Mon Calamari (Calamari-System)

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"Für die kleinen, aber feinen Details wird ihnen die Kanzlei behilflich sein. Ich bin mir auch sehrwohl im klaren, dass die Umsetzung dieses Projektes nicht einfach zu bewerkstelligen sein wird. Aber wer, wenn nicht Sie, sind der richtige Mann dafür?" erwiderte John und prostete dem Senator zu.

"Was das technische Know-how angeht. Wir haben eine ganze Menge ausgewiesener Experten. Techniker, die sich mit dieser Materie den lieben langen Tag beschäftigen. Bisher jedoch nur im Verborgenen. Die Idee mit der eigenen Firma finde ich ausgezeichnet. Wir streben an uns in die Schwerindustrie einzukaufen. Es gibt günstig Aufbereitungsanlagen und Verarbeitungsbetriebe, die auf nicht mehr rentablen Monden und Planetoiden stehen. Sie stellen für die Betreiberfirmen Altlasten da und sind für ein geringes Entgeld zu bekommen. Dort könnte man diese industriellen Bestrebungen verlegen. Unsere Organisation macht durch die einen oder anderen Geschäfte größere Summen Credits und damit liese sich auch die angestrebte Bank finanzieren. Billige Arbeitskräfte können wir ebenso stellen. Sie müssen lediglich dem ganzen einen legalen Anstrich geben und am Ende wird es profitabel für uns alle sein. Ob sie damit mit der Republik packtieren, dem Imperium oder dem Teufel, dass ist letztendlich zweitrangig, hauptsache die Geschäfte laufen glatt und störungsfrei."

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[Mon Calamari | Coral City | Senatskomplex | 1. Stock | Konferenzzimmer]
Chandran, Surondu, Turima und jeweiliges Gefolge



»Ich weiß, dass es nicht das einzige Piratenproblem in der Galaxis ist«, bestätigte der junge Naboo. Er bemühte sich, seine Antwort nicht allzu gereizt klingen zu lassen. Aber diese Phrase hatte er von anderen Senatoren erwartet und nicht von der Hapanerin, die ihm bisher doch recht sympathisch gewesen war.

Natürlich wusste er das. Er war kein Kind. Leidenschaftlich vielleicht. Stürmisch. Manchmal auch zu schnell vorpreschend. Aber nicht naiv. Zumindest hoffte er das.

Er räusperte sich kurz und wartete ein, zwei Herzschläge ab, bis er wieder ruhiger fortfuhr.
»Natürlich haben sie Recht, Senatorin Belandri. Der Verteidigungsausschuss muss darüber entscheiden. Sehr gerne nehme ich mich dieser Sache an. Aber es wäre natürlich von Vorteil, wenn ich das nicht alleine tue.«

Sein Blick glitt zu dem Pacithhip. »Botschafter Floras sollte dem Ausschuss aus erster Hand von dieser Piratenplage berichten. Die Ausschussmitglieder sollen ihn und durch ihn sein ganzes Volk sehen, dass darunter leidet.«

Chandrans Blick glitt zurück zu Turima. »Ich werde dem Ausschuss sagen, dass ein so immenses Problem auch schnell über die Grenze schwappen kann. Wie ich bereits erwähnte, liegt Naboo nicht allzu weit von Shimia entfernt. Manchmal ist es von Nöten, präventiv vorzubeugen. Selbst wenn Shimia noch kein Mitglied der Neuen Republik ist, könnte die Flotte mit dem Einverständnis der Regierung der Pacithhip tätig werden.«

Der Senator von Naboo machte eine kurze Kunstpause. »Ich könnte mir vorstellen, dass einige andere Senatoren uns dabei unterstützen. Dabei denke ich zum Beispiel auch an den neuen Senator von Sluiss Van. Aber da wir alle noch relativ neu im Amt sind, wäre eine erfahrene Senatorin wie sie eine gewichtige Fürsprecherin im Verteidigungsausschuss.«

Fragend blickte er zu Turima. Gerade in außen- und verteidigungspolitischen Fragen konnte Chandran schnell in Wallung kommen. Der Naboo hoffte, dass ihm dies nicht irgendwann zum Nachteil werden würde.


[Mon Calamari | Coral City | Senatskomplex | 1. Stock | Konferenzzimmer]
Chandran, Surondu, Turima und jeweiliges Gefolge
 
Mon Calamari - Coral City - Senatskomplex - 1. Stock - Besprechungszimmer - Surondu, Chandran und Turima mit dem jeweiligen Gefolge (NPC)

Insgeheim amüsiert darüber wie sehr sich der junge Senator von Naboo gleich über die schlimme Lage Shimias echauffieren konnte, verfolgte die erfahrene Diplomatin die Worte von Sonthi. Hörte sie da etwas einen gewissen Ehrgeiz, ein gewisses Geltungsbedürfnis heraus? Auf jeden Fall stimmte er ihren Vorgehen bezüglich der Verteidigungsausschusses sofort zu und war auch bereit dies selbst in die Hand zu nehmen. Ja, sollte Sonthi weiterhin mit diesem Elan zur Sache zu gehen, dann würde er in Zukunft bestimmt noch von sich reden machen, aber ob in positiver oder negativer Hinsicht vermochte Turima beim besten Willen nicht zu sagen.

"Senator Sonthi, Ihr Plädoyer für Shimia in Ehren, aber ich fürchte für die Mitglieder des Verteidigungsausschusses dürfte dies eine Sachlage sein, mit der sie häufig, wenn nicht sogar tagtäglich konfrontiert sind. Dies ist schließlich keine friedliche Galaxis, so sehr ich mir das auch wünsche."

Dabei glitt ihr Blick auf den beiden Dickhäutern, welche dem Wortwechsel schweigend folgten.

"Ich habe durchaus Verständnis für Ihre Lage. Meine Heimatwelten wurden selbst noch vor kurzem durch das Imperium völlig vom Rest der Galaxis abgeschottet und weiß daher genau zu welchen Problemen dies führen kann. Dazu möchte ich betonen, dass das Hapan Konsortium bereits ein Mitglied der Neuen Republik war. Allerdings hat es das Oberkommando der Flotte selbst in diesem Fall vorgezogen zwar Raumschiffe bereit zu stellen, hat aber keinen offenen Angriff riskiert. Daher würde ich mich nicht darauf verlassen, dass für einen Planeten, der zwar auf dem besten Wege ist eine Mitgliedwelt der Neuen Republik zu werden, aber dies eben noch nicht ist, ohne weitere Fragen oder Prüfungen sofort die halbe Flotte in diesem Teil der Galaxis zu mobilisiert wird",

schilderte sie ihre Sicht der Dinge, da ihr Sonthi in dem Fall etwas zu blauäugig vorkam. Als ob es sich der Verteidigungsausschuss nehmen lassen würde die Situation selbst zu prüfen und stattdessen ohne zu zögern Sonthis Wünschen nachkommen würde! Der Naboo konnte den Shimianern doch in der Hinsicht wirklich nichts versprechen. Außerdem was würde das für einen Eindruck auf die Pacithhip machen, wenn er ihnen versprach was sie hören wollten und der Verteidigungsausschuss sich dann aus welchen Gründen auch immer quer stellte. Die erfahrene Diplomatin zog es da viel lieber vor realistisch zu bleiben.

"Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, Botschafter Floras. Ich befürworte ebenfalls ein Tätigwerden der republikanischen Flotte. Aber niemand hier im Raum kann versprechen wann letztlich ausreichend Raumschiffe dafür zur Verfügung stehen. Immerhin gibt es derzeit ja auch noch keinen Friedensvertrag mit dem Imperium - die Verhandlungen laufen ja noch. Daher wird ein großer Teil der Flotte noch immer zur Verteidigung gegen das Imperium benötigt",

stellte die hapanische Senatorin klar.

"Dennoch werde ich natürlich Senator Sonthi zum Verteidigungsausschuss begleiten und die Entsendung von Schiffen befürworten",

versprach sie ihren Gesprächspartnern.

"Wie lange kämpfen Sie eigentlich auf Shimia schon mit diesem Piratenproblem?"

fragte Turima dann die Pacithhip. Sollte dies schon länger der Fall sein würden womöglich ein paar weitere Wochen auch keinen großen Unterschied mehr machen. Hapan hatte damit schließlich auch zurecht kommen müssen und das war ihnen mit der Zeit auch gelungen.

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~~~ Calamari-System ~ Mon Calamari ~ Coral City ~ Krankenhaus ~ Chirurgie ~~~

Jibrielle sah auf die Ohr an der Wand. Noch neun Minuten.

"Deine Schülerin kann sich glücklich schätzen. Sie hat die schönste aller Meisterinnen, und die beste. Und ich hoffe Nylia ist hääässslich."

Die Jedi grinste Miranda an und nickte gewichtig. Nylia war natürlich überhaupt nicht hässlich, ganz im Gegenteil. Doch das würde sie gegenüber Miranda niemals zugeben. Zumindest nicht heute.

"Das war natürlich ein Spaß. Deine Pflicht ruft, und deine Schülerin hat ein Recht auf dich."

Miranda fragte wegen dem Essen nach, dass nun nur noch eine volle Gabel von der vollständigen Verputzung entfernt war. Ob Jibrielle wirklich vier Leute verprügelt hätte. Ohje, dachte die Jedi, der Instinkt dieser Frau war ja schon fast gruselig. Sie winkte mit der Hand ab und kicherte, wenngleich auch ein wenig zu leugnerisch.

"Aber totaaal. Das ist voll mein Ding – so unschuldige Festivalbesucher vertrimmen, haha!"

sagte sie und versuchte sich an einem Augenzwinkern. Zum Glück war Miras zweiter Einwand angenehmer.

"Kommen wir zu meiner Forderung … Küss mich!"

Jibrielle lachte auf und beugte sich zu ihrer Freundin herunter. Mira zu küssen war freier Fall ohne Landung.

"Äh-hem."

räusperte sich nicht sehr laut aber vernehmlich genug die Schwester im vorbeigehen an der Tür. Jibrielle schlug die Augen wieder auf und erhob sich wieder von dem Bett, auf das sie halb drauf geklettert war. Die Zeit war abgelaufen. Draußen im Gang waren nun verstärkt Schritte und Gemurmel zu hören, als ein paar dutzend Besucher die Zimmer verließen. Bei der Macht, es war einfach nicht okay, dass ihr dies so schwer fiel.

"Habe ich dir schon gesagt, dass ich dich liebe? Werd bloß schnell wieder gesund, meine kleine Nachtigall, ja?"

Mira murmelte ihr ihre Antwort zu, Jibrielle lächelte bis über beide Ohren und schloss die Naboo für eine weitere gestohlene halbe Minute in die Arme – bevor sie schließlich aufstand, ihre Sachen vom Fensterbrett nahm und zügig zur Zimmertür ging. Im Rahmen blieb sie noch einmal stehen, ließ die Fingernägel ihrer Linken zwei Mal gegen die Plastik klappern, bis sich auf die Unterlippe, die in diesem Augenblick noch nach ihr schmeckte, und winkte Mira ein letztes Mal zu, bevor sie einen weiteren Schritt machte und sich nicht mehr sahen.

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Die Herumfahrerei in Coral City samt Auschecken aus dem Hotel, das der Orden gebucht hatte, und einem letzten Stop bei Miras Luxushotel dauerte nur drei Stunden, kam Jibrielle jedoch vor wie ein ganzer Tag. Ihre Gedanken schwankten zwischen Planungserwägungen über das anstehende Training und den Erinnerungen an die letzten Tage hin und her. Ohne noch einmal in das Hotel zurück zu blicken, dass sich ihr aus verschiedensten Gründen nun für immer ins Gehirn gebrannt hatte, stieg sie in das kleine gelbe Robotaxi, dass sie zum Raumhafen bringen würde. Mit dunkler Jeans, einem violetten, ärmellosen T-Shirt und einer schwarzen Kunstlederjacke bekleidet setzte sie sich ungemütlich auf den Rücksitz und gab ihren Fahrwunsch an. Der Droide am Steuer fiepte sie zweimal vergnügt an, bestätigte somit, dass er das Reiseziel verstanden hatte, und sauste gediegen aber hurtig los.

Jibrielle lehnte am Fenster und schaute auf die plötzlich gar nicht mehr pulsierende Lebendigkeit ausstrahlenden Lichter Coral Citys bei Nacht. Jetzt wirkten die Straßen trostlos. Die Laternen und Reklametafeln warfen ihren vergeblich ihren Schein in Straßen, die ansonsten von der Dunkelheit verschluckt wurden und eine unüberschaubare Zahl an traurigen Personen verbergen konnten. Andere Speeder schossen an ihrem vorbei, hinein ins Nirgendwo. Leute liefen in strömenden Herden über die Fußgängerwege, ohne einander die Einsamkeit der anderen zu beachten, zu sehr beschäftigt mit ihrer eigenen. In ihrem Hinterkopf lauerten die Schuldgefühle darüber, dass Nylia sich mit einer so abgelenkten, nicht zu hundert Prozent den Jedi gewidmeten Meisterin bedienen musste, doch war jetzt noch nicht der Moment, in dem sie sich diesen Gedanken schon voll und ganz hingeben konnte. Das Gefühl, hier und jetzt etwas zurück zu lassen, dass für immer verloren sein würde, dass es nicht einfach so gut weitergehen konnte, dass Mira mit jedem Schritt den sie tat ein bisschen mehr wieder aus ihrem Leben verschwinden würde, war überwältigend. Und alles was ihr als Erinnerung bleiben würde, war … alles was ihr von Mira blieb war … sie hatte das T-Shirt, die Hose und die Sonnenbrille natürlich in Miras Hotelzimmer gelassen. Hektisch griff Jibrielle an ihre Reisetasche, die neben ihr auf dem Rücksitz lag, und wühlte darin herum. Nach ein paar Augenblicken atmete sie erleichtert auf, als sie Mirandas geborgte Jacke in den Händen hielt. Das hatte sie zwar nicht unbedingt so geplant gehabt, war nun aber froh, sich das Textil der Naboo noch ein wenig weiter leihen zu können. Schnell tauschte sie die jetzige Jacke gegen die ihrer Freundin aus. Eine Minute lang saß sie in seltsamer Ruhe in ihrem Sitz, blickte auf die an ihnen vorbeihuschenden Fahrbahnmarkierungen vorbei, als ihr das auf einem kleinen Hügel gelegene Krankenhaus, in dem Miranda schlief, ins Auge fiel. Einundzwangzig. Zweiundzwangzig. Dreiundzwanzig.


"Stop! Anhalten!"

rief Jibrielle plötzlich und mit erstaunlich humanoid scheinender Erschreckbarkeit ging der Droide in die Bremsen. Mit tiefem, brummigen Piepen kam der Bot, der über die schriftliche Kommunikationsanzeige über den Rückspiegel wüste Erkundigungen über den Ausbruch seines Passagiers einholte, an einer Tankstelle nur hundert Meter weiter zum Stehen. Über der Eingangstür prangte der in stolzen Lettern der Name 'Saftladen'. Perfekt.

"Ähm, bitte warten sie auf mich. Lassen sie die Uhr laufen – ich bin gleich wieder da."

Die Beine in die Hand nehmend hechtete Jibrielle auf die Tankstelle zu und stürmte hinein. Die Mon Calamari an der Theke macht gewaltig große Augen und wägte wohl ab, ob sie gerade überfallen wurde oder nicht. Als Jibrielle durch die Gänge tigerte, huschte ihr blick über die vielen billigen aber kostspieligen Konsumartikel, die niemand brauchte und für die doch ständig an Tankstellen gehalten wurde. Die Jedi suchte jedoch nichts dergleichen.

"Haben sie – Entschuldigung, haben sie sowas wie … wie nennt man die … Einwegkameras?"

Die Mon Calamari, die inzwischen reichlich neugierig und fasziniert beobachtete, was die hektische Kundin wohl vorhatte, wies reflexmäßig auf ein Regal in der rechten Ecke des Geschäfts. Jibrielle starrte auf mindestens zehn verschiedene Modelle mit verschiedensten technischen Ausstattungen, Formaten und Gimicks. Da sie von solcherlei Kram weniger Ahnung hatte, als ein Rancor von Rosenzucht, nahm sie die mit der schönsten Farbe. Morastgrün.

"Ähhhhhhhhhh …"

sagte ein männlicher Mensch vor ihr an der Kasse und rieb sich seinen dichten, grauen Bart. In seiner Hand hielt er ein paar besonders hässliche Kopfhörer von der Stange.

"Gibt’s die auch in Maulwurfsgrau?"

"Nix grau – kackbraun!"


sagte die Mon Calamari und kaute demonstrativ auf einem Kaugummi herum.

"Und das nennen sie einen kundenfreundlichen Laden? Das is'n Saftladen, is das! Wenn ich das g-"

"Entschuldigung, darf ich mal, geht ganz schnell."

meinte Jibrielle und schob sich an dem Mann vorbei, lächelte die Verkäuferin schnell an und knallte die Kamera auf den Tresen.

"Sonst noch was?"

fragte die Frau total interessiert blickte die Jedi forschend an. Jibrielle biss sich auf die Lippe und sah noch einmal nach Links und Rechts zur Quängelware. Es machte Klick, schnappte sich etwas von einem Drehständer und legte es geruhsam auf die Theke zu ihrer Kamera.

"Das wäre dann alles, bitte ..."

Hosen- und Jackentaschen mit ihrem neu erworbenen Gut gefüllt spurtete Jibrielle über den Asphalt des Parkplatzes, über die Straße hinweg und den mit Gras bewachsenen Hang hinauf, der des Nachts schwarz-grünlich schimmerte. Die Jedi sprang über ein paar Rosenhecken und schlängelte sich zwischen exotischen Zedernreihen hindurch, bis sie die Südseite des Krankenhauses erreichte, nur halb von den Lichtern des Metropole beleuchtet, die das Krankenhaus in einem kleinen, abgeschieden wirkenden Kreis umschloss. Jibrielle brauchte nicht extra auszuharren und ihre Fühler tief in die Macht sinken zu lassen, um zu wissen, wohin sie gehen musste. Noch einmal schaute sie sich kurz um, ob der Gartenplatz auch wirklich so verlassen war, wie er schien, und sprang. Mit einem Satz flog sie auf das erste Vordach, mit einem zweiten landete sie auf dem darüberliegenden. Gebückt tappste sie auf das Fenster zu, lugte hinein, die Hand über den Augen und an die Scheibe gedrückt. Und da war sie in ihrem Einzelzimmer und schlief. Jibrielle klopfte mit den Fingerknöcheln gegen das Glas. Einmal, zweimal, dreimal. Dann war Mira wach. Jibrielle Herz flammte auf, als sie die Überraschung im Gesicht der Naboo hervorblitzen sah. Die Jedi grinste sie an. Einen Augenblick brauchte Miranda offenbar, um zu verstehen, dass sie nicht gerade träumte, doch stand sie schließlich in ihrem Krankenhaushemdchen aus dem Bett auf und ging zu Jibrielle am Fenster herüber. Mit leicht geöffneten Mund sah Mira ihre Freundin an. Jibrielle wusste nicht, was die eigentlich nachtschlafende DJane in diesem Moment mehr schockieren mochte - Jibrielles Auftauchen auf dem Vordacht der zweiten Etage eines Krankenhauses oder der Umstand, dass sie überhaupt wieder aufgetaucht war, dass die letzte Woche kein Traum gewesen war. Denn Jibrielle ging es genauso. Sie strahlte Mira an und wies auf die ankippbare, obere Fensterklappe. Die sprachlose Naboo öffnete.

"Heeey meine Schöne, tut mir leid, dass ich dich geweckt habe."

summte Jibrielle und legte ihre linke Hand ans Fenster, in der Hoffnung, Miranda würde ihre auf der andereren Seite dagegenhalten.

"Als ich im Taxi saß, kam mir eine furchtbare Erkenntnis: Wir haben überhaupt keine richtigen Souveniers - oder besser gesagt, Erinnerungsstücke. Also ich habe deine Jacke - wie du siehst ..."

sagte Jibrielle und zeigte mit hektischen Bewegungen auf ihren Oberkörper.

"... aber du hast auf jeden Fall nichts von mir. Also bin ich in den Laden unten und habe schnell was eingekauft."

Mit der rechten Hand fischte Jibrielle auf ihrer Jackentasche die morastgrüne Einwegkamera heraus. Wie ihr die seltsam neugierige Verkäuferin beim Rauslaufen hinterhergebrüllt hatte, sei dies eine dieser Retrokameras, die sofort ein Bild ausdruckten, und zwar mit einem klobigen weißen Rand. Aber von solchen Dingen hatte die Jedi keine Ahnung und egal war ihr das auch. Hauptsache man konnte damit ein Stück dieses Moments festhalten. Sie hielt die Kamera auf Armeslänge von sich entfernt, zielte ungelenk mit dem Objektiv auf sich, grinste breit und drückte ab. Es machte Knips, blitzte, und keine zwei Sekunden später kam ein Bild herausgeschossen, das uralt aussah. Sie sah irgendwie furchtbar darauf aus, dachte Jibrielle, so mit geschlossen Augen lächelnd, das ganze Spallier ihrer Zähne blitzend, die Zahnlücke so groß wie eine Häuserschlucht. Naja, besser würde es kau werden, nahm die Jedi an und steckte Miranda das Bild durch den Fensterspalt.

"Damit du nicht vergisst, wie schrecklich ich aussehe! So - jetzt bist du dran!"

sagte Jibrielle, zwinkerte ihrer Freundin zu und fotografierte sie, bevor die DJane das Weite suchen oder sich wehren konnte. Es machte Flutsch und schon bestaunte Jibrielle das Foto von Miranda. Die Blitzlichtreflexion verdeckte fast die Hälfte des Motivs, doch zum Glück guckte sie zwischen all dem Weiß das mit großen Augen und rundem Mund staunende Gesicht Mirandas an. Jibrielle lachte auf, drückte einen Kuss auf die Glasscheibe und steckte sich das Foto in die Jackentasche, die sie mit einem Reißverschluss verschließen konnte. Seufzend steckte sie die Einwegkamera wieder in weg. Das dabei entstehende Klimpern in der Hosentasche hätte es nicht gebraucht, um sie an den anderen Einkauf zu erinnern.

"Und dann hab ich noch das hier geholt ..."

Jibrielle holte ein kleines Medaillion hervor, an dem zwei Ketten befestigt waren. Es war ein kitschig geformtes Herzchen, dass in der Mitte geteilt war. Auf der einen Seite prangte ein 'S', auf der anderen ein 'L', in der Mitte ein gespaltenes Pluszeichen.

"Sie hatten es leider nicht in unseren Initialen. Aber was solls, nicht wahr?"

"Sagen wir einfach ... sagen wir das 'L' steht für ..."

Mira schaute auf das Foto in ihrer Hand.

"Lücke - deine süße Zahnlücke!"

Jibrielle protestierte nur kurz, bevor sie zusammen in Gelächter ausbrachen. Schnell aber rissen sie sich wieder zusammen, um nicht zu laut zu sein und nicht unnötig Aufmerksamkeit zu erregen.

"Und das 'S' steht für - Sugar - hmmm ne, du bist ja keine Katze. Hmmm - Schatz? Zu simpel, oder? Aiaiaiai ... Schhhhhhhhhh-Sunshine ... weil ... nach dem Corellian Sunshine, den du mir bei unserer ersten Begegnung gemixt hast."

sagte Jibrielle, kriegte ein heißes Gesicht und blickte Miranda fest in die Augen. Sie teilte das Medaillion in seine zwei Hälften und reichte Mira die Seite mit dem 'L' durch die Luke hindurch. Ihre Hälfte mit dem 'S' hängte sich Jibrielle um den Hals. Aus der Ferne erklang dumpf das Tönen einer Taxihupe. Jibrielle lächelte gefasst. Der Zeigefinger ihrer linken Hand tippte im sanften Rhythmus gegen die Fensterscheibe.

"Ich sehe dich. Auf Lianna. Ich lieb dich, hörst du?"

sagte sie und küsste noch einmal kurz und mit geschlossenen Augen das Glas, ehe sie auf der Stelle kehrt machte und von der Kante des Daches in die Dunkelheit davonsprang.

~~~ Calamari-System ~ Mon Calamari ~ Coral City ~ in der Dunkelheit der Nacht ~~~
 
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Luiss nickte zufrieden. „Selbstverständlich bin ich der richtige Mann für diese Unternehmung“, begann er zu reden. „Aber ich konnte nicht sicher sein, ob sie sich im klaren darüber waren, was alles im Hintergrund einer Firmengründung. Doch wie sie eindrucksvoll bewiesen haben, sind sie durchaus über diese Vorgänge im Bilde.“
Luiss erwiderte fröhlich den Salut von Mister Doe.

„Es ist schön zu hören, dass es bereits die ersten Grundlagen an Know-How gibt. Ich werde diese Experten dann mit eurer Erlaubnis in meiner Firma ganz legal anstellen. Diese günstigen Fabrikanlagen sind mir bekannt. Die Ausbreitung der Galaxie hatte zur Folge, dass es immer einen Planeten gab, der noch billigere Arbeitskräfte zur Verfügung stellen konnte. Allerdings ist mir jetzt keine Industrieanlage bekannt, die noch halbwegs in einem annehmbaren Zustand wäre, so dass sie ohne weiteres in Betrieb genommen werden kann. Allerdings bin ich auf diesem Gebiet auch momentan nicht so informiert. Falls sie schon einen Standort für diese Recyclinganalge ins Auge gefasst haben, so bin ich gerne für Anregungen offen. Am besten wäre es natürlich wenn man direkt einen Planeten findet, der Platz für einen ganzen Industriepark bietet. Dass würde Transportkosten minimieren und es wäre alles leichter zu verwalten. Denn mir schwebt unter anderem ein Einstieg in die Waffenproduktion und in den Raumschiffbau vor. zwar sind diese Felder heiß umkämpft, aber ich denke, dass meine Firma für ihre Produkte genügend Abnehmer finden könnte.“

Luiss grinste John an.

„Die Bank ist vor allem dazu da, um Gelder über Kundenkonten und Investments zu waschen. Denn schließlich gibt es immer noch eine Finanzbehörde, die einem im Nacken sitzen könnte.“

Luiss war bis jetzt äußerst zufrieden mit ihrem Gespräch. Zwar würde es nicht gerade einfach werden ein Konsortium von der Größe aufzubauen, wie er es sich vorstellte. Doch er war zuversichtlich, dass er es mit der von Mister Doe zugesicherten Hilfe sicher ziemlich schnell profitabel machen konnte. Schließlich hatte er bereits Erfahrung bei der Leitung von großen Unternehmen.


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"Wir verfolgen schon seit einer geraumen Zeit das Ziel unsere Geschäftsfelder auszuweiten, kleinere Unternehmungen haben wir schon seit einer ganzen Weile betrieben, aber der Einstieg ins richtig große Geschäft, der steht noch aus. Das wird sich aber jetzt ändern. Wir sind aber sehr gut vernetzt und gerade diese kleineren Betriebe, die Pleite gegangen sind, haben wir wachsam beobachtet. Ich kann Ihnen auch im Moment keine konkreten Punkte nennen, dafür haben wir aber eine umfangreiche Datenbank angelegt. Zahlreiche Betriebe sind regelrecht abgewirtschaftet, die Vorbesitzer hatten nie in Weiterentwicklungen investiert und dort kann man auch wirtschaftlich kaum noch etwas stemmen. Wir sind im Besitz der einen oder anderen Immobilie, nutzen sie aber für andere Zwecke. Es gibt aber ungefähr eine handvoll Anlagen, die noch als gut brauchbar beschrieben werden und wo man nicht viel investieren muß um sie am Laufen zu halten. Unsere Techniker sind auch auf Improvisation eingestellt. Wenn ich das letzte Communique richtig im Kopf habe, ist es möglich binnen 4 Wochen die Anlagen umzurüsten und in Betrieb zu nehmen. Für die 1. Phase kann man schon mit der Produktion beginnen. Sollte sich das System als erfolgsversprechend erweisen, dann könnte man direkt mit frischem Kapital eine moderne Anlage mit entsprechend langer Laufzeit aufbauen. Die vorinstallierten Anlagenkomplexe haben wir ja aufgekauft." erwiderte John Doe und genehmigte sich einen Schluck von dem Whisky.

Bei dem Satz über die Finanzaufsicht, verzog er das Gesicht zu einem grimmigen Lächeln.
" Diese Aufsichtsbehörden sind in der Tat mehr als lästig. Es empfiehlt sich, ein Doppelsystem zu installieren. Den offiziellen Kern der Geschäfte, die einer scharfen Prüfung auch lückenlos standhalten, durchaus auch mit ganz normalen legalen Bankgeschäften. Und dann den zweiten Teil, der nicht über die offiziellen Bücher läuft und von der die Aufsichtsbehörde gar nichts in Erfahrung bringen kann. Man kann die Gelder der Schattenbank natürlich in die offizielle Bank transferieren. Es gibt aufwändige Systeme, bei denen man Geldströme splittet und umdeklariert, so dass sie ganz legal aussehen. Das ganze ist nicht einfach, aber das macht gerade den Reiz aus.

Und was die Rüstungsgüter angeht. Der Markt ist stark reguliert und heiß umkämpft. Bieten sie doch die Schiffe als Zivilprodukte an, gern auch als lizensierte Ableger von demilitarisierten Kriegsschiffen und lassen sie es unter dem Deckmantel einer Tochterfirma laufen. So lässt sich der Markt leichter erobern. Es wird aber eine Sonderedition geben, mit der vollen Ausrüstung, diese wird natürlich exklusiv an unsere Firma geliefert. Es wäre ungünstig, wenn wir unsere eigenen Schiffe an eine mögliche Konkurrenz verkaufen. Gewinne und Rendite in allen Ehren, aber man sollte Waffen nur dahin liefern, wo es uns keinen Schaden zufügt.
Kleinwaffen sind eine andere Kategorie. Eigenentwicklungen sind teuer und müssten sich am Markt erst noch durchsetzen. Ich schlage auch hier eine zweigleisige Produktion vor. Man kann mehr oder weniger lizensierte, vereinfachte Versionen von bestehenden Waffen herstellen, aber zu einem deutlich günstigeren Preis, als die üblichen Anbieter es tun. Eine Produktpalette mit zivilen Versionen für den freien Markt stellen dann wieder die Gewinnsparte da, über die auch offiziell die Herstellungslizenz läuft. Ich könnte mir vorstellen, dass eine zivil legal erhältliche Waffe, die einer Armeewaffe ähnlich sieht, auf dem Markt gute Chancen hat. Denn alles, was verboten aussieht, hat einen besonderen Reiz, es zu besitzen. Damit diese Waffen überhaupt verkauft werden können, müssen sie bei wesentlichen Bauteilen nicht kompartibel mit der Armeeversion sein. Also was Abzugseinheit und Verschluß angeht. Dauerfeuereinrichtungen sind nahezu überall verboten. Und die Versionen dürfen sich nicht mit normalen Aufwand in solch eine verbotene Version umwandeln lassen. Die Abzugseinheit eines E-11 dürfte beispielsweise sich nicht in die Zivilversion einbauen lassen um so einen verbotenen Gegenstand zu erhalten. Hält man sich an diese Spielregel, dann haben sie kaum Probleme auf dem öffentlichen Markt. Für unsere "Spezialkunden" sollte es hingegen eine Version geben die sich aus den Teilen der Zivilproduktion zusammensetzen, aber einen Adapter oder eigene Komponenten enthalten, die zu einer Dauerfeuerwaffe führen. Vielleicht auch leistungsfähiger sind, als die Militärversionen. Wir kennen Waffenmeister, die so etwas mühsam in Handarbeit auf privaten Kundenwunsch bewerkstelligen. Mit den geeigneten Produktionsanlagen könnte man so was wesentlich kostengünstiger machen."


Er schänkte den anderen noch einmal aus der Whiskyflasche nach und sagte schließlich:
"Das sind jetzt nur meine spontanen Vorschläge und es handelt sich lediglich um Vorschläge. Es sind Details, die jetzt noch nicht festgeschrieben werden müssen. Ich denke, sie haben ein glückliches Händchen und mit der Kanzlei einen kompetenten Berater. Leiten Sie erstmal die Pläne schrittweise in die Wege und dann werden wir das Stück für Stück umsetzen..."

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Eigentlich wollte Surondu mit seinen Ausführungen über das Piratenproblem keinen Unmut erregen. Senator Sonthi erwies als sehr enthusiastischer, wenn auch leicht hitziger Mann, worauf eine kleine, aber dennoch unangebrachte Diskussion zwischen ihm und Senatorin Belrandi entstand. Anscheinend hatte Senator Sonthi eher noch den Ruf des unerfahrenen und belehrbaren Neulings in dieser Branche inne, sodass sich der Dickhäuter leicht amüsieren musste. Es war natürlich absolut sonnenklar, dass niemand im Senat eigenmächtig einen militärischen Großeinsatz einleiten konnte, sondern die Situation erstmals besonnen im Rat besprochen, analysiert und schließlich in angemessenen Dimensionen behoben werden musste.

Eigentlich ging Surondu davon aus, das Wichtigste gesagt zu haben, doch schien Senatorin Belrandi noch eine Sache interessiert zu haben: Einen wirklich fast schon essenziellen Aspekt:


"Wie lange kämpfen Sie eigentlich auf Shimia schon mit diesem Piratenproblem?"


Kurz blickte Surondu dem zusammengekauerten Zlsonsisk, dem die harsche Zurechtweisung von vorhin sichtlich nicht wohl bekam an, ehe dieser die Aufforderung zum Sprechen erkannte und an Surondus Stelle zu sprechen begann:

Wir haben ziemlich genaue Aufzeichnungen und wissen dadurch, dass die kriminellen Übergriffe im Orbit tendenziell stiegen. Während wir vor 7 Monaten noch von einem gewöhnlichem kriminellem Problem sprachen, nahm es in den folgen 3 Monaten schon deutlich an Dimension zu, sodass man erste militärische Schiffe sandte. Nach dem Versagen ebenjener, etwa vor 2 Monaten wurde schließlich planetarer Notstand breitgetreten, infolgedessen wurden die betroffenen und staatlich dienenden Arbeiter auf unbestimmte Zeit beurlaubt."

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Luiss hörte den Vorschlägen von Mister Doe aufmerksam zu. Er musste eingestehen, dass dieser Mann nahezu genau so wie er selbst dachte.

„Dieses Doppelsystem ist sicherlich sehr gut, aber dennoch könnten wir uns noch weiter absichern, in dem wir die Finanzbehörden unterwandern. Denn selbst als Senator reicht mein Einfluss bei solchen Behörden nicht besonders weit, es sei denn, ich werde in den Finanzausschuss gewählt oder sogar zum Finanzminister ernannt“, begann Luiss langsam zu reden.

„Sie müssen sehen, dass meine Ansichten wohl nicht zu den beliebtesten gehören. Zwar bin ich, durch meine Vorstandstätigkeit bei der Republik Engineering Corporation im Sluis Van System sehr beliebt, da diese Firma dort viele Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität garantiert, aber im Rest der Galaxie wird diese Beliebtheit wohl nicht erwidert werden. Auch wenn ich noch neu im Amt bin, möchte ich hier direkt keine zu hohen Erwartungen in meine politische Karriere setzen, da sich dass erst noch fügen muss.“

Luiss machte John lieber keine falschen Hoffnungen, was seine politische Karriere anging, da seine Position ja noch nicht einmal im Senat wirklich gefestigt war.

„Allerdings ist diese Idee mit zivilen Versionen für den formellen Markt und militärischen Versionen für den informellen Markt äußerst gut. Allerdings würde ich hier direkt vorschlagen, die militärischen Versionen in gesonderten Fabriken zu bauen, um somit die Integrität und die Legalität der zivilen Produktion zu garantieren.“

Darch, der die ganze Zeit ruhig und gelassen neben Luiss gesessen hatte und kein Wort verloren hatte, zog plötzlich einen kleinen Kommunikator aus seiner Tasche.

„Sir, entschuldigen sie, wenn ich sie unterbrechen muss, aber Hass lässt fragen, wo ihr euch aufhaltet, da ihr nicht in eurem Appartement auffindbar ward“, begann Darch zu reden.

Luiss überlegte kurz. „Sagen sie ihn, dass ich beim Essen war und dass ich wohl noch ein wenig brauchen werde, bis ich zurück kehre und ich ihn daher morgen früh in meinem Appartement empfangen werde“, gab er die Mitteilung für seinen Stellvertreter auf.

Darch nickte und entschuldigte sich kurz, um vor die Zimmertür zu gehen und Hass zu kontaktieren. Als sich die Tür hinter Luiss Leibwächter geschlossen hatte, wandte er sich wieder John zu.

„Wo waren wir stehen geblieben? Ah genau, bei den Fabriken. Ich würde da sagen, dass wir es so machen, dass sie der Kanzlei die Communiques über die Firmen zukommen lassen und diese dann offiziell von meiner Firma aufgekauft werden, wobei sie inoffiziell ja bereits in eurem Besitz sind, wenn ich das richtig verstanden habe.“

Luiss machte eine Pause, da Darch wieder das Zimmer betrat.

„Senator, Hass erwartet euch noch heute in eurem Appartement, er sagt er hat wichtige Dinge mit ihnen zu besprechen.“

„Was soll er denn großartig zu besprechen haben, was nicht bis morgen warten kann?“, antwortete Luiss ungehalten.

„Das wollte er nicht sagen“, gab Darch zurück.

„Ach es wird wieder irgendetwas eigentlich belangloses sein, dem er zu viel Beachtung schenkt“, fuhr Luiss immer noch ungehalten fort. Darch zuckte als Antwort nur mit den Schultern.

Mit diesen Worten beließ er es dabei.

„So wie es aussieht, ruft mich das langweilige politische Leben sehr bald wieder in seine klammernden Arme“, der ironische Unterton war unverkennbar herauszuhören.

Mit freudigerer Stimme fuhr er fort: „Aber ein wenig Zeit bleibt uns noch! Und wie ich sie bis jetzt einschätzen kann, wird diese äußerst angenehm verlaufen.“

Luiss prostete dem Mann, der sein Whiskeyglas angenehmerweise wieder aufgefüllt hatte erfreut und wohlwollend zu und trank dann einen Schlucke des bernsteinfarbenen Getränks.

„Falls ich es noch nicht gesagt habe, ich setze große Hoffnungen in diese Zusammenarbeit. Auf dass sie den Wohlstand sowohl von uns als Personen als auch unserer Firma fördert.“

Damit erhob Luiss sein Glas. „Wenn ich dass jetzt so sagen darf, ohne sie als Repräsentant der Firma zu kränken, ein Hoch auf das Nev Konsortium“

Darch tat es ihm gleich und erhob ebenfalls sein Glas und gemeinsam stießen sie an.



[Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | Placa Hotel, John Does Zimmer | John Doe, Luiss Nev, Darch]
 
[Mon Calamari | Coral City | Senatskomplex | 1. Stock | Konferenzzimmer]
Chandran, Surondu, Turima und jeweiliges Gefolge



Chandran nahm die leichte Tadelung Turimas mit einem sanften Lächeln entgegen, welches seine Gefühle hoffentlich verbarg. Seine Kollegin hatte ja voll und ganz recht: Der Verteidigungsausschuss hatte bestimmt täglich mit dem Problem der Piraterie zu tun. Und dabei war dies noch nicht mal die Hauptagenda des Ausschusses. Immerhin gab es einen – wenn auch nun kalten – Krieg zu führen. Der junge Naboo hoffte, dass seine Wangen nicht allzu rot wurden. Umso mehr war er erleichtert, als Senatorin Belandri ihre Unterstützung für diese Sache im Verteidigungssausschuss zusicherte. Das war sicherlich von Vorteil.

Turimas Frage über die Verteidigungsanstrengungen Shimias war eine sehr gute. Fast hätte Chandran dies sogar laut ausgerufen, konnte sich aber noch davon abhalten. Immerhin war nicht zuletzt die Verteidigung der Pacithhip ein entscheidender Faktor in der Bemessung dieser Krise. Wenn Shimia keine große Flotte hatte, konnte schon eine kleine Gruppe Piraten zu einem ernsthaften Problem werden. Umgekehrt hieß dies natürlich, dass eine große Verteidigungsstreitmacht der Pacithhip, welche dreimal überwältigt worden war, auf ein wirklich gravierendes Problem in der Region hinwies.


Der Naboo räusperte sich kurz, um die Aufmerksamkeit seiner Gesprächspartner auf sich zu ziehen. »Botschafter Floras, es wäre sehr hilfreich, wenn sie uns genauere Daten über diese Angriffe zur Verfügung stellen könnten.« Er begann an seinen Fingern Fragen abzuzählen: »Wie groß ist der Schiffsverkehr Shimias? Wie viele Piratenschiffe haben sie zählen können und welche Schiffsklassen stehen den Piraten zur Verfügung? Wie viele und welche Schiffe hat ihre Regierung zur Verteidigung entsandt? Und wie groß genau ist der wirtschaftliche Schaden und dessen Auswirkung auf die Bevölkerung?«

Sein Blick glitt zu seiner hapanischen Kollegin: »Ich bin sicher, der Ausschuss wird diese Fragen stellen, um der Piratenbekämpfung auf Shimia eine entsprechende Priorität einzuräumen. Es wäre sicherlich gut, wenn wir diese Fragen vorab klären und eventuell schon in einem Vorbericht für den Verteidigungsausschuss zusammenfassen.«

Chandran unterdrückte ein Seufzen, als er an die unumgänglichen Mühlen der Bürokratie des Senats dachte. Je mehr sie von den Formalitäten vorab erledigen konnten, umso schneller konnte dieses Problem auf die Tagesordnung des Ausschusses gesetzt werden.


[Mon Calamari | Coral City | Senatskomplex | 1. Stock | Konferenzzimmer]
Chandran, Surondu, Turima und jeweiliges Gefolge
 
[Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | Placa Hotel, John Does Zimmer | John Doe, Luiss Nev, Darch]



"Ehrenwerter Senator Nev, wir erwarten keine Wunder und auch keinen kometenhaften Aufstieg in die Ränge eines Ministerpostens. Schön, wenn es so kommt, aber Sie stehen in so einer Position wesentlich exponierter als Sie es als einfacher Senator tun. Und wer zu lange im Rampenlicht steht und wer zu nahe an den Scheinwerfer kommt, der kann sich Verbrennungen zuziehen. Wenn Sie wissen, was ich meine.
Um die Finanzbehörden können wir uns kümmern. Es gibt eine handvoll Beamter im Finanzamt, die wir...sagen wir mal, zur Kooperation überreden können. Nicht jeder Beamte ist korrupt, aber einige sind doch für gewisse Creditsummen recht empfänglich."
erklärte der Mittelsmann der Black Sun und deutete mit einem ironischen Schmunzeln ein paar Möglichkeiten an.

"Wir werden unsere Pläne, wie besprochen durchführen und sehen, wie es sich entwickelt. Ihre Vorschläge finden meine Zustimmung. Ich sehe, wir sind da auf einer Wellenlänge." ergänzte Doe.
Der bisher recht stumme Begleiter Darch meldete sich schließlich zu Wort, als dessen Komunikator zu leben anfing.
Ein gewisser Hass wünschte dringend den Senator zu sprechen und schien auch nicht bis morgen warten zu wollen.

Der Senator entschuldigte sich, denn die Pflicht nahm ihn in die klammen Arme. Er bedankte sich für das sehr kooperative Gespräch und stieß dann auf das künftige Nev-Konsortium an, mit dem Vermerk den Bav'odou nicht kränken zu wollen.
"Ich hoffe ihr Mitarbeiter ist umgänglicher als sein Name." scherzte John und nickte entschuldigend.
"Ich bin über den Ausgang unseres sehr erfüllenden Gespräches mehr als zufrieden. Es ist mir ein Vergnügen mit ihnen Geschäfte zu machen und vor allem in Zukunft viele Geschäfte zu tätigen. Und vergessen Sie nicht, Ihr Konsortium ist auch unser Konsortium und deshalb sind wir genauso an dessen Erfolg interessiert." fügte er hinzu, erhob mit den beiden anderen das Glas und stimmte ebenfalls in den Tost ein:
"Auf das Nev-Konsortium....und vergessen Sie nicht. Gesetze bedeuten nichts, der Codex bedeutet alles."

Sie leerten die Whiskyglaser, verabschiedeten sich und John Doe geleitete seine Gäste bis zur Tür.

Nun konnte er mit einem zufriedenen Lächeln sich dem wohlverdienten Schlaf wittmen.


[Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | Placa Hotel, John Does Zimmer | John Doe, Luiss Nev, Darch (haben das Zimmer verlassen)]

 
Mon Calamari - Coral City - Senatskomplex - 1. Stock - Besprechungszimmer - Surondu, Chandran und Turima mit dem jeweiligen Gefolge(NPC)

Der dickhäutige, gräuliche Botschafter Shimias reagierte prompt auf Turimas Frage nach der Dauer des Piratenproblems. Er warf seinem zuvor getadelten Begleiter einen Blick zu, so dass der ihr als Zlsonsisk vorstellte Mann die Entwicklung der Krise in kurzen Worten beschrieb. Sie nickte ernst als der Pacithhip angab, dass sich die Piratenplage in den letzten sieben Monaten so verstärkt hatte, dass das Militär Shimias bereits vor zwei Monaten erfolglos versucht hatte dem ein Ende zu bereiten. In dem Licht betrachtet erschien eine Intervention der Republik gerechtfertigt, befand die Hapanerin. Jedoch war es nicht an ihr dies zu entscheiden. Sie konnte den Shimianern lediglich ihre Unterstützung zusagen.

"Das ist wirklich ein Zeitraum, der aufgrund seiner Länge ein Eingreifen erfordert, würde ich sagen. Ein zweimonatiger Produktionsausfall kann eine Volkswirtschaft schwer treffen. Daher werde ich vor dem Verteidigungsausschuss in jedem Fall für eine baldige Intervention zugunsten Shimias plädieren",

sagte sie den Pacithhip nochmals zu. Senator Sonthi fragte an der Stelle nach wie die Lage vor Ort konkret aussah, insbesondere auch die Anzahl und Größe der Piratenraumschiffe, soweit bekannt. Dies machte in den Beitrittsverhandlungen wesentlich mehr Sinn als der vorherige, verbale Ausbruch des noch jungen Naboo, dass die Republik doch sofort Shimia zu Hilfe eilen sollte. Daher folgte sie Sonthis Fragen mit einem leicht süffisantem Lächeln. Immerhin, er lernte es noch.

"Selbstverständlich, Senator. Je umfassender und vollständiger wir die Lage vor Ort bereits darstellen können, desto schneller kann auch eine Prüfung und Beratung des Verteidigungsausschusses stattfinden",

erwiderte sie auf die Bemerkung des Naboo. Anschließend glitt ihr Blick von Sonthi zu Floras.

"Fassen Sie diese Fakten am Besten mit einer knappen, aber vollständigen Beschreibung der Lage Shimias und der Stärke der Piraten für den Ausschuss auf einer Datenkarte zusammen",

riet sie Botschafter Floras.

Mon Calamari - Coral City - Senatskomplex - 1. Stock - Besprechungszimmer - Surondu, Chandran und Turima mit dem jeweiligen Gefolge(NPC)
 
[Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | Placa Hotel, John Does Zimmer | John Doe, Luiss Nev, Darch]


Der Unterhändler der Black Sun deutete mit einem Lächeln, das Luiss sehr gefiel an, dass es der Firma ohne weiteres möglich war, die Finanzbehörden zu kontrollieren. Auch warnte er den Sluissi davor, nicht zu sehr im Scheinwerferlicht der Politik zu baden, was dem Senator durchaus bewusst war, da so etwas Neider auf den Plan rief, die in der Vergangenheit von ihm nach Geheimnissen von ihm Graben würden. Das wäre suboptimal, bei der Karriere, die der Reptiloid momentan anstrebte.

Mister Doe stimmte Luiss Plänen für sein Konsortium zu, was den Senator erfreute.

„Ich bin ganz ihrer Meinung, dass wir auf einer Wellenlänge sind und ich denke, dass sie auch in Zukunft ein einflussreicher Berater meines Unternehmens werden können, Mister Doe“, gab Luiss zurück.

Der kleine Scherz über seinen Stellvertreter Hass, blieb von Luiss selbstverständlich nicht ungehört und er musste grinsen.

„Meistens ist er ein annehmbarer Zeitgenosse, wenn er auch ein Paragraphenreiter ist und einige viel zu genau nimmt, wenn sie mich fragen“, beantwortete Luiss Johns Anspielung.

„Ich bin ebenfalls äußerst zufrieden mit dem Gespräch und werde mich in den nächsten Tagen sogleich an die Umsetzung unseres Unternehmens-Planes machen“, antwortete Luiss John. Dann stießen sie auf das Nev Konsortium an und Mister Doe ließ Luiss noch einmal wissen, dass er jetzt einen Codex über alles zu stellen hatte. Darch, John und Luiss leerten ihre Whiskeygläser und dann geleitete Mister Doe sie zur Tür des Hotelzimmers um sich dort von ihnen zu verabschieden.

Als sich die Türe des Zimmers geschlossen hatte und der Senator und sein Leibwächter auf dem leeren Gang des Placa Hotels standen, begann Darch auch sofort zu reden.

„Ein erfolgreicher Abend, Sir, wenn ich dass sagen darf, sowohl für sie als auch für mich. Und ich danke euch, dass ihr mir ebenfalls erlaubt habt, der Organisation beizutreten“, bedankte sich Darch bei seinem Dienstherren und Freund.

„So muss ich weniger vor euch geheim halten, Darch“, gab Luiss knapp zurück und machte sich auf den Weg zu den Turboliften.

Darch lief neben ihm her, was dem Menschen nicht sonderlich schwer viel, da Luiss nur langsam auf seinem Schlangenartigen Unterleib voran kroch.

„Eure Firmenidee hörte sich auch gut an, wenn ich das so sagen darf, Sir“, fuhr Darch damit fort, das Gespräch im Hotelzimmer zu rekapitulieren.

„Ja, mir bereitet nur die richtige Tarnung sorgen. Und die Tatsache, dass das Unternehmen auch ordentlich Gewinn abwerfen soll“, antwortete Luiss dem Mandalorianer.

„Das ist wohl war, Sir, aber wenn das Unternehmen einmal läuft, glaube ich, dass sie es in eine Goldgrube verwandeln können“, fuhr Darch in einem leicht schleimenden Ton fort.

Luiss nickte nur Gedankenverloren und betrat den Turbolift, den sie gerade erreicht hatten. Darch wählte ohne Umschweife das Erdgeschoss aus und schon setzte sich der Fahrstuhl in Bewegung. Die Fahrt nach unten dauerte nicht lang und Darch unternahm vorerst keinen Versuch mehr, mit Luiss Smalltalk zu führen, stattdessen waren beide in ihre Gedanken versunken.

Im Erdgeschoss angekommen, durchschritt Luiss ohne groß auf seine Umgebung zu achten, die große Lobby, die Aufgrund der späten Tageszeit sehr leer war, und machte sich auf den Weg zu ihrem Gleiter.

Als sie im Gleiter Saßen und Darch auf eine Hauptverkehrsroute zusteuerte, die immer noch stark befahren war, ergriff Luiss wieder das Wort:

„Hat Hass irgendetwas Genaueres darüber gesagt, was er denn noch mit mir bereden wollte.“

„Nein Sir, nur das er sie noch ein wenig über die Etikette im Senat auf klären möchte“, gab Darch zurück, ohne seine Konzentration vom steuern des Gleiters abzuwenden.

„Gut, also wieder so eine unnötige Aktion von ihm“, gab Luiss schlecht gelaunt zurück.

Der Rest des Fluges verlief ohne ein weiteres Gespräch. Luiss hatte sich in ein Datenpad vertieft, wo er gerade die Nachrichten, genauer gesagt einen Artikel über weitere Terroranschläge auf Planeten der Neuen Republik, las. Darch indessen konzentrierte sich auf das steuern des Gleiters.

Zurück in Luiss Appartement wartete Hass bereits auf einem Sofa im Wohnzimmer des Penthouses sitzend.

„Spät wie immer, Senator“, begrüßte Hass ihn ein wenig genervt.

„Es ist mir ebenfalls eine Freude euch zu sehen, Hass“, gab Luiss, ohne auf die schlechte Laune des anderen Sluissi einzugehen zurück.

„Entschuldigen sie uns Darch, wir werden uns in mein Arbeitszimmer zurückziehen, Guten Abend“, verabschiedete Luiss seinen Stellvertreter und machte eine Geste in die Richtung seines Arbeitszimmers.

In Luiss Arbeitszimmer angekommen, deutete der Senator seinem Stellvertreter, sich auf einen der beiden gemütlichen Gästesessel zu setzten, während sich Luiss in seinen, noch nicht auf seine Körperform angepassten Schreibtischstuhl setzte.

„Nun, was wollt ihr denn noch wichtiges mit mir bereden, dass ihr mich von meinem Abendessen wegrufen musstet?“, wollte Luiss ohne Umschweife wissen.

„Sir, ich muss euch einige Dinge erklären. Einige Dinge, die hier im Senat nicht gerne gesehen werden“, fing er an. „Sie sollten vielleicht mit ihren wirtschaftlichen Ansichten und ihrem Lobbyismus nicht unbedingt hausieren gehen, Senator.“

Luiss wurde ungehalten. „Deshalb holen sie mich mitten in der Nacht aus meinem Feierabend und lassen mich so etwas belangloses Wissen, dessen ich mir durchaus bewusst bin, Hass“, fuhr Luiss ihn ungehalten an.

Sein älterer Berater wurde nun sichtlich etwas kleinlaut.

„Nun Sir, es ist meine Pflicht euch über solche Dinge aufzuklären, außerdem könnt ihr froh sein, dass ihr heute nur wenigen Senatoren begegnet seid, daher war es mit lieber euch diese Dinge heute zu sagen, als dass ihr morgen bereits in eines dieser Fettnäpfchen tretet“, gab Hass zurück und zog einen Datenträger aus seinem Gewand.

„Außerdem wollte ich euch das hier bringen, Senator, hierauf findet ihr alles wichtige, zu eurem neuen Leben als Repräsentant Sluis Vans. Einen schönen Abend noch, Senator“, Hass legte den Datenträger auf den Tisch und stand auf und schlängelte sich aus dem Arbeitszimmer heraus, wo Luiss etwas überrumpelt zurück blieb.

„Pf, euch auch einen schönen Abend, Hass“, sagte er noch sarkastisch, aber der andere Sluissi war schon zu weit entfernt um es zu hören.

Luiss ließ also den Datenträger an seiner Konsole am Schreibtisch einlesen und begann etwas lustlos die dort geschriebenen Zeilen zu überfliegen.


[Calamari-System | Mon Calamari | Coral City | Senator Nevs Appartement | Luiss Nev]
 
[Dac-Raumhafen-Shuttle "Monn&Sun"] Erl, Gefolge
Mit einem dumpfen Knirschen setzte das alte Shuttle aus. Der alte Mensch erhob sich aus seinem Stuhl und machte die wenigen Schritte vom Aufenthaltsraum des Transporters bis zur Tür. Seine Sekretärin und sein Dolmetscher erwarteten ihn bereits. Beide machten dem Senator manchmal aus irgendeinem irrationalem Grund Angst.
Bei der Chiss konnte er es noch verstehen. Häufig fühlte er sich beobachtet auch wenn sie ganz woanders hinsah. Er machte das fehlen von Pupillen dafür verantwortlich.
Bei TC allerdings war es ihm schleierhaft. Der Droide war wie jeder Protokolldroide: höflich und überängstlich. Alles was ihn von anderen Droiden unterscheid war seine Plattung.

Erl schob die Gedanken bei Seite als die Rampe sich öffnet und das Bild auf Coral Citys traumhafte Silouhette freigab. Das Meer und viele der Gebäude glänzten im Sonnenlicht, auch wenn der Raumhafen unter einer Glocke verschiedenster Dünste lag. Ein Gleiter war bereits vor gefahren und seine Sicherheitsleute warteten bereits. Gefolgt vom Rest seiner 4 Mitarbeiter stieg er in den Wagen ein und schloss die Tür.
Als die Fahrt begann nahm er sich die Zeit und betrachtete die Stadt. Doch er nahm die Gebäude nur zum Teil wahr.
Haupstsächlich dachte er an die Aufgabe die er sich gestellt hatte. Senatoren zu suchen die seine Pläne und Ziele unterstützen musste.

[Dac-Coral City- Fahrt zum Senat- Gleiter] Erl und Gefolge
 
Coral City ~ Regierungsbezirk ~ Taxi beim Apartmentkomplex

Die Taxifahrt verging wie im Fluge. Eins musste man dem NRGD lassen, dachte Mariana, während sie das Taxi verließ, man kümmerte sich um kurze Wege für die Angestellten. Auch wenn die sie die Nachricht, dass sie den Bewerbungsprozess erfolgreich überstanden hatte, bereits vor Monaten erhalten hatte, fiel es Mariana immer noch nicht leicht zu glauben, dass dies nur ihr neuer Arbeitgeber war. Das Taxi verschwand in der Ferne und machte die Spur frei für andere Fahrzeuge, während die angehende Agentin des Geheimdienstes der Neuen Republik auf das nüchtern designte, aber nicht zu übersehende Schild über dem Eingang zum Hauptquartier des NRGD betrachtete. Noch einmal tief durch atmen, mahnte sie sich selbst, dann konnte es losgehen.

In dem Foyer des Gebäudes herrschte ein reges Treiben, obwohl das Gewusel von Menschen und Nicht-Menschen wie ein straff durchorganisiertes Ballett anmutete. Mariana kannte das Gebäude zum Teil bereits, immerhin hatte sie vor ein paar Wochen einige Unterlagen nachreichen müssen und bei der Gelegenheit auch gleich ihre eigene Schlüsselkarte erhalten. Nach ein paar Gestalten, die vor ihr an den Thresen im Foyer gewesen waren, wahrscheinlich um sich für Termine hier im Gebäude anzumelden, war nun auch Mariana an der Reihe. Eine viel zu sehr geschminkte Mon Calamari mittleren Alters begrüßte sie freundlich blubbernd.


"Ja, ich habe einen Termin bei Captain Sato."

antwortete sie auf die Frage nach ihrem Anliegen. Die Calamari bestätigte ihr daraufhin, dass Ayako Sato sie bereits erwartete. Nachdem geklärt war, dass Mariana ihre Schlüsselkarte dabei hatte und wusste welchen Turbolift sie nehmen musste, um zu Satos Büro zu kommen, war das Gespräch beendet und man dankte einander höflich.

Viele der Turbolifte des Hauptquartiers verliefen in Röhren aus transparenten Plasteel an der Außenfassade. Trotz der kurzen Fahrt mit dem Lift, genoss Mariana die Aussicht. Sie war mitten im Regierungsviertel, dass ohnehin schon etwas erhöht zum Rest der umliegenden Bezirke gebaut war. Und dann noch in dem Wolkenkratzer des Geheimdienstes in eine der höchsten Etagen zu fahren - ein unbeschreiblicher Ausblick für die Agentin und ein Privileg, das sie wohl erst im Laufe der nächsten Wochen zu schätzen lernen würde. In der Ferne erkannte Mariana sogar ihren Apartmentkomplex, der von hier aus fast schon winzig anmutete. Sie musste Lächeln.


"Ah, Miss Sendratari, nehmen Sie Platz. Jetzt kann ich Sie auch offiziell zu Ihrem ersten Arbeitstag begrüßen. Eine Agentin des Geheimdienstes, wie fühlt sich das an?"

Ayako Satos Begrüßung erschien aufrichtig und fast schon ein wenig überschwänglich. Nach ihrem ersten Gespräch hätte Mariana nie erwartet, dass die so jung wirkende Leiterin der Geheimdienstzentrale mehr war als nur ein berechnender Eisberg. Sie hatte sich geirrt, denn je öfter sie sich im Laufe des Bewerbungsverfahrens gesprochen hatten, umso mehr hatte sich Marianas Eindruck verwässter und nun waren sie schließlich auf einer kollegialen Ebene angekommen. Allein der Verlauf wirkte schon wieder kühl kalkuliert, fiel der Agentin im selben Augenblick auf. Sato musste wirklich außerordentliche Menschenkenntnis haben, um diesen Job zu machen.

"Danke Miss Sato. Es ist ein großartiges Gefühl endlich anfangen zu können."

erwiderte Mariana und nahm die Tasse Kaff entgegen, die Sato ihr angeboten hatte, während sie auf einer bequemen Couch in einer gemütlichen Sitzecke des Büros platz genommen hatte. Auch Sato setzte sich mit auf die Couch, nachdem auch sie sich einen Kaff genommen hatte.[/i]

"Ich wünschte nur es wäre ein sanfterer Einstieg. Die Friedensverhandlungen mit dem Imperium sind geglückt, aber nur ein kompletter Vollidiot würde dem Imperator glauben, dass seine Friedensabsichten aufrichtig gemeint sind. Das Imperium braucht den Frieden, aber es will ihn nicht."

Marian nickte und nahm einen Schluck von ihrem Kaff. So ähnlich schätzte sie die Situation auch ein. Bereits seit ihrem Umzug nach Dac hatte sie klassifizierte Berichte vom GD erhalten, die sie bei jeder Gelegenheit studiert hatte. Doch auch sonst, vertraute man seinem gesunden Menschenverstand, kam man gar nicht umhin zu glauben, dass ein solcher Friedensschluss faul sein musste.

"Uns steht wieder ein kalter Krieg bevor, Mariana. Nur dieses Mal werden wir vorbereitet sein. Ihre erste Aufgabe als Agentin wird es sein bei diesen Vorbereitungen zu helfen. Ich weiß, es ist für den ersten Arbeitstag viel verlangt, doch ihr Profil gibt Anlass zu Hoffnung, dass sie mit diese Aufgabe keine Schwierigkeiten haben werden."

Captain Sato lächelte Mariana an, die noch etwas überrascht den Blick erwiderte. Sie hatte bereits geahnt, dass ihr Einstieg rau verlaufen würde und sie von Tag Eins vollen Einsatz zeigen musste. Nur gut, dass sie sich bereits das Du angeboten hatten - das nahm einen Teil der Anspannung aus der Situation heraus.

Dann schob Sato ihr ein Datapad auf dem Tisch zu und setzte ihre Erklärung fort:


"Wir haben zwei Kontakte die du nach eigenem Ermessen aufsuchen solltest. Einen dem Imperium wenig aufgeschlossener Abgeordneter des Senats, von dem wir uns politischen Rückhalt für künftige Einsätze erhoffen und einen hochrangigen Kontakt bei der Sechsten Flotte, ein Mann der tun wird was nötig ist, sollte die Zeit kommen."

"Sechste Flotte?! Hochrangig? Du machst Witze!",

rief Mariana erstaunt, als sie auf dem Datapad sah, wer der hochrangige Kontakt war. Ayako Satos Gesichtsausdruck verriet ganz eindeutig, dass es sich nicht um einen Scherz handelte und dass die Aufgabe, mit der sich Mariana konfrontiert sah, alles andere als ein Betriebsurlaub zu werden versprach.

"Commander Tanis wird dir bei der Aufgabe assistieren. Er ist bereits über die Mission im Bilde und wird dich bei deiner ersten Aufgabe unterstützen und deine Bewertung nach Abschluss der Mission vornehmen. Sein Schiff, die Ripcord, steht bereit und wird euch für die nächste Zeit als mobile Zentrale zur Verfügung stehen."

Die Frauen wechselten noch einige Worte und Mariana war dankbar dafür, dass sie in Ruhe die Instruktionen auf dem Datapad durchgehen konnte, um Captain Sato Fragen zu stellen. Bedauerlicherweise, kam der Auftrag nicht direkt von ihr, sonst hätte sie sicherlich genauere Antworten und Hinweise erwarten können. Sie war hier mehr oder weniger für die Ressourcen zuständig und nicht für die Durchführung von Einsätzen, doch als rechte Hand des Direktoriums, war sie an Marianas erstem Arbeitstag dennoch die richtige Person, um die Agentin auf den richtigen Weg zu bringen.

"Möge die Macht mit dir sein, Mariana Sendratari."

Coral City ~ Hauptquartier des NRGD ~ Büro von Ayako Sato (NPC)
 
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[Dac-Coral City- Fahrt zum Senat- Gleiter] Erl und Gefolge
Der Wagen glitt wieder durch die Straßen, vom Raumhafen zum Senat. Eine Fahrt wie er sie bereits oft erlebt hatte. Die Stadt war immer noch dieselbe. Die Gebäude immernoch von der selben kühlen Eleganz, die man auf Taris vergeblich suchen würde.

Er genoss der Blick aus dem Fenster, die wunderbare Gestaltung der Stadt. Nach einer Weile holte er sein Datapad hervor. Viel gab es dort momentan noch nicht an Einträgen. Eine Versammlung des Wirtschaftsausschusses und ein Treffen mit Botschafterin Asara.
Bis zu den Terminen blieben ihm noch mehrere Standartstunden, welche er mit Vorbereitung oder mit Treffen mit Kollegen ausfüllen wollte.

Der Gleiter hielt und der Senator und sein Gefolge verließen das Fahrzeug. Nahe des Eingangs zum Seant befand sich eine Kantine, wo die Senatoren in Ruhe speisen und diskutieren konnten. Diese war Erl's erstes Ziel.

[Dac-Coral City- Fahrt zum Senat- Gleiter] Erl und Gefolge
 
[Outer Rim | Mon Calamari | Coral City, Penthouse-Apartment von Luiss Nev | Luiss Nev]

Als Luiss an diesem Morgen aufstand, war die Nacht für ihn sehr kurz gewesen. Nachdem er den Datenträger, den ihm sein Stellvertreter geschickt hatte, gelesen hatte, hatte der geschäftstüchtige Sluissi noch einige Entwürfe für sein neues Konsortium geschrieben und zusammengetragen, die er heute mit Mister Faulkner besprechen wollte. Dazu war es nötig, früh aufzustehen und bald dort zu sein, denn er hatte auch noch seine Verpflichtungen als Senator wahrzunehmen.

Darch, der vorhin bereits hier gewesen war, hatte er damit beauftragt, für ihn einen Termin zu vereinbaren. Das sollte nicht das Problem des ganzen sein, denn als Senator standen ihm gewisse Privilegien zu. Und welcher Renommierte Mann wollte schon einen Senator warten lassen? Seiner Meinung nach niemand, der auch nur halbwegs klar im Kopf war und nicht selbst eine mächtige Person war. Wie auch immer.

Der Sluissi riss sich von seinen Gedanken los und wandte sich stattdessen seinem Frühstück und den Morgennachrichten des Holonetzes zu. Gerade wurden die wichtigsten Wirtschaftlichen Nachrichten gezeigt. Und hier wurde wie so häufig die Republic Engineering Corporation gezeigt. Die Majestic-Klasse sollte immer noch in Corellia Produziert werden, was eine Verzögerung der Produktion zur Folge hatte. Luiss hatte sich bereits von Beginn an gegen eine vollständige Produktionsverlegung dieser neuen Klasse nach Corellia ausgesprochen, da Sluis Van ebenfalls diese Kapazitäten frei hatte und somit einen Teil der Produktion übernehmen konnte, um somit so schnell wie möglich neue Kriegsschiffe zu garantieren. Er würde dieses Thema noch einmal im Senat ansprechen müssen. Denn Luiss hielt die Majestic-Klasse für eine Stütze der zukünftigen Republik-Flotten.

Der Bericht über die neuen Rüstungsprojekte ging allerdings nicht mehr allzu lang. Und danach kamen belanglose Klatschnachichten über die Friedensverhandlungen und andere Dinge, in denen alle möglichen Möchtegern Experten zu ihren unwichtigen Meinungen befragt wurden. Luiss entschied sich lieber noch einmal seine Überlegungen und Planungen für sein eigenes Projekt, das Nev-Konsortium durchzugehen.

Sein Plan war es, zuerst eine Bank zu gründen, die dann mit Hilfe von Aktien und anderen finanziellen Mitteln das nötige Kapital für seine andere Firmenzweige heranschaffen würde. Zuerst plante er seine Firma als Aktiengesellschaft. Aber er selbst würde über Mittelmänner und Fonds immer mindestens 51 % der Anteile halten, um die Kontrolle über die Firma nicht aus der Hand zu geben. Erst danach würde er sich langsam und stetig neue Firmenzweige aufbauen. Zwar war die aktuelle Zinsrate bei der Bank der Neuen Republik nicht optimal, aber die Wirtschaft befand sich allgemein eher in einem Aufschwung. Was nicht zuletzt an der riesigen Rüstungsindustrie lag.

Luiss musste schmunzeln. Für ihn hatte der Krieg ein paar schöne Prämien und Gehaltserhöhungen gebracht, obwohl er im Vorstand eines Staatlichen Unternehmens saß. Und bald hatte er sein eigenes Firmenimperium, fügte er noch freudiger hinzu. Seine Laune wurde immer besser und als er sein Frühstück beendet hatte, ließ er es sich nicht nehmen, sich einen kleinen Verdauungsschnaps zu gönnen. Luiss trank zwar gerne Alkohol, aber für gewöhnlich noch nicht direkt nach dem Frühstück sondern er begann damit meist erst am Vormittag.

Darch ließ nicht lange auf sich warten. Er hatte einen Termin vereinbaren können, konnte aber selbst Luiss nicht dorthin begleiten. Luiss seufzte. Was hatte sein Leibwächter jetzt schon wieder vor? So etwas sah ihm nicht besonders ähnlich. Aber was sollte er machen. Luiss hoffte einfach, dass der Mandalorianer irgendetwas produktives fabrizierte. Allerdings hatte er Luiss noch einen Luxus-Gleiter geschickt und ihm die Adresse der Kanzlei durchgegeben.

Nachdem er alle seine Dokumente die er für den Tag brauchen würde zusammen gepackt hatte, verließ er sein Appartement und nahm seine beiden Magnawächter, die am Ausgang des Appartements wache hielten, als seine Eskorte mit. Sie bestiegen gemeinsam einen Luxuriös eingerichteten, geschlossenen Gleiter, der nicht besonders schnell aussah, aber zumindest komfortabel war. Und schon ging es auch los, nachdem Luiss dem Droiden-Piloten die Adresse genannt hatte.

Die Fahrt dauerte nicht so lange, wie er es erwartet hatte. Die Kanzlei lag im gleichen Luxusviertel wie Luiss Appartement, allerdings am anderen Ende. Sie befand sich in einem der Zahlreichen Luxus-Hochhäuser. Allerdings nicht in einem Penthouse, sondern in einer der mittleren Etagen des verglasten Wolkenkratzers. Dennoch besaß die Kanzlei eine eigene Shuttlebucht, in die der Droide den Luxusgleiter zielstrebig und einigermaßen gekonnt hineinmanövrierte. Luiss gab dem Mechanischen Piloten den Befehl, hier auf ihn zu warten und verließ dann von den Magnadroiden flankiert den Gleiter. Er wurde bereits von einem silbernen Protokolldroiden, der aber ermattet war, erwartet. Dieser begrüßte ihn sofort mit mechanischer Stimme:

"Willkommen, Mister Nev, Mister Faulkner erwartet sie in seinem Büro. Wenn sie mir bitte folgen würden."

Der Droide ließ eine kurze Pause für eine Erwiderung von Seiten Luiss, doch der Sluissi schwieg und somit drehte sich der Droide um und ging mit mechanischen Schritten auf eine Flügeltüre zu, die von der Landeplattform herunter führte. Der Droide bewegte sich sehr langsam fort, doch für den kriechenden Sluissi war das genau die richtige Geschwindigkeit, um von dem Roboter nicht komplett abgehängt zu werden. Vor den großen Flügeltüren standen zwei bewaffnete Sicherheitsdroiden, die allerdings nach dem erblicken des Protokolldroiden ohne zögern die Flügeltüren nach innen aufschoben.

Das innere der Kanzlei war sehr nobel ausgestattet. Auf dem Boden des sich vor Luiss erstreckenden Ganges befand sich ein dicker, brauner Teppich, der an den Rändern mit unterschiedlichsten Mustern versehen war und in gewissen Abständen standen große Blumenkübel mit Orchideen gefüllt an den Wänden des Ganges. Man merkte sofort, wer hier in der Kanzlei so alles verkehrte. Dennoch müsste Luiss sich erst von ihrer Loyalität überzeugen müssen, bevor er Mister Faulkner wichtige Geheimnisse anvertrauen konnte. Zwar hatte Mister Doe ihm bereits die Loyalität der Kanzlei zugesichert, doch Luiss wollte sich sicherheitshalber noch einmal selbst davon überzeugen. Und dazu hatte er ja jetzt die Gelegenheit.

Sie waren mittlerweile vor einer massiven, dunkelbraunen Eichentür angekommen, an der sich ein goldenes Schild befand, auf dem mit schwarzen Buchstaben "Frank Faulkner sen." stand. Luiss hatte es also mit dem erfahrenen der beiden Anwälte zu tun. Dem Gründer der Kanzlei, wie er vermutete.

Der silberne Droide klopfte mit seiner metallischen Hand an die edle Türe, die frisch lackiert zu sein schien. Und es dauert einen Moment, bis sie aufschwang. Der Droide bedeutete dem Senator, einzutreten, was dieser auch tat. Wobei er seinen Droidenwächtern eine Geste zum Warten vor der Tür machte. Während Luiss weiter in das Zimmer schritt und sich in Richtung eines massiven und edlen Holzschreibtisches schlängelte, hörte er hinter sich ein leises Geräusch, dass von der Tür stammte, die der Protokolldroide offenbar geschlossen hatte. Mister Faulkner Senior saß in einem großen schwarzen Polsterstuhl hinter seinem Schreibtisch und war in eine Wolke aus weißem Dampf gehüllt. Dieser stammte von einer großen Zigarre in seinem Mund.

"Setzen sie sich, Mister Nev", kam plötzlich eine tiefe Stimme aus der Wolke hervor und sogleich folgte ein tiefer Zug von der Zigarre.

Luiss setzte sich wie geheißen auf einen der beiden Stühle für Gäste, die nicht einmal halb so komfortabel wie der Sessel des Anwalts waren, aber immer noch weich gepolsterte Sessel waren.
Es gefiel ihm nicht, in einer scheinbar so unterlegenen Position gegenüber dem Anwalt zu sein.

"Nun, Mister Faulkner, sie wissen sicherlich schon grob, warum ich hier bin oder?", begann Luiss, ohne sich vorzustellen, da das offenbar hier nicht vonnöten war und damit er das Gespräche in seiner Hand hatte.

Doch der ältere Anwalt blies in aller Ruhe weiter Rauch in seine Wolke und ließ sich mit der Antwort Zeit. Er sprach seine Worte ebenso gewählt wie langsam aus:
"Ja, das weiß ich in groben Zügen, Senator, dennoch bin ich darauf gespannt, wie sie persönlich ihr Anliegen herüberbringen."

Luiss war klar, dass er mit Mister Faulkner einen ihm ebenbürtigen wenn nicht sogar überlegenen Gesprächspartner gefunden hatte. Und dass obwohl man nicht mal das Gesicht des Menschen sehen konnte. Ja war es überhaupt ein Mensch, mit dem er es hier zu tun hatte, oder handelte es sich um die Täuschung eines Wesens? Luiss konnte es nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber das schien auch fürs erst unwichtig zu sein.

Auch Der Sluissi ließ sich Zeit um sich zu sammeln. Er holte das Datenpad und einen Datenspeicher heraus, auf dem sich seine Aufzeichnungen befanden. Den Speicher behielt er erst einmal für sich und das Datenpad nahm er in die Hand und schaltete es ein. Nachdem es hochgefahren war und Luiss seine Dateien geöffnet hatte, begann er endlich zu reden.

"Ich möchte die Hilfe ihrer Kanzlei bei der Gründung einer Unternehmensgruppe in Anspruch nehmen", begann er in wohl ab gewägten Worten zu sprechen. "Ich plane bereits heute den Grundstein dafür zu legen. Und zwar mit der Gründung der..." Luiss machte eine dramatische Pause und drückte bei seinem Datenpad auf einen Knopf, der einen Holoprojektor aktivierte. Dort erschien zeitgleich mit seinen Worten der Schriftzug "CSI". " ...Core Savings and Investments", fügte er hinzu.

Daraufhin herrschte schweigen im Raum und nur der Rauch um den Kopf von Mister Faulkner und das Hologramm der CSI, dass sich drehte, waren in Bewegung. Der Anwalt nahm wieder einen Zug aus seiner Zigarre und füllte mit den Rauch die sich lichtende Wolke um seinen Kopf wieder auf.

Er schien zu überlegen. Da sich einige weitere Züge an der Zigarre vergingen, bevor er zu einer Antwort ansetzte.

"Das klingt gut, Mister Nev. Führen sie ihre Pläne weiter aus!", fuhr der Mann erheitert fort und beugte sich nach vorne, sodass sein Kopf aus der Rauchwolke heraus kam.

Luiss hatte es hier tatsächlich mit einem älteren Menschen zu tun. Er hatte einen grauen Vollbart und einen ebenso grauen Kurzhaarschnitt und harte Gesichtszüge. Ansonsten wirkte aber wie ein typischer Anwalt. Trotz der Tatsache, dass der Mann jetzt für Luiss sichtbar war, hörte er nicht auf an seiner Zigarre zu ziehen, und machte dem Sluissi, nach dem er wieder einmal den Rauch, der die Atmosphäre im Raum verdichtete, ausgeblasen hatte, ein Zeichen, dass er fortfahren sollte.

"Nun, mein Plan ist, die Bank auf ganz normalen Grundlagen zu gründen. Als Aktiengesellschaft, wobei ich, wenn auch nicht direkt über meinen Namen, über Mittelsmänner und Fonds immer 51 Prozent an der Bank und an der gesamten Firmengruppe halten möchte. Weiterhin Können der Rest der Aktien auf sie und auf Freunde von Mister Doe übergehen, beziehungsweise am Markt gehandelt werden. Dies sollte fürs erste unseren ersten Schritt darstellen. Die Bank soll nach außen hin völlig normal wirken und fürs erste soll nichts darauf hindeuten, dass die Kontrolle des Unternehmens festgelegt ist und bei mir liegt", fuhr Luiss mit seinen Ausführungen fort.

Frank Faulkner nickte die Worte des Senators langsam aber zustimmen ab.

"Das sollte kein Problem sein. Wir haben einige treue Mittelsmänner in der Hinterhand, die ohne groß Aufsehen zu erregen Kleinstbeträge an Aktien einkaufen und somit noch nicht einmal Spuren zu uns hinterlassen", führte er dies weiter aus.

"Ich überlasse diese Schritte ganz ihnen und ihrer Kanzlei, Mister Faulkner. Ich denke, dass sie da Experten sind", gab Luiss sofort zurück. Ihm ging es nur darum, dass die Bank erfolgreich wurde.

"Gut, damit wäre dass geklärt. Wie viel Eigenkapital wollen sie in die Bank und später ihre Firmengruppe stecken?", ging der ältere Mann direkt in die weiteren Details.

Luiss überlegte kurz. "Fürs erste werde ich Zehn Millionen Credits an Eigenkapital in die Bank einbringen, damit müssen die restlichen Neunundvierzig Prozent der ersten Aktien von anderen eingebracht werden", gab er seine Pläne zum guten. "Ich denke die Bank bietet auch eine Gute möglichkeit für Mister Doe und seine Gesellschaft, um ihr Geld dort Arbeiten zu lassen." Bei diesen Worten betonte Luiss das Wort Arbeiten besonders, damit seinem Gegenüber klar wurde, was er damit meinte.

Mister Faulkner schwieg darüber und schien nachzudenken. Jedenfalls lehnte er sich Gedankenverloren zurück und Zog in Ruhe an seiner bereits sehr kurz gewordenen Zigarre.


[Outer Rim | Mon Calamari, Coral City | Kanzlei Faulkner & Son, Büro von Frank Faulkner Senior | Luiss Nev, Frank Faulkner (NPC)]
 
Mon Calamari - Linienschiff “Flotte Biene von Agamar” - Satrek

Es gab nicht viel, das sich Satrek in den letzten Jahren gewünscht hätte. Sicherlich, es gab Dinge, die man als Rat nicht oder nicht mehr so gut tun konnte wie beispielsweise als Privatmann, irgendwo in Hinterland eines Hinterwäldlerplaneten - er dachte dabei unwilkürlich an M’haeli - aber nichts davon vermisste er wirklich.
Nicht einmal Zeit mit seiner Frau zu verbringen hatte er wirklich vermisst, denn die Umstände, sowohl ihre als auch seine, ließen es nicht in der Form zu in der es sich die meisten Leute vorstellten. Mit einem hochrangigen Jedi zu leben bedeutete ständige Gefahr für die Familie durch alle Arten von Schurken bis hin zu den Sith, und für ihn wäre das Leben mit einer hapanischen Senatorin wahrscheinlich mindestens genauso gefährlich, nur mit dem Unterschied, dass er dabei auch noch diplomatisch und zurückhaltend sein musste.
Doch jetzt, als das Linienschiff sein Ziel erreichte und auf einem Landefeld in der Nähe der Hauptstadt landete, freute sich der dunkelhäutige Mann auf die Begegnung mit Turima, und verbrachte den größten Teil der Speederfahrt zum Senatsgebäude damit, seine in den letzten Monaten verkümmerten Lachmuskeln wieder auf Touren zu bringen.
Dort angekommen betrat er das Gebäude und ließ sich nach erfolgreicher Identifikation von einem Droiden zu Turimas Büro bringen. Dort angekommen fand er eine dunkelhaarige ältere Frau vor, die er zu kennen glaubte - Turimas Sekretärin, wenn ihn nicht alles täuschte.
Ob sie ihn allerdings erkannte blieb offen - die Frau, deren Namensschild auf ihrem Schreibtisch sie als Adara auswies und deren Körperhaltung sie als Hapanerin gab keine äußerlichen Anzeichen ob sie wusste wer da vor ihr stand.
Stattdessen fragte sie nach einem Termin, und es kostete ihn etwas Überredungskunst glaubhaft zu versichern, dass die Senatorin ihn tatsächlich erwartete. Die Komm-Nachricht, die Adara abschickte geschah so subtil, dass er sich nicht mal sicher war ob sie wirklich etwas abgeschickt oder ihn nur hatte beruhigen wollen.
So oder so, er setzte sich grinsend auf einen der für wartende Bittsteller gedachte Stühle und ließ sich überraschen ob ihn bald seine Frau treffen oder die Senatssicherheit kommen würde um ihn abzuholen. Und wahrscheinlich wäre selbst das amüsanter als die letzten Monate.


Mon Calamari - Senatsgebäude - Vorzimmer Turimas - Adara, Satrek
 
[::Mon Calamari System :: Mon Calamari :: Coral City :: Gleiter auf dem Weg zum Senat ::] Slivin Vell und Gefolge

Slivin genoss den Gleiterflug vom Appartment zum Senat. Die schöne Hochhauskulisse zog an dem Fahrzeug vorbei. Ein schöner Tag. Slivin blickte in sein Datapad, wo sämtliche Termine des Tages aufgelistet waren. Er versuchte, sich die Termine ein zu prägen:
-Empfang im Senat
-Treffen mit Senator Erl A'Sen ; Ojoster Sektor
-Besprechung des Wirtschaftsausschusses
-Mittagessen mit Senator Erl A'Sen
-Gespräch mit Pateessa Munir
-Dankesbrief an den ehemaligen Polizeichef von Cademimu V
-Freizeit

Wer war dieser A'Sen? Er wusste es nicht, allerdings schien es so, als ob auch er im Wirtschaftsausschuss sitzen würde. Dann blätterte er weiter auf die News-Seite.

Schmuggler hatten inzwischen mehr erfolg gehabt, aber im Frieden gab es wenig, was man nicht leicht bekommen würde und deshalb waren die BSler bei Kessel auch nicht so gewinnbringend.

Inzwischen landete der Gleiter und Slivin Stieg mit seinem Givin Adjutanten aus, dessen Schwarze leeren augen ihn wieder einmal kurz erschreckten. Ein Mon Cal kam auf ihn zugegangen.


"Senator Vell? Senator A'Sen wartet auf euch. Anscheinend wurde ihm ihr Besuch durch ein kleines Computerleck noch nicht mitgeteilt, wofür ich mich entschuldige. Bitte Hier entlang."

Der Senatssekretär führte sie in eine prachtvolle Empfangshalle.

"Warten sie bitte hier, ich werde ihn holen."

[:: Mon Calamari System :: Mon Calamari :: Coral City :: Senatsgebäude Empfangshalle ::] Slivin Vell, Adjutant Clu'Siltir Natrim, andere Senatoren und Botschafter
 
Coral City ~ Hauptquartier des NRGD ~ Büro von Ayako Sato (NPC)

Mariana spürte eine leichte Übelkeit aufkommen, als sie das Büro von Ayako Sato verließ und an die ihr bevorstehenden Tage und Wochen dachte. Auf einer der großen Terrassen der Geheimdienstzentrale, unweit vom Büro von Ayako machte Mariana eine kurze Pause um Luft zu schnappen.

Eine knappe halbe Stunde später betrat Mariana den unweit der Zentrale gelegenen Hangar, wo sie bereits vom weiten Commander Tanis zu erkennen glaubte. Ein Bothaner höheren Alters - zumindest ließen die grauen Strähnen seines Fells darauf schließen - schien auf sie zu warten. Zumindest stand er ihr zugewandt an der Laderampe eines Consular Kreuzers, bei dem es sich ganz offensichtlich um das Schiff handeln musste, von dem Ayako Sato vorhin gesprochen hatte.


"Tjokorda Istri Mariana? Ich bin Commander Darren Tanis, CO der CCC Ripcord.",

begrüßte der Bothaner die Agentin mit einer bassigen, aber sehr freundlich wirkenden Stimme, gerade als sie in Hörreichweite war.


"Es freut mich Sie kennen zu lernen, Commander Tanis.",

erwiderte Mariana die Begrüßung ebenso freundlich und reichte dem Commander die Hand.


"Captain Sato hat mir zu verstehen gegeben, dass sie über unseren Auftrag bereits im Bilde sind?"

Mariana fragte beiläufig nach, während sie gemeinsam die Rampe empor liefen und die Ripcord betraten. Tanis erklärte ihr, dass er über die Mission im Bilde war und zeigte ihr das Quartier, das für die nächste Zeit ihr Zuhause sein würde.

"Aber wie Sie wissen, ist dies Ihre Mission. Unser Kommanso-Stab setzt große Hoffnungen in Sie, Mariana. Ich bin nur hier, um Ihre Leistung zu evaluieren und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Ich gebe zu, mir gefällt es nicht einen Teil meines Kommandos über die Ripcord abzugeben...",

Darren Tanis unterbrach seinen Satz für einen Moment und musterte Mariana dabei nachdenklich.


"...aber ich kenne Ihre Akte und teile die Hoffnungen unseres Kommandostabs. Insbesondere Captain Sato hat hohe Erwartungen. Sie hat Sie persönlich aus einer Vielzahl von Bewerbern auserwählt."

Der Blick des Bothaners war für Mariana nicht ganz klar einzuordnen, doch glaubte sie herauszulesen, dass ein Fehlschlag alles andere akzeptabel wäre. Wieder spürte sie die Erwartungen an sie wie eine Last auf ihren Schultern, mit der sie erst umzugehen lernen müsste. Insbesondere in Anbetracht der unausgesprochenen Worte des Bothaners: "Enttäuschen Sie den Captain bloß nicht."

"Richten Sie sich in Ruhe ein. Wir werden startbereit sein, sobald Sie fertig sind. Sie finden mich dann im Cockpit.,

erklärte Tanis und deutete eine Verbeugung an, bevor er sich in den vorderen Teil der Ripcord zum Cockpit begab.


Coral City ~ Hangar des NRGD ~ an Bord der CCC Ripcord
 
[Dac-Coral City- Senat- Cafteria] Erl und Gefolge
Wie in vielen öffnetlichen Gebäuden herrschte auch in der Cafeteria des Senats Rauchverbot. Deshalb gab es einen abgetrennten Raucherbereich.
Der einzige Gast in dieser kleinen und schlecht gestalteten Ecke war der Senator von Taris. Erl A'Sen fragte sich ob so etwas für eine Klage wegen Diskriminierung reichte.
Der Senator schmunzelte bei diesem Gedanken und drückte seine Pfeife aus. Der alte Mann erhob sich von seinem Stuhl und ging von der Raucherecke zurück in die gefüllte Diplomatenspeisung.
Er kehrte zurück an den Tisch an dem bereits sein Team saß und wollte gerade ien Tasse Caf bestellen als ein MonCal an den Tisch trat.

Mister A'Sen? Entschuldigen sie bitte aber Mister Vell erwartet sie.

Senator Vell? Erl hatte gehört das er das Mandat des Cademimu-Sektors übernommen hatte, wusste aber nicht das er einen Termin hatte. Er sah seine Sekräterin an. Die Chiss nickte. Irendetwas war in der Planung also wieder schief gelaufen. Er folgte dem Einheimischen, nach einer Weile erreichte er die Empfangshalle.
Der Ishi Tib und sein Gefolge waren bereist da. Der Mon Cala lieferte Erl wie gewünscht ab und ging dann. Erl reichte dem anderen Senator die Hand.


Senator Vell, es freut mich sie kennenzulernen.
[Dac-Coral City- Senat- Empfangshalle] Erl, Slivin und Gefolge
 
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