Mon Calamari (Calamari-System)

Dac - Coral City - NRHN-Sendestudio - NRHN-Crew, Versé DelaHaye, Major Daniels, Senatoren Sobud, Nekeeno, Sammandi und Zauzar, Tako

Es war Senator Sammandi, der als erster eine Erwiderung auf Takos Argumente brachte. Kein Wunder, schien er unter dieser Minderheit der Senatoren, wie er es selbst nannte, derjenige zu sein, der seine Position am energischsten vertrat, zumindest unter den Anwesenden. Natürlich glaubte er fest daran, dass seine Ansichten bald die der Mehrheit waren – was selbstredend immer möglich war, da sich auch der Mon-Calamari-Jedi sich Situationen vorstellen konnte, in der er für ein Kriegsende plädieren würde.

In einem Punkt war er allerdings absolut einer Meinung mit Sammandi, auch wenn er selbst es bei Andeutungen belassen musste: dass letztendlich ohnehin nicht der Senat, sondern das Militär beinahe autonom über Krieg oder Frieden entschied. In einer Demokratie, die zu sein die Republik für sich in Anspruch nahm, war das natürlich ein Unding, und man konnte darüber streiten, ob das Militär seinerzeit getan hatte, was getan werden musste, oder einfach die Gelegenheit beim Schopfe gepackt hatte, sich mehr Macht und größere Freiheiten zu verschaffen. Persönlich glaubte er allerdings an letzteres.

Sicherlich war der Ithorianer Zauzar nicht weniger fest von seiner Weltanschauung überzeugt, doch aufgrund der fast beängstigenden Schwäche, die er zeigte, nicht in der Lage, diese ebenso zu vermitteln. Dem Jedi-Großmeister tat er eher leid und er fragte sich, ob es die offensichtlichen Strapazen dieser Talkrunde aus seiner Sicht wert sei. Auch dem hammerköpfigen Senator gefiel die Rolle des KSNR nicht und er forderte eingehende Untersuchungen über die Fortdauer des Krieges. Dabei war der Vergleich zum Imperium nicht einmal so sehr aus der Luft gegriffen. Im Gegensatz zu ihm hatte Tako allerdings nicht den Eindruck, dass die Bevölkerung der Republik kriegsmüde war. Richtig irritiert war der Jedi allerdings, als der Orden quasi aufgefordert wurde, die Waffen niederzulegen. Hatte der Ithorianer irgendeine Ahnung davon, wie viele Jedi derzeit in Kampfhandlungen verwickelt waren? Eine Offensive würde bald beginnen oder hatte es schon, ohne dass der Rat darin eingeweiht war. Abgesehen davon klang das, was der Senator von ihnen erwartete wie Anstiftung zur Meuterei.

»Senator Zauzar,«

Entgegnete Tako und räusperte sich.

»Derzeit nehmen nur sehr wenige Jedi in direkter Form am Krieg teil. Selbst wenn sie alle die Waffen niederlegten, würde es den Krieg nicht beenden, sondern wahrscheinlich nur zu noch mehr Opfern führen. Wir würden nur diejenigen enttäuschen, die auf uns zählen und die auf uns angewiesen sind. Doch selbst ein lediglich symbolisches Zeichen zu setzen, wie Ihr Euch das vielleicht wünscht, würde in manchen Kreisen fatal anders interpretiert werden. Es könnte so aufgefasst werden, dass der Orden der Jedi die Loyalität zur Republik aufkündigte, was wir niemals tun werden. Ich wiederhole mich wenn ich sage, dass wir nur beraten und niemals herrschen wollen. Wir können und wollen nicht über die Fortdauer der Kampfhandlungen entscheiden, noch sollte das Militär das tun. Das ist einzig und allein Sache des Senats und der Jedi-Rat wird jede seiner Entscheidungen auf dem Boden der Verfassung respektieren, doch an Stelle der Politik zu entscheiden maßen wir uns nicht an,«

Im Gegensatz zur Militärführung, fügte er in Gedanken hinzu. Senator Sobud stimmte seinen Vorrednern in Bezug auf die Rolle des KSNR zu, verwies jedoch ein weiteres Mal auf die simple Tatsache, dass man einen Krieg nicht unilateral beenden konnte, und auch auf die Rolle der Sith.

Da die Front gegen den KSNR geschlossen stand, richtete Moderatorin DelaHaye diesbezüglich das Wort an Major Daniels, und anschließend befragte sie Tako wegen der konkreten Einstellung der Jedi und den angesprochenen Sith.

»Meines Wissens gibt es derzeit keine einzige militärische Unternehmung der Neuen Republik, in der im großen Stil Jedi eingesetzt würden. Eine Anzahl Jedi ist an Geheimoperationen beteiligt, über die ich hier nicht näher sprechen kann, und eben zahlreiche Hilfsmissionen, von denen Bandomeer lediglich die medial präsenteste ist. Durch die Ereignisse der letzten Jahre gibt es auch keine von Militär und Jedi-Orden gemeinsam geplanten Aktionen mehr. Ich denke, dass nur ein Teil der Jedi bereit wäre, in den Krieg zu ziehen, so gibt es auch durchaus eine Minderheit, die Ansichten vertritt, die denen der Senatoren Sammandi und Zauzar recht ähnlich sind. Ich persönlich halte eine Beteiligung unseres Ordens am Krieg auch tatsächlich in der Form von Hilfsmissionen am sinnvollsten, um die Not auf verwüsteten Planeten zu lindern und zu helfen, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen, ganz ähnlich wie wir es auch auf Naboo getan haben.«

Erklärte der Großmeister.

»Was die Sith angeht, gibt es ein verbreitetes Missverständnis. Es stimmt zwar, dass Imperator Allegious wie seine Vorgänger ein Sith ist, doch das Imperium als solches ist säkular, wenn man das so ausdrücken will. Die Sith sind als solches nicht in die Militär- oder Verwaltungsstruktur eingebunden und es liegen uns, obwohl es dort sicherlich keine moralische Bedenken gibt, keine Berichte vor, dass eine Kriegsbeteiligung von nennenswertem Umfang stattfindet. Vermutlich spielt die ausschließlich egoistische Gesinnung der Sith eine Rolle, die nur nach selbstsüchtigen Motiven handeln, und die daraus folgende Tendenz, sich intern zu beschäftigen. Für sich genommen ist allerdings jeder Sith-Lord eine erhebliche Gefahr, und eine massierte Beteiligung von Sith an einer Schlacht würde mit Sicherheit einen Unterschied machen. Zum Glück gibt es dafür aber derzeit, wie gesagt, keine Anzeichen.«

Daraufhin folgte eine Werbepause, die von der Moderatorin genutzt wurde, sich nach Senator Zauzars Zustand zu erkundigen, und Tako schloss sich ihr an und wandte sich an den gebrechlichen Ithorianer.

»Sagen Sie es mir, Senator, wenn ich Ihnen helfen kann. Ich bin zwar kein Jedi-Heiler, doch ich kann mit Sicherheit etwas tun, damit es ihnen besser geht.«

Das Ende der Pause nahte, und der zweite Teil begann mit einem für den Jedi-Botschafter nur teilweise überraschenden Paukenschlag zum Auftakt. Denon also. Es gab noch keine aktuellen Bilder und das war womöglich ganz gut so, da diese mit Sicherheit sehr bedrückend ausgesehen hätten – der Preis der Freiheit. In solchen Momentan konnte er die drei Senatoren verstehen, doch Tako sah keine wirkliche Alternative.

Die Meldungen legten nahe, dass das imperiale Militär besser im Bilde gewesen waren als die Jedi. Der Großmeister war überzeugt davon, dass er zumindest gehört hätte, wenn dem Rat irgendwelche Informationen aus erster Hand vorgelegen hätten. Dass eine Offensive bevorstand, war recht offensichtlich, und Denon unter den möglichen Kandidaten gewesen, doch sicher gewusst hatte man nichts von alledem. Vor diesem Hintergrund war es schon sehr merkwürdig, vom Orden eine Entscheidung für oder gegen den Krieg zu erwarten, dachte Tako, und sein Blick richtete sich wie der aller anderen auf den Vertreter des Militärs.

Dac - Coral City - NRHN-Sendestudio - NRHN-Crew, Versé DelaHaye, Major Daniels, Senatoren Sobud, Nekeeno, Sammandi und Zauzar, Tako

 
Mon Calamari System - Orbit um Dac - an Bord der „Crown of Eris“ - Eamars Gemächer - Arbeitszimmer - Eamar

Klok, klok, klok. Eamars Schuhe landeten unkontrolliert auf dem Parkett seines Arbeitszimmers und verursachten dabei ein Geräusch, das durch den überdimensionierten Raum hallte. Er ging langsam vor seinem Schreibtisch auf und ab. Seine Beine scheinen wie aus Gummi und er konnte sich nur mit Mühe davon abhalten, sich einfach auf den Boden zu legen und zwei Tage durch zu schlafen. Seine Anzugjacke hing über seinem Schreibtischstuhl und das weiße Hemd, das er zu tragen pflegte, war zerknittert. Er selbst sah nicht mehr besonders frisch aus. Ein ungepflegter Bart wuchs, wo er normalerweise stolz einen gepflegten Dreitagebart trug. Seine Augen waren trübe und von dunklen Rändern umgeben. Alles in allem sah er erschöpft und müde aus. Dennoch hätte ihn selbst in diesem Zustand niemand für etwas anderes als einen stolzen Prinzen gehalten. Sein Gang mochte von Müdigkeit gezeichnet sein, doch seine Haltung und seine Ausstrahlung waren eindeutig. Selbst jetzt emittierte er eine Aura der Erhabenheit. Dieser Mann war mit Macht und dem Umgang mit ihr vertraut. Er war dazu geboren worden Macht zu besitzen und sie aus zu üben. Selbst jetzt, konnte man nicht daran zweifeln, dass dieser Mann sich seiner Fähigkeit absolut bewusst war und tiefstes Vertrauen in sich selbst besaß.

„Wir müssen uns irgendwie in die Wiederaufbauarbeiten auf Denon hineindrängen. Zur Not müssen wir damit locken, größtenteils auf eigene Kosten zu arbeiten. Aber solange ich nicht die Möglichkeit bekomme, mit der Innenministerin persönlich zu sprechen, sehe ich da schwarz. Der Finanzminister und der Wirtschaftsminister haben meiner Meinung nach nicht den Einfluss, als das es sich lohnen würde, mit ihnen zu sprechen. Wenn du aber darauf bestehst, dann werde ich mir Termine besorgen lassen.“

Eamar machte eine Pause und ging zum Schreibtisch hinüber. Aus einer großen Karaffe, gefüllt mit rubinroter Flüssigkeit, schüttete er sich ein Glas ein und trank einen kleinen Schluck. Für einen Moment schloss er die Augen und ließ das Getränk über seine Zunge rollen. Als er seine Augen wieder öffnete, richtete er seinen Blick auf den großen Bildschirm, der seinem Schreibtisch gegenüber lag. War das große Gerät normalerweise von einem überdimensionierten Bild verborgen, so zeigte der Bildschirm jetzt das müde Gesicht seines Vaters, Eamars des I..

„Wenn wir in Zukunft mehr dieser Aufträge übernehmen wollen, müssen wir zeigen, dass wir dazu in der Lage sind auch größte Schwierigkeiten zu meistern. Der Absturz dieses Raumschiffs kommt uns gelegen. Ohne schnelles Eingreifen und gründliches Terraforming der Region ist das Absturzgebiet auf Denon auf Jahrtausende verstrahlt. Wenn wir auf Denon zeigen zu welchen ‚Wundern‘ wir in der Lage sind, dann werden wir demnächst der Partner für planetaren Wiederaufbau im gesamten republikanischen Teil Galaxie sein. Jede Regierung wird uns für den Wiederaufbau ihres Systems haben wollen und wir werden uns vor Aufträgen nicht mehr retten können. Wenn nicht, dann sprechen wir an entsprechender Stelle vor. Aber ehrlich gesagt wäre es mir lieber, wenn ich es schaffen würde, diesen Auftrag für unser System an Land zu ziehen.“

Das müde Gesicht seines Vaters nickte stumm. Eine Zeit lang herrschte Schweigen zwischen den Männern. Aufgrund der großen Entfernung gab es eine gewisse zeitliche Verzögerung zwischen ihnen.

„Du weißt, dass ich dich zum Senator gemacht habe, weil ich dir und auf dein Urteil vertraue. Sonst hätte ich einen deiner Cousins oder Cousinen geschickt. Versuche mit der Innenministerin in Kontakt zu treten und lasse den Finanz- und den Wirtschaftsminister nicht außen vor. Egal wie unnütz sie in dieser Sache deiner Meinung nach sein mögen. Wir wollen nicht, da sich jemand umgangen fühlt. Das führt nur unnötig zu bösem Blut. Aber genug für Heute. Alles Weitere überlasse ich deinem Urteil. Gute Nacht Sohn.“

Eamar nickte seinem Vater zu. Er hatte ihm die Erlaubnis gegeben, jegliches Mittel einzusetzen, das ihm zur Verfügung stand. Solange er nichts davon an die Öffentlichkeit dringen ließ, war alles erlaubt.

„Gute Nacht Vater.“

Mit einem elektrischen Zischen wurde der Bildschirm schwarz und wenige Sekunden später schob sich ein Bild über den unästhetischen Bildschirm. Noch während dies surrend geschah,
setzte sich Eamar mit seinem Glas an seinen Schreibtisch und verfasste Memos an seinen Beraterstab. Man sollte ihm separate Termine bei den drei Ministern. Erst wenn er jeden von ihnen einzeln gesprochen hatte, wollte er sich mit allen von ihnen zusammensetzen. Zur Not, so fügte er in der üblichen codierten Formulierung bei, sollte man entsprechende Schmiergelder fließen lassen. Dann würde sich in den Terminkalendern der Minister sicherlich ein Plätzchen finden. Eamar hatte keine Lust ewig auf einen Termin zu warten. Besonders wenn Zeit in dieser Angelegenheit ein entscheidender Faktor war. Nachdem er seine Arbeit beendet hatte, löschte er das Licht im Raum und sammelte seine Anzugjacke ein.
Er verließ sein Arbeitszimmer und betrat sein Schlafgemach. Sich aus seinem Hemd und seiner Hose befreiend, schob er sich unter die Laken und wurde von weiblichen Armen matt aber freudig begrüßt. Sich nonverbalen Avancen wiedersetzend schaffte er es schließlich, umschlungen von weiblichen Körpern, einzuschlafen.


Mon Calamari System - Orbit um Dac - an Bord der „Crown of Eris“ - Eamars Gemächer - Schlafgemach - Eamar, die holde Weiblichkeit
 
.: Mon Calamari - Coral City - Senatsbezirk - an Bord der "Leaker" - Mit Sicherheitspolizist :.

Eine prunkvolle aerodynamische Form und riesige Hoheitszeichen verriet die Diplomatenbarke der Nubian-Klasse, die sich als kleiner Punkt am Horizont langsam offenbarte. Die Landegenehmigung für das Diplomatenschiff war erteilt und nun musste das verchromte Vehikel nur noch festen Boden berühren. Die drei begleitenden, modifizierten X-Wing-Jäger hielten den Kurs bei, als der Diplomatenkreuzer des eriadischen Abgesandtenhauses seine Landedüsen ausschaltete und die schnurrenden Triebwerke allmählich ihre Leistung verloren. Der blaue Düsenschweif verblasste und das dröhnende Geräusch verlor seine Stärke.

Unmittelbar darauf kündigte ein Zischen das Öffnen der Ausgangsluke an. Schaute man genau hin, so konnte man sogar den prunkvollen Eingangsbereiche des Diplomatenschiffes sehen.Zuerst trat ein bewaffneter Sicherheitsbeauftragter aus, der auf seiner Uniform das gleiche Hoheitszeichen trug, welches auch groß auf dem Schiff abgebildet war. Kurze Zeit später traten weitere Personen aus. Hierbei handelte es sich ebenfalls um einen Sicherheitspolizist gefolgt von einem, in eine elegante Robe gekleideten Menschen. Der Mensch, der in einem unverwechselbaren Schritt die Landeplattform betrat, schwenkte schnellsten Schrittes zu dem anderen Sicherheitsbeamten und nahm eine wartende Position vor dem verchromten Kreuzer ein. Einen Moment später begaben sich zwei weitere Personen auf die Plattform, beides Frauen. Die Blonde, die vorausging, trug die gleiche Robe wie der wartende Mensch, der bei den Sicherheitspolizisten stand, gefolgt von einer unauffälliger gekleideten Twi'lek.


"Senatorin."


Verneigte sich der Wartende leicht, drehte sich um und führte den Zug in Richtung Senatsgebäude an. Die beiden Frauen folgten und mit ihnen auch die Bewaffneten. Mit gesenktem Kopf lief die Blonde Frau in Richtung des Eingangs, als aus dem Gebäude Paparazzi strömten. Gierig und mit Holocams bewaffnet schossen sie Fotos und drehten kurze Videos, mit gehässigen Kommentaren. Zugegebenermaßen waren es nicht viele Paparazzi, nur die, die trotz strenger Geheimhaltung trotzdem Wind von der Ankunft der Senatorin Warden und ihres Stabes bekamen. Aufdringlich und skrupellos stießen sie den führenden Begleiter zur Seite, um einen guten Schnappschuss machen zu können. Doch gleich schritten die Beamten ein und drängten die Paparazzi zurück, obwohl das nicht mehr nötig war, die Paparazzi hatten alles was sie brauchten. Mit kalter Miene setzte die Senatorin ihren Trab fort, nun schneller und sichtlich erzürnt über die Tatsache, dass wieder einmal Informationen über ihre Ankunft auf Mon Calamari durchsickerten.

Nachdem die Anmeldung geglückt war, nahm das Politikerduo inklusive Sekretärin Rakhi einen Transporter, der sie zu ihren Quartieren bringen sollte, irgendwo im Senatsbezirk. Die Fahrt dauerte nur einige Minuten und nach der Ankunft ging vorerst jeder eigene Wege. Die Senatorin zog sich mit den beiden Sicherheitsmännern und ihrer Twi'lek-Assistentin zurück, in eine gigantische Suite mit herrlichen Ausblick auf einen großen botanischen Garten.
Nur der Repräsentant der Senatorin, Darragh van Thulip, hatte sein eigenes Quartier. Weit aus kleiner und unkomfortabler, aber ausreichend. Kaum betreten erheiterten frische Kleidung und ein Espresso das Gemüt des 34-jährigen.
'Was für ein Flug' dachte sich der eriadische Gefolgsmann, legte die Beine hoch und schaltete die Nachrichten ein.


.: Mon Calamari - Coral City - Senatsbezirk - Politikertrakt - Quartiere - Allein :.
 
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Mon Calamari - Coral City - Raumhafen - Linienfrachter - Raiken

Im laufe des Fluges wurde Raiken aufgrund der gleichbleibenden Motorengeräusche müde und schlief bald darauf ein. Diesen Schlaf hatte er auch wirklich gebraucht. Doch so fest er auch zu schlafen schien, wurde er plötzlich durch einen Lautsprecher , welcher sich direkt neben seinem linken Ohr befand unsanft geweckt. Die Stimme schnarrte.

" Wir haben Mon Calamari - Coral City erreicht. Bitte verlassen sie umgehend das Schiff und beehren sie uns bald wieder."

Vor lauter Schreck stand Raiken nun kerzengerade auf seinem Platz und rieb sich die Augen. Da er geschlafen hatte, dauerte der Flug für ihn nicht länger als nur einen kurzen Augenblick. Er konnte sich nur noch an den Start erinnern. Er war noch etwas benommen , als er das Schiff über eine Rampe verließ. Endlich hatte er sein Ziel erreicht. Nun musste er nur noch den Jedi Meister finden. Er kämpfte sich erstmal durch die Massen von Lebewesen die auf dem Raumhafen umherwanderten und schaffte es endlich an eine etwas ruhigere Stelle zu gelangen.

Mon Calamari - Coral City - Raumhafen - Linienfrachter - Raiken
 
[Calamari-System - Orbit über Dac - LTK Rote Flamme - Brücke] Commander Kumai, sowie Beta-Schicht

Der Lüftungsventilator brummte und vibrierte in einem immer gleichbleibenden Rhythmus. Tagein, Tagaus. Nächtelang, Wochenlang. Nichts und niemand würde ihn daran hindern. Dieses Geräusch war schon so allgegenwärtig, dass es niemanden mehr auf der Brücke störte oder gar auffiel. Es sei denn der Ventilator ging ungleichmäßig so wie heute. Irgendwas brachte ihn aus dem sonstigen Rhythmus. Er hatte Aussetzer. Lief stotternd und das passte Commander Kumai so überhaupt nicht. Es entsprach nicht seinem Standard. Es musste alles perfekt funktionieren. Man musste sich auf der Schlacht auf das Schiff verlassen können. Es musste in einwandfreien Zustand sein.

Kumai stand auf der Brücke direkt am holographischen Taktiktisch. Er überprüfte den Schiffsverkehr über Dac und ließ sich die Anflugsvektoren diverser Zivilschiffe zeigen. Er überprüfte ob alle die vorgeschriebenen Korridore einhielten. Ehe er anschließend die Aufgabe an einen Leutnant weitergab, der sich sofort an seine Station begab und die monotone, aber wichtige, da befohlene, Aufgabe weiterführte. Kumai selbst betätigte einige Knöpfe an der Kontrollkonsole des Hologramms und veränderte die Darstellung. Es wurden alle Zivilschiffe ausgeblendet und nur noch militärische Schiffe angezeigt, darunter die kolossale Silhouette eines Mon Calamarischen Sternenkreuzers der MC102-Klasse. Das Schiff war die Zurschaustellung republikanischer Macht. Es war majestätisch und erfüllte jeden Betrachter mit Ehrfurcht. Sogar den Chiss, auch wenn er es nicht offen zeigte.

Kumai wurde in seinen Analysen der Schiffsbewegungen über Dac unterbrochen, als sein erster Offizier an ihn herantrat und sich vornehm räusperte. Nach einer Drehung um 180° seitens des Commanders, begann der Lt. Commander zu sprechen: „Commander Kumai, Sir. Wir haben soeben unsere Vorräte aufgestockt und sind somit fertig zum Auslaufen. Außerdem wurde uns ein neues Geschwader zugeteilt. Wir haben somit unsere Sternjäger wieder auf Sollstärke. Sir?“

Mit dem letzten Wort hielt der Offizier seinem Vorgesetzten ein Datapad mit allen wichtigen Informationen hin. Kumai nahm es an sich und wollte gerade den Kadetten wieder fort schicken, als der Ventilator wieder einen Aussetzer hatte. Kumai sah mit seinen rot leuchtenden Augen den XO streng an und meinte mit einer eisigen Stimme, die einem Schneesturm auf Hoth gleich kam: „Lt. Commander. Schicken sie eine Gruppe Techniker hier hoch, die sich um diesen defekten Ventilator kümmern sollen und lassen sie Vorbereitungen für die Ankunft des neuen Geschwaders (Harlequins) treffen. Wegtreten.“

Der junge Mensch salutierte und machte sich sofort daran die Befehle weiter zugeben. Kumai überflog nun die Informationen die ihm zugetragen worden sind. Das neue Geschwader - mit Namen ‚Harlequin’ bestand aus je einer Staffel A-, X- und Y-Wings. Die A- und X-Wings würden gut in das Profil der momentanen Zusammensetzung passen, doch die Staffel Y-Wings empfand Kumai als störend. Sie waren einfach zu langsam. Aber lieber eine Staffel Y-Wings an Bord als nichts. Wieder war es sein erster Offizier, der ihn aus seinen Gedankengängen riss: „Sir. Befehl vom Flottenkommando, wir wurden mit sofortiger Wirkung nach Denon verlegt. Wir sind ab sofort Teil der Fünften Flotte, Dritten Flottille, Siebte Kampfgruppe. Wir unterstehen ab sofort Admiral Stazi.“

Denon. Kumai nickte. Eine wichtige Welt im Inner Rim. Knotenpunkt der Hydianischen Straße und der Corellianischen Schnellstraße. Wenn die Republik seine Offensive fortführen würde, dann würde es wohl gegen Corellia und oder Duro gehen. Es ging Kernwärts. Kumai missbilligte dieses Vorgehen, man würde seine Versorgungslinien überstrapazieren und zu viele Flanken dabei öffnen. Er konnte nur hoffen, dass das Oberkommando wusste was es tat und dass das Imperium nicht genug Kapazitäten hatte um sie einzukesseln. Oder aber, man würde gegen Malastare vorgehen um eine weitere Versorgungsroute nach Denon zu öffnen, vor allem aber hätte man dann die republikanischen Gebiete im galaktischen Süden miteinander verbunden. Allerdings waren die Werften von Duro und Corellia sehr verlockende Ziele. Kumai würde sich nicht wundern, wenn die NR gegen Malastare und Corellia gleichzeitig vorgehen würde - wenn sie denn die Flottenkapazitäten dafür hätte.

Nun egal. Befehl war Befehl und Kumai kümmerte sich nun um die Planung der diversen Hyperraumsprünge bis nach Denon. Denn ganz so einfach war es nicht. Man konnte nicht mit einem Sprung von der einen Seite der Galaxis auf die andere Seite springen. Sie würden von Dac bis nach Quermia den Overic Griplink nutzen um dann auf die Perlemianische Handelsroute zu wechseln, dieser würden sie bis nach Centares folgen um dann über Metalorn und Ultaar nach Bimmisaari zu springen. Anschließend würden sie direkt am Huttenraum vorbei nach Chalacta springen um dann dem Pabol Sleheyron nach Randon zu folgen. Bei Randon würde sie auf dem Trax Tube bis nach Daalang springen. Von dort würden sie über Aridus und Gamor nach Denon springen. Eine Irrfahrt. Entweder waren es Idioten im Oberkommando oder sie waren verzweifelt, dass sie ein Schiff von Mon Calamari so weit durch die Galaxis schickten. Beides waren keine guten Zeichen.
Kumai schickte die grobe Routenplanung an den Navigator.

„Leutnant! Berechnen sie die Route und die Sprünge nach Denon, bewegen sie uns aus den Masseschatten. Ich will, dass wir sofort springen, wenn der Letzte der Harlequins an Bord ist!“

[Calamari-System - Orbit über Dac - LTK Rote Flamme - Brücke] Commander Kumai, sowie Beta-Schicht
 
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Mon Calamari System - Orbit um Dac - an Bord der „Crown of Eris“ - Eamars Gemächer - Speisezimmer - Eamar, der Stab

Gemütlich hatte es sich Eamar auf den am Kopfende der großen Tafel stehenden Stuhl gemacht und ließ sich von einem Steward ein Frühstück auftischen. Nachdem er ausgiebig Frühsport betrieben hatte und sich für den Beginn seiner Tagesgeschäfte eingekleidet hatte, war er gefolgt von seinem Stab in das große Speisezimmer gegangen, wo er pflegte morgendliche Besprechungen abzuhalten. Um ihn herum ließen sich die Stabsmittglieder Kaf oder andere Getränke bringen. Manche entschieden sich noch eine Kleinigkeit zu essen. Eamar liebte diese entspannte Atmosphäre, die er seit seines Ernennung zum Senator unter sich und den Mitgliedern seines Stabes hatte einziehen lassen. Solange sie an Bord waren, versuchte er die Stimmung so entspannt wie möglich zu halten. Es war unentspannt genug, dem Rest der Galaxie Tag ein Tag aus ein perfektes Schauspiel von Monarchie vorzuführen. An Bord konnten sie sich entspannen und frei sprechen. Die Ersten Besprechungen die er hier abgehalten hatte, waren noch etwas verkrampft gewesen, da keines der Stabsmitglieder wirklich geglaubt hatte, das der Prinz auf jegliches Protokoll verzichten würde. Spätestens, als er den Stab nach der vierten - oder war es die Fünfte gewesen? - Besprechung gehörig angefahren und darauf bestanden hatte, dass sie ihn Eamar nannten, war es langsam besser geworden. Mittlerweile hatte sich eine entkrampfte aber ertragreiche Beziehung untereinander aufgebaut. Es war anders als am Hof. Wo in jeder Ecke eine Intrige auf einen wartete und jeder den anderen zu hintergehen versuchte. So konnten sie das tägliche Briefing ohne unnötigen und zeitaufwendigen Quatsch verbringen, mit dem sich andere Senatoren ja auch nicht herumschlagen mussten. Eamar verstand es als Möglichkeit sich einen Vorteil gegenüber anderen Senatoren zu verschaffen. Wo ihn jeder nur als den auf das Zeremoniell bemühten, dekadenten Königssohn kannte, der sich selten zu einer politischen Aussage hinreißen ließ, mussten die meisten ihn trotz seines Rede nach dem Naboo-Vorfall noch immer für einen politisch vollkommen unfähigen Idioten halten. Er hatte sogar schon mitgeteilt bekommen, das es Zeitungsartikel gab, in denen die Meinung vertreten wurde, das diese Naboo-Rede wohl aus Krankheitsgründen nicht vom gewöhnlich für Eamar arbeitenden Redenschreiber stammte, sondern aus der Hand eines Dritten. In Wirklichkeit, so die Zeitung, hätte der Prinz wahrscheinlich immer noch nicht erfahren, was genau auf Naboo vorgefallen war. Eamar ließ solche Artikel nicht kommentieren. Was das anging hatte er strenge Richtlinien eingeführt. Wenn man konnte, dann sollte man ihn ruhig als unfähig erscheinen lassen. Was war besser, als für einen politischen Vollidioten gehalten zu werden? So hatte er mehr Zeit sich dem Arbeiten im Hintergrund zu widmen.

„Wie sieht es mit meinen Terminen bei den Ministern aus?“

Fragte Eamar in die Runde. Die Meisten Blickten auf, nur manche machten sich weiter Notizen und ließen sich nicht stören. Ein Mittvierziger, mit getöntem, toupiertem Haar, blickte auf und fing dann an in seinen Unterlagen nach der Entsprechenden Aufzeichnung zu suchen. Nach einem Augenblick der Stille hatte der Mann gefunden was er suchte, räusperte sich und fing, wie es die Natur des Mannes war, stockend an zu reden.

„Ich habe Kontakt mit den Büros der Minister aufnehmen lassen, doch bisher haben wir keinerlei Antwort erhalten. Ich konnte nicht in Erfahrung bringen, ob bereits Pläne für den Wiederaufbau auf Denon bestehen. Ich habe jedoch erfahren, als ich versuchte mich mit anderen Ministern und Ausschussmitgliedern in Verbindung zu setzen dass seit einiger Zeit mehrere Mitglieder des Senats scheinbar verschwunden sind. Man wollte mir keine Auskunft darüber geben. Wohin und wozu, das konnte ich leider ebenfalls nicht in Erfahrung bringen. Ich habe jedoch einen Bericht an das Heimatsystem verfasst.“

Eamar musste die Informationen in seinem Kopf erst einmal auseinandersortieren. Selbst in diesem, einem überdurchschnittlich gut abgeschirmten Raum, sprachen sie nie so direkt, dass man ihnen etwas hätte anhängen können. Man musste vorsichtig bleiben. Versuchte Bestechung hatte also nicht funktioniert. Schade. Wanzen hatten in diesem kurzen Zeitraum auch nichts Aufschlussreiches herausfinden können. Die Geschichte mit den verschollenen Senatoren war da schon interessanter. Eamar fragte sich, was da wohl dahinter steckte. Er hatte sofort einige Vermutungen, doch nichts davon war mehr als vage. Keinen dieser Verdachte hätte er laut ausgesprochen. Schade war, dass auch die Raumkontrolle und verbundene Institutionen keine Auskunft über den Verbleib der Senatoren hatten geben können. Normalerweise wussten solche Institutionen immer etwas.
Eamar nickte dem Mann mit dem toupierten Haar zu.


„Sehr gut. Was gibt es sonst noch wichtiges. Wie ist der Zustand des Schiffes? Was ist mein Tagesablauf für heute?“

Eamar suchte in der Runde den blick einer unscheinbaren jungen Frau, die von den meisten Menschen wohl nur aufgrund ihrer Unauffälligkeit überhaupt bemerkt werden würde. Eine typische graue Maus, die durch geschickte Kleidungswahl eben diesen Charakterzug noch gekonnt unterstrich. Die Mitarbeiterin des Königlichen Nachrichtendienstes war eine der besten Agentinnen, die das Kol Huro System jemals hervorgebracht hatte. Aus einer Familie von Militärs stammend, war der Weg zum Geheimdienst für die junge Frau nicht weit gewesen. Hier war sie hauptsächlich für die Sicherheit zuständig. Ein Job, der ihr in ein paar Jahren einen ruhigen Posten irgendwo hoch oben in der Hierarchie des Nachrichtendienstes verschaffen würde. Selbst hier schaffte sie es nicht ihre antrainierte Fassade ganz fallen zulassen und errötete leicht, als sie merkte, das Eamars Blick auf ihr ruhte.

„Das Schiff ist voll betankt und heute Morgen haben wir frische Lieferungen für die Küche bekommen. Für heute sind noch keine Termine angesetzt. Es sind lediglich einige Berichte aus dem Heimatsystem eingetroffen.“

Die kurze Antwort der Geheimdienstlerin war trotz ihrer Kürze nicht minder interessant. Heute Morgen, so las Eamar aus diesem Bericht, war das Schiff auf Abhörgeräte und Wanzen durchgecheckt worden. Dabei war nichts gefunden worden. Nebenher besaß die Aussage zwei Wahrheiten. Denn wenn Behauptet wurde, das das Schiff aufgetankt worden war und frische Wahren vom Planeten eingetroffen waren, dann mussten diese Aussagen natürlich auch stimmen. Eamar nickte ihr zu. Worum es sich in den Berichten handelte, wusste die Nachrichtendienstlerin natürlich nicht, doch da sie scheinbar nicht als dringlich gekennzeichnet waren, hatte das Zeit, bis nach der Besprechung. So wandte sich Eamar dem nächsten in der Runde zu und setzte die Besprechung fort. Im Hinterkopf immer noch die Frage, was so wichtig sein konnte, das mehrere wichtige Senatoren gleichzeitig und scheinbar spurlos von der Galaxiekarte verschwanden.

Mon Calamari System - Orbit um Dac - an Bord der „Crown of Eris“ - Eamars Gemächer - Speisezimmer - Eamar, der Stab
 
Mon Calamari – Coral City – Opernhaus von Coral City
Xeder D’Orcast, Senatoren, Diplomaten​

Wie jedes Dac-Jahr stand auch dieses Mal der Empfang der Amari Santhe-Kulturstiftung des vereinigten Tion Sektors in Coral City an. Bislang waren diese Empfänge in einem eher kleinen Rahmen abgehalten worden, um den kulturellen (und wirtschaftlichen) Austausch des Calamari- und des Tion-Sektors zu fördern. Doch als der Senat vor nicht gar nicht allzu langer Zeit auf Mon Calamari sein Zuhause fand, sah man im Vorstand die Möglichkeit, eine breitere Basis an Interessenten gewinnen. Auch die Fördervereine und –stiftungen der Dac und Quarren waren von den Aussichten, ihre Arbeit einem intergalaktischen Publikum vorzustellen, mehr als angetan.

So war das Programm des diesjährigen Empfangs weitaus umfangreicher als üblich gestaltet und beinhaltete neben der Präsentation der vielfältigen tionesischen Kultur zur Hälfte auch Vorführungen und Ausstellung Kulturschaffender des Calamari-Sektors. Außerdem würde Reyes Santhe, Sohn der Stifterin mit künstlerischen Ambitionen, als Ehrengast teilnehmen. Er war Neffe von Gordo Santhe, dem CEO der Santhe Corporation auf Lianna, dem mächtigsten Unternehmenskonglomerat des Sektors, und wenn nicht sogar darüber hinaus. Sienar Fleet Systems war offiziell mit allen Sub-Unternehmen an das Imperium gefallen, und hatte seinen Sitz auf Corulag, doch es war mehr als wahrscheinlich, dass Santhe Corporation immer noch als Holding fungierte.

Senator Xeder D’Orcast von Chandaar war der Vorsitzende des Ausschusses, der mit der Auswahl von Darbietungen betraut worden war, die das Mandat von Cron, die Tion Hegemonie und die Marken von Jaminere repräsentieren sollten. Die drei Sektoren konnten auf eine über 20.000 Jahre alte gemeinsame Geschichte im Königreich von Cron, dem daraus hervorgegangenen Imperium von Xim und weiterer mehr oder weniger langlebiger Staatengebilde zurückblicken, bis die Sektoren des Tion Clusters sich der Neuen Republik angeschlossen hatten. Chandaar, Hauptwelt des Mandats von Cron hatte bis in die Gegenwart seinen Einfluss als ehemalige Thronwelt des Königreichs von Cron behalten und ausdehnen können, als dass der Familie der Großfürsten von Chandaar die Mehrheit am D’Orcast-Qertamagin Konsortium gehörte, dessen Werften und Zulieferunternehmen sich über Jaminere, Rudrig und Brigia verteilten.

Aufgrund der erheblich gestiegenen Anzahl an Gästen war die Veranstaltung in das große Opernhaus von Coral City verlegt worden – ein äußerst reizvolle Kuppelgebäude, das beinahe zur Hälfte unter Wasser lag und die großen Transparifenster einen faszinierenden Blick auf die illuminierte Meereswelt boten, als das Kulturprogramm beendet war und die Gäste sich am Büffet bedienen konnten. Dies war die Gelegenheit, um bei zwanglosen Gesprächen nützliche Kontakte zu knüpfen. Xeder wollte dabei sein Augenmerk gerade auf jene Senatoren richten, die gerade erst neu im Senat angekommen war und von denen er sich jene Kontakte zu deren Wirtschaftsvertretern sichern wollte. In vielen Fällen, obwohl in der Neuen Republik eher kritisch gesehen, schloss das eine nicht das andere aus.

Alexis Kaartha, Senator von Bothawui, und erst vor wenigen Tagen auf Mon Calamari eingetroffen, gehörte zu den ersten ‚Zielen’ des Chandaari. So machte sich der 54-jährige Senator, ein Halb-Firrereo und Bruder des Großfürsten von Chandaar auf den Weg zu dem Bothaner, welcher mit einem Angehörigen seiner Delegation etwas zögerlich ob der reichhaltigen Auswahl am Büffet stand.

„Ich würde ihnen das Nerf-Carpaccio auf Chandaari-Art vorschlagen, Senator Kaartha,“

sprach er den kleinwüchsigen Diplomaten an, der ihm einen überraschten Blick zuwarf. Sein Begleiter, wohl ein Assistent, begann dem Senator irgendetwas in seiner Muttersprache zuzuraunen.

„Senator D’Orcast, nehme ich an?“

„Ganz genau – Sie sahen etwas unschlüssig aus und ich dachte mir, ich könnte Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen. Wenn ich zu aufdringlich war, bitte ich um Entschuldigung…“

Der Bothaner verzog sein raubtierartiges Gesicht zu einer undeutbaren Grimmasse und pickte einige hauchdünne Scheiben des Carpaccios auf seinen Teller, vielleicht etwas zu demonstrativ. Aber auch er war nicht hier, um allein das Essen oder die Vorführungen zu genießen, wie jeder Politiker suchte er nach Allianzen und wollte in Erfahrung bringen, welche Positionen seine Gesprächspartner vertraten.

„Sie waren keineswegs aufdringlich, verzeihen Sie, wenn ich diesen Eindruck vermittelt habe. Wenn Sie möchten, können Sie mir gerne bei der Auswahl eines passenden Getränks helfen – ich kenne mich noch nicht mit den lokalen Spezialitäten aus.“

Nach einigen weiteren Bemerkungen zum Kulturprogramm wechselte das Gesprächsthema mehr und mehr zu der Neustrukturierung der bothanischen Regierung nach der geglückten Wiedereroberung des Both-Sektors und schließlich zu den Nachrichten über die Denon-Offensive. Die beiden Senatoren waren bald zu einem Stehtisch in der Nähe der Bar gewechselt, deren Rückseite aus einer Transpariwand bestand. Das beeindruckend illuminierte Unterwasserszenario schuf eine gerade geheimnisvolle Atmosphäre in diesem Bereich des Opernhauses, war aber für die meisten Politiker und deren Angehörigen, die hier informelle Gespräche führten eher von zweitrangigem Interesse. Die Gesprächsfetzen, die Xeder zuflogen, während er nebenbei sondierte, welche Politiker sich in der Nähe befanden, ließen darauf schließen, dass die gerade erfolgreich beendete Schlacht und Spekulationen über deren Fortgang das Gesprächsthema Nr.1 waren.


Mon Calamari – Coral City – Opernhaus von Coral City​

Xeder D’Orcast, mit Alexis Kaartha, Senatoren, Diplomaten​

OP: @Darragh und Eamar, ihr könnt euch dann gerne dazu posten
 
Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken

Bevor Raiken den Raumhafen verließ, sah er sich noch etwas um. Er war jetzt schon überraschend begeistert. Noch nie zuvor hatte er in seinem Leben so viel Wasser gesehen , noch einen so eigenen Baustil erblickt. Wärend er die Architektur bestaunte stieß er mit jemandem zusammen. Diese Lebensform hatte er noch nie zuvor gesehen. Sie schrie ihn in einer ihm unbekannten Sprache an und schüttelte empört den Kopf. Raiken versuchte sich zwar zu entschuldigen , aber da war diese Lebensform auch schon wieder weg. Er ging weiter und achtete jetzt mehr auf den Weg als auf die Gebäude. Er wollte ja keinen Ärger haben. Nicht, dass ihm noch ein Kopfgeldjäger begegnen würde. Man konnte ja nie wissen, ob die Hutts nach einem suchen würden.

Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken
 
.: Mon Calamari - Coral City - Opernhaus - Warden mit Stab, Senatoren, Diplomaten :.

Ein langes, seidenes Kleid das von oben bis unten mit seltenen kleinen Steinen verziert und leicht transparent war, kleidete die blonde Eriadu nur leicht, als sie mit ihrem Gefolge an dem Sicherheitspersonal vorbeitschritt. Aufmerksam beobachtete ihre Garde die Umgebung. Nie verließ sie das Haus ohne Schutz und noch seltener begab sie sich unbegleitet auf öffentliche Veranstaltungen. Die Paranoia von Senatorin Warden schienen grenzenlos. Doch hin und wieder musste sie über ihren Schatten springen und sich auf Empfängen, Galas oder Benefizveranstaltungen blicken lassen. Ihre Gesicht wurde von einem Schleier verdeckt, der nur ihre Augen sichtbar machten. Wie immer trug sie ihren völlig überladenen Kopfschmuck, der zwar prunkvoll aussah, aber völlig unnötig für eine Frau ihres Standes war.
Mit hochgestreckter Nase betrat die Senatorin den Eingangsbereich des prunkvollen Opernhauses. Das üppige Buffet zur Linken fiel einem zuerst ins Blickfeld, und wenn nicht dann roch man die Köstlichkeiten spätestens einige Momente, nachdem man die prächtige Kuppel in Augenschein genommen hatte, deren Fenster den ganzen Saal hell erleuchteten. Das Kulturprogramm war bereits beendet, doch die Senatorin wusste genau wann es begann, man kann nicht von einem Versehen reden, dass die reservierten Sitze für die eriadische Delegation unbesetzt blieben. Schwenkte man seine Blicke nach links konnte man einige Trauben von Menschen und Nicht-Menschen beobachten, wie sie staunend und interessiert ein paar Rednern und Artisten lauschten. Anscheinend wurden auch außerhalb des Kulturprogramms im großen Saal kulturelle Darbietungen vorgestellt. All das reizte die Senatorin kein Stück, obwohl ihr Stab sich gerne bei ein paar kulturellen Amusements die Zeit vertrieben hätte. Gezielt lief die Senatorin in Mitten des Geschehens, ein sehr unüblicher Zug von ihr, was von den Gesichtern ihrer Twi'lek-Assistentin und ihres menschlichen Abgesandten gut ablesbar war. Nachdem sich die Senatorin ein Glas Naiana geordert hatte, begann sie ihr subtiles Spiel, sprach mit einigen wenigen Senatoren, die sie persönlich kannte und tauschte zuerst allgemeine Floskeln aus, bevor sie zu den aktuellen politischen Vorkommnissen wechselte. Geschickt entlockte die Senatorin ihren Senatskollegen Meinungen und Ansichten über die Lage von Denon, gab aber weder ihre eigene Ansicht preis noch kommentierte sie Andere in irgend einer Weise.
Nachdem sie hatte was sie wollte zog sie sich in den Hintergrund und ließ Darragh die Arbeit machen. Der Mensch kannte weit aus mehr Senatoren persönlich und selbst das war noch weit unter der Zahl die er hätte kennen können. Auch er hatte schon seine eigenen Pläne, doch vorerst würde er im Schatten der Senatorin stehen. Nicht das Schlechteste wie er feststellte. Die allgemeine politische Lage auf Eriadu war dabei auch ein Thema, das er mit einigen Repräsentanten anderer Delegationen weit ausführte, kommentierte und verteidigte.

Nach den Gesprächen trafen sich die Blicke. Als Darragh sich umschaute und Senator D'Orcast ebenfalls seine Fühler ausstreckte nickte der eriadische Repräsentant dem Senator von Chandaar freundlich zu. Darragh hatte ihn wieder erkannt, er wurde namentlich in der Empfangseinladung erwähnt. Als Vorsitzender des Ausschusses zur Abendgestaltung. Nach zwei weiteren interessierten Blicken in seine Richtung flüsterte van Thulip der Senatorin Warden kurz etwas ins Ohr und ließ dann den Blick von dem Chandaarischen Senator nicht mehr ab. Aufdrängen wollte er sich nicht und so wartete er, ob möglicherweise beiderseitig ein Gesprächsinteresse bestand. Sonderlich oft war die eriadische Delegation noch nicht auf Empfängen dieser Größe. Der Andrang von politischen Persönlichkeiten war immens.
Um seinem Interesse noch einmal Deutlichkeit zu verleihen streckte er seinen Hals etwas, um den Blickkontakt zu seinem Gegenüber nicht zu verlieren.
Die Senatorin befand sich im Hintergrund, bewacht und von ihrer Assistentin auf dem Laufenden gehalten.


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Mon Calamari System - Orbit um Dac - an Bord der „Crown of Eris“ - Eamars Gemächer - Speisezimmer - Eamar, der Stab

Die nächsten Stunden nach dem morgendlichen Briefing verbrachte Eamar damit, die von Kol Huro eingetroffenen Nachrichten zu lesen und wo es nötig war zu antworten. Die mit einer Elegance-Kurierdrohne erst heute Morgen eingetroffenen Berichte waren hauptsächlich wichtige Informationen und Lageberichte für die Soldaten auf den zwei militärischen Begleitschiffen. Eamar überflog sie nur. Aufgrund der Vorkommnisse bei Denon war wohl der Alarmzustand der Streitkräfte erhöht worden. Andere waren nachrichtendienstliche Berichte, die er teilweise an seinen Stab weiterleitete und teilweise in den Safe in seinem Büro verfrachtete. Wieder andere enthielten neue Codes und wurden nachdem er sie gelesen und sich eingeprägt hatte in einem kleinen Fusionsofen, der hinter dem Kamin im Salon befand, eingeschmolzen.
Nachdem diese Arbeit den Vormittag aufgezehrt hatte, verbrachte Eamar den Nachmittag damit, mit einigen seiner Stabsmitglieder zu entscheiden, wie man sich bei den anstehenden Senatssitzungen verhalten würde. Eamar hatte nicht die Zeit bei jeder Sitzung selbst anwesend zu sein. So kam es immer wieder auch den Stabsmitgliedern zu, für ihn zu sprechen und seine Stimme abzugeben. Er fragte sich immer noch, was die Vorkommnisse auf Denon dahingehend nach sich ziehen würden. Würden sie demnächst über eine Erhöhung des Militärhaushalts abstimmen müssen? Wenn die Verluste die man in den Nachrichten genannt hatte auch nur die Hälfte dessen waren, was tatsächlich verloren worden war, dann sah es schlecht aus. Was er aus verlässlicheren Quellen erfahren hatte war, dass die Flotte größtenteils noch aus schrottreif geschossenen Raumschiffhüllen bestand. Das war zwar gut für die Wirtschaft des Heimatsystems, aber keines Falls besonders gut für eine fortschreitende Offensive der Republik gegen das Imperium. Wenn es so weiterging, dann würde sich das, was als Speerstoß begonnen hatte als großer Fehler erweisen. Eamar war sich nicht sicher, ob sie sich solch einen Verschleiß an Personal und Material leisten konnten. Der Verlust so vieler Mannschaften und Schiffe war aus militärischer Sicht unvorstellbar viel schmerzhafter als der Absturz des SSD auf ein bevölkerungsreiches Gebiet Denons. Denon konnte man nach dem Krieg wieder aufbauen. Für die Reparatur der Flotte konnte man nicht so lange warten. Da musste man jetzt handeln. Ansonsten würde die Flotte der Republik nach noch ein paar solche Schlachten vernichtet sein. Über die Auswirkung eines solchen Sieges auf die Moral der Truppe wollte Eamar gar nicht erst nachdenken.

Während man sich über diese Dinge Gedanken machte, entschied man, dass es von nützen wäre die Meinungen anderer Senatsmitglieder zu diesem Thema zu erfahren. Schnell hatte man eine Einladung aus dem großen Stapel der Einladungen, die in Regelmäßigkeit im Büro des Prinzen eingingen, gesucht. Irgendeine Kultursache. Da war nicht was wichtig war. Man benachrichtigte die Stabssekretärin für Geheimdienstarbeit und Sicherheit, Aletheia Nyx, und ließ sie sich bereitmachen. Eamar ließ sich unterdessen rasch über die wichtigsten Persönlichkeiten aufklären, die er auf diesem Empfang höchstwahrscheinlich treffen könnte. Wer war wofür bekannt und hatte wie viel Einfluss. Man war noch nicht zu Ende gekommen, als Nyx mitteilen ließ, das sie in kürze soweit wäre. Daraufhin begab sich Eamar in sein Quartier, machte sich frisch, und warf sich in eine andere Anzugjacke. Er war noch dabei, selbige zu schließen, als die Klingel betätigt wurde. Da Eamar selbst bereit war zu gehen, öffnete er selber.
Eamar überflog die Erscheinung seiner blonden Stabssekretärin nur kurz. Sie war das komplette Gegenteil der grauen Maus von heute Morgen. Jede ihrer Rundungen, die heute Morgen unter ihrer Kleidung fast nicht zu erkennen gewesen waren, wurde jetzt indirekt und unaufdringlich von fast durchsichtiger lila Seide betont. Nyx Kleid ließ viel erahnen, ohne wirklich etwas zu zeigen. Abgesehen von viel Bein. Wo sie heute Morgen die Unauffälligkeit in Person verkörpert hatte, da war sie jetzt die klassische Schönheit. Insgesamt schien sie ganz natürlich von innen heraus zu strahlen. Wer bei ihr nach Makeup suchte, der wurde enttäuscht. Man konnte keines erkennen. Trotzdem hätte sie es in dieser Aufmachung durchaus mit jeder Hapanerin aufnehmen können. Eamar honorierte es nur mit einem kurzen Nicken. Für einen Augenblick blieben sie sich gegenüber im Türrahmen stehen, bis Eamar sein Jackett geschlossen hatte. Nachdem Nyx ihm mit einigen Handgriffen die Kleidung zurechtgezupft hatte, bot er ihr den Arm an und sie machten sich auf zum Shuttle, das sie zum Planeten und nach Coral City bringen würde.

Keine fünf Minuten später saßen sie zurückgelehnt im Passagierabteil des Shuttles und gingen zusammen die letzten zusammenfasenden Berichte über wichtige Senatsmitglieder durch. Damit, und mit einer kurzen Abstimmung ihrer Meinungen und Standpunkte, entschieden sie, das Nyx nur als seine „Stabssekretärin“ vorgestellt werden würde. Es hatte niemanden zu interessieren, wofür sie zuständig war. Wenn jemand dahingehend nachfragte, sollte sie einfach erröten, den blick senken und das Gegenüber sich seine eigenen Gedanken machen lassen. Zur Not sollte sie sich entschuldigen. Es gehörte alles zu ihrem Schauspiel. Heute würde die große Oper von Coral City ihre Bühne sein. Sie hatten immer noch nicht alle Berichte durchgearbeitet, als die Bordlautsprecher sich meldeten.


„Landung in T minus eine Minute.“

Verkündete der Copilot. Nyx packte daraufhin die Berichte zurück in ihre Mappen und schloss sie in einem Aktenkoffer ein. Der Aktenkoffer selbst wurde vom Copiloten, der ein Geheimdienstmitglied war, im Cockpit verschlossen. Alles musste seine Ordnung haben. Kurz darauf, ging ein leichter Ruck durch das Schiff, als der Pilot es aufsetzen ließ. Die Rampe fuhr aus, die Kabinentür öffnete sich. Eamar bot Nyx erneut den Arm an und zusammen verließen sie das Shuttle. Auf der Landeplattform war eine Absperrung aufgebaut, und hinter dieser versuchten Paparazzi die besten Bilder zu Ergattern. Vor ihnen ging gerade ein anderer Senator mit seiner Begleitung über den „roten Teppich“ und badete im Blitzlichtgewitter. Eamar selbst ließ sich nicht von den Paparazzi verführen. Er war oft genug in der Klatschpresse. Da konnte man ihn mit so etwas nichtmehr locken. Ein kurzes, Würdevolles Winken und Eamar begab sich mit Nyx ins Innere des Gebäudes. Anstatt sich umzusehen betrachteten Eamar und Nxy mit scheinbarem Interesse die Kunstgegenstände, bevor sie sich etwas zu trinken vom Tablett eines der umherlaufenden Kellner nahmen und anfingen sich im Raum zu orientieren. Dabei mochte es für einen Beobachter so aussehen, als würden sie völlig jugendfrei miteinander turtelnd. Doch Besonders Nyx hatte anderes im Kopf. Wer war hier? Was waren die einzelnen Gruppen? Wo sollte man sich dazugesellen?
Eamar hingegen ging in seiner Rolle auf und mehrmals musste Nyx ihn nicht mehr gespielt errötend, sondern verlegen, davon abhalten es zu weit zu treiben. Sie kannte ihn schließlich und hatte Angst, dass er es übertreiben würde. Wer wusste besser als sie, das sein Ruf als Frauenheld nicht annähernd der Realität gerecht wurde. Aber es waren nicht Situationen wie diese, in denen Eamar sich seinen Ruf als Schürzenjäger verdient hatte. Dafür war das Ganze noch zu keusch.


Mon Calamari System - Dac - Coral City - Opernhaus - Eamar, Aletheia Nyx(NPC)
 
Admiral of the Fleet Altmin, Flotte der Streitkräfte der Neuen Republik – Oberbefehlshaber der Flotte der Neuen Republik

- [Calamari-System – Mon Calamari – Coral City - Flottenhauptquartier - Büro des Oberbefehlshabers] – Admiral of the Fleet Altmin, Lord War Blade, Jedi-Rätin Padme Master, Jedi-Meister Anakin Solo und Maurice Danton

Erneut etwas überrascht, jedoch mit einem kurzen Nicken verfolgte der Admiral wie Meister Solo das Büro plötzlich verließ und ankündigte draußen warten zu wollen. Nun, egal ob es ein Akt der Neutralität, Höflichkeit oder was auch immer war, offenbar schien der Jedi-Meister seine Anwesenheit nicht mehr für nötig zu befinden. Altmin nahm es zur Kenntnis konzentrierte sich jedoch schnell wieder auf Blade, der weitere Details zu den Forces of Hope offen legte und ein paar Vorschläge unterbreitete. Fünf kapitale Schiffe waren schon eine ordentliche Anzahl und das wo die Neue Republik im Augenblick jedes Schiff brauchte, dass sie bekommen konnte. Die Offensivoperationen der fünften Flotte verschlangen eine Menge Ressourcen und wenn sie nicht aufpassen, mussten sie bald ihr Hinterland entblößen oder die Offensive kam zum Erliegen. In weiser Voraussicht war für einen solchen Fall jedoch vorgesorgt und er machte sich keine Sorgen das Stazi und Korus die Pläne vernünftig in die Tat umsetzen würden.

Die Forderung bezüglich der Eingliederung seiner Einheiten und Soldaten waren übersichtlich und für jeden Offiziere der auf seine Leute achtete und das Beste für sie wollte, voll und ganz verständlich. Dementsprechend nickte Altmin nur zustimmend und ließ den Menschen fortfahren. Wie genau die Eingliederung vonstatten gehen würde, das musste man im Details noch besprechen, aber im Großen und Ganzen sah der Mon Calamari da wenige Probleme. Die Überlebenden der Schlacht über Belkadan und dem anschließenden Basis Delta Zero, waren mit stichprobeartigen Überprüfungen davon gekommen und hatten fast alle ihre Dienstgrade behalten. Bei einer größeren Anzahl...Rückkehrer würde der Geheimdienst möglicherweise andere Forderungen stellen, aber er würde tun was er konnte um den gesamten Ablauf so flüssig und unproblematisch wie möglich zu gestalten.

Bei den Angeboten und Forderungen zu seiner eigenen Person war der ehemalige Großadmiral äußerst entgegenkommend, auf der einen Seite und auf der anderen konnte man die letzte Forderungen schon beinahe als forsch betrachten - zumindest wenn man nicht von dem Mann überzeugt war. Doch Altmin glaubte zu verstehen, was Blade damit zum Ausdruck bringen wollte. Er stand zu seinem Volk und es stand Treu zur Neuen Republik, auch jetzt noch, und das sollte eigentlich jeder wissen. Corellia war, vor der Eroberung, die Neue Republik gewesen. Seit Coruscant vor Jahrzehnten an das Imperium gefallen war, hatte sich Corellia zum Zentrum der Neuen Republik entwickelt, genau wie es sein Heimatplanet im Augenblick tat. Der Unterschied bestand jedoch darin, dass Corellia dem Zentrum der Galaxie viel näher war und somit auch für alle Mitgliedsplaneten deutlich besser lag, als das weit entfernte Dac. Er konnte also nachvollziehen was der Corellianer durch machte und fasste es nicht direkt als eine...anmaßende Forderung auf. Täuschen konnte er sich immer noch, auch wenn er es nicht glaubte.

Einen Augenblick lang legte er sich ein paar passende Worte zurecht, doch diesen nutzte Rätin Skywalker und ergriff das Wort. Höchst konzentriert hörte er ihr zu. Kanzlerin de Lieven hatte bereits im Vorfeld diesen Zusammenschluss geregelt? Das war interessant - und vor allem gut zu wissen. Allerdings hatten sich bis zum heutigen Tag eine Menge Dinge verändert. Den Dienstgrad eines Großadmirals gab es faktisch nicht mehr, es bestand zwar eine theoretische Chance diesen Wiederzubeleben, aber einige Dinge sprachen gegen diesen Schritt. Auch die Tatsache das Blade in diesem Fall der Oberbefehlshaber über die Streitkräfte wäre...entbehrte heute jedweder Logik und Möglichkeit. Sicher, er war in den Reihen des Militärs noch immer eine Größe, aber... Weiter kam er mit dem Gedanken nicht. Danton hatte sich eingemischt und bestätigte die Existenz jener Dokumente in der corellianischen Botschaft. Altmins Gesicht verzog sich zu einem Equivalent menschlichen Stirnrunzelns. In der corellianischen Botschaft? Na hoffentlich gab es auch in den Archiven des Senats noch Informationen darüber. Er sah jedoch keinen Grund weshalb dies nicht der Fall sein sollte. Bei Corellia waren so gut wie keine Daten verloren gegangen und sollten dementsprechend wieder auffindbar sein und auch wenn sie nicht in der aktuellen Form bestehen bleiben konnten, würden sie äußerst hilfreich sein.


"Ich danke Ihnen für diese Information, Rätin Skywalker. Das war mir nicht bekannt, aber ich wäre Ihnen dankbar, Mr. Danton, wenn Sie mir eine Kopie davon zu kommen lassen würden. Ich werde dann schauen, wie weiter damit verfahren wird.", er nickte ihnen freundlich zu und wandte sich dann wieder an Lord Blade.

"Was Ihre Vorschläge betrifft, denke ich...", in diesem Moment öffnete sich die Tür zum Büro und Commander Jinsa eilte mit schnellen Schritten herein. Fragend blickte der Admiral sie an, während die Quarren das Büro zügig durchquerte.

"Entschuldigen Sie, Admiral. Wir haben soeben eine Prioritätsmeldung von Admiral Stazi und der Fünften erhalten."

Sie blieb neben ihm stehen und reichte ihm ein Datapad. Während er blind seine Sicherheitsfreigabe eintippte, nickte er seinen Gästen entschuldigend zu und vertiefte sich dann in die knappe Nachricht. Einen Augenblick später hob er den Blick und sah einen Moment ins Leere. Tief in Gedanken versunken. Dann fasste er einen Entschluss, reichte seiner Adjutantin das Datapad zurück und bedeutete ihr zu bleiben.

"Diese Nachricht stammt von Admiral Gar Stazi, möglicherweise ist er Ihnen bekannt, Lord Blade, er ist der Flottenchef der fünften Flotte der Neuen Republik und zurzeit mit einigen Offensivoperationen betraut. Was ich Ihnen nun mitteile unterliegt der allerhöchsten Geheimhaltungsstufe und ich muss Sie daran erinnern, dass sie mit niemandem außerhalb dieses Raumes darüber sprechen dürfen!", er hielt einen Moment lang inne und beobachtete die drei Menschen ganz genau.

"Wie es der Zufall will, befinden wir uns in einem Stadium in dem wir uns in der Lage sehen das Corellia-System zu befreien und ich habe gerade die Meldung erhalten das die fünfte Flotte in wenigen Tagen auslaufen wird. Allerdings ist ihre Schlagkraft begrenzt, sollte jedoch für eine erfolgreiche Operation ausreichen. Dennoch, Lord Blade, möchte ich, in meiner Position als Oberbefehlshaber der Flotte der Neuen Republik, die Forces of Hope bitten, ein letztes Mal als unserer Verbündeter in die Schlacht zu ziehen."

Hoffentlich konnte der Mensch seinen Gedankengängen folgen. Es würde eine Eingliederung deutlich vereinfachen, wenn man auf eine gelungene gemeinsame Operation verweisen könnte und dann noch zusammen genommen mit der positiven Energie gepaart, welche die Öffentlichkeit ganz sicher zu einer Befreiung Corellias freisetzen würde. Es musste ja niemand wissen, dass die Forces of Hope erst in letzter Sekunde als Rückendeckung dazu gestoßen waren.

"Wir werden Ihnen, unter größter Geheimhaltung, Werftkapazitäten frei räumen um Ihre Schiffe auf den neusten Stand zu bringen und hier im Calamari-System sollte das in wenigen Tagen zu schaffen sein. Außerdem bekommen wir diese Schiffe schneller in den Einsatz als unsere aktuellen Neubauten. Des Weiteren würde ich Ihnen einige leichte Einheiten der Neuen Republik unterstellen - als Unterstützung und ein Zeichen der Zusammenarbeit."

Damit lehnte er sich zwar weit aus dem Fenster, allerdings fiel dies durchaus in seinen Zuständigkeitsbereich und er hatte das Recht neurepublikanische Einheiten unter das Kommando von Verbündeten zu stellen. Im Endeffekt würde es der Neuen Republik nur zu Gute kommen. Die Fünfte benötigte definitiv etwas Rückendeckung und die Zweite war dazu nicht mehr in der Lage, hatte sie ihre Kapazitätsgrenzen an zu verteidigendem Raumgebiet eh schon fast überschritten. Stazi würde sich über weitere Einheiten sicher ebenso freuen, wie Altmin selbst es tat. Man konnte schließlich nie genug Einheiten in der Hinterhand haben.

"Also, Lord Blade?", fragte er schließlich nach einer endgültigen Entscheidung. Neben ihm hatte sich der Commander bereits daran gemacht unauffällig auf ihrem Kom herum zu tippen und einige Dinge vorzubereiten, sollten die Forces of Hope annehmen...

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| im System von Dac – hoher Orbit – republikanische Dockstation – Auf der Starrunner 'Hastatus' – Aufenthaltsraum | – Mortuus, Karan, S'joutak

Es war nicht das erste Mal, dass sich Mortuss wieder auf der Hastatus befand. Als Botschafter hatte man ihm eventuell ein Quartier bereitstellen können, allerdings hatten sowohl er, als auch seine beiden Begleiter von vorne herein ihre Quartiere auf der Hastatus als die einzigen die sie benötigten angegeben. Obgleich in einer weniger kriegerischen, als viele andere Iridonianer, Sparte tätig, mangelte es ihnen nicht an der entsprechenden Einstellung. Dementsprechend waren es gerade Mortuus und seine Sekretärin Karan – eine sehr hellhäutige, braune Zabrak, die ihn aus roten Augen anblickte – die sich gerade in Trainingsbekleidung im Nahkampf übten. Zu viel geistige Arbeit ließ den Körper verwittern. Und das war etwas, dass der Abgesandte Iridonias auch mit seinen 47 Jahren noch nicht zulassen wollte.

„Der Schlag mit deinem Ellenbogen kommt zu langsam, Karan.“ Ergriff Mortuus in einer kurzen Pause nach einem von ihr versuchten Angriff. „Versuch den Arm etwas schneller so... und dann so... zu bewegen.“ Zeitgleich mit seinen Worten, noch einmal demonstrierend wie es bei ihm aussehen würde, führte der Iridonianer die gemeinte Bewegung aus. Seine Sekretärin nickte und ging dann erneut in die Ausgangsposition. Mortuus tat es ihr gleich positionierte sich ebenfalls. Mit einem Nicken signalisierten sie, dass sie bereit waren und begannen den Ablauf von neuem. Dieses Mal hatte Karan eine bessere Bewegung vorzuweisen, konnte sich aber noch immer nicht durchsetzen. Nach mehreren Minuten beschlossen die beiden also ihr Training zu beenden. Dreieinhalb Standardstunden würden für heute reichen, dachte sich Mortuus, als er seinen morgigen Zeitplan auf dem kleinen Terminal aufrief, das unweit der Sitzecke angebracht war und über einen Holoschirm verfügte. Keine nennenswerten Termine.

„Wenn es dabei bleibt und Morgen nichts stattfinden wird, dann sollten wir gegen Mittag die nächste Einheit einlegen.“

„Ich würde mich anbieten und anschließend für eine Mahlzeit sorgen.“

Mit einem Nicken wand sich der Botschafter Iridonias ab und begann seinen Schweiß abzutrocknen. Den Schirm wieder herunterfahrend, ließ Mortuus das gemeinschaftlich nutzbare Abteil hinter sich und strebte das spartanische persönliche Quartier an. Nach einer Reinigung seines Körpers kleidete sich Mortuus in die Gewänder, die seit nicht allzu langer Zeit als die offizielle Gewandung des iridonianischen Botschafters galten. Als letztes legte er sich die Kapuze des leichten, weißen Überwurfs an und verließ dann sein Quartier. Karan und S'joutak – der zugleich Pilot als auch Leibwächter und teilweise 'Mädchen für alles' war – erwarteten Mortuus bereits. Zusammen bestiegen sie den kleinen Jäger der auf der Hastatus konstant festgemacht war. S'joutak steuerte in der von der Raumkontrolle vorgegebenen Bahn in Richtung der Hauptstadt, wo er Mortuus und Karan absetzen würde und dann erst den Raumhafen ansteuern würde.

Es war für den noch frisch im Amt verweilenden Botschafter recht überraschend gewesen, das er überhaupt eine Einladung zu einer offiziellen Veranstaltung erhalten hatte. Wo er doch erst vor weniger als einer Standardwoche nach Dac gereist war und den Antrag auf Mitgliedschaft seiner Welt ins Rollen gebracht hatte. Am heutigen und morgigen Tag würde er noch keine Nachricht erhalten, so hatte man ihm zumindest mitgeteilt. Sollte sich dies ändern, würde er jedoch frühzeitig informiert um entsprechende Termine schieben zu können. Oder welcher Gestalt auch immer die Anpassungen sein würden... Dennoch war es erfreulich gewesen. Bisher hatte er nur wenige Persönlichkeiten aus der republikanischen Welt der Politiker zu Gesicht bekommen. Jetzt würde sich das ändern. Und vermutlich recht schnell und zahlreich, wenn man von dem ausging, dass er über dieses Ereignis hatte herausfinden können. Die Ausstiegsluke des kompakten Jägers öffnete sich und Karan, gefolgt von Mortuus, verließ das Transportmittel, das unmittelbar darauf die Luke wieder versiegelte und sanft von seinen Repulsoren getragen wieder abhob. Mortuus ließ seinen Blick, eher feindlich bis semi-neutral über die Reporter schweifen, die unweit des Eingangs des Opernhauses lauerten. Ohne anzuhalten oder sie großartig anzuerkennen betrat man das Gebäude und ließ den Lärm den die unterschiedlichen Aliens dort draußen von sich gegeben hatten draußen zurück. Mortuus' Ansicht nach würde die Hälfte von dem, was man derartigen Personen sagte so oder so in Lügen verkehrt. Somit war es mehr als ausreichend, dass sie sich versammelt hatten um ihre Aufnahmen für ihre Sender, Magazine und welche Formate auch noch gemacht hatten. Das dargebotene Programm war recht ansehnlich. So dachte zumindest Mortuus, würde eine Person urteilen, die den schönen Künsten angetan war. Das Programm war beendet und nach und nach zerstreute man sich in kleinere Grüppchen. Die einen strebten das Buffet an, da es sie nach Sättigung verlangte, während sich andere mit einem Getränk, oder einem Gespräch zufrieden gaben. Bisher war für Mortuus die Szenerie des Ortes, die definitiv größte Faszination gewesen. Iridonia wartete mit Vulkanen, Meeren aus Säure und einem konstant unwirtlichen Klima auf. Dac wirkte beinahe tot auf ihn. So ruhig und still wirkte die von Ozeanen überzogene Welt. Und dann hatte man das Opernhaus auch noch zum Teil darin versenkt. So wie viele andere Teile der Architektur der Stadt. Die Mon Calamari waren recht stark auf das Wasser angewiesen, daher war das also kein allzu großes Wunder.

Karan und Mortuus unterhielten sich mit gedämpfter Stimme auf ihrer Muttersprache, hielten nur kurz an um sich ein Getränk auszusuchen, das nicht allzu exotisch klang und ohne Alkohol auskam. Dann setzen sie ihre kleine Tour durch die versammelten Personen fort. Immer wieder waren Gesprächsfetzen zu hören und Mortuus war das ein oder andere Mal versucht sich dazu zu gesellen, aber so recht wurde er nicht warm. Erst als er an einem Bothaner vorbei kam, der sich mit einer Person unterhielt, die ihm bekannt vor kam. Wo hatte er das Gesicht schon einmal gesehen? Kürzlich in einem der Gespräche, in denen die Aufnahme von Iridonia behandelt worden war? Oder... ? Doch dann fiel es ihm wieder ein. Xeder D'Orcast, sein Name war auf der Einladung aufgetaucht und ebenso wie einige andere, hatte er sich kundig gemacht. Der Abgesandte beschloss, es war Zeit sich aus der Abgeschiedenheit von den anderen Anwesenden zu lösen.


„Mit Denon wurde ein großer Schritt gemacht, auf den das Militär der Republik wahrlich stolz sein kann. Ebenso die Befreiung ihrer Heimatwelt, Senator Kaartha.“ Klinkte sich Mortuus ein und hob grüßend sein Glas und neigte leicht seinen Kopf in die Richtung beider Männer. „Und betrachtet man die Lage Denons, so hat man einen recht guten Ausgangspunkt um entweder in Richtung Kern, speziell Corellia, oder aber die Hauptroute wechseln in Richtung der Äußeren Rims und dort spezieller Malastare vorzustoßen. So oder so ist es der Republik wieder möglich Freiheit zu jenen zu bringen, die so lange unter dem Imperium haben leiden müssen.

Doch, verzeihen sie meine kleine Intervention in ihrer Unterhaltung. Wenn ich mich vorstellen darf. Abgesandter von Iridonia, Mortuus Cen Saazen. Und dies ist meine Beraterin Karan Saazen.“


| Dac – Coral City – Opernhaus | – Xeder D'Orcast, Eamar, Darragh, Mortuus, Karan

 
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outplay: keine Ahnung was ich schreiben soll - jetzt kommt mal raus aus dem Büro und los ;)

Coral City ~ Flottenhauptquartier ~ Plattform nahe Altmins Büro

In Gedanken versunken wartete Anakin auf der Plattform und schaute zum Horizont. Er hatte das Büro Altmins schon vor einiger Zeit verlassen, aber noch immer schienen sie darüber zu lamentieren, wie die Forces of Hope in die Republik integriert werden sollten... oder was mit War geschehen sollte.
Während der kühle Wind stärker wurde und die Sonne nun schon im Meer zu versinken schien, durchlebte er vor seinem geistigen Auge die frühere Zeit als Jedi. Er sah sich wie er damals nach Coruscant gekommen war und wir er im Widerstand darum gekämpft hatte die Hauptstadt zurück zu erobern. Am Ende hatten das Imperium gewonnen, auch wenn es ihm damals mehr wie ein Racheakt der Sith vorkam die hinter dem politischen Deckmantel des Imperiums erneut einen intergalaktischen Krieg starteten. Die Ironie an seinen Gefühlen den Sith gegenüber war jedoch, dass er selbst wenige Jahre später um Haaresbreite der dunklen Seite der Macht verfallen wäre. Nach der misslungenen Mission auf Manaan.
Im letzten Moment hatte er sich lossagen können und war nach Corellia zurückgekehrt - der damaligen Jedi-Basis, in der er sich nie wirklich heimisch gefühlt hatte. Wie der Jedi Rat beschließen konnte eine neue Heimat aufzubauen, anstatt um den Tempel auf Coruscant zu kämpfen, war Anakin ein Rätsel gewesen und es hatte nicht lange gedauert bis er das Exil gesucht hatte... wie viele andere auch.

Es war schon komisch, wie unreif er sich aus heutiger Sicht verhalten hatte. Natürlich war die Entscheidung richtig gewesen. Die Republik bestand aus mehr als nur Coruscant und die Jedi durften sich nicht an den Hallen messen, die sie bewohnten. Der Fall Corellias hatte bewiesen, dass es sich um einen Krieg handelte, den sie damals nicht gewinnen konnten.
Anakin spürte wie ihm ein kalter Schauer den Rücken herunter lief. Er spürte, dass etwas großes bevorstand und ihm wurde klar, dass er nach Corellia musste. Die Macht wies ihm endlich und erneut den Weg. Er konnte sich sein vorfreudiges Lächeln nicht verkneifen, als er via seinem Com-Link eine verschlüsselte Nachricht an die 'Interceptor' schickte. Die Farore sollte startklar und betankt werden - besser es gleich erledigen zu lassen, bevor die Republik die Hand auf den ISD hatte und die Sachen verkomplizierte. Manchmal war es schwer vorstellbar wie viel Bürokratie man über sich ergehen lassen musste, nur wenn man als Jedi erwartete, dass sein Arbeitgeber namens Neue Republik ein paar Kosten übernehmen sollte.
Nachdem Anakin auf "Senden" gedrückt hatte, machte er sich auf den Weg zurück zum Büro, wo er etwas hibbelig darauf wartete, dass das Gespräch endlich beendet wurde.


Coral City ~ Flottenhauptquartier ~ vor Altmins Büro
 
Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken

Raiken schlenderte verloren durch die Straßen Coral Citys und dachte an seine Zeit auf Tatooine zurück. Er blieb vor einem Schaufenster stehen und begutachtete sein Gesicht. Die Narbe die er beim Aufstand der Sklaven bekommen hatte, schmerzte immer noch und es quählte ihn schon überhaupt daran zu denken. Schließlich hatte er sie bekommen, als er seinen Vater vor dem sicheren Tod bewahren wollte. Er sah die Bilder immernoch vor sich. Sein Vater lag blutüberströmt auf dem Boden und sein Besitzer wollte ihn mit einem Schwert enthaupten. Raiken ging dazwischen und bekam den Hieb ab. Zum Glück hatte er sein Augenlicht nicht verloren. Damals nahm er Anlauf und rannte mit voller Wucht gegen seinen Besitzer. Dadurch verfehlte das Schwert sein Ziel. Doch nicht mal das konnte seinen Vater retten. Dieser wurde von einem anderen Wächter getötet und Raiken wurde zur Strafe für sein Verhalten gegen eine Wand geschleudert, woraufhin er das Bewusstsein verlor. Als er damals wieder zu sich kam, lagen überall Leichen. Die Hutts hatten den Aufstand erfolgreich niedergeschlagen.

Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken
 
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Mon Calamari, Coral City, Straßen - Naju, Tomm

Sie hatte ihr Ziel schließlich ausgemacht: ein Jedi, der unbedarft und alleine durch die Gassen von Coral City streifte. Für einen Jedi war es freilich nur angemessen sich auf Mon Cala sicher zu fühlen und nun hatte ihr einer dieser mystischen Krieger die perfekte Gelegenheit gegeben. Tatsächlich war sie hier auf ein bedeutendes Mitglied des Ordens gestoßen. Tomm Lucas zählte mit zu den Obersten seines Ordens. Diese Beute versprach jede Menge Credits, wenn man sie an die richtigen Leute lieferte. Hinzu kam der Ausblick auf einen guten Ruf bei eben diesen Auftraggebern und in ihrem Geschäft war so etwas immer hilfreich.
Die Chagrianerin zückte ihren Pfeilwerfer. Mit entsprechender Vorsicht setzt sie den Giftpfeil ein, den sie in einer blauen Flüssigkeit getränkt hatte. Zu ihrem Glück kannten sich die Quarren mit Giften aus. Mit Hilfe ihrer lokalen Kontakte hatte sie sich eine Spezialität von Ryloth besorgt. Das Gift unterband beim Opfer jede bewusste Handlung aus Eigenantrieb und unterwarf es gleichzeitig dem uneingeschränkten Gehorsam gegenüber allem, was es hörte. Zudem sollte es sehr schnell wirken. Sie würde den Jedi vom Planeten wegbringen, ohne dass den Sicherheitskräften irgendwas auffallen würde.
Jedoch hatte der Stoff auch seinen Preis. Sie hatte genau einen Schuss und nur noch ein kleines Zeitfenster, bevor sie ihre Position wieder wechseln musste. Zurzeit befand sie sich auf in einem Laubengang eine Ebene über ihrem Ziel. Die Wand führte in einer abgerundeten Schräge hinab in die kleine Gasse. Kein lästiger Zeuge war auszumachen. Mit ihr kühl kalkulierenden Art legte Naju an und zielte auf den Nacken des Menschen. Sie hielt kurz den Atem an und drückte ab.


Mon Calamari, Coral City, Straßen - Naju, Tomm
 
[ Mon Calamari – Coral City – Militär HQ – Altmins Büro ] Admiral of the Fleet Altmin, Commander Jinsa, Maurice Daunton, Padme und War

Was Padme da über ein Angebot von Casia erzählte, war ihm so in der Art gar nicht mehr in Erinnerung gewesen. Irgendwo musste dieses Angebot untergegangen sein, wenn er auch offiziell keine Antwort darauf gegeben hatte. So etwas war schließlich nicht seine Art. Auch wenn er sich der Republik, wie sie damals existierte, wenig verpflichtet gefühlt hatte, so war er mit der Kanzlerin stets gut ausgekommen.

Ein leicht gequältes Lächeln wanderte über sein Gesicht, als seine Freundin von den „Sternchen vom Revers kratzen“ sprach. Er war nie jemand gewesen, dessen Persönlichkeit sich nur an seinen Rang klammerte. War hatte sich selbst immer als einfacher Soldat gesehen. Vielleicht war das auch der Grund gewesen, warum er so eine steile Karriere hingelegt hatte. Wobei es ein steiler Aufstieg und ein noch steilerer Abstieg gewesen waren. Schließlich zuckte er mit den Schultern. Bis ganz runter zum Küchendienst würde es sicherlich nicht gehen. Jedenfalls konnte er der Republik dort mit seiner Erfahrung wirklich nur sehr wenig weiterhelfen.


„Das mit den Sternen können wir ja auf jeden Fall noch einmal besprechen. Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass ich nicht zurückkehren kann und alles wieder genauso ist wie früher. Aber bis dahin… würde ich mich freuen, wenn Sie das mit dem „Lord“ sein lassen. Wenn Sie gerne einen Titel vor meinen Namen stellen möchten, nennen sie mich „Admiral“.

Er wollte nicht überheblich klingen. Aber „Admiral“ war in Anbetracht dessen, dass er eine Flotte kommandierte, sicherlich angebracht. Und dieses „Lord“ ging ihm sowieso schon seit einer halben Ewigkeit auf die Nerven.
Sie konnten gerne nach dieser Vereinbarung in den Archiven der Botschaft suchen. Er würde das Angebot nur in etwas abgeänderter Form annehmen. Oberkommandant der Flotte war im Moment keine Position, die er übernehmen wollte und konnte. Außerdem machte Admiral Altmin das hervorragend, soweit er das einschätzen konnte. War war lieber an der Front und das war nicht der Ort, wo sich ein Oberkommandant aufhalten sollte.

Das Gespräch wurde unterbrochen, als die Adjutantin des Admirals herein kam und ihm eine Nachricht überbrachte. Admiral Gar Stazi sagte ihm jetzt auf die Schnelle nichts. Es hatte sich viel getan, seit sich die Wege zwischen der Republik und ihm getrennt hatten. Außerdem hatte sein Gedächtnis seit dieser Zeit aus ganz verschiedenen Gründen Schaden genommen. Er ließ den Mon Calamari aussprechen und entschied sich dann für etwas, was er schon sehr lange nicht mehr getan hatte: Der Corellianer erhob sich von seinem Stuhl und salutierte.


Admiral Altmin, die Streitkräfte der Forces of Hope stehen im Dienst der Neuen Republik. Hiermit stelle ich sie unter Ihr Oberkommando.“

Und damit waren sie auch schon am Ende dieses Gespräches. Jeder hatte jetzt einiges zu tun.

„Ich danke Ihnen nochmals für ihre Zeit und ihr Verständnis. Ich werde mich sofort an die Arbeit machen, damit alle Schiffe voll einsatzfähig sind. Auf Wiedersehen, Admiral.“

Damit verabschiedeten sie sich. Noch auf dem Weg nach draußen schaute er zu Padme hinüber. Trennten sich ihre Wege nun schon wieder? Sie würde wohl kaum nur hier herumsitzen während der den ganzen organisatorischen Regelungen und der Arbeit nachging.

„Wie sehen deine weiteren Pläne aus?“

[ Mon Calamari – Coral City – Militär HQ – Altmins Büro (verlassend) ] Admiral of the Fleet Altmin, Commander Jinsa, Maurice Daunton, Padme und War
 
Mon Calamari - Coral City - Militär HQ – Büro des Oberbefehlshabers - Admiral Altmin, Commander Jinsa (NPC), Maurice Danton (NPC), War und Padme


Maurice nickte, als Admiral Altmin ihn um eine Kopie des damals ausgehandelten Vertrages bat. Maurice wußte auch, wie schwer es damals gewesen war, den entsprechenden Kontakt aufzubauen. Es war damals über die Jedi gelungen, aber hierfür fehlten Maurice die genauen Namen.
Kein Wunder also, daß Padme davon wußte. Die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Jedi hatte sich damals ergiebig herausgestellt.
Admiral Altmin wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als Commander Jinsa den Raum betrat und dem Admiral eine Prioritätsmeldung auf einem Datapad überreichte.
Geduldig warteten die Gäste ab, bis der Admiral die Flotteninformationen gelesen hatte. Möglicherweise interessante Neuigkeiten von der Front. Und wenn es interessante Neuigkeiten von der Front waren, dann machte sich Padme keine Illusionen darüber, daß sie davon nicht erfahren würde. In dieser Zeit wurde auf militärische Geheimhaltung besonderen Wert gelegt und ob nun Jedi oder nicht, sie war damit in erster Linie Zivilistin.
Aber dann schien der Admiral doch dazu entschließen, der Gruppe etwas davon anzuvertrauen. Natürlich nicht, ohne sie darauf hinzuweisen, daß alles strengster Geheimhaltung unterlag.
Die Information, daß die Flotte einen Angriff auf Corellia plante, ließ die drei Menschen sich elektrisiert aufsetzen. War und Maurice als Corellianer hatten an dieser Befreiung ein ganz besonderes Interesse.
Aber auch Padme verband mit Corellia viele Erinnerungen. Erinnerungen an das erste Exil der Jedi, trotz aller Bedrohung ein Ort, wo die Jedi sich sicher gefühlt. An den Wehmut jener Tage, aber die doch relative Zufriedenheit.
Und so erhob sich War als erstes und salutierte, womit er das Angebot, die FoH als Verbündete in den Kampf zu führen annahm. Sie wartete, bis er und Maurice sich verabschiedet hatten.


“Admiral Altmin, es war mir eine Ehre, sie kennenlernen zu dürfen. Ich hoffe, daß der Einsatz belohnt wird. Fest steht aber, daß die Flotte immer für Überraschungen gut zu sein scheint.“

sagte sie lächelnd und neigte den Kopf leicht zu einer Verbeugung. Für die traditionelle Verbeugung war sie etwas falsch angezogen.
Bei Herausgehen fühlte sie Wars Blick auf sich ruhen und draußen stellte er bereits die Frage nach ihren weiteren Plänen. Anakin hatte draußen auf sie gewartet.


“Nun ja, ich fliege schon seit langem nichts mehr, was keinen ausreichend großen Kleiderschrank aufzuweisen hat.“

begann Padme scherzend und blickte War dabei trotz ihrer Worte ernst an. Ein Scherz, aber er verriet doch mehr als die reinen Worte vermuten ließen. Padme war nach Naboo nie wieder in einen Wing gestiegen. Hatte sich nie wieder an einer Raumschlacht beteiligt. Die Erinnerung daran saß ihr nach wie vor in den Knochen. Und es war keine schöne Erinnerung.
Trotzdem konnte sie sich des Gefühls nicht erwehren, daß das Schicksal gerade scheinbar die Laune aufwies, ihnen nicht die Möglichkeit zu geben, sich in Ruhe unterhalten zu können.


“Also tauge ich nicht für die Raumschlacht. Aber an Bord eines Schiffes zu warten, bis etwas passiert, gehört auch nicht zu meinen Stärken.“

erklärte sie, während sie in Richtung des Shuttles zurückgingen.

“Also werde ich zusehen, daß ich bereits dort bin, bevor der Rest von euch auftaucht. Vielleicht können wir die Situation für uns ausnutzen.“

Wobei Padme die Befürchtung hatte, daß sie in dieser Gruppe die Einzige war, die die Möglichkeit, daß die republikanische Flotte zurückgeschlagen werden konnte, höher ansetzte, als einen Sieg, den sie für ziemlich unwahrscheinlich hielt, in Anbetracht der Wichtigkeit Corellias.

“Anakin ist mit Sicherheit ganz erpicht darauf, die Einkaufspassagen und das Szeneviertel wiederzusehen.“

Anakin hatte Altmins Worte nicht mitbekommen. So aber konnte Padme ihm erklären, wo das nächste Ziel war.

“Maurice, wir brauchen eine Tarnung und ein Schiff, bitte, Kannst du das entsprechend in die Wege leiten, bitte? Wir werden die „Wind“ auf Lianna lassen und von dort mit einem unbekannten Schiff weiterreisen.“

Dieser nickte und hatte das Datapad in der Hand, um Informationen abzurufen und mögliche Dinge in die Wege zu leiten. Auch wenn der corellianische Widerstand sich bedeckt hielt in seinen Aktionen, war er hervorragend organisiert und für den Fall der Fälle bereit.
Und so wunderte Padme sich nicht, als ihr Maurice einen Chip in die Hand drückte, als sie auf das Shuttle zuliefen. Sie umarmte ihn kurz zum Abschied, aber nun war Eile geboten, wie ihnen Altmins Worte das klar gemacht hatten. Auf War wartete mindestens doppelt soviel Arbeit.


“Irgendwie, War, habe ich das Gefühl, daß wir laufend dazu verdammt sind, voneinander Abschied zu nehmen.“

sagte Padme nachdenklich und leise zu War, während sie nebeneinander hergingen.
Maurice hatte sich zu seinem Speeder begeben und sie hatten ihr Shuttle erreicht. An Bord würden sie Tomm in Kenntnis davon setzen, was Altmin ihnen erzählt hatte. Padme wunderte sich sowieso, daß er nicht mitgekommen war.


Mon Calamari - Coral City - Militär HQ – Landefeld - Vor dem Shuttle- Anakin, War und Padme
 
Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken , Tomm

Raiken versuchte die Bilder in seinem Kopf zu vergessen, doch dies gelang ihm einfach nicht. Der Schmerz war immernoch frisch und der Verlust immernoch nahe genug um eine Träne zu vergießen. Doch plötzlich spürte er wieder dieses seltsame Gefühl, dass er zuletzt auf Lianna wahrgenommen hatte. Er sah sich um und schlenderte weiter durch die Gassen. Je weiter er kam desto intensiver wurde es. Schließlich begann er zu laufen. Die Leute um ihn herum wurden immer weniger und irgendwann war er alleine. Er wusste nicht wie , aber scheinbar schien er eine Präsenz spüren zu können. Nur so konnte er sich das erklären. Erst auf Tatooine, als er den Jedi traf und später dann auf Lianna , wo er sich im Tempel der Jedi befand. Würde er wirklich auf einen Jedi treffen? Er lief weiter , übersah in seiner Eile einen Stein und stolperte in eine Gasse , wo er hart auf dem Boden landete. Vor ihm stand eine Person die eine mächtige Aura ausstrahlte. Und weiter oben machte er eine weitere Person aus, die gerade irgendwas abgefeuert hatte.

Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken , Tomm
 
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In den Strassen von Coral City, allein, in der Nähe Naju und Raiken

Seine Wachsamkeit ließ langsam etwas nach. Entspannt machte Tomm sich auf den Weg zurück zum Militärstützpunkt, um zu Padme und War zu stoßen. Tomm hoffte, daß die Verhandlungen gut verliefen. Hier draußen jedenfalls schien stimmungsmäßig alles in Ordnung zu sein, was die Meinung der Bevölkerung zur Republik betraf. Während er erneut in eine Gasse einbog, die ihn Richtung Stützpunkt führte, machte Tomm sich Gedanken darüber, wie es für ihn persönlich in naher Zukunft weitergehen würde. Einen neuen Schüler würde Tomm sich so schnell wohl nicht suchen, trotzdem wäre es sicher sinnvoll, sich ein Schiff zuzulegen, welches seinen Jäger mitführen konnte und ausreichend Platz für vielleicht fünf Personen bot. Zumindest aber mehr als nur für eine. Etwas corellianisches vielleicht.
Plötzlich stach ihn etwas in den Nacken. Eine Gefahr hatte er nicht gespürt, deswegen überlegte er zuerst, ob es auf Mon Cal Insekten gab. Wenn ja, dann war es sicherlich kein kleines, was den Schmerz des Einstiches anging. Er tastete instinktiv danach und spürte etwas metallisches. Kein Insekt also. Aus den Augenwinkeln sah Tomm gerade noch eine Person, die auf ihn zustürzte und dabei wohl stolperte und stürzte (Raiken). Ein Angriff, dachte Tomm, während sich ein merkwürdig blauer Schleier in seinem Kopf ausbreitete und ihm schlecht wurde. Die Knie gaben nach. Tomm mußte sich irgendwie setzen. Noch immer etwas verwundert über die Tatsache, daß er keine Gefahr durch die Macht wahrgenommen hatte, brach er mehr oder weniger auf der Strasse zusammen. Seinen Puls konnte er im Kopf hören. Unfähig, wieder aufzustehen, bekam Tomm aber durch den Schleier einiges in seiner Umgebung mit. Es hatte etwas surreales an sich, alles durch einen blauen Farbfilter zu sehen. Andere Farben konnte Tomm nicht wahrnehmen. Stimmen drangen nur von Ferne und sehr leise zu ihm. Am lautesten war noch immer sein Herzschlag zu vernehmen. Nur langsam ebbte dieser ab und die Kraft kehrte in seine Beine zurück. Was war das gewesen? Auf jeden Fall schien sein Angreifer nicht genug von dem Gift - Tomm nahm an, daß es welches war - benutzt zu haben. Er war nicht bewußtlos. Trotzdem machte sich ein merkwürdiges Gefühl breit. Tomm wurde zunehmend benommen. Alles wurde ihm egal, obwohl er gegen dieses Gefühl ankämpfte. Was wollte der Junge won ihm, der in die Gasse ihm nach gestolpert war und den Pfeil abgeschossen haben mußte? Aber auch das war ihm langsam egal. Das Gift siegte über seinen Willen. Vorerst jedenfalls, dachte Tomm als letzten klaren Gedanken, bevor er innerlich kapitulieren mußte.


In den Strassen von Coral City, mit Raiken (unbekannterweise), in der Nähe Naju
 
Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken , Tomm , Naju

Raiken kämpfte sich wieder auf die Beine und fing den Jedi auf, bevor dieser zu Boden ging. Er hielt ihn in seinen Armen und beobachtete den Schützen.

" Ich bin Raiken Skywalker und wurde vom Jedi Orden geschickt."

Er wusste nicht mal ob er überhaupt wahrgenommen wurde. Der Jedi sah ziemlich benommen aus. Alles ging so schnell und er wusste nicht, was er machen sollte. Der Angreifer schien kein Amateur zu sein. Raiken wollte den Jedi retten, aber seine Zeit wurde knapp.

Mon Calamari - in den Straßen von Coral City - Raiken , Tomm , Naju
 
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