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Goa

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von N_osi, 15. Dezember 2006.

  1. N_osi

    N_osi Mr. Amidala

    Fahr in letzter Zeit ziemlich auf der Goa Schiene (also nur musikalisch^^) und wollte mal fragen obs noch andere verrückte wie mich hier im Forum gibt? Ist jan icht wirklich Alltagsmusik, aber was haltet ihr davon? Und wen hört ihr so? Kenne noch nicht so viel, aber bisher haben es mir voralllem die Infected Mushrooms angetan, die haben ein par wirklich krasse Tracks. Gibt ja auch noch die Behauptung man findet die Musik erst gut wenn man mal eine gewisse Drogenerfahrung damit gemacht hat. Könnt ihr da zustimmen? Und was haltet ihr allgemein von der Musik?
    Gruss Nosi
     
  2. Nomi

    Nomi Legende Premium

    Das Wort Goa lese ich jetzt zum ersten Mal ^^
    Ich habe keinerlei Erfahrung mit Drogen (ich nehme mal an, dass du hierbei nicht auf Alkohol oder Zigaretten anspielst) und auch nicht mit der Musik.
    Da Goa allerdings in die Richtung Trance fällt werde ich eh nichts damit anfangen können.
     
  3. N_osi

    N_osi Mr. Amidala

    Steht ich jetzt auf der Leitung und hab das Wort falsch geschrieben oder hast du das Wort wirklich noch nie gesehen? :konfus: Naja das Gerücht hält sich hartnäckig das Goa erst nach einer Erfahrung mit einer harten Droge wirklich wirkt... Jo Goa ist ja eigentlich Psytrance und von daher sehr Geschmackssache, versteh ich sehr gut. Hab die Musik auch erst nach einer langen "Ich mag keine solche Musik-Phase" zu schätzen und zu lieben gelernt :)
     
  4. Major_Horsk

    Major_Horsk ÖSith, Mutant mit der Fähigkeit ohne höhere Hirnfu

    Nicht so meines. Ist mir ein bissl zu heftig,hab das öfters bei einem Freund im Auto gehört .. naja. ;) jedem das seine.
     
  5. Dark Igel

    Dark Igel Ruhrpottler

    Ich liebe Goa und das schon mehr als 8 Jahre.
    Gehe auch des öfteren in Clubs und auf diverse Festivals. (Shiva Moon, Voov u.s.w.)

    Die Musik ist echt nicht jedermanns Sache, man kann echt nur auf den Geschmack kommen wenn man einige Partys mitgemacht hat Goa ist ja nicht nur die Musik, es ist ja eigentlich eine Art Lebenseinstellung. Die ganze Szene an sich ist schon ziemlich abgefahren und das schöne dabei ist das Goa auf den ganzen Erdball verteilt ist.

    Zum Thema Drogen sage ich jez mal nichts. ;) Das muss jeder für sich selber entscheiden.
    Jedenfalls kann man sehr gut auf so einer Party feiern, weil die Leute meistens ziemlich offen sind. Allerdings ist es wie schon gesagt nicht jedermanns sache, da einige einen "Kulturshock" erleiden könnten wenn sie unvorbereitet auf so eine Veranstaltung gehen.

    An allen die offen sind für was neues kann ich es nur empfehlen. ;) :cool:
     
  6. Nomi

    Nomi Legende Premium

    Daran wird es wohl liegen, das ich noch nichts von Goa gelese/gehört habe.
    In Sachen Musik bin ich recht selten offen für neues...
     
  7. Hoot

    Hoot Gast

    naja da ich allgemein kein techno mag, vielleicht auf paar wirklich wenige lieder. mag ich auch dieses goa nicht. da ist mir disco mucke aus den 70ern und 80ern doch viel lieber..
     
  8. Ashira

    Ashira Padawan

    ich finde Goa ziemlich genial! Drogen hab ich noch nie genommen und will ich auch nicht, ausser Alkohol und Zigaretten und vielleicht mal an nem Joint gezogen. Ich find GOA auch so klasse.
     
  9. Put Put

    Put Put weiser Botschafter

    xD nee naja ich sach ma einfach wenn ihrs mögt is es euer ding, aber ich kann damit bei besten willen ncihst anfangen...da bleib ich bei Punkrock und meiner Droge......Bier^^ und naja mehr brauch ich ncih^^
     
  10. TK JOW

    TK JOW Botschaftsadjutant

    nicht so mein Ding, ich find aber die Deko mit Schwarzlich immer toll. Ich hör da noch lieber Cosmic.
     
  11. Lord Kyp Durron

    Lord Kyp Durron Botschafter

    Also ich hab keinen Peil was hier unter Goa verstanden wird. Ich asozieren mit Goa eine sehr schöne Strandgegend in Indien und die gefällt mir auch. :)
     
  12. Dark Igel

    Dark Igel Ruhrpottler

    Genau da kommt es her. ;)



    Entstehung

    Goa entstand Anfang der 1990er im indischen Bundesstaat Goa, einem Hippie-Mekka aus den 1960ern, maßgeblich von ausländischen, oft deutschen und israelischen Rucksacktouristen initiiert. Die daraus entstandene und stark mit der Musik verbundene Kultur propagiert eine lebensbejahende Sichtweise, und ist stark mit den Ideen und Symbolen der 68er-Bewegung verbunden. Neben der Musik gehören Elemente aus dem Lebensstil mittel- und fernöstlicher Völker, Naturverbundenheit und eine Kunst, die buddhistische Einflüsse mit der Flowerpower-Zeit und modernen Malereien verbindet zu dieser Philosophie. Der Einfluß durch psychedelische Drogen spielt in manchen Kreisen ebenfalls eine Rolle.

    Während die Technoszene zu Beginn der 1990er Jahre bereits die Plattenläden mit massig Veröffentlichungen füllte, blieb der Goa-Bereich zunächst von den Plattenlabels fern. Die Produzenten nahmen ihre Produktionen anfangs meist auf DAT-Bändern auf, die sie an die DJs überspielten. Vereinzelt gab es Veröffentlichungen auf Plattenlabels aller Richtungen, wobei es erst im Jahre 1993 zur Gründung des ersten Goa-Labels kam.

    Der bekannte britische Produzent und Bassist Youth (Martin Glover) war Geschäftsführer eines Plattenlabels mit dem Namen Butterfly Records, das experimentelle Produktionen aus dem Postpunk-Bereich mit elektronischem Einfluß veröffentlichte. Da ihm bis dato immer häufiger Demo-Tapes aus dem Goa-Bereich zugeschickt bekam, entschloß er sich, ein Sublabel mit dem Namen Dragonfly Records zu gründen. Letzendlich boomte dieses Sublabel, während das Mutterlabel Butterfly kaum noch neue Veröffentlichungen brachte und ein paar Jahre später stillgelegt wurde.

    Nach der Gründung von Dragonfly wurden innerhalb sehr kurzer Zeit weitere Goa-Labels gegründet, da es zu einer Flut an neuen Veröffentlichungen kam. Das lag nicht nur daran, daß eine neue Musikrichtung nach Europa importiert wurde und dort auf besondere Begeisterung stieß. Die indische Regierung führte in dieser Zeit einige Reformen durch, die nicht nur die Freiheiten der in Goa lebenden Aussteiger enorm einschränkte, sondern diesem Gebiet auch noch einen Pauschaltourismus bescherte, der Massen an Menschen aus aller Welt in diese Region bringt, die dort ihren Badeurlaub verbringen möchten. So kam es, daß die Subkultur in Indien für tot erklärt und nach Europa und Israel verlagert wurde. Immer häufiger fanden so genannte Goa Parties in ganz Europa und dem Mittelmeerraum statt, die ganz nach der bekannten Mentalität ablaufen sollten. Mit der Zeit wurde das Publikum aus der Techno-Szene von den Goa-Parties immer häufiger angezogen, was die Parties und die Musik stets veränderte. Die Musik wurde gegen Ende der 1990er Jahre eher minimalistisch und unmelodischer - die Einbeziehung von Techno- und Progressive House-Veröffentlichungen auf Goa-Parties war kein Tabu mehr.

    Seit Mitte der der 2000er Jahre nimmt die Anzahl der Neuveröffentlichungen und Parties im Goa-Bereich stets zu.

    Musikalische Eigenschaften

    Die Musik setzt sich aus 4/4-Takten zwischen ursprünglich 130 und 150 BPM zusammen, mittlerweile werden Geschwindigkeiten bis zu 160 bpm und mehr erreicht. Die Kicks sind deutlich energischer und kompakter als bei anderen Trance-Richtungen. Was den Rest angeht wird viel experimentiert, beliebt sind Acidlines (ursprünglich durch den TB-303-Synthesizer) und andere organisch klingende synthetische Geräusche. Vocals wie zum Beispiel bei House sind eher selten, inzwischen werden jedoch mitunter gerne Vocoder-Stimmen und Gesang eingebaut. Ebenso werden gerne Samples aus Spielfilmen eingemischt.

    Psychedelic Trance bzw. Psytrance wurden später als Synonym für Goa-Trance eingeführt, da die Szene in Goa nicht mehr existierte und der Bezug im Namen aufgrund der Veränderungen fragwürdig erschien. Unabhängig vom verwendeten Begriff machte die Musik zwischen 1990 bis heute einen ständigen und deutlich hörbaren Veränderungsprozess durch. Anfang der 1990er Jahre war die Musik gekennzeichnet durch die Einbindung akustischer Ethno-Elemente mit psychedelischem Charakter. In einer linearen Entwicklung war die Musik gegen Mitte der 1990er Jahre geprägt durch orientalische Melodien auf Basis kräftiger Lead-Sounds der damaligen Synthesizer untermalt von Acid-Sounds im Hintergrund und der Bassline. Gegen Ende der 1990er Jahre wurde die Musik einwenig langsamer, minimalistischer und unmelodisch, wobei der minimalistische Trance meist mit athmosphärischen und düsteren Klängen mit hohem Hallanteil untermalt wurden. Bis zur Mitte dieses Jahrzehntes entwickelte sich ein Stil, der Elemente aus dem Dub- und House-Bereich mit einbezieht und wieder sehr melodisch erscheint, wobei der Klang nicht den selben Charakter wie in den 1990er Jahren hat. Heutzutage scheint sich die Szene wieder zu spalten, mittlerweile wird zwischen "progressive trance", "full on", "neo full on", "dark psytrance" und "neo goa" unterschieden, die Grenzen verschwimmen allerdings.

    In den letzten Jahren nimmt die Zahl der Labels und Veröffentlichungen stetig zu, mittlerweile explodiert sie nahezu, wöchentlich erscheinen durschnittlich 5-10 neue Release.

    Szene

    Seit den 90er Jahren hat sich eine weltweite Szene von Liebhabern dieser Musikrichtung gebildet. Hochburgen waren – neben Goa selbst – Israel und Deutschland, aber auch in England, Skandinavien, der Schweiz und anderen Teilen Europas gibt es viele Anhänger. In Südamerika, Südafrika, und Osteuropa entwickelte sich eine in den folgenden Jahren stark aufstrebende Szene, die u.a. durch interessante Musikproduktionen für viel Bereicherung gesorgt hat. Lediglich in den USA ist die Goa-Szene deutlich unterrepräsentiert; nur an der Westküste und im Raum New York finden vereinzelte Veranstaltungen statt. In vielen der hier nicht genannten europäischen Ländern, etwa in Österreich, Frankreich, Italien oder auch Tschechien, nahm die Freetekno-Bewegung den Platz der musikalisch verwandten Goa-Szene ein. Wesentliche Unterschiede sind jedoch im anderen Selbstverständnis und Erscheinungsbild der Freetekno-Gemeinschaft zu finden. So agiert die Freetekno-Szene nach wie vor mehrheitlich im Untergrund und lässt per Selbstdefinition auch keine Kommerzialisierung zu, wie sie bei Goa bereits begonnen hat. Mittlerweile hat Österreich sich zu einer Hochburg entwickelt (es gibt dort einen der weltweit ersten auf Psytrance spezialisierten Musikvertriebe) und auch im benachbarten Italien sowie im Norden Europas/Skandinavien nimmt die Psytrance-Szene an Bedeutung zu, nahezu jedes Wochenende gibt es mehrere Parties.

    Sogenannte Goa-Partys sind oft mehrtägige Veranstaltungen, auf denen Goa und Psytrance gespielt wird. Oft gibt es einen „Chillout“-Bereich, in dem ruhigere Musik läuft. Im Sommer finden Goa-Partys bevorzugt im Freien statt; oftmals wird Besuchern die Möglichkeit gegeben, auf dem Veranstaltungsgelände zu campen. Die größten Veranstaltungen dieser Art finden in Norddeutschland statt und erreichen zum Teil Besucherzahlen von über 10.000 bis zu 35.000 z.B. VooV-Festival.

    Auf Goa-Partys werden oft fluoreszierende Farben verwendet, sowohl bei Kleidung als auch bei der Dekoration. Bilder stellen oft Sujets wie Aliens, Märchenfiguren (wie Gnome, Elfen oder Waldgeister), Hinduismus, Zauberpilze, Shamanismus, Technologie oder verschiedene geometrische Muster dar (siehe auch: Techno-Kunst), es gibt aber auch eine beachtliche Anzahl an Veranstaltungen, auf denen die Musik im Vordergrund steht. Im Sommer finden die meisten Anlässe an Stränden, in Wäldern oder vereinzelt auf Bergen statt. Waren die Preise für Eintritt und Getränke früher meist deutlich niedriger als bei Trance-Partys in Clubs, sind sie in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Insgesamt geht aus der Goa Bewegung eine positive Energie aus; Respekt und Toleranz gegenüber anderen sowie der Umwelt sind Werte, mit denen sich die Szene identifiziert. Viele schätzen die friedliche und entspannte Atmosphäre auf den Partys.

    Hinsichtlich Herkunft, Alter, Kleidung, usw. ist die Szene sehr uneinheitlich; vom 18-jährigen bis zum über 70-jährigen Althippie ist auf Partys alles vertreten. Selbst für Kleinkinder werden manchmal auf Partys Bereiche reserviert, damit auch Eltern die Veranstaltungen besuchen können. Gerade größere Veranstaltungen haben oftmals ein sehr internationales Publikum, was noch mehr zum Klima der Toleranz beiträgt.

    Quelle: Wikipedia.de
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Dezember 2006

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