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Fallen

Dieses Thema im Forum "Organisationen und Mitglieder" wurde erstellt von kaBam, 7. September 2010.

  1. kaBam

    kaBam Senatsbesucher

    (vollendetes) Intro 1:
    passende musikalische Untermalung: http://www.youtube.com/watch?v=hVsjLPF5JaY

    "Nein"

    So ein schwaches Wort. Aber das Echo hallte noch. Bohrte sich folternd in seine tiefen Wunden. Die Qual beim Erwachen war immer die Gleiche. Er war es nicht, der für seine Fehler bezahlt hatte. Das war er nie. Leider.

    Warum konnte er sich nicht vergeben? Es gab doch Schlimmere als ihn. Und kein Schwein interessierte sich für die. Warum musste dann ausgerechnet er diese ganzen Schmerzen, Vorwürfe und Beleidigungen ertragen?

    Der stille, peinvolle Blick wanderte langsam durch das Zimmer. So ein schönes Zimmer; für immer ruiniert.

    Für all jene, die wirklich genau hinhörten, war ein letztes Echo zu vernehmen. Ein letzter Satz, bevor er den Raum verließ. Lindernd, wie ein Tropfen auf dem heißen Stein:

    "Es tut mir Leid"



    -----------------------------

    Rasse: Mensch

    Bekannt als (Name): Fallen (Name ist Platzhalter, der ist zu Standard)

    Alter: um die 30

    Größe: durchschnittlich

    Beruf: Scharfschütze/Söldner

    Aussehen:
    - dünne, lange Statur

    Charakter:

    "Ach, dieser Fallen. Wissen Sie, das ist so ein charismatischer und lebensfroher Mensch! Hach, wenn ich nur in seinem Alter wäre... Aber ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste, wissen Sie.

    Ich weiß jedenfalls wirklich nicht, was Holgi und ich ohne ihn gemacht hätten. Wir hättem nicht geglaubt, dass es hier noch so Liebenswürdige Menschen wohnen. Wissen Sie, die Slums sind nicht gerade für ihre Ehrlichtkeit bekannt.

    Mich wollten einmal ein paar Kriminelle überfallen - Eine alte, arme, wehrlose Frau! Ich dachte schon, es wäre um mich geschehen, als plötzlich wie aus dem Nichts Fallen auftauchte und mich rettete. Hach, was für ein junger Mann. Nicht so wie Du, Holgi!

    Das mit seiner Familie tut uns wirklich Leid. Wissen Sie, wir reden da nicht gerne drüber. Mein Mann und ich versuchen auf anderen Wegen, ihm zu helfen. Ich glaube, es geht ihm langsam wieder besser.

    Mittlerweile schleppt er wieder unsere schweren Pakete und kehrt für uns den Hof. Alles freiwillig! Wissen Sie, trotz dieser modernen Schnick-Schnack-Implantate hab ich's schon seit Jahrzehnten mit dem Rücken.
    Hach, so ein netter, junger Mann."
    ~ Aus einem Interview mit Fallens Nachbarrn

    Geschichte:

    - Auf Corouscant geboren
    - Armes Leben in den Slums
    - Ging daher nicht immer ganz legalen Aktivitäten nach
    - Nachdem Fallens Schwester und Eltern verstarben, musste er sich alleine durchschlagen
    - ein kleinerer Krimineller erkannte sein Talent mit Präzisionswaffen und heuerte ihn für diverse Einsätze an
    - Seit der Zerschlagung seiner Organisation sucht er neue Auftraggeber

    Besonderheiten:
    - Ist angewiesen auf seine Medikamente
    - Liebt Podracer-Rennen (und andere Sportevents) und verwettet gerne mal sein ganzes Geld

    ----------------------------------

    Grobkonzept Intro 2:
    passende musikalische Untermalung: http://www.youtube.com/watch?v=hVsjLPF5JaY

    Ein Blatt im Wind. Es merkte nicht, wie machtlos es vom Wind geführt wurde. Begriff nicht, wie kurz es vor seinem Ende war.

    Es war die Befreiung von dieser Illusion, welche solchen Momenten ihre Erhabenheit verlieh. Das Aufzeigen der immer nahen (währenden) Vergänglichkeit.

    Wie sich wohl der letzte Schluck Wasser anfühlte, der jemals wieder diese Kehle hinunterrinnen würde? Der letzte Atemzug, der jemals wieder diese kraftvollen Lungen mit kostbarem Sauerstoff füllen würde? Der letzte Gedanke, der jemals wieder Leben in diese tote Materie hauchen würde?

    Für den Sterbenden waren es wohl Momente wie jede andere auch. Aber für den Henker? Fallen würde es nie erfahren.

    Ein schneller Gedanke, eine Entscheidung, ein kurzes Muskelzucken und die Kugel verließ ihren Lauf. Ein letzter Kuss, den Abschied zu erleichtern. Sie war nicht mehr aufzuhalten. Wer hätte das auch gewollt?

    Wie eine Wahrheit öffnete sie den Verstand, nur ohne Schmerzen. Befreite ihn von seinen Illusionen. Vielleicht sogar von seinen Qualen.

    Und Fallen? Er war verschwunden in der Dunkelheit. Ein Blatt im Wind. Es merkte nicht, wie machtlos es vom Wind geführt wurde.

    ---------

    Auszug 1/theoretischer erster Post:
    passende musikalische Untermalung: http://www.youtube.com/watch?v=a_t8Y-BgW6Q

    Gerechtigkeit. Sie war da draußen. Irgendwo. Ganz bestimmt.

    Fallen hatte nicht immer vorgehabt, so zu enden. Auch er wusste, was es war: Gerechtigkeit. Was es hieß: zu träumen. Wie es sich fühlte: zu hoffen. Aber manchmal war es so schwer daran zu glauben. Der ewige Kampf war so ermüdend... versuchte ihn immer auszulaugen. Wenn er einen Fehler machte, dann gingen Welten unter. Und wenn alles perfekt ließ, dann bewegte sich das geschaffene Unheil lediglich in einem absehbaren Rahmen.

    In einsamen Momenten war das der einzige Trost, den er finden konnte: Vielleicht war er nicht dazu geboren, die Welt zu verbesseren. Aber wenn er schon unweigerlich von seinem Schicksal mitgerissen wurde, dann tat er das so langsam, wie nur irgendwie möglich.

    Das war kein tiefer Trost. Aber es reichte, um morgens die Lider zu öffnen. Die Augen mit etwas zu verzieren, das nicht nur Leere war. Und den Tag mit etwas zu füllen, was nicht völlig wertlos schien.

    ------

    Nachwort:

    Nein, das hier wird nicht mein Zweitchar. Aber nach dem ich so viel Freizeit hatte, dachte ich mir: "Hey, kaBam, Du hast zwar Deinen Ikarr, der ganz cool drauf ist, aber wenn Du dessen charakterliche Oberfläche abziehst, bleibt net mehr viel übrig."

    Meine Idee war geboren. Einen mehrdimensionalen, vielschichtigen Charakter zu erstellen - So sind ja Menschen eigentlich. Momentan habe ich drei Ebenen, die hier alle angesprochen werden. Wie sich das im komplexen ganzen verhält, weiß ich aber nicht.

    Wie ihr hoffentlich seht, habe ich viel Zeit, Mühe und auch Liebe ^^ investiert. Also bitte nett sein =$ Der Char ist noch lange nicht fertig, aber wir werden mal sehen, wie weit ich es treibe. Ich habe nicht vor, ihn zu spielen, es geht mir lediglich um die Freude am Kreieren. Ich poste mein bisheriges Werk, weil ich hoffe, dass es euch gefällt oder zumindest ein paar schöne Minuten beim Lesen bereitet. Und weil ich gerne wüsste, wie es wirkt.

    Über Kritik über Intro 1 und Intro 2 würde ich mich sehr freuen. Büdde *schaut ganz knuffig* Was euch gefällt, was blöd ist, welche Formulierung kacke ist, wo es übertrieben wird.

    So far,
    adieu!
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. November 2010
  2. Kaan Vos

    Kaan Vos Auftragskiller aus Leidenschaft

    Der zu 'kritisierende' Post ist relativ alt und bislang hat sich kein weiterer Beitrag dem oberen angesiedelt. Dies soll sich heute nun ändern.
    Ich kann deine Bitte nicht erfüllen, weil mein Standard nicht an den deinen heranreicht. Du solltest Schriftsteller werden, weil es so scheint, als wenn dich die Muse jeden Tag besuchen kommen und küssen würde.

    Du könntest aber mal bei Gelegenheit meine Bitte erfüllen: hauche Fallen Leben ein, indem du ihn zu deinem Zweitcharakter 'nimmst'. Die Einstiege gefallen. Ich sympathisiere mit deiner Darstellung eines 'gefallenen Söldners', der über Leben und Tod geschickt zu sinnieren und reflektieren weiß.

    Um dem Kommentar einen Rahmen zu verpassen: als Rollenspieler bin ich kein Schriftsteller und Meister der Wortspiele, der es schafft, dem Leser die Augen zu öffnen und ihm eine neue Perspektive des Lebens zu zeigen.
    Ohne als Schleimer abgestempelt zu werden, so sage ich, dass mir alle Formulierungen gefallen. Sie sind nicht übertrieben, nicht 'kacke', lesen sich flüssig, regen leicht zum Nachdenken an und zeigen neue Aspekte und Elemente, die der Rollenspieler durchaus in seine Beiträge mit einfließen kann (auch wenn man dafür mehr Werkzeuge bräuchte).
    Die Intros (Intri? Intren?) sind eben nicht mehr als Beitrag fürs Rollenspiel zu werten, sondern als Kunstwerke, an denen mit Zeit, Liebe und Mühe fleißig geschliffen worden ist.

    By the way: Was für Bücher liest du?
     
  3. kaBam

    kaBam Senatsbesucher

    Hui, danke, endlich mal ne Reaktion =D Ich hatte schon befürchtet, meine Intros (ich benutze die Form jetzt einfach als Plural) wären nicht gut genug, um für eine Antwort zu reichen. Bin bei meinem Geschreibsel immer ein wenig unsicher.

    Insofern nochmals vielen Dank für die Kritik! *lächelt ganz verlegen auf das Wort "Kunstwerke"* Sie muss ja nicht immer bemängeln, sondern kann ja auch mal loben =$

    Du scheinst das, was ich vermitteln wollte, gut verstanden zu haben. Hast meinen Erzähler hier ("'gefallenen Söldners', der über Leben und Tod geschickt zu sinnieren und reflektieren weiß") auch halb entlarvt.

    Es freut mich sehr, dass Dir die Posts gefallen. Es ist schwer, mit wenigen Meinungen eine Bild von eigenen Texten zu erhalten, weil sie sehr unterschiedlich wirken. Manche langweilt ein "Stück", andere finden die Sprache zwar ganz okay, den Inhalt aber zu lau, wieder andere kritisieren Formulierungen als kitschig.

    Wenn Dich mein Monolog interessiert: Ich wäge beim Schreiben oder Vordenken unbewusst, aber bewusst verfolgbar über Grundprinzipien eines Texts ab. In der Regel entscheide ich mich für die Situation, damit etwas gegen ein intellektuelles, noch nie dagewesenes Thema, für die Sprache und damit für die Gefahr auf Kitsch.

    Aber um mal zu Deiner Bitte zu kommen:

    Ich musste mir förmlich selbst verbieten, mit dem Char einzusteigen. Anfangs bin ich gerne voller Tatendrang, der mich dann aber urplötzlich verlässt. Weiterhin ist ein regelmäßiges Posten mit dem Einsatz für mich kaum möglich. Für das erste, geschliffene Intro habe ich drei Stunden gebraucht (für das zweite eine Stunde). Und zuletzt: Wirklich gut schreibe ich nur, wenn ich gerade das Gefühl besitze, das ich vermitteln möchte. Das kommt nicht regelmäßig =/

    Ein wenig Hoffnung gibts aber trotzdem. Ich war mal wieder übereifrig und habe mir nen Sith-Char samt Stamm, Geschichte und erstem Post erstellt. Wenn mich in 1-2 Monaten die Lust nicht verlässt und ich mit Ikarr fleißig poste, dann steigt der ein. Der hat zwar ein anderes Thema als mein Söldner und soll eher inhaltlich überzeugen, aber ich wollte ebenfalls eine brutale, düstere, wenn auch nicht ganz so langsame und stille Sprache verfolgen.

    So, fehlt noch die letzte Frage. Was ich denn so für Bücher lese.

    Ich lese keine Bücher. Ich lasse mich von Gedichten (Prometheus, Der Panther, Todesfuge), Kurzgeschichten (Kafka), Liedern, Zitaten, aber am meisten von Filmen inspirieren. Der Char hier war eine Reaktion auf V wie Vendetta und orientiert sich abgesehen davon noch an Sin City.

    So far,
    reingehauen =D
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2010
  4. Kadajj Riyoss

    Kadajj Riyoss shake your rage!


    Auch wenn sich Fallens Geschichte interessant anhört und ein Sith-Char bestimmt auch reizvoll ist ,lieber erst mal langsam machen, was die Erstellung von Zweit-, Dritt-, usw.-Chars angeht. Ich hab zwar mittlerweile drei PCs, aber bin froh, dass es bei denen bleibt. Es wird nämlich sonst recht schwer, die eigenen Erwartungen zu erfüllen, auch wenn man Ideen für drölfzig weitere Chars hat.

    Ich denke, dass die Hauptsache ist, Spaß an der Figur zu haben und auch die Mitspieler mit dem Char und seinen Eigenheiten etwas anfangen können. Hier gehts ja nicht um nen Literaturpreis, sondern der Reiz des RS liegt imo im Miteinander der verschiedenen Charaktere. Da schreibe ich auch lieber etwas kürzere und einfacher gestrickte Posts, wenn es der Story und den Mitspielern zu Gute kommt. Atmosphäre und Gefühle lassen sich auch mit wenigen Mitteln gut ausdrücken, bei Ikarr gelingt dir das schon gut, ich finde die Posts sehr witzig zu lesen :jep:
     
  5. kaBam

    kaBam Senatsbesucher

    Ich weiß ja, dass es schwer wird, sonst wäre ich schon mit mehreren Chars eingestiegen. Das habe ich eigentlich auch geschrieben.

    Naja, stell Dir vor Du bist auf Diät und da ist ein köstlicher Kuchen, fertig gebacken, mit der schönsten Glasur, die Du je gesehen hast - Wäre es einen Bissen nicht wert? Dann weißt Du, wie ich mich fühle ;P

    Und zum zweiten Punkt: Ich schreibe nur, wenn ich Spaß daran habe. Und weil ich die Mühen jedes Rp-Teilnehmers schätze - solange er gerne schreibt -, so erwarte ich nicht mehr als den gleichen Umgang mit mir. Mehr Diskussion will ich hier nicht entfachen.
     
  6. Kaan Vos

    Kaan Vos Auftragskiller aus Leidenschaft

    Das Miteinander zwischen verschiedenen Charakteren bereichert zwar den Spielspaß in einem Rollenspiel ungemein, ist aber nicht oberste Maxime. Der besondere Reiz eines Rollenspiels besteht darin, sein selbsterdachtes Charakterkonzept auf möglichst glaubwürdige und authentische Art und Weise literarisch umzusetzen, indem man seinem Konzept treu bleibt.
    Ein Forumrollenspiel hebt sich insofern von einem Chatrollenspiel ab, weil die Beiträge -in der Regel, manche bleiben bei 200 Wörter-Posts- eben lang und ausführlich sind und sich im Durchschnitt auf einer literarischen hochqualitativen Ebene -manchmal aber auch in der Triviallieratur angesiedelt- befinden.
    Ein Forumrollenspiel hat ein Spektrum von klassischen Schwanzvergleich-Kandidaten nach dem Motto "je länger, desto besser" und Minimalisten der alten Garde. Dieser Stand der Dinge beeinflusst aber nicht "Masse, statt Klasse" und "Qualität, statt Quantität". Es variiert pro Spieler.
    Der Reiz im Rollenspiel ist es, dass Spieler Geschichten über ihre Charaktere erzählen, die auch ein außenstehender als "Kurzgeschichte" bei Interesse lesen kann. Der Reiz im Rollenspiel ist es, dass verschiedene Schreibstile aufeinandertreffen und sich gegenseitig beeinflussen. Der Reiz im Rollenspiel ist es eben seinen Charakter glaubwürdig darzustellen, und das an erster Stelle. Daraus geht automatisch dann auch ein Miteinander hervor - oder eben auch nicht.



    Wenn sich der Schreiber, der 'Kreator', aber mühe gibt und herzblut reinfließen lässt, dann kann sich der Mitspieler und Leser auch ein wenig mehr Mühe geben.



    Da stimme ich zu. Es gibt aber, wenn man sich auf minimalistischer Ebene bewegt, dennoch einen gravierenden Unterschied zwischen 6-Zeilern, an denen 3 Stunden lang geschliffen und nachgedacht wurde und 6-Zeilern, die aus dem Affekt heraus in 8 Minuten geschrieben werden.
    Nicht alles, was mit wenigen mitteln ausgedrückt wird, muss auch gleich gut sein. Natürlich mag "Weniger ist mehr" manchmal funktionieren, aber, um realistisch zu bleiben, nicht bei jedem, wobei dies auch rein subjektiv gewertet werden kann.
    Bei Ikarr sehe ich, dass die Posts alle 3 Stunden gedauert haben könnten. Da lässt man die Augen nicht einfach nur von Wort zu Wort wandern, sondern lässt sich auch zum Nachdenken gerne anregen.
    Er bedient sich nicht bei trivialem Kitsch, den jeder schonmal in 1000-facher Ausführung irgendwo gelesen hat. Ikarr schreibt nicht 'stahlblaue Augen', 'ein Mann wie ein Riese', 'gefährlich wie ein Löwe' sondern strengt selbst seinen Apparat an, schafft neue Formulierungen, sorgt für Abwechslung.
    Chapeau und weiter so.



    Halb entlarvt? Ich will die Auflösung des Rätsels.



    Woher dann der geschickte Wortfluss und reiche -auch metaphorische- Wortschatz, frage ich mich dann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Oktober 2010

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