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[CW] Helden auf beiden Seiten? (*SPOILER* Klonkriegsliteratur)

Dieses Thema im Forum "Star Wars Legends - Expanded Universe" wurde erstellt von Darth Calgmoth, 17. Februar 2005.

  1. Darth Calgmoth

    Darth Calgmoth Senatsmitglied

    Ein Bestandteil des Lauftextes von ROTS:

    'There [in den Klonkriegen] are heroes on both sides. Evil is everywhere.'

    Was mit dem Bösen gemeint ist, ist relativ klar. Palpatine/Sidious und Dooku/Tyranus inszenierten und planten die Klonkriege wie eine Schachpartie. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere auch auf den Ausgang einer Schlacht gewettet ;-).

    Allerdings sind die Klonkriege im EU eher als eine, na ja, doch recht einseitige Sache dargestellt worden. Die HoloNet-News waren zwar eine Institution, in der die KUS selbst zu Wort kam und sich nicht etwa 'böse' dargestellt hat, in den Romanen, Comics und Cartoons erscheint die KUS aber immer als der böse Feind.

    Sidious ist ohne Zweifel als Meister von Tyranus böse. Dooku wird in der Tradition des Endes von AOTC größtenteils als gefallener Jedi dargestellt. Er hat sich der Dunklen Seite ergeben und versucht, wenn er im Lauf der Kriege mit den Jedi zu tun bekommt, sie auf die Dunkle Seite zu ziehen.
    Die Jedi, die sich der KUS (oder Dooku) angeschlossen haben, sind durchgängig Adepten der Dunklen Seite. Es gibt keinen, der etwa die Sache der Konföderation als gut für die Galaxis ansehen würde:

    - Ventress geht es nur um Rache.

    - Bulq um Macht.

    - Vos ist eindeutig ziemlich verwirrt ;-).

    Doch die durchschnittlichen Mitglieder der KUS, Repräsentanten und Soldaten von Planet X, die sich in Erkenntnis der desolaten Lage der Republik der KUS angeschlossen haben, tauchen eigentlich gar nicht.
    Man könnte fast den Eindruck gewinnen, es würde nur das Großkapital gegen die Republik kämpfen. Aber die Firmen haben sich erst auf Geonosis mit der KUS verbündet bzw. sind beigetreten.
    Die eigentliche Separatistenbewegung ist ja älter und durchaus von Idealismus getragen.

    Die einzigen Titel, in denen die KUS nicht zwingend schlechter wegkommt, als die Republik, wäre 'Shatterpoint' (wobei's da ja eigentlich weniger um die Klonkriege als die Schlechtigkeit von Krieg überhaupt geht), der Kamino-Handlungsbogen [Merai] und 'Jedi: Yoda' [mich hat es ehrlich gesagt schockiert, dass zu dieser Zeit nicht einmal mehr Yoda in der Lage ist, Frieden zu stiften].

    Nebenbei: Weiß jemand, weshalb die Mon Calamari plötlich nicht mehr in der KUS sind?

    Die grundsätzliche Frage lautet also:

    Wie haben euch die Klonkriege gefallen? Hättet ihr gerne noch mehr Zeugs, in dem vielleicht noch separatistische Helden und Idealisten auftauchen?

    Denn ein wesentlicher Zweck der Kriege war es wohl, einen Großteil der 'Demokraten' à la Organa und Amidala über die KUS aus der Republik zu entfernen, so dass sie nachher als 'Verräter' sowieso tot oder politisch bedeutungslos sind.
    Die einzige integere Opposition gegen Palpatine kann nach ROTS ja eigentlich nur von Systemen und Senatoren kommen, die während der Klonkriege rpubliktreu waren.

    Es ist waber wahrscheinlich, dass ein Großteil der guten Leute Dooku geglaubt hat ;-).
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Februar 2005
  2. Dratan

    Dratan Podiumsbesucher

    Ich denke ein Großteil der Separisten will tatsächlich nur eine neue, bessere Ordnung aufbauen, allerdings ist diesen "Idealisten" nicht klar, dass sie von den geldgierigen Organisationen wie dem Bankenclan und der Handelsföderation nur ausgenutzt werden.
    Diese werden ebenfalls benutzt und zwar von Dooku und den Dunklen Jedi, die natürlich auch nur ein Mittel zum Zweck für Palpatine sind. In den Klonkriegen spielen natürlich die mächtigsten Führer der Separisten und die Dunklen Jedi die größte Rolle, deshalb bekommen wir von den wirklichen Idealisten nicht viel mit. Im AOTC Roman wird allerdings erwähnt, dass Dookus Aussagen eine gewisse Wahrheit enthalten, gerade genug um viele, die mit der Vorgehensweise des Senats und der Bürokraten unzufrieden sind, zu überzeugen.

    Ich finde allerdings, dass ein paar der einflussreicheren Separistenführer auch ruhig Idealisten sein könnten und nicht wie Gunray und Co. feige und manipulativ. Auch fände ich es schön, wenn ein paar Jedi sich den Separisten angeschlossen hätten, weil sie an ihre Ziele glauben. Die einzigen Jedi, die den Separisten helfen sind Dunkle Jedi oder Sith. Es könnte da ruhig einige Jedi geben, die nicht wissen, was Dooku, die Dunklen Jedi und die geldgierigen Separistenführer eigentlich bezwecken und sich den Separisten anschliessen, in dem Glauben, Dooku sei nur ein abtrünniger, jedoch kein Dunkler Jedi, geschweige denn ein Sith.

    Und was heisst KUS eigentlich? Konföderation Unabhängiger Systeme?
     
  3. riepichiep

    riepichiep BI-TREKTUAL Premium

    Ein Jedi, der nciht mitgekriegt hat, dass Dooku ein Sith ist, hat wahrscheinlich auch den Krieg verpasst.
     
  4. Dratan

    Dratan Podiumsbesucher

    Yoda weiss bis Heute nicht, dass Dooku ein Sith ist, er hält ihn höchstens für einen abtrünnigen Jedi, der mit seinen fragwürdigen Methoden seine Ziele verfolgt. Von Dookus Kontakt mit Sidious weiss Yoda nichts, zumindest nicht nach dem, was man in den Filmen sieht. Oder erfahren die Jedi im EU wärend der Clone Wars von Dookus Sith-Identität?
     
  5. riepichiep

    riepichiep BI-TREKTUAL Premium


    sie erfahren doch im Film, dass Dooku sich "Darth Tryannus" nennt - und nur Sith (wenn auch nicht alle) nennen sich "Darth".

    Es erfährt zwar nicht Yoda direkt, aber ich gehe davon aus, dass er und Obi-Wan doch nochmal miteinander gesprochen haben.
     
  6. Darth Ki Gon

    Darth Ki Gon Sithlord und ein Freund von Darth Vader

    Nein, das erfahren sie eben nicht.
     
  7. Darth Calgmoth

    Darth Calgmoth Senatsmitglied

    Das Dooku-Problem wird in LOE ziemlich beleuchtet:

    Seit Geonosis nehmen Yoda & Co. an, dass Dooku mit den Sith zu tun hat. Sein Verhalten und die Demonstration seiner Fähigkeiten spricht für sie dafür [in dem Kontext sollte man nochmals über die Machtblitze nachdenken]. Obi-Wan z. B. meint, dass sein 'Sith-Geheimnis' weit sicherer gewesen wäre, wenn's im Hangar nicht zu der offenen Konfrontation gekommen wäre.

    Allerdings ist das alles nur Theorie. Dooku hat keinen Sithnamen, der bekannt wäre. Dooku ist keine Verbindung zu dem gehörnten Sith (Maul) auf Naboo nachzuweisen. Der Name Sidious wird den Jedi gegenüber zum ersten Mal von Dooku erwähnt (Gunray hat tatsächlich all die Jahre dicht gehalten).

    So halten es auch bis ans Ende der Klonkriege einige Ratsmitglieder für wahrscheinlich, dass Dooku sein Können über das Sith-Holocron im Tempel und autodidaktisch erhalten hat [Vos ist ja auch dabei, als Dooku sich auf Korriban das Holocron eines Darth Andeddu besorgt].

    Demnach wird jetzt auch deutlich, weshalb Vos in 'Jedi: Graf Dooku' eben jenen für einen Sith hält. Man geht aufgrund von Geonosis davon aus, nennt ihn so, kann das aber in keinen weiteren Kontext einordnen.
    Mauls Schüler oder Meister kann er ja nicht gewesen sein; und es ist schon richtig, anzunehmen, dass ein Sith nicht unerkannt hinter den Mauern des Jedi-Tempels hätte leben können.

    Sidious wird, vor allem wenn man Dookus 'Sith-Gebaren' im Hangar berücksichtigt, für ein Phantom gehalten, ein Kniff, der Obi-Wan zum Seitenwechsel veranlassen sollte. Es gibt natürlich einige, die anfangen daran zu glauben (Ronhar Kim & Padawan; Vos als Dooku ihn Senator Viento ermorden läßt).

    In 'Y: DR' sagt Dooku gegenüber Yoda: 'I only serve Darth Sidious.' Er gibt sich damit endlich als Sith zu erkennen. Ob Yoda an der Stelle immer noch annimmt, dass Sidious ein Phantom ist [Dooku könnte ja nur versuchen, 'einen auf Sith zu machen'], oder ob er es für möglich hält, dass Dooku seinerzeit gegenüber Obi-Wan einfach den Namen seines Meisters benutzt hat, um glaubhaft zu wirken, weiß ich nicht. Ich tendiere aber zur zweiten Möglichkeit.

    Einen Beweis für Sidious' Existenz erhalten die Jedi ja dann erst in LOE. Und erst im Laufe des Romans beginnen sie es wirklich für möglich zu halten, dass Dookus Sidious-beherrscht-den-Senat-Geschichte wirklich wahr sein könnte.

    Den Namen Tyranus haben sie noch in keiner Weise in das Puzzle eingefügt. Er ist nur der Name, den irgendwer - ihrer Ansicht wohl Sifo-Dyas - benutzt hat, um Jango Fett anzuheuern.
    Die Jedi wissen zwar, dass Dooku über Jango von Kamino und den Klonen weiß, sie nehmen aber an, dass er deshalb dieser Armee zuvorkommen wollte.

    Dass jener Tyranus 'Darth' mit Vornamen heißt, weiß eigentlich niemand. Nicht einmal Boba Fett (der nur weiß, dass Dooku und Tyranus dieselben sind).

    Aber zum Thema:

    Das sind ja alles Jedi-Geschichten. Der einfache Senator (und der einfache Kanzler, der, wie er gern beteuert, keine Ahnung von diesem Macht-Zeugs hat), das einfach Volk versteht das Zeug nicht, selbst wenn's erklärt werden würde.
    Dooku ist für die republiktreue Fraktion in aller erster Linie charismatischer Verräter und Ex-Jedi, für die Separatisten aber ein edler Anführer der Gerechtigkeit in der Galaxis.
    Der Gutmensch, der 'Idealist' Dooku, der für die Separatisten, die die schwerwiegenden Fehler der Republik ankreidet, ist seit AOTC eigentlich verschwunden [und da sind die politischen Szenen mit Padmé ja geschnitten worden].

    Ein einfaches Argument, um eine Welt, die unter der Republik leidet, auf die Seite der KUS zu ziehen, wäre z. B., dass der Krieg uns zwingt, auf die Hilfe des Kapitals zu bauen. Die Jedi hätten Geonosis dem eRdboden gleichgemacht, wenn die Roboterarmeen nicht gewesen wären [und da ist ja auch was dran].

    Gerade das kommt zu kurz. In 'Jedi: Graf Dooku' sieht man den guten Grafen schon auch, aber es fehlen eben die Leute um ihn herum bzw. in niederen Rängen, die das auch glauben.
    Gunray & Co. wollen ja nur Gewinn machen und in der Nachkriegsordnung noch mehr ;-). Aber, wie gesagt, dem einfachen Mitglied der KUS geht's um was anderes:

    Gerechtigkeit, Freiheit, Demokratie etc. Im Prinzip das gleiche, was die Rebellion später zu erreichen versucht.

    Es schien mir, dass GL das in AOTC auch anzudeuten versuchte. Yoda hält es für wichtig, Dooku einzufangen, weil er als Demagoge weiter Erfolg haben könnte. Das heißt, diejenigen, die seinen Worten glauben oder ihn nur als kleineres von zwei Übeln betrachten, sind nicht korrumpiert oder schlecht.
    Und die kommen meines Erachtens in den Klonkriegen zu kurz.
     

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