie gewünscht gefangen genommen und einen Teil der restlichen Flüchtlinge erschossen. Warten auf neue Befehle.“

Lange musste Robert nicht auf eine entsprechende Antwort warten, ging zwischenzeitlich ebenfalls zurück ins Gebäude und folgte seinen Männer zurück in die Lobby.

„Captain Muldoon. Captain Hodur hier, verbleiben sie mit dem Gefangenen im Hotel. Wir schicken ihnen einen Transporter der sie und ihre Männer zurück zum Wall bringt. Außerdem wird sich Captain Xyxon, aus Colonels Mydron Stab bei ihnen melden und den Jedi übernehmen. Um die restlichen Flüchtlinge werden sich die anderen Kompanien und CorSec kümmern. Für sie ist der Einsatz damit beendet. Die Führung erwartet schon gespannt ihren Bericht. Wie sieht es mit ihren Verlusten aus ?!“

„Verstanden Captain Hodur, verbleiben bis zum Eintreffen des Transporters im Hotel und übergeben den Gefangenen an Xyxon. Was unsere Verluste angeht, muss ich ihnen mitteilen das unsere Gesamtstärke kaum mehr als 60 Mann umfasst. Genauere Angaben dazu kann ich aber erst bei der Ankunft am Wall geben.“

„In Ordnung Captain. Hodur Ende !“

Beendete der andere Offizier das Gespräch mit Muldoon, der sich weiter hinab ins Erdgeschoss des Hotels begab und Verbindung zu seinen zweiten Secound Lieutenant aufnahm.

„Buzz wie sieht es mit dem Kaminoaner aus ? Erstatten sie Meldung !“


Während er auf die Antwort des Platoonführer wartet, kam ihm das toten gleiche Gesicht Xyxon wieder in den Sinn. Captain Xyxon – der gespenstische Sith Offizier von Mydron. Bei dem Gedanken an die neuerliche Begegnung mit diesem Kerl, verzog Robert angesäuert das Gesicht und ballte die Hand, in der sich das Lichtschwert befand, fester zusammen.

Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Golden Residence Hotel ~ Lobby/ Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Robert Muldoon – Darek Trask – Adon Krynow – AnakinSolo und Kompanie NPCs


Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Golden Residence Hotel ~ Außenbereich ~ hinter dem Hotel / Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Secound Lieutenant Buzz mit 10 Soldaten und CorSec Unterstützung/ Tzun Suz und Padme Master


Die unerwartete Reaktion der Frau brachte den Secound Lieutenant erst richtig aus dem Konzept. Indes der hässliche Nichtmensch seine viel zulangen Arme hob, redet die Frau wild auf ihn ein und versuchte Buzz mit einer Erklärung über ihre Anwesenheit zu beschwichtigen. Verdutzt sah er sich erst zu seinen Begleitern und dann wieder zu der angeblichen Mitarbeiterin der Corellianische Wasserwerke um. Hatte sie recht mit dem was sie sagte oder log sie ?! Aber was hatte der Captain gesagt: Es soll jeder festgehalten werden, ohne Ausnahme!

„Äh.. Es tut mir leid, ich habe Befehl ausnahmslos jeden festzuhalten, der sich hier im Bereich aufhält.“

Brachte der schwarzhäutige Offizier stockend heraus, während er sich wünschte wo anders und nur nicht hier zu sein. Aber immerhin stand ihm nicht der Jedi gegenüber, sondern nur eine harmlose Frau. Was sollte diese schon gegen ihn und seine Soldaten unternehmen ?! Kurzzeitig herrschte bedrücktes Schweigen und Buzz versäumte es dabei sogar, die Frau aufzufordern ebenfalls die Hände hoch zu nehmen. Bis die tiefe Stimme Muldoons aus dem Com polterte und seine Aufmerksamkeit gänzlich von der Frau ablenkte.

„Buzz wie sieht es mit dem Kaminoaner aus ? Erstatten sie Meldung !“
„Captain, wir haben den Kaminoaner gestellt und dazu noch eine weitere Person.“

Corellia/ Coronet/ Planquadrat F8/ Golden Residence Hotel ~ Außenbereich ~ hinter dem Hotel / Strafkompanie Resh-Krill-Usk/ Secound Lieutenant Buzz mit 10 Soldaten und CorSec Unterstützung/ Tzun Suz und Padme Master


 
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[ Corellia - Coronet - Planquadrat "F8" - Baustelle der Bank von Coronet - Gang zum Liftschacht ] Milan, Jezabel, NPCs

"...zwei..."

"Ich bin es, Tali Gered."

Ziemlich ungehalten zischte die angebliche CorSec-Soldatin dem Operative des NRGD zu, dass sie doch nicht dem Sicherheitsdienst Corellias angehörte. Etwas überrumpelt aufgrund der Grobheit der Äußerung und aufgrund der Aufklärung durch die andere Agentin lockerte Milan seinen Griff etwas. Konnte er ihr wirklich glauben? Was würde passieren, wenn die Menschen vor ihm doch zum Imperium gehörten und ihn, kaum dass er die junge Frau losgelassen hätte, erschießen würden? Ohne sie als Geisel waren er und die ganze Gruppe, die nur einige Augenblicke entfernt war, so gut wie tot. Die anderen würden nicht einmal hören, wie er erschossen werden würde und sich die corellianischen Verräter an sie heranschleichen würden. Konnte er nun wirklich einfach einer dahergelaufenen recht hübschen, schlanken Frau Glauben schenken?

Er tat es. Zuerst einmal gab sie sich als eine weitere Agentin aus, deren Decknamen er kannte und von der er Hilfe angefordert hatte. Und diese Hilfe war nun eingetroffen. Also war es nicht verwunderlich, dass sie nun mit ihrer Verstärkung vor ihm stand. Außerdem brauchten der Rendilianer und alle anderen Verfolgten unbedingt Unterstützung. Nur mit Mühe und Not hatten sie sich hierhin zurückgezogen und nun waren sie am Ende ihrer Kräfte. Milans Arm begann sich wieder zu melden, nachdem er vom Adrenalin, dass der alte Körper in Unmengen vor wenigen Augenblicken noch ausgeschüttet hatte. Zuletzt vertraute er einfach seinem Bauchgefühl, das ihn normalerweise nie im Stich ließ und bisher ihn noch nie wirklich betrogen hatte. Eben dieses sagte ihm, dass er dieser Person vor sich trauen konnte. Also löste er zögernd die Umklammerung und hielt sich mit seinem gesunden rechten Arm den arg angeschlagenen linken, der, als er ihn wieder an seinen Körper presste, wieder in einem ungesunden Winkel abstand. Sehr schön schmerzhaft! Ein unterdrücktes Stöhnen konnte er nicht unterdrücken, bevor er wieder Herr seiner Sinne war. Mit dem Gefühl der puren Erleichterung bemerkte der Operative, dass die vermeintlichen CorSec-Beamten ebenfalls ihre Waffen einsteckten.

"Nun gut, da habe ich Ihnen wohl Unrecht getan. Entschuldigung. Wenn Sie wirklich die sind, für die Sie sich ausgeben, dann schickt Sie wirklich die unendliche Macht. Denn wir benötigen unbedingt Ihre Hilfe. Wie Sie wahrscheinlich schon wissen, haben einige Angehörige des Jedi-Ordens und ich einen Gefängnisausbruch insziniert. Allerdings lief unsere Befreiungsaktion etwas schief und wir mussten notlanden. Problematisch war, dass die Gefangenen sowieso schon so angeschlagen waren und deshalb nicht mehr wirklich fliehen konnten. Also mussten wir hierher fliehen, während zwei Jedi und einige andere Gefangene zurückgeblieben sind, um unseren Rückzug zu decken. Allerdings dürften sie gerade ziemlich unter Druck stehen. Aber kommen Sie erstmal, ich führe Sie zu den anderen."

Doch die Widerständler schienen andere Gedanken zu haben. Eine andere Frau, die augenscheinlich die Anführerin der Gruppe war, stellte in Aussicht, dass eine weitere Zelle des corellianischen Widerstands im "Golden Residence" der zweiten Gruppe, die wahrscheinlich in einer äußerst schwierigen Situation stecken musste, helfen würde. Ebenso erleichtert reagierte Milan auf die Äußerung, dass die versammelte Gruppe bis auf die andere NRGD-Agentin ebenfalls zum Ausgangspunkt der Ausbruchsmission aufbrechen würde. Vielleicht konnten sie Anakin und Tzun ja wirklich noch retten. Im Verlauf des ganzen Ausbruches hatte der alte Rendilianer sie schätzen gelernt. In einigen Stunden einfach erfahren zu müssen, dass sie für ihn gestorben waren, wäre irgendwie ungerecht gewesen.

Anscheinend wollten die anderen alle nun aufbrechen. Die Widerständler machten sich schon einmal auf den Weg, während Tali ihnen noch auf den Weg gab, dass die anderen im Notfall für die ausgebrochenen Gefangenen verantwortlich waren. Ein guter Einfall, schließlich war nicht einmal sichergestellt, dass sie beide diese Operation überstehen würden. Nachdem die anderen weggegangen waren, nickte sie ihm dann noch einmal freundlich zu. Die Wut in ihrem Gesicht war rasch verflogen. Erleichtert erkannte Milan, dass sie also doch nicht so zornig war, wie es vorher schon den Anschein gehabt hatte. Dabei hatte die junge Frau doch so viel Anlass dazu! Durch die unbedachten Aktionen ihres Kollegen hatte sie sich nun bestimmt viel mehr in Gefahr begeben müssen, als ihr lieb sein konnte. Er selber würde für einen tollpatschigen Idioten nicht sehr gerne sein Leben riskieren. Zudem war die Tarnung von der Geheimagentin wohl nun auch schwer gefährdet. Dass sie nun doch auch noch freundlich war, tat dem Operative innerlich gut. Mit Freuden lächelte er also zurück.

"Wir sollten nur noch einmal kurz bei der Gruppe vorbeischauen und ihnen sagen, dass ich nun erst mal weg bin. Sonst machen sie sich nur unnötige Sorgen und werden nervös."

Zügig durchquerten sie also wieder den dreckigen Gang und kamen bald wieder zum Aufzugsschacht. Empfangen wurden sie von ihnen entgegengestreckten Blasterrohren und verkniffenen Mienen. Schnell wurden sie jedoch wieder gesenkt, als die Gefangenen erkannten, wen sie da vor sich hatten. Milan trat vollends aus dem Gang hinaus und verkündete mit lauter Stimme:

"Ich muss Sie nun für kurze Zeit verlassen, meine Damen und Herren. Diese Frau hier"
- dabei zeigte er auf Tali neben sich - "ist ebenfalls eine Widerstandskämpferin hier auf Corellia und wird mir helfen, unser Rettungsteam von eben aus der Umklammerung des Imperiums zu befreien. Ich bitte Sie darum, sich möglichst unauffällig weiterhin hier zu verstecken und auf weitere Verstärkung zu warten. Möge die Macht mit Ihnen allen sein!"

Danach schaute er sich nach Padme um. Sie war schließlich noch die einzige ihrer Anfangsgruppe, die noch bei der Gruppe war. Doch anscheinend hatte sie sich auch schon abgesetzt. Denkbar war für ihren Verbündeten, dass sie auch schon losgezogen war, um ihre Ordensbrüder im Kampf zu unterstützen. Deshalb suchte er nun nach dem kaminoanischen Commander , den er auch aufgrund dessen Größe rasch fand.

"Commander No, ich bitte Sie, bis zu unserer Wiederkehr hier die Führung zu übernehmen. Ich denke, Sie wissen am besten, wie man so einen großen, aufgeschreckten Haufen lenken kann. Möge die Macht mit Ihnen sein."


Dann wandte er sich ab, winkte der anderen Geheimagentin zu und verließ wieder den hohen Schacht in Richtung Hotel. Bald würden sie wieder im Gefecht stecken. Ob er das mit seinem Arm überstand? Er hoffte mal. Schnell allerdings musste er die Führung an die sportlichere Frau hinter ihm abgeben. Im Dunkeln die ganze Zeit wortlos durch einen modrigen Gang zu wandeln, kam ihm jedoch nicht allzu schön vor. Also richtete er an das CorSec-Wappen vor ihm eine Frage.

"Und wie haben Sie es eigentlich geschafft, die Passkontrollen zu umgehen?"


[ Corellia - Coronet - Planquadrat "F8" - Baustelle der Bank von Coronet - Gang zum Hotel "Golden Residence" ] Milan, Jezabel
 
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Padme hatte nicht die Hoffnung, daß sich ihre kleine Scharade lange bewähren könnte, aber jede Sekunde erschien ihr wichtig, damit sich der benommene Padawan auf die Beine kommen konnte. Zudem hoffte sie, daß Anakin den Absprung noch irgendwie schaffte.
Aber je mehr Sekunden verstrichen, desto geringer wurden die Chancen für ihn. Anakin hatte, wie es schien, alles dafür getan, daß Tzun entkommen konnte, und es lag Padme fern, dieses Opfer durch eine unsinnige Rettungsaktion zu vergeuden.
Aber ihre Worte hatten den Soldaten aus dem Konzept gebracht. Padme konnte seine Unsicherheit mit den Händen greifen. Auch ohne Machtkräfte.


“Sicher müssen Sie das. Ich verstehe das, nicht? Wir tun eben das, was die Bosse wollen. Ist eben Leben, nicht?“

Ein bißchen Bestätigung konnte nicht schaden. Allerdings fragte sie sich, was das für eine Einheit hier angerückt war. Die Elite des Imperiums schien es nicht zu sein. Zudem hatten sie CorSec Einheiten dabei, von denen Padme nicht wußte, ob sie nun Freund oder Feind waren. Aber mit Sicherheit würde niemand von ihnen, gesetzt den Fall, hier wären Leute vom Widerstand anwesend, die Tarnung aufgeben und ihre übergeordneten Aufträge gefährden.

Sie senkte langsam die Arme hinab, als ihr auffiel, daß der Soldat nicht auf sie achtete, sondern sich eher überlegte, was er nun machen sollte.
Aber selbst die kurze Atempause ging zu Ende, als eine Stimme aus dem Com erschallte und nach Meldung fragte.
Aus den Augenwinkeln hatte sie etwas gesehen, das ihr Hoffnung machte und sie das Risiko eingehen ließ, den Ausfall zu wagen.
Ein Abfallcontainer, der am Rande der Gasse gestanden hatte, geriet auf einmal in Bewegung und schob sich in die Schußlinie der Corsec- Einheiten, die sich hinter dem Anführer und seinen Soldaten in Stellung gebracht hatten, wodurch denen die Sicht versperrt wurde.
Diesem Umstand konnten die Corsec- Einheiten allerdings keine Aufmerksamkeit widmen, weil sie beinahe zeitgleich unter Beschuß genommen wurde. Schmerzschreie und Flüche wie auch Blastersalven ertönten.

Padme hatte ihr Lichtschwert in dem Moment gezündet, als sie den Container in die Schußlinie gezogen hatte.
Als nächstes riß sie dem verdatterten Soldaten das Com aus den Händen und nur wenige Sekunden darauf zeugten qualmende, metallene Überreste, welches Schicksal elektronische Geräte ereilte, die mit einem Lichtschwert Bekanntschaft machten.
Hinter Padme in der Gasse eröffneten Leute, die Dreadfuse unterstanden, das Feuer.
Padme sah, wie Buzz seinen Blaster hochriß und auf Tzun zielte. Mit einem Sprung verkürzte Padme die Distanz zwischen sich und dem Imperialen und schwang das Lichtschwert gegen die Waffenhand des Imperialen, der mit seinem Schmerzschrei seinen Blaster fallen ließ.
Aber während der Imperiale noch wie vom Schock erstarrt schien, hatte Padme ihm am Kragen gepackt, ihn zu sich gezogen und ihn in den Würgegriff genommen. Ihr Lichtschwert hielt sie ihm vor dem entblößten Leib. Sie zerrte ihn langsam tiefer in die Gasse hinein. Das Licht der rauchblauen Klinge warf auf das Gesicht von Buzz unheimliche Schatten.


“Schön sachte, Leute. Ihr bekommt ihn fast komplett zurück, wenn ihr das Feuer einstellt.“

sagte sie ruhig.

“Tzun, lauf in die Gasse. Beeil dich.“

drängte Padme den Padawan, der ihrer Aufforderung auch nachkam.

“Tut mir wirklich leid um ihre Hand, Soldat. Ich bedauere das wirklich.“

sagte Padme leise, auch wenn er ihr nicht glauben würde.

Als sie das Gefühl hatte, daß sie genügend Raum zwischen sich und die nachrückenden Soldaten gebracht hatte, schubste sie den Imperialen von sich und lief die Klinge zur Abwehr haltend ein paar Schritte rückwärts.
Gleichzeitig eröffneten einige Widerständler, die in einigen Gebäuden versteckt gehalten hatten, das Feuer, das Padme Deckung bot.


"Rückzug! Wir ziehen uns zurück. Rückzug!"

rief Padme ihren Verbündeten zu, bevor sie sich umwandte und die Gasse entlang lief.
Tzun war bereits nicht mehr zu sehen. Sie deaktivierte das Lichtschwert und bog nach links in die nächste Straße. In einem Haus wurde eine Tür geöffnet und hilfreiche Hände zogen sie in das Haus.
Doch damit hatte die Flucht erst begonnen.




Corellia System – Corellia – Coronet City – Planquadrat F8 – Haus in der Nähe des Hotels „Golden Residence“ – – Mitglieder des Widerstandes, Tzun und Padme
 
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Coronet ~ Golden Residence Hotel ~ von Muldoons Soldaten gefangen

Er hatte sich ergeben und bekam nun die Quittung. Vielleicht wäre es besser gewesen einfach loszuschlagen oder einen eigenen - hoffnungslosen - Fluchtversuch zu starten, dachte sich Anakin als ein, zwei handvoll imperialer Soldaten auf ihn zu kamen und nicht lange zögerten den Jedi niederzudreschen.

Erschöpft ging Anakin zu Boden und ließ die gewaltsamen Ausbrüche der offensichtlich emotional sehr geladenen Männer über sich ergehen. Was immer es auch kostete, so lange man sich mit ihm beschäftigte, beschäftigte man sich nicht mit anderen. Es war ein Triumph für die imperiale Streitmacht - zumindest bestand die Möglichkeit die Situation als solche zu verkaufen.
Anakin selbst blieb nur sich noch bevor ihn der erste schmerzhafte Schlag traf in die Macht zu flüchten. Er spürte die sanfte Strömung der lebendigen Macht, den Fluss des Lebens, der wie ein Strudel ob der aggressiven Gefühle um ihn herum floss. Seine Gedanken waren abseits des reellen Geschehens und sein Körper nicht mehr als eine leere Hülle die bereit war jedweden Schmerz, der ihm zugefügt wurde ohne Widerstand zu ertragen. Ein normaler Mensch wäre unter den heftigen Tritten und Schlägen zusammengebrochen und hätte wenig mehr als Schmerzensschreie hervorgebracht, doch der Jedi konnte es über sich ergehen lassen. Innerhalb seiner durch die Macht geschaffenen Bastion war er unantastbar, wenn auch wehrlos.

Nur am Rande bemerkte Anakin, wie sein zuvor fallengelassenes Lichtschwert von dem scheinbar Ranghöchsten aufgenommen wurde und wie dieser ihm seine Verachtung vehement veranschaulichte - es war ihm gleich. Das sie ihn nicht auf der Stelle erledigten sprach für die doch vorhandenen Protokolle an die man sich scheinbar auch als ein imperialer Soldat zu halten hatte. Statt standrechtlich hingerichtet zu werden, richtete man den Jedi nun auf und zerrte den in Trance befindlichen Körper vom Dach zurück hinunter in Richtung Lobby. Sein Bewusstsein war aus der realen Welt geflüchtet, wodurch Anakin in der Lage war den ihm gerade zugefügten Schmerz zu ertragen. Lediglich die Schmach sich ergeben haben zu müssen schwang noch, von Außenstehenden unbermerkbar mit. Welche seine nächste Station war, sollte es eine geben, war ihm verschlossen. Vielleicht eine Folterkammer, vielleicht das Gefängnis aus dem sie gerade geflüchtet waren und wo zur Stunde noch die Hinrichtungen durchgeführt wurden - es spielte keine Rolle. Für den Moment war er dem Imperium ausgeliefiert und nach wie vor bereit seine Rechnung bis auf den letzten Credit zu begleichen.


Coronet ~ Golden Residence Hotel ~ Lobby ~ mit imperialer Geleitschaft
 
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