Mon Calamari (Calamari-System)

Mon Calamari - Coral City - Senatsgebäude - Besprechungsraum - Feerea, Akror Bashji, Turima; Togorianer (NPC's)

Die Senatorin machte Atoa ein viel versprechendes Angebot und löste kurz darauf auch die Versammlung auf.

Feerea kehrte zurück zu ihrer Yacht, wo ihre Palastwache sie schon unruhig erwartete.

"Es ist alles gut, gönn dir eine Pause.", beruhigte sie ihn. Danach verschwandt sie in ihre Gemächer, schickte die beiden Dienerinnen mit einer Handbewegung nach draußen und versuchte mit dem großen Hologerät eine Verbindung zum Tempel der Hohepristerin auf zu bauen. Nach einiger Zeit funktionierte es.

Feerea verneigte sich vor Justinia.
"Sprich, Feerea.", vorderte sie scharf wie immer,"Erzähle mir von den Ergebnissen." "Die Republik ist kritisch. Doch wir sind ein komunistischer Planet. Wir liegen weit an den Grenzen des Machbaren aber mit einer Politisch korekten Ausdrucksweise, dürften wir keine Probleme bekommem. Doch leider stehen wir selbst dann noch unter beobachtung.", erklärte die blonde Dame. "Du bist zu weich Feerea!""Und ihr zu direkt!",warfen sich Justitia die IV. und die andere Pristerin gegenseitig an den Kopf. "Es wird in kürze ein Vertrag auf Atoa ankommen. Legt ihn am besten dem Rat vor, ich vertraue dem ganzen noch nicht wirklich.", erklärte Feerea weiter. Auf einmal piepste etwas und die Atoanerin erhielt die Nachricht von Akror Bashji. Schnell laß sie sie. "Schau gefälligst nicht auf irgendwelche Nebensächlichkeiten, während ich mich mit dir unterhalte, Feerea! Du bist doch nicht 16!", schrie die Regentin, bevor sich die Abgesannte entschuldigte:"Verzeihung, ich bin heute Abend zum Essen eingeladen. Ein anderer Botschafter und ich, verhandeln über Waffen. Aber ich muss aufpassen.Scheinbar wollen sie selber Arbeiter Stellten, darum geht es mir jediglich um ihre Technologie.

Aber dafür muss ich jetzt auch schluss machen, ich erzähle euch wie es ausgegangen ist, beim nächsten Mal.", würgte sie ihre Vorgesetzte schnell ab und beendete die übertragung

Die beiden Dienerinnen kamen wieder herrein und machten sie für den Abend schön. Sie trug nun ein blaues, an manchen stellen golden schimmerndes, boden langes Kleid mit einem ebenfals goldenem Geflecht als Reif am unteren Teil ihrer Brust, und als Träger an den Schultern. Die Haare trug sie noch gewellt aber offen über die Schultern hängend und ihr gesicht war etwas stärker, wenn auch immernoch dezent geschminkt.
So erschien sie um 19 Uhr an der Skybar. Ihr Wächter hatte sich in einer dunklen Ecke versteckt aber ansonsten war sie alleine gekommen.


Mon Calamari - Coral City - Skybar - Feerea
 
-> kommend von Barancar

[Calamari-System :: Mon Calamari :: Coral City :: Raumhafen :: Gesichertes Dock] Nashana Delentes und NSC's

Der Flug war ruhig verlaufen, was sehr wahrscheinlich daran lag, das niemandem wirklich zum reden zu mute war. Mit wem hätte sich Nashana denn auch ernsthaft unterhalten wollen. Ihre Familie war auf Barancar geblieben, die zwei Piloten waren eher Schweigsam und die kleine Gruppe aus "Sicherheitsleuten" die Danko ihr besorgt hatte... steinern war noch keine treffende Beschreibung für die fast eingefroren wirkenden Beamten. Wenn sie für den Commander arbeiteten war anzunehmen, das sie behördlich ähnlich orientiert waren.

Mittlerweile hatte das Shuttle aufgesetzt, die Rampe war bereits nach unten gefahren worden und alles wartete darauf, das sie sich von Bord begab. Es gab Umstände und Gegebenheiten die sie immer versucht hatte zu vermeiden. Allem Anschein nach waren diese Bemühungen jedoch nicht von Erfolg gekrönt gewesen, denn nun würde sie einem Mann gegenüber treten den sie über alles respektierte und ihm beichten müssen das sie versagt hatte. Sie hoffte das der Senator sie zu dieser Anhörung, die Commander Danko erwähnt hatte, begleiten würde. Sie würde vor einem Gerichtssaal erneut die gesamten Entscheidungen offen legen und erläutern müssen. Jeder Moment seit der Ankunft der NRSF unter Derek würde unter die Lupe genommen werden, doch Nashana war sich sicher, die Behörden würden ihre Unschuld in dieser Sache erkennen. Sie war genau so ein Opfer dieser Täuschung wie das gesamte Kabinett und die Könige von Cron... Derek... wie hatte er sie so belügen können... der Hass den sie ihm gegenüber verspürte brannte fast schon in ihrem Hinterkopf. Er hatte sie benutzt, verletzt, mit ihr gespielt als wäre sie eine kleine Mätresse, ein Spielball mit dem er zum Zeitvertreib schlafen und essen gehen konnte. Solch ein Wichser gehörte nicht nur vor Gericht... aber hier galten Demokratische Werte, die sie im Gegensatz zu ihrem einstmaligen Freund auch vertrat. Zumindest redete sich Nashana das noch immer ein, schließlich war die ganze Aktion um die Könige von Cron aus der Schusslinie zu bekommen mit dem Gesetz als alles andere vereinbar gewesen.

Ein letztes tiefes durchatmen, dann verließ sie ihre Yacht und trat in den Hangar, nur um Überraschenderweise nicht den Senator sondern zwei Bewaffnete Soldaten und einen Menschen im Anzug vorzufinden. Stehen bleiben konnte sie nicht, denn die hinter ihr stehenden Sicherheitsdienstler schoben sie nach vorne auf ihren unbekannten "Freund" zu, der nur lächelte, ein freundliches und im ersten Moment ehrliches Lächeln.

"Guten Tag Miss Delentes und Herzlich Willkommen auf Mon Calamari, mein Name ist Leach und ich gehöre zu ihrem Untersuchungsausschuss. Da der Senator noch in einer Sitzung beschäftigt ist und sich verspätet viel ihre Abholung mir zu. Wir bringen sie sicher in ihre vorrübergehende Unterkunft wenn sie bitte einsteigen würden?"

Die Tür des Gleiters hinter dem bewaffneten Personal öffnete sich, doch noch bevor Nashana ihren Bedenken im Kopf sortieren und dem ominösen Leach eine Antwort geben konnte, spürte sie ein stechen im Nacken und fasste unwillkürlich an die Stelle nur um eine kleine Spritze zu erfühlen.

"Was hat das... zu ... bedeu... ... "

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-> weiter auf Coruscant
 
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(Malaaw und Tyross)

Mon Calamari – Coral City, Senatsgebäude – Besprechungsraum - NPCs, Akror, Feerea, Turima, Malaaw und Tyross


Malaaw konnte sich eines leichten Triumphgefühls nicht erwehren. Tyross und sie hatten trotz aller Abstimmungsschwierigkeiten die Sitzung des Beitrittsausschusses gemeistert und das ohne Rrooows Hilfe. Fast ohne, das bisschen Komgespräch konnte man ja nicht wirklich zählen. Sie hatten Belandris Zusicherung, dass sich Bürger der Republik an die togorianischen Gesetze zu halten hatten. Nach ihrem Verständnis konnte demnach alles so bleiben wie es war. Bürger der Republik durften im Rahmen der Freizügigkeit nach Togoria reisen, so weit so gut. ABER sie hatten sich an die togorianischen Gesetze zu halten. Sie dachte nicht wirklich darüber nach, ob ein Verbot, sich außerhalb der größeren Städte aufzuhalten in Belandris Sinne war oder ob es wirklich ein geschriebenes Gesetz sein musste – welches es nicht gab – oder ob der nachdrückliche Hinweis eines drei Meter großen Togorianers mit einem sehr großen und sehr scharfen Schwert nicht auch reichte. Die Hapanerin würde einen Beitritt ihrer Welt zur neuen Republik empfehlen.


»Wünschen wir uns eigentlich Unterstützung auf dem Weg zur Republik, weißt du da was?«

Fragte Malaaw ihren männlichen Gegenpart.

»Weiß nicht, musst du Rrooow fragen. Das ist bestimmt keine Jetzt-Oder-Nie-Sache.«

Auch Tyross war sehr zufrieden. In Gedanken erarbeitete er bereits ein Regelwerk, was republikanische Bürger zukünftig alles dürfen sollten und was nicht. Er konnte nicht einschätzen, wie attraktiv ihre Welt für Touristen sein würde, doch selbst ein paar Besucher von fremden Welten würden dringend benötigte Credits einbringen, gerade wenn diese vielleicht noch teure handgefertigte Schmiedearbeiten als Andenken mitnehmen würden. Dauerhaft außerhalb der Städte wohnen konnte man dagegen natürlich nicht erlauben. Die Besucher, die das nicht von vornherein als viel zu gefährlich erachteten wollte man eigentlich auch gar nicht erst haben. Auch der Bergbau sollte in togorianischer Hand bleiben, doch im Rahmen etwaiger Kooperationen würde die Tätigkeit auswärtiger Spezialisten aus Hapan oder anderswo sicherlich erforderlich sein… Es gab viel zu tun.


»Nein, wir haben kein weiteren Fragen mehr, Senatorin,«

Erklärte er daher und damit war die Sitzung geschlossen. Erleichtert verließen Malaaw und er den Raum.

* * * * *

»Nein, ich weiß nicht, wie man ein Gesetz über die Garantie der Rechte republikanischer Bürger macht. Das kann ich auch nicht einfach so entscheiden, glaube ich. Wenn überhaupt, macht das Rruuugh. Außenweltliche Besucher sind doch eindeutig Weiberkram. Warum fragst du nicht meine Schwester, die müsste doch wissen, wie sowas geht,«

Meinte Vrooto der frischgebackene Markgraf, der inzwischen halbwegs mit dem Komm umgehen konnte, welches Schwesterchen aka Rrooow ihm aufoktroyiert hatte. Wollte heißen, er konnte Gespräche annehmen und die fest hinterlegten Frequenzen wählen, welche die Togorianerin dort eingerichtet hatte. Zudem war die Verbindung hinaus in die Steppe schlecht, kam nicht auf Anhieb zustande und drohte oft abzureißen. Dafür hatte der Aufwand sich nicht gelohnt.


»Was sagt er?«

Wollte Malaaw wissen, die sich mit dem Gedanken an eine Gesetzeslösung inzwischen angefreundet hatte, auch wenn sie nicht recht wusste, was sie sich darunter vorzustellen hatte. Reichte es, wenn man es irgendwo aufschrieb? Oder musste man jedem Besucher eine Kopie davon aushändigen, wie die Nutzungsbedingungen ihres nagelneuen Datapads?


»Weiberkram. Du musst das mit Rruuugh klären,«

Erwiderte Tyross in aller Kürze.


»Ernsthaft?«


Malaaw zog unwillig und verwundert die Schnurrhaare hoch.

»Oder Rrooow soll sich damit rumschlagen.«

Der Vorschlag war sofort konsensfähig.

»Finde ich gut, die hat das doch schließlich gelernt.«


»Einverstanden. Wär wäre es, wenn wir unseren erfolgreichen Tag mit einem Gläschen Milch in der Senatsbar ausklingen lassen, nur wir beide? Ehmaaa und Jayne lassen wir hier, falls noch irgendwelcher Flimsikram kommt.«


»Nur zu gerne,«


Schnurrte Malaaw.


Mon Calamari – Coral City, Senatsgebäude – Büro der togorianischen Delegation - Jayne, Ehmaaa, Malaaw und Tyross
 
Mon Calamari - Coral City - Regierungsviertel - Senatsgebäude - Turimas Büro


Seit den Beitrittsverhandlungen mit den politischen Vertretern von Togoria, Atoa und Molavar waren mittlerweile einige Tage vergangen. Die Beschlussvorlagen diesbezüglich befanden sich im Büro den Kanzlers und würden mit der nächsten Senatssitzung besprochen und darüber entschieden. Die Hapanerin selbst hoffte ja in allen drei Fällen, dass der Senat die Beitrittsgesuche annahm, selbst mit Einschränkungen wie bei Atoa. Aber die Neue Republik war dem Imperium rein von der Anzahl der Mitgliedswelten, der wirtschaftlichen Produktion und den Bürgern noch nicht wieder ebenbürtig. Ein Blick auf die Galaxiskarte zeigte, dass das Imperium nach wie vor den Großteil der Kernwelten, der Kolonien und des Inner Rim beherrschte, die wirtschaftlich am stärksten waren. In ihren Augen konnte sie es sich kaum leisten Bewerber abzuweisen. Allerdings sahen dies natürlich gewisse Leute anders. So war das Senator von Chandar noch immer der Meinung, dass die Republik wohl eine Art erlauchter Exclusivclub wäre für dessen Einlass man sich erst als würdig zu erweisen hätte. Wie war dieser arrogante Adelsspross doch kurzsichtig und ignorant bezüglich der galaktischen Gesamtsituation. Leider allerdings hatte auch er einige Gleichgesinnte - nicht viele - aber dennoch ein Ärgernis. Trotz allem überwog die Anzahl der Realisten und Pragmatiker, so dass es relativ wahrscheinlich war, dass alle akzeptiert wurden, sobald Atoa den entsprechenden Vertrag zur Angleichung der Grundrechte und -freiheiten unterzeichnet hatte.

Im Moment wartete die stolze Hapanerin allerdings auf einen Senatskollegen, der Mitglied im Geheimdienstausschuss war. Senator Sonthi von Naboo pflegte seit er den Posten des Senators seiner Heimatwelt übernommen hatte gute Beziehungen zu Turima, was diese ebenso förderte. Kontakte und Verbündete, die einem über die neusten Informationen am Laufen hielten waren in der Politik äußerst wichtig. Leicht ungeduldig sah sie auf ihr Chrono. Die Sitzung des Geheimdienstausschusses musste wohl etwas länger dauern. Um was es wohl ging? Sie hoffte von Sonthi darüber zu hören. Etwa 15 Minuten galaktischer Standardzeit später meldete ihre Sekretärin Adara, dass Senator Sonthi endlich da war und sie ließ ihn gleich in ihr Büro kommen. Der schwarzhaarige Naboo schloss nach seinem Eintreten die Tür, damit niemand mithören konnte.


"Ah, Senator Sonthi. Ich erwarte bereits Neuigkeiten, was so dringend im Geheimdienstausschuss besprochen wurde."


Daraufhin schenkte ihr der Senator von Naboo ein wissendes Lächeln.


"Sie sollten sich doch in diesen Ausschuss wählen lassen, wenn Sie so neugierig sind, Senatorin."


"Ja, ja, das kenne ich bereits. Aber ich kann nicht überall dabei sein. Meine Zeit ist kostbar",


erwiderte sie ungeduldig. Sie sollte später nach Fondor, einer imperialen Werftwelt reisen, wo ein neuer imperialer Sternzerstörer vom Stapel lief. Diesen Feierlichkeiten sollte sie als Vertreterin der Republik beiwohnen. Dies würde mit Sicherheit ein ziemlicher Drahtseilakt werden befürchtete sie. Schließlich waren Imperium und Republik nach wie vor nicht gut auf einander zu sprechen und der Frieden konnte leicht an irgendwelchen Kleinigkeiten zerbrechen, dessen war sie sich sehr bewusst, auch wenn beide Seiten die momentane Ruhe zum Wiederaufbau und Aufrüsten nutzten.


"Also sagen Sie schon..."


Der Naboo ließ sie noch etwas zappeln. Er setzte sich auf einen Stuhl vor ihrem Schreibtisch, wobei er sich demonstrativ lange Zeit nahm ehe er sich nach vorne beugte.


"Wir haben unter anderem vom Geheimdienst Informationen bekommen, dass es auf den Welten Alderaan und Manaan rumort und diese mit ihrer Mitgliedschaft im Imperium unzufrieden sind. Im Falle Alderaans war dies auch mit etwas Mühe auch schon im Holonet zu finden, auch wenn das Imperium solche Informationen natürlich sehr unter Verschluss hält. Jedoch wurde beschlossen zu beiden Welten im Geheimen Delegationen zu entsenden, um einen Übertritt zur Republik zu besprechen und im Falle Manaans auch die Lieferung von Kolto, welches Coruscant sehr dringend benötigt. Es soll wohl gegen das C-Virus helfen. Die Jedi wissen schon Bescheid und stellten jeweils ein Team zusammen. Von Coruscant und Metellos werden politische Vertreter dorthin entsandt und auch Militärs und Leute vom GD sind beteiligt. Es macht jedenfalls einen vielversprechenden Eindruck."


Dann zögerte der Naboo.


"Aber es gilt wie immer, das muss geheim bleiben, Senatorin Belandri. Sonst hat unsere kleine Zusammenarbeit ein Ende."


"Selbstverständlich, Senator",


erwiderte sie ebenso ruhig. Sie kannte die Spielregeln in der Politik nur zu gut und man wusste nie, wann man Freunde und Informationen brauchen konnte.


"Danke für die Info. Ich werde Sie ebenfalls am Laufenden halten, was meine Reise nach Fondor betrifft."


Danach verabschiedete sich Sonthi. Das war interessant zu wissen. Vielleicht bestand ja doch noch Hoffnung, dass die Republik auch im Kern wieder verstärk Fuß fasste. Früher oder später würden solche Dinge gewiss auch im Senat bekannt gegeben, aber es war immer gut, wenn man bereits im Vorfeld informiert war. Allerdings eilte sie fast im Anschluss zum Raumhafen von Coral City, wo der Rest ihrer Delegation wartete, die sie nach Fondor begleiten würde. Sie war ohnehin schon später dran.



Mon Calamari - Coral City - Regierungsviertel - auf dem Weg zum Raumhafen - Turima
 
Mon Calamari ~ Hyperraum ~ Courrier-Klasse "Alderaan Wine" ~ Privat Zimmer ~ Celdarion Charákas

Mit einer ruckartigen Bewegung, katapultierte es eine rot-weiße Yacht aus dem Hyperraum. Das Schiff, die „Alderaan Wine“ hatte es nach einer langen Raumreise endlich geschafft im ersehnten Mon-Calamari System anzukommen. Die Sonne Daca ließ den Lack des Schiffes schimmern und die Fenster erstrahlen. Hinter einem dieser Fenster stand ein Mann. Blondes Haar, grüne Augen und gerade dabei eine Militäruniform anzuziehen. Vor dem großen Spiegel, des gemütlich eingerichteten Raumes, knöpfte er die letzten Teile seines Aufzugs zu. In diesem Moment trat ein kleiner, blonder Junge in den Raum hinein. Der Mann konnte ihn durch den Spiegel hinter sich sehen.

„Botschafter Celdarion. Wir befinden uns nun im Landeanflug auf den Planeten. Der Pilot sagt, dass es noch knappe 15 Minuten dauern würde.“, mit diesen Worten schritt er wieder in Richtung Cockpit.

Celdarion mochte diesen Kerl irgendwie nicht leiden. Bevor sie angekommen waren, wollte der Junge dem erwachsenen Celdarion bei der Anprobe der Gewänder helfen, was er natürlich verneinte. Schließlich konnte sich der blonde Mann genauso gut alleine anziehen, er brauchte dafür keinen Pagen. Vor allem keinen, der nicht mal ein Schwert halten konnte. Doch das er sich mit so jemanden herumschlagen musste, war seinem Halb- Bruder geschuldet. Er würde es gut mit ihm meinen, hatte er vor der Abreise gesagt, als er den Knirps mitgeschickt hatte. Doch war das leider nicht sein einziges Problem, was diese Reise mit sich brachte. Der größten Schwierigkeit dieser Mission musste er sich erst noch stellen. Seine Heimatwelt Onderon befindet sich in einem Bürgerkrieg, der nicht zugunsten der königlichen Familie ausging, zu der er in gewisser Hinsicht angehörte. Als Bastard war er allerdings nicht erbfähig und hatte sich aufgrund der aristokratischen Gleichgültigkeit gegenüber ihm nicht allzu mit den Lords und Ladys des Planeten beschäftigt. Seine Saufzüge jedoch, waren in den ganzen Cantinas des Königreichs bekannt. Er machte zwielichtige Bekanntschaften und kümmerte sich wenig um höfische Etikette. Eeron war trotz dieser Defizite und diplomatische Unwissenheit vollkommen von ihm überzeugt.
An dem Abend an dem er das beschlossen hatte, waren sich Celdarion und seine Halb-Schwester zum ersten mal seit Ewigkeiten einig, dass er nicht der richtige für diesen Auftrag war. Doch da war es schon unumgänglich beschlossen worden und Celdarion wurde zum Botschafter ihre königlichen Majestät Eeron II. Von Onderon und Dxun. Ein Ruck, der durch das Raumschiff fuhr, unterbrach seine innerliche Verzweiflung. Die Wine hatte die Atmosphäre erreicht und würde in wenigen Minuten landen. Celdarion begutachtet sich noch einmal im Spiegel, strich alles glatt und zog den Gürtel stramm. So hatte er letzten bei der Krönung seines Halb-Bruders ausgesehen, wenn nicht sogar ein bisschen schlechter. Seine Keffiyeh-artige Kopfbedeckung lag zusammen mit einem Schultertuch auf einem hölzernen Perückenkopf. Diese beiden Teile anzulegen, war das letzte was er noch tun musste, bevor er bereit war das Schiff zu verlassen. Normalerweise würde er diese Tracht nie in der Öffentlichkeit tragen wollen, sie passten einfach nicht wirklich zu ihm, wie er fand. Doch für die Heimat musste man nun Opfer bringen. Mit den genannten Komponenten nun ausgestattet, betrachtet er sich ein letztes mal im großen Spiegel, in der Ecke des Raumes. Dann atmete er tief durch und spürte, wie die Landestelzen den Boden des Raumhafen berührt haben. Celdarion schritt durch die Tür und damit in den Korridor des Schiffes. Sein Sicherheitschef und zwei Gardisten der Königlichen Garde standen bereits an der Ausstiegsrampe. Ser Junin war jemand dem man vertrauen konnte. Nicht nur ein harter Hund, was das Kämpfen anging, auch trinkfest wie der Botschafter einige male feststellen musste. Von hinten näherte sich seine Sekretärin Lady Aurelia Nubia. Eine schöne Frau in den Augen der Bastards. Sie war wohl das geerdete Stück des Trios, welches extra für diese Mission ausgewählt wurde und zumal die einzige Person die deutliche diplomatische Erfahrungen mit sich brachte.

Aurelia klopfte Celdarion auf die Schulter als sie an ihm vorbeiging, allen Anschein nach, konnte man seine Anspannung merken.

„Siehst ja ganz OK aus muss ich sagen. Dann wollen wir mal oder?“, mit keinen weiteren Worten begab sie sich neben Ser Junin an die Ausstiegsrampe. Der Bastard des Hauses Charákas folgte dann und die Rampe schob sich langsam nach unten, als sie über eben diese ausstiegen. Noch war am Raumhaufen nichts besonderes zu erkennen. Außer die ungewöhnliche Architektur dieser Fisch artigen Wesen. Im großen und ganzen allerdings, schien er dem Iziz City Spaceport zu ähneln, mit dessen Ausbau sich Celdarion persönlich kümmern musste. Die Hauptstadt der Neuen Republik Coral City allerdings, beeindruckte der Onderoni voll und ganz, während sie aus dem Raumhafen liefen. Die Architektur war ungewöhnlich, irgendwie organisch. Völlig anders als Iziz und vor allem viel Voller als die Hauptstadt des Heimatplaneten.

Erstaunt schaut er gen Himmel und beobachtet die vielen Speeder, die von einem Hochhaus zum nächsten flogen.

„Das ist ja unglaublich!“, dachte er laut.

„Coruscant ist weitaus beeindruckender. Das ist noch nichts, was die Galaxies zu bieten hat.“, erzählte seine Sekretärin mit eisiger Stimme.

Die Gruppe setzte ihren Weg in Richtung Senatsgebäude fort. Das schwüle Wetter des Planeten war für die Onderoni kein allzu gravierendes Problem, schließlich herrschten ähnliche Umstände in den Urwäldern ihrer Heimat. Jedoch war es etwas kühler auf Mon-Calamari und man brauchte sich nicht um Insekten oder tödliche Tiere kümmern. Allerdings fragte sich Celdarion, während sie mit einer Fähre zum Regierungskomplex flogen, welche Monster in den Untiefen der endlos erscheinenden Ozeane hausten. Bis jetzt hatte er nur mit Flugviechern oder

Celdarion! Schau, der Regierungskomplex. Dort in der Mitte ist unser Ziel. Das Senatsgebäude.“, riss ihn aus seinen Gedanken.

Er schaute also nach vorne, durch die Frontscheibe der Fähre und erblickte eine massives Areal an Gebäuden in diesem Organischen-Still. Gerade das Senatsgebäude stach an seiner Größe heraus und machte jedem bemerkbar, dass hier das Machtzentrum der Republikanischen Demokratie hauste. Celdarion prustet kurzerhand, unterdessen sich ihr Ziel weiter vergößerte.

„Ja, ja das ist schon ein Brocken würde ich behaupten. Das wird ja noch ganz lustig. Desto mehr ich darüber nachdenke, was da gleich passieren könnte, frage ich mich warum ich nüchtern zu diesem Termin komme?“

„Um die gesamte Delegation Onderons nicht bis auf die Knochen zu blamieren. Das hatten wir doch schon auf der Hinfahrt. Hab ich recht Ser Junin?“, warf Aurelia ein.

Der großgewachsene, schwarzhaarige Mann nickte nur knapp, ohne der Frage seiner Kollegin großartige Beachtung zu schenken. Manchmal fragte sich Celdarion, was in seinem Kopf wohl so abginge. Allerdings war dieser Mann wohl die Ausgeburt eines Sicherheitschef, wie er im Buche steht. Mit seiner Stillen Art schüchterte er Vehement ein und hielt somit potenzielle Gefahren fern, über einen derartigen Schildbruder war der Bastard schon beim Anbeginn der Onderon-Krise froh, als es hieß sich aus der Stadt zurück zu ziehen.... Doch darüber wollte der Botschafter jetzt nicht erinnert werden. Das rief unangenehme Erinnerungen wach.

Alsbald die Fähre auf einem großen Platz vor dem Komplexes landete, stieg die Delegation aus und folgte den Treppen zum Eingang der Einrichtung. Das Foyer des Parlamentsgebäude beherbergte viele Türen, Seitengänge, Turbolifte und sogar Treppen. Eine Etage darüber befand sich ein Café, von welchem man die Ereignisse unterhalb genau beobachten konnte. Zumindest wenn man am Rand saß. Wiederum über dem Café, Schloss sich der Eingang zu einer großen, gläsernen Kuppel abschließend zusammen. Alles schien sich um einen Herum zu bewegen, man fühlte sich überrannt von hallenden Stimmen, Schritten und Gelächter. Das erste was Celdarion dazu einfiel, war eine typische Bar, in der man Abenteurer schwätzen hört, sich über unlustige Witze des Captains seiner Crew lustig macht, um nicht Gefahr zu laufen, gefloatet zu werden. Ein Kopfgeldjäger nimmt hier und da Aufträge an und eine Sabacc Spielerin gewinnt durch Täuschung und Manipulation eine horrende Summe an Credits. Mit diesem Vergleich fühlte sich der blonde Mann direkt wohler. Sein Blick indes im Raum herumschweifend, trat eine junge Dame in blauem Gewand an die Menschen Gruppe heran.

„Guten Tag. Mein Name ist May Stusi, wenn ich mich nicht irre, müssten sie die Delegation von Onderon sein. Ist das richtig?“, sagte sie mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht.

Celdarions Aufmerksamkeit wurde direkt auf sie gelenkt und so schob er sich an die gerade zur Antwort ausholende Aurelia vorbei. In der Annahme, die Dame sei für die Beitrittsgespräche zuständig. Mit einer tiefen Verbeugung, begrüßte er sie:

„Da liegt die schöne Dame durchaus richtig. Celdarion Charákas mein Name. Botschafter ihrer Majestät.“

Mit der Formulierung entstand auf Aurelias Gesicht eine gereizte Mine. Auf dem Gesicht der Dame jedoch, herrschte pure Verwunderung.

„Ähm... danke. Also... Nun...“, sie schaute auf ihre Datapad, was sie dabei hatte. „Die Unterstützung Onderons erfordern ein Gespräch im Rahmen des Beitrittsausschusses. Da dieser allerdings viel zu tun hat, verweisen wir sie auf Senatorin Belandri, welche sich letztens vorbildlich um einige Angelegenheiten des Ausschusses gekümmert hatte. Ich gebe ihnen die Wegdaten zu ihrem Büro.“

Die braunhaarige Frau tippte ein paar mal auf ihren Datapad herum und nahm dann ein weiteres Gerät mit Bildschirm aus ihrer Tasche.

„Auf diesem Gerät ist die Karte für den Gebäudekomplex. So können sie sich gezielt und bestimmt im Senatsgebäude bewegen. Viel Glück.“, erklärte sie abschließend.

Als die Frau sich von der Gruppe wieder entfernt hatte, packte Lady Nubia den Bastard bei der Schulter.

„So, nun hör mal. Wenn wir wirklich Hilfe für unseren Planten wollen, dann benimm dich bitte professionell. Mach das nochmal und wir beide haben ein Problem, verstanden?“

Ein wenig geschockt über das Verhalten der Adeligen muss der baldige Politiker schlucken. Er hatte das nun wirklich nicht erwarte.


***​


Das Büro der Senatorin endlich gefunden, überlegte Celdarion, wie er am besten an die Sache heran gehen sollte. Eigentlich wollte er, dass seine Sekretärin das Gespräch übernahm, doch leider hatte sie bereits auf dem Weg durch das Gebäude klar gemacht, dass er der Botschafter sei und er sich darum zu kümmern hatte. Jetzt stand er vor der Tür, die das Leben eines Planeten entscheiden würde.

„Nun gut! Auf geht’s. Ich bring das schnell hinter mir.“, er legte die Hand an den Türgriff.

„Nicht schnell, sondern erfolgreich.“, gab ihm wunderlicherweise Ser Junin mit auf den Weg.

Dann verschwand Celdarion im Raum der Senatorin von Hapan.

Er schaute sich zu aller erst einmal im Raum um. Die Einrichtung war an scheinend gezielt gewählt worden. Wie er wusste war die Frau Hapanerin und so war es nicht im geringsten verwunderlich, dass sich viele Möbelstücke Hapanischer Herkunft im Raum befanden.

„Kann ich ihnen weiter helfen?“, Eine Stimme, emotionslos raunte durch den Eingansbereich des Büros. Eine Weibliche Person saß an der Seite an einem Schreibtisch und schien Unterlagen zu sortieren.

„Ja, ich suche Frau Belandri. Senatorin Hapans.“

„Ich bin ihre Sekretärin. Adara Dunaia. Was ist denn ihr Anliegen?“

„Naja... Ich bin Botschafter Celdarion Charákas, Königshof Onderons. Ich bin hier um die Neue Republik für Unterstützung in einer Krise zu bitten. Wir befinden uns leider in einem Bürgerkrieg, wie sie vielleicht schon mitbekommen haben.“

„Ich verstehe. Ich setzte sie dann auf die Warteliste. Die Senatorin hat in den nächsten Tagen wichtige Termine wahrzunehmen. Deshalb kann sie sie erst danach sprechen.“

Celdarion sichtlich ungläubig über diese Aussage der Sekretärin tritt näher an den Pult heran. Seine Augen öffneten sich weit. Trotz der Attraktivität der Hapanerinnen, konnte er das nicht einfach so belassen.

„Ich weiß nicht ob sie mir gerade nicht zugehört haben, aber WIR BEFINDEN UNS IM BÜRKERKRIEG! Es sterben Menschen während wir hier sprechen. Ohne die Hilfe der Republik werden die Reaktionären, Aristokratischen Häuser des Planeten die Oberhand gewinnen.“

„Ich verstehe das, aber verstehen sie bitte auch, dass die Senatorin gerade keine Zeit hat. Ich kann ihnen gerne den ersten Termin nach ihrer Wiederkehr...“, Celdarion unterbrach sie mit zornigem Unterton.

„Soviel Zeit habe ich nicht. Ich MUSS so schnell wie möglich mit ihr sprechen! Verstehen sie das denn nicht?!“

Adara schien ein ebenfalls ein wenig angespannter zu werden. Blieb allerdings Professionell:

„Ich habe den Terminkalender für Miss Belandri vorlegen. Dieser muss für die nächste Zeit strikt eingehalten werden. Es tut mir schrecklich leid, aber es geht nicht anders.“

Nach diesen Worten packte sie ihre Sachen zusammen und ging mit zügigem Tempo an Celdarion vorbei. Dieser packte sie kurzerhand am Arm um sie aufzuhalten.

„Welche Termine muss die werte Senatorin denn nachgehen, wenn ich fragen darf? Vielleicht finden wir ja eine Lösung!“

Die Hapanerin riss sich sofort los und öffnete die Tür.

„Das kann ich ihnen leider nicht mal eben so sagen.“

Celdarion folgte ihr weiterhin mit purem Ehrgeiz. Er durfte seinen Bruder nicht enttäuschen. Der einzige Mensch der ihm so ein Vertrauen zu sprach. Es wäre einfach aufzugeben, doch das konnte der Bastard einfach nicht.

Die beiden gingen an der Delegation vor der Tür vorbei weiter diskutierend:

„Verdammt nochmal, mein Planet ist in einer Not-Situation!“

Adara blieb stehen.

„Fondor. Senatorin Belandri ist auf einer diplomatischen Mission nach Fondor unterwegs. Reich ihnen das jetzt? Verstehen sie nun warum das nicht geht?“

Als ob er die Hälfte von dem was sie gesagt hatte, nicht verstanden hätte, machte er einen Vorschlag:

„Ich komme mit. Ich werde als Botschafter eines Planeten an dieser Mission teilnehmen.“

Mit ein ungläubigen Lächeln auf dem Gesicht betrachtet sie den Onderoni. Celdarion schmiss sich sogar noch auf die Knie.

„Ich bitte sie! Egal wohin sie geht, ich werde mit ihr sprechen. Bitte!“

Sie seufzte, während ihr Blick sich in Richtung Boden senkte.

„Stehen sie auf!... Ich werde sehen was sich machen lässt.“



***​



In der gleichen Kleidung wie an diesen einen Tag gekleidet, stehen er und andere Personen am Raumhafen von Mon-Calamari. Außer seinen Sicherheitschef kannte er keinen davon. Hinter ihnen ein Konsularschiff für diplomatische Reise. In der Ferne sahen sie dann auch schon die Frau, auf die alle warten, Senatorin Belandri läuft in die Hangarbucht ein und begrüßt alle. Bei Celdarion schaut sie allerdings etwas verwundert.

„Celdarion Charákas. Botschafter ihrer Majestät von Onderon. Ich habe mit entschlossen ebenfalls nach Fondor zu reisen und würde die Republikanische Delegation gerne dabei begleiten.“


Mon Calamari ~ Coral City ~ Raumhafen ~ Hangarbucht 23-02 ~ Celdarion Charákas, Turima Belandri, Republikanische Delegation, Ser Junin
 
Mon Calamari - Coral City - Raumhafen - Hangarbuch 23-02 - Celdarion, Ser Junin (NPC), republikanische Delegation und Turima


Die in ein cremefarbiges, zweiteiliges Kostüm gekleidete Senatorin von Hapan war nach einem kurzen Abstecher zu ihrer Wohnung, um ihr Gepäck zu holen, endlich beim Raumhafen angekommen. Sie hatte sich aufgrund ihres Gesprächs mit Senator Sonthi von Naboo etwas verspätet, weshalb schon alle auf sie warteten. Aber beim zweiten Blick waren es sogar mehr als erwartet. Neben Astarta Semellin und Iskender Barian aus ihrem Stab und einem gewissen Barius Kar, einem Mithapaner, mit dem sie bisher allerdings noch nicht viel zu tun gehabt hatte, befanden sich dort zwei weitere Menschen oder Nahmenschen (Celdarion und Ser Junin), die sie nicht kannte. Einer von den ihr Unbekannten, der weite Kleidung und eine Art Kopftuch trug sprach sie sogleich an.


"Ich fürchte Ihr Name sagt mir nichts. Aber ich nehme an Sie suchen nach mir? Willkommen auf Mon Calamari, Botschafter Charákas. Ich bin gespannt was einen Onderoni auf die Regierungswelt der Neuen Republik bringt. Allerdings sollten wir uns, wenn Sie denn wirklich begleiten wollen, nun umgehend an Bord meines persönlichen Raumschiff begeben, der Golden Treasure, denn ich werde auf der imperialen Welt Fondor erwartet, wie Sie ja bereits wissen. Wir können uns ja dann unterwegs noch kurz unterhalten."


Anschließend drängte sie alle Anwesenden das Schiff zu betreten, damit sie abfliegen konnten. Die Piloten schlossen umgehend die Rampe, sobald alle an Bord waren, damit sie endlich starten konnten. Als Turima sicher auf ihrem Sitz in der Messe des Raumschiffs Platz genommen hatte, wandte sie sich an den Onderoni, während die
Treasure sanft abhob, damit so schnell wie möglich die Atmosphäre Mon Calamaris hinter sich lassen konnten. Ihr Geleitschutz wartete bestimmt schon auf sie.

"Aus welchem Grund sind Sie denn nun hierher gekommen, Botschafter Charákas? Ich hatte bisher noch nie etwas mit Abgesandten von Onderon zu tun. Streben Sie ein Bündnis oder wirtschaftliche Vereinbarungen mit der Republik an?",


fragte sie hoffnungsvoll. Damit wären diese kurzen Gespräche hier an Bord vermutlich schon gewinnbringender als ihre komplette Reise nach Fondor, wo sie als Vertreterin der Republik im Grunde ja überhaupt nichts gewinnen konnte. Es würden sie alle mit Argusaugen beobachten, die Eindringlinge aus der Neuen Republik. Sie würden immerhin Flagge zeigen, denn sie befanden sich offiziell im Frieden miteinander, auch wenn es unter der Oberfläche nach wie vor brodelte und so würde er vermutlich auch immer bleiben. Aber vielleicht ergab sich ja doch die eine oder andere positive Begebenheit, sagte sie. Man konnte ja nie wissen...



Mon Calamari - Orbit - an Bord der Golden Treasure - Celdarion, Ser Junin (NPC), republikanische Delegation und Turima
 
[Calamari-System | Sternenglanz-Asteroidenfeld, Zwei Parsec von Dac entfernt | MC30 Halcyon | Aldors Kabine | Commander Aldor Garnik, Brückenbesatzung]


Die Halcyon hatte eine Warteposition etwas außerhalb des Asteroidengürtels eingenommen. Lieutenant Niedos Manöver war beendet. Sie, Lieutenant-Commander Kolmer und Aldor hatten sich in seine Kajüte zurückgezogen um das vergangene zu besprechen. Währenddessen hatte Lieutenant Amon das Kommando über die Fregatte. Zwar war er genauso alt wie Lieutenant Niedo, hatte aber bereits deutlich mehr Erfahrung im kommandieren von Schiffen und als Wachoffizier. Nicht umsonst war er sein dritter Offizier.

Die junge Frau starrte etwas betreten zu Boden, während die beiden erfahreneren Offiziere ihr gegenüber Platz nahmen. Sie war offenbar sehr in Gedanken versunken und Aldor glaubte nur zu gut zu wissen, was in ihrem Kopf vorging. Auch er - und zweifellos auch Kolmer - hatten dies schon einmal durchleben müssen. Wobei er Kolmer eher zutraute, dass er absolut Tadellos durch seine Test gekommen war. Der Commander kicherte über diesem Gedanken kurz in sich hinein, dann ergriff er das Wort um das langsam unangenehm werdende Schweigen zu beenden.

"Nun Lieutenant Niedo. Zuerst einmal möchte ich ihnen sagen, dass mein Gesamteindruck von ihrer Leistung positiv ausfällt. Sicher sind sie sich bewusst, dass es einige Patzer gab, aber die Halcyon lebt immerhin noch", begann er die Bewertung der jungen Offizierin und versuchte mit einer Art Scherz das Geschehen etwas zu lockern.

Der Bothaner neben ihm, dass wusste er mittlerweile war für so etwas eher nicht zu haben und so blieb seine Miene recht ausdruckslos. Die junge Frau ihm gegenüber reagierte jedoch auch eher verzögert und schwach mit einem kurzen Grinsen. Offenbar war der Scherz doch der falsche Ansatz gewesen.

Innerlich harkte Aldor den Scherz also ab und ging nun zur eigentlichen Besprechung des Manövers ein.

"Ich denke wir ersparen uns einige Zeit, wenn wir den Hyperraumflug und das Auslaufen aus unserer Warteposition über Mon Calamari auslassen. Ich konnte in ihren Unterlichtnavigationsfähigkeiten keine bedeutenden Fehler erkennen - wenn wir von heute sprechen - und LC Kolmer?", beendete er den Satz mit einer Redeaufforderung an seinen Zweiten Offizier.

"In Der Tat, bis zu dem Punkt an dem wir den Hyperraum verlassen haben verlief das manövrieren sehr gut, ich denke wir dürfen bei ihnen in diesem Bereich keine Fehler erwarten", begann nun der Bothaner zu sprechen. "Jedoch wirkten sie mit dem eingehen der ersten simulierten Meldungen mehr als überfordert, wenn ich mich hier mal so hart ausdrücken möchte."

Aldor nickte zustimmend. Es war gut ihre Fehler so direkt auszusprechen und sie ihr klar zu machen, wobei Aldor die junge Frau so einschätzte, dass sie durchaus so reflektiert war, ihre Fehler selbst zu erkennen.

"Wie Mr. Kolmer folgerichtig ausführt haben sie in einigen Situationen recht überfordert gewirkt, was ihre Handlungsfähigkeit bedeutend einschränkte", fügte Aldor noch an und wollte dann dem Lieutenant erst einmal eine Chance lassen, selbst das Wort zu ergreifen.

Sie tat dies auch mit einem Zögern und von Nervosität bebender Stimme.

"Sir, sie haben vollkommen recht. Ich war wie geschockt an einigen Stellen in der Übung und dadurch habe ich versagt", die Frau wirkte sehr niedergeschlagen. Glücklicherweise würde der Mon Calamari ihre Stimmung leicht heben können.

"Lieutenant Niedo. Ich finde es gut, dass sie ihre Fehler selbst erkennen und eingestehen. Die Übung war kein Fiasko und nach ihrem anfänglichen Zögern haben sie die Parameter dann doch noch erfüllt. Ich für meinen Teil kann ihnen versichern, dass mit etwas mehr Übung eine vortreffliche Wachoffizierin aus ihnen werden wird. Arbeiten sie weiter an sich und versuchen sie, dass diese Aussetzer wie ich sie einmal nennen möchte, nicht mehr vorkommen. Für meinen Teil wäre es dann erst einmal genug der Kritik", Aldor bemühte sich sehr um einen freundlichen und beruhigenden Ton und lächelte der Frau während er redete aufmunternd zu. Dann Blickte er zu Taran.

"Der Commander hat ganz Recht, Lieutenant. Auch ich bin mir sicher, dass sie wenn sie weiter an sich arbeiten eine aussichtsreiche Zukunft vor sich haben", auch die Worte des Bothaners fielen unerwartet freundlich und mild aus. So kannte Aldor seinen dritten Offizier eigentlich nicht, dennoch fand er sein Verhalten mehr als angebracht.

"Haben sie noch Fragen, Lieutenant?", wollte der Commander nun wissen.

Die junge Offizierin schüttelte, nun deutlich erleichtert, mit dem Kopf. "Nein Sir, das wäre alles."

Aldor nickte wohlwollend.

"Sie dürfen wegtreten, Lieutenant!", mit diesen Worten verabschiedete sie und die Frau verließ nach einem schnellen Salut seine Kabine.

Als die beiden Offiziere alleine in der Kabine waren, erhob Aldor wieder das Wort: "Solche freundlichen Worte hört man von ihnen recht selten."

In seiner Stimme lag ein amüsierter Unterton. Sein Zweiter Offizier gab sich gerne als unnahbarer Kommandant und Perfektionist, der von seinen Untergebenen alles abverlangte. Zur Antwort bekam er nur ein etwas genervtes Brummen.

Aldors Grinsen wurde nun breiter, doch auch er sagte nichts weiter. Stattdessen drückte er auf den Kommknopf an seinen Schreibtisch, der ihn direkt mit der Brücke verband.

"WO, Garnik hier. Setzen sie Kurs zurück nach Dac. Lassen sie es mich wissen, falls es Probleme gibt. Sie haben weiterhin die Brücke", gab er knapp seine Anweisungen an den Wachoffizier weiter, denn beendete er die Verbindung wieder.

"Wie sieht es aus? Einen kleinen Drink zum Feierabend?", fragte er seinen Offizierskollegen, während er bereits aufgestanden und zu einem verglasten Schrank an der Wand auf dem Weg war.

"Gerne, Commander", antwortete der Bothaner knapp und blieb auf dem Besuchersessel sitzen.

Aldor öffnete die Türen und holte eine edle Glaskaraffe mit goldbraunem Inhalt heraus. Er setzte den gläsernen Stöpsel vorsichtig ab und legte ihn auf die Ablage, neben zwei Whiskeygläser. In diese füllte er auch den Inhalt der Karaffe. Nicht übermäßig viel, schließlich waren sie ja noch im Dienst.

Dann verschloss er die Karaffe wieder, stellte sie zurück in den Schrank und schloss die Glastüren wieder. Auf dem Weg zurück hinter seinen Schreibtisch reichte er Taran das zweite Glas und prostete ihm freundlich-kollegial zu. Dann drehte er sich um und blickte aus dem Fenster auf den Asteroidengürtel neben dem Schiff. Es war nicht der schönste Anblick, doch die Felsen hatten eine rohe Anmut. Während er darüber nachdachte nahm er einen Schluck und ließ den leicht brennenden Whisky seinen Rachen hinunterfließen.

"Was steht morgen an?", fragte er unvermittelt, um das davor herrschende Schweigen zu brechen und drehte sich wieder zu dem immer noch sitzenden Bothaner um.

Der Bothaner ließ sich Zeit mit seiner Antwort und nippte vorher noch einmal an seinem Whisky.

"Es steht eine Feuerübung im Hangar an, außerdem haben einige Ensigns ihre Navigationsprüfung", erklärte er wie immer in einem recht nüchternen, für manchen fast schon emotionslosen Ton.

Aldor nickte nachdenklich. "Nicht besonders viel also", stellte er trocken fest.

"Ich denke, sie könnten sich einen Tag Freigang genehmigen und den Planeten ein wenig besuchen, sie sind ja trotzdem schnell wieder an Bord im Ernstfall."

Die Idee des Bothaners traf Aldor ein wenig unvorbereitet. Darüber hatte er gar nicht nachgedacht, aber offenbar schien es momentan wirklich recht ruhig zuzugehen und vielleicht ein paar Tage echter Sonnenschein konnten ihm nicht schaden.

Nachdenklich setzte er sich auf seinen Schreibtisch und stellte das Glas vor sich auf die Glatte Metalloberfläche.

"Gar keine schlechte Idee. Ich werde sie mir durch den Kopf gehen lassen. Die Feuerübung werde ich aber definitiv noch bewerten, das werde ich mir nicht ausreden lassen", Aldors Worte waren wohlüberlegt und er fand es war eine gute Idee, noch einmal darüber zu schlafen. Natürlich war es schön ein paar Tage auf seinem Heimatplaneten zu verbringen, jedoch hatte dies auch immer einen faden Beigeschmack, der ihm nicht besonders gefiel.

Während kurz Schweigen zwischen den beiden herrschte, ging kaum merklich der Sprung in den Hyperraum von statten. Aldor nickte abwesend, fast so als wolle er signalisieren, dass er es zur Kenntnis genommen hatte.

Auch der Bothaner hatte den Sprung mitbekommen.

"Dann wollen wir mal hoffen, dass man uns nicht gegen einen Asteroiden manövriert, nicht wahr, Commander", Meinte er trocken, nachdem er mit einem großen Schluck sein Glas ausgetrunken hatte.

Ohne weitere Worte von Aldor abzuwarten stellte er das Glas auf den Schreibtisch und erhob sich.

"Nun, Gute Nacht, Aldor, schlafen sie gut", meinte er zur Verabschiedung, dann drehte er sich nach einer Antwort von Aldor um und verließ die Kajüte.

Aldor blickte seinem Offizier nach, bis sich die Tür geschlossen hatte. Dann umfing die Stille des Weltalls ihn und seine Kajüte. Er beschloss auch, ein wenig zu schlafen und trank nun ebenfalls den Rest seines Whisky in einem Zug aus.


[Calamari-System | Sternenglanz-Asteroidenfeld, Zwei Parsec von Dac entfernt | MC30 Halcyon | Aldors Kabine | Commander Aldor Garnik]
 
[ Mon Calamari - Coral City - Skybar - Akror, Feerea ]

Sie war nicht allein gekommen. Die Wächter der jungen Atoa hatten sich ganz "unauffällig" in einer Ecke gesetzt, in der sie sich sicher fühlten. Interessant wie der Glaube an die schummrigen Lichtverhältnisse sie glauben lies, er würde sie nicht bemerken. Sein bionisches Auge hatte einen Filter, der es ihm erlaubte auch in beinahe vollkommener Dunkelheit zu sehen, sowie Infrarotsicht. Es war schade, dass die Botschafterin ihm nicht ganz vertraute. Er musste jedoch damit leben. Die Atoa sah aufreizend gut aus, in ihren Gewändern. Wäre er etwas jünger und dynamischer gewesen, als er es heute war, hätte er vielleicht noch ein wenig weiter gedacht, aber seine wilden Jahre waren schon längst vorbei und nun war er ein alter Mann, der nichts weiter wollte, als mit einer hübschen Frau zu abend zu essen. Er musste leicht glucksen, als er an Medienberichte dachte, die ihn mit der Atoa zeigten und laut warben, dass er sich jüngere suche. Seitdem seine Frau ihn verlassen hatte, dachte er eh nicht mehr darüber nach.

Seine gute Laune rührte nicht von irgendwo her. Fansworth hatte sich gemeldet und ihm bescheid gegeben, dass der Verräter eliminiert worden war. Man würde ihn im Industriegebiet der Hauptstadt in einem der Bordelle finden, mit einer Überdosis Spice in seinen Adern. Er war froh das er den Zabrak eingestellt hatte. Er erledigte seine Aufgaben schnell und präzise und so, dass er keine Verbindung zu ihm gab. Ja das war ein Grund zum Feiern.

Die Atoa stand nun in der Mitte des Raumes und sah sich um. Er winkte ihr mit zwei seiner Armen zu und sie machte sich auf den Weg zu ihm. Der Tisch war an der Seite der Skybar gelegen und ein wenig abgetrennt von dem Rest der Bar. Zudem bekamen sie die besten Gerichte der Karte um sonst, da Akror den Besitzer persönlich kannte. Er hatte ihm verholfen diese Bar zu finanzieren. Dafür konnte er hier nun essen was und soviel er wollte. Es zahlte sich aus einflussreiche Freunde zu haben.

Er stand auf und verbeugte sich vor der Atoa und wies mit einer einladenden Geste auf den Freien Stuhl, der sich ihm gegenüber befand.


"Meine liebe Feerea. Ich freue mich sie heute Abend zu begrüßen. Bitte setzen sie sich und lesen sie sich die Karte durch. Ich kann die Schrimps in Trüffelsoße empfehlen."

[ Mon Calamari - Coral City - Skybar - Akror, Feerea ]
 
Mon Calamari - Coral City - Skybar - Feerea

Seine Zwei Arme verrieten, das sie gemeint war. Ihr Geschäftspartner winkte der Atoa zu. Sie kam zu ihm und verneigte sich nicht ganz so tief wie er. Sie vergaß immer wieder, dass ihre gehobene Stellung, die sie auf Atoa hatte, hier nicht galt.

Sie setzte sich auf den Freien Stuhl.
"Vielen dank,", bedankte sie sich für die Empfelung,"ich nehme die soße. Aber bitte eine kleine Portion."

Während sie auf ihr essen warteten stieg die Pristerin in das vorher beendete Gespräch wieder ein:"Also ich habe nochmal mit Justinia gesprochen. Wir wären bereit viel für die Forschung zu bezahlen. Wir können auch weiter Güter anbieten und mit unserer vollen Unterstützung können Sie auch rechnen. Aber....", sie machte eine kurze Pause, weil sie ihrem Gegenüber nicht gleich die Freude wieder zu nichte machen wollte, aber sie musste ehrlich sein,"...ich muss leider darauf bestehen, dass die Herstellung auf Atoa stattfindet. Zum einen wollen wir natürlich, dass die Waffen direkt bei uns sind und nicht riskieren, dass sie auf dem Weg von Ihnen zu uns..... 'verschwinden' und außerdem bestehen 80% unserer Arbeitsplätze aus Werft- und Waffen-Industrie. Würden wir das abgeben hätten wir unzählige leerstehende Fabriken und Milliarden Arbeitslose Bürger."

Mon Calamari - Coral City - Skybar - Feerea, Akror
 
[ Mon Calamari - Coral City - Skybar - Akror, Feerea ]

Das war mal eine Nachricht. Er faltete die Hände vor seiner Brust und brummte leise vor sich hin. Es wäre ein Risiko für sein Unternehmen in die Republik einzutreten. Wenn es allerdings gelingen sollte, hätte er tatsächlich einen Verbündeten, der ihm vielleicht nützlich sein könnte. Im fiel etwas ein. Ja das war eine gute Idee. Der Verräter, den Fansworth ausgeschaltet hatte, besaß ein kleines Unternehmen, dass nun von jemanden aufgekauft werden konnte, oder mit seinen Wertpapieren Ferngesteuert werden konnte. Er würde Fansworth eine Nachricht zukommen lassen und dieser sollte die Dokumente an Kengo schicken, der dann Kontrolle über das Subunternehmen erhalten würde. Wenn alles funktionierte, aber da machte er sich keine Sorgen.
Zufrieden brummte er noch einmal und entspannte seine Körperhaltung.


"Meine Liebe Feerea. Ich habe eine Idee wie wir beide Unschuld beteuern können, sollte einer von uns beiden nicht in die Republik aufgenommen werden. Ich habe ein neues Subunternehmen in die Firma meines Freundes Kengo intigriert. Eigentlich bin ich noch dabei. Es sollte aber nicht lange dauern. Wären sie damit zu frieden, wenn ich diese Leute schicke, die dann eine Orbitalwerft in der Umlaufbahn von Atoa zu bauen. Dort können dann Waren von meinen Mittelsmännern angeliefert werden, die sie zur Produktion benötigen. Es werden Arbeitskräfte geschaffen und wenn alles nach Plan läuft, bezieht meine Wenigkeit und damit das Volk von Molavar, 20% der Einnahmen. So gewinnt jeder von uns. Ich werde nicht direkt mit der Herstellung von Waffen in Verbindung gebracht und sie bekommen Jäger und Waffen. Sie können darüber während des Essens nachdenken.
Sprechen wir doch von etwas angenehmeren. Wie sieht es mit Ihnen aus. Also was treibt sie an. Wofür interessieren sie sich?
"

Das Essen wurde serviert und Akror freute sich über die Meeresfrüchte, die er bekam. Ein Salat wurde vor der Atoa aufgestellt.

"Bon Appetit."

[ Mon Calamari - Coral City - Skybar - Akror, Feerea ]
 
-> kommend von Coruscant

[Calamari-System :: Mon Calamari :: Coral City :: Regierungsviertel :: Senatsgebäude :: Wulfric Daxin's Büro] Nashana Delentes und Tremon "Frost" Corraz

Von der Rückreise hatte Nashana nicht wirklich viel mitbekommen. Doktor Lugos hatte ihre Regeneration während der Quarantänezeit auf Coruscant beaufsichtigt und auch sonst hatte sie viel geschlafen, die Reserven ihres Körpers wieder aufgeladen, der solche Strapazen bisher noch nicht durchlebt hatte. Während der langen Zeit im Hyperraum bekam sie öfter kleine Panikattacken, alles erinnerte an den Verhörraum, dieses Grau in Grau ohne Fenster. Am schlimmsten war es in der Nasszelle, deren Annehmlichkeit unter fließendem Wasser zu duschen Nashana früher wahrgenommen hatte. Jetzt allerdings war sie zusammengebrochen, hatte nach Luft ringen müssen als wäre sie wieder in diesem kalten Wassereimer gefangen. Jeder Tropfen schien ihr auf der Haut zu brennen und mit Müh und Not hatte sie sich auf ihr Bett zurück geschleppt und war dort entkräftet liegen geblieben. Sie sagte keinem etwas von ihren Problemen, zu denen auch zählte das sie kalte blaue Augen in ihren Träumen verfolgten, der Mann der zu diesen Augen gehörte war nie ganz zu sehen, doch jedes Mal war ihr bewusst das er Blut geleckt hatte.

Corraz, der sich während des Fluges um ihr Wohlbefinden und ihre Genesung kümmerte, beäugte die sehr langsam verlaufende Regeneration mehr als kritisch, sie hatte ihm mehrfach versichern müssen es ginge ihr gut, was mehr als nur glatt gelogen war. Eine Sache an die sie sich noch nicht gewöhnt hatte war außerdem das ihr der nun immer verhüllt gekleidete und bewaffnete Mann überall hin folgte und den stillen Begleiter mimten. Während sie schlief stand oder saß er sogar teilweise nur einige Meter entfernt, damit sie sich daran bereits während des Fluges gewöhnen könne, war die Aussage gewesen. Immerhin nahm er den ihm zugewiesenen Job, nein die sehr krude formulierte Lebenschuld mehr als ernst, so sehr das er sich auch weigerte ihr die restlichen Informationen auszuhändigen bevor sie sich nicht sicher wieder an ihrem Schreibtisch befand, wie er es nannte. Dabei war sie doch mittlerweile Arbeitslos.

Dann waren sie in Coral City gelandet wo bereits eine Limousine am Raumhafen auf sie wartete um das ungleiche Pärchen zum Senat zu kutschieren. Der Senator würde sie erwarten hieß es... und nun saß Nashana hier in Daxins Büro wie früher während ihrer Studienzeit und wartete darauf das der alte Mann eine kurze Pause zwischen seinen Terminen machte um sich mit ihr zu treffen. Vielleicht war sie auch ein richtiger Termin, immerhin hatte er sich bisher ihr gegenüber noch nicht zu der ganzen Sache geäußert. Ein wenig nervös rutschte die Togruta auf dem Stuhl herum und massierte einen ihrer Montrals. Sie wusste nicht genau was sie von all dem hier zu erwarten hatte.

"Entspannen sie sich Delentes und trinken sie ein bisschen was, sie haben ihr Glas bisher nicht angerührt.", sagte Corraz, oder Frost wie sie ihn ja ab heute nennen sollte, in die Stille hinein und ließ sie zusammenzucken. Die durch einen Stimmverzerrer sehr Metallische Stimme jagte ihr selbst wenn sie vorbereitet war schon einen unangenehmen Schauer über den Rücken. Vielleicht tat sie deshalb wie geheißen und nahm einen großen Schluck Wasser aus dem bereitgestellten Glas. Interessanterweise hatte sie mit dem Meer hier auf Mon Calamari oder mit dem trinken von Wasser keine Probleme... erst gemischt mit geschlossenen Räumen geriet ihr Geist in Panik ohne das ihr Verstand in der Lage war ihn zu beruhigen.

"Nett dass sie sich um mein Wohlergehen sorgen ... Frost...", entgegnete Nashana ihrem aufgedrückten Kindermädchen etwas schnippisch.

"Ich habe ja nichts besseres zu tun Ma'am."

Ein Satz der nur so vor Ironie triefte. Er machte seinen Job hier weil Danko ihn dazu angehalten hatte und nicht aus freien Stücken. Ein Mann mit zweiundzwanzig konnte sich weiß Gott schöneres vorstellen als dauerhaft den Aufpasser für eine angeschlagene Ex-Politikerin zu spielen. Immerhin beklagte er sich nicht mehr, dass hatte er während der Reise hier her bereits aufgegeben. Mittlerweile legte er auch die Rüstung nicht mehr in ihrer Gegenwart ab und... die Tür zum Büro öffnete sich und Nashana schnellte nach oben, Haltung annehmen, du redest mit dem Senator, waren ihre letzten Gedanken. Umso überraschter war sie das der Weißhaarige Mensch mit dichtem weißen Bart und diesem warmen lächeln sie in den Arm nahm anstatt ihr die Hand zu reichen.

"Nashana! Ich bin froh sie an einem Stück wieder zusehen meine Liebe.", entließ sie aus der Umarmung und hielt sie an den Schultern fest während er fachmännisch und ohne ihr Zeit zur Antwort zu lassen konstatierte, "Sie sehen etwas schmal aus seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben, aber bei den Strapazen die sie durchmachen mussten ist das ja auch kein Wunder. Nun gucken sie nicht so verdutzt, unser gemeinsamer Freund hat mich natürlich auf dem Laufenden gehalten, kommen sie setzen sie sich. Sie natürlich auch Mister?"

"Frost."
, kam prompt die Antwort aus der Ecke. Daxin schien sich durch die Stimme und das auftreten des Mannes absolut nicht beirren zu lassen und sprach einfach weiter, "Mister Frost. Los nun machen sie schon, wir haben schließlich noch ein paar Sachen zu klären und natürlich viel zu wenig Zeit! Ich hatte sie bereits vor sechs Stunden hier erwartet und natürlich schon einen Termin im Kanzleramt für reserviert."

Das Fragezeichen in Nashanas Gesicht ließ Daxin stocken, "Es freut mich ebenfalls sehr sie zu sehen Senator aber... Termin im Kanzleramt? Ich glaube ich verstehe nicht ganz, ich dachte sie wollten mich sehen um mit mir darüber zu reden was auf Barancar passiert ist bevor dieser Zwischenfall sich... nun sagen wir mal ereignet hat."

Daxin funkelte kurz in Richtung von "Frost" bevor er weitersprach, "Sie haben es ihr nicht gesagt? Sie hatten zwei Wochen und haben es ihr nicht gesagt? Also Nashana ich hatte sie ursprünglich hierher gebeten um sie zu bitten in ihr Amt zurückzukehren und ihnen zu sagen dass ich sie in allen ihren Entscheidungen unterstützen. Sie haben aus meiner Sicht sehr souverän gehandelt. Als mich dann ein Alter Freund aber ihr verschwinden informierte und mir schlussendlich mitteilte aus wessen Klauen man sie augenscheinlich befreit hat, haben wir beschlossen sie unter den Schutz eines Diplomatenvisums zu stellen. Auf Politiker wie sie Nashana, die wissen was sie wollen und für ihre Überzeugungen einstehen egal wie widrig die Umstände sein mögen, ich meine sie haben Folter überstanden und sitzen nun direkt vor mir, ein bisschen schmal vielleicht aber sonst vollständig in Ordnung.." , so in Ordnung das ich Panik vor ein paar Tropfen Wasser bekomme, fügte die Togruta in Gedanken an, "auf so jemanden möchte ich ungern daheim verzichten. Da sie ihre Entscheidung aber ja wohl getroffen haben, werde ich sie hier zu meiner Stellvertreterin ernennen und vereidigen lassen. Eine Entscheidung die ihnen der liebe Commander aber eigentlich bereits mitteilen sollte!"

Sie wusste nicht was sie sagen sollte. Daxin hatte sie schon häufiger gelobt oder seine Hand für sie ins Feuer aber mit so etwas hatte sie nicht gerechnet. Aus einem ihr nicht ganz ersichtlichen Grund wollten sowohl Daxin als auch Danko sie unbedingt auf der Bildfläche behalten und schienen alle Mittel zu nutzen die ihnen zur Verfügung standen... aber wollte sie das? Wollte sie wieder da raus und erneut diesen ganzen Trubel, diese ganzen Sitzungen und oft fruchtlosen Diskussionen durchleben, umgeben von Politikern deren eigener Machterhalt ihnen wichtiger war als das große Ganze? Als tatsächlich etwas zu bewegen... Ich würde alles für die Republik tun... der Gedanke an ihren Blonden Peiniger war nur kurz aber der Satz hallte in ihrem Kopf wieder.

"Ich... ich weiß nicht wirklich was ich sagen soll Senator. Ich meine, ich habe mich in meiner bisherigen Amtszeit auf Barancar in meinen eigenen Augen nicht wirklich mit Ruhm bekleckert und dennoch scheinen sie davon überzeugt zu sein dass ich wirklich für das alles hier geeignet bin? Keine Ahnung ob ich wirklich dafür bereit bin all das nochmal zu machen... und weiterhin als Zielscheibe für diese Leute zu dienen die auch jetzt schon aufgrund eines politischen Manövers Interesse an mir hatten. Die bereit waren mich zu opfern um ihre Ziele zu erreichen... ich weiß nicht ob ich wirklich die Richtige für den Job bin..."

Nein! Schluss mit diesem Ganzen Zweifeln! Schluss mit all der Selbstkritik, sie hatte nicht einem Agenten des Geheimdienstes die Stirn geboten, dem Tod getrotzt nur um jetzt am Ende doch den Schwanz einzuziehen. ...Ich würde alles für die Republik tun... der Satz verhallte. Nein sie würde nicht alles tun. Sie würde tun was richtig war, sie würde beweisen, dass es möglich war etwas zu ändern, dass man Korruption und Handlungsunfähigkeit bekämpfen konnte. Barancar gehörte zu den Gründern der Allianz, wie ganz Cron! Sie würde den Beweis erbringen dass es funktionierte und vielleicht irgendwann als Beispiel vorangehen. Doch zuerst würde sie diesem Herrn so gut es ging zuarbeiten und Daxin in all seinen Bestrebungen unterstützen, würde lernen wie man sich auf dem Parkett der Großen Politik überlebte.

"Sie sind die Richtige. Sonst hätte ich diesen Vorschlag nicht gemacht Nashana das sollte ihnen klar sein. Im übrigen lasse ich ihnen in dieser Sache nicht wirklich eine Wahl. Und nun husch husch! Sie kommen zu spät zu ihrem Termin!"

"Ich werde alles für sie und die Republik tun Senator, alles was ich kann... Danke."

Er nickte nur während Nashana sich erhob und wie gefordert ging. Frost führte sie, er schien zu wissen wohin sie genau mussten und Nashana fragte sich ob er schon einmal hier gewesen war. Der Kopf einer Schmugglerbande mitten im Herz der Neuen Republik? Sollte sie ihn fragen?

Nach etwa Zwanzig Minuten nahm die gut gekleidete Togruta in einem Sekretariat Platz. Ihr Herz klopfte und sie hatte fast schon Angst das jemand ihre Nervosität mitbekam. All das hier war so unwirklich, sie bekam eine Chance von der viele nur träumen konnten. Sie hatte sie sich verdient und sie würde diesem Geist mit den Blauen Augen in ihrem Kopf beweisen das er unrecht hatte. Unrecht mit allem!

[Calamari-System :: Mon Calamari :: Coral City :: Regierungsviertel :: Kanzleramt] Nashana Delentes und "Frost"
 
Calamari-System - Mon Calamari - Coral City - Regierungsviertel - Senatsgebäude, Kanzleramt - Nashana Delentes, "Frost" und NPCs


Im Büro des Kanzlers der Neuen Republik war gerade sehr viel los. Während Kanzler Quún in seinem abgetrennten Büro ein Gespräch mit zwei Beobachtern der Lage auf Coruscant führte wachte eine kleine, dunkelfellige Bimmisaari über die Einhaltung des Termine des obersten Diplomaten der Republik. Heute war besonders viel los, denn es hatten sich schon einige kritische, aber auch besorgte Stimmen bezüglich der von der Republik nach Fondor entsandten republikanischen Delegation geäußert. Manche befürchteten gar ihre heimtückige Ermordung, während andere dem mutigen Schritt applaudierten. Dann war das Kanzleramt auch immer wieder mit der Lage auf Coruscant befasst. So war vor kurzem eine geheime und mit den Jedi koordinierte Gesandtschaft mit dem Ziel Manaan ins Leben gerufen worden, um dort mehr Kolto für Coruscant erwerben zu können. Schließlich war die Situation auf der einstigen Zentralwelt der Neuen Republik nach wie vor ernst, auch wenn langsam erste Zeichen der Entspannung sichtbar wurden. Aber noch hatte Kanzler Quún als Devise ausgegeben, dass sie die Lage auf Coruscant unbedingt so bald wie möglich stabilisieren mussten. Neben dem bedauerlichen Verlust von Leben und der Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Viruses auf andere Planeten war auch das Ansehen der Republik gefährdet, wenn sie bei der Eindämmung des C-Viruses scheiterten. Das alles galt unbedingt zu vermeiden.

Die kleine, pummelige Bimmsekretärin Mehli hatte jedoch die Terminplanung fest im Griff. Nach dem anstrengenden Gesprächen mit den Coruscantbeobachtern stand als nächstes eine eher einfache Aufgabe auf dem Kalender des Kanzlers. Es stand die Vereidigung der neuen stellvertretenden Senatorin von Barancar auf dem Programm. Mehli war sich sicher, dass es der lachsfarbene Mon Cal-Kanzler zu schätzen wusste, dass sie sich bemühte auch immer wieder angenehmere Termine einzuschieben. Allerdings dauerte das momentane Gespräch bereits eine halbe Stunde länger als ursprünglich gedacht. Etwas besorgt wanderte ihr Blick in Richtung des geräumigen Büro des obersten Kanzlers. Der Mon Cal war ein sehr erfahrener Krisenmanager, aber als loyale Angestellte bereitete es ihr dennoch viel Sorgen, dass im Moment beinahe eine Krise die Nächste jagte. Dann ging endlich die Tür des Kanzlerbüros auf und die zwei Beobachter verließen das Büro. Dabei entging ihren aufmerksamen Augen nicht, dass Kanzler Quún, wie sie bei einem schnellen Blick erkennen konnte, nicht so gestresst wirkte wie Mehli befürchtet hatte. In der Folge gab sie umgehend durch das interne Komm dem Leiter des Kanzleramts Bescheid, einem Exilalderaaner in einer feierlichen, gelbroten Robe und eilte dann flotten Schrittes mit einem Datapad in der pelzigen Hand in den etwas abgetrennt wirkenden Wartebereich. Dort suchte sie eine Nashana Delentes, eine Togruta, welche aufgrund ihrer äußeren Erscheinung zwischen den anderen Wartenden leicht zu finden war.


"Frau Delentes, der Leiter des Kanzleramts, Jerro Alde von Alderaan wartet nun auf Sie. Zusammen werden Sie im Büro von Kanzler Quún erwartet. Bitte lassen Sie sie nicht warten",


gab sie der Politikerin noch mit auf dem Weg. Schließlich war der Zeitplan des Kanzlers äußerst eng, nachdem das vorherige Gespräch bereits länger gedauert hatte als gedacht. Dabei wies sie die Togruta auch gleich zur Sicherheit in die richtige Richtung.


"Dort entlang bitte. Minister Alde wartet schon."


Der dunkelhaarige Alderaaner war ja äußerst pünktlich und korrekt, manche würden sagen steif. Mehli hatte ihn allerdings als zuverlässigen Chef kennengelernt und beschwerte sich daher nicht.


Calamari-System - Mon Calamari - Coral City - Regierungsviertel - Senatsgebäude, Kanzleramt - Nashana Delentes, "Frost", Mehli, Jerro Alde und Kanzler Quún
 
Mon Calamari - Coral City - Skybar - Feerea, Akror

Der Botschafter machte ihr einen Vorschlag, auf den sie eigentlich schon eine Antwort hatte. Allerdings war es eine gute Idee vorerst über etwad anderes zu reden, denn er fragte sie auch über sie, im privaten.
"Nun, Privatsphäre habe ich nicht direkt. Nur mein Glaube an die Göttin, für die ich zuständig bin, gibt mir Rückenwind. Ich lebe für die Hohepristerin, für meine Göttin und für mein Volk. Etwas anderes habe icb nicht und es ist mir auch verboten, dagegen zu sein. Man würde mich töten, weil ich sowieso ein fehler im System bin."

Sie aß ihren Salat mit kleinen Happen. Sie war sich unsicher, ob es klug gewesen war ihm die Warheit zu sagen. Aber so wie sie ihn einschätzte, war er eh nur auf eigenen Profit aus. Verrat würde dazu führen, das diese Verhandlungen ins Wasser fallen. Das würde dem Egoistischem Krebstier nicht wirklich den Geldbeutel füllen.

Mon Calamari - Coral City - Skybar - Feerea, Akror
 
[Calamari-System :: Mon Calamari :: Coral City :: Regierungsviertel :: Kanzleramt] Nashana Delentes, "Frost" und Mehli

Sie mussten nicht lange warten bis eine etwas quirlige Stimme, die augenscheinlich zu der im Durchgang zum Wartebereich stehenden Bimm gehörte, sie und damit auch indirekt ihren in weiß gekleideten Begleiter aufrief. Jerro Alde und der Kanzler waren für Nashana keinesfalls unbekannte Persönlichkeiten, übten sie ihre Ämter jedoch schon aus seitdem Nashana hier auf Mon Calamari studiert hatte. Damals hätte sie nie gedacht jemals auch nur in die Nähe des Kanzlerbüros zu gelangen und nun einige Jahre und unglückliche Zufälle später erhob sie sich nun von einem der Stühle im Warteraum und schritt, kaum in der Lage die Aufregung zu unterdrücken, den Leibwächter im Gepäck auf das kleine dunkle Fellbündel zu, das ihr sofort klar machte, dass sie garnicht auf die Idee kommen sollte zu trödeln und wies einen Gang entlang auf eine geöffnete Bürotür.

"Ähm... Ja, ich danke ihnen."

Sprechen gestaltete sich als schwierig und der Gang wirkte ewig lang und doch viel zu kurz um sich auf das vorzubereiten, was jetzt gleich folgen würde. Personen wie der Kanzler waren der Grund dafür, dass sich die Republik aus dem Loch erhoben hatte, in dass das Imperium den Stadt vor einigen Jahren gestürzt hatte. Für diese Leute waren solche Sachen vielleicht alltäglich... sich mit der Spitze der Republikanischen Gesellschaft an einen Tisch zu setzen, trotz all der Sitzungen und Besprechungen in denen sie mittlerweile schon gesessen hatte, nichts war mit dem hier zu vergleichen gewesen. Sie fühlte sich ein wenig wie an dem Tag an dem sie zum ersten Mal vor dem Senatsgebäude in Coral City aus einem Taxi gestiegen war, um sich, vermittelt durch ihren Vater, zum ersten Mal im Büro von Wulfric Daxin einzufinden.

Nun betrat sie das Büro in dem bestimmt schon mehr als einmal eine Krise abgewendet worden war und blickte in das lachsfarbene Gesicht des Oberhaupts der Neuen Republik und das eines etwas älteren Menschen mit dunkeln Haaren, das von Kanzleramts Minister Alde. Eine leichte Anspannung und Aufregung ließ sich beim sprechen nicht unterdrücken. Wenn die beiden Politiker in Nashana hätten hinein sehen können und diese Mischung aus überschwänglicher Freude und totaler Aufregung erblickt hätten, wäre die sonst so gefasste Togruta wahrscheinlich vor Scham im Boden versunken.

"Kanzler Quún, Kanzleramtsminister Alde, es ist mir eine Ehre sie beide kennen zulernen, Nashana Delentes. Es tut mir wirklich leid, wegen meines Aufzugs, man sagte mir erst kurz nach meiner Landung das ich hier erwartet werde und ich hatte keine Zeit mich... aber das wollen sie denke ich überhaupt nicht wissen, Verzeihung ich bin noch etwas durcheinander von der Reise.", und von der ganzen verdammten Situation in mich diese ganze Sache in den letzten Wochen gebracht hat. Einen Gedanken den sie selbstverständlich nicht laut aussprach, während sie das Gefühl hatte alleine von der Ausstrahlung der beiden Männer niedergedrückt zu werden.

Wie begegnete man solchen Persönlichkeiten bloß jemals auf Augenhöhe?


[Calamari-System :: Mon Calamari :: Coral City :: Regierungsviertel :: Kanzleramt] Nashana Delentes, "Frost", Mehli, Jerro Alde und Kanzler Quún
 
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[Calamari-System |Mon Calamari | Coral City | Penthouse Apartment des Senators von Sluis Van, Wohnzimmer | Luiss Nev]

Es war ein guter Tag, um einen neuen Stellvertreter zu ernennen, wie Luiss bei einem Blick aus dem Fenster feststellen konnte. Die Tage nach dem Brand in Hass' Appartement waren noch chaotischer Gewesen, als er es sich überhaupt ausmalen konnte. Sein Stellvertreter selbst hatte erkannt, dass er offenbar langsam aber sicher zu alt für sein Amt wurde. Immerhin war Luiss der dritte Senator, unter dem der altgediente Sluissi seine Arbeit verrichtete.

Nachdem der Senator über ein paar bürokratische Kanäle ebenfalls Druck auf ihn ausgeübt hatte, schien die Scharade perfekt. Und er selbst konnte nun als Fürsprecher für ihn auftreten, obwohl sein Entschluss längst gefasst war.

So gingen die beiden im Frieden auseinander und Hass würde kein Misstrauen schöpfen, dass er darin verwickelt war. Darch hatte sehr gute Arbeit geleistet. Besser noch als er erwartet hatte. Aber so war er es mittlerweile von seinem Leibwächter gewohnt.


Nun wartete der Neue Stellvertreter auf ihn. Numil Varr. Numil und er kannten sich bereits, da sie beide bei der REC tätig waren. Für einen solchen Prestigereichen Posten hatte er sich jedoch breitschlagen lassen, seine Aktivitäten nun von Mon Calamari aus zu steuern. Was aber noch viel wichtiger für Luiss war: Numil war ein Manager mit wirtschaftlicher Erfahrung, der ihm auch bei wirtschaftlichen Fragen zur Seite stehen konnte.


Endlich öffnete sich die Eingangstür seines Appartements und der Sluissi wurde von Darch herein begleitet.

Eine freundliche Begrüßung folgte. Danach ließ er von einem Haushaltsdroiden ein paar Erfrischungen auftischen und sie machten es sich in der Sofa-Lounge bequem.

"Willkommen auf Mon Calamari, Numil", begann Luiss ungezwungen das Gespräch und prostete seinem Kollegen freundlich mit einem Glas Whiskey zu. "Ich wollte es mir nicht nehmen lassen, sie persönlich zu begrüßen, bevor wir am Mittag ins offizielle Programm übergehen."


Es war ein kleiner Empfang mit anschließendem Mittagessen geplant. Nichts wirklich großes, aber dennoch eine freundliche Geste für seinen neuen Stellvertretenden Senator. Und es war eine Ablenkung vom parlamentarischen Alltag.

Schnell wurde es eine ungezwungene Runde, in der sich auch Darch und Numil besser kennenlernen konnten und etwas ins Gespräch kamen. Offensichtlich verstanden sie sich auch besser, als es Hass und Darch getan hatten. Ein weiterer Pluspunkt für den Mitarbeiterwechsel.

Auch der Mittag und der Nachmittag vergingen recht ungezwungen und entspannt im Gespräch mit einigen Senatoren und Beamten, die am Empfang teilnahmen.

Erst am späten Abend, nachdem sie die Feierlichkeiten in kleinerer Gruppe noch in einen gehobenen Club verlegt hatten, kehrte Luiss wieder in sein Appartement zurück.

Mittlerweile hatte er die gesamte Penthouse-Etage angemietet, um etwas mehr Privatsphäre zu genießen wie auch um seine Entourage nun näher bei sich zu haben. Ebenfalls hatte Darch seinen Sicherheitsdienst vergrößert, um nun einfacher und besser die Etage bewachen zu können. Zwar spielte das Geld für ihn keine große Rolle, aber da er sowieso einen Teil subventioniert bekam, machte er sich natürlich umso eifriger an die Umsetzung seiner Pläne. Ebenfalls vergrößerte er sein Appartement und ließ sich einen großzügig dimensionierten Tresorraum, der von seinem Büro zugänglich war einbauen. Bei seinen Aktivitäten konnte so etwas als Lager für Bargeld, Akten und ähnliches im wahrsten Sinne des Wortes Elektrum wert sein.

Doch die Arbeiten würden erst noch beginnen, denn Der Senator hatte mal wieder eine Reise in seine Heimat vor sich und somit würden ihn die Arbeiter nicht stören. Und bei seiner Rückkehr, würde ein Runderneuertes Appartement warten, einem Mann wie er es war, würdig.

Zufrieden schaltete er die Holonet-News ein und gönnte sich dabei noch ein Glas Whiskey, obwohl im sowieso schon ein klein wenig schummrig war. Doch das nahm er als Preis für einen Nachmittag in so guter und lustvoller Gesellschaft gerne in Kauf.

In Ruhe ließ er sich vom Abendprogramm noch ein wenig berieseln, bevor er beschloss, sich dann doch schlafen zu legen.




[Calamari-System |Mon Calamari | Coral City | Penthouse Apartment des Senators von Sluis Van, Wohnzimmer | Luiss Nev]
 
Calamari-System - Mon Calamari - Coral City - Regierungsviertel - Senatsgebäude, Kanzleramt - Nashana Delentes, "Frost", Mehli, Jerro Alde und Kanzler Quún


Wie von Mehli gefordert folgten ihr die Togruta und ihr Begleiter flotten Schrittes und begleiteten Kanzleramtsminister Alde ins Büro des Kanzlers der Republik. Als sie dort angekommen waren, warf die Bimmsekretärin noch einen letzten Blick auf die junge Politikerin. Machte diese einen nervösen Eindruck? Mehli glaubte es, auch wenn sie sich bei anderen Spezies nicht 100%-ig sicher sein konnte. Allerdings war es auch kein Wunder, denn Kanzler Quún hatte sich einen ziemlich guten Ruf erarbeitet wie Mehli fand. Er genoss auch die Hochachtung des Exilalderaaners, welcher mittlerweile auch schon viele Jahre mit ihm zusammenarbeitete.

Im Büro des Kanzlers ergriff die Barancarnerin sogleich das Wort und begrüßte und entschuldigte sich umgehend für ihren Aufzug. Kanzler Quún saß mit dem Rücken zu einem großen Fenster mit Ausblick auf Coral City und das Meer dahinter an seinem hellen Schreibtisch, welcher aufgrund seiner fließend wirkenden Form eher organisch wirkte. Vor ihm lagen diverse Akten, Dokumente und Datapads. Die restlichen Wände des großzügigen Raums waren einerseits mit altmodischen Büchern, Bildern, aber auch Aktenschränken gefüllt. Vor dem Schreibtisch standen zudem zwei schlicht gehaltene Stühle. Minister Alde stellte sich gleich neben den Schreibtisch seines Kanzlers. Der Alderaaner und der Mon Calamari warfen sich kurz amüsierte Blick zu ehe der ältere Mon Cal langsam nickte.


"Frau Delentes, ich habe schon viel schlimmer gekleidete Wesen bei offiziellen oder festlichen Anlässen erlebt. Daher bin ich angesichts der von Ihnen genannten Umstände gerne bereit darüber hinweg zu sehen",


erwiderte der lachsfarbene Politiker großzügig mit seiner tiefen, leicht kratzigen Stimme. Den Leibwächter der Togruta ignorierten beide.


"Setzen Sie sich doch. Senator Daxin hat sogar persönlich darum gebeten, dass Sie umgehend als seine Stellvertreterin für die Vertretung Barancars im Senat vereidigt werden, einer Bitte, welcher ich hiermit nachkomme. Aber sagen Sie mir, wodurch haben Sie sich solche Vorschlusslorbeeren verdient? Er lobt Sie nämlich über das grüne Seegras und ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass es so einfach ist seine Wertschätzung zu erhalten."


Dann wandte sich der Kanzler für einen Moment ab.


"Jerro, ist alles vorbereitet für die Vereidigung?"


"Ja, Kanzler",


erwiderte der in einer gelbroten Robe gewandete Mann und tippte kurz auf sein Datapad. Dort war wohl der Text abgespeichert, welchen Nashara mit Hand auf der republikanischen Verfassung würde wiederholen müssen. Ein zeremonielles Exemplar der Verfassung befand sich immer griffbereit in einem Schrank zu seiner Linken, welches der Alderaaner gleich holte. Dann blickte der Mon Cal wieder zu der jungen Togruta.

"Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie bereits etwas an politischer Erfahrung in diese neue Aufgabe mitbringen?",


überbrückte der Kanzler die Wartezeit, bis sein Kanzleramtsminister alles hergerichtet hatte und auch, um die Nervosität der jungen Frau vor ihm zu mindern. Es galt schließlich die Nachwuchspolitikerin nicht noch mehr zu verängstigen als sie es ohnehin schon war. Als erfahrener Berufspolitiker hatte er nämlich selbst bei vielen fremden Spezies einen Blick für deren Gemütszustand entwickelt.



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Der Aufforderung nachkommend, setzte sich Nashana prompt und vielleicht etwas plötzlich. Eine Seite von ihr war noch immer überfordert, für die andere erschien gerade das Licht am Ende des Dunkels, eine helfende Hand die sie aus dem Sumpf der Aberhundert kleinen Wesen mit politischen Ambitionen auf die Bühne der Galaktischen Politik hiefte. Ob verdient oder unverdient oder was auch immer, sie hatte schon immer von solch einer Chance geträumt, einer Chance etwas zu bewegen. In diesem Moment wurde Quúns Stimme nicht verstärkt sondern der tiefe Bass des Mon Calamari erfüllte den Raum ganz ohne technisches zutun, was Nashanas Montrals kribbeln ließ. Allem Anschein nach hatte sich der Kopf der Republik sogar über sie informiert oder zumindest ein angefertigtes Dossier zu ihrer Person gelesen. Was die beiden genau über Ihre Umstände wussten, war etwas was Nashana zwar liebend gerne als Frage formuliert hätte, sich jedoch darauf besann, was Danko ihr mit auf den Weg gegeben hatte: Vertraue niemandem einfach so. Auch wenn das hier der Oberste Kanzler und vielleicht eines ihrer politischen Idole war, so kannte sie den Mon Calamari absolut nicht, ebenso wenig wie den Exilalderaaner Jerro Alde. Die direkt anschließende Frage des Kanzlers dagegen war weniger ein problematisches Thema wie sie fand.

"Woher das Vertrauen des Senators in meine Wenigkeit genau rührt, kann ich ihnen leider nicht wirklich beantworten Kanzler. Der Senator hat mich seit meinem Beginn meines Studiums hier auf Mon Calamari in meinen politischen Ambitionen unterstützt und wahrscheinlich übertreibe ich nicht wenn ich sage, dass er auch mich auch ein Stück weit geformt hat. Wir teilen eine gewisse Art von Idee."

Unweigerlich musste die Togruta ein wenig geistesabwesend lächeln. Was sie teilten war ein Gedanke der in mehr als weiter Ferne stand, eine Art Utopie ihrer Heimat, wie sie es vielleicht vor einigen Jahrtausenden mal gegeben hatte. Reichtum, Glanz und Ruhm waren jedoch vergänglich und manchmal wurde solch ein Erbe vergessen, das Interesse schwindet und mit ihm verschwinden auch Systeme, Planeten und Namen aus den Listen und Karten der bedeutendsten Welten und Regionen der heutigen Galaxis. Der Lauf der Dinge ließ sich manchmal einfach nicht aufhalten, was auch gut so war. Dennoch war es nicht falsch, den Vergessenen etwas geben zu wollen was sie in ähnlicher Form bereits einmal besaßen und all das nur vergessen haben. Föderalismus war keine weit verbreitete Meinung, doch er hatte seine Vorteile. Je stärker, kraftvoller und gefestigter jeder einzelne im Rahmen seiner Möglichkeiten war, desto stärker war die Gemeinschaft. Ein Fall von dem die Republik derzeit definitiv weit entfernt war, erinnerte man sich Nashanas Heimat schließlich nur als billigem Erzlieferanten ohne Grenzen.

Dann viel Nashanas Blick auf das Datapad... jetzt galt es. Wenn sie diese Worte rezitiert hatte und in das Senatsregister aufgenommen worden war, gab es kein zurück mehr. Während sie so vorwärts gelaufen war, hatte sie fast nicht bemerkt wie nah sie ihrem größten Ziel anscheinend immer gewesen war. Mit dem was gleich folgte würde sie sich neue Ziele suchen müssen. Neu an all ihre Ideen herangehen... zwar überschattet von einer Wolke aus Fragen die noch über ihr schwebten, aber selbst die letzten Wochen konnten ihr diesen Moment nicht nehmen. Als spürte der Mon Calamari ihre Aufregung und ihr inneres Durcheinander, lenkte er ihre Aufmerksamkeit weg von den Vorbereitungen Aldes auf sich.


"Erfahrung... ich habe etwa Vier Jahre in der Politischen Welt Barancars verbracht, die letzten zwei davon als Stellvertreterin und Kommissarische Innenministerin von Barancar. Quasi unserem lokalen Gegenstück zum Amt des Senators, Erhaltung der Inneren Sicherheit und Wirtschaftlischen Integrität der Planetaren Infrastruktur. Eine Position in der man niemals den Grund der Aktenberge sieht, egal ob man nun hinter dem Schreibtisch sitzt oder im Vorzimmer. Mehr Probleme und Baustellen als ein Individuum jemals in der Lage ist zu bewältigen."

Als hätte der Mon Calamari einen Schalter umgelegt, nahm sie die Situation kaum mehr direkt war, steckte mit ihren Gedanken plötzlich bei der Arbeit und all den ganzen Problemen die sie noch zusätzlich zurück gelassen hatte... bis sie plötzlich von Minister Alde aufgefordert wurde sich zu erheben und die ganze Stimmung in etwas ein wenig feierlicheres Umschwung. Der Moment war also gekommen...

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Der ältere Mon Calamari nickte bedächtig, als die junge Togruta angab, dass sie nicht wirklich wusste, warum der Senator von Barancar so viel Vertrauen in sie setzte, um sie gar als seine Vertreterin einzusetzen. Kanzler Quún hatte derartige Winkelzüge allerdings schon öfters erlebt. Es konnte funktionieren - oder auch nicht. Vielleicht wollte Daxin einem anderen Konkurrenten mit der Berufung einer so jungen Politikerin eines auswischen oder er setzte darauf, dass ihm die junge Frau dadurch dankbar war und eine loyale, formbare Anhängerin darstellte, die später einen noch viel größeren Nutzen haben würde. Entsprechende Talente musste sie wohl besitzen, sonst säße sie nicht auf Daxins Wunsch hier. Aber egal welche Kombination möglicher Gründe hier vorlagen, es spielte für den Kanzler keine Rolle. Delentes würde hier entweder rasch wichtige Erfahrungen sammeln oder bald wieder abberufen werden. So war einfach das Arbeiten hier.


"Nun, wenn Sie bereits auf Barancar Aktenberge ohne Ende erlebt haben, so lassen Sie es Ihnen gesagt sein, dass es hier nicht anders ist. Eher noch schlimmer...",


fügte er mit einem leicht ironischem Lächeln hinzu, so dass seine Bartfransen kurz wackelten.


"Aber dies wird Ihnen alles Senator Daxin zeigen."


Dann deutete Kanzler Quún mit einer großen, lachsfarbenen Hand auf den Kanzleramtsleiter, welcher das Datapad bereit hielt. Das Exemplar der republikanischen Verfassung lag mittlerweile direkt vor Delentes auf dem hellen, fließend wirkenden Schreibtisch des Kanzlers. Minister Alde hielt der Togruta das Datapad mit dem Text hin, welchen der dunkelhaarige Alderaaner der jungen Togruta auch zusätzlich vorsprach. So oft wie er dies mittlerweile schon getan hatte, bereitete ihm dies keinerlei Schwierigkeiten mehr.


"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des republikanischen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, die republikanische Verfassung und die Gesetze der Neuen Republik wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir die Macht helfe",


sprach Alde routiniert vor und sah dann erwartungsvoll zu der Politikerin von Barancar, welche den Text entweder auswendig wiederholen oder auch vom Datapad ablesen konnte, falls sie ihn in der Aufregung nicht hatte behalten können. Für den Kanzleramtsminister war damit dieser Termin auf dem Tagesplan fast wieder erledigt und er vermutete stark, dass die nächsten auf der Warteliste bereits warteten. Aber eines nach dem anderen, ein Motto, welches sich im Laufe der Jahre für den Exilalderaaner mehr als bewährt hatte.


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Mon Calamari - Senatsgebäude - Jedi-Büro - Satrek

Zeit totzuschlagen war nicht das Problem. Coral City bot weitaus mehr als sich ein zurechnungsfähiger Reisender wünschen konnte, und was seine Zurechnungsfähigkeit anging kamen dem Jedi-Rat immer mehr Zweifel. Jedes Mal wenn er in letzter Zeit “im Feld” unterwegs gewesen war hatte er sich gefragt warum er sich das in einer Galaxis die die Jedi eigentlich nicht wollte noch antat. Und jetzt fragte er sich, warum er diese Erfahrung von Freiheit und das Gefühl etwas bewegen zu können gegen die vier Wände eines Büros eingetauscht hatte.
Immerhin konnte er dort draußen mit seinen Fähigkeiten, sowohl als erfahrener Rat als auch als erfahrener Zyniker, einiges bewegen. Hier drin…
Der dunkelhäutige Mann sah sich in dem viel zu klein wirkenden Raum um, in dem er vor ein paar Tagen den bisherigen Verbindungsjedi zum Senat abgelöst hatte. Tako Nori hatte ihn darum gebeten, um seine Familie besuchen zu können. Bisher hatte sich Satrek erfolgreich davon abhalten können nachzuforschen ob der Mon Calamari-Meister überhaupt eine Familie hatte, denn er selbst fand sich mehr und mehr bereit den Tod eines Elternteils vorzutäuschen um diese Aufgabe abgeben zu können.
Immerhin erlaubte es ihm die Aufgabe im Senat in Turimas Nähe bleiben zu können. Ein schwacher Trost, wenn sich die Hapanerin weiterhin der Nähe zum Senat entzog, um irgendwo mit imperialen Würdenträgern kleinkarierte Gespräche zu führen.


Test. Eins, zwei, nie genug.

Sein Zynismus hatte ihm gut gedient, aber ihm war bewusst, dass er nicht unbedingt förderlich für das Auftreten eines Jedi war. Immerhin konnte er ihn momentan am lokalen Testmodus seines Holokommunikators voll ausleben.
Die Statusanzeige signalisierte einen guten Signalaufbau zum Netzwerk der Jedi und eine sich aufbauende Verschlüsselung zum Holokommsystem des Jedi-Rates, Er stellte sich vor wie immer kompliziertere Schlüssel durch die Galaxis jagten, um zu verhindern das fremde Mächte sein von Jahren der Frustration gesetztes Gesicht mit anschauen konnten.
Die Nachricht von Wes war eine angenehme Abwechslung gewesen. Etwas, das sich halbwegs jedi-artig anfühlte. Jedig, was wohl das neuste Modewort dafür war. Satrek wurde alt.
Eine weitere Anzeige füllte sich und signalisierte irgendetwas, das erfüllt sein musste damit er sich zu dieser Ratssitzung zuschalten konnte. Die letzte halbe Stunde hatte er damit zugebracht einzustellen wo in dem eigentlich zu kleinen Raum die übrigen Ratsmitglieder angezeigt werden sollen, und hatte seinen Stuhl möglichst so eingestellt, dass er in den teilstandardisierten Sesseln im Ratssaal halbwegs natürlich wirken würde.


Satrek Taphon, Jedi-Rat. Kann mich jemand hören?

Er wusste, dass das System dafür sorgen würde, dass sich jeder barrierefrei zuschalten konnte, und es nicht nötig war solche Fragen zu stellen. Wahrscheinlich war es das Gefühl sich auf einem Planeten zu befinden, der an seinen Ansprüchen gemessen ziemlich weit ab vom Schuss lag. Sozusagen eine Hinterwelt. Und da sollte man das einwandfreie Funktionieren von Technik, von der die meisten Wegen nicht mal annähernd verstanden wie sie funktionierte, nicht als gegeben hinnehmen.
Langsam bauten sich strukturierte Bilder der traditionellen Sessel auf und füllten sich langsam mit dazu passenden Räten. Bildete er sich das nur ein, oder ging auch das hier auf Mon Calamari langsamer als er es erwartet hatte? Das musste an der Nähe zum Senat liegen...


Ich bin froh euch wiederzusehen. Es ist viel zu lange her, dass ich unter anderen Jedi war…

Mon Calamari - Senatsgebäude - Jedi-Büro ~ Coruscant ~ Jedi-Tempel ~ Ratssaal ~ Satrek
 
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Die Worte die einen an die Republik banden, die einleitenden Worte der Verfassung. Nashana hatte sie oft genug gelesen um sie auswendig zu kennen und trotzdem kam es ihr so vor als würde sie sie als Jerro Aldes Mund zum ersten Mal hören. Vielleicht war es die ganze Situation gepaart mit ihrer Aufregung aber erst jetzt schien es ihr als würde sich plötzlich die gesamte Tragweite dieses Schwures vor ihr auftun. Es war ihre Aufgabe zu wahren, zu schützen und einen Teil zur Erhaltung von Freiheit und Wohlstand beizutragen. Trotz dem katastrophalen Ende das die Galaktische Republik und ihren von Korruption verfressenen Senat ereilt hatte, schien die heutige Gesellschaft wenig daraus gelernt zu haben. Korruption und Kapitalverbrechen waren in den Republikanischen Staaten zwar zurück gegangen, doch noch immer hemmten diese Probleme die Wirtschaft, das Imperium kontrollierte noch immer die Bevölkerungsreicheren Kernwelten. Natürlich war die Republik keinesfalls schlecht aufgestellt oder arm aber dennoch stieß jeder der etwas genauer hin sah auf viele Ecken und Kanten innerhalb des Staates in denen die Kriminalitätsrate eindeutig zu hoch war... zugleich wilderte der Geheimdienst nach Imperialer Manier und ohne wirkliche Kontrolle durch den Republikanischen Raum, wenn sie die Aussage von Danko richtig deutete.

Ja sie hatte hinter einem Haufen von Aktenbergen gesessen und oft genug erlebt wie Politiker Verfahren und Beschlüsse in die Länge zogen um ihre eigene Macht, nicht die ihres Volkes oder der Republik, sondern nur diese zu mehren, oft fein darauf bedacht das niemand sonst davon profitierte. Es war ihr nicht möglich hunderte von Individuen zu ändern, so vermessen daran zu glauben, war die Togruta nicht. Was sie jedoch bekämpfen konnte waren die Probleme an der Basis, die Korrupten Köpfe vom Körper abzukapseln und verrotten zu lassen.

Mit diesen Gedanken rezitierte sie den ihr aufgetragenen Text, den Schwur der ihr Leben verändern würde, der Schwur dessen Bedeutung sie nun klar vor Augen hatte. Ihrem Gefühl nach konnte jeder im Raum das Hämmern ihres Herzens hören.

"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des republikanischen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, die republikanische Verfassung und die Gesetze der Neuen Republik wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir die Macht helfe."

Trotz aller Aufregung brauchte es keinen Blick auf das Datapad welches ihr gereicht worden war und Nashana kam es so vor als hätte jemand ein Feuer in ihr entfacht. Ein Feuer welches ihr noch nie in ihrem Leben begegnet war. Sie fühlte sich nicht bereit für das was ihr bevorstand, dennoch wollte sie sofort beginnen, sich mit ihrer Arbeit vertraut machen und nach Ansatzpunkten suchen. Die Erinnerung an die Folter schien zu verblassen, Frost der stumm unbeweglich in der Ecke des Raumes verharrte, vergaß sie fast. Mit eben jenem brennenden Blick und dem Anflug eines lächelns schaute sie zwischen Minister und Kanzler hin und her, die ihr förmlich Glückwünsche ausrichteten, bevor sie von der kleinen Bimm wieder hinaus begleitet wurde.

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