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Leonis Vekkian

Dieses Thema im Forum "Organisationen und Mitglieder" wurde erstellt von Leonis Vekkian, 24. Juni 2016.

  1. Leonis Vekkian

    Leonis Vekkian Serpens Callidus

    [​IMG]

    "Stolz der Augen und Hochmut des Herzens – die Leuchte der Gottlosen ist Sünde."
    - Sprüche 21,4 aus dem heiligen Buch



    Name: Leonis Vekkian
    Rasse: Tapani
    Herkunft: Cadriell, Achillea
    Alter: 25 Standardjahre
    Größe: 1,75m
    Zugehörigkeit Sith Orden (de facto Vassall von Haus Cadriaan
    Rang: Sith Jünger (Bürgerstatus im Tapani Sektor)
    Titel: -
    Meister: -
    Familie:
    Garret Vekkian (Vater): Der auf Listoria geborene Garret betreibt ein eigenständiges Handels- und Zuliefererunternehmen, welches den Hof des Hauses Cadriaan mit Wein und anderen alkoholischen Getränken versorgt. Der findige Kaufmann schaffte es aus relativ bescheidenen Verhältnissen aufzusteigen und einen bescheidenen Reichtum für sich und seine Familie zu erwirtschaften. Nachdem seine große Liebe und Ehefrau Scillara Vekkian verstarb, suchte der sonst eher bodenständige Garret, zum Argwohn seines Sohnes, das Heil in der Spiritualität. Er verschrieb sich dem heiligen Weg, da er glaubte durch seine Belieferung des Hofes mit Alkohol diese Menschen zur Sünde verführt zu haben. Seine beinahe schon fanatische Frömmigkeit die sich in einer selbstauferlegten Bescheidenheit und Askese äußern, sind seinem Sohn ein Dorn im Auge, was zu zahlreichen Konflikten zwischen den beiden diametral entgegengesetzten Persönlichkeiten führte.

    Scillara Vekkian. Née Callron (Mutter) †: Scillara lernte ihren späteren Mann Garret Vekkian am Hof des Hauses Cadriaan kennen, wo sie in der Küche von Lady Cadriaan arbeitete. Sie starb zehn Jahre nach der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Leonis Vekkian an Blastonecrosis. Aufgrund einer Bacta Allergie konnte sie nicht geheilt werden, was für Scillara Vekkian tödlich endete.

    Charakter:
    Der Verführer, der Verleumder und Widersacher. All diese Namen treffen auf Leonis Vekkian zu. Glatt und vor Geist sprühend präsentiert sich der Tapani seinem Gegenüber, getragen von einem schier unbändigem Hochmut, den man auch leicht mit Arroganz verwechseln könnte. Dabei lauert Leonis einem Raubtier gleich darauf, dass sein Gegenüber ihm durch Unachtsamkeit und Naivität Geheimnisse offenbart, welche dieser zu seinem Vorteil nutzen kann Dieser Hochmut führt auch zu einer gesteigerten Risikobereitschaft, die ihren Ursprung in seinem Drang findet, seine eigenen Grenzen zu überschreiten. Einem scheinbar unüberbrückbaren Hindernis sieht er mit einer überraschenden Gelassenheit entgegen. Worte sind in seinem modus operandi Waffen, sein Geist strotzt geradezu vor bissigen Bemerkungen. Das kann sich, abhängig von der Situation, auch als Nachteil für den Tapani erweisen, eine Erfahrung die er in der Vergangenheit oft machen musste. Im Bereich seiner verbalen Fähigkeiten passen jedoch nicht nur die hard power seiner verbalen Dominanz, sondern auch die soft power seines Charmes. Leonis nutzt Worte nicht um die Mauern seines Gegenübers einzureißen, sondern um die Tore bereitwillig öffnen zu lassen und ihn hereinzubitten. Charmeur und Grobian in einer Person gebündelt ist jede Unterhaltung mit Leonis eine Gradwanderung. Die exzentrische Natur des Tapani reicht von sarkastischen, unhöflichen und unsensiblen Bemerkungen hin zu einem unstillbaren Verlangen seine Ziele um jeden Preis zu erreichen.
    Im Gegensatz zu einigen Sith ist sich Leonis nicht zu schade der Wollust hinzugeben, empfindet es jedoch als Beleidigung seiner Person wenn Sex lediglich Mittel zum Zweck ist. Für ihn steht in allen Dingen der Lustgewinn an erster Stelle. Dies schlägt sich auch in seiner an Völlerei grenzenden Appetit und Trinkfestigkeit nieder. Seitdem er im Orden der Sith lebt, sind diese Reize jedoch verkümmert. Im Leben eines Jüngers gibt es kaum Möglichkeiten ungestört und ungezügelt diesen Wesenszügen zu fröhnen, sodass er von Neid und Geiz geplagt ist. Es verzehrt ihn stets nach dem, was andere Jünger besitzen oder er aus seiner unbeschwerten Zeit auf Mrlsst vermisst.
    Sollte Vekkian aus der Haut fahren, kennt er kein Halten. Ihm fehlt jedes gesunde Maß der Verhältnismäßigkeit. Sein Gerechtigkeitsempfinden hört bei „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ nicht auf, er sinnt auf vollkommene Zerstörung, sollte sein Zorn einmal entfesselt sein.


    Erscheinungsbild:
    Das Leben im Sith Orden hat seine Spuren auf dem illustren Tapani hinterlassen. Die zuvor schillernde Kleidung musste Leonis Vekkian gegen eine rauhe, verwaschene schwarze Robe tauschen, bei der er nicht wusste, wie viele Wesen vor ihm in ihr gestorben waren. Die zuvor auf modische Aktualität abzielende Mode wurde ansonsten von funktionsorientierter Kleidung abgewechselt. Obwohl Leonis sich mittlerweile an den Mief der Ordensstruktur gewöhnt hat, verzehrt es ihn danach aus der schwarzen Masse hervorzustechen. Da ihm jedoch sein leibliches Wohlergehen wichtiger ist sah er davon ab Veränderungen an seiner oktroyierten Kleiderordnung vorzunehmen und fand sich mit diesem Habitus, vorerst, ab.
    Doch auch die zerschlissene Robe kann nicht über sein äußeres hinweg täuschen. Eiskalte blaue Augen stechen aus dem knochigen, von hohen Wangenknochen gezierten Gesicht heraus, dass von langen, schwarzen und lockigen Haaren umrahmt wird. Selbst wenn er seine blassen Lippen zu einem gewinnenden Lächeln bleckt und seine Zähne offenbart, ziehen seine Augen nicht nach und verharren in ihrer Kühle. Es ist selten ein herzliches Lächeln oder Lachen das man von diesem Tapani sieht und hört, sodass es Hohn und Warnung in Personalunion darstellt. Eine elaborierte Gestik und Mimik unterstreicht die auch sonst facettenreiche Person.


    Waffen:
    Jüngern des Sith Ordens ist es, ohne explizite Ausnahme, respektive Anweisung, eines Ranghöheren, nicht erlaubt scharfe Waffen zu führen. Ganz im Stil der Sith halten sich jedoch nicht alle Jünger an diese Regel und versuchen auf ihre eigene Weise für die eigene Verteidigung zu sorgen. Dabei beweisen Jünger des Sith Ordens durchaus Kreativität, wenn sie Rasierklingen in Bürsten einarbeiten oder mit selbst gebastelten Schlagringen ihre Rivalitäten physisch austragen. Aufgrund der schlechten Verarbeitung dieser Gegenstände kann man nie von dauerhaften Wehrgegenständen ausgehen und auch ihre Effektivität hält sich in Grenzen, sodass Leonis Vekkian das benutzt, was ihm entweder in die Hände fällt oder in heimtückischer Manier selbst bastelt. Beide Fälle sind jedoch äußerst selten, da jeder diese Gegenstände wie einen Schatz hütet.

    Bisheriger Werdegang (Kurzfassung):
    Leonis Vekkian wurde in Cadriell, dem Sitz des Hauses Cadriaan auf Achillea in einer behüteten und liebenden Familie geboren. Im Alter von sieben Jahren wurde Leonis auf eine der zahlreichen öffentlichen, durch das Haus Cadriaan finanzierten Schulen geschickt. Diese Einrichtungen waren modern und komfortabel, Leonis erhielt in diesem Umfeld eine solide und gründliche Erziehung, die natürlich pro Cadriaan gefärbt war. In diesem Alter zeigte Leonis eine Affinität für das Künstlerische. Lesen und Schreiben fielen ihm, im Vergleich zu seinen Mitschülern, leichter. Das hatte jedoch zur Folge, dass sich Leonis im Unterricht langweilte und zu einem Störfaktor im Klassenverbund wurde. Dabei war er weder besonders beliebt noch ein Einzelgänger, er fand sich in der für dieses Alter typischen Clique gut zurecht. Allerdings fiel auf, dass er nicht gut mit Kritik umgehen konnte und dies auch mal schnell handgreiflich aus der Welt schaffen wollte.
    Als er zehn Jahre alt wurde, starb seine Mutter aufgrund einer Bacta Allergie an Blastonecrosis, sodass Leonis alleine mit seinem Vater zurückblieb. Die beiden hatten bis dato kein enges Verhältnis gehabt, das einzig bindende Element war neben der genealogischen Verbindung Scillara Vekkian gewesen. Leonis hatte davor nie wirklich mit dem Tod Kontakt gehabt, für ihn war das ein abstraktes Thema gewesen. Nun war es greifbar und hatte ihm einen Menschen aus seinem Umfeld gerissen, die zu seinem engsten Umfeld gehörte. Dieses prägende Ereignis sollte zeitlebens seine Angst vor dem Tod auslösen. Ein weiterer Effekt dieser Begegnung mit der kalten Hand des Sterbens war das vollkommene Auskosten seines Lebens. Ihm wurde bewusst wie endlich die Existenz des Menschen war, wie zerbrechlich das Sein war. Seine Pubertät verbrachte Leonis daher damit alle Grenzen die sich ihm in den Weg stellten zu überwinden. Sein Vater hingegen verschlug es ins andere extrem, er suchte sein Heil in den Lehren des Heiligen Wegs. Dieser Glaube nahm an, dass der Kosmos durch eine höhere Macht geschaffen wurde und über die Wesen der Galaxis wachte. Seinen Willen habe dieses Wesen in einem heiligen Buch niedergeschrieben, aus dem Garret seinem Sohn bei jeder Verfehlung eifrig zitierte. Diese verschiedenen Lebensweisen mussten irgendwann zu Verwerfungen führen. Dabei erregte Leonis die Friedfertigkeit seines Vaters mehr, als ein zorniger Ausbruch seines Erzeugers. Die stoische Art des tapanischen Händler evozierte in Leonis Zorn, welchen dieser oft an Geschirr oder den Wänden ihres Appartements in Cadriell ausließ. Die Schilderungen seines Vaters, dass er in dieser Raserei eine geradezu abscheuliche, kalte und ungesunde Ausstrahlung habe, tat Leonis als Teil des väterlichen Aberglaubens ab. Als familiären Ersatz schuf sich Leonis eine Entourage aus Altersgenossen mit denen er gemeinsam die Straßen von Cadriell unsicher machte. Hierbei zeigte sich, dass sowohl sein Charisma als auch sein Charme ihm halfen das Streben nach dem Überschreiten seiner Grenzen hilfreich waren, besonders beim anderen Geschlecht. Der jugendlichen Wollust gab er sich zur genüge hin, gefolgt von einem schier unendlichen Streben nach Völlerei. Lang durchzechte Nächte folgten mühsam offene Augen im Klassenzimmer. Wie er trotz dieser Eskapaden seine Noten in einem guten Bereich halten konnte war sowohl seinen Mitschülern als auch insgeheim ihm ein Rätsel. Doch genau dieses Brillieren in der Schule als auch sein Erfolg beiden gleichaltrigen Personen des anderen Geschlechts verführten ihn zu einem hochmütigen Verhalten, dass erneut zu Konflikten führte, sowohl mit dem Lehrkörper seiner Schule als auch daheim mit seinem frommen Vater, der ihn als weitere Probe der höheren stellaren Mächte empfand.

    Die öffentliche Schule schloss er mit guten Noten ab, auch wenn sein Vater nie wirklich mit seinen Ergebnissen zufrieden war. Er wollte dass sein Sohn die eigenen Errungenschaften übertrumpfte und trieb ihn immer weiter an. Die Argumente seines Sohnes, dass er doch besonders ausgeprägte rhetorische Fähigkeiten besäße, interessierte seinen Vater nicht. Leonis' Wunsch Literatur und Basic zu studieren kam seinem Vater einem Sakrileg gleich. Was sollte er denn mit diesem Wissen anfangen? Es war nicht, wodrunter sich der Vater einen ehrlichen Verdienst vorstellen konnte. Garret wollte aus seinem Sohn einen Händler machen, sodass dieser in die Fußstapfen des Vaters treten würde und das Unternehmen einst übernehmen könnte. In seinem naiven Glauben seinem Sohn entgegenzukommen, wollte er ihn mehr Sprachen lernen lassen. Im Gedankenkosmos seines Vaters war dies ein Kompromiss aus beiden Wünschen ,mit denen Leonis leben werden müsste. Zu diesem Zweck schickte er Leonis nach dem bestandenen Abschluss nach Mrlsst zum Mrlsst Center for Linguistic Studies. Das Studium wurde vom Vater finanziert, sodass sich Leonis in einer Mansarde in den Artists High Commune leisten und genügend Credits hatte um seinem besonderen Lebensstil fröhnen zu können. Doch Leonis vernachlässigte das Studium und füllte das schwarze Loch in seinem Inneren, dass durch die Unzufriedenheit mit dem oktroyierten Studium generiert wurde, mit billigem Fusel und exotischen Frauen. Er begann erneut zu zeichnen und richtete in seiner Mansarde ein beinahe Atelier ein. Quasi jede freie Fläche zierten entweder Bücher, Zeichnungen oder Utensilien um diese zu erschaffen. Oft genug zeichnete er auch seine Bettgespielinnen.
    In seinem vierten Semester beschloss Leonis jedoch diese Farce zu beenden. Er wechselte das Studienfach zu Literatur und Basicwissenschaften und konnte sich sogar einige seiner Veranstaltungen anrechnen lassen. Er wusste, dass sein Vater ihm jegliche finanzielle Unterstützung verweigern würde. Daher begann er sich mit Gelegenheitsjobs durchzuschlagen. Seine Mansarde musste er räumen, stattdessen lebte er ein einer kleinen Wohnung die gerade genug Platz für ihn bot. In dieser Zeit lernte der junge Tapani zum ersten Mal Neid und Habgier kennen. Bis zu dieser Zeit hatte es ihm nie an etwas gefehlt. Zwar hatte auch er seine Wünsche nach einem großen Speeder, nach einer luxuriösen Wohnung oder ähnlichen Dingen, doch blanken Neid, der ihn von innen zerfraß weil andere ihr Leben leben konnten wie sie es wollten und damit erfolgreich waren, kannte er nicht. Auch sein Glück bei den Frauen schwand als er keine Credits mehr besaß, weil er jeden Datacredit zweimal umdrehen musste. Natürlich war nicht jede Gespielin auf sein Geld aus, doch war es die Kombination aus Charme, Geld und Redegewandtheit die ihn erfolgreich gemacht hatten. Nun litt sein Selbstbewusstsein was sich auf seinen Charme auswirkte, das Geld blieb aus und seine spitze Zunge sorgte für zahlreiche Konflikte mit Arbeitgebern. Er flog aus zahlreichen seiner Nebenjobs und wäre wahrscheinlich obdachlos geworden, wenn nicht die politische Lage ihm eine Chance bot: Obwohl der Tapani-Sektor relativ unbeschadet das Sith Schisma erlebte, wurde auch in diesem Sektor rekrutiert. Da sich das imperiale Militär aus den Kampfhandlungen Menaris und Darth Allegious zurückhielt, oblag es den Sith sich andere Milizen zu suchen, die an der Seite der Sith für sie kämpfen würden. In seiner Verzweiflung und Angst davor auf der Straße zu landen, beschloss Leonis, dass er sich melden würde. Heim zu seinem Vater würde er nicht können, dieser hatte ihn verstoßen, der Kontakt war abgebrochen. Diese Blöße wollte sich Leonis nicht geben, stattdessen wollte er es seinem Vater beweisen.
    Neben der Überprüfung der Wehrtauglichkeit wurde im Sith Bürgerkrieg zusätzlich eine Blutuntersuchung durchgeführt die ergab, dass der Midi Chlorianer Wert des Tapani so groß war, dass er sich für eine Ausbildung zum Sith eignen würde. Für Leonis war dies ein kleiner Schock. Er hatte die Macht stets als eine weitere Religion angesehen, die Wesen wie seinen Vater in den Wahnsinn trieb. Einen leibhaftigen Machtnutzer hatte er zuvor nie gesehen und kannte diese nur aus Holodramen. Berichte im HoloNet über Sith und Jedi hielt er für klug in Szene gesetzte Propaganda. Das er jetzt ein Teil dieser mysteriösen Orden sein sollte, verunsicherte ihn. Er hatte gehofft auf einem Schiff unterzukommen oder sonst wo zu dienen und seinen Sold zu erhalten, aber ein Dasein für ihn als Sith war zuvor unvorstellbar gewesen. Seine rudimentäre Kenntnis der Sith und ihrer Geschichte half ihm auch nicht besonders viel weiter, kannte er sich in der Geschichte des tapanischen Sektors weitaus besser aus.

    Zum ersten Mal in seinem Leben verließ der Tapani seinen Heimatsektor und wurde, mit einem überfüllten Truppentransporter, nach Bastion, mitten ins Herz des Imperiums gebracht. Er hatte sich in der Zeit seiner Abreise viele HoloNet Artikel über die Sith, die frei zugänglich waren, durchgelesen und war begeistert von der Idee, dass er ebenfalls eines dieser mystischen Wesen sein würde. Er zeichnete vor seinem inneren Augen ein rosiges Bild, romantisierte das Leid und die Erniedrigungen der Ausbildung, von denen man im HoloNet las und tat die geschilderten Greueltaten als übertriebene Propaganda ab. Es herrschte schließlich Krieg, da gab es natürlich auch Opfer. Auf Bastion angekommen wurden sie zu Großgruppen zusammengefasst und Lehrmeistern in den rudimentären Dingen ausgebildet. Er lernte einen Blaster zu führen ohne sich selbst sondern seinen Gegner zu verletzen. Auch an seiner bis dato eher dürftigen Kondition wurde gearbeitet. Ihm wurde schnell bewusst, dass er zu Kanonenfutter verkommen würde, wenn er nicht herausstechen würde. Leonis' Ehrgeiz und sein schierer Überlebenswille sorgten dafür, dass er sich in dieser neuen Welt zurecht finden werden müsste. Niemand konnte behaupten, dass das undurchsichtige Geflecht aus Klientel -und Patronswesen, dem Habitus der Gefälligkeiten und "Freundschaftsdienste" sowie der Zwistigkeiten im Sith Orden einfach zu durchschauen gewesen wäre, doch Leonis setzte alles daran zu lernen, wie man dieses System für sich arbeiten lassen könne. Indem er einen Rivalen manipulierte und zu Fall brachte, schaffte er es die Aufmerksamkeit eines Sith Meisters zu finden. Dieser nahm ihn als Diener in seiner Gefolgschaft auf. Zu seinem Schüler machte ihn der cereanische Sith nicht, da er bereits über zwei Schüler, ein Twi'lek Geschwisterpaar, verfügte, doch erhoffte sich Leonis von der Dienerschaft bessere Überlebenschancen.
    Die Endphase des Krieges verbrachte Leonis auch weiterhin im Ordensgebäude, sodass die Schlacht von Bastion seine erste Kampfprobe wurde. Der cereanische Sith sowie seine Twi'lek Schüler fielen, Leonis überlebte nur durch Glück. Eine doppelläufige Laserpeitsche hatte ihn schwer am Rücken verletzt, zwei lange, vernarbte Striemen zierten fortan seinen Rücken. Das Schisma war beendet und Allegious hatte gesiegt, nun begann für Leonis das wahre Leben im Orden. Konfrontiert mit dem eisernen, geradezu grausamen Leben im Sith Orden bemerkte er erst jetzt, worauf er sich eingelassen hatte. Zuvor hatte er alles einem Ausnahmezustand zugeschrieben, dem eine Normalität folgen würde. Der Ausnahmezustand war jedoch die Normalität. Tod und Verderben lauerten in diesem Gebäude an jeder Ecke. Zudem war das soziale Gefüge der Jünger ein Albtraum für den sonst nur Nobilität kennenden Tapani. Nominell lebten sie in einer Hierarchie, in einem System, in dem eigentlich alle Jünger gleich sein sollen. Nichts würde jedoch ferner von der Wahrheit entfernt sein. Es gab Dutzende unterschiedliche Abstufungen innerhalb der Jünger, das einzige Merkmal, dass sich wie ein roter Faden durch dieses Gefüge zog war, dass der Stärkste seinen Willen gegen den Willen der anderen durchsetzte und somit an Macht gewann, egal auf welchem Weg. Wie immer waren jene im Vorteil, die aus einer reichen Familie oder sonstige ertragreiche Verbindungen besaßen und sich so einen persönlichen Vorteil schaffen konnten. Diejenigen, die kein Geld und keine Beziehungen im Orden oder nach draußen hatten und nichts organisieren konnten, waren verdammt. Die Jünger mussten um jede Kleinigkeit kämpfen, deshalb bekommen Kleinigkeiten auch eine enorm große Bedeutung in dieser abgekapselten Welt. Auf dem „Schwarzmarkt“ gibt es Drogen, Tabak, Kaf und sonstige Genussmittel, die der Orden nicht zur Verfügung stellte. Viele gerieten in Abhängigkeitsverhältnisse von Jünger zu Jünger. Wer seine Schulden nicht begleichen konnte, lebte gefährlich. Leonis Vekkian hat erlebt, wie sechs Jünger um einen Rodianer herumstanden und auf ihn eintraten, als Vergeltung für offene Schulden. Gefürchtet waren besonders Trandoshaner, Wookiees und generell alle Rassen die einem Menschen ohne den Einsatz von Waffen einen Arm ausreißen könnten. Die Subkultur reguliert sich selbst. Die Jünger konnten sich nirgends sicher fühlen. Übergriffe fanden in der Nasszelle statt, beim Recherchieren in der Ordensbibliothek, auf den Gängen oder im Turbolift.
    Auch Leonis geriet immer wieder dank einiger Schulden in Klientelsverhältnisse, schaffte es jedoch seine Schulden zu begleichen. Regulär indem er auf mehr oder weniger legale Wege Credits akquirierte, einmal musste er einen anderen Jünger im Auftrag seines Gläubigers töten. In dieser Zeit lernte Leonis den Wert von Informationen zu schätzen. Sie konnten über Leben und Tod entscheiden, über Gelingen oder Niedergang. Aufgrund seiner persistenten Art schaffte er es sogar für einige Sith Botengänge durchzuführen, eine Möglichkeit bei ranghöheren Sith aufzufallen. Diese Gelegenheiten nutzte Leonis so oft es ging, doch erwählte ihn kein Meister zu seinem Schüler. So fristet Leonis noch immer seine Tage im Orden in der Hoffnung einen Meister zu finden und den Moloch der Jüngerschaft hinter sich zu lassen.
     

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