Militärgeschichte

Hmmm ... ist es in den US-Streitkräften nicht so, daß man einen Offizier niemals mit "Mister" ansprechen sollte? Gilt das nicht als Insubordination? ;)
 
Hmmm ... ist es in den US-Streitkräften nicht so, daß man einen Offizier niemals mit "Mister" ansprechen sollte? Gilt das nicht als Insubordination?

Mir gings nur darum, dass ich mir nicht vorstellen kann. dass man jemanden mit "Großadmiral xy" oder "General of the Army" etc anspricht. Meine Vermutung war, dass man dann nur "Admiral" oder "General" sagt. Wenn ich jedesmal den vollen Titel benutzen würde, wäre der Krieg wahrscheinlich schon längst vorbei....:D

Von mir aus lassen wir denn Mister oder Herr weg...;)

Aber wie gesagt, es ist ja nur eine Vermutung von mir, daher würde ich gerne wissen, wie das wirklich läuft.
 
In anbetracht meines Geschichteabiturs am Mittwoch eine kleine Frage :

heißt es Reichsstatthalter oder Reichsstadthalter ? Liegt ja ein kleiner, aber feiner Unterschied drin ...
 
In anbetracht meines Geschichteabiturs am Mittwoch eine kleine Frage :

heißt es Reichsstatthalter oder Reichsstadthalter ? Liegt ja ein kleiner, aber feiner Unterschied drin ...
 
Iron Fist schrieb:
Es heißt Reichstatthalter. Denn er hat die Stelle anstatt eines anderen inne. Mit der Stadt hat das nichts zu tun!;)

Thx!
Davon ging ich eigentlich auch aus, nur es hat hallt in einem Zusatzherft mehrmals mit dt gestanden und deswegen hat`s mich dann doch verwirrt. :konfus:
 
Jiyuu schrieb:
Allerdings glaube ich auch nicht, dass man ihn jedesmal mit seinem vollen Titel ansprach, oder?

Also ich kann Dir für die deutsche Seite versichern,daß ein Großadmiral nicht mit"Herr Admiral" sondern mit "Herr Großadmiral" anzusprechen war,und auch so angesprochen wurde.
Ein Generalfeldmarschall wurde mit "Herr Generalfeldmarschall" oder mit "Herr Feldmarschall" angesprochen.
Ebenso ein Generaloberst oder ein Generaladmiral.
All diese Ränge standen über dem des Admirals,bzw. des Generals.
Daher wurden sie mit ihrem vollen Rang und Titel angesprochen.
 
Ich hätte eine frage in Punkto der Grösse einer Normalen Armee.

Wie ist das aufgeteilt in 10 Kompanien zu je 10 Kontingente oder so ?

Würde mich noch sehr Interesieren.
 
Nochmal zu Pearl Harbor. Ein Angriffsplan gegen den Stützpunkt von seiten der Japaner wäre aber auf jeden Fall ein Kriegsgrund. Von daher müsste der Vorwurf heißen, dass Roosevelt eine große Show wollte um Rückhalt in der Bevölkerung und im Senat zu haben.
 
Gandalf der Weiße schrieb:
Nochmal zu Pearl Harbor. Ein Angriffsplan gegen den Stützpunkt von seiten der Japaner wäre aber auf jeden Fall ein Kriegsgrund. Von daher müsste der Vorwurf heißen, dass Roosevelt eine große Show wollte um Rückhalt in der Bevölkerung und im Senat zu haben.

Ja natürlich wollte er das.
Der Präsident der USA erklärt zwar im Namen der USA den Krieg,aber der Kongress muß ihn dazu ermächtigen.
Das hat er nach dem japanischen Erstschlag getan.

Ahriman schrieb:
Ich hätte eine frage in Punkto der Grösse einer Normalen Armee.

Wie ist das aufgeteilt in 10 Kompanien zu je 10 Kontingente oder so ?

Würde mich noch sehr Interesieren.

Ich würde Dir vorschlagen,Du machst Dich erstmal über militärische Strukturen kundig,dann kommst Du wieder,okay ?:rolleyes:
10 Kompanien wären zwischen 1200 und 1800 Mann.Im besten Fall ca. 2200 Mann.

Eine reguläre Armee hatte die Stärke zwischen 220 000 und 250 000 Mann.

Bitte tu mir einen Gefallen,und laß Deine,in mehreren Threads gezeigte Ahnungslosigkeit,nicht auch noch hier glänzen.


10 Kompanien als Armee zu bezeichnen,ich betone als A R M E E,das ist so ziemlich das Lächerlichste,was in diesem Thread je gepostet wurde.
Bitte sammle Deine Postingzahlen woanderst.
 
Meine Frage war ja eben wie sie aufgeteilt sind.
Das mit den Kompanien war nur ein Beispiel.
Dies war ja eben meine Frage. Wie das in einer Armee so aussieht.
Lies meinen Post durch ich habe nicht behauptet das 10 Kompanien 1 Armee sind.
 
Gandalf der Weiße schrieb:
Nochmal zu Pearl Harbor. Ein Angriffsplan gegen den Stützpunkt von seiten der Japaner wäre aber auf jeden Fall ein Kriegsgrund. Von daher müsste der Vorwurf heißen, dass Roosevelt eine große Show wollte um Rückhalt in der Bevölkerung und im Senat zu haben.

Die amerikanische Öffentlichkeit war vor Pearl Harbor mehrheitlich gegen einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Erst nach dem Angriff der Japaner schlug die öffentliche Meinung um. Die Umfrageergebnisse habe ich leider nur in einem Buch. Es ist davon auszugehen, dass Roosevelt selbst schon früher in den Krieg eingegriffen hätte.
 
engelz schrieb:
Die amerikanische Öffentlichkeit war vor Pearl Harbor mehrheitlich gegen einen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Erst nach dem Angriff der Japaner schlug die öffentliche Meinung um. Die Umfrageergebnisse habe ich leider nur in einem Buch. Es ist davon auszugehen, dass Roosevelt selbst schon früher in den Krieg eingegriffen hätte.

Das möchte ich ja gar nicht bezweifeln. Aber auch der Plan für den Angriff wäre ein legitimer Kriegsgrund gewesen, mit dem man die Öffentlichkeit hätte konfrontieren können.
 
Gandalf der Weiße schrieb:
Das möchte ich ja gar nicht bezweifeln. Aber auch der Plan für den Angriff wäre ein legitimer Kriegsgrund gewesen, mit dem man die Öffentlichkeit hätte konfrontieren können.

Die Öffendlichkeit hätte Roosevelt aber keine Erlaubnis für den Eintritt in den Krieg geben können.Das konnte nur der Kongress der USA.
Und das ging nur mit einem vollendeten Angriff.
Roosevelt wollte ohnehin den Krieg viel lieber gegen das Deutsche Reich.
Was auch an seiner Maxime "Germany First" zu sehen war.
 
De facto hat ja schon vorher eine Art Kriegszustand zwischen Deutschland und den USA bestanden. Die US Navy hatte schon 6 Monate vor Pearl den Befehl bekommen, auf deutsche U-Boote zu feuern. Außerdem wurden US Kriegsschiffe als Eskorten für britische Konvois eingesetzt (so ging unter anderem die USS Reuben James verloren - U 552 unter Erich Topp torpedierte sie bei der Verfolgung des Konvois HX156 im Mittelatlantik).

Und wenn man ganz genau hinsieht, dann bestand auch zwischen Japan und den USA ein Kriegszustand - nämlich der eines Handelskrieges. Wenn Roosevelt die Auswirkungen des Handelsembargos nicht erkannt haben will, dann ist er entweder ein lausiger Lügner (sehr wahrscheinlich) oder der wahrscheinlich dümmste Mensch seiner Zeit. :rolleyes:
 
Roosevelt wollte ohnehin den Krieg viel lieber gegen das Deutsche Reich.
Was auch an seiner Maxime "Germany First" zu sehen war.

und warum?? ==> mit dem Sieg auf dem europäischen Festland wäre Deutschland DIE wirtschaftliche Großmacht in Europa und das ist eben unweigerlich mit den amerikanischen Wirtschaftsinteressen (und Hegemonialbestrebungen von Roosevelt) kollidiert.
die Vorherrschende Strömung in der amerikanischen Öffentlichkeit war ja der Isolationismus. und hatte Roosevelt die Wahlen nicht aus dem einzigen grund gewonnen, dass er immer nur "kein Krieg mit Deutschlad" propagiert hat!
 
Roosevelt versprach Chruchill bereits im bei ihrem Treffen auf der "Prince of Wales",daß die USA spätestens 1942 in den Krieg eintretten werde.
Das spricht ganz klar für seine Kriegspläne.
ich stelle hier mal einen Auszug ein,in dem einiges erwähnt wird was vor,während und vorallem nach Pearl Harbor so alles getan und später vertuscht und aufgedeckt wurde.
Der Fall Pearl Harbor, der Angriff japanischer Kampfflugzeuge auf die dort stationierte US Pazifikflotte ohne vorheriger Kriegserklärung, versenkte zahlreiche USKriegsschiffe, kostete 2403 Soldaten das Leben und brachte die direkte Kriegsbeteiligung der USA im 2. Weltkrieg. Schon bald nach seiner siegreichen Been

digung tauchten in den USA Zweifel an der offiziellen, vor allem von der damals herrschenden demokratischen Partei vertretenen Darstellung auf. Diese wäre unangefochten "wahr" geblieben, wären nicht die für die Sicherheit der Flotte verantwortlichen Offiziere, Admiral Husband E. Kimmel und Generalleutnant Walter Short, wegen Versagens unehrenhaft aus dern Dienst entfernt worden. Die beiden Offiziere hatten einer Verurteilung durch das Kriegsgericht nur dadurch zuvorgkommen können, daß sie freiwillig ihre Degradierung hingenommen und den Dienst quittiert hatten. Nach dem Krieg betrieben sie ihre Rehabilitierung, und ihre Familien setzten diese Bemühungen selbst nach ihrem Tod fort.

Insgesamt befaßten sich neun Untersuchungsausschüsse mit dem Vorfall, die eine Fülle von Materialien zur Klärung der Sachlage zusammentrugen. Die Demokratische Partei und Teile der Republikaner waren aber nicht an der Aufdeckung der Vorgänge interessiert. Das konnte auch das Buch des Kapitän zur See George Morgenstern, "Pearl Harbor, die Geschichte des geheimen Krieges", das bereits 1947 die Untersuchungsergebnisse zusammengetragen und der lesenden Öffentlichkeit vorgelegt hatte, zunächst nicht ändern. Aber immer wieder stolperten amerikanische Historiker über "unglaubliche" Tatsachen, die wenig in das geschönte Bild paßten, und ließen sich zu weiteren Arbeiten über den Gegenstand anregen.

Erst kürzlich brachte ein mehrfach ausgezeichneter Kriegsveteran und späterer Journalist der Oakland Tribune, Robert B. Stinnett, wieder ein Buch mit dem Titel "Tag der Täuschung: Die Wahrheit über FDR und Pearl Harbor" heraus. Es bekam durch das vorerst letzte Rehabilitationsgesuch der Familien für die inzwischen verstorbenen Offiziere zusätzliche Aktualität. Ein solcher Antrag war im Jahr 2000 vor den Kongreß gebracht worden. Dabei wurden aus den teilweise freigegebenen Archiven neue entlastende Unterlagen zutage gefördert. Was die Offiziere entlastete, belastete den damaligen US Präsident Franklin Delano Roosevelt (FDR), der den vergessenen kleinen Leuten in den USA noch immer als ihr Schutzengel hingehalten wird. Obwohl der Kongreß feststellte, daß den Offizieren von höchster Stelle wesentliche Informationen über den drohenden Angriff vorenthalten worden waren, verweigerte Präsident Clinton, der am Ende seiner

Amtszeit zahlreiche zweifelhafte Leute begnadigte, am 30. Oktober 2000 die Rehabilitierung dieser beiden Offiziere. Offensichtlich ist mit Rücksicht auf die politische Rolle, welche die USA seitdem spielen, eine nüchternere Beurteilung dieses Präsidenten und des Kriegseintritts der USA noch nicht hinnehmbar.


Motive

Im Zentrum der Pearl Harbor Affäre steht der damalige US Präsident. Er habe so einige Verteidiger der Offiziere nach Mitteln gesucht, wie er denWiderstand der großen Mehrheit der Bevölkerung gegen eine Beteiligung am Weltkrieg an der Seite Englands und (seit dem 22. Juni 1941) der Sowjetunion brechen könnte. Der Widerstand der Bevölkerung gegen die erneute Teilnahme an einem europäischen Krieg er wuchs 1. aus der Einsicht, mit welch unlauteren Mitteln die Regierung Wilson, der FDR damals schon als Stellvertretender Flottenminister diente, die USA in den ersten Weltkrieg hineingetrickst hatte, der nur Verheerung, politische Instabilität und keine positive Lösung für die Völker gebracht hatte, 2. aus der typisch amerikanischen Enttäuschung darüber, daß sich der Sieg nicht gelohnt hatte, weil die Alliierten ihre Schulden an die USA nicht ordendich zurückgezahlt hatten. Die Opposition gegen den Kriegsbeitritt. war gut organisiert, hatte das Zeitungsimperium der Hearsts und gefei, erte Sprecher wie Charles Lindbergh und Henry Ford auf ihrer Seite.






Roosevelt und die strategisch planenden Kreise der USA hatten Engländer, Franzosen, aber auch schon Polen und selbst Stalin zum Krieg gegen Deutschland mit eindeutigen Botschaften und Zusagen ermuntert und ihnen in geheimen Dokumenten die Unterstützung der USA zugesichert. Im Herbst 1940 standen angesichts mehrerer verlockender Friedensangebote seitens Deutschlands die Karten schlecht für die englische Kriegspartei. Churchill kabelte Roosevelt, sie müßten die Insel aufgeben oder den Krieg verloren geben". "We will sink into the abyss of a new dark age", waren seine verzweifelten Worte. Roosevelt stand hilflos daneben, denn die Not der Britten fand beim US Widerstand gegen den Krieg kein Gehör. FDR hatte zwar mit allerlei parlamentarischen Tricks eine Reihe von Hindernissen bei der offenen Unterstützung der späteren Verbündeten aus dem Weg geräumt: Widerruf der Waffenembargos von 1939, der Tausch Zerstörer gegen Stützpunkte im britischen Empire 1940, das im März 1941 um den Lend Lease Act erweitert wurde, die gewaltsame Besetzung von Grönland und Island durch US Truppen, der Präsidentenbefehl, auf deutsche U Boote zu schießen, die Bewaffnung von Handelsschiffen und Aufhebung des Verbotes, Häfen kriegsftihrender Parteien anzulaufen. Damit hatte die USA ihre Neutralität aufgegeben; es fehlte nur noch das militärische Eingreifen auf Seiten der bevorzugten Kriegspartei.

Dafür benötigte FDR seinem Volk gegenüber einen überzeugenden Vorwand, das heißt einen Angriff auf das Territorium der USA. Der aber war von Seiten Deutschlands nicht zu bekommen. Im November 1941 ließ FDR den Direktor für Katastrophenvorbereitung des Roten Kreuzes der US zu sich kommen und beorderte ihn, sich unaufffllig auf eine Katastrophe mit vielen Opfern in Pearl Harbor vorzubereiten. Als der sich entrüstete, hörte er folgende Begründung seines Präsidenten: "Das amerikanische Volk wird niemals zum Eintritt in den Krieg in Europa die Zustimmung geben, solange es nicht innerhalb seiner eigenen Grenzen angegriffen wird" (Siehe Daryl S. Borgquist in: Naval History, herausgegeben vom US Naval Institute unter: Advance Warning? The Red Cross Connection); und um eben die ging es.

Der Lauf der Dinge

Am 27. September 1940 wurde das Drei Mächte Abkommen zwischen Deutschland, Japan und Italien geschlossen, das zum Beistand verpflichtete, sollte einer der Partner in einen Krieg mit den USA hineingezogen werden. Nur zehn Tage später, am 7.Oktober, unterbreitete Oberstleutnant Arthur McCollum vom Office ofNaval Intelligence dem Präsidenten ein schriftliches Memorandum mit einem Programm, wie sich der Widerstand der US Öffentlichkeit gegen den Kriegseintritt brechen ließ. Er schlug acht Provokationen vor, mit denen man die Kriegspartei in Japan zum Angriff auf die USA reizen konnte. Der Krieg mit Japan würde dann den Dreimächtepakt auslösen und den USA "durch die Hintertür" den Eintritt in den europäischen Krieg gegen Deutschland bescheren. Schon am nächsten Tag machte der Präsident das Programm zur Leitlinie seiner Außenpolitik. Das streng geheime Memorandum ist kürzlich in den Archiven entdeckt und veröffentlicht worden.

Präsident Roosevelt hat die Vorschläge McCullums Punkt für Punkt umgesetzt.

Einer der Vorschläge war, Kreuzer in das Operationsgebiet der Japaner zu senden, um sie zu einem Angriff auf die US Schiffe zu reizen. Admiral Richardson, der Vorgänger von Admiral Kimmel, hatte den Befehl FDRs kritisiert, die Pazifikflotte von der Westküste weg exponiert nach Pearl Harbor zu verlegen, wo nur eine unzureichende Luftverteidigung bereitstand. Die Kritik ftihrte zur disziplinierenden Versetzung des Offiziers. Ain 11. Februar 1941 schlug FDR vor, sechs Kreuzer und zwei Flugzeugträger nach noch weiter vorne, nach Manila zu verlegen. Flottenchef Stark widersprach mit der Bemerkung, "das hatte ich schon vorgeschlagen, und Sie haben dem damals mit dem Hinweis widersprochen, das sei unklug. Insbesondere erinnere ich mich wie ich meine zu hundert Prozent an Ihre Bemerkung, daß Sie, als Herr Hull dies (mehr Truppen nach Manfla zu schicken) vortrug und man darüber beriet, geantwortet haben, es mache ihnen nichts aus, zwei oder drei Kreuzer zu verlieren, daß sie aber nicht fünf oder sechs riskieren wollten". (Charles Beard, President Roosevelt and the Comming of War 1941, New Haven 1948, S. 424) Ein, zwei Kreuzer, das bedeutet eine Besatzung von 900, 1800 Mann. Das war ihm die Provokation zunächst wert gewesen, später erhöhte er den Einsatz.



Am 23. Juni 1941, einen Tag nach Beginn der Operation Barbarossa gegen Rußland, reichte Berater Harold Ickes FDR ein Memorandum ein, in dem er dringend forderte, nun den letzten Punkt des McCullum Programms auszulösen. Der lautete: "Aus einem 01 Embargo gegen Japan könnte sich eine Situation ergeben, die es nicht nur möglich, sondern sehr leicht machen würde, auf wirksame Weise in den Krieg iu geraten." Ickes hielt dies in seinen Memoiren fest. Dort findet man auch die Aussage von Admiral Richmond Turner vom Tag zuvor . "Es wird allgemein angenommen, daß der Abbruch der amerikanischen Ollieferungen unmittelbar zu einer Invasion Niederländisch Ost Indiens führen wird." Ickes kommentierte, FDR "was pleased", dies zu hören. FDR ordnete im Juli 1941 das Öl Embargo gegen Japan persönlich an. Japans Tauben versuchten noch bis Ende November auf diplomatischem Weg eine Lösung zu finden, um dem Krieg zu entgehen. Die US Diplomatie behandelte sie mit jeder denkbaren Provokation, bis in Japan die Falken das Ruder übernahmen und den lange vorbereiteten Überfall in Gang brachten.
 
Sorry für den Doppelpost,aber der Text ist zu lange,sodaß ich ihn teilen mußte .

Die USA kannten die Vorbereitungen des Überfalls, weil sie sowohl die diplomatischen Codes der Japaner, den sogenannten "Rosa Code", den J 19, und im Sommer 1940 auch den Code der japanischen Flotte, JN 25, geknackt hatten. Es handelte sich dabei um einen veralteten Zahlencode, bei dem die Botschaft anhand eines Zahlenlexikons entschlüsselt wurden. Die USA und England verftigten über das Code Buch A. Seit Dezember 1940 besaßen die USA auch das neuere Code Buch B, das sie im Januar 1941 mit den dazugehörigen Entzifferungstechniken an die Engländer weitergegeben hatten. Der gesamte Angriffsplan einschließlich der Zielanweisungen für die Bomber waren im Code JN 25B niedergelegt. Als die Angriffsflotte der Japaner in die Bereitstellungsräume einsickerte, konnte die Marine Sicherheitsgruppe anhand der Funksprüche ihre genaue Route verfolgen. Darüber hinaus gab es za.hlreiche Warnungen, die auf diplomatischem Weg eintrafen, die erste am 27.1.1941 von Dr. Ricardo Shreiber, dem peruanischen Gesandten in Tokio, dann von anderen Verbündeten. Über Moskau kam Ende Oktober die präzisere Warnung von Richard Sorge, die Japaner würden Pearl Harbor innerhalb von 60 Tagen angreifen. Das gleiche verriet am 13. November der deutsche Botschafter in den USA, Dr. Thomsen, der US Regierung.

Das US Militär hätte den Japanern einen üblen Empfang bereiten können. Doch bestand die Gefahr, daß entsprechende Vorbereitungen nicht unbeobachtet geblieben wären und die Japaner von einem solchen Angriff in letzter Minute zurückgeschreckt hätte. Das wollte die Mannschaft FDRs auf keinen Fall riskieren. Auch hätte eine erfolgreiche Abwehr einen geringeren Mobilisierungseffekt gehabt als eine große Anzahl Opfer. Kriegsminister Stimson hatte in seinem Taggebuch unter dem 25.11.41 eingetragen: FDR habe ihm mitgeteilt, daß "wir wahrscheinlich schon nächsten Montag angegriffen werden", und dazu gesagt: "Um die volle Unterstützung des amerikanischen Volkes zu bekommen, wäre es wünschenswert sicherzustellen, daß die Japaner es so .ausgeführt haben, daß niemand irgend einen Zweifel darüber haben konnte, wer der Angreifer sei."

Am 26. November ordnete Washington an, daß die beiden modernen Flugzeugträger, die "Enterprise" und die "Lexington" umgehend von Pearl Harbor abzuziehen seien, was auch geschah. Auch 50 der neueren Flugzeuge, das waren 40 Prozent der bereits unzureichenden Luftsicherung des Stützpunktes, wurden überstürzt abgezogen. William Casey, der spätere CIA Direktor, berichtete in seinem Buch The Secret War against Hitler" auf Seite 7, FDR habe am selben Tag Churchill verständigt: "Verhandlungen zu Ende. Dienste erwarten in zwei Wochen Aktionen." Das bezog sich auf das Ultimatum US Außenminister Hulls an Japan, sich aus Indochina und ganz China zurückzuziehen. Dieses Ultimatum beendete tatsächlich alle Verhandlungen der japanischen Tauben und ließ den Japanem nur noch den Kriegseintritt. Die geheime Vorkriegskorrespondenz zwischen FDR und Chruchill ist noch immer nicht freigegeben.

Die wichtigsten Führungsgremien wurden verständigt, nur nicht der betroffene Stützpunkt. Statt dessen schickte FDR Kapitän William Anderson, den Chef des Marine Nachrichtendienstes, als Kommandeur der neun ScWachtschiffe auf den dritthöchsten Rang der Befehlshierarchie der Pazifik Flotte nach Hawai. Anderson, inzwischen zum Admiral befördert, war der Verbindungsmann nach Washington und wurde informiert, gab aber die Informationen nicht an seinen Vorgesetzten weiter. Er war es auch, der den 26jährigen japanischen Spion Tadashi Morimura deckte, den die Japaner Ende März 1941 nach Pear Harbor geschickt hatten und der ab August die genauen Bombenziele auswählte. Seine Botschaften wurden mitgehört, die Dokumente liegen heute noch unter Verschluß. Anderson wies das FBI ausdrücklich an, ihn gewähren zu lassen und nicht bei der Arbeit zu stören. Er beruhigte auch Admiral Kimmel, der gerüchteweise von drohenden Angriffen gehört hatte, daß daran nichts sei. Anderson wurde bald zum Admiral befördert.

Noch jemand täuschte Kimmel in Hawaii, als schon Hunderte von Funksprüchen über den Oberfall bekannt waren und die japanische Eingreiftruppe schon den Bereitstellungsraum bezogen hatten. McArhurs Kommandozentrale schickte drei Botschaften, und zwar am 26.11., 29.11. und 2.12. nach Hawaii, in dem trotz nachweisbar besseren Wissens falsche Angaben über die Position der japanischen Flugzeugträger angegeben worden waren. Man kabelte Kimmel, sie befinde sich in der südchinesischen See, während verschiedene Meldungen sie 30.00 N 154.20 E auf dem Weg nach Hawaii lokalisiert hatten. Die entsprechenden Unterlagen sind verschwunden; diese Meldungen gesendet zu haben, bestätigt Duane Whitlock.

Andererseits wurde noch vor dem Überfall versucht, Ansätze für eine spätere Rechtfertigung und Spurenverwischung zu erzeugen. Am 26.11. erhielt Hawaii von Kriegsminister Stimson eine bewußt zweideutig formulierte Mitteilung, die eher als Entwarnung zu verstehen war. Gleichzeitig kam dort dreimal der Befehl des Präsidenten an: "Die USA wünschen, daß Japan die erste offene Aktion durchführt. Punktum." Am 29.11. erklärte Hull dem Pressereporter Loe Leib im Lafayette Park gegenüber des Weißen Hauses, daß Pearl Harbor am 7. Dezember angegriffen würde. Die New York Times konnte daher am 8.12.41 titeln: "Der Angriff ka rn nicht unerwartet". Nur eben die zuständigen Stellen auf Hawai wurden nicht verständigt. Alle Vorwarnungen wurden vom Chef der Strategischen Planung, Turner, und dem der Marineoperationen, Stark, festgehalten, um zu verhindern, daß sie routinemäßig an Hawai weitergegeben würden. Der Chef der Marineabwehr, Kapitän 1Grk, wurde strafversetzt, weil er darauf bestand, Hawai zu warnen.

Schon am 2. Dezember war der direkte Einsatzbefehl Yamamotos, der den genauen Angriffszeitpunkt enthielt, abgefangen worden. Am 4.12. schickte US General Thorpe von Java aus vier Warnungen über den bevorstehenden Angriff, bis er den Befehl bekam, keine weiteren Warnungen zu schicken. Etwas ähnliches geschah Marineminister Knox, dem FDR über den Mund fuhr, als er vor dem Angriff der Japaner warnen wollte. Am 7.12 sehr früh morgens baten zwei Marines, die das Büro des japanischen Marineattachés überwachten, Stark noch einmal, Hawai zu warnen. Er tat es nicht. Auch Marinesekretär Knox bekam einen weiteren Hinweis von der Marineabwehr: "This means a sunrise attack on Pearl Harbor today", und den ausdrücklichen Hinweis, er solle Hawai warnen. Er tat es nicht. Die gleiche Aufforderung erging an acht weitere Stellen einschließlich an den Präsidenten persönlich. Sie taten es nicht.

Marshall, Generalstabschef beim Kriegsministerium, sagte vor Gericht aus, er sei zu diesem Zeitpunkt zu Pferd unterwegs gewesen und nicht erreichbar. Das stimmte aber nicht. Er war zu diesem Zeitpunkt nachweislich in seinem Büro und zögerte die erforderliche Information an die beiden Befehlshaber auf Hawai möglichst lange hinaus. Er schickte seinen Assistenten Bratton dreimal mit der Frage weg, wie lange ein Kabel nach Hawai benötige. Als er schließlich erfuhr, daß es 30 bis 40 Minuten dauern würde, gab er sich zufrieden. Als er sicher war, daß die Botschaft auf keinen Fall Hawai vor dem Morgengrauen erreichen konnte, schickte er die Vorwarnung ab. Er schickte sie allerdings nicht über das Militärkabel, sondern mit der öffentliche Post. Die Warnung kam sechs Stunden nach dem Oberfall dort an.

Nur neun Stunden nach Pearl Harbor überfielen die Japaner die Philippinen und zerstörten McArthurs gesamtes Luftcorps. Auch dieser Überfall hatte eine seltsame Vorgeschichte. McArthur war von dem Überfall auf Pearl Harbor vorinformiert gewesen und war von dem Oberfall dann sogleich in Kenntnis gesetzt worden. Er sperrte sich daraufhin den ganzen Vormittag über in sein Zimmer ein und weigerte sich, seinen Luftwaffenchef General Brereton zu empfangen oder die japanischen Streitkräfte auf Formosa trotz eines entsprechenden Befehls aus dem Kriegsministeri.um anzugreifen. Statt dessen erteilte er drei widersprüchliche Befehle, die, sicherstellten, daß die Flugzeuge zum Zeitpunkt des Angriffs am Boden waren, obwohl die anrückenden japanischen Bomber über Radar beobachtet wurden. Stra . tegisch gesehen war die Zerstörung der pazifischen Bomberflotte ein schwererer Schlag als die Versenkung der meist veralteten Schiffe in Pearl Harbor. Anders als die Kommandeure von Pearl Harbor wurde er aber nicht zur Rechenschaft gezogen; er behielt nicht nur sein Kommando, sondern noch einen vierten Stern und kurz danach einen Orden.

"Am 7.12. traf sich um drei Uhr nachmittags das Kriegskabinett in einer nicht allzu angespannten Atmosphäre, weil wie ich meine alle von uns glaubten, daß der Feind letzten Endes Hitler war.. und Japan uns nur eine günstige Gelegenheit verschafft hatte". (So sah es Harry Hopkins in einem Memorandum vom 7.12. nach Robert Sherwood: "Roosevelt and Hopkins", S. 431.) Auch im Gespräch mit seinem Redenschreiber Rosenmann betonte FDR am Tag nach dem Angriff, am 8.12.1941, "daß Deutschland noch immer das wichtigste Angriffsziel sei, er aber fürchte, daß eine große Mehrheit der Amerikaner darauf bestünden, daß wir im Pazifik Krieg führen und daß der mindestens genau so wichtig wäre wie der Krieg gegen Hitler". Am 30.11.1943 gestand FDR Stalin gegenüber, er würde "große Zweifel hegen, ob es möglich gewesen wäre, ohne den Angriff der Japaner Truppen nach Europa zu schicken". Auf der Atlantik Konferenz vier Monate vor dem Angriff auf Pearl Harbor hatte der selbe FDR gesagt: "Es muß alles getan werden, um einen Vorfall auszulösen, der kriegerische Maßnahmen (hostilities) rechtfertige."

Zusammenfassung

FDR und die US Regierung waren vom genauen, Zeitpunkt des drohenden Oberfalls der Japaner informiert. Sie unterließen es absichtlich, die zuständigen Stellen auf Hawai zu informieren. Sie nahmen damit den Tod von 2403 Seeleuten und die Verwundung von 1178 weiteren in Kauf, ebenso den Verlust von 18 Schiffen, darunter fünf Schlachtschiffen, die zwar alt, aber damals noch der Stolz der US Pazifikflotte waren. Schließlich wurden noch 188 Flugzeuge zerstört und 162 stark beschädigt. Die US Führung ist sich der Problematik ihres Handelns bis heute bewußt, weil sie die meisten Unterlagen, vor allem die zahlreichen Depeschen und abgefangenen Funksprüche, durch die sie vorgewarnt waren, unter Verschluß behält.





Die USA hatte den japanischen Überfall planmäßig vorbereitet und provoziert, weil dies der einzige Weg zu sein schien, in den Krieg gegen Deutschland, der für die Verbündeten der USA in Europa damals sehr ungünstig verlief, gegen einen mächtigen internen Widerstand einzugreifen.

Die Motivation für einen solchen Kriegseintritt mußte eine sehr große gewesen sein. Sie läßt sich nur aus dem Gesamtverlauf der Ereignisse erschließen. 1933 versuchte FDR mit einer Art Keynesianischen Politik ("New Deal") der wirtschaftlichen Systemkrise des Versailler Nachkriegssystems gerecht zu werden. Anders als in Deutschland versagte diese Wirtschaftspolitik in den USA nicht zuletzt an Einwänden und Vorgaben konservativer Kreise. 1936/37 entwickelte sich in den USA erneut eine systemische Wirtschaftskrise. Diese ließ sich, da der New Deal abgeschnitten war, nur durch einen Krieg in Europa mit den sich daraus ergebenden Waffenkäufen und einer entsprechenden Aufrüstung lösen. Als sich zeigte, daß dieser Krieg durch die Stellvertreter der USA in Europa einschließlich der Sowjetunion nicht zu gewinnen war, plante die US Regierung die eigene Beteiligung. Als Ertrag dieses Krieges strebte sie die Ausdehnung ihrer Einflußzone Western Hemisphere zunächst bis an den Rhein und darüber hinaus an. Im Verlauf des Kriegs erweiterte sich dieses Kriegsziel; angestrebt wurde nunmehr die Überna hme des britischen Empires in einer neuen, finanzpolitischen Form (Bretton Woods).
 
Also ich kann Dir für die deutsche Seite versichern,daß ein Großadmiral nicht mit"Herr Admiral" sondern mit "Herr Großadmiral" anzusprechen war,und auch so angesprochen wurde.
Ein Generalfeldmarschall wurde mit "Herr Generalfeldmarschall" oder mit "Herr Feldmarschall" angesprochen.
Ebenso ein Generaloberst oder ein Generaladmiral.
All diese Ränge standen über dem des Admirals,bzw. des Generals.
Daher wurden sie mit ihrem vollen Rang und Titel angesprochen.

@Jedihammer:

Ok, das bestätigt meine Meinung über "die Deutschen": Sie sind gandenlos umständlich, aber eben noch gnadenloser GENAU. :D
Nun ja, damit müsste der Betroffene immer gewusst haben, wer gemeint ist....


Zu Pearl Harbour/ Roosevelt: Wenn man bedenkt, dass Japan seinen Bedarf an Erdöl noch 1940 zu 80% (!) aus den USA erhielt, und es ausserdem allgemein bekannt sein dürfte, dass Japan ein rohstoffarmes Land ist, muss es jedem, der halbwegs Durchblick hat klar gewesen sein, wie verheerend ein Handelsembargo für das Land sein würde. Ein deeskalierender, kriegsvermeidender Kurs sieht anders aus...

nochmal @Jedihammer: sehr ausführlicher Post- welche Quelle benutzt Du?
 
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