John Shepard Smith

John S Smith

Sergeant von Noble
Personalarchive des Galaktischen Imperiums
Akten der imperialen Armee
Akte [Shepard Smith, John]
20-132-85-759
Bearbeitungs Nr.: NC-OX-751-45SC-7821O
Verzeichnis Nr.: L5S2B4613
Rang: Sergeant


Allgemeines:

Spezies: Mensch
Geschlecht: Männlich
Alter: 50 Standardjahre
Heimatplanet: Ord Mantell

Familie:

Eltern:
Seth B. Smith, Vater, verstorben
Ayva Smith geborene Marshall, Mutter, verstorben

Geschwister:
Ältere Brüder: Deel Smith; verstorben, Ben Smith; verstorben, Ghent J. Smith
Jüngere Schwester: Thea Smith

Familienstand:
verwitwet; Rela Smith geb. Malogaan, gefallen
Kinder: -/-


Aussehen:


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Größe: 1.90m
Augenfarbe: Braun/Grün
Haarfarbe: Weiß/Grau
Besondere körperliche Merkmale:
Mehrere Narben im Gesicht von einer Granatexplosion, vom Wetter gegerbte Haut durch viele Feldeinsätze, kybernetische Lunge [Lungenkrebs], diverse Implantate und kybernetische Prothesen um Verletzungen zu behandeln die sich Smith im Laufe der Zeit zugezogen hat. Dadurch ist er für sein Alter beweglicher und stärker als es eigentlich der Fall sein sollte.


Fähigkeiten:

  • Grundausbildung der Infanterie auf Carida
  • Fortbildung: Bewaffneter und unbewaffneter Nahkampf
  • Fortbildung: Häuserkampf
  • Fortbildung: Leichte Fahrzeuge führen
  • Fortbildung: Bewaffneter und unbewaffneter Nahkampf II
  • Fortbildung: Häuserkampf II
  • Fortbildung: Leichte Fahrzeuge führen II
  • Fortbildung: Bewaffneter und unbewaffneter Nahkampf III
  • Sonderausbildung: Überleben hinter feindlichen Linien
  • Sonderausbildung: Elektronische Kriegsführung
Nachschulungen:
  • Diverse Unteroffizierslehrgänge

Sprachen:
Basic und Bocce

Charakter:
John weist eine ganze Palette an guten charakterlichen Eigenschaften auf: Mut, Ehrgeiz, Intelligenz und Tüchtigkeit. Außerdem ist er der geborenen Anführer. Dabei rebelliert er nicht, sondern erhebt ganz natürlich den Anspruch auf den ersten Platz. Was durch seine Selbstsicherheit und seiner natürlichen Ausstrahlung untermauert wird.

Durch gute Ideen und fleißiges Arbeiten kommt John im Leben gut voran. Selbst wenn er mal „straucheln“ sollte kommt er sich immer wieder durch neue, vielversprechende Vorhaben auf die Beine. John denkt oft rational und macht sich auf seinem Weg passend, was nicht passt, dabei ist es egal wie schwer die Aufgabe ist. Selbst wenn er Berge versetzen müsste. Dabei legt er eine Kompromisslosigkeit an den Tag die fast beängstigend ist. Nur in Ausnahmen gibt er nach, aber auch erst dann wenn er restlos davon überzeugt ist das der andere Weg besser ist als sein eigener. Was selten genug vorkommt. Allerdings „biegt“ er gerne die Anordnungen die man ihm gibt um effizienter an das „Ziel“ zukommen.

Seine Unnahbarkeit hat sich erst nach dem Tod seiner Frau entwickelt, es ist seit dem sehr schwer Zugang zu ihm zu finden.

Stärken:
Mut, Ehrgeiz, Intelligenz und Tüchtigkeit

Schwächen:
Kompromisslosigkeit, Eigensinn, Unnahbarkeit


Lebenslauf (Kurzfassung):
John wurde auf Ord Mantell geboren, als Sohn der Farmerfamilie Smith. Bis zu seinem 20. Lebensjahr lebte er recht unspektakulär, dann jedoch kam ein imperialer Anwerber in sein Heimatdorf und malte in schillernden Farben das Leben bei den Streitkräften des Imperiums aus. Gepackt von diesen Erzählungen und wissend das er den Hof nicht von seinen Eltern erben würde , da er der vierte Sohn von insgesamt sechs Kindern war, verließ er die Farm seiner Eltern die in der Nähe des Dorfes Holy Sand lag unweit des Zehn-Meilen-Plateau.

Das Leben als Soldat war nicht halb so romantisch wie der Anwerber es erzählt hatte, ständige Einsätze unter Lebensgefahr, schlechtes Essen und teilweise richtig miese Kameraden. Es gab aber auch gute Sachen, zum Beispiel das er Rela kennen gelernt hatte, die Sephi sollte noch eine wichtige Rolle in seinem Leben spielen. Zusammen beendeten sie die Grundausbildung und sorgten im Anschluss dafür das sie in die selbe Einheit versetzt wurden.

Unermüdlich arbeitete er an sich, belegte in den Ruhepausen zwischen den Einsätzen viele Fortbildungskurse und machte sich Hoffnungen irgendwann mal auf die Offiziersakademie zu kommen. Leider sollte ein Zwischenfall seine Hoffnungen zerstören und dazu noch seine gute Freundin, die er während der Grundausbildung kennenlernte, das Leben kosten.

Nach nun dreißig Jahren im Dienst wurde er als Sergeant nach Denon versetzt wo er eine neue Einheit aufbauen sollte, eine Gruppe von Spezialisten oder besser angehende Spezialisten.
 
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Vor 22 Jahren, Bastion, Garnison Omega, Kasernen Block 1138. 22.53 Uhr Ortszeit


„18...So wie so...20...Jupp...22...Jupp...23...Ja hab ich...24...Jupp...27...Jupp...30...Weg.“

Was machen Soldaten, wenn sie nicht gerade Kämpfen, Wachdienst haben, Schlafen oder Essen? Richtig sie spielen Skat, eines der Spiele die man schnell und einfach in jeder Situation, sei es auf der Stube, im Feld, in der Messe, auf der Krankenstation oder auf dem Boden eines Hangars, spielen konnte. Anders als Sabacc oder Pazaak musste man hier noch seinen Kopf anstrengen und mitrechnen. Ein Spiel, welches allerdings auch nur noch von älteren Semestern gespielt wurde, oder solche, die Spaß an jedweder Art von Kartenspiel hatten. John fiel in keine der beiden Kategorien, er war per Zufall bei diesem Spiel gelandet. Rela hatte ihn einfach mitgeschleppt zu diesen „Abenden“ an dem das ganze Platoon zusammensaß und irgendetwas machte. Diese Abende waren rar gesät aber mittlerweile ging John regelmäßig hin und spielte mit Staff Sergeant Fisher und Sergeant Bock. Aber auch sonst waren die drei unzertrennlich. Smith war der Platoon Sergeant, beziehungsweise vom offiziellen Rang her Master Sergeant.

Rela saß, wie fast jedes Mal am selben Tisch und sah nur belang los zu. In der Regel trank sie wie alle anderen auch Bier, das gute Bastion „Urtyp“, nur heute hatte sie wohl keinen Durst. Sowie so schien sie immer etwas abwesend zu sein in den letzten Tagen. Aber John beachtete das nicht weiter und konzentrierte sich auf das Spiel, heute war einer der besseren Tage. Drei Grand hatte er bereits „durchgebracht“ und war im Begriff auch diese Runde zu gewinnen.

„John, können wir reden?“

„Was ...einen Moment Rela, ich beende noch eben diese Runde...“

„John, bitte! Es ist wichtig.“

„Na gut, weil Du es bist.“

Mit einem Grummeln erhob sich John, seine beiden Kameraden grinsten schief, sie hatten glück gehabt, dass sie das Spiel abbrachen, sonst wären heute noch einige Credits aus ihren in Johns Tasche gewandert. Zusammen mit Rela ging er in einen etwas abgelegeneren Teil der Kaserne, um genau zu sein die Sporthalle, die um diese Zeit verwaist und völlig dunkel war. Er hatte keine Ahnung warum Rela ihn gerade an diesen Ort lotste. Auf dem Weg dahin ging er immer ein Stück hinter ihr und betrachtete mit immer größerem Interesse ihre Kehrseite. Auch ein Rücken kann entzücken, dachte der imperiale Soldat und ließ seinen Blick zu dem wohlgeformten Hintern seiner Kameradin wandern. Seit der Grundausbildung hatten er und die Halbsephi, die Rela war, zusammen in einer Einheit gekämpft, gelitten und ja auch geliebt. Irgendwann hatten sie gemerkt das s mehr war als bloß eine gute Kameradschaft, es war Liebe. Zusammen hatten sie es „gedeichselt“ das sie immer in derselben Einheit blieben, er als Master und Platoon Sergeant und sie als einfacher Sergeant. Dabei hatten sie sogar Beförderungen ausgeschlagen und Versetzungen unter fadenscheinigen Gründen abgewiesen. Auf wundersame Weise war bisher auch immer alles gut gegangen, es war sogar soweit gekommen das sie immer zusammen Urlaub gemacht hatten und vor einem Jahr waren sie sogar zusammen nach Manaan geflogen.

In der Sporthalle setzte sich Rela auf eine der Bänke und bedeutete ihm neben ihm Platz zu nehmen. Mit einem fragenden Gesichtsausdruck nahm er ihr gegenüber Platz und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Was ist den so wichtig das mein Skatspiel unterbrochen werden muss und ich die Chance verliere Fisher die Credits von letzter Woche wieder abzunehmen?“

Er grinste schief, sie wusste, dass er diese Frage nicht ernst meinte, er würde vermutlich für sie durch alle sieben Höllen gehen und wieder zurück kommen. Auch wenn es sich um eine Belanglosigkeit handeln würde. Rela blickte ihn verzweifelt an, sie wünschte sich das sie es ihm erzählen könnte aber es ging nicht. Es standen große Veränderungen an, in drei Tagen würde die 101. schwere Division zusammen mit der XX. Flotte Bastion Richtung Outer-Rim verlassen um die Aufstände in den Randwelten einzudämmen. Er konnte keine Ablenkung gebrauchen.

„John, ich nehme Urlaub ... ich ...“

Ihre Stimme zitterte, sie schien nicht Herrin ihrer Gefühle zu sein. John quittierte das, damit das sich sein Blick verfinsterte und er eine Augenbraue hob.

„Ich habe für die kommenden zehneinhalb Monate Urlaub beantragt und er wurde mir gewährt, bevor Du irgendetwas sagst. Es ist nicht wegen Dir ... nicht direkt, ich ...es tut mir leid.“

Irgendetwas stimmte nicht mit Rela, normalerweise war sie nicht so aufgedreht, sie war eher die Vernünftige, Ruhige. War sie fülliger um den Bauch geworden? Nein, das konnte nicht sein denn die Halbsephi achtete peinlich genau darauf, was sie aß und jedes Mal wenn John sie zum Essen ausführte, schleifte sie ihn am nächsten Morgen auf den Sportplatz zum Konditionstraining. Bei dem Gedanken daran konnte er ein Schmunzeln nicht unterdrücken. Auch wenn ihm die Situation gar nicht passte. Rela schien das genauso zu sehen.

„Warum bei der dunklen Seite der Macht grinst Du?“

„Nichts es ist nur eine Erinnerung, die mich eben übermannt hat. Aber wieder zum eigentlichen Thema: Warum, wieso. Was veranlasst Dich, einfach so zu gehen?“

„Ich kann es nicht sagen, noch nicht. Aber Du wirst es erfahren. Ich gebe Dir mein ehren Wort darauf. Es ist ... also ...“


Sie bis sich auf die Unterlippe, es half alles nichts. Lügen konnte sie noch nie, und John wäre der Falsche, da er sie zu gut kannte. Mit einem Seufzen ließ sie sich auf seinen Schoß nieder und schmiegte sich an ihn. Sein Aftershave hatte wie immer einberuhigende Wirkung auf sie und brachte ihre Gedanken in ruhigere Bahnen.

„Ich werde Dich nicht anlügen. Ich kann Dir aber auch nicht die Wahrheit sagen. Vertraust Du mir?“

„Mehr als meiner eigenen Mutter.“
John lachte wurde dann aber wieder ernst. „Nein mal im Ernst, natürlich vertrau ich Dir, Du hast mir noch nie einen Anlass gegeben es nicht zu tun.“

„Dann bin ich beruhigt, Du wirst es erfahren, später.“


An dieser Stelle hörte Rela auf zu reden und küsste John ungeniert direkt auf den Mund, erst fühlte sich der Kuss steif und förmlich an aber mit der Zeit wurde er zu dem, was er eigentlich war. Ein Zeichen für die tief empfundene Zuneigung, die diese beiden Menschen zueinander hegten. John faste an ihren Kopf und löste den Haarknoten, der ihre rotbraune Haarpracht bis eben noch im Zaum gehalten hatte. Der Duft von Blumenfrucht umfing ihn, als er sein Gesicht in ihren Haaren vergrub und an ihrem spitz zulaufendem Ohr knabberte. Ein leises Seufzen entfuhr ihr als John vom Ohr an ihrem Hals nach unten arbeitete. Es war ein wildes Spiel von Liebkosungen, die unweigerlich in einer körperlichen Vereinigung der besonderen Art gipfeln musste.

Zu Johns und auch Relas Leidwesen war die Nacht nur allzu schnell vorbei und es hieß Abschied nehmen. Auf dem zivilen Raumhafen „Tempelhof“ standen sie ein letztes Mal Arm in Arm und küssten sich lange, bis der letzte Aufruf für den Relas Flug kam. Sie hatte ihm nicht gesagt, was ihr endgültiges Ziel war, nur dass sie alte Bekannte besuchen würde. Auch hatte sie gesagt, dass sie mehrmals umsteigen müsste, um ihr Ziel zu erreichen. Wehmütig sah er ihr nach, als sie in der Menschenmasse verschwand, die sich Richtung Gateway 1-A schob.
 
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Rückkehr

Vor 21 Jahren, Ord Trasi, Qadrant 23-B, im Anflug befindliches CR-20 Troop Carrier, 17.30 Uhr Ortszeit

Das Wummern der Antriebe des Shuttles übertönten fast alles in dem veralteten Transporter. Es war überhaupt ein Wunder das dieser noch fliegen, geschweige denn starten konnte. Rela wartete förmlich darauf das der Rumpf auseinanderbrach und seinen gesamten Inhalt großzügig über die Planetenoberfläche verteilt. Aber nichts dergleichen geschah, auch nachdem sie fast eine Minute lang den Atem angehalten hatte war kein unheilvolles Quietschen, Bersten oder Kreischen zu vernehmen. Nur das Geräusch der drei Antriebe war zu vernehmen. Rela klemmte sich unbewusst zwei freche Haarsträhnen hinter ihr linkes Ohr und blickte weiter zu Boden. Sie wusste gar nicht das sie so paranoid war, ob das mit diesem einschneidenden Erlebnis zu tun hatte? Ob sich alle danach so verhielten? Sie hatte viele Fragen gehabt, einige hatte sie unter Hilfe von "Fachkräften" klären können, andere waren offen geblieben. Es tat ihr in der Seele weh das sie nicht mehr Zeit gehabt hatte. Ein Schütteln lief durch den CR-20 Troop Carrier, als er die obersten Luftschichten durchstieß. Besorgt sah sich die Halbsephi die Schweißnähte des betagten Transporters an, sie waren die Verstärkung, zwei voll beladene Acclamator I Kreuzer die im Orbit um Ord Trasi hingen. Just in diesem Moment wurde imperiale Verstärkung an allen Fronten abgesetzt, an den Hauptabschnitten selbst landeten die riesigen Schiffe sogar.
Rela selbst war unterwegs zur Vorgeschobenen Stellung Theta, eine Halbinsel an der Front die unter schweren Verlusten gehalten wurde, ca. zwei Kilometer tief stand die 101. schwere Division im feindlichem Gebiet, ein weiteres Vorankommen war nicht möglich zu dicht der Verteidigungsring der Rebellen und zu gut ihre Artillerieunterstützung. Am Anfang hatte man noch versucht mit Bomberangriffen der Lage Herr zu werden, was auch bis zu dem Moment gelungen war wo die Rebellen eine Wetterkontrollstation in Betrieb genommen hatten. Es war unmöglich Jäger oder Bomber in die Luft zukommen, und selbst hier dreißig Kilometer hinter der Front konnte man die Auswirkungen des Sturms spüren. Jede Verstärkung war gezwungen einen langen riskanten Marsch, von der LZ bis zum eigentlichen Einsatzort, zu absolvieren. Zu häufig wurden die Kolonnen von Mienen und Partisanen angriffen und aufgerieben.

Es fröstelte Rela als sie daran dachte wer, quasi an vorderster Front, in mitten des ganzen steckte: John. Es war schwer gewesen zehn Monate lang kein einziges Wort mit ihm zu sprechen, sie hatte sich sooft nach seiner wärmenden Brust, den starken Armen oder seiner Mitfühlenden Art gesehnt das sie fast verrückt geworden war. Erst vor drei Tagen hatte sie ihn, via Komnachricht unterrichtet das sie auf dem Weg zurück zu ihm war. Wie hatte er sich doch gefreut, fast so wie die Kinder am Tag des Imperiums, der jedes Jahr gefeiert wurde um an die Helden zu erinnern die die Fesseln der korrupten Alten Republik abgeschüttelt hatten und die neue Ordnung ins Leben riefen. Ein einziges Mal hatte sie das Feuerwerk gesehen was über Bastion abgebrannt wurde, es war beeindruckend. mehr hatte sie in dem Moment wo es losging nicht sagen können. Ein weiteres Schütteln riss sie abermals aus ihren Gedanken, nicht mehr lange und sie wäre wieder bei John.

Es war schön wieder bei ihm zu sein, gleichzeitig aber auch belastend, sie konnte ihm immer noch nicht sagen was sie getrieben hatte. Nicht jetzt, erst mussten diese elendigen Rebellen von Ord Trasi verschwinden. Leise verfluchte sie diese Idioten, sie waren nichts weiter als aufrührerische Verwirrte. Es mochte sein das das Imperium seine Fehler hatte, aber wenn sie sich die Kriminalitätsrate in der sogenannten "Neuen Republik" und dem Imperium ansah wusste sie ganz genau wo sie leben wollte. Gerade gestern erst hatte sie einen Bericht gehört, wonach ein junger Mann in einer Cantine erschossen worden war. Ein Jedi der im Anschluss daran aufgetaucht war, war nicht mal in der Lage die beiden mutmaßlichen Täter dingfest zu machen geschweige denn ihrer gerechten Strafe zu zuführen. Im Imperium würde so etwas nicht passieren und das würden sie alle zu schätzen wissen wenn dieser dämliche Krieg erst vorbei war.

Rumpelnd und extrem ruppig setzte der Transporter auf, keine Sekunde später hatten sich alle vierzig Anwesenden, voll ausgerüsteten Soldaten abgeschnallt und warteten nun in dreier Reihen darauf das die Rampe herunter gelassen wurde. Knarzend und sehr langsam senkte sich dann diese, nachdem ein Leutnant auf den entsprechenden Auslöser gedrückt hatte, herab. Zwielicht strömte in das Truppenabteil des Transporters, es war eigentlich um die Mittagszeit herum, aber trotzdem tat sich das Licht schwer durch den Wolkenverhangenen Himmel auf den Boden zu gelangen. Wie musste es dann erst in unmittelbarer Nähe der Wetterkontrollstation sein?
Die Überführung an die Front war für 1500 angesetzt, mehr als genug Zeit also sich ein Wenig hinzulegen, etwas zu essen oder mit den neuen Kameraden zu quatschen. Es war wichtig das die Truppe zusammen hielt, weil... Relas Gedanken fanden ein jähes Ende als sie über die sich teilende Menge der Soldaten hinweg eine Gestalt war nahm die sie nur allzu gut kannte. John! Mit einer Zigarre, er lehnte an einem Stapel Kisten die, der Aufschrift nach zu urteilen, mit Lebensmitteln gefüllt waren, oder das was beim Militär als solches durchging. Möglichst gelassen, nicht zu eilig aber auch nicht zu langsam schritt sie auf ihren Liebsten zu. Dieser hatten sie nun auch erkannt, ein Funkeln in den Augen verriet ihn. Knapp salutierte sie vor ihm und musterte ihn kritisch, seine Falten auf der Stirn wirkten tiefer und seine Wangen waren ein Stück eingefallen. Alles Zeichen dafür das die Versorgung alles andere als gut war und das er sich Sorgen machte.

"Sergeant Malogaan meldet sich zurück zum Dienst, Sarge."

"Willkommen auf Ord Trasi, Sergeant. Ich hoffe ich werde nicht zu persönlich, wenn ich mich erkundige wie den ihr Urlaub war?"


Rela kam nicht umhin eine Augenbraue in die Höhe zu heben. Diese förmliche Art hätte sie dem 28 Jährigen gar nicht zugetraut. Er war immer noch für eine Überraschung gut. Ein nur zur Hälfte unterdrücktes Schmunzeln stahl sich auf ihre Lippen.

"Ausgezeichnet, ich bin gut erholt und in bester Form um alles zu geben."

Schweigend sahen sich die beiden an. Rela war sich sicher das er erwartete das sie ausführlicher werden würde, aber dem war nicht so. Eigentlich hatte sie gehofft das sie es ihm gleich erzählen könnte, aber das Schicksal hatte andere Pläne für sie.
Mittlerweile hatte sich der Platz um den CR-20 immer weiter gelehrt. Nur noch ein paar Verladedroiden, Rela und John standen auf dem windigen Landeplatz. Für einen Augenblick schien es als ob die beiden Menschen in Stein gemeißelt seien, dann jedoch ließ die um einen Kopf kleinere Frau ihre Seesäcke fallen und warf sich dem größeren Mann um den Hals. Emotionen die seit zehn Monaten kein Ventil gefunden hatten platzten quasi aus den Beiden heraus. Es vergingen fünf Minuten, zehn Minuten, eine viertel Stunde, ein halbe Stunde. Am Ende waren es beinahe 45 Minuten in denen sich die beiden nur Umarmten. Als sie sich dann endlich los ließen sah Rela eine einzelne Träne über Johns Wange wandern, beherzt strich sie ihm über diese Wange und wischte die Träne mit ihrem Daumen fort.

"So schlimm?"

"So schlimm."


Es waren vorerst die einzigen Worte die die beiden wechselten. In einer unausgesprochenen Übereinkunft sprach niemand die längere Abwesenheit von Rela an.
John führte sie ein Stück weit abseits von den vielen Formschaumgebäuden auf ein etwas abseits gelegenes Gebäude, selber Bauart, zu. Wie sich herausstellte hatte man ihm als Platoon Sergeant die Aufgabe zu geteilt den Strom der Verstärkung zu organisieren. Es hatte sich "ergeben", dass es nicht genug Lieutnants gab, die sich dieser Sache annehmen konnten, deshalb schickte Captain Mayweather seinen fähigsten Mann, der diese schwere "Bürde" nur unter gutem Zureden angenommen hatte. In diesem Moment jeden Falls schien dieser Platoon Sergeant gar nicht mal so unzufrieden zu sein mit dieser Aufgabe. Ihm war ein eigenes, zugegebener Maßen, recht kleines Formschaumhaus zur Verfügung gestellt worden um seine Aufgabe zu erledigen. Neben dem kleinen Arbeitszimmer gab es noch einen Wohn/Koch/Schlafbereich und eine Toilette samt Nasszelle. Es war klein und beschaulich und was das wichtigste war, es würde sie niemand stören. Nachdem John die Tür abgeschlossen hatte, und sich erinnernd das Rela Zigarren gar nicht mochte, machte er diese Aus und setzte sich auf den bequemen Schreibtischstuhl und taxierte die Halbsephi. Für einen Moment glaubte sie er würde irgendwelche Worte finden um sie dazu zu bringen ihm doch zu erzählen was sie getrieben hatte, aber nach nur wenigen Sekunden wurde sein Blick weich und er klopfte auf seinen Schoss. Diese Einladung nicht ausschlagend legte Rela ihre Seesäcke neben der Tür ab und schlich geradezu in seine Richtung. Dabei ließen sie sich gegenseitig nicht aus den Augen. Als sie dann bei ihm angekommen war ließ sie sich geschmeidig auf seinen Beinen nieder, kraulte ihn anschließend unterm Kinn und schenkte ihm ein hinreißendes Lächeln, das seines Gleichen sucht.

"Bist du sicher das uns jetzt niemand stört?"

"Auf keinen Fall, alle haben ihre Befehle, auch die neuen Offizier. Diese haben sofort eine Holobesprechung mit dem Major, danach werden sie zu ihren Platoons zurückkehren bis sie nachher aufbrechen."

"Und was ist mit mir? Muss ich nicht auch an die Front? Immerhin steht unsere Einheit in schweren Kämpfen, das hast du selbst gesagt..."

Rela zog die Stirn kraus, was dazu führte das John erst lacht um anschließend wieder ernst zu werden.

"Das ist soweit korrekt, allerdings brauche ich jemanden der mir hier zur Hand geht, noch ungefähr bis übermorgen muss ich hier bleiben, da kommt ein gewisser Leutnant Klinck an, der wird für mich übernehmen. Außerdem konnte ich in dieser Position die Verteilung des Nachschubes etwas optimieren, allerdings hat das nicht viel genutzt, wir kommen einfach nicht weiter. Aber lass uns über etwas anderes sprechen. Willst du wirklich nicht verraten wo du warst und vor allem was du getrieben hast?"

Für einen Moment wünschte sich Rela das sie ihm alles erzählen könnte, aber es ging nicht, noch nicht. John musste sich auf die bevorstehende Schlacht vorbereiten und konnte eine solche Ablenkung nicht gebrauchen. Unbewusst biss sich Rela auf die Unterlippe und suchte fieberhaft nach einer Ausrede. Aber es würde eh nichts nutzen ihn anzulügen, weil er sie einfach zu gut kannte.

"Es bringt nichts dir was vorzumachen oder? Aber ich kann's dir noch nicht sagen. Kannst du noch ein bisschen warten?"

"Ich kann den Rest meines Lebens warten wenn es sein muss."

Mit einem zufriedenen Lächeln schmiegte sich Rela an Johns Brust und schloss ihre Augen, die Wärme die diese ausstrahlte gab ihr ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Als auf einmal ein Ruck durch seinen Körper ging und sie das Gefühl hatte zufallen stieß sie einen kurzen, spitzen Schrei aus. Bis ihr auffiel das er sie in den Schlafbereich trug, Dieser war eine Kombination aus Küche, Stube und Schlafzimmer, aber für sie beide würde es reichen. Mit einem wohligem Gefühl im Bauch schlang sie ihre Arme um seinen Hals und schloss die zuvor aufgerissenen Augen.
 
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